Rundgang über die 9. Berliner SteineWAHN!

Bericht 9 Berliner Steinewahn! (37)

Bedingt durch die Corona-Pandemie sind Verstaltungsabsagen leider an der Tagesordnung. Ein echter Lichtblick sind da die Mitglieder des Berliner Steinkultur e.V.. Trotz der hohen Hygieneauflagen gelang es, die 9. Auflage der LEGO-Austellung „SteineWAHN!“ auf die Beine zu stellen. Tradionell trifft man sich an den Tegeler Seeterrassen in Berlin, um die neusten Kreationen zu bestaunen. Ich war vor Ort und nehme euch gerne mit auf einen kleinen Rundgang.

Die Anreise zu den Tegeler Seeterassen im Berliner Nordwesten klappte ohne Probleme und nach einer kurzen Parkplatzsuche machte ich mich auf dem Weg zum Eingang.  Als ich dort um 09: 40 Uhr eintraf, hatte sich schon eine kleine Warteschlage vor dem Eingang gebildet. Also nutzte ich die Zeit um mit anderen Fans ins Gespräch zu kommen und so die Wartezeit zu verkürzen.

Etwa 10 Minuten vor dem offiziellen Beginn wurden dann Einlasszettel zur Verfügung gestellt. Dort sollten die üblichen Daten für eine mögliche Rückverfolgung durch die Gesundheitsbehörden hinterlassen werden. Anders als zum Beispiel im Restaurant, sollte auch die Zutrittszeitpunkt und der Zeitpunkt des Verlassen notiert werden. Dafür ist es notwendig den Zettel während Aufenthaltsdauer zu verstauen und erst am Ausgang wieder abzugeben.

Wenige Minuten vor zehn Uhr konnten die ersten Besucher dann endlich in die Ausstellung. Beim Einlass erhielt ich zusätzlich zur Eintrittskarte ein Wäscheklammer in die Hand gedrückt. Schnell war die Idee dahinter klar: Das hilft den Besucherstrom ganz einfach zu kontrollieren. Wenn die Schüssel am Eingang leer war, duften keine weiteren Besucher in die Seeterassen, sondern es musste gewartet werden bis am Ausgang die ersten Klammer zurückgegeben wurden. Ich finde die Idee einfach, aber genial!

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Neben der beschränkten Besucherkapazität, gelten natürlich auch noch die „normalen“ Verhaltensregeln: Der Zutritt ist nur mit einer Mund-Nasen-Bedeckung gestattet und die Aufforderung, genügend Abstand zu halten, sollte für den meisten von euch auch schon Alltag sein. Des Weiteren besteht im Veranstaltungsraum die Möglichkeit sich die Hände zu desinfizieren.

Doch kommen wir nun endlich zur Ausstellung. Schon auf den Weg von der Kasse wird klar, dass die Berliner Organisatoren trotz aller Einschränkungen mit Herz und Seele für die Veranstaltung gearbeitet haben. So erfahre ich auf den Weg in die Ausstellung, dass diesmal exakt 523.545 Teile verbaut wurden. Ob das tatsächlich stimmen mag?  🙂

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Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, verteilten sich die Besucher ganz entspannt auf die 1.400 m² große Ausstellungsfläche und auch im weiteren Verlauf kam bei mir nicht das Gefühl von einem Gedränge auf.

Gleich am Eingang konnte ich eine große Auswahl von Technic-Modellen finden, die irgendwie zu jedem Event dazu gehören und die ich mir auch immer wieder gerne staunend ansehe. Mein Highlight war eine  Zugmaschine mit gleich zwei Hängern. Selbstverständlich sind hier Motoren verbaut und die Zugmaschine lässt sich natürlich voll fernsteuern. Im hinteren Hänger ist ein kleiner 7-Zoll-Fernseher eingebaut, der passend zur Farbe und dem Schlumpf-Logo einen kleinen Ausschnitt der Zeichentrick-Serie präsentierte.

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Auffällig fand ich in diesem Jahr auch, dass die riesigen Landschaft ein bisschen den kleineren Entwürfen gewichen sind. Da ich ohnehin mich gerne von Details begeistern lasse, gab es für mich also noch mehr  zu entdecken. Doch erstmal fesselten die großen Modelle meine Aufmerksamkeit.

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Beim „Angriff auf Tortuga“ wurde die LEGO Ideas 21322 Pirates of Barracuda Bay kurzer Hand zu einer Piratenlandschaft ausgebaut. Besonders originell finde ich, dass ein Piratenschiff auf Schienen seine Runden zieht.

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Das „Schloss im Himmel“-MOC ist ein beeindruckender Bau. Alleine das Schloss soll schon acht Kilogramm wiegen und dreht sich mit Hilfe eines XL-Motors und einen Kugellager mit Legobällen. Vorlage ist der Animefilm „Das Schloss im Himmel“ aus dem Jahr 1986. Auch die Wolken an den Ränder bewegten sich und vermittelten den Eindruck von Schwerelosigkeit. Der Baumeister gibt die Bauzeit mit stattlichen sechs Monaten an.

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Unter den großen Ausstellungsstücke fesselte nun der „Koffer mit Phantasielandeschaft“ meine Aufmerksamkeit. Darin ist eine Wassermühle, ein Maibaum, ein Tanzboden und eine Eisenbahn untergebracht. Auch hier konnte ich mich kaum satt sehen.

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Eisenbahen dürfen natürlich auch nicht auf einer LEGO Ausstellung fehlen. Diesmal fuhren einige Lokomotiven und Anhänger durch vier verschiedene Landschaften, die erstmal einen abgeschlossenen Schienenkreis hatten, aber mit einer einfache Umstellung der Weichen zu einer großen Fläche verschmolzen werden konnten.

Wie ich ja schon erwähnte, taten es mir einige kleine Modelle besonders an. Mich fasziniert dabei, dass es gelingt auf engsten Raum eine Szene wirkungsvoll darzustellen. Ein hervorragendes Beispiel liefert uns das MOC „Leonardo da Vinci“. Ich finde es zeigt wunderschön, wie damals wohl die Meisterwerke entstanden sein könnten.

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Auch das 314 Polizeiboot aus dem Jahr 1976 fand ein neue Aufgabe: Nachdem anscheinend auf dem Gewässern keine Überltäter mehr zu jagen sind, wurde das Boot radikal umgebaut und in einem Tauchroboter verwandelt. Zwei weitere tolle Ideen habe ich euch mal in die Galerie gepackt.

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Ich könnte noch eine ganze Zeit weiter schwärmen, doch an dieser Stelle möchte ich mich etwas zurückziehen, damit ihr die Möglichkeit habt, einfach noch weitere Bilder zu genießen.

Weitere Bilder in der Galerie:

Leider kann ich hier nur eine begrenzten Auswahl vorstellen. Ich kann euch aber versichern, dass es noch viel mehr zu sehen gibt. Auch zum Rahmenprogramm möchte ich gerne noch ein paar Worte verlieren, denn auch hier müssen einige Einschränkungen hingenommen werden.

Aufgrund der diesjährigen Umstände konnten die sonst üblichen Gemeinschaftsaktionen leider nicht angeboten werden. Unter anderem wird dieses Jahr auf die Spielecke, den Minecraft-Bautisch, die Brettspiele und die Rennstrecke verzichtet. Leider musste auch der Steingraveur kurzfristig absagen.

Damit trotzdem niemand von euch mit leeren Händen nach Hause gehen muss, könnt ihr euch gewohnt dem Flohmarkt mit neuen und gebrauchten LEGO®-Sets und -Teilen widmen. Außerdem sind zwei Händler mit ihren Ständen vor Ort: Zum einen der „Spielzeugladen an der Kaisereiche“ aus Berlin und die „Steineflut“ aus Hamm.

Die beiden Händler sind auf der oberen Etage untergebracht und bieten neben normalen Sets auch Steine und sonstiges Zubehör an. Die Fläche der Kaisereiche ist für jeweils 10 Interessierte gleichzeitig zugelassen und die Steineflut kann maximal 15 Käufer auf einmal verkraften. Vereinzelt müsste ihr mit kurzen Wartezeiten zum Betreten der Shops rechnen.

Vielleicht habt ihr ja Lust am Sonntag ganz spontan die Seetrassen in Berlin-Tegel zu besuchen. Wir haben euch alle wichtigen Infos nochmals zusammengetragen:

Infos zur Ausstellung

Adresse: Tegeler Seeterrassen, Wilkestraße 1, 13507 Berlin

Eintrittspreise

Erwachsene: 5 Euro
Ermäßigt: 3 Euro (Senioren, Studenten, BerlinPass-Inhaber)
Kinder: 3 Euro (von 4 bis 16 Jahren, jüngere gratis, mit Berlin-Pass 2 Euro)
Familie: 14 Euro (2 Erwachsene mit max. 3 Kindern)
Tickets gibt es nur an den Ausstellungstagen vor Ort am Einlass.

Öffnungszeiten

Samstag und Sonntag, den 19 und 20. September,  jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr

Alle weiteren Infos zur Ausstellung inkl. Anreisehinweise findet ihr hier.

An dieser Stelle möchte ich den Organisatoren der Berliner SteineWAHN! und allen Mitwirkenden ein fettes Lob aussprechen. Mit viel Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit haben sie es geschafft diesen Termin auf die Beine zu stellen. Ich habe die Zeit sehr genossen und habe mich wohl gefühlt.

Was meint ihr? Gefallen euch die Modelle? Seid ihr neugierig geworden und besucht spontan morgen die Ausstellung? Was gehört für euch auf eine klassische LEGO-Ausstellung? Staunt ihr am liebsten vor den großen Bauten oder mögt ihr die vielen kleinen Details lieber? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

Über Oliver 65 Artikel
Fan des Classic Space, Technik-Begeisterter und Freund von Creator 3-in-1. Ständig auf der Suche nach den kleinen Besonderheiten im LEGO Sortiment und interessiert an den Hintergründen im Spielwarenmarkt.

18 Kommentare

  1. Wow. Das Set mit Leonardo da Vinci ist toll. So was als kleines Set wäre der Hammer. Ich bin immer wieder begeistert, wie man mit Lego die Bilder im Kopf umsetzen kann. Vielen lieben Dank für die Berichterstattung 😊

  2. Vielen Dank für deinen Einblick. Wir haben tatsächlich überlegt, zum ersten Mal die Ausstellung zu besuchen. So werden wir uns morgen wohl auf den Weg machen.

  3. Wow, das ist ja super. Schön finde ich die Disziplin der Leute und die gute Vorbereitung der Aussteller. Von den ausgestellten Modellen gefällt mir der Koffer sehr, Da Vinci auch und das Blütenmeer…und das Wolkenschloss, ja das Wolkenschloss ist herrlich. Danke fürs Zeigen, leider ist der Weg nach Berlin viel zu weit. Aber allen die morgen hingehen, viel Spass😁👍‼️

  4. Vielen Dank für den tollen Bericht 👍. Klasse was es dort für Ideen und Modelle zu bestaunen gibt. Gerade das Polizeiboot weckt bei mir Erinnerungen. Das hatte mein Bruder und ich durfte damit auch immer spielen 😊.

  5. Toller Bericht und Fotos mit denen du viel Staunen auslöst! 👀 Leider für mich zu weit weg für einen Besuch. Das Schiff mit dem typischen „Gewicht” drunter ist mir aus meiner Kindheit auch noch in Erinnerung. 😃
    Werde bei den vielen Pflanzenteilen ganz unruhig, muss sie auch in Mengen bestellen und fürs nächste Projekt horten.. 😊

  6. Ich war letztes Jahr das erste Mal auf der Bricking Bavaria und mir ging es damals ähnlich wie dir, das mich kleine Modelle eher fasziniert haben.
    Schöner Bericht aber leider zu weit weg um hinzugehen.

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