First LEGO League in Braunschweig 2020: Leserbericht von der Veranstaltung

Einige von euch werden mich vielleicht schon von verschiedenen Ausstellungen oder auch nur von Instagram als lego_travel_trooper kennen. Ich habe mir gedacht, dass ich dem StoneWars Team gerne im Bereich der Ausstellungssberichte unter die Arme greifen möchte und schreibe deshalb hier meinen ersten Veranstaltungsbericht als Leserbeitrag. Die Ausstellung, über die ich hier berichte, fand am 11.01.2020 bei der First LEGO League im Wilhelm-Gymnasium in Braunschweig statt.

Da viele die First LEGO League vielleicht nicht kennen stelle ich sie im Folgenden einmal vor, bevor ich auf die Ausstellung eingehe.

First LEGO League

Die First Lego League soll durch einen sportlichen Wettkampf Kinder und heranwachsende Jugendliche (zwischen 9 und 16 Jahren) dazu bewegen, sich näher mit Wissenschaft und Technologie zu beschäftigen. Spaß und Teamwork stehen bei der Veranstaltung jedoch im Vordergrund.

In kleinen Teams von 2 bis 10 Mitgliedern beschäftigen sich die Kinder und Jugendlichen mit dem Programmieren von Robotern auf Basis von LEGO Mindstorms (RCX, NXT, EV3). Hierbei arbeiten die Teams wie Ingenieure an den Projekten. So wird geplant und programmiert, getestet und unter Umständen auch wieder von vorne begonnen.

Die Teams bekommen mindestens 8 Wochen vorher die Aufgabenstellung des jeweiligen Wettbewerbs und dürfen dann mit dem Lösen der Aufgaben für die Roboter, sowie mit der Erstellung des Forschungsauftrages beginnen. Der Wettbewerb hat in diesem Jahr das Thema „City Shaper“, ein Thema welches sich mit aktuellen Situationen und Entwicklungen in der Welt beschäftigt.

Jedes Team nimmt dann mit seinem Coach (mindestens 18 Jahre) an einem Regionalwettbewerb teil. Für die „Region Braunschweig“ fand dieser am 11.01.2020 in Braunschweig im Wilhelm-Gymnasium statt. Bei diesem wurde dann das Ergebnis des selbst recherchierten Forschungsauftrages der Jury vorgetragen. Am Wettbewerbstag durchläuft jedes Team drei Jurybewertungen (Roboterdesign, Forschung und Teamwork) und fährt das Robot-Game. In Braunschweig nahmen dieses Jahr 12 Teams aus u.a. Braunschweig, Salzgitter, Magdeburg, Lehrte und Hamburg teil.  Das beste Team fährt zu den Semifinals Nord-Ost in Eberswalde.

Das Robot-Game

Die Teams beginnen im Vorfeld des Regionalwettbewerbs mit dem Entwickeln und Programmieren eines Roboters, dieser muss dann im sogenannten Robot-Game antreten. Das Spielfeld für das Robot-Game hat eine Fläche von etwa 3,5 m² und verfügt über Aufbauten aus LEGO, die jeweils die zu lösenden Aufgaben darstellen. Hier sind möglichst viele der gestellten Aufgaben vom Roboter selbstständig zu lösen. Jedes Team hat drei Durchläufe mit jeweils 150 Sekunden Zeit. Gewertet wird am Ende der beste der drei Durchläufe. Schiedsrichter achten hierbei auf die Einhaltung der Regeln.

LEGO First LEGO League Robot Game

Das Forschungsprojekt

Neben dem Programmieren und Konstruieren des Roboters soll jedes Team sich zum Jahresthema passend ein Projekt auswählen. Die Teams können zu Ihrem Projekt Experten und Wissenschaftler befragen und entwickeln eine Forschungsfrage. Der Hintergrund des Forschungsauftrages ist, dass die Kinder und Jugendlichen lernen selbstständig zu recherchieren und so Lösungsvorschläge für das gewählte Projekt zu erarbeiten. Diese werden am Tag des Wettbewerbs der Jury vorgestellt. Ob als Sketch, als Gedicht oder als normale Präsentation ist hierbei den Teams überlassen.

Die Ausstellung

Bereits im letzten Jahr hat die First LEGO League Station in Braunschweig gemacht. Und wie schon 2019, ist auch 2020 das Wilhelm Gymnasium der Veranstaltungsort. Es ist sehr zentral in Braunschweig gelegen und die Straßenbahn hält direkt vor der Tür, also eine sehr gute Lage für eine kleine aber feine Ausstellung. Lediglich die Parkplatzsituation ist etwas schwierig, aber das Auto stehen zu lassen und die Bahn zu nehmen schadet sicher keinem.

In der Eingangshalle, dem „Remter“, fand an diesem Samstag eine vom Steineland Harz und Heide organisierte Ausstellung statt, von der auch ich wieder ein Teil sein durfte. Es war eine kleine und sehr familiäre Ausstellung, die den LEGO Content der First LEGO League noch etwas unterstützen sollte. Auch dieses Jahr haben sich wieder einige Aussteller gefunden, die ihre tollen und vielfältigen MOCs der Öffentlichkeit präsentiert haben. Ich habe hierfür meine LEGO Ninjago Docks geschnappt, auseinander gebaut und ein schickes MOC in der Größe 48×32 Noppen erstellt.

Neben meiner kleinen Ninjago Insel gab es noch eine ganze Sammlung an selbstgebauten LKWs, die sich super in einer LEGO City Anlage machen würden und eine kleine Winterlandschaft mit funktionierendem Zug. Mein persönliches Highlight war der über einen Rasperry-Pi gesteuerte R2-D2 aus dem Boost Droid Commander Set.

Damit sich die kleinen Besucher der First LEGO League oder der Ausstellung nicht langweilen gab es eine kleine Bauecke, in der sich alle durch freies Bauen kreativ ausleben konnten. Die gebauten Objekte konnten dann in eine Greenbox mit Drehteller gestellt werden und wurden auf dem Bildschirm direkt nebenan in einem Raumschiff Hangar dargestellt.

In einem weiteren Bereich konnte ein ferngesteuerter LEGO Technic Radlader ausprobiert werden.

Aber Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte, also hier noch ein paar weitere Eindrücke von der Ausstellung und den Modellen:

Schlusswort

Eine sehr familiäre Ausstellung, in einem kleinen Kreis, ein super nettes First LEGO League Team und eine sehr entspannte Atmosphäre. Eine sehr gelungene Veranstaltung an einem schönen Veranstaltungsort in der Heimatstadt – was kann es für den Start ins neue Ausstellungsjahr Besseres geben?

Über Leserbeiträge 4 Artikel
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13 Kommentare

  1. Viele Dank für den tollen Bericht! Was mich sehr interessiert, ist der Rasberry-Pi-gesteuerte R2-D2 aus dem Boost Droid Commander Set. Ich habe das Set nämlich selbst seit Weihnachten, kann damit ausser aufbauen aber bisher nicht viel anfangen, da das Mikro meines Smartphones von der App anscheinend nicht erkannt wird, obwohl das Telefon explizit auf der Kompatibilitätsliste auf der LEGO-Support-Seite aufgeführt ist. Dadurch ist bereits mitten im Tutorial Schluß. Ich habe zwar schon einen Fall bei der Hotline eröffnet, aber bisher noch keine Rückmeldung. Vermutlich wird es frühestens mit der nächsten App-Version behoben. Wenn man das Boost-Device mit einem Raspi ansteuern könnte, wäre das natürlich fantastisch, auch im Hinblick auf die Zukunft, sollte die App irgendwann nicht mehr weiterentwickelt werden, und natürlich, weil man dann nicht auf die vorgefertigten Inhalte der App beschränkt wäre. Falls es da weiterführende Informationen zu dem Thema gibt, würde ich mich sehr darüber freuen!

  2. So eine Veranstaltung der First LEGO League hab ich ebenfalls schon beobachten können. Super interessant was die Kids da bauen und wie deren Strategien sind.

  3. Ein schöner Bericht.
    Kannnst Du aber bitte nochmal genauer erläutern, welche Aufgaben im Robot-Game zu lösen waren?
    Auf jeden Fall cool, dass es ein solches Format gibt!

  4. Vielen dank für deinen Bericht liest sich richtig und flüssig! Von so einem Wettbewerb habe ich noch nichts gehört und schade, das diese anscheinend nicht so bekannt sind, Diese Meisterbauer verdienen einfach mehr Aufmerksamkeit!

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