LEGO Mindstorms 51515: Ein Nachfolger steht in den Startlöchern

LEGO 51515 Mindstorms Snowflake

Nachdem wir kürzlich in unserem Beitrag über die mit „Einstellung in Kürze“ markierten Sets im LEGO Online Shop auch über den EOL-Status des seit 2013 verfügbaren LEGO 31313 Mindstorms EV3 berichten konnten, erreichten uns mehrere Nachfragen, ob es denn einen Nachfolger geben wird. Daher wollen wir jetzt kurz über den im Sommer erscheinenden LEGO Mindstorms 51515 Nachfolger unter dem Codenamen „Snowflake“ informieren.

Nach mittlerweile 7 Jahren ist ein Nachfolger sicherlich überfällig und daher wird LEGO dieses Jahr versuchen das Mindstorms System ins Jahr 2020 zu bringen und damit hoffentlich wieder eine bessere Kompatibilität mit anderen aktuellen LEGO Technic Komponenten herstellen.

Das LEGO 51515 Mindstorms Set soll im August 2020 im freien Handel erscheinen und zu einem Preis von 359,99 Euro auf den Markt kommen. Im Gegensatz zum bisherigen EV3 soll das neue Set nun, ähnlich wie das ausschließlich für den Education Markt hergestellte LEGO 45678 Spike Prime Set, mit einem Akku ausgestattet sein. Während das Set mit dem EV3 nur 601 Teile beinhaltete, soll der Nachfolger mit 948 Teilen erscheinen und nochmal deutlich schlichter im Design werden.

Weitere technische Details zu dem Mindstorms-Nachfolger und genauere Infos zur Kompatibilität sind bisher noch nicht bekannt. Wir werden diese hier natürlich nachreichen wenn wir weitere Informationen haben, oder wenn das Set offiziell vorgestellt wird. Wir hoffen allerdings, dass LEGO endlich eine Kompatibilität zwischen den Mindstorms Produkten und den Powered Up Produkten herstellen wird, um beide Systeme miteinander zu kombinieren.

Ist LEGO Mindstorms für euch oder eure Kinder ein Thema? Und freut ihr euch (trotz der spärlichen Informationen) auf den Nachfolger mit der Setnummer 51515? Wir sind auf eure Gedanken zu „Snowflake“ gespannt!

Über Lukas Kurth 1447 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 29 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de

23 Kommentare

  1. Danke für die Info! Klar ist der Nachfolger von Mindstorms ein Thema und was für eins. Schon Powered Up ist richtig leistungsfähig, wenn man es unabhängig erforscht. Auf Eurobricks oder in der Arduino-Szene laufen da etliche Projekte, die weit über das offizielle Angebot von Lego (derzeitiger Stand …) hinaus gehen. Na, wenn der EV3-Nachfolger dem angepasst wird, macht das doch neugierig. Einzig Lego selber müsste mal ein bisschen mit der Software hinterherkommen, um zu zeigen, was da so drin ist. Also, ich bin schon gespannt und freu mich drauf.

  2. Seit dem der EV3 mit MicroPython programmierbar ist, hat das Thema wieder enorm an Bedeutung gewonnen. Für mich ist es das wichtigste Set im Portfolio von Lego.

    • Der EV3 lässt sich schon fast genauso lang wie er existiert in Python und zig anderen Sprachen programmieren.
      Ich glaube nicht, dass jemand der tief genug im Thema drin ist, um das zu verwenden, auf die offizielle Lego-Implemtierung des Ganzen gewartet hat.

  3. Schon mal ein paar Informationen mehr! Vielen Dank! Ich hoffe sehr das es ein direkter Nachfolger des EV3 wird. „Schlicht“ macht mich zwar etwas nachdenklich aber ich hoffe mal das dabei das Design und nicht wieder die Funktionalität gemeint sein wird.

    • Vermutlich sehen die Hubs und die Sensoren nicht mehr so peinlich futuristisch und verspielt aus wie beim Nxt oder EV3 sondern praktisch kastenförmig wie bei Spike Prime. So lassen sich die Dinger auch viel besser verbauen… Ich vermute sowieso, dass Motoren und Sensoren die gleichen wie bei Spike Prime sein werden…

    • Nein, das ist nicht spekulativ. Das sind alles offizielle Infos, die LEGO an Händler rausgegeben hat und was auf der Spielwarenmesse in Nürnberg gezeigt wurde.

      Ich nutze die Formulierung „soll“ weil ich natürlich nicht ausschließen kann, dass Corona gerade bei LEGO so viel durcheinander wirft, dass z.B. die Produktionspläne angepasst werden müssen und sich daher Produkte verspäten könnten.

      Wenn du einen Blick in die Vergangenheit wirfst, wirst du feststellen, dass wir (trotz manchmal vorsichtiger Formulierungen) eigentlich immer richtig liegen 😉

      • Ja, ich weiß schon. Aber mir wars in dem Moment zu spekulativ. Für Habby Monk wie mich wäre die Formulierung „wird“ besser als „soll“. Und dann eben „unter Vorbehalt“, oder „Mal sehen, was oder ob LEGO noch was ändert“. Das ist aber definitiv mein Problem.

  4. Viel Info ist das wirklich noch nicht, aber das hattest du ja angekündigt.
    Die Anzahl der Teile ist glaube ich der am wenigsten interessante Punkt. Viel wichtiger wären Infos über die Hardware des programmierbaren Bausteins (ich hoffe es ist nicht nur ein umgelabelter Spike) und zur Kompatibilität zu vorhandenen Sensoren und Motoren. Ich vermute alles aus dem Powered Up/Boost/Wedo/Control+ System wird irgendwie gehen, wünschenswert wäre aber auch das der NXT/EV3-Kram weiter verwendet werden kann.

    Aber ich bin sicher ich werde hier beizeiten darüber lesen können 😉

    • Der NXT als solches wird nicht mehr kompatibel sein. Der EV3 kann hoffentlich mit dem (EV5?) kommunizieren. Die Sensoren werden noch gehen, wenn man weiß wie.

      • Woher die Gewissheit? Nachdem der NXT Bluetooth kann, wird man dem genauso Kommandos geben können, wie einem EV3.
        Das die Sensoren _irgendwie_ gehen werden, ist mir schon klar. Allerdings wären da ein paar passende Adapter (also das, was es für z.B. Power Functions gerade nicht von Lego gibt) ganz nett und offizieller Softwaresupport ist auch ganz hilfreich. Sonst schaut jemand, der sich auf Legos grafische Programmierumgebung beschränken möchte garantiert erstmal in die Röhre.

        P.S.
        Ich war mal wieder zu doof, die Antwortfunktion zu benutzen. Der Beitrag auf der obersten Ebene darf gern weg.

    • Ich finde teileanzahl und preis zusammen sehr interessant. Das sagt einem, dass es bestenfalls ein hub auf spike prime niveau sein wird – wenn nicht sogar der spike prime hub. Das wundert mich allerdings nicht. Der ev3 ist eigentlich für die meisten Nutzer zu kompliziert

      • Naja, was heißt kompliziert? So ein Roboterbaukasten ist immer ein eher anspruchsvolles Spielzeug. Aber solange man sich man sich in der grafischen Programmierumgebung aufhält, dürfte da kein so großer Unterschied sein.
        Aber ich fürchte fast, dass du recht hast. Lego wird vermutlich nicht noch eine Plattform aufmachen. Was für mich blöd wäre. Außer der Möglichkeit die neuen Powered Up Motoren und Sensoren anzuschließen, kann das Ding ja nichts, was nicht schon mein alter NXT könnte.

          • Man konnte bereits mehrere NXT und EV3 per Bluetooth miteinander kommunizieren lassen. Sollte der Spike Prime Smart-Hub im Mindstorms-Nachfolger zum Einsatz kommen, wäre das jedenfalls in vielen Punkten ein Rückschritt.

            Aber das ist alles wenn und sollte. Wir warten einfach mal ab. Rummotzen kann man später immer noch 😉

  5. Woher die Gewissheit? Nachdem der NXT Bluetooth kann, wird man dem genauso Kommandos geben können, wie einem EV3.
    Das die Sensoren _irgendwie_ gehen werden, ist mir schon klar. Allerdings wären da ein paar passende Adapter (also das, was es für z.B. Power Functions gerade nicht von Lego gibt) ganz nett und offizieller Softwaresupport ist auch ganz hilfreich. Sonst schaut jemand, der sich auf Legos grafische Programmierumgebung beschränken möchte garantiert erstmal in die Röhre.

  6. Hallo Lukas, danke für die Info. Wie verlässlich sind deine Informationen? Ich Frage deshalb, weil ich als Lehrer an einer Schule arbeite und wir aktuell darüber diskutieren uns Mindstorms anzuschaffen. Wenn du richtig liegst, sollten wir damit lieber noch warten. Ich hoffe die Kollegin hat dir Sets nicht bereits bestellt. Grüße und Danke für die tolle Recherche!

    • Also: Das ein Mindstorms-Nachfolger diesen Sommer kommen soll ist sicher! Ob der nun wirklich BESSER ist als der alte kann ich leider nicht sagen. Aber ich würde definitiv noch warten, ja!

      • Spike Prime ist perfekt für die Sekundarstufe I. Die Programmierung im Stil von Scratch viel anschaulicher und passt super in den Lehrplan. Die neuen Technik-Teile (dieser 3×3 „Keks“ und die Rahmen) erleichtern den Zusammenbau sehr und machen die Modelle recht stabil. Feste Kabel finde ich nicht so gut. Für meinen Geschmack sind die Farben etwas zu grell, aber so etwas spricht jüngere Baumeister ja eher an. Hat seinen Preis, aber gibt in meinen Augen nichts besseres zur Zeit wo sich auch die Lehrer schnell einarbeiten können.

        Mindstorms wird auch in der neuen Auflage im schulischen eher für die Oberstufe oder AGs bleiben und ist für die 5. Klasse keine Option.

    • Die Antwort kommt zwar spät, aber hoffentlich nicht vergebens:

      Es hängt von dem Anspruch ab, den man an die Robotik Hardware stellt, ob man das „alte“ EV3 System bevorzugt oder das auf dem neuen Hub basierende System. Will man den Schülern nur eine Einführung in das Robotik Thema vermitteln, dann dürfte das neue System völlig ausreichen. Auf der Programmier-Seite fallen die Unterschiede sicher nicht ins Gewicht, wenn man die Scratch artige Programmierumgebung verwenden will, die Lego vorgibt. Der EV3 ist in dieser Beziehung allerdings wesentlich flexibler, da er neben Scratch und Python alle erdenklichen anderen Programmiersprachen unterstützt, wenn man auf 3rd Party Angebote zurückgreift, die i.d.R. OpenSource und kostenlos sind.

      Anders schaut’s aus, wenn das System auch zu Wettbewerbszwecken eingesetzt werden soll. Da an den neuen Hub nur maximal 6 Peripheriegeräte angeschlossen werden können, werden die Roboter technisch-bedingte Nachteile gegenüber den EV3 basierten Systemen haben. Auch das Matrix Display des EV3 stellt einen signifikanten Vorteil in der Vorbereitungsphase eines Wettbewerbs dar, da hier z.B. von den Sensoren und Motoren gelieferte Messwerte direkt abgelesen werden können. Wenn bei den großen Wettbewerben FLL und WRO nicht die Regeln zugunsten des neuen HUBs geändert werden (was ich persönlich für fraglich halte), wird sich dieses System nicht gegen den EV3 durchsetzen können. Für die Schüler ist es frustrierend zu sehen, dass sie aufgrund von technischen Limitierungen trotz großem Enthusiasmus und vieler umgesetzter guter Ideen in der Vorbereitung im direkten Vergleich zum EV3 keine Chance haben. Damit wird der Sinn der neuen Komponenten recht schnell in Frage gestellt, und die Begeisterung wird nachlassen.

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