Die neuen LEGO City Straßenplatten: Eine Einordnung

LEGO City Straßenplatten Meinung Titel

Seit LEGO ankündigte, in der LEGO City Themenwelt neue Straßenplatten einzuführen, die die von vielen lieb gewonnenen Grundplatten mit Straßenaufdruck ersetzen würden, erregt diese Entscheidung die Gemüter. Auch erste Reviews schufen hier keine Abhilfe, sondern befeuerten die Diskussion weiter.

Mit diesem Artikel möchten wir versuchen, mal einen Schritt zurück zu treten und das Thema von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Wir hoffen, dadurch dazu beizutragen, die momentan sehr aufgeheizte Diskussion wieder auf ein sachlicheres Niveau zu bringen. Wie immer seid ihr am Ende dieses Artikels herzlich dazu eingeladen, über das Thema zu diskutieren, auch eine Umfrage haben wir eingebaut, deren ehrliche Beantwortung uns und euch bei der weiteren Einordnung des Themas helfen kann.

Bereits vorab möchten wir für die Diskussion einige Grundregeln aufstellen, die sich an unserer Netiquette orientieren:

  • Bitte formuliert eure Meinung sachlich und begründet diese.
  • Persönliche Angriffe, Beleidigungen und Herabwürdigungen anderer Leser, Blogger, Youtuber usw. sind verboten und werden von uns konsequent moderiert.
  • Bitte achtet darauf, dass euer Kommentar einen konkreten Bezug zu diesem Artikel oder den Kommentaren anderer Leser hat. Vermeidet bitte Allgemeinplätze wie „eh alles Schrott“, „das gefällt nur Fanboys“ (siehe hierzu auch Regel 2) usw.

Wir freuen uns auf eine höfliche, sachliche Diskussion mit euch! 🙂

Der Stein des Anstoßes: Was war passiert?

Mit den LEGO City Neuheiten, die seit Anfang Januar erhältlich sind, führte LEGO ein neues Straßensystem mit zwei Platten Höhe ein. Zeitgleich gingen die althergebrachten Straßen-Grundplatten, wie es sie in verschiedenen Zusammensetzungen seit 2005, in anderen Designs sogar schon seit den 70er-Jahren gegeben hatte, bei LEGO Ende 2020 aus dem Sortiment. Die neuen Straßenplatten wurden im Rahmen des Erweiterungssets LEGO 60304 Straßenkreuzung mit Ampeln auf den Markt gebracht und außerdem diversen Sets der neuen City-Welle beigelegt. Nachfolgende Galerie zeigt die zuletzt erhältlichen Straßen-Grundplatten sowie das neue Erweiterungsset und dessen Verbindungstechnik.

Diese Neuerung stellt nun all jene, die in der Vergangenheit in großem Umfang auf das alte Straßensystem gesetzt hatten, vor ein Problem: Das Höhenniveau ihrer bisherigen Stadt und das des neuen Straßensystems sind nicht mehr gleich. Die neuen Straßen sind im Vergleich wesentlich höher und lassen sich nicht mehr ohne Weiteres mit den vorhandenen Grundplatten kombinieren. Auch sind die neuen Straßenplatten nicht mehr 32 x 32 Noppen, sondern nur noch 16 x 16 Noppen groß, weil der „Bürgersteig“ wegfällt.

LEGO Grundplatten vs. normale LEGO Platten

Für diejenigen, die nicht ganz so tief im Thema sind, sei diese Problematik hier etwas ausführlicher erläutert. (Fast) alle Elemente im LEGO System passen in ein bestimmtes Raster, was Abstände, Höhe, Breite usw. anbelangt. So ist z.B. ein gewöhnlicher LEGO Stein exakt so hoch wie drei aufeinandergesteckte LEGO Platten. Die Grundplatten hingegen, die es nicht nur als bedruckte Straßen sondern auch unbedruckt als reine „Noppen-Grundplatten“ in verschiedenen Farben gibt, passen nicht so recht ins restliche LEGO System: Sie sind niedriger als eine gewöhnliche LEGO Platte, lassen sich aber nicht stapeln, um deren Höhe zu erreichen, da sie nur auf der Oberseite Noppen haben, aber auf Ihrer Unterseite keine andere Grundplatte aufnehmen können.

LEGO City Straßenplatten Einordnung Unterseite Grundplatte
Unterseite einer Grundplatte (links) im Vergleich zu einer normalen Platte. Die Grundplatte kann keine Noppen aufnehmen.

Das war früher nie ein Problem, denn damals enthielten nicht nur die Straßen-Packs Grundplatten sondern auch viele Sets wie z.B. Polizeistationen und Feuerwehren. So befanden sich die Noppen des Sets und die Noppen der Straßen, wenn man diese anlegte, wieder auf einer gemeinsamen Höhe und ließen sich problemlos verbinden. Mit der Zeit verschwanden jedoch die Grundplatten aus den Sets der City-Themenwelt und diese wurden stattdessen auf gewöhnlichen Platten gebaut, sodass diese Sets genau genommen bereits seit Jahren nicht mehr zum Straßensystem „kompatibel“ waren.

LEGO City Straßenplatten Einordnung Höhe Grundplatte
Höhenunterschied einer Grundplatte (links) zu einer normalen Platte

Allerdings verwendet noch heute die bei vielen erwachsenen Fans beliebte Modularhausreihe Grundplatten, um die Häuser darauf aufzubauen. Auch bei anderen großen Gebäuden wie den Teilen der Ninjago City kommen nach wie vor Grundplatten zum Einsatz. Für die Sammler solcher Gebäude ist das neue Straßensystem problematisch, denn es verwendet nun keine Grundplatten mehr, sondern Formteile, die sich wie ein Puzzle zu Straßen und Kreuzungen zusammensetzen lassen. Diese Formteile haben eine Höhe von zwei LEGO Platten (in den Aussparungen zum Verbinden von einer LEGO Platte) und sind damit deutlich dicker als eine Grundplatte. Da aber die Grundplatten wie oben beschrieben nicht wirklich ins System passen und sich auch nicht stapeln lassen, wird es schwierig, diese mit den neuen Straßen zu verbinden.

LEGO City Straßenplatten Einordnung Höhe Grundplatte Vs Modularhaus
Höhenunterschied der neuen Straßen (zwei Platten Höhe, in den Aussparungen eine Platte Höhe) im Vergleich zu einem Modularhaus

Wer also Sammler der Modularhäuser ist, steht nun vor dem Problem, seinen Straßenzug nicht um die neuen Straßen erweitern zu können, da diese außer dem Höhenunterschied auch in Sachen Breite und Gestaltung nicht zum alten Straßensystem passen.

Kompatibilität: Verschiedene Sichtweisen

Aus Sicht der erwachsenen Städtebauer, Modularhaus-Sammler oder jener, die schon viele der alten Straßenplatten besitzen, ist es aus obigen Gründen zunächst verständlich, von „Inkompatibilität“ des neuen Systems zu sprechen. De facto lassen sich die neuen Straßen nicht „einfach so“ mit den alten verbinden.

Betrachten wir das Ganze aber einmal aus einem anderen Blickwinkel: LEGO bestätigte gerade kürzlich in einem Interview mit Brick Fanatics, dass erwachsene Käufer, die die Sets für sich selbst anschaffen, inzwischen für 20% des Unternehmensumsatzes verantwortlich sind. Das klingt zunächst nach einem sehr großen Anteil, aber wie viele dieser erwachsenen Fans haben wohl einen Bedarf an Straßenplatten? Machen wir uns Folgendes bewusst:

  • Die Umsätze von erwachsenen Käufern umfassen nicht nur die Modularhausreihe oder sonstige Gebiete, für die man Straßen benötigt. Sie enthalten vielmehr auch alle anderen Produktreihen, die für Erwachsene interessant sind, und für die keine Straßenplatten benötigt werden, z.B. LEGO Star Wars, LEGO Technic, LEGO Ideas usw.
  • Nicht alle Käufer der Modularhausreihe sind automatisch Städtebauer und verwenden Straßenplatten, viele Käufer stellen sich die Häuser einfach ins Regal.
  • Der Anteil am Umsatz ist nicht gleichbedeutend mit dem Anteil an verkauften Sets. Da erwachsene LEGO Fans sich oft gerade für die besonders großen und teuren Sets interessieren, liegt der Anteil an der Gesamtmenge verkaufter Sets mit Sicherheit viel niedriger als 20%.
  • Gleichzeitig zählen die City- und die Creator 3-in-1 Reihe, also die beiden Reihen, in denen ebenfalls Häuser und Stadtszenen zu finden sind, zu denjenigen Reihen, die für Kinder besonders gerne gekauft werden. Aus den o.g. Gründen werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mehr Straßenplatten als Zubehör zu diesen Reihen verkauft als zu den Modularhäusern.
  • LEGO City und Creator 3-in-1, also die Sets der Hauptzielgruppe für Straßenplatten, waren, wie oben bereits erwähnt, schon seit Jahren „inkompatibel“ zu den bisherigen Straßenplatten. Auch waren die bisherigen Straßenplatten mit ihrer Größe von 32 x 32 Noppen im Verhältnis zu den meisten City Sets sehr groß.

Zusammengefasst: LEGO schafft zwar mit dem neuen Straßensystem eine „Inkompatibilität“ zu den Modularhäusern und ähnlichen Sets für Erwachsene, beseitigt aber gleichzeitig eine bestehende „Inkompatibilität“ zu City und Creator 3-in-1, wo aller Wahrscheinlichkeit nach der größte Bedarf an Straßenplatten besteht. Auch ist das neue System für Sets in diesem Maßstab wesentlich flexibler, da die Elemente kleiner sind und sich vielfältiger kombinieren lassen.

Offizielles Statement von LEGO

Solche Überlegungen und vor allem der Fokus auf das LEGO City-Umfeld haben bei der Entscheidung, diese Neuerung einzuführen, offenbar tatsächlich eine große Rolle gespielt. Darauf deutet ein offizielles Statement hin, das LEGO im LAN (LEGO Ambassador Network) veröffentlicht hat und das wir nachfolgend für euch übersetzt haben. Den originalen Wortlaut könnt ihr z.B. bei BricksFanz nachlesen.

Die Einführung der neuen LEGO City Straßenplatten in 2021 bietet mehere Vorteile. Die neuen Straßenplatten spielen eine wesentliche Rolle in den LEGO City Produkten, wo sie es Dir, bedingt durch ihren modularen Aufbau, ermöglichen, kreativ zu sein und die LEGO City Deiner Vorstellung zu erschaffen.

Aus diesem Grund glauben wir, dass die neuen Straßenplatte ein authentischeres Bauerlebnis bietet und außerdem, weil sie in vielfacher Weise umgestaltet werden kann und Dir erlaubt, Deine LEGO City Gebäude auf eine bessere Art zu verbinden.

Künftig werden wir in der Lage sein, relevanten Produkten des LEGO City Portfolios eine oder mehere Straßenplatten beizulegen. Dies ist etwas, das wir mit der alten Version nicht tun konnten. Wir glauben, dass dies den Kindern einen großen Vorteil bringt, da sie kein seperates Straßenplatten-Produkt kaufen müssen, um mit dem Bau ihrer LEGO City zu beginnen.

Wir räumen auch ein, dass dies eine große Änderung für die AFOL Community bedeutet, aber wir glauben daran, dass die neue Straßenplatte langfristig sogar noch bessere Fanmodelle und -modifikationen ermöglichen wird.

Es war für uns von großer Wichtigkeit, ein neues Element zu entwickeln, das die Spielerfahrung , die LEGO City jedes Jahr Millionen von Kindern bietet, um neue Aspekte erweitert und zur gleichen Zeit mehr für das steht, worum es bei LEGO geht: Das Bauen.

Wenn ich dieses Statement in eigenen Worten zusammenfasse (und dabei den Anteil der PR-Abteilung einmal ignoriere), so bedeutet es für mich, dass LEGO den Einsatzzweck des Straßensystems ganz klar bei LEGO City und der zugehörigen Zielgruppe sieht, die bisherigen, „vorgefertigten“ Straßen-Grundplatten nicht mehr der Philisophie des Unternehmens entsprechen und dass aus Sicht von LEGO die erwachsenen Fans einfach „damit leben müssen“. Und auch wenn ich persönlich den alten Grundplatten nachtrauern werde: Aus Sicht des Unternehmens, das die Zielgruppe für seine Produkte im Auge behalten muss, kann ich die Entscheidung nachvollziehen.

Natürlich könnte LEGO ebenso gut zweigleisig fahren und beide Systeme parallel anbieten. Das werden sie aber zur Markteinführung der neuen Straßenplatten tunlichst vermeiden, um nicht selbst den Absatz der neuen Produkte zu schwächen. Ob sich dies mittelfristig ändert, bleibt abzuwarten. Betrachtet man den Trend der vergangenen Jahre, in denen die Grundplatten immer stiefmütterlicher behandelt wurden, so wirkt es allerdings eher, als wolle LEGO irgendwann komplett auf Grundplatten verzichten.

Womöglich liegen die Gründe im Produktionsverfahren: Die Grundplatten werden nicht wie die anderen LEGO Elemente im Spritzguss-, sondern im Thermoform-Verfahren hergestellt. Das sieht man u.a. daran, dass LEGO Grundplatten keine Angusspunkte wie normale LEGO Teile haben. Es ist möglich, dass LEGO zukünftig auf den Einsatz dieses Verfahrens in der Produktion verzichten und sich ganz auf die Spritzgusstechnik fokussieren möchte. Auch liest man hin und wieder, dass die Grundplatten schon heute nicht mehr durch LEGO selbst hergestellt, sondern extern produziert werden. Die Abschaffung der Straßen-Grundplatten könnte also ein weiterer Schritt dahin sein, dass LEGO sich von zugekauften Teilen unabhängiger machen möchte, wie dies kürzlich schon durch den Verzicht auf Metallachsen bei den Zügen zu beobachten war. Aber das ist alles reine Spekulation.

Erwachsene LEGO Städtebauer: Eine laute Minderheit?

Die oben angestellten Überlegungen zur Zielgruppe der alten und neuen Straßenplatten basieren letztlich nur auf Vermutungen und Deduktion, denn LEGO veröffentlicht keine konkreten Zahlen dazu, wie viele Sets z.B. aus der City Reihe sie pro Jahr verkaufen oder welche Umsätze sie mit bestimmten Themenreihen erzielen. Das macht eine objektive Bewertung des Sachverhalts schwierig. Um zumindest ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, wie groß der Anteil der Städtebauer unter unseren Lesern tatsächlich ist, haben wir eine kleine „Marktforschungs-Umfrage“ aufgesetzt. Wir würden uns freuen, wenn ihr an dieser teilnehmt.

Verwendet ihr aktuell Straßenplatten und wie steht ihr zu der Neuerung?

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Immer geradeaus: Braucht es Kurven im LEGO Straßensystem?

Ein weiterer Punkt, der immer wieder kritisiert wird, ist, dass das neue Straßensystem – Stand heute – keine Kurven vorsieht. Das ist für diejenigen, die sich eine möglichst realistische LEGO Stadt aufbauen wollen, zweifelsohne ein Ärgernis und eine Verschlechterung gegenüber dem alten System.

Betrachten wir gleichwohl erneut die vermutliche Hauptzielgruppe: Wo liegt für ein Kind, das mit seinen LEGO City Sets spielt, der Mehrwert einer Kurve? Welchen zusätzlichen Spielwert bietet diese, der sich nicht auch mit Geraden und (T-)Kreuzungen realisieren ließe? Bietet ein System mit vielen Kreuzungen, Ampeln und Fußgänger-Überwegen, wie sie die neuen Straßenplatten enthalten, nicht sogar einen wesentlich höheren Spielwert? Unbestreitbar ist doch schließlich, dass große Teile des LEGO Systems… nun ja… eben eckig sind. Die Grundflächen fast aller Sets, die Gebäude enhalten, egal ob City, Modularhaus oder Creator 3-in-1, sind eckig.

Und schließlich: Vielerorts auf der Welt gibt es Städte, die fast gänzlich ohne Kurven auskommen. Sind Kurven also wirklich eine Notwendigkeit, wenn es nicht um Realismus, sondern um Spielwert für eine Zielgruppe im Vorschulalter geht? Ich persönlich finde: Nein. Wenn ihr dies anders seht, äußert eure Gedanken und Argumente hierzu gerne in den Kommentaren! Im Übrigen bleibt abzuwarten, ob LEGO die neuen Straßenplatten nicht doch noch um Kurven ergänzt, denn immerhin: Denkbar wären sie auch in diesem System.

Weitere Kritikpunkte: Hochglanz und Breite

Nun haben wir die Punkte Kompatibilität und fehlende Kurven betrachtet, doch die neuen Straßen bieten noch weitere Angriffspunkte. Im Gegensatz zu den bisherigen Grundplatten, die eine recht unempfindliche Oberfläche hatten, werden die neuen Straßen nun aus Hochglanzteilen zusammengesetzt. Das macht sie wesentlich empfindlicher gegenüber Kratzern und Abdrücken aller Art. Und auch wenn die Hauptzielgruppe sich wahrscheinlich an einigen Kratzern nicht stört, so empfinde ich dies als eindeutigen Nachteil.

Andererseits verstehe ich die Entscheidung von LEGO, die Teile so zu produzieren: Hätte man den Straßenplatten eine matte, strukturierte Oberfläche gegeben, so hätte man auch entsprechende neue Formen für beide Fliesentypen gebraucht, die hier zum Einsatz kommen um z.B. die Platten zu verbinden und die Zebrastreifen zu bauen. Alle beim Käufer vorhandenen (hochglänzenden) Fliesen, die man sonst ebenfalls mit dem System hätte kombinieren können, hätten dann aber deplatziert gewirkt. Schade ist es trotzdem, dass die neuen Straßen nun empfindlicher sind.

LEGO City Straßenplatten Einordnung Vergleich Glänzende Matte Fliesen
Glänzende Fliese im Vergleich zu einer matten Fliese, wie LEGO sie oft ab einer bestimmten Größe verwendet

Ebenfalls kritisch betrachtet wird vielerorts die Breite der neuen Straßen. Da die Straßenplatten jetzt 16 x 16 Noppen groß sind, haben beide Spuren nur etwas weniger als 8 Noppen Breite zur Verfügung, wenn wir den gedruckten Mittelstreifen einmal abziehen. LEGO hat allerdings diverse Autos mit 8 Noppen Breite im Portfolio, z.B. wurde die Speed Champions Reihe erst kürzlich auf dieses Maß umgestellt. Oft sind die Autos effektiv sogar noch breiter, da Spiegel oder Räder überstehen. Kurzum: Zwei solche Autos können auf den neuen Straßenplatten nicht aneinander vorbeifahren. Und selbst in der LEGO City Reihe gibt es Fahrzeuge, wo dies zumindest fraglich ist, z.B. das große Polizeifahrzeug im Set LEGO 60278 die Suche nach dem Ganovenversteck, zu dem uns allerdings bisher nur einige unscharfe Bilder vorliegen.

Zugegeben, die Autos bei LEGO City sind in der Regel vier, manchmal auch sechs Noppen breit. Und auch hier gilt wieder, dass die Hauptzielgruppe sich wahrscheinlich am Manko der zu engen Straßen kaum stören wird. Es ist auch nachvollziehbar, warum LEGO gerade eine Fläche von 16 x 16 Noppen für das neue System gewählt hat, nämlich um zumindest in dieser Hinsicht noch eine gewisse Kompatibilität zu den bisherigen Grundplatten mit 32 x 32 Noppen zu erhalten. Trotzdem ist die Lösung nicht optimal und es bleibt abzuwarten, wie LEGO zukünftig mit diesem Thema umgehen wird.

Ist der Preis zu hoch angesetzt?

Neben allen Diskussionspunkten, die mit dem Design der neuen Straßenelemente zusammenhängen, wäre da schließlich noch die Preisdiskussion. Fragt man mich, ob ich die neuen Straßenplatten für zu teuer halte, so lautet die kurze Antwort lautet: Ja. Die etwas längere Antwort lautet: Die UVP für das neue Straßensystem, aber auch für viele andere aktuelle City Sets, wirkt sehr hoch angesetzt und es scheint, als seien die marktüblichen Rabatte von ca. 30% hier schon eingepreist. (Dass diese Rabatte letztlich zu Lasten der Händler gehen, ist sehr unschön, soll aber nicht Thema dieses Artikels sein.)

Betrachten wir einmal die LEGO City 60304 Straßenkreuzung mit Ampeln für 19,99 Euro. Der Teilepreis wirkt mit ca. 18 Cent pro Stein zwar hoch, befindet sich aber innerhalb des „LEGO City Kosmos“ noch im Rahmen, zumal die großen Straßen-Formteile enthalten sind. Der Preis pro Stein ist allerdings nicht immer ein guter Indikator für den Wert eines Sets, wie sieht es deshalb mit dem Spielwert aus?

LEGO City 60304 Straßenkreuzung Mit Ampeln (5)

Vergleichen wir hierzu dieses Set mit dem bisherigen Grundplatten-Paket 60236 für 9,99 Euro, das ebenfalls eine T-Kreuzung mit Fußgängerüberweg enthielt, so wird klar, dass das neue Set bei ähnlichem Spielwert doppelt so teuer ist.

LEGO 60236 Gerade Und T Kreuzung

Die Verkehrsschilder, Pflanzen und Ampeln im neuen Set wiegen meines Erachtens diesen Preisunterschied nicht auf. Mit der Preisfindung hat LEGO dem neuen Straßensystem also vielleicht einen Bärendienst erwiesen: Die Absatzzahlen werden es zeigen.

Neue Straßen mit Grundplatten kombinieren: Es geht doch!

Kommen wir zum Schluss noch einmal auf die Frage der Kompatibilität von altem und neuem Straßensystem zurück. Es gibt eine einfache Lösung, wie sich die Grundplatten von z.B. Modularhäusern und die neuen Straßenplatten doch auf ein gemeinsames Niveau bringen lassen, sodass sie sich wieder im selben Raster befinden und miteinander verbinden lassen. Ausführlich könnt ihr das in diesem sehr schönen Artikel von New Elementary nachlesen, doch ich fasse die Lösung auch hier kurz zusammen:

Man kann LEGO Grundplatten zwar aufgrund ihrer inkompatiblen Unterseite nicht mit anderen Elementen verbinden, aber legt man eine Grundplatte einfach auf eine normale LEGO Platte, so entspricht die resultierende Höhe wieder exakt zwei gewöhnlichen Platten!

LEGO City Straßenplatten Einordnung Workaround Höhenunterschied
Auf eine normale Platte gelegt, hat eine Grundplatte die gleiche Höhe wie zwei gestapelte normale Platten

Es ist also durchaus möglich, seine vorhandenen, auf Grundplatten gebauten Häuser aufzubocken, sodass sich wieder ein kompatibles Niveau zu den neuen Straßen ergibt. Auch gibt es von anderen Herstellern – leider nicht von LEGO selbst – für vergleichsweise kleines Geld gewöhnliche Platten in Grundplattengröße, die man hierfür als Unterlage verwenden könnte. Das Ganze bleibt für viele Sammler und Städtebauer bestimmt trotzdem ein Ärgernis – aber immerhin ein lösbares.

Fazit

Wie fast immer, wenn eine große Neuerung eingeführt wird, hat das neue LEGO Straßensystem einige Startschwierigkeiten. Viele Entscheidungen seitens LEGO finde ich in Anbetracht der Zielgruppe nachvollziehbar, manche sorgen wahrscheinlich wirklich für ein besseres Spielerlebnis. Andere Probleme wie den hohen Preis und die für manche LEGO Fahrzeuge zu geringe Breite der Straßen finde ich hingegen etwas problematisch und es bleibt abzuwarten, wie LEGO hiermit umgehen wird. Auch wird es spannend sein zu sehen, ob wir für das neue System noch Kurven bekommen. Übrigens gab es in der LEGO Geschichte schon öfters „harte“ Übergänge zu neuen Straßendesigns, wenn diese auch zugegebenermaßen nicht ganz so disruptiv waren wie jetzt. Eine sehr schöne Abhandlung über die Geschichte der LEGO Straßen findet ihr z.B. bei The Rambling Brick.

Die erwachsenen Modularhaus-Sammler und Städtebauer werden sich mittelfristig wohl mit dem neuen System anfreunden müssen, aber immerhin gibt schon eine Lösung, wie sich grundplatten-basierte Gebäude mit dem neuen System verbinden lassen. Wer dies partout nicht möchte, dem bleibt noch immer die Möglichkeit der „Endbevorratung“ mit den alten Grundplatten, denn diese sind zur Zeit am Markt durchaus noch erhältlich.

Jetzt interessiert uns eure Meinung: Seht ihr das neue LEGO City Straßensystem ausschließlich kritisch oder könnt ihr ihm auch positive Seiten abgewinnen? Gefällt es euch womöglich sogar besser als die alten Grundplatten? Seht ihr euch als Teil der Zielgruppe und wenn ja: Wofür verwendet ihr die LEGO Straßen? Wir freuen uns auf den Austausch in den Kommentaren, wobei wir noch einmal an die oben definierten Umgangsregeln erinnern möchten.

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Über Jens Herwig 54 Artikel
Mag verzerrte Gitarren, LEGO und Enten. Wollte so sein wie MacGyver, ist aber nur Physiker geworden. Erweckung aus den Dark Ages durch den Technic Unimog. Liebt alte Sets und hat ein Aquazone-Diorama im Wohnzimmer stehen.

443 Kommentare

  1. Das Thema hat Promobricks ja bereits vor einigen Tagen thematisiert und der Autor für sein überwiegend wohlwollendes Review (legitim, da persönliche Meinung) einen harten und größtenteils sehr unsachlichen „Shitstorm“ kassiert.

    Auf das hiesige Echo bin ich demzufolge gespannt.

      • Man muss sich ja nur mal die ersten Ergebnisse der Umfrage. Wenn ein Viertel der Leute gar nicht mit den Platten baut und das neue System trotzdem ablehnt, weiß man was das unter anderem ein Problem ist. Es ist schon erstaunlich, wie das in letzter Zeit zugenommen hat und immer mehr ausartet. Befeuert wird das ganze vor allem durch einen uns alle bekannten Youtuber. Wenn man dort in den Kommentaren liest, dass Leute die Videos nur gucken, weil sie ihn gerne ranten sehen und selber mit Lego nichts am Hut haben, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Das sind keine Einzefälle, wenn man sieht, wie Kommentare dieser Art hundertfach geliked werden.
        Diese Art der Videos sind leider nur noch toxisch und führen dazu, das mittlerweile andere Lego Youtuber/Bloger darunter leiden, weil sie Angst haben müssen, was sie sagen und wie kritisch sie sich äußern. Ich befürchte, dass das in der nächsten Zeit leider noch weiter zunehmen wird.

        • Das von dir angesprochene mag sicher ein Problem sein, aber ich würde das auch nicht mit der Umfrage vergleichen. Wenn man sich natürlich gar nicht für das Thema interessiert oder damit auseinandersetzt, dann ist es merkwürdig, eine Meinung dazu zu haben. Aber man muss nicht aktiv mit den Teilen bauen oder die in der Hand gehabt haben, um einen Überblick über die Thematik zu haben und sich eine Meinung bilden zu können. Demzufolge finde ich Antworten der Marke „ich verwende sie nicht, lehne sie aber ab“ vollkommonen in Ordnung und da bedingt ja schließlich das eine das andere. Ich finde eher die Umfrage dahingehend etwas unvollständig. Ich etwa verwende weder die einen noch die anderen Platten und bin unentschlossen, ob ich die Neuerung gut oder schlecht finde. Also habe ich „interessiert mich nicht“ gewählt, obwohl es mich ja im Grunde schon durchaus interessiert.

          • Da stimme ich rauy 100% zu

            Ich musste notgedrungen auch „interessiert mich nicht“ nehmen obwohl, offensichtlich, das Gegenteil der Fall ist.

            Ich würde sogar sagen das mir die neuen Straßen aus Sicht eines Mocers sogar sehr gut gefallen, als Straßen finde ich sie ähnlich schlecht/gut wie die alten.

            Aber die neuen können auch in Raumschiffen Flugzeugen türmen und was weiß ich noch verwendet werden. Die alten waren nahezu nur als Straßen zu gebrauchen.

            Ich erinnere mich mit Grausen daran wie ich als Kind Anfang der 90er mit den alten versucht habe einen Flugzeugträger zu bauen.

          • Ist für die nächste Umfrage dieser Art notiert. Frei nach Henry: Irgendwas vergisst man ja immer.

        • Ich habe auch „verwende Straßen AKTUELL nicht, und lehne die neuen Straßen ab“. Das hat einen ganz einfachen Grund: ich sammle die Modulars und baue gelegentlich eigene, dazu passende MOCS, und möchte daraus später eine Stadt machen. Aus Platzgründen geht das aktuell nicht. Ich habe auch schon überlegt, dass ich die Modulars aufbocken kann, aber glücklich bin mit der Lösung nicht, das hat mir zuviel von Improvisation und stört mein persönliches Harmonie-Empfinden, auch wenn man das nicht sieht. Nenn es meintewegen meinen inneren Monk. Daher habe ich mir einen Schwung der alten Straßen gekauft, wobei ich garnicht weiß wieviele ich brauchen werde.
          Optisch finde ich die neuen Straßen schon gut gemacht. Die Breite ist auch optisch gut, aber sie passt eben nicht gut zu vielen der Autos – das ist auch etwas was mit als AFOL stören würde. Auch aus diesem grund werde ich die alten Straßen verwenden. Als Kind hätte mich das nicht gestört. Für Kids sind die neuen Straßen imho super (aber zu teuer).

        • Den Punkt, dass Leute, die nichts mit LEGO zu tun haben aber sich trotzdem drüber aufregen kann ich zustimmen. Letzens bin ich auf eine Reaktion auf das Video vom Herzen von Europa von einem völlig LEGO Fremden Zuschauer gestoßen, der alle Informationen nur aus Videos des Bekannten LEGO YouTubers zieht und meint, dass die Birkenbücherei 50€ kosten solle. Und dann werden wieder die Vergleiche zu den Konkurrenten gemacht. Meiner Meinung nach kann man das nicht vergleichen, bei Bluebrixx z.B. bekommt man halt dafür schlechtere Qualität und keine gedruckte Anleitung sowie keinen bedruckten Karton. Jedes Produkt hat seine Vor und Nachteile. (Ich habe übrigens nichts gegen Alternativen, ich sehe nur nicht den Vergleich) Ich will damit nur sagen, dass ich es nicht gut finde, wenn man ein Thema sucht, was einen nicht Mal interessiert um sich drüber aufzuregen. Und auch wenn es einen interessiert kann man sachlich Kritik äußern anstatt sich aus zuschimpfen. Ich bin auch nicht mit allem von LEGO zufrieden, aber es ist immer noch ein Hobby. Da gibt es momentan schlimmere Sachen auf der Welt, als die LEGO Straßen.

          Viele Grüße,
          Felix von Flix – Bricks

          • Geht es dir um das Set, also das was du daraus baust, oder kaufst du nur Sets wegen dem tollen bunten Karton und der Anleitung? Auch bei Lego gibt’s für die B Modelle im Technic Bereich keine gedruckten Anleitungen. Aber wem eine gedruckte Anleitung und ein toller bunter Karton das doppelte oder dreifache Geld Wert ist… gönn dir…

        • Hallo Kevin,
          Ich finde du hast durchaus recht mit deinem Kommentar bzgl. angeheizter, negativer Meinung die gegenüber Lego so scheint es immer mehr zunimmt. Allerdings kann ich dem durchaus etwas positives abgewinnen. Ich finde Kritik, solange sie sachlich ist, egal ob man zur Zielgruppe des genannten Sets oder nicht gehört, wichtig. Wer nicht kritisiert oder sagt was einen stört der wird langfristig denke ich die höherpreisigen, schlechter auf ihn zugeschnittenen Sets bekommen. Was meinst du?

          • Absolut richtig. Ich glaube niemand kritisiert die Kritik an sich :). Das fragwürdige ist die Art und Weise. Die Videos würden auch ohne die übertriebene Art funktionieren bzw. sie haben es in der Vergangenheit ja auch. Das bringt am Ende natürlich nicht so viel Klicks und Geld ein. Vor allem finde ich seine Preiskritik lächerlich. Ständig drischt er auf die Preise von Lego ein. Dagegen ist an sich ja nichts einzuwenden, da Lego in vielen Fällen zu teuer ist. Dann ist es aber scheinheilig, wenn ich diverse EOL Sets in meinem Laden über der UVP verkaufe und das Spiel selber mitspiele. Sowas nenne ich Doppelmoral. Getrennt voneinander ist beides legitim. Zusammen passt es halt einfach nicht. Aber wenn es um den eigenen Verdienst geht, geht die Moral schnell mal über Bord.

        • Naja, die gesamte Attitüde von Herrn Panke mag jeder Einzelne für Gut oder Schlecht befinden dürfen, allerdings hat der Herr einen klaren Vorteil: Der Kern seiner Kritik ist absolut nachvollziehbar und was die Preisgestaltung bei LEGO betrifft auch unzweifelhaft zutreffend! Das sind ja Teuerungsraten wie 1929.
          Genau diese Mischung aus unverschämt hohen Preissteigerungen bei gleichzeitig nachlassender Qualität der Steine, und leider auch der gesamten Konstrukte, macht es ja für ihn ja so leicht, in seinen Videos diese Kritik zu üben. Und damit meine ich jetzt nicht sein permanentes Bemängeln von farbigen Pins!

          Sorry, aber um zum Thema „neue Straßen“ zurück zu kommen: Außer der höheren Stabilität der Platten an sich, gibt es keinen einzigen Punkt der einen voran bringt und das neue System besser als die alten Platten macht.
          -„wo liegt der Mehrwert einer Kurve?“ Öhm, in der Kurve selbst natürlich. Sie ist kurvig, wie Millionen von realen Kurven
          -„die Grundflächen der meisten Häuser sind eckig“ Ja, und die meisten Kurven halt kurvig
          -„Sind Kurven wirklich eine Notwendigkeit?“ Hmm, gute Frage. Außerhalb der Stadt auf jeden Fall Ja. Und in der Stadt? Ich sag mal, Jein. Aber, da es bei den neuen zu schmalen Straßen gar nicht mehr möglich ist einen Laster gescheit um die Ecke zu führen…nun, dann schon eher JA!.

          Sorry, aber der Artikel ist eine sehr bemühte Version um den LEGO-Marketing-Sprech irgendwie plausibel erscheinen zu lassen.
          Nicht gelungen. Da im Produkt selbst keine Substanz mehr zu finden ist.

    • Ich habe Modularhäuser und die alten Straßen. Normalerweise lehne ich die chinesischen Klemmbausteine kategorisch ab, aber bei den Straßen werde ich eine Ausnahme machen „müssen“. Die Straßen kaufe ich beim Chinesen.

      • Genau. Lego soll machen was sie wollen.
        Für 2,95€ gibt’s Strassenplatten und Grundplatten in 32×32 von Wange bei Bluebrixx. Sehr zu empfehlen.

        • Mir gefällt zwar die Entscheidung und neue Richtung von Lego zu diesem Thema nicht. Aber dennoch sollte man sachlich und freundlich bleiben. Und ein Shitstorm sagt sicherlich auch etwas über deren Autoren aus.

          Ich persönlich bevorzuge die alten Straßenplatten. Daher habe ich mich mit einem kleinen Vorrat eingedeckt. Und zur Not gibt es ja noch Dritt-Anbieter, die zumindest ich selbst nicht kategorisch ablehne. Ich weiß, dass dies einige Fans anders sehen, und ich kann das sogar verstehen. Doch jene Alternativen erleichtern mich und geben mir Sicherheit für zukünftige Projekte.

          Und wer unbedingt die original Straßenplatten haben möchte, kann zur Not immer noch auf eBay und Bricklink ausweichen, gegen entsprechenden Aufpreis.

      • @dukeem: Bin da voll Deiner Meinung.
        China-Platten zu kaufen halte ich auch nicht für „unmoralischer“, als in „illegaler Bautechnik“ Platten unverbunden aufeinander zu legen. 😉
        Gruß, Matthias

    • Ja diesen „Shitstorm“ ist sehr bedauenswert, noch mehr wenn man bedenkt das die meisten beteiligten erwachsene Männer sind. Ich erinnere mich noch als der HdS ein Video über die Lego Ducati gemacht hat und die in seiner üblichen Art kritisiert hat, danach gingen seine Fans quer durch Youtube und kommentierten jedes Video das die Ducati neutraler bewertete. Henry, dem die Ducati gefallen hat, wurde in den Kommentaren zerrissen, diese Kommentare erschienen erst nachdem der HdS sein Video publiziert hat. Scheinbar gilt für manche eine Meinungsdiktatur, alles was vom HdS schlecht geredet wird, ist so. Denke mir sogar einen eigenen Youtube Kanal zu machen um all diese Entwicklungen zu kommentieren.

        • Er bietet halt eine schöne Schimpfvorlage für einen bestimmten Typ Mensch … ob das jetzt dauerhaft Spaß macht, muss er wissen, mir wären die Leute ja langsam peinlich.

        • Ich finde, hier hätte es auch die Formulierung „einigen seiner Fans“ oder ähnlich getan, dieser (inzwischen leider abwertend konnotierte) Begriff heizt die Debatte nur unnötig an, wenn ihn sich beide Seiten ständig an den Kopf werfen.

          • Na komm…Familie Baustein (zusammengebautTV) haben bekannten Youtuber ja mit ihren scheußlichen Video (fährt der […] über ein 180 Euro Modell für Clickbait) ein indirekte Antwort gegeben anstatt drüber zu stehen. Für dieses Unprofessionelle habe ich LEGOs Rechtsabteilung informiert die sich momentan mit diesem Thema befassen.

            Anmerkung der Redaktion: Dieser Kommentar wurde an der durch […] markierten Stelle gekürzt, da er eine Beleidigung enthielt.

          • Bitte verzichte auf beleidigende Formulierungen, wir haben Deinen Kommentar entsprechend gekürzt.
            Dass Du die Aktion übertrieben fandest, kann ich nachvollziehen. Aber warum sollte das die LEGO Rechtsabteilung interessieren? Wenn ich ein LEGO Set wegwerfe (also jetzt rein theoretisch 😉 ) wird die doch auch nicht aktiv…

        • Naja, ab einem gewissen Punkt muss man sich bei ihm die gleiche Frage stellen wie bei Trump: wenn er weiß, wes Geistes Kind seine Follower sind, warum wird er dann nicht beschwichtigend aktiv, sondern lässt den wütenden Mob einfach machen, was er will? Wenn man prominent ist, hat man auch eine gewisse Verantwortung, dafür zu sorgen, dass der eigenen Meinung nicht zu viel Gewicht und Motivationspotential beigemessen wird und sich nicht aus einem Personenkult ein Hasskult entwickelt. Oder um es mit Spiderman zu sagen: „With great power comes great responsibility.“

          • Stimme ich voll zu!
            (tatsächlich hab ich mich nicht getraut den Vergleich zu Nr. 25 zu machen weil ich Sorge hatte etwas zu entfachen 🙂

        • Da gehören immer zwei zu. Ohne ihn gäbe es diese ja nicht. Ich versuche es mit einer in der Wissenschaft üblichen Methode um Theorien zu überprüfen, indem man sie auf Extremwerte anwendet: „Nach deiner Argumentation wäre Trump unschuldig daran was am 6. Januar passiert ist.“

          Der HdS sucht teilweise krampfhaft etwas schlecht zu machen, Beispiel sein lächerlicher Fahrversuch mit der Krokodil. Sein Laden ist ja eher nur noch ein Fanshop, also bespielt er seine Kanäle so wie es für ihn am bessten klappt. Objektivität kann da stören.

          • Konstruktiver für die Diskussion wäre gewesen: „Den neuen Ferrari finde ich unterirdisch, weil …“
            Das ist nämlich keine Tatsache, sondern Deine Meinung, die sich im Falle dieses Modells doch auch ganz gut begründen lässt. 🙂 Ich erinnere an Diskussionsregel 1 am Anfang dieses Artikels.

    • Zuallererst, ich baue keine coty. Ich habe zwar die Häuser, stelle sie aber nur so auf. Die Platten waren natürlich sehr praktisch um eine Stadt darzustellen, aber eigentlich wiederstrebt das den modularen Gedanken von Lego. Bei grossen Burgen macht das Sinn.
      Auf der anderen Seite wenn jede Strasse auch noch ordentlich Bricks benötigt, dann wird der finanzielle Aufwand für eine Stadt schnell auch höher.
      Die Thematik mit den fehlenden Kurven wird sich hoffentlich noch ergeben.

      Auf den Wechsel vom alten zum neuen gehe ich nicht gross ein. Logisch für alle die auf das alte System gesetzt haben und damit bauen doof, deckt euch noch ein. Ansonsten ist es natürlich immer mühsam einen solchen Wechsel mitmachen zu müssen.

      Die besten aber auch kostenintensivsten Strassen sind immer noch die gefliessten von MOClern, und die geben sich wohl mit den normalen Strassenplatten auch nicht wirklich zufrieden 😉

    • Wegen der Straßenbreite könnte man die Mittelstreifenfließe als Verbindungsteil nutzen damit die Straßen breiter sind das Problem dabei ist das es einfach zu teuer würde da man einen höheren Verbrauch hat und damit die Kosten steigen. 2teres das mit Platten anpassen ist auch ein Problem aber man könnte sich Grundplatten kaufen und das Straßen system darauf setzen aber da müsste man aber auch sich fürs Gebäude 2 platten kaufen die zwischen Grundplatte und Gebäude kommen (2schichten) ich finde selber das dass neuere system seine Probleme aufweisen wird.

    • Problem sind wie immer die Wut-Lego-Bauer die sich um influencer wie den (anti-)held der Steine scharen. Sicherlich ist deren Horn sehr laut, aber mein erster Gedanke zu den Straßen war „sowas habe ich mir als Kind gewünscht und bekommen habe diese unbrauchbaren Platten). Kann sein dass mein Beruf hier mit reinspielt und ich lieber frei bin was Infrastrukturplanung angeht, aber diese Platten haben mich eigentlich nur genervt, auch die Standard Grundplatten. Ich hoffe lego verabschiedet sich nach und nach von allen Grundplatten, denn sonst geht das System leider wirklich nicht mehr auf. Dennoch: die Stadtbau-adult-collector sind es die die Preise bei lego hoch- und die Stimmung runter ziehen. Kinder spielen mit allem und scheren sich einen feuchten Kehricht um die Meinung von influencer die ihr Geld mit Zorn im Internet machen. Die Masse an Konkurrenzprofukteb in meiner Obhut wiederspricht übrigens der These es seien nur fabboys die lego die Stange halten. Das tue ich explizit nicht und kaufe zu 50% kein echtes Lego mehr. Dennoch ist das Straßen system für mich persönlich ein Schritt nach vorne. Dafür geht lego leider in anderen Bereichen 10 Schritte zurück….

      • Naja, ganz so einfach ist es leider nicht. Der „Stadtbau-adult-collector“ macht die Preise nämlich nicht. Und somit kann er bei legitimer Preiskritik auch nicht zwangsläufig für „schlechte Stimmung“ verantwortlich gemacht werden.

        Der Weg für die weitere Zukunft ist schon relativ eindeutig: LEGO wird nur noch einer von Vielen sein. Und je länger dieser Prozess anhält, umso deutlicher werden sie diesen Weg gehen müssen.

  2. Vielen Dank, bezüglich diesen Themas einmal zur sachlichen Diskussion einzuladen. Tatsächlich kann ich natürlich nur subjektiv meine persönliche Einschätzung wiedergeben. Ich erinnere mich noch als Kind, die Basis-Straßenplatten tatsächlich nie als „echtes“ Lego wahrgenommen zu haben. Ich baute meine Straßen einfach bunt aus normalen Platten mit Noppen. Das Holpern sollte angesichts Kopfsteinpflaster in der Nähe auch einfach dazu gehören. Oder aber mit dem Auto einfach querfeldein über Teppich, Schwellen… Und obwohl ich heute erwachsen und auch ein paar Modulars hier stehen habe, habe ich nie eine dieser Straßenplatten gekauft. Es hätte sich, wie gesagt, für mich falsch angefühlt.
    Mit der ersten Ankündigung zum Strasensystem habe ich mich entsprechend auch sehr gefreut – tatsächlich im Gegensatz zu manchem Erwachsenen-Set einschließlich eines Muss-Haben-Reizes. Insofern ich freue mich d’rauf – preislich noch okay. Die Basisplatten bei den Modulars würde ich gerne ersetzt sehen.

    Und eines noch nachgeschoben: den Vorwurf, keine Kurven bauen zu können kann ich tatsächlich nicht nachvollziehen – die waren auch bei den alten Platten immer nur 90 Grad möglich – so wie jetzt auch durch Neuordnung der Streifen.

  3. Was mir bei den Sets aufgefallen ist. Beim reinen Straßenplatten-Set bekommt man zwei Laternen mit im dunklen leuchtenden Steinen. Eine sehr schöne Sache. In alle anderen Sets fehlen die jedoch. Für mich eine nicht genutzte Chance.
    Was mir auch aufgefallen ist, ist die Anzahl an grauen 2×4 Fliesen. Wenn man zwei Sets verbinden will und so die Rampen entfernt, kann man zwar die Platten zusammen schieben, es fehlen aber Fliesen um diese zu verbinden. In meinen Augen ein Denkfehler. In den Sets müssten für die Enden immer Rampen und Fliesen vorhanden sein.
    Ich selbst hatte nie Straßen, für mich machen aber auch jetzt die neuen keinen Sinn. Während Spielsets auf Platten stehen, sind meine Modulars, Ideas und Ninjago Sets auf Grundplatten.
    Was mir noch einfällt, die Spielhäuser stehen alle auf einer Platte, die Straße ist aber zwei hoch. Eigentlich sind Straßen ja tiefer und durch ein Hochbord mit dem Gehweg bzw. Grundstück getrennt. Hier liegt die Straße jetzt höher

    • das kommt allerdings drauf an. In bergigen und sumpfigen Regionen kann es schon mal sein, dass Straßen höher liegen als die an sie angeschlossenen Häuser – aber ein höherer Bürgersteig ist natürlich die Regel

    • Das mit den fehlenden Fliesen zum verbinden von 2 Sets ist mir auch am stärksten negativ aufgefallen. Hab auch T-Kreuzung + Skaterpark gekauft und es ist schlicht nicht möglich, die mit den mitgelieferten Teilen zu verbinden ohne irgendwas vom anderen Beiwerk wegzulassen.

      Das ist schon dämlich!

  4. Also ich finde die Platten eine gute Sache. Aber eben für Kinder des Vorschulalters. Für AFOL’s wie mich gibt es nur eine Lösung: Straßenplatten auf Vorrat kaufen. Werde schauen so viele wie möglich zu bekommen. Möchte nicht alles auf die neuen umstellen, sonst würde ich die Lego Stadt lieber aufgeben und auch keine weiteren Sets mehr kaufen. Von Lego wäre es ein fairer Zug nur in dem Onlineshop von Lego direkt die alten Straßenplatten zu verkaufen. Damit hätten Sie einen höheren Gewinn und das neue Straßensystem kann über den Einzelhandel laufen. Ich kann mir kaum vorstellen dass so viele das neue Straßensystem nur über Lego kaufen.

  5. Eine sehr schön aufbereitete und sachliche Zusammenfassung! 🙂

    Ich habe keine Stadt und meine Modulars stehen ohne angebaute Straßenplatten im Regal, weshalb mich die DIskussion zumindest nicht emotional betrifft. Ich sehe das neue System durchaus positiv was seine Möglichkeiten angeht, jedoch wird es hier schnell teuer wenn man als Erwachsener eine große Stadt damit pflastern möchte.
    Grundsätzlich trauere ich allerdings dem Bedeutungsverlust der normalen Grundplatten hinterher, da sich darauf viel besser bauen lässt, als auf einer eigenen Plattenkonstruktion. Viele Moccer geben ihren MOCs durch eine eigene Unterkonstruktion zwar einen schönen Touch, jedoch benötigt dies mehr Zeit und Steine, was es für Kinder wieder schwieriger macht.
    Solange das (vorläufige) Verschwinden der Straßenplatten also keine Entwicklung hin zu gar keinen Grundplatten mehr ist, sehe ich das System nicht besonders kritisch.

  6. Ein sehr guter Artikel, der das ganze Thema mal wirklich sachlich aufgreift, was ihr sowieso wirklich immer recht gut hinbekommt.
    Für mich persönlich, als jemand der als Kind mit der 7744 begonnen hat seine Stadt zu bauen muss sagen, dass ich die neuen Straßenplatten nicht unbedingt als eigenes Problem, sondern viel mehr als Sympthom betrachte. Eine Sache hat sich nämlich sowieso schon schleichend geändert: Alle möglichen City Häuser stehen nicht mehr auf Baseplates. Dass eine Polizeistation oder ein Feuerwehrquartier nicht auf einer Baseplate steht, sondern lediglich die grade so notwendigste Fläche mit normalen Platten ausgelegt wird ist doch die eigentliche Veränderung gewesen, die Straßen folgen hier einfach nur noch nach. Für mich ist diese generelle Idee, dass man auf Grundplatten eher verzichtet, nicht wirklich etwas. Das tolle an den Lego Grundplatten ist auch, dass es nur wenige Größen gibt. Auf den ersten Blick meint man vielleicht die Auswahl ist gering, aber in Wahrheit ist die Kompatibilität groß. Man konnte eigentlich jedes Gebäude in jede Stadt gut hineinstellen, weil die Grundplatte des Gebäudes eine normale übliche Form hatte. Bei den neuen Gebäuden ist das schwieriger.
    Für mich gehört eine Lego Stadt einfach auf eine große Fläche an Noppen und das ist nun mal nur gut mit den Baseplates möglich. Wobei man auch überlegen kann die neuen Straßenplatten auf Baseplates zu stecken (glaube das ist möglich, soweit ich gesehen habe). Ich finde es generell nämlich gar nicht so schlecht, dass man auch Straßen wohin bauen kann, wo man keine ganzen Straßenplatten verbauen möchte/kann/braucht.
    Wenn man es also so sieht, kann man sagen ich begrüße solche Straßen, wie sie Lego jetzt herausgebracht hat, eigentlich sogar, aber ich halte sie einfach nicht für eine Alternative für die alten, weil sie beide sehr verschieden sind, beide haben ihre Anwendungszwecke. Ich denke Lego hätte einfach zwei Systeme in den Markt geben können. In echt schauen ja auch nicht alle Straßen gleich aus. Und Lego hat sein Sortiment so extrem vergrößert, da wäre das auch nimmer schlimm. Für mich sind die neuen jeden Falls einfach kein Ersatz für die alten, sondern irgendwie etwas anderes.
    LG

  7. Ich wage mal die Behauptung, dass der Feuerwehr-Truck „60282 Mobile Feuerwehreinsatzzentrale“ in den Städten nur noch geradeaus fahren kann, weil beim Abbiegen auf den engen Kreuzungen sonst der Bürgersteig und Häuserfassaden abgeräumt werden. Die alten Kreuzungen boten da wenigstens etwas Spielraum. Als Folge werden die LEGO-Städte reihenweise abfackeln. Toll gemacht, LEGO 🙂

    • Das ist lösbar. Alle 2-3 Jahre gibt es neue Feuerwehr Sets, da ist es ja wohl nicht übertrieben einfach an jeder horizontalen und vertikalen eine Feuerwehrstation zu setzen ?
      Die bewegen sich dann wie die Türme beim Schach und nicht so unnatürlich wie die Springer, die entgegen derer Namen eher mit einem buckelndem Esel als mit einem Pferde etwas gemein haben.

  8. Ich find das neue System besser. Allerdings find ich es ein wenig schade, dass die Straße für einige Autos und vor allem LKWs bisschen zu schmal ist. Aber hier kann man ja durchaus selber verbreitern und anpassen.

    Und es ist ja egal ob es um Autos, Mountainbikes, Videospiele usw geht. Die Leute die immer am lautesten sind und alles verteufeln denken immer sie sprechen für alle dabei juckt es den „normalen“ Kunden überhaupt nicht. Ja und wie schon gesagt, alle anderen müssen halt damit leben.

    • Dann soll Lego sein System halt so gestalten, dass ALLE zufrieden sind. Das ist möglich: Einfach auf die „lauten“ Leute hören, dann sind diese zufrieden. Und die „normalen“ sind dann auch glücklich, weil die ja nichts juckt. Fertig,

  9. Neues Straßensystem… meine Meinung…
    Fand sie am Anfang doof… voll doof.. (Neu und Anders ist immer erstmal doof)
    aber so langsam habe ich ich dran gewöhnt …

    POSITIV
    Das sie nicht mehr ganz so breit sind, dadurch kann man auf kleiner Fläche ggf. ehr Gebäude unterbringen, Flexibilität so das man z.B. leichter Brücken damit bauen kann.
    Das Straßenschilder mit dabei sind

    NEGATIV
    Die Breite, da ich viele Autos in meiner Stadt verwende müssen die nebeneinander passen. Oberfläche, die glänzende Oberfläche finde ich nicht so ansprechend
    Dazu habe ich Teilweise Vorgärten usw. gebaut, das meine Häuser bis zur Bordsteinkante gehen da ja noch „Bürgersteige“ auf der Straßenplatte waren. die Oberfläche sieht nicht mehr so schön einheitlich aus …

    ich plane eh gerade einen neuen Bauabschnitt da werde ich denen mal eine Chance geben … da es Räumlich getrennt von dem alten Stadt ist, kann ich das den für mich gut vergleichen… Ich bilde mir meine endgültige Meinung (doof, naja oder OK) wenn ich sie ausprobiert habe…

    Wäre schön wenn die flachen Basisplatten der modular Häuser künftig auch auf richtigen Bauplatten wären, … wobei was so ein Umstellung im Afol Lego Kosmos für einen negativen Sturm auslösen würde, mag ich mir gar nicht ausmalen…
    😉

  10. Ich verbaue für meine Tochter und mich bisher keinerlei Straßen, wir finden Züge und Gebäude interessanter. Dass die neuen Straßen erst mal ins System passen, finde ich als insofern Außenstehender erst mal gut. Ansonsten tangiert mich das Thema gerade nicht, aber ich danke euch herzlich für diesen ausführlichen Artikel, der zeigt, dass man auch nicht in Begeisterungsstürme über die Änderung ausbrechen muss und trotzdem differenziert Vor- und Nachteile zusammenstellen kann. Bin gespannt auf die Diskussion hier.

  11. Sehr schöner und sachlicher Artikel, mich würde mal der Preis pro Gramm interessieren und wie da das Verhältnis zu den bisherigen Platten bzw. anderen Sets ist. Vielleicht könnte dies noch ergänzt werden.

    Ich glaube, dass sich die Platten nicht nur für Straßen eignen sondern auch als Landeplattformen für Raumschiffe und werde mir daher wohl bestimmt ein Set holen.

  12. Schonmal schön, dass ihr euch zu diesem aktuellen Streitthema äußert.
    Ich finde das komplette Ersetzen der Straßenplatten ein absolutes Unding, man hätte doch beides nebeneinander laufen lassen können. Aber Lego will sich das eigene Geschäft mit dem neuen Straßensystem nicht eigene Konkurenz schaffen.
    Der Fix den ihr vorstellt funktioniert zwar, aber das ist doch kein richtiges Lego bauen mehr.
    Der Vorteil der Baseplates war doch immer, du packst für „wenig“ Geld ne Platte auf den Tisch und es kann losgebaut werden, jetzt wird es komplizierter, ich muss erstmal dieses Stückwerk zusammengebaut werden.
    Der Vorteil des neuen Systems ist vielleicht, dass jedes Kind sich mit den Sets sine Straße vergrößern kann, aber die Platten gefallen mir eher nicht.
    Baseplates waren zwar immer ein Fremdkörper, aber ein praktischer Fremdkörper.
    Was für mich aber noch viel schlimmer als das neue Straßensystem ist, ist WIE es eingeführt wird. Wenn ich 2 Sets mit Straßenplatten kaufe kann ich die nichtmal verbinden weil die nötigen Fliesen fehlen. Sorry, aber das geht überhaupt nicht, die hätte man mitliefern müssen.
    Auch mit dem Preis lockt Lego doch niemanden die Sachen zu kaufen, einfach nur viel viel zu teuer.
    Wenn Lego jetzt wirklich die Baseplates komplett abschafft, dann hoffe ich auf Fremdhersteller, denn wo ein Markt, da ist auch ein Produzent.
    Hoffen wir außerdem, dass Lego nicht noch schnell eine 3d Marke für Baseplates eingetragen hat, zuzutrauen wäre es Ihnen. Das soll aber auch nicht Thema hier sein.

  13. Ich möchte mich auch einmal an der Diskussion sachlichen beteiligen.
    Vielleicht hat die Änderung auch etwas damit zu tun, dass die Grundplatten immer öfter von anderen Herstellern „kopiert“ werden. Um dies zu verhindern hat sich Lego vielleicht ein neues System überlegt und es zum Patent angemeldet. So würde Lego wieder ein eigenes Straßensystem besitzen, welches sich von den anderen Herstellern unterscheidet. Ähnlich ist es auch bei der Umstellung von Lego Power Function zu Control+. Auch hier war das Patent für das Power Function System abgelaufen.

    • Konntest du denn ein Patent zu dem Thema finden? Ich konnte dahingehend nichts finden, sondern lediglich Designrechte für zwei der komplexeren neuen Teile. Letzteres ist aber bei LEGO üblich und wird für fast jeden „andersartigen“ neuen Stein angemeldet, wobei es hier natürlich auch seltsame Ausnahmen gibt.

      • Ich konnte ein Patent finden, welches 2014 angemeldet wurde. Es beruht auf dem gleichen System. Ob dieses Patent aber auch diese neuen Platten mit schützt kann ich nicht sagen.

    • Hallo,
      meiner Meinung nach hat es weniger mit den China-Kopien zu tun (die, nebenbei bemerkt, allesamt etwas dicker sind als die Baseplates der Dänen), sondern eher etwas damit daß TLC von Zukaufteilen möglichst weg will.
      Hat man bei z.B. den Eisenbahnachsen schon gesehen. Jetzt eben die Baseplates die, (nach meinem Kenntnisstand), von einem externen Lieferanten kommen.
      Als Eisenbahner (9V) habe ich mich schon länger damit abgefunden daß ich nicht auch gleichzeitig Purist sein kann. Für gößere Anlagen (die aber auf Ausstellungen eben immer besonders gut ankamen), wird zukünftig nichts anderes übrigbleiben als auf Fremdhersteller auszuweichen, sollten nach den Straßenplatten auch die Baseplates wegfallen. Aber mit diesen Anforderungen bin ich halt auch ein Nischenfüller.

      Ferner ärgere ich mich ein wenig über den Marketingsprech in der Presseerklärung. Als Kind der Achtziger bin ich mit Strassen- und Gebäudeplatten in Sets großgeworden. Warum das heute nicht mehr gehen soll erschließt sich mir nicht ganz.
      Jedenfalls hatten wir damals eine schöne Zeit, und ich sehe noch nicht ganz wie das heute gehen soll. Aber vielleicht sehen die heutigen Kinder das in 30-40 Jahren auch wieder ganz anders (vielleicht auch weil sie es nie anders kennenlernen werden).

      Allerdings wurde in einigen YT-Kommentaren schon erwähnt, daß die neuen Platten praktischer seien eben weil sie weniger Platz benötigen. Wer wenig Platz in der Wohnung hat, ist mit dem neuen System vielleicht wirklich glücklicher?

      Da ich bisher hauptsächlich alt-graue Strassenplatten benutze, bin ich sowieso auf Gebrauchtware von BrickLink und Co angewiesen, von daher wird sich vorerst wohl nichts für mich ändern. Aber wenn irgendwann auch die Baseplates wegfielen, dann fände ich das durchaus fatal.

      Trotzdem, persönlich kann ich dem neuen System bisher nichts abgewinnen. Der Preisentwicklung im City Bereich übrigens auch nicht 😉

        • Stimmt David, danke für den Hinweis. Der Artikel ist wirklich angenehm ausführlich, aber genau den Satz hatte ich tatsächlich überlesen.
          Zum externen Hersteller der Baseplates hatte ich schon vorher andere Hinweise erhalten. Da bin ich mir sehr sicher dass die von einem Spezialisten für Tiefziehteile kommen. Den Namen werde ich hier natürlich nicht öffentlich kundtun.

          Ich finde jedenfalls, das der Wegfall von Baseplates einen Verlust in meinem Lego-Universum bedeuten würde.
          Meiner Meinung nach könnte es auch durchaus nachteilig für TLC werden, wenn sich die Leute nach alternativen Herstellen für Baseplates umsehen, und dann deren Sets gleich mitkaufen. Von daher kann die ganze Aktion auch ein Schuß nach hinten werden. Büchse der Pandora und so.

          Großes Lob nochmal von meiner Seite zu allen Kommentaren die ich bisher hier gelesen habe. Endlich mal wieder ein öffentlicher Meinungsaustausch der ohne verbale Schlammschlacht auskommt. Das ist sehr sehr angenehm. Vielen Dank euch allen dafür! Top!

      • stephanderheld, Du schriebst:
        […] China-Kopien zu tun (die, nebenbei bemerkt, allesamt etwas dicker sind als die Baseplates der Dänen) […]

        Ich habe dies gerade einmal nachgemessen. LEGO Baseplates und die in meinem Besitz (Achtung: schwarze Magie) befindlichen Wange-Baseplates haben exakt die gleiche Dicke. Dies gilt sowie für die Höhe des eigentlichen Plattenmaterials als auch für die Gesamthöhe inclusive Noppen.

        Gruß, Matthias

  14. Interessant, dass im Artikel die Bewertung aus zwei Perspektiven (große und kleine Legobauer) vorgenommen wird. Wir haben bei uns zu Hause beide Zielgruppen, sodass ich dazu direkt aus dem Legozimmer berichten kann.
    Erwachsene: da ich trotz modularer Häuser keine Straßenplatten nutze, bin ich bei dieser Umstellung recht emotionslos. Ich verstehe alle, die auf dem alten System aufgebaut haben, und nun in die Röhre schauen. Die Einschätzung, dass es sich hier um eine Minderheit innerhalb der AFOL-Minderheit handelt, also wirklich wenige Betroffene, teile ich ausdrücklich. Das ist eine aktive Gruppe, daher auch der vernommene Aufschrei, aber man kann es nicht allen recht machen.
    Kinder: jetzt wird es interessant. Denn meine kleinen Spielpartner teilen die Einschätzung überhaupt nicht. Sie sind sehr enttäuscht von dem neuen System. Wir haben durch Zufall ein Set erhalten. Das Feedback dazu ist wie folgt:
    – die Straßenbreite ist ein ernstes Problem. Warum passen die LKW nicht nebeneinander auf die Straße?
    – die Kreuzung ist zu eng. Längere Fahrzeuge, inkl. der so wichtigen Feuerwehr, können nicht sauber gefahren werden.
    – es fehlen Teile. es lässt sich keine komplette Kreuzung mit Ampeln austatten. Der Zebrastreifen ist auch nur von einer Seite beschildert.
    – der Höhenunterschied zwischen Baseplates und Grundplatten ist Kindern nicht so wichtig. Es muss nur sichergestellt sein, dass die Gebäude und Platten verbunden sind. Da behelfen wir uns aktuell mit den Rampen, um bspw. die („alte“) Feuerwehrstation oder Polizei anzubinden.
    – fehlende Kurven: kann man in einer Stadt kompensieren. Wir haben eine Rennstrecke aufgebaut, da funktioniert das leider nicht.
    – den Preis können die Kleinen noch nicht bewerten. Als Finanzierer des Ganzen bin ich aber zum Entschluss gekommen, dass das Preis-Leistungsverhältnis nicht passt.

    Ich kann daher auch im Spielbereich die Vorteile nicht nachvollziehen. Und wie bei allen anderen Neuerungen wird der Kunde entscheiden. In zwei Jahren wissen wir mehr.

    • Sehr guter Kommentar, insbesondere was das Feedback deiner Kinder betrifft. Die Ansicht „Man kann es nicht allen Recht machen“ teile ich aber absolut nicht, weil Lego es vor 2010 sehr wohl hinbekommen, hat es so zu gestalten, dass sowohl AFOLs als auch Kinder zufrieden sind. Da waren die City-Sets (die damals auch auf Baseplates standen) kompatibel zu den alten Straßenplatten und sowohl AFOLs als auch Kinder waren damit glücklich.

  15. Wieder mal ein super recherchierter und echt guter Beitrag! Danke!
    Also ich sammle Modularhäuser und habe mir mittlerweile eine schöne Stadt gebaut; ergo habe ich auch die dazugehörigen Strassenplatten gekauft und verwendet.
    Ich als Lego-Stadt AFOL bin nicht begeistert über das neue Strassensystem und habe mich daher bereits mit den alten Strassenplatten vor Kurzem eingedeckt, sodass ich der Thematik „muss wohl jetzt meine ganze Stadt um eine Platte erhöhen“ für die nächsten Jahre umgehen kann.
    Danke für den super einfachen „Trick“, wie man die Modularhäuser einfach auf eine Platte stellen kann und somit wieder das gewohnte Niveau erreicht. Wusste ich bis dato nicht und macht dadurch ein späteres Anpassen an das neue Strassensystem wesentlich einfacher und weniger kostenintensiv als vor Lesen des Artikels befürchtet.
    Fazit: ich selber finde das neue Strassenplatten-System nicht gut und habe, da Besitzer einer Stadt, mich mit dem alten Stassensystem eingedeckt. Empfehle ich jedem mit ähnlicher Situation. Und sobald ich out-of-old-system bin, kann die ganze Stadt ja relativ easy auf das neue System angepasst werden. Bin gespannt was sich LEGO einfallen lässt bzgl. Kurven und Strassenbreite. Aber für mich stellt sich dieses Problem erst in ein paar Jahren.
    Übrigens: empfehle das Video des Helden zum neuen Strassensystem…köstlich und er bringt es für die Lego-Stadt AFOLs unter uns auf den Punkt.
    LG, Holger

    • Ich möchte beim letzten Punkt entschieden widersprechen: Das aktuelle Video des Held der Steine hat dazu geführt, dass direkt nach Release des Videos die Kommentarspalten überall explodiert sind. Und zwar nicht mit sachlicher Kritik oder Anregungen, sondern meist mit plumpen Allgemeinplätzen und auch Beleidigungen. Das konnte man leider sehr anschaulich unter anderem beim Video von Henry (Klemmbausteinlyrik) zu den Straßenplatten sehen, das zu dem Zeitpunkt schon rund zwei Wochen alt war.

      Aus meiner Sicht sind seine Videos nicht „köstlich“ sondern in erster Linie berechnend, einseitig und tragen zu einer Meinungsbildung kaum etwas bei. Sie sorgen für Shitstorms und eine künstliche Verzerrung der Debatte. Denn die ist (mal wieder) in keinem Land so extrem wie in Deutschland. Und das erst nach der Veröffentlichung seines Videos.

      • Hi Lukas,
        du sprichst hier eine Thematik an, die ich vollends nachvollziehen kann, jedoch mit dem eigentlichen Thema dieses Arikels ja nichts zu tun hat. Ich habe mich köstlich amüsiert beim Sehen des Heldenvideos weil er mir so sehr aus dem Herzen gesprochen hat. Das der Held in seinen Videos rein subjektiv berichtet, sollte auch jedem bewusst sein. Das Problem liegt meiner Meinung nicht bei diesem oder ähnlichen Videos und den Inhalten an sich, sondern darin, daß es einen für mich erschreckenden Trend gibt, sich nicht mehr sachlich mit anderen Meinungen auseinandersetzen zu wollen oder zu können. Gerade in der Anonymität des Netzes, wo ja scheinbar viele denken, sie könnten alles ungestraft von sich geben. Ich schätze unterschiedliche Meinungen sehr und bin der festen Überzeugung, dass nicht Autoren (im Rahmen des Erlaubten) sich überlegen müssen, was sie veröffentlichen, sondern viele Empfänger der Botschaften nicht mehr in der Lage zu sein scheinen, sich kritisch und konstruktiv mit anderen Meinungen auseinandersetzen zu wollen oder zu können. Ich mag gar nicht überlegen mir vorzustellen, wo wir hinkommen, wenn jeder Autor seine Ansichten dahingehend überprüft, ob er einen vermeintlichen Shitstorm auslösen könnte oder nicht. Wir alle gemeinsam, nämlich die Empfänger dieser Botschaften, mögen sie für ein Einzelnen noch so absurd oder ärgerlich sein, sollten in der Lage sein, differenziert und verantwortungsvoll mit anderen Meinungen umgehen zu können.
        Ein Hoch auf die Meinungsfreiheit und die ehrliche und ambitionierte Diskussion und Debatte, ohne Anfeindungen, Shitstorms, Beleidigungen, etc.
        In diesem Sinne: finde persönlich das neue Stassensystem nicht gut, aber für mich keinerlei Grund, mich nicht sachlich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Genauso, wie ihr hier diesen echt klasse Beitrag verfasst habt! Weiter so!

        • Du darfst dich doch darüber amüsieren, das spricht dir doch keiner ab. Aber die ewig gleichen unter-die-Nase-Reibungen von belanglosen Meinungen die nur kopiert werden, weil sie so schön polarisieren nervt halt doch einfach.
          In der Legowelt ist es aber leider ja so, wie du es dir nicht vorstellen magst. Sobald jemand eine eigene (!!!) Meinung zu etwas hat und das offen Preis gibt, wird er öffentlich an den Pranger gestellt.

          Ein bekannter Lego-Youtuber funktioniert eigentlich recht simpel, wenn man es mal so semi-wissenschaftlich herunterbricht (Muster digitaler Kommunikation von Gehlen):
          1. Popularisierung: du sagst allen völlig entspannt vor sich hinbastelnden Leuten, die Marke Lego ist ganz klar gegen sie. Und Dich!1!1!!
          2. Polarisierung: du brauchst natürlich auch nen Gegner und sinnierst dir irgendwelche Lego-Fanboys zusammen die alle alles kaufen, egal wie dumm.
          Is halt eigentlich genauso albern, wie sich selbst Held zu taufen.
          3. Personalisierung: du weißt es besser, denn du freust dich ja in jedem Kommentar über ein neues Video deines Helden. Es wird suggeriert, man sei Teil von etwas relevantem.
          4. Prozess: es geht ja gefühlt seit 20 Jahren bergab und natürlich nur bergab. Außerdem muss man allen mit einer anderen Meinung immer wieder unter die Nase reiben, wie falsch sie doch wären weil sie ja keine Ahnung haben. Nur wenn man daran festhält und das ganze reproduziert, bleibt das geschaffene System am laufen.
          (das du und das dir bezieht sich nicht auf dich, Holger)

          Lässt sich ja auch auf viele Bereiche der Gesellschaft in modernen Zeiten anwenden.
          Der große Fehler ist andere Meinungen nicht zu akzeptieren. Und es ist eben ein Unterschied, ob ein Preis gerechtfertigt ist, oder ob man einen Preis zahlen kann und will.
          Ich hätte bei den neuen Straßen auch so einiges anders gemacht (Preis, mehr Teile zum verbinden, Optionen für die Verbindung zu alten Baseplates etc.), aber trotzdem amüsieren mich derart polemische Selbstinszenierungen nicht, sie machen mich traurig. Weil dadurch Fakten ignoriert werden oder beispielsweise bei Konkurrenzfirmen diese selbst erdachten Maßstäbe nicht angewandt werden.
          Und außerdem, weil es immer noch eine Firma ist, die den eigenen Umsatz maximieren möchte und nix anderes. Sie will nicht irgendwelche Fans glücklich machen, sondern alle ein bisschen bei maximalem Firmengewinn. Und dass täglich irgendwo online dutzende Erwachsene (und Kinder?) über Spielzeug diskutieren sagt mir, dass sie das erreichen.
          Und was sich ja nun wirklich nicht ignorieren lässt ist die Tatsache, dass Lego in jedem Jahr an das ich mich erinnern kann richtig viele schlechte Sets auf den Markt gebracht hat. Für die eine Person mehr, für die andere eben weniger. Das ist dann eine persönliche Meinung.
          Ich finde, zum Thema Straßensystem ist nach diesem Stonewars-Beitrag alles gesagt und die Leute küönnen sich hoffentlich wieder um die wichtigen Dinge im Leben kümmern.

          • Leider gibt es auch unschöne Effekte in entgegengesetzter Richtung. Wenn man sachliche und begründete Kritik an Lego vorbringt, wird auf diese mitunter nicht eingegangenen.
            „Bei Lego-Friends gibt es aktuell nur ein Set mit Pferden“ -> „Du plapperst auch alles dem Helden nach“
            Ich finde es sehr schade, dass sich das Klima so vergiftet hat.

          • Es hat aber ja auch noch nie jemand gesagt, es gäbe genug Pferde. Solche majestäthischen Tiere. Nur weil man nicht alles vor sich her trägt, ist man nicht automatisch immer anderer Meinung. Ich wüsste niemanden, der jemals gesagt hat, die Pferdeproblematik ist nur nachgeplappert.
            Da ich aber beispielsweise selten mit Lego friends spiele, betrifft mich das gar nicht so sehr. Und wenn, dann wären es immer noch Friends Pferde. Wo fängt man an zu kritisieren und wo hört man auf?

            Ich habe gerade mal nachgezählt:
            Tatsächlich sind aktuell insgesamt laut brickmerge 7 Friends Pferde am Markt. Neben diversen Minisammeltieren, Wildnistieren, Wasserbewohnern und und und. Außerdem kann man das Pferd für nicht einmal 2,50 bei Steine und Teile nachkaufen. Erkläre das mal jemandem, der System-Pferde sucht 😀
            Vielleicht ist das jetzt der Punkt wo ich sagen muss, es gibt genug Pferde in Friends Sets und irgendwas von nachplappert 😉
            Ignoranz, Faulheit und Egoismus vergiften das Klima

          • @Legoinsel, 18:24
            Aktuell gibt es bei Friends: Heartlake City Steinebox (41431, 1 großes Pferd). Im März erscheint noch die Tierklinik 41446 mit einem großen Pferd.

            Somit gibt es aktuell nur ein Set mit Pferden bei Lego Friends. Immerhin mit Aussicht auf Besserung. Ich hatte mich ausdrücklich auf Friends und nicht auf Duplo, Disney oder andere Serien bezogen.

            Der Pferdetransporter (41371) und Mias Haus mit Pferd (41369) und das Reitturnier (41367), der Fohlenstall (41361) sind nicht mehr im 2021er Katalog enthalten und auch nicht mehr bei Lego erhältlich. Ebensos wie die anderen bei Brickmerge weit oberhalb der UVP gelisteten Sets.

            Ja, es gibt immer mal wieder tolle Sets mit tollen Tieren. Garade auch in den Minifiguren-Sammelserien. Allerdings ist das gegen das kontinuierliche Angebot von Playmobil oder Schleich äußerst bescheiden. Warum gibt es nicht für dem Duplo-Alter entwachsenen Kinder ein Set wie das Duplo 10907 „Tiere der Welt“ oder mal eine Zoo-Serie? Bauernhof gab es schon ewig nicht mehr, immerhin ab und an mal ein einsames landwirtschaftliches Gerät. In der Kategorie Kirmes gab es zahlreiche Sets. Weil es ein Lieblingsthema des Chefdesigners ist. Es geht nicht in meinen Kopf, warum Lego nicht auf die Idee kommen will, dieses international verkäufliche und bei Kindern beliebte Thema „Tiere“ aufzugreifen.

            Steine und Teile ist etwas für AFOLs und auch nur zu gebrauchen, wenn man das Set kennt oder die Nummer anderweitig her hat. Das Angebot des Kundendienst ist wirklich erfreulich, aber keine Lösung für einen Durchschnittskunden abseits von bestimmten verlorenen Teilen.

            Ein Angebot, dass es nicht bei Symth, Müller, Rossmann, real, Kaufland, Galeria und all den anderen stationären Händlern gibt ist für die meisten nicht existent.

      • Lukas, du hast es genau auf den Punkt gebracht. Wer sein Geld mit einseitigen Rants verdient, ist lange kein aufrichtiger kleiner Händler mehr. Seit da ein Video zum Ferrari kam, wird der an jeder Stelle ausgepackt um sich über LEGO zu echauffieren, jeder Fehler wird zum allgemeinen Problem aufgebauscht und Mitarbeiter wie auch Kunden zu Vollidioten erklärt.
        Ohne solche berechnenden Videos wäre der Ferrari doch längst vergessen, wer ihn nicht mag, kauft ihn halt nicht. Aber so wird er ewig als Inkarnation des kundenunfreundlichen Konzerns ausgepackt.
        Nur blöd, wenn man LEGO eigentlich abgeschworen hat, die eigene Existenz aber darauf fußt. […]

        Anmerkung der Redaktion: Der letzte Satz wurde entfernt, da wir hier wie gesagt keine persönlichen Angriffe oder Herabwürdigungen lesen wollen.

        • Hallo Gerrit, Deinen letzten Satz mussten wir leider „wegmoderieren“. Bitte achte darauf, keine Person persönlich anzugreifen oder Dich herabwürdigned über sie zu äußern, das gilt für andere Kommentatoren genauso wie für Blogger, Youtuber usw.

      • Sehr schöner Kommentar Lukas, der es auf den Punkt bringt. Ich sehe es genauso, dass das mittlerweile nur noch berechnend ist. Die Kritik ist nur noch Mittel zum Zweck. Derartige Videos bringen halt am meisten Klicks. Man muss sich ja nur mal angucken, wie sich die Videos bei ihm in den letzten Jahren verändert haben. Vor zwei Jahren waren überwiegend nur die Setbezeichnungen im Titel. Heute steht in den Titeln „schlechteste“, „Elend“, „… aus der Hölle“. Dabei ist er äußerst manipulativ. So wird u.a. die UVP von Lego mit den Straßenpreisen von Cada & Co verglichen, was überhaupt keinen Sinn macht. Da merkt man relativ schnell, dass es eigentlich gar nicht mehr um Lego geht.

        Was mich and der Sache am meisten anwidert, ist das er billigend in Kauf nimmt, dass andere darunter leiden. Zu 100% wird er mitbekommen haben, was bei Henry nach seinem Ferrari Video los war. Das ist ja auch nicht das erste Mal, dass das passiert. Bei dem Ducati Video war das ebenfalls so. Aus seiner Richtung kommt dahingehend nichts deeskalierdendes. Keine Aufforderung sachlich zu bleiben. Die Ironie ist ja, dass er immer so gerne über die Lego-Fanboys schimpft, während er sich selbst eine Community aufbaut, die ihm alles nachplappert.

        Die Frage ist, wie man zukünftig damit umgeht, da das Problem weiterhin bestehen bleiben wird und eher noch schlimmer wird, je mehr sein Kanal wächst.

        • Die traurige Wahrheit bzw. Ironie ist, daß er als Geschäftsmodell „Youtuber/ Influencer“ jetzt von Lego noch abhängiger ist als vorher in seinem Geschäftsmodell „Händler“, denn die meisten Clicks machen ja offensichtlich die Lego-Verrisse und die dazugehörige „Show“.
          Für mich geht überhaupt nicht, wenn respektlos solche Sachen gesagt werden wie „die Pleitegeier“ oder „Fanboys sind das Letzte“ . Das hat nichts mehr mit einer sachlichen und auch gerne kritischen Produktreview zu tun, sondern dient nur der Stimmungsmache und resultiert in zunehmender Spaltung und einer immer tiefer sinkenden Hemmschwelle, was persönliche Anfeindungenvon von seiten seiner „Follower“ gegenüber anderen betrifft. Und diese Auswirkungen sind offensichtlich und auch für ihn wahrnehmbar.
          Wer sich so positionieren muß, um Erfolg zu haben, der tut mir eigentlich leid.
          Zum Glück gibt es ja aber so professionelle Kanäle wie die z.B. von Sariel und Jangbricks, die auch ohne konditionierende Parolen und Phrasen auskommen und die mir die notwendigen fachlichen Hintergrundinformationen liefern, um mir meine EIGENE Meinung zu bilden. Und mit dieser Meinung kaufe ich dann, oder auch nicht.

          • Du sprichst da einen guten Punkt an und das ist die Art, wie er seine Kritik äußert. Durch solche Äußerungen wirkt die oftmal sogar berechtigte Kritik arrogant, herablassend und diffamierend. Seine Kritiken nimmt doch bei Lego niemand mehr ernst, wenn er sie als „Füchse“ bezeichnet. Ich glaube mittlerweile, dass der auch in echt so tickt, was sehr traurig wäre. Wenn ich schon sehe, dass er bei seinen Timestamps den Beginn mit „Weise Worte“ tagt, kann ich nur noch den Kopf schütteln. Das meint er sicher nicht ironisch. Ich denke er hat mittlerweile eine Vielzahl seiner Zuschauer der ersten Stunde vergrault, die die Videos noch wegen LEGO geguckt haben, worum es im Kern immer weniger geht. Ich bin irgendwann ausgestiegen, als es zunehmend mehr um seine Person ging und er u.a. den Zweitkanal eröffnet hat, wo er sich über viele andere Dinges des Lebens aufregt. Lego ist für mich ein Wohlfühlthema wie für viele andere sicherlich auch. Das sollte man sich nicht durch jemanden wie ihn verderben lassen. Mit der fachlichen Kompetenz sprichst du auch einen guten Punkt an.
            Viele denken ja er sei so kompetent, weil er ein paar Setnummern im Video raushaut, was halt überhaupt keine Aussagekraft hat. In vielen Punkten ist ihm diese Kompetenz nämlich abhanden gekommen. Die Mario Sets wurden zerissen, bevor er sie überhaupt ausprobiert hat. Bei der Zielgruppe, den Kindern, kommen diese hingegen sehr gut an. Entweder weiß er es nicht besser oder er macht bewusst die Sets schlechter. In beiden Fällen hat das wenig mit Kompetenz zu tun.
            Er muss selbst wissen, ob er damit glücklich wird. Die Frage ist ja auch, wie lange sich dies Art von Content auf Youtube noch trägt und ob das ganze nicht nach dem hundertsten Veriss langweilig wird. Sein Ladengeschäft hat er sich durch seinen Personenkult ja schon selbst zerschossen.

            Ich nutzte die neu „gewonnene“ Zeit lieber für den Content auf Stonewars 🙂

          • Lieber Kevin, ich kann mich da nur anschließen. Geschaut habe ich die Videos früher auch immer wegen LEGO und bin deshalb weg nachdem er sich diesen Personenkult aufgebaut hat.
            Seine Meinung soll er haben und sagen, aber ich kann mich nicht entsinnen, jemals ein „aber das ist ja auch nur meine subjektive Meinung“ von ihm vernommen zu haben. Dieses rechthaberische Getue, er wisse ja was die Kinder wollen (also vielleicht ein paar aus Frankfurt, aber das ist ja das Herz von Europa und damit repräsentativ für die ganze Welt), wobei LEGOs Umsatzzahlen ganz klar zeigen, dass sie vieles richtig machen. Wenn er die Sets nicht verkauft bekommen hat, ist das natürlich schade für ihn, aber so ist das halt, wenn man selbstständig einen kleinen Laden aufmacht. Sich immer als Opfer zu inszenieren, dass haben ja mittlerweile auch seine Werbepartner tadellos einstudie – nein böse Menschen – eingeübt 😀

          • So sehe ich das auch. Daher schaue ich mir die Videos von Thomas auch so gut wie gar nicht mehr an. Mir ist von vornherein klar: Wenn ein LEGO Set präsentiert wird, dann wird regelrecht nach Fehlern gesucht und alles schlecht gemacht was nur irgendwie geht. Wenn ein Set von Bluebrix, Cada etc. gezeigt wird, dann wird das in Himmel gelobt. Da können die Teile nicht passen, abbrechen, es muss was geklebt werden, aber das ist doch alles nicht so schlimm. Kostet ja nur ein Bruchteil. Tja, wer billig kauft… Ich schaue mir lieber die Videos von Henry oder Holger an. Da wird auch kritisiert, aber auch gelobt und das im ganz anderen Tonfall. Früher hat Thomas noch schöne Videos gemacht, aber seit er abgemahnt wurde geht es ihm ja nur darum aus Rache LEGO schlecht zu machen. Ich finde aber man muss persönliche Dispute, wenn man meint objektive Rezensionen zu verfassen, aus dem Spiel lassen. Das macht er aber nicht. Daher nutze ich seine Videos schon lange nicht mehr als Meinungsbild. Und irgendwo will ich mich beim Ansehen der Videos am Abend nach der Arbeit auch unterhalten fühlen und positiv zu Bett gehen wenn ich das mal so sagen darf. Schau ich mir Videos von Thomas an macht mich das oftmals eher sauer und wütend.

      • Das ist aber nicht neu, also quasi bei jedem Lego-Produkt, was verrissen wird, sind die entsprechenden Bewertungen zu finden…er hat also die Art von Fanboys, die er selbst gerne klein redet..Ich kann aber verstehen, dass man hier aus diesem Grunde aktiv auf den Verweis auf eben diese Videos verzichtet.
        Differenzierte Betrachtungen sind notwendig. Vom Helden eher selten, nicht so, wie hier..auch wenn ich Eure Meinung hier nicht teilen kann.

        • Ich finde die Verrisse des Helden großteils ok. Der Ferrari war wirklich schlecht und das Straßensystem hat nun mal diverse Schwächen. Bzgl. Straßensystem finde ich die Grundidee sehr gut, aber die Umsetzung nicht gelungen. Die entscheidenden Punkte sind die zu geringe Breite, der zu hohe Preis und die schlechte Optik. Die Optik leidet durch den Glanz, der einheitlichen Breite von Mittellinien und Schutzweg-Markierung und natürlich durch die Verbindungselemente inmitten der großen hochglänzenden Fläche.

          • Findest du es auch ok, dass objektiv schlechte Sets anderer Hersteller nicht die gleiche vernichtende Kritik erfahren?

          • „Findest du es auch ok, dass objektiv schlechte Sets anderer Hersteller nicht die gleiche vernichtende Kritik erfahren?“

            Warum muss er das überhaupt? Lego als Marktführer mit dem grössten Know-How wird m.E. selbstverständlich mehr in die Mangel genommen.
            Und könntest du generell Beispiele mit Begründung anführen? Was sagst du denn zB zum XB-06003 SA2 – Guideline? Hier zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=6quEvW1QSAo

            Weiterhin werde ich nochmal aufgrund der aktuellen Situation und weil dem HdS auf dieser Seite ein so heftiger Gegenwind erfährt mal nachfragen.
            Ihm wird hier und auch unter anderen Artikeln vorgeworfen, einseitig, generell zu kritisch und nur seiner Aboschaft orientiert seine Videos zu machen. Aber er hat doch meistens recht…Beispiele?

            – Warum gibt es so viele Lizenzsets? Was ist mit den klassischen Themen wie Western, Mittelalter und Piraten? Nur die Weltraumthemen werden ab und an mal bedient.

            – Wenn schon Lizenz, warum dann so unausgewogen? Star Wars ist übermächtig und hat viele schlechte Sets im Portfolio. Warum zB kein Herr der Ringe? Ich persönlich würde mir das mehr wünschen und bin da nicht der einzige.

            – Die Technic-Sparte verdient ihren Namen doch kaum noch. Funktionen muss man mit der Lupe suchen. Pneumatik, Hand of God, öffnende/schließende Elemente reduzieren sich immer weiter. Der Trend geht zum Vitrinenmodell für Erwachsene.

            – Der UVP wird bis auf wenige Ausnahmen immer höher. Die Konkurrenz kann sich da moderater halten. Schön, wer genug Geld hat, aber insbesondere die Sets unter 100€ haben hier teils fiese Ausreißer (zB 42106, 75941, 75286 und die aktuellen Mariosets, die immer auch das Starter Set benötigen).

            – Die Qualität bei Lego leidet im Vergleich zu früher. Klarsichtteile sind beim Auspacken bereits zerkratzt, Farbtöne weichen voneinander ab.

            – Klischees bei den Geschlechtern, respektive Überspitzung beim Umdrehen der Klischees, wie zB bei Lego Friends Racing, auch wenn die goldene Mitte zugegebenermaßen schwer zu treffen ist in diesen Zeiten.

            – das Ablehnen von Lego Ideas Entwürfen, aber dann diese Entwürfe abgeändert selbst herauszugeben, wie zB bei 75936

            – Der Widerspruch in der „Kein Kriegspielzeug“ Philosphie mit dem aktuellen Bell-Disaster.

            Hierzu finde ich fast keine Beiträge auf dieser Seite. Finde ich persönlich schon auffällig.

          • „Warum gibt es so viele Lizenzsets? Was ist mit den klassischen Themen wie Western, Mittelalter und Piraten?“: Die letzten Versuche in diesem Bereich haben sich schlichtweg nicht verkauft. Piraten gab es 2015 und sie sind krachend gescheitert, weil es für viele (nicht alle) Kinder einfach kein Thema mehr ist. LEGO probiert sich dafür an anderen Dingen, die aber nicht die Nostalgie befriedigen und deshalb ignoriert werden. Manche davon sind erfolgreich (Ninjago), andere nicht (Hidden Side).

            „Warum z.B. kein Herr der Ringe“: Hier können wir nur spekulieren. Vermutlich, weil es aktuell dazu keine Filme gibt, oder aber weil LEGO schlichtweg die Lizenz nicht mehr bekommt. Ich hoffe und schätze, dass wir mit der Amazon Serie eine gute Chance haben

            Zum Thema Technic: Dazu weiß ich zu wenig, würde dir aber Recht geben. Technic steht bei uns bisher einfach nicht im Fokus, weil ich mich dafür schlichtweg nicht interessiere.

            „Der UVP wird bis auf wenige Ausnahmen immer höher.“ Hier möchte ich widersprechen. LEGO war auch schon vor Jahren sehr teuer. Wir haben das exemplarisch mal an LEGO Star Wars untersucht, werden dazu aber bald auch mal ein Update machen: https://www.stonewars.de/kommentare/lego-star-wars-preisentwicklung/ Damit möchte ich auf keinen Fall sagen, dass LEGO nicht zu teuer wäre, sondern nur sagen, dass es vermutlich schon immer „zu teuer“ war. Es wird nur im Kontrast zu den anderen Anbietern immer deutlicher.

            Farbabweichungen und Klarsichtteile: Bin ich komplett bei dir. Das darf nicht passieren. Mich persönlich haben die Farbabweichungen bisher nie gestört, da sie mir nicht aufgefallen sind, weil ich vermutlich die falschen Sets gebaut habe. Aber hier haben wir berichtet: https://www.stonewars.de/news/virtueller-fan-day-lego-house/

            Zu dem von dir genannten LEGO Ideas Entwurf: Da haben wir sogar damals den Designer zu interviewt: https://www.stonewars.de/kommentare/lego-75936-jurassic-park-set-vs-ideas-entwurf/

          • Ergänzend zu Lukas sei noch gesagt, dass StoneWars sowohl im Blog über die Wiedersprüche bei der Osprey geschrieben hat (https://www.stonewars.de/news/dfg-vk-vs-lego-group/) als auch eine ganze Folge von „Der Stein des Anstoßes“ zum Thema gebracht hat. Also ein bisschen Fakten vor der reinen Behauptung sollte man schon bereithalten.
            Meinetwegen kann man sich wünschen, provokante und mit dicken Strichen gemalte Kritik zu lesen – aber dann muss man sich, glaube ich, eingestehen, dass man das bei StoneWars einfach nicht kriegen wird.

          • Meine Antwort geht an Lukas und David, aber mangels Antworten-Button muss ich das versetzt machen:

            @ Lukas:

            – “ Die letzten Versuche in diesem Bereich haben sich schlichtweg nicht verkauft. Piraten gab es 2015 und sie sind krachend gescheitert, weil es für viele (nicht alle) Kinder einfach kein Thema mehr ist.“

            Weil es ggf. einfach schlechte Sets waren. Man denke mal an die Klassiker aus den frühen 90ern aus der 6xxx Reihe. Die waren vor allem sehr klein und modular + niedrigpreisig. Mein 4-jähriger begeistert sich auf jeden Fall für die 3 Sets, die ich noch besitze.

            “ LEGO probiert sich dafür an anderen Dingen, die aber nicht die Nostalgie befriedigen und deshalb ignoriert werden. Manche davon sind erfolgreich (Ninjago), andere nicht (Hidden Side).“

            Bin ich bei dir. Insbesondere Ninjago ist zu recht sehr erfolgreich mit den von mir bereits o.g. Vorteilen, auch wenn es manchmal seltsame Ausreißer hat (wie die Cybervariante aus dem letzten Jahr).
            Gerade Hidden Side fand ich persönlich gar nicht mal so schlecht und hatte gute Ansätze. Warum man aber so konsequent auf Leuchtelemente verzichtet, einen zu hohen UVP angesetzt und diesen App-Blödsinn implementiert hat, ist mir ein Rätsel und möglicherweise ein Grund für das Scheitern dieser Serie.

            „„Warum z.B. kein Herr der Ringe“: Hier können wir nur spekulieren. Vermutlich, weil es aktuell dazu keine Filme gibt, oder aber weil LEGO schlichtweg die Lizenz nicht mehr bekommt. Ich hoffe und schätze, dass wir mit der Amazon Serie eine gute Chance haben“

            Bin ich voll bei dir. Da ist wohl auch der persönliche Wunsch Vater des Gedankens, weil ich sämtliche HDR Sets seinerzeit verpasst hatte, da mir das Geld fehlte. Aber auch mein Freundeskreis, der so wie ich in den Mittdreissigern ist, würde sich über eine Neuauflage freuen, vllt in Kombi mit der von dir angesprochenen Serie.

            „Damit möchte ich auf keinen Fall sagen, dass LEGO nicht zu teuer wäre, sondern nur sagen, dass es vermutlich schon immer „zu teuer“ war. Es wird nur im Kontrast zu den anderen Anbietern immer deutlicher.“

            Auch hier bin ich bei dir, aber der letzte Satz ist der entscheidende Punkt: Lego war immer teuer, ja. Die waren auch ewig der Monopolist. Nun aber sind diverse Patente abgelaufen und die Konkurrenz passt sich immer mehr an. Da kann sich Lego einfach nicht mehr erlauben, so wenig Stein fürs Geld anzubieten, zumal die Sprünge kaum erklärbar sind. Warum konnte man die Saturn mit ihren fast 2000 Teilen für 100€ inkl. Rabatt bekommen, während man für den aktuellen Sternenzerstörer ca. 640€ hinlegen muss, aber „nur“ 4800 Teile bekommt. Und nein, das liegt nicht nur an den Lizenzkosten, das beweisen unter anderem die recht günstigen Minecraft- und Harry Potter Sets.

            „Zu dem von dir genannten LEGO Ideas Entwurf: Da haben wir sogar damals den Designer zu interviewt“

            Wusste ich nicht und habe ich nachgeholt. Das kann alles grün sein, aber es ist für mich kein endgültiger Beweis. Vllt macht der Designer auch einfach nur gute Miene zum bösen Spiel. Aber beweisen kann ich das zugegebenermaßen auch nicht, ich bleib halt dabei, das das auffällig ist, auch wenn 4 Jahre dazwischenliegen.

            @David

            Gut, es gibt da Beiträge dazu. Sie sind ausgewogen , aber am Ende lautet der Tenor schon noch „Lego weiss schon was es tut und wir wollen mal nicht zuviel meckern“.
            Ich bleibe dabei, das Lego sich seit Jahren in Widersprüche verstrickt. Zu behaupten, das Waffen halt nicht gleich Waffen sind, wenn man zB Star Wars Blaster mit Maschinengewehren vergleicht ist käse. Kinder generalisieren diesen Umstand, da sie noch nicht in der Lage sind, die Nuancen wahrzunehmen. Und wenn wir von Kindern über 12 sprechen, so macht auch hier eine Verweigerung zu aktuellem Kriegsgerät wenig Sinn, da die Weichen im Hirn bereits gelegt wurden. Wohlgemerkt, beim Spielzeug. Kriegsfilme sollten Kinder dann besser nicht Kombination sehen.
            Cobi hat das erkannt und bringt bespielbare Sets auf den Markt, welche Kinder wie Erwachsene gleichermaßen ansprechen, deswegen sind sie ja auch so erfolgreich. Übrigens versuchen sie sich so langsam auch an den „vergessenen“ Themen wie die Piraten, aber die Zeit wird zeigen, ob sie damit erfolgreich sein werden. Schade nur, das die Figuren so abartig hässlich sind.

            Ich möchte mich dazu noch für meinen passiv-aggressiven Ton aus einem anderen Beitragf entschuldigen (ich glaube, das war der Top Ten 2020). Mir schwang hier zuviel Euphorie für Lego und zuviel Gegenwind gg den HdS und andere Kritiker sowie andere Klemmbausteinmarken entgegen und das hatte mich geärgert. Ich bin durchaus der Meinung, das der Tenor bei stonewars eindeutig pro Lego ist, aber ich finde eine solche Quelle schon wichtig, wenn man nicht nur ein blanker Fanboy der YTer sein möchte, die alles nur nachplappern (sieht man gut an den Kommentare). Ein Vergleich hilft hier ungemeint, auch wenn ich dazu tendiere, das am ehesten der HdS recht hat mit seiner Meinung, was auch sein wachsender Erfolg beweist. Aber nicht zwingend zu 100%.

          • @Distephano

            Ich bin auch der Meinung, dass die „klassischen“ Themen zuletzt (auch) deshalb nicht funktioniert haben, weil das Design und die Präsentation der Sets einfach nicht gut war. Man vergleiche nur mal die Kataloge mit denen von früher. Ich bin der Meinung, dass ein Thema nicht unbedingt schon vorher ein „Renner“ bei den Kids sein muss, um sich gut zu verkaufen. Ich glaube z.B. kaum, dass Ninjago so gut läuft, weil alle Kinder schon vorher so große Ninja-Fans waren. Das sind sie durch die Reihe erst geworden, weil diese konsequent durchdacht, schön gestaltet und toll präsentiert wurde. Kurzum: Wenn LEGO sich ein bisschen mehr Mühe gibt als bei den letzten Versuchen, lassen sich bestimmt auch Kinder wieder für einige der „alten“ Themen begeistern.

        • Ja Gerrit, da sagst du was. Vieles bei Lego ist eben auch subjektiv.
          Er hat natürlich immer weniger Ahnung was die Kids begeister, wenn sein Laden in dem letzten halben Jahr eigentlich dauerhaft zu war. Und das liegt ja nicht nur an Corona. Es war ja seine eigene Entscheidung, den Laden mehr und mehr zu schließen. Ich frage mich dann nur, woher er so genau weiß, dass z.B. die Mario Sets kein Spielwert haben. Er ist nicht die Zielgruppe.
          Ich glaube viele können sich gar kein Bild davon machen, wie viel Geld er mit seinen Videos einnimmt. Bei seinen Klickzahlen dürfte er im Dezember um die 50.000 € nur mit seinen Youtube Videos eingenommen haben. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Dazu kommen noch, die Zweitkanäle, Twitch Einnahmen, Merch und eventuell Product Placements sowie die Einnahmen durch seinen Laden.
          Wenn man das im Hinterkopf hat, weiß man auch, warum er die Videos so macht, wie er sie macht. So viel Geld wird er mit seinem Laden nie und nimmer eingenommen haben.

      • Guten Abend,

        Ich möchte hier auch einmal meinen „Senf“ dazugeben 😉

        Die Problematik, die Sie hier ansprechen,
        müssen Sie selbst sehr viel stärker differenzieren, denn sonst machen Sie selbst das, was Sie dem HdS „vorwerfen“.

        Um das Problem einmal genauer zu beleuchten:
        Dieses „Bashing“ oder „Ranten“ ist ein allgemeines Problem, welches sich in den letzten Jahren, gerade durch social Media (Twitter,Facebook,TikTok, etc.), entwickelt hat.
        Viele Menschen sind durch das Überangebot an vermeintlich richtigen Informationsquellen nicht mehr in der Lage richtig zu differenzieren und eigene Meinungen herauszubilden. Dadurch kommt es vermehrt zu 3 Phänomenen:
        1. Nachahmung – Eine „fremde“ Meinung unbesonnen für sich anzunehmen und diese als eigene Meinung zu verteidigen. (Wer gegen meine Meinung ist, ist gegen mich)
        2. Herdentrieb – Durch vermehrte „einseitige“ Meinungen, werden diese als allg. akzeptiert und dem „Trieb“ wird blind gefolgt.
        3. Extrem vs. Extrem – Wenn eine einseitige Meinung auf ihr komplementär, also ihr komplettes Gegenteil trifft, schaukeln sich diese Meinungen immer höher, bis hin zur Eskalation.

        Diese Situation sieht man momentan gerade an 2 Beispielen gut, ich werde die Begriffe dazu Kommentarlos nennen: Trump, Covid.

        Nun meine Meinung zu Ihrem Kommentar:
        Ich persönlich sehe sehr viele unterschiedliche Reviewkanäle, daher kann ich hier sagen, dass:
        1. Kein Kanal objektiv ist, sondern immer eine eigene Meinung vertritt und damit im grunde ja Subjektiv ist.
        2. Verschiedene Punkte beleuchtet werden, die sich nicht komplett mit denen anderer Kanäle deckt. (es finden sich immer wieder neue Aspekte)
        3. Die Kanäle bzw. Kanalbetreiber keinen Einfluss auf das Verhalten der annonymen Zuschauer haben, selbst hier sind die Kommentarschreiber annonym 😉

        Ich kann Ihre Beweggründe nachvollziehen, gerade, weil ich Henrys Kanal schon seit mehreren Jahren folge.
        Aber der HdS kann nichts dafür, wenn irgendwelche „Idioten“ nachplappern und bei anderen Kanälen Kommentare schreiben.
        Genauso wenig kann Henry etwas dafür, wenn seine, Entschuldigen Sie bitte den Ausdruck, „Verteidiger“ in den Kommentarsektionen anderer Kanäle ausfallend und beleidigend werden. (Ich melde grundsätzlich solche Kommentare, egal bei welchem Kanal).

        Um meine Aussage auf den Punkt zu Bringen, Sie verwechseln Ursache und Wirkung.
        Ein gesellschaftlicher Umwälzungsprozess, bedingt durch unsere „modernen“ Medien, ist die Ursache. Videos ungefiltert als eigene Meinung vehement zu verteidigen ist die, inzwischen daraus resultierende Wirkung.

        Persönlich muss ich leider sagen, dass Henry leider bestimmte Kommentare durch Vernachlässigung konstruktiver Kritik „provoziert“ hat.
        (Man sieht über Jahre konsistente „unbeachtete“ Kommentare)
        Z.B.:
        +geht er auf „Nonsens“-Kommentare ein, aber nicht auf ernste gut gemeinte Anfragen, Tipps, Feedbacks und Kritken.
        +keine Reviews von anderen Anbietern -> „Klemmbaustein“Lyrik, wird schon seit Jahren in den Kommentaren angefragt
        +Inkonsistent im Fazit bzw. in Kaufempfehlungen

        Meine persönliche Meinung zu dem Thema Straße ist:
        Die Einführung der neuen Straßen war schlecht umgesetzt.
        Die neuen Straßen haben Vor- und Nachteile, genauso, wie die älteren Straßenplatten dies hatten.
        Warum?
        -Nach Jahrzehnten „plötzlich“ das System umzustellen ist ungünstig.
        -Fanwünsche, die diesem Debakel 1 Jahr vorausgehen, zu igorieren ist schlecht.
        -Schmalere Straßen bei über Jahre verbreiterten Fahrzeugen ist fragwürdig.
        -Verbindende notwendige Fliesen wegzulassen, ist schlichtweg unüberlegt.
        -Die UVP zu Verdoppeln ist für Kunden abschreckend.
        -Eine verspätete Stellungname ist ein PR-Fiasko.
        -Andere Baseplates im Sortiment zu lassen, obwohl man diese in der PR-Meldung sozusagen als nicht mehr Zeitgemäß darstellt, ungünstig formuliert oder inkonsistent.

        P.S.: Diese Debatten sind aus zwei Gründen in Deutschland schlimmer, zum Einen hat Lego hier rechtlich noch „Monopolstellung“, zum Anderen, oder deswegen bekommt man hierzulande weniger „leicht“ an Alternativen. In Jedem EU-Land, selbst in Dänemark konnte ich in Spielzeugläden „Fremdhersteller“ kaufen, nur hierzulande ist das erheblich schwieriger. (meine Meinung)

        • Ich finde den Kommentar ebenfalls sehr gut, auch wenn ich nicht bei allem derselben Meinung bin. Als „Wenig-Henry-Gucker“ will ich aber einen Satz zum Kanaltitel sagen: Ist das nicht etwas fies, ihm da fehlenden Blick über den Tellerrand vorzuwerfen, wenn er das für sich so entschieden hat, nur wegen seines Kanalnamens? Ist der nicht Ergebnis von LEGOs konsequenter Politik, dass der Markenname nicht im Seitentitel auftauchen darf? Dann müsste man doch Brickset, Beyond the Brick (!!) usw. ebenfalls vorwerfen, dass sie keine anderen „Brick-Hersteller“ vorstellen. Das ist in meinen Augen eine überzogene Forderung als Kanalkonsument*in. Jang stellt auch Mega Construx vor, da klicke ich die entsprechenden Videos halt nicht, und genauso schaue ich einen abonnierten „Voice Teacher Reacts to“-Kanal für seine Musicalreaktionen an, obwohl er nicht mein (imaginäres) zweites Standbein des Metal Rock bedient.

          • Nur aus reiner Neugier:
            Warum schaust du dir die Sachen von Mega Construx nicht an?
            Aus meiner Sicht, haben Sie auch einige sehr nette Sets und interessante Bautechniken.

          • Hey Jens, jaaa, gute Frage. Zum einen gehöre ich einfach zu dieser ja etwas unlogischen Gruppe von Puristen. Zum anderen hat es für mich aber auch damit zu tun, dass ich (wie ich weiter unten schon dargestellt habe) sehr viel Zeit mit den verschiedenen LEGO-Kanälen, Blogs usw. verbringe und das Gefühl habe, mich da nicht weiter diversifizieren zu können, Kinder und Job usw. brauchen ja auch noch Zeit. Wenn ich mal was bei Jang darüber sehe, hat es mich auch noch nie angesprochen, erinnere mich an „Halo“- und „Call of Duty“-Sets, beides interessiert mich gar nicht, und auch mit dem hier ja mal gefeierten „He-Man“-Set kann ich biografisch gar nichts anfangen. Ich bin bei LEGO mit Zügen, City und Piraten (plus dem üblichen Wildern in anderen Gebieten) echt ausgebucht – also Selbstschutz und mangelndes Interesse, würde ich zusammenfassen.

        • Danke für die Rückmeldung auch zu mir. Da es hier um Stonewars und ein Review des Straßensystems geht, würde ich gerne nicht die Kommentarfunktion hier kapern, sondern das bei mir führen. Dennoch die kurze Rückmeldung:
          a) Ich habe das Problem der teilweisen Antwort ggf. auf die falschen Kommentare erkannt und gelobe Besserung.
          b) Es gibt ein paar Videos zu Fremdprodukten bei mir (Lightstax, Hubelino, Achterbahn, Playmobil), aber ich habe auch die Befürchtung mich zu verzetteln. Bei LEGO glaube ich nach 10 Jahren einen gewissen Überblick zu haben. Für andere Anbieter gibt es andere Fachleute, die das mE besser können (zB Jonnys World).
          c) Tatsächlich will ich niemandem eine Meinung vorschreiben und will es bewusst etwas offen lassen. Aber ich werde mich noch beobachten.
          d) Ich überlege übrigens wieder in Zukunft Reviewexemplare quasi zu verlosen (die echten darf ich nicht weiter geben). Mal schauen…

          • Lieber Henry,
            lass dich nicht zu irgendwelchen Aktionen zwingen, nur weil du denkst, dass das die Kritik abmildert. Diejenigen, du die besagten Kommentare unter deine Videos posten, werden immer einen Grund finden, gegen dich zu wettern. Und keine Aktion der Welt wird zu überzeugen, von ihrer Meinung über dich abzugehen. Du könntest jedes Set verlosen oder mehrfach verschenken oder sogar einen 1Mio-Euro-Jackpot stiften, sie werden immer einen Grund finden, warum auch das moralisch verwerflich ist (z.B. „Einschleimen“ oder „Angst vor Kritik“ oder so). Das beste ist, an deinen eigenen Prinzipien festzuhalten. Die Hater sind für dich ohnehin verloren.

          • Hallo Henry,
            schön, dich auch hier zu lesen.
            Da hab ich mit meiner Empfehlung, das Video vom Helden zum neuen Lego Strassensystem sich unbedingt anzuschauen, ja ne ganze Welle an Kommentaren und Kommentare zu den Kommentaren losgetreten. War mir echt nicht bewusst, dass es sich bei diesem Thema scheinbar um existentielle und lebensbedrohliche Dinge handelt…dachte eigentlich, wir sprechen hier über Spielzeug und, für uns AFOLs, um ein Hobby…
            Ich schaue dich auch regelmäßig und deine Videos gehören, neben denen des Helden, zu den wichtigen Informationsquellen. Seit Anfang diesen Jahres ist Stonewars dazugekommen und ich bin begeistert, auch über die super einfache Möglichkeit alles gleich lesen zu können, da es den Telegram Kanal gibt.
            Was mich interessieren würde ist, wie du bzw. ihr (also du, der Held, Stonewars) mit derart Kritik, die scheinbar häufig verletztend, diffamierend, herabwürdigend ist, umgeht. Ich las hier in den Kommentaren die Anregung, darüber einen Podcast zu machen. Kann ich nur untermauern! Also ich bin echt verwirrt: Primär ist Lego und alternative Klemmbausteine ein Spielzeug und ein Hobby. Es erschließt sich mir nicht, warum man hier emotional unter der Gürtellinie kommentieren muss (zum Glück auf Stonewars nicht….Danke!).
            Für mich persönlich sind einige Dinge klar:
            1. Lego ist der Massstab
            2. es gibt ernstzunehmende Wettbewerber
            3. nicht alle Entscheidungen/Sets von Lego oder Wettbewerb sind toll und kaufwürdig…aber das ist doch immer eine persönliche Entscheidung und wieso sollte jemand seine 5-jährige Tochter anfeinden nur weil sie auf Lego Friends steht, ich aber nicht. Für mich absolut absurd
            4. Lego ist Premium, alle anderen Wettbewerber bis jetzt bestenfalls Mid-market
            5. egal wie ein einzelnes Set aussieht oder wie schlecht oder wie gut im Detail, die Klemmbausteine sind eine der besten Spielideen, die jemals erfunden worden. Und darum gehts doch: Kinder glücklich machen, sie zu Kreativität anregen und AFOLs begeistern. Aber es ist und bleibt Spielzeug bzw. Hobby…warum also um alles in der Welt dieser Verfall der Sitten in den Kommentarspalten?
            Mach weiter so, Henry…und das selbe spreche ich aus für den Helden, Stonewars und wer auch immer sich mit diesem Thema als Autor beschäftigt. Es ist mir eine Freuede euch alle zu lesen und/oder zu sehen.
            Überlegt euch das mal mit dem Potcast…finde ich eine super Idee!
            Du und allen hier: keep calm und geniesst das Wochenende.
            LG, Holger

          • @Holger Es gibt doch einen Podcast! Oder meinst du, einen Podcast mit allen zusammen? Ich meine, wir könnten das mal versuchen, aber ich glaube nicht, dass das klappen würde…

            Wie man mit der Kritik umgeht ist aus meiner Sicht ganz unterschiedlich. Wenn man (was glücklicherweise selten passiert) richtige Beleidigungen eingehen, werden die einfach gelöscht und die sind mir auch egal. Wenn aber Unterstellungen eingehen, man würde nie kritisieren, nur weil man das nicht mit dem Holzhammer tut, dann ermüdet das unheimlich. Eigentlich liebe ich die Community hier und ich antworte gerne auf Kommentare. Aber es gibt Tage, da gehört das mit zu den schwersten Aufgaben an dem Job und am liebsten würde man die Kommentare einfach dauerhaft dicht machen. Macht man natürlich nicht, aber dann würde man manchmal eben nicht wegen ein paar Kommentaren abends noch lange wach liegen und grübeln 😉

          • @Dora,
            kann nicht auf deinen Kommentar direkt kommentieren, aber wollte dir sagen, dass du es auf den Punkt bringst!!
            Ich gehe noch einen Schritt weiter: niemand sollte auf die Hater hören! Sie diffamieren sich selbst und sollten ignoriert werden. Kann mir aber gut denken, dass das wesentlich leichter geschrieben als getan ist.
            LG, Holger

          • HEnry – behalt die Reviewexemplare, ausser du hast keinen Platz mehr – ICh denke deine Reviews sind durchaus „objektiv“ – wenn dir was gefällt, dann darfst du das auch sagen – keiner von uns wird ein Set wegen EINES reviews kaufen/verteufeln (hoffentlich) – in der vielfalt liegt die Wahrheit

      • @Lukas: Was kann der Held defür, wenn irgendwelche Fanboys auf diversen Kanälen Dampf ablassen? Ich finde die Kritik des Helden in vielen Punkten (nicht in allen) nachvollziehbar. Den Held für die Entgleisungen anderer verantwortlich zu machen, ist doch nicht in Ordnung…

        • Ich will die Kritik in keiner Form abschwächen, inhaltlich ist für mich auch ein Großteil völlig nachvollziehbar.

          Aber Worte schaffen Taten, nicht nur in der Politik in den USA. Es ist jetzt schon sehr häufig vorgekommen, dass nach bestimmten, stets kalkulierbaren Videos die Kommentarspalten in anderen Formaten mit solchen Kommentaren explodiert sind. Dies wurde auch an den Held der Steine herangetragen, er muss es also mitbekommen haben.

          Wenn man dann in seinem Videos immer noch von „Scheiß Fanboys“ redet und die Mär vertritt, dass jeder Teilnehmer des „Recognized Fan Media“-Modells mit Review-Exemplaren gekauft ist, dann schürt man solche Kommentare weiter. Und es wäre vermutlich sehr leicht, dem mit wenigen Worten entgegen zu wirken.

          • @Lukas, in welchem Video sagt der HdS wörtlich „Scheiß Fanboys“ und wo sagt er, dass alle Teilnehmer mit Review Exemplaren gekauft sind? Ich fände das selbst nicht gut, es ist aber an mir vorbei gegangen…

            Bezüglich der Hasskommentare finde ich die Verantwortung zum HdS zu schieben etwas schwach. Er gibt seine Meinung wieder, das wars. Dass die vielen hier nicht gefällt, ist irrelevant. Anders als in der USA Politik ruft er nicht aktiv dazu auf, andere zu beschimpfen oder zu beleidigen, die nicht seiner Meinung sind – und ich bin mir ziemlich sicher, selbst wenn er explizit sagen würde: tut das nicht – die Leute tun es trotzdem, weil zu viele Menschen einfach so sind. Es kann nicht sein, dass einer gut findet, was ich schlecht finde. Ich muss ihn überzeugen, dass ich recht habe.

            Und selbst hier: du sagst auch, dass vieles inhaltlich für dich nachvollziehbar ist – und vieles steht hier auch genauso im Artikel. Aber darüber wird hier kaum geredet, es geht mehr um das wie und dessen möglichen Einfluss auf die geistig Schwachen, die dann ihren Hass verbreiten.

          • @Daniel: Ich hätte da keine Anführungszeichen setzen sollen, sorry. Sein Wortlaut war: „Ihr Fanboys, ihr seid wirklich das Letzte!“ in einer Technic Review kurz vor Weihnachten.

            Das mit den Review-Exemplaren ist etwas, das er für mein Empfinden immer wieder durchblicken lässt, allerdings habe ich da jetzt kein konkretes Zitat parat, dafür müsste ich mir nochmal einige Videos ansehen.

            Ich bleibe dabei: Ich finde Kritik an Produkten und gerne auch Kritik an der Firma LEGO okay und wichtig! Man kann sich ja meinetwegen auch darüber ärgern, wenn andere Menschen eine unkritische Haltung haben, wobei ich das bei einem Spielzeug auch nach wie vor in Ordnung finde. Aber die Angriffe auf bzw. Herabwürdigung von Personen(gruppen), die dann durch die Zuschauerschaft amplifiziert wird, geht mir dann einfach zu weit.

          • @Lukas, Ja, an den Wortlaut erinnere ich mich – ein sehr frustgeladenes Video. Sein Content besteht einfach ganz klar daraus, dass er seine persönliche Meinung raushaut mit allen Emotionen und aller Abscheu gegen die Berufsgruppen, die er als Verantwortliche für die (seiner Meinung nach) Fehler bei Lego sieht. Und das darf er auch.

            Man muss diese Art auf keinen Fall toll finden, aber ich habe dennoch ein großes Problem damit, die Verantwortung für die Hasskommentare auf die Content Creator zu übertragen. Die Zuschauer, die die Hasskommentare verfassen, das sind (fast) alles erwachsene Menschen, die man schwer mit Aufforderungen wie „seit nett zueinander“ beeindrucken können wird. Und ich entdecke umgekehrt auch keine offenen oder versteckten Aufforderungen, Hasskommentare zu verfassen, eher im Gegenteil.

            Ich wiederhole meine verrückte Idee: Holt den HdS in den Podcast, dann könnte man mal zusammen ganz offen über diese ganzen Konfliktthemen reden statt wie bis jetzt übereinander. Es wäre sicher spannend und könnte die Fronten klären in die eine oder andere Richtung, aber dann wäre das Thema wenigstens erledigt.

        • es ist halt grad bei seinem straßensystem-review wieder auffällig:

          Er packt das Zeug auf den Tisch, dann wirft er alles weg was in seinen Augen „wertlos“ ist ohne es zu zeigen (in extremis: die Minifiguren, weil die sind ja „Standard“, und die Sticker, weil die sind ja doof), dann bemängelt er wie hässlich das ist (ja, wenn man die Sticker weglässt wirds auch nicht mehr schöner wenn die Designer das mit Stickern entworfen haben) und wie wenig man bekommt (nachdem die Hälfte weggeschleudert wurde) für so viel Geld und dass das Kalkül vom BWL-Team ist … Schwupp haben wir David gegen Goliath und „das Volk gegen den Kapitalismus“.
          Wer das dann trotzdem kaufe, muss dumm oder glücklich sein, aber die Zuhörer sind das selbstverständlich nicht, ist ja klar … Schwupp haben wir alle Zuhörer für Ihre Schlauheit gelobt und sie fix auf unserer Seite und mit diesen gestärken Egos gehen sie dann auf Erfolgstour in andere Kanäle …
          (Und bei anderen Herstellern sind eklatante Qualitätssicherungs-, Bautechnik-, Design- und Trittbrettfahrer-Katastrophen „voll ok“, weil es ja günstiger ist, oder man den Teller noch so richtig voll bekommt, oder weil Lego einen ja abzockt also ist das Gras auf der anderen Seite auch nicht grüner … Schwupp, ein bisschen Rache nehmen für die Ungerechtigkeit die Lego einem antut.)

          Also, der Held kann da schon was dafür wenn irgendwelche Fanboys in diversen Kanälen Dampf ablassen – er hat ihnen auf die Schulter geklopft, den Feind gezeigt und Slogans präsentiert, und das halt nicht einmal sondern regelmäßig.

          Was dabei komplett untergeht ist, dass das neue Straßensystem halt wirklich seine Schwächen hat, und man auch völlig sachlich zur Conclusio kommen könnte, dass man sich zumindest gut überlegen sollte ob man da was rein investiert, oder doch noch die alten Platten einsammelt die man gedenkt zu brauchen, oder Alternativen mal in Betracht zieht … das kann man ja völlig sachlich durchgehen und begründen und keiner kann einem diese Meinung abstreiten beim gebotenen Produkt.

          • Am besten fand ich ja den Teil, wo sich (durchaus zu recht) über die Inkompatibilität zu Baseplates beschwert wird, nur um dann eine Alternative zu zeigen die, ja genau, ebenfalls Plate-Höhe hat und damit…genauso inkompatibel ist, nur um dann zu sagen „blöderweise steht das neue Zeug ja eh nicht mehr auf Baseplates“. Da war ich dann irgendwie raus. 😉

          • Sorry, aber du interpretierst hier irgendwelche wirren Sachen in das Video vom HdSt, was er weder gesagt, gemeint oder irgendwie verursacht hat.

            Vielleicht solltest du da eher in dich gehen, ob du vielleicht selbst nicht überreagierst und Sachen siehst, die tatsächlich nicht da sind!

          • Ich stimme Jens zu, denn ich bin mir sicher, dass das betreffende Video zu den Straßenplatten an dieser Stelle falsch interpretiert wird… bei aller Abneigung dem Helden und seiner Polemik gegenüber, finde ich, sollte man so fair sein zumindest selbst die ganze laut verpackte Kritik auf objektiver Ebene zu betrachten statt wild etwas um- oder hineinzuinterpretieren.

        • @Thomas Mit großer Macht kommt große Verantwortung. Ist Trump gänzlich unschuldig am Sturm auf das Kapitol? Meinungsmacher sind immer auch verantwortlich dafür, dass diejenigen, die sie damit beeinflussen, dann danach handeln. Sie sollten sich immer und deutlichst von Hass und Hetze distanzieren und konsequent immer wieder explizit dazu aufrufen, das zu unterlassen. Wer einen Personenkult aufbaut, diesen mit seiner Meinung beeinflusst und dann auf die „Gegenseite“ loslässt, ohne zur – auch verbalen – Gewaltlosigkeit aufzurufen, kommt seiner Verantwortung als Influencer nicht nach.

          Der Held kann meinen und sagen was er will, aber wenn er sich dieser Verantwortung entzieht, dann ist das Handeln seiner Fans auch seine Schuld, und dann habe ich nur Verachtung für ihn übrig.

          • @Dora

            Ich kann Ihre Aussage/Meinung durchaus nachvollziehen, allerdings muss ich Ihren Kommentar ein wenig mehr differenzieren, als Sie das selbst getan haben.

            Erst mal zu diesen Begriffen:
            „Meinungsmacher“ ist ein Begriff den man eigentlich aus dem Sprachgebrauch streichen sollte, denn wirklich Jeder ist Meinungsmacher.
            Jeder bildet sich eine Meinung, oft sogar unbewusst.Zum Beispiel wenn Sie einer Person begegnen, dann bilden Sie sich schon einen „1.Eindruck“ ohne je mit der Person interagiert zu haben. Das beeinflusst schon Ihr Verhalten. Menschen tendieren sogar dazu diese „Meinungen“ anderen gegenüber zu äussern,in diesem Moment sind sie schon Meinungsmacher.
            Selbiges gilt für den Begriff „Influencer“, denn jeder schlägt irgendwann jemand Anderem mal etwas vor und wird dadurch selbst zum Influencer.

            Nun zur eigentlichen Differenzierung:
            Es besteht ein erheblicher Unterschied darin,
            eine Subjektive Meinung zu äussern (unabhängig von Form und Art)
            Oder
            offen zu Straftaten oder strafbaren Handlungen aufzurufen.
            (Wie im Fall Trump geschehen)

            Weiterhin, und dies ist meine rein persönliche Meinung, sind Menschen für ihr eigenes Handeln verantwortlich und diese Verantwortung sollte niemals auf andere Menschen verlagert werden.
            Frei nach dem Motto: „Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage – nicht für das, was du verstehst.“
            Es ist, wie immer, ein leichterer Weg, anderen die Schuld an Etwas zu geben, als den Fehler bei sich selbst zu suchen.
            Daher bin ich gerade der Meinung, nicht die Verfasser/Autoren/Creator in die Schuld zu nehmen, sondern gerade die Menschen, die „extrem“ sind.
            Extremismus ist niemals gut, egal in welcher Form.

            Des Weiteren würde Ihr Vorschlag auch bedeuten, dass Jeder der seine Meinung anderen gegenüber äussert, dies Kennzeichnen und zu „Nicht-Gewalt“ ermahnen muss. (Was wäre in dem Fall, dass es trotzdem zu Gewalt kommt?)

            Es ist auch hier ein erheblicher Unterschied, ob man sich:
            + überspitzt ausgedrückt, ein „Hassvideo“ ansieht es rein Gedanklich bewertet. (z.B. „Fakten sind nachvollziehbar, aber gehässig formuliert“)
            Also „Nachdenkt“ und sich selbst eine eigene Meinung bildet.
            Oder
            + „einfach eine bestehende Meinung ungefiltert als einzige Wahrheit für sich akzeptiert und unter Einsatz seines Lebens verteidigt“
            Also aus reiner Bequemlichkeit nicht nachdenkt. (Meine Meinung)

            Mal als Beispiel, sollte jetzt ein emotional aufgeheitzter „Vollpfosten“ Ihren Kommentar ungefiltert auf seine Agenda setzten und daraufhin den HdS „real“ attakieren, dann wäre er nicht Schuld, sondern Sie.
            Ihre „Meinungsmache“(Sie haben hier Ihre Meinung öffentlich kundgetan) hat also andere Menschen „influenct“.

            Ich denke, Sie sehen, dass die Thematik nicht einfach ist.
            Daher beende ich meinen Kommentar hier mit meinen pers. folgenden Worten:

            „Wer zu faul/bequem ist um selbst zu denken oder sich selbst seine eigene Meinung zu bilden nachdem er möglichst alle Seiten beleuchtet hat, der handelt moralisch verwerflich und trägt die volle Verantwortung aus dem daraus resultierenden Verhalten.“

            P.S.:
            @Lukas Kurth, der HdS hat sich leider sehr ungünstig ausgedrückt,
            daher möchte ich seine Worte in ihrer Bedeutung korrigieren.
            Viele denken der Begriff „Fanboy“ sei etwas Positives, dem ist mitnichten so.
            Kurz: ein Fanboy ist der „Extremist“ eines bestimmten Themas.
            Der Begriff hat sich leider in den letzten Jahren von einem „enthusiastischen Liebhaber“ zu einem „Obsessiven Vergötterer“ gewandelt.
            Ein Fan bildet sich eine eigene Meinung, ein Fanboy (in heutiger Bedeutung) tut dies nicht, er folgt dem „Wahn“ seines Hobbys (Hobby=Lebenszweck).

            Was der HdS meinte, geht auf viele „Fanboy“-Kommentare zurück.
            Diese „Extremisten“ haben unter seinen Videos ebenfalls gewütet, darunter auch teilweise Menschen die man regelmäßig in den Kommentarsektionen der Fanseiten ließt.
            Da ich inzwischen auf vielen Kanälen unterwegs bin und Kommentare dort lese, kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung sagen, dass es unter jedem Kanal so Einiges gegen den jeweiligen Kanal steht.
            (Beim HdS werden diese nur schneller gemeldet/gelöscht, weil dort mehr Leute kommentieren)
            Ich habe allein im 2020 mehrere tausend Kommentare gemeldet, angezeigt und löschen lassen, unabhängig vom Kanal.
            Mein Eindruck:
            +viele „normale“ Kommentare
            +wenige „konstruktive“ Kommentare
            +vereinzelte Emotionen und Nonsens (z.b „Mistset“)
            +leider auch vermehrt Lego-Extremist vs. Klemmbaustein-Extremist,
            was gegen Richtlinien/Gesetze verstößt -> melden!

          • @Sascha
            Dass die Sache nicht einfach ist, ist mir schon klar. Ich habe das studiert. Sie auch?
            Was feststeht ist, dass – so schön es wäre – Leute eben nicht immer ihre eigene Meinung bilden und dann vollständig für diese Meinung verantwortlich zeichnen. Klar, das Vergehen gegen den Anstand oder das Gesetz begeht jeder, und jeder, der mündig ist, muss dafür gerade stehen. Aber die Psychologie hinter Bewegungen ist eben nicht so einfach. Ich bleibe deshalb dabei: wenn jemand weiß, dass er – ob seiner Prominenz und Beliebtheit – die Meinung anderer beeinflusst, hat er auch eine Verantwortung, dass dies nicht zu Hass und Hetze führt. Übernimmt er diese Verantwortung nicht, ist das im besten Fall feige und im schlimmsten Fall gefährlich. Jeder Lehrer, jeder Politiker wird dazu verpflichtet; jeder Influencer sollte den Anstand haben, diese Verantwortung ebenfalls zu übernehmen.

          • @Dora

            Ich antworte hier nochmals unter Ihrem Ursprungskommentar, da man leider nicht auf einen Antwortkommentar antworten kann 😉

            Ich habe diese Themengebiete nicht studiert, ist bei mir eher anderweitige Weiterbildung und Lebenserfahrung.
            (Ich bin eher in ein technisches Studium gegangen, allerdings noch bevor das ganze mit dem sog. Bachelor umgekrempelt wurde. Heute ist ein technisches Studium nur noch Theorie, komplett losgelöst von der Praxis, aber das ist kein Thema für diese Website 😉 )

            Ihren Standpunkt und Ihre Meinung kann ich vollkommen nachvollziehen, sehe eine „faire“ Realisierbarkeit Ihres Vorschlags aber als unmöglich an.

            Der Grund ist so banal, wie er „hart“ ist – unsere rechtliche und gesellschaftliche Doppelmoral.

            Ich möchte einmal 4 Beispiele nennen, die zum Nachdenken und Diskutieren anregen sollen:

            1. Die Auflagsstärkste „Zeitung“ Deutschlands, die große Anteile an allen europäischen Zeitungsverlagen hält – BILD
            Diese setzt sich über Gesetze, Persönlichkeitsrechte und moralische Normen hinweg und wird dafür mit hohen Absatzzahlen belohnt, aber durch verschiedene Personen/Firmen vor rechtlichen/gesellschaftlichen Konsequenzen geschützt.

            2. Politik. Politiker die blind abgegebene Versprechen nicht einhalten; Lobbyismus betreiben; in Spendenaffären verwickelt sind; moralisch verwerflich handeln oder sogar Rechtsbrüche begehen, werden durch Parteien/Lobbys/Kollegen geschütz und sind Jahrzehntelang im Amt ohne Konsequenzen zu tragen.

            3. Lobbyismus. Genauer gesagt Konzernverbände/große Aufsichtsräte und dergleichen benachteiligen zum eigenen Vorteil der jeweiligen Lobby den Großteil der Bevölkerung, was einer Demokratie im Grunde widerspricht.
            Auch hier gibt es weder rechtliche noch moralische Konsequenzen.

            4. Lego – weil es gut in die Thematik passt.
            Eine Firma, die „ihren Stein“ durch Plagiat „erschaffen“ hat. Aber nach Ablauf aller Patente, alles in ihrer Macht stehende unternimmt, um ihr Monopol beizubehalten. Andere vehement rechtlich zu attakieren , welche durch Lego „inspiriert“ wurden. (Den Wortlaut nutzt Lego übrigens als Begründung für ihren eigenen Plagiarismus).

            Ich möchte nur erwähnen, dass diese 4 Beispiele nur Kurzabrisse/thesen/etc darstellen, denn jedes der Themen für sich beschäftigt ganze „Völkerstämme“ über Jahre.

            Allerdings denke ich, dass dadurch die zu Grunde liegende Problematik der Doppelmoral deutlich wird.
            Ihre Idee wäre nur möglich, wenn wir als Gesellschaft an sich (damit natürlich auch der Staat) an „uns selbst“ arbeiten würden.
            Uns quasi mit unserer eigenen Doppelmoral auseinandersetzen und diese endgültig abschütteln würden. In dem Falle wäre Ihre Idee nicht mehr nötig, da das Problem nicht mehr auftreten würde.

            Aber ich denke, wir als Menschheit sind noch nicht weit entwickelt genug, um über uns in diesem Maße hinauszuwachsen. Leider 🙁

            So schluss jetzt mit der Philosophie, das macht einen ganz depremiert;)

            Was Positives zum Abschluss:

            Hoch lebe das Spielzeug „Klemmbaustein“ an sich und die guten Erinnerungen, die wir Alle damit verbinden.

          • @dora: Sehr gut gesagt. Das finde ich tatsächlich einen der zentralen Punkte. Dass der HdS seine polemischen Verrisse als Geschäftsmodell betreibt ist das Eine, aber was Leute – nachdem sie seine Videos konsumiert haben – etwa bei der Klemmbausteinlyrik ablassen ist das Andere. Das überschreitet in vielen Beiträgen jede Grenze legitimer Kritik und ist inakzeptabel. Es wär doch ein leichtes für den HdS hier zu sagen: Hier ist eine Grenze überschritten, lasst das haten auf anderen Kanälen. Die Welt ist ja auch klein. Er kennt doch z.B. Henry von früher, Fantalk, etc.

            Und nochmal @Henry: Ich finde du bist zu gar nichts verpflichtet, lass dich bitte nicht von dem getrolle von deinem Ansatz abbringen.

        • Ich habe das Video vom HdSt nun auch gesehen. Und empfinde es ebenfalls als für einen Meinungsbeitrag deutlich aggressiver als es angemessen wäre. Wenn ein selbst erklärter Klemmbaustein-Nerd die Argumente anderer Nerds (z.B. Möglichkeit des Niveauausgleichs) ausschließlich mit dem Argument für irrelevant erklärt, das seien Fanboys, der nutzt ‚Fanboy‘ als Kampfbegriff und schürt Aggressivität, weil er es ganz bewusst auf Polarisierung anlegt…ihn dann in dieser populistischen (im unpolitischen Sinne) Strategie zu verteidigen nützt nur seiner Geschäftsstrategie…

      • Das Video zu den neuen Straßenplatten ist im Kern der Kritik sachlich und er hat auch alle negativen Auswirkungen prözise dargestellt. Das teilweise die Autos welche in den Set welchem die Straßen beiliegen nicht auf der Spur mehr fahren klnnen, da sie zu breit bzw die neue Spur zu schmal ist, ist eine Frechheit und hat mit Planung null zu tun!

    • Ich bin selbst ein „Lego-Stadt-AFOL“, habe aber von vornherein meine Gebäude höher gesetzt um bei Landschaften auch in die Tiefe gehen zu können. Von daher finde ich die neuen Straßen sogar gut, da sie platzsparender sind. Aber da bin ich wohl eher eine Ausnahme

  16. Hallo liebes SW-Team, gebt ihr die Umfrage-Ergebnisse bzgl. dieses Themas an LEGO weiter? Wär vielleicht mal ne Aktion?! Vielleicht geht denen in Billund ha das ein oder andere zugeklebte Auge wieder auf? … Im Übrigen könnten alle, die mit dieser Entscheidung nicht einig gehen, so wie ich, ebenfalls ein Briefchen an Lego schreiben! … Vielleicht revidieren sie ihre Entscheidung wieder?! Hab die Hoffnung noch nicht aufgegeben. … Also ich werde Lego auf jeden Fall mal anschreiben!

    Und ich werde jetzt nicht anfangen ALLE Modularen Gebäude mit alten Baseplates zu unterlegen, damit es irgendwie passt. Das ist nämlich Murks und Plattenverschwendung!

  17. Das einzige was mir an den neuen Straßen nicht gefällt, ist der Mittelstreifen. Wieso kann ich diesen nicht mit einer durchgezogenen Linie selbst gestalten. Hier hätte man in der Mitte die Möglichkeit geben sollen, eine 1xX lange Fließe einlegen zu können. Deutschland hätte weiße Mittelstreifen, Amerika gelbe etc.

  18. Jens, vielen Dank für diesen ausführlichen, differenzierten und vor allem sachlichen Artikel. Den hat es in dieser völlig überhitzten Diskussion gebraucht. Danke. 🙂

  19. Da ich die Platten selbst noch nicht in der Hand hatte, kann ich natürlich nicht genau sagen ob sie zu gebrauchen sind. Für mich als Städtebauer sind sie natürlich erst mal uninteressant. Interessant ist das Teil aber an sich selbst, also wie lässt es sich auch anderweitig verbauen?! Eventuell für kleine Brücken oder eine andere Art der Überführung auch in der Stadt sind die Teile sicherlich zu gebrauchen. Normale Straßenplatten würde ich bei Bedarf auch von andern Herstellern beziehen, wenn ich weiteren Bedarf habe und Lego sie nicht weiter vertreibt. Aufbocken würde ich allerdings nichts in meiner, der Spaß wäre mir zu aufwendig und zu teuer. Mein Fazit wäre die neuen Straßenplatten nicht als die anzusehen was sie sind, sondern als neue Teile, die man auch auf ganz andere Art und Weise nutzen kann. Wenn man den möchte.

  20. Hallo Jens!

    Danke für den wirklich guten und ausführlichen Beitrag! Du hast Aspekte genannt, die ich bei meiner Erörterung des neuen Straßensystems noch nicht aufgezählt habe. Besonders dass es bei Gebäuden aus Creator 3-in-1 sowie City schon lange keine Grundplatten mehr gab, finde ich dabei wichtig hervorzuheben. Und auch ein großes Lob für die Erwähnungen der beiden unterschiedlichen Verfahren – das ist ein Punkt, den ich vorher definitiv nicht auf dem Schirm hatte.

    Zu den inkompatiblen Fahrzeugen möchte ich gerne den zeitgleich herausgekommenen Autotransporter (60305) erwähnen, der zwecks Mechanik hinten sogar 10 Noppen breit ist – soweit man das erkennen kann. Als ich letztens am LEGO Store vorbei ging, war eben dieser Autotransporter sogar auf den neuen Straßenplatten im Schaufenster zu sehen. (Die Schaufenster werden im Lockdown wohl aktuell gehalten :D)

    Den Preis finde ich tatsächlich fair – besonders wenn es um den reinen Spielwert geht: Speed-Bumper, Ampeln, Schilder, Grünzeugs und dann die Wahl, ob man eine super lange Straße bauen möchte oder eine T-Kreuzung. Viele Möglichkeiten für 20€. Eine Sache, die mir in den aktuellen Sets aber echt noch übel aufstößt, wo man zu viel gespart hat, sind die fehlenden Verbindungsfliesen. Kombiniert man zwei solcher Sets miteinander, hat man vier Rampen übrig aber es fehlen dann an der Verbindungsstelle zwei Verbindungsfliesen.

    Zu betonen sei noch die Kompatibilität, die oft sogar zurecht bemängelt wird: Der berühmte klassische LEGO Stein macht es ja gerade aus, dass man diesen über Jahrzehnte hinweg kombinieren kann. Und genau diesen Leuten, die viele alte Sets haben oder Modular Buildings sammeln, macht man mit den neuen Platten einen Strich in den Rechnung. Man könnte ja einfach die alten Straßenplatten unter „LEGO Classic“ oder vielleicht sogar „18+“ anbieten oder irgendwann wieder einführen. Gerne auch einzeln für 7,99€ auf Grund der kleineren Zielgruppe oder dem aufwändigerem Produktionsverfahren.

    Interessant finde ich im übrigen auch – unabhängig davon, ob diese Platten nun gut oder schlecht sind – die Bewertungen auf LEGO.com in unterschiedlichen Ländern: Nur in Deutschland haben diese Straßenplatte eine Durchschnittsbewertung von einem 1 Stern. Auch die englischsprachigen Medien sind längst nicht so abwertend wie die deutschen Klemmbaustein-Medien.

    Denn man kann ja auch mal die Chancen sehen: Gerade dadurch, dass man nun etwas darunter bauen kann, bringt uns das ja ganz neue Möglichkeiten: Brücken, Straßen oberhalb von U-Bahn-Stationen, Parkhäuser, Hochstraßen und so weiter. Und was nun auch Möglich ist, was vorher nicht ging: Zu erwähnen seien da mehrspurige Straßen oder Autobahnen sowie die Tatsache, dass man Straßen selber verbreitern kann (für Radspuren oder breitere Fahrzeuge).

  21. Wieder ein interessanter, informativer Artikel der versucht das Thema möglichst objektiv an Frau und Mann zu bringen. Danke dafür.
    Habe selbst noch nicht abgestimmt, da ich der Neuerung noch Zeit geben will zu wirken.

  22. Bislang kann ich dem neuen System und dessen Preis nichts abgewinnen, sehe das jedoch trotzdem völlig entspannt und kann den Trubel nicht nachvollziehen. WILL ich weiterhin „klassische“ 32×32 Strassenplatten, kaufe ich sie (spätestens jetzt)für 2,95 von Wange und muss mir wegen nichts schlaflose Nächte bereiten. Das Leben kann so einfach sein.

    • Also ich finde die neuen Straßen grundlegend gut, da man Sie immer umbauen kann. Sprich mit den Bremshügeln oder Zebrastreifen – Lego Prinzip eben.

      Was ich nicht verstehe ist warum lego deswegen die alten aus dem Sortiment nimmt. Man hätte schon zweigleisig fahren können.

      Und wer eine Stadt hat muss ja deswegen nicht gleich alles auf neu umbauen. Sonder hat später ein Stadtbereich so und einen so.
      Früher wurde auch Mal die Farbe geändert von hell auf dunkelgrau. Das fand ich optisch schlimmer aber im Nachhinein auch logisch.

  23. Mich hat die fehlende saubere Möglichkeit, Base-Plates und normale Plates zu verbinden schon immer genervt und irgendwie passt das ganze auch nicht zum „System“
    Ich denke für „normale“ City Sets ist das ne super Sache und macht auch Sinn das man da immer bisschen Straße dabei hat und das dann so super kombinieren kann.

    Für „Modular-Building“ Städe / bauten ist es doof, und die Idee einfach noch ne Plate unter das Modular zu legen finde ich irgendwie „krank“ klar, funktioniert aber das ist doch abartige „Verschwendung“ von Bausteinen.

    Produktidee: Holz (oder welches Material auch immer) in der Dicke von Plates+Noppe produzieren und günstig verkaufen – sollte billiger zu machen sein wie eine genoppte Platte (auch in der Nicht-Lego-Variante)

    • Klar, das geht natürlich auch. Vielleicht kommt irgendein findiger Drittanbieter auf die Idee, das anzubieten, aber ob das dann in Anbetracht der vermutlich geringen Stückzahlen billiger sein wird als die 32x32er-Platten der LEGO-Alternativen?

  24. Beitrag zur Diskussion über die Straßenbreite:

    Ich finde die gelungenste Integration der neuen Straßen mit Stadtgebäuden sieht man im Set 60306 Einkaufsstraße:
    Dort wird die Fahrspur auf der Radwegseite um eine Noppenbreite nach außen erweitert. Damit reicht die Breite für die allermeisten Fahrzeuge. Der Übergang zur Fußgängerfläche ist auch schöner, weil die 2×4 Fliesen, die als Verbindungsstücke genutzt werden, nicht mehr so komisch seitlich rausragen. Und nicht zuletzt werden dort sehr gelungen ein paar 1×2 Gitterfliesen als Gullideckel verwendet.

    Wenn die neuen Formteile 18 oder 20 Noppen breit wären, würde Flexibilität verloren gehen, was schmalere Nebenstraßen oder zweispurige Schnellstraßen angeht. Also lieber nur 16 Noppen und dann je nach Bedarf um 1-3 Noppen mit zusätzlichen Fliesen verbreitern.

    Dass LEGO allerdings mit grauen 1×4 und 2×4 Fliesen in den Sets so geizig ist, ist natürlich ärgerlich.

    • „Am Ende gewinnt Lego, da sie ein neues Recht auf die Form der Platte haben, was keiner Kopieren darf.“

      Der Gewinn dürfte nur ein kurzfristiger sein. Wenn man sich die Geschichte anschaut setzen sich am Ende fast immer die offenen Lösungen gegen die prorietären Lösungen durch. Daran ändert sich auch nichts wenn eine Lösung durch Ablauf des Patents offen wird und der Hersteller nur deshalb eine neue, geschützte Lösung auf den Markt bringt, dabei aber die Bedürfnisse der Kunden weitgehend ignoriert.

  25. ich finde beiden Varianten nicht schön. Ich habe es anders und auf dauer auch günstiger gelöst. Ich habe mir eine Mini-Aspahltiermaschine gekauft und mache quasi kleine echte Straßen und lackiere dann auch noch die Farbbahnmarkierung darauf. Dieses Wechsel zwischen Lego und Realität sieht echt schick aus. Jedoch muss man eine vernünftige Unterkonstruktion bauen und am Anfang aufpassen, dass der Asphalt nicht an das Lego kommt, denn sonst schmilzt es. Wenn es kühler ist, dann kann man an den Lego-Gehweg sich „ranarbeiten“. Die Maschine war zwar teuer, aber das Material nun ist günstig und da ich eine große Stadt baue, lohnt sich das auf jeden Fall!

  26. Ich finde die neuen Straßen super. Diese bieten mehrere Vorteile. Man kann endlich eine Autobahn, eine 3- Spurige Straße oder eine Landebahn bauen. Dies kann man mit den Straßenplatten nicht. Man hat jetzt viel mehr Möglichkeiten. Ich denke auch, dass früher oder später noch Kurven kommen werden. Vielleicht hat das nächste Modul- Haus ja auch keine Basepate mehr.

  27. Ich persönlich kann mit dem neuem System nichts anfangen.
    Für meine Lego Welten (Harry Potter und Ninjago City) brauche ich sehr viele Grundplatten.
    Da die Qualität und Preise der Konkurrenz inzwischen hervorragend sind, bin ich schon seit längerem umgestiegen.
    Für diejenigen die weder mit dem neuen System noch mit der Konkurrenz anfreunden können wird es echt schwierig.
    Ich denke es wäre für Lego nicht so schwierig noch ein paar Straßenpltatten für die AFOL Gemeinschaft zu verkaufen.

  28. Schöner Artikel und gute Beiträge hier. Ich möchte nur zwei Punkte aus meiner Erfahrung noch zufügen:

    1. Die alten Platten hatten den Vorteil für Kinder, dass sie schnell hingelegt und wieder weggeräumt waren. Das neue System wirkt zwar massiver, kann aber nur Platte für Platte abgeräumt werden, da die Fliesen die angebauten Teile idR nicht halten.

    2. Die geringe Breite war nach meiner Beobachtung bei einem Kind bisher kein Problem. In der Regel war immer nur ein Fahrzeug im Spiel in Bewegung und hatte somit genug Platz. Dass dabei auch mal der Mittelstreifen überfahren wurde hat Duke Detain einfach mal übersehen… 😉

    • Danke Henry, das mit dem einfacheren „Verräumen“ der alten Platten ist ein guter Punkt. Es ist (bzw. war) natürlich generell ein Vorteil der Grundplatten, dass man mit einem Handgriff eine super Spiel- und Baugrundlage hatte (wie hier ja auch schon angemerkt wurde) – hätte ich vielleicht im Beitrag berücksichtigen sollen.

      @Verkehrsdelikt: Immerhin ist der Mittelstreifen auf den Straßenplatten ja nicht durchgezogen. 😉

  29. Also zuerst einmal, Top Review.

    Dann zu meiner Betrachtung,

    Wie schon gesagt wir reden von Straßen! Ein Kind kann ohne Probleme einfach den Boden zur Straße erklären, und fühlt sich gut dabei. Mag sein das es auch andere gibt.

    20€ (von mir aus 14 mit Rabatt) ich komme da einfach nicht drauf klar. Dafür bekommt das Kind auch einen Technik Monster Truck. Zwei mal das City Polizei Auto. Oder oder oder. Da muss man nicht einmal zur Konkurrenz!

    Wie gesagt fragt mal eure Kinder ob sie lieber was anderes, auch von Lego, haben wollen.

    Die Straßen an sich finde ich OK nicht top nur OK ein mangelhaftes System wechselt ein anderes mangelhaftes ab.

    Ich hoffe es kommen in Zukunft neue Erweiterungen raus mit Kurven, einzelne Ampeln, Laternen, Radwegen und so weiter.

    Ich mag den modular Gedanken des neuen Systems es ist vielseitiger und ich warte schon auf die ersten verrückten Mocs wie Raumschiff hangars usw.

    Jedoch stört mich der „Straßen Zwang“ beim Stadtzentrum, Skatepark… Die Sets verlieren, meiner Meinung nach, an spieltiefe(immer im Hinblick auf die Zielgruppe Kinder 5-12) lieber mehr Gebäude, oder Fahrzeuge und die Straßen günstiger als zusatz wie eben früher auch,so daß ein Kind sich mal für 10€ne Straße vom Taschengeld kauft und die Sets von Weihnachten und Geburtstag dran baut.

    Oma Erna die keine Ahnung hat und keine Afols kennt kauft das Zeug zum Vollpreis und wird bei 20€ oder 100 fürs Zentrum meiner Meinung nach über den Tisch gezogen. Und sie verfälscht dadurch die Verkaufs Statistik da sie nicht weiß was es gab/gibt und Lego dann denkt och alles richt gemacht.

    Habe Angst vor einer preisspierale bei gleichzeitig minderwertigen sets

  30. Lieber Jens, der Artikel ist super! Vielen Dank. 🤗
    Ich bin mir, was meine Meinung zu dem neuen System angeht noch nicht ganz sicher. Muss erstmal umfassend ausprobiert werden. Habe aber schon Rücksprache mit meinem Vertreter aus dem Kinderzimmer gehalten. Heraus kam, dass er keine weiteren alten Straßen haben möchte. Die, die er hat würden ihm reichen. So toll wären die nicht. Er findet sie zu groß, im Verhältnis zu den Häusern. Außerdem müsse man immer schauen, dass man sie irgendwie miteinander verbindet.
    Das neue System hat ihn allerdings auch noch nicht überzeugt. Die phosphorisierenden Straßenlaternen findet er toll. Ampeln hatten wir auch schon aus den Xtra Sets. Was er wirklich toll findet, ist der Radweg. Den hatte er sich vorher mühsam selbst gebaut. Die Breite stört ihn an sich nicht, da er sowieso immer nur mit einem Auto herumfährt.
    Man hätte aber den Mittelstreifen weglassen sollen. Dann hätte man nach Belieben eine einfache oder doppelte Breite selbst wählen und bauen können. Meint er. 😉

  31. Wieso oft ist das beste, sachlichste und ausgewogenste Review auf Stonewars zu finden.
    Ich bin alt, bin mit den Grundplatten aufgewachsen und kann mich nur schwer von ihnen trennen. Ich könnte aber einen Systemwechsel verstehen. Aber dann müsste man es konsequent machen und auch alle Modularhäuser auf normale Platten setzen. Ganz oder gar nicht.
    Es stört mich, dass es beim neuen System keine Kurven gibt. Ich finde die Platten auch zu schmal. Mein größter Kritikpunkt ist aber, dass sie zu viele Fugen haben. Ich finde das sehr hässlich.

    • Tatsächlich hat zusammengebaut.com schon am 20. Dezember eine Review zur 60304 Straßenkreuzung veröffentlicht, die sich sehr sachlich, ausgewogen und ausführlich sozusagen auf stonewars-Niveau befindet. 😉
      Auch mit schönen Ideen und Fotos über Fahrradstreifen, Mittelstreifen, Leitplanken und Brücken.

  32. Ich bin kein Anhänger des Helden und ich denke dass er sehr oft sehr übertreibt. Aber man bekommt mittlerweile doch das Gefühl das die großen Legoseiten ala Stonewars, zusammengebaut etc. pp sehr unkritisch sind und es vermeiden wollen irgendetwas von Lego wirklich negativ zu beurteilen.

    Die Straßen waren gut so wie sie waren und es war absolut unnötig etwas zu verändern. Insbesondere weil es keinen einzigen positiven Aspekt bei den neuen Straßen gibt. Sie sind zu teuer, sie sind zu eng, sie sehen schlechter aus, sie haben keine Kurven. Und es geht mir hier nicht nur um Erwachsene. Die Kinder werden mit dem neuen System sicherlich nicht mehr Spaß haben.

    • Es ist schade, dass Du das so empfindest. Ich bin nämlich durchaus der Meinung, dass ich im Artikel positive wie auch negative Aspekte aus meiner Sicht herausgearbeitet und gut begründet habe.

      • Hallo Jens, erstmal gefällt mir dein Artikel sehr, finde auch gut, dass du bewusst „keine Seite wählst“.
        Tobi meint aber (wenn ich es richtig verstanden habe) u.a. Stone Wars generell, und da würde ich ihm vom Gefühl her Recht geben, auch wenn mich das überhaupt nicht stört.
        Die letzte richtige Kritik an die ich mich erinnere war die von Lukas, als das Bespin-Duel-Set nicht nach Deutschland kam *g* 🙂

        Ich bin mit Stone Wars sehr zufrieden und bin gern hier, nur würde ich mir mehr Star Wars Themen wünschen, wenn die Seite schon Stone WARS heißt 🙂
        Da stimmt das Verhältnis mittlerweile nicht mehr.

        • Das die Seite StoneWars heißt, ist halt ein „Überbleibsel“ aus der guten alten Zeit 😉 Wir haben uns mittlerweile halt zu einem vollumfänglichen LEGO Blog entwickelt und es dreht sich um (fast) alle LEGO Themenwelten. Wenn Star Wars nicht genug hergibt, berichten wir eben mehr über andere Themen. Aber gerade in den letzten Tagen haben wir doch viel rund um Star Wars berichtet, unter anderem über die drei kommenden UCS Sets und alle anderen Star Wars Sets im Sommer.

          Ansonsten sind wir schon kritisch, allerdings weniger mit dem Holzhammer und eher in den Zwischentönen. Und wenn es um „News“ geht, dann berichten wir eben erstmal neutral und ordnen ggf. etwas ein, aber beurteilen nicht direkt alles. Wir sind eben in erster Linie ein News-Blog.

          Das wir mehr kritisieren sollten, nehmen wir uns für die Zukunft aber gerne zu Herzen. Gerade bei den Reviews haben wir das nun auch intern schon besprochen. Das Problem ist hier vor allem: Eine Review braucht viel Zeit und kostet (für das Review-Exemplar) natürlich auch Geld. Beides investieren wir alle viel lieber für Sets, die uns gut gefallen. Daher landen bei uns fast immer die Sets im Review, die der betreffende Reviewer gerne hätte und Lust hat, sich damit auseinanderzusetzen.

          Wir werden das in Zukunft aber auch mal ganz bewusst anders machen und die Dinge für Reviews in Betracht ziehen, bei denen wir uns unsicher sind, oder bei denen wir vermuten, dass sie uns auch gar nicht gefallen.

        • Danke für das Feedback, das Thema nehmen wir auf. Wie Lukas schon schrieb, reviewen wir halt aus Kosten- und Zeitgründen oft primär die Sets, die uns tendenziell gefallen, aber das können wir ja bewusst auch mal ändern. 😉

          Übrigens denke ich dennoch, dass wir auch jetzt schon durchaus kritisch sind, wenn es aus unserer Sicht einen Grund gibt. Ich verweise hierzu z.B. auf mein Review zum Haunted House, wo mir einige Aspekte (Bautechniken, Motorisierung, Zuverlässigkeit der Konstruktion, App) gar nicht gefallen haben. Aber generell bemühen wir uns eben, den Lesern Informationen an die Hand zu geben damit diese sich eine eigene Meinung bilden. Gleichwohl ist Euer Wunsch nach „mehr Meinung“ registriert. 🙂

          • Ich für meinen Teil muss nicht „mehr Meinung“ bei euren Reviews sehen. Finde ich bei stonewars, wie das bisher gehandhabt wird, voll in Ordnung. Das Maß der Dinge bei LEGO-Reviews ist für mich nach wie vor Jangbricks. Vielleicht nicht immer was die Ausführlichkeit angeht, aber was die Objektivität betrifft. Natürlich ist auch er nicht 100% objektiv, aber er ist sich dessen in hohem Maße bewusst, und versucht trotzdem mit einem hohen Grad an Selbstreflexion eine möglichst objektive Review zu erstellen. Super fand ich sein Experiment, als er das Set 60271 drei Mal reviewt hat, davon zwei Mal extrem subjektiv bzw. an unterschiedliche Zielgruppen orientiert.

        • Noch mehr Star Wars? O_O Also ich bin auch sehr zufrieden mit Stone Wars und nicht ohne Grund so viel hier und mit dem Seitennamen weiß man ja warauf man sich einlässt. Aber ich habe beim besten Willen nicht den Eindruck, Star Wars käme hier zu kurz, etwa wenn ich an die etwa 6 Artikel hintereinander zur Cantina denke. Das ist für eine große News natürlich in Ordnung, aber ich finde es auch nicht direkt zu wenig. Die Seite heißt auch immernoch Stone Wars und nicht Star Wars. 😉

    • Hast du den Artikel komplett gelesen, Tobi? Fandest du Jens‘ Kritikpunkte darin zu wenig oder zu vorsichtig, oder was meinst du konkret?

      • Ich denke, dass Tobi sagen will, dass z.B. auch im Fazit keine klare Meinung rüber kommt, ob SW das neue System nun gut findet oder nicht. Ich denke eine klare Meinung kann sich StoneWars schon erlauben, gerade nach einem so toll recherchierten Bericht!
        Aber es halt die Kritikpunkte immer wieder relativiert, z.B.

        —————-
        „Viele Entscheidungen seitens LEGO finde ich in Anbetracht der Zielgruppe nachvollziehbar, manche sorgen wahrscheinlich wirklich für ein besseres Spielerlebnis.“

        „… finde ich hingegen etwas problematisch und es bleibt abzuwarten, wie LEGO hiermit umgehen wird.“

        „Übrigens gab es in der LEGO Geschichte schon öfters „harte“ Übergänge zu neuen Straßendesigns, …“

        „Die erwachsenen Modularhaus-Sammler und Städtebauer werden sich mittelfristig wohl mit dem neuen System anfreunden müssen, aber …“
        —————-

        Z.B. gerade aus dem letzten zitierten Satz resultiert für mich, dass man sich etwas schwer tut, klar Stellung zu nehmen.
        Man beschreibt hier, der Sammler bzw. Fan muss das jetzt halt so hinnehmen.
        Gerade deshalb würde ich als Autor diese Einführung des neuen Systems als Fehlentscheidung LEGO’s sehen.

        Ich hoffe ich habe es als konstruktive Kritik rüberbringen können?!
        Da sieht man erst die Schwierigkeit beim Verfassen. 🙂
        Daher, bitte lasst Euch nicht entmutigen und macht mit Eurer tollen Arbeit weiter!

          • Die Frage ist, ob man immer eine klare Meinung, sprich Schwarz oder Weiß, positiv oder negativ, haben muss, oder ob ein ins Graue reichendes Für UND Wider nicht auch genug sein kann? Man muss nicht immer etwas toll oder schlecht finden, ein „muss-ich-mal-abwarten“, „sehe-das-eher-unentschieden“ oder „es-gibt-für-beides-gute-Argumente“ kann ja auch reichen. 🙂

        • Danke Filibbooo für Dein Feedback. 🙂
          Natürlich habe ich auch eine persönliche „Gesamtmeinung“ zu diesem Thema. Ich habe mich aber eben gerade bemüht, diese NICHT zu deutlich rüberzubringen. Denn mein erklärtes Ziel mit diesem Artikel war es vor allem, zu informieren und mit Agumenten beider Sichtweisen eine sachliche Diskussion anzustoßen. Ich denke aber, auch wenn ich im Fazit nicht klar Stellung beziehe, kann man meine Meinung zwischen den Zeilen trotzdem herauslesen. 😉

    • Vielleicht ist es einfach so, dass die von dir genannten Legoseiten von Fans betrieben werden, die ihr Hobby einfach lieben und daher von Grund her schon positiver an die Sache rangehen als ein (leider inzwischen nur noch) auf Profit getrimmter Youtuber.
      Der Artikel ist sehr ausgewogen und nicht unkritisch. Es werden alle Kritikpunkte angesprochen. Auch die, die deiner Meinung nach wichtig sind.

    • Volle Zustimmung. Wer nicht Lego konform(posititv) berichtet, wird halt links liegen gelassen und bekommt keinerlei neue borab Infos und kostenlose Set mehr. Z.B. Henry wird ja mittlerweile auch regelmäßig von Lego mit kostenlosen Sets, auch schon vor erscheinen, versorgt. Da muss man sich dann natürlich diplomatisch ausdrücken bei dem Review, 😉

      • Henry ist Recognized LEGO Fan Media, und das schon eine Weile, natürlich bekommt der Sets vorab und kann dann die Reviews nach Ablauf des Embargos pünktlich online stellen (er hat auch noch einen richtigen Beruf, übrigens). Ich finde deine hier verstreuten Kommentare wirklich unter aller Kanone, es ist bedauerlich, dass du als einer der wenigen hier nicht in der Lage bist, eine erwachsene Diskussion zuführen .

      • Das ist einfach eine unhaltbare Unterstellung. Ich kenne die Bedingungen des LAN und natürlich kann man kritisch berichten wie man möchte. Leute fliegen dort eigentlich nur raus, wenn sie etwas leaken.

        Ich bin ja kurz davor da beizutreten, nur um daraufhin ausschließlich negative Reviews zu veröffentlichen, damit dieses unsägliche Vorurteil mal aus der Welt verschwindet.

      • Also ich finde es vollkommen ok, wenn Recognized Fan Media Reviewexemplare bekommen und über diese berichten. So können sich Menschen, die sich für das entsprechende Produkt/Set interessieren, ein erstes grobes Bild machen. Dennoch finde ich, dass Lego-affine Kanäle tendenziell oft zu wenig kritisch mit dem betreffenden Produkt/Set umgegangen und auseinander gesetzt wird bis teilweise hin zum Relativieren der vorangegangenen Kritik, wenn denn überhaupt eine geäußert wird (bitte meine Aussage nicht so verstehen, dass das speziell auf Stonewars bezogen ist, vielmehr betrifft sie das Gesamtbild).

        • Ich möchte an dieser Stelle nur nochmal feststellen (auch wenn du es nicht speziell auf uns beziehst), dass wir eben (fast) keine Reviewexemplare bekommen. Wir kaufen alles selbst. Wir sind unabhängig von LEGO und finanzieren uns und unsere Reviews hauptsächlich über Affiliatelinks, die man z.B. auch unter den Videos vom Held der Steine findet.

          Das einzige was LEGO uns manchmal (ungefragt) zuschickt, sind Gift with Purchase Produkte, die wir bekommen, weil wir eben im Affiliate-Programm für den LEGO Online Shop sind. Die verlosen wir dann irgendwann, meist Ende des Jahres im Rahmen des Advenskalenders.

  33. Von Haus her bin ich bei diesem Thema eigentlich unemotional, wirklich wichtig ist mir das Thema nicht. Ich bin auch entspannt, weil ich aus früheren Zeiten wirklich noch sehr viele Straßen habe und die so schnell nicht knapp werden…
    Aber ich finde es von Lego schon ungeschickt gemacht. Wenn ich ein neues System einführe, dann muss ich da mindestens mal am Anfang auch günstig damit sein, nicht viel teurer als bisher. Und ja, ein Fehlen der Platten von Lego selbst würde mich auch auf Konkurrenzprodukte zugreifen lassen, die ich bisher immer vermieden habe.
    Und das ja das Gerede von Kreativität etc. finde ich beim Straßenbau eher nebensächlich, es geht ganz offensichtlich einfach ums Geld. Lego will einfach viele der alten Sets, die ja in Massen verfügbar sind, nicht mehr ganz so kompatibel machen zu den neuen.
    Wirtschaftlich verständlich, aber man muss es trotzdem nicht gut finden. Ich sage auch nicht, dass das neue System nicht auch Vorteile haben kann, aber unterm Strich ist es einfach ziemlich unnötig…

  34. Dass das neue Straßensystem nicht zu den alten Grundplatten passt ist das eine Problem. Der Zielgruppe mag das egal sein. Erst recht den Neukunden, die werden nichts anderes kennen.
    Und der AFOL findet immer eine Lösung.

    Was mir aber viel mehr an dem neuen System gefällt ist die fehlende Kompatibilität untereinander!
    Denn wie soll man die Platten aus zwei oder mehr Sets verbinden? Lego hat nicht daran gedacht, die nötigen Fliesen mit dazu zu packen. Somit hat der kleine Baumeister in seiner Legostadt entweder eine Holperstrecke, die effektiver ist als diese gelben Huckel vor den Zebrastreifen. 🙂 Oder er hat zwei Straßenabschnitte, die schon nach den ersten Überfahrten auseinander driften.

    Der AFOL weiß, wo er die Fliesen her bekommt, wenn er sie nicht eh zu hunderten im Regal hat. Der kleine Baumeister muss entweder seine gerade gebaute Straße Plündern, was unschön aussehen wird, oder er muss damit leben, dass sich die Straßen nicht verbinden lassen. Der Griff in die vorhandene Legokiste wird wahrscheinlich auch kaum graue 2×4 Fliesen zutage bringen.

    Dabei wäre es so einfach gewesen zu jedem Straßenelement mindestens eine weitere zusätzliche Fliese zu packen. So hat man bei zwei Sets zwei Fliesen, und die beiden Straßenelemente sind verbunden.
    Wenn man zusätzlich noch ein paar der Rampen weg gelassen hätte, die ja eh über sind wenn man die Straßen untereinander verbindet, dann würde das wahrscheinlich sogar noch besser beim Kunden an kommen. (Das würde in dessen Unterbewusstsein vor dem Regal im Legoladen schon gleich zeigen: guck mal, wenn ich das Set A kaufe, kann ich am offenen Ende gleich das Set B anbauen, dass ist ja eine klasse Idee.)

    • Das finde ich tatsächlich auch sehr unglücklich und da hatte ich vorher überhaupt noch nicht dran gedacht. Wer im Thema steht, der holt sich natürlich 100 graue Fliesen auf BrickLink (auch wenn die jetzt auch nicht sooo billig sind), aber der Otto-Normalverbraucher oder gar das Kind, die wissen ja gar nicht wo sie überhaupt Einzelteile herkriegen sollen. Das ist in der Tat entweder Geiz oder einfach nicht mitgedacht.

  35. Ich weiß nach wie vor nicht, was ich wirklich davon halten soll, kann es aber als nicht-Stadtbauer zumindest von der Seitenlinie aus verfolgen. Das Preis-Thema finde ich schon problematisch, aber ist ja scheinbar auch nicht so als würde City sonst immer günstiger werden. Es ist sicher ein flexibleres System, auch für die Modulars, wo ja sowieso schon ein Fußweg dran ist. Wahrscheinlich werden Baseplates eben langsam abgeschafft.

    Ich bin großer Bob Brickman Fan und er hatte sich ja eigentlich richtig drauf gefreut, nur hat ihn die praktische Spurbreite dann massiv enttäuscht. Aber das kommt eben auch davon, wenn die City-Autos immer breiter werden. Dass Speed Champions City-inkompatibel sind seit der Umstellung ist ja ohnehin sehr unglücklich. Aber selbst LKWs haben ja mittlerweile teilweise 8er-Breite. Das ist dann von LEGO auch nicht konsequent mitgedacht.

  36. Ich bleibe bei den alten Straßen oder bau mir selbst welche…es fehlt schlichtweg die Basis für eine komplette Legolandschaft, wenn ich nur auf Platten aufbaue, auf Kurven verzichten muss und dann bei dem einen oder anderen Set schräg gesetzte Module habe (Polizeistation).

    Darüber hinaus sind die neuen Straßensets unvollständig:
    Zebrastreifen mit einem Schild, Kreuzung mit 2 Ampeln…
    Alles mögliche, der Straße zugehörig, muss man aufwendig anhängen. Die neuen Sets mit den Modulen zeigen auch den Platzmangel an:
    Das Wohnhaus lässt keinen Platz zwischen Straße und Auto in der Garage. Die Waschstraße steckt direkt an der Straße, Wartebereich etc gibt es nicht.
    Und für Kinder, die ans bauen herangeführt werden sollen, denen fehlt die Grundlage. Mir haben früher ja schon 2-4 Platten gereicht und ich konnte schon ein kleines Dorf bauen, ohne auf andere Grundplatten oder große Platten zurückgreifen zu müssen.

    Das neue System baut auf Lückenhafte Städte auf, alleine schon durch die Anwesenheit der Rampen….aber mag sein, dass das bei den allgemeinen UVPs nachvollziehbar ist, viel werden sich Kinder ja nicht leisten können…

  37. Erstmal vielen Dank für den tollen Artikel, neben Jangbricks bleibt StoneWars die letzte Bastion der sachlichen Diskussionsführung 😀

    Ich persönlich finde das neue Straßensystem super. Natürlich ist es ärgerlich für diejenigen, die schon eine Stadt mit Baseplates gebaut haben, aber der Umschwung war doch längst überfällig.
    Schon als Kind habe ich die Baseplates gehasst, weil sie eine extrem unflexible Größe haben und aufgrund ihrer Höhe und ihren fehlenden Noppenaufnahmen einfach nicht kompatibel mit irgendeinem anderen LEGO Teil sind. Seien wie ehrlich, auch bei den Modulars war der Bürgersteig nie wirklich mit dem Grünstreifen der Straßenplatten kompatibel.
    Das neue System erlaubt mehrspurige Straßen, Brücken, freiwillige Fahrrad- und Fußgängerwege und ist kleinschrittiger verlängerbar. Auch wenn ich keine Stadt besitze, sind die neuen Platten für mich viel reizvoller, laden sie doch zu viel ausgefalleneren Bautechniken ein, die einem echten AFOL auch würdig sind 🙂

  38. Ich weiß auch nicht wo der Skandal sein soll. Ist ja nicht so, als wenn die Baseplate Straßenplatten nicht selbst immermal geändert wurden. In meiner Kindheit waren es erst die normalen grauen, dann die etwas breiteren Fahrspuren mit Seitenbereich mit weniger Noppen. Was danach kommt, keine Ahnung, zumindest sind sie dunkelgrau geworden. Ne alte Stadt muss also entweder schon flickwerk sein, oder hat eh tausche hinter sich. Da die Dinger nicht wirklich selten sind, denke ich, dass der geneigte Städtebauer sich einfach je nach Bedarf eindecken muss, und sei es über den Gebrauchtmarkt.

    Wer unter ne Baseplate Lego tut, hat nen Luxusproblem. Tuts ja auch altpapier oder so. bei 5 mm braucht man zwar einiges. Aber vielleicht sperrholz oder so?

  39. Eines vorweg: Vielen Dank für diese sachliche, zielorientierte und in jedem Satz nachvollziehbare Einordnung eines absolut heißen Streit-Themas. Es wurde jeder wichtige Punkt beleuchtet, hinterfragt und die eigene Meinung bestenfalls dezent angebracht und vor allem gekennzeichnet. Genau aus diesem Grund ist Stonewars meines Erachtens die mit Abstand beste deutschsprachige Lego-Seite im Netz. Allen Respekt, Lob und Danke für eure Mühen!

    Zum Thema: Alle wesentlichen Argumente wurden genannt; insofern bleibt wenig zu sagen, außer der eigenen Meinung. Diese wurde andernorts wahrscheinlich dem „Shirtstorm“ zugerechnet, aber man muss an dieser Stelle einfach sagen, dass Lego hier eine Wunde aufgerissen hat, die (vielleicht nur bei einigen wenigen) massiv schmerzt und viel Unverständnis vorhanden ist, wenn augenscheinlich neutrale Reviews schnell in einen lobhudelnden Meinungsbeitrag abdriften. Wenn Lob das Ziel ist und Nachteile bzw. offensichtliche Fehler am System einfach nicht genannt werden, muss einfach klar sein, dass es sich um reine Meinung handelt.

    Ich zähle mich hier übrigens zur Gruppe der Städtebauer, die seit Jahren Grund- und Straßenplatten verwendet und die Neuerung kategorisch ablehnt. Das ist mein gutes Recht, denn:

    1. Passt das neue System absolut nicht zu meinem City-Layout.
    2. Sind mir die Straßen viel zu schhmal und der Wegfall der seitlichen Noppen ermöglicht mir keinerlei zusätzlichen Bau von Parklücken, Fahrradwegen etc.!
    3. Finde ich die Puzzle-Optik einfach furchtbar misslungen und zu hässlich für meine Stadt.
    4. Finde ich Legos Preisaufschlag beim neuen System derart frech und im höchsten Maße unerklärlich, dass mir einfach die Spucke weg bleibt.

    Ich weiß, dass es die Notlösung gäbe, eine City umzurüsten, um mit dem neuen System irgendwie klar zu kommen, aber dagegen sprechen zusätzlich zu Punkt 1 bis 4 für mich auch einfach Aufwand und Budget – und das scheinen viele leider zu vergessen. Je nach City-Größe würde es ein Vermögen (!) kosten, die alten Straßen zu ersetzen oder die „alte“ City für die neuen Abschnitte so aufzubocken und umzubauen, dass es buchstäblich nahtlos weitergehen kann.

    Diesen Preis bin ich nicht bereit zu zahlen. Und ich kann ihn auch nicht zahlen, ganz einfach.

    Was das betrifft, ist meine harte Konsequenz schon erfolgt: Lego hat mich als Käufer für diese Sparte verloren. Künftig werde ich Grund- und Straßenplatten nur noch von Alternativ-Herstellern kaufen. Die erste Bestellung kam diese Woche bereits bei mir an und von Preis/Leistung bin ich äußerst angetan.

    Eine Rückkehr kann ich jetzt schon ausschließen, selbst wenn Lego die Platten in ein paar Monaten/Jahren wieder ins Programm nimmt. Die Nummer ist durch.

  40. Grundplatte geben meiner Tochter die Möglichkeit, das die erworbenen Sets stabil stehen. Deshalb sind diese notwendig. Das Lego dir bei den Polizei und Feuerwehrstationen bereits seit längerem entfernt hat ist ein Problem, was die neuen Straßen nicht lösen. Die Lösung Modulhäuser zu unterfüttert ist Käse: man bräuchte kleber um das zu fixieren. Da kann ich dann auch Revell kaufen oder wieder mit Märklin spielen.

    Lego wird zunehmend uninteressant für mich als Elternteil. Es trifft wieder ein, was man in der Lego Doku gehört hat: man verabschiedet sich vom System

    Schade

    • Ich dachte, dass die Platten auf den Mini-Gegennoppen der Grundplatte einrasten und damit nicht völlig wegrutschen.
      Und das System-Argument wird im Artikel doch angesprochenen, wie siehst du es denn darauf bezogen?

      • Hab jetzt keine Baseplate da, aber wie ich das aus meiner Kindheit noch im Kopf hab, rasten die nicht ein, da die negativen Noppen zu klein sind.
        Man kann natürlich sowas wie einen Rahmen bauen damit das fixiert ist. Reicht ja punktuell.

  41. Danke für den super Artikel und dass ihr euch gegen dieses Shitstorm-Losgetrete aussprecht! Ich verstehe echt nicht warum sich so viele an dem Shitstorm in der Kommentarspalte bei Klemmbausteinlyrik beteiligen (und leider ist es beim Ferrari 42125 wieder passiert).

    Die Straßen-Baseplates finde ich zwar schöner (schlicht weil ich damit aufgewachsen bin) aber letztlich verwende ich sie nicht bei meinem Modulhäusern, weil die Modulhäuser ja bereits einen Gehweg haben und die Straßen-Baseplates einen unnötigen Rand von 6 Noppen zwischen Gehweg und Straße einführen würden.

  42. Liebes Stonewars Team,
    ich finde beruhigte Darstellung mit eindeutigen Pro und Kontra Argumenten angenehm erfrischend, danke dafür.
    Ich selbst habe keine Stadt aber Grundplatten aus meiner Jugend.
    Generell finde ich die Idee der neuen Platten gut da:
    individuelle Spurbreiten möglich sind
    Brücken, Hochstraßen etc besser gebaut werden können
    sich Betonflächen nachstellen lassen, es mehr wie ein Legoteil wirkt
    durch die 2 Platten Höhe sollten ebene Bahnübergänge möglich sein oder?
    Anders gewünscht wären von mir nur:
    Preis, ist meiner Meinung nach zu viel.
    Fehlende Fließen um 2 Straßensets zu verbinden
    Sie hätten 4 6×6 glatte Flächen einbauen sollen und dann
    eine Noppenreihe am Rand und ein 2 Noppen breites Kreuz in der Mitte freilassen
    So wären auch durchgezogene Linienmarkierungen o.Ä. möglich und der leichtere Einbau in Gebäuden, Schiffen oder die Lösung indiviuellere Spurbreiten/Radwege etc.
    Kurven lassen sich meiner Meinung nach Bauen, nur die Markierungen funktionieren dann nicht und man verliert Teile der Straßenbreite, da sie dann mit Gehweg/Landschaft überbaut ist…

    Mehr fällt mir auf die Schnelle nicht ein… 😉

    Viele Grüße
    Holger

  43. Mich stört neben dem Preis vor allem die Höhe. Gerade in Städten ist es nunmal zu 95% so, dass der Bürgersteig höher ist als die Straße. Hat man ein Gebäude auf Bauplatten, hat man es beim alten System einfach auf die Noppen am Rand der Straßenplatte gestellt und unter den Rest des Gebäudes ein 16er Grundplatte und alles war verbunden UND man hat eine Bordsteinkante…

    Ich denke, die beste Herangehensweise an diese „Strassenproblem“ ist bereits genannt worden: Wer weiterhin Straßen“Bau“Platten will, kauft Wange o.ä. und freut sich über das gespaarte Geld. Wer die neuen Straßen will, kauft eben die. Und wer gar keine Straßen braucht, überlegt ob er die Teile anders einsetzen kann/will.

    Die Breite (oder besser Schmale?) der Fahrstreifen und die Fehlenden Verbindungsfliesen empfinde ich auch als großen Fehler. Die Breite mag ja noch dem Systemgedanken geschuldet sein…..aber das man vergisst 2 zusätzliche Fliesen beizulegen….oder war man da doch zu geizig?

  44. Hallo Jens, vielen Dank für diesen super Artikel, der die aktuelle Situation perfekt zusammenfasst! Was mich noch interessieren würde ist, was sich da als Alternative der AFOL für den gleichen Preis aus Legobausteinen als Straße bauen könnte (MILS oder einfach eine Baseplate entsprechend fliesen?).
    Bin gespannt, ob sich das Thema für Lego finanziell lohnt. Die alten Straßen konnten ja relativ billig hergestellt werden (Tiefziehen), die neuen sind in der Produktion deutlich teurer durch Spritzguss und erhöhten Materialaufwand. Dass für das Verbinden mit den neuen Straßen aus anderen Sets leider keine extra Fliesen beigelegt werden, empfinde ich schon als etwas kleinlich, aber das neue Modulhaus hat ja auch keine Pins dabei. Lego macht sich dahingehend leider unnötig eine Flanke auf.
    Ansonsten empfinde ich die Diskussionskultur in diesem Artikel als sehr angenehm und habe mir alle Kommentare durchgelesen. Am besten wäre es, sie würden beides anbieten. Man kann das alte System ja auch lediglich über den eigenen Shop vertreiben, dann gibt es keine Verwirrung bei den normalen Endkunden.

  45. Ich werde für das große Layout in Zukunft auch Platten bei der Konkurrenz kaufen. Da Lego kein Prodkut anbietet, was dazu passt, bekommt jemand anderes mein Geld. Da kann man bei der Gelegenheit auch gleich noch ein paar Sets mitnehmen, die Lego thematisch nicht bedient. Die Entscheidung hat ja Lego für mich getroffen.
    Zudem wäre das in Zukunft auch bei den Preisen die Lego für die Platten aufruft nicht zu bezahlen.

    Wenn das Kind mal in seiner kleinen Spielstadt was baut, kann man natürlich mal ein paar der neuen Straßenelemente nehmen, weil es für die Kinder natürlich flexibler ist, schnell mal ein Haus umzustellen oder so. Aber in Maßen , denn bei dem unverschämten Preis ist ganz schnell Schluss…

    Hätte Lego die alten Platten einfach beibehalten und wenigstens intern anzubieten, am besten einzeln, hätte keiner ein Problem. Der Handel brauchts nicht, AFOLS können bestellen, Kinder spielen mit den neuen Platten, die Erwachsenen können „ihre“ Stadt weiterbauen.
    Alle happy!

    So wie sie es gemacht haben, ein Schlag in die Fr…. der AFOLs, die natürlich jetzt aufschreien.

    Am Ende gewinnt Lego, da sie ein neues Recht auf die Form der Platte haben, was keiner Kopieren darf. Und es gewinnen Bluebrixx oder der Chinese, der anbietet was der AFOL wünscht. Und der Geldbeutel vom AFOL wird geschont, da die Platten billiger sind.

    Die Kinder müssen halt mit ner Kleinstadt leben, weil sich keiner die vielen Platten leisten kann…

  46. Also mal ehrlich: Auch die alten Straßenplatten waren zu den Modulhäusern inkompatibel. Denn sowohl die Straßenplatten haben ihren „Bürgersteig“ als auch die Modulhäuser bringen einen eigenen Bürgersteig mit. Lego sollte 32×32 Platten auf den Markt schmeißen. Mit denen kann man seine Häuser unterfüttern und die neue Straße wird besser passen, als die alten Platten. Nur sind sie leider zu schmal.

    • Man braucht 32×32 Platten und 32×32 StrassenPlatten, beide 1 Platte hoch. Somit wäre möglich viele verschiede Gebäude zu kombinieren. Auch bei Modulars musste dann man nur Baseplate gegen 32×32 Platte tauschen.

  47. Ich finde die „neuen“ durchaus schwer in Ordnung, aber eben für das jüngere Publikum. Die „alten“ Strassenplatten waren und sind halt für beide Altergruppen vermutlich „besser“ – aber genauso mit Kompromissen behaftet: Die alten Baseplates brauchen mehr Platz, passen aber zu den Modulars, mit der neuen Lösung wird weniger Platz verbraucht. Auf der anderen Seite Alternative Anbieter gibt es genug mit ähnlichesn Baseplates. Wie auch immer, ich stehe als AFOL vor dieser Entscheidung – ich überlege mir wohl ein eigenes (aufwändigeres) Strassensystem – weil – und jetzt kommts: Meine zukünftige LEGO Stadt hat ja auch nicht sooo viel Platz. Mal sehen.

  48. Vielen Dank für einen nutralen und beruhigten Beitrag zu diesem Thema. Die offensichtlichen Probleme (Breite, Preis, Höhe) sind ja hinreichend diskutiert worden. Danke, dass ihr noch ein paar zusätzliche Argumente ausgepackt habt.

    Vor allem eure Überschrift „eine kleine aber laute Minderheit“ sowie ein Kommentar hier haben mich neugierig gemacht: Wie stark wird vom HdS hier und insbesondere auf der Lego Website der Diskurs verzerrt? Interessanter weise sind 90% der Bewertungen der Platten nachdem Video vom HdS entstanden. Die Bewertungen in anderen Ländern sind dabei erheblich weniger negativ. Das gänze lässt sich auch auf andere Sets übertragen: Sind sie beim HdS zerlegt worden, wurde auch „gereviewbombed“. Ich frage mich, ob Lego da mal etwas gegen unternehmen wird.

    Dabei sind mir auch noch folgende Details aufgefallen: Lego traut es anscheinend Deutschen und Franzosen nicht zu, englische Bewertungen zu verwenden. Bei manchen Sets sind aber im spansichen, holländischen und schwedischen Store (fast) alle Bewertungen auf Englisch und werden auch länderübergreifend verwendet. Würde mich mal interessieren, warum Lego das in Dland nicht macht, und in anderen Ländern nicht gleich bei allen Sets so macht, oder insgesamt die Reviews überall mit englischsprachigen aus andern Ländern auffüllt.

    Es würde mich freuen, wenn ihr im Podcast oder einem follow-up Artikel die Umfrage nochmal mit einbezieht. Das ist denke ich gerade der springende Punkt. Nach dem HdS Video haten sehr viele Leute, die so oder so niemals eine Straße gekauft hätten.

    • Das mit den Reviews ist uns auch schon aufgefallen, ich bin gerade auch lose dabei, dieses Problem auszuwerten. Ist vorgemerkt, um das mal irgendwann genauer zu beleuchten, wenn wir Zeit und Lust finden 🙂

    • Super Punkt. Und so kritisch ich Amazon sehe, in der Usability machen sie einiges richtig – zum Beispiel Reviews von tatsächlichen Käufer*innen zu markieren und ggf. hervorzuheben. Wäre eine Lösung für die erwähnten Reviews.

    • „Sind sie beim HdS zerlegt worden, wurde auch „gereviewbombed“. Ich frage mich, ob Lego da mal etwas gegen unternehmen wird.“

      Was soll Lego denn deines Erachtens gegen freie Meinungsäußerung machen? Zensur in den Shop-Bewertungen? Vielleicht, Hausrecht. YouTuber und Fan-Medien abmahnen/verklagen, weil sie ihre Meinung sagen und auf offensichtliche, belegbare Fehler und Nachteile aufmerksam machen? Wohl kaum, das würde ein Grundrecht angreifen.

      Ganz ehrlich, ich kann schon verstehen, warum der HdS einigen hier so gar nicht schmeckt. Er ist einfach unbequem und rüttelt am heilen Weltbild – und er spricht Dinge an, vor denen man irgendwann die Augen nicht mehr verschließen kann. Wer wird schon gerne als Kunde ausgenommen? Das können sich halt manche nicht eingestehen.

      Vielleicht ist der HdS mittlerweile ein wenig zu polemisch, aber man darf auch nicht vergessen, dass er (wie jeder andere große YouTuber auch) damit seinen Lebensunterhalt verdient – und genauso, wie die Channels ihre Fans haben, die alles nur loben und kaum Kritik üben, weil sonst die Existenzgrundlage und die kostenlosen Review-Exemplare wegfallen, so gibt es den HdS, der auf seine Art Unterhaltung produziert – und im Kern meistens sehr sehr recht hat. Das kann leider keiner bestreiten, nicht die belegbaren Fakten.

      Aber hier geht es ja nur bedingt um den HdS. Es geht um ein Thema und sehr starke Meinungen – und solange die jeder frei äußern darf, stimmt noch alles auf Stonewars. 😉

      • Nun der Held rüttelt auch dann am Weltbild, wenn es wirklich heile ist.
        Und jeder der LEGO lobt, tut dies natürlich nur, um Reviewexemplare zu bekommen? Eine freche Unterstellung, wie auch, dass der Held „meistens sehr sehr recht hat“. Ob die Straßenplatten klasse, schlecht oder irgendwas dazwischen sind, kann und sollte jeder selbst entscheiden dürfen, auch wenn manch einer glaubt, die Meinungshoheit gepachtet zu haben. Bei Hasstiraden hört die Unterhaltung finde ich auch mal auf und das hat ganz sicher nichts damit zu tun, dass ich zu bequem wäre, Kritik zu hören, wie es dein Kommentar offensichtlich andeutet.

        • Der HdS lobt übrigens auch weiterhin dinge die Lego richtig bzw gut macht. Also zu sagen, dass er generell alles schlecht macht was Lego neu rausbringt ist nicht richtig. Aber vermutlich schaut aich niemand der den HdS kritisiert seine Videos auch in voller Lönge an.

          • Hds ist mannchmal an der Grenze zum toxischen und übertreibt. Clickbait für seine Community. Er sagt aber durchaus überlegte und auch intelligente Dinge, das darf man ihm nicht abschlagen. Sowohl aus Kundensicht als auch aus Händlersicht sind einige interessante Statements von ihm in seinen Videos. Aber wie Hannes sagt, man darf den Hds ganz sicher auch differenziert sehen, statt nur in eine Ecke zu stellen.
            Daran krankt es aktuell sehr schwer in der Gesellschaft. Nur noch schwarz-weiß sehen. Wer differenziert denkt und spricht, wird gleich beleidigt. Ey du hast keine eigen Meinung, stell dich mal auf eine Seite, Rückgratlos….

          • @DieWalze

            Das stört mich auch. Das Leben ist bunt, Schwarz und Weiß sind nur die Extreme!
            Das gilt aber eben nicht nur für die reinen Sachargumente, sondern auch für den Umgangston. Ich z.B. habe mehrfach betont, dass ich der Kritik des HdS inhaltlich oft zustimme – und dazu stehe ich auch weiterhin. Die Beleidigungen und pauschalen Abwertungen, die er in seinen Videos gebraucht, gehören sich aber einfach nicht. Man stelle sich mal vor, alle Diskussionen würden so geführt (im Übrigen finde ich, DARAN krankt unsere Gesellschaft). Dass es auch ohne geht, zeigt sehr gut der Kommentarbereich unter diesem Artikel. Auch hier könnten die Meinungen nicht unterschiedlicher sein, aber die allermeisten schaffen es, ihre Argumente auszutauschen, ohne sich gegenseitig zu erklären, wie doof der jeweils andere sei. Und ist das nicht viel schöner? 🙂

      • (Nicht ganz so) kurze Anmerkung hierzu: Inhaltlich kann ich die Kritik vom HdS oft absolut nachvollziehen. Tatsächlich finde ich auch oft, dass er auf „offensichtliche, belegbare Fehler und Nachteile aufmerksam“ macht. Es geht hier aber vor allem darum, WIE er das macht.

        Ich für meinen Teil fühle mich nicht von seinen Videos angegriffen, sondern betrachte vieles von dem, was er sagt, einfach als eine gut einstudierte Unterhaltungsnummer. Aber ich bin in dieser Hinsicht wahrscheinlich speziell, weil ich Inhalt und Form der Kritik trenne. Denn es ist unbestreitbar, dass Thomas in letzter Zeit immer derber, um nicht zu sagen beleidigender in der Formulierung seiner Kritik wird und dabei genau die Sachlichkeit, die die Diskussion zu diesem Artikel hier so angenehm zu lesen macht, oft völlig über Bord wirft. Ich habe kein Problem mit Kritik an LEGO, egal ob ich sie berechtigt finde oder nicht. Ich habe aber ein Problem damit, wenn pauschal alle, die trotz gelegentlicher Mängel und hoher Preise Freude an LEGO haben (solche Leute soll es geben), als dumme Schafe und kritiklose Fanboys hingestellt werden.

        Denn Thomas verkauft seine Meinung oft als Tatsache. Und genau DA liegt das Problem, denn viele seiner Zuschauer scheitern offenbar an dieser Unterscheidung und tragen die Phrasen des „Helden“ in die Kommentarspalten und überziehen andere Youtuber oder Blogs mit regelrechten Shitstorms, nur weil diese einen Sachverhalt anders sehen. Diese Leute trifft übrigens meines Erachtens die Hauptschuld, denn nur, weil man sich über einen Spielzeughersteller(!) geärgert hat ist das noch lange kein ausreichender Grund, die gute Kinderstube komplett zu vergessen.

        „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“ heißt es bei Spiderman. Und mit fast einer halben Million Abonnenten müsste Thomas dieser Verantwortung gerecht werden. Er wirkt allerdings nicht deeskalierend, sondern nimmt offensichtlich billigend in Kauf, dass andere, die eigentlich nur mit Freude ihrem Hobby nachgehen wollen und zufällig darüber schreiben oder Videos drehen, sich mit der von ihm aufgestachelten „Meute“ und deren Wut auseinandersetzen müssen. Und DAS empfinde ich als ganz schwach von ihm.

        • Ich denke der Frankfurter ist der natürliche Gegenpol zu den Influencern. Ebenso wie diese auf groteske Art kritikfrei sind, ist er auf groteske Art negativ. In Summe kann man sich ein vollständiges Bild über die Produkte machen und dabei unterhalten werden.

          Ich finde es etwas bedenklich wie viele Kommentatoren die durch Sets, Reisen und anderes vergüteten Youtuber als harmlose Fans mit Hobby-Kanal betrachten. Das ist eine moderne Form der Werbung. Firmen haben dafür Fachabteilungen (meine auch, in einem anderen Sektor). Anderen dann das Geld verdienen vorzuwerfen ist merkwürdig.

          Das Ideal ist natürlich Jangbricks, der alles selber kauft und mit einer unglaublichen Sachlichkeit gutes und schlechtes benennt.

          • Der Frankfurter ist in erster Linie ein guter Rechner, den Negativität erzeugt mehr Zuschauerzahlen, was wiederum höheres Einkommen entspricht. Objektiv ist der HdS schon lange nicht mehr. Nun geht es darum möglichst viel zu motzen, seine Fans lieben diese Art von Unterhaltung, genauso wie es Leute gibt die sich gerne Berlin Tag & Nacht anschauen.

          • Ich stimme Dir grundsätzlich zu und es gilt mE generell, dass man skeptisch bei Videos im Internet sein soll, sowohl bei Review-Exemplaren als auch Einnahmen durch Monetarisierung etc. Ich wollte nur aus meiner Sicht kurz klar stellen, dass zumindest mir LEGO noch keine Reise bezahlt hat. Reise und Unterkunft mussten stets bei Veranstaltungen selbst getragen werden, was ich auch gut finde. Allerdings gab es bei mehrtägigen Workshops ggf. Mittagessen (Smoerebroed) oder ein Abendessen (ZB Pizza vom örtlichen Italiener… den es inzwischen aber wohl nicht mehr gibt).

          • Ich sehe das überhaupt nicht so dichotom, wie du es darstellst – aber aus meiner Perspektive, der ich sehr auch die amerikanischen Blogs (v.a. RLFM) verfolge. Wir haben hier im deutschsprachigen Raum sicher das „Problem“, das es eine vergleichsweise geringe Auswahl von RLFM gibt; wenn ich ein Review im US/UK-Raum sehe, weiß ich meistens, wer und welches Medium mit welcher Spezialisierung und Schreibe sich dem angenommen hat und kann mich meist aus einer ganzen Handvoll bedienen. Interessieren mich die Teile? Dann New Elementary. Will ich einen im leichten Hexameter verfassten Text mit vielen Adjektiven? CapnRex101 steht auf Brickset zur Stelle. Und viele mehr. Sie alle bilden für mich eine breite Meinung zu Sets ab, obwohl sie diese kostenlos zugeschickt und manche Infos vorab bekommen; Positives und Negatives legt sich dann beim Konsumieren mehrerer Meinungen übereinander. Ich begreife die RLFM aber eher als „Botschafter“ der Marke und nicht als unabhängigen Set-TÜV. Dafür gibt es sowohl überm Teich als auch hier viele unabhängige Blogs und YouTuber, die mit ihrem eigenen Geld Sets kaufen und rezensieren. Deshalb sehe ich die Pole „Influencer“ und „Zerstörer“ (Zwinkersmiley) gar nicht so krass.

            Dazu kommt allerdings bei mir, dass ich großenteils Reviews von Sets lese, die ich eher nicht kaufen will, um mich dann vielleicht doch noch überzeugen zu lassen. Wenn ich auf ein Set richtig hinfiebere (und das kommt nur alle paar Monate vor), dann freue ich mich über einen langen Vorabartikel z.B. hier im Blog, schaue dann aber wenig weitere Reviews – weil ich das Gefühl habe, dann schon das Set einmal im Kopf gebaut und lange betrachtet zu haben, und das nimmt mir ganz viel Entdeckerfreude beim Bauen und Erforschen. Da reicht mir dann fast, neben dem erwähnten Blogartikel, das Designervideo.
            Das mag anderen Menschen und in anderen Themen (Technic?) aber sehr anders gehen.

          • Leider ist auf die Antworten zu meiner Antwort keine Antwort möglich. Also antworte ich mir selbst.

            Henry, danke für den Einblick zu den Reisen! Das war mir so nicht klar. Meine Firma geht das zb aggressiver vor wenn wir YouTuber unterstützen.

            David, so wie du deinen Lego-Medienkonsum beschreibst tust du meiner Meinung nach das einzig richtige, nämlich in die Breite gehen. So mache ich das zb beim Zeitunglesen. Wer breit liest gerät nicht in eine Blase und kann auch mal eine Polemik Polemik sein lassen. Und ein unterstütztes Review eben ein unterstütztes Review. Und alle Schattierungen dazwischen. Alle liefern Informationsgewinn. Dahingehend war eigentlich auch mein Kommentar gedacht.

            Diese unglaubliche Aufregung über Meinungen, die der eigenen widersprechen, erstaunt mich schon manchmal. Ich glaube auch nicht, dass diejenigen, die leidenschaftlich den HDS hassen, so große Probleme mit spitzer Polemik hätten wenn der Kanal gegen das (mir abgrundtief unsympathische) Bluebrixx feuern würde.

          • @Chris: Ich glaube, die wenigsten hier „hassen“ (ich mag das Wort nicht) den HdS wegen seiner Meinung, sondern wegen seines negativen Einflusses auf die Community. Es kommt eben auch darauf an, WIE man eine Meinung vermittelt, und hier hat der HdS aufgrund seiner Vortragsweise leider eine sehr „einvernehmende Art“ (um es mal diplomatisch auszudrücken), sodass bei seinen Zuschauern schnell der Eindruck entsteht, es KANN gar keine andere Meinung geben.

            Die so „gebildete“ Meinung wird dann auf Kanäle getragen, die vermeintlich leicht angreifbar sind. Bei Henry sind es nach meiner Auffassung nicht nur die Rezensionsexemplare, sondern auch seine unverbindliche, kumpelhafte Art. Wenn man mal überlegt, wie oft in Henrys Videos Formulierungen wie „man muss bedenken/andererseits/aber eigentlich/im Prinzip“ vorkommen, könnte das auch eine Jura-Vorlesung sein (es wäre ihm nicht zu verdenken).

            @Henry: Genau dafür mag ich Deine Reviews aber, dass ich eine Meinung erfahre, mich aber gleichzeitig nicht beeinflusst fühle. Danke!

      • Richtig, zumal HdS sämtliche Sets kaufen muss. Und wenn ich etwas kaufe, dann habe ich durchaus auch das Recht diesen Kauf zu loben und/oder diesen zu kritisieren, um dem nächsten Käufer die Stärken und Schwächen des jeweiligen Produktes zu zeigen. Bei vielen seiner Videos sind schon Dislikes da, nach einer halben Minute, da denke ich mir auch immer, alles klar, auch Lego Fanboys schauen „heimlich“ den Helden, und sei es nur darum, seine Videos schlecht zu machen… Hm, wo ist da dann der Unterschied? Einerseits darf man Lego gegenüber nichts kritisieren, andererseits wird Thomas Panke derart kritisiert für das was er macht… Willkommen in der Diktatur…

        • Ich würde dich hier einmal ausdrücklich bitten, dich entsprechend unserer Netiquette zu verhalten.

          Du darfst gegenüber LEGO und Produkten hier kritisieren wie du möchtest, aber hör auf Personengruppen zu beleidigen und als Fanboys zu diffamieren. Und nein, das hat nichts mit Diktatur zu tun, wir sind hier kein Staat.

          • []

            Anmerkung der Redaktion: Dieser Kommentar wurde von uns entfernt, da er ausschließlich aus einer pauschalen Herabwürdigung bestand.

          • @Hannes

            Du bist hier nun schon mehrfach mit provozierenden Kommentaren und Unterstellungen aufgefallen. Wir behalten das ab jetzt genau im Auge, also mäßige Dich bitte etwas und bleibe vor allem sachlich!

          • @Hannes:
            Dein Kommentar ist beispielhaft dafür, wie eine sachliche Diskussion nicht geführt wird.

        • Da mich auch interessiert, was es auch für Alternativ-Hersteller und Produkte gibt habe ich den HdS geschaut. Da mich die überhebliche und anfeindende Art (verpackt in ein monotones repetetives Pseudo-Comedy-Roasting) nicht zu meinem Verständnis für soziales und respektvolles Verhalten anderen gegenüber passt, habe ich das Abo gekündigt.
          Ich dachte, daß sich „mein“ Problem damit gelöst hat, aber solange der extreme Teil seiner Zuschauer diesen Geist auf anderen Kanälen propagiert und verbreitet, wird das Problem für mich weiter bestehen.

      • Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, den Review-Pool um (vlt sogar übersetzte) Bewertungen aus den internationalen Lego-Shops zu ergänzen. Oder die produktbezogenen Bewertungen anderer Händler einfließen zu lassen. Oder nur noch verifizierte Käufer das Set bewerten zu lassen.

        Keinen Mist mehr auf den Markt zu werfen wäre natürlich die Beste Lösung;)

        (PS: Ein Sorry ans Stonewars Team, diese Diskussion losgetreten zu haben, falls das nicht in eurem Sinne war. @Lukas ich freue drauf, falls noch was zu den Bewertungen kommt)

    • „Ich frage mich, ob Lego da mal etwas gegen unternehmen wird.“

      Was denn zum Beispiel? Bessere Produkte auf den Markt bringen damit die Reviews positiver ausfallen?

      • das wäre aussichtslos. Früher waren die Reviews des Helden differenziert. Heute findet er beim perfekten Set noch etwas, was er polemisch niederreden kann. Es ist wie mit allen Hatern – ab einem gewissen Punkt sind sie für sachliche Diskussionen verloren, und kein Umstand der Welt kann sie von ihrer Weltsicht abbringen. Deshalb sind ja auch Verschwörungstheoretiker mit wissenschaftlichen Argumenten nicht mehr zu überzeugen – weil es gar nicht mehr um objektive Wahrheiten oder objektive Qualitätsmerkmale geht, sondern nur noch um emotionale der „gefühlte“ Wahrheiten. Der Held ist postfaktisch.

        • Wieso müssen sich beide Seiten ständig mit „Fanboy“ und „Hater“ gegenseitig diskreditieren? Können wir solche Kampfbegriffe aus sachlichen Diskussionen nicht irgendwie heraushalten?

          • @Hannes
            Der Duden ist meistens etwas langsam.
            Ich empfehle dir den Begriff zu googlen und dir einige Definitionen durchzulesen. Du wirst sicher herausfinden, wie der Begriif heutzutage gemeint ist und im Allgemeinen auch Anwendung findet.

        • Perfekte lego sets? Lol Und du hast anscheinend nicht viele Videos des HdS in voller Lönge geschaut, er lobt weiterhin auch Dinge die Lego gut gemacht hat. Und nicht alle Lego Reviews sind negativ!

        • Was ist denn ein perfektes Set? Wie und von wem wird dieses definiert? Gibt es dafür eine allgemeingültige Messlatte? Darf dieses denn keine Schwächen haben? Dürfen diese denn nicht aufgezeigt werden? Bei aller Polemik vom HdS (die leider auch hier bei dem ein oder anderen Kommentierenden gegen den Helden zu lesen ist), finde ich, er ist immer noch oft genug differenziert in seinen Videos und oft genug schlägt er vor, wie es anders gelöst hätte werden können. Ich habe das Gefühl, dass hier einfach selber undifferenziert gegen (s)eine Person geschossen wird…

      • Da du jetzt der Zweite bist, der die Frage stellt antworte ich auch nach 3 Tagen noch darauf:

        Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, den Review-Pool um (vlt sogar übersetzte) Bewertungen aus den internationalen Lego-Shops zu ergänzen. Oder die produktbezogenen Bewertungen anderer Händler einfließen zu lassen. Oder nur noch verifizierte Käufer das Set bewerten zu lassen.

        Keinen Mist mehr auf den Markt zu werfen wäre natürlich die Beste Lösung;)

    • Wie „der Frankfurter“ auf dieses Thema reagieren wird, war eigentlich bereits im Vorfeld absehbar. Lego ersetzt ein (ehrlich gesagt bereits zum üppigen Preis angesetztes) seit Jahrzehnten eingeführtes Produkt durch etwas neues, dass bezogen auf Straßenlänge und/oder Fläche nochmals teurer ist. Das war eine Steilvorlage für ihn.

      BTW: Stelle Dir mal vor, jemand käme auf die Idee eine simple Kaffeetasse für 15€ verkaufen zu wollen. In deren Werbung auch noch behauptet würde, dass diese den Geschmack der eingefüllten Getränke verbessern würde. Da kann man sich nur empören. Muss gleich mal ein Video dazu machen.

      • Dir ist schon klar, daß seine Bemerkungen zur Kaffeetasse ironisch gemeint sind, oder???
        Und jeder, der sie kauft, weiß, was er macht. (Mich persönlich interessiert sie nicht die Bohne.)

      • Manche Vereine verkaufen Trikots für 90 Euro.. Auch nur Repliken der Originale. Warum werden die gekauft? Weil sich Käufer mit dem Verein identifizieren, normales Merchandising eben. Selbst irgendwelche Kinder bei Youtube verkaufen teure Fanartikel ihres Kanals, ist doch also völlig in Ordnung wenn der Held seine Tasse vermarktet. Und der ALF von HW Bricks sagt ja auch immer, wem es zu teuer ist, der kauft es eben nicht.

  49. Sehr viel Text, aber die Nachteile kann man nicht wegreden und ignorieren – Preis ist zu hoch, Breite ist zu klein für fast alle Autos. Dazu kommen noch Kurven, Stufen und Aufbewahrungsdrama (die Kleinteile werden verloren).

    Ich stimme zu, viele neue Gebäude stehen auf normalen Platten. Daher wäre die Lösung ganz simpel – gleiche 32×32 Strassenplatten wie jetzt, aber 1 Platte hoch (mit Noppen unten, stackable). Das machen die Chinesen schon jetzt und das wäre die beste Lösung, denn viele (und ich auch) werden OriginalLego bevorzugen.

      • Ehrlich gesagt, ist der ganze Text voll davon, die Fehler und Nachteile des Straßen-Sets zu relativieren und schön zu reden nach dem Motto „Eigentlich ist das nicht so gut, aber….“).

        Auf ihre Art sind Stonewars hier leider nicht besser als der Held der Steine, nur in umgekehrter Richtung.
        Den Begriff „Fanboy“ fände ich hier zwar auch übertrieben, aber im Kern ist schon etwas Wahres dran.

        • Ich verstehe, warum das so rüberkommen kann. Da aber die Empörung über das neue System nun schon einmal da war (und es dafür ja auch viele gute Argumente gibt), wollte ich in meinem Text bewusst versuchen, dem eine andere Sichtweise gegenüberzustellen, um eine sachliche Diskussion anzustoßen – was ja, wie Du an den Kommentaren siehst – auch gut funktioniert hat. 🙂 Nennt sich, glaube ich, Dialektik.

        • Ich hatte jetzt wirklich nicht den Eindruck, der Artikel würde versuchen die Schwächen klein zu reden. Er zeigt sie schon auf, aber ich bin auch nicht böse, wenn er erklärt, womit man die Schwächen (die man ja nun hin nehmen muss, ob man will oder nicht) evtl. abmildern kann. Das ist für mich mehr Service und vollumfängliches Beleuchten als Schönfärberei.

          Vielleicht liegt es daran, dass ich selber noch unentschlossen bin was die neuen Straßen angeht, aber ich brauch da eigentlich keine sooo klare Meinung dazu als mehr eine Auflistung der Vor- und Nachteile. Am Ende müssen wir mit den Dingern leben und wenn der eine oder andere Nachteil vielleicht am Ende gar nicht so krass sein muss oder man versteht, warum LEGO das vielleicht so oder so macht, finde ich das schon positiv, ohne dass ich das Gefühl hätte meine Meinung zu den Nachteilen würde wegmanipuliert. Der Artikel ist weitaus neutraler und vorallem unvoreingenommener als das angesprochene YouTube-Review. Ersteres muss es nicht sein, aber über letzteres bin ich doch sehr froh.

  50. Na ja – du sprichts im Review zwar vieles „emotionsbefreiter“ an als andere, …

    Zum Preis – habe ich im angesprochenen Artikel bei Promobricks schon ne längere „Abhandlung“ geschrieben. Hier nur das Fazit : NEU = teurer, aber nicht viel. bzw. hängt von der Verwendung bzw. wieweit man bisher und zukünftig ausbauen will (Ampeln, etc).

    Großes Plus des neuen Systems ist sicher die größere Flexibilität.

    Größte Nachteile (in meinen Augen) die Höhe und Breite – da wurde schon viel gesagt, braucht man auch nicht weiter „vertiefen“.

    Schlimm (IMHO) ist auch, dass man bei vielen Sets die Strassenplatten jetzt mitkaufen muss, ob man will oder nicht. Verteuert die Häuser dadurch – getrennte Sets wäre besser gewesen.

    Waren City und 3-1 WIRKLICH inkompatibel zum alten System? Ist mir bisher nicht aufgefallen. Im Gegenteil City Häuser und 3-1er einfach auf den 6noppigen Rand der Strassenplatte geklippst = instant Gehsteigkante 😉

    Ich denke eher im Gegenteil auch die „neue“ City ist inkompatibel (sort of) zu den neuen Platten, da sich das „Niveau“ der Hauser/Gärten unter dem Strassenniveau befindet…. 😉

    Den 4-6-er Noppenstandard für City Fahrzeuge nehme ich euch nicht ab – bei City ist doch längst 6+ Standard – die Meisten Autos haben sind mindestens 6, wirklich Große längst 8+ Noppen breit. Die Stretchlimousine ist 4 breit – aber soweit ich mich erinnere war die „öffentliche“ Meinung hier auch nicht angetan…

    Ach ja und Grundplatten werden doch auch immer noch verwendet – Winkelgasse, neues Modular , und zu kaufen gibt es sie auch noch einzeln (wahrscheinlich laufen sie auch bald aus – note to myself – kaufen)

    Strassenlaternen, Ampeln Verkehrsschilder usw. hätte man auch ohne Systemwechsel verkaufen können – when a spoonful of suger helps medicine go down 😉

    Für mich ergibt sich als Fazit: Lego hat ein nicht perfektes System durch ein anderes nicht perfektes System ersetzt (verschlimmbessern). Bei Brücken Unter/Überführungen werde ich die neuen Platten wahrscheinlich nutzen – ansonsten bleib ich beim alten System… Neukunden werden wahrscheinlich bald das alte System wenig vermissen – altkunden (also die das alte System auch verwenden) sind „naturgemäß“ less than happy. Schade, dass LEgo die gelegenheit (wieder mal) versäumt hat etwas zu verbessern.

      • Schon wieder gelingt es dir leider nicht, deine Meinung in eigene Worte zu fassen. Versuch doch einfach mal mit „Ich finde, dass….“ oder „Mir fehlen….“ zu kommentieren.

        Du versteckst dich meiner Meinung nach erneut hinter einer Worthülse.

  51. Hallo Stonewars-Team,

    danke für diesen ausführlichen und differenzierten Artikel.

    Vorab, da ich weder Kinder habe, noch eine Stadt besitze, die umgebaut werden müsste, seh ich das Thema relativ emotionslos.
    Trotzdem noch zwei negative Punkte aus meiner Sicht:

    – Dadurch, dass die Straßenplatten in den City-Sets enthalten sind, werden diese unverhältnismäßig teuer, auch für die Leute, die die Platten nicht gebrauchen können.

    – Also für mich als Kind hatten die alten Straßenplatten unglaublich hohen Spielwert. Zudem gab es sie damals noch sortenrein. Ich hatte mit ca. 10 Platten eine unglaublich große Fläche, die ruckzuck auf- und abgebaut war, und die mal Rennstrecke, mal Stadtzentrum, mal Flughafen-Ladebahn war. Um mit den neuen Platten so eine Fläche (oder Straßenlänge) abzudecken, müsste man mindestens das Doppelte investieren.
    Dazu kommt, dass das alte System zwar eine Fahrbahn hat, aber am Fahrbahnrand nicht wirklich abgeschlossen ist. Das sah einfach wirklich wie ne Rennstrecke aus, mit Fahrbahnbegrenzung, Ausrollzone, etc. Den Eindruck machen die neuen Platten nicht.

  52. Als Kind hatte ich viele von diesen Straßenplatten, ich hab sie einfach aneinandergelegt, verbunden und meine City Sets und meine eigenen Kreationen einfach auch die Noppen am Rand gebaut. Das ging immer super, dadurch konnte ich auch ganz viele ideen mit der Straßenführung umsetzen und auch Kurven durften bei mir nie fehlen, da ich so meine Straße in ein geschlossenes System bauen konnte. Bei den neuen geht das nun nicht mehr, wenn an die Straße ein Haus soll brauch ich auch zwingend viele Legoplatten, die damals bei wir immer knapp waren, das würde mich als Kind also massiv stören.
    Als nächsten Kritikpunkt würde ich eindeutig den Preis nehmen, 20€ für eine T-Kreuzung ?! Früher gab es die T-Kreuzung mit einer Gerade für die Hälfte, das bedeutet also einen effektiven Preisanstieg auf das 4-fache. Aber das kennen wir ja auch schon von der neuen Citywelle, da sind die Preise ja auch vollkommen absurd teuer. Da frage ich mich wirklich welches Kind sich das noch kauft und danach meint das hätte sich gelohnt. Ich kann mich an meine Kinderzeit erinnern um 2010 rum, da gab es eine ganze Polizeistation für weniger Geld als es heute eine Pizzeria mit ein paar Straßen und einem anderen winzigen Gebäude gibt (und das nennt sich „Stadtzentrum“).
    Ich kann den neuen Straßen nichts abgewinnen, sie sind für mich einfach in jeder Hinsicht eine Fehlplanung seitens LEGO

  53. Ich muss sagen, ich verstehe die Diskussion nicht so ganz. Sie ist doch nur relevant, wenn man auf Gedeih und Verderben unbedingt Mercedes fahren will und nun immer deutlicher merkt, dass Mercedes immer mehr lieb- und gedankenlos designte Autos auf den Markt bringt. Jeder andere Autofan schaut sich halt mal auf dem Markt um und stellt schnell fest, dass er bei Opel, Toyota, Hyundai oder wie sie alle heißen eine tolle Auswahl verschiedenster Autos für fast alle Ansprüche bekommt.
    Also mir ist es längst egal, was Mercedes so auf den Markt bringt, vom Unterhaltungsfaktor mal abgesehen.

    • Grundsätzlich hast Du recht. Ich handhabe es auch so: Was mir gefällt wird gekauft, egal von welchem Hersteller und der Rest wird ignoriert oder müde belächelt. Leider sehen das aber nicht alle so locker.

      Um mal beim Autovergleich zu bleiben: Problematisch wird es, wenn Leute, die womöglich nie einen Mercedes besessen haben, in einem Mercedes-Blog einfallen und dort toxische Kommentare hinterlassen wie „wer so blöd ist sich heutzutage noch einen Mercedes zu kaufen, hat/ist [hier Schimpfwörter einsetzen]“.

      Genau das passiert in letzter Zeit leider regelmäßig in der Klemmbausteinwelt, was ich sehr schade finde und mir die Lust am Lesen der Kommentare verhagelt.

  54. Also für die Zielgruppe des neuen Straßensystems, nämlich Kinder, finde ich es doch relativ gut gelungen.

    Für mich als Städtebauer waren die alten Straßen schon nur eine Notlösung, denn auch da waren mir die Fahrbahnen schon etwas zu schmal – deswegen gehen die Neuen da erst recht nicht.

    Deshalb habe ich jetzt angefangen auf 32×32 Baseplates mit Fliesen selbst ein Straßensystem inklusive Radweg zu entwerfen. Hierfür verwende ich die bedruckten 2×4 Fliesen des neuen Systems als Mittelstreifen. Somit ergibt sich für mich persönlich doch etwas positives aus dem neuen Straßensystem. 😉

        • Die orientieren sich an den Grundplatten. Die Gehwege sind 5 Noppen breit, die Strassen leider asymmetrisch geteilt (eine Seite total 12 Noppen, eine total 10 Noppen). Ich selbst hab die Module adaptiert (48×48 Baseplates), die Gehwege je 4 Noppen breit gemacht, damit die Strassen symmetrisch je 12 Noppen sind. Die Strassen bestehen so aus einer 8 Noppen breiten Plate und links und rechts je 2 Noppen mit Plates gesnotted (erlaubt das „Zeichnen“ von Mittelline, Randline). Es gibt auch keine Vorlagen für „Einbahnstrassen“, als 16×32 Module für Strassen, oder Strasse und Schiene kombiniert auf 32×32.
          Interessant: der Teich des Asian Sets lässt sich direkt in ein MILS Modul integrieren, die „Tiefe“ stimmt.
          Allerdings darf man bei MILS die Kosten nicht unterschätzen; ein einzelnes Modul verschlingt gerne mal 15-30 Euro an Bricks neben der Grundplatte.

  55. Meine persönliche Abwehrreaktion gegen das neue Straßensystem vor allem in der Sorge um die normalen Grundplatten begründet. Auch diesen Bereich behandelt Lego leider recht stiefmütterlich. Nur noch in wenigen Sets sind diese Platten noch erhältlich. Einzeln gibt es nur wenige Farben, das inzwischen erhältliche hellgrün gefällt mir persönlich nicht besonders. Am edelsten finde ich dunkelgrüne Bauplatten, die es bei einigen Anbietern in China zu kaufen gibt. Warum Lego hier nur drei und nicht zehn verschiedene Farben anbietet kann ich nicht so recht nachvollziehen. Vermutlich wäre eine offizielle Erklärung, dass eine solche Vielfalt den Handel überfordern würde.

    Wer mit Straßenplatten bauen möchte, muss sich zunächst einmal auf eine Ausführung (Plattenfarbe, Breite der Straße und Aufdruck) festlegen. Da war über die Jahre hin gesehen, wie auch im verlinkten Artikel geschrieben, die Vielfalt doch recht groß.

    Für den Unterbau, um modulare Häuser auf die neue Straßenhöhe zu bringen würde ich gebrauchte Platten empfehlen. Beschädigungen, Vergilbte Farben oder Kurven in wenig beliebten Ausführungen lassen sich da genauso gut verwenden.

    Die mir bekannten chinesischen Platten, egal welches Herstellers, weisen übrigens Angusspunkte auf. Eine technische Festlegung auf ein bestimmtes Produktionsverfahren scheint somit bei den Platten nicht zu bestehen.

    Am meisten gespannt bin ich eigentlich auf die Entwicklung der Platzierung chinesischer Straßenplatten bei Amazon gespannt. Schon heute findet man auf die Suche „Lego Straßenplatte“ dort viele Angebote „kompatibler Hersteller“. Aktuell sind neben bei dieser Suche neben Restbeständen alter Platten drei Fremdangebote vor dem neuen Set 60304 platziert. Unter diesem Gesichtspunkt empfinde ich die Entscheidung von Lego sogar gefährlich.

    • Was das Produktionsverfahren angeht: Man kann die sicherlich auch spritzgießen, aber nicht in der gleichen Dicke wie LEGO würde ich behaupten, bin mir aber auch nicht sicher. Ich habe keine Alternativhersteller in meiner Sammlung, kann dazu also faktisch wenig sagen. Ein anderer Leser schrieb hier aber davon, dass sie etwas dicker seien.

      Und das Ranking bei Amazon wird sich richten, das ist bei neuen Produkten immer so. Die funktionieren wie anderen Suchmaschinen aus: Neue Dinge kommen erstmal langsam nach oben, werden „getestet“ und setzen sich dann dort fest. Daher verschwinden die alten Platten mit über 1.000 Bewertungen da auch nicht so schnell 😉

      • Habe gerade mal mit dem Messschieber nachgemessen. Allerdings meist „normale“ Bauplatten. Chinesische Straßen habe ich nicht. Erste Überraschung. Lego: 1,3 mm. Hätte eigentlich 1,6 mm für die Baseplates erwartet (Steinehöhe 9,6 mm, Plattenhöhe 3,2 mm). Die Chinesen verschiedener Marken waren zwischen 1,2 und 1,5 mm dick. Meist auch die 1,3mm. Wange (24×48) war mit 1,5 mm etwas dicker. Erheblich zu dick war nur die 48×64 von Wange mit 2,0 mm. Angsusspunkte waren bei allen Chinesen zu sehen.

      • Hi Lukas,
        sicher kann man diese im Spritzgussverfahren herstellen, das stellt auch kein Problem dar diese die selbe Materialstärke zu geben. Allerdings müsste dann das Spritzwerkzeug dementpechend hergestellt werden. Mir dem richtigen Werkzeug in der Spritzgussmaschine ist es nahezu unendlich Kunststoffteike herzustellen. Bei uns in der Firma (wenn es jemand interessiert einfach mal Haitian googlen) werden Spritzgussmaschinen hergestellt und kann daher sagen ich bin vom Fach.

    • Bei Lego direkt bekommt man die 32×32-Platten in weiß, blau, beige, dunkelgrün, hellgrau und dunkelgrau, für je ca. 7 bis 8 Euro uber Steine&Teile zu bestellen.

  56. Mein Sohn hat jetzt zum Geburtstag einige der neuen City Sets bekommen und er findet die Platten echt töfte! Er findet es gut wie man sie zusammenstecken kann. Allerdings muss ich dazu sagen das er von den alten Platten keine hat.

    • Das kann so wie mit den Drehscheibentelefonen sein, in 2-3 Jahren kann es ganze LEGO Scharen an Kids geben, die dann die alten Platten für „nicht echtes Lego“ hält. Und dann kommt man als alter Sack daher und erklärt, wie es früher war. Denkbar ist das.

  57. Für mich als AFOL:
    eigentlich relativ egal, es betrifft mich nicht (habe zwar Modulars und Creator-Gebäude, aber kein Stadtlayout).

    Für mich als Vater (5 und 7 Jahre alte Jungs):

    ich hab halt noch Straßenplatten von anno dazumal (light grey schmal), und dann ein paar neue 2nd-hand dazugekauft (dark grey breiter). Damit sind wir bisher ausgekommen, auch auf den schmalen können die 6-stud-Fahrzeuge noch fahren, die alten 4-stud ohnehin. Was ich an den Platten schätze ist, dass die Stadt weitläufig wird und man mal eine Baustelle am Straßenrand, etwas Gehsteig etc. machen kann. Die Stadt wird halt zur „Kleinstadt“ und braucht viel Platz im Zimmer. Wir haben aber auch eher alte Gebäude oder bauen mal selbst was dazwischen … die aktuellen City-Arrangements etc. sind eher nicht vertreten (außer das Stadtzentrum mit der orangen Straßenbahn).

    Das neue System ist für mich vor allem eines: kompakter. Das hat Vorteile, man braucht nicht so viel Platz (das kann ja durchaus ein Thema sein), man bekommt eher eine „Großstadt“ hin weil die Gebäude nicht so riesig sein müssen und es sieht dann gut aus, aber man hat halt auch keinen Platz … Bürgersteige muss man sich anbauen, was dann aber den 16er-Raster stört und so alle möglichen Schwierigkeiten macht (Restlücken füllen etc. etc.), sonst stoßen die Gebäude oft direkt an die Straßen, es geht eng zu auf den Straßen, weil halt recht schmale Spuren *und* durch die Enge keine Möglichkeiten die Fahrspur nach außen einfach im Spiel etwas zu erweitern.
    Dazu kommt dann noch die Knausrigkeit in den Sets … wenn da eine Halfpipe ist, gibt es keine Fliese dazu damit man ohne Halfpipe eine vollwertige Straße hat? Wenn man die Rampen nicht will, ist da keine Fliese um den Rand sauber abzuschließen? Und die Platten sind halt relativ kompliziert herzustellen, d.h. die Kosten sind verhältnismäßig hoch und Lego rechnet das dann in einen schlimmen Preis um …

    Insgesamt mag ich irgendwie die Optik und die Idee, aber in der umgesetzten Praxis sind mir da zu viele Nachteile drin … und ich habe keinerlei Druck da einzusteigen.

    • Ergänzung: die Straßenplatten sind für uns oft eine Art Leinwand, und die Stadt entsteht erst darauf beim Bestücken … das ist ja noch Platz, da muss was hin, was könnte da hin, wie machen wir das? Das ist der Startpunkt für irgend eine Bauidee.
      Ich habe nicht den Eindruck dass das neue System das ähnlich kann … klar kann ich Gebäude andocken, aber ne Kleinigkeit „neben dei Straße stellen“ geht nicht, sonst fliegt wieder alles durch die Gegend. Dann muss ich schon wieder eine Plate andocken damit ich dann was draufstellen kann … die Plate muss ich haben …

  58. Wenn es ok ist, erlaube ich mir hier für grosse Städtebauer mal auf MILS (l-gauge.org) zu verweisen – ein recht gut durchdachtes Konzept, leider im Endeffekt recht teuer. Könnte eine (aus Lego gebaute) Alternative zu den Strassensets sein und umfasst auch Schienen. Dort wird auch das Auflegen von Baseplates auf normale Plates/Bricks für Modularmodule verwendet, um die richtige Höhe zu erreichen.
    Ich dachte, ich hätt sogar bei Stonewars mal was über MILS gelesen.

  59. Es ist einfach nicht konsequent,
    – wenn weiterhin die grüne Basisplatte verkauft wird
    – wenn es keine kompatible Alternative in 32*32 gibt
    – wenn das neue Ninjago Gardens und die Modular-Polizei auch die alte Basisplatte haben. Harter Schnitt und dann ist auch wieder gut!
    – wenn die neue modulare Straße keine Teile dabei hat um zwei Sets zu verbinden.

    Geliebt habe ich die alten Straßenplatten nie…für Kinder ist es jetzt aber einfach sehr teuer!

  60. Damit leider die nötigen 600.000-800.000 EUR zum Erwerb eines Hauses hier vor Ort fehlen, gehöre ich bei der Debatte nur zu den Zuschauern.
    Ich muss zugeben, dass ich dieses System eigentlich schön finde, aber irgendwie auch blöd zugleich. Vor allem das mit der Straßenbreite gefällt mir optisch nicht.
    Ebenfalls finde ich es doof, wenn ich mir zB mal ein City Set kaufen möchte und dann die für mich sinnlosen Teile die dranhängen, mitkaufen muss.

    Ich denke Lego hätte es insgesammt schlauer machen müssen und dieses neue System zu einer richtig attraktiven UVP einführen sollen.

  61. Man kann sich die Straßen auch schön reden, besser werden sie dadurch jedoch nicht.

    Wenn die Zielgruppe für die neuen Straßen Kinder im Vorschulalter sein sollen, dann ist Lego aber sehr weit am Ziel vorbeigeschossen. Kinder in diesem Alter wollen sich nicht lange mit dem Zusammenbau eines Straßensystems aufhalten, sondern möglichst schnell spielen.

    Die neuen Platten sind vielleicht flexibel, aber man muss viel zusammenstecken. Man muss sich um die Fahrbahnmarkierungen selbst kümmern. Man muss die Seitenbegrenzungen setzen. Wenn man ein Straßenschild neben die Straße stellen will, muss man das einplanen und wenn man das macht, wie auf den Bildern, dann franzt wieder der Seitenrand aus. Wenn man einen glatten Seitenrand haben will, muss man anbauen, mit Steinen die man dazu kaufen muss. etc. etc. Das dauert Kindern alles viel zu lange. Bei den alten Straßenplatten steckte man einfach ein paar wahllos ausgesuchte Grundsteine auf die Ecken, stellte die Straßenschilder daneben auf die Noppen und konnte mit dem Spielen loslegen.

    Diesem neuen Straßensystem sieht man auf dem ersten Blick an, dass der Designer sicherlich nicht die Kinder als Zielgruppe im Kopf hatte. Diese sind hier nur Alibi, damit sich Lego von den Baseplates trennen kann.

    Ob die Straßen glänzen oder nicht, ist den Kindern im Lego-City-Alter ziemlich egal. Hier sehen eher nur Erwachsene ein Problem.

    Als ich in diesem Alter war, gab es Legostraßen allerhöchstens aus Papier. Straßen waren i.d.R. überall da, wo keine grüne oder graue Grundplatte war, was eine sehr hohe flexibilität bezüglich der Straßenbreite zur folge hatte. Auf den grauen Grundplatten wurden die Straßen oft mit glatten Plates fortgesetzt – knallbunt und eine ziemliche Fummelei sowohl beim Bauen als auch beim ablösen. Aber es ergaben sich die schönsten pixeligen Kurven. Aus der Erfahrung mit meinen vier Kindern weiß ich, dass Kinder Kurven lieben. Die schönsten Straßenplatten, waren noch die Vorvorgänger des neuen Systems, als die Straßen breiter wurden aber der Noppenteil noch grün blieb.

    Die Legostraßen waren im übrigen, bisher fast immmer zu schmal für die jeweils aktuellen Fahrzeuge. Hier wird also eher eine Tradition fortgesetzt. Die neuen Straßenplatten kann man durch einen seitlichen Anbau zumindest erweitern, was zu der Frage führt, wozu man dann überhaupt diese neuen Straßenplatten benötigt, wenn man seitlich Plates ansetzen muss, da könnte man die Straßen gleich komplett aus Plates bauen, schließlich gibte es die schönen, grauen, glatten 6×6 Plates, mit denen man fast genauso schnell und in Kombination mit kleineren Platten sogar noch viel flexibler eine Straße bauen kann und der echte Lego-Fan baut die Straßen sowieso aus Einzelteilen. Allen anderen rate ich mal, über den Legotellerrand zu schauen, da gibt es viele interessante Straßen- und Baseplates.

  62. kurz und knapp: mir gefallen die neuen Straßen ohne wenn und aber sehr gut:-) Zum Glück gibt es Kinder die das ganze auch mit Kinderaugen positiv und einfach nur aus Spaß zum Spielen betrachten. Liebe Grüße

  63. Ich kann über alle Mängel der neuen Platten hinwegsehen, wenn der Preis nicht wäre. Das neue System ist einfach 100% zu teuer. Zieht man die Preise für die Teile ab sind auch alle City Sets mit dem System auch immer noch zu teuer. Allein der Umstand das man sich die Fliesen gespart hat die man benötigt um die Sets miteinander zu verbinden. Auch den Fahradstreifen hätten ich bei dem Preis als Minimum bei jedem Set erwartet. Eine Verbindungslösung zu den alten Grundplatten wäre auch kein Hexenwerk gewesen. Ich kann über vieles hinwegschreiten wenn der Preis stimmt. Hier stimmt er nicht im Ansatz.

  64. Ich verwende keine alten Straßenplatten, weil man diese nicht so kaufen kann/konnte wie man sie für seinen Zweck braucht (gibt es immer nur im Kombipackt) und sie mir tatsächlich zu breit waren. Zu breit wegen des Fußweges, der bei den Modular Building bereits vorhanden ist.
    Zum neuen Straßensystem werde ich nicht finden, weil der Preis exorbitant ist, das System zu den Modular Building inkompatibel ist. Außerdem baut das System auf den bereits vorhanden 8×8 Elementen auf, welche jedoch nicht verwendet werden, aber mehr Flexibilität bieten würden. Auch 8×16 wäre noch möglich und wird ja mit dem Zebrastreifen auch geliefert. Das 16×16 Raster beist sich mit dem 32×32 Raster wenn der Zebrastreifen eingebaut wird. Insgesamt ist das System nicht auf sinnvolle Erweiterung ausgelegt, dafür müsste man die Elemente und Fliesen auch Einzeln kaufen können, was Lego nicht zulässt. Eine weiteres Problem wirft der Radweg auf (in einem Set dabei), auch der kann nicht erweitert werden. Auch Ampeln sind nicht in ausreichender Menge beigelegt für richtige Kreuzungen. Möchte man eine Grundfläche von 32×32 mit dem neuen Straßenset umrunden lassen, sind dafür 3 Straßensets notwendig, für jede weite 32×32 Grundfläche weitere 2 Straßensets. Die Rampen bleiben am Ende übrig und Verbindungsfließen werden fehlen.
    Ein Aspekt noch, würde man die Modular Building mit diesen Straßenset umrunden, bräuchte man keine Verbindung zur Baseplate, diese kann nicht verrutschen. Aber der Schönheitsfehler ist eben, das dann die Straße höher ist, als der Fußweg.

  65. Ich finde, dieser Artikel ist sehr sachlich und gut formuliert. Vielen Dank dafür! Generell kann man es eh niemals allen gleichzeitig recht machen. Ich bin zwar auch mit den alten Grundplatten groß geworden, finde aber das neue System durchaus interessant. Es ist meiner Meinung nach sehr gut für die heutigen Spielsets geeeignet, welche ja schon seit Jahren auf die Grundplatten verzichten und hin zu normalen Platten gehen. Alles ist nun problemlos kombinierbar und es ergeben sich neue Möglichkeiten wie Brücken und doppelspurige Fahrbahnen. Aus Kindersicht eine tolle Sache. Und das ist nun mal die Zielgruppe.
    Aus AFOL-Sicht verstehe ich zwar, dass solche Platten sich schlecht mit Modulars verbinden lassen. Aber ehrlich gesagt empfinde ich dieses Problem auch bei den alten Straßen-Grundplatten. Denn die alten Straßen lassen sich meiner Meinung nach auch nicht gut mit den Modulars kombinieren. Da ist der Fahrbahnrand viel zu breit. Und entweder muss man dann den Fahrbahnrand als erweiterten Bürgersteig komplett fliesen oder das Modular-Gebäude auf den Fahrbahnrand setzen und die Grundplatte versetzen. Wirklich toll finde ich das auch nicht.

  66. Vorab – ich habe nicht alles gelesen, mir aber schon meine eigenen Gedanken gemacht.
    Ich fand die alten Strassenplatten immer hässlich, daher habe ich keine. Bei mir fahren die Autos – viele habe ich nicht, was halt so bei den Modulars dabei war – direkt auf weissem Ikea ;-).
    Vor meinen Modulars habe ich genug Platz für eine halbe Bauplatte – oder die neue Strassenplatte. Ich wollte halbe Bauplatten 32×16 nutzen, um was strassenähnliches zu bauen.
    Nun kommen die neuen Sachen und ich habe überlegt, ob ich die verwende. Da müßte ich alle Modulars abbauen und neu aufbauen und brauchte 80 von den neuen 16 x16 Platten, plus 40 für die Strasse. Ich schliesse nicht aus, dass ich das irgendwann vielleicht mal mache, wenn ich Zeit habe und Geld…
    Bei dem Plattenpack ist für mich auch zu viel Krimskrams dabei. 10 Platten in einer Tüte, das würde ich z.b.anbieten, für Leute wie mich. Wenn ich die Modulars aufbocken würde, habe ich ja dann bei jeder 19 Euro Packung alles mögliche übrig, was einfach nur den Preis nach oben treibt. aber viellicht kommt das ja, ein „Nur Bauplatten Set“.
    Für mich wäre die beste Lösung gewesen, dass Lego was Neues macht, dass dann auch bei allen kommenden Bauten genutzt wird und die alten Strassenplatten weiter verkauft. Die Ninjago Gärten stehen wohl auf alten Bauplatten? Das hätte ich dann jetzt geändert und den Leuten die Möglichkeit gegeben, dass gleich auf die neuen Platten zu bauen. Kann man dann ja selbst entscheiden, ob man 1,5 alte Platten drunter setzt, wenn die weiter im Sortiment sind. Für mich ist es kein dramatisches Thema, ich baue erstmal weiter auf den alten Platten in der alten Höhe. Sollte Vorräte anlegen, oder, falls die normale Bauplatte auch verschwindet?

    • Das ist gut möglich Annalies, aber mit Sicherheit vorhersagen kann das keiner. So lange es noch Modularhäuser oder andere Sets mit Grundplatte im Programm gibt, wird man auf jeden Fall die Grundplatten noch bei Steine und Teile nachkaufen können, es besteht also kein Anlass zur Unruhe, denke ich. 🙂

  67. Die Umstellung auf das neue Straßenplattensystem ist hauptsächlich ein Kostenthema und ein zunehmender Wunsch der Firma von Drittlieferanten wegzutreten. Es ist bekannt, dass die Grundplatten heutzutage unter Lizenz hergestellt werden (bestätigt von Kim E. Thomsen ehem. LCE Manager – Hispabrick #26) nach einem völlig anderen Verfahren als normale LEGO Steine. Und zwar werden LEGO Grundplatten durch Vakuumformen und nicht Kunststoffspritzgussverfahren hergestellt (https://www.lego.com/en-us/lego-history/new-technologies-592e1e4460af43c383e194bdecc49284). Erkennt man auch dadurch, dass auf allen Noppen das volle LEGO Logo zu sehen ist und keine Einspritzpunkte wie bei normalen Platten sichtbar sind.
    Die Produktion ist viel teurer und umständlicher, vor allem bei den riesigen 32×32 oder 48×48 Grundplatten, und LEGO möchte einfach eigene, günstige Teile herstellen die man profitabler verkaufen kann und wahrscheinlich auch weniger Kundenreklamationen mit sich bringen weil sie nicht so leicht brechen. Die paar Kratzer auf den neuen Hochglanzflächen werden den Spielspaß weniger unterbrechen als eine verbogene oder durchgebrochene dünne Platte.
    Kann sein, dass die Modulars noch als „letzte Mohikaner“ diese Grundplatten verwenden werden aber sonst sehe ich da keine Hoffnung mehr für ein comeback auch nicht wenn alle AFOL’s aufschreien und durch Bricklink verdient jetzt LEGO auch seinen Teil mit den ansteigenden Preisen der alten Straßenplatten, die vor dem Jahreswechsel alle aufgekauft wurden.

    • Na ja, wenn sie doch teurer in der Herstellung sein sollen, macht es irgendwie wenig Sinn, dass Lego sie deutlich günstiger verkauft hat als die neuen Straßen!

  68. Ich wollte schon schreiben dass ich über den in meinen Augen größten Vorteil noch nirgends etwas gelesen habe, aber dann tauchen hier gleich mehrere Kommentare auf die Brücken und Hochstraßen erwähnen.

    Über die Jahre habe ich einige MOCs gesehen, die versucht haben mit den normalen Straßenplatten zu arbeiten. Dazu werden diese auf eine Unterkonstruktion aufgelegt und müssen dann C-förmig mit normalen Platten umklammert werden um sie zu fixieren. Eine Endor Landeplatform mit zwei Space-Platten war eigentlich ganz toll gemacht, nur der obere Rand sah ziemlich bescheiden aus. Da muss man die Fixierung schon durchgängig machen und vielleicht noch ein Geländer obendrauf setzen um davon abzulenken. Diese neuen Platten kann man wunderbar von unten verbinden und aufbocken ohne sie mit normalen Steinen umschliessen zu müssen.

  69. Sicherlich ärgerlich und teuer, wenn man jetzt seine ganze Stadtplatte umbauen will (man muss es ja nicht machen). Lego zwingt ja niemanden zum Wechsel, da es die alten Straßen noch überall 2nd hand gibt. All das sind aber in meinen Augen echt Erwachsenenprobleme. Wenn ich mir hier anschaue, dass Hermine Granger auf dem Friends Boot auf dem Sonnendeck liegt und Anna&Elsa im Krankenzimmer von Hogwarts wohnen, dürften viele Kinder nicht davor zurückschrecken, die Straßen munter zu mixen.
    Das vorgestellte Set finde ich eigentlich sehr cool. Wahrscheinlich, weil es einfach auch was zum Bauen ist und nicht wie die alten Platten „nur“ Supportcharakter hat.
    Aus Sicht des Legobauens bin ich mal gespannt, was sich dadurch für neue Möglichkeiten auftun (sofern die Straßenteile auch unten Noppenaufnahmen haben). Keller, Tiefgarage, Baustelle mit fehlendem Straßenteil…
    Ich finde solche Neuerungen tendenziell spannend:-)

    Und vielen Dank für diesem sehr ausführlichen und umsichtig geschriebenen Artikel. Es macht hier wie immer viel Spaß Themen zu lesen, die einen selber gar nicht so tangieren. Sehr informativ und unaufgeregt – grad bei diesem (wie es wohl scheint) heiklen Thema

  70. Ich freue mich auf die neuen Platten. Ich habe für unsere RLUG bereits einen Plan entworfen, wie sich neue Platten und Modularhäuser perfekt verbinden lassen, und natürlich Platz für MOCs lassen.
    Bei uns kommen die Platten in die LUGBULK, und damit ist auch die Preisfrage gut abgedeckt.

  71. Da in dem Artikel auch angesprochen wurde, es wäre evtl. kinderfreundlicher und würde Kompatibilitäten schaffen, bin ich so frei mal zu zitieren (da es meines Erachtens nur ein weiterer Schritt ist die Baseplates ganz abzuschaffen und damit relativ günstige Legobauflächen für Kinder):

    Meines Erachtens bietet das neue System einige interessante Möglichkeiten und löst ein großes Problem (indem sie unterbaubar sind).

    Leider schafft das System aber mehr(!) neue Probleme, die es vorher nicht gab (das wurde alles bereits von Kommentatoren sehr gut aufgezählt).

    In der Summe muss man dann leider sagen, dass die ganze Sache damit völlig undurchdacht erscheint.

    Hinzufügen würde ich evtl. noch, dass Baseplates (so nervig ich ihre halbe Höhe finde) bisher der schönste, günstigste und beste Weg sind große Legoflächen für kleine Baumeister zu erschaffen. Einige nebeneinander auf nen kleinen Tisch und da geht was. Würde man das mit Steinen machen wollen, wäre dies ungleich aufwendiger und teurer. Und da Lego zuerst bei den meisten Sets die Baseplates rausgeschmissen hat und nun sogar trotz all der Nachteile bei den Straßen, muss ich davon ausgehen, dass sie diese langfristig ganz abschaffen wollen.

    Ich denke auch, dass es brandgefährlich ist den Leuten Konkurrenzprodukte so schmackhaft zu machen (hätte ich eine modulare Stadt und wollte die neuen Straßen, würde ich mir z.B. die zwei Platten hohen Baseplates von anderen Herstellern holen um die Gebäude günstig aufzustocken, damit die Gehsteige wieder höher liegen als die Straße).
    Hat man ein Mal etwas woanders gekauft, fällt ein großer Teil der Hemmschwelle weg und man wird nächstes Mal viel schneller bereit sein dies wieder zu tun.

    Ich bin bisher (bis auf eine Ausnahme) Legopurist. Und eigentlich würde ich das ganz gerne bleiben. ^^

  72. Ja ich weiß, früher war nicht alles besser… aber in der City Welt von damals war wenigstens alles aus einem Guss. ALLE Straßen waren Baseplates und ALLE Stationen wurden auf Baseplates gebaut und das lies sich perfekt verbinden und Ende. Ist lang her, ich weiß, aber es hat einfach funktioniert.

    Ich kann den neuen Straßen leider auch nichts abgewinnen. Für mich sind sie auch zu schmal, zu hoch und feuern den Konflikt zwischen Baseplates und normalen Plates nur noch weiter an, was Lego in seinem Statement sogar selbst eingesteht. Das ist einfach schade, ich freue mich aber natürlich für jeden, dem sie gefallen.

    Was mich aber wirklich ärgert ist der letzte Satz aus dem Statement:

    „Es war für uns von großer Wichtigkeit, ein neues Element zu entwickeln […] und [welches] zur gleichen Zeit mehr für das steht, worum es bei LEGO geht: Das Bauen.“
    Echt? Wenn es wirklich um das Bauen geht – insbesondere das kreative Bauen, wie sie es gerne betonen, dann hätten sie ein System entwickeln sollen, was auf STEINEN basiert und nicht auf 16×16 Platten. Dann könnte man dieses System mit denselben Steinen verbreitern oder verkleinern, je nach Bedarf. Oder vielleicht was ganz anderes damit machen können. Denn rein von der Flexibilität her sind die neuen Platten genauso gut oder schlecht wie die Baseplates.

  73. Ich persönlich bevorzuge die alten Straßenplatten.

    Leider fehlt mir die Fläche für eine große City, so dass die Sets aufgebaut werden und wenn der Platz nicht mehr reicht, ich diese erst wieder zerlegen muss bevor ich ich Platz für neue habe.

    Ich habe noch alte Platten aus Ende der 70er und 80er und habe aktuell Sets wie die 6382 und 6386 aufgebaut, die auch auf Baseplates stehen.
    Daher hat es bei mir auch was mit Nostalgie zu tun, dass ich die alten Straßen einfach lieber mag.

    Für Leute, die eine große City haben, verstehe ich durchaus den Frust über das neue System, da wohl alles angepasst werden muss.

    Ich finde für Kinder oder jemand, der nur eine kleine City hat, die neuen Straßen durchaus brauchbar.
    Ärgerlich ist nur, dass die Fahrspuren dann so schmal sind.

  74. Lego bietet eine Lösung in einem kleinen Segment an, die absolut Sinn ergibt und zum Städtebau einlädt – sofern man sich auf City 2021 beschränkt. Dass aber unterschiedliche Jahrgänge und Themen schon seit Ewigkeiten nicht mehr vernünftig und sauber zu verbinden sind, dürfte ein ganz anderes Problem sein, wird durch die neuen Straßen aber weder gelöst noch verschlimmert.

  75. Meine Straßenplatten, und davon reichlich, hatte ich vor 15 Jahren schon verkauft; sie waren mir einfach zu sperrig. Hinzu kommt: ich wohne in einem Mehrparteien-Altbau und wenn LEGO Züge über den Dielenboden rattern, dann klingt das in der Wohnung unter mir nach ernstzunehmender Lärmbelästigung… Was tun in dieser Not? Aufbocken auf Tischniveau?
    Wie ich unter deinem Aqua-Artikel, lieber Jens, vor Jahren schon kommentiert hatte: LEGO hat(te) sich weiterentwickelt, ich habe mich weiterentwickelt. Die meisten LEGO City Städte ähneln sich meiner Meinung nach sowieso viel zu sehr. Kerzengerade Straßen- und Schienenverläufe fesseln die Aufmerksamkeit nur bedingt und mit den kurzen Schienenteilstückchen lassen sich nicht nur Kurven individualisieren, sondern auch eine lebendige Unruhe in den Zugverlauf bringen, einfach indem man gerade Strecken minimal aufbricht. Für das Straßensystem wünsche ich mir Gleiches. Das neue empfinde ich wie an anderer Stelle schon erwähnt als deutliche Verbesserung.
    Überhaupt kann man LEGO Citys auch komplett neu denken. Die müssen nicht wasserwaagenmäßig horizontal verlaufen. Die lassen sich – wie revolutionär – auch mithilfe von Technic-Bricks in einer gemauerten Wand verschrauben, die Schienen und die neuen Straßenplatten darauf stabil (und blau) verpinnen. Das zum Thema Raumausnutzung.
    Gerne mehr Revolutionäres: Muss ein Modell-Zug von A nach B, um ein Fahrerlebnis zu erzeugen? Müssen sich Züge überhaupt fortbewegen? Können sich die nicht auf einem Rollband auf der Stelle bewegen, auf Kettengliedern statt Schienen? Darf eine LEGO Stadt auch abstrakt sein und gerade deshalb die Fantasie bedienen?

    Eines darf letzten Endes dann auch wieder nicht fehlen: Wieso bekommt der Youtuber, dessen Name durchaus genannt werden darf, für einen LEGO Komplettverriss über 500.000 Views? Zumal er seine Sicht der Dinge – die nur sehr eingeschränkt meine ist – durchaus nachvollziehbar darlegt. StoneWars dagegen erreicht für sein Helden-Gedisse (‚Idiot der Gamerszene‘, Begründung Fehlanzeige) auf Timo & Nando gerade einmal etwas mehr als 2.500 Viewer. Müssen wir da wirklich wieder eine Diskussion aufmachen, wer wessen Follower für ‚großmanipuliert‘ hält? Thomas Panke trifft wenigstens meinen Humor, ihr versucht das dann erst gar nicht… Kurz: ich mag Sarkasmus. Zynismus mag ich nicht und StoneWars wird beim Thema ‚Held der Steine‘ grundsätzlich zynisch. Zynismus fehlt jedoch JEGLICHE Pointe. Wie unerträglich dröge jedes Mal das doch ist…

    • Ich verstehe gerade den letzten Teil in deinem Kommentar nicht, sorry. Wie kommst du jetzt hier auf „Gedisse“ vom Held der Steine? Woher ist das Zitat „Idiot der Gamerszene“? Ich verstehe auch den Rest im letzten Absatz nicht ganz, aber da muss ich jetzt gerade erstmal ansetzen um die Einstieg zu finden.

      • Nein, lieber Lukas, ausnahmsweise nicht. Ausnahmsweise müssen wir beide damit Leben, uns in einem Punkt nicht zu verstehen. Ich werde mir jetzt nicht wieder die Mühe machen und 3 Stunden Podcast nochmals durchzuhören, nur um Zitate aus einer Szene herauszupfrimeln, die in den Time Codes nicht auftaucht. Und so besessen bin ich nicht, um dich immer wieder auf Ungereimtheiten in der StoneWars-Selbstdarstellung aufmerksam machen zu müssen. Du siehst das selbst oder du siehst es eben nicht – wie es im Podcast-Video halt auch dargestellt ist: Ryk erzählt aus dem Gamer-Nähkästchen, der nächste tut, als höre er es nicht, der zweite gibt den Nichtsehenden und du? Du sagst tatsächlich nichts. Sollte sich das nun etwas despektierlich lesen – so sorry – aber genau so kam es bei mir an. LG

        • Ich weiß mittlerweile wenigstens dank @Rauy, dass du von dem Weihnachts-Podcast mit Timo und Nando redest, das war mir bisher nicht mal klar. Ich habe die Stelle nochmal angehört, Timecode ist dazu auch vorhanden: „0:14:06​ Adult Fans of Gaming“, dauert dann knapp 2 Minuten.

          Ryk erzählt da was aus seiner Gaming-Vergangenheit und zitiert dabei Gamer aus seiner Vergangenheit. Ich stelle das nachher sogar klar, dass das DEREN Worte sind und nicht seine, was er dann auch bestätigt. Mir zu unterstellen, ich würde daraufhin nichts sagen, ist einfach nur falsch. Auch Timo und Nando äußern sich dazu und wir stellen klar, dass wir das nicht gutheißen und das wir über Toxizität in der Gamer-Szene sprechen. Ansonsten habe ich die Hälfte von dem was Ryk an der Stelle erzählt, selber nicht verstanden. Timo auch nicht, wie er im Podcast an der Stelle auch erklärt und was du auch unseren drei Gesichtern ansehen kannst.

          Ich kann und werde Ryk nicht den Mund verbieten, bestimmte Namen zu nennen, auch wenn es mich an der Stelle genervt hat, weil ich das Thema nicht ständig aufmachen will. Ryk ist zwar ein Autor von StoneWars (allerdings aktuell schon seit Monaten aufgrund von Krankheit nicht mehr so wirklich und nur noch in seiner Freizeit manchmal im Podcast aktiv), aber ihm steht immer noch eine eigene Meinung zu, die nicht notwendigerweise die des gesamten Teams ist.

          Ansonsten bleibe ich dabei: Ich verstehe deinen Kommentar nicht so richtig und ich weiß nicht, welche Selbstdarstellung du im Detail meinst. Ich verstehe die „Ungereimtheiten“ nicht, aber du musst mir da natürlich selbstverständlich nix erklären. Du musst dann nur damit leben, dass ich es dann nicht reflektieren und nichts dran ändern kann.

          • Auf ‚Timo und Nando‘ hatte ich doch geschrieben. So viele Podcasts habt ihr in Kooperation mit deren Yt-Kanal ja noch nicht gemacht… Gut, nun habe ich es mir eben doch noch mal angehört und ich sehe zumindest deinen (& Käpt’n Rotbarts) Standpunkt.

            Ich selbst unterscheide klar zwischen Aussagen, die in einem Gesamtthema getätigt werden, ohne zusammenzugehören, und denen, die zusammengehören. Eine Distanzierung von der Toxizität anderer, von deren Intuition und Herangehensweise, ist für mich nicht zwangsläufig eine Distanzierung von deren inhaltlichen Aussage. Ich habe deshalb an dieser Stelle einfach ein klares Statement von Ryk, von euch, erwartet, dass er/ihr Thomas Panke nicht für einen (toxischen) Trottel hält/haltet oder Ryk es wenigstens begründet, weshalb TP sich Ryks Meinung nach wie ein Trottel verhalten haben könnte. Vielleicht hätte ich es ja sogar verstanden. Euer, dein, Timos, Nandos, Nachhaken kam bei mir lediglich als Nachhaken über die Mittel, nicht über den Inhalt an, weshalb ich das als stille Duldung interpretiert hatte. Da aber auch gerade aktuell wieder du, Lukas, zu einem der oberen Kommentare diese vermeintliche Art von toxischem Vorgehen mit den Videos des HdS in Verbindung bringst … Darf ich da die Flöhe husten hören?
            …Zumal du es tunlich unterlässt, den größeren Rahmen zu erwähnen und du darin auch nicht den aktuellen Beef zwischen TP & LEGO berücksichtigst… Ist das weniger toxisch?
            Selbstverständlich erwarte ich, dass auch ihr in der Wahl euer Mittel ein Marketing-Ziel verfolgt! Es fiele mir äußerst schwer, ein Verneinen zu glauben… Selbstverständlich hast du, hat Ryk, habe ich das Recht auf eine eigene Meinung, auf die Äußerung derer… Das also zum Thema Toxizität und wie toxisch sie tatsächlich sein kann…
            Wie oben erwähnt: ich verstehe (nun) deine Sicht der Dinge, ich verstehe aber auch das Vorgehen und die Einschätzung von Thomas Panke. Und nach wie vor verstehe ich, weshalb ich eine Lücke im Podcast-Thema sehe, die Distanzierung von der Aussage, TP sei ein (toxischer) Trottel oder verhalte sich wie einer. Sollte ich mich geirrt haben, so entschuldige ich mich also in aller Form – auch und besonders bei Ryk!!! Komme er bitte möglichst bald wieder auf die Beine!!! Sollte ich mich nicht geirrt haben, dann entschuldige ich mich natürlich nicht 😉 Nichts desto trotz wünsche ich Ryk auch in diesem Falle, er möge möglichst bald wieder auf die Beine kommen.

        • Sorry, Hagen, aber das stimmt so nicht. Podcast-Folge 99,9 zwischen 15:45 und 16:45. Ryk erzählt, dass der Held in der Gamerszene damals teils als Trottel dargestellt wurde. Und Lukas fragt explizit nach, wessen Worte das sind, und ob Ryk das da auch so gesehen/gesagt hat, was Ryk explizit verneint. Und auch Timo befürwortet diese Klarstellung durch Lukas und Ryk.

    • Ja leider…Ich nenne es immer gern das „Rezo“-Phänomen:
      Anstatt sich mit dem Inhalt auseinander zu setzen, WAS gesagt wurde, regt man sich lieber drüber auf, WIE es gesagt wurde oder wie verbreitet oder mit welchem Titel usw.

        • Das ist mir zu einfach…aber leider auch ein Problem unserer Zeit. Alles schön und vor allem politisch korrekt präsentieren, dann kannste jeden Mist damit verpacken. Was kümmert mich der Inhalt, da sind blinkende Bilder!!!

          • Naja, etwas differenzierter sehe ich das schon auch, aber das müssen wir hier sicher auch nicht auswälzen. Ich fand zum Beispiel deine Einschätzung etwas zu einfach. C’est la vie. 😉

    • Tut mir leid, aber Ryks Geschichte bei dem YouTube-Podcast lässt sich nun beim besten Willen nicht als „Gedisse“ reinterpretieren. Es ging um etwas komplett anderes und ich habe da in keinster Weise einen wertenden Kommentar über Herrn Panke herausgehört, zumal er das auch klargestellt hat. Dein Humor und deine Einschätzung, seine Videos seien nicht zynisch, sei dir gelassen, aber das möchte so dann nicht stehen lassen, auch wenn es nur ein marginaler Teil deines Kommentars ist. Der vorhergehende Abschnitt ist schon recht interessant, auch wenn ich das Revolutions- und Kreativitätspotential des neuen Straßensystems weniger hoch einschätze.

    • Hat jemand Timecodes gesagt? Jetzt hat Lukas schon darauf geantwortet, habe aber kurz die Stelle ab 15:30 transkribiert (mit leichten Kürzungen):
      >>RYK: Aus diesem [Gaming-]Kontext kenne ich zum Beispiel den Held der Steine. Den kannte ich vor dem Ende meiner LEGO-[Dark-]Zeit, weil dort der Held der Steine als „Wir gehen dorthin, gucken und lästern über den“ gemeinsam in einem Gaming-Chat, gemeinsam „über diesen Trottel, der über LEGO redet“, […] und das ist natürlich super toxisch. [Auf Nachfrage von Lukas:] Das waren deren Worte, nicht meine Worte.<<

      Ich habe es beim ersten Hören auch nicht verstanden, aber beim Nachhören ist Ryks These für mich klar: Die schon lange toxische Gamingszene ist erst in die Helden-Videos eingefallen, um sich über ihn lustig zu machen (Erwachsener spielt mit LEGO usw.), wurde in Teilen aber assimiliert und ist zu Fans geworden, die dann aber ihre Toxizität in die LEGO-Szene mitgebracht haben.

      Auch ich höre an dieser Stelle null persönlichen Angriff auf HdS raus, nur eine Beobachtung aus beiden Welten, die Ryk halt gut kennt.

      • Also kurz und knackig: Man kann ein Verhalten generell verurteilen, weil man es für verurteilenswert hält. Man kann es situativ aber auch deshalb als verurteilenswert deklarieren, um genau dieses Verhalten dann denen, die man tatsächlich angehen möchte, zur Last legen zu können. Das sind einfach zwei völlig verschiedene Absichten.

        Off topic: dichotom… Gerne mehr davon. Man lernt nie aus. Mein Ernst!

  76. In der City und Creator Welt sind die neuen Platten bedingt brauchbar, mir fehlt da am ehesten noch der Gehweg und der Mittelstreifen hätte ein wenig dünner ausfallen können.

    Vielleicht sollte Lego Adapter bringen oder Plates in 16×32 bzw 32×32, glaube nicht, dass die neuen Strassen wieder verschwinden.

  77. Ich finde es gut, dass das Thema hier einmal von allen Seiten beleuchtet wurde.
    Bezüglich der Bespielbarkeit für Kinder finde ich aber nicht unbedingt, dass Lego hier eine Verbesserung erreicht hat.
    Ja die Gebäude von Lego City und 3in1 stehen auf normalen Platten aber das hat kein Problem dargestellt. Man kann die Gebäude doch sogar einfach auf die Straßenplatten bauen als Kind.
    Grundsätzlich kann das ersetzen von Grundplatten durch normale Platten auch Vorteile haben indem nun theoretisch Straßen auf gebauten Hügeln/Bergen möglich wären (keine Ahnung ob das wer braucht), aber wenn dies das neue Konzept von Lego ist sollten sie halt auch konsequent alle Häuser auf „richtigen“ Platten bauen (und überhaupt normale Platten in der größe von Baseplates anbieten).
    Am problematischsten finde ich tatsächlich die Richtung in die sich die Preise entwickeln. Das Straßenset, was im Vergleich zum alten schlichtweg zu teuer ist (halbe Fläche, doppelter Preis) hat da ja leider noch mit Abstand das beste Preis-Leistung Verhältnis der neuen Lego City Sets.

  78. Also ich find die neuen Straßen super! Bringen nur Vorteile für alle! Ok, war nicht ernst gemeint 😉 das Thema ist für mich auch erledigt. Es gibt ja gute und günstige Alternativen. Wer die echt toll findet, soll sich bis zum Umfallen damit eindecken. Einen Vorteil hat es wirklich: die werden wahrscheinlich niemals ausverkauft sein 😉

  79. Danke für die ausführliche Durchleuchtung des Sachverhalts!

    Mit Sicherheit sind die leichte Verbindung von Häusern, Straßen und Sets der City Reihe vor allem für Kinder ein großer Vorteil der neuen Straßenplatten. Genauso wie dass sie wesentlich stabiler sind und somit sich damit viel leichter Brücken und Steigungen bauen lassen.

    Meine Hauptkritikpunkte am neuen Straßensystem sind jedoch folgende:
    1. Bei den neuen Straßenplatten fehlt der Bürgersteig.
    2. Die alten Straßenplatten werden einfach nicht mehr produziert. Ok, klar, im Laden neben den neuen Sets wäre dies sicherlich nicht verkaufsförderlich. Aber warum kann man die alten Straßenplatten nicht einfach einzeln über PaB oder Steine & Teile anbieten?!
    3. Mit zwei Platten Höhe liegt die Straße immer über dem Bürgersteig, was absolut unrealistisch ist.
    4. Die Käufer der neuen mittelgroßen bis großen City Sets werden gezwungen, die neuen Straßenplatten mit den Sets – und vor allem dem erhöhten Preis – mitzukaufen, ob sie sie wollen oder nicht. (Nur zur Info: Das letzte City Set, das Straßenplatten enthielt, kam vor zehn Jahren auf den Markt.)
    5. Das Schlimmste aber ist, dass die Fahrspuren für die heutigen Fahrzeuge von City viel zu schmal sind.

  80. Den Punkt, dass die ganzen City-Sets jetzt zwangsläufig diese Straßen alle drin haben und man die quasi (zu einen nicht unerheblichen Preis) mitkaufen MUSS, sehe ich auch kritisch. Aber als Hoffnungsschimmer dazu, könnte man auch mutmaßen, dass dies in diesem Jahr vielleicht auch besonders heftig ist, eben um das neue System zu forcieren und zu bewerben. Klar ballern die die dann überall rein. Das mag für die aktuellen Sets wenig helfen, aber vielleicht kriegt sich das auch wieder ein und nicht jedes Set hat dann so eine teure Straße dran. Will das nicht schönreden, aber das war so’n Gedanke der mir noch kam.

  81. Der Held der Steine hat sich dem Kampf gege Lego als Heiligtum verschworen – und zieht das tatsächlich konsequent durch (was ich nach seiner Ankündigung vor exakt einem Jahr nicht wirklich geglaubt hatte). Wohl einer der größten Marketingfails bei Lego der jüngeren Geschichte…

  82. Ich verstehe nur einfach nicht warum Lego das eine System durch das andere komplett ersetzt? Hätte man nicht für City und die Kleinen das neue „primitivere“ System bringen, und für den Rest die normalen Grundplatten lassen können?
    Ich bin ein Kind der späten 80er. Ich bin mit Lego Straßenplatten, 9V Schienen und City Sets auf Grundplatten aufgewachsen. Vielleicht liegt es nur an der Nostalgie meiner Kindheit, aber ich kann im neuen System nichts Gutes finden. Und dass Lego nicht mal in jedem Set ein paar 2×4 tiles dazulegt um die Sets untereinander zu verbinden ist ein grober gedanklicher Fehler. Auch die Breite ist mehr als nur knapp. Der neue Autotransporter ist immerhin 10 Nippen breit.
    Vielleicht war die Idee hinter dem System ja nicht schlecht, aber die Umsetzung ist leider mehr als mangelhaft. :/

  83. Damit die alten Straßenplatten im vielzitierten Stadt-Layout des erwachsenen (!) Legobaumeisters annehmbar aussehen, müssen sie doch langstreckig mit Modular-Häusern (gekauft oder steineintensiv selbstgebaut) umbaut und mit unzähligen Fliesen zugepflastert werden. Dafür braucht man erstens viel ansonsten ungenutzten Platz in der Wohnung/im Haus und zweitens einen mindestens vierstelligen Eurobetrag. Ich glaube nicht, dass diese Voraussetzungen pauschal für die Hauptzielgruppe eines Spielzeugherstellers zutreffen.

  84. Hallo Jens,
    Ich weiß nicht wie alt Du bist, und ob Du Kinder hast Aber meiner Meinung nach erkennt die Zielgruppe schon manche Fehler von Lego. Ich denke die Breite der Fahrbahn wird auch der Zielgruppe auffallen. Kinder sind zwar sehr phantasievoll aber nicht blöd. Mein Sohn ist 4 Jahre alt und erkennt Fehler im Lego System, ohne dass er darauf hingewiesen wird. Und nein er ist nicht über intelligent. Dann werden es auch 5 jährige und ältere erkennen.
    Viele Grüße Martin

    • Hallo Martin, danke für Dein Feedback. Ich meinte auch eher, dass das vielen Kindern wahrscheinlich einfach egal ist, aber damit kann ich natürlich falsch liegen. 🙂

  85. Endlich eine ziemlich sachliche Diskussion, Danke an alle hierzu! Ich baue seit den frühen 80er und habe dementsprechend VIELE Grundplatten aus allen Generationen und in allen möglichen Formen, Farben und Aufdrucke. Wir sind mit der Zeit gegangen und haben bei Erweiterungen oder Umbauarbeiten ältere Straßengenerationen durch neuere ersetzt, meistens durch Platzmangel oder Ersatz von alten Citysets durch Modulare Buildings. Ins besondere bei den Modulars habe ich aber sehr oft die enthaltene Bürgersteige als Platzverschwendung empfunden und die Gebäude an die Straßenplatten gerückt, um mehr Baudichte zu erzeugen. Das Ganze aber ist in diesem 32×32 Raster und irgendwann ist Schluss. Diagon Alley haben wir noch irgendwie „eingefügt“, aber mit Ninjago Gardens ist jetzt Schluss : einige Straßen müssen zusammenrücken. Und dazu kommt dieses neue System eigentlich ganz gelegen, weil es wo notwendig Flexibilität gibt und ich nicht mit kleinen Fliesen arbeiten muss.
    Bringt es Komplikationen? Klar: wir müssen trotzdem große 48×48 Platten darunterlegen und die Gebäude und Bürgersteige erhöhen, vermutlich werden wir dafür in den neuen Bauplatten der Mosaike investieren, die sind auch 16×16 aber 3 hoch.
    Ist das System ausgereift? Nein: es ist gerade am Anfang un ich hoffe auf Verbesserungen im Laufe der Zeit, wie Kurven, Sackgassen, Bahnübergänge, Fußgängerzonen etc. Aber auch hoffentlich die Mittelstreifen in 2K (also nicht gedruckt sondern weiß und grau gespritzt). Wenn man weiter spinnt kann man auch von weiteren Farben träumen, wie Schwarz und Hellgrau und Weiß, sogar von Transclear für Wasser? Und wer weiß sogar Rampen? Straßenbahnschienen? Ich meine damit, das System ist eigentlich unendlich.
    Die meisten hier sehen das Thema aus Erwachsenensicht, man sollte aber nichr übersehen, dass es sich eigentlich um ein 5+ Produkt handelt. Nicht jedes Kind, das mit Lego anfängt, hat eine voll ausgebaute Stadt mit Straßenplatten und Modulars. Oft ist es die Ikea Kiste, wo jeden Abend alles reingeräumt wird und dafür sind die neuen Platten sehr gut – schnell aufgebaut und aufgeräumt.

    • Der letzte Abschnitt deines Kommentars finde ich perfekt. Wir können alle einfach nur hoffen, dass sich das System in sich selbst weiterentwickeln wird und die gennanten Dinge noch umgesetzt werden. Klar verstehe ich die Problematik, dass es nicht mehr zum alten System passt, aber ich denke die Verfügbarkeit der alten Straßenplatten wird immer gegeben sein.
      Ich sammle zb nur SW und HP, aber ich finde, dass das neue System für alle Städtebauer eine gute Herausforderung sein könnte, seine Stadt auf die neuen Straßen umzurüsten und neue sich Möglichkeiten ergeben.
      Desweitern bleibt abzuwarten, was weitere Wellen bieten und was noch umgesetzt wird.
      Sagen wir mal Lego bietet zb in der nächsten Welle Bürgersteige, Bahnübergänge usw. an, ich finde das System hat gute Chancen sich weiterzuentwickeln und bietet sich auch dafür an.
      Das ist jetzt erst die erste Welle und ich hoffe einfach es kommen noch geile Erweiterungen dazu.
      Man könnte das System jetzt auch mit anderen Dingen vergleichen, zb mit der Erfindung des Autos (damals waren auch alle skeptisch und nicht jeder konnte es sich leisten, aber nach gewisser Zeit hat sich das auch verändert). Genauso mit der Industralisierung, jeder regt sich drüber auf, klar fallen viele einfache Arbeitsplätze weg, aber das System bietet unglaublich viele Möglichkeiten neues umzusetzen.
      Also als Fazit bleibt einfach abzuwarten, was Lego damit noch anfängt und was in den nächsten Wellen oder Jahren kommt.

      • Was ich vergessen habe noch anzufügen, grundsätzlich finde ich es nicht gut, dass das neue System beim Marktstart so viel Hate bekommen hat, aber vllt wird es am Ende so gut sein, dass jeder AFOL seine Stadt doch darauf umbaut. Es bleibt einfach abzuwarten was noch kommt.

      • Ein erster Blick auf die Liste der City Sommerneuheiten enttäuscht da leider. Im Wildlife-Thema werden wohl kaum Straßenplatten dabei sein. Beim Stunt-Thema muss man mal Bilder abwarten. Vielleicht zeigen Sie uns da ein paar ganz neue Anwendungsmöglichkeiten der Straßenplatten (Hügel-Parcours?). Aber klassische City-Gebäude zur Erweiterung der aktuellen Welle -> leider Fehlanzeige. Und von Kurven auch weit und breit nichts zu sehen.

          • Ich hoffe ja selber auf mehr dazu und irgendwelche Erweiterungen und so, aber warum dann nicht gleich in der Sommerwelle? Verpasste Chance, die Zweifler doch noch vom neuen System zu überzeugen. Und leider behandelt LEGO das Thema Erweiterungen z.B. bei Zügen auch sehr stiefmütterlich, von daher schraueb ich meine Erwartungen lieber ganz nach unten.

  86. Ich hätte es ungemein clever gefunden wenn sie die Straßen zum Kampfpreis auf den Markt gebracht hätten. Das würde der Kritik an den Preisen entgegen wirken, kritische AFOLs zum ausprobieren verleiten und wäre unterm Strich absatzfördernd.

    Straße billig => Straße lang => zu leer! => müssen mehr Häuser und Autos ran.

  87. Ich finde nicht, dass es durch die alten Platten eine Inkombatibilität zu City-Gebäuden und Creator 3in1 gab. Es war jederzeit möglich diese Sets statt auf den mitgelieferten Plates auf (Straßen)-Grundplatten zu bauen. Oder aber einfach mit den Plates auf Grundplatten zu stecken, ohne zusätzliche Steine zu brauchen. Umgekehrt muss sich jetzt aber ein Modulhaus-Städtebauer einen kompletten Unterbau an Plates zulegen, um wieder auf die richtige Höhe zu kommen.

    • Vielen Dank für den Kommentar. So sehe ich das auch. Im Prinzip würde ich das neue System auch gerne nutzen, da mich die Fahrzeuge der neuen City-Sets oder Figuren interessieren. Aber wenn ich bedenke, mit wieviel Mehraufwand es verbunden wäre, die Modular Buildings, die auf einer 32×32-Platte stehen auf reguläre Plates und dazu doppelt zu packen, find ich persönlich schon etwas extrem.

  88. Ich (47 Jahre, keine Kinder) kaufe keine Modularhäuser, sondern Creator 3in1-Häuser und City.

    Am liebsten habe ich aber Raumschiffe (City, Star Wars, Apollo 11, Saturn V, Creator usw.).

    Die alten Straßenplatten und Baseplates wirkten auf mich immer unattraktiv und Lego-fremd (dünn, laberig und übergroß).

    Ich glaube, die neuen Platten werden bei Kindern gut ankommen. Mir gefallen sie auch. (Ein wohl unrealischer Traum von mir wären die kleinen Platten in rot als Radwege.)

    Ja, und Lego ist teuer.

    Danke für den Artikel. Ich freue mich auf den ersten Podcast 2021. Alles Gute!

  89. Da ich als Kind kaum Straßenplatten besaß, hatte ich auch damals das Problem des höheren Straßenniveaus, fand dies aber nicht dramatisch. Wie viele meiner Freunde nutzte ich die „Schienen“ der Carrera-Bahn in meiner Lego Stadt. Lego hat nun den Punkt erreicht, wo die Carrera Schienen/Straßen bei jetzt bei fast gleicher Höhe günstiger sind, Kurven haben und zusätzlich einen Primärnutzen haben. Die meisten Kinder die ich kenne nutzen heute meist einen Straßenteppich oder Straßenmatten zum spielen. Straßenplatten sind in meinem Umfeld eher ein Erwachsenenthema. Ob das neue System sich durchsetzen wird, wird die Zeit zeigen. Den Kindern ist das Straßensystem weitestgehend egal, die Eltern und AFOLS werden mit ihren Brieftaschen entscheiden.

  90. Zu mir:
    Ich bin fast ausschließlich bei Star Wars beheimatet, mit ein paar Ausnahmen (Cherry Picking), weswegen ich auch „egal“ als Antwort gewählt habe. Mein letzter Berührungspunkt mit den Straßenplatten war im Kindesalter. Damals habe die aber mit meinen Matchbox Autos bespielt 😀

    Trotzdem habe ich natürlich die Thematik mitbekommen und sage DANKE für diesen Artikel. Vergleiche zu anderen Texten oder Videos ziehe ich jetzt mal nicht.
    Das wäre schon Stoff für einen separaten Artikel, „Toxicity in the Lego City“ oder so.

    Durch diesen Text kann ich die Lego Sicht etwas besser nachvollziehen, sehe aber (zu) viele negative Punkte.
    Wenn man ein etabliertes System, welches Jahrzehnte bestand hatte, ändert, wird es nie geräuschlos vorübergehen. Lego hätte es aber glaub etwas „smoother“ machen können bzw. müssen.
    Für mich am schlimmsten ist aber die Tatsache, dass da zu wenig Verbindungsplatten in den Tüten stecken. Hoffentlich legt Lego bei der nächsten Wave dann ein paar extra Plättchen dazu.
    Und der Preis. Aber das könnte inzwischen automatisch in jedem Kommentarfeld stehen.

  91. So, nachdem ich jetzt die Kommentare durch bin, bei der Anzahl kann man glaube ich sagen da wurde „ein Nerv getroffen“, möchte ich auch kurz meine Meinung dazu äußern.
    Bei den Kollegen von promobricks habe ich es ja auch schon gesagt, ich bleibe ganz entspannt.
    Die neuen Straßenplatten mögen Vorteile und Nachteile haben. Hier im Artikel sehr schön aus der Sicht der Zielgruppen Jung und Alt dargestellt.
    Ich sehe eher Nachteile als Vorteile zu den alten Straßenplatten. Die wurden hier auch schon alle genannt: Höhe, fehlende Verbindungsfließen, zu enge Fahrbahn, usw.
    Mir sind nochmal zwei Punkte wichtig zu nennen.
    1. Die Sets werden teurer bzw es ist weniger in den Sets. Wenn ich in jeden Set die neuen Straßenplatten habe, „verbrauchen“ die ja auch eine gewisse Teilezahl. Also sind für den „Rest“ (die Häuser, Autos, etc) weniger Teile zur Verfügung. Ebenso, was ist denn wenn ich jetzt langsam (für mich) genug neue Straßenplatten durch diverse Sets bekommen habe? Ich bekomme sie ja dann trotzdem weiter in den Sets dazu und bezahle dann auch diese (für mich) überflüssigen Straßenplatten immer mit.
    Ich hoffe ihr versteht meinen Ansatz.
    2. Es wurde die Vermutung geäußert LEGO möchte vielleicht komplett weg von Baseplates. Ja, die Vermutung kann ich im Artikel nachvollziehen, glaube aber trotzdem nicht daran.
    Dies würde ja auch bedeuten das LEGO z.B. in der Modulhausreihe von Baseplates auf Platten umstellen müßte und das hätte dann wieder das Höhenproblem zur Folge. Ebenso auch bei Ninjago City, falls da nach den Gärten vielleicht noch was kommen sollte. (Ja, bitte!)
    Deshalb komme ich zu meinem Fazit:
    Für mich sind die neuen Straßenplatten nix, aber sie werden sicherlich auch einige Freunde finden.
    Mal schauen wie sie sich durchsetzen werden. Denn darüber entscheiden nicht wir hier im Blog oder in YouTube Videos, sondern schlussendlich an der Kasse ob wir sie kaufen.
    Und sollten sie nicht laufen, verweise ich auf Themenreihen wie z.B. NexoKnights, Overwatch oder Hidden Side. (Spricht oder vermisst noch jemand Trolls?)
    An stonewars, macht euch mal eine Notiz in den Kalender und veröffentlicht im Januar 2023 den Artikel „Was wurde eigentlich aus den neuen Straßenplatten? Zwei Jahre ist es her…“.
    Solange bleibe ich gelassen und mache mir dazu nicht weiter Gedanken.

    Aber noch kurz zu zwei Punkten aus den Kommentaren.
    1. Mag sein das die Videos vom Helden nicht jedem gefallen, aber einen Zusammenhang herzustellen, er ist verantwortlich für die Kommentare anderer, halte ich für falsch. Ich denke was hierzu mit „Diskussionskultur“ und „die Meinung des anderen akzeptieren“ gesagt wurde, trifft es.
    Und beleidigte Kommentare gehen garnicht.

    Und als 2.
    An stonewars. Bitte, bitte macht einen Bericht über die LEGO Stadt vom Besitzer der Asphaltiermaschine! (hier aus den Kommentaren)
    Das muss Die Welt erfahren!

    PS: Danke an stonewars für den guten Artikel und die anschließende Diskussion hier in den Kommentaren. Super Blog, macht weiter so

    • „ Mag sein das die Videos vom Helden nicht jedem gefallen, aber einen Zusammenhang herzustellen, er ist verantwortlich für die Kommentare anderer, halte ich für falsch.“

      Doch, das ist relativ klar nachvollziehbar. Seine Gefolgschaft ist nach seinen Videos zum neuen Technic Ferrari und den neuen Straßenplatten geschlossen zu den Review-Videos anderer YouTuber gezogen, die schon lange online waren, und hat diese mit Unlikes und beleidigenden Kommentaren geflutet. Sein unsäglicher Jargon, dass bei Lego eh alle nur Trottel (aka „Füchse“) sind, zieht sich dort und überall sonst durch die Kommentarspalten. Er ist mit seiner Reichweite definitiv mitverantwortlich für die aggressive Stimmung, die mittlerweile in den Kommentaren bei Posts von Lego und YouTubern, die nicht auf seiner reinen Anti-Lego-Linie sind, herrscht.

      • @Köstler

        Also, ich schaue seine Videos auch und bin nirgendwo „geschlossen“ hingezogen.
        ; )

        Ich glaube, „Stein“ meint vielleicht auch einfach nur, dass man sauber zwischen „Verursachung“ und „Schuld“ trennen muss. Der HdS mag die Ursache für viele unerfreuliche (überzogene) Kommentare sein und ist trotzdem nicht schuld.
        Ansonsten wäre auch seine Mutter schuld (ohne sie gäbe es ihn ja nicht) und Lego wäre schuld (keine neuen Straßen, keine Beschwerden darüber) und so weiter …
        : )

        • Aus großer Kraft folgt große Verantwortung.

          Man kann sich natürlich immer damit rausreden, dass man die Leute ja nicht dazu auffordert andere Kanäle zu bashen. Das ändert aber nichts daran, dass es ohne diese Videos derartige Shitstorms nicht gäbe. So ein Verhalten gab es vor zwei Jahren noch nicht. Damals hat er sich auch noch hauptsächlich auf die guten Sets konzentriert. Gerade in der letzten Zeit sind es immer mehr Veriss Videos geworden. Trump hat auch niemanden dazu aufgefordert ins Kapitol einzudringen. Trotzdem wäre es ohne ihn niemals dazu gekommen.

          • @Kevin

            Das mit der Verantwortung stimmt grundsätzlich. Ich finde ihn ja auch etwas zu negativ momentan. ^^

            Aber, dass Du schreibst: „Das ändert aber nichts daran, dass es ohne diese Videos derartige Shitstorms nicht gäbe“, zeigt imho, dass Du recht reflexartig geantwortet hast, anstatt über das, was ich schrieb nachzudenken. Denn was soll ich jetzt erwidern? Logisch wäre:

            Also bleibt die Mutter des HdS schuld am Shitstorm, denn es ändert sich ja nicht, dass es ohne sie den HdS nicht gäbe.

            Nochmal: Schuld an einem beleidigenden/unangebrachten Post, ist derjenige, der ihn verfasst – sonst niemand! : )

      • Nur eine kurze Anmerkung: Füchse mit Trottel gleichzusetzen oder als Trottel zu interpretieren empfinde ich für falsch.

    • „Spricht oder vermisst noch jemand Trolls?“ Tztztz, da wird im Nebensatz auf Trolls geschossen, aber mir entgeht so was nicht 😀

      Ich habe dieses Party in Pop City Set gekauft und ich finde es einfach wahnsinnig toll: Die Figuren, die Wohnblütenteile, die Filzblumen, das viele Türkis… Also ich vermisse Trolls schon irgendwie, auch wenn einige Sets ja noch gar nicht EOL sind.

  92. Ich finde das Argument, dass die City Sets aufgrund der normalen Plates nicht mit den alten Straßen kompatibel waren dumm. Denn unter Verwendung von normalen Baseplates (Auf denen ich doch meine Stadt baue) kann ich diesen Höhenunterschied umgehen. Bedeutet es gab nie eine Inkompatibilität. Prinzipiell geht man ja von der Straße eine Stufe hoch auf den Gehweg.
    Dies ist aber nun meisten nicht mehr möglich mit den City Sets. Nun lautet die Devise „Nach unten nicht nach oben!“ Da die meisten City Sets nämlich nur auf einer Platte stehen und die Straße aber zwei hoch ist.
    Ist doch dämlich

    • Statt „Ich finde das Argument […] dumm“ hättest Du auch sagen können, dass Du es anders siehst/ das Argument nicht nachvollziehen kannst. Wozu diese völlig unnötige, abwertende Formulierung?
      Zur Sache selbst: Natürlich kann man seine City-Gebäude auf eine zusätzliche Grundplatte bauen. Dafür muss man aber eben diese Grundplatte extra dazu kaufen, ein Verbinden der City Sets mit den alten Straßen „out of the Box“ war nicht möglich (außer man steckte diese direkt auf die Straßenplatten selbst). Mit dem neuen System ist dies allerdings möglich.

  93. Zum Thema Modulars (wegen der Grundplatten-Höhe) würde ich gerne mal einwerfen, daß man die natürlich auch von ihren Grundplatten lösen und tatsächlich auf normale Platten (gerne auch von Drittanbietern) setzen kann. Problem gelöst.

    Zur Breite: Was passt denn mit den Autos nicht? Normale Autos und auch die üblichen City-LKWs sind 6-Studs und ein bisschen, ich habe schon Reviews gesehen, wo das ganz wunderbar passte, wo und wie denn zu schmal? Alles andere wie z. B. Speed-Champions passt doch vom Scale her eh nicht mehr zu City-Häusern oder Modulars.

    Zum Preis: Straßenkreuzung mit Ampeln für 20 Euro, ja gut, aber die alten Packungen waren doch auch 10 Euro für ein Stück Gerade. Hat doch niemand die ganzen Kreuzungen und T-Stücke gebraucht (sieht man auch am Neu-Preis auf Bricklink), macht also für ein ordentliches Stück Gerade gar nicht so den Riesenunterschied.

    Danke für den ausführlichen Artikel, aber das Thema schreit förmlich die Straße runter (🤦🏻‍♂️) nach einer spezialgelagerten Folge ‚Der Stein des Anstoßes‘.

    Allen, die sich die Finger wund schreiben gegen nur scheinbare Argumente, Ignoranz und alledem: Ruhe bewahren, Sicherheit ausstrahlen!

  94. Achtung, Wall of (positiver) Text mit vielen Bildern. Hoffe das ist ok.

    Ich persönlich finde sie immer noch fantastisch. Der Gedankengang dahinter ist für alle jüngeren Lego Neueinsteiger wirklich gut und durchdacht. Es macht das ganze System noch Modularer und mit nur wenigen Sets hat man mit den sonst doch sehr üppig aussehenden City Sets eine ganze Stadtmitte kreiert mit ner riesigen Spielfläche die optisch beeindruckt.

    https://i.imgur.com/KHnHKlc.jpg

    Da steckt ne Idee dahinter und die funktioniert und bei all der ungerechten aber auch gerechtfertigten Kritik, zu der Meinung stehe ich.

    Ich hab nun angefangen meine Häuser auf das neue System anzupassen und bin vollkommen zufrieden soweit. Ich hab es nach der Idee eines YouTubers gebaut wodurch, vollkommen simpel, die unterste Schicht einfach auf Plates gesetzt wird und schon ist es ebenerdig. Will man es erhöht haben für ne Bordsteinkante dann muss man darunter noch Mal einen dünnen Rahmen setzen an 2×6/8/10/12 was auch immer man da hat, also man braucht noch nicht Mal ne zweite ganze Schicht an Plates und schon ist man in der perfekten Höhe. Ich hab Plates so gesetzt das die vordere 1×16/32 Linie frei ist damit ich dort dynamisch verändern kann wo ich die Roadplates anklicke und das Endprodukt ist fantastisch. Ich hab viele meiner Modulars momentan auf ner Vitrine stehen und nun passen sie inklusive Straße Millimeter genau davor und ich kann alles simpel an und abklicken.
    Hab die Chance außerdem genutzt bei dem Bookstore die Farbe unter dem Haus zu grau zu ändern, wie bei Beton, auch ein Vorteil vom switch zu Plates, ich bin nicht an einer Farbe gebunden.
    Hier Mal ein paar Bilder vom Vorgang des umsetzens.
    Anmerkung, bei dem ersten Foto mit dem einzelnen Plates war die Front noch nicht richtig, dachte ich Klick sie nur an einer Stelle an bevor ich mich für eine ganze freie 1×16 Reihe entschieden habe.

    https://i.imgur.com/uIl0BDK.jpg

    https://i.imgur.com/l9JaNXR.jpg

    https://i.imgur.com/w1UWDem.jpg

    https://i.imgur.com/lG7vNK5.jpg

    https://i.imgur.com/7S72Ezr.jpg

    https://i.imgur.com/XrdKKN4.jpg

    https://i.imgur.com/sLMVDPF.jpg

    Man kann anstatt den 2×2 Fliesen die ich zum Anklicken benutze natürlich auch die 2×4 Fliesen nutzen, in dem Fall da am Ende lange Fliesen obendrauf kommen die links und rechts einklinken ist es auch 100% stabil, falls man aber Mal kürzere benutzt die mehr Grip brauchen werde ich in Zukunft diese Geniestreich Lösung hier nutzen.

    https://i.imgur.com/UrcEZRc.jpg

    Und hier alles zusammen.

    https://i.imgur.com/CkufesR.jpg

    https://i.imgur.com/K8Unk90.jpg

    https://i.imgur.com/GUhxcO8.jpg

    Hier noch Mal der Rahmen unten drunter.

    https://i.imgur.com/nFtquMC.jpg

    Ich weiß jeder hasst die Roadplates wie die Pest aber ich hab denen ne Chance gegeben und bin neutraler an die Sache herangegangen und ich find sie super. Ich mag den Fakt das es die Stadtfläche ein bisschen verengt wenn links und rechts davon große Häuser sind, das hat einen fantastischen Kleinstadt Look und mich stört es nicht wirklich das es für 6 Noppen Autos gerade so reicht. Ich mag den modularen Aspekt und die Idee das in City zu integrieren ist vor allem für junge Neueinsteiger eine richtig gute Idee, daran halte ich fest.
    Durch die Art wie nun alles umgebaut ist, ist nun alles zu 100% kompatibel und ich hab einen riesen Spaß daran alles auf die Road Plates anzupassen.

    Aber, ich kann absolut verstehen wenn Leute nicht umsteigen wollen. Wenn ich schon nen Stapel an alten Road Plates daheim hätte und ne Wohnzimmerfläche an Stadt verbaut dann würde ich das wohl auch nicht machen. Aber als jemand der erst langsam anfängt seine Modulars zu ner Stadt umzusetzen bin ich sehr zufrieden und finde diesen Schritt von Lego mutig und doch ziemlich durchdacht, wenn auch natürlich nicht perfekt, keine Frage.

    Danke fürs lesen.

    • Vielen Dank für die bildliche Darstellung, dass es auch mit den Modular Buildings „funktioniert“. Aber es ist halt schon mit viel „Mehraufwand“ verbunden, wenn ich zuerst mal immer eine 32×32 Grundplatte mit normalen Plates ersetzen muss und dann noch das doppelte. Ich kann auch nicht einschätzen, ob es preislich in Ordnung wäre, günstig oder sogar preisintensiv ist, wenn man seine Modular Buildings so „aufbocken“ muss.

      Aber man sieht trotzdem, dass der Bürgersteig oder auch die reinen Straßen dann zu schmal sind. Da war das mit den regulären Straßen schon auch besser.

      • Man kann die Straßen und Gehwege mit diesem System durch Verwendung zusätzlicher Plates und Tiles jedoch ohne weiteres verbreitern, was natürlich andererseits wieder Mehraufwand und einen höheren Preis zur Folge hat.

    • Man könnte doch auch nur mit 2×2 2×4 2×8 usw. unterfüttern, wäre dann doch theoretisch billiger und man würde nicht so viele Platten „verschwenden“.

      • @Marco Schmitz

        Natürlich, das ist überhaupt kein Problem. 2×2/2×4 würden vollkommen ausreichen. Ich glaube du könntest sogar Lücken lassen hier und da so daß es nicht Mal abgeschlossen sein muss, das hab ich jetzt einfach Mal gemacht weil es sich besser anfühlt. 😅 In der Theorie sollten sogar 1x plates hinhauen.

        Hab jetzt auch Mal zum Test für die zweite Hälfte des Bookstore Modulars viele sehr kleine Plates für die erste Schicht genommen und auch das geht ohne Probleme. Wenn alle befliest ist oben drüber ist ja auch die Farbe egal und da wo es durchschaut nimmst halt mit ner kleinen Plate die richtige Farbe.

        https://i.imgur.com/UW3E0Gq.jpg

        https://i.imgur.com/GiwueVU.jpg

        Und so aufwendig ist das übertragen auch gar nicht da du mit nem bisschen Geschick die Grundmauern an einem Stück abheben kannst.

        https://i.imgur.com/5mbULCZ.jpg

        Und dann wird der Rest halt schon fast puzzlemäßig übertragen. 😁

        Hier jetzt das zweite Gebäude fertig konvertiert mit nun modularer abklickbarer Straße.

        https://i.imgur.com/D3gcFnr.jpg

        • Vielen DAnk nochmal für die Darstellung. Aber beim letzten Bild sieht man aber schon, dass der Bürgersteig und die Straße schon ziemlich knapp sind. Da merkt man schon die „Enge“. Für eine Seitenstraße sicher nicht verkehrt, für eine Hauptstraße wäre eine breitere Straße samt Bürgersteig trotzdem besser.

          • Auch wenn ich das ein bisschen zu groß fände, aber du kannst natürlich theoretisch den Mittelstreifen weglassen und mit grauen Fliesen ausfüllen, links bzw. rechts von der Straße eine weitere Straßenplate anlegen und diese dann mit dem Mittelstreifen verbinden.
            Dann sieht das so aus:

            https://i.imgur.com/4VZl9PP.jpg

            https://i.imgur.com/FgRsoks.jpg

            https://i.imgur.com/YIgmzZ2.jpg

            https://i.imgur.com/XuB6xCj.jpg

            Dann hast du ne richtige Hauptstraße die sogar bereit für 8 Noppen Autos wäre.
            Ja, die Kosten für mehr Road Plates und 2×4 Fliesen würden natürlich ein bisschen nach oben schießen, aber zumindest gäbe es die Möglichkeit die Straßenbreite zu beeinflussen. Selbes gilt natürlich auch für das generelle verbreitern von nur 2 Noppen oder so, der Vorteil daß sie aus einer Höhe von 2 Plates bestehen ist ja eben das du alles mögliche daran bauen und erweitern kannst. Du legst eine Schicht plates daneben oder in dem Fall legst 2×16 Plates daneben, die genaue Länge einer Road Plate, und bestückt die komplett mit Fliesen und verbindest die dann mit der Straße an den zwei Stellen zum Verbinden und das dann wieder mit dem Bürgersteig, schon ist die ganze Straße jeweils 2 Noppen breiter.
            Ja, wie schon gesagt, Arbeit, Aufwand und Kosten, keine Frage, aber einfach das du die Möglichkeit hast ist toll und macht es so besonders.
            Und ganz ehrlich, für alle die sowieso schon mit dem MILS System arbeiten, für die wäre das ja weder mehr Aufwand noch mehr kosten, im Gegenteil, das MILS System ist ja sogar noch Kosten und Arbeitsaufwändiger und selbst das akzeptieren Fans und benutzen es, da scheinen Kosten kein Problem zu sein.
            Finde die neuen Lego Road Plates von daher eigentlich eine echt gute Mittellösung für alle.

            Während alte Road Plates günstig sind, sind sie dafür nicht für alle Situationen geeignet und etwas limitiert hingegen MILS dir 100% freien Raum gibt aber unfassbar viele Plates und Bricks und Fliesen benötigt. Die Lego Road Plates setzen sich hier in die Mitte in den sie Modular sind, quasi ebenfalls in alle Richtungen erweiterbar, wodurch dies natürlich auch extra Kosten verursacht, aber immer noch weit unter MILS kosten bleibt. Dafür gibt es hier halt trotzdem ein paar kleine Einschränkungen mit den vorgegebenen Kuhlen für Plates und Verbindungen. Halt, ne gute Mittellösung.

    • @Edge,
      danke für den super Beitrag!
      Genauso werde ich es auch machen, wenn ich out-of-old-system bin.
      Ich hab bereits ne Stadt mit 20 Häusern und ein paar Meter Strassenzug…und hab mich erstmal noch mit alten Strassenplatten eingedeckt, sodaß ich für die nächsten Jahre eigentlich zurecht kommen sollte.
      Und wenn´s dann nicht mehr geht, stell ich alles um aufs neue System und verkaufe dann die alten Platten…sind dann bestimmt einiges wert 🙂
      LG, Holger

    • Edge, ich kam noch nicht dazu, hier zu antworten, und weiß nicht, ob du es noch liest – aber auch von mir vielen Dank für diesen durchdachten und aufwendigen Kommentar, ich fand ihn sehr interessant, vor allem, auch mal die pragmatischen Themen der Verbau- und Verbindbarkeit zu sehen.

      Eine Sache ist mir dabei noch eingefallen, und auch wenn das hier wahrscheinlich niemand mehr liest, haue ich es mal in den Äther raus: Mir ist bei deinen Fotos noch mal klar geworden, dass LEGO nicht wirklich einen einheitlichen Maßstab hat, wie es in einer Modellstadt vielleicht wäre. Mir geht das auch bei anderen Sets und MOCs so, und ich finde, dass man darüber eigentlich viel zu wenig spricht (Stichwort Minifig-Scale-Artikel). Ich finde oft Gebäude (und Straßen …) eher klein (Wände aber z.B. vergleichsweise dick) und dafür Utensilien der Figuren, Mini-Builds, Möbel usw. und vor allem die Figuren zu groß – und das macht für mich auch eine LEGO-Ästhetik aus. Es findet bei der „LEGOisierung“ eine Art Kompression statt, die Spielelemente vergrößert und Architektur verkleinert (genauso, wie eine Minifigur ja absurde Proportionen hat und man je nach Messung von Breite oder Höhe zu unterschiedlichen Maßstäben kommt). Für mich hat das einen Reiz, benötigt aber eine gewisse „Suspension of Disbelief“, und deshalb kommt für mich das Argument der Maßstäblichkeit von Fahrzeugen, Straßen usw. an eine gewisse Grenze, selbst aus Erwachsenensicht und über die „Kinderspielzeug“-Ebene hinaus.

  95. Einfach nur: Vielen Dank für diesen sachlichen, fundierten Artikel, der das Thema aus verschiedenen Blichwinkeln beleuchtet! Und das in Zeiten von so viel Populismus und Rumgeschreie in unserem Hobby — eine Wohltat! Dafür lese ich stnw.rs so gerne.

  96. Meine City basiert nach wie vor auf den Straßenplatten von 1997 (6320, 6321, 6322, 6323). Mit den modernen dunkelgrauen Straßenplatten bin ich nie warm geworden. Die alten von 97 haben jetzt plötzlich einen überraschenden Vorteil. Wie die neuen zwei plates hohen Platten haben sie nämlich eine Spurweite von nur 8 Noppen pro Fahrspur (16 Noppen Straße, jeweils 8 Noppen am Rand grüne Wiese). Für meine Autos ist das also seit Jahrzehnten die Limitierung.

    Früher habe ich mich zudem immer geärgert, dass ich 2000 die ebenfalls mit 8 Noppen Fahrspurbreite gestalteten Hochstraßenelemente aus der 6600 nicht mitgenommen habe. Damit hätte ich gerne ein paar schöne Brücken und Highways in meiner Straßenbreite gebaut. Die neuen Straßenplatten sind wie geschaffen für solch einen Einsatz und, wie gesagt, glücklicherweise mit exakt der gleichen Straßenbreite, wie auch bisher bei mir im Einsatz.

    Natürlich werde ich mir jetzt keine Tonnen an neuen Platten kaufen – schon gar nicht meine alten Platten ersetzen. Dafür sind die neuen auch einfach zu teuer, wie leider die meisten City-Sets bereits seit einigen Jahren. Aber wenn ich mir sowieso eines der City-Sets wegen anderer interessanter Teile mit entsprechenden Rabatten holen werde, ist das ein netter Beifang. 🙂

  97. Wirklich „lieb gewonnen“ hatte ich die alten Straßenplatten nie. Nicht weil sie unpraktisch oder besonders hässlich gewesen wären sondern rein Legos Verkaufsstrategie halber.

    Hier war bereits schon der Preis relativ hoch (10€ für etwas in Form gegossenes Plastik, das über Jahrzehnte keinerlei entwicklungs- oder produktionstechnischer Veränderungen bedarf) aber am Schwersten wog die Entscheidung, immer eine gerade mit einer Kreuzung zu verkaufen, was für mich absichtliche Kundenverballhornung darstellt und unnötig Müll produziert. Denn (ähnlich wie mMn bei den Battlepacks) werden hier Dinge mitverkauft, die eigentlich keiner haben will.

    So hat mich die Ankündigung eines neuen Straßensystems eher erfreut. Dass die Umsetzung so undurchdacht war ist bedauerlich, aber es bleibt die Hoffnung dass Lego noch einmal in sich geht und es neu konzipiert.

  98. „Auch liest man hin und wieder, dass die Grundplatten schon heute nicht mehr durch LEGO selbst hergestellt, sondern extern produziert werden.“

    Die Grundplatten kommen von der Firma Greiner in Österreich.

  99. Wieder mal ein ganz hervorragend recherchierter und detailliert ausgearbeiteter Artikel. Rein journalistisch betrachtet kann sich da manch „etablierte“ Redaktion aus den klassischen Medien was abgucken. Und ich freue mich auch, dass das hier ein Ort von LEGO-Fans für LEGO-Fans ist. Denn das ist bei dem oben vielzitierten YouTuber und anderen nicht so, da sind wie auch schon mehrfach beschrieben viele Leute unterwegs, die nicht mal LEGO (oder andere Hersteller) kaufen. Und ja, das scheint mir ein deutsches Phänomen zu sein.

    Zum Thema selbst: man muss abwarten wie die neuen Platten bei den Kids ankommen, bislang habe ich da noch wenig Erfahrung sammeln können als Händler, privat müssen meine Modulars leider eh ohne Straßenplatten auskommen.

  100. Vielen Dank für den ausführlichen Artikel!

    Ich finde das neue System hat einige positive Seiten. Da ich mich gerade erst so richtig „aus den dark ages erhoben habe“, stehe ich aktuell noch bei Null und kann mich entscheiden, welches System ich verwenden möchte.

    Gerade hab ich das erste Modular Building (die Buchhandlung) aufgebaut. Wenn es mehr werden, würde ich sie gerne in einem Regal nebeneinander aufstellen und eine Straße davor verlaufen lassen, um noch etwas mehr Leben zu bekommen. Da bieten sich die neuen Straßen natürlich deutlich besser an, da sie schmaler sind. Außerdem wüsste ich nicht, was ich mit dem Rand der alten Platten machen soll.

    Als nächstes hätte ich den Bürgersteig gerne hörer, als die Straße. Da müsste ich auch bei den Straßenplatten nachhelfen. Wahrscheinlich werde ich die Buchhandlung von der Grundplatte nehmen und auf zwei „normale“ Platten stellen. So sind die Fliesen des Bürgersteiges um eine Platte höher als die Straße.

    Natürlich kann ich verstehen, dass man sich bei einer bestehenden Stadt mit dem Wechsel schwer tut.

  101. Nachdem ich das immer und immer wieder lese.

    Ist es wirklich für so viele zwingend notwendig alle Noppen abzudecken?

    Also egal ob neues System, gut da ist ja von Haus aus alles platt.
    Oder altes System mit den Noppen am Rand.

    Als Kind war es mir egal bzw ich habe ja bewußt mit Lego nicht mit Playmobil gespielt und als Erwachsener stören mich nun die Noppen auch nicht, mich würde eher stören alles mit selbst gekauften Plates zu zu Kleistern.

    Aber wenn ich so die Kommentare lese bin ich da anscheinend relativ alleine.

    • Du bist keineswegs alleine. Ich finde auch, dass inzwischen oft zu viele Noppen überfließt sind. Genoppt ist für mich die Grundästhetik von Lego und Fließen werden (imho) am besten eingesetzt um eine andere Textur von Boden zu schaffen (Teppiche, besondere Wege usw.) und um Eyecatcher zwischen den Noppen zu setzen (Mosaike usw.).

      Aber das ist natürlich Geschmackssache. ^^

  102. Eine Frage an diejenigen die das befahren der neuen Straßen mit den Legoautos bemängeln. Spielt ihr als Erwachsene wirklich so ,,Brumm-brumm“ mäßig mit den Autos? Bin wirklich erstaunt.

    • Es muss ja nicht „Brumm-Brumm“ sein. Aber trotz allem sollte es realistisch sein und wenn man in einer Stadt unterwegs ist, sollten die Hauptstraßen schon so breit sein, dass zwei LKW ohne PRobleme aneinander vorbeifahren können. IRgendwo stand, dass die LEgo-LKW nicht um das Eck kommen, ohne die Fasade einzureißen oder überhaupt aneinander vorbeizukommen.

      Klar kann es VOrteile haben, die man mit diesen Straßen hat, aber ich tendiere auch dazu, dass es gut gemeint, aber schlecht gemacht ist.

  103. Wenn man schreibt „die Kinder finden das doof/gut“ liest sich das für mich immer erst mal so als wenn man alle bzw. die Mehrheit der Kinder meint. Woher weiß man das? Auf welche Umfragen/ zahlen stützt man sich da?
    Macht man es an den eigenen Kindern aus? Welche ja durch Meinung der Eltern in die ein oder andere Richtung tendieren?
    Wenn ich nur nebenbei erwähnen würde „ach was macht Lego denn da wieder, früher war alles besser“ wüsste ich schon in welche Richtung die Meinung der Kinder geht. Ist ja auch normal und gut, jeder will und soll seine Werte der nächsten Generation mit auf den Weg geben…

    Ob LEGO zu teuer ist muss halt jeder für sich selbst entscheiden. Bei mir ist das so, dass jedes Hobby teuer ist und am Ende eskaliert. Egal ob Snowboarden, Mountainbiken, Autos… einfach unfassbar wie viel Geld man sparen würde wenn man keine Hobbys hätte 🙂

  104. Ich hab als Kind mit Lego City angefangen. Damals war fast bei jedem City Gebäude (Feuerwache, Krankenhaus etc) immer entsprechende Grundplatten dabei. Im Erwachsenenalter nach meinen dunklen Jahren konzentriere ich mehr auf Star Wars UCS und andere Vitrinenmodelle. Mir ist aber bei dem modernen Lego City Sets gleich negativ aufgefallen, das manches nur noch Kulisse ohne viel Tiefgang ist. Grundplatten Fehlanzeige.
    Wenn jetzt bei City Sets wieder Straßenelemente dabei sind und nicht alles extra gekauft werden muss, ist das für Kinder wirklich ein Vorteil.
    Da sehe ich das positiv. Aber wenn ich irgendwann Platz habe meine alten City Sachen aufzubauen, werde ich mich sicher etwas ärgern.

  105. Man stirbt als Held oder lebt so lange, bis man selbst der Böse wird.

    Ich bin auch durch den Helden wieder zu LEGO gekommen aber mittlerweile nervt er mich nur. Ewig das Gejammer wegen blauer PINs usw.
    auf seinem anderen Kanal hat er letztens erzählt man soll doch mehr Filme gucken die einem ein gutes Gefühl geben (so ähnlich)
    Dann guck ich wieder ein Video wo er sich ne halbe Stunde lang über ein neues LEGO Set aufregt.

    Witzig

    • ich hab den Held auch seit letztem Jahr den Rücken gekehrt. Sein Erfolg und die Kommentare zeigen, dass viele nur noch Spaß am Meckern und jammern haben. Der war mir einfach zu negativ und man hat gemerkt, dass er sein Scharmützel mit Lego nie überwunden hat. Als er dann noch sagte er habe eine Abmachung mit Bluebrixx wars vorbei. Da konnte ich den nicht mehr ernst nehmen.

      • Das er eine Abmachung mit Bluebrixx hat hab ich nicht mitbekommen? Das wäre für mich ein absolutes No-Go.
        Weißt du welches Video das war?

        • Puh. Das ist schon eine Weile her. Das war als Bluebrixx wieder die Runde machte wegen einer umstrittenen Aktion. War sicher in einem „Frag den Helden“ Video. Außerdem hat er ja für Bluebrixx auch Auftritte in deren Video gehabt. Wie das jetzt ist, weiß ich nicht, da ich mich nicht mehr mit dem Miesepeter beschäftigte.

      • Der HdS ist seit langem nicht mehr mit den BlueBrixx Jungs aufgetreten. Er erwähnt in seinen Videos, in denen er über BlueBrixx Sets reviewed, öfters mal, diese selber gekauft zu haben – so zum Beispiel bei einem der Kingdom Comes Deliverance Mittelalterset zuletzt…

  106. Ich habe es nicht geschafft, alle Kommentare zu lesen, sind schon sehr viele. Also falls etwas doppelt sein sollte…
    Ich persönlich finde die neuen Strassen nicht so toll. Unabhängig vom Preis (der schon extrem ist) ist es für mich auch doof, daß die Strassen so hoch sind. Das meißte was ich gebaut habe steht auf Bauplatten. Und in den meisten Fällen in der Realität ist die Strasse eigentlich tiefer gelegen, als die Bürgersteine. Die Idee, die Bauplatten zu „unterfüttern“, ist zwar eine gute Idee, aber auch extrem kostspielig bei der Größe mancher Städte. Ich hätte es besser gefunden, man hätte bei Lego beide Varianten gelassen. Aber dazu schreibst Du ja auch eine Begründung (also doch optimaler Profit?). Ich werde mir wohl mal ein Paket kaufen und sehen, ob und wie man es sinnvoll einbauen kann. Dein Artikel ist aber sehr gut und umfangreich – Danke.
    Zum Thema HdS reden sich hier alle die Köpfe heiß. Ich habe früher auch öfter Videos von ihm gesehen, fand sie auch sehr gut gemacht. Irgendwann kippte es, jetzt habe ich schon ewig nichts mehr von ihm gesehen, weil seine Art mir nicht mehr gefällt (jetzt lese ich lieber hier oder Promobricks). Aber das sollte jeder für sich entscheiden und auch andere Meinungen akzeptieren, vor allem auch eine eigene Meinung haben.

    • Ein perfektes Straßenplattendesign wird es wohl sowieso nicht geben, da egal was man macht es irgendwo hakt.
      Die Kritik das man ja jetzt in seiner großen Stadt alles höher setzen muss verstehe ich nicht ganz. Man hat doch dann schon Straßen und muss die doch nicht austauschen.
      Ich sehe die Vorteile dieser Platten, man kann viel flexieber bauen, Rampen, Brücken, Abbiegespuren, 4-spurige Straßen, Landebahnen, …
      Das die Fahrbahnen ~8 Noppen breit sind ist sicherlich suboptimal aber dadurch passt es halt in das 16/32 Raster. Wären sie 10 Noppen breit dann bekommt man schon wieder Probleme mit QUerstraßen. Dadurch das sie nun aber 16 und 8 Noppen lang sind ist man da in Längsrichtung auch deutlich flexibler.
      Ein andere Grund für die schmale breite ist ja Seitens Lego, das man Straßenplatten gerne in Sets packen möchte. Ein kleinere Breite ermöglicht das auch in kleineren Sets (Kartons) zu machen.
      Ich würde gerne von den Kritikern (vor allem den hyterischen) gerne eine Alternativvorschlag hören der besser wäre aber trotzdem die Flexibilität der neuen Platten beibehält.

      Zum Preis, nun gut Lego ist sicher nicht billig. Aber wenn ich mich nicht verrechne kann man entplang eines Straßensets 4 Modularbuildings bauen. Das wären dann ungefähr 600€ gegenüber 20€ oder eher 15€.

      Der eigentliche „Fehler“ sind die Baseplates deren Höhe nicht in das Legoraster passt.

  107. Es war längst überfällig, dass hier endlich etwas getan wurde. Finde das neue modulare System großartig. Die alten Platten sind höchst unattraktiv, passen so gar nicht zu den Legosets (Platten sind dünn und sehr nachgiebig) und sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Die negativen Kommentare bezüglich der Höhe kann ich bis zu einem gewissen Punkt dennoch nachvollziehen. Zwar lässt sich dies grundsätzlich ganz leicht nivellieren, bei größeren Städten mag es jedoch einiges kosten und gesamt dann doch mit gewissem Aufwand verbunden sein. Nichtsdestotrotz überwiegen mMn bei weitem die Vorteile.

  108. Ich begrüße die Neuerung auch. Bauen ist immer viel besser als einfach nur hinlegen, und die vorgepressten, vorgedruckten alten Straßenteile wirkten längst angestaubt. Das neue System gliedert sich optisch viel besser in die Stadt ein; ich finde es richtig schick.
    Dass Lego auf Randgruppen keine Rücksicht nimmt, ist manchmal frustrierend, aber nachvollziehbar, und tatsächlich habe ich hier zum ersten Mal seit Längerem das Gefühl, dass das eine gut durchdachte, sinnvolle strategische Entscheidung ist und man bei Lego wirklich weiß, was man tut. Der fundierte, gut geschriebene Artikel von Jens scheint das zu belegen.
    Dass die Preise bei Lego meist jenseits von Gut und Böse sind, steht auf einem anderen Blatt, dürfte aber inzwischen auch sattsam bekannt sein.

  109. Der für mich störendste Punkt ist, dass die neuen Straßenplatten jetzt in vielen City Sets inkludiert sind, so dass man sie mitkaufen muss. Daß dadurch weniger Teile für das eigentliche Set verwendet werden, sieht man ihnen auch an. Hab deshalb nicht vor eines der neuen Sets mit Straßenplatte für meinen Sohn zu kaufen.

  110. Eigentlich kann man es für mich ziemlich auf Folgendes runterbrechen:

    Hier ist eine Idee mit richtig viel tollem Potenzial erstaunlich schlecht umgesetzt worden. Und das ist einfach richtig ärgerlich. Da hätte was richtig geiles bei rauskommen können.

    ^^“

  111. Ich möchte auch noch meinen Senf zum Thema hinzufügen 🙂

    1. Das neue Straßensystem ist mir – wie so oft bei LEGO – zu teuer. Ich selbst bin fast 30 und ohne jegliche Straßenplatten durch die Kindheit gekommen. Ich hatte eine große graue Badeplate und die hat mir auch gereicht. An Straßen und Autos hatte ich damals eher wenig gedacht, ich war da eher die Gebäude-/Burgen- und Schiffsbauerin. Eine Straße kann man sich als Kind auch aus anderen Dingen basteln oder einfach hinzudenken.

    Für meine beiden kleinen Jungs fände ich hingegen KURVEN in Kombi mit den alten Straßenplatten super. Dann könnte ich ihnen bzw. sie sich, eine Rennstrecke für ihre Speed Champions und Rennauto-MOCs bauen und es bliebe auch noch ein stabiler bebaubarer Noppenrand übrig! Nichts ist schlimmer, als ganz viele fragile, kleinere Einzelplatten verbinden zu müssen, wenn man es noch mit Kindergartenkindern im Haus zu tun hat 😉

    Und beim neuen Straßensystem gibt es keine Kurven bisher, außerdem dürfte ich sicher um die 120€ nur für Straßen investieren, nur damit die Kinder eine Rennstrecke aus Lego hätten… Ich jammere ja schon über die Preise der normalen Sets, weil ich als Mama eben auch gerne Modelle baue. Für 20€ kommt mir das System also erst einmal nicht ins Haus. Aber muss ja auch nicht. Ein Spielteppich tut’s auch 😉

    2. Schön, dass ihr versucht, sachlich und einigermaßen neutral über das Thema zu diskutieren. Wem das neue System zu teuer oder unpraktisch ist, der kann glücklicherweise noch das alte System zum günstigeren Preis bei der Konkurrenz erstehen. Problem gelöst. Ich bin kein Fan der Klemmbausteinalternativen, da mir die Klemmkraft vor allem für kleinere Kinder zu STARK ist, aber die Platten reichen als Untergrund völlig aus. Die kann man ruhig nutzen.

    3. LEGO war und ist nun mal (leider oder glücklicherweise?) ein Premiumhersteller. Entweder man kann und möchte sich die Produkte leisten oder nicht. Zum Glück handelt es sich nur um ein Hobby und nichts Lebensnotwendiges. Und weil der Konzern aus Dänemark noch Marktführer ist, bestimmt er auch die Preispolitik. So ist es nun mal. Aber für die Preise bekommt man auch Service! Wenn Teile fehlen oder defekt sind,.dann schickt der Kundenservice sogar.ohne Vorlage der Rechnung Ersatz. Das gleicht doch wieder Vieles aus.

  112. Die Argumentation, die City-Sets seien inkompatibel zu den alten Straßenplatten, kann ich nicht nachvollziehen. Die älteren City-Sets vor 2010 waren groß und standen auf Base-Plates und haben wunderbar zum bisherigen Straßenplattensystem gepasst. Beispielsweise 6571 und 6598. Und mit diesen Sets waren auch Kinder glücklich. Erst 2010 hat Lego diese Citysets eigenmächtig modifiziert, dass diese kleiner waren und und nicht mehr auf Baseplates standen. Wenn Lego also möchte, dass die City-Sets und Straßenplatten zueinander kompatibel sind, sollen sie doch einfach wieder wie früher die City-Sets groß gestalten und auf Base-Plates stellen, so wie die das früher eben auch geschafft haben.
    Und auch das Argument, dass es der Hauptzielgruppe egal ist überzeugt mich nicht. Was spricht denn dagegen, die Sets so zu gestalten, dass BEIDE Zielgruppen, also Erwachsene und Kinder damit gleichermaßen zufrieden sind. Wenn die Straßen z.B. ausreichend breit sind, dann ist der Erwachsene glücklich, weil es für ihn schön breit ist und das Kind ist glücklich, weil es ihm sowieso egal ist. Jetzt ist es wohl so, dass NUR Kinder glücklich sind und der Erwachsene, welcher intelligenter ist als ein Kind, wird mit einem unnötigen Nachteil schikaniert.
    Und dass Lego mutmaßlich von den Baseplates wegmöchte wegen unterschiedlicher Herstellungsverfahren kann ich auch nicht nachvollziehen, denn die Baseplates gibt es seit 1978 und im Zeitraum 1978 bis mindestens 2009 haben die sich doch auch nicht daran gestört, dass es unterschiedliche Herstellungsverfahren waren und Lego hat profitabel gearbeitet.
    Was Kurven betrifft: Wer hindert Lego daran, Kurven und Geraden getrennt zu verkaufen, so wie die das früher auch gemacht haben? Dann sind Kinder glücklich, die dann eben nur die Geraden kaufen (wenn sie damit glücklich sind) und die Erwachsenen eben auch, weil sie optional noch extra dazu Kurven kaufen können.

    • Sehr einseitige und unreflektierte Sichtweise. Leider. Außerdem unnötige Verallgemeinerungen sowie subtile Beleidigungen sofern man als Erwachsener mit dem neuen System zufrieden ist. Ich bin erwachsen und finde das neue modulare System toll sowie eine längst überfällige Neuerung der angestaubten bzw. nicht mehr zeitgemäßen Platten.

  113. Der erste prominente YouTuber, der sich sehr kritisch zum neuen Straßensystem geäußert hat, war nicht etwa der Held der Steine! Nein, Bob Brickman hat schon eine Woche früher seine Menung kundgetan und kein gutes Haar an dem System gelassen…

    • Und im Gegensatz zum HdS hat sich Bob Brickman ja sogar richtig auf die Dinger gefreut und drauf gewartet. Da fühlt man dann die Enttäuschung auch mit. 😉 Ich weiß nur nicht, ob er wirklich so prominent ist, auch wenn sein Kanal wirklich rapide gewachsen zu sein scheint.

    • In dieser kleinen Presseschaut würde ich gern das neue Video vom hier ja auch immer mal thematisierten Jang ergänzen, der mal alle Sets kombiniert hat und wie immer gut abwägend bewertet: https://www.youtube.com/watch?v=hf1E-tP_f30
      Er hat auch Beispiele von Großfahrzeugen und LKW, die teilweise gut aneinander vorbeikommen, andere hingegen nicht.

      Passend fand ich auch seinen Hinweis im Review zum „Skate Park“, in dem er witzelt, dass man nicht jedes Übel dieser Welt auf die neuen Straßenplatten schieben kann. Er rechnet darin auch wieder den gefühlten „Wert“ der einzelnen Teile dieses Sets zusammen – das ist natürlich immer subjektiv (und damit streitbar), aber zumindest mal der Versuch einer Annäherung.

  114. Das einzige, was ich nicht verstehe, ist der „Fix“ mit den Plates unter den Baseplates, was für mich leider das Gegenteil von einer Lösung ist, sondern die Hilflosigkeit verdeutlicht, die man als Fan hat.

    1. Es ist schweineteuer, wenn man die Plates drunter legt. Nehme ich vier 16×16 Plates pro Haus, liege ich bei Lego Neupreisen auf ihrer Website bei 12€ pro Haus, das läppert sich. Auf Bricklink sind die Preise bei annehmbaren Farben ähnlich.
    2. Es ist das Gegenteil von „Lego System“ um den alten Namen meiner Kindheit zu benutzen – es ist ein ziemlich mieser Behelf, der das Versagen der Lego A/S Schönreden soll (und dabei den Kunden teuer kommt). Soll die Stadt bespielt werden, rutscht es an den aufgebockten Rändern.
    3. Ich glaube, dass Lego keinen klaren internen Plan hat, ob es einen wirklichen Systemwechsel gibt und wie dieser überhaupt von Statten gehen soll. Es scheint mir eher so, dass die Baseplates in den Produkten verschwunden sind (ob aus Designentscheidung oder Gewinnmaximierung sei dahingestellt und ist im Endeffekt für uns Kunden egal) und deswegen die City-Abteilung die neuen Straßen kurzerhand selbst geplant hat, um die Lücke zu füllen. Wäre es durch die gesamte Legowelt durchgeplant gewesen, hätten wir Straßen auch bei Friends und bei Creator wären die Baseplates verschwunden.
    4. Lego muss also alles auf das neue „Plate statt Baseplate“-System umstellen bzw. sollte schleunigst ein solches System entwickeln. Als ersten (und wichtigsten) Schritt müssen sie eine 32×32-Plate auf den Markt bringen, damit die Häuser innerhalb des Lego Systems wieder richtig integriert werden können und nicht wieder irgendein Notbehelf als „Lösung“ präsentiert werden muss. Und das diese Platten möglich sind, beweisen doch die Konkurrenten.

  115. Für mich sind die neuen Straßen nur halbwegs gelungen.

    Das Positive die 2 Plattenhöhe.

    Warum 1. Es läßt sich unterbauen.
    2. Man kann diese nach belieben erweitern mit Radweg Fusgängerweg Parkplätze.
    Für Kinder sicher etwas mehr Freiheiten beim Bauen einer Stadtanlage.
    Auch für uns Erwachsene bieten dieses System mehr Freiheiten.
    3. Mich hat als Kind immer diese halbe Plattensee der Grundplatte generft.

    Was von Lego schlecht umgesetzt wurde.

    1. Zu schmale Straßen sobald LKW mit 6 Noppen Breite und Außenspiegel oder anderem Überhang nebeneinander stehen sollen wird eng.

    2. Keine 2 mal 4 Fliesen extra dabei um Häuser mit dem System verbinden zu können.

    3. Das Grundlegende Design.
    Ich hätte wohl eher einzelne 16 mal 16 oder eher 20 mal 20 Platten gemacht und dazu diverse gedruckte Fliesen gemacht mit denen man dann je nach gusto entsprechend Kurven Kreuzungen Kreisel oder Geraden hätte legen können.

    Und zu den passenden City Sets das aussehen find ich im großen und ganzen Ok. Aber die Größe und das wenige an Steinen für den Preis ne Danke.

    Idee Top Umsetzung Flop

  116. Ich höre immer wieder, ein Preis sei „innerhalb des Lego-Kosmos angemessen“

    Das ist trügerisch und vor allem recht schwach argumentiert. Wenn ein Smartphonehersteller 2000€ für sein Gerät verlangt und das schon immer so getan hat, ist der Preis im eigenen Kosmos auch angemessen. Nützt nur nichts, wenn der der Rest des Marktes vergleichbare Geräte für die Hälfte des Preises anbietet. Und da sich die Konkurrenz dank grandioser Fehlentscheidungen und immer größerer Qualitätsmängel seitens Lego weiter annähert, sollte die Frage über die Angemessenheit des Preises nur dann beantwortet werden, wenn man den gesamten Markt mit einbezieht. Wenn man das nur über andere von Lego vertriebene Sets vergleicht, könnte man fast auf die Idee kommen, hier wird so gut es geht relativiert.

    • Funktioniert bei Apple doch auch…

      Mal ganz abgesehen davon „diese grandiosen Fehlentscheidungen“ muss man mir auch erst mal zeigen. Zumindest das letzte Jahr lief wohl verkaufstechnisch ziemlich stark. Ich denke, dass muss man einfach anerkennen, auch wenn einem persönlich manche Trends nicht gefallen.

      Klar, die Mitbewerber haben zugelegt – aber sie sind bei weitem noch nicht im Normalen Markt angekommen. Noch sind sie Nischen für Insider.

        • Das kann ich mir nach wie vor nicht vorstellen. Gut, ich weiß es zugegebenermaßen auch nicht. Aber irgendwie fehlt mir, z.B. im Gegensatz zu Amazon, die Vorstellung, warum LEGO jetzt so ein großer Corona-Gewinner sein sollte. Haben die Leute wirklich auf einmal LEGO gebaut nur um sich die Zeit in Quarantäne zu vertreiben oder die Kinder mit täglichen Geburtstagsgeschenken ruhig zu stellen? Die Begründung kann ich einfach so noch nicht kaufen. Okay, ich selbst bin nach wie vor arbeiten gegangen, aber selbst wer jetzt auf einmal Kurzarbeit hat, hat doch nicht gleich ein neues Hobby, geschweige denn Geld dafür. Aber das wäre vielleicht auch mal einen investigativen Blog-Artikel wert.

          • Weil Lego es selbst geschrieben hat als denen ab April der Onlineshop eingerannt worden ist. Die hatten einen relativ lagen Schrieb hochgeladen, der zusammengefasst aus drei Teilen bestand, warum es Lieferschwierigkeiten gab:
            1. Einige Fabrikanten konnten nicht liefern (v.a. Mexiko hatte die Fabriken geschlossen)
            2. Hygienevorschriften in den europäischen Lagern und Versandzentren
            3. Ein unerwartet gestiegener Absatz, der die Planungen weit überstiegen hat und zusammen mit den Schließungen für extreme Engpässe geführt hat.

            Zu 3: Warum es den Absatzanstieg gab, kann man nur spekulieren, aber auch andere klassische Brettspielproduzenten haben ihre Absätze ungeplant erhöhen können, vielleicht liegt es an der Pandemie und dem Lockdown, dass man die Kinder und sich als gesamte Familie unterhalten muss, abseits von Home-Office und Digitalunterricht.

        • OK das das letzte Jahr wegen der Pandemie so gut war gebe ich dir mal.

          Aber mit Ausnahme von 2017 gab es JEDES Jahr seit 2010 eine Gewinn STEIGERUNG. Also im großen und ganzen nicht nur Pandemie bedingt.

          Gerade wenn man bedenkt dass Europa relativ Umsatz schwach ist und in Nord/Süd Amerika Afrika und Asien die Alternativen hersteller einen größeren Markt und weniger Regulierung haben.

          Denn die Premium bewussten Chinesen greifen hald scheinbar doch eher zu Lego wenn sie es sich leisten können.(durch die 4-2-1 und das little Emperor Problem verstärkt) selbes in den Emiraten. Im USA. Walmart steht im Nebenregal auch Mega Blox. Trotzdem setzt Lego dort immens um.

          Das ganze nur mal als Denkanstoß, die paar deutschen sind aus Unternehmens Sicht fast zu vernachlässigen.

          PS. Ich bin für offenere Märkte gerade Cada und Qman habe ich selbst und mag sie auch. Aber die Fakten sind etwas anders gelagert.

          • Das, was auch in dem Bericht fehlt, wird ja auch angemerkt: Es wird nicht erzählt, wie viele Sets verkauft worden sind oder ob und wie an den etablierten Märkten sich etwas getan hat oder ob das Wachstum nur durch den chinesischen Markt zustande kam. Da die Aktien meines Wissens auch nicht gehandelt werden, muss sich die Lego A/S aber auch nicht öffentlich rechtfertigen, sondern nur der Krikbi A/S (und der Oticon Fonden, wenn ich richtig informiert bin) gehören.

            Der europäische Markt ist aus Legos Sicht gesättigt, leider, und damit nicht mehr auf dem Hauptschirm der unternehmerischen Bemühungen, hier werden die Anteile nur gehalten und verteidigt, was auch die aktuellen juristischen Bemühungen zeigt.

            Vielleicht hat auch der Systemwechsel daher aus globaler Sicht mehr Sinn: Es geht um die Eroberung des chinesischen Marktes, um sich dort als Premiummarke Marktanteile zu ergattern und als Alleinstellungsmerkmal zu etablieren. So ein wenig wie die mit dem Rest inkompatiblen Ladegeräte von Apple.

      • Naja man kann Hidden Side und Dots ignorieren. Und wenn man sich nicht für Technic interessiert, dann sieht man auch keine Fehlentscheidungen, völlig klar.

        • wer behauptet denn das Lego keine Fehler macht, die machen die am laufenden band, zumindest aus meiner Sicht.

          Jedoch die nackten Zahlen sprechen eine andere Sprache, es kann gut sein das sich das alles in ein paar Jahren rächt aber Momentan, aus Unternehmer Sicht, alles richtig gemacht. Und ein Paar Gurken hatten die immer schon im Sortiment aber definitiv ist es nicht so wie zwischen 1998-2004 als die Lego Corp fast Bankrott war.

          Jack Stone gruselig

          außerdem würde mich das mit Dots genauer interessieren? Nur weil man selbst eben nicht die Zielgruppe ist es gleich schlecht finden.
          Ja ich denke auch das ich aus dem Bodensatz meiner Sortierkästen das gleiche bauen kann, jedoch befürchte ich auch hier das die tatsächlichen Absatzzahlen eine andere Sprache sprechen. Das Reine Gefühl so mancher „Fachhändler“ ist mir da weltweit gesehen etwas zu Subjektiv!! und ich warte auf den Jahresbericht.

          • Naja wenn man seine Zielgruppe von Kinder auf erwachsene Sammler wechselt, macht sich das klar bemerkbar. Es wurde ja auch die Gewinnmarge je verkauftem Set deutlich erhöht. Sonderlich nachhaltig ist das nicht. Warum auch? Wenn selbst die hartgesottenen Star Wars Fans erste Ermüdungserscheinungen beim Sammeln zeigen.
            Schlimmer noch: Die Zahl der Leute, die die Modularhäuser vollzählig haben wollen, sinkt mit jedem Ta

          • p1ddly, das ist einfach polemische Unterstellung, dass hier die Hauptzielgruppe gewechselt wird, und wird durch nichts gedeckt – sogar der Artikel, unter dem du kommentierst, thematisiert das. Aber klar – nachdem einige AFOL Jahre gemeckert haben, dass LEGO die Erwachsenen vernachlässige, wird jetzt geunkt, man denke nicht mehr an die Kinder, weil es eine 18+ Sparte gibt. Mir fällt das wirklich schwer, das ernst zu nehmen. Wenn man die Firma und/oder das Produkt nicht mag, dann lasst beides doch einfach in Ruhe, statt hier genüsslich anderen in die Suppe zu spucken.

    • @p1ddly
      Du behauptest, dass sich die Konkurrenz immer weiter annährt. Ich würde das gerne mal nachvollziehen. Worauf beruht deine Einschätzung?

      • Klemmkraft und Spaltmaße sind bei vielen durch optimierte Fertigungsprozesse nahe an Lego dran. Die Schwächen, hauptsächlich Farbabweichungen und verkratzte Scheiben – da hat sich Lego deutlich nach unten angenähert. Darüber hinaus sehe ich in letzter Zeit öfters, dass die Konkurrenz (vor allem Cobi) bestimmte Designs hauptsächlich baulich löst, während Lego immer stärker auf große Formteile setzt, die sich seltenst in anderen Projekten gut einfügen lassen.