LEGO, deine Vertriebspolitik ist… verbesserungswürdig.

Benny schaut verzweifelt...

LEGO, deine Vertriebspolitik ist (zumindest teilweise) ziemlicher Mist. Und deshalb muss ich hier jetzt dazu etwas loswerden.

Ich steige in diesen Beitrag mit einem kurzen Disclaimer ein: Ich bin heute 30 Minuten mit dem Fahrrad durch strömenden Regen zum LEGO Store gefahren, nur um dort mit leeren Händen wieder abzureisen. Soll heißen: Ich bin dezent schlecht gelaunt. Mir hilft meine Laune, diesen Beitrag zu verfassen. Euch hilft diese Info, mein Genörgel ein bisschen besser einschätzen zu können 😉

Also: LEGO, ich möchte mit euch über den Verkaufsstart der neuen Sets sprechen.

Wie ich vor einigen Tagen hier schon berichtet hab, stehen in zahlreichen Spielzeugläden Deutschlands die neuen Sets zu The LEGO Movie 2 und anderen LEGO Eigenmarken (Friends, Technic, City) schon im Regal und werden vor Weihnachten bereits verkauft. Ich habe mein Glück daraufhin auch hier in Frankfurt versucht und wurde leider von Vedes, Kaufhof und Karstadt enttäuscht. Auf dem Rückweg bin ich kurz im LEGO Store vorbei gefahren und dort wurde mir bestätigt: Die Sets dürfen erst ab dem 27. Dezember verkauft werden.

Die Einzelhändler vor Ort konnten mir allerdings noch weitere Infos geben: Früher galten die „harten“ Deadlines angeblich nur für die Produkte von den Lizenzgebern, also vor allem für die LEGO Star Wars Produkte. Die hauseigenen Produkte von LEGO durften früher ins Regal gestellt werden. Das hat sich scheinbar mittlerweile geändert und die LEGO Gruppe reagiert auch bei den eigenen Sets sehr empfindlich auf einen verfrühten Verkauf. Wer sich nicht daran hält, riskiert also Ärger mit LEGO und schlimmstenfalls Vertragsstrafen.

So weit, so traurig. Aber irgendwie natürlich auch verständlich: LEGO möchte nicht, dass die Produkte früher verkauft werden und der LEGO Gruppe steht natürlich das Recht zu, den Verkaufsstart der eigenen Produkte selber zu bestimmen.

Aber, einen Tag später: Am gestrigen Donnerstag (einen Tag nach meinem Versuch, im Einzelhandel ein Set zu „The LEGO Movie 2“ zu bekommen), erreicht mich aus dem LEGO Store eine Nachricht: Zum Teil stehen die Sets zu The LEGO Movie 2 jetzt DOCH schon im Regal. Mit dabei ist scheinbar auch das Objekt meiner Begierde: Das wunderschöne LEGO 70841 „Bennys Space Squad“.

Schon wenige Stunden später gibt es immer mehr Berichte aus anderen LEGO Stores in Deutschland: Die ersten Sets stehen scheinbar schon im Regal, nicht nur in Frankfurt. Ich ärgere mich natürlich ein wenig darüber, dass ich nicht einen Tag vorher zuschlagen konnte, aber gut…

Also schwinge ich mich am nächsten Morgen (also heute) doch nochmal aufs Rad und mache mich auf den Weg zu LEGO Store Frankfurt (ich will hier nochmal erwähnen: Es war sehr nass draußen). Dort angekommen teilt man mir dann mit einem gleichgültigen Schulterzucken mit: Die Sets wurden wieder aus dem Regal genommen. Kein LEGO Store dürfe die Sets verkaufen. Warum dann die Sets in zahlreichen Brand Stores überhaupt im Regal gelandet sind, konnte mir niemand sagen.

Man LEGO, sowas nervt. Wieso werden Deadlines nicht konsequent durchgesetzt? Zumindest dürfte euch so ein Fehler in den eigenen Brand Stores nun wirklich nicht unterlaufen. Ich will mal den Apple Store sehen, der drei Tage vor dem Verkaufsstart schon für einen halben Tag die neuen iPhones ins Regal geräumt hat… Ganz zu schweigen davon, dass das bei Apple auch keinem Drittanbieter passiert.

Ich könnte natürlich darüber hinaus auch noch diskutieren wie sinnvoll es ist, so viele neue Sets drei Tage nach Weihnachten auf den Markt zu bringen, während zahlreiche Spielwarengeschäfte in Deutschland vollkommen abgegrast sind und eine Menge Sets des aktuellen Kataloges nirgendwo mehr zu bekommen sind. Ernsthaft: So manche ToysRUs Filialen sehen aktuell aus wie ein Krisengebiet in der LEGO Abteilung.

Aber damit würde ich nur noch ein weiteres Fass aufmachen – und eigentlich wollte ich doch nur Bennys Space Squad über die Feiertage aufbauen…

Über Lukas Kurth 2024 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 31 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de
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