LEGO Star Wars und das Gemecker über die Preise: Eine Analyse

LEGO Star Wars Preisentwicklung

Update (05. Oktober, 11:05 Uhr): Vielen Dank für das viele Feedback, dass ich für diesen Artikel seit gestern bekommen habe! Einiges davon hier im Blog oder per E-Mail, vieles vor allem in Facebook-Gruppen. Ich möchte hier nochmal kurz zwei Dinge klar stellen, die mir wichtig sind:

  1. Ich wollte zu keinen Zeitpunkt behaupten, dass LEGO oder gar LEGO Star Wars „günstig“ ist. Denn das ist es mit Sicherheit nicht. Es ist ein teures Spielzeug, dass ganz schön ins Geld gehen kann. Ich wollte lediglich zeigen, dass es eben nicht so viel teurer geworden ist, wie viele Fans immer wieder behaupten.
  2. Dieser Beitrag gibt nur einen ersten Eindruck über die Preisentwicklung. Soll heißen: Es wurden abgesehen von der Inflation ganz viele weitere Gründe für Preisveränderungen (Rohstoffkosten, Automatisierung, Entwicklungskosten, geänderte Lizenzgebühren und vieles mehr) einfach nicht berücksichtigt. Das ist mir bewusst und das ist beabsichtigt, denn erstens habe ich auf viele von den Infos keinen Zugriff und zweitens wäre der Artikel dann viel zu unübersichtlich und komplex geworden. Mein Ziel war es lediglich, einen möglichst verständlichen Einblick in die Preisentwicklung der letzten Jahre zu geben.

Ich freue mich weiterhin über Feedback und Kommentare hier im Artikel. Ich werde sicherlich in den nächsten Wochen und Monaten noch auf andere statistische Entwicklungen einen Blick werfen – sei es in Bezug auf LEGO Star Wars oder auch bei anderen LEGO Linien.


Originalartikel (04. Oktober): Wann immer ein neues LEGO Star Wars Set angekündigt wird, kann man sich auf Eines verlassen: Jede Menge Gemecker darüber, wie unverschämt teuer LEGO doch geworden sei. Früher war ja schließlich alles besser! Oder?

Ich möchte in diesem Beitrag einen Blick auf die Preisentwicklung von LEGO Star Wars in den letzten 20 Jahren werfen. Also Achtung: Kann Spuren von Zahlen und ein klein wenig Mathematik enthalten.

Anlass für diesen Beitrag

Es hat mich die letzten Monate immer mal wieder in den Fingern gejuckt, einen solchen Beitrag hier zu verfassen. Der endgültige Anlass ist jetzt aber die Vorstellung des LEGO Star Wars Sets 75251 mit dem Namen „Darth Vaders Festung“.

Nachdem das 1060 Steine umfassende Set gestern Abend überraschend vorgestellt wurde, ging nach wenigen Minuten in diversen Facebook-Gruppen und auch in Kommentaren verschiedener LEGO Blogs das Gemecker los. Ich möchte hier mal einige Kommentare zitieren:

  • „Tut mir leid, aber die LEGO Star Wars Reihe ist unverschämt teuer seit dem Solo Film“
  • „Ich hoffe wirklich, das kauft keiner“
  • „Das wird bestimmt 250,- kosten“ – „Nein, 129,99$“ – „Immer noch zu teuer“

Es gab viele weitere Kommentare, die in eine ähnliche Kerbe schlagen. Und die Message ist eindeutig: LEGO Star Wars sei „in letzter Zeit“ viel zu teuer geworden.

Teilweise wird dabei so argumentiert, dass das ja „schließlich nur ein Kinderspielzeug“ oder „nur Plastik“ sei. Wieder andere (oder auch die gleichen) Diskussionsteilnehmer beschweren sich dann bei gefühlt jedem Set darüber, dass LEGO ja keinerlei Rücksicht auf AFOLs nehme und die Sets ja irgendwie alle nach Spielzeug aussehen und es viel zu wenig Modelle für Erwachsene gibt.

All das war für mich der Grund, mal einen möglichst nüchternen Blick auf die Preisentwicklung von LEGO und LEGO Star Wars im speziellen zu werfen. Ist LEGO wirklich so teuer geworden, wie alle sagen?

Bevor ich loslege und sich jemand auf den Schlips getreten fühlt: Ich habe nichts gegen Kritik an der Firma LEGO und auch nichts gegen Kritik an überzogenen Preisen. Ich rege mich selber immer mal wieder (wahrscheinlich auch zu häufig) über unangemessene Preise auf. Und genau deshalb dachte ich, dass es eine gute Sache ist, mal einen Blick auf die Zahlen zu werfen, anstatt nur „gefühlte Wahrheiten“ immer und immer wieder durchzukauen.

Die Inflation seit 1999

Um im weiteren Verlauf dieses Beitrages eine Hausnummer über die durchschnittliche Preisentwicklung von Verbraucherprodukten seit dem Jahr 1999 zu bekommen, habe ich mal die Gesamtinflation von Deutschland, den USA und Dänemark vom Jahr 1999 bis 2018 herausgesucht. Das ist also der Wert, um den Produkte seit 1999 durchschnittlich teurer geworden sind. Und im Idealfall sind die Gehälter seit 1999 um genau den selben Wert gestiegen.

Das Ergebnis: Die Gesamtinflation seit 1999 liegt in Deutschland bei etwa 33%. In den USA (einem wichtigen Markt für die LEGO Group) liegt die Gesamtinflation über den gleichen Zeitraum berechnet sogar bei über 50%. Und zu guter Letzt: In Dänemark, dem Heimatland der Firma liegt die Inflation bei rund 40%.

Wendet man das auch auf die LEGO Star Wars Produkte an, muss man also damit rechnen, dass die Sets hierzulande auch seit 1999 um diese 33% im Preis gestiegen sind. Ein LEGO Set das im Jahr 1999 glatte 100,- Euro gekostet hat, muss heute also rund 133,- Euro kosten. Ansonsten würde die LEGO Group als Unternehmen effektiv weniger verdienen als damals.

Die Preisentwicklung von LEGO Star Wars

Wir kennen nun also die Inflation seit dem Start der LEGO Star Wars Reihe. Aber wie haben sich überhaupt die Preise der LEGO Sets entwickelt?

Eine übliche Möglichkeit um den Preis eines Sets zu beurteilen ist es, einen Blick auf den Preis pro Stein zu werfen.

Ich habe also meine Liste mit allen normalen LEGO Star Wars Sets seit 1999 (ausgenommen sind hier also UCS Sets, Adventskalender, Microfighters, BrickHeadz und alle Technic Sets sowie Buildable Figures) herangezogen und ein bisschen herumgerechnet: Wie hoch ist eigentlich der Preis pro Stein im Durchschnitt eines ganzen Jahres über alle Sets hinweg gerechnet? Heraus gekommen ist dabei diese Tabelle, die ihr auch gerne zunächst mal mit einem Klick nach dem Preis/Stein sortieren könnt:

JahrØ Preis/SteinØ Preis/Stein (Inflationsbereinigt)
19990,161 Euro0,161 Euro
20000,157 Euro0,152 Euro
20010,159 Euro0,151 Euro
20020,220 Euro0,207 Euro
20030,170 Euro0,159 Euro
20040,147 Euro0,134 Euro
20050,142 Euro0,128 Euro
20060,117 Euro0,104 Euro
20070,123 Euro0,106 Euro
20080,137 Euro0,116 Euro
20090,141 Euro0,119 Euro
20100,153 Euro0,127 Euro
20110,155 Euro0,126 Euro
20120,151 Euro0,120 Euro
20130,139 Euro0,109 Euro
20140,134 Euro0,105 Euro
20150,135 Euro0,106 Euro
20160,129 Euro0,099 Euro
20170,118 Euro0,089 Euro
20180,134 Euro0,100 Euro

Wir sehen hier also ganz klar: Der Preis pro Stein ist keineswegs seit 1999 nur gestiegen. Ehrlich gesagt ist sogar das Gegenteil der Fall: Die „günstigsten Jahre“ waren 2006, 2017 und 2007. Die „teuersten Jahre“ waren hingegen 2002, 2003 und 1999. Das aktuelle Jahr 2018 ist auf dem 6. Platz der günstigsten Jahre seit Beginn der Reihe. Wirft man nun sogar einen Blick auf die selben Werte, wenn man die Inflation herausgerechnet hat, ergibt sich ein noch krasseres Bild: Die drei günstigsten Jahre sind nun nämlich 2017, 2016 und 2018.

Es wird also sehr schnell klar: Der Preis pro Stein ist vor allem bei LEGO Star Wars Produkten in den letzten Jahren keineswegs gestiegen – ganz im Gegenteil. Aber bedeutet das wirklich, dass LEGO Star Wars günstiger geworden ist?

Preis pro Stein vs. Preis pro Kilogramm

Vielleicht ist es auch einfach gar keine besonders gute Idee, den „Preis pro Stein“ als Messwert heranzuziehen. Denn es gab eine ziemlich eindeutige Entwicklung bei den LEGO Star Wars Sets seit 1999: Die Sets sind kleinteiliger geworden. Was von AFOLs geschätzt wird, weil es in der Regel zu schöneren Modellen mit viel mehr Details führt, hat natürlich auch einen anderen Effekt: Die durchschnittliche Masse (Gewicht) pro Stein in einem Set sinkt.

Nun könnte man also auf die Idee kommen, den Preis pro Gewichtseinheit von LEGO Sets zu berechnen. Ich will nicht unbedingt behaupten, dass das in jedem Fall die sinnvollere Art und Weise ist, den „Wert“ eines Sets zu bestimmen, aber es ist in jedem Fall eine weitere Möglichkeit um die Preisentwicklung zu beobachten.

Ich habe also die Gewichtsdaten von Bricklink genommen und Stichprobenweise überprüft: Die Daten stimmen ziemlich genau für das Gewicht von originalverpackten Sets. Da sich in den letzten 20 Jahren nicht sonderlich viel an dem Gewicht von Karton und Anleitung getan haben dürfte, ist das ein guter (und dazu auch der einzige) Datensatz um hier ein bisschen was zu berechnen.

Ich habe nun also den „Preis pro Gramm“ berechnet. Und dort ergibt sich ein etwas anderes Bild:

JahrØ Preis/gØ Preis/g (Inflationsbereinigt)
19990,086 Euro0,086 Euro
20000,071 Euro0,069 Euro
20010,073 Euro0,070 Euro
20020,097 Euro0,092 Euro
20030,077 Euro0,071 Euro
20040,072 Euro0,065 Euro
20050,077 Euro0,069 Euro
20060,061 Euro0,054 Euro
20070,072 Euro0,062 Euro
20080,077 Euro0,065 Euro
20090,082 Euro0,069 Euro
20100,085 Euro0,070 Euro
20110,091 Euro0,074 Euro
20120,091 Euro0,073 Euro
20130,091 Euro0,071 Euro
20140,092 Euro0,072 Euro
20150,096 Euro0,075 Euro
20160,090 Euro0,069 Euro
20170,084 Euro0,064 Euro
20180,097 Euro0,072 Euro

Ohne die Inflation heraus zu rechnen, sind die Jahre 2006, 2000 und 2007 die günstigsten Jahre in der bisherigen Geschichte. Die Jahre 2002, 2018 und 2015 sind die teuersten. Rechnet man die Inflation heraus, sind 2006, 2007 und 2017 die günstigsten Jahre. Die Jahre 2002, 1999 und 2015 sind dann die teuersten. 2018 liegt nach herausgerechneter Inflation noch auf Platz 6 der Liste.

Tabellen sind immer so eine Sache wenn es um Anschaulichkeit geht. Ich habe also ergänzend mal die vier verschiedenen Preisentwicklungen über die letzten 20 Jahre grafisch aufgetragen:

LEGO Star Wars Preisentwicklung
Die Preisentwicklung von LEGO Star Wars Sets in den letzten 20 Jahren

Ist LEGO Star Wars nun wirklich teurer geworden?

Was die Grafik sehr schön zeigt: Im Vergleich zum Jahr 2017 ist LEGO Star Wars in diesem Jahr tatsächlich sichtbar teurer geworden. Und ich schätze, dass es vor allem diese „gefühlte“ Preiserhöhung ist, die vielen aktuell so sauer aufstößt.

Dass die Sets von LEGO Star Wars im Jahr 2015 zuletzt (sowohl im Vergleich zur Anzahl der Steine, als auch zum Gewicht) sogar noch etwas teurer waren, ist wohl bei vielen schon längst vergessen. Ganz zu schweigen vom Jahr 2002, dass das teuerste Jahr überhaupt war.

Als abschließendes Fazit kann man wohl sagen: Der Preis pro Stein ist in der LEGO Star Wars Serie tendenziell in den letzten Jahren eher gesunken. Und der Preis pro Gewichtseinheit bleibt (mit einigen Schwankungen) seit Beginn an in etwa gleich. Allerdings ist im Vergleich zum Vorjahr das durchschnittliche LEGO Star Wars Set tatsächlich etwas teurer geworden.

Wenn ihr also demnächst instinktiv auf den Preisen von LEGO rumhackt, erinnert ihr euch an diesen Beitrag und denkt kurz nach, ob das vielleicht nicht etwas vorschnell sein könnte. Und wenn ihr jemand anderen belehren wollt, fühlt euch frei, diesen Beitrag hier mit ihm zu teilen! 😉

Über Lukas Kurth 639 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 28 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de

9 Kommentare

  1. Danke für den Informativen Beitrag. Ich hatte mir so etwas ähnliches auch mal angefangen zu bauen. Dabei hatte ich zusätzlich noch die Anzahl der Minifiguren im Set berücksichtigt und dann den Preis pro Stein und pro Minifigur für Jedes Jahr bestimmt. Dadurch sinkt dann der Preis pro Stein weiter ab und ich meine es waren so ca. 3 € pro Minifigur. Viel an der Grundaussage wird sich dadurch aber nicht ändern. Interessant ist ja auch, dass viele Sets über Jahre ohne Preisänderung am Markt sind (z.B. UCS Modelle). Da verdient ja dann LEGO pro Jahr auch weniger?

    Für mich ist das Problem momentan sowieso ein anderes: Vergleichen wir mal das Darth Vader Castle mit Hogwarts Greate Hall:
    1060 vs 878 Pieces
    5 vs 10 Minifiguren
    129,99 vs 99,99

    Setze ich mal 10 Cent pro Teil und 2,5 € pro Minifigur an, hat das Castle einen Wert von 118,50€ und die Great Hall 112,8€. Ich kriege also bei Harry Potter wohl etwas mehr für mein Geld. Das finde ich als Star Wars Fan etwas frustrierend.
    Außerdem kommen dann noch die zum Teil immensen Rabatte dazu: Warum gibt es z.B. bei Müller den Porg an Tag 1 mit 28 % Rabatt zu kaufen, während LEGO selber das gleiche Produkt für die UVP verkauft? Das Unternehmen muss ja vor dem Kunden irgendwie glaubhaft erscheinen. So sehe ich nur, dass der Gewinn bei LEGO ja weit über den 20 € liegen muss, die Müller als Rabatt gibt. Die wollen ja sicher auch noch (wenigstens etwas) verdienen. Dadurch stellt sich sicher nicht nur bei mir das Gefühl ein, im offiziellen LEGO-Store einfach nur „abgezogen“ zu werden. Kaufe da nur noch kleine Produkte, wo der Rabatt im € Bereich kaum der Rede wert ist. Jetzt versuchen Sie mit einem exklusiv Produkt den vollen Preis zu erzielen. Das stößt einigen sicher auf. Warum wird nicht von Anfang an ein vernünftiger Preis gewählt? 60 € für den Porg wären ja fair gewesen (nur so als Beispiel).

    Bei mir ist tendenziell immer die Bereitschaft da für ein gutes Produkt auch einen entsprechend Preis zu zahlen. Wenn Ich aber heute 70 € bei LEGO zahle und am Abend das gleiche Produkt in einer Drogerie für 50 € sehe, frage ich mich doch was da los ist. Ich will ja als Kunde nicht in der Angst leben, dass wenn ich beim Hersteller selber kaufe, deutlich zu viel zahle. Da erwarte ich vielmehr den guten Preis.

    • Ich habe für diesen Beitrag auch all die anderen Werte noch mitberechnet, also Minifiguren pro Set, Durchschnittliche Anzahl Steine pro Set in einem Jahr und vieles weitere – ich habe hier letztendlich nur die Teile gezeigt, die für den Beitrag unmittelbar wichtig waren. Vielleicht finde ich an anderer Stelle nochmal die Chance das unterzubringen.

      Was die Sache mit Harry Potter angeht: Ja, LEGO Harry Potter ist definitiv billiger. Aber das liegt nicht daran wie schlimm teuer LEGO Star Wars geworden ist, sondern daran, dass es einfach SCHON IMMER teuer war. Aber auch hier werde ich bei Gelegenheit mal die Werte mit anderen LEGO Linien vergleichen. Mir macht der Statistik-Kram schon ein bisschen Spaß 😀

      Zum Porg: LEGO fährt da eigentlich eine Strategie, die fast jeder andere Hersteller auch fährt. Direkt bei Apple gibt es keine Rabatte aufs iPhone. Und direkt bei Samsung eben auch nicht auf deren Smartphones. Bei dritthändlern schon.

      Das es bei LEGO direkt so dicke Rabatte gibt liegt vor allem auch daran, dass der Markt da ziemlich kaputt ist. Ich kenne mittlerweile die Margen einiger Händler und die sind absolut lächerlich gering. An der Porg Aktion verdient Müller meiner Einschätzung nach so gut wie nichts. Das ist in der Kalkulation wahrscheinlich ein reines Lockangebot – aber sicher kann ich mir natürlich nicht sein, ich kenne ja deren exakte Einkaufspreise nicht.

  2. Ich sehe mir das eher aus Konsumentensicht. Ich habe jetzt auch nicht wirklich eine zündende Idee, wie es LEGO besser machen kann. Wenn die großen Ketten das tatsächlich ohne Marge anbieten sind denen ja auch die Hände gebunden. Wir haben ja auch schon gesehen, wie zum Teil bei Angeboten, die du hier gepostet hattest, nachher die Preise nach oben korrigiert wurden. Da sieht man schon, dass es sehr sehr knapp kalkuliert ist.
    Geht sich das denn mit den Lock-Angeboten aus? Also ich hab bei Toys’R’Us noch nie was anderes bestellt außer bei LEGO Star Wars Angeboten. Morgen wollte ich aber im Müller ein Deo mitnehmen, weil meins zur Neige geht 😉 Hoffe die verdienen da was dran.

  3. Hi Freunde, das ist ne interessante Auswertung, danke für die Mühe. Was mir in der Gesamtbetrachtung allerdings fehlt, sind die sich veränderten Rahmenbedingungen. Ohne das jetzt untermauern zu können, behaupte ich, dass die Anzahl an Sets heute um einiges höher ist, als früher. Zwangsläufig natürlich auch durch die Disney-Übernahme und die dicht aneinandergereihten neuen Filme. Das Problem vieler Afols ist wohl, aus Sammlerleidenschaft oder sonstiger Besitzfreude alles haben zu müssen und das gestaltet sich selbst bei wie von dir bewiesenen sinkenden Preisen schwierig. Die Gesamtausgaben steigen nämlich trotzdem. Der Hersteller hat sich das nicht zuletzt auch zunutze gemacht und Minifiguren ganze gezielt nur in ein bestimmtes Set gepackt.

  4. Ich habe noch eine Idee:
    Du kannst ja aus deiner Datenbank berechnen, wie der Durchschnittspreis eines Steins und eine Minifigur im Mittel ist. Kannst du dann anhand der Durchschnittspreise mal ein paar Sets vorstellen, die krass davon nach unten und oben abweichen? Wäre ja mal sehr interessant zu sehen wo man besonders viel für sein Geld und wo eben besonders wenig für sein Geld bekommen hat. Dadurch könnte man in Zukunft bei neuen Sets auch so eine Art Ampelwertung einführen und recht objektiv bewerten ob der Preis jetzt eher gut oder eher schlecht ist.
    Franz Idee mal zu schauen, was man pro Jahr hätte ausgeben müssen, um alle Sets zu bekommen, finde ich auch sehr interessant!

  5. Da hat sich jemand aber viel Mühe gemacht. Ich fand diesen Beitrag sehr informativ und gut recherchiert. Vielen Dank dafür!
    Über eine ähnliche Aufstellung bei Harry Potter und die oben erwähnte Idee von Franz würde ich mich auch sehr freuen.

  6. Hallo, du schreibst „Da sich in den letzten 20 Jahren nicht sonderlich viel an dem Gewicht von Karton und Anleitung getan haben dürfte, ist das ein guter (und dazu auch der einzige) Datensatz um hier ein bisschen was zu berechnen.“ Sind die Anleitungen nicht deutlich kleinschrittiger, und damit dicker, und damit auch schwerer geworden? Ich bin ein Anhänger von Preis pro Teil, da kleine Teile zwar weniger Material benötigen, aber alle anderen Kosten gleich sind (Schritte zum Spritzen, Erstellen der Formen, …)

    Das ist natürlich nur ein kleiner Aspekt im Lego-Universum, ich fände es aber trotzdem mal das Verhältnis zwischen Teilezahl und Seitenzahl des A-Modells zu untersuchen. Wenn Ihr wollt, kann ich das auch selber mal untersuchen

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