StoneWars Smalltalk: Tag des Erwachens – Unser Weg aus den Dark Ages

Smalltalk Titel

Einer der schönsten Aspekte eines gemeinsamen Hobbys ist es, sich mit Gleichgesinnten darüber auszustauschen. Auch unabhängig von News, Angeboten oder Reviews gibt es viele LEGO Themen, über die man trefflich philosophieren kann, und genau dafür haben wir den „Smalltalk“ ins Leben gerufen.

In unregelmäßigen Abständen reißen wir hier ein Thema an, über das wir uns dann alle in den Kommentaren unterhalten können. Sucht euch ein gemütliches Plätzchen, schnappt euch einen leckeren Kaffee oder ein anderes Heißgetränk eurer Wahl und plaudert mit uns und miteinander!

Heute geht es um das Thema:

Tag des Erwachens – Unser Weg aus den Dark Ages

LEGO ist für viele als Hobby nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken, doch in den meisten Fällen war das nicht immer so. Für die meisten von uns gab es, nachdem man sich schon als Kind für LEGO begeistert hatte, eine Zeit, in der die bunten Steinchen aus Billund plötzlich keine Rolle mehr spielten, z.B. weil man entdeckte, dass andere Dinge (und Menschen) plötzlich ebenfalls interessant waren. Diese Phase, sozusagen die „dunkle Zeit“ im Leben eines AFOLs, bevor man zurück zu LEGO fand, wird gerne selbstironisch als „Dark Ages“ bezeichnet. Ich möchte euch heute von den drei Schritten erzählen, in denen ich wieder mit dem Bauen und Sammeln anfing, und wie aus den zaghaften Anfängen schließlich ein Hobby wurde, dem ich mich nun sogar beruflich widme.

Alles begann im Jahr 2012. Ich hatte gerade mein Studium beendet und meinen ersten Job angetreten, die allgemeinen finanziellen Ansprüche waren noch sehr studentisch geprägt und mit dem Geld, das deshalb übrig blieb, wollte ich mir gerne sebst eine Freude machen. Im Kollegenkreis war – ich weiß selbst nicht mehr genau, wie es dazu kam – über den LEGO Technic 8810 Unimog gesprochen worden, und da mir die großen Technic-Modelle früher immer besonderen Spaß bereitet hatten, schaffte ich ihn mir an – mehr aus Neugier, wie diese sich in den vergangenen 10-12 Jahren weiterentwickelt hatten. Hätte mich dieses Set nicht so begeistert, würde ich heute wohl nicht diese Zeilen schreiben, aber weil es so war, standen zwei Jahre später schon vier weitere, große Technic-Modelle in meinem Büro, für die ich inzwischen sogar extra ein Regalbrett an der Wand angebracht hatte.

Erneut waren es dann die Kollegen, die mein neues Hobby amüsiert zur Kenntnis genommen hatten, die mich fragten, ob ich denn schon einmal im deutschen LEGOLAND gewesen sei – das sei ja schließlich nicht allzu weit entfernt. Ich hatte bis dahin, ehrlich gesagt, gar nicht realisiert, dass es überhaupt ein deutsches LEGOLAND gab, war nun aber natürlich sehr neugierig und konnte sogar meine bessere Hälfte überreden, mich mehr oder weniger freiwillig dorthin zu begleiten. Die fröhliche Gestaltung des Parks gefiel uns beiden gut und die Fahrgeschäfte machten, da wir eh keine allzu wilden Achterbahnen mögen, Spaß. Am meisten faszinierte mich aber die Fabrik. Die dortige Auswahl an Einzelsteinen war beeindruckend und hatte etwas von einem (zugegebenermaßen recht teuren) Schlaraffenland, und weil mir der kleine Drache Ollie, das Maskottchen des LEGOLANDs, das sich bei der Feuerdrachen-Fahrattraktion an diversen Stellen versteckt, so gut gefiel, beschloss ich, mich mit grünen Steinen einzudecken und mich an einem Eigenbau zu versuchen – den Begriff MOC kannte ich damals noch nicht. Meine Mini-Version gelang mir gar nicht mal so schlecht, aber auf der Suche nach Bildern stellte sich heraus, dass es diesen Drachen sogar einmal als offizielles Set mit der Nummer 3724 gegeben hatte – den musste ich haben! Nach einem kurzen Blick auf die Gebrauchtpreise wurde mir schnell klar, dass auch hier ein Rebrick angesagt sei. Doch würde ich im LEGOLAND alle Teile bekommen? Und welche Teile brauchte ich überhaupt für das Set? So kam ich erstmals in Berührung mit Bricklink, und ehe ich mich versah, hatte ich neben meinen Technic-Modellen zwei Drachen im Zimmer stehen und begann, mir eine Teilesammlung für eigene Modelle aufzubauen.

Der dritte Schritt und der Grund, warum plötzlich auch Spielsets für mich wieder interessant wurden und ich begann, meine alten Themenreihen aus Kindertagen zu vervollständigen, hieß: Nexo Knights. Diese Reihe wurde anfangs im LEGOLAND intensiv beworben, und irgendetwas daran, vermutlich das Farbschema, das mich ein wenig an die alten Weltraumthemen der 90er-Jahre erinnerte, sprach mich ungemein an. Zunächst war die Hemmschwelle groß – die Begeisterung für solche „Kindersets“ ließ sich doch schließlich, im Gegensatz zu der für die großen Technic-Sets, als Erwachsener kaum rechtfertigen. Doch irgendwann schlug ich bei einem besonders günstigen Angebot für das 70317 Fortrex einfach zu, und einige Zeit später hatte ich dann plötzlich alle Sets der ersten Welle beisammen (so lernte ich auch, wie man auf LEGO Schnäppchenjagd geht).

Ich stellte fest, dass mir die bunten, phantasievollen Spielsets im Grunde viel mehr Freude machten als die Technic-Modelle, denn mit Technik hatte ich im beruflichen Alltag ja schon genug zu tun. Auch war es mir inzwischen egal, ob mein Hobby von anderen belächelt wurde, denn je mehr ich mich damit beschäftigte, desto klarer wurde mir, dass es viele Erwachsene gab, die Spaß an den kleinen Steinen hatten – und die anderen hatten es wahrscheinlich nur einfach noch nicht ausprobiert. Ich begann, ganz selbstbewusst auch meinen geliebten Retro-Spielwelten wieder zu frönen, und als mir auffiel, dass es zum Themenkomplex „alte Sets“ in den einschlägigen Blogs (Stand damals) nur recht selten Beiträge gab, bot mir Lukas an, ich solle doch ruhig mal selbst einen Text darüber verfassen – den Rest kennt ihr. 😉

So viel zu meiner LEGO Geschichte. Aber jetzt interessieren mich, und bestimmt auch euch gegenseitig, eure Geschichten! Hattet ihr womöglich gar keine „Dark Ages“? Gab es „Schlüsselerlebnisse“, durch die ihr wieder mit dem Hobby LEGO begonnen habt, und welche Entwicklung haben eure diesbezüglichen Interessen seitdem genommen? Was glaubt ihr, wo die Reise für euch noch hingeht? Seid ihr gleich (wieder) voll ins Hobby eingestiegen oder hat sich dies über einen längeren Zeitraum ergeben? Erzählt es uns!

Über Jens Herwig 112 Artikel
Mag verzerrte Gitarren, LEGO und Enten. Wollte so sein wie MacGyver, ist aber nur Physiker geworden. Erweckung aus den Dark Ages durch den Technic Unimog. Liebt alte Sets und hat ein Aquazone-Diorama im Wohnzimmer stehen.

152 Kommentare

  1. Es gibt ein paar Momente in seinem Leben, bei denen weiß man noch genau wie sie abgelaufen sind, oder wo man war.
    Der 11. September gehört sicherlich dazu, bei mir beispielsweise auch das 7:1 Deutschland gegen Brasilien 2014.
    Und auch den Moment des Endes meiner Dark Ages weiß ich noch ziemlich genau, wenn auch nicht mehr das Datum.
    Aber es war 1999 in der Spielwarenabteilung von Karstadt in Bremen. Damals, ich gerade 19 und dem Lego-Alter im Grunde erst ein paar Jährchen entwachsen, ist man noch mit den Eltern „in die Stadt“ gefahren. Der Junge braucht ne neue Jeans oder sowas. Die älteren werden sich erinnern. Internet war damals noch nicht so verbreitet.
    Auf jeden Fall stand dort im Regal die erste Star Wars Welle im Regal.
    Wahnsinn.
    Lego macht Star Wars Sets? In echt? Mega!
    Und da war es vorbei. Die 7140 (der Ur-Xwing) wanderte direkt vor Prt über den Tresen.
    Und was soll ich sagen: bis ca. 2006 folgte JEDES Star Wars Set, das rauskam.
    Danach wiederholte sich Lego bei Star Wars für mich zu häufig. Ich hatte gefühlt eben schon alle Raumschiffe. 😉
    Ab dann ging es über Modularhäuser, Herr der Ringe etc. weiter bis heute.
    Mittlerweile die Gattin angefixt und nun fröhnen wir beide dem Hobby mit Harry Potter, quasi sämtlichen AdultSets die unserem Geschmack entsprechen und eigener Lego Stadt im eigens geschaffenen Lego Zimmer im Keller.

    • Schön. Und toll, dass ihr gemeinsam so viel Spaß daran habt! 🙂 Als ich gestern Abend eines der Insulaner-Sets in der Hand hatte, musste ich auch mit ein bisschen Wehmut an die frühere Kardstadt-Spielwarenabteilung zurückdenken (denn ich weiß noch genau, wie wir das damals dort gekauft haben). Heute haben die langen LEGO-Regale, sofern es sie überhaupt noch gibt, ein wenig von ihrer Faszination eingebüßt, weil man ja alles schon vorher online gesehen hat – woran wir mit StoneWars eventuell nicht ganz unschuldig sind. 😅

    • Genau dieser X-Wing war auch mein Grund wieder mit LEGO als Hobby anzufangen. Die Prequels liefen nacheinander im Kino und entfachten das Star Wars Feuer wieder etwas mehr und die passenden LEGO-Sets gehörten auch dazu.
      Inzwischen habe ich auch Sets aus anderen Bereichen, Star Wars ist aber nach wie vor mein Lieblingsthema und wird es wohl auch in Zukunft bleiben 😀

      • Ohja, *der* X-wing. Konnte ich mir damals leider nicht leisten. aber ich habe den Snowspeeder gehabt. Und da ’99 noch alle (X-Wing, Y-wing, Snowspeeder) das gleiche Cockpitteil verwendetedn wurde da regelmäßig umgebaut. Mein Ur-x-wing war also ein 6915 mit Snowspeederfront. 😄

    • Bei mir kam die erste Star Wars Welle so ziemlich gegen Ende meiner LEGO-Kindheit. Ich habe das damals auch komplett gefeiert als großer Star Wars Fan und fand das fast schade, dass ich dann schon so langsam aus LEGO rauswuchs. Aber den alten ersten X-Wing, Snow Speeder und den ersten von 1000 Landspeedern hab ich auch noch. 😉 Mittlerweile bin ich aber aus Star Wars, zumindest was LEGO angeht, komplett raus, auch wenn die UCSer schon teilweise sehr fetzig sind.

  2. Als Kind war ich verrückt nach Lego, Geburtstag und Weihnachten bestanden zum großen Teil aus Legosets. Der neue Katalog war das Highlight des Jahres und wurde intensiv bis in die Nacht mit der Taschenlampe studiert. Und natürlich gab es Wunschlisten, die quasi den ganzen Katalog beinhalteten. Meine Eltern hatten damals nicht so viel Geld und ich hab mir als Kind geschworen, dass ich alle Sets nachholen würde, die ich verpasst hatte.

    Meine Dark Ages begannen 1999, passend zur dunklen Zeit von Lego. Bis 2006 und etwas im Alter von 20 ging gar nichts mehr mit Lego Meine Mutter hat aber alle Sets aufgehoben mit Boxen und Anleitungen, fein säuberlich sortiert und verstaut. Denn es ist ja viel Geld in das Lego geflossen. Ich kann ihr bis heute nicht genug danken, denn meine Sammlung ist heute noch in fast perfektem Zustand.

    Jedenfalls 2006 hat mich mein Onkel gefragt, ob ich noch Interesse an Lego hätte, denn er hätte diese alten Robin Hood-Sets und ob ich die haben will. Dieser Moment war quasi die Wiedergeburt meiner Legoleidenschaft. Von da ab an ging es wieder los mit Lego und wie! Auf Ebay habe ich fast alles nachgekauft, was mir in meiner Sammlung noch fehlte und mit dem Mittelaltermarkt 2009 ging es dann auch mit aktuellen Sets wieder los. Bis heute natürlich 😀

    • Was Du hinsichtlich der alten Sets und der Dankbarkeit gegenüber Deiner Mutter sagst, kann ich absolut nachvollziehen – das war bei uns nämlich (zum Glück) genauso. 🙂 Einzig und allein, dass sie keine Probleme damit hatte, die Kartons gelegentlich mit Tesafilm zuzukleben, schränkt meine Dankbarkeit vielleicht minimal ein. 😄 Da mussten dann teilweise die Kartons ersetzt werden…

    • Ja, meine Mutter hat auch alles alte LEGO mitsamt Anleitungen aufgehoben (habe ich aber auch drauf bestanden). Ohne das wüsste ich auch nicht, ob ich überhaupt so einfach neu damit angefangen hätte.

  3. Danke für den unterhaltsamen Artikel!

    Als ich 2017 aus den Dark Ages erwachte, wusste ich gar nicht, dass mich dort 20 Jahre lang befand. Klar hat man immer wieder mal LEGO Sets gesehen. Es gab aber kein Feuer und kein Verlangen danach. Im Keller der Eltern schlummerten damals noch meine alten Schätze aus den 80ern (Ritter und LEGO Technic) aber auch das hat mich nie motiviert.
    Die erste Erfahrung mit LEGO kam dann über das erste 3in1 Set für meinen Sohn. Der grüne Sportflitzer, den man zum Truck umbauen konnte, wurde auf dem Weg in den Urlaub an der Nordsee gekauft und in den kommenden 7 Tagen sicherlich 3x täglich umgebaut. Die Faszination die sich beim Nachwuchs gezeigt hat, hat sich dann schlagartig übertragen. Eigene Sets hab ich mir damals aber noch immer nicht gekauft, beschäftigt mit dem Thema hab ich mich allerdings von Tag zu Tag mehr.
    Über Blogs und diverse YouTuber wurde mir die große LEGO Welt der Neuzeit aufgezeigt 😉

    Und was Nando bis heute noch nicht getan hat, war dann tatsächlich mein erstes eigenes Set nach den Dark Ages: der große Falke lag Weihnachten 2018 unterm Baum. Zusammen mit der Saturn V und dem Angelladen. Das waren großartige Stunden Bauzeit, denen noch viele mehr folgen sollten.

    Rückblickend muss ich sagen, wenn einen diese 3 Sets nicht aus den Dark Ages holen, dann wäre man wohl im Koma gelegen.
    Seither gibt es die große Orientierungsphase. Was sammelt man wirklich. Wo muss man Grenzen ziehen und wo kann man ein eigenes Sammelinteresse dem Nachwuchs in die Schuhe schieben um es so vor der Frau zu rechtfertigen 😁

    Ich hoffe, dass ich noch lange mit der Leidenschaft dabei bleiben werde und halte es mit Lukas´ Aussage aus einem der letzten Podcasts: es sind mir schon lange nicht mehr so viele Sets absolut egal gewesen! Denn das ist der Weg raus aus dem Verlangen, alles haben zu wollen. Dann hab auch ich verstanden, dass es viele Sets geben wird, die ich nicht besitzen muss, auch wenn sie für sich durchaus gelungen sind.
    Das freut meinen Keller, meinen Geldbeutel und am Ende auch meine Frau.

    • Diese „Orientierungsphase“ hatte ich auch und habe sie noch immer. Anfangs fand ich z.B. die Creator Expert-Fahzeuge ganz toll, doch irgendwann realisierte ich für mich: Ein Auto ist ein Auto ist ein Auto. 😄

      Ähnlich ging es mir mit den Modulars, auch wenn mir dort der Abschied schwerer gefallen ist. Inzwischen bin ich – abgesehen von den alten Reihen aus den 90ern – vom „Komplettierungsgedanken“, also ein Set zu kaufen, nur weil man schon viele andere Sets der Reihe hat, fast komplett abgerückt.

      Ich konzentriere mich auf die alten Sets und von den aktuellen 18+ Sets diejenigen, die ich für „besonders besonders“ halte. Und Harry Potter. Und Minifiguren. Und Dinos. Ach Mist, ich muss wohl doch noch weiter an mir arbeiten! 😂

      • Ähnlich bei mir. Auch wenn am Ende vieles ein Displaymodell ist, bin ich weg von den Autos oder Sets, die nur für sich allein funktionieren. Wie auch das NES.
        Wenn sich mit Sets Szenen und Geschichten erzählen lassen, bin ich sofort dabei. Unabhängig vom Themengebiet.
        Dann wird die Apokalypseburg sicher auch mal mit dem Bugle kombiniert und am Straßenrand steht noch das Hidden Side Krabbenrestaurant.
        Sowas zu kombinieren macht Laune.

        An einer Cantina komme ich dann aber immer noch nicht vorbei. Die funktioniert in sich zu gut.

  4. Hallo,

    cooles Thema. Bin gespannt, wieviel Kommentare es nach 2 Wochen hat. Ich schätze mal, daß es über 500 sein werden. 😉

    Hier meine Geschichte:
    Zu meiner Person: mein Name ist Marion, ich bin gerade noch so eben 57 Jahre alt und wohne mit meiner Familie im Odenwald ca. 50 km südlich von Frankfurt.

    Fast direkt nach der Geburt meines inzwischen 22-jährigen Sohnes begann ich LEGO für ihn zu kaufen und innerhalb weniger Monate hatte mich die Faszination von damals wieder eingeholt.
    Da mein Mann beruflich sehr viel unterwegs war, und mein Sohn noch viel zu klein war für LEGO oder Duplo, fing ich an LEGO zu bauen, wenn mir abends langweilig war.
    Anfang 2001 besorgte ich mir dann heimlich eigenes LEGO-Technik und später auch „normales“ LEGO und konnte ca. ein halbes Jahr lang unentdeckt mein neues Hobby genießen.

    Eine erwachsene Frau, die mit LEGO spielt, wurde damals mehr oder weniger für bekloppt gehalten und dementsprechend sah mein Mann mich an, als er mal früher von der Arbeit kam und mich inflagranti erwischte.
    Jetzt, wo er weiß, daß ich nicht allein bin und LEGO auch ofizielles „Männerspielzeug“ ist, hat er sich gut damit abgefunden. Es machte ihm auch nichts aus, wenn ich mal monatelang mit meiner MoRaSt-Anlage den Esszimmertisch belegte.
    Mittlerweile habe ich aber einen eigenen, selbst hergerichteten Legokeller und kann das Esszimmer wieder freigeben.

    Meine erste „Selbsthilfegruppe“, der ich mich anschloss um mich mit anderen Gestörten auszutauschen war 1000Steine, wo ich mich immernoch größtenteils blicken lasse und meine MOCs zeige.
    Außerdem findet man mich bei Flickr und in einigen Foren, wie Doctor Brick, RogueBricks und LGOe.

    Spezielle MOC-Vorlieben habe ich nicht. Ich habe auch nach 20 Jahren noch keine für mich passende Schublade gefunden, was eigentlich auch ganz gut ist: Ich probiere immer gerne was Neues aus. Angefangen mit Technik, über Modulex bis hin zu Lego System. Themenmäßig ist Star Wars das einzige, was ich noch nicht (privat) gebaut habe.

    Bei regulären Sets ist es ähnlich: es gibt kein Thema, welches mir besonders gefällt. Für mich dienen Sets eigentlich nur zur Steinebeschaffung. Länger hinstellen würde ich mir sowieso keine Sets, da ich ja nichtmal weiß, wohin mit meinen MOCs, die nicht gerade „unterwegs“ sind (siehe unten).

    Seit mich 2010 ein Mitglied von Bricking Bavaria dazu überredet hatte, fahre ich regelmäßig 3-4 mal im Jahr zu Ausstellungen in ganz Deutschland. Einige von euch werden mich schon bei einer der Ausstellungen kennengelernt haben.
    Ein ganz kleiner Teil meiner MOCs befindet sich auch in der Dauerausstellung der Gartenschau in Kaiserslautern und ein anderes MOC, mein Chateau Nottebohm steht seit September 2019 im LEGO-House in der Masterpiece Gallery und wartet darauf, wieder abgeholt zu werden.

    Seit 2014 hab ich auch beruflich (bin eigentlich gelernte Krankenschwester) mit LEGO zu tun. Ich habe 3 1/2 Jahre in René Hoffmeisters (1000Steine) und Axels Al Rubaies Firma Design in Stein vor Ort als Modellbauerin gearbeitet, bin jetzt aber nur noch online/digital tätig, wobei mein Haupbetätigungsfeld das Erstellen von Anleitungen und kleinen Sets ist.

    Ich hoffe man sieht sich mal auf einer Ausstellung, wenn der ganze Corona-Mist vorbei und das Leben wieder in die Normalität zurück gekehrt ist.

    • Oha, dann bist Du ja ein richtiges Urgestein, sozusagen. 🙂 Danke Marion, dass Du Deine Geschichte so offen mit uns geteilt hat. Ich finde es immer sehr inspirierend, was aus „den zarten Anfängen“ alles werden kann, wenn man zu seiner Leidenschaft steht. Ich werde nach Deinen Modellen Ausschau halten, wenn man mal wieder irgendwo hin darf. 😉

    • Hui, das ist ja mal ein total spannender Lego-Lebenslauf! Danke für den Bericht Deiner Etappen, Brixe/Marion! 👍

    • Wow was für eine krasse Geschichte bzw. Vita.
      Das wirklich witzige ist das ich mal vor drei Jahren mich in der Abteilung geoutet habe und dann a) einer auch zugegeben hat das er die Expert Fahrzeuge sammelt und b) einer damit angefangen hat die alten HdR-Sets auf eBay und BrickLink zu kaufen.

  5. Mein erstes großes Set nach den Dark Ages war der 10248 Ferrari F40 im Jahr 2015, da war ich bereits in der Altersgruppe Ü30. Ab dann war ich wieder infiziert und sammele seitdem vor allem AFOL Sets aus der Star Wars-Serie und Fahrzeuge,

  6. Bei mir ist Corona und ein Audi-Speed Champion Schuld daran, dass ich wieder mit Lego angefangen habe. Ich musste weg vom Bildschirm, da ich so schon als ITler genug vor dem Ding sitze. Ein kreatives Hobby ohne ständig auf einen Monitor zu glotzen war im letzten Jahr einfach toll.

    Übrigens, so lange eine bestimmte Firma aus Deutschland zu ihren Sets keine gedruckten Anleitungen mitliefert, können die ein „tolles neues Klemmbausteinset unglaublich günstig“ rausbringen wie sie wollen. Das kaufe ich nicht!

    Ich liebe die Ninjago und Creator Serien, 3+1 wie Expert. Jetzt der Daily Bugle und die Harry Potter Sets vom letzten Jahr fand ich auch toll. Die Harry Potter Sets mit den grauen Dächern sehen toll aus. The Upside Down war wirklich kreativ auch von den Bautechniken her. Überhaupt, bin ich begeistert von den vielen neuen Steinen und Techniken, die sich da in den letzten 20 Jahren angesammelt haben und was sich damit umsetzen lassen kann und ich freue mich immer wieder selbst kleinere Sachen an den Sets umbauen zu können. Die Pirates of the Barracuda Bay ist für mich ein endloser Spaß. Erschrocken bin ich nur von den vielen Farben, früher gab es abgesehen von den leichtgrau, manchmal schon dunkelgrau, schwarz, rot, gelb, blau, weiß, braun und grün. Nur in den Spaceserien gab es da noch ein paar Neonelemente. Heutzutage sind selbst in einem kleinen Cityset gefühlt 20 Farben verbaut.

    Es ist auch wirklich Schade wie wenig eigene Themenwelten Lego noch bietet. Vielleicht sind unsere Kinder zu sehr auf Lizenzen getrimmt. Ich kann jeden Fan verstehen, der sagt, seine Lizenz ist bei Lego gut aufgehoben. Es bleibt einfach ein tolles Spielzeug. Nur warum sich Lego in eine so hohe Abhängigkeit zum Disney-Konzern begeben hat, bleibt mir schleierhaft.

    Die City und die Friends Serie sind sehr teuer. Für Friends darf man ungerechterweise für die gleiche Anzahl an Steinen deutlich mehr Geld Zahlen. Wenn man sich ansatzweise für Geschlechtergerechtigkeit interessiert ist Legos Preispolitik hier sehr kritikwürdig.

    Ich mag Lego und es ist ein schönes Hobby und für mich günstiger als ein Segelboot, ein Pferd oder eine Sammlung an Oldtimern.

    • Witzig, bei mir als ITler ist es ähnlich warum ich so viel Zeit mit dem bunten Lego Steinen wieder verbringe. Wenn man immer nur auf einen Bildschirm schaut, dann macht Abends auch das beste Videospiel nicht lange genug Spaß.

      Meine Dark Ages wurden in mehreren Schritten aufgelöst. Den Anfang machte dabei das Aufräumen und sortieren, der Lego Steinekiste, weil mein jüngerer Bruder gerne seinen X-Wing von 1999 wieder haben wollte. Dabei dachte ich mir, ach mal schauen ob aus dem Rest unserer Steine nicht noch ein schwarzer X-Wing als Nachbau. Dafür brauchte ich ein paar neue Teile, wie die Cockpit Scheibe und die großen Formteile die als Triebwerke genutzt wurden. Als das Modell fertig war, brauchte ich dann wiederum eine Tie Interceptor als Gegner, das wurde aber ein MOC. Nun hatte ich die Raunjäger aber keine Piloten, was mich zu zwei Microfighter der Serie 2 brachte. Soweit so gut, dachte ich mir das reicht dann auch als Nostalgie.

      Ein paar Monate später, hatte ich im Angebot den Microfighter der Ghost gesehen und dachte mir eine Captain Syndulla.

      Und damit war der Bann gebrochen und ich habe immer mal wieder nach Star Wars Sets im Angebot gesucht, zum Glück habe ich dann die Rebels Fregatte gekauft mit Ahsoka. Seitdem wächst die Sammlung und auch andere Themen Gebiete wie Ideas, Technik und Ninjago sind dazu gekommen. Außerdem habe ich noch ein paar Sets von Dimension gekauft um mir mal wieder ein paar Beleidigungen von Glados anhören zu können. 😊

  7. Darkages, kenne ich zum Glück noch nicht, bin ja erst 15. Trotzdem ist dieser Stonewars Smalltalk immer wieder interessant.

    • Danke. 🙂 Dann wünsche ich Dir, dass Dir diese schlimme, weil im Nachgang sehr teure Zeit (wenn man versucht, die verpassten Sets doch noch zu bekommen) erspart bleiben möge. 😉

    • Ich kenne die Dark Ages auch noch nicht und hoffe, dass ich sie nie bekomme… Aber ich erlebe es gerade bei meinem Bruder, der immer weniger Lego gebaut hat und jetzt in der Videospielwelt ist. Seine letzten Stücke sind sein Schatz und die darf ich nicht anfassen oder bespielen. Da ärgere ich mich immer, weil die schönen Teile einstauben, aber davon will er nichts hören. Ich konnte mir aber so eine Legoecke in meinem Zimmer einrichten und alles gut sortieren. Wenn man zu zweit in einen Zimmer sitzt, war das unmöglich und es war immer Chaos. Wenn man allein ist, kann man seine eigene, kleine Welt aufbauen. Manchmal vermisse ich ihn zwar, weil ich ganz allein in meiner Ecke bin, aber ich habe mich damit abgefunden…
      Er war immer der, mit dem ich mich über Lego unterhalten konnte und das fällt jetzt alles weg. In meiner Klasse sind auch alle aus dem Legoalter raus. Da bin ich sehr froh, dass ich so eine tolle Seite wie Stonewars oder andere Legoblogs gefunden habe, mit den ich mich austauschen kann.

  8. Bei mir war es auch der Ur X – Wing und dann noch ein paar UCS (Super- und Sternenzerstörer, der 1. Falke). Alles noch sehr sporadisch und dann wurde ich durch einen Artikel auf den Held der Steine aufmerksam, der hat mich dann wirklich aus den Dark Ages geholt hat. Seine amüsante, anfangs auch berechtigt kritische Art hat mir gut gefallen und neben Star Wars wanderte auch mal ein Technic Set in den Einkaufskorb. Den Helden aus Frankfurt sehe ich mittlerweile immer kritischer, Polemik ersetzt immer mehr durchaus berechtigte Kritik (die Farbseuche kann mir auch keiner logisch erklären, insbesondere nicht bei 18+ Sets), und ich informiere mich mittlerweile bei Euch , Promobricks und Henrys Videos gefallen mir auch gut.
    Ich habe mittlerweile (zum Leidwesen meiner Frau) eine respektable Sammlung an größeren Star Wars Mocs deren Anleitungen ich bei rebrickable, brickvault, starbricks u.a erstanden habe und freue mich unglaublich auf den hoffentlich erscheinenden UCS ATAT.
    Meine Jungs bauen ab und an mit, das geht mit den digitalen Anleitungen wirklich super, der kleine liebt die Harry Potter Sets, baut gerade das große Hogwarts.
    So habe ich ein tolles Hobby für 3/4 der Familie und schräge Blicke habe ich noch nie geerntet.

    • Das ist ein ganz wichtiger Aspekt unseres Hobbys, denke ich, dass man es auch prima mit der ganzen Familie ausleben kann!

      Ich glaube, die allermeisten Leute sehen es (ggf. nach anfänglicher Verwunderung) positiv, wenn man als Erwachsene(r) LEGO baut. Die Missbilligung ist eher eine Sorge, die im eigenen Kopf entsteht und bestimmt manche davon abhält. Ich habe z.B. bei meinen früheren Kollegen oft gemerkt, dass sie eigentlich schon Spaß an LEGO gehabt hätten, es sich aber selbst nicht „erlaubt“ haben.

  9. Danke für diesen tollen Artikel. Ich bin erst zwölf und daher hatte ich so gut wie keine Dark Ages. Trotzdem sehr interessantes Thema und eine meiner Lieblingsartikelkatigorien auf StoneWars.

  10. Sehr cooler Einblick Jens. Ich freue mich schon sehr darauf zu lesen, was andere so für DarkAges hatten, denn ich hatte selbst nie welche. 😢

    Tatsächlich legte sich meine Begeisterung für die klassischen Spielsets mit den Teeniejahren auch. Dafür trumpfte LEGO aber auch mit entsprechenden Lizenzen (primär Star Wars, sekundär Harry Potter) auf. Der zunehmend wichtiger werdende PC führte zu weniger Spiel aber mehr Mocs, die alten Burgen erhielten mehr Fantasy Flair oder speziellere Designs (Elder Scrolls, Age of Empires).

    Disclaimer: Puristen sollten diesen Absatz überspringen!
    Und dann war das ganze LEGO eben schon da. Also bot es Grundlage für weitere Experimente, wie meine ersten Lötstrategien oder den weiterführenden Modellbau, d.h. ich habe Dremel, Bohrer, Lösemittel und Lack erstmal ausgiebig an dem zahlrech vorhanden ABS getestet. 😳 Und wiederum PC. Mit Mindstorms (damals für über 400 West-Mark!) und Visual Basic kniete ich mich auch etwas ins Programmieren. Von der LEGO Programmieroberfläche war ich eher enttäuscht, der RCX wurde zu der Zeit aber sogar von Universitäten genutzt (so billig wie heute kam man nicht an einen Raspberry Pi zzgl. ein paar Sensoren).

    Zu meinem 18.Geburtstag schenkte mir meine Tante eine gemeinsame Fahrt ins Legoland Günzburg, wo ich an der Pick-a-Brick Wand alle dark-red Steine kaufte, die ich tragen konnte. 😂 Die Familie war der einhelligen Meinung, dass mit der Volljährigkeit und diesem schönen Abschluss jetzt bestimmt das Ende der LEGO-Zeit erreicht war. Aber nö, ich hab für meine Studentenbude erstmal direkt einen gebrauchten UCS Snowspeeder geholt. 😅

    Heutzutage fließt die meiste Kapazität in meine LEGO-Stadt, welche auch Fantasy und SciFi Bereiche enthält. Leider habe ich im Vergleich zu Früher nun deutlich mehr Geld für LEGO aber weniger Zeit, sodass ich hin und wieder aufpassen muss nicht nur zu horten (Pile of Shame 😒). Spaß habe ich auch nach wie vor am Entdecken und Sortieren. Einfach mal ein Konvolut auf eBay ersteigern und Sets herausfinden und anschließend komplettieren.

    Eine Reise die noch offen steht, ist mal etwas mit der Community zu machen (eine Ausstellung oder ähnliches), vielleicht sollte ich auch mal einen Leserbeitrag bei Stonewars einreichen. 😄

    • Zum Thema Leserbeitrag: Sehr gerne. 🙂
      Deine Experimente finde ich cool, ich versuche zwar nach Möglichkeit immer, alles mit Originalteilen umzusetzen, aber an manchen Stellen ist das eben zu teuer/unpraktisch bzw. einfach nicht möglich. Deshalb wird meine Monorail (bzw. deren Weichen und Haltepunkte) auch von einem Arduino mit ein paar Sensoren und selbstgelöteten Endstufen gesteuert, der sich nebenbei noch um die Beleuchtung der Vitrine kümmert. Demnächst würde ich dem Ganzen gerne noch eine Fernsteuerung via Bluetooth verpassen. 😄
      Gerade das macht für mich den besonderen Reiz des Hobbys aus, dass es noch so viele Aspekte „drumherum“ gibt, denen man sich nach Lust und Laune widmen kann, z.B. auch die „Detektivarbeit“, wie Du es mit den Konvoluten ansprichst – bei mir geht das dann eher in Richtung Informationsbeschaffung über alte Themenreihen, Merchandise usw., aber dieses „auf Entdeckungsreise gehen“ ist generell toll, finde ich.
      Hoffentlich hat der Corona-Spuk bald mal insofern ein Ende, dass Community-Veranstaltungen wieder möglich werden, das vermisse ich auch ein wenig.

  11. Hallo Jens,

    sehr schönes Thema und sehe interessant zu lesen wie alle „zurückgekommen“ sind.

    Im Jahr 2012 kam mein Sohn auf die Welt und bekam ca 2014 die ersten Duplos und einfache Sets geschenkt. Da dachte ich mir schon „ops, es gibt ja mehr als 2×4 und Schrägsteine heutzutage“. Meine Welt als Kind bestand eigentlich nur aus Steinen und ein paar Space Sets (ja, lange her).
    2015 waren wir dann in Köln im Lego Laden und ich kaufe einen Microfighter und entdeckte die PaB Wand. Ein großer Becher Tan 2×4 wurden gekauft und nachmittags hatten wir unser erstes kleines Tatooine MOC gebaut. Der Startschuss war gegeben.

    Mehr und mehr Steine wurden gekauft und das kleine MOC wurde größer. Neben Tatooine Bauten wir noch eine Raumstation und Hobbiton, alles immer in der Größe 1,20 x 0,8 Meter. Es musste im Schrank verstaut werden können. Das war das Versprechen an meine Frau.

    6 Jahre später, unzählige Star wars Sets (verkaufe sie ab und zu auch wieder aus Platzgründen), eine Hobbit Sammlung, Brickheadz Sammlung, Ninjago, Creatorsets, Ideas und was mir noch alles gefällt, sind wir immer noch beigester.

    Es war bislang die schönste Zeit abends nach der Arbeit gemeinsam mit meinem Sohn an unseren Projekten zu arbeiten. Er ist immer so stolz wenn Freunde kommen und sie dann z.B. mit der Raumstation oder Hobbiton spielen. Denn dazu ist Lego da. Es kann nicht kaputtgehen und wenn ja, wird es wieder aufgebaut.

    Jetzt ist er neun und irgendwann wird Die Zeit vorbei sein. Dann werde ich mich – bis auf die Schätze – die ich habe von vielem wieder trennen. Es wird langsam viel zu viel.

    So, das war meine Geschichte.

    Schöne Pfingsten

  12. Für mich ging es 2017 wieder los, auf der Suche nach einem Geschenk für mein ältestes Kind. Ninjago war in der Kita ein ziemlich großes Thema gewesen, ich also ein bisschen gestöbert und kombiniert mit meiner eigenen Affinität zu Schiffen wurde es der Schatten des Ninja Flugseglers 70623. Fasziniert davon wie sich Lego seit Mitte der 90er, meinem Eintritt in die Dark Ages, weiterentwickelt hat, begann ich mich weiter umzuschauen. Zunächst noch in Gedanken vor allem für meine Kinder und weiter hauptsächlich Ninjago-bezogen. Aber zunehmend auch mit eigenem Interesse, gefördert durch begeisterte Rezensionen von AFOLs im Netz. Mein erster Kauf im Lego Online Shop war der 70751 Tempel des Airjitzu. Die teils großartige Ninjago-Movie Reihe, vor allem natürlich die City 70620 selbst, taten ihr übriges.

    Die nächsten Schritte gingen dann in Richtung Creator 3-in-1 und dem Ausgraben meiner alten Piraten-Sets (im Hinterkopf immer noch hauptsächlich für meine Kinder) bis ich schließlich mit dem Kauf meines ersten Modular Buildings, dem Stadtlebem, endgültig zum „eigenständigen“ AFOL wurde.

  13. Mit einer Geschichte zu meinen Dark Ages kann ich leider nicht dienen, da ich irgendwie nie das Interesse an LEGO verloren habe. Scherzhaft bezeichne ich die zwei Jahre in denen ich mir vor allem LEGO Technic Sets wünschte als Dunkle Jahre. 😉

    Um so interessanter eure Geschichten hier zu lesen und einen Eindruck davon zu bekommen, wie es auch bei mir hätte laufen können, wenn ich vielleicht nicht bemerkt hätte, dass es erwachsene LEGO Fans gibt und deshalb keine Notwendigkeit bestand das Hobby zu wechseln – nur weil man älter als die Altersempfehlung auf den LEGO Sets ist.

  14. Großartiger Artikel! Jetzt muss ich schauen, dass ich nicht zu weit aushole 😀

    Angefangen hat alles bei mir 2001 mit der Orient Expedition-Reihe von Adventures. Das hat mich weg von Playmobil hin zu Lego gebracht. Die Kurzversion: ich hab wie ein Wahnsinniger Harry Potter, Star Wars und allgemein jede Themenreihe, die mich interessiert hat, gesammelt (Indiana Jones, SpongeBob usw.). Zum Glück war ich als Kind schon weniger ein Spieler aus ein Bauer, weshalb ich die Sets immer in Zipper-Tüten abgebaut habe und in Kisten gelagert habe – daher ist die Sammlung im perfekten Zustand. So gegen 2008 hat meine Mutter mir einen „Lego-Riegel“ vorgeschoben, weil ich schon zu viel hätte. Ein paar wenige Sachen gingen da noch (Mittelalterlicher Marktplatz u.a.), aber durch das „Verbot“ war das Interesse etwas gesunken. Als die Harry Potter-Reihe 2010/2011 rauskam, hab ich allerdings wieder jedes einzelne Set gekauft (bin glücklicher Besitzer ALLER Harry Potter-Sets, daher musste das sein), aber mit Diagon Alley 2012 war es quasi vorbei – ab da wurde Lego ein deutlich geringeres Hobby und die Musik hat mein Leben dominiert.

    Im Gegensatz zu vielen Dark Ages hatte ich keine so vollständige – vor allem bei gelegentlichen Besuchen im Münchner Lego Store wurden die aktuellsten Sachen begutachtet. Und eigentlich habe ich ziemlich jährlich mir ein großes Set gegönnt (2013: Todesstern, 2014: Simpsons Haus, 2015: Kwik-E-Markt) – es war ja immer ein Hobby. Aber 2015 war wirklich ein paar Jahre Sense. Erst 2018 mit dem großen Hogwarts Schloss und auch der HP-Reunion ging es wieder los. Ich hab mir einzelne HP-Sets geholt, die keine Remakes waren, die Weihnachtssets aus den Jahren 2016 und 2017 nachgekauft für die Sammlung, aber es war recht zögerlich. Dann kam das Stranger Things-Haus – und dann kam Corona. Und damit meinen Job in der Veranstaltungsbranche verloren, mein Konzert-Hobby war futsch und dann blieb erstmal: nichts. Ein paar Monate (und einen neuen, gutbezahlten Job) später hatte ich genug der Live-Streams und hab die Ankündigung der Winkelgasse gesehen – ui. Pflichtkauf an Tag 1 für mich. Das war der Startschuss wieder vollkommen zurück in den Sammelwahn. Seit September 2020 habe ich sicher mehrere Tausend Euro rausgeschleudert, alle HP-Sets seit 2018 gekauft, allerlei GWPs, die man schön findet, das Disney-Schloss und -man darfs ja fast gar nicht sagen- alle drei Ninjago City Sets. Selbst die Avengers Figuren hab ich mir zamgekauft und in dem Zuge noch beide Dr. Strange-Sets. Jetzt fange ich an, die Sets aus Star Wars 7 zu kaufen (der Film war solala, aber die Sets sind ja toll!) – aber man muss sich wirklich eine Liste machen mit Dingen, die einen interessieren, sonst kauft man einfach alles 😀

    Jedenfalls ist mein Leben seitdem total auf Lego ausgerichtet. Der 1. Juni ist quasi mein Tag, dem ich über alles hinfiebere, wenn die neuen Sets alle rauskommen. Hab schon meine genaue Liste, was ich will, was es an Tag 1 braucht, was mit Rabatt gekauft wird – ahhhh! Aber ganz ehrlich: vor allem in so turbulenten Zeiten, in denen mein Leben wirklich alles andere als glücklich sich wendete, hat mir das Lego-Sammeln und -Bauen Freude, Glück und Ablenkung gegeben, wie es sonst nichts schaffen konnte. Dieser ideelle Wert führt ziemlich sicher dazu, dass ich Lego als Hobby in Zukunft immer auf den vorderen Plätzen steht.

    Sorry für den Roman 😀

    • Es war ein schöner Roman, danke fürs Schreiben. 🙂 Ich finde auch,dass man beim Bauen total super abschalten und sich velieren kann. Das tankt auch wieder Kraft für die reale Welt.

  15. Sehr schöner Artikel 😉 hat Spaß gemacht zu lesen
    Bei mir hat es eigentlich wegen meiner Kinder angefangen , war früher selber als Kind begeisterter Lego Fan , wo ich selbst als Kind mal den 1.Platz bei ein Foto Wettbewerb gewann und ich nach Dänemark Legoland Karten gewonnen hatte plus ein Lego Kran ( Artikelnr weiß ich leider nicht mehr ) . Dann kam natürlich auch die Zeit wo vieles andere interessanter war😉 und dann bin ich durch meine Kinder wieder zu Lego gekommen , erste Sets mit geholfen zu bauen , erste Lego Kataloge wieder angeschaut und festgestellt was es doch für schöne Sets gibt besonders ich als Star Wars Fan und hatte meiner Frau gesagt ich möchte auch mal ein Set für mich und so kam es das ich mir den Falken von Star Wars gekauft habe , und nach und nach kam leider immer mehr dazu was mir gefiel, und als dann im Jahr 2018 harry Potter wieder aufgelegt wurde , war ich wieder voll im Lego Fieber und kaufe mittlerweile viele Sets die mir gefallen auch von Ideas .

  16. Ich fand Lego auch in meinen Dark Ages immer toll aber habe mir in der Zeit nie was gekauft. Und ich weiß noch wie ich dachte das ich zu früh geboren sei, als Lego anfing Star Wars rauszubringen (weil dann schon gefühlt zu alt). Wohl auch der Grund warum ich Heute ausschließlich Star Wars sammle. Hatte mir damals schon immer Darth Vader aus Ritterteilen zusammengebaut.
    Der Weg aus den Dark Ages war bei mir ein schleichender Prozess. Ich fing an bei Amazon mir Lego Sets anzuschauen. Gerade das USC Imperial Shuttle hatte es mir angetan aber ich wunderte mich immer warum das so unfassbar teuer war (längst EoL). Ich meine das ich irgendwann nach Lego Blogs gegoogelt hatte und auf Stonewars stieß. Denke das war zu der Zeit als Ryk dazu gestoßen war. Ich fing an mich mit UCS-Sets auseinander zu setzen. Und irgendwann stand mein erstes Lego-Set bei mir, die USC Slave I 😊.
    Wie es weiter geht? Erst mal nur mit Star Wars. Lego stellt das mit anderen tollen Sets immer wieder auf die Probe aber ich habe weder das Geld noch den Platz um da auch noch zuzuschlagen. Irgendwann wird mir aber auch der Platz für Star Wars ausgehen und dann heißt es einmotten, den Kindern vermachen oder verkaufen. Und wer weiß, vielleicht ist irgendwann der Hunger nach Star Wars gestillt und ich fange an was anderes von Lego zu sammeln.

  17. Hallo 🙋🏼‍♂️

    Mein Weg aus den „Dark Ages“ hängt eigentlich mit einem negativen Ereignis in meinem Leben zusammen.

    Meine Frau und ich reisen sehr gern. Gerade Afrika hat es uns sehr angetan. Im Grunde haben wir fast unsere gesamte Freizeit in die Planung unserer nächsten Afrika Tour gesteckt. Ebenso natürlich auch unser Geld ;). Wir haben zwar auch schon viele andere Länder dieser Erde bereist aber keines fanden wir so reizvoll wie Afrika. Wir haben dort sogar damals geheiratet.

    Leider bin ich im Frühjahr 2017 schwer an Morbus Chron erkrankt. Das hat natürlich erstmal alles durcheinander geworfen. An Reisen war nicht mehr im geringsten zu denken, da regelmäßige Krankenhausaufenthalte meinen Alltag bestimmten.

    Also war es für mich an der Zeit sich irgendwie anders abzulenken. Und da ich als Dreikäsehoch schon gern mit Lego gespielt hab, dachte ich mir ich schau mal was es da so gibt. Das erste Set das mir unglaublich gut gefiel war dann der „Alte Angelladen“! Von da an war es um mich geschehen und ich freu mich immer wenn tolle neue Sets erscheinen an denen ich mich erfreuen kann.

    Mittlerweile ist der Chron auch gut unter Kontrolle, und wir hatten für 2020 auch schon wider eine Reise nach Namibia geplant, die dann leider auf Grund einer Weltweiten Pandemie entfiehl.

    Aber auch die geht vorbei, und am Lego bauen ebenso wie am Reisen werde ich in Zukunft sicher noch viel Freude haben.

    Als kleine Anmerkungen möchte ich noch hinzufügen daß ich auch nie zuvor in einem Blog meinen Senf dazugegeben hab. Jedoch gefällt mir diese Seite so gut daß ich seit einiger Zeit auch hier gern meine Meinung zu bestimmten Themen kundtue 🙂

    • Das freut uns sehr, schön, dass Du hier bist. 🙂 Toll auch , dass Dir das LEGO Hobby durch die schwere Zeit geholfen hat – man hört ja immer wieder davon (und ich habe auch selbst schon die Erfahrung gemacht), wie die kleinen, bunten Steine Menschen Freude bereiten können, wenn der „reale“ Alltag gerade eher negativ geprägt ist. Und bis Eure Reise klappt, kannst Du Dir ja dank LEGO City demnächst zur „Überbrückung“ zumindest ein paar afrikansiche Tiere nach Hause holen. 😉

  18. Bei mir war es der Red Five X-Wing Starfighter 10240.
    Und zwar habe ich den Tüte für Tüte während den Deutschland Spielen der WM2014 zusammen gebaut. Beim Finale hab ich den fertig gebaut. 😂

    Davor habe ich eine ganze weile irgendwie die Existenz von Lego ausgeblendet und zahlreichen Klassiker (Piratenschiffe, Lego City Hafen…) im Keller ignoriert. Nur das Technic Supercar 8880 mit der tollen Einstaubfunktion stand sichtbar rum. Eigentlich wollte ich das schon lange mal wieder zerlegen und neu zusammen bauen, weil ich als Kind für meine eigenen StarWars Kreationen Teile gemopst hatte. Inzwischen traue ich mich das nicht, da ich das mit meinem mittlerweile verstorbenen Vater in einer Nachtsession an Heiligabend zusammen gebaut habe.

    Und wenn ich damals ein Smartphone gehabt hätte, könnte ich auch beweisen, dass ich vor LEGO selber X Wing, Tie Fighter, AtAt, Hoth Basis und den Millennium Falcon gebaut hatte. Auf einer großen grauen Baseplate hatte ich mir sogar einen Trench Run gebaut – ok, nicht alles farbtreu. Aber die Erinnerung daran ließ mich über den Xwing zum Erwerb der diversen UCS Sets bewegen. Für eigene Mocs fehlt mir aktuell etwas der passende „Spielplatz“, um dauerhaft mal was rumliegen lassen zu können.

    So danke Stone Wars fürs in Erinnerungen schwelgen. 😊

  19. Tja so romantisch ist das nicht. Ich finde ja auch, das Lego früher und Lego heute aus eigener Sicht nicht vergleichbar ist, obwohl ich da nicht wirklich mitreden kann, da ich früher Elektronik- und Chemie-Experimentierkästen hatte und mit Lego kaum in Berührung kam. Als Kind spielt man mehr mit Lego und das auf einem relativ vereinfachten Level. Als Erwachsener hat man da ganz andere Ansprüche beim Bauen, spielen werden wohl nur die wenigsten, ein Teil sammelt gar nur, für einen weiteren Teil ist es Investment. Ich selbst kam gar nicht direkt zu Lego, sondern mein Lebenspartnerin bekam The Big Bang Theory 21302 geschenkt, weil sie die Serie mag. Das Set haben wir gemeinsam aufgebaut und ich auffällig irgendwie mehr (Männer sind dann doch mehr Kind geblieben), weshalb ich dann auch mal mein „eigenes“ Lego bekam, seitdem hat es etwas überhand genommen. Genau letzteres lässt mich vermuten, dass dies so nicht ewig weiter gehen kann (allein platztechnisch), weshalb ICH Lego auch nur als zeitliches Phänomen ansehen, das bald wieder abflauen wird. Auf andere ausgeweitet? Nun, nicht bei allen, aber eben bei vielen wird es nicht anders ablaufen, so meine Prognose. Meine Dark Ages stehen noch vor mir.

  20. Super Thema, darauf habe ich gewartet! Ich muss zunächst mal etwas ausholen: iIch bin Baujahr 1986 und mit mit Themenreihen wie Pirates, Castle, Ice Planet 2002 und Adventuerers aufgewachsen. Letztere gehört bis heute zu meinen absoluten Lieblingsreihen. Habe immer Indiana Jones-eque Stories nachgespielt, ohne dass es damals schon Indiana Jones von LEGO gab. Ich hatte damals auch – bis auf die 6277 (Imperial Trading Post) und 6983 (Ice Station Odyssey) – eher viele kleinere Sets, aber das genügte. Auch, wenn ich immer etwas neidisch auf die ganzen Eisenbahnsets meines damaligen besten Freundes blickte. 😉

    Generell habe ich meine kindliche Fantasie viel im spielen mit LEGO ausgelebt. Zudem war ich bereits als Kind großer Fan der DC-Comics (damals war es noch eher „uncool“ Comis zu lesen). Ich weiß noch genau, dass ich mir nichts mehr gewünscht habe als offiziell lizensierte DC-Sets von LEGO. Aber man war ja Kind und wusste sich zu helfen: blauer Torso, blaue Beine mit rotem Mittelteil, eine der damaligen Standartfrisueren in schwarz plus dem Plastikcape aus der alten Castlereihe und schon hatte ich einen puristischen Superman. Für Batman nutzte ich bspw. den Fledermaushelm und -cape vom Bat Lord (6007).

    Meine Liebe zu LEGO fiel um das Jahr 2001 in einen langen Winterschlaf. Ich habe noch vereinzelt die ersten Star Wars Sets mitgenommen (u.a. den ersten X-, Y-Wing und Vaders TIE-Fighter) und nach den der ersten Bionicle-Welle war dann vorläufig Schluß. Ich war damals 14/15 und langsam hatten andere Dinge Priorität. Das LEGO verschwand in Kisten und landete im Keller des Hauses meiner Eltern. Ich kann heute glücklicherweise sagen: es wurde nie etwas verkauft.

    Meine Erweckung aus den Dark Ages geschah dann tatsächlich mit einem DC-Set von LEGO (76009: Superman: Black Zero Escape) im Jahr 2019. Auf der Suche nach Babyklamotten (bin 2018 Vater geworden) stieß ich durch Zufall auf Amazon darauf und nach kurzer Überlegung bestellte ich es mir, eher aus Neugier. Einfach, um mal zu sehen, wie es umgesetzt war. Quasi meine Wiedergeburt. Seitdem sammle ich querbeet, viel davon allerdings Super Heroes und modulare Häuser, das meiste auch noch in Kartons, nur darauf wartend von mir geöffnet zu werden.

    Meine Tochter ist mittlerweile fast drei und wird durch meine Begeisterung, bereits früh in die Richtung LEGO gelenkt. Nicht mal beabsichtigt, sie bekommt natürlich mit, was ihr Vater da veranstaltet. Ihr reicht aktuell aber noch altes DUPLO. Einige Sets spar ich mir auf, bis sie alt genug ist, diese mit mit aufzubauen. Ich hab es sogar geschafft meine Frau davon zu überzeugen, mir in unserer neuen Wohnung eine Ecke für Schreibtisch und Sortiersystemen zum mocen freizuhalten. Sie kann meine Leidenschaft für LEGO zwar immer noch nicht nachvollziehen („wann genau fing das eigentlich an?“ 😸), sie respektiert es aber. Jedenfalls pflege ich aktuell zunächst meine alten Sets aus Kindertagen ins Sortiersystem, um dann endlich mit Eigenkreationen anfangen zu können. 🙂

  21. Danke für den Einblick in deine Dark Ages und den Weg zurück Jens! 🙂

    Dann will ich auch mal erzählen, wie das bei mir so in etwa ablief… Ich hab dafür gerade extra meine Eltern angerufen um die Timeline besser rekonstruieren zu können 😀

    Meine Dark Ages begonnen, soweit ich das richtig „zurückverfolgen“ kann, etwa im Jahr 2003. Eines meiner letzten LEGO Sets war die 7153 Jango Fetts Slave 1, die mir damals meine Eltern als Geschenk am Ende des Schuljahres im Angebot im Urlaub in Südtirol schenkten. Da war ich 12 Jahre alt. Davor war LEGO Star Wars ein riesiges, wichtiges Thema für mich.

    Danach ging es glaube ich relativ schnell mit dem Tabletop-Hobby los, mit „Strategiespiele in Mittelerde“ vom DeAgostini Verlag kam der Einstieg zu Games Workshop. Das war dann für 3-4 Jahre auf jeden Fall wichtig für mich, dann kam der Einstieg ins PC-Hobby, dass dann sicherlich meine Jugend bis heute geprägt hat. Tabletop lief dann immer mal wieder so nebenbei mit, LEGO eher weniger. Um das PC- und Tabletop-Hobby zu finanzieren habe ich mich aber dennoch viel mit LEGO beschäftigt, nämlich habe ich meine alte LEGO Sammlung (vornehmlich Star Wars) bei Ebay verkauft. Außerdem habe ich sogar Mitschülern riesige Kovolute abgekauft, aufbereitet und verkauft, oder Einzelteile bei LEGO für Droidekas gekauft, die ich dann bei Ebay teurer verkauft habe. Als Jugendlicher war ich da noch ein ziemlicher „Hustler“ bzw. Reseller 😉

    Der wirkliche Weg zurück zu LEGO kam dann Stück für Stück im Studium. Ich habe damals für den Schnäppchenblog snipz.de (schöne Grüße an der Stelle) gearbeitet und immer wieder über sehr gute Preise bei LEGO, speziell beim LEGO 10221 SSD berichtet. Hier gibt’s sogar noch einen uralten Artikel von mir dazu. Da hatte ich eigentlich schon wieder Richtig Bock auf LEGO, aber eben kein Geld, schon gar nicht für so große Sets. In diesen Jahren im Studium habe ich mir dann die Simpsons Minifiguren (1. Serie) erfühlt, ein kleines Herr der Ringe Set gekauft und mir, als ich 2014 mal so gar nicht mehr wusste was ich mir zum Geburtstag wünschen soll, den LEGO Star Wars UCS X-Wing von meinen Eltern gewünscht und bekommen.

    Ab da ging es dann so langsam wieder los, dass ich mir hier und da mit Interesse so einige LEGO Sets angeschaut, gekauft oder gewünscht habe, aber ohne wirklich tief ins Thema einzusteigen.

    So richtig ging es dann los, als die Gerüchte rund um den UCS Millennium Falcon 2017 losgingen. Das war eine Zeit, wo ich in meiner Selbständigkeit neben dem Studium viel Zeit mit dem Erstellen von Websites verbracht habe, um mir mein Studium zu finanzieren und auch erstmalig auch etwas mehr Geld hatte. Mein Ziel war damals dann relativ schnell: Eine Website zu LEGO Star Wars zu erstellen, mit der ich irgendwie rechtfertigen könnte, mir dieses riesige LEGO Set (das ich unbedingt haben wollte) als Betriebsausgabe anzuschaffen. 😀

    Naja, und so entstand dann StoneWars. Anfangs habe ich hier vor allem die Infos, Gerüchte und Verfügbarkeiten rund um den UCS Millennium Falcon begleitet. Und den Rest kennt ihr dann vermutlich 😉

  22. Herrlicher Smalltalk, hab noch nicht alles gelesen an Geschichten. Meine ist recht kurz, sie beginnt 2017.
    Ich hatte keine Dark Ages, weil ich bis zu diesem Jahr nie auch nur einen Legostein besaß, obwohl ich da schon 54 war.
    Dann kam das Set des UCS des Falken, riesig, imposant und höchst faszinierend.
    Mein Mann und ich beschlossen, uns den zu kaufen, einfach so, aus Coolness Gründen. Und auf der Suche nach diesem Set, manche erinnern sich vielleicht, dass man ihn nicht einfach so kaufen konnte, habe ich andere Sets gesehen und gestaunt, was es so alles gibt. Ich habe vor allem die Modulars eintdeckt und war sofort Feuer und Flamme. Eine kleine Überredung, die Sammelleidenschaft nicht nur auf Star Wars zu beschränken und schon ging es los.
    Seitdem baue ich an meiner Stadt, und ich sammle auch weiter Star Wars Modelle für meinen Mann, wo wir auch ältere Modelle nachgekauft haben und ein tolle Sammlung besitzen.
    Lego ist für mich Entspannung und Kreativität und höchst sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die ich nicht missen möchte.
    Ich lerne viel in den Blogs und Foren, bin aber eindeutig auf der analogen Welle unterwegs, außer, was das Einkaufen betrifft. Da geht bei mir alles fast nur online, kein Legostore weit und breit. Dankbar bin ich auch für Bricklink und Rebrickable.
    Ich bin ganz eindeutig ein Lego Purist, es kommt kein Fremdstein ins Haus, ich verbaue auch am liebsten neue Teile.
    Vielleicht werde ich mal irgendwo einen Account öffnen und Bilder meiner Stadt zeigen, war schon mal bei Twitter…da kennen mich sicher einige als @Elfiebaut 😉. Hat Spaß gemacht, aber zu viel Zeit verschlungen.

    • An Lösungen zu Deinem letzten Absatz wäre ich auch interessiert. Ich bin leider sowohl in Social Media, als auch im Fotografieren schlecht, sodass die wenigen Bilder die ich habe alle auf meinem Handy Speicherplatz belegen. Ich denke über einen Flickr Account nach. Mit DeviantArt bin ich nicht so richtig glücklich.

      • Ich dachte mal so an Instagram, kenn ich mich aber auch nicht aus…und mit Flickr auch nicht. Aber das zeigt man glaube ich nur Bilder, das wäre vielleicht gut. Wenn ich mal Zeit und technisches Verständnis habe, guck ich’s mir mal an😉😄

      • Ich bin auch kein großer Fotograf und habe mich eigentlich mit Rebrickable zufriedengegeben. Aber ich habe dann schnell gemerkt, dass die Ablage auf dem Geschirrspüler (die einzige reinweiße Stelle in meiner Wohnung) und das warten aufs Wochenende für natürliches Tageslicht irgendwie nicht so der bringer sind um MOC-Fotos zu machen. 😉 Hab dann einfach mal zum Prime Day eine simple Fotobox gekauft und zusammen mit dem Handy funktioniert das eigentlich einwandfrei. Man braucht da kein Profi-Equipment oder -Ausbildung.

        Ich habe erst seit kurzem einen Flickr-Account. Ein großer Social Media Mensch bin ich auch nicht, aber es macht Spaß, da neue Sachen zu sehen und auch eigene Sachen stolz zu präsentieren. Ich kann das nur empfehlen, es wäre schade, wenn die Fotos auf dem eigenen Handy/PC versauern. 😉

        • Ja so eine einfache Fotobox ist tatsächlich ein Gamechanger, die benutze ich im speziellen für Sets, die ich wieder verkaufe. Meine Welt ist in den Dachboden integriert. 2 Neonröhren und eine Schreibtischlampe bestimmen das Licht und je nachdem wie ich knie oder liege ist dann halt die Perspektive. 😆

          • Über eine Fotobox habe ich auch schon nachgedacht. Ich bin mir allerdings über die richtige Größe noch nicht im Klaren. Für die meisten Sachen würden 40cm Kantenlänge wohl ausreichen. Für manche Bauwerke wäre es aber zu klein. Andererseits sind größere Fotoboxen natürlich teurer und brauchen auch zusammengeklappt noch entsprechend Platz.
            Welche Größe benutzt ihr?

          • Hallo, @Rauy und @Kleiner Yoda, danke für Eure Tipps.
            Hab mir das schon mal angesehen, also mit den Fotoboxen und das ist super, werde es womöglich für EBay Verkäufe (Gegenstände aus meinen diversen Sammlungen, keinLego) nutzen.
            Was meine Bilder betrifft, so bin ich nicht nur ein schlechter, sondern ein sehr schlechter Fotograf. Ich möchte das auch nur nutzen, um meine Stadt zu zeigen und dann zu sagen oder eben zu zeigen: seht her, neues Haus. Sprich, um den 5. oder 6 Juni, je nach Lieferzeit, wird The Daily Bugle einziehen in meine Stadt…Foto machen, posten. Da steht das Teil aber dann auch in der Stadt, sprich, mit Fotoboxen ist da nichts gewonnen.
            Ich denk, nachdem ich so rumgeguckt habe, dass Instagram für mein Ziel, nämlich die Stadt zu zeigen, ok ist. Flickr scheint mir eher was für Fotokünstler, da lachen alle, wenn meine Fotos dort aufschlagen.
            Wie kann ich Eure Fotos finden? Bin neugierig.
            Liebe Grüße, Frohe Pfingsten

          • @mmskywalker Meine ist auch nur 50 cm, was mir meist reicht, da ich nicht sooo große Sachen baue. Aber da man die Seitenränder sieht, wäre es schon manchmal hilfreicher, sie wäre etwas größer um besser von weiter weg fotografieren zu können. Aber wichtiger ist, dass sie gut beleuchtet ist, da das schon einen großen Unterschied macht. Die lässt sich einwandfrei zusammenklappen und auf einen Schrank legen, denn ja, Platz ist in der 42m² LEGO-Wohnung in der Tat die wertvollste Resource. 😉

            @Annalies Ich würde da nicht so viel Angst haben vor dem Fotografieren. Ich unterschätze das zwar vielleicht auch etwas, aber wenn dir das Motiv gefällt und die Kamera scharf gestellt ist, dann ist das schon die halbe Miete, denke ich. Vor allem in einer Stadt, wo es im Gesamtbild ohnehin gut wirken kann. Das ist vielleicht auch wie beim MOCen, man denkt immer alle können das viel besser und ist geflasht von dem was die so bauen, aber solange man sich traut und mit der eigenen Arbeit zufrieden ist, dann passt das schon. Mit Instagram habe ich nicht so viel Erfahrung, aber gerade so für „Zustands-Updates“ ist das sicher auch gut geeignet (dafür war es ja ursprünglich auch gedacht). Aber ich kenn mich in dem Metier auch nicht wirklich aus, es scheint auf jeden Fall populärer zu sein als Flickr.

            Ich habe mal die auf StoneWars hinterlegte Webseite auf Flickr gesetzt, sodass du bei Interesse einfach auf meinen Namen über diesem Kommentar klicken kannst. Das würde ich dir auch empfehlen, wenn du dann Instagram hast, so kann jeder anfang Juni schauen, wie sich der tolle Daily Bugle in einer Stadt macht. 😉

          • Vielen Dank 🙂
            Da werde ich wahrscheinlich doch lieber gleich etwas mehr Geld ausgeben, als nachher ein zweites Mal.

          • @mmskywalker: Das hängt von Deinem Bedarf ab. Ich habe auch nur eine kleine 40 cm Fotobox, aber was da nicht rein passt steht auf mind. 2 Baseplates. Die nächstgrößere würde mir also eh nicht helfen. Du kannst das auch einfach mit einem Karton ausprobieen und innen mit weißen Blättern bekleben. Wichtig ist, dass die Rückwand so eine Kehle bildet und Du brauchst mehr Licht, weil die Pappe nicht durchlässig ist.

            @Annalies: Flickr scheint mir eher was für Fotokünstler, da lachen alle, wenn meine Fotos dort aufschlagen. So fühle ich mich auf DeviantArt, ich habe nach unserem Gespräch gestern mal einen Flickr Account gemacht und wie Rauy mit meinem Namen verlinkt. Bei Instagram denke ich immer an perfekte Menschen vor perfekten Stränden. 😅 Aber vor allem muss man da doch auch viel mehr mit den Followern interagieren, oder?

            Was mir ansonsten noch extrem geholfen hat ist ein Stativ. Ein Handyhalter aus 2×4 Steinen zusammengestümpert reicht völlig, Hauptsache man kann das Ganze einfach hinstellen und gut. Für mehrere Schnappschüsse die selbe Perspektive zu haben hilft auch. Ich mache oft Vergleichsfotos einmal mit und ohne Blitzlich. Mit kommen die Farben dann viel besser zum Vorschein, wenn auch manchmal etwas übertrieben.

            Das ist vielleicht auch wie beim MOCen, man denkt immer alle können das viel besser und ist geflasht von dem was die so bauen, aber solange man sich traut und mit der eigenen Arbeit zufrieden ist, dann passt das schon. Ich glaube auch, man legt da die eigene Messlatte manchmal zu hoch. Andere fotografieren einfach aufgebaute Sets und sind ganz stolz. 😀

            Back to Topic: Zu meinen DarkAges gab’s noch kein Ninjago 🙁

          • Danke für die die tollen Tipps, ich hab das mit Flickr mal angefangen und hoffe, dass ich demnächst dann auch anständige Fotos zusammenbringe. instagramm war jedenfalls nicht so toll, hatte ich sofort einen Haufen Uraltbekannscjaften abzuwehren😉😂.
            Wenn ich das richtig gemacht habe, solltet Ihr das Flickr nun mit dem Klick finden.

          • @Kleiner-Yoda Da liegt genau mein Problem. Ein paar Bauwerke sind inzwischen bei einer Größe von 2×1 Baseplates. Werde mich also doch besser nach Boxen ab 60cm Kantenlänge umsehen.

            @Annalies Deine Bedenken sind völlig unbegründet. Habe deine Bilder bis jetzt nur mal kurz „überflogen“, bin aber echt beeindruckt 👍🏼

  23. Ich hatte tatsächlich als Kind wenig Lego, einfach weil ich gerne damit spielte, aber das Bauen langweilig fand.
    Richtig gehört: Das wichtigste am Lego, das Bauen, fand ich blöd. Es war nur ein nötiges Übel, bevor man spielen konnte.

    Nachdem ich als Jugendliche oft interessiert große, detailreiche Legosets im Laden angesehen, aber nie gekauft habe (Das wäre ja peinlich gewesen und überhaupt war ich doch nie einer großer Legofan?!), wurde ich vor ein paar Jahren schwach. Das Haus der Simpsons und die Minifiguren-Serie war zu genial. Bauen war gar nicht so nervig, wie in meiner Erinnerung. Es war entspannend und es gab keinen Grund ungeduldig zu werden, da danach eh nicht gespielt werden würde.
    Weil ich früher nicht viel Geld hatte, blieb es erstmal beim Beobachten aus der Ferne. Bis ich letztes Jahr über Onlinevideos & Co auf die Harry Potter-Sets aufmerksam wurde. Und auf diesen Blog natürlich.
    Ich kaufte also die großen HP-Sets, angefangen mit dem Hogwartsexpress nach. Und die mittelalterliche Schmiede, weil sie so cool gemacht ist. Und das Frühlingslaternenfest aus ähnlich guten Gründen. Naja, außerdem ein paar kleinere Sets.
    Was ist damit sagen will: Ich mag Lego heute mehr denn je und auch wenn ich nie ein großer Bauer (Moccer) sein werde, habe ich doch viel Spaß mit dem Bauen nach Anleitung. Meine Sets gebe ich jedenfalls nicht mehr her, es werden auch bestimmt nicht die letzten sein. Und wer weiß? Vllt. erweitere ich eines Tages den Bahnhof King’s Cross. Der ist nämlich wirklich zu klein geraten.

  24. Ich bin 20 Jahre alt und habe mich so ungefähr 2012 in die Dark Ages verabschiedet. Von langer Dauer waren sie aber nicht, weil schon 2014 ein Set zu meinem (bis heute) absoluten Lieblingsfilm erschien: Der Tumbler aus The Dark Knight.

    Natürlich war ich als 14-jähriger nicht gerade betucht und so wurde das Verlangen nach den großen AFOL Sets meist nur zu Weihnachten gestillt. Der Turm von Orthanc, die Saturn V, das Stadtleben und der UCS Millenium Falcon sollten folgen. Dafür mussten aber auch die meisten Star Wars Sets aus der Kindheit weichen.

    Anfang 2020 ging es mit den ersten MOCs los, auch jetzt meist noch digital, weil der Anfang einer Steinesammlung bekanntlich schwer und kostspielig ist, vor allem wenn man nicht seine tollen Display Sets zerlegen möchte.
    Erst nur von der Klemmbausteinlyrik begleitet, begann ich auch Blogs zu lesen, seit ich letzten Sommer auf StoneWars gestoßen bin, weiß ich auch, dass das Hobby mehr sein kann, als nur Geld auszugeben und zu Bauen und welch großartige Community es doch gibt <3

    Wo es hingeht? Aus den Harry Potter Sets mal wirklich eine Welt machen, den Tisch vor den Modulars "teeren" und auch endlich einen Teilevorrat anlegen, alles nicht leicht, wenn man noch eine ewig lange Wunschliste abzufrühstücken versucht.
    Loslassen wird mich LEGO aber wohl nicht mehr, das scheint mir sicher 🙂

  25. Mein Vater hat mir 2017 eine Kiste gebracht mit den Worten: “Das steht da noch von dir bei mir rum, nimm das mal!” Ich nehme also die Kiste und packe aus: Alles LEGO, hauptsächlich meine alten SPACE Sets: Die Blau-Grau-Neongelbe Raumstation, dann die Weiß-Transblauen Raumschiffe und Fahrzeuge, Space-Police mit Light and Sound, ein paar LEGOLAND Sets, Polizei mit Light and Sound, Feuerwehrstation mit Straßenplatte, ein paar kleinere Piratensets und zum Schluß meiner Kindheit noch die ersten Star Wars Sets, den X-Wing und den Tie Fighter. Ich hab dann alles ausgepackt und festgestellt: Super Zustand, alles komplett mit Schachteln und wollte alles verscherbeln, weil man hat ja kein Platz und Geld für ausgedehnte Reisen wird immer gebraucht. Bin dann auf Recherche im Internet gegangen, habe Bricklink gefunden und Promobricks (noch vor Stonewars PS: Seit wann gibts denn Stonewars?) und von dort zum LEGO Online Shop … und dort gab es die Apollo Saturn von Ideas ganz neu. WAHNSINN. Meine Oma hat die erste Mondlandung am FErnseher miterlebt und mir als Kind immer von der Nacht erzählt. Seit dem bin ich fasziniert davon. Sofort gekauft, gebaut … und ich war infiziert. Die alten LEGOs hab ich dann nicht verkauft, Modulare Gebäude gekauft, Ninjago City hat mich umgeworfen, dann kam auch bald die Achterbahn, die ich großartig fand. Und so weiter … tja, jetzt hab ich ein LEGO-Zimmer mit einem LEGO-Jahrmarkt, Kinder die begeistert LEGO bauen (mein 6-Jähriger baut gerade Ninjago City Gardens mit, ohne Probleme), im Wohnzimmer das Joker-Manor und bald die drei fertigen Ninjago-City Häuser. Die Krönung war im letzten Herbst ein angenehmer Besuch mit der Familie im LEGO-House (das Dank der Hygienemassnahmen lang nicht so voll war). Dieses Jahr haben wir erstmals eine Dauerkarte fürs LEGOLAND in Günzburg und hoffen täglich auf die Öffnung. Und mittlerweile ist auch Stonewars der Blog unserer Wahl! Mal sehen, was noch kommt, wir freuen uns! Danke Stonewars, für die Bereicherung unseres Hobbys.

  26. Wirklich interessant die ganzen unterschiedlichen Beiträge.
    Bei mir war das so: Als Kinder hatten meine Schwester und ich Duplo und später Belville und da wir zu zweit waren hatten wir auch eine ganze Menge. Immer abwechselnd haben wir Duplo-, Belville- oder Playmobil-Welten aufgebaut und stundenlang gespielt. Irgendwann war das leider vorbei. Ich fand das sehr schade, weil Erwachsenwerden so gar nicht attraktiv für mich klang. So als letzten Versuch habe ich mir dann noch drei reguläre Legosets gekauft (die Schneesets aus der Orient-Expedition). Das Bauen hat mir viel Spaß gemacht, aber gespielt habe ich nicht mehr damit. Das war so etwa 2003/2004.

    Ca. 2017 hat sich eine Freundin einen Millennium Falken gekauft, weil sie Star Wars sehr mochte. Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung was das für ein Schiff war. Und sie hat mich in den Lego-Store mitgenommen von dem ich bis dahin gar nicht wusste, dass es ihn gibt. Ich fand es so toll dort und vor allem der Build-a-Minifigure-Tower hatte es mir angetan. Dann habe ich eine Lego-Doku auf Netflix gesehen und entdeckt, dass es auch Erwachsene gibt die Lego bauen. Da war ich Feuer und Flamme und beschloss, dass das ich auch gerne etwas hätte. Nun bin ich mir gar nicht mehr sicher welches mein erstes Set war, entweder der Alte Angelladen oder das Stadtleben. Und seitdem vergrößert sich meine Sammlung andauernd, wobei ich mir das kaufe, was mich gerade interessiert, vor allem wenn tolle Minifiguren drin sind.
    Der Held der Steine war meine erste Informationsquelle bezüglich Lego, seit einem Jahr lese ich aber lieber hier mit. Und dank Stonewars habe ich jetzt tatsächlich auch die Star Wars Filme geschaut und mir ein paar kleine Sets dazu gekauft (Star Trek gibt es ja leider bei Lego nicht).

  27. Hallo liebe erwachsene LEGO Fans (ELFen)

    Hier mein LEGO-Lebenslauf:
    1970 – 1. LEGO-Berührung, viele folgten
    1977 – 1. Dark Ages (Pubertät)
    1987 – 1. Erwachen (Haus-Planung)
    1989 – 2. Dark Ages (Ehe)
    2001 – 2. Erwachen (Harry Potter)
    2011 – 3. Dark Ages, aber wachsam …
    … immer im Blick: die Modular-Gebäude und die Winter-Modelle
    2018 – 3. Erwachen (Harry Potter)
    … übrigens ausgelöst durch den bei mir am 20.06. aufgepopten Vorschlag der Facebook-Gruppe LEGO Harry Potter Fans von Stonewars bzw. Lukas Kurth, wo ich seither Mitglied bin
    … seitdem zu allen Schandtaten bereit, was Harry Potter, ansprechende Gebäude und Winter-Modelle betrifft.
    … auch immer auf Empfang, was Bäume angeht (der verbotene Wald von LEGO gehört einfach mal gescheit aufgeMOCt)

    Auf viele weitere gemeinsame und unterhaltsame LEGO-Jahre 🥰

  28. Ich habe auch während der Dark Ages während und nach dem Studium immer mal wieder etwas LEGO verfolgt, vor allem da ich die Architecture-Serie großartig fand. Ich hab mir auch ab und zu ein paar Speed Builds aller möglicher Sets auf YouTube reingezogen und auch ein guter Freund fing an, sich wieder Technic-Sets zu kaufen. Es gab dann sogar vor ein paar Jahren mal eine Phase, wo ich ein bisschen im LDD gebaut habe. Aber die Idee, das „in echt“ zu machen kam mir irgendwie noch nicht. Hab auch ein zwei mal kurz auf Amazon geguckt, ob man sich nicht vielleicht das ein oder andere Architecture-Set kauft, dann die Preise für EOL-Sets (ein Begriff den ich damals aber noch gar nicht kannte) gesehen und es schnell wieder bleiben gelassen. 😉

    Dann war irgendwie gegen Ende 2019 eine Phase wo ich lauter Held der Steine Videos geguckt habe, obwohl ich gar nicht mehr weiß, wie das anfing. Und auch wenn ich ihm heute, sagen wir differenzierter gegenüberstehe, war er schon eine charismatische Figur und hat einen nicht unerheblichen Verdienst daran, meine Dark Ages zu beenden. Und er hat dann irgendwann Rebrickable erwähnt, mit dem Hinweis, da seine alten Sets einzupflegen und zu schauen, was man alles draus bauen kann. Da hab ich dann einfach beschlossen, mein altes Zeug von vor 20-30 Jahren bei meinen Eltern vom Dachboden zu holen und zur Inventur erstmal alle Sets gebaut. Die Anleitungen waren da, aber von Teilesortierung keine Spur. Stand dann irgendwann die Bude voller 90er LEGO. 😉

    Und dann hab ich auch gemerkt, dass elbst EOL-Sets gebraucht auf ebay gar nicht sooo schlimm sind und innerhalb von etwa 2-3 Monaten die Architecture-Sammlung fast komplettiert. Erst dachte ich, alle brauche ich nicht, und habe mir auch eine feste Summe als Gesamtausgabe gesetzt. Die rückte dann aber schnell immer weiter nach oben und irgendwie sind ja doch alle Sets cool. 😉 Dann einfach aus Spaß mal auf den Aston Martin geboten, Zuschlag bekommen und dann musste ich die Creator Expert Autos natürlich auch noch sammeln. Und ein Jahr später tut man im Internet fast nix anderes mehr als über LEGO zu lesen und zu schauen. Dazu auch vielen Dank an StoneWars für diesen großartigen Blog!

    Ich hätte eigentlich auch nie gedacht, dass ich auch ernsthaft mit MOCen anfangen würde, da ich eigentlich nie ein besonders kreativer Mensch war. Ich dachte hier und da immer mal ein Set kaufen und das wars. Aber Stud.IO machte mir Spaß und ich war dann durch vervollständigen von Sets auch schnell mit BrickLink vertraut. Ich wollte einfach meine eigene Wohnung mal nachbauen, um mit was vertrautem anzufangen. Dann hatte ich auf einmal die Idee, eins der Gebäude an denen meine Firma gerade gearbeitet hatte zu bauen, um es auf den Schreibtisch zu stellen. Und schon hatte ich eine schöne Nische zum MOCen gefunden um das Hobby mit der Arbeit zu verbinden. Mittlerweile sind dann die Hauptausgaben eher BrickLink als Sets.

    Das einzige, worauf ich etwas wehmütig zurückblicke, obwohl ich nicht weiß ob es überhaupt damit zu tun hat, ist Minecraft. Irgendwie habe ich seit ich mit LEGO angefangen habe kein Minecraft mehr gespielt und auch keine Videos mehr auf YouTube groß geschaut, obwohl ich da schon über Jahre sehr drin war. Vielleicht hat LEGO da eine Nische gefüllt, wo vorher Minecraft drin war oder das eine Hobby nimmt mich vollends in Beschlag, oder es ist einfach eine natürliche Flaute die es ja immer mal geben kann. Aber das finde ich etwas schade, verspüre allerdings auch gar keinen drang mehr danach.

    • Das mit Minecraft kann ich Dir total nachfühlen. Nur dass es bei mir umgekehrt war, ich war nie in Minecraft drin. Aber zu diversen Auslandsaufenthalten war es dann doch immer eher schwierig LEGO mit zunehmen (ich reise zumindest gern mit leichtem Gepäck). Aber ich fand das total doof, in einer leeren Welt zu stehen, ohne Tutorial und einfach nur bauen zu können, worauf man Lust hat, aber auch nur wenn man Lust hat, sonst halt nicht.

      Ich habe dann stattdessen in Stud.io (bin mit LDD nicht so warmgeworden) einfach gebaut, worauf ich Lust hatte, wenn ich mal Lust hatte. Und ja mir ist der Mangel an Logik und Rationalität durchaus erkenntlich. 😅 Ich baue in der Tat auch öfter mal ein Set in Stud.io nach und rotiere dann Farbschemata durch um zu testen, ob und wie es mir gefällt und wo eine Integration in meine LEGO-Welt möglich ist.

      Du schriebst weiter oben, dass Du jetzt rauy-raus bist aus Star Wars. Heißt das, Du bseitzt nichts mehr, oder Du kaufst nichts mehr? Bei mir hat sich einfach eine Sättigung eingestellt. Ich habe die (ganz) alten Sets und mir quasi die 20 Jahre Editionen dazu gestellt (also 2018 X-wing und 2017 Y-wing sowie Anniversary Snowspeeder), aber viele neue Sets reizen mich einfach dadurch nicht, dass ich sie schon habe. So gesehen, bin ich mittlerweile auch „raus“ …

      • Ich habe seit ich aus den Dark Ages bin einfach noch nicht das Bedürfnis gehabt, mir Star Wars Sets zu kaufen, da ich auch generell weniger in den Popkultur-Spielserien drin bin (einzig den Grogu habe ich mir vor kurzem mal als Teilespender geholt). Für UCS wäre hier auch gar kein Platz und wenn man dann alte Sets nachsammeln will, kann man ja direkt Bankrott anmelden. Aber ich bin auch generell nicht mehr so sehr im Star Wars Fandom drin wie vielleicht als Teenager, obwohl ich es nach wie vor gern schaue (und auch die neueren Filme im großen und ganzen gut finde).

        Meine alten Sets habe ich aber noch (zumindest zerlegt in der Teilesammlung). Aber das Problem des ständigen Wiederholens kann ich verstehen und beobachte das gerade bei Star Wars auch (wohl auch durch die 20-Jahre Laufzeit bedingt, irgendwann war halt auch jedes Schiff mal da aber es will eben auch jedes Kind einen X-Wing). Irgendwann muss man dann wohl einfach damit leben, bzw. sich sagen, dass man nicht alles braucht und auch nicht komplett sammeln muss.

  29. Ich tue mich schwer mit dem Begriff der „dark ages“. Dass erwachsene Leute ausgerechnet eine Zeit ohne Beschäftigung mit einem bestimmten Spielzeug als dunkles Zeitalter oder die dunkle Zeit ihres Lebens betrachten, empfinde ich persönlich als arg dekadent. Ich gönne jedem seinen Spaß, muss es aber diese seltsame Bezeichnung sein?

    • Da der Begriff selbstironisch zu betrachten ist, sehe ich dieses Problem weniger.
      Es hat noch nie geschadet, wenn man sich selbst und sein kindliche Hobby mit genügend Realitätsbewusstsein auf die Schippe nehmen kann. Das hat für mich auch wenig mit Dekadenz zu tun.

    • Ich sehe das wie Yoh als ironischen Begriff – schreibe ich ja auch oben so. Ein bisschen über sich selbst zu lachen hat, glaube ich, noch nie geschadet. 😉

      • So sehe ich das auch, es ist ja nicht so, dass man 20 Jahre in nen Dunklen Keller gesperrt wurde 😉
        Der Begriff ist halt etabliert, jeder weiß was gemeint ist, also benutzt man ihn halt.

  30. Ich weiß nicht ob ich das schon geschrieben hab, aber vielen Dank für diese Rubrik. Es bereitet mir wirklich große freude mich durch die verschiedenen Perspektiven zu lesen. Die Reviews sind zwar auch große Klasse, aber der Smalltalk hat einen ganz besonderen Charm. Normalerweise lese ich nur Artikel, aber weil ich dieses Format so toll finde will ich auch gerne dazu beitragen(sorry an Alle die keine Kommentarromane mögen😅).

    Die klassischen Dark Ages habe ich nicht, aber ich bin auch noch nicht soo alt(U30). Seit ich denken kann ist Lego Teil meines lebens. Ich erinnere mich Noch genau an meinen 5. Geburtstag und die Hochstrasse(cooles Baustellenset) die ich geschenkt bekommen habe und mit meinen Freunde zusammen aufgebaut habe. Seid dem sammeln sich zu solchen „hohen“ Feiertagen (Ostern, Weihnachten) Sets an. Auch mein Taschengeeld wurde eisern gesparrt und idR für größere Sets ausgegeben. Das ist bis heute so geblieben auch wenn ich kein Taschengeeld mehr bekomme XD Ich hab nicht immer releases verfolgt, aber der jährliche Besuch des Legostores um die Weinachtszeit is quasi Familientradition.

    Dennoch würde ich zwei Zeiten als meine „dark“ ages beschreiben. Zum einen die Zeit um mein Abi. Da lag der Fokus wenig auf Lego und ich habe daher die „Fluch Der Karibik“ Serie komplett verpennt, obwohl ich die ersten Filme damals echt unterhaltsam fand und auch die Sets nicht schlecht waren (nur halt teuer). Da waren es dann creator expert sets wie die Tower bridge iirc die das komplette Jahreslegoerlebnis ausmachten. Jetzt muss ich wohl erstmal ohne Jack und co Leben, da ich die Zweitmarktpreise einfach nicht ok finde. Aber das ist auch ok denn als Lego Sammler wird man immer daran erinnert das man halt nicht immer alles haben kann und proiritäten setzen muss(Platz, Geld, Zeit).
    Des Weiteren habe ich vor kurzem Konvolute für mich entdeckt. Die Sets der 80er bis 2000 sind etwas das ich als Kind quasi nicht kannte da ich keine älteren Geschwister habe die mit Lego hätten spielen können. Da war ich zwar noch nicht geboren, aber diese Zeite empfinde ich auch als Dark age denn so einige Sets von damals sind bis heute einzigartig. Sowohl Teilemäßig als auch Design und Konzept. Die Konvolute haben mir da eine ganz Neue Welt aufgezeigt und es hat schon etwas Museums flair wenn man 35 Jahre alte Sets rekonstruiert.

    Für mich liegt der Fokus vor allem beim Bauen und Sammeln und ich MOCe quasi nicht. Ich erfeue mich jeden Tag über das Frühlingslaternenfestival auf meinen Schreibtisch und weitere Displayflächen werden alle paar Monate mit Sets der Sammlung bestückt, während andere in die Kartons wandern. Einige haben seit Jahren nicht mehr das Licht der Welt Erblickt. Lego ist einfach ein treuer begleiter meines Lebens und ich sehe nicht das sich dies ändern wird, auch wenn der Maßstab nicht immer der Selbe ist.

  31. Sehr viele interessante Geschichten hier! 🙂

    Dann will ich auch mal meine beitragen:
    Zuerst mal die Vorgeschichte. Mein allerletztes LEGO Set vor den Dark Ages habe ich im Sommer 2010 gekauft. Weihnachten 2009 stand noch die damalige Tantive IV ganz oben auf dem Wunschzettel und war somit (vorerst) das letzte große LEGO Set, das ich zu Weihnachten bekam. In den Sommerferien 2010 waren wir noch einmal auf einem Familienausflug im LEGOLAND, auch Figuren der erstern CMF-Serie, die damals erschien, habe ich mir im Sommer noch gekauft. Im Laufe des Jahres wurden andere Dinge dann aber immer stärker priorisiert. Ich sparte für einen iPod Touch und zu Weihnachten war dann auch eine Docking Station für eben diesen wichtiger als LEGO. Auch die Art der Aktivitäten mit Freunden veränderten sich in diesem Alter natürlich und rückten LEGO in den Hintergrund. „Rumnerden“ konnte man dann eher im Bezug auf Technik und mit Schule, Sport und einer Verlagerung der Freizeitaktivitäten hin zu eher gesellschaftlicheren Aktivitäten gab es eigentlich auch nie viel Zeit, die ich großartig mit LEGO hätte füllen können.

    Komplett verlor ich den Kontakt zu LEGO jedoch nie, was an einem weiteren Faktor lag: Meinem Vater. Dieser war schon „AFOL“, lange bevor der Begriff erfunden wurde. Während er bereits als Kind mit LEGO gebaut hatte, kam in seiner Jugend ein neues Thema auf: LEGO Technic. Als technikbegeisterter Mensch wollte er sich diese Neuerung nicht entgehen lassen und so sammelte er auch später im Studium das ein oder andere Set (allerdings weit entfernt von den heutigen Sammelauswüchsen bei manch anderen). Es dürfte sich auf etwa ein Technic Modell im Jahr belaufen haben. Er sammelte jedoch jedes Jahr den normalen, quadratischen LEGO Katalog, so dass ich als Kind auch auf ein großes Archiv an Katalogen Zugriff hatte, bevor man alte Modelle in Online-Datenbanken nachschlagen konnte. Diese Praxis führte ich auch in meinen „Dark Ages“ fort, nahm neu erscheinende Kataloge immer im örtlichen Supermarkt mit und blieb somit auch weiterhin auf dem Laufenden was sich in der LEGO Welt so tat. Gekauft habe ich in dieser Zeit nur einige wenige Sammelfiguren der CMF-Serien, wenn ich interessante Figuren wie die Freiheitsstatue oder Poseidon sah.

    Später dann, zu Beginn meines Studiums, fieberte ich als großer Star Wars Fan auf die Premiere von Episode VII hin. Im Frühjahr 2016 kaufte ich dann, von neuem Star Wars Schwung beseelt, die deutsche Ausgabe des „Bricks“ Star Wars Special Magazins, was mich wieder näher an LEGO heranbrachte. Im gleichen Jahr holte ich mir auch das kleine Set 75137 „Carbon-Freezing Chamber“, was sich als „Einstiegsdroge“ entpuppte. Ich entdeckte Bricklink und bestellte ab und an Teile für MOCs, die ich mir als Kind immer erträumt, jedoch nie umgesetzt hatte. Das Teilesuchen und zusammenstellen erwies sich zudem als gute Entspannungsmaßnahme in einer für mich stressigen Zeit. Der „Durchbruch“ erfolgte dann 2017, als ich Urlaub in London machte. Bei der Planung der Reise war ich schon über die große Eröffnung des LEGO Stores am Leicester Square gestolpert und fand dadurch einen Artikel in einem deutschen LEGO Blog über die exklusive Leicester Minifigur. Diese war für mich der Anlass dem Store einen Besuch abzustatten. Im Store waren die beiden damaligen Ideas-Flagschiffe, die Saturn V und der Angelladen aufgebaut und ausgestellt. Während ich sofort hin und weg von der Saturn war, bewunderte meine Freundin vor allem den Angelladen. Zu Weihnachten 2017 bekam ich dann die Saturn V geschenkt, was meine endgültige Rückkehr in die LEGO Welt besiegelte. Mit dem Kauf von mehr Sets und Einzelteilen und dem Bau von MOCs wuchs auch mein Konsum von Newsblogs oder YouTube-Videos zum Thema LEGO.
    So richtig auf StoneWars aufmerksam geworden bin ich dann zu Beginn des Jahres 2019. Und wohin das alles noch führt, da bin ich selbst am meisten gespannt! 😀

  32. Für mich begannen die Dark Ages mit der ersten StarWars-Welle 1999. Ich hatte als junger Teenager gerade das Interesse an Lego verloren, aber diese Sets musste ich einfach haben (leider gab es keinen AT-AT zum Snowspeeder, das muss ich jetzt nachholen 😉 ).
    Danach fehlte Geld und Interesse im Teenageralter.
    Erst mit der Geburt meiner Tochter landete ich wieder in der Spiekwarenabteilung 2016 um nach Duplo zu schauen und entdeckte, dass Lego inzwischen auch Erwachsene mit vielen Sets anspricht. Ich war sofort in dieses neue/alte Hobby verfallen, musste mich aber für eine Reihe als Sammlung festlegen, da es einfach bereits zu viele Möglichkeiten und Reihen gab, aber bei mir Platz und leider auch nur in beschränkten Maßen verfügbar sind. So bin ich bei den Modulars gelandet. Diese findet meine Frau auch gut (besser als StarWars) und repräsentiert für mich ein wenig das „originale“ Lego in Meisterform: Eine Stadt im Lego Maßstab und ohne den ganzen Lizenzen.
    Gleichzeitig war es bei den Modulars noch relativ leicht möglich, alle verpassten Sets zusammenzukaufen bzw. mit kleinen Modifikationen zu rebricken. Dadurch bin ich dann auch erstmals 2018 mit Bricklink in Kontakt gekommen.

  33. Das ist eine schöne Idee und ich möchte auch meine Geschichte mit euch teilen.

    Letztes Jahr, kurz vor der 2. Corona Welle, war ich mit meiner Freundin für eine Woche in Köln. Dort schlenderten wir durch die Stadt und waren auch in einem Lego Shop. Ich war davor die Jahre schon ein oder zwei mal in einem Lego Shop gewesen und immer sehr fasziniert von dem Baumhaus und ein paar anderen Sets gewesen. Aber ich dachte mir sowas ist zu teuer und nicht mehr für mich. Dieses mal war es ähnlich und ich konnte mir nicht vorstellen für 200€ das Baumhaus zu kaufen, obwohl es fantastisch in der Vitrine aussah. Dann aber gab es die drei Dinos für nur 60€ oder so und ich dachte mir, sowas kann man sich auch ins Regal stellen und man bekommt auch soviel und es ist ja schließlich Urlaub ;)Meine Freundin holte sich ein kleines Buch mit ein paar Mini Sets und ich die Dinos.

    Wieder Zuhause angekommen baute ich die Dinos und hatte viel Spaß dabei. Danach informierte ich mich über die Ideas Reihe und war sehr angetan von den vielen tollen Sets. Da die Pandemie mit der zweiten Welle richtig anzog und ich recht großen Bammel vor der britischen Variante hatte, habe ich mich nicht mehr viel raus getraut und mehr und mehr Lego bestellt und gebaut.

    Inzwischen habe ich zwei große Schränke zum Aufstellen des Legos und das Baumhaus ist mehr oder weniger in den Besitz meiner Freundin umgegangen, da sie für jede Jahreszeit ihr altes Lego zum verschönern nutzt.

    Ich habe auch mein altes Lego von meiner Mutter geholt und meine Freundin ebenfalls. Leider ist mein Lego extram Nikotin verseucht, sodass ich damit nichts mehr machen will. Aber meine Freundin hatte alles gut erhalten und sogar einige alte Sets bei Ebay verkauft, darunter die kompletten Indianersets und so Strand Sets aus ihrer Kindheit. Das gab richtig viel Geld in die Kasse.

    Inzwischen habe ich mich von meiner anfänglichen Kaufwut geheilt und warte immer geduldig auf Rabatte und Sets die mir wirklich gefallen. Da waren die Ninjago Gardens mein letztes Highlight. Leider habe ich auch ein paar zu teure gebrauchte Sets wie den Angelladen gekauft und war kurz davor die alten Ninjago Citys zu kaufen, aber da Lego alles in irgend einer Form über die Jahre neu auflegt, warte ich geduldig.
    Ich habe auch MOCs ausprobiert und mir auch mal ein MOC inkl. Teile bei so einer Spanischen Seite bestellt. Das war das schlimmste an Anleitung und falschen Teilen was ich je erlebt habe. Zudem wurde ich komplett von denen ignoriert, als ich mich beschwert hatte. Lasst bloß die Finger davon.

    Ganz schade fande ich, dass die Schmiede aus der Ideas Serie so stark vom Fan Entwurf entfernt hatte und hoffe jetzt, dass das Luftschiff den Zuschlag im Review bekommt.

    Das war meine Pandemie Bedingte Geschichte zum wieder Anfang von Lego. Ich weiß noch nicht wielange der Lego Hype anhalten wird, da mein anderes Hobby (Magic the Gathering) durch die Pandemie auf Pause gesetzt wurde und hoffentlich bald wieder anfängt. Dann wird es schiwerig beide kostspielige Hobbys zu finanzieren.

  34. Ich habe leider gerade nicht die Zeit, allen zu antworten, möchte mich aber an dieser Stelle schon einmal für die vielen spannenden Geschichten bedanken! Ich finde es extrem bereichernd, sich in dieser Weise mit anderan C/T/AFOLs auszutauschen, weil man dadurch auch immer wieder neue Aspekte an sich selbst und dem eigenen Bezug zum Hobby entdeckt. Deshalb nochmals: Danke!
    Und das hier soll kein Schlussstrich sein, macht bitte weiter! 😉

  35. Ich sehe das ja mit den Dark Ages ein wenig anders:

    Im Alter von 12? habe ich Lego als Spielzeug aufgegeben.
    Und aus einer Bierlaune heraus habe ich mir 2011? selbst zu Weihnachten einen Millenium Falken geschenkt.
    Die Details etc haben mich fasziniert und dann bin ich langsam sozusagen in den „Modellbau“ eingestiegen. Alles so folgte – Arocs, Todesstern, Palace Cinema hatte so überhaupt nichts mehr mit dem Spielzeug zu tun, wie ich es kannte.

    Ich denke mal, dass einfach diese 20 Jahre Abkehr von Lego dazu notwendig waren, um das in mir zu wecken.

    Heute bin ich Spaßsammler (natürlich aufgebaut) – Am liebsten habe ich Modell im Minirykscale aber im Prinzip kaufe ich mir einfach alles was mir gefällt und was ich preislich noch in Ordnung finde. Gibt mir die Freiheit überall reinschauen zu können, und keine „hässlichen“ Modelle kaufen zu müssen um irgendwas zu komplettiere (ja, Pech für euch, lieber Buchladen und Polizeitstation..)
    Und auch wenn ich am liebsten Minirykscale sammle, interessieren die Figuren als Einzelstück nicht. Ich brauch sie nur für die „Lebendigkeit“ und amüsieren mich immer innerlich wenn hier Euphorie ausbricht, weil der 245. Luke Skywalker einen neu gezackten Beinprint hat 😀

    • Ja, auch ein sehr schöner Blickwinkel. Die Sets die ich mir heute kaufe sind in der Tat nicht mehr die aus Kindertagen, zumal ich ja auch nicht in dem Sinne damit spiele.

  36. Gibt es eigentlich auch Berichte von Aussteigern aus dem LEGO-Milieu? Was macht man mit dem Keller voller LEGO und wie wird man ihn wieder los? Gibt es Entzugserscheinungen?

    • Das sind ja traurige Fragen. 😔 Am schnellsten wird man es kistenweise als Konvolut los. Deutlich aufwändiger, aber gewinnbringender ist die Sets aufzubereiten und zu verkaufen.

      Der einzige, der mit seiner Verbittertheit, nach dem Ende seines Steinehobbys ins Fernsehen gegangen ist, heißt Thanos. Da gibt es eine Dokumentation in Spielfilmlänge.

      • So ernst hab ich das ja nicht gemeint. Aber würde mich schon interessieren, was es da für Bewegründe gegeben hat, um so ein schönes Hobby aufzugeben.

        • das ist bei mir durchaus eine denkbare Option – alles rauswerfen als Befreiungsschlag 🙂 Speziell passiert das, wenn irgendwelche 2nd-Hand-Sammelwellen über mich herein brechen, das Haus mit Modellen, Kartons, Sortierkästen, Tüten etc. voll steht, und das ganze Hobby zur Arbeit wird, weil ich mich davor fürchte dass es ohne diese Arbeit in Chaos versinken und in Konvoluten enden könnte. Dann hilft nur, konsequent alles abzubrechen und in einheitlihce Kartons im Schrank zu verstauen damit ich es nicht mehr sehe. Die Kartons MÜSSEN dabei einheitlich sein, sonst ist es schon zu viel Chaos 🙂

          Und der Gedanke ist, dass man dann ja mit diesen fein säuberlich gepflegten Kartons auf dem Gebrauchtmarkt auch mal was abstoßen könnte, die Dinge loswerden die einen nicht so sehr interessieren, die man vermutlich nie mehr wird aufbauen wollen … aber ich wüsste aktuell nicht so viel, wo das zutreffen würde, und für die paar mittelmäßigen Sets die sich angesammelt haben und die man echt nicht wirklich braucht, jetzt einen Online-Verkaufsaktion starten, das lohnt sich auch nicht also dann gar nicht. Dumdidum … vielleicht später mal.
          Ich glaube wenn ich den ganzen Stapel mal verkaufe, dann möglichst alles bis auf ein paar wichtige „Erinnerungsstücke“. Die Sammlung nur dezimieren sodass sie kaum mehr eine Sammlung ist sondern nur eine halbe, fände ich unbefriedigend.
          Gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass wenn ich zu lange mit einem Verkauf warte, eh niemand mehr großes Interesse hat (siehe Märklin-Sammler auf einem sterbenden Markt), also muss ich das Zeug ohnehin wohl oder übel behalten 🙂

  37. Dark Ages… Gehabt im klassischen Sinn zwischen ’84 und ’99. Beendet, weil immer nur Erwachsensein auch kein Glücksgarant ist. Im Gegenteil: den inneren Dialog zwischen erwachsenem, kindlichem und jugendlichem Ich immer wieder neu zu führen, das Gleichgewicht zu finden, zu wahren, darin liegt für mich der tatsächliche Zugewinn im LEGO Hobby.
    Das Ende meiner Dark Ages und den chronologischen, den weiteren Verlauf habe ich ja an anderen Stellen schon ausgeführt… Im Grunde schnuppere ich seither in fast alle Themenbereiche hinein, denn (auch) das sind für mich Dark Moments: mir Themen noch nicht erarbeitet zu haben, wie sie sich anfühlen, was sie mir sagen, beim Auswählen, beim Bauen, beim Betrachten. Eine Meinung nicht ohne Ahnung zu bilden.
    Themenbereiche ins Licht zu holen, heißt für mich auch, sie in ihrer Ursprünglichkeit respektieren zu lernen. Lange, lange tat ich mich z.B. mit vierarmigen Minifiguren schwer. Ich duldete sie nur zweiarmig – ein zu Viel an Meinungsgewicht des Erwachsenen in mir. Ähnliches gilt für Transneon-Themen. Mittlerweile gehe ich damit deutlich entspannter um, als noch vor 10 Jahren. Im Gegensatz zu LEGO Friends: das Schmuddelkind in mir wird da zum Mädchenschreck, zum ‚Zöpfezieher‘; offenbar fühlt er sich in der Friends Welt – mit allem, wie er sich selbst sieht – ausgeschlossen.
    Ergo (ungeachtet der Gefahr, mich zu wiederholen): LEGO hat sich weiterentwickelt (und ganz bestimmt nicht ‚zuendeentwickelt‘) – ich habe mich weiter- (und ganz bestimmt nicht zuende-) entwickelt : )

  38. Vorab möchte ich zunächst bemerken, dass ich diese Reihe hier sehr schön finde. Es ist viel schöner miteinander über ein Hobby zu reden als gegeneinander wie es bei einigen Artikeln ja manchmal passiert. Früher hatte ich natürlich auch schon Legi. Als Kind hatte ich vor allem Ritter, Forstmen und Piraten. Lego war aber nie mein Hauptspielzeug, eher eine Ergänzung zu eine Welt aus allem möglichen. Vor allem Üei Figuren, Playmobil, Action Figuren. Die Teile waren aber natürlich super um sich eigene Burgen, Häuser, Fahrzeuge für seine Fantasie welt zu bauen.
    Meine Dark Ages endete wohl so 2016 rum. Nach ca. 20 Jahren ohne Lego. Irgendwann Anfang 2015 kaufte ich die ersten Lego Friends Sets für meine Tochter. Bis dahin hatte sie nur Playmobil. Dann kam mein Sohn dazu und ich kaufte eine dieser großen Steineboxen und wir bauten gemeinsam alles mögliche.
    Bis dahin war Lego für mich aber immer noch ein Kinderspielzeug und ich dachte nicht im Traum daran mir selbst etwas für mich zu kaufen.
    Dann fing aber ein sehr guter Freund von mir mit den Modulars an und ich war wie vor den Kopf gestoßen wie cool die sind. Ein Erwachsener der Lego baut und es sich ins Wohnzimmer stellt, das war unfassbar für mich. Daran hatte ich noch nie gedacht, Lego für mich selbst kaufen. Schließlich kaufte ich mir dann die Brickbank und war begeistert. Ich kaufte ein paar Tütchen der Minifigurenserie und fand die auch toll.
    Und dann hatte meine Frau den wahnwitzigen Gedanken mir zum Geburtstag den Kleinen Millenium Falken zu schenken. Star Wars fand ich schon immer gut und seitdem bin ich mit Star Wars angefixt. Und dann musste es natürlich ab der Brinkbank jedes Jahr ein neues Modular sein, einige weitere Star Wars Sets kamen hinzu, der alte Angelladen, dazu der passende Strand, dann kaufte ich mir die Turtles Sets nach, die ich schon als Kind cool fand, um sie in die Strand, Stadt Kombi zu setzen.
    Somit war die Leidenschaft nun geweckt.
    Zusammenfassend muss ich sagen, Lego ist ein super Ausgleich um etwas mit den Händen zu machen und gedanklich von der Arbeit weg zu kommen. Früher hatte ich mir auch nach der Arbeit noch Gedanken über Arbeitsprobleme gemacht, das war nicht gut für mich. Abschalten war schwer für mich. Da ich den ganzen Tag am PC sitze und dabei auch gedanklich gefordert bin, kann ich Abends einfach nichts mehr an einem PC machen, da bekomme ich irgendwann einen zu viel.
    Früher habe ich dann oft statt Lego, Computerspiele gespielt, das war gar nicht gut und hat mich sogar gesundheitlich beeinträchtigt. Das war einfach zu viel PC und Köpfchen anstrengen für mich.
    Für mich ist Lego bauen auch eine Art Meditation.
    Außerdem ist es schön auch auf Gleichgesinnte zu treffen, einfach ein schönes Hobby.

  39. Bis vor ein paar Monaten wusste ich noch nicht einmal, was ‚dark ages‘ sind – mittlerweile amüsiere ich mich darüber, wie viele AFOLs einen ähnlichen Lego-Lebensweg wie ich gegangen sind… 😉

    Aufgewachsen bin ich mit zahlreichen Space- und City-Sets – ich habe es geliebt, mich stundenlang in der Steinewelt zu verlieren.

    Irgendwann kam die Jugendzeit und es wurde uncool mit Lego zu spielen…
    Tief in meinen Inneren ist die Faszination aber immer geblieben 😀

    Das ‚Dark age‘-Ende markiert bei mir das 10210 Imperial Flagship.
    Ich weiß noch, wie ich dachte, dass ich keine 150 Euro für ein Legoschiff ausgeben könne… Dann fing ich an, erstmal einen Platz dafür zu suchen – naja, als ich dann wirklich einen gefunden hatte (das Segelschiff hat eine selbstgebaute Vitrine bekommen) war es bis zum Kauf nicht mehr weit.
    Und da in der Vitrine noch etwas Platz war… Den weiteren Fortgang kann sich bestimmt jeder denken – es ist jedenfalls nicht allein bei dem Schiff geblieben 😉

    Und es ist schön zu wissen, daß es da draußen den ein oder die andere gibt, die dieses Hobby und die Erfahrungen teilen.

  40. So dann will ich auch mal kurz erzählen wie das ganze bei mir angefangen hat 🙂

    Ich bin 24 Jahre alt, und habe als Kind nur mit Lego Duplo gespielt, weil ich für das „kleine Lego“ keine Geduld hatte 🙈, und es mir zu lange gedauert hat, damit etwas zu bauen. Danach folgte PlayMobil, da ich eher am spielen als am bauen interessiert war.

    Mit dem „kleinen Lego“ fing es Weihnachten 2019 an, als ich meinem Mann zu Weihnachten die Peitschende Weide geschenkt habe. (Die Harry Potter Filme gehören bei uns zu Weihnachten dazu). Und so habe ich nach und nach weitere Harry Potter Sets gekauft, die wir in der Vorweihnachtszeit aufbauen können.
    Neben Harry Potter, hat mich auch die Barracuda Bay in ihren Ban gezogen, sowie die Weihnachtssets.. und ich fürchte das Lego Thema hat sich noch lange nicht erledigt 😊

    Schöne Idee mit der Umfrage zu dem Thema 😊

  41. Schöne Idee Jens! Hier mal meine Geschichte in und aus und in die Lego Welt 🙂

    Als Kind habe ich seit ich denken kann mit Lego und Playmobil gespielt, aber Lego hat es mir hauptsächlich angetan, weil es da einfach keine Grenzen gab. Als kleines Kind standen die Piraten eher im Mittelpunkt, dann die Ritter mit dem Wolfspack und Merlin usw und am Ende der wilde Westen.

    Mit 11-12 Jahren hatte ich dann so langsam keine Lust mehr auf Lego und war eigentlich schon raus, irgendwie habe ich dann aber 1999 mitbekommen dass Star Wars in die Lego Welt eintaucht und dann habe ich mir von den kleineren – mittleren Sets alles gekauft was es gab. ich wollte garnicht damit spielen, ich wollte es nur haben, zusammen bauen, anschauen 😛 vielleicht wissen das noch manche, es war einfach unfassbar krass dass es in der Lego Welt nun auch Star Wars gab.

    Im Oktober 2019 wurde ich von meinem Vater gebeten „das alte Lego-Zeuch“ wegzuhauen oder zu verkaufen weil es noch bei meinen Eltern im Haus stand. Dafür bin ich ihm sehr dankbar 😛 Habe geschaut was ich im Internet dafür bekomme und gestaunt…dann war ich eigentlich schon im Thema, und dann wurde mir auf YouTube noch Held der Steine vorgeschlagen (finde es heute noch lustig, dass obwohl er so schlecht über Lego redet er trotzdem als riesen Werbemaschine dient :D) und schon war das Interesse wieder da. Zeit hatte ich dank meiner ersten Elternzeit auch noch. Und ich bin froh noch nichts von meinen alten Sachen verkauft zu haben!

    Als erstes Set nach den Dark Ages habe ich mir das Simpsons Haus bei ebay gekauft und dann noch dies und das… Der Plan war: einfach nur ein paar Sets nachbauen, nbisl Star Wars nachbauen und vielleicht brauch ich das nach ein paar Monaten nicht mehr und dann verkauf ich es einfach wieder. Tja, von wegen: bis heute habe ich einen kompletten Raum voller Lego und kann nicht aufhören zu sammeln… Was traurig ist: ich möchte bauen und komme nicht dazu, es gibt einfach keinen Platz in der Wohnung. Nächstes Jahr ziehen wir um und dann gehts hoffentlich rund, bis dahin muss ich noch durchhalten 😉

    PS: meine erste Begegnung mit Stone Wars hatte ich übrigens nach der Geschichte mit dem Helden und der Abmahnung von Lego, Lukas hatte dazu ein Video auf Youtube gemacht und die Dinge sachlich erklärt – hat mir sehr gefallen, seit dem schau ich fast jeden Tag bei euch vorbei

  42. Zunächst einmal möchte ich bei allen Schreiberinnen und Schreibern bedanken. Teilweise sehr interessant die einzelnen Beweggründe und Lebensstationen so mitzulesen.

    Als Kind (geb. 1994) gab es für mich neben Lego auch weitere Spielewelten, in die ich versinken konnte. Auch Playmobil gehörte dazu, sodass ich, bis ich 12 Jahre alt war, immer eine Mischung aus allem mein Eigen nennen durfte. Auch das eine oder andere Star Wars Set wurde mir geschenkt (aus der 1. Welle damals den Y-Wing mit Vaders TIE) oder habe ich mir von meinem kleinen Taschengeld gekauft. Die Reihe Orient Expedition hatte ich z.B. fast komplett. Das waren die ersten Anfänge. Ich suchte und kaufte ganz pragmatisch völlig zusammenhangslos, was ich gebrauchen konnte. Groß selbst gebaut hatte ich nie und auch heute tue ich mich sehr schwer damit, meine Sets abzubauen, weshalb sie alle in einem zusammengebauten Zustand sind.

    Nachdem ich die Unterstufe am Gymnasium verließ und in der 7. Klasse die Klassen wegen der zweiten Fremdsprache neu gemischt wurden, lernte ich meinen heute noch besten Freund kennen. Damals waren wir so Ende 12/Anfang 13 und zählten zu den wenigen, die noch etwas mit Lego am Hut hatten. Auch in den folgenden Jahren haben wir in der Schule immer abseits unserer MitschülerInnen darüber gesprochen, damit es nicht peinlich werden konnte. Er weckte in mir die Lust auf die Star Wars Sets und in den folgenden vier Jahren gab ich mein Geld dafür aus. Zu der Zeit kamen die ersten Battlepacks raus und mit The Clone Wars ging es dann richtig rund. Ich bin heute noch froh damals den 6210 Sternenzerstörer, den 7662 MTT oder den 7675 AT-TE gekauft zu haben. Aber schon damals waren mir viele Sets zu teuer geworden. Mit meinen 15€ Taschengeld im Monat waren keine großen Sprünge möglich und ich hatte das Gefühl, dass viele Sets auch zu teuer waren. Als Beispiel sei hier mal der 7679 Republic Fighter Tank genannt, der meiner Erinnerung nach 70€ UVP kostete. Mit dem Endor Bunker für 100€ endete dann meine Sammelei 2010. Ich verlor das Interesse. Lego war mir zu teuer geworden und demgegenüber die Sets nicht mehr interessant genug. Ich fand sie nicht mehr so gut designed. Von Rabatten hatte ich damals noch nicht so die Ahnung wie heute und kannte daher nur die sporadischen Angebote aus dem Kaufhofkatalog. Dort war für mich meistens aber nie etwas dabei. Den Steinen blieb ich aber immer verbunden, auch wenn ich mich die nachfolgenden Jahre nicht mehr so intensiv damit beschäftigte.

    Das änderte sich dann 2016. Ich verdiente durch einen 450€ Job das erste richtige regelmäßige Geld und ich kaufte mir im Sommer dann das Palace Cinema. Kurz danach folgten dann auch die Tierhandlung und das Detektivbüro. Von den Modular Buildings war ich begeistert, seitdem ich um 2008 das Green Grocer gesehen hatte. Allerdings blieb das wegen dem fehlenden Geld immer nur ein Traum. Meine Eltern waren über die neue Sammelei natürlich sehr verwundert, aber sie und auch ich merkten, dass Lego sich in den vergangenen zehn Jahren auf Erwachsene ausgerichtet und für sie produziert hatte. Star Wars kaufte ich gebraucht oder stark vergünstigt. Es blieb allerdings bei wenigen Sets.

    Heute liegt mein Fokus bei Lego auf den Modular Buildings. Ich möchte aber auch die Ninjago City Gardens noch anschaffen. Leider habe ich die City damals ausgelassen, obwohl sie mir gut gefiel. Im vergangenen Jahr bin ich über besagten besten Freund, der sich immer noch für Star Wars und durch seine Freundin auch für Harry Potter interessiert, auf weitere Hersteller gestoßen, bei denen ich auch das eine oder andere schon gekauft habe und weitere Sets kaufen will. Ich bin da eben wie in meiner Kindheit sehr pragmatisch und kaufe eben das, was mir gefällt. Da ich die Sets nur aufbaue und dann hinstelle, kann ich mich damit sehr gut anfreunden und brauche keine Angst zu haben, dass ich Lego und andere Steine miteinander vermische. Dark Ages wird es bei mir auf keinen Fall mehr geben. Höchstens Auszeiten, in denen es keine interessanten Sets geben wird (haha, als ob) oder ich kein Geld/keine Zeit/keinen Platz dafür haben werde. Das ist also ziemlich unwahrscheinlich.

    • Das mit den Preisen aus Kindheitstagen kann ich so gut nachfühlen. Ich habe auch manchmal Sets gekauft, die mich gar nicht interessiert hätten, nur weil sie im Angebot waren. Was nicht im normalen Katalog war, kannte man sowieso nicht, genauso wenig wie Rabattaktionen im Internet. Und der lokale Schreibwarenhändler hat die Sets sogar über UVP angeboten. (Das war ja logisch, wenn der Preis im Katalog steht, er muss ja auch daran verdienen!)

  43. Sehr schöner Artikel und angenehme zu lesen 🙂

    Ich bin dieses Jahr 30 geworden und (leider) erst seit gut einem Jahr aus meinen Dark Ages raus. Das ganze wurde von meiner Frau angestoßen, die mir zu Weihnachten 2019 das „Ultimative Batmobil“ geschenkt hat. Ich war schon immer Fan von den DC und Marvel und hatte mich sehr gefreut, obwohl ich dem Lego-Aspekt eher zögerlich gegenüberstand, weil es ja alles „Kinderkram“ ist.

    Damit sie nicht entäuscht ist, habe ich aber kurz danach angefangen zu bauen und was soll ich sagen ? Ich fand es unheimlich entspannend und es hat mir tierisch Spaß gemacht zu sehen, wie verschiedene Bautechniken eingesetzt werden, um das Batmobil zu erschaffen. Das aufgebaute Modell war imposanter als gedacht und hatte in mir einen Funken entzündet, der mit der Zeit immer stärker werden sollte.

    Ich schaute mich online um, welche interessantem Sets es noch gab und war erstmal erschrocken über die Preise. „250€ für das 1989er Batmobil, sind die denn verrückt ? … 800€ für einen Millenium Falken, da muss doch das Komma verrutscht sein ?!“ Meine anfängliche Euphorie wich der Ernüchterung, als mir klar wurde, dass alle grossen und coolen Sets viel mehr Geld kosteten, als ich bereit war zu zahlen.

    Ein paar Wochen gingen ins Land und das Thema geriet in den Hintergrund, ließ mich aber nie komplett los. Mein Batmobil hatte einen Ehrenplatz im Wohnzimmer erhalten, wo ich es jeden Tag bewundern konnte. Ich schaute mir hin und wieder Reviews im Netz zum 1989er Batmobil an um irgendwie vor mir selbst den hohen Preis zu rechtfertigen. Schließlich kam mir eine Idee. Ich hatte noch ein Laster, was auch meiner Frau ein Dorn im Auge war und mich jeden Monat viel Geld kostete: Zigaretten. Meine Überlegung war, mit dem Rauchen aufzuhören und das gesparte Geld in ein neues (und weitaus gesünderes) Hobby investieren zu können: Lego.

    Ich spielte einige Tage mit dem Gedanken und beschloss dann, es zu versuchen. Ohne jemandem etwas zu sagen, hörte ich eines Morgens einfach auf zu rauchen. Als Motivation bestellte ich mir auch direkt das 1989er Batmobil. Wer würde so ein teures Modell schon gerne freiwillig in einer verrauchten Wohnung stehen haben ?

    Und was soll ich sagen, es lief wie am Schnürchen. Ich tauschte die eine Sucht gegen eine andere und kurz nach der Fertigstellung des Batmobils kaufte ich mir den Playscale Millenium Falcon und die Tantive IV, dann ein paar kleinere Star Wars Sets und mittlerweile gehört zu den Prunktstücken meiner Sammlung das Micro Scale Hogwarts, die Ninjago City und der Technic Porsche 911 GT3 RS.

    Meine Frau unterstützt mich und baut teilweise fleißig mit. Sie hat auch schon ein paar eigene Sets, geht aber mehr in Richtung Architecture. Ich hingegen bin stetig dabei, neue und interessante Sets zu suchen und den Reseller-Markt zu verfluchen 😉

    Leider fehlt mir der Platz um alles auszustellen, was ich mir kaufe, wodurch unsere Abstellkammer mittlerweile liebevoll das „Spielzeuggeschäft“ genannt wird. Aber wir planen in 1-2 Jahren ein eigenes Haus zu besitzen, wo dann auch ein Hobby-Raum für mich drin wäre. Das ist mein Traum, auf dsn ich hin arbeite.

    Das ist jetzt viel länger geworden als geplant, aber es hat Spaß gemacht, das einmal alles runter zu schreiben. Ich hoffe ihr hattet auch beim Lesen etwas Spaß 😉

    • Tolle Geschichte! 😀 Mit dem Rauchen aufzuhören war eine sehr gute Idee und das in Lego zu investieren noch besser. Ich wünsche euch beiden weiterhin viel Freude mit diesem Hobby und ein schönes Plätzchen dafür im neuen Haus.

  44. Nachdem hier so viele von euch schon viele schöne Geschichten zum Besten gegeben haben, will auch ich meine noch mal ergänzen. Das wird jetzt quasi die Langform der kurzen Biographie, die unter meinen Artikeln steht 🙂

    In meiner Kindheit in den 80er Jahren hatte ich eigentlich viel Auswahl, was Spielzeug angeht. Gut erinnern kann ich mich zum Beispiel an die Brio Eisenbahn und den Playmobil Bauernhof. Aber LEGO war für mich doch immer das liebste Spielzeug. Meine ersten Erinnerungen starten da mit Fabuland, die wir bei uns immer nur die „Tierchen“ nannten. Für diese haben wir aus geerbten Steinen viele Dinge gebaut: Angefangen von Häusern über Schiffe bis hin zu funktionierenden „Ketten“karussells. Auch an ein paar City Sets sowie Burgen und Piraten kann ich mich erinnern. Ende der 80er kamen dann die ersten Technic Sets. Damit habe ich auch lange noch gespielt und zu Geburtstag und Weihnachten wünschte ich mir eigentlich immer fast nur LEGO. Nach und nach verringerte sich das Interesse dann aber und wurde von Computer und Modelleisenbahn verdrängt. Schließlich landeten die Sets (frisch gewaschen) in großen Kisten auf dem Dachboden – die Dark Ages hatten begonnen.

    Lange Zeit folgte wenig bis nichts. Höchstens mal einen Katalog durchblättern, oder durch die Spielwarenabteilung schlendern. Ich machte eine Ausbildung und studierte, fing schließlich an zu Arbeiten und bekam einen Sohn.

    Auf der Arbeit erzählte mir mein Chef dann beim Mittagessen mal, dass es von LEGO einen Todesstern zu kaufen gäbe – für 400 Euro! Vierhundert Euro! Wer würde denn so viel für ein LEGO Set ausgeben? Wir schüttelten die Köpfe und vergaßen das Thema schnell wieder.

    Da ich in der IT beschäftigt bin, muss ich mich ständig über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Mein bevorzugter Weg dafür ist das c’t Magazin. Eines Tages im Herbst 2017 bin ich dann auf der Webseite eben dieser Zeitschrift über einen Speed Build eines Millenium Falken gestolpert. Aha. Da gab es also einen großen Millenium Falcon von LEGO zu kaufen – oder auch nicht, wie ich dann schnell feststellen musste. Außerdem war ich entsetzt, dass dieses Set 800 Euro kosten sollte: Wer würde denn so viel…?

    Irgendwie faszinierte mich das dann aber doch noch und lenkte mich auch ein wenig ab – wir haben zu dieser Zeit unser Haus saniert und so war ich froh, wenn ich Abends nach der Arbeit, der Planung der Sanierung und der Familie (mit kleinem Kind) einfach mal etwas anderes sehen konnte. Schließlich fand ich auch heraus, dass man die Bauanleitungen kostenlos bei LEGO herunterladen kann. Eines Abends lud ich mir also die Anleitung des Falken herunter und blätterte sie fasziniert Seite für Seite durch. Am nächsten Morgen ergab sich beim Frühstück dann folgendes Gespräch mit meiner Frau, der ich vorher schon von kopfschüttelnd von dem teuren Falken erzählt hatte: „Ich habe einen Fehler gemacht – ich habe mir die Anleitung zum Falken angesehen…“, was meine Frau recht trocken mit „Und jetzt musst du ihn haben?“ kommentierte.

    Da der Falke nicht zu bekommen war – ein gewisser Blog namens StoneWars schrieb zwar immer wieder, dass das Set im Onlineshop zu bekommen sei – habe ich mich erst mal näher mit den heutigen Produkten der Firma LEGO befasst und mich auf verschiedenen Blogs und bei YouTube informiert. Auch BrickLink und insbesondere Rebrickable fand ich in der Zeit im Netz. Das erste Set, was ich mir dann tatsächlich als erwachsener gekauft habe, ist der LEGO Technic 8043 Motorisierter Raupenbagger – einfach weil LEGO Technic heute ja etwas ganz anderes ist, als in meiner Jugend und ich das mal ausprobieren wollte. Das erste neue Set war die Saturn V. Alles natürlich mit der praktischen Ausrede: Das kann mein Sohn dann ja bekommen, wenn er älter ist.

    Den Zeitpunkt, an dem meine Dark Ages endeten, kann ich also recht genau festlegen: Das war der Abend, an dem ich die Anleitung durchgeblättert habe. Nach und nach ist die Faszination für LEGO gewachsen und gipfelte schließlich darin, dass ich Teil des Blogs bin 😉

    Inzwischen ist übrigens auch der Millenium Falcon Teil meines Pile of Shames und ich weiß, wer so viel für ein LEGO Set ausgeben würde…

    • Wenn ich mit dem Gedanken spiele mir ein bestimmtes Set zu kaufen durchschaut meine Frau mich auch immer sofort. Muss so eine Art Röntgenblick sein 😄

  45. Zwischenfrage in die Runde: Wie handhabt ihr das mit der Aufbewahrung?

    Bei mir stapeln sich mittlerweile die Plastikboxen voller Sets. Diese sollen schließlich nicht einstauben… 😉

    • Im Moment stellenweise (un)geordnetes Chaos, aber auch mehrere Regale und eine Vitrine im Dachgeschoss vor der sich unglücklicherweise mehrere Reihen Kartons stapeln (nicht meine) und mir den Zugang versperren 🙄

    • Da ich nicht so viele Themen sammle, passt alles so gerade noch in die Wohnung, aber es darf auch wirklich kein Set mehr sein. 😉 Die Sachen, die ich sammle möchte ich schon aufgebaut lassen und als Deko bewundern, muss eben dann ab und zu mal abgestaubt werden, aber das geht schon und gehört irgendwie dazu. Andere Sachen, wie Creator 3-in-1 oder die riesen Tower Bridge z.B., baue ich, lass sie eine Weile stehen, und dann sortier ich die Teile zum weiteren Gebrauch weg.

      Die meisten meiner MOCs kann ich glücklicherweise auf meinem Schreibtisch auf Arbeit parken, aber auch da wird der Platz langsam weniger. Da stauben sie auch irgendwie nicht so sehr ein. 😉 Da ich aber ohnehin in naher Zukunft mal umziehen muss, werde ich versuchen LEGO da etwas aktiver in die Planungen einzubeziehen und auch bei der Möblierung vielleicht etwas vitrinigeres mit weniger Abstauben organisieren.

    • Ich hab zwei Vitrinen. Darin versuche ich alles unter zu bringen, damit nichts massiv einstaubt. Noch habe ich genug offenen Platz aber in den nächsten Jahren muss ich mir was überlegen.

    • Leute, das ist hier zwar der Smalltalk, aber lasst uns bitte trotzdem beim Thema bleiben (siehe hierzu auch unsere Netiquette) – sonst wird es zu unübersichtlich. Für generelle Fragen und Diskussionen empfehle ich z.B. die StoneWarane Telegram-Gruppe.

    • Alle Sets Teilzerlegt in ihrem Kartons, aufm dachboden Lagern. Das gute ist wenn mir Mal nach einem Thema ist Kann ich innerhalb von wenigen Stunden eine ganze Welt aufbaun und in Erinnerungen mit den Sets schwelgen.

  46. Erweitere mal gerade diese Zwischenfrage: Lohnt es sich alle LEGO-Kartons zu verwahren
    oder landen die besser im Müll?
    Bei uns wird in der Regel alles was aufgebaut ist auch so gelassen.
    Als Aufbewahrung dient ein „I…-Regal“ mit Glastüren sowie ein Sideboard. Darauf stehen jedoch nur Sets die sich mehr oder weniger leicht abstauben lassen.
    Die anderen „wohnen“ in der Vitrine.

    • Das ist sicher eine Geschmacksfrage, die auch davon abhängt, ob du den Platz hast. Für mich nehmen die einfach zu viel Platz weg. Wenn du vorhast, das irgendwann wieder zu verkaufen, mögen sie etwas helfen. Aber deine Sets sind ja nach Aufbau und rumstehen im Grunde eh „gebraucht“, sodass du dann ja auch keine Neu/OVP-Angebote machen kannst und ich denke dann macht es keinen riesigen Unterschied. Ich persönlich habe einfach nicht den Platz dazu und brauch sie auch selbst nicht, weshalb ich mich auch freue, wenn jemand bei ebay ein Set ohne Karton anbietet.

      Von größeren Edelsets, wie den Expert Autos oder den Weihnachtssets, verkaufe ich die Kartons bei ebay, wenn ich sowieso schon einen Umkarton durch die Lieferung habe. Es gibt Leute, die sammeln auch die und so ~5€ sind da noch drin. Der Rest fliegt in den Müll.

    • Ich hebe nur Kartons von teuren Sets auf. Also um die 200 Euro. Aber auch da denke ich schon darüber nach die Kartons wegzuschmeißen.

          • Du schaffst es, zu diesem Thema, einleitend, einen ganzen Artikel zu schreiben?
            Das macht mich jetzt neugierig. 🙂

          • Hallo Jens,

            wollte deinen interessanten und, in der Tat, sehr umfangreichen Themenbeitrag mit meiner Zwischenfrage nicht ausufern und unübersichtlich werden lassen – das Thema ‚Aufbewahrung‘ ist an sich schon sehr ausgiebig und würde sich für einen eigenen Beitrag hier sicherlich anbieten, oder?
            Die Telegramm-Funktion hat schließlich nicht jeder (mich eingeschlossen).

            Euch allen einen schönes und bau-reichen Sonntag 😀

  47. Eine Zeitlang habe ich die Kartons aufbewahrt – aber mittlerweile landen diese in der Papiertonne oder werden als Päckchen-Verpackungen genutzt 😉

    Anm. der Redaktion: Bitte nutze die „Antworten“-Funktion, um auf einen bestimmten Kommentar zu antworten. Sonst geht auf Dauer jegliche Übersicht verloren.

  48. Bin erst seit diesem Jahr auf die helle Seite des Steins zurückgekehrt. Bin Student der im digitalen Corona Alltag etwas analoges zu zeitverschwenden brauchte. Was mich dann aber richtig vom Hocker gehauen hat waren die Sets von Martin(Burg Blaustein und die Taverne). Das sind Designs und Preisleistungsverhältnisse von den ich früher auch nur geträumt hatte. Aber das hat mich dazu gebracht meine alten Legokisten abzustauben mit denen ich seit 9 Jahren nix mehr am Hut hatte. Da hab ich noch so einiges an Schätzen entdeckt. Und ich bin mir nicht zu schade Ketzerei zu betreiben und mir eine Lego/Bluebrixx Phantasy Welt aufzubauen. Und ich hab mehr spaß als bei jedem RPG ohne Bildschirm.

  49. Hallo Jens,
    ich könnte für mein Comeback deine Geschichte einfach kopieren 😀
    Bei mir startete sie nur ein Jahr früher. Gerade Studium beendet und in der Autobild einen Artikel über das bis dato größte Lego Technik Model – der Unimog – gelesen. Mit dem ersten Gehalt in den Laden spaziert und mal was unvernünftiges gekauft. Dann war jedoch erstmal wieder Ruhe. 2013 kam dann der Technik Schwerlastkran 42009 hinzu. Im folgenden Jahr bin ich dann auf den T1 Bus aufmerksam geworden. So richtig bin ich dann 2015 dem Lego Virus verfallen. Nach meinem Jobwechsel habe ich im Kollegenkreis weitere AFOLs kennengelernt. Durch sie bin ich dann auf StarWars aufmerksam geworden. Keine Ahnung wieso mir das nicht vorher so aufgefallen ist. Als erstes Stand der UCS X-Wing im Regal. Viele weitere StarWars-Sets sollten folgen. Technik find ich in letzter Zeit nicht mehr so spannend. Ich sammel aktuell mehr Sets aus meiner Kindheit. Den Artikel über M-Tron von dir, habe ich regelrecht verschlungen. Bitte mehr davon! 🙂

  50. Ich hatte mich etwa 1994 von City / Legoland / Eisenbahn verabschiedet (M-Tron ja, Ice Planet nicht mehr), wohl so gegen 1996 von Technic (Technic Claw Rig war noch, Space Shuttle nicht mehr). Dann noch so über den kleinen Bruder mitbekommen wie Lego richtig seltsam wurde und eigentlich abgeschrieben …

    Ich glaube dass ich dann gegen 2005 oder so wieder einen Katalog in den Händen hatte, mich gewundert dass es die immer noch gibt mit der Produktpalette, und dann lange nicht mehr geschaut. Ich wusste dass meine alten Modelle irgenwo sicher verwahrt waren, und hatte auch den Plan die irgendwann wieder anzusehen.

    Dann 2011 zufällig en Unimog 8110 entdeckt – der sah nicht mehr so nach Futuro-Marketing-Zeug aus sondern einfach wie ein solides wenn auch ungewohntes Technikmodell. Den hab ich gekauft, gebaut, fand ich super, und dann meine alte Technic-Sammlung re-aktiviert, d.h. alles gesichtet, gebaut, fehlende Teile ergänzt (und lange lange gehadert ob es vernünftig sei für stolze 3×5 Euro neue Pneumatic-Zylinder für den 8862-Backhoe zu kaufen … damals mein absolutes Lieblings-Set).
    Da mir das alles irgendwie zu teuer vorkam, habe ich vor allem 2nd-hand bei Ebay Technic-Sets ab 2007 und neuer nachgekauft, restauriert, ergänzt, … Dann Rebrickable entdeckt, womit ich schlagartig mit nur wenigen gezielten Teile-Käufen doppelt so viele Modelle bauen konnte (z.B. einen MKII-Kran, sogar den Volvo-Radlader oder den 4×4-Geländewagen) … die Technic-Sets waren inzwischen aufgelöst und in Sortierkästen sortiert, für Rebrickable ideal (für „einfach mal schnell das Set XY bauen“ hingegen echt mühsam, und MOCs hab ich eigentlich soofrt wieder aufgegeben, dafür hatte ich zu wenig Zeit).
    Dann ist gegen 2016 Technic für mich echt schlechter geworden … der BWE und Xerion hab ich noch gekauft, danach mich wieder auf Teile-Nachkäufe bei Bricklink besonnen weil es mir Neu-Käufe nicht mehr wert waren, aber effektiv hab ich die neueren Modelle nicht mal mehr mit dem Teilefundus nachgebaut, keins hat mich so sehr gereizt als dass ich erst mal 2 Stunden die Teile aus den Sortierkästen zusammen sammeln wollte.

    Damit wäre dann das zweite Dark-Age fällig gewesen, hätte ich nicht in einem lokalen 2nd-Hand-Laden ein Modular günstig erstanden (die Brickbank, kurz vor ihrer Einstellung), und wären nicht die Kinder ins Lego-Alter gekommen, und der 2nd-Hand-Laden zur (aus Unwissenheit heraus) günstigen Quelle für alles mögliche geworden, das dann das Interesse weiter angefacht hätte. Dieser Laden ist Auslöser für eine große Creator-(Expert)-Sammlung (Modulars, Fahrzeuge, Jahrmarkt, Landmarks …), eine doppelt-komplette Mixels-Sammlung, eine gut ausgestattete Architecture-Sammlung, eine Heroica-Sammlung, … jeweils ein Angebot zu einem lächerlich günstigen Preis, oder eine Teilekiste aus der man Sets restaurieren konnte, und dann wurde online weiter gesucht und komplettiert …
    Womit ich jetzt mehr oder weniger alle AFOL-Themen „im Programm“ habe, die nicht Star-Wars, Harry-Potter oder Marvel/CD/Disney sind – da mach ich bewusst einen großen Bogen drum herum, weder hab ich einen Bezug dazu, noch will ich da irgendwie in Versuchung geraten solche Riesen-Themen noch „nachholen zu müssen“ weil irgend ein Sammeltrieb plötzlich zuschlägt. Auch habe ich die Space-Themen meiner Kindheit inzwischen fast komplettiert, also von frühesten Futuron bis zuletzt MTron, einfach aus Nostalgie heraus. Nur Technic ist gerade komplett tot bei mir, nicht mal Lust die Highlights der letzten Jahre wieder mal zu bauen.

    Die Kinder dürfen zum einen alles bauen worauf sie ein Auge geworfen haben (die Saturn V wird regelmäßig vom 7-jährigen auf- und ab-gebaut). Und sie bekommen ab und zu vor allem die City-Entdecker-Themen (Mars, Tiefsee, Arktis, …) oder was sich im 2nd-Hand-Laden anbietet (Polizeistation von 2013, Hubschrauber, …). Parallel dazu haben sie einen Fundus an losen Teilen zum freien bauen, was auch intensiv genutzt wird, da werden alle Themen die sie sonst irgendwie aufsaugen nochmal bautechnisch verarbeitet. Zum Spielen selbst haben sie hingegen Playmobil entdeckt, das macht offenbar beim Rollenspiel mehr Spaß – Lego bleibt eher was zu Bauen, das sehr gerne, aber dann wird es weniger interessant und steht rum.

  51. Auch wenn hier schon so viele Beiträge gibt und er keiner alle durchlesen wird, hier mein Senf dazu 🙂

    Meine Dark Ages waren seeehr lang. Kann kaum sagen, was mein letzter Set gewesen wäre. An die ersten kann ich jedoch ganz gut erinnern: Ice Planet und Zug 4563. Die Teile sind immer noch in einer großen Konvolut Kiste verstaut, aber die Bauanleitung sind leider längst verschwunden 🙁 Irgendwann in 2000er haben dann die Dark Ages begonnen.
    Der Fackel der Freiheitsstatue 21042 hat mir den Weg aus den Dark Ages geleuchtet! 🙂 Dabei hat noch der HdS unterstützt (schade, dass heutzutage sein Kanal so ist, wie er ist…).
    Seit dem verfolge ich fleißig was an neuen Sets rauskommt.
    Es ist aber leider nicht einfach die vielen Wünsche mit dem Platzbedarf (und Geld-) zu kombinieren. Meine Frau zeigt Interesse an der bunten Welt. Vielleicht gibt’s dann doch in einer nicht so fernen Zukunft Platz für ein kleines Legozimmer, wenn der Sohnemann ein bisschen älter als 1/2 J ist… 😉

  52. Cooler Artikel und vor allem spannende Geschichte. Ich persönlich hatte keine Dark Ages (bin auch erst 16) und bei mir hat alles damit angefangen, wie bei eigentlich jedem Kind. Man bekommt sein erstes Lego Set geschenkt und die nächten Jahre liegen weitere unterm Weihnachtsbaum und auf dem Geburtstagstisch. Mit ca. 8 Jahren schenkten meine Großeltern mir einige Kisten aus dem Keller voller Basic Steine, mit denen meine Mutter und mein Onkel früher gespielt hatten. Über die Jahre bekam ich immer mehr neue Sets geschenkt, jedoch auch die aus der Kindheit meiner Eltern (z.B. die mit den Figuren, die noch keine Gesichter und bewegliche Körperteile hatten). Bis ich 13 war, waren diese Sets erstmal uninteressant, obwohl ich ca. 30 verschiedene alte Fahrzeuge hatte, aber ohne viele Funktionen. Als ich dann jedoch die ganzen alten 12Volt Züge aus ca. 1970 mit einer riesengroßen Kiste Schienen (auch von meinen Großeltern) bekam, wurde mein Interesse wieder geweckt und ich begann mich über dieses Thema im Internet zu informieren (jedoch gab es leider auch sehr wenige Artikel darüber). Gleichzeitig startete die Zeit, in der ich richtig coole und realistische MOCs bauen wollte. Mein bester Freund hatte zum Glück, wie ich, auch noch Interesse am Lego Hobby. So beschlossen wir unsere Steinesammlungen zusammenzulegen und fuhren das erste Mal in den Lego Store um einige Steine aus der Pick a Brick Wand zu besorgen. Seit dem haben wir die meiste Zeit zusammen gebaut und unser Hobby verbindet uns.
    Ich hatte immer gehofft, das die alten Anleitungen von 1970 irgendwo im Keller meiner Großeltern noch lagen und so fand ich letzte Woche einige Ordner voller Anleitungen, eine Buch über den Lego Motor und sogar noch eine große Originalverpackung. Darüber habe ich mich natürlich riesig gefreut und mir nun vorgenommen, die alten Züge wieder richtig auf Vordermann und zum Fahren zu bringen. Außerdem kann ich jetzt anhand der 100 Anleitungen hoffentlich alle alten Sets wieder richtig zusammenbauen.
    Seit ich der Lego Instagram Community beigetreten bin, habe ich mich sehr viel mit gleichgesinnten ausgetauscht und viele spannende Dinge erfahren.

    Übrigens finde ich das neue Smalltalk-Format super.

  53. Auch ich bin ein Fan vom Small-Talk Format.
    Eine großartige Idee von Dir! @Jens
    Ich bin ziemlich spät aus meinen Dark Ages gekommen. Mit Ende 30 habe ich mir, GoT sei Dank, alle Drachen der LEGO Elves Reihe zugelegt. Auch wenn diese eher zahm rüberkommen 😅
    Später haben mich dann die Modular Buildings in den Bann gezogen. Angefangen mit dem Pariser Restaurant.
    In meiner Kindheit habe ich lieber mit Playmobil gespielt. Von LEGO hatte ich nur Sets von Fabuland.
    Heute besitze ich ein breites Spektrum aus vielen LEGO Themenwelten.
    Zum größten Teil ist dies natürlich auch der Zwangspause im letzten Jahr geschuldet.
    So langsam geht mir der Platz aus, denn neben meinem LEGO Hobby liebe ich außerdem noch guten Wein der auch gelagert werden muss 😄

  54. Sehr interessantes Topic mit noch viel mehr interessanten Geschichten! 😊

    Der Begriff „Dark Ages“ ist erst ein paar Wochen später in meinem Wortschatz übergewandert, nachdem mein LEGO-„Fieber“ im Herbst 2019 vollends ausgebrochen ist. Zurückblickend (ich weiß, es ist eigentlich nicht sooooo lange her 😇) war das aber kein plötzliches Auftreten, sondern eher ein schleichender Prozess. Während meines Studiums hatte ich erstmals seit meinen Kindstagen wieder Berührung mit Legosteinen gehabt. Das war 2017/18 in einem interdisziplinären Wahlfach mit drei Studiengängen (im übergreifenden Bereich Pädagogik), in dem uns die Professoren LEGO Serious Play als Werkzeug zum „Storytelling“ nahegebracht haben. Habe da wieder glänzende Augen bekommen und mich wie ein kleines Kind gefreut damit zu „spielen“ (meine Mitstudierenden aus meinem Team fanden das irgendwie witzig 🙈). Danach wurden die Steinchen wieder vergessen.

    Irgendwann in 2019 bekam ich eher zufällig die Sache mit dem HdS und seinem Logo auf YouTube mit. Mehr aus Neugier habe ich mir das Thema dann näher angeschaut. Und wie das auf YouTube so ist mit dem Algorithmus, wurden mir weitere Videos vom HdS (und von SoundsLikeLego) empfohlen. Habe mir beide Kanäle zuerst auch wieder nur aus Neugier angeschaut. Bis ich mir dann den Review zum HP Expecto Patronum-Set vom HdS im Sommer 2019 angesehen habe. Als das Set dann auf dem Kassenband lag, war es mir irgendwie peinlich. Man wird als Erwachsener dann doch schon schief angeschaut. Also dachte ich mir, das bleibt dann ein einmaliges „Kauferlebnis“.

    Vorneweg: Pustekuchen!

    Über die Videos von SoundsLikeLego habe ich dann Ninjago kennengelernt. Da hat er die Serie mit dem Fuchsmädchen vorgestellt. Habe das sofort mit Prinzessin Mononoke (wer den Animationsfilm nicht kennt: ein Meisterwerk von Hayao Miyazaki) assoziiert. Also gesellten sich zum Expecto Patronum-Set später zwei des kleinen Ninjago-Sets mit dem Fuchs, dieser Eispalast (einzig wegen der Fuchsmädchenfigur!) und noch ein anderes kleineres Ninjago-Set dazu. Meine verworrenen Gedanken: Fuchsmädchen + zwei mal Fuchs + Hirsch = Cool für ein Mononoke Diorama! (leider bis heute nicht umgesetzt… 🙏 )

    Tja… zu den beiden YouTube Kanälen gesellten sich dann weitere hinzu, die ich regelmäßig anschaute. Vorwiegend blieb ich aber beim HdS und SoundsLikeLego sowie Klemmbausteinlyrik als Reviewkanäle, dazu noch etliche Städtlebauer. Wie oben schon erwähnt war das mehr aus Neugier, die zusätzlich sehr stark mit nostalgischen Erinnerungen an die Kindheitstage vermischt war.

    Das Interesse wuchs dann unbewusst und so habe ich nach Legoseiten im Web gesucht. Zusammengebaut war die erste Seite, auf die ich gestoßen bin. Ein paar Tage später entdeckte ich dann Stonewars und Promobricks. Dazu kam das Forum 1000Steine, das ich gar nicht mehr besuche, da mir die Usability der Seite nicht gefällt (andere Baustelle 😉 ), wo ich dann auf etliche Begriffe (darunter MOC, Dark Ages, usw.) zum ersten Mal gestoßen bin.

    Etliche Wochen vor Weihnachten 2019 habe ich mir dann Gedanken gemacht, was ich meinen Liebsten schenken könnte. Da meine Schwester großer Japanfan ist, sollte es bei ihr etwas mit dieser Thematik zu tun haben. Nur war ich zu diesem Zeitpunkt keiner, der Online bestellt hat und hierzulande es sonst schwer ist an etwas Geeignetem ranzukommen. Lange Überlegungen gingen ins Land bis ich dann Legos Digital Designer entdeckt habe. Beim digitalen Rumbasteln kam mir dann die Idee, ihr etwas aus Legosteinen zu bauen. Viel Zeit für die Recherche ging drauf und am Ende hatte ich dann eine kleine Vignette auf 14×14 Noppen zusammengepfriemelt, damit sie in einem zuvor (für mich wegen einem anderen legofremden Vorhaben!) gekauften kleinen Schaukasten reinpasst. Da kam die Frage auf, woher ich die Steine bekomme. Zack, Anmeldung bei LEGOs VIP-Programm und die Steine über SuT bestellt. Nach längerem Warten kamen die Teile dann Anfang Dezember besagten Jahres auch an. Voller Freude habe ich mein erstes eigenes kreiertes Set zusammengeklöppelt! Um die Weihnachtszeit folgten noch viele weitere Projekte, die bis auf den Bahnhof immer noch als LDD-Files vorliegen, da ich mehr Sets zum Zusammenbauen kaufe, um immer wieder neue Teile zu entdecken sowie Bautechniken kennenzulernen, als meine MOCs umzusetzen…

    Im Folgejahr kam dann die uns bekannte Pandemie. Mein Tanzkurs, an dem ich viel Spaß hatte, fällt seitdem komplett aus, die Zeit wurde anders, die Kurzarbeit wurde eingeführt, kurz: der sonst gewohnte Alltag hat sich verändert… also blieb ich bei Lego.

    Zusammengefasst kann wohl gesagt werden, dass die Mischung aus Anschauen von klemmbausteinaffinen YouTube- und Internetkanälen sowie die Umsetzung der kleinen Vignette und die Bastelei mit dem LDD mich aus den Dark Ages geholt haben.

    • Wir haben auch (während meiner Dark Ages) beruflich mal eine Art „Teamwork-Therapie“ mit LEGO Serious Play machen müssen und das hat tatsächlich ziemlichen Spaß gemacht.

      Die Idee, ein selbst entworfenes Modell zu verschenken finde ich toll! Ich habe sowas auch schon überlegt und plane, irgendwann meiner Mutter mal ein Modell ihres Hauses zu schenken an dem ich schon eine Weile arbeite, da sie durchaus begeistert von meinem neuen Hobby ist.

      • Hihi, bei uns war es nicht offiziell, aber auch LEGO Teamwork. Ein Kollege hat sich über kleinanzeigen mehrere Eimer Konvolut geholt, und da der verkaufende Vater das gleich vorbeibringen wollte musste er es im Büro annehmen. Wir haben dann nach Feierabend in der Werkhalle alles ausgekippt und zu viert sortiert. 😀

        Unser Elternhaus wollte ich auuch mal Minifig-Scale nachbauen. Mit vorhandenem Grundriss und den schönen Mauersteinen hatte ich schon die Größe und ca. Zimmeraufteilung abgesteckt, aber es wurd einfach zu viel und zu groß. Die Mauerelemente habe ich dann für einen Lokschuppen verwendet, aber vielleicht sollte ich Microscale nochmal drüber nachdenken, so als Architecture-Set.

        Sehr lustig ich habe gerade den Podcast zu Ende gehört und Lukas beschwerte sich gerade dass es nun Abends sei und er ganz viele kommentare freischalten müsse. 😀

      • @Rauy: Unbedingt!!! Ich bin mir sicher, dass Deine Ma begeistert sein wird. Denn meine Erfahrung lief entgegen meiner Befürchtung ab. Ich hätte mit einer eher verhaltenen Reaktion gerechnet, aber ihr hat es so gut gefallen, dass sie das Set nun in Ehren hält! Als sie dann später im Jahr das BrickHeadz Glückskätzchen bei mir stehen sehen hat, wollte sie es dann auch unbedingt und hatte mich gebeten ihr eines zu bestellen. Und vor wenigen Wochen hat sie sich dann eigenständig den Bonsaibaum geholt – und ich hab es ihr dann gleich getan (bei mir steht er in Rosa da, bei ihr in grünem Gewand, und ich bin bereits schon am Überlegen einen roten Style drauf zu packen) 🙂

  55. Ich gehöre mit meinen 13 Jahren vermutlich zu euren jüngsten Lesern und noch zur Zielgruppe von Lego. Letztes Jahr wäre ich auch fast in meine „Dark ages“ reingerutscht, da ich meine erste (für meinen Geldbeutel schmerzhafte) Erfahrung mit ingame Währungen in Videospiel gemacht habe. Zum Glück gewann mein Vater aber beim Todesstern Gewinnspiel des Youtubers Brickstory, und schenkte mir den besagten Preis zu Weihnachten. Nun bin ich wieder fasziniert vom Thema Star wars und freue mich schon sehr auf die
    Sommerwelle.

  56. Nachdem ich ja heute morgen das Thema etwas verfehlt habe bleibe ich jetzt mal bei den
    „dark ages“.
    Als Kind spielte ich schon unheimlich gerne mit LEGO. Sets, wie es sie heute ja massenhaft gibt, waren damals Mangelware. Wir hatten unsere Steine und damit wurde gebaut was gefiel- Egal ob Häuser, Autos oder Anderes – irgendetwas fiel uns immer ein.
    So mit 14 oder 15 war dann vorläufig mal Schluss mit LEGO. Da gabs dann andere Sachen.
    Mit 21 wurde ich dann ziemlich früh Vater eines Sohnes. Das LEGO auf den Geschenkelisten für diverse Anlässe ganz oben stand war fast schon selbstverständlich.
    Fabuland und diversen anderen Sets folgte irgendwann die 12V Eisenbahn. Aber auch diese Zeit ging irgendwann mal vorbei.
    Im Jahr 2000 dann die Geburt meiner Tochter. Schon sehr früh interessierte sie sich für alles was mit Eisenbahn zu tun hatte. Im zarten Alter von 5 Jahren wünschte sie sich, nach ausgiebigem spielen mit der Duplo-Bahn, eine „richtige“ LEGO-Eisenbahn.
    Glückliche Fügung: Kurz vor ihrem Geburtstag hatte eine Spielwarenkette das Angebot 3 für 2 in ihren Prospekten. Wir arrangierten uns mit ihrer Tante und kauften je eine Zugpackung. Die dritte gabs dann 6 Wochen später zum Namenstag. Das diese Anlage mich später wieder zu LEGO zurückbringen sollte konnte damals noch keiner Ahnen. Wir bauten die bahn damals noch etwas mit zugekauften Gleisen aus – bis sie 2014 mit allem anderen LEGO eingepackt wurde.
    2019 dann zuerst das Comeback meiner Tochter. Als großer HP-Fan wünschte sie sich Hogwarts zu Weihnachten. Ich durfte sogar beim Aufbau helfen.
    2020 zogen wir zurück in meinen Heimatort. Ich plante sofort meine alte Märklin H0 wieder aufzubauen. Doch leider spielte mir der Platzmangel einen Streich. In der Länge standen zwar über 4 m zur Verfügung – jedoch in der Breite nur knapp 1,05m. Etwas zu wenig für eine vernünftige Anlage. Abends fiel mir dann die LEGO-Bahn meiner Tochter ein. Am nächsten Tag wurde ausgepackt und die Gleise auf dem Boden ausgelegt. Siehe da – es passte. Innerhalb einer Woche hatten wir die Grundplatte komplett fertig und der Aufbau konnte beginnen. Mittlerweile sind schon einige, auch selbst gebaute, Häuser und andere Sachen dazugekommen, so dass nach und nach eine schöne Anlage entsteht.
    Als alter (im wahrsten Sinne des Wortes) Star Wars Fan entdeckte ich auch die verschieden Sets dieses Themas. Die Sammelleidenschaft begann mit den 20-Jahre-Sets. Von da an war auch der Sprung zu Stone-Wars, das ich bisher ja nicht kannte, selbstverständlich. Für mich heute die beste LEGO-Seite im Internet und meistens morgens die erste Seite die ich nach dem einschalten meines PCs aufrufe.
    Macht alle weiter so. Ich hoffe noch auf viele interessante Themen – auch das mit den Kartons! (Musste ja jetzt zum Schluss noch kommen)!!!

    • Danke für Deine persönliche Geschichte. 🙂 Das mit den Kartons ist, als Teil eines etwas weiter gefassten Themas, schon in Arbeit und ihr könnt euch dann demnächst in den dortigen Kommentaren nach Herzenslust austoben. 😉

  57. Nachdem ich hier so viele schöne Geschichten gelesen habe, möchte ich nun auch meinen Weg zurück aus den „Dark Ages“ mit euch teilen:

    Bei mir beginnt die Geschichte im Frühsommer 2018. Meine Freundin (jetzt Frau) befand sich damals für 3 Wochen auf einem Montageeinsatz im Ausland. Nachdem ich mich nach einer Weile mit Haushalt und Co. zurechtgefunden hatte brauchte ich weitere Beschäftigung für die verbliebene, freie Zeit.

    Ein treuer Gatte wie ich bin, verbrachte ich diese zunächst mit viel Sport oder Motorrad fahren. Bei einer dieser Touren steuerte ich eher planlos durch eine der größeren Städte in unserer Nähe und mir viel ein, dass es in dieser Gegend doch ein großes Spielwarenhaus gab das ich seit vielen Jahren nicht mehr besucht hatte. Da ich ein Patenkind habe dachte ich mir so, es wäre doch eine schöne Geste ihm von dort etwas mitzubringen.

    Also bei einer Affenhitze quer durch die große Stadt und rein ins Getümmel. Staunend lief ich durch die Abteilungen und war sprachlos was es nicht alles für Kinder gab. Schließlich kam ich in die Lego-Abteilung und war fassungslos… ich habe früher schon Lego besessen, angefangen von Star Wars über Bionicle bis hin zu Lego Technic. Nicht viel, aber ein wenig. Daher wusste ich wie Raumschiffe und Co. als Legomodell aussehen.

    Als ich aber dort vor dem Regal stand brachte ich vor Staunen meinen Mund nicht mehr zu. In erster Linie war ich fasziniert wie viel detailgetreuer die Modelle und Sets geworden waren. Anderseits war ich überrumpelt von der Vielfalt an Lizenzen und eigenen Themen die Lego mittlerweile anbot.

    Voller Euphorie wollte ich natürlich ein Set mitnehmen, den: Dank der Nicht-Anwesenheit meiner besseren Hälfte und Urlaub hatte Zeit etwas zu bauen. Dass ich ein Geschenk für mein Patenkind kaufen wollte hatte ich ab meinem WOW-Moment völlig verdrängt. Da mich Star Wars schon im Kindesalter fasziniert hatte (mein erstes Set war der Lego Star Wars Naboo Fighter 7141) war der Themenbereich sofort klar. Ich entschied mich für den BB 8 (75187) den ich nach zügiger Heimreise noch am selben Abend gebaut habe.

    Ab diesem Tag war’s um mich geschehen. Seitdem sammle ich vor allem Sets der Star Wars Reihe und anderen Lizenzthemen (Harry Potter, Marvel usw.) aber auch Creator Expert, Ideas o.ä. ist ab und zu dabei. Vorranging natürlich nur was mir zusagt, ein „ich muss alles davon haben“- Gefühl habe ich dabei nicht. Meine Frau übrigens akzeptiert die Sammelleidenschaft, meinte aber dass sie nie mehr auf Montagereise geht. Ich würde da nur auf komische Gedanken kommen. Keine Ahnung was sie damit meint :D.

  58. Hi, bei mir hat es sehr lange gedauert…. Also Kind hatte ich nie Lego da es zu teuer war, wir konnten uns das nicht leisten. Ein Freund hatte aber Lego Space und mein Cousin hatte Piraten und Ritter… Lego war immer mein Traum! Also Junger Erwachsener bin ich immer durch die Spielwarenabteilungen geschlendert und habe mir die neuen Lego Sets angeschaut…. Star Wars, HDR, HP, usw. offt genung hatte ich ein Set in der Hand und war kurz davor es zu kaufen… Heute habe ich einen 45 qm großen Raum voll mit Lego, sher Ritter und Piraten lastig 🙂

  59. Das Thema ist wirklich mal cool um ein paar Geschichten von anderen zu lesen.

    Ich hatte nie Dark Ages da ich als Kind nie mit Lego gespielt habe. Mein Dad hat mir und auch meinem Bruder eine riesige Kiste mit Plasticant geschenkt und dadurch gab es in unserem Haus nie das Bedürfnis nach weiteren Konstruktionsspielzeug. Irgendwann, ich glaub da war ich so 11, mit P&P Rollenspielen angefangen und natürlich mit dem West End Star Wars Rollenspiel. Nach und nach kamen immer mehr Systeme hinzu wie AD&D, Shadowrun oder Plüsch, Power & Plunder.
    Irgendwann haben wir dann auch mit Tabletop angefangen und das machte mir so richtig Laune. Ich habe stundenlang Armeen bemalt und auch einzelne Figuren verändert(Green Stuff FTW!). Ich hatte im Studium nicht so shr viel Geld aber für ein paar Goblins oder Skunks reichte es immer. Nach dem Studium bin ich und viele meiner Freunde weiter weg gezogen und ich wollte dann nicht mit anderen spielen und so gab ich das ganze auf.
    Irgendwann habe ich dann durch Zufall den 10221 Sterndreadnought Exekutor-Klasse in einer Werbung gesehen und war begeistert. Ich hab dann tagelang meiner Freundin am Telefon davon erzählt aber gemeint dass das doch Kinderspielzeug sei aber das sei ja was tolles zum bauen und so weiter. Irgendwann hat mir meine Freundin das Ding einfach bestellt und plötzlich lag mein erster Lego Karton vor der Tür.
    Den Umstand das es meine Freundin war die mich auf diesen steinigen Weg schickte halte ich ihr immer wieder mal vor.

    Danach habe ich mich etwas informiert und angefangen alle UCS Modelle zu kaufen.
    Irgendwann habe ich Stonewars.de entdeckt und irgendwie hat mich und meine LEGO Einkaufgewohnheiten radikalisiert. Plötzlich hatte ich Harry Potter Sets und das sammeln von SW-Minifiguren habe ich auch angefangen. Da ich in nächster Zeit umziehen muss/darf denke ich gerade darüber nach ein Down-Shrinking zu machen und eventuell einige , noch geschlossene Sets, entweder bei meinen Eltern einzulagern oder diese zu verkaufen. SW-Minifiguren und UCS Sets, wie den noch diesen Jahr erscheinenden UCS AT-AT, werde ich mir aber weiterhin kaufen.
    Bei näherer Betrachtung sammeln sich auch beträchtliche Mengen an GwP und Polybags an. ..

    Ich bin gerade dabei diese Begeisterung an meine kleine Nichte weiterzugeben, der ich schon ein zum ersten Weihnachten eine Kiste mit über 400 Duplosteinen geschenkt habe und ab und zu ein Set mitbringe damit wir gemeinsam damit spielen. Ich hatte letzte Woche meinen UCS Sandcrawler dabei und wir haben EP4 nachgespeilt, natürlich ohne Waffen und die Sturmtruppen haben nur Eis geklaut. 🙂

    • Der Stefan, der weiß tatsächlich, was Plasticant ist… Ich hatte als kleiner Stöpsel, so ich mich überhaupt noch korrekt erinnere, bestenfalls zwei, drei Modelle… In den frühen 70ern war Plasticant hoch beliebt und auch die Kindergärten-Spielecken waren voll davon…. Ach ja, die 1970er… Nie kehren sie wieder… *seufz*

      • Ich hatte davon unmengen da man Dad von mehreren Personen das Zeug eingesackt hat als die es nicht mehr wollten.
        Mein liebstes Modell war der Transporthubschrauber der wie ein TFAT/f aussieht.

  60. Bei mir gab es in der Kindheit nur wenig Lego, mein Bruder hatte welche mit denen ich auch etwas spielte.
    Ich war eher FISCHER-Technik Fan.
    Mein erster Lego Einkauf war das Technik Space Shuttle 1995 meine ich.
    Endgültig verfallen war ich beim Erscheinen der Star Wars Sets 1999 und der Harry Potter Set.
    Seit dem sammle ich mehr oder weniger Star Wars Lego.

  61. Der Beginn meiner Dark Ages ist schon verdammt lange her. Ich kann es nicht auf’s Jahr genau sagen, aber nach der ersten Welle Classic Space war ich raus. Sowohl altersbedingt, als auch weil ich fand, dass immer mehr Großteile verbaut wurden und für mich damit der Bauspaß deutlich abgenommen hat. Das mag aus der heutigen verkläreten Sicht vielleicht gar nicht zu dem exakten Zeitpunkt schon so schlimm gewesen sein, aber die großen häßlichen Teile (und ich meine nicht nur die BURPs und so) haben mich laaange von einer Rückbesinnung abgehalten. Kinder hab ich auch nicht – also auch aus der Richtung kein Impuls.
    Dann durfte ich aber in 2014 ein Projekt bei LEGO direkt in Billund machen. Ganz grob gesagt: es wurde Software eingeführt… Dabei habe ich die Büros der LEGO-Mitarbeiter bestaunt, die bis unter die Decke mit Modellen zugestellt sind. Ich rede dabei von den ganz normalen Verwaltungsmitarbeitern, nicht von den Designern! Super Sternzerstörer, Tower Bridge, Schwerlastkran, Oper in Sydney, und und und. Sogar beim CEO, dessen Meetingraum ich mal nutzen musste, standen Kartons und Modelle noch und nöcher. So hab ich dann mal im Mitarbeitershop vorbeigeschaut und innerhalb kürzester Zeit den Unimog (mit Pneumatik – immer noch unglaublich genial), den UCS X-Wing und den UCS B-Wing als erste Modelle nach meiner Abstinenz erstanden. Und seitdem klingelt regelmäßig die LEGO-Uhr und meine Regale füllen sich. Star Wars ist sicher immer noch einer der Schwerpunkte, aber ich picke mir ansonsten immer die Modelle aus allen Serien, die ich toll finde. Komplettist bin ich (zum Glück 😉 nicht, so dass die nun vollen 2 Vitirinen ein kunterbuntes Bild ergeben. Im Wohnzimmer darf ich zumindest immer die aktuellesten Modelle eine Weile stehen haben und die chinesische Mauer und das Flatiron Buildiung haben Stammplätze dort, weil einfach schön anzusehen. Und meine Frau hab ich auch erfolgreich angefixt – mit R2-D2 (die alte Version) und Marvel. 🙂

  62. Erst einmal ein dickes Danke für den coolen Artikel. Da geht das Herz auf, weil die meisten wohl genau diese Dark Ages kennen.

    Was habe ich als Kind LEGO geliebt. Mitte bis Ende der 80er hatte es angefangen und ging so bis Anfang der 90er. Ich erinnere mich gerne an meine LEGO System Sets womit ich meine eigene LEGO-Stadt im Kinderzimmer gebaut hatte. Dazu die Castle Sets und Piraten. Der Spaß ging bis zum Alter von rund 13 Jahren. Danach war die Begeisterung wie von Zauberhand plötzlich verflogen. Das Bittere, meine Eltern, wo ich meine Sets in Kisten im Keller aufbewahrte, verschenkten – ohne mein Wissen – einige Jahre später mein LEGO an den Nachbarsjungen. Da blutet mir heute noch mein Herz. 

    Wie dem auch sei. Rund 25 Jahre später endeten meine „Dark Ages“ dann 2018 mit dem LEGO Star Wars UCS Y-Wing Starfighter Set (75181). Keine Ahnung, ich sah das Set in irgendeiner Werbung und dachte mir als Star Wars-Fan „hm, wieso nicht, mal sehen so als Deko Objekt im Büro“ Tja, damit war es dann passiert, meine Begeisterung für LEGO fing extrem schnell Feuer. Vor allem weil ich neben Star Wars noch mitbekam, dass es LEGO Harry Potter gibt. Hey, zwei Themenwelten die ich liebe. Obendrauf bekam ich dann Wind von den Modular Häusern und den Architektur Sets (Gebäude aus LEGO <3), Ideas und auch Ninjago. Nun, drei Jahre später bin ich voll ins LEGO-Universum zurückgekehrt mit einem neuen/alten Hobby. 😀

  63. Meine Geschichte als Kurzfassung:
    – Geboren 1977
    – Beginn der Dark Ages 1991 , letztes Set „Renegedas Raft“ aus der Pirateserie
    – 2012 ein kleines Star Wars Set gekauft, aus einer Laune heraus, witzig aber
    mehr nicht (der Tie Pilot mit dem Todestern, zu wenig Teile zum faszinieren)
    – 2014-16 2 Speedchampions LMP gekauft, da Fan von den Vorbildern, Lego ist
    plötzlich wieder ganz cool, aber angefixt ist man von so kleinen Sets jetzt
    auch nicht…
    – 2017 dann mit dem Neffen zu Weihnachten in „Der Letzte Jedi“ gewesen und zur
    Vorbereitung „Das Erwachen der Macht“ geschaut. BB-8 ist ja eine witzige
    Figur, später gesehen das es den von Lego gibt… Für 70 ,e im Real gekauft
    und seitdem bin ich sehr interessiert und begeistert dabei!
    – Ab 2018 dann relativ viel Geld gelassen für wahllos zusammengekaufte Sets,
    mittlerweile habe ich mich etwas gezügelt. Ein Erweckungserlebnis war die
    Barracuda Bay. Was freute ich mich als die präsentiert wurde, zum Wechsel
    2020/21 dann gebaut. Ein immenser Bauspaß, aber mit dem letzten Stein war die
    Freude auch irgendwie weg. Sieht super aus, aber ich spiele nicht damit. steht
    eigentlich nur rum. Naja… mal sehen ob ich mir nochmal so ein Großset kaufe,
    man muss nicht alles haben!
    – 2021: Der Beschluss ist gefasst; ich baue mir ein Diorama in groß und ein
    Star Wars Diorama etwas kleiner (Ankunft des Imperators aus Rückkehr der Jedi-
    Ritter). Mittlerweile kaufe ich nr noch Sets die mich in beiden Projekten
    voranbringen können, das ist immer noch genug! Der Fokus liegt jetzt mehr auf
    Sortieren, Steine beschaffen und planen! So macht mir das Hobby im Moment am
    meisten Spaß!

  64. Meine Lego Prime-Time begann ca. 1997 mit Fright Knights und überdauerte die „schwierige Phase“ von Lego. Dementsprechend habe ich auch viele Sets gesammelt, die heute nicht als Klassiker gelten. Kann sich hier noch jemand an Res-Q erinnern? Oder an die wirklich furchtbare 8378? Als Kind hat man eben nicht immer den besten Geschmack, mein persönlicher Bezug zu den Sets macht das aber mMn wett. Lego hat mir ja trotzdem immer Spaß gemacht. Nachdem mein letztes Set mit der 4403 ein Vorläufer von Creator 3-in-1 waren, habe ich mit Lego aufgehört und mich für andere Hobbies begeistert.

    Mein Weg zurück zu Lego führte über so ein anderes, aber irgendwie verwandtes Hobby: Meine Liebe für Design und die damit einhergehende Begeisterung für Bauhausarchitektur. Ich hatte mich mit der Architektur der Meisterhäuser in Dessau beschäftigt und überlegt, sie mir mal als Modell zuzulegen. Dabei erinnerte ich mich, dass Lego da ja mal was in die Richtung hatte. Da ich noch nichts von Bricklink wusste und meine alten Lego Sets in weiter Ferne bei meinen Eltern lagen (und ich ohnehin kaum weiße Teile hatte) wollte ich mir die klassischen Architecture-Sets besorgen und habe erstmal einen Schreck bekommen, als ich die Preise gesehen habe. Ich war dann genauso enttäuscht, als ich erfahren habe, dass Lego von dieser Art der Architecture Sets zurückgetreten ist und das Thema in Richtung Souvenirs verlegt hat. Deswegen ist aus meinem Plan zunächst nichts geworden. Trotzdem waren sowohl ich als auch meine Algorithmen mit Lego angefixt, sodass mir immer wieder Videos zu dem Thema vorgeschlagen wurden.

    Ich habe dann viele Reviews vom HdS und von Jangbricks gesehen und konnte mich immer mehr für Lego begeistern. Die Faszination für Abstraktion durch Lego hatte es mir dabei besonders angetan. Ich habe mir dann auch zunächst ein kleines Set gekauft: den SpeedChampions Mustang. Da ich lange nicht mehr so einen entspannten Abend wie beim Bau dieses Sets hatte, habe ich meine alte 4403 wieder rausgekramt und mal geschaut, was ich alles mit diesen Steinen bauen kann. Nach diversen Modellen war ich dann wieder vollends von Lego begeistert. So wirklich viele Sets habe ich mir allerdings aus Platzmangel nie zugelegt. Trotzdem kannte ich inzwischen (dank Lukas‘ Artikel zum HdS vs Lego) auch Stonewars und Euren Podcast und habe immer alle Lego News verfolgt.

    Ich war zudem immer noch fasziniert von der Vereinfachung von Architektur durch Lego und kannte jetzt auch stud.io und Bricklink. Damit habe ich mich dann beschäftigt und die Skyline meiner alten Studienstadt gemoct und sie meinem Bruder, der noch dort wohnt, zu Weihnachten geschenkt. Jetzt bin ich dabei, alle Städte, in denen ich bisher gewohnt habe, zu mocen. Damit sollte ich noch eine Weile beschäftigt sein. Ich kann die Sammelwut zum Glück ganz gut bändigen und beschränke sie jetzt auf meine Mocs und auf Schiffe, nachdem ich von der Barracuda Bay so begeistert war. Von daher freue ich mich auf das Fandesigner-Wettbewerb-Fischerboot und auf Jonas‘ Wikingerschiff. Meine alten Sets wasche ich auch nach und nach und setze sie wieder zusammen. Die Meisterhäuser habe ich allerdings immer noch nicht gebaut.

    • Yeah Res-Q! Mehr neon-grüne und trans-blaue Teile für die Space-Welt. Die Figuren mit dem orangen Aufdruck fand’ich eigentlich auch ganz cool. Die anderen Sets musste ich googlen.

      Hatte das ferngesteuerte Auto auch so ein komplettes Chassis mit Lenkung, Funk, Batteriefach und allem? Ich kann mich da noch dunkel an so ein gelbes ferngesteuertes Auto mit Tigeraufdruck erinnern. Das war zwar irgendwie cool, aber irgendiwe auch nicht so richtig etwas für mich.

      • Ja genau, die Chassis-Teile gab es aber bei mehreren Modellen in der Zeit. Das ferngesteuerte Auto, das ich erwähnt habe, ist aber glaube ich nochmal ein anderes. Das hatte ein komplett neues System, so eine Art vereinfachtes Lego-Technik, das sie zu diesem Zeitpunkt mal ausprobiert haben. Das war leider mit den restlichen Legoteilen nicht so sehr kompatibel. Man muss ihm aber zugute halten, dass es sehr robust war.

  65. Danke für den netten Artikel. Ich finde es toll, dass es diese Seite gibt, da fühlt man sich als Erwachsener nicht so seltsam mit der LEGO-Liebe 😊. Ich bin erst letztes Jahr wieder eingestiegen mit dem 42082 Kranwagen. Ganz tolles Set und viel Funktionen fürs Geld. Ab da habe ich mit dem Sammeln bei einigen Sets begonnen, z.B. die Modular Buildings. Leider ist aus meiner Kindheit nicht mehr viel übrig, ich habe „nur“ noch die Black Seas Barracuda und die 6990 Monorail (mit sehr vielen Schienen). Da bin ich schon froh, dass mir diese Sets geblieben sind. Bei anderen wie dem M-Tron Mega Core Magnetizer oder dem Deep Freeze Defender könnte ich mich schwarz ärgern, das damals verschenkt (!!!) zu haben.
    Ich baue heute fast täglich mit meinen Söhnen und teile das Bauerlebnis gerne mit Ihnen.

  66. Nachdem ich jetzt einige Kommentare gelesen habe, möchte ich auch meine Geschichte teilen:
    Als Kind bekam ich Lego, Playmobil und Fischer-Technik aus der Kindheit meiner Eltern. Lego hat mich davon am meisten begeistert und wurde fortan gesammelt, gebaut und bespielt. Mit 12/13 nahm das Interesse an Lego aber ab. Es kamen noch ein paar große Sets zu Weihnachten in Kombination mit meinem Taschengeld dazu, aber spätestens mit 14/15 war alles Lego in Kisten verstaut. Meine Dark Ages endeten dieses Jahr Anfang März, als ich zwischen zwei Klausurenphasen daheim war und ich etwas von meinem alten Lego aus den Kisten holte und in meine Studentenbude mitnahm. Dort baute ich etwa eine Woche vor allem Creator 3 in 1 Sets auf und ab und wieder auf. Es hatte etwas „Beruhigendes“ etwas mit den Händen zu machen und sofort einen Fortschritt zu sehen, nachdem das Studium zuvor online und die Stoffmengen riesig waren. Auch wenn ich aktuell wieder wenig/keine Zeit für Lego habe (und auch nicht das nötige Portemonnaie), so ist Lego seitdem erstmal nicht mehr weg zu denken und ich freue mich schon darauf, wenn ich wieder mehr Zeit habe und wieder zu Hause bin, weitere alte Schätze aus den Kisten im Keller zu holen.

    • Danke für Deine Geschichte. 🙂
      Das Retten bzw. Wiederentdecken alter Sets ist auch für mich einer der schönsten Aspekte des Hobbys, und auch den Aspekt „sichtbarer Erfolg“ kann ich total nachvollziehen. In meinem früheren Beruf dauerte es oft Monate (wenn nicht Jahre), bis man mal das Ergebnis der eigenen Arbeit auf dem Tisch liegen hatte. Das war, wenn ich darüber nachdenke, wahrscheinlich auch für mich ein wesentlicher Grund, wieder mit LEGO anzufangen.

Kommentar hinterlassen


E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*


Mit dem Absenden des Kommentars akzeptierst du unsere Netiquette.