StoneWars Smalltalk: Der Erfolg von LEGO Ninjago – Fluch oder Segen?

Smalltalk Titel

Einer der schönsten Aspekte eines gemeinsamen Hobbys ist es, sich mit Gleichgesinnten darüber auszustauschen. Auch unabhängig von News, Angeboten oder Reviews gibt es viele LEGO Themen, über die man trefflich philosophieren kann, und genau dafür haben wir den „Smalltalk“ ins Leben gerufen.

In unregelmäßigen Abständen reißen wir hier ein Thema an, über das wir uns dann alle in den Kommentaren unterhalten können. Sucht euch ein gemütliches Plätzchen, schnappt euch einen leckeren Kaffee oder ein anderes Heißgetränk eurer Wahl und plaudert mit uns und miteinander!

Heute geht es um das Thema:

Der Erfolg von LEGO Ninjago – Fluch oder Segen?

Die neuen Ninjago Sets, mit denen LEGO uns in diesem Jahr überraschte, sorgten bei mir für ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst erschienen die „Insel-Sets“, die in mancherlei Hinsicht an die alte Insulaner-Reihe, eine meiner absoluten Lieblings-Themenwelten erinnerten, und nun bringt LEGO mit den im Juni anstehenden Unterwasser-Sets quasi auch noch einen Aquazone- bzw. Atlantis-Nachfolger auf den Markt. Also alles super und für mich ein Grund zur Freude – oder nicht?

Im ersten Moment freute ich mich tatsächlich über die nostalgischen Assoziationen, die diese Sets bei mir hervorriefen. Doch mit etwas Abstand und nach einiger Überlegung machen sie mich eher traurig. Zum Inselthema erschienen gerade einmal vier Sets (und ein Polybag), von denen ich nur zwei für wirklich gelungen halte, und nun wird nach gerade einmal drei Monaten schon wieder „die nächste Sau durchs Dorf getrieben“.

Was mich daran stört? LEGO verbrennt hier meines Erachtens kreatives Potential zugunsten einer leichteren Markteinführung. Wo man früher das Risiko eingegangen wäre, eine eigenständige Reihe zu entwickeln, werden nun die zweifellos guten Ideen in ein Ninjago-Korsett gepresst, denn dieses Thema ist inzwischen beinahe ein Selbstläufer und die passende TV-Serie zum Vermarkten hat man ja auch schon. Die gleiche Strategie ist auch bei City und Friends erkennbar.

Ich überspitze hier etwas, doch dieses Vorgehen ärgert bzw. enttäuscht mich. Es führt dazu, dass im Endeffekt alle neuen Ideen und Konzepte, selbst das Unterwasserthema, nach Ninjago aussehen – und das ist schade, denn daraus hätte man mit etwas Mut so viel mehr machen können. Aus wirtschaftlicher Perspektive kann die Strategie, nach der LEGO offenbar vorgeht, natürlich nachvollziehen – warum sollte man sich unnötig selbst Konkurrenz machen?

Meines Erachtens waren die Nexo Knights, die ich persönlich, zumindest am Anfang, sehr gelungen fand, der letzte ernsthafte Versuch von LEGO, ein eigenes, lizenzfreies Spielthema neben City, Friends und eben Ninjago zu etablieren. Diese Reihe brachte aber, wie zuvor schon Legends of Chima, nicht den gewünschten langfristigen Erfolg, und seitdem scheint LEGO für klassische Spielwelten lieber auf Nummer sicher zu gehen und setzt deren Konzepte im Rahmen der drei genannten etablierten Reihen um.

Schauen wir einmal zurück auf die vergangenen drei Jahre: Mit den Sets zu The LEGO Movie 2 versuchte man in 2018 und 2019, auf der erhofften Erfolgswelle der Kinofortsetzung mitzuschwimmen – was, wie wir wissen, nicht gelang. Hidden Side floppte, weil sich das Marketing allzu sehr auf die eher langweilige App fokussierte, und mit VIDIYO, übrigens genau genommen wieder ein Lizenzthema, steht offenbar bereits der nächste Flop in den Startlöchern – die Reihe konnte bisher wenig überzeugen und z.B. die Beatboxen werden im Einzelhandel teilweise schon mit extrem starken Rabatten abverkauft.

Warum traut LEGO sich nicht mehr, die gleiche Energie und Zuversicht, mit der Konzepte wie Hidden Side oder VIDIYO offenbar entwickelt wurden, in die Vermarktung eigener, klassischer Spielwelten zu stecken, die ohne Gimmick auskommen und außerhalb der Ninjago-Welt funktionieren? Monkie Kid zeigt, wie es gehen könnte, doch auch hier traute man sich nicht, die Reihe global auszurollen.

Deshalb würde ich die eingangs gestellte Frage, ob der Erfolg von Ninjago Segen oder Fluch ist, gerne beantworten mit: Beides.

Es ist für das Unternehmen und auch für uns Kunden toll, dass es bei LEGO eine so erfolgreiche Reihe gibt, in die unheimlich viel Energie gesteckt wird und die mit teilweise großartigen Sets zu überzeugen weiß. Es ist gleichzeitig aber auch extrem schade, dass dieser Erfolg bei LEGO offenbar zur Überzeugung geführt hat, es könne zumindest in den westlichen Märkten keine weitere phantasievolle Spielwelt neben Ninjago existieren, sofern sich diese nicht über eine technische Spielerei, am besten eine App, definiert und sich so von Ninjago, City und Friends deutlich abhebt. Ich halte dies für einen Irrglauben.

Was ich mir wünsche: LEGO sollte wieder mehr Vertrauen in die Fähigkeit seiner Produkte haben, Kinder und Erwachsene aufgrund ihres Designs zu begeistern – auch ohne bekannte Lizenz oder technisches Gimmick. Denn schließlich war auch das Ninja-Thema bei Ninjago nicht automatisch ein Selbstläufer, sondern musste erst am Markt etabliert werden – und warum soll das mit einem anderen Thema nicht wieder gelingen? Und außerdem: Selbst, wenn wie bei Chima oder Nexo Knights der „Hype“ nur für kurze Zeit anhält, dürfte das wirtschaftliche Resultat kaum schlechter ausfallen als bei gefloppten Themen wie TLM2 oder Hidden Side – warum also nicht einfach mal versuchen?

Wie steht ihr zu diesem Thema? Findet ihr es primär großartig, wie vielfältig Ninjago ist und wie die LEGO Designer es, teilweise mehrfach im Jahr, immer wieder neu erfinden? Oder trauert auch ihr den vertanen Chancen nach, einige der Ideen in vollwertige eigene Themenreihen zu entwickeln? Was spricht aus eurer Sicht dafür und dagegen, und wie könnte LEGO eventuell einen guten Mittelweg finden? Lasst uns darüber sprechen!

Über Jens Herwig 112 Artikel
Mag verzerrte Gitarren, LEGO und Enten. Wollte so sein wie MacGyver, ist aber nur Physiker geworden. Erweckung aus den Dark Ages durch den Technic Unimog. Liebt alte Sets und hat ein Aquazone-Diorama im Wohnzimmer stehen.

126 Kommentare

  1. Was macht denn Nexo Knights für dich zum letzten ernsthaften Versuch und nicht etwa Hidden Side, Trolls oder Vidiyo?

    • Nun, Trolls ist ein Lizenzthema. Ansonsten ging es mir um den letzten ernsthaften Versuch einer Spielwelt, deren Primärzweck nicht irgendein Gimmick bzw. eine App ist, wie z.B. bei Hidden Side und definitiv bei VIDIYO, das ja ohne die App quasi gar keinen Spielwert mehr bietet. Zu Nexo Knights gab es zwar auch eine App, aber die war ja eher ergänzend und die Sets funktionierten auch wunderbar ohne, außerdem konzentrierte sich nicht das komplette Marketing darauf. Aber ich gebe zu, dass die „Trennlinie“ hier eher nach Gefühl und recht willkürlich gewählt wurde. 😉

      • Wir haben hier fast alle Hidden Side Modelle, die App aber fast nie angerührt. Ich finde nach wie vor, dass die Reihe ein paar ausgesprochen tolle Modelle beinhaltete (Kutter, Bus, Leuchtturm, Stunt-Flieger, Rennwagen, …) – die App stand hier zwar etwas mehr im Vordergrund, aber ich finde, man tat und tut Hidden Side wirklich unrecht. Gut, im Marketing war die App eher dominant, aber die Spielwelt und die Modelle waren auch ohne wirklich gelungen. Ich habe das Bashing von Anfang an nicht verstanden, und die Aussage, dass die Sets auch wunderbar ohne funktionieren gilt für mich für Hidden Side absolut. Da ich das Grusel-/Geisterszenario sehr gerne mag finde ich es auch wirklich schade, dass es so gekommen ist. Aber ich denke nicht, dass LEGO es hier nicht weiter versuchen wird … 😉

  2. Mehr eigene Lego-Themen ist generell erst mal super. Aber das würde bedeuten das Lego dann ihre hoffentlich gut ausgelastete Produktion anpassen müsste um für die neue Reihe Platz zu schaffen. Momentan bringen sie es halt bei Ninjago unter, wofür ja eh schon gewisse Kapazitäten geplant waren. Wenn eine eigenständige Reihe kommen sollte, kann es auch gut sein das diese dann Konkurrenz aus eigenem Haus gegenüber Ninjago wird. Kinder haben dann eine noch größere Auswahl aber können natürlich nur das bekommen was der Wille und auch der Geldbeutel der Eltern her gibt. Und die Frage ist auch ob die Kids im Endeffekt trotzdem sich weiterhin für Ninjago entscheiden, weil die Serie schon so bekannt ist.

    • Ja, vermutlich entscheiden Kinder sich weiterhin viel für Ninjago, was ja auch der Grund ist, dass die Serie bis heute so erfolgreich ist, während die Ablöse-Versuche (Nexo Knights, Chima) eher gescheitert sind.

      Aber ich finde auch, das ist kein Grund, es nicht weiter zu versuchen und kreative neue Welten zu schaffen und sich auch trauen diese einzuführen! 🙂

    • Das sind gute Argumente, aber ich gebe zu bedenken, dass für die zahllosen Lizenzthemen zu teilweise recht abstrusen Themen auch Platz im Sortiment ist. Das passt dann für mich irgendwie nicht recht zusammen und wirkt eher, als scheue LEGO sich inzwischen davor, eine eigene „Marke“ neu aufzubauen, außer, es geht um irgendein Gimmick (Hidden Side, VIDIYO, aber z.B. auch Dots). Auf mich wirkt das so, als glaube man, eine Reihe, wo das klassische, analoge Spielen im Vordergrund steht, könne neben den Lizenzthemen und dem starken Ninjago nicht mehr bestehen.

      • Vielleicht ist so eine Reihe themenmäßig zu ähnlich. Andere neue Reihen wie z.B. VIDIYO sind ja was völlig anderes. Aber, wie Lukas oben schon schrieb, könnte es Lego trotzdem mal versuchen. Das nötige, wirtschaftliche Polster für Experimente haben sie ja.

        • Das verstehe ich nicht. Warum müsste eine neue Reihe zwangsläufig ähnlich sein? Was hätte z.B. ein futuristisches Bergbauthema (willkürliches Beispiel) mit Ninjago zu tun? Auch das wäre doch etwas völlig anderes, auch ohne App.

          • Weil man das Thema in Ninjago integrieren könnte und das Spielprinzip ähnlich ist. Ich finde alle neuen Reihen der letzten Jahre haben gemein das sie sich im Spielprinzip von Star Wars, Harry Potter, Ninjago und City unterscheiden. Mario, Dots und VIDIYO ist halt was völlig anderes. Wie in der Ausgangspost schon erwähnt macht die Integration mMn wirtschaftlich mehr Sinn. Ich glaube Lego müsste was finden was noch nicht durch die anderen Lizenzen abgedeckt ist und sich auch schwer in Ninjago integrieren lässt. Mir fällt da spontan aber nichts ein. Wie geht das euch?
            Da meine sechs Jahre alte Tochter Friends und Frozen toll findet habe ich eben mal einen Freund angeschrieben und ihn gefragt, ob sein Sohn, der Ninjago Fan ist, auch z.B. eine eigene Reihe wie Aquazone gut finden oder dann doch lieber bei Ninjago bleiben würde. Ich finde die Frage wie Kinder das sehen sehr interessant und geb hier noch mal seine Antwort zum besten, wenn er es denn beantworten kann.

          • Der Kumpel ist übrigens Italiener. Hab ihm daher noch eine weitere Frage gestellt 😄.

          • Also der Sohn von meinem Freund ist großer Ninjago-Fan und würde ein Set von Ninjago einem anderen vorziehen weshalb dann die Eltern auch eher was von Ninjago kaufen würden. Aber bekäme er ein Set von einer anderen Themenwelt würde er dies einfach in die Ninjagowelt integrieren.

  3. Mir geht es tatsächlich so, dass ich mich sehr über den Erfolg und die ständige Weiterführung freue. Bei mir hat das aber auch schon was mit Nostalgie zu tun. Ich bin jetzt 16 und verfolge die Serie seit ihrem Anfang. Selbst jetzt guck ich noch die aktuellen Folgen. Wo du jedoch gerade Nexo Knights und Chima erwähnt hast, ist mir aufgefallen, dass wir, wie du gesagt hast, schon echt lange keine neue selbstständige Themenreihe mit einer richtigen Story (nicht so wie Hidden Side halt) bekommen haben. Und das ist was, wo ich merke, dass es mir echt fehlt, da ich noch genau weiß wie ich mich beispielsweise zu Anfang über die Nexo Knights Sets gefreut hab, von denen ich sogar noch einige besitze.
    Ich würde mir also wünschen, dass Ninjago zwar weitergeführt wird, aber trotzdem nebenbei noch eine vergleichbare Reihe erschaffen wird mit einem anderen Thema, so wie Nexo Knights oder Chima eben.

    • Cool, auch mal eine „junge Perspektive“ auf das Thema zu lesen, danke! Das mit der Story ist für LEGO wahrscheinlich eines der Hauptargumente, viele Lizenzthemen zu bringen, denn die bringen ihre Story prakischerweise gleich mit. Wäre Dir persönlich eine „komplett ausgearbeitete“ und regelmäßig fortgesetzte Geschichte wie bei Ninjago wichtig, oder würden Dir auch kleine „Anreißer“ reichen, wie es sie früher oft gab, also z.B. ein Text im Katalog, einem LEGO Magazin oder z.B. einem Hörspiel? Und hast Du als Kind dann mit den Ninjago-Sets eher die Folgen nachgespielt oder diese als Grundlage genommen, um Dir daraufhin eigene Geschichten auszudenken? Das würde mich sehr interessieren. 🙂

    • Hidden Side hatte eine richtige Story, nur war sie leider nie so im Fokus wie die blöde App und die dafür nötigen farbigen Kleckse auf den Sets. Es gab eine „Fernsehserie“ die nach 20 Folgen abgebrochen wurde (ich habe sie auf YouTube gesehen, keine Ahnung ob sie auch richtig im Fernsehen lief). Das Magazin von Blue Ocean hat es auf 9 Ausgaben gebracht bevor der Stecker gezogen wurde.
      Aus der verschlafenen neuenglischen Küstenstadt Newbury und ihrer Geisterplage hätte man so viel mehr machen können.
      (Apropos Neuengland: Eine Stephen King Kurzgeschichte mit Hidden Side-Lizenz wäre der Knaller gewesen…)

  4. Mit Ninjago macht LEGO mMn alles richtig und da es ihre Hauslizenz ist scheuen sie sich nicht viel Liebe für Detail in die Sets zu stecken. Die Anzahl der Sets pro Welle ist auch völlig in Ordnung wenn man bedenkt, dass auch Legacy Sets immer wieder neu aufgezogen werden. Ein Kind hat schließlich begrenztes Taschengeld und vielleicht will es auch ein paar City Sets kaufen.
    Wenn man nach den alten Themen nostalgisch ist kauft man sich eben die alten Sets gebraucht. Diese Sets ähnlich, mit neuen Teilen und Ideen aufzusetzen hätte dann keinen klassischen Flair mehr, sondern sähe eben wie die Ninjago Sets ohne die Ninjas und Bösewichte aus.

    • Das sehe ich anders, Nexo Knights und Chima zeigen ja z.B. einerseits, dass es durchaus auch neue Konzepte außerhalb von Ninjago geben kann, und andererseits glaube ich nicht, dass z.B. Gebäude einer Unterwasserwelt zwangsläufig einen asiatischen Stil haben, also „wie die Ninjago Sets ohne die Ninjas und Bösewichte“ aussehen müssten. Genau darauf will ich ja hinaus: Man hätte ein solches Thema komplett neu und ganz anders gestalten können, aber jetzt sieht es halt aus wie Ninjago unter Wasser, und das finde ich schade, weil es die Möglichkeiten zu stark limitiert.

      • Finde man sollte erst die Ninjago Serien schauen und dann verstehst man wieso bei LEGO aktuell kein Bedarf für eine themenähnliche, nichtlizensierte Welt besteht. Und eine Story basierte Welt die von den ersten Sets bis zu den letzten einen Sinn ergeben finde ich persönlich clever und auch für Sammler geeignet.
        Außerdem hatten wir erst letztes Jahr die Ocean Explorers bei City. Ist ja quasi Aquanauts in der heutigen Zeit. Die Themenwelten müssen auch immer abwechselnd sein sonst entsteht kein Eindruck von Neuheit im Sortiment.

        • „Finde man sollte erst die Ninjago Serien schauen und dann verstehst man wieso bei LEGO aktuell kein Bedarf für eine themenähnliche, nichtlizensierte Welt besteht.“ – Ich bin eben gerade der Meinung, dass eine Fernsehserie oder App nicht der einzige Grund für oder gegen eine Spielwelt bei LEGO sein sollte und gutes Spielzeug auch aus sich selbst heraus zu überzeugen weiß, wenn man es anderweitig geschickt vermarktet. Aber vielleicht ist diese Sichtweise nicht mehr zeitgemäß.

          „Außerdem hatten wir erst letztes Jahr die Ocean Explorers bei City. Ist ja quasi Aquanauts in der heutigen Zeit.“ – Sorry, aber das war „Divers“ in der heutigen Zeit (denn auch 1995 gab es solche Sets schon in der City- bzw. Town-Reihe) und hat mit einer futuristischen Phantasiewelt wie der von Aquazone absolut nichts zu tun, außer, dass es zufällig auch (teilweise) unter Wasser spielt. 😉

  5. Guten Morgen Jens!
    und wieder ein sehr interessantes Small-Talk Thema.👍🏽
    Persönlich konnte ich, nach dem Erwachen aus meinen Dark-Ages, mit dem Ninjago Thema nicht viel Anfangen. Ich war kein großer Fan von den technischen Sets und Mechs.
    Als ich im letzten Jahr dann plötzlich sehr viel Zeit hatte, bin ich über den Ninjago Movie in dieses Welt geschlittert. Den Film fand ich sehr unterhaltsam und ich wollte mehr über die Charaktere wissen. Dann wurden alle Staffeln gebingt 😀 . Schnell hatte ich eine emotionale Bindung zu den Charakteren und wollte mir das ein oder andere Set nachkaufen.
    Wie gut das Lego mittlerweile die Legacy Serie ins Leben gerufen hat. Hier werden ältere Sets aufgefrischt wieder angeboten. Als Drachenfan begeistert mich der neue Feuerdrachen und der Wasserdrachen sehr 🤩
    In der Vergangenheit wurde von den deutschen Ninjagofans immer kritisiert, dass hierzu landen die Sets immer sehr viel später, als die TV Serie erscheinen. Das ist dieses Jahr besser gelaufen. Auch wenn Staffel 14 nur 4 Folgen hatte. Nun erscheint natürlich der Abstand zu Staffel 15 sehr kurz.
    Für mich ist Ninjago ein Segen. Die Story holt mich ab (auch wenn ich nicht die Zielgruppe bin) 😅
    Der Fluch ist alleine das liebe Geld. Deshalb schlage ich nur bei satten Rabatten zu. 😉

    Persönlich würde ich mich aber auch sehr über eine ganz neue Themenwelt bei Lego freuen!
    Ganz ohne App-Schnickschnack.

    • Ok, also langsam werde ich echt ein bisschen neugierig auf die Serie, die ich bisher noch nicht kenne. 😀 Wie werden solche thematischen Schwenks wie das „Videospiel-Thema“, die Unterwasser- oder die Insel-Sets denn dort eigentlich eingebaut, sodass der rote Faden nicht reißt? Gehen die Ninjas dann auf irgendeine (temporäre) „Mission“, die mit den neuen Sets zu tun hat?

      • Ja, die Missionen sind jede Staffel neu. Einige bauen auch auf ein vorheriges Ereignis auf.
        Staffel 14 sehe ich eher als Prequel zu Staffel 15, die auch wieder mehr Folgen hat.
        Der rote Faden ist die Entwicklung die einige Ninjas durchlaufen und einige Sidekicks (z.Bsp. Ronin) die immer wieder mal auftauchen.
        Mehr Spoilern möchte ich jetzt nicht. Soll ja noch spannend für Dich bleiben 😉

  6. Ich finde die Gedanken sehr interessant. Mit Ninjago habe ich mich noch nie so richtig auseinandergesetzt und bin auch noch gar nicht auf die Idee gekommen, dass es genutzt wird um dort andere Themen zu verwursten. So wie Jens es erklärt, leuchtet es mir aber ein und ich fände es auch ein bisschen schade. Es wäre doch cool, wenn man eine separate Themenwelt hätte, die nicht immer von den gleichen Charakteren bevölkert wäre. Kinder die mit Ninjago nichts anfangen können hätten dann auch eine Chance coole Sets zu kriegen. Ich könnte mir da auch was Fantasy angehauchtes vorstellen, was vielleicht auch Mädchen ansprechen würde (vielleicht so ein bisschen wie Elves aber mit richtigen Minifiguren) Wobei sie sich dann ja wieder das Problem mit der Selbstkonkurrenz ergeben würde.
    Ich fände es trotzdem wünschenswert.

    • Elves fand ich auch toll, das ging genau in die Richtung, die ich mir wünschen würde. Aber der „Hemmschuh“ waren hier, wie Du auch schon andeutest, wohl die Figuren. Mit normalen Minifiguren hätte dieses Thema, glaube ich, eine wesentlich breitere Zielgruppe erreicht. Zumindest auf jeden Fall mich! 😉

      • Das denke ich auch, denn es würde die Möglichkeit bieten verschiedene Ideen zu vereinen und damit auch Mädchen mehr an das „normale“ LEGO heranzuführen. Gerade habe ich mir mal Bilder von Nexo Knights und Chima angesehen und muss sagen, dass mir das zu viel nach Kämpfen aussieht und mich wohl nicht so angesprochen hätte. So eine fantastische Welt in der es mal was neben Kämpfen auch Szenen mit anderen Elementen gibt könnte ich mir gut vorstellen.

      • Was mir bei Friends immer noch nicht gelingen mag, bei Elves konnte ich die Hungerhaken-Minidolls – als typisch ätherische Wesen – durchaus akzeptieren.

  7. Ich bin da etwas voreingenommen. Ich bin mir Orient Expedition Sets als Kind aufgewachsen und bis heute ein großer Fernost Fan. Ninjago is quasi die perfekte kombination von Ritter- und Abenteuerthema in einer Serie in einem Stil der mich in meiner Affinität sehr anspricht. Das jetzt mit Lego quasi alle möglichen Themen im Ninjago Stil umgesetzt werden stört mich daher wenig sondern ich finde das gut. Das ist ein wenig wie Dr Who nur mit Ninjas (story Von Ninjago verfolge ich nicht). Quasi das ganze Legouniversum unter einem Hut.Aber wenn die Ninjas demnächst den Weltraum erobern sind mMn wahrscheinlich auch grenzen erreicht. Was die kurzlebigkeit Der einzelnen Wellen betrifft finde ich es auch Schade das die Themen grade so verfeuert werden. Ein wenig mehr Raum zur entfaltung wäre toll. Ich hab zB Atlantis & Aquaraiders als vergleich für Unterwasserthemen bei mir und im großen und ganzen sind beide Serien durch ihrem Fokus wesentlich besser in Punkten spielbarkeit und kreativität als Ninjago. als große für sich stehende Serien hat das Thema viel mehr tiefe(höhöhö). Ich fans die DnD Ninjagowelle großartig und hätte da auch gerne Mehr gesehen Aber nun ist es halt so Wie es ist und Ninjago is recht oberflächlich geworden. Das ist ok aber eine Themenreihe mit der man in ein spezifisches Thema tief eintaucht fehlt momentan definitiv.
    Nichdestotrotz freue ich mich sehr über das Potpourri im Asia Stil das Ninjago budget und möchte es nicht missen. Es kommen momentan eh so einige interessante Sets auf den Markt das ich schon priorisieren muss. Eine entspannung durch zB nur eine Ninjago Welle pro Jahr wäre da sehr willkommen.

    • PS was das Thema selbskunkurenz betrifft finde ich ist Monkey Kid doch ein sehr gutes Beispiel das sogar zwei Themen mit quasi dem selben Stil und Thema koexistieren können (auch wenn man es als quasi lizenzthema sehen kann weil die Geschichte schon existiert, aber die kennt ja meiner außerhalb chinas und trotzdem werden die sets sehr positiv aufgenommen). Wenn man jetzt etwas völlig eigenständiges Wie zum beispiel ein Märchenthema wäre das wirklich innovativ und würde trotzdem viel spielraum bieten und wahrscheinlich trotz alternative zu Ninjago gerade in Europa sehr anklang finden.

      • Monkey Kid wurde nötig, da Ninjago in China nicht mehr so gut läuft. Noch vor ein paar Jahren gab es nur wenig, was direkt auf den chinesischen Markt zugeschnitten war, auch nicht von den chinesischen Marken. Ninjago kam dem noch am nächsten und wurde entsprechend rauf und runter kopiert. Seitdem ist viel passiert, angefangen bei großen und kleinen Modulars über Architektur und Brickheadz bis hin zu Spielsets zu allen möglichen Serien (teils mit, teils ohne Lizenz), alles mit direktem Bezug zu China. Entsprechend musste Lego auch etwas „Chinesisches“ liefern. Das ist ja auch der Grund für die Chinesisch-Neujahr-Sets, wobei Lego mittelfristig nur verlieren kann. Mit jedem auf China zugeschnittenen Set kommen die chinesischen Marken noch mehr auf den Geschmack, selber entsprechende Sets anzubieten.

    • Deinen Dr. Who-Vergleich finde ich sehr gelungen. 😀

      „Ich hab zB Atlantis & Aquaraiders als vergleich für Unterwasserthemen bei mir und im großen und ganzen sind beide Serien durch ihrem Fokus wesentlich besser in Punkten spielbarkeit und kreativität als Ninjago. als große für sich stehende Serien hat das Thema viel mehr tiefe(höhöhö)“ – Genau das finde ich auch. Ich denke, LEGO geht den Ninjago-Weg u.a. auch deshalb, weil die Entwicklung durch die vorgegebenen Randbedingungen einfacher und damit weniger
      aufwendig ist, gerade weil man so die von Dir angesprochene „Tiefe“ gar nicht erreichen muss.

    • Braucht es eine komplett auskomponierte TV-Serie oder einen kurzen Abriss, um die Fantasie anzuregen? Fehlt es Ninjago an Tiefe? Aber genau da sollte doch die eigene Fantasie beginnen. Auch ich würde mir mehr ausdifferenzierte Sets zu einer Staffel wünschen, über einen längeren Zeitraum als wenige Monate hinweg. Wo LEGO das nicht liefert, liegt es doch an mir, selbstständig Dschungelwelten zu bauen, Pyramiden auszugestalten, Unterwasserwelten zu formen. Muss LEGO nachliefern, damit meine Fantasie nicht trockenläuft? Oder ist die Ähnlichkeit zu einer anderen Staffel nicht gerade dieses Nachliefern?

  8. Sorry, hat zwar nichts mit Star Wars zu tun aber ist schon bekannt, wann endlich die letzte Sammelmünze bei Lego startet?

  9. Genau auch mein Gedankengang! Ich sehe das Problem schon länger und fast genauso wie du. Bei mir sind es allerdings 2 Komponenten, die mich da stören. Nehmen wir z.B. City: Seit einigen Jahren bringt LEGO da jetzt Jungle, Volcano, Arctic, jetzt Safari. Das sind alles Abenteuer-Themen, die als eigenständiges Thema so viel Freiheiten hätten, um z.B. die „Bösen“ also eine Gegenseite zu implementieren. Auch Fahrzeuge könnten fantasievoller aussehen, ich vermisse da solche Transparenten Sonderteile, wie bei Space oder Power Miners. So werden diese Themen aber in ein enges City-Korsett gezwängt, dass aber dann doch nüchtern und sachlich aussehen soll. Das nimmt dem Ganzen dann den Reiz und die Verspieltheit bzw. Fantasie, um gerade Kinder zu helfen sich Geschichten dazu auszudenken. Es fehlen natürlich auch die neuen, eigenständigen Themen, die sich entwickeln können. Ich wollte schon vor Jahren ein Video machen, dass zeigt wieviel Themen es früher mal gab und wieviele es jetzt noch sind. Wenn das so weitergeht, bleibt evtl. nur noch Ninjago und Friends übrig. Die andere Seite ist, gerade bei City, es fehlen die originären Ciy-Sets, wie Baustelle, Bauernhof, Hafen, Cargo etc., die City definiert haben und wir alle geliebt haben und die auch Kinder sicher heute noch begeistern würden. Es fehlen einfach frei Setplätze für diese Themen, wenn nur diese neuen Themen dort angeboten werden. Bei Ninjago stört mich das eigtl. nicht so, da hier schon immer solche Unterthemen vorhanden waren. Aber, und da geb ich dir vollkommen Recht, wenn dann solche klassischen Adventure Themen, wie Insulaner oder auch die Sky Piraten, kommen stört mich das doch erheblich. Zudem entsteht dort das gleiche Dilemma, wie wie City beschrieben. Die Ideenvielfalt geht verloren. Und das ist für mich auch das Fazit, was ich zu den Sommer 2021 Sets habe. Die sind alle toll gemacht, aber es ist immer das Gleiche. Gleiche Themen und sich wiederholende Sets in Neuauflage. Gerade die Kreativität Themen zu kreiern, Welt zu erschaffen mit genialen Designs, DAS hat mich immer an LEGO fasziniert! Gutes Beispiel ist auch die kommende Burg bei Creator, ich finde die sieht echt gut aus und bei Creator hat man designtechnisch ganz andere Möglichkeiten, aber ich bekomme grade 2 Ritter. Das heisst es fehlen Pferde, mehr eigene Ritter und die Gegenseite, sprich mehr Sets und als eigenständiges Castle-Thema. Da hab ich das, mit vielen Burgen und Katapulten. Was soll ich mit nur einer Burg? Das hat keinen Spielwert. Würde mich auf eine Antwort freuen!

    • Ich bin da ganz bei Dir, wollte nur oben nicht auch noch auf City eingehen. Aus den Arktis- und Bergbauthemen hätten sich mit etwas mehr „künstlerischer“ Freiheit tolle eigene Welten kreieren lassen, die dann noch wesentlich phantasievoller hätten ausfallen können. Natürlich wären diese Themen wahrscheinlich keine „Dauerbrenner“ geworden, sonder nur 2 Jahre gelaufen – aber das war für LEGO ja erstens früher auch kein Problem (man schaue sich alleine mal die Weltraum-Themen in den 90ern an, mit welcher Taktung da komplett neue Fraktionen auf den Markt gebracht wurden) und zweitens wurde aus den letzten Versuchen wie z.B. Hidden Side ja auch keine Dauerthemen.

      Ich glaube nicht, dass alle Themen, die früher gut ankamen, auch heute noch funktionieren würden, wahrscheinlich nur ein kleiner Bruchteil. Aber wenn LEGO ein neues Unterthema von City oder Ninjago auf den Markt bringt, impliziert das ja, dass sie diesem Thema Chancen am Markt einräumen – also warum dann das Thema nicht neu aufziehen und sich entfalten lassen?

      „Gerade die Kreativität Themen zu kreiern, Welt zu erschaffen mit genialen Designs, DAS hat mich immer an LEGO fasziniert!“ – Das fasst es für mich perfekt zusammen.

      • Das Ding ist: Ob etwas sich erfolgreich entwickelt, das kann keiner sagen, selbst die Glaskugel nicht. Der Erfolg entsteht durch Freiheiten, Mut und Leidenschaft bzw. der Überzeugung für die eigenen Ideen, die dann andere begeistert. Das geht größenteils verloren. Wir hätten nie Ninjago oder auch Star Wars, wenn es diesen Freigeist nicht gegeben hätte. Lego und ihre Berater meinen ein erfolgreiches Thema transportiert jedes Thema erfolgreich durch. Bis es dann nicht mehr so läuft und dann stellen sie es evtl. komplett ein. Habe mich gerade gestern geärgert, dass es keine BattlePacks mehr bei SW gibt. Undenkbar noch vor 5 Jahren. Die liefen so gut. Aber dann wurden die mit anderen Figuren gefüllt, dann kamen die neuen Filme und das war nicht mehr so interessant. Zuletzt liefen die nicht mehr so super gut und LEGO stellt die einfach ersatzlos ein. Bisschen anderes Thema, aber passt schon auch hier, weil einfach nur noch auf „Nummer Sicher“ gesetzt wird. Ich befürchte, dass gerade diese gute laufenden Themen wie Ninjago, City und SW auch so zerstört werden. Man bringt da fremde Sachen rein, bis es nicht mehr das ist, was es mal war, dann funktioniert es nicht mehr so und am Ende schafft man es ganz ab. Bei City haben sie es mittlerweile fast schon geschafft und das ist das klassische Thema schlechthin. Ich meine Tiere sind ja wunderbar, aber macht doch ne Safari_Reihe draus, nicht hier bei City. Lego müsste nmM mal jedes Jahr 3-4 neue Themen oder bewährte Themen(Castle, Piraten etc.) rausbringen, um wieder neues Interesse zu generieren. Ewig die gleichen Sets in immer kürzeren Abständen, das wird nicht gut gehen. Heute funktioniert der Markt doch nur noch, weil immer höhere Rabattierungen der Sets gemacht werden, nicht weil die Sets so begeistern. Zudem sind die Leute jetzt zu Hause und haben Zeit. Aber ewig geht diese Vertriebsstrategie nicht. Ich fand es auch sehr enttäuchschend, dass die Insulaner mit so wenigen Sets und einer Welle wieder verschwinden. Als eigenes Thema hätte das mindestens eine 2. oder 3. Welle gegeben und dann entwickeln sich solche Themen erst.

        • Ich denke, bei Reihen wie City kann LEGO sich „zur Not“ immer wieder auf die Kernthemen besinnen, wenn ein Unterthema mal floppen sollte, daher bin ich überzeugt, dass wir uns um ein Verschwinden dieser Reihe keine Sorgen machen müssen. 😉 Rein persönlich würde ich mir – allein schon aus Nostalgie – ein ähnliches Vorgehen wünschen, wie Du es beschreibst. Ich glaube aber, damit sind wir in der Minderheit. Die Kommentare von Theo und The Stone Heroes finde ich da sehr aufschlussreich: Die junge Zielgruppe wünscht sich heutzutage offenbar eine starke Geschichte hinter den Sets, zuerst ist das Interesse für z.B. die TV-Serie da, daraus resultiert dann das Interesse an den Sets. Vor diesem Hintergrund würde die frühere Strategie von LEGO nicht mehr funktionieren, denn in dieser Taktung schafft man es nicht, komplett neue Geschichten und Charaktere zu etablieren.

          • Ja klar könnte LEGO jederzeit zurück, aber wie bei den BattlePacks und auch Themen wie Castle und Space, die noch vor ein paar Jahren fast immer erhältlich waren, sieht man wie schnell es vorbei ist. Das kann bein City auch kommen und andere Themen sind auch nicht sicher. Bei City wurde ja auch die Stunt-Serie kurz vor Release zurückgewunken.

  10. Ich denke mal, das Lego verhindern wil, dass sich 2 Setlinien im eigene Haus kannibalisieren.
    Außerdem bietet Ninjage den Vorteil, dass man die jährlich in neue Gefilde stecken kann. Zu Lande zu Wasser und in der Luft, mit allen möglichen Ausprägungen von Gebäuden und Fahrzeugen.
    Und, gerade heute sehr wichtig: Ninjago bietet den Vorteil politisch absolut sauber zu sein. Die Ninjago Knilche können exotische Inseln bevölkern, oder in einem Westernähnlichen Gebiet unterwegs sein, ohne dass man in Konflikte mit Insulaner, Cowboys oder Indianern (ja ich weiß indigenen Völker) gerät.

    Ich glaube auch nicht wirklich, dass es aktuell noch einer Linie bedarf, weil Lego schon tonnenweise Sets auf dem Markt wirft – schau dir doch mal alleine an, wie viele Sommersets jetzt verkündet wurden.

    • Dafür könnte man die Anzahl der Sets an anderer Stelle ja etwas reduzieren, ich verstehe bei vielen Sets aus dem Superhelden-Umfeld z.B. nicht, wer die in dieser Menge brauchen soll. 😉
      Der politische Aspekt, den Du ansprichst, ist ein wichtiger, das sehe ich auch so. Aber es ist ja auch nicht so, dass es nicht noch genug Themen gäbe, die in dieser Hinsicht unkritisch und trotzdem als eigenständiges Spielthema geeignet wären.
      „Ich denke mal, das Lego verhindern wil, dass sich 2 Setlinien im eigene Haus kannibalisieren.“ – Diesem Argument würde ich sofort zustimmen, wenn die Gesamtzahl an Sets nicht so extrem hoch wäre und es für immer neue, teils abstruse Lizenzen, noch Platz im Sortiment zu geben schiene. Dass man diese dann aber bringt und gleichzeitig auf den Aufbau einer neuen, eigenen IP verzichtet, erschließt sich mir nicht.

      • Nun, es ist bestimmt insgesamt eine gute Frage, ob der Output an Sets inzwischen schon zu extrem geworden ist.

        Bezüglich der IP widerspreche ich: Eine IP erstmal aufzubauen ist für einen reinen Spielzeughersteller eher schlecht. Denn eigentlich muss erst die IP kommen, dann die Spielzeuge. So wie das teilweise von Hasbro etc in den 80gern gemacht wurde, die selbst die uns bekannten Zeichentrickserien in Auftrag gegeben haben, um dann Spielzeug drumherum zu verkaufen.

        Und auf dem Gebiet sehe ich bei Lego aufgrund der eigens auferlegten Politik ziemlich als eingeschränkt an. Harry Potter oder Star Wars zB hätte Lego niemals selbst erfinden können, weil viel zu brutal. Und eine IP die zu kindlich ist, zieht heute vermutlich nicht mehr.

  11. Hallo Jens,
    Ich bin 12 Jahre alt und Ninjago ist meine absolute Lieblingsserie… Mit 7 hatte ich die Sets nicht so gemocht, aber das lag nur daran, dass ich die Serie nicht kannte und so die Sets nicht einordnen konnte(das Gleiche mit Star Wars). Doch dann bin ich auf Super RTL zufällig daurauf gestoßen und war sofort ein Fan. Seit dem sammle ich Ninjago und hatte einen riesen Spass mit den Ninjas. Dann kam noch Nexo Knights dazu, und diese Serie hatte ich auch geliebt. Aber bei der dritten Set-Welle (die Hacker Sets) hatten mir nicht mehr gut gefallen. Nach meiner Meinung war da der Fehler, keine nächste Staffel mit den Sets rauszubringen(oder gab es eine?) Weil wie oben gesagt, wenn man die Sets nicht einordnen kann, bewertet man (jedenfalls ist das bei mir so)sie negativ. Ich habe mich jetzt auch mit Star Wars auseinander gesetzt und bin seit dem begeistert und kombiniere alles. Die Klone laufen mit den Ninjas in die Schlacht und Garmadon, Thanos und Dath Vader denken sich neue Pläne aus, die Ninja zu besiegen. Die Serie von Ninjago kann ich nur empfehlen. Ich wäre dafür, wenn Lego eine neue Themenwelt einführt, dann mit einer Serie. Nach meiner Meinung, wären die Folgen von Hidden Side auf Deutsch und auf Super RTL gelaufen, wäre die Serie vielleicht besser von Kindern aufgenommen worden(So ist das bei mir…)

    • Danke für diesen Einblick! Es ist natürlich immer schwierig, aus „Erwachsenensicht“ zu beurteilen, wie die eigentliche Zielgruppe über solche Themen denkt. Sehr interessant finde ich, dass Du nun schon der zweite verhältnismäßig junge Leser bist, der betont, wie wichtig die Ninjago-Serie für ihn ist. So etwas gab es „zu meiner Zeit“ natürlich noch nicht, da musste eine ganz grobe Geschichte genügen und der Rest fand dann komplett im eigenen Kinderzimmer statt.
      Wenn der Markt sich aber seitdem so verändert hat, dass eine eigene TV-Serie als Marketing-Instrument für eine Spielwelt extrem wichtig ist, wäre das eine einleuchtende Erklärung, warum LEGO so agiert, wie sie es tun: Eine neue TV-Serie hochziehen, beim Sender platzieren usw. ist natürlich ein großer Aufwand, den man nicht treiben möchte, wenn der Erfolg ungewiss ist. Andererseits kostet eine App-Entwicklung wie für Hidden Side auch viel Geld…

      • Bei mir ist das immer so, es braucht eine kleine Vorgeschichte und den Rest erfindet man selber. Einige Folgen der zweiten Staffel von Ninjago habe ich mir angeschaut und den ganzen Mittag gespielt, wie es weitergehen könnte. Am nächsten Tag das selbe und heute gehe ich so wit das uch mir selbsr eigene Staffeln ausdenke mit anderen Themenreihen gemischt. Zum Beispiel als Avengers Infinity War rauskam, kannte ich den Film nicht, hatte aber die Idee übernommen, dass Thanos die Infinitysteine sucht und die Ninja ihn aufhalten müssen. Das Gleiche bei Star Wars. Palpatine hatte sein Imperium und Lloyd hatte den Todesstern mit seinem Drachen zerstört… Ich hatte da keine Stormtrooper, deswegen hatte Palpatine eine Armee azs gebauten Riesen…😂😂

    • Hier würde ich mich auch gerne einklinken, weil das letztlich genau der Punkt ist.
      Ich bin selbstständiger Lehrer mit einer Nachhilfeschule und habe demnach viel Kontakt zur Zielgruppe und hier ist auffällig, dass viele gar nicht mehr in der Lage sind selber kreativ und fantasievoll zu werden, was mit der zunehmenden Digitalisierung zusammenhängt! Es ist also nicht mal der „Fehler“ dieser Generation, sondern einfach ein Wandel der stattfindet… ein Problem ist auch das mangelnde Interesse an Büchern und überhaupt die Fähigkeit sich dauerhaft konzentrieren zu können! Es ist natürlich schwierig und auch nicht ganz richtig das zu pauschalisieren, aber das sind unsere Erfahrungen. Es gibt nur noch wenige Kinder, die sich überhaupt für Lego interessieren und da spielt auch das Angebot eine nicht so große Rolle! Und da kommen wir zu Lego und deren Problem in dieser Entwicklung, denn demnach ist es vollkommen nachvollziehbar Dinge ins Portfolio aufzunehmen, die versuchen eben genau diese Kinder abzuholen. Deswegen denke ich gibt es immer mehr Verknüpfung von App und Lego und eigene kreative Reihen rücken in den Hintergrund! Muss man nicht gut finden, aber vor dem Hintergrund vielleicht etwas nachsichtiger sein.
      Allerdings müsste Lego schon auch noch ne ordentliche Schippe drauflegen, denn so wie sie es im Moment machen wird es wenig erfolgversprechend sein… 😉

      • Sport muss sein. Vorgestern beobachtet, wie ein junger Vater krachend in ein geparktes Fahrrad hinein joggte. Mit einer Hand schob er den Kinderwagen, in der anderen hielt er sein Smartphone, auf das er gestarrt hatte – während des Joggens!!! Auch oft erlebt: junge Mütter, das Kind schreit, das Smartphone klingelt. Natürlich wird zuerst einmal der Anruf angenommen… Gassi gehen muss sein. Ich habe noch nie so viele traurige Hunde gesehen, die gegen ein Smartphone konkurieren müssen… Schöne neue digitale Welt – und ja, sollte LEGO es mit der Zeit schaffen, Apps so zu entwickeln, dass sie erfolgreich Interesse für die äußere, die reale Welt schaffen, zu dieser hinlenken, habe ich Hoffnung.

      • Deine Ausführungen finde ich erschreckend. Warum? Weil Sie von einem Lehrer kommen. Meine Highlights deiner Ausführungen:

        -Digitalisierung->nicht mehr in der Lage sind selber kreativ und fantasievoll
        -mangelnde Interesse an Büchern
        -Fähigkeit sich dauerhaft konzentrieren
        -wenige Kinder, die sich überhaupt für Lego interessieren

        Das entspricht auf keinem Fall der Wahrheit. Vielleicht in deinem Mikrokosmos. Wie alt sind denn „deine“ Nachhilfeschulkinder? Nachhilfe bei Grundschülern kommt eher selten vor oder liege ich falsch? Welcher Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahre spielt den noch mit Lego? Welcher 16 jährige liest Romane in seiner Freizeit? Das sind doch wohl eher Ausnahmen. Hab mal gehört das man in diesem Alter Interesse am anderen Geschlecht, Partys und sonstigem rebellischen Verhalten entwickelt (manche nennen es auch Dark Ages 😉 ).

  12. Ich hatte als Kind kein Interesse an Fantasy-Themen sondern wollte immer die Realität nachbauen. Als Erwachsener hat sich daran nichts geändert. Ich wünschte und wünsche mir daher mehr bodenständige Themen, ob Teil von City, Creator Expert oder eigenständig ist mir egal. Das große Angebot an Superhelden- und Fantasy-Themen hat mich immer überrascht bzw. bleibt mir unverständlich. Einzig Harry Potter gefällt mir, aber dieses Thema ist, von einigen Fabelwesen abgesehen, ja sehr realistisch gestaltet.

    • Diese Sichtweise finde ich sehr interessant, da es bei mir genau umgekehrt ist. City hat mich noch nie interessiert und das ist bis heute so geblieben. Deswegen kann ich die Faszination an einer eigenen LEGO Stadt auch nicht verstehen, zumindest solange man dort nicht auch jede verrückte Minifigur in einer ebenso ausgefallenen Szenerie unterbringt. Inzwischen habe ich jedoch festgestellt, dass sich diese Einstellung durch alle Bereiche der Unterhaltung (Filme, Bücher, Videospiele etc.) zieht.
      Aber gerade weil ich es interessanter finde, wenn die dahinterstehenden Welten ausgefallen sind und ganz neue Impulse für die eigene Fantasie geben finde ich, dass Ninjago zu viel gleiche Impulse gibt. Natürlich sind die Farbschemata immer ein bisschen anders und die Bösewichte passen zu der Umgebung in der die Geschichte spielt, aber sonst fühlt sich alles sehr ähnlich an.

  13. Ninjago ist toll. Ich habe mir auch Sets aus der Inselwelt gekauft, weil ich die Insulaner toll finde und noch die alten Piratensets habe. Die neuen Unterwassersets haben mich überrascht. Sind nicht mein Ding, werden bei den Kindern aber funktionieren. Ich habe den Keller auch voll Hidden Side stehen. Zum Einen, weil Sie zum Auslauf verramscht wurden, zum Anderen aber, weil die Grundmodelle super schön sind und sich durch kleine Änderungen super in die Stadt integrieren. Hätte man hier nicht, wie Du schreibst, nur auf die App gesetzt, sondern die Phantasie der Kinder angesprochen, damit Sie eigene Geister- und Gruselgeschichten erfinden, hätte das Konzept aufgehen können.
    Ich verstehe auch nicht, warum LEGO kaum auf die Rufe der AFOLs reagiert. Mit den Ritter oder Piratenthemen liesse sich sicher auch ein ordentlicher Umsatz generieren.
    Aber grundsätzlich sehe ich Ninjago eher als Segen,

    • Ich denke, sie reagieren schon auf die Rufe, zumindest das Thema Ritter lässt sich ja inzwischen kaum noch ignorieren, wenn man sich z.B. ansieht, was bei LEGO Ideas momentan in dieser Hinsicht passiert. Die Reaktion dauert halt nur recht lange, wie das bei größeren Unternehmen nun mal leider ist. 😉 Aber ich bin sicher, in dieser Hinsicht kommt noch etwas und es bleibt nicht bei der Creator-Burg. Nur auf das „Was“ bin ich gespannt. Und vor allem, ob es dann bei einem großen Set für Erwachsene bleibt, oder ob LEGO sich traut, mal wieder eine „echte“ Ritter-Reihe aufzuziehen.

  14. Ich finde es schade, dass alle Themen mit fertigen Geschichten aufwarten und daher in allen Sets immer wieder dieselben Charaktere auftauchen. Dies schränkt die Fantasie und das Erfinden neuer Geschichten meiner Meinung nach deutlich ein. Bei den alten Sets hatte man ggf. ein Hörspiel oder einen Kurzgeschichte im Katalog und es entwickelten sich eigene Geschichten mit unzähligen Charakteren.
    Ich würde mir wieder mehr unabhängige Themenreihen wünschen.

    • Das sehe ich ähnlich. Ich habe früher zwar “nur” Belville gehabt, aber meine Schwester und ich konnten uns stundenlang damit beschäftigen und unsere eigenen Geschichten entwickeln. Meine viel jüngere Schwester hat jetzt Sets von Friends und dieselben 5(?) Charaktere jeweils mindestens doppelt. Was soll sie denn mit denen machen? Da sie sich weigert die Körper und Frisuren zu mischen (sie kennt die Charaktere aus der Serie) ist die Varietät sehr stark eingeschränkt.

  15. Mit Ninjago kann ich nichts anfangen und dennoch habe ich davon relativ viele Sets, einfach weil sie mir optisch gefallen. Nervig, und das hat nichts unbedingt mit dem Umstand „Serie/Reihe“ zu tun, ist vielmehr, dass immer wieder die gleichen Charaktere den Sets beiliegen und es auch sonst nur um diese geht. Ninjago Gardens, City oder Hafen sind da willkommene Abwechslungen. Fahrzeuge, Drachen und Mech in x-fachen Ausführungen sind eher langweilig. Ich hätte viel lieber das mehr Drumherum. Das Inselset z.B. ist da eine willkommene Abwechslung und davon eben mehr.

  16. Zünächst einmal: Ich finde das neue Format super, aber ich finde, dass der Aufbau eurer Kommentarsektion da einen fetten Strich durch die Rechnung macht. Mir ist bewusst, dass ihr schon mehrfach angemerkt habt, dass eine einfache Änderung nicht möglich ist, allerdings hatte das erste Thema schnell hunderte Kommentare, da findet man kaum seinen eigenen wieder und das hemmt die Interaktion mit anderen Lesern doch sehr 🙁

    Zum Thema: Ich gehe einfach mal davon aus, dass LEGO Marktforschung betreibt. Vielleicht würde sich ein Unterwasserthema oder neue Insulaner nicht gut genug verkaufen, dann wäre Ninjago die einzige Möglichkeit, auch mal solche selteneren Themengebiete abzudecken. Ninjago Fans möchten die Sets dann für die Serie und die Ninjas, die nostalgischen AFOLs verwenden sie als eigenständige Welt.

    Allgemein wird die Etablierung neuer Themenwelten sicherlich immer schwieriger, Lizenzen werden immer wichtiger, ebenso die digitale Welt und Social Media. Mittlerweile ist alles dermaßen schnell- und kurzlebig, dass eine völlig neue Reihe teuer und risikoreich ist. Für kleinere Serien wie Insulaner und Atlantis/Aquazone lohnt sich der Aufwand für ein bis zwei Wellen an Sets gar nicht. Ich bezweifle stark, dass Ninjago annähernd so erflogreich wäre, wenn es jetzt erst starten würde.

    Dazu kommt, dass Ninjago auf diese „Auflüge“ in andere Welten angewiesen ist, damit sich die alljährlichen Drachen, Mechs und Tempel nicht zu schnell abnutzen. Das kann nur gelingen, wenn es die Themenreihen nicht so ähnlich schon gibt. Keine andere Reihe kann so lange existieren (von Basics wie Creator, City und Friends mal abgesehen), dass sie sich selbst referenzieren kann (die Legacy-Sets). Eigentlich stellt die Serie mehr ein Kollektiv aus Abenteuersets als nur japanische Ninjawelten dar.

    Auch wenn ich kaum Ninjago Sets besitze, bin ich der festen Überzeugung, dass Ninjago zusammen mit Bionicle und Elves die qualitativ beste LEGO Reihe seit der Jahrtausendwende ist und davon leider als einzige übrig ist.

    • „Dazu kommt, dass Ninjago auf diese „Auflüge“ in andere Welten angewiesen ist, damit sich die alljährlichen Drachen, Mechs und Tempel nicht zu schnell abnutzen. Das kann nur gelingen, wenn es die Themenreihen nicht so ähnlich schon gibt.“ – DAS finde ich mal einen richtig interessanten Gedanken! Du hast absolut recht, so habe ich das noch gar nicht betrachtet. Ninjago diese Möglichkeit zu nehmen, hieße evtl., den weiteren Erfolg zu gefährden.

      Was die Kommentarsektion angeht: Wir haben das Thema nach wie vor auf dem Schirm und diskutieren verschiedene Möglichkeiten, aber „auf die Schnelle“ können wir eben leider keine Abhilfe schaffen. Hoffentlich finden wir irgendwann eine gute Lösung.

    • Sorry, aber es ist ein Verbrechen Lego castle nicht zu nennen(anzeige is raus :)!Trollboote, Zwergenminen, Ritterburg, Turn des Magiers und Drachen, Skeletpferde uvm. Ein episches Schachspiel.

  17. Ich finde die neue Ninjago Unterwasserwelt echt toll und es macht mir auch nichts aus das dies ins Ninjago-Korsett gezwängt wurde.
    Einzige der vorherigen Spielewelt war nicht mein Ding. Vom Dschungel hätte es gerne auch noch was grösseres geben können.
    Auch bei Hidden Side gab es doch einige sehr schöne Sets wie. z.B die Schule oder das Spukschloss.
    Bei Vidiyo finde ich manche Figuren ganz schön und die habe ich mir auch schin gekauft. Auf die Beatboxen kann ich bis auf wenige gerne verzichten und auch diese kaufe ich nur mit entsprechendem Rabatt wegen den Figuren.

  18. Das ist so als würde man sich beschweren, dass Disney weiter Geld in seine erfolgreichen Star Wars und Marvel Franchises steckt, obwohl sie mit dem ganzen Geld auch viele neuen Ideen entwickeln könnten. Ist doch total logisch, dass Unternehmen versuchen erfolgreiche Dinge weiterzuführen. Jede Neuentwicklung birgt mehr Risiko als Chance und dementsprechend ist es zentral erfolgreiche Projekte zu identifizieren und diese dann fortzuführen.

    • Früher hieß das erfolgreiche Franchise bei LEGO einfach „LEGO System“. Und Ninjago ist nur deshalb so erfolgreich geworden, weil man sich etwas neues getraut, sich aber gleichzeitig auf die eigenen Stärken besonnen hat. 😉

  19. Hi,

    Ninjago lebt auch von der Serie (von der mir Staffel 8 aufwärts sehr gut gefallen) und gewissermaßen auch den Comics in den Zeitschriften.

    Wenn man das beachtet, weiß man, dass
    Season 14 und Season 15 inhaltlich zusammen gehören, sodass ich persönlich den Übergang gar nicht so krass empfinde. Eher so ähnlich, als ob man erst Piraten und dann 6 Monate später Blauröcke rausbringen würde.
    Und das wäre ja schon damals ein Marketing-Traum gewesen…

    Wie auch immer empfinde ich es ziemlich gut, dass die Ninja zu verschiedensten Schauplätzen reisen. Ob das einer anderen Spielwelt im Weg steht? Weiß ich nicht, City existiert ja auch trotz Ninjago-City.

    Noch 2 Meinungen zum Asia-Stil:

    1.) Die Sea-Bounty unterscheidet sich extrem von den anderen ‚Schiffen‘, also Land-Bounty und Destiny-Bounty, und sieht auf den ersten Blick auch gar nicht asiatisch aus, sondern heher so, wie ich mir die Nautilus vorstellen könnte.

    2.) Die ganzen Sets von den Season 13 Shintaro-Sets sehen (mit Ausnahme vllt. des Mechs) aus meiner Sicht überhaupt nicht asiatisch aus

  20. Eine Marke aufzubauen ist nicht leicht und hängt heutzutage viel mehr an den Figuren, die individuelle Identifikation bieten sollen, als das noch früher der Fall war. Bestes Beispiel ist der Artikel zu M:Tron neulich. Ein Toy, das ich als Kind „gefeiert“ habe und das ohne große Story oder Charaktere auskam. Internet und soziale Medien sorgen dafür, dass weniger Imagination beim Kunden/Kind vorausgesetzt werden kann, da man dauerhaft mit Content/ Stories beschallt wird. Eine Marke funktioniert heute viel mehr durch Story und Identifikationsfiguren als früher, da man eben mit storylastigem Content um die Aufmerksamkeit konkurriert. Eine neue Marke aufzubauen ist ein immenses Risiko und mit viel Aufwand verbunden. Der Spielzeugmarkt ist in der Beziehung seit Jahren sehr wenig innovativ und vorsichtig, da viele Marken (auch bei Lego) in den letzten Jahren sehr große Geldgräber waren. Selbst SW war vor Mandalorian kein Garant für Gewinn mehr. Lego hat mit Ninjago einen unglaublichen Erfolg geschaffen, die Versuche diesen abzulösen (Chima, NK) waren nicht erfolgreich. So lange die Marke noch so zieht, werden sie weiterhin darauf aufbauen, da das Fundament sehr sicher ist und man nicht mehr erklären muss. Im Gegenteil machen Insel- und Unterwassersets die Fans geradezu neugierig, welche Story ihrer Helden dahinter steht.

  21. ich mache mal gedanklich eine Zeitreise…ca. 25 Jahre in die Zukunft…Lego bringt zu dieser Zeit ganz viele Züge, Ritterburgen und Piraten raus und die dann erwachsenen Kinder von heute diskutieren darüber, ob Lego nicht mal wieder was von Ninjago rausbringen kann…

  22. Ich kann mit Ninjago einfach nichts anfangen. Aber vielleicht kommt demnächst der Ninjago Express, dann wäre ich vielleicht interessiert.

    • Sprichst mir aus der Seele, aber die Kinder (gerade Jungen) unter 10 bis 12 lieben das Zeug…

      Ich persönlich war ja mehr auf Ritter, Weltraum und Cowboy und Indianer geprägt. Und Dinos, die waren immer toll ;D

  23. Was mir in der Betrachtung etwas fehlt ist:
    – Lego ist eine Firma die versucht Geld da zu verdienen wo es funktioniert und deren Ziel es nicht ist neue Reihen aufzulegen. Wenn man mit Ninjago den Markt fluten könnte und nichts anderes mehr machen müsste, würden sie es tun. Also die neue Reihe ist kein Selbstzweck
    – Evtl. basiert das auf dem Feedback aus dem Handel, gebt uns diese Themen mit Ninjago, dann bekommen wir sie auch verkauft.

  24. Ich finde bei Ninjago ist die Verweildauer der Produkte im Markt viel zu kurz, Eltern von Kids die jetzt einsteigen können dann Organe für coole Sets verkaufen.

    • Aber genau das spiegelt doch unsere schnelllebige Gesellschaft wunderbar wieder. WIe auch im Gamingbereich jagt eine Season die andere…

  25. Fällt eigentlich nur mir das auf oder sehen das andere auch so: Ich finde dass die fehlenden Kataloge eigentlich das große Problem sind um am analogen Markt wieder richtig gute neue themenwelten zu entwickeln. Wenn ich an meine Kindheit zurück denke dann wären die Kataloge wie das Heroin fuer den Junkie. Das ganze App Zeug mag mit der Zeit sein aber wie effizient ist es wirklich. Das ist dasselbe marketingproblem das alle haben: in der digitalen Welt konkurrierst du mit Milliarden Inhalten. Ein Lego Katalog beim Weihnachtsgeschenk hingegen liegt im Zimmer und konkurriert fast mit gar nix. Glaube das Problem bei Lego sind dumme marketingleute so wie ich das sehe. Das verschwendet halt Kunden. Und ja: Kinder sollten die wichtigsten Kunden bleiben sonst haben wir irgendwann nur mehr merch und langweilige Nachbauten..

    • @ simon: ich habe den Enkeln den Lego Katalog und einen Smythkatalog zum Wunschzettel basteln gegeben. Sie haben wie die Wilden ausgeschnitten und sich auch die Sachen genau betrachtet. Mein Enkel (siehe unten), wußte genau, in welchem Set welcher Fisch ist und hat sie sich zu Weihnachten und zum dicht darauf folgenden Geburtstag gewünscht. Niemand war enttäuscht und alle wußten, was auf der Wunschliste stand, so gab es auch keine doppelten Geschenke. Kataloge sind perfekt!!!

    • Ich hab als Kind die Kataloge auch geliebt. Abends vor dem Schlafgehen waren sie dür einen eingefleischten Legofan schon fast eine Pflichtlektüre. Das hat ungemein die Phantasie angeregt.

  26. Ich finde Ninjago super, obwohl ich die Serie gar nicht kenne. Mir gefällt der Asia Touch, daher werde ich mir aus der aktuellen Serie wohl den Unterwassertempel kaufen. Hidden Side hat mir übrigens auch sehr gut gefallen, schade, dass das nicht weiterging, eindeutig ein Fehler in der Verpackung. Man konnte ja überhaupt nicht sehen, was da drin ist. Ebenso finde ich nun Monkie Kid klasse und hoffe auf Gebäude. Wie ihr schon seht, wenn es kein Modular Building ist, dann bevorzge ich Asia Sets, egal aus welcher Reihe sie stammen. Und Ninjago ist immer für eine Überraschung gut. Hoffentlich gibt es auch weiterhin große Gebäude, wie die Ninjago Gardens. Einfach genial!
    Im Übrigen: mein Enkel liebt Ninjas, also ist Ninjago gesetzt – obwohl er zu Weihnachten die Meeresforschungssachen aus der Nat.Geografic City Reihe wollte und bekommen hat.

  27. Ich werde nun bald 20 Jahre alt.
    Mit Ninjago bin ich nie warm geworden.
    Hinzu kommt noch das gleiche Problem wie bei Friends: wozu brauche ich beispielweise 8x Zane, 5x Cole ?
    In meiner Kindheit habe ich daher (notgedrungen) sehr viel mit den bereits ca. 20 Jahre alten Piraten- und Ritter-Sets von meinen Eltern gespielt, denn es gab seitdem nicht wirklich diesbezüglich eine neue Welle an Sets mehr von Lego. Das Gleiche mit Space.
    Ich freue mich, dass Lego wenigstens nun nach ca. 30 Jahren diese Themenwelten in einzelnen Sets sehr vereinzelt neu herausbringt:
    Space in: Creator 3-in-1 und City,
    Ritter und Burgen in: Creator 3-in-1 und Ideas
    Piraten in Creator 3-in-1 und Ideas

    • Ich finde, dass Kinder oft kreativ genug sind, um 5x Zane oder 5x Andrea zu verwenden, man tut einfach so, als ob es verschiedene Personen wären. Da die Ninja-Outfits immer wieder anders aussehen, sollte das kein großes Problem darstellen. Andersherum braucht man ja auch nicht 700 Kampfdroiden, 10 reichen völlig: Sind die ersten kaputt, kommen sie vom Spielfeldrand als neue Rivalen ins Spiel. Es muss sich ja niemand darauf beschränken, die Serien und Filme akribisch nachzuspielen. 🙂

    • Hallo, ich bin nur ein paar Jahre älter. Aber eigentlich gab es Piraten und Ritter vor einer weile noch mehr als genug. Vor allem Ritter, von 2004 – 2011 kamen jedes Jahr neue Setz auf den Markt, dabei wurde aller 2-3 Jahre das Grundvormat geändert (Bspw.: Von blauen guten Rittern zu hellblauen guten Rittern.).
      Als dann 2013 die letzte „richtige Ritter“ reihe rauskam hat man sich (so mein befinden) doch bezüglich des Ritter Themas schon sehr gesättigt gefühlt. (Zugegeben: Parallel dazu gab es zu dem Zeitpunkt die Hobbit und LotR Sets)

      Ich war aber auch großer Ritter/Piraten/Wikinger Fan (Ja, bin es auch immer noch.), aber ich kann verstehen das LEGO erstmal etwas Zeit vergehen lässt bis die nächsten Ritter (doch hoffentlich!) kommen.

      Mit Ninjago bin ich aber auch zu Anfang nicht warm geworden, und war nach den „Dark Ages“ doch sehr Überrascht das es den „Spaß“ immer noch gibt. In letzter zeit musste ich mich aber dann doch erwischen wie solche Setz dann doch im Warenkorb gelandet sind. Liegt bestimmt daran das ich auch die Piraten und Uga Sets in meiner Kindheit super fand, und die Well Anfang des Jahres in mir Erinnerungen weckt.
      (Verzeihung, ich meine die: Piraten und Insulaner Sets … wieder was gelernt).

      Insgesamt find ich das Ninjago Gut (Themengebiet welche als solche keine Chancen haben können verwirklicht werden) und Schlecht (Sets zu bestimmten Themen / Bereichen kommen nur sehr Begrenzt raus (bezogen auf Anzahl Sets) und ich mag keine Ninjas) ist.

  28. Ich stelle mir immer wieder die Frage: Was wäre, wenn LEGO die Kinder befragen würde? Wie würden die entscheiden? Womit möchten sie in einer Lego Welt spielen?

    Was sagen eure Kinder, Kinder von Bekannten und Freunden dazu? Wenn sie ernsthaft gefragt werden, was für eine Themenreihe sie sich wünschen würden?

    Lego kennt sicherlich die Meinung / Wünsche der Erwachsenen Zielgruppe, aber auch wirklich die der Kinder? Abgesehen von Ninjago also Goldsau weiter auszuschlachten jagt doch ein Flop den anderen…

    • Oh, Kinder ernsthaft entscheiden zu lassen, kann seeehr gefährlich sein. Sofern sie noch gar nicht wissen, dass die LEGO Minifigur die coole ist und QMans Bubblehead Doll definitiv die uneingeschränkt zu verachtende… 😉 Nene, keine Experimente. Beim Hinterherräumen möchte ich nicht auf mich befremdende Bubbleheads stoßen.

      • Eine Welt, in der die Lego Minifigur gegen Bubbleheads den Kürzeren zieht, ist immerhin noch fast in Ordnung, bei uns wurde sie durch Barbie ersetzt. 😳 Ich frag mich heute noch was da falsch gelaufen ist 😉

          • Eins weiss ich aus Erfahrung, mit Feminismus und Rollenbildern zu argumentieren, kann die Fronten verhärten, wenn Mädchen unbedingt eine Barbie brauchen. 😉

          • ‚hatte meiner Patentochter dereinst eine Barbie-Puppe samt ‚I’m a Barbie-Girl‘-CD geschenkt. Herrje, hatte sie sich gefreut… Die CD lief den ganzen Tag… Sehr zum Leidwesen ihrer Mutter (was auch meine Absicht gewesen war 😉 ).

    • Lego wird definitiv auch Marktforschung mit Eltern und Kindern betreiben, alles andere wäre sehr seltsam.

      Flop ist relativ. In den Kommentaren wurden mehrmals Chima und Nexo Knights genannt – beide hatten mehrere Verlängerungen (im Gegensatz zum letzten Piraten- und letzten Ritterthema). Mag sein, dass sie nicht die Erwartungen Legos erfüllt haben, aber komplett erfolglos können sie nicht gewesen sein, sonst hätte man sie schneller eingestampft.

      • Offiziell ist es wohl sogar umgekehrt. Nexo und Chima haben laut LEGO die erwarteten Verkaufszahlen deutlich übertroffen und sind planmäßig eingestellt worden. (Sie sollten eh nur so lange im Verkauf sein und gute oder schlechte Zahlen hatten mit der Einstellung gar nichts zu tun. Ninjago wsr zu Beginn ebenfalls nur für 2 Jahre geplant.)

  29. Ich finde, das gleiche „Problem“ kann man auch in der Filmbranche beobachten. Es kommen immer mehr Fortsetzungen zu bereits bekannten Franchises und Warner sowie Disney setzen eigentlich gar nicht mehr auf „neue Eigenproduktionen mit kreativer Idee“.

    Leider ist es so, dass die bereits bekannten Franchises (siehe Marvel, Star Wars) auch am meisten Gewinne einfahren. Und dann ist es aus wirtschaftlicher Sicht auch richtig, eben auf dieser Schiene weiterzufahren, anstatt etwas Neues zu versuchen.

    Ich glaube, bei Lego wird man sich auch an den Zahlen orientieren und da sind alternative Themen zu Ninjago eben immer wirtschaftlich schwächer als Ninjago selbst gewesen.

    Was man dabei leider immer wieder vergisst, ist, dass alle heutzutage großen Franchises auch mal aus einer kreativen Idee entstanden sind. Daher gibt es eigentlich auch keinen Grund, es nicht weiter mit neuen Ansätzen zu versuchen.

    Aber ich denke trotzdem, dass leider die „wirtschaftliche Sicherheit“ stärker wiegt als die Chancen.

    • Das lustige ist aber, dass die großen Franchises, die mir einfallen, eigentlich alle steinalt sind – Spricht Jahrzehnte alt: Potter, Superhelden, Star Wars und Herr der Ringe. Und die Superhelden, sei es Marvel oder DC gewinnen hier wohl schon den Alterspreis.

      Ich sehe da aber nirgendwo etwas, was sich als Neuling mit reindrängeln würde. Fluch der Karibik war noch das einzig annhähernd erfolgreiche, viele andere wurden getonnt.

      • Der Erste Teil von Fluch der Karibik war genial. Mit jeder weiteren Fortsetzung sank der Anspruch und wich nur noch Effektspektakel… Keiner der weiteren Teile kam meiner Meinung nach an den ersten Teil heran und langweilte mich von mal zu mal mehr.

  30. Schuster, bleib bei deinen Ninjas… 😉

    So sehr ich neuen Themengebieten aufgeschlossen bin, würde ich ich mich über die Wiederauflage erfolgreicher Welten freuen – Ritter, Piraten und die klassischen Space-Sets seien an dieser Stelle genannt.
    Altvertrautes in neuem Look – das könnte doch bei Jung und Alt funktionieren.
    Die einen bekämen geniale Spielsets, die anderen würden sich über Lego 2.0 freuen 😀

    Und am Ende lässt sich sowieso alles mit allem verbinden – bis auf die Baseplates vielleicht…

    • Genau meine Worte 🙂

      (Siehe etwas weiter oben in der Timeline)

      Ja, Neuauflagen wären so schön nach bereits bald 30 Jahren.
      (und nach der langen Zeit mit neuen Bautechniken, neues Steinen, welche es früher noch nicht gab)

  31. LEGO gelingt mit Ninjago das seltene Kunststück, eine ‚Eier legende Wollmilchsau‘ geschaffen zu haben. Themenwelten werden dabei (mehr und mehr) ineinander verschlungen. So kommen die aktuellen LEGO City Ganoven auch in der Ninjago TV-Serie vor. Chima-Wesen haben immer wieder kurze Rollen. Neben dem Kreieren immer neuer Welten aber, dem Integrieren kürzlich vergangener, dem Aufblitzenlassen einst vertrauter Themen (Aquazone etcpp.), liegt der Erfolg Ninjagos für mich dazu noch im Generationen übergreifenden, englischsprachigen Humor…
    Schränkt eine TV-Serie wie Ninjago die Fantasie (der Kinder) ein? Space Operas die von LEGO Influencern? Besaßen die Werbe-Poster vergangener Jahrzehnte nicht gerade die Magie, die es braucht, um Momo-mäßig sturmgepeitschte Weltmeere zu queren? Nichts funktioniert ohne zuvor real erlebte oder erzählte Geschichte – auch das Werbe-Poster nicht. So kunst- und liebevoll das kürzlich auf StoneWars veröffentliche Piraten-Poster auch ist. Ohne den TV-Mehrteiler ‚Zwei Jahre Ferien‘ hätte es auf mich nicht die gleiche Wirkung gehabt. Man stelle sich einmal vor: ZWEI JAHRE FERIEN! Natürlich komme ich da beim Anblick eines LEGO Piraten-Posters ins Schwärmen 😉
    Bleibt die Frage, ob all jene, die Abenteuer-Sets wollen, Ninjas akzeptieren müssen? Ich gebe zu, gerne hätte ich einerseits Insulaner mit Knochen im Haar, anstelle des immer wiederkehrenden ‚Pferdeschwanzes auf Glatze‘. Andererseits stehe ich zu hundert Prozent hinter politischer und geschichtlicher Korrektheit. Und so wird das Thema ‚Raub nativer Kunst‘, so wie sie im Berliner Schloss ausgestellt werden soll(te), auch bei Ninjago thematisiert. Überhaupt: lag der Charme früherer Abenteuer-Themen nicht gerade im Kunstraub? Im Verteufeln ‚wilder‘ Tiere als zum Abschuss freigegebene Bestien? Wo befinden sie sich denn, die Preziosen vergangener Tage: Statuetten, Kristalle, all das Blingbling? Bei uns natürlich, in UNSEREN LEGO Sammlungen.
    Nicht zuletzt: zur Freude all der ‚Freunde der Abenteuer-Sets der Neunzigerjahre‘: sie werden sich in der aktuellen 15. Ninjago TV-Staffel wiederfinden (englisch!!!), mit einem lachenden und vielleicht einem weinenden Auge. Members of the Explorers Club know: Auf die Barracuda-Bay werden noch viele klassische Haudegen-Sets folgen – bei mir integriert in die Ninjago-Welt.

  32. Ich find das auch schade … vieles was bei Ninjago rein gepackt wird, ginge auch Solo, meine Kinder würden eine generische Unterwasserwelt im freien Spiel feiern – ein paar Gute, irgend eine Gefahr aus Natur oder Widersacher, … läuft.
    Ninjago will ich gar nicht mehr erst anfangen, weil Fass ohne Boden und Fernsehserie mit dabei, etc. etc. ich bin da nicht kategorisch dagegen, aber wäre auch ganz glücklich wenn sich diese Verknüpfung aus Fernsehen und Spielen vermeiden ließe (bisher gings, wir sind im 9. Jahr).
    Auch meine City oder Gardens hätte ich lieber als Futuro-Asia-Megacity, nicht als Ninjago-Set, aber da kann man man einfach ein paar Figuren entfernen und gut ist.

    Aber gleichzeitig: ich mag (eher alte) Computer-Rollenspiele, aber eigentlich nur solche die auf D&D basieren, jede eigene Welt die mir als super angeboten wird finde ich langweilig, jedes andere Zahlensystem dahinter finde ich mühsam, ganz egal wie genau gleich die Spiele aussehen mögen, sie sind nicht D&D und ich finde da nicht rein.
    Vielleicht geht’s den Lego-Designern, Marketern und Kunden auch so … Ninjago hat einen bekannten Kontext, da drin was tolles neues machen ist einfacher als ohne Kontext was neues machen. Es läuft, also wird es so gemacht.

  33. Aus Sicht meines Kurzen (7 Jahre), muss ich sagen, dass diese Themen außerhalb von Ninjago bei ihm nicht so leicht Interesse generieren würden.
    Ninjago und dadurch die Sets, leben von der Story der sechs Hauptfiguren. Und dann funktionieren „die Insulaner“ genauso wie „Atlantis“.

    An der lange fehlenden Staffel zu Prime Empire hat man gesehen, dass dann auch die Sets nicht angenommen werden.
    Die Kombi aus Serie und Sets macht zumindest bei meinem Kleinen, alle sechs Monate große Augen.

    Aus AFOL Sicht ist es Fluch und Segen. Die Sets gefallen auch mir und die Kreativität zeigt sich in nur wenigen Themen so wie hier.
    Fluch aber sicherlich dadurch, dass alte neue Themen so nicht wirklich wiederbelebt werden. Denn Toy-Lines sind für die Kinder konzipiert und nicht für uns Erwachsene. Wir werden dann maximal ein Revival Set aus den alten Themen sehen und es als Display ins Regal stellen können.

    Weitere Ninjago Ideen für kommende Staffeln?
    Space Adventures, Wild West, Mittelalter – geht alles.

    • Den Prime Empire Sets hat ganz klar die Serie gefehlt. Ich fand Staffel 12 deutlich besser als die Sets dazu, wohingegen die Staffel 13 Sets auch gut für sich allein stehen konnten.

      • Ja, die 12. TV-Staffel hat Charme. Von den Sets taugen eigentlich nur die Figuren. Zum Glück hatte LEGO vorgelegt. Die TRON:Legacy-Bikes passen perfekt, auch die schwarze #Be_Ninja-Rampe macht zusammen mit den Bikes plötzlich Sinn und manches Andere mehr…

  34. Im Grunde genommen ist es auch meiner Meinung schon früher so gewesen, dass Serien einen Großteil zum Erfolg ausgemacht haben, nur eben nicht bei LEGO. Siehe MotU, Turtles, Power Rangers, Mask, Transformers und Co. Die vielzitierte Netflix-Serie „Toys that made us“ gibt da einen wunderbaren Einblick drauf. Zu jedem Vintage Spielzeug wurde eine Serie „gefordert“, um das Spielzeug dazu zu vermarkten. Vielleicht sollte LEGO einfach diesen Trend mitgehen, und neue Charaktere per Serie einzuführen. Ich gehe davon aus das die selben Setinhalte wie üblich mit dem gleichen Preisaufbau plus Serie laufen, relativ unabhängig was für eine Reihe es denn wäre. Früher hatte LEGO nunmal keine (oder kaum) Charakter. Dann kamen StarWars, HP und so weiter und plötzlich kannten die Kinder nunmal Namen zu den Figuren. Sprich die namenlosen blieben eher liegen, weil der Fokus sowohl von LEGO als auch den Kindern nicht mehr darauf lag. Andererseits wird es vielleicht schon rechtlich schwer, Piraten mit Namen einzuführen, ohne das ein Winkeladvokat einen Abklatsch von Pirates of the Caribbean wittert. Alles auch Probleme der Neuzeit mit Abmahnungen, die es so früher auch noch nicht gab und man heute vielleicht ebenso berücksichtigen muss.

  35. Ich weiß nicht, ob nicht vielmehr die Lizenzthemen harte Pfeiler setzten. Mit Harry Potter ist viel Fantasy belegt, mit Star Wars Raumschiffe. Alles was man sonst so macht passt halt irgendwie in City oder Ninjago. Die alten Spielwelten wurden in meiner Zeit auch immer aktualisiert oder ausgetauscht. Bin nie bis Aquazone gekommen, hab aber gehört, dass es am Ende nen Ersatzthema für Weltraum war, was halt von Star Wars verdrängt wurde. Aber am Ende lief es ja auch nur nen kurzen Zeitraum. Gabs die dunklere Version eigentlich hier überhaupt? Ich weiß auch nicht ob es so sinnvoll ist, sehr stark unterschiedliche Reihen zu bilden, die Kinder kriegen eh was gefällt. Hatte damals auch aus vielen Serien was. Da hats sogar vielleicht nen Vorteil, wenns schonmal ne Klammer drum hat.

  36. Es wurde bereits mehrfach erwähnt, dass heutzutage Kinder lieber mit Spielzeug spielen, das auf einem vorgefertigten Franchise basiert; es sollen also bereits ein gewisses Handlungskorsett und bekannte Charaktere vorgegeben werden. Hier reiht sich Ninjago nahtlos ein; mit dem Unterschied zu anderen Themen, dass sich Lego selbst die Lizenz/das Franchise ausgedacht hat.
    Als nostalgischer AFOL würde ich mir auch mehr alleinstehende Lego-Themen wünschen (wie SciFi-Raumfahrt im Gegensatz zu den NASA-Sets, Unterwassersets außerhalb des City/Ninjago-Kontextes, mehr No-Name-Piraten, mehr No-Name-Ritter), aber das ist nun mal nicht das, was die Zielgruppe sich wünscht.
    Mein erster Impuls war es, über die Phantasielosigkeit und Lizenzbindung der heutigen Kinder zu schimpfen; aber dann ist mir aufgefallen, dass sich ein Großteil der Unterhaltung für Erwachsene ebenfalls auf bereits bestehende Franchises/Universen bezieht und hier wenig Alleinstehendes erfolgreich ist. Beispielhaft habe ich mir die Liste der 30 erfolgreichsten Filme angesehen. Hiervon sind 3 Filme originärer, neuer Stoff (Avatar, Titanic, Frozen). Der Rest besteht aus Fortsetzungen, Neuverfilmungen oder basiert sonstwie auf bereits bestehenden Franchises.
    Aus meiner Sicht ist es also ein allgemeines Merkmal des aktuellen Zeitgeistes, sich auf bereits bestehende Franchises zu beziehen und wenig Neues zuzulassen.
    Dies trifft auf Erwachsene wie auf Kinder zu, weshalb ich es Lego nicht verübeln kann, dass sie statt eines neuen Standalone-Themas lieber eine neue Ninjago-Welle bringen.

    • Gerade bei der Afol Sicht muss man vorsichtig sein: Hier bekommen immer noch genug Leute feuchte Handflächen, wenn der 324. Luke Skywalker mit neuem Beindruck in einem SW Set enthalten ist.

      Gerade „wir“ Afols leben das ja vor, indem wir ollen Franchises wie SW, HP oder HDR hinterherjagen…

  37. Um ehrlich zu sein, verstehe ich überhaupt nicht, warum es „Themenwelten“ geben soll – schwingt bei einigen Leserinnen/Lesern da vielleicht einfach zuviel Nostalgie/Erinnerung an die eigene Kindheit mit? Meine Töchter kennen keine speziellen Lego-Themenwelten, aber sie kennen Minecraft, Lego Friends (Comic und Serie) und Ninjago (Film, Serie und Hörspielvarianten), und diese werden gern nachgespielt und weiterentwickelt. Und so sind heute Abend diverse Lego-Helden im Friends-Tourbus zum Verlies des Totenkopfmagiers gereist, haben dort Pandas und Katzenbabies befreit und gerade knutschen Kay und Stefanie zusammen rum (ich muss wohl mehr aufpassen, was genau da passiert… 😉 ).
    Wir haben aber letzte Woche auch zusammen einen „lizenzthemenfreien“ Zoo gebaut, und da wurden die Schlangen von Ninjago einfach als Kostüme der Zoobesucher benutzt. Fragt mich jetzt nicht, warum es im Zoo eine Kostümparty gab – so sind Kinder halt!

    • Ich habe mir gerade vorgestellt wie der Totenkopfmagier (Ninjago) die Pandas und Katzenbabys (Minecraft) gefangen hält. Andrea im Friends-Bus hinfährt mit Kai um die süßen Tiere zu befreien. Andrea Kai küsst.
      Ich denke, auf die Idee wäre ich mit fast 20 Jahren nun nicht mehr gekommen.

      • Was ich damit sagen wollte: aus Kindersicht fehlt nichts, die Kinder spielen mit den verfügbaren Sets einfach das nach, worauf sie Lust haben. Und wenn sie dafür kein Lego hätten, würden sie Playmobil, Schleich-Tiere, sonstige Plastikfiguren oder auch Steine, Pappe, Holz nehmen.

        Damit ergibt sich aus Elternsicht ein großer Vorteil von Ninjago: die Kinder kennen das und haben dadurch viel mehr Lust auf Lego. Damit landet Lego auf dem Wunschzettel für Geburtstag und Co. und ich darf Lego schenken statt eines anderen Spielzeuges, womit ich selbst nicht viel anfangen kann. Bei Themenwelten ohne Story/Vorbild wäre die Konkurrenz von den hundert anderen Spielzeugherstellern vermutlich viel größer, weil (zumindest meine) Kinder nicht primär Klemmbausteine/ Konstruktionsspielzeug wollen, sondern Zubehör für Rollenspiele.

  38. Ich sehe die Schuld von fehlenden anderen erfolgreichen Lego eigenen Themenreihen nicht bei Ninjago, sondern daran das zum einen viel zu viele Lizenzthemen produziert werden und das neue Lego Ideen nicht immer die nötige Klasse haben für einen großen Erfolg.

    Und aus meiner Perspektive ist für deine Argumentation zu sehr auch die Nostalgie Brille Ausschlag gebend, und das soll nicht negativ gemeint sein. Aquazone und Insulaner waren tolle Themenreihen aber soweit ich das jetzt nach meinen Dark Ages gehört habe, auch nicht ganz so erfolgreich wie Reihen davor. Gerne berichtigen wenn es anders war.

    Das Ninjago von der Story her immer mehr Themen abdecken, die sich auch für eigenständige Serien im Ansatz eignen würden stimmt zwar, aber nicht aus jeden davon könnte etwas werden, was alleine noch im zweiten Jahr erfolgreich wäre.

    Hidden Side ist ja auch ein perfektes Beispiel dafür im Moment, Lego hatte hier den Fokus zu stark auf der App, aber was die App konnte war zu langweilig. Hätte die App mehr gekonnt oder die Story wäre besser im Zielpublikum mit einer guten Serie verbreitet worden, hätte es nicht nach zwei Jahren schon zu Ende sein müssen.

    Aber erstaunlich ist es schon wie gut die Designer und Story Verantwortlichen es schaffen, das bei Ninjago die Staffel Themen nicht langweilig werden. In dem Sinne trägt der Erfolg von Ninjago schon seinen Teil dazu bei, das es neue Sachen vom Start her schwer haben. Lego sollte also mehr Mut haben sich starke eigene Konkurrenz zu machen, vielleicht gelingt dann ein zweites Ninjago für 10 erfolgreiche Jahre.

  39. Ich finde Ninjago seit den Charakterveränderungen wie in Ninjago Movie nicht mehr so gut. Auch fehlen mir die „großen „bösen Maschinen“ als Sets . Ich finde es langweilig wenn die bösen deutlich schwächer sind. Denn kaum eine Armee hilft etwas gegen die Drachen… Auch fand ich Chima gar nicht soo schlecht, ich verstehe aber wieso man mit menschlichen Protagonisten spielen möchte. Und ein weiterer Vorteil von Ninjago war, die Serie: sie konnte auf Super RTL geguckt werden und die Sets waren auch ohne Serie sehr gut. Drachen gehen immer 😉 Ich denke hätte man die TV-Serie von Ninjago erstmal gestoppt um die Ersatzwelten zu testen wäre alles anders gekommen.

    Liebe Grüße Bricky_Potter

    • Das macht schon Sinn, dass die Bösen die Unterlegenen sind. Andere probierens mit Inquisition, mit endlosen Exorzismus-Debatten und Heldenaustreiben hinter vorgehaltener Hand 😉 . Funktioniert auch nicht; die Guten gewinnen nun mal und das ist auch richtig so.

  40. Ich bin da grundsätzlich auch komplett deiner Meinung, dass Ninjago und City in den letzten Jahren viele Themen die früher eigene Themenreihen waren, absorbiert haben und mit der eigenen Ästhetik weiterführen. Was ich eigentlich sehr schade finde, da die Sets somit, bei City beispielsweise, einen sehr realistischen Touch haben und ausgefallene, phantastische Sets mit abgefahrenen Spielfunktionen nicht möglich sind.

    Allerdings glaube ich, dass Lego, diese Vorgehensweise fast machen muss wenn sie Ninjago weiterhin so groß halten wollen. Die Wellen der letzten Jahre unterscheiden sich so grundlegend voneinander und sind jedes Mal etwas total anderes, als die Welle davor, dass man mittlerweile ja eh schon nicht mehr sagen kann, was außer Drachen typisch für Ninjago ist.

    Wenn man sich ältere Reihen ansieht, eben zB Nexo Knights oder Chima, aber auch Power Miners oder Atlantis, dann sieht man dass sich diese Reihen im Laufe der Zeit schon verändert haben (vor allem hinsichtlich der verwendeten Farben), aber im Grunde immer die gleiche Thematik bzw Tätigkeiten gehabt haben. Und alle diese Reihen sind nach deutlich kürzerer Zeit als es Ninjago jetzt schon gibt wieder verschwunden.

    Also meiner Ansicht nach, so schade ich das auch finde, weiß Lego dass sie Ninjago in Themen/Bereiche hinein bringen müssen die per se eigentlich nichts mit Ninjago/Ninja/Asien zu tun haben um Abwechslung zu garantieren und einer Übersättigung und damit geringeren Absatzzahlen vorzubeugen.

  41. Ich stelle mit gerade folgende Frage:
    Wird aus Ninjago quasi Bionicle 2.0 ?

    Das Thema lutscht sich mit der Zeit aus + Lego ruht sich auf den noch guten Verkaufszahlen von Ninjago aus.

  42. Ich werf mal die „Kind der 70er“ Perspektive ins Spiel

    Auch wir hatten damals LEGO – aber noch keine Themenwelten

    Trotzdem spielten wir „innerhalb“ von Themenwelten – Wir bauten UFOS und Abfangjäger aus der gleichnamigen Serie, Oder „Adler“ aus Mondbasis Alpha. Burgen aus LEGO für unsere Playmobil Ritter (und natürlich hatte ich einen Playmobil Robin Hood. Western von Gestern inspirierte uns, oder Die „Shiloh Ranch“, Bonanza zu Westernwelten. Unsere Airfix Soldaten bekamen LEGO Kanonen und die napoleonischen Figuren fuhren auf LEGO Fregatten

    Natürlich braucht es Themenwelten – und solange eine dieser Welten funktioniert braucht es keinen „Ersatz“.

    Ninjago scheint zu funktionieren und besetzt ein breites Spektrum.

    Die Franchises (HP, Star Wars, Marvel, JW ???) besetzen Nischen und da ist für LEGOeigene Kreationen wenig Platz.

    Würde man mit einer „Adventurers“ Serie nicht in „Konflikt“ mint den genannten oder eventuell Indiana Jones (Neuer Film? neue Produkte?) kommen.

    Ich denke, wenn man „Themen“ innerhalb der etablierten Serien (City, Ninjago, 3-1…) unterbringt, dann passt das schon. City ist halt der „realistische“ Part und Ninjago vereinnamt das „fantasymäßige“ – und Star Wars die „Zukunft“.

    City ermöglicht es viele Themen anzuschneiden, ohne dass man das Risiko einer „floppenden“ Thematik eingehen muss – Was gabs in letzter Zeit? Arktis, Bergbau, Weltraum, Unterwasser, jetzt eben Die „wildlife“ Serie (kann man perfekt zu Zoo umdeuten ;))

    Ich denke, dass gerade das Einbetten in eine bestehende Welt sehr viel Sinn macht. Eine neue „serie“ schreckt vielleicht manche vom „kauf“ ab, weil das ja möglicherweise nicht zum „Bestand“ passt, aber als Teil von City(Ninjago) geht das immer. Warum nicht das City Forschungsschiff mit dem neuen Unterwasserthema von Ninjago kombinieren ?

    Ich würde mir natürlich AUCH bestimmte Themen zurückwünschen. Aber könnte man nicht „Advventurers“ in City integrieren – Vielleicht mal ein Ägypten City Thema (Ausgrabung), oder Expedition mal in den Himalaya 😉 ICh hoffe doch sehr, dass wir 2022 wieder City Züge bekommen 😉

    Vielelicht man nicht einen High Speed Train – eine „Museumsbahn“ vielleicht (Um Dampfloks zurückzubringen). Und einen netten Güterzug – ein Schüttgutwagen, Ein Kühlwagen und vielelicht auch einen ganz „normalen“ gedeckten Güterwagen – wär mal eine Abwechsung zu Containern und Kränen bzw. „Flachwagen“ – vielleicht wieder mal einen Portalkran (OK dann brauchen wir Container ;))

    ICh denke nicht dass wir „eigene“ Themenwelten brauchen…

  43. Besonders, da man sich zur Zeit anderweitig nur schwer austauschen kann, finde ich den Smalltalk ein super Format. Aber auch uabhängig davon bietet es massig neue Denkanstöße, sowohl aus dem Artikel selbst, wie auch aus der daraus resultierenden Diskussion. Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass Ninjago sich Themengebiete einverleib, die sonst auch separat hätten erscheinen können. Oder auch den Ansatz der Abhängigkeit Ninjagos von neuen Welten, um nicht alle 6 Monate Kais rotes Bike, roten Mech, roten Flieger rausbringen zu müssen, finde ich einen hochinteressanten Ansatz.

    Klassische Themenwelten. Ich hatte 2 M:Tron, 1 Blacktron II, 2 Space Police II, 2 Ice Planet, 2 Spyrius und mindestens eines der Figurenpakete (wir reden hier jeweils von den kleineren Sets der Serien). Das war zu wenig um für eine Fraktion eine Welt aufzubauen. Andererseits war ich nie derjenige, für den Konflikt beim Spiel im Vordergrund stand und obwohl die Serien eine ähnliche Designsprache sprechen ließen sie sich aufgrund Ihrer kontrastreichen Farben nie zu etwas wirklich großem kombinieren. Der große Vorteil dieser Serien liegt mMn im Generischen. Zum Geburtstag ein Set doppelt bekommen? Kein Problem, man konnte nie genug der Figuren und (trans/neon) Farben haben. So kommt es, dass meine Space Police I Basen bis heute noch sowohl transparent rote als auch blaue Paneele haben (und Türen, dank Aquazone).

    Von Exploriens hatte ich dann das erste mal ein großes Raumschiff und von U.F.O. und Insectoids sogar mehrere Sets, da es die an der Tanke / im Resteladen gab. War zu Beginn, das verbindende Element einfach noch SciFi (lies cool), war es ab ’99 Star Wars. Erst wurde der Snowspeeder in die Ice Planet Welt integriert, später wurden viel eher die Galaxy Squad / Alien Conquest Figuren in die Star Wars Welt integriert.

    Ähnlich sah es bei den Burgen und Rittern aus, die sich dank ähnlicher Farbgebungen allerdings beser kombinieren ließen. Auch die Belagerung einer Burg mit König, durch alle anderen war ein einleuchtenderes Spielprinzip für mich. Zudem waren sich die Löwenritter aus Royal Knights und Knights Kingdom ähnlich genug um kombiniert werden zu können (Ich hatte immer eine Sorte auf dem Wall und die andere in der Burg 😀 ). Harry Potter ist später ebenfalls viel eingeflossen (Hexerei!), Herr der Ringe weniger (Preisfrage).

    Alles was City war, wurde ohnehin in die Stadt gestellt und irgendwie per Zug erreichbar gemacht. Hier finde ich es vielmehr schade, dass nicht mehr Serien innerhalb der City Reihe kommen und wenn, dann doch häufig dem Räuber/Polizist-Schema folgen (ich wusste nicht wie man Gendarm schreibt). Störend finde ich auch die harte Abtrennung von City und Friends, da sie sich in so vielen Bereichen eigentlich überlagern / ergänzen. Als Afolobo ist das Umbauen in die eine oder andere Richtung zwar kein Problem, als Kind ohne Zugang zu einem schier endlosen Zweit- und Einzelteilemarkt dann aber schon eher doch.

    Kurzum: stört es mich, dass Ninjago eine Narrative und ein verbindendes Element durch diverse andere Serien vorgibt? Nein. Es entspricht meinem natürlichen Spieltrieb und auch im Städtebau suche ich gemeinsame / verbindende Elemente. Die Insulaner fallen am Fasserfall von der Ritterwelt in den Stadtsee / Der City Space Port ist durch eine Bergkette von der Neo Classic Space Ebene getrennt, aber die Adventurers haben schon fast ein Loch geschlagen / Ice Planet schlachtet einen abgestürzten Sternenzerstörer aus, während auf der anderen Seite die Schlacht von Hoth (MiniModelle) tobt. Ich finde aber sowohl die Ninjago Sets, als auch die Serie großartig – bin also positiv vorbelastet. 😀

    Zudem gibt es einige Punkte, die Ninjago (zur Zeit) deutlich besser macht als andere Serien. Zum einen ist da Terrain. Ja 2 ganze und noch 2 halbe Totenkopfhöhlen sind nicht unglaublich, aber schon ziemlich viel. Und auch eine Insel oder ein einzelner Tempel, sei es in der Luft oder unter dem Meer, sind mehr als wir an Star Wars oder Super Heroes Gebäuden haben. Harry Potter bildet hier die Ausnahme, da das Schloss als Gebäude naturgemäß stärker im Mittelpunkt steht. Vergleiche ich das mit den alten Serien, wo nur die Hälfte überhaupt eine Basis hatte, und diese dann meist aus einer Kuppel auf einer 3D-Baseplate bestand (Nicht falsch verstehen, ich suchte die riesen 8-eck Paneele in allen Farben, aber viel Gebäude war das halt schon damals nicht), muss ich leider den Staub auf meiner Nostalgiebrille realisieren.

    Ein weiterer Punkt ist mMn das recht große Team. Wer so verteilt Sets erhalten hat, wie ich in meiner Kindheit bekommt trotzdem über die Zeit das ganze Team zusammen, wenn vielleicht auch in durchwechselnden Outfits. Gleichermaßen lässt sich das Team immer mit kleineren Sets zusammenstellen (über diverse Staffeln hinweg), ohne extremste Dopplungen haben zu müssen. Bei Batman / Ironman ist sowas ausgeschlossen, da der eine (immerselbige) Hauptcharakter in jedem Set zu finden ist.

    Neben Terrain biete Ninjago sehr gute und viele Figuren. Diese können sowohl in Hinsicht der Gegner, als auch als (un-)beteiligte Dritte fungieren. Ich habe mir mal die aktuellen 3 Staffeln rausgepickt (auf Polybags, Spinner, Legacy bin ich nicht eingegangen).
    Staffel 13: In 6 Sets befinden sich insgesamt 14 Ninja, also einige Doppelte, aber immerhin auch das komplette Team und je 4 Munks, 4 Geckels und 4 Skelette (inkl. Magier).
    Staffel 14: Aus nur 4 Sets bekommen wir das komplette Team, heißt 10/6 Ninjas, also auch „nur“ 4 Doppelte und immerhin 8 Inselbewohner (Hüte und Gesichter ein bisschen durchgetauscht et voilà).
    Staffel 15: Bisher sind 5 Sets bekannt, welche mit 13 Ninja daherkommen, also wieder recht viele doppelt, denen immerhin 9 Schlangenwesen (zzgl. 3 Elites) gegenüberstehen.

    Wenn ich das ins Verhältnis dazu setze, was ich für 4 Tusken und 4 Jawas, oder 9 Clonetrooper + 3 Commander oder auch einfach nur mal 8 (nicht Hauptcharaktere) Bewohner in City / Harry Potter / Batman kaufen müsste. Da sieht es ohne spezielle Figurenpakete / Battlepacks schon echt mau aus. Hinzu kommen die Optionen für Sammler. Das komplette Team aus jeder Staffel sammeln? Oder lieber alle Figuren aus Staffel X? Oder doch nur den einen Lieblingsninja, dafür aber in allen Varianten?

    Als größten Kritikpunkt an Ninjago sehe ich (vor Allem seit dem Movie / Einführung der Legacy Sets) die (mMn zu) hohe Taktung der Sets. Alle paar Monate mal die paar hundert Euro locker zu machen um auch nur von allen Sets zu einer Staffel träumen zu können finde ich für viele Kinder doch eher illusorisch. Das Ninjago-Fazit für mich ist entsprechend ganz klar FLUCH, für meinen Geldbeutel, sonst aber eher Segen. Ich würde mich über City meets Rock Raiders oder Ninja-Go-Mars freuen. 🙂

    • Danke für diese sehr ausführliche Darlegung Deines Standpunkts. 🙂
      Deine Spieltrieb-Argumentation pro Ninjago kann ich sehr gut nachvollziehen, und das ist wahrscheinlich auch genau der Punkt, warum ich es anders sehe: Für mich ist jede Themenwelt bzw. früher auch jede Space-Fraktion eine kleine Welt für sich, ein in sich geschlossenes „Kunstwerk“ sozusagen. Wenn es passte, gab es natürlich auch Interaktion über die Grenzen hinaus, aber dieser „wilde“ Ansatz, alles als eine gemeinsame, große Phantasiewelt zu sehen (wie es z.B. ja auch im LEGO Movie der Fall ist) war mir persönlich schon immer fremd. Wenn man allerdings so an die Sache herangeht, verstehe ich gut, warum einem das, was LEGO mit Ninjago macht, gut gefällt. 😉

      • Und ich danke, dass Du Dir die Zeit nimmst meine langen Kommentare zu lesen und zu beantworten. 🙂

        Wie empfindest Du die (alten) Kataloge? Ich fands ja immer besonders lustig, wenn die Blacktrons auf der Ice Planet Seite eingefroren waren, während sie von der Space Police verfolgt wurden. Oder der Räuber der am Anfang bei City ausbricht und sich später bei den Piraten versteckt. 😀 Die heutigen Katalogseiten sind da deutlich abgetrennter pro Serie.

        Den Ansatz, jede kleine Themenwelt als separat zu sehen verstehe ich auch völlig, bei mir sind die Grenzen halt nur fließend. Piraten mitten in der Stadt, oder Theme wie Time Cruisers sind und waren mir ihrer Zeit dann aber auch zu wild. 😀

  44. Anfangs war ich auch großer Fan der Ninjago Reihe, so ca. bis zum „Wettkampf der Elemente“, danach verlor ich aber etwas das Interesse, weil ich finde, dass nix neues mehr kommt.
    So wiederholt sich in jeder neuen Welle für mich die Sets, je ein neuer Mech, Drache und ein Fahrzeug, was in ähnlicher Form schon (mehrmals) dargewesen ist/sind.
    Zum anderen werden mir die Themen irgenwie zu abgedreht, die Ninjas springen wahlos in Zeit und Ort und die Welten haben nicht mehr (zumindest für mich) das alte Flair und wirken irgendwie lieblos. Desweiteren wird jede Welle mMn sehr schnell abgefertigt und dann wieder fallen gelassen.

    ->Fazit: Für mich sind in den neuen Wellen nur mehr die Figuren, die mir immernoch gut gefallen und viele interessante Molds beinhalten, interessant.
    Daher würde mir eine Abwechslung oder Ergänzung in Form einer neuen Themenwelt gut gefallen und mich auch sehr freuen.

  45. Ich konnt anfangs nichts damit anfangen. Jetzt habe ich die letzten Staffeln der Serie angesehen und bin großer Ninjago fan geworden die Serie wird immer besser. Das Einzige was mich stört ist, dass die Themenwelten so schnell wechseln. Gerade zur Shintarostaffel hätte ich mir deutlich mehr der Charaktere und mindestens eine Spinne gewünscht.

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