The Wizard of Oz: Christoph stellt seine Vignettenserie zum Kultfilm vor

Wizard Titel

Wie ihr vielleicht wisst, lieben wir schöne Vignettenserien aus dem Fantasy-Bereich, die besondere Szenen eines Films nachzeichnen. Als unser Leser Christoph (alias “Kleiner”) uns kontaktierte und uns vorschlug, einen Beitrag zu eben einer solchen Reihe von MOCs zum Kultfilm-Klassiker “The Wizard of Oz” von 1939 zu schreiben, die er gebaut hatte, freuten wir uns deshalb sehr. Nun ist er fertig und wir hoffen, dass ihr genau so viel Spaß an den LEGO The Wizard of Oz Vignetten haben werdet wie wir. Vielen Dank an Christoph für den folgenden Beitrag!

Nach den ersten Gerüchten erwarte ich mit Spannung die neuen LEGO Sets zum Film Wicked. Auch wenn ich mit dem Musical wenig anfangen kann, freue ich mich als Fan des Films von 1939 auf passende Sets aus der Welt von Oz. Dabei drücke ich weiter die Daumen für neue Minifiguren – die am besten (teilweise) auch zum Original-Film passen. Dies möchte ich zum Anlass nehmen, Euch meine letztes Jahr entstandene Vignetten-Serie zum „Wizard of Oz“ vorzustellen.

Inspiration durch Minifiguren

Angefangen hat meine LEGO Reise in die Welt von Oz mit den tollen Minifiguren aus der Serie zum LEGO Movie 2. Da ich Dorothy, „Tin Man“, „Scarecrow“ und „Lion“ unbedingt haben wollte, habe ich mich dafür zum ersten Mal ins Geschäft gestellt und Tütchen erfühlt. Zunächst wollte ich eigentlich nur eine kleine Szene mit der „Yellow Brick Road“ umsetzen, um die Minifiguren darin in Szene zu setzen. Dabei war ich aber unschlüssig, welche konkrete Szene es werden sollte, denn der gemeinsame Weg von allen vier Charakteren auf dieser Straße ist ja nur ein sehr kleiner (und eher uninteressanter) Teil des Films. Da der Film besonders in den USA unglaublich populär ist, gibt es dazu natürlich diverse MoCs von klein bis groß und auch ein LEGO Ideas Entwurf zum Thema The Wizard of Oz ist eigentlich immer im Rennen. Auf eine zündende Idee, wie ich den Film in genau eine Szene umsetzen könnte, bin ich aber nicht gekommen.

Tolkien-Vignetten-Serien als Vorbild

Das hat sich aber schlagartig geändert, als ich auf StoneWars die LEGO Hobbit-Vignetten von Thorsten Bonsch gesehen habe. Das Format von 14×14 Noppen schien mir ideal geeignet. Trotzdem hat mich die Größe des Projekts erst einmal davon abgeschreckt. Als dann Jonas schließlich auch noch die LEGO Vignetten zu „Herr der Ringe“ geteilt hat, wurde mein Entschluss konkreter. Um das Projekt etwas zu begrenzen, habe ich mich schon vorab auf zwölf Vignetten begrenzt und mich auf einige Schlüsselszenen des Films beschränkt. Ich habe lange überlegt, ob ich für den Start die ikonische Szene, in der Judy Garland „Somewhere over the Rainbow“ singt, umsetzen soll – mich schließlich aber dagegen entschieden, da diese für die Handlung eher irrelevant ist.

LEGO Wizard of Oz

Die Hexe vor dem Fenster

Wizard 01

Die Reise von Dorothy nach Oz startet (und endet) auf einer Farm in Kansas. Dorothy schafft es gerade so, sich vor einem Tornado in ihr Zimmer in Sicherheit zu bringen. Dabei fliegt das Fenster aus den Angeln und trifft sie am Kopf, sodass sie sich auf ihr Bett setzt. Dort sieht sie vor dem Fenster allerlei Dinge vorbeifliegen, auch die böse Nachbarin/Hexe auf dem Fahrrad, die ihr den geliebten Hund Toto wegnehmen will. Die Dynamik des starken Windes habe ich versucht durch den wehenden Vorhang einzufangen. Herausfordernd war es, dass die Hexe mitsamt Fahrrad durch das Fenster noch gut zu erkennen bleiben sollte. Von den fliegenden Pflanzenteilen kann man aber leider in dieser Perspektive nur noch kleine Äste oben herausragen sehen.

Im Land der Munchkins

Wizard 02

Der Tornado trägt Dorothy mitsamt dem Haus ins Land Oz, wo sie im Land der „Munchkins“ landet. Dabei wird die „Wicked Witch of the East“ unter dem Haus begraben und nur noch ihre Beine schauen unter dem Haus hervor. Glücklicherweise hat die „Wacky Witch“ aus der Minifiguren Serie 14 genau die passenden schwarz/weiß geringelten Beine, um diese unter dem Haus zu platzieren. Die gute Hexe Glinda hilft Dorothy und zaubert ihr die magischen „Ruby Slippers“ der „Wicked Witch of the East“ an die Füße – sehr zum Ärger der „Wicked Witch of the West“, die daraufhin in rotem Rauch verschwindet und Rache schwört. Dazu habe ich unterhalb der Hexe extra einen transparenten roten Boden und andere Teile verbaut – nur um später festzustellen, dass eine Beleuchtung von unten in den Bildern kaum sichtbar war (weshalb ich das dann gelassen habe).

Hier hatte ich besonders Probleme, die Schönheit des Landes und die vielen “Munchkins“ alle auf der Vignette unterzubringen – es ist nur ein Blumen-Schirm und „Munchkin“ von der „Lollipop-Guild“ übrig geblieben, der sich vor der Hexe fürchtet. Beim Hausdach wollte ich das regelmäßige Muster der Tile, Modified 1 x 2 Grille durchbrechen und habe diese dazu leicht schräg montiert und zusätzlich auf darunterliegenden Fliesen leicht verschoben angebracht.

Begegnung mit der Vogelscheuche, …

Wizard 03

Dorothy macht sich nun auf den Weg entlang der „Yellow Brick Road“, um den „Wizard of Oz“ zu suchen und ihn zu fragen, wie sie wieder nach Hause kommen kann. An einer Weggabelung trifft sie auf „Scarecrow“, der sich nichts sehnlicher wünscht, als ein Gehirn statt Stroh im Kopf zu haben. Dies ist eine der ersten Vignetten, die ich gebaut habe. Die Bautechniken sind sehr einfach gehalten, experimentiert habe ich hier nur mit dem halb-versetzten Bordstein.

… dem Zinnmann …

Wizard 04

Auch bei der nächsten Vignette – die beiden treffen den „Tin Man“ – habe ich den Bordstein wieder entsprechend versetzt. Hier war dies aber durch die schräge Ausführung der Begrenzung deutlich anspruchsvoller (was auf dem Bild gar nicht richtig zur Geltung kommt). Riesen-Spaß hat es gemacht, die Birken zu designen. Besonders mag ich die Stud-Shooter, von denen ich einige verbaut habe.

… und dem ängstlichen Löwen

Wizard 05

Als nächstes trifft Dorothy mit ihren Begleitern auf den „Cowardly Lion“, der sie alle zunächst gehörig erschreckt. Hier habe ich wieder mit einer nicht-rechtwinkligen Straße experimentiert, aber diesmal auch die Pflasterung mitgedreht und das ganze zwischen „Weihnachtsbaum“-Platten fixiert. Nach einigen Versuchen hat es dann sogar geklappt noch senkrechte Fliesen als Bordstein mit einzuschieben. Auch bei den Bäumen wollte ich wieder die rechten Winkel möglichst reduzieren, damit sie etwas knorriger wirken.

Im Mohnfeld

Wizard 06

Die nächste Szene im Mohnfeld durfte nicht fehlen, auch wenn sie baulich eigentlich wenig hergibt. Dafür konnten die Kinder tatkräftig unterstützen und die Hügel-Grundform erstellen und bepflanzen. Um es etwas interessanter zu gestalten, habe ich den zeitlichen Übergang ins Schneetreiben hier räumlich in einer Ecke der Vignette dargestellt.

Ankunft an der Smaragdstadt

Wizard 07

Endlich kommen die vier Gefährten an der „Emerald City“ an, um dort aber direkt vor verschlossener Tür zu stehen und nicht eingelassen zu werden. Hier bin ich beim „Snotten“ fast verrückt geworden, um ansprechende Rundungen und eine auch von hinten akzeptable Optik zu erreichen. Der Türsteher stammt aus der Minifigurenserie 6, adaptiert mit anderem Kopf/Händen und Schnauzbart.

Audienz beim Zauberer

Wizard 08

Endlich werden sie dann zum Zauberer vorgelassen, der sich als ziemlich furchteinflößender Kopf herausstellt. Besonders gefällt mir hier der Hulk-Körper als Nase. Auch der leicht angewinkelte Unterkiefer ist mit einem Teil aus dem Hulk-Mech umgesetzt.

Die böse Hexe des Westens

Wizard 09

Auf dem Weg zur „Wicked Witch of the West“ wird Dorothy von den fliegenden Affen gefangengenommen und direkt zu ihr gebracht. Viel Zeit habe ich hier damit zugebracht, eine ansprechende Sanduhr nach dem Filmvorbild (mit 3-zähliger Symmetrie) zu designen und den dafür nötigen Unterbau im Steinsims zu verstecken – nur um dann im finalen Bild kaum noch etwas davon sehen zu können.

Sieg über die Hexe

Wizard 10

Nach Dorothys Befreiung und einer Jagd durch die Burg werden ihre Freunde und sie im Turm in die Enge getrieben und können die Hexe schließlich mit einem Eimer Wasser besiegen. Diese Szene habe ich zum Anlass genommen, die Fußboden-Bautechnik mit liegenden Dachsteinen und Käseecken auszuprobieren. Das verschüttete Wasser ist noch in den Ritzen des Steinfußbodens zu sehen, der angesengte Besen liegt vor dem übriggebliebenen Hut. Den Wachen hätte ich gerne noch einen Stoff-Rock gegönnt, habe dies aber bisher nicht umgesetzt. Woher kommen wohl die grünen Köpfe?

Die vielen Minifiguren hier unterzubekommen war gar nicht so einfach. Eigentlich hatte ich einen Affen in der Ecke hinten vorgesehen, aber das wurde dann viel zu voll, sodass beide nach oben verlegt wurden.

Die Wahrheit über den Zauberer

Wizard 11

Nach dem Sieg über die Hexe deckt Toto das Geheimnis des Zauberers auf, der hier als Doppelgänger von Ebenezer Scrooge auftritt. Jeder bekommt dann vom Zauberer die ersehnte Fähigkeit attestiert. Schwierig war es, einen grünen Drachenflügel so zu falten, dass er genau die richtige Länge für den Vorhang bekommen hat und dann auch noch in Form bleibt. Die Details des Bedienpults gehen bei den vielen Minifiguren in dieser Szene leider etwas unter.

Im Heißluftballon

Wizard 12

Und nun die finale Szene im Heißluftballon, bei der Toto aus dem Korb springt. Die hexagonale Plattform hat mich einiges Kopfzerbrechen gekostet, da sie groß genug für den Ballon-Korb sein mußte, ich aber davor noch zwei Wachen platzieren wollte. Für die Treppen hinten und rechts hat der Platz dann aber nicht mehr gereicht. Mein liebstes Detail (eigentlich insgesamt) sind hier definitiv die Sandsäcke.

Ich hoffe euch hat meine kleine Vignetten-Serie gefallen und freue mich natürlich über Eure Meinung dazu in den Kommentaren. Welches der Modelle gefällt euch am besten? Könnt ihr die Film-Szenen wiedererkennen? Welche (ikonische) Szene aus dem Film fehlt Euch? Und freut ihr euch auch auf die kommenden Sets zu „Wicked“?

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