BrickLink bestätigt Neuauflage des AFOL Designer Program!

Bricklink AFOL Designer Programm V2

Es gibt sehr gute Neuigkeiten für alle, die das letzte BrickLink AFOL Designer Program in guter Erinnerung haben! In einem Video bestätigen Julia Goldin (CMO der LEGO Gruppe) und Marvin Park (Head of BrickLink), dass ein weiteres AFOL Designer Program geplant ist und erste Details noch im Dezember folgen sollen.

Das Video trägt den Titel „Looking to the future of BrickLink“ und bezieht sich hauptsächlich auf drei unterschiedliche Themen: Die Software Stud.io, die neue BrickLink-Oberfläche „BrickLink XP“ und eben eine Neuauflage des BrickLink ADP, also des AFOL Designer Program.

BrickLink AFOL Designer Programm Neuauflage

Die Details zur Neuauflage des Programms sollen laut Marvin Park noch im Dezember 2020 folgen. Ob dieses neue Projekt auch wieder den gleichen Namen trägt, oder BrickLink hier zusammen mit LEGO einen neuen Namen wählt, geht aus dem Video nicht eindeutig hervor. Weitere Infos zum letzten BrickLink AFOL Designer Program findet ihr entweder in unseren Archiven, oder aber auf der offiziellen Unterseite bei BrickLink.

Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass erfahrene MOC-Designer wieder die Chance haben werden, ihre Modelle einzureichen, von denen dann einige im Rahmen eines Crowdfunding-Prozesses auch wirklich umgesetzt und als BrickLink-Sets mit der Unterstützung von LEGO veröffentlicht werden. Und da BrickLink im Gegensatz zur letzten Aktion nun offiziell zur LEGO Gruppe gehört, könnten die Sets eventuell sogar ganz offiziell das LEGO Logo tragen.

Abseits der Ankündigung für das neue AFOL Designer Program kündigt LEGO auch an, signifikant in BrickLink zu investieren. Dabei soll das BrickLink Team ausgebaut werden und es soll eine Stelle speziell für das Community Engagement geschaffen werden, um die Interessen von Verkäufern, Sammlern und Baumeistern besser zu verstehen. 

BrickLink XP

Darüber hinaus soll der Marktplatz performanter und sicherer werden, was wohl auf viel Gegenliebe stoßen dürfte. Außerdem soll „BrickLink XP“, die neue mobil-freundliche Benutzeroberfläche, die seit einigen Monaten als Beta verfügbar ist, weiter ausgebaut und „sehr bald“ um viele Informationen und Funktionen erweitert werden. Hier werden beispielhaft die Price Guides genannt, die viele Benutzer bisher noch vermissen.

Bricklink XP Benutzeroberfläche
Ein Screenshot aus der BrickLink XP Benutzeroberfläche

Dass BrickLink irgendwann auch endgültig auf eine neue Benutzeroberfläche umstellen wird, ist seit vielen Monaten abzusehen und auf Dauer wohl auch unvermeidbar. Zwar gibt es anhaltende Kritik an der neuen Oberfläche, aber auch das ist wohl vorhersehbar bei einer Seite, die seit Jahren mehr oder weniger gleich aussieht und an deren Bedienung sich viele Fans gewöhnt haben.

Grundsätzlich ist ein neues Frontend für BrickLink, das auch für Neueinsteiger und vom Handy aus bequem bedienbar ist, wohl eine sehr zu begrüßende Veränderung. Es bleibt zu hoffen, dass LEGO die aktuell noch fehlenden Funktionen nachrüstet und auch die alte Oberfläche weiterhin zugänglich lässt, ähnlich wie auch jetzt schon die Beta der neuen Version zugänglich ist.

Die Zukunft von Stud.io

Zu guter letzt soll die Stud.io Software weiter ausgebaut werden. Unter anderem sollen die „Public Studio Gallery“ und „My Studio“ in Stud.io eingegliedert werden, so dass ihr direkt in der Software Zugriff auf eure MOCs habt. Außerdem wird gerade mit einer Optimierungsfunktion experimentiert, die die Anzahl der Teile im MOC minimieren kann, ohne dass sich die Optik des MOCs verändert.

Das gesamte Video könnt ihr euch hier ansehen, wirklich interessant ist vor allem der mittlere Abschnitt mit Marvin Park:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Was denkt ihr über eine Neuauflage des BrickLink AFOL Designer Program? Freut ihr euch über die Bestätigung, oder lässt euch das völlig kalt? Und was haltet ihr von den angesprochenen Punkten zu BrickLink XP und Stud.io? Diskutiert gerne in den Kommentaren!

Über Lukas Kurth 1643 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 29 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de

13 Kommentare

  1. Grundsätzlich finde ich das Designer Programm eine gute Idee. Letztes Mal kamen da auch schöne Modelle heraus.
    Meine große Hoffnung ist nur, dass es für Europäer dieses Mal einfacher wird – also ohne Zoll und Einfuhrumsatzsteuer und so (es gab ja ein gewisses Kuddelmuddel und verschiedene Empfänger haben ganz unterschiedliches berichtet). Das hat mich letztes Mal vom Bestellen abgehalten, obwohl ich sonst das eine oder andere genommen hätte.

  2. Noch mehr Spielfunktionen in Stud.io, aber die alten Bugs und Probleme bleiben. :-\ Klingt für mich nach falschen Prioritäten. Der Umschwung zu BLXP ist sicher unvermeidlich, aber ich denke, da sind wir lange noch nicht an einem Punkt, wo man dauerhaft den Schalter umlegen könnte. Zu viele Bugs, zu viele fehlende Features. Gerade für komplexere Bestellungen mit vielen kleinen Pöstchen ist es zu mühselig und fühlt sich eher an, als hätte es jemand für eine gute Idee gehalten, LEGOs Steine & Teile Seiten zu kopieren, sprich es wurde eher verschlimmbessert. Das AFOL-Designer Programm ist wohl nur bedingt interessant. Mal abgesehen vom finanziellen Aspekt fand ich jetzt bei der ersten Runde nur zwei oder drei Sets wirklich gelungen/ interessant, aber dann kam ja der ganze Kuddelmuddel mit verzögerten Bestellunegn, fehlenden Teilen usw., also bin ich da eher skeptisch, dass das beim zweiten Mal wirklich besser wird.

    • Ja, für mich hört sich das auch alles nicht so gigantisch an. Eine Handy-taugliche Oberfläche die man dann vom PC aus nur unter Krämpfen bedienen kann? Wat will ich eine Stunde lang 100 verschiedene Lots bei 10 Händlern auf’m Handy ordern? Wenn ich da an die LEGO-Webseite denke, graut es einem ja schon. Na mal sehen.

      Und irgendwelche MyTogetherWhateverMagicGallery-Features brauch ich Stud.IO auch nicht. Modelle entwerfen, Preise vergleichen, Anleitung gestalten. Dat muss gehen! Okay, wenn irgendwelche Teil-Optimierungssachen mit reinkommen ist vielleicht ganz nett. Aber am Ende ist man abgesehen von extrem trivialen Fällen sicher besser beraten, wenn man sich selbst um die Optimierung des Modells und der Teileauswahl kümmert, man will ja die Kontrlle über das Design und den Bauablauf behalten. Hilfreich wären vielleicht beratende Eingriffe, aber nicht irgendwelche Automatismen. Na mal sehen, werde mir später zumindest mal das Video reinziehen. Löblich ist, dass sie Stud.IO ernst zu nehmen scheinen. Hätte ja auch sein können, sie lassen es zugunsten des grottigen LDD verkommen oder irgend sowas. 😉

      Das AFOL Designer Program kenne ich jetzt nicht, aber ich bin auch nicht so groß im Fremd-MOC-Bauen drin. Wenn das einfach nur ein teureres IDEAS aber mit nur halb-offiziellen Sets ist, na mal sehen. Aber das ist sicher noch das, was am ehesten von direkter LEGO-Kooperation profitiert.

  3. Juhu! Bin gespannt was uns Jonas diesmal schönes bauen wird. Mittlerweile gibt es auch mehr MOC-Bauer als vor 2 Jahren. Hoffe es wird wieder ein vernünftiges Teilelimit geben um die Sets bezahlbar zu machen.
    Aber, ich glaube nicht, dass das LEGO Logo auf den Kartons stehen wird, weil die MOC’s nicht den strengen Design und Stabilitätsstandards entsprechen um sie ein LEGO Set zu nennen. Ich kann mir höchstens vorstellen, dass die Steine direkt in den LEGO Fabriken eingetüten werden und die Erstellung der Anleitungen, das Verpackungsdesign und die Logistik an einen Partner übergeben wird. Hoffentlich diesmal direkt aus der EU ohne Zollkosten.

  4. Letztes Mal, war auch alles nur „halb legal“, die einen hatten einen freundlichen oder gleichgültigen Zoll Mitarbeiter, andere eben einen der genau hingeschaut hat.
    Rechtlich ist / war ja hier jeder Käufer auch gleichzeitig Importeur, mit allen Rechten und Pflichten, wer sich da informieren möchte … viel Spass.

    Ich denke, das hier vermutlich schlicht und ergreifend das vorhandene Lego Know-How einfließen wird und hier Lego über seine „Lokalen Vertriebswege“ die Sachen verschicken wird.

    Sodass genau diese Probleme wie Zoll und Steuern einfach richtig und sauber ablaufen werden und jeder der es sich bestellt, eben einfach ein „Käufer“ und kein Importeur ist.

  5. Eine Neuauflage zu dem AFOL Designer Programm finde ich super. Aus der ersten Welle habe ich damals 3 Sets bestellt.
    Ist die neue Benutzeroberfläche auch in anderen Sprachen als Englisch vorgesehen? Die Sprachbarriere ist für den ein oder anderen eine Hemmschwelle sich mit Brinklink zu beschäftigen.

  6. Bei der Nachricht kommen in mir gemischte Gefühle auf.
    Zum einen ganz klar Freude und Spannung auf die dann eingereichten Sets.
    Und zugleich die Hoffnung, daß es jetzt mit dem ‚Mutterkonzern‘ TLG im Hintergrund einfacher wird mit Versand (-dauer), Zoll, etc.
    Zum anderen kommen dunkle Erinnerungen an das erste Programm. Drei in der Croudfundung bestellte Sets gingen wegen der CE Problematik nicht durch den Zoll und wurden zurück zubBL geschickt. Ein durch BL per Email angekündigter zweiter Zustellversuch ist im Sande verlaufen.
    Bleibt zu hoffen, das Lego diesmal das Versenden direkt in den jeweiligen Regionen übernimmt.
    in erster Linie natürlich bleibt abzuwarten was die Moccer dieser Welt so schönes einreichen.

  7. An das letzte BrickLink AFOL Designer Programm erinnere ich mich mit sehr gemischten Gefühlen. Die Entwürfe waren super und ich habe mir drei davon bestellt, aber die Zoll-Abwicklung war eine einzige Katastrophe. Damit meine ich nicht die Einfuhrumsatzsteuer (das ist bei Einkäufen in den USA normal, auch wenn es sehr zu befürworten wäre, wenn LEGO den Versand für EU-Kunden auch innerhalb der EU durchführt), sondern das fehlende CE-Zeichen. Der Zoll hatte bei mir noch vier weitere Beanstandungen, die alle unzutreffend waren, aber die Sache mit dem CE-Kennzeichen war leider nicht wegzudiskutieren. Der Zoll meinte, ich hätte die Wahl zwischen vernichten oder zurücksenden lassen. BrickLink hat völlig abweisend und kundenunfreundlich reagiert (nicht unser Problem, CE-Zeichen war überflüssig, hat uns die LEGO-Rechtsabteilung so empfohlen, laß es halt zurückgehen, nein, das können wir dann nicht an eine Adresse in den USA schicken, was meckert ihr Ausländer eigentlich dauernd?), LEGO war dagegen höflich, aber nicht hilfreich (BrickLink? Wer ist das? Achso, nein, das ist leider nicht unser Produkt, auch wenn es aus unseren hervorragenden, EU-konformen Steine besteht. Ich hoffe, Sie waren mit unserer Auskunft zufrieden und wünschen Ihnen viel Spaß mit Ihrem Produkt!). Ich habe also gegen den Zoll-Bescheid Einspruch eingelegt und mich ein wenig gezankt und siehe da – keine 3 Monate später wurde mir höchst ausnahmsweise die Einfuhr gestattet. Ich bin mal optimistische und hoffe, daß das unter der Leitung von LEGO nicht wieder so eine Tortur wird…

  8. Gibt es schon Neuigkeiten vom BrickLink AFOL Designer Programm 2.0?
    Info vom 17.12. „Anfang des Jahres 2021 gibt es weitere Informationen.“

Schreibe einen Kommentar zu R0Sch Antworten abbrechen


E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*


Mit dem Absenden des Kommentars akzeptierst du unsere Netiquette.