LEGO Technic 42113 Bell Boeing Osprey V22 wird definitiv nicht erscheinen: Statement von LEGO

LEGO Technic 42113 Bell Boing Osprey V 22 erscheint nicht

Update (21. Juli, 17:40 Uhr): Nachdem LEGO gestern die LEGO Technic 42113 Bell Boeing V-22 Osprey schon aus dem LEGO Online Shop entfernt hat, kommt nun das offizielle Statement von LEGO: Das Set wird tatsächlich nicht auf dem Markt erscheinen. LEGO gab soeben ein Statement an die Händler und auch an die Fanmedien heraus, dass wir euch hier trotz der für viele enttäuschenden Nachricht gerne übersetzt bereitstellen wollen:

Die LEGO Technic Bell Boeing V-22 Osprey wurde entwickelt, um die wichtige Rolle des Flugzeugs bei Such- und Rettungseinsätzen hervorzuheben. Während das Set deutlich zeigt, wie eine Rettungsversion des Flugzeugs aussehen könnte, wird das Flugzeug nur vom Militär eingesetzt. Wir verfolgen seit langem die Politik, keine Sets mit echten Militärfahrzeugen zu erstellen, daher wurde beschlossen, dieses Produkt nicht auf den Markt zu bringen.

Wir verstehen, dass einige Fans, die sich auf dieses Set gefreut haben, enttäuscht sein könnten, aber wir halten es für wichtig, dass wir unsere Markenwerte aufrechterhalten.

Die Nachricht an die Händler enthält zudem noch die Bitte, alle eventuell auf Lager liegenden Exemplare zurück zu schicken. Damit ist klar: Die Osprey wird nicht erscheinen. Zumindest nicht in naher Zukunft in der Form, wie LEGO es geplant hatte.

Das dafür alleine der Verein der DFG-VK die Schuld trägt, ist wohl auszuschließen. Die vom Verein gestartete Petition hat bisher kaum Zuspruch gefunden und auch das Medienecho war (außerhalb der LEGO Welt) eher gering. Wahrscheinlich hat der Protest bei LEGO die letzten Schalter umgelegt, die es noch gebraucht hat, um sich gegen ein Release des Sets zu entscheiden. Denn heiß diskutiert wurde das Set schon seit seiner Ankündigung auf der Spielwarenmesse im Januar.

Es tut uns leid für alle Fans, die sich auf die LEGO Technic V-22 Osprey gefreut hatten! Wir hoffen sehr, dass die LEGO Gruppe die Gelegenheit nutzt die eigenen Regeln entweder zu konkretisieren oder vollständig zu überdenken. Damit könnte in Zukunft ein solches Ereignis ausgeschlossen werden. Und: Hoffentlich bringt LEGO das Set in nicht all zu ferner Zukunft in anderer Form heraus. Denn bei einer Sache sind wir uns sicher: Als LEGO Technic Set hatte es einige Vorzüge, die viele Fans gefreut hätten. Vielleicht geht das auch in Form eine nicht-militärischen Kipprotorflugzeuges in einigen Monaten.


Update (20. Juli, 12:15 Uhr): LEGO hat anscheinend bereits reagiert und die LEGO Technic 42113 Bell Boeing Osprey V22 aus dem LEGO Online Shop entfernt! Vieles sieht aktuell danach aus, dass das Set tatsächlich in dieser Form nicht wie geplant erscheinen wird. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Ich habe mittlerweile eine kleine Podcast-Folge zum Thema aufgenommen! Die dauert unter 30 Minuten und ihr könnt sie hier kostenlos anhören.


Originalbeitrag (20. Juli, 10:31 Uhr): Gegenwind für eines der kommenden LEGO Technic Modelle: Heute hat der Verein der DFG-VK eine Protestaktion gegen die bald erscheinenden LEGO Technic 42113 Bell-Boeing V-22 Osprey gestartet. Der Grund: Die Kooperation mit den Rüstungsunternehmen Boeing und Bell. LEGO hat uns gegenüber bestätigt, die Markteinführung des Sets prüfen zu wollen.

(English version: We translated this article for our international readers)

Auf der Website Love Bricks – Hate War stellt die DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e.V.) einige Materialien bereit und erklärt damit aus seiner Sicht die Problematik am neuen Modell: Zwar hat LEGO schon immer (meist fiktive oder zeitgeschichtlich ältere) Modelle rund um das Thema Krieg veröffentlicht (woran sich der Verein auch nicht so sehr zu stören scheint), bringt nun aber erstmalig ein lizenziertes Modell eines in aktuellen Kriegen rein militärisch genutzten Flug- bzw. Fahrzeuges auf den Markt. Das bedeutet auch: Es fließen (vermutlich) Lizenzkosten in unbekannter Höhe an die beiden Rüstungsunternehmen Boeing und Bell.

LEGO Technic 42113 Bell Boing Osprey V 22 (1)

Mit jedem Kauf unterstützten LEGO Fans also indirekt auch zwei Rüstungsunternehmen, so der Verein. Und das verletze eine von LEGO selbst veröffentlichte Vorschrift für das eigene Unternehmen, die aus dem englischsprachigen Fortschrittsbericht von 2010 (S. 26) stammt:

Das grundlegende Ziel ist es, realistische Waffen und Militärausrüstung zu vermeiden, die Kinder aus Brennpunkten auf der ganzen Welt kennen könnten, und bei der Kommunikation von LEGO-Produkten von gewalttätigen oder beängstigenden Situationen abzusehen. Gleichzeitig soll die Marke LEGO nicht mit Themen in Verbindung gebracht werden, die Konflikte und unethisches oder schädliches Verhalten verherrlichen.

In einem kurzen Trailer-Video fasst der Verein seine Forderungen zusammen:

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Um dagegen ein Zeichen zu setzen und die LEGO Gruppe zum Umdenken aufzufordern hat die DFG-VK zum einen eine Petition auf change.org gestartet und ruft zum anderen an drei Terminen in großen deutschen Städten zum Protest vor deutschen LEGO Stores auf:

  • 20. Juli 2020, 11 Uhr, LEGO Store Berlin
  • 21. Juli 2020, 10 Uhr, LEGO Store Hamburg
  • 22. Juli 2020, 13.30 Uhr, LEGO Store Frankfurt

Es wäre nicht das erste mal, dass ein Verein gegenüber LEGO eine Veränderung fordert: Im Jahr 2014 konnte Greenpeace LEGO dazu bewegen, die eigene Kooperation mit Shell aufzukündigen, da auch diese die selbst gesetzten Firmenwerte verletze.

Ich habe mir über das Wochenende die gesamte Argumentation der DFG-VK in Ruhe durchgelesen und muss sagen, dass ich sie nachvollziehbar geschrieben finde. Es geht demnach nicht darum, dass LEGO generell keine Spielzeuge mehr mit einem irgendwie gearteten Bezug zum Krieg auf den Markt bringt, sondern sich an seine (selbst gesetzten) Regeln hält, kein modernes Kriegsgerät als Spielzeug zu verkaufen. In jedem Fall sollen damit keine Rüstungsunternehmen in Form von Lizenzkosten unterstützt werden. Und dass bei der Osprey beides in Kombination stattfindet (aktuelles, reales Kriegsgerät plus Lizenzkosten) ist meines Wissens nach ein Novum bei LEGO und die bisher deutlichste Verletzung der eigenen Richtlinien.

Auf Nachfrage hat die Presseabteilung von LEGO Deutschland uns folgendes Statement zukommen lassen:

Das LEGO Technic Set Bell Boeing V-22 Osprey wurde von uns bezogen auf Einsätze des Flugzeugs bei Rettungsaktionen entwickelt. Vorwiegend wird das Flugzeug jedoch militärisch genutzt. Wir verfolgen bereits seit langem den Grundsatz, keine Sets mit Militärfahrzeugen zu gestalten. In diesem Fall haben wir uns nicht strikt an unsere eigenen Richtlinien und hohen Standards gehalten und werden daher die Pläne zur Einführung des Produkts am 1. August überprüfen.

Das Statement von LEGO zeigt zumindest, dass man dort die Vorwürfe ernst nimmt und die Markteinführung überprüfen will. Wie diese Prüfung letztlich ausgehen wird, wird sich wohl in den kommenden Tagen zeigen.

Es ist nicht das erste Mal in der Geschichte von LEGO, dass diese selbst auferlegten Regeln rund um Waffen und Kriegsgeräte diskutiert werden und es wird mit Sicherheit auch nicht das letzte Mal sein. Die Grenze zwischen „akzeptabel“ und „nicht akzeptabel“ ist bei LEGO (z.B. auch bei LEGO Ideas) oft fließend. Es wird sich zeigen, wie LEGO mit diesem Gegenwind letztlich umgeht und wie die Kunden darauf reagieren werden.

Wir werden die Petition und die Protestaktion dazu natürlich für euch im Auge behalten. Sollte die DFV-VK tatsächlich Erfolg mit der Aktion haben, dürfte das dem einen oder anderen LEGO Technic Fan sicherlich auch sauer aufstoßen, denn was wir bisher zur Osprey an ersten Eindrücken und Reviews mitbekommen haben, macht insgesamt einen durchaus positiven Eindruck.

Wie seht ihr die Kontroverse rund um die Bell Boeing Osprey-V22? Könnt ihr die Sichtweise der DFG-VK verstehen, oder findet ihr das nicht nachvollziehbar? Gerne darf (friedlich 😉) in den Kommentaren über „Love Bricks – Hate War“ und die Osprey diskutiert werden.

Über Lukas Kurth 1381 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 29 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de

465 Kommentare

    • Ja, ein gute Idee. Außerdem gebe ich zu bedenken, dass Boeing längst die Lizenzkosten für das Modell kassiert hat. Selbst wenn das Modell jetzt vom Markt genommen wird, hat Boeing schon daran verdient. Das Verlustgeschäft liegt jetzt bei Lego, da sie für eine Lizenz an einem Produkt gezahlt haben, das nie auch nur einen Cent abwirft. Alle die sich jetzt freuen der Rüstungsindustrie eins ausgewischt zu haben oder meinen „gewonnen“ zu haben, vergessen das Boeing schon bereits bei der Entwicklung des Produkts die Lizenzkosten bekommen hat. Also toll gemacht lieber Verein. Bald gibt es Star „Wars“ Sets mit 20 cent/Teil weil irgendwoher muss das Geld ja kommmen…

      • Ich denke, LEGO bestraft sich gerade selbst. Sie nehmen uns potenziellen Käufern die Entscheidung ab – wobei es selbstverständlich richtig ist, das es im Grunde nicht mehr darum geht, die Rüstungsindustrie (nicht) zu unterstützen, sondern darum, ob man LEGO in dieser Sache unterstützen möchte. Und da muss ich sagen, dass ich keinen Unterschied zwischen einem Ritter-Set (wie z. B. 6030 Steinschleuder) und einem halbmilitärischen Hubschrauber sehe. Eigentlich sind jede Axt und jedes Schwert weit brutaler als moderne Schusswaffen – und davon gibt es in beiden Fällen haufenweise von LEGO. Aber es hat sich (gefühlt) nie jemand darüber aufgeregt, dass es diese Sachen von LEGO gibt. So ist diese Diskussion jetzt in meinen Augen nur ein Zeichen für die wachsende Hysterie-Begeisterung der Gesellschaft.

      • Ich denke das Lego das Modell doch herausbringt. Wenn nicht auf dem deutschen Markt,dann im Rest der Welt. Lego hat Millionen in die Entwicklung und
        Producktion investiert. Nicht zu vergessen die Lizenzkosten. Das muss wieder reinkommen. Von lego Deutschland kam das Statement das sie das Set nicht herausbringen. Aber was sagt Lego Billund?

  1. Wenn sich jemand das Set aus diesen Gründen nicht holen will, dann soll er es lassen. Er wird nicht gezwungen es zu kaufen.
    Ansonsten, wenn die meisten Kunden es so sehen würden, dann würde das Set sich auch nicht verkaufen und keinen Gewinn für Lego erzielen.
    Ich vermute aber, dass viele Leute das anders sehen. Combi lasstt Grüßen.

    Leben und Leben lassen ist hier Mal wieder das Motto.

    Das Modell an sich eignet sich meiner Meinung nach super für technic.

        • Mit dem kleinen, aber feinen Problem, dass der Hersteller der AW609 halt auch Militärgerät herstellt. Und die AW609 früher unter Bell/Augusta BA609 lief.
          Es ist aber auch verzwickt….

      • Ich finde genau das ist der Punkt, muss es denn wirklich immer ein Lizenzprodukt sein. Okay bei den Speed Champions finde ich es schon gut, aber bei Technic denke ich es geht auch gut ohne Lizenz.

      • Nein.
        Wäre es nicht. Mir gehts um den neuen Hub und die Technic: Mit 1 Motor alles steuerbar – der Hammer!
        Egal ob das Ding Osprey V-22 heißt oder „Kipprotorsenkrechtstarter-inDBG“

        • Was ist daran Hammer? Das ist ja der Sinn von Technic. Es gab schon Modelle die konnten mit einem Motor mehr Funktionen steuern…zum Beispiel 42009

          • Ja, aber nicht mit den NEUEN Control+ Teilen. Dazu benötigte man imme rBluetooth mit einer App. Das ist der erste Hub der OHNE App auskommt

      • Meiner Meinung nach bräuchten wir hier keine Lizenz. Aber selbst wenn LEGO hier von Beginn an ohne Branding gearbeitet hätte, wäre es trotzdem noch ein Militärmodell gewesen.
        Ich habe damit kein Problem. Ich würde aber gerne wissen wo die klare Linie sein soll. Die großen Hersteller können alle mit Kriegsgerät in Verbindung gebracht werden. Einige von ihnen haben sogar eine sehr zweifelhafte Vergangenheit.
        Ich bin sehr gespannt zu welchem Schluss LEGO kommen wird.

        • Aber dann wären eben keine Lizenzkosten, und damit direkte finantielle Unterstützung durch LEGO und indirekte durch dhe Kunden, zustande gekommen. Das scheint ja der Hauptgrund zu sein, nicht dass man so einen Hubschrauber für Kriege benutzen kann, das macht der Sohnemann ja dann sowieso. Das ist eben das Problem mit Lizenzen, man läd sich damit eben nicht nur die positiven Assoziationen mit ins Boot.

          • Ja eben, keine Lizenzkosten an Bell/Boeing aber trotzdem noch ein klares Militärmodell. Eines welches halt auch aktuell aktiv genutzt wird. Das ist auch ein Kritikpunkt und auch kein unwichtiger.

            Wie die lieben Kinder am Ende dann damit spielen, wird ja zum Glück noch nicht kontrolliert 🙂
            (In der Kommentarspalte ist hier nur einer, der da seinen Kindern klare Vorgaben zu machen scheint)

      • Grundsätzlich Nicht, aber hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Daimler hat den Luchs Randpanzer entwickelt, wo war der Aufschrei beim Unimog und Arocs?

      • Die haben aber auch eine andere Zielgruppe, die wie Revell den Militaria-Markt bedienen wollen. Lego hat sich das Motto „Kein Kriegsspielzeug“ aber auf die Fahnen geschrieben.

        Ich sehe das Modell nicht so eng, eher die Lizenz, aber die sehe ich im allgemeinen kritischer. Wobei durch durch Legos Lizenzen schon waschechte Nazis als Minifiguren auf dem Plan waren.

  2. Richtig so! Ich hoffe, LEGO überdenkt das Produkt und stampft es wieder ein. Die Intention war vielleicht eine Andere, aber die Außenwirkung ist jetzt schon sichtbar. Es wäre ein Dammbruch. Das wäre sehr schade.

      • Jaja, das Ende des erfolgreichsten Spielwarenkonzerns der Welt (mit steigenden Umsätzen) steht unmittelbar bevor! Das hab ich auf YouTube so gehört, von so nem Typen, der gemerkt hat, dass er mit Sarkasmus gut Kohle machen kann… also muss es auch stimmen!

    • Wie viele von Euch die jetzt schon gegen das neue Modell sind, haben sich denn den Audi Quattro gekauft?
      Und lest mal nach was Audi damals alles für den 2 Weltkrieg gebaut habt.
      So gesehen dürfte ich gar kein Lizenzprodukt kaufen, weil sehr viele Firmen etwas gebaut haben.
      Selbst ein bekannter Kekshersteller aus Hannover. Und? Darf jetzt keine Kekse oder Chips mehr kaufen?

      • Es geht hier nicht darum was eine Firma in ihrer Geschichte gemacht hat oder mit welchen Produkten sie noch verbunden ist. Es geht alleine um den eigenen Anspruch LEGOs keine realistisches Kriegsgerät zu produzieren, dass aktuell eingesetzt wird.

  3. Auch ich empfinde die Argumentation des, mir bis eben völlig unbekannten Vereins, als schlüssig und nachvollziehbar…! Das man einen Rüstungskonzern finanziert ist unschön und trifft auch meine persönliche Wertvorstellung. Natürlich bin ich persönlich auch kein Heiliger und mache ab und an moralische Fehler, habe aber aufgrund der Argumentation beschlossen mir die osprey einfach nicht zu kaufen.

    • Mit dieser Argumentation dürftest du auch kein Flugzeug von Airbus, und keine Fahrzeuge von MAN, VW, Mercedes Benz, Land Rover, Faun, Nissan, Iveco und viel mehr kaufen.

      Alle diese Firmen stellen Produkte her die im Krieg eingesetzt werden, und gehören damit zum Teil auch zur Rüstungsindustrie. Genauso wie Bell und Boeing

  4. Ich bin da etwas zwiegespalten. Einerseits bin ich vollends dafür, die (Finanz-)Macht der Rüstungsindustrie zu schwächen bzw. nicht weiter zu steigern, andererseits bezweifle ich ganz stark, dass sich die auch nur ein Fitzelchen dafür interessieren bzw. dadurch ihr Verhalten ändern werden, wenn da jetzt ein Lego Technic-Set eines ihrer zum Rettungszweck umfirmierten Produkte verkauft wird nicht. Es könnte sein, dass die Deutsche Friedensgesellschaft mit sowas eher übers Ziel hinausschießt.

  5. lol, wenn man sonst keine hobbys und probleme hat xD
    Cobi und andere lego ähnliche firmen bringen am laufendem band sets zum thema krieg raus, da beschwert sich auch keiner drüber. Also was soll das geheule von den pazifisten xD

    • Cobi hat sich selbst allerdings keine strikten Regeln auferlegt, was das Thema angeht. Insofern muss Lego es schon aushalten, wenn das kritisch hinterfragt wird.

        • Lego verdient sehr viel mit Ihrem Image, welches auch beinhaltet dass sie sich an diese (selbst-definierten) moralischen Richtlinien halten. Es ist auch für mich einer der Gründe warum ich es vertreten kann dass ich soviel Geld für Lego ausgebe. Wenn Lego diese regeln selbst abgräbt oder gar einstampft können sie langfristig dem Image „most reputable“ ciao ciao sagen. https://www.worldatlas.com/articles/10-reasons-why-lego-is-the-most-reputable-company-in-the-world.html

          • Hätten die doch ein Regelung für Faire und Qualitative MODERNE Sets wäre das was… so ne Regelung für „Kriegsgerät“ (und dann bei einem Transporter… WTF da kann man gleich Airbus und co verbieten weil die auch irgendwo Rüstung produzieren) ist doch albern, vor allem da Lego ja früher sets mit Waffen hatte, da hatten Menschen wohl noch echte Probleme und es gab keine Shitstorms.

            Denke Cobi wird das schön übernehmen.

        • Nun, dann sollen sie das entsprechend tun. Aufgeschrieben ist aber erstmal noch was anderes. Clever wäre es vermutlich gewesen, dem eigenen Regelwerk ein paar 18+-Ergänzungen hinzuzufügen, wenn man denn schon ein Label dafür hat. Einstweilen muss man sich eben am Bild, dass man sich selbst in der Öffentlichkeit verpasst hat, messen lassen.

          Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich habe kein Problem mit dem Teil. Ich habe hier auseichend Kriegsgerät von Lego und anderen Herstellern rumstehen. Ich bin alt genug das für mich zu bewerten.

        • Bei solchen Lizenzen wird üblicherweise keine feste Lizenzgebühr, sondern eine Umsatzbeteiligung vereinbart. Wie viele Sets Lego verkauft oder nicht verkauft hat damit einen direkten Einfluss auf die anfallenden Lizenzgebühren.

  6. Finde die allgemeine Aufregung über das Set ( auch hier im Forum ) stark übertrieben.

    Auch diese Aktion jetzt irritiert mich ein wenig. Klar könnte man nun den ganzen „Star Wars ist auch Krieg“ Stuss wieder abspielen aber das kann eh keiner mehr hören.

    Dennoch finde ich, dass hier das Legomarketing einfach einen Fehler gemacht hat und entweder die „Kein aktuelles Kriegsgerät“ Doktrin 100% durchgesetzt werden muss oder eben abgeschafft wird. ( was ganz sicher nicht gut ankäm, aber da gibt es eh für die Militärfans genug Alternativen )

  7. Irgendwie glaube ich nicht so recht, dass es bis jetzt nicht aufgefallen ist, dass es sich hier um Kriegsgerät handelt. Wie würde es aussehen, wenn der Verkauf nicht stattfindet? Die Sets werden ja bereits produziert sein und vermutlich nicht einfach so verschrottet werden. Wenn die Soldaten das Set jetzt geschenkt bekommen und so ein hoher Schwarzmarktpreis entsteht, fänd ich es nicht gut.
    Aber was weiß ich schon, ich interesseiere mich nicht für Krieg und kaum für Lego Technic.

    • „Wie würde es aussehen, wenn der Verkauf nicht stattfindet?“
      Beim 21038 Architecture Set „Las Vegas“ ging das. Dort wollte Lego nicht in Verbindung mit den Amoklauf vom 1. Oktober 2017 (Terror) gebracht werden. Das Set ist nie auf den Markt gekommen.

      • Als Info: Das Set 21308 kann man ganz normal kaufen. Sie haben nur das Hotel, wo der Amoklauf stattgefunden hat, ausgetauscht mit einem anderen.

        • Das Set 21038 ist nie in den Handel gekommen, obwohl das Set schon angekündigt war. Wie du richtig darstellt, hat Lego den Bausatz – nach einer kurzfristigen Überarbeitung – dann als 21047 im Sortiment gehabt.

          Das zeigt doch, dass Lego bei entsprechenden Anlass bereit ist, schnell zu reagieren und auch ein geplantes bzw. angekündigtes Produkt zurück zu ziehen.

  8. Schade, dass es gerade diese Modell trifft, das ja richtig „oldschool“ Technic im positiven Sinne ist – Schalter, Zahnräder, keine App, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Bin hin und her gerissen von der Argumentation. Wird spannend sein, wie es ausgeht.

    • Lego wollte anscheinend nicht auf Vorbild und Lizenz verzichten. Es gibt verschiedene reale Entwürfe mit schwenkbaren Rotoren oder Tragflächen, in Filmen und Comics möglicherweise noch weitere. Auch wenn das Ergebnis je nach Umsetzung trotzdem an die Osprey erinnert hätte, Lego war nicht gezwungen, das auch draufzuschreiben.

      • Mit Verlaub aber das ist eine völlig falsche Analogie, die auf Emotionalisierung beruht. Wir leben im besten Gegenbeispiel: Einem Land dass alle letzten, großen Konflikte verloren hat und dennoch der reichen, ersten Welt angehört.

        Die erste Welt gilt heutzutage als Inbegriff der wohlhabenden, industrialisierten Länder. Deswegen wurde die erste Welt sehr viel mehr durch Wirtschaftsmacht, Wettbewerb und Technologie in einer globalisierten Welt geformt als durch Kriege.

        • Nach dem zweiten Weltkrieg waren die Alliierten sehr am Knowhow der deutschen und deren verbündeten interessiert. Zum Beispiel haben die Briten veranlasst, dass Varta nie Schadenszahlungen geleistet hat. Das kleine kz kann man schon mal vernachlässigen, wenn man die Akkus für die eigenen U-Boote braucht.

    • Na dann stimmt’s ja – wir leben ja in der “first world“ und haben den Luxus, uns über Ethik in der Spielwarenbranche den Kopf zu zerbrechen… da spricht also nix dagegen, und einiges dafür.

  9. Ich kann die Argumentation gut nachvollziehen. Allerdings frage ich mich ob man da jetzt wirklich schon vor Ort protestieren muss. Immerhin hat Lego schon reagiert und prüft die Sache. Man könnte erstmal abwarten was da bei rum kommt. Wenns auf den Markt kommt kann man immer noch auf die Straße rennen und protestieren…

    Aus meiner Sicht sollte Lego die Kooperation beenden. Set etwas abwandeln und später ohne Lizenz raus bringen. Dann fließt kein Geld an Rüstungsunternehmen (was ja scheinbar das Hauptproblem mit diesem Set ist) und die Kunden können später ein Flugzeug kaufen was in meinen Augen dann nicht wirklich direkt als Kriegsspielzeug auffällt…

    • Verstehe ich grundsätzlich und trifft für die meisten Kunden wohl auch zu. Aber eine Osprey abzuwandeln ändert für mich nichts. Vielleicht liegt es an meiner militärischen Vergangenheit, aber für mich ist und bleibt eine Osprey in 99% seiner Einsätze ein militärisches Gerät….

  10. Ich seh das mit dem Kriegsgerät schon so, dass Lego seine eigene Richtlinie nicht konsequent befolgt.
    Aber das Thema Lizenzkosten an ein Rüstungsunternehmen. Da ist es besonders in der Luftfahrttechnik doch schwer gut abzugrenzen. Boeing, Airbus, Bell und Andere stellen sowohl militärische Flugzeuge als auch Passagierflugzeuge her.
    Wenn es danach gehen würde, dürfte man also auch keinen A380 oder Boeing 747 Jet als Passagierflugzeug in Lizenz rausbringen, weil man damit ja auch Lizenzkosten an ein Unternehmen zahlt, was AUCH Rüstungsgüter herstellt.
    Wie gesagt, von daher finde ich zumindest die Lizenzkosten Argumentation sehr schwammig und schmierig

      • Auch bei Fahrzeugen ist es problematisch, so gut wie alle Automobil und LKW Firmen produzieren auch für denn militärischen Markt. Inklusive eigentlich aller Deutscher Marken.

        • Das stimmt, dass ist nicht zu Ende gedacht. Wobei ich vom Lizenzthema bei zivilen Flugzeugen eh nichts halte. Die Dinger sind (gerade in dem Maßstab) eh nur angedeutet und sehr generisch. Wozu da Geld ausgeben?

  11. Ich habe nichts gegen Kriegsmodelle, solange mein Geld kein Rüstungsunternehmen dadurch unterstützt.
    Ich habe mir überlegt dieses Model zu kaufen. Mir als Endkunde wäre es nicht bewusst, dass ein Teil meines Geldes an ein Rüstungsunternehmen geht.
    Lego könnte aber sehr leicht ein ähnliches Model ohne Lizenz auf den Mark bringen. Mir ist es egal, ob das Model Bell Boeing abbildet oder ein generisches, ähnliches Flugzeug.
    Lego soll generell weniger Lizenzen verwenden und dafür die Produkte günstiger oder besser machen. Z.B. das Top-Gear-Auto.

    • Ich habe manchmal Zweifel daran, ob eine Lizenz ein Set wirklich teurer macht. Ich finde, der Volvo-Muldenkipper bietet mehr als der 42099 oder der 42070 und der Mack hat sogar ein paar Teile mehr als der Autotransporter.

  12. Fände ich eine super Schritt wenn LEGO das zurückzieht und ein klares Zeichen. Wenn Lizenzgebühren fließen, dann ist das für mich ein absolutes NoGo. Nicht nur bei LEGO sondern auch sonst. Und LEGO und ich waren da bisher der gleichen Meinung, dachte ich 😉

    • Stimmt, das sehe ich genauso. Mir war das im Fall Liebherr nicht bekannt, aber Ich denke, dass die meisten großen Industrieunternehmen auch irgendwie in Rüstungsprojekte eingebunden sind und sei es nur als Zulieferer.

  13. Ich sag nur Lego 7622: Race for the Stolen Treasure, aber bei Filmlizenzen wars ja wohl in Ordnung?
    Das jetztige Technikmodell ist hübsch und sieht nach einem Rettungshelikopter aus, es geht halt um die „Technik“
    Ich finde nicht, dass es nötig ist, es komplett zu verwerfen, eher sollte Lego die Rückmeldung der Fans zur Kenntniss nehmen, und in Zukunft genau schauen, ob man solche Kooperationen nicht lieber sein lässt.

    Ich denke trotzdem, die Ospray wird sich außerst gut verkaufen..
    Ist halt auch mal was Neues.

  14. Ich verstehe die Aktion total.
    Ich finde es ziemlich unpassend, wenn eine Firma sich öffentlich hohe moralische Werte/Ziele selber auferlegt, diese kommuniziert und dann sich selber nicht daran hält.
    Ein Problem mit Modell selber habe ich persönlich allerdings gar nicht. Aus meiner Sicht muss Lego entweder seine 10 Jahre alten eigenen Vorgaben anpassen oder sich eben dran halten und solche Produkte nicht produzieren. Alles andere ist einfach unglaubwürdig

  15. Die Doktrin „kein aktuelle Kriegsgerät“ ist aber nicht nur durch die Osprey in Frage gestellt. Wie sieht es mit anderen Firmen aus, die als Konzern ebenfalls an der Rüstung verdienen (hall Mercedes, Ford, usw.)? Oder mit einigen anderen Modellen von Lego, die offenbar Kriegsgerät in bunten Farben darstellen wie diverse Creator-Jet-Modelle oder den „Polizei“-Jet mit Fanghaken aus dem Vorjahr!

    • Das erklärt der Verein ja ausführlich auf der Website. Es geht darum, dass hier 1. ein modernes, reales Kriegsgerät gezeigt wird, für das es keinen zivilen Nutzen gibt (das ist bei dem Kipplader von Volvo z.B. anders, auch wenn Volvo AUCH in der Rüstungsindustrie aktiv ist) und zweitens dafür hier auch noch (vermutlich) Lizenzkosten an eben jene Firmen gezahlt werden. Die anderen Sets von LEGO, die sich an moderne Kriegsgeräte anlehnen, waren erstens immer etwas abstrakter und haben mit dem Verkauf eben keine Lizenzkosten für die Firmen eingespielt.

  16. Das ist genau das, was ich letztens unter dem Artikel zu der Sache mit dem Werbestopp auf FB gemeint habe….irgendwas findet sich immer und wenn ein Unternehmen einmal darauf anspringt, dann nimmt das kein Ende mehr.

    Es ist das gute Recht dieses Vereines, seine Ansichten zu dem Produkt von Lego zu publizieren und gerne können die auch Demonstrationen veranstalten.

    Gleichzeitig ist es aber auch gutes Recht von Lego, seine eigenen (!) Regeln als privates Unternehmen nach Gutdünken zu ändern.

    Es wird ja vermutlich nicht lange dauern, bis der nächste Verein sich z.Bsp. an den Hypercarmodellen stört….benzinbetriebene Sportwagen mit B6, W16 oder V12 Motoren sind zur Zeit ja auch in gewissen Kreisen eher des Teufels. Und der Klimajoker wird ja in der „Studie“ auch schon gezogen.

    Der Kunde entscheidet, was er einem Unternehmen an Produkten abkauft und nicht irgendwelche Vereinigungen.

    Da Stand jetzt die Zahl der Petitionsunterzeichner bei 9 liegt, dürfte das Ganze aber viel Lärm um Nichts sein, immerhin ist das Ganze seit 2 Tagen online. Scheint also selbst bei den Vereinsmitgliedern eher ein weniger wichtiges Problem darzustellen.

    • „Gleichzeitig ist es aber auch gutes Recht von Lego, seine eigenen (!) Regeln als privates Unternehmen nach Gutdünken zu ändern.“
      Bin ich voll bei dir!
      Aber dann sollen Sie es auch tun. So lange Sie es eben nicht tun, ist es Heuchelei.

      • Klar ist das Heuchelei. Aber zeig mir mal ein entsprechend großes Unternehmen, welches das nicht macht. Wobei ich sogar wage zu behaupten, dass es sich dabei um einen Teufelskreis handelt. Damit eben nicht der Berufsempörte sich an irgendetwas abarbeiten kann, wird vorne heraus gut geredet, damit man ein gutes Gewissen hat. Man tut aber letztlich de facto etwas anderes. Heute entschuldigen sich Unternehmen für jeden an den Haaren herbeigezogenen „Skandal“, früher hat man mit den Schultern gezuckt und sein Ding einfach durchgezogen. (Wir reden jetzt über Sachen wie das hier, nicht Giftmüllverklappung im Naturschutzgebiet!)

    • Die Aktion ist heute erst offiziell gestartet und die Presse fängt jetzt erst an zu berichten. Sprich: Die 9 Unterzeichnungen in zwei Tagen sind trügerisch. „Beworben“ wird das ganze ja erst ab jetzt.

  17. Aus diesem Dilemma wird Lego wohl niemals herauskommen… aber wer so einen Moralkodex aufstellt, muss sich eben daran messen lassen. Andererseits ist es enorm schwer zu evaluieren wo man die Grenzen steckt. Von Land Rover oder Mercedes gibt es schließlich auch Fahrzeuge, die noch heute militärisch genutzt werden.

    Vor diesem Hintergrund ist mir völlig schleierhaft wie Lego auf die dumme Idee gekommen ist dieses Osprey-Set zu produzieren. Es dürfte doch jedem von vornherein klar gewesen sein, dass das auf Kritik stoßen wird. Oder steckt etwa Kalkül dahinter? Testet Lego aus wie weit sie gehen können? Meiner Meinung nach wäre es clevere gewesen so ein Set in der 18+ Serie zu verkaufen. So hätte man zumindest die Kritik teilweise abschwächen können.

  18. Ich möchte das Modell aber trotzdem haben. Soll ich jetzt auch kein Benzin mehr kaufen, weil sie nicht gerade Klimafreundliche Autos als Modell anbieten? I don’t give a f**k.

  19. Ich halte von der DFG-VK nicht viel. Als nächstes soll Star Wars verboten werden?
    ABER wer Regeln hat, muss sie auch einhalten. Da hat LEGO schon selbst Schuld.

  20. Zu den Kommenatoren, die Wert darauf legen, mit ihrem Geld keine Unternehmen zu unterstützen, die etwas mit Rüstung zu tun haben: als Service hier eine kleine Auflistung, damit man das konsequent durchziehen kann (dürfte aber schwierig werden):

    http://blue-eng.km.tu-berlin.de/wiki/R%C3%BCstungsaktivit%C3%A4ten_der_Top_100_Engineering_Unternehmen

    Besonders, im Hinblick auf Lego Sets, gefallen mir folgende aufgeführte Unternehmen:

    – Liebherr
    – Porsche
    – M.A.N. (bzw. Volkswagen)

    • Komisch. War überhaupt nicht schwierig. Alles nie gekauft.
      11+ geht hier einfach nicht…punkt. Das ist kein Kinderset.

      Oder sollen jetzt in den Kindergärten und Schulen demnächst auch wieder kleine Soldatenarmeen aufgestellt werden. Irgendwer muss das Ding ja fliegen. So denken Kinder schließlich.

      Und ich muss kein Pazifist sein, um das problematisch zu finden.

      • Du hast dir die Liste angeschaut? Der Normalbürger dürfte in der Tat eher wenige Liebherr Bagger, Porsche Fahrzeuge und M.A.N. Laster in der Garage stehen haben.

        Mit nem Polo, einem Ticket der Deutschen Bahn, BASF Produkten dürfte das jedoch anders aussehen.

        Der Zusammenhang zwischen einem Lego Technic Set für Jugendliche ab 11 und Soldatenarmeen in Kindergärten/Schulen erschließt sich mir jetzt nicht direkt. Vielleicht da noch einmal konkreter werden bitte.

        Denn immerhin gibt es seit Jahrzehnten in jedem Spielwarengeschäft Revell & Co. und mir wäre neu, dass dies zu einer Militarisierung der Jugend geführt hat.

        Abgesehen davon sehe ich es als nicht zielführend an, wenn man Jugendliche ab 11 hermetisch abschirmen will. Es gibt wahrlich genügend andere Dinge, mit denen Jugendliche eher weniger zu tun haben sollten, dazu zählt aber sicher nicht ein Lego Technic Modell eines militärisch genutzten Luftfahrzeuges.

        • Ergänzend eine Nachfrage, vielleicht habe ich das falsch verstanden:

          Du meintest, dass du in der Realität keine Produkte von Liebherr, Porsche, Daimler und Volkswagen gekauft hast oder keine Lego Sets, die Lizenzprodukte dieser Unternehmen darstellen?

          • Ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe von diesen Unternehmen weder Miltärfahrzeuge noch Waffensysteme gekauft, weder aktuelle noch historische. Anscheinend ist aber genau das der entscheidende Punkt sowohl für Lego als auch für diesen Verein.
            Die Grenze selbst bleibt jedem selbst überlassen. Aber wenn Lego sich selbst nicht darum schert, kann man diesen Einwand mancher Lego-Fans gegen Cobi oder die Chinesen in Zukunft noch leichter kontern als bisher.

          • Bis jetzt nicht. Muss man auch nicht. LEGO hat viel anderes zu bieten. Der letzte Kauf war das Baumhaus und davor die Expert Buchhandlung. Und Ninjago fürs Kind.

            Und nein ich habe keinen Daimler, VW oder Porsche ??? vorm Haus stehen und nen eigenen Liebherr-Bagger habe ich auch nicht. 😉

            Hat aber, finde ich, auch alles nichts mit dem Thema Kinderspielzeug zu tun.

            Erinnert mich alles ein bisschen an Diskussionen in den 90ern wo Vegetarier blöde Diskussionen führen mussten, weil sie kein Fleisch essen und einige ganz schlaue meinten: Aber du isst doch auch Gummibärchen oder Brunch-Frischkäse. .. hihi. Dann klappt das ja gar nicht … Da ist Gelatine drin! Und dann ganz selbstzufrieden schaute. Doof nur, wenn der Vegetarier dann sagte: ich weiß, deswegen esse ich es ja nicht.

            Es gibt Leute da draußen, keine Ahnung wie viele (im Prinzip ganz Schweden, deswegen keine Nato), die sich eine Welt ohne Armeen, Kriegswerkzeug jeglicher Art und Kriegen nicht nur vorstellen können, sondern wünschen. Mir ist aber auch bewusst, dass noch nicht alle soweit sind. Ich kann warten. Aber lasst euch bitte nicht ewig Zeit.
            Wie John Lennon schon sang (war seiner Zeit auch voraus)
            „Imagine…there is no country …

            You may say I’m a dreamer, but I’m not the only one,
            I hope some day you join us and the world will be as one …“

            Mehr möchte das dazu eigentlich nicht mehr sagen …Und lebe so lange von Luft und Liebe, weil es so schön ist.

          • @Anna:
            Schweden ist in die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Rahmen der EU Eingebunden und im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden mit der NATO verbandelt. Schweden unterhält Streitkräfte und schickt diese auch in Auslandseinsätze (Afghanistan), auch im Rahmen der Vereinten Nationen.

            Ich weiß daher nicht, ob sich ganz Schweden eine Welt ohne Armeen vorstellen kann.

        • Zu meiner Zeit gab es in Kindergärten und Grundschulen noch klassisches Militärspielzeug – Panzer, kleine Gummisoldaten mit Rundhelmen, hatten auch kleine Maschinengewehre. Kriegsschiffe gab’s auch. Lebe schließlich am Meer. Alles detailliert und originalgetreu. Waren doch die Helden, oder? Klingt heute alles total befremdlich. War aber so. Bis es zu recht hinterfragt wurde. Ich dachte wir wären heute weiter.
          Heute sieht das Kriegsgerät etwas stylischer aus. Es ist trotz alledem nur dafür geschaffen zu töten. Hier eben aus der Luft. Super Spielzeug.
          Und das ist es eben nicht. Dann halt für Erwachsene, wenn es denn unbedingt sein muss. Die wissen dann wenigstens was sie kaufen. Hoffentlich.
          Kinder wissen das nicht, wenn sie in den Spielzeugladen um die Ecke gehen und einen Hubschrauber von ihrem angesparten Taschengeld kaufen. Und viele Eltern denken, dass ist ja LEGO, das geht immer.

          • Nanjago fürs Kind? Sind Ninja nicht reale Späher und Assassinen aus dem feudalen Japan gewesen? Auch wenn man den Ninja dann Ninjago nennt, ist und bleib das reale vorbild der Ninja/Späher/Assassine. Aber hey, Kriegspielzeug nein, aber Assassinen ja? Dann nennen wir den Osprey halt Ospreyago und alles ist gut 😉

      • Militär ist nichts inherent böses und ich halte auch nichts davon, seine Kinder davon hermetisch abzuschirmen – macht man bei der Polizei ja auch nicht…

        Und militärisches Spielzeug gab und gibt es schon immer! Kindern gefällt das aber aus diversen Gründen auch.
        Das heißt nicht, dass man für seinen Stöpsel direkt ein Ticket für den Schützengraben an der Ostfront gebucht hat.

        Ich plädiere da doch für einen wesentlich entspannteren Umgang.

  21. Ich finde das eine gute Sache, vorallem das dafür auch noch Lizenz Gebühren fließen, welche zu einem gewissen Teil wahrscheinlich selbst bei völligen boykott gezahlt werden.

    Lego hätte mit wenigen Änderungen das Modell sicher ohne Lizenzen veröffentlichen können. Und glaube die Anzahl der Leute die es wegen dieser Lizenz kaufen ist nicht gigantisch.

    Wer seine an sich selbst gestellten Regeln so unnötig bricht sollte daran ruhig erinnert werden. Den Lego ist genau weil sie sich an sowas immer gehalten haben und sie sich auferlegt haben zu dem geworden was sie sind, leider werden aus wohl vielfältigen Gründen aktuell immer mal Sachen durch gehen gelassen.

    Deswegen finde ich das es Lego gut tut wenn sowas sachlich gut begründet ihnen nahe gebracht wird.

  22. Ob Lego jetzt gegen seine eigene Richtlinie verstößt oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Ist auch nicht mein Thema.
    Ich bin ein mündiger Bürger und kann vor allem selbst entscheiden wofür ich mein Geld ausgebe.
    Wenn jemand mit dem Modell ein Problem hat und es nicht kaufen möchte, OK alles in Ordnung.
    Aber Lego hat ja auch nicht die militärische Variante umgesetzt, sondern ein Rettungsflugzeug. So ehrlich sollte man schon sein.
    Ich finde das Modell wegen seiner Funktion (was man bisher so kennt) richtig toll und würde es auch kaufen. Jetzt irgendwie sogar eher als später.
    Was noch interessant ist: im Lego Online Shop kann man die 42113 im Moment NICHT finden.
    Schauen wir mal wie es weiter geht. Hoffe nur das Modell wird nicht zurückgezogen.

  23. So langsam wird das echt nervig…. eigentlich immer findet sich irgend jemand der mit irgendwas nicht einverstanden ist und irgendwelche Petitionen und Demonstrationen anzettelt und die Firmen knicken dann ein und folgen dem Willen von wenigen….

    Nach deren Argumentation dürfen die dann aber auch nicht mehr fliegen da eigentlich jeder Flugzeugbauer auch Miltärflugzeuge baut… also unterstützt man mit dem jährlichen Flug nach Malle genauso die Rüstungskonzerne…. hab noch nie Demonstrationen am Flughafen gesehen… sorry, aber ich kanns echt nimmer hören… ja, Krieg ist scheiße, aber wenn LEGO keine Osprey verkauft ist damit absolut nix gewonnen….

    Ich werde das Set kaufen und hoffe das ich auch die Chance dazu bekommen werde und mich nicht wieder einer dauerempörten Minderheit unterordnen muss.

    So, und jetzt dürft ihr mich gerne zerreisen, ich steh zu dem was ich geschrieben habe.

    • „eigentlich immer findet sich irgend jemand der mit irgendwas nicht einverstanden ist“

      Naja, klar ist das nervig, aber damit sich irgendwas ändert, muss sich halt immer jemand mit etwas nicht einverstanden erklären.

      Die Fürsten und Monarchen waren sicherlich auch genervt, als die ersten Demokratie-Bewegungen aufkamen.
      Und Männer waren genervt als Frauen plötzlich Gleichberechtigung und Wahlrecht, etc. wollten.

      Ohne Leute, die nicht einverstanden wären, würden sich Dinge nie ändern. Ich bin wie oben geschrieben auch ziegespalten ob der Aktion, aber grundsätzlich ablehnen würde ich Leute nicht, die mit etwas nicht einverstanden sind.

      • Ich habe das ganze ausdrücklich auf Firmen und ihre Produkte bezogen, dachte eigentlich das wäre erkennbar…
        Hier geht es nicht um Grundrechte sondern um ein Kinderspielzeug also finde ich deinen Vergleich dann doch ein ganz klein wenig an den Haaren herbeigezogen….

        Aber danke das du mich mit Fürsten und Monarchen vergleichst, ich möchte dann ab jetzt bitteschön als ihre durchlaucht Prinzessin von und zu LegoStein angesprochen werden…
        soviel Zeit musste dann bitte schon sein…..

          • Bissel überheblich, @Köstler, meinste nich? Wenn der andere deinen Argumenten nicht folgt, dann muss er offensichtlich zu doof sein, um sie zu verstehen. Denn es steht ja anscheinend völlig außer Frage, dass deine Argumentation nicht ganz sauber ist.

  24. Wenn Lego merkt, dass das hier in Deutschland ein Problem ist, kommt das hier nicht auf den Markt. In den USA stört das keinen, genausowenig in China. Und egal wie wichtig der deutsche Markt für Lego ist, alle anderen Märkte sind wichtiger.

  25. Ein heißes Eisen.
    Hätte LEGO nicht die eigens auferlegten Regeln – dann wäre diese Bredoullie nicht da.

    Toll, über was sich echauffiert wird – es findet wohl auch Gehör was gut ist – ich wünsche mir einen trnasparenten Dialog der Parteien und hoffe das das Set wie geplant erscheint.

  26. Netter Gedanke, aber völliger quatsch! Der Osprey ist kein reines Militärgerät! Er wird unter anderem auch für Rettungseinsätze verwendet. Lässt doch jeden selbst entscheiden was er/ sie von Lego kauft!

  27. Ich würde das Anliegen ja noch nachvollziehen können, wenn Lego die militärische Variante als Set herausbringen wollen würde, aber ich sehe da eine zivile Ausführung, also eigentlich doch mehr ein Argument für die Veröffentlichung, da Lego hier quasi Entmilitarisiert.
    Natürlich sieht das ein wenig anders aus, wenn es um das Grundsätzliche geht, aber dann wären wir im hier schon mehrfach beschriebenen Szenario, dass man dann auch konsequenterweise die Zusammenarbeit mit diversen anderen Firmen beenden müsste, weil hier auch Lizenzgebühren an Rüstungs(mit)produzenten gehen.
    Und hier beißt sich die Kampagne auch so ein wenig selbst in den Schwanz, denn einerseits geht es um ebenjene Lizenzgeschichte, aber als Argument wird der zu 99% militärische Nutzen angeführt. Das passt für mich nicht zusammen. Bringt Lego also die 1%-Nichtmilitär-Variante heraus, bleiben die Lizenzgelder, was dann wiederum dazu führen müsste, auch andere Kooperationen zu beenden.
    Ich find das Modell gut und da es keine offensichtlich militärische Ausführung ist, würde Lego für mich auch seine eigenen Ethik/Moral-Grundsätze nicht brechen. Für mich jedenfalls sieht das Schiff im Hintergrund auf der Packung nicht nach Militär aus.
    Es ist irgendwie zum Trend der letzten Zeit geworden, sich über alles zu empören, was in den eigenen Augen, der eigenen Ansicht und vor allem der eigenen Definition nach, die in dem Fall auch noch die einzig richtige ist, nicht „politisch korrekt“ ist. Es wird einfach mittlerweile viel zu viel in die brodelnden Kessel bestimmter Schlagworte geworfen.
    So sehr ich den Grundsatz, nämlich gegen Krieg zu sein, verstehe und unterstütze, so wenig sinnvoll erscheint es mir in diesem Punkt!

  28. Kriegsspielzeug, aber auch Friedhöfe etc. haben nichts in Kinderzimmern zu suchen. Sie sorgen für eine Abstumpfung. Ich höre immer wieder von Studenten, die den Gedanken daran bspw. Leichen in der Anatomie anzusehen „cool“ finden – schauen sich die krassen Horrorfilme an. Ich finde das falsch. Wir sollten den Kindern zeigen, dass Tod Teil des Lebenszyklusses ist und mit Respekt zu behandelt. Krieg sollte nicht gespielt werden oder als cool empfungen- egal ob Star Wars oder Ritter. Immer leiden und sterben Menschen und solche, die das als Kinder verherrlichen werden wohl kaum vernünftige Empathie haben für Menschen, die durch Krieg und Gewalt traumatisiert wurden. Ich will auch nicht, dass meine Kinder bei Freunden spielen und heulend heim kommen, weil dort ein Lego Friedhof steht und sie gerade den Tod angehöriger zu verdauen haben.
    In den Fantasiewelten von Kindern hat so etwas nichts zu suchen.

    Dagegen finde ich es absolut in Ordnung, wenn sie das besagte Set lizenzlos als einfaches Fluggerät von Technik herausbringen. Es ist nämlich Kindern, die sich für Technik interessieren egal, welche Marke dabei steht. Das selbe gilt übrigens für Raumschiffe.
    Dass hier Eltern sind, deren Grundschüler StarWar sehen dürfen, trotz der offensichtlichen Gewalt und verstörender Inhalte ist die eine Sache – die Kinder dann das ganze verherrlichen zu lassen die andere.
    Viele Kinder werden dieses Set haben wollen, ohne zu wissen, was die Lizenz bedeutet und unbesorgte Eltern werden es kaufen. Und so bekommt ein Rüstungskonzern Geld. Das sollten wir unbedingt verhindern!!!

    Zudem:
    Wenn man den Kindern also bspw. Kriegsspielzeug (ob Raumschiff oder Hubschrauber) in die Hand gibt sollte man sie motivieren, nicht damit Krieg zu spielen. Das klingt jetzt vielleicht blöd, aber wenn Eltern einen Dialog mit den Kindern führen (Warum bekriegen deine Klonkrieger die andere Partei?) und dann mit Ihnen Inspirationen für Geschichten gewaltloser(er) Lösungen finden, lernen die Kinder etwas dabei. Wenn wir Ihnen zeigen, dass sich ihre Plastikkrieger in einer epischen Story versöhnen können, dann tragen wir dazu bei, dass sie auch im späteren Leben nicht nur Gewalt als Lösung sehen.

    Bei uns haben wir es so gehandhabt, da man ja StarWars heute kaum noch umgehen kann. Und… es gab einigen Protest der Söhne, aber irgendwann könnten wir beobachten, wie im Spiel sich das Verhalten geändert hat. Es wurden eher fremde Planeten entdeckt und Konflikte waren weniger gewaltsam. Am Ende saßen die einst verfeindeten Parteien zusammen in der City Pizzeria. Vielleicht schafft ihr das auch… wenn ihr bereit seid ein wenig mit den Kindern zu diskutieren.

    • Das klingt für mich ganz danach, als ob sie ihren Kindern jegliche Resilienz aberziehen, die sie später einfach aber zwangsweise benötigen werden, weil die reale Welt eben kein happy happy Ponyhof ist.

      Wenn ihr Kind tatsächlich heulend heim käme, weil es woanders einen Friedhof gesehen hat, wäre das genau ein Fall von fehlender Resilienz.

    • Moment…wartet auf mich…ich setze noch schnell meine rosarote Brille auf bevor ich mit dem Einhorn dem Sonnenuntergang entgegenreite um mit euch Händchenhaltend am Lagerfeuer Kombajamylord zu singen

    • Ich habe nicht wirklich was gegen „Kriegsspielzeug“ aber deinen Ansatz bei Star Wars und die Veränderung des Spiels finde ich echt super.

    • Deinen Ansatz mit Star Wars finde ich interessant. Auch in meiner Kindheit habe ich mit meinen Piratenschiffen Polar-Expeditionen unternommen und Handel betrieben (mein Vater hatte mir sogar kleine Stoffsäckchen genäht, die mit echtem Reis und Tee befüllt waren). Gekämpft wurde trotzdem, das hat meine Eltern nicht gestört (mein reissacknähender Vater hat mir genauso aus Holz kleinen Kanonen gemacht, damit ich alle Stückpforten meiner Schiffe belegen konnte).

      Aber das mit den Friedhöfen verstehe ich nicht. Meine Kinder haben nicht nur Lego-Friedhöfe im Zimmer, sie waren mit der ganzen Familie bei der Beerdigung meines Vaters mit dabei und haben ihm selbstbemalte Steine aufs Grab gelegt. Der Friedhofsbesuch ist bei uns normale Routine.

    • Muss irgendwie an die Folge der Simpsons denken, in der Homer seiner Tochter Lisa aus ihrem Buch vorliest, aber die Szene, in welcher einer der Hauptcharaktere stirbt, umdichtet, von Lisa umarmt wird und sich in Gedanken freut, dass Lisa „erst dann mit dem Tod konfrontiert“ wird, „wenn es jemanden trifft, der ihr nahe steht“.

  29. Auch ich finde die Aufregung stark übertrieben. Dass man eine Petition startet und sogar zu Protestaktionen aufruft erscheint mir über das Ziel hinausgeschossen, auch wenn man so natürlich Druck aufbauen will. Aber Druck auf jemanden auszuüben um zu erreichen was man selbst will erscheint mir nicht wie ein konstruktives und zu unterstützendes Mittel der ersten Wahl. Ein offener Brief hätte es auch getan um Lego einmal zum Nachdenken anzuregen und eine Petition – deren Aussagekraft ich in diesem höchst politisierten Fall generell schon anzweifeln würde – ist eher effekthascherisch-aktionistisches Nebenwerk.

    Im Falle dieses konkreten Sets ist erkennbar, dass es in der Lego Welt einen Forschungs- bzw.. Rettungs- und Transporthelikopter darstellen soll. Ich hätte es weitaus mehr nachvollziehen können Lego zum Nachdenken anregen zu wollen, inwiefern ihr Grundsatz keine Militärfahrzeuge herstellen zu wollen sich damit deckt dass sie mit ihren Star Wars Sets oftmals genau das machen und man effektiv Krieg spielt – wenn auch in einem fiktiven Szenario – was bei Kindern das Narrativ unterstützt Konflikte auch kriegerisch austragen zu können.

    Da aber dieses Thema bisher weder bei Lego noch in den Foren sonderlich viel Beachtung findet, typischerweise aufgrund der Offensichtlichkeit immer mal wieder angebracht aber dennoch als gegeben akzeptiert wird und man sich allgemein unter den Lego Fans über diese Lizenz freut (ein erheblicher Teil des großen Erfolgs von Lego in den letzten 20 Jahren baut ja auf der höchst populären Star Wars Lizenz auf) empfinde ich es daher tatsächlich als Doppelmoral, ausgerechnet diesen Helikopter jetzt zum Stein des Anstoßes zu wählen.

    Wenn Lego folglich jetzt sagen würde „oh ja, da haben wir unsere moralischen Ideale verletzt“ aber andererseits Star Wars dann nicht auch hinterfragt, weil es ihnen wirtschaftlich doch zu wichtig ist, würde das in meinen Augen der Glaubwürdigkeit Legos mehr schaden als wenn sie stattdessen ihre selbstgesteckten Statute noch einmal hinterfragen würden ob denn das herstellen „militärischer Modelle“ wirklich solch ein Tabu darstellen muss oder man es nicht lieber den Werten der Eltern überlassen darf, welches Spielzeug sie ihren Kindern aus dem Lego Sortiment tatsächlich kaufen wollen.

    Einzig irgendwie nachvollziehbar erscheint mir die Begründung der finanziellen Unterstützung der Rüstungsindustrie.. aber ehrlich gesagt empfinde ich auch da eine „Rüstungsfirmen keinen Cent gönnen“ Politik bereits in sich radikal und nur bedingt rational.

  30. Wirklich ein schwieriges Thema, zu dem es keine hundertprozentig richtige Lösung gibt.
    Wenn man die selbstauferlegten Regeln von LEGO betrachtet und der Argumentation um die Osprey folgt, hat die DFG-VK durchaus Recht. LEGO muss sich positionieren und eventuell sind die damaligen Regeln einfach nicht mehr zeitgemäß.
    Was die Lizenzkosten angeht: Diese sind meiner Meinung nach nicht zu vermeiden, egal mit welcher Marke/Firma man eine Kooperation eingeht, jeder Großkonzern handelt auf welche Art auch immer unmoralisch. LEGO kann eine „Mitfinanzierung“ von Militärdienstleistern/Umweltsündern oder was auch immer schlichtweg nicht vermeiden.

    Bezogen auf Kriegsgerät im Allgemeinen ergibt sich jedoch ein weiteres Problem: Wie definiert man Kriegsgerät?
    Nach meinem Empfinden würde ich jede Art von Fahr-/Flugzeug als Kriegsgerät definieren, die eindeutig Waffen trägt.

    Die Osprey ist meiner persönlichen Ansicht nach also okay, da sie weder Waffen trägt, noch von LEGO als militärisches Fluggerät vermarktet wird. Das ist aber nur meine eigene Sicht der Dinge und jeder mag dazu eine andere Ansicht besitzen, was vollkommen legitim ist.

    Dennoch muss LEGO natürlich ihren eigenen Maßstäben folgen und wenn die Osprey nach ihrer Definition zu Kriegsgerät gehört, muss LEGO auch darauf eingehen und dürfte die Osprey nicht auf den Markt bringen.

    Und wenn es eins gibt, das Lego nicht möchte, dann ist es schlechte Presse. Und die wird – je nachdem, wie stark sich das Thema Osprey jetzt in die Weltöffentlichkeit trägt – nur durch einen Produktionsstopp des Modells gänzlich zu verhindern sein. Von daher kann ich mir durchaus vorstellen, dass es auch dazu kommt.

    Wie auch immer LEGO nun weiter verfährt, ich bleibe gespannt, da der jetzige Umgang mit der Osprey wohl auch zukünftige Set-Entwicklungen beeinflussen dürfte.

    • Wieso muss sich Lego positionieren? Nur weil das irgendwer „fordert“, der mit einem Set ein persönliches Problem hat? Lego muss nur eines machen, und das ist seinem Zweck zu folgen (Herstellung und Verkauf von Klemmbausteinsets) und die Ansprüche der Anteilseigner erfüllen ( Gewinn erwirtschaften), um es mal ganz einfach auszudrücken.

      Lego kann (!) sich die Sache überlegen, muss aber am Ende gar nichts tun. Dieses Anspruchsdenken heutzutage, dass jeder, der nur laut genug brüllt, meint bei allem mitreden zu dürfen, ist eine große Seifenblase. Lego täte gut daran, diese Seifenblase platzen zu lassen und diese Leute einfach zu ignorieren. Denn sonst steht morgen NGO XY vor der Tür und fordert den nächsten Schwachsinn.

      • Lego „muss“ sich natürlich nicht neu positionieren.
        Es stellt sich aber die Frage, inwiefern das Image des unbedenklichen Spielwarenherstellers leiden könnte. Falls sich das abzeichnen sollte, wird Lego reagieren.

        Wenn allerdings droht, dass das Thema die Massenmedien erreichen könnte, ist es für Lego (und deren Anteilseigner) schon zu spät. Stellt dir mal vor die Bild titelt: „LEGO verkauft KILLER-Heli!“

        Wie schnell Lego reagieren kann, habe ich weiter oben schon einmal besschrieben, als es um das Release des Architecture Set 21038 „Las Vegas“ ging, das Gebäude des Amoklaufs gezeigt hätte. Weiterhin verweise ich darauf, dass Lego vor kurzem die Bewerbung von Polizei und Feuerwehrsets in den USA ausgesetzt hatte, weil es ein Imageproblem war.

        Der Wert der Makre „LEGO“ wurde Anfang 2019 auf ca 6,75 Mrd USD geschätzt. Wenn dieser nur um 5% geschmälert wird, entspricht das 337 Mio USD. oder 30% des letzten Nettgewinns. Das wäre doch ein Argument zum Handeln.

        Meine Prognose:
        Wenn das Thema an Fahrt gewinnt und Lego sein Image in Gefahr sieht, wird sofort reagiert. Viel Zeit für eine Entscheidung ist nicht mehr…

        • Selbst wenn die FAZ titelt oder der heilige Spiegel: „LEGO verkauft Trumps Killer-Heli“ bleibt es trotzdem ein künstlicher Skandal.

          Da passiert überhaupt nichts, außer eventuell dass das Teil in D nicht verkauft wird, im Rest der Welt aber schon. Wenn Lego wirklich wegen diesem Verein da einknickt, dann haben sie keine Ruhe mehr. Das ist meine Prognose. Friends….ohje, die Genderpolizei;
          Hypercars/Autos – Oh no, It´s the german Umwelt inquisition aka DUH;
          Irgendwas mit Tieren- die Batikhexen gegen Tierversuche

          Jeden Morgen steht ein Jammerlappen mit Sendungsbewusstsein auf….

          • „Wenn Lego wirklich wegen diesem Verein da einknickt, dann haben sie keine Ruhe mehr.“
            Das sehe ich nicht so. Die anderen von dir genannten Punkte sind – soweit ich mich erinnere – nicht in den Firmenwerten verankert.

            Lego hat in der jüngsten Vergangheit bewiesen, dass sie sehr um ihr Image besorgt sind. (Polizeiwerbung in den USA, Social Media Werbung usw.)

            Völlig unabhängig davon, ob es ein künstlicher oder echter Skandal ist, wenn die Schlagzeilen in der Presse kommen, wird es für Lego zum Problem:
            Wer möchte mir einer Firma zusammenarbeiten, die gegen ihre eigenen Grundsätze verstößt? – Hat das Thema Auswirkungen auf zufüntige Lizenzpartner? – Wer möchte im Kinderfernsehen Werbung bei Ninjago schalten, wenn der Vorwurf von „Kriegsspielzeug“ im Raum steht? Werden Eltern weiterhin völlig unbedacht Lego kaufen, wenn sie sich nicht sicher sein können, dass die Sets „okay“ sind?

            Da jetzt schon die Bild darüber schreibt, könnte Lego ein Problem haben, das weit über die Verkaufserlöse des Sets hinausgehen wird. Um dem Thema Angriffsfläche zu nehmen, wurde schnell reagiert und das Set (vorübergehend) aus dem Shop entfernt.

            Ob es in den Handel kommt? Eine sehr spannende Frage und ein Lehrstück zum Thema Unternehmensethik…

      • Lego _hat_ sich positioniert, zumindest war das früher so und wird von Lego-Fans ab und zu als Einwand gegen Cobi und deren Panzer gebracht. Wie sinnvoll und konsequent diese Grenze ist, sei mal dahingestellt, aber Lego hätte auch einfach die Finger von der Osprey lassen können. Wenn es unbedingt sein muß, hätte es auch ein anderer Entwurf oder ein daran angelehntes Phantasiefahrzeug getan.
        Mich wundert nur, daß das bei Lego anscheinend so lange niemand aufgefallen ist.

  31. Ich fände es richtig schade das dieses Set für mich persönlich das Highlight der diesjährigen Technicwelle darstellt!
    Davon abgesehen gehen mir diese ganzen „Bevormundungen“ diverser Vereine so langsam auf den Keks!
    Wer mit dem Set ein Problem hat der soll es einfach nicht kaufen! Und die Lizenzgebühren sind doch mit hoher Wahrscheinlichkeit eh schon an Boeing geflossen. 😩

    • Ich verstehe alle die traurig sind, dass das Set nun auf der Kippe steht. Aber wer „bevormundet“ dich denn hier? Kritik ist doch in einer Demokratie ganz normal. Ob du sie dir zu eigen machst oder nicht liegt bei dir. LEGO wiederum ist frei in seinem unternehmerischen Handeln und muss überlegen ob das Set zu den eigenen Regeln passt oder nicht.

  32. Ich kann den Gedankengang schon nachvollziehen und habe mich selbst auch etwas gewundert als das Set angekündigt wurde.
    Allerdings frage ich mich: Warum bei der 42066 von vor ein paar Jahren niemand etwas solches gestartet. Das Ding erinnert mich mehr an Krieg als jetzt das Flugzeug. Ja da war keine Liezens drauf, aber war trotzdem ein Kriegsflugzeug und somit gegen Legos Grundprinzip. Bei Star Wars ebenfalls das gleiche. Da gibt es auch Waffen und Krieg und Liezens. Natürlich handelt es sich hierbei um eine fiktive Handlung, aber trotzdem um Krieg.
    Mir fehlt da so ein bisschen die klare Linie bei dem Verein

  33. Schwieriges Thema. Wer ja zu Arocs Reifen sagt, sagt auch ja zur Unterstützung von Kriegsgeräten? Wenn man anschaut, welche Produkte der Daimler AG sich überall in der Militär-Industrie wiederfinden, direkt oder indirekt, dann müsste man den LEGO Technic Arocs verteufeln. Was ist mit dem Papier-Hersteller, auf dessen Papier Soldaten in der Kommandozentrale schreiben? Böser Lieferant der Rüstungsindustrie?

    Im konkreten Fall ein schwieriger Grad, generell bin ich jedoch der Meinung, dass sich LEGO sehr gut abgrenzt und schlicht keine direkten Militär-/Waffen-Elemente aus der realen Welt als Spielzeug auf den Markt bringt. Fiktive Welten wie Star Wars und Ninjago sind m.E. absolut ok, es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen einer Waffe, mit der IN ECHT auf Meschen geschossen wird und einem Laserschwert.

  34. Ich finde das Set als solches super, die Technik ist interessant, ein Panzer hat auch eine interessante Technik. Trotzdem sollte LEGO zu seinen Werten stehen und die Markteinführung stoppen und ich finde es gut, dass die DFG-VK darauf hin weist.
    StarWars ist was ganz anderes, das hat historischen Kontext, es war nämlich vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis…

  35. Meiner Meinung nach Überzogen. Hinter gefühlt jedem Produkt steckt Rüstungsindustrie (im Bezug auf Fahrzeuge) Ich besitze den LandRover von Technic, LandRover Stellt Kriegsrelevante Dinge her. Unterstütze ich mit dem Kauf des Technic Sets dann den Krieg? Nein,diese Frage muss ich aber jeder selbst beantworten. Somit finde ich die Petition etwas sinnfrei und übertrieben aber hey😉

    • Was soll der Mist? Dann dürfte Lego gar kein Modell nach dem Vorbild eines großen, technischen, Unternehmens mehr bauen, da die alle auf die eine oder andere Weise, mit Rüstung zu tun haben! Meines Wissens nach baut Bell auch Rettungshubschrauber! Ich möchte mal sehen, ob eines der Mitglieder des Dgv-Fk den mitflug in einem Rettungshubschrauber verweigert, weil es dieses Hubschrauber Modell auch als Kriegsgerät gibt! Besimmt nicht!

      • „Ich möchte mal sehen, ob eines der Mitglieder des Dgv-Fk den mitflug in einem Rettungshubschrauber verweigert, weil es dieses Hubschrauber Modell auch als Kriegsgerät gibt! “

        Natürlich nicht. Aber das ist ja nicht so wichtig, wenn man mit dem Finger auf andere zeigen kann, um sich in seiner Tugend zu sonnen.

        • Einen tugenhaften Anstrich hat sich Lego aber nunmal auch selbst verpasst. Und die aktuelle Antwort der Pressstelle deutet auch nicht an, dass man vorhat, von dem hohen moralischen Podest herunterzusteigen.

  36. An sich sehe ich kein Problem in Kriegsspielzeug, das gibt es schon seit Anfang der Menschheit (waren dann nicht unbedingt Panzer und Bomber, sondern Holzschwerter oder eben Stöcke, macht aber keinen Unterschied) und hat an sich noch niemandem geschadet (Außer eben Kindern aus Kriegsgebieten). Das heißt aber nichz, dass man dann Lizenzprodukte zu dem Thema rausbringen muss, die dann die Sache unterstützen. Denn die Dinge, die aus diesem Geld entstehen schaden ganz klar Menschen und dem sollte man entgegen wirken.
    Deswegen hab ich auch ganz klar nichts gegen Star Wars und Co, weil es eben Fiktion ist. Auch die Ninja in Ninjago führen Krieg, wenn auch nicht ganz so offensichtlich. Man muss nur entscheiden, wo man die Grenzen zieht.

  37. Ich würde mich freuen, würde LEGO das Set einstampfen. Nicht nur der eigenen Prinzipien wegen, sondern dem spielerischen Umgang mit Krieg und dem Verherrlichen des Krieges bei Kindern im Besonderen.

    • Ich weiß ja nicht, aber wenn Steppke schon alt genug wäre und ich ihm das Set mitbrächte von einer Geschäftsreise….dann würde ich jetzt nicht als erstes sagen:
      „Du, übrigens, das Ding ist eigentlich ein Waffensystem der Amis und wird im Krieg eingesetzt.“

      Abgesehen davon sollte man in der Lage sein, Jugendlichen das Ganze zu erklären. Falls dann das Kind wegen diesem Set dann trotzdem Söldner werden möchte…dann hat man was falsch gemacht, aber das Lego Set ist sicherlich nicht verantwortlich.

      • Ne, das LEGO-Set ist dafür mit Sicherheit nicht verantwortlich, ist aber ein Mosaiksteinchen (oder eine LEGO-Art-Round-Tile) auf dem Weg dahin. Also zur Verherrlichung und Normalisierung von Militär im Alltag.

        Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich mir als Kind (9,10 Jahre) vom Altstoffesammlergeld ein Plastegewehr gekauft habe. Zuhause habe ich dann Ärger bekommen und durfte es auch nicht behalten. Später habe ich dann reichlich Tucholsky gelesen und mich auch gegen Werbeveranstaltungen der Bundeswehr in Schulen oder im ÖPNV engagiert. Wer weiß, wie ich geworden wäre, hätte ich das Spielzeuggewehr behalten können… 😉

        • Tja, ich bin in einer Gegend aufgewachsen, in der man in jedem Wald Spuren des Krieges vorfindet. Und obwohl ich mit Vorliebe (und alle anderen auch) in den alten Schützengräben und Bunkern Abenteuer erlebt habe (nicht zu vergessen die guten Revell Bausätze), ist aus keinem von uns ein Militarist, Söldner oder sonst irgendetwas „Böses“ geworden. Was man aber sagen muss: unsereins kriegt aber eben auch keinen Nervenzusammenbruch, wenn man ein Bundeswehrplakat sieht, eine Waffe oder ein Militärfahrzeug. Bin ich eigentlich ganz froh drum, dass man mit so etwas selbst klar kommt…nicht auszudenken, wenn es mir so ginge wie den Schneeflocken von heute.

          • Schon mal eine Schneeflocke von nahem gesehen? Das sind wirklich schöne Gebilde, finde gut, wenn so ein paar herumwirbeln.

  38. SChon gewundert warum bei YouTube die Reviews von Sariel und co nicht kommen…. Ich denke Legeo kennt das Thema schon länger und hat die Youtuber entsprechend schon letzte Woche informiert…..

    Finde es aber auch überzogen. Das Modell zeigt zweifelsfrei eine zivile Version…..

    • Sariel hat etwas dazu gepostet („Yes, it’s official. Yes, it’s real. No, I’d rather not comment on it.“).
      Ich kann mich da nur den anderen anschließen, Lego hat sich selbst in diese Lage gebracht.

  39. Wie schaut es denn eigentlich in so einem Fall mit den schon an die Händler ausgelieferten Sets aus?
    Verkaufsstart wäre in 2 Wochen. Könnte mir vorstellen das einige die Ware schon haben.
    JB Spielwaren z.B. hat ja sogar schon ne Review dazu gemacht. Die mich übrigens noch heißer auf das Set gemacht hat.

  40. Na toll, linksgrüne Berufsbetroffene haben sich durchgesetzt.

    Wäre für mich ein Kauf gewesen. Naja, dann halt auf eine Cobi-Version warten

    • Die DFG-VK setzt sich schon über 100 Jahre gegen Krieg und Militarismus ein. Dieses Anliegen als „links-grüne Berufsbetroffenheit“ zu diffamieren finde ich befremdlich.

      • Sehe ich genauso. Das hat nichts mit links-grün-betroffen zu tun.
        Die Argumentation der Dfg-VK ist ja vollkommen nachvollziehbar.
        Ich bin selbst Soldat und kann deren Ziele akzeptieren – Frieden streben wir ja alle an.
        Für mich ist deren Methode schlicht und einfach zu weit weg von der Realität.
        Die Osprey hat bei mir ja auch schon bei Erstveröffentlichung zu Verwunderung geführt.
        Ich hätte sie zwar gerne gehabt, aber die Gegenargumention ist schlüssig. Wenn sich Lego solch einem Kodex unterwirft, sollten sie dem auch stringent folgen.

        • Es wurde doch schon festgestellt das dieser Kodex von Lego so ausgelegt wird wie es gerade passt.
          Organisationen wie der Dfg-VK suchen nach Möglichkeiten solchen Protest und Zwist zu schüren wo es eben medienwirksam geht, ala PETA und Co.

          Überlasst es den Konsumenten ob es gekauft wird oder nicht.

          • Es ist das gute Recht eines jeden seine Meinung frei zu äußern und es ist das gute Recht LEGOs, als privates Unternehmen auf diese Meinung beliebig zu reagieren.

            Was der Kunde davon hält ist absolut zweitrangig.

      • Ich finde es eigentlich gut, wenn Unternehmen versuchen nach ethischen Standards zu handeln und auf Kritik reagieren. Im übrigen sehe ich bezüglich Stickern (Pirate Bay, Sian, Spukhaus) und Stud-Shootern (501-Set) durchaus ein hören auf Kritik. Das LEGO nicht alles genau so macht, wie ein paar Lautsprecher aus dem deutschen Sprachraum es haben wollen finde ich wiederum auch nachvollziehbar.

  41. Ja mit dieser Kooperation und dem Modell hat Lego keine gute Wahl getroffen, wenn es um die eigenen Werte geht.

    Ich selbst finde das Set sehr gelungen und spannend, verstehe aber auch die Argumentation des Vereins.

    Im Kern bleibt es auch bei dem Problem, das sich Lego durch genau diese Lizenz zum Partner eines aktiven Systems im Militär macht.

    Die vielen anderen genannten Beispiele hier finde ich im Grunde auch durchaus prüfenswert, aber der Mensch kann im Grunde alles in negative Produkte umwandeln um damit anderen zu schaden.

    Demonstration halte ich für übertrieben und verfrüht, da Lego sich des Themas annehmen will. Findet der Verkauf trotzdem statt, dann kann man das sich noch überlegen.

    Mal schauen wohin das Thema noch geht, ich hoffe es bleibt sachlich.

  42. Lego macht sich damit so lächerlich. Die Düsenjäger, die sie früher so rausgebracht haben, werden natürlich vorwiegend zivil genutzt…wenn man dann noch damit anfängt, dass Unternehmen, die auch an Rüstungsprojekten beteiligt sind, doch bitte keine Lizenzeinnahmen erhalten dürfen, dann wird die Luft aber bei so gut wie allen Fahrzeugherstellern ziemlich dünn. Mercedes LKWs findet man z.b. auch in militärischen Bereichen. Aber Hauptsache Lego kann sein scheinbar reines Image beibehalten.

  43. Ok ich Bin vllt Bißchen Parteiisch als Reservist und ausgebildeter Helikopter Pilot der im Rahmen einer Übung Gelegenheit hatte die Osprey (damals noch als MQ 22) kurz fliegen zu dürfen aber das Ding fliegt sich einfach geil und die Technik is echt beeindruckend und auch wenn’s sachlich richtig ist wie die Pazifisten Argumentieren solln die Klappe halten 🙄🙄🙄 das Technic Modell bezieht sich auf die Rettungs Version wie sie zb bei der US Coast Guard grad eingeführt wird

  44. Mich wundert sowieso, dass Lego noch Modelle mit Verbrennungsmotor produziert. Warum dagegen noch keine Petition auf den Weg gebracht wurde ist mir schleierhaft. So wird ja die nächste Generation Autofahrer wieder mit dem Verbrenner Virus infiziert! Ist es eigentlich moralisch verwerflich, wenn man extremst motorisierte Autos wie den Bugatti oder den Lamborghini als besonders toll und spektakulär darstellt? Wie wäre es denn mal mit einem Renault Zoe für die Lego-Premium-Serie?! Mir kommt diese ganze Moralapostel Sichtweise recht verlogen vor, aber was soll’s!

    • Zum Einen gibt es in der aktuellen Speed Champions-Reihe die geforderten E-Modelle, zum Anderen ist es für mich nicht verlogen, sondern ein Anfang. Soll man erst dann etwas verändern, auf etwas verzichten oder Anderes umsetzen, wenn man die Weltformel gefunden hat? Warum kann man sich nicht einfach sagen, dass das wenigstens ein erster Schritt in die richtige Richtung ist?! Noch lange nicht perfekt, aber wenigstens besser als vorher.

      • Mir geht es darum, dass man an einem Punkt (oranger Rettungshubschrauber, ob es den nun real gibt oder nicht, ist dabei total irrelevant) die große Moralkeule rausholt und an einem anderen Punkt die Moral nicht so wichtig ist, weil da gerade keine Kleingruppe laut aufschreit! Es hat noch nie funktioniert den Menschen Moral aufzwingen zu wollen.
        Man könnte sogar etwas Positives daraus machen, wenn ein rein militärisches Vorbild als Rettungshubschrauber positiv besetzt wird. Wahrscheinlich sind nur die paar Demohansel vor dem Lego Store ernsthaft der Meinung, dass Boeing sich um die 3,50 Mark Lizenzeinnahmen wirklich schert.
        Letztendlich ist das sowieso total egal. Das Modell wird dann im Rest der Welt verkauft und in Deutschland muss es der interessierte Kunde teurer importieren. Weite Transportwege sind ja besonders gut für die Ökobilanz. Irgendwas ist aber auch wirklich immer. Aber einem Hardcore Pazifisten ist die Umwelt ja vielleicht auch total egal. Man kann ja auch nicht überall moralischer Vorreiter sein!

  45. Ok, ja, es gibt kein Richtiges im Falschen, das heißt allerdings nicht, dass man blindlings alles Falsche mitnehmen muss. Man kann auch wenigstens bei Punkt A ansetzen und versuchen für sich und den Konzern nach selbst auferlegten Maßstäben zu handeln. Und sei es nur, um wenigstens mal den Anfang gemacht zu haben.

  46. „Denkt auch mal jemand an die Kinder?“
    Jetzt haben die nur noch zwei Sets diesen Sommer und davon ist eins richtig teuer und wird dadurch vermutlich weniger Kinder erreichen und das andere muss erst noch beweisen, ob es überhaupt ein Erfolg wird (ein Totalausfall wie der Spinnenkran wird es hoffentlich nicht sein).
    Aber natürlich muss sich LEGO auch an den eigenen Moralkodex halten, wenn sie ihn schon aufstellen. Das sie den Sachverhalt aber jetzt erst prüfen wollen, wo es Gegenwind gibt und und sie im Kodex von „vermeiden“ sprechen, lässt mich natürlich auch schmunzeln.
    Für das Technic Modell ist das sehr schade, dass sah nämlich sehr interessant aus. Ohne Lizenz hätte man es auch ohne Probleme umsetzen können und wäre dann auch nicht auf diesen Gegenwind gestoßen. Lizenzen sind in der LEGO Welt leider Fluch und Segen.

  47. Lächerliche Diskussion! Aber Hauptsache alle fliegen mit irgendeiner Boing in den Urlaub.
    Damit unterstütze ich dann ja auch ein „Rüstungsunternehmen“

          • Das ist doch ein reines Medienmanöver, danach gehts weiter nach Routine.
            Eher aktualisiert Lego die veralteten „Grundsätze“ bevor sie sich zuviel Marktanteile abspenstig machen lassen.
            WW II und Co. hat Cobi bereits mit Kusshand genommen und bedient.

  48. Was für ein Quatsch. Die V22 gibt es auch als ziviles Modell. Man sieht sie dazu noch sehr selten in den Nachrichten. Dazu dürfte man nicht mal einen Mercedes Truck bringen. Da wäre LEGO Star Wars anrüchiger…

    • @Case39 mein Reden genauso den Liebherr den vorhin schon jemand erwähnt hatte…..
      @Lukas Kurth entschuldige meine Wortwahl aber wie gesagt ich bin da vllt etwas voreingenommen und musst mich schon öfters wenn ick in Uniform unterwegs war von denen attackieren lassen (und das nicht nur Verbal) und wenn sie nun noch in mein Hobby reinspucken bin ick bißchen stinkig

  49. Phuuuh, bis jetzt wollte ich den Flieger nicht, nun aber schon. Wieso lässt man sich von irgendwelchen Typen vor sich hertreiben? Was kommt als nächstes? Lego hat wenigstens eine Firmenphilosphie, ja, die hätten sie dann jetzt gebrochen. Aber geht dieser dubiose Verein denn auch auf alle anderen Hersteller von Spielzeug los, oder nur auf die, wo was zu holen ist? Ich hab Verständnis dafür, dass jemand das nicht kauft, gar keine Frage. Aber ich würde das Fass nicht aufmachen…das ist ein sehr, sehr weites Feld. In Deutschland lebt ne Menge Leute von der Produktion von echten Waffen, als viertgrößter Waffenexporteur der Welt (Quelle: Die Anstalt) sollte man da doch die Füße still halten, wenn ein Spielzeug auf den Markt kommt. Ich würde die Entscheidung dem Kunden überlassen und dem Verein mal ne neue Zielsetzung empfehlen.

    • Die DFG-VK ist eine der ältesten pazifistischen Organisationen und hat sehr wichtige Arbeit im Bereich der Kriegsdienstverweigerung geleistet. Sie als „dubiosen Verein“ zu bezeichnen erscheint mir ungerechtfertigt. Und warum sollte man nicht LEGO an den eigenen Standards messen? Das Argument, dass es ja auch andere – vorgeblich relevantere – Ziele der Kritik geben würde finde ich schwierig. Das ist ja immer so.

      • Sorry für den dubiosen Verein, @pinkpunx, aber ich befinde mich auf einem Legoblog und habe keine Zeit, mich mit den Hintermännern oder Frauen zu beschäftigen und auch ehrlich kein Interesse. Wenn sie Pazifisten sind, prima, hat ja jeder irgendeine Einstellung zu allem Möglichen, auch Kriegsdienstverweigerung ist sicher ein Thema, dass einige Leute beschäftigt, mich aber nicht. Ich würde den Enkeln kein Kriegsspielzeug kaufen, wozu ich diesen Flieger jetzt mal nicht zählen würde, weil ich gar nicht wusste, dass er so was ist. Hubschrauber halt. Auf nem anderen Blog wird kommentiert, dass diese Leute Soldaten als Mörder bezeichnen…nun, ein weiteres weites Feld. Ich bin der Meinung, das hier ist ein Spielzeug und wenn der Verein eine Bühne sucht, dann ist er bei Angelobungen oder ähnlichem an der richtigen Adresse. Wobei ich in den letzten Jahrzehnten die Deutschen nicht als Angriffsarmee eingestuft habe sondern die deutsche Bundeswehr eher als Schutztruppe, wenn auch miserabel ausgestattet, wahrgenommen habe. Nun gut. Wie gesagt, ein weites Feld. Ich sehe diese Diskussion eigentlich nicht auf einem Legoblog. Kauft es, oder lasst es, die meisten Leuten wissen übrigens davon gar nix.

      • Sie sollten sich direkt an die Quelle begeben. Hier geschieht dies mMn jedoch um populistisch im Rampenlicht zu stehen. Dieser fragwürdige Verein sagt mir jedenfalls überhaupt nichts.

  50. Wie weit Lego da die eigene Vorgabe nun verletzt oder nicht sei mal dahin gestellt. Wie so vieles, ist auch diese eine Auslegungssache und klingt in verschiedenen sprachlichen Übersetzungen inhaltlich/vom Sinn her im Detail anders. Grundsätzlich befürworte ich Unternehmensrichtlinien, die sich gegen Gewalt und deren offensichtliche Verherrlichung richten. Aber…

    ‚Gleichzeitig soll die Marke LEGO nicht mit Themen in Verbindung gebracht werden, die Konflikte und unethisches oder schädliches Verhalten verherrlichen.‘
    => heißt das jetzt „Tschüß!“ Pirate Bay?!? Piraten sind ja auch eine gewaltverherrlichende und unethische Thematik…

    ‚und bei der Kommunikation von LEGO-Produkten von gewalttätigen oder beängstigenden Situationen abzusehen‘
    => wird deshalb Hidden Side eingestellt. Ein paar Eltern haben sich bestimmt beschwert, dass das gruselig ist.

    Satire off…

    Man sollte die Kirche mal im Dorf lassen. Klar ist die Osprey ein meist militärisch genutztes Vehikel, aber Lego hat die zivile Nutzung gewählt. Wie viele andere hier auch schon erwähnt haben, sind sehr viele der lizensierten Unternehmen irgendwie mit Rüstung verbunden. Boing/Bell bauen halt zivil wie militärisch.
    Mistet Lego dann jetzt das ganze Sortiment aus? Bezweifel ich mal.

    Persönlich halte ich solche Shit-Storm-Debatten für sehr fragwürdig, ähnlich wie der seit 50 Jahren verkaufte Afrika-Keks der verpöhnt wird, aber jeder greift noch zur Tiefkühl-Asia-Pfanne, weil die ja nicht rassistisch sei…und das ganze mündet jetzt mehr und mehr in der Cultural Appropiation.

    Ich als kleiner Junge hätte meine helle Freude an so einem Technic-Modell gehabt. Schade…

  51. Unsere amerikanischen Freunde verteidigen mit dem Osprey die deutsche Demokratie am Hindukusch. Die dänischen Hippies sollten konsequent die Bordbewaffnung umsetzen und das alberne Orange wegnehmen. Gerne kann ein Flyer der Bundeswehr dazu, und dann raus ab 5 Jahren.

  52. Naja, ob man es nun übertrieben findet das Set deswegen vom Markt zu nehmen oder ein richtiges Zeichen gegen die Rüstungsindustrie, generell regt dies vielleicht mal zum Denken an, ob es denn wirklich immer eine Lizenz für ein x-bliebiges Technic-Flugzeug braucht. Der Technic-Fan kauft doch das Ding nicht wegen Boeing und es geht am Ende nur Geld für die Lizenz drauf (das scheint ja auch der Hauptkritikpunkt dieser Aktion zu sein). Bei einer an einem Film orientierten Spielserie mag das Verkaufsargument noch nachvollziehbar sein, ebenso bei Edelsammel-Dingern die dann eben vom geneigten Lambo/Porsche-Fan gekauft werden. Aber der 35. gelbe Technic-Kran sieht ohnehin aus wie alle anderen, egal was da auf der Schachtel steht.

  53. Hier geht es um zwei verschiedene Dinge: das eine ist LEGOs selbstgewähltes Ziel, kein (reales und aktuelles) Kriegsgerät zu produzieren. Da ist die Bell Boeing Osprey V22 ein Grenzfall, da dieses Luftfahrzeug in erster Linie für militärische Zwecke eingesetzt wird und selbst die Rettungsvariante (die das LEGO-Modell eindeutig darstellt) von Militär betrieben wird. Aber selbst der berühmte Mercedes-Benz Arocs wird in diversen Armeen eingesetzt. Hätte LEGO wirklich den Arocs aus dem Vertrieb nehmen sollen? Proteste hatte es hier zumindest keine gegeben.

    Das andere Thema sind die Lizenzzahlungen. Dazu hat sich LEGO nie öffentlich positioniert, kann sich also auch gar nicht widersprüchlich verhalten.

    Aber auch hier gilt: fast jeder Hersteller von Luft-, Land- oder Seefahrzeugen produziert auch für den militärischen Bedarf. Nur durch konsequenten Verzicht auf jegliche Lizensierung von Fahrzeugen könnte LEGO verhindern, daß Unternehmen, die (auch) im Rüstungsbereich ihr Geld verdienen, Gelder erhalten. Und was ist, wenn das US-Militär Disney-Abos für Ihre Soldatenunterkünfte abschließt? Sollen dann alle Disney-Lizenzen aus dem Programm fliegen?

    Weiß jemand, ob die Herausnahme der Osprey nur den deutschen Shop betrifft? Oder will LEGO jetzt das Modell insgesamt zurückziehen?

    • „Weiß jemand, ob die Herausnahme der Osprey nur den deutschen Shop betrifft? Oder will LEGO jetzt das Modell insgesamt zurückziehen?“

      – Würde mich auch interessieren. Kann ich mir aber nicht vorstellen das das Ding gar nicht mehr auf den Markt kommt. In den USA, China usw. ist man da nicht ganz so hysterisch unterwegs…;-)

  54. Lego hat sich hier eindeutig selbst ins Knie geschossen – eigene Regeln sollte man nicht brechen, wenn man sie so prominent platziert.

    Gleichzeitig habe ich ein Problem damit, wenn jetzt ein Dritter zu Protesten etc aufruft, weil ich dann nicht mehr selbst als Konsument agieren kann. Sprich, eine dritte Fraktion hindert mich daran, selbst eine Entscheidung zu treffen. Das ist suboptimal.

    Was mich viel mehr stört ist, dass es hier nicht um Kriegsgerät als solches geht, weil da ja die dritte Partei machtlos ist, weil sich andere Hersteller eben nicht so wie Lego dazu platziert haben. Somit findet der Krieg dann eben mit anderen Modellen oder virtuellen Figuren im Kinderzimmer statt. Somit kann es hier keinen Gewinner geben…

    • Na ja, was du von LEGO bekommt entscheidet immer noch der Konzern und nicht die Leute die hier Kritik äußern. Es kann mir niemand erzählen, dass LEGO hier wegen eines nicht besonders einflußreichen Vereins zum Handeln gezwungen wäre.

      Ich finde es einen guten Denkanstoß. Das Vorhandensein von Kriegsspielzeug per se ist wieder ein anderes Thema. Aber ich denke da geht es auch viel darum mit welchen Vorbildern die Kinder aufwachsen, Gewalt und rumhacken auf Schwächeren können Kinder auch ganz ohne Plastikgewehre einüben.

  55. Dann hoffen wir mal, dass Lego nicht auch noch einen Rolls Royce raus bringt irgendwann. Die bauen nämlich auch Triebwerke zb für den Tornado. Nun man kann es auch übertreiben. Einfach aus der Techniksicht ist es bestimmt ein interessanter Bausatz. Selbst Piratenschiffe sind Militärtechnik ihrer Zeit gewesen. Ritter waren auch die Soldaten ihrer Zeit. Cowboys und Indianer waren auch nicht dauernd zusammen auf Grillpartys. Dann sind in ein paar hundert Jahren bewaffnete Raumschiffe ein no go und Panzer völlig legitim, die sind dann ja auch Antik und nur noch aus der Geschichte bekannt. Letztendlich ist es mir aber dennoch egal, da mich persönlich das Ding nicht wirklich interessiert.

    • Nun, es geht ja um aktuelles Kriegsgerät – nicht um Firmen, die in irgendeiner Untersparte des Gesamtunternehmens auch für die Rüstungsindustrie tätig sind.

  56. Ich finde es in diesem Fall übertrieben.
    Es geht nicht um Panzer oder sichtbar bewaffnete Geräte sondern um ein Mehrzweck-Fluggerät.
    Solange es Piraten (waren richtig üble Schlächter), Räuber (in den City-Polizei-Sets) sowie Panzer, Schlachtschiffe, Truppentransporter und Soldaten (teils mit Flammenwerfern !!) (Star Wars) bei LEGO gibt, sehe ich persönlich hier kein Problem mit dem Osprey.

    • Jetzt werden dir die selbsternannten Tugendwächter und Pazifisten wieder sagen das SW ja nur fiktiver Krieg sei. Und bei Piraten und Rittern sei es in Ordnung, da romatisiert und zeitlich weit weg.
      Western finden die wieder ganz furchtbar schlimm und alles aus dem 20. Jahrhundert geht ja auch gar nicht.

      Aber laut deren eigener Propaganda wäre romatisierter Piratenkrieg oder fiktiver Star Wars ja so eine Art „Einstiegsdroge“
      Aber das werden sie sich dann so nach und nach per Salamitatik vorknöpfen bis der geneigte Hobbyist völlig bevormundet ist.

      • Niemand, wirklich niemand bevormundet dich! Kauf dir doch Kriegsspielzeug. Es gibt das überall in Hülle und Fülle. Aber hör auf hier gegen Leute anzugehen, die Krieg vielleicht nicht ganz so geil finden wie du und Unternehmen an die selbst gesetzten Grundsätze erinnern.

        Wenn ein Smoothie-Hersteller immer sagt, dass sie grundsätzlich immer nur Smoothies mit 100% frischen Früchten verkaufen, würde sich auch keiner in den Kommentarspalten daran stören, wenn ein Verein darauf aufmerksam macht, dass plötzlich Hundescheiße auf der Zutatenliste steht.

        Und ja: nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich.

        • Ich gehe gegen die Organisation an weil das Set nun deswegen eventuell nicht regulär erscheint und der Eiertanz losgeht wo man noch ein Exemplar auftreiben kann. Als Sammler zum kotzen. Und ich sehe Militär eben nicht als Problem und es ärgert mich das das hier so unwidersprochen stehen bleibt.

          • Glaubst du ernsthaft, die Organisation hat mit ihrem Start des Protests um 11 Uhr dafür gesorgt, dass LEGO uns gegenüber schon über eine Stunde früher das Statement abgegeben hat? Ernsthaft? Die Kritik an dem Set ist nicht neu. Sie zieht sich seit Monaten durchs Netz und einige bekannte LEGO Youtuber haben da kein Blatt zu vor den Mund genommen. Der geplante Protest war maximal das letzte Zünglein an der Waage.

          • Waaaghboss, halte du dich in Zukunft einfach weiterhin an die Erzeugnisse der Pseudofaschisten aus Nottingham und alle sind glücklich. Wie wär’s?

  57. Ach je, ich frage mich ernsthaft ob diese Thematik wirklich so schwierig zu verstehen ist.

    1. Kein Spielzeug Hersteller dieser Welt hat ein Verbot erhalten Kriegsspielzeuge zu produzieren und verkaufen. Dies ist der Grund wieso Cobi, Revell, Italeri und andere Marken so beliebt sind. Hier geht es darum, dass sich Lego selber diese Regel aufgestellt hat. Sie haben für sich selber so entschlossen, dieses spezifisches Segment nicht zu berühren.

    2. Niemand verbietet Lego diese interne Regel zu ändern. Sie könnten ganz einfach Ihre Spielregeln ändern mit einer offenen Kommunikation. „Liebe Leute, wir leben im Jahr 2020, das Weltbild hat sich geändert, wir sind überzeugt, dass Kriegsspielzeuge heutzutage kein Problem mehr sind und darum werden wir ab sofort solche Sets Produzieren“.

    3. Jeder von uns kann frei wählen was er bei sich zu Hause haben will oder mit was er seine Kinder spielen lässt. Liebe ich solche Modelle? Super, es gibt genügend Hersteller die genau deine Bedürfnisse erfüllen. Kauf diese und habe Spass damit.

    4. Die Unterstützung der Waffenindustrie ist ein spannendes Thema. Wenn du diese absolut nicht unterstützen willst, dann bleibt dir nicht anderes übrig als in einen Höhle zu leben. Aber ihr seid sicher damit einverstanden, dass wenn ich mir ein Fahrzeug kaufe von Volvo oder andere Hersteller die auch in der Waffenindustrie tätig sind, ich dies mache weil ein Fahrzeug brauche und nicht weil ich froh bin, dass sie dank meinem Geld einer anderen Person den Kopf wegblasen können. Wer dies durchmischt ist einfach nicht realistisch.

    5. Ich als Kriegshasser, schätze das Lego nicht diese Segment berührt. Aber ich hätte kein Problem damit wenn sie ihre Regeln ändern würden. Ich würde mich einfach Sets zu diesem Thema nicht kaufen und Fertig. Kommt jetzt bitte nicht mit Ritter, Piraten und andere Lego Welten die auch mit Pistolen und Kanonen rum geschossen wird. Ich glaube sogar ein kleines Kind spürt einen unterschied zwischen eine vergangen Zeitepoche wo mit der Fantasie gespielt werden kann und einem Panzer der vor ein Paar Wochen eine Gruppe Zivilisten in die Luft gesprengt hat.

    • „Der Krieg ist der Vater aller Dinge und der König aller. Die einen macht er zu Göttern, die andern zu Menschen, die einen zu Sklaven, die andern zu Freien.“

      – Heraklit

      Solange ich die frei Entscheidung habe zu kaufen was ich will finde ich die Diskussion in Ordnung. Ich will aber nicht bevormundet werden. Lasst das Set erscheinen und die Konsumenten entscheiden.

      • Verstehe es nicht ganz. Wer genau verbietet dir solche Sets zu kaufen? Hast du ein Verbot bekommen von jemand? Habe ich gesagt, dass du dir nicht ein Panzer kaufen kannst? Wenn du ein Problem hast damit, dann bewerbe dich bei Lego und versuche Argumente zu bringen die ihre Ideale verändern.
        Spannend, dass du Heraklit erwähnst, mal schauen ob du der gleichen Meinung bist, wenn du mal direkt betroffen bist. Wirst wohl nichts dagegen haben wenn deine Umgebung in die Steinzeit bombardiert wird, hast ja nur den Stempel als Mensch oder Sklave erhalten…soll es geben….easy.

        • Nochmal: Das Verbot steht für das Nichterscheinen des Sets.

          Und das Zitat bezieht sich auf den fortwährenden Fortschritt der Menscheit durch Konflikt. War immer so und wird auch so bleiben.

          • Verbot? Wenn jemand LEGO mit Argumenten überzeugt, dieses oder jenes zu tun, oder zu lassen, ist das kein Verbot, sondern Dialog mit einem Ergebnis. Das mag einem schmecken, dem Anderen aufstoßen, aber verboten wurde hier LEGO nichts.

          • Nochmal: Lego hat selbständig interne Regeln aufgestellt und wenn sie dieses Set nochmals überprüfen, dann ist es ein Zeichen, dass da was wohl doch in die falsche Richtung gegangen ist.
            Dass das überhaupt so weit kommen musste, zeigt eigentlich nur, dass bei Lego, Leute arbeiten die sich nicht genau mit den eigenen Spielregeln auskennen. Dass da jemand extern sie darauf aufmerksam machen musste ist gut, aber gleichzeitig traurig.

      • Wenn LEGO aber verspricht, dass sie niemals Sets mit Militärmaschinerie herausbringen, will ich mich als Elternteil oder Großeltern darauf verlassen können. Und wenn man im Thema nicht drin ist, weiß man nicht, dass dieses Flugzeug eben KEIN ziviles Flugzeug, sondern eine reine Militärmaschine ist. Meine Oma hätte das nicht gewusst.

        Es ist sinnvoll wenn eine Organisation jetzt fordert, da Klarheit in die Regeln von LEGO zu bringen. Und die Leute zumindest darauf aufmerksam zu machen, dass es ein Kriegsflugzeug ist, ist auch keine schlechte Sache.

        • Dann darf dieser Kodex aber auch nicht schwammig sondern nur konsequent umgesetzt werden.
          Und zu deiner anderen Antwort (Antwortfunktion erscheint unter manchen Beiträgen nicht): Mir ist klar das das Set von Anfang an kritisiert wurde und die Reaktion von Lego wohl nur zufällig mit dem Termin zusammenfällt. Dennoch wird sich die Prostestorganisation das vermutlich als Erfolg anrechnen.

        • Ich kaufe kein Kriegsspielzeug und habe auch absolut kein Interesse an diesem Flugzeug.

          Dennoch möchte sich dieser populistische Verein mit der Aktion mMn schlichtweg billig ins Rampenlicht begeben.

          Bin auch der Meinung, lasst die KäuferInnen entscheiden. Zudem ist das Flugzeug ein Grenzfall und kein Militärflugzeug per se.

    • Zu 5 bzgl. der Epochen. Es wäre ebenso problematisch wenn Lego Tempelritter mit echt nachempfunden Waffen oder z.B. einen echten Nachbau der Queen Ann’s revenge (und nicht die der “Prates of the Caribean”) gemacht hätte. Die Rotröcke waren wahrscheinlich damals schon grenzwertig, es wurde aber trotzdem der Union Jack vermieden und es gab immer fiktive Geschichten dazu.

      Die V22 Osprey kann ich allein durch die Lizenz, konkreten Armeen und Hotspots von heute zuordnen und das ist nach LEGO’s Kodex problematisch und daher ist es für mich richtig das Lego hier einen Rückzieher macht.

  58. Lego hat es sich selbst auferlegt, keine Modelle von Fahrzeugen oder sonstwas auf den Markt zu bringen, die in aktuellen Konflikten eingesetzt werden. Dementsprechend ist es voll in Ordnung, dass der Verein auf diese Selbstverpflichtung hinweist und Lego hat richtig reagiert, indem sie den Bausatz erstmal vom Markt genommen haben. Viel eher stellt sich die Frage, wie die Osprey es überhaupt je ins Sortiment geschafft hat!
    Aber in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um ein sehr interessantes Set handelt, hätte ich mir lieber eine andere Lösung gewünscht: Warum kann nicht einfach dieser aktuelle Konflikt enden?
    Hmmmmm…..

        • Äh, alles klar.

          Also: Inwieweit sind GW „Kryptofaschisten“?

          Lass mich mal raten, das trifft einfach auf alles zu was dir nicht gefällt, ob fiktiv oder real.

          • Hi, ich verstehe nicht, wie du darauf kommst. Mir gefällt z.B. Pokemon nicht, aber ich halte es nicht für kryptofaschistisch. Ich kann deinen letzten Beitrag dementsprechend nur für eine Unterstellung und für den Versuch halten, vom eigentlichen Thema abzulenken. Dass nämlich eine Firma, deren Tochterfirma Erzeugnisse wie die „Death Korps of Krieg“ anbietet, nichts weiter als krytofaschistisch ist und sich bei Kryptofaschisten anbiedert.
            Naja, und wenn das so deine Strategie in Diskussionen ist, dann habe ich keine Lust, mir dir zu diskutieren, schon gar nicht in einem Lego-Blog. Tut mir leid, aber das ist einfach unter meiner Würde, Waaaaghboss, leider. 🙂

          • @Carolina+Cremesta:

            Ich bin weder in der Warhammer Welt noch besonders in der Star Wars Welt zuhause….aber wenn „Death Korps of Krieg“ kryptofaschistisch ist (wieder was gelernt, der Begriff war mir vorher nicht bekannt, danke!) …was ist denn dann mit den „Deathtroopern“ in Star Wars, die auch noch in schickem schwarzen Rüstungsdesign daher kommen?

    • Bei denen gibst es nichts „zu holen“, da die sich eben nicht selbst auf die Fahne geschrieben haben, keine Panzer zu bauen. Die werden wahrscheinlich einfach direkt verteufelt aber ohne als Heuchler gebrandmarkt zu sein.

  59. Leute….ich bin schon lange Technic Fan…sicher…die Osprey ist nun mal eben ein amerikanischer Mittelstrecken-Truppentransporter.
    Aber bitte vergesst auch nicht das alle VTOL-Flugzeuge Militärmaschinen sind weil abgesehen von Hubschraubern im Zivilbereich kein Bedarf dafür besteht. Wer sich an der Lizenz stört…ja, ärgerlich…da haben die Jungs bei Lego mal wieder nicht nachgedacht. Anderseits ist es vom technischen Standpunkt ein sehr interessantes Modell. Wenn Lego jetzt nicht nachbessert oder kneift werden es sicher bald andere Klemmbaustein Produzenten rausbringen ob nun mit oder ohne Lizenz.
    Ich kann Eltern verstehen die sagen „Das wollen wir nicht!“…bitte, es muss ja keiner kaufen.
    Meine Nichte mag Lego technic trotz ihrer 6 Jahre. Aber sie ist auch totaler Flugzeug Fan. Ich hab ihr die 9394, die 42025, den alten Black Hawk Flieger und die Helkopter, und, und besorgt. Ich konnte ihr an diesen Teilen viel über Flugzeuge erklären.
    Für sowas ist doch technic auch da.🤷‍♂️ Nicht nur zum spielen.
    Viele die Kinder, Nichten und Neffen oder Enkel haben wissen doch selbst wie mühsam es manchmal ist Kinder für Dinge zu begeistern wo kein Display, Gamepad oder Sound dran und drin ist.
    Und ich persönlich kann auch lego verstehen das sie jetzt kein Team in einen Raum gestopft hat um ein irgendwie gearteten Senkrechtstarter zu entwickeln der was taugt….dann kommt so ein Set in Liebherr Bagger Regionen. 🤨
    Wenn Lego, Boing und Bell mit den Lizenzgeldern was ordentliches machen…Kriegsversehrten Hilfe…was weiß ich…🤷‍♂️…dann lässt sie doch das Modell so rausbringen. Selbst Cobi hilft mit den Deutschen Mil-Tec Sets dem Museum in Sinsheim…wo wir unseren Kindern wieder zeigen können…das da,(auf ein Panzer deutend) ist die größte Dummheit des Menschen. Wir erziehen doch unsere folgenden Generationen…nicht Lego…nicht Bell…nicht Boing.
    Als Onkel sag ich…benutzt euren Kopf, nicht die Fäuste.und die Mädels verstehen das.
    Als Technic Fan sag ich aber auch…ich möchte dieses Modell…es ist großartig…es ist TECHNIC…wie der Arocs,der große Abschlepptruck…nicht das blaue Elend 😉….dafür bin ich eben Fan.
    Puh..das war jetzt viel.
    Leute…wenn euch also die Lizenz stört, das Design, der aktuelle Hintergrund der Osprey, die Lizenzgeber….lasst es eben liegen. Es zeigt doch dann Größe und Charakter auch mal nein zu sagen.
    Ich persönlich werde mir das Set kaufen, so wie es ist, in der Farbe und Verpackung…und wenn sie es verändern oder einstampfen werde ich es eben mühevoll nachbauen.
    Ich bleibe gespannt wie der Käse weitergeht…👀.

  60. Ich persönlich finde es gut, das Lego nicht die Kriegsschiene bedient, aber diese Diskussion finde ich schon bisschen lächerlich. Krieg hört doch nicht auf, nur weil dieses Modell nicht in den Handel kommt.

    Was habe ich früher als Kind Revell-Modelle gebaut, Kampfjets, Bomber und bin trotzdem gegen Krieg. Das eine muss das andere ja nicht ausschließen.

    Diese ganzen SJWs und Schneeflocken nerven doch nur noch.

    • Demokratie ist halt nervig, get over it! Im übrigen wünsche ich mir eine Gesellschaft, die einen ordentlichen Haufen „empfindlicher“ Schneeflöckchen aushält. Die Weisen oft auf wichtige Themen hin und das halte ich für wertvoll.

      Im übrigen ist der hier besprochene Verein so alt, dass seine damaligen Mitglieder vor WW1 und 2 so nervige „Schneeflocken“ waren. Interessant, oder?

      • Aber die Piratenbucht mit Kanonen und Pistolen ist okay? Weil es keine Piraten mehr gibt? Ist doch absurd.

        Der Heli ist mit der Lackierung eh nicht kriegstauglich. Knallig orangene Front und Heck. Da kann man sich ja im Kriegsgebiet direkt einen großen roten Pfeil „hier bin ich“ umhängen.

        Da kann man echt nur hoffen, dass Lego das Set trotzdem raus bringt und es sich aufgrund des Streisand-Effektes zum Renner des Jahres entwickelt.

      • Demokratie hat aber mit der Sache wenig zu tun. Die wird mir in letzter Zeit etwas zu inflationär für alles ins Feld geführt.

        Wenn man es mal runter bricht auf die Petitionen, ca. 170 contra und ca. 1600 pro 42113…….nun ja….

      • Wenn du schon diese absurden Vergleiche ins Spiel bringst:
        Demokratie wäre, wenn die Kunden selber entscheiden könnten, ob sie das Set kaufen oder nicht.
        Das was hier gemacht wurde und was du so zu feiern scheinst, kann man eher mit der faschistischen Diktatur einer kleinen Minderheit gleichsetzen.

        • Sorry @Jens, aber das ist absoluter Blödsinn. Hier hat keine Regierung irgendwas entschieden, daher kann es per Definition keine Diktatur sein. LEGO hat selbst entschieden, was sie auf den Markt bringen und was nicht. Genau so wie sie es IMMER bei jedem Produkt tun. Wenn dir das nicht gefällt, kannst du zu anderen Marken greifen. Niemand schränkt dich in deiner Freiheit ein.

  61. Lego hätte hier mal einmal nicht seinem eigenem Lizenzwahn verfallen sollen. Boeing/Bell bringt IMO kaum einen Mehrwert, unlizensiert wäre ein ähnlich aussehendes Vehikel wohl nicht problematisch und hätte auch ähnlich gut verkauft werden können.

    Die V22 Osprey ist aber nun mal fürs Militär gemacht und da hilft auch die Tarnung als Rettungsflieger nicht, um mit dem eigenen Kodex konform zu sein.

  62. Wie gesagt…vollsten Verständnis für die Aktion an sich und auch für das eventuelle zurückziehen des Sets, ABER nicht 2(!) Wochen vor dem geplanten Release!!! Wenn dann hätte das früher geschehen müssen! Kann denen doch nicht ernsthaft jetzt erst aufgefallen sein!?

      • Schwieriges Thema.
        Ich sehe tatsächlich das sich LEGO nicht sauber an die eigenen Regeln hält, was ein absolutes Must ist wenn man als Firma will das Kunden den eigenen Ankündigungen bzw. Versprechen vertrauen.
        Allerdings bin ich mittlerweile vorsichtig was Interresengruppen angeht. Auch die DFG-VK lebt, zumindest teilweise, von Aufmerksamkeit. Und wenn ich gerade im Fantalk höre das die Begründung das die Aktion gegen LEGO fahren aber nicht gegen Cobi weil LEGO bekannter ist sprich mehr Buzz erzeugt, hinterlässt das zumindest ein ungutes Gefühl.

  63. Ich bin ja mal gespannt, ob irgendein anderer Hersteller das ganze ausnutzt, um seine eigenen Produkte bekannter zu machen….das führt dann zwar bei bspw. Cobi zu noch größeren Lieferengpässen, wenn die Nachfrage noch weiter steigt und die neue Fabrik ist wahrscheinlich schon wieder zu klein…aber das wäre ein cleverer Schachzug.

  64. Die zum Politikum gewordenen Lizenzgebühren werden Boeing und Textron zu Recht dennoch bekommen – obwohl das für solche Unternehmen ohnehin eher Peanuts sind – da sich das Verständnis für das den Schwanz einziehen und die Anbiederei seitens Lego dort eher in Grenzen halten wird und die Verträge länst in Kraf sind.

    • Ich glaube, dass dort schon Verständnis da ist: alles sind schließlich Konzerne mit Leitbild etc. „Schwanz einziehen“ ist m.E. die falsche Wahrnehmung: jemand der einen Fehler eingesteht und versucht, ihn rückgängig zu machen, ist kein Feigling sondern beweist Größe – nur Vollidioten können Fehler nicht zugeben. Aber kann ja nicht jeder ein „ganzer Mann“ sein. Vielleicht bin ich auch einfach zu weich und linksgrün versifft und arbeite einfach selber schon zu lange in einem Konzern mit wirklich offener Fehlerkultur. Egal, ich bekomme für diesen Kommentar ja eh nur den Stempel Fanboy verpasst…

  65. Um auch mal meine 2 cents abzugeben: Ja klar gibt es viele Hersteller, die „Kriegsspielzeug“ herstellen, aber Lego hat sich halt auf die Fahne geschrieben das nicht zu machen und muss sich dementsprechnend an diesem Versprechen messen lassen, daher finde ich es absolut richtig wenn da jetzt dagegen „vorgegangen“ wird. Den Ärger hätte sich Lego leicht ersparen können, aber wenn sie jetzt tatsächlich drauf reagieren finde ich es in Ordnung

  66. Das Modell ist in einer nicht militärischen Version erstellt ,und so nach meiner Ansicht nach kein Militär Modell. Es gab ja auch schon einen Air Race Jet! Lizenzen sind ja ein Thema für sich. Finde es schade wenn ein Technic Modell in welchem nochmal motorisiert Funktionen sind nicht auf den Markt kommen wird

  67. Bin kein Technik Fan aber nun verspüre ich ein großes Bedürfnis dieses Militär Set zu besitzen.

    Nun zitiere ich aus Demolition Man:
    Ich bin ein Typ der gerne in einer schmierigen Kneipe hockt und sich fragt: Nehm“ ich ein T-Bone Steak oder „ne Riesenportion Spare Ribs mit richtig schönen fetten Pommes dazu? Ich bin cholesterinsüchtig! Ich will Speck, Butter und will tonnenweise Käse reinhauen. Ich will „ne fette Havannah, so groß wie Cincinnati in der Nichtraucherzone rauchen. Ich will nackt mit grünem Wackelpudding beschmiert durch die Straßen laufen, und ich will mir die Freiheit nehmen, den Playboy zu lesen. Warum? Weil ich das Bedürfnis dazu verspüre!

    Ende der Geschichte

  68. @Carolina+Cremasta

    Klar das du nicht ernsthaft diskutieren willst, weil du keine echten Argumente hast.
    Das WH 40.000 Universum ist doch offensichtlich und absichtlich übertrieben und comichaft aufgezogen wer da „Anbiederung an Krytofaschisten“ erkennt den kann ich nicht ernst nehmen. Leb wohl.

    • Ja, natürlich, die anderen haben keine Ahnung und können sich immer nur aufregen und wollen einfach nicht einsehen, dass alles nur ein großer Spaß ist und die ganzen Kryptofaschisten in deiner Spielgruppe und all die anderen ungezählten Kryptofaschisten weltweit in WH40k Spielgruppen, das sind alles gar keine Kryptofaschisten, das sind einfach Comicfans, die wenigstens verstanden haben, das alles ein großer Spaß ist und der größte Spaß ist es, wenn man dann den politischen Kommissar aufs Feld bringt und es ist halt einfach nur ein Zufall oder ein Zeichen dafür, dass es eben alles absichtlich übertrieben ist,,,,moment mal…“absichtlich“ sagst du?!
      Na, mehr braucht man nicht zu lesen über deren „Absichten“.
      Schon komisch, dass du das sogar selbst schreibst, lol.
      Ich brauche hier wohl deshalb keine Argumente zu bringen, weil du die Argumente ja selbst zu liefern scheinst. Dankeschön! :D:D:D

      • Das sind einfach nur wirre Anschuldigungen ohne Substanz. Das was du machst ist auf dem Level: „Killerspiele“ wie CS, CoD etc. führen zu Amokläufen. Garniert mit einem linken Kampfbegriff wie „Kryptofaschismus“
        Hast du einen einzigen Beleg dafür was du da in den Raum stellst? Bin auf die Quellen sehr gespannt.
        Zur Info für Mitleser : Das Imperium der Menscheit in WH 40.000 ist stark faschistisch, xenophob und fundamentalistisch angelegt. Und zwar teilweise so übertrieben das es schon parodistisch anmutet.
        Aber ich vermute das Caro einfach nicht zwischen dem Rollenspiel in einem fiktiven Universum und der Realität differenzieren kann – oder will.
        Trotz meinem Nick und der Unterstellungen bin ich übrigens eher Eldar-Fan.
        Aber die sind ja immerhin auch relativ rassistisch gegen alle Nicht-Eldar. Als Trost damit dein festgefahrenes Weltbild nicht zu sehr leidet.

        • Rollenspiel…du sagst es!

          Wenn ich das nächste Mal eine ähnliche Diskussion habe, dann werde ich unter anderem deine Beiträge hier in diesem Blog als „Quellen“ angeben.

          • Der Hammer :-))

            Das ist jetzt dein Beweis?
            Also wer Rollenspiel betreibt will das sein was er spielt – oder er ist es sogar schon. Gilt das auf für Schauspieler? Dann muss man aufpassen wenn man von Anthony Hopkins zum Dinner eingeladen wird.
            Weist du eigentlich was Rollenspiel ist?
            Bin ich eigentlich auch Krytofaschist wenn ich die Hydra-Truppen aus den Lego-Marvel-Sets baue?
            Oder bin ich Drogendealer und Zuhälter wenn ich Gangsterap höre? Nein halt – das geht nicht dazu muss ich schwarz sein und das wäre ja blackfacing.
            Nein wieder falsch, damit würde ich unterstellen das Schwarze per se Drogendealer sind. Aber genau darum geht es doch im Gangsterrap?!?
            Ach, ich bin so verwirrt…

            Ernsthaft, dir wurde hier ja schon linkes Geschwurbel unterstellt und das sehe ich hier tatsächlich als bestätigt an.

            Zitat Caro: „was ich eigentlich bin: Ein signifikantes Schwungrad im tödlichen Getriebe der globalen Ausbeutung.“

            Aus dir trieft ja nur so der Selbsthass, such dir Hilfe.

          • Wenn man im Dunkeln in einen Stall läuft und man hört es quieken, dann weiß man, dass man im Schweinestall ist.
            Du hast die Gaslaterne vergebens rausgeholt.

          • Deine Quellen würde ich auch gerne sehen. Ich bin seit über 35 Jahren Rollenspieler und Tabletopper, dass ich damit offenbar ein Kryptofaschist bin ist mir neu. Wenn du schon wirre Anschuldigungen machst, unterfüttere diese bitte mit zuverlässigen Quellen und Belegen. Wilde Anschuldigungen kann jeder machen, das ist leicht und nichts als Unsinn.

        • @Ork-Oberboss (nannte sich bis zur 2. Edition 40k so oder so ähnlich).
          Interessant, ich stimme dir was WH40k angeht zu, aber nicht was dieses Lego-Set angeht. Somit stehe ich da ja tatsächlich zwischen dir und Carolina+.
          Sorry für den inhaltsleeren Beitrag, aber Lego ist nun mal nicht GW und umgekehrt.

          • Kann man ja auch geteilter Meinung sein, aber so läuft das in solchen Onlinediskussionen.
            Erst will man nur sein anvisiertes Set doch noch bekommen, dann findet man die die Protestaktion übertrieben und am Ende des Tages ist man dann Kryptofaschist.
            Weil man Rollenspiel und Tabletop mag.
            Hm.

          • Und Eisbärbabymörder sind wir ja sowieso alle… Manche Menschen darf man einfach nicht ernst nehmen. Wer eine radikale Sichtweise hat, lässt sich auch nicht von Argumenten beeinflussen.

  69. 🙄🙄🙄 wenn erwachsene Menschen sich über ethische Themen unterhalten die mit Krieg zu tun haben. 😂 da gibt es immer nur schwarz und weiß 👍🏻

  70. Zum Glück ist Landrover kein Rüstungshersteller … ach halt warte… Liebherr die doch aber nicht oder … ach halt warte … ich habe es Volvo … ach ne … Ich finde es gut wie eindeutig hier mit Bell und Boing als reine Rüstungsunternehmen ümgegangen wird. Gut das Boing und Bell ja keine zivilen Produkte herstellen.

    • Wenn es ein Passagierflugzeug von Boeing wäre, hätte glaub ich niemand ein Problem. Aber das weißt du auch – du nutzt nur gern Scheinargumente.

      • Da wäre ich mir nicht so sicher. Denn es geht ja auch darum, dass eben durch die Lizenz direkt Geld von Lego an den Hersteller fließt…das wäre bei einer 747-400 bspw. eben auch Boeing…der teilweise ein Rüstungskonzern ist. Da schließt sich der Kreis wieder.

        Denn was ja gerne vergessen wird…..aus der AFOL Szene heraus wären mir jetzt seit Ankündigung des Sets zwar der ein oder andere sarkastische Kommentar bzgl. der kreativen Umschiffung der „No current Military stuff“ Richtlinie durch Lego bekannt, irgendwelche größeren Aktionen hat es aber nicht gegeben. Insofern kann man folgern: die AFOL Szene hat mit dem Set kein Problem.

  71. Was Caro hier betreibt nennt man übrigens auch schwarze Rhetorik.
    Und nein, das ist nicht rassistisch zu verstehen.
    Aber praktisch ale ihre Beiträge sind so aufgebaut. Unterstellungen die nicht begründet werden. Kein Eingehen auf inhaltliche Fragen. Selber aber geschlossene Fragen stellen. Dazu noch Totschlagargumente.
    Und wenn ihr nichts mehr einfällt ist das ganze dann plötzlich „unter ihrer Würde“

  72. Alter was hier abgeht ist echt ein Musterbeispiel wie „Political Correctness“ in der heutigen Zeit schnell aus den Fugen gerät. Gibt ja leider genug aktuelle Beispiele.

    Da wird jeder zum Moralapostel und gibt seinen Senf dazu. Es gibt nur schwarz-weiß nicht dazwischen.
    Klar ist Krieg Schieße, und wenn die Leute das dann wenigstens konsequent durchziehen würden, wäre auf der Seit hier wenig los. Star Wars hat ja mal gar nichts mit Krieg zu tun oder was, wenn auch nur fiktiv. Da werden ganze Planeten vernichtet. Es gibt massenhaft Blaster, Kampläufer usw. und das auch noch als LEGO. Da ist es okay wenn Kinder dann mit Pew-Pew durch die Gegend laufen, aber sobald die einen (in der Grundvariante) unbewaffneten VTOL Transporter in die Hand bekommen gleich zu Kriegstreibern werden. Zumindest könnte man das meinen wenn man einige Kommentare hier liest (okay vielleicht ist mein Sarkasmusdetektor gerade offline).

    Wenn ist die Doppelmoral von LEGO selbst geschaffen und die kriegen jetzt von ein paar Idealisten, muss ja nichts schlechtes sein, Ihre eignen Grenzen aufgezeigt.
    Kann man gut finden oder blöd. Ist schließlich eine freie Welt in der zumindest der Großteil der Besucher hier lebt.

    Aber mal ehrlich sind das nicht Erste-Welt-Probleme und gibt es nicht wichtigeres über das man reden kann?

    Warum macht LEGO nicht einfach einen Sticker wie bei Zigaretten oder für Allergiker „Kann Spuren von Kriegsgerät enthalten“ 🙂 Nehmt das ganze Thema nicht so Bierernst.

    • Da muss ich widersprechen.
      Die Diskussion hier gerät aus den Fugen. Es ist aber vollkommen legitim, dass Lego hier öffentlich kritisiert wird. Der Konzern kann sich dann dazu verhalten, wie er will. Wie an andere Stelle geschrieben: ich würde mich freuen wenn Lego nachgibt und ihren eigenen Leitbild folgen. Das Problem ist ja auch nicht, dass über das Set oder die Entscheidung von Lego diskutiert wird, soll jeder seinen Senf zu beitragen! Das Problem ist, dass über die Diskutanden (Pazifisten oder die Gegenseite) diskutiert und geurteilt wird.

      • Diese Eskalationspirale gibt es aber eigentlich andauernd in Netzdebatten, teilweise auch bei anfangs harmlosen Themen.
        Mit Sicherheit aber immer dann wenn es um Rasse, Religion, Sexualität, Sport und Politik geht. Und natürlich bei Militär und Krieg, letzter ist ja bekanntermaßen das Fortsetzen der Politik mit anderen Mitteln.

        • Als relativ unbeteiligter Beobachter habe ich allerdings den Eindruck, dass Du hier an der Eskalationsspirale am stärksten mitdrehst. Lies Dir Deine Beinträge vielleicht bei Gelegenheit mal durch, das ist alles ziemlich despektierlich und unschön. Man kann seine Meinung sagen, aber doch bitte mit Takt.

    • Dein Einwand wegen der Star Wars Geschichten…. Gerade diese Sets mit „Studshootern“ oder den kleinen roten „Harpunen“ Abgesehen davon dass das (im Wahrsten Sinn des Wortes) ins Auge gehen kann fände ich solche Spielsets mit funktionierenden Schießeinrichtungen bedenklicher als einen Boeing/Bell Heli ohne Bewaffnung.

  73. Wenn man bei Lego Sticker, Preislevel, buntes Innenleben usw. thematisiert dann bekommt man generell zu hören: Kauf es nicht wenn es dir nicht gefällt.

    Das gebe ich abschließend nochmal gerne zurück:

    Wenn euch ein bestimmtes Produkt nicht gefällt und sei es wegen der Lizenz einer anderen Firma dann kauft es eben nicht.

    Das Vorhandensein einer Osprey oder anderer echter oder vermeintlicher Militätmodelle in Vergangenheit und Zukunft gefährdet die Integrität eurer restlichen Lego-Sammlung doch in keinster Weise. Und der Verweis auf den Kodex nützt bei seiner schwammigen Auslegung nur bedingt, siehe Wehrmacht&Rote Armee bei Indiana Jones, WW I Jagdflieger, Army Men bei Toy Story, Kampfhelis bei Alien Conquest, UltraAgents, Dino Attack
    Dazu sämtliche historische und fiktive Szenarien.
    Die Beispiele sind einfach Legion.

    Ich persönlich hätte auch nichts dagegen wenn man diese Richtlinie ganz fallenlässt. Ist sie wirklich zeitgemäß?
    Sowas ändert sich. Playmobil wollte immer lizenzfrei bleiben und das wurde viele Jahre so durchgezogen. Als Horst Brandstätter 2015 starb war der Marktdruck groß und der Weg frei…es folgten GB, Scooby Doo, BttF, Drachenzähmen leicht gemacht usw.
    Der Konsument entscheidet es am Ende. Ich kann aber auch akzeptieren wenn es bei der Regelung seitens Lego bleibt, dann bitte aber auch stringent – letztes wird aber wohl nicht passieren und wieder neue Kontroversen schaffen. In diesem Sinne, war nicht meine Absicht jemandem zu nahe zu treten.

  74. Ehrlich gesagt finde ich das albern. Zum einen deswegen weil in den diversen Kriegen auf dieser Welt kein Mensch weniger zu Schaden kommt nur weil Lego dieses Modell wieder einstampft. Zum anderen dass eine solche Entscheidung aufgrund eines Mini-Shitstorms eines kleinen unbdeutenden Taka-Tuka Vereins grtroffen wird. Soll doch jeder Käufer selber entscheiden ob er ein solches Modell bauen möchte oder nicht.

    Wo ich definitv eine Trennlinie ziehen würde wären Modelle oder Minifiguen mit verfassungsfeindlichen Symbolen, wie z.B. das eine Eisenbahngeschütz aus China oder die Figurenpacks mit Wehrmachtsoldaten. Das hat wirklich rein gar nichts im Spielzimmer oder der Vitrine zu suchen.

    Aber hier geht es um einen einfachen Heli mit 2 Kipprotoren ohne jegliche „Kriegsbemalung“ Da finde ich diesen Mini-Shitstorm einfach nur albern.

  75. Welch Blödsinn.

    1. Darf man dann so gut wie keine Lizensthemen mehr bringen. Weil Jeder größere Betrieb irgend wo im Militärischen Bereich mitspielt.

    2. Es gibt keine Zivi Version weil die V22 einfach zu teuer ist im Vergleich zu einem Hubschrauber und die technischen Probleme der Anfangszeit nach wie vor abschrecken.

    3. Wenn man eine Politik betreiben möchte die kein Militärisches Spielzeug beinhaltet darf man selbst fiktive Sachen wie Star Wars nicht herstellen. Warum ist einfach ein Kind unterscheidet nicht zwischen fiktiven und realen Konflikten. Ein Kind sieht einen grossen Bagger und denkt sich wie geil ist das den. Das man selbigen nutzen kann um Bunker Schützengräben ausgeben kann. Das ein Unimog ein Universelles Fahrzeug ist bleibt außer Frage ob Zivil oder Militärisch ist die Sache des Betreibers.

    4. Der Verzicht auf Kriegsgerät ist für den Ars… Ohne diese Geschichten wie Star Wars und Ninjago kann man seinen Kindern wohl kaum erklären das was Krieg für ein Leid ist. Ich bin auch der Meinung das jeder in seinem Leben eine Ohrfeige abbekommen sollte. Um eben den Schmerz zu erleben was Gewalt bedeutet. Aber mit der Meinung steh ich wohl recht einsam da und mache mir wohl viele Feinde.

    5. Wenn man Youtube durchsucht gibt es viele Funktionsfähige Lego Mocs auf Waffenbasis. Eines der letzten Videos zeigte Ausschnitte eines Bogens der mit richtigen Pfeilen als Waffe verwendet werden kann.

    Nun wie dem auch Sei Lego selbst hat sich bei mir wegen der lausigen Sets ins abseits gebracht. Wegen der Preise, der Farbwahl, Aufkleber, aber vorwiegend wegen dem Wegfall als Lernspielzeuges zu gelten.
    Wenn ich an die Anleitungen der 90 iger denke. Vorher Nacher Vergleiche der bauschritte denke. Aber auch Formen und Länge unterscheiden können z.b. bei den Achslängen das ging ohne farbkodierung.

    Ich hab das ein oder andere Technic Set das Highlite war und ist der Arocs. Ich seh für die Kinder nicht ein warum die zum Spielen mit Technic ein Handy brauchen. Das die den Umgang mit der digitalen Welt auch lernen seh ich ein aber nicht bei Lego wo das Bauen das Ziel ist um die Phantasie zu fördern.

  76. Ich möchte auch gerne dazu was sagen. Hier wird geredet, dass Lego seine Prinzipien verletzt, eine kleine Gruppe gegen einen großen Konzern vorgeht usw. In den verschiedenen Blogs werden dadurch beide Parteien in Schutz genommen.
    Und was mich wundert, dass hier immer von den Prinzipien und Richtlinien seitens Lego geschrieben wird. Ich weiß nicht, wer von den Millionen Lego-Käufern (Eltern oder Kinder) auf der Welt diese Prinzipien oder Richtlinien kennen, dass Lego keine „Partnerschaft“ mit militärisch-verbundenen Konzernen eingehen will.
    Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Großteil der Käufer überhaupt weiß, was dieses Flugzeug überhaupt ist oder für was es eingesetzt wird.
    Hier wird auch so getan, als ob die Meinung, die in den verschiedenen Blogs vorherrscht, auch für die große Gesamtheit der Lego-Käufer gilt.
    Ich habe als Kind (dürfte um die 10-13 alt gewesen sein), nachdem ich das erste Mal die Technik-Ketten bekommen habe, die ersten Panzer nachgebaut und ich an den Bausätzen eines anderen „Modellherstellers“ orientiert. Und hätte mich gefreut, wenn es so ein Set auch mal von Lego gegeben hätte.
    Ich weiß auch nicht, ob es meinen Eltern bewusst gewesen wäre, dass sie – wenn Lego militärische Sets kreiert und hergestellt hätten – damit Konzerne unterstützen, die ebenfalls in der Militärbranche tätig sind. Und damit komme ich wieder zum dem vorhin genannten Punkt, ob den meisten überhaupt bewusst ist, welches Set mit welchem Hintergrund sie da überhaupt kaufen oder ob sie die Prinzipien kennen.
    Für mich persönlich ist es egal, ich mag Lego, mag die Technic-Reihe, aber dieses Flugzeug wäre aus Platzgründen nicht bei mir ins Regal gekommen. Und wenn ich diese Artikel nicht gelesen hätte, hätte ich auch nicht gewusst, dass es was rein militärisches sein soll (auch wenn anders dargestellt).
    Irgendwo wurde genannt, dass die US-Küstenwache auch solche Flugzeuge hat, die Küstenwache allerdings den Streitkräften unterstellt ist. Ist es deswegen gleich militärisch?

    Es wurde schon genannt: heutzutage wird aus jeder Mücke gleich ein Elefant draus gemacht, nur damit man politisch korrekt sein muss.

    • nein, nicht weil man politisch korrekt sein muss, sondern weil man nicht als Unternehmen untergehen will. Lego hat ein gutes Bild davon, wer ihnen das meiste Geld einbringt, und es sind sehr viele Leute dabei, die Lego auch wegen seines Leitbildes so gut finden. Die wären doch unfassbar dumm, wenn sie jetzt diesen Kundenstamm vergraulen, weil sie es doof finden, dass „man politisch korrekt sein muss.“ Das sind Kapitalisten! Die machen, was der Markt verlangt – und in ihrem Fall ist das halt, dass sie sich an ihr Leitbild halten.

  77. Müsste man dann gemäss des aktuellen Trends um „Geschichtskorrektur“ -siehe stürzende Denkmäler- nicht au h nachträglich korrigieren dass Lego Mercedes ( Hersteller des Bundeswehr Wolf) Fahrzeuge umgesetzt hat. Böser böser Arocs! Welcher Arocs? Mieser Uninog!! Aufschrei und Entsetzen sind da für manche verbohrte Erbsenzähler vielleicht angebracht. Aber ich sehe die Verbindung USMC/Osprey genausowenig ktitisch. Wenn man sich echauffieren will kann man sich aus allem etwas konstruieren. Hoffentlich richtet nie jemand jemals eine der Kanonen aus der Piratebay auf eine Minifigur….😱Oh je, die haben alle Probleme…🌈🤷🏻‍♂️

    • Was hat diese Debatte jetzt mit Lego zu tun? Die beteiligen sich doch gar nicht an der Debatte um Denkmäler und Geschichte. Sie folgen nur einem schon seit Gründung bestehenden Leitbild, dem sie immer schon gefolgt sind, und das sie nun irgendwie zwischenzeitlich mal nicht so im Blick hatten, wie sie es hätten haben sollen? Deshalb wollen sie doch jetzt nichts nachträglich machen. Häh?

  78. Bei allem Verständnis für die Werte von LEGO aber DAS ist echt ein schlechter Scherz! Nicht dass das Set zurückgezogen wird sondern das es 2(!) Wochen vor dem Release geschieht! Ganz ehrlich…so blöde kann man doch wahrhaftig nicht sein!
    Ich persönlich bin wahnsinnig enttäuscht weil das Set für mich persönlich das Highlight der diesjährigen Technic Welle gewesen wäre!
    Ganz ehrlich LEGO…

    • Ich glaube, der Image-Schaden wäre größer geworden, wenn sie es nicht zurückgezogen hätten. Klar sind 2 Wochen doof, und den Schuh muss Lego sich auch anziehen, aber eben für Lego vermutlich am Ende besser, es jetzt noch zurückzuziehen, als es rauszubringen.

  79. Finde ich gut und konsequent und zeigt, dass es Lego nicht nur um Profit geht.
    Und das Set wird sicherlich in einer anderen Version auf den Markt kommen, da das „Fluggerät“ tatsächlich sehr interessant ist.
    Bis dahin vergnügen wir uns mit den, zum Glück, äußerst umfangreich vorhandenen anderen Sets von Lego 🙂
    Peace, Love and out…

    • Gut und Konsequent wäre es gewesen das Modell nie zu planen oder es am Anfang des Jahres schon einzustampfen und nicht zwei Wochen vor Release während es schon an die Händler ausgeliefert wurde!
      Das ist einfach nur…mir fehlen da grad die Worte für!

      • Das ist im Nachhinein immer leicht zu sagen und passiert täglich in verschiedensten Bereichen des Lebens. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass dieses Thema schon des längeren bei Lego diskutiert wurde und die Meinung existierte, das Set so herauszubringen ein Fehler ist. Nur am Ende eines solchen Prozesses mit komplett fertigem Produkt doch noch die Notbremse zu ziehen, macht man nicht mal eben so und kann dauern (manchmal auch zu lange).
        Ich finde aber, insbesondere in der heutigen Zeit, ist es zunehmend wichtiger zu den eigenen Prinzipien zu stehen. Auch wenn es weh tut. Das ist zumindest meine Sicht der Dinge, das darf natürlich jeder auch anders sehen 🙂
        Das man aber ohne allzu große Veränderungen, dieses Set hätte herausbringen können, ohne gegen die eigenen „no real military“ – Prinzipien zu verstoßen, ist aus meiner Sicht das, was wirklich weh tut… 🙁

        • Nochmal, bei allen Werten und Prinzipien die LEGO hat und die ich persönlich auch gut finde, fehlt mir weiterhin das Verständnis für ein canceln kurz vor Release. Die haben doch schon im Januar in Nürnberg gemerkt das es einen gewissen Gegenwind für dieses Set gibt. Warum wurde nicht sofort reagiert? Eine Ankündigung das es abgeändert wird und später erscheint z.B. wäre doch möglich gewesen. Hätte wahrscheinlich jeder akzeptiert!
          Jetzt hat man sich zwar an die eigenen Werte gehalten aber auch, da bin ich mir ziemlich sicher, viele Fans die sich auf das Set gefreut haben verärgert.

          • Ich denke, die Seite bei Lego, die der Meinung war (oder ist), eine „zivile Rettungsversion“ der Osprey herauszubringen reicht als Argumentationsgrundlage, war sehr stark vertreten. Evtl. machte auch Bell-Boing aufgrund der bestehenden Lizenzvereinbarung entsprechend Druck. Keine Ahnung, man wird es vermutlich nie wirklich erfahren…

          • Man darf auch nicht vergessen, dass du nicht einfach ein lizensiertes Produkt ohne Lizenz rausbringen kannst. Das macht Lepin – und das ist in vielen Ländern eben verboten. Das Ding ist mit Lizenz entworfen- sie können es nicht einfach ein bisschen abändern und dann sagen, es sei kein Lizenzprdukt und Bell kriegt nix mehr ab. Da hätte Bell auch noch ein Wörtchen mitzureden.

    • Naja, es geht schon um Profit, aber Profit bei der „richtigen“ Klientel und mit dem richtigen Image. Die ziehen das Ding ja nicht 2 Wochen vor Release aus dem Verkehr, weil sie auf einmal gemerkt haben was für ein krigestreiberisches Höllenspielzeug das ist, sondern weil sie Schadensbegrenzung betreiben wollen. Sie dachten es passt zur ihren Leitidealen, sonst hätten sie’s nicht 1 Jahr im vorraus lizensiert und designt. Die „Öffentlichkeit“ denkt anders. Da wird zukünftiger Profit durch ein korrektes Image und die Vermarktung der eigenen Integrität einfach als wichtiger eingeschätzt als der unmittelbare Profit der Leute die das jetzt gekauft hätten.

      Ich will denen damit nicht ihr Recht auf diesen Profit absprechen und es mag generell vielleicht die „richtige“ Entscheidung sein, aber LEGO tut das hier nicht aus Pazifismus und Gutmenschelei.

      • Es kann auch einfach nur ein Fehler gewesen sein, den man leider zu spät erkannt hat. Sowas soll ab und an vorkommen (selbst bei Weltkonzernen :-)).
        Denn der Ansatz, eine „zivile“ Version davon herauszubringen, um ein interessantes Technik-Modell zu präsentieren, ohne den Militärbezug zu haben, den finde ich schon gut und kann diesen auch nachvollziehen.
        Nur leider hat man diesen Gedanken nicht konsequent zu Ende gedacht und das Set tatsächlich so entwickelt, dass kein konkreter Bezug zu der quasi ausschließlich militärisch eingesetzen Version entsteht.
        Vermutlich dachte man, es reicht ein nicht militärischer Look und der Hinweis auf „Rescue“. Wie so oft, steckt der Teufel aber im Detail und man merkt zu spät, dass vermeintliche Kleinigkeiten oder „Banalitäten“ dann doch gewichtiger sind, als man dachte und muss sich eingestehen, nicht sauber genug gearbeitet zu haben…
        Und bei der Reichweite und Medienpräsenz, die Lego mittlerweile hat, wird natürlich jedes Detail auf die Goldwaage gelegt. Damit muss man rechnen.

      • Das denke ich auch – es sind immer noch Kapitalisten. Umso weniger verstehe ich hier die emotionale Kritik an Lego – als ob man sich vor einer kleinen Gruppe Protestanten klein machen lassen würde und nun die armen Fans nichts bekämen. Das zeigt: die vielen Käufer, die Lego auch wegen des Leitbildes bedenkenlos kaufen, sind am Ende für den Profit wichtiger als die paar, die gern ihr Kriegsflugzeug hätten und jetzt finden, Lego sei feige. Lego ist ein Unternehmen – das handelt wirtschaftlich, und das Firmenleitbild ist – wenngleich emotional/aus moralischen Erwägungen entstanden – vor allem auch wirtschaftlich zweckdienlich.

  80. Meiner Meinung nach ist die Grenze von Lego so zu akzeptieren wie Lego sie sieht.
    Lego hat sich bestimmte Leitlinien auferlegt und diese nach eigener Meinung übertreten und nun liegt es auch in der Hand von Lego das Thema für sich passend richtig zu stellen.
    Wo die Grenze liegt mag ein Diskussionspunkt sein, aber Lego zieht die Grenze bei realen (wichtiges Wort), aktuell benutzten Militärgerät.
    Die Sichtweise, dass dies ein System zur Menschenrettung sei, ist für Lego nun nicht mehr ausreichend. (Denkbeispiel: Was ist mit einem „Bergepanzer?“; der kann nix außer abschleppen)
    Ich bin hier auch der Meinung, dass solch eine Entscheidung in Lego’s Unternehmensstruktur nicht von heute auf morgen kommt, sondern dass dieser Entscheidungsprozess das Set zu „cancelen“ viel früher eingesetzt hat.
    Der ursächliche Fehler hat schon begonnen, als das Projekt zur Entwicklung dieses Sets angestoßen wurde und die Problematik im Design Review / Risikoanalyse nicht benannt wurde. Hier haben die Entscheidungsträger den Fehler gemacht.
    Das dieses Set zumindest in Grauzonen „vorgedrungen“ ist wurde ja schon beim bekannt werden diskutiert.
    Deshalb ist dem Verein keine Schuld an dem aktuellen Verlauf anzulasten.

    • Aha…und das merkt man bei Lego dann erst zwei Wochen vor dem Release!?
      Das sind ja „Füchse“ in Billund! 😉

      • Wenn das durch die im Entwicklungsprozess definierten Kontrollinstanzen (warum auch immer) durch ist, wird sich darum nicht mehr gekümmert.
        Freigabe ist da, dann geht’s weiter.
        Erst mit Ankündigung des Sets, gab es dann die Diskussionen auf der Kundenebene. Bis diese dann wieder zu den Entwickler- oder Managerebenen „hochblubbern“ dauert das ewig.
        Leider funktionieren große Unternehmen nur so.

        • Aha, und das es bei LEGO genau so abläuft weißt du jetzt genau woher? 🤔
          Nach 6 Monaten fällt den also erst auf das ihr Set gegen die eigenen Werte verstößt!? Hut ab!
          Ob das ein „normaler“ Prozess ist? Geschenkt! Macht ein canceln kurz vorm Release nicht wirklich „erträglicher“!

          • Ich schließe von mir bekannten großen Unternehmensstrukturen auf Lego.
            Je größer umso komplexer sind die Workflows der definierten Prozesse.
            Lego ist nach ISO 9001, 14001 und 45001 zertifiziert.
            D.h. diese Prozesse liegen vor, werden regelmäßig auditiert, d.h. auf deren Einhaltung geprüft.
            Wie gesagt, der Fehler passierte, als das am Anfang nicht aufgefallen ist oder evtl. Bedenken nicht berücksichtigt wurden.
            Ist die managerielle Entscheidung gefällt, das Set zu bringen wird da nichts mehr revidiert.
            Es ist auch möglich, das hier in Folge dieser Geschichte eine Prozesse von Lego angepasst werden.

          • Und nochmal…
            Das alles macht die Sache nicht besser! 🤔
            Man hätte z.B. auch den Release Termin nach hinten verschieben können und das Set bis dahin abändern können. Nein, stattdessen wird 6 Monate gar nichts gemacht um dann zwei Wochen vor Release das ganze einzustampfen! Eine Anmerkung das man sich das ganze nochmals durch den Kopf gehen lassen möchte hätte auch schon früher geschehen können!
            LEGO mag eine große Firma mit großen Prozessen sein aber willst du mir jetzt ernsthaft erzählen dass das übliche Vorgehen ist?

          • Ich kann leider auf deine letzte Antwort nicht reagieren; deshalb hier:

            Das sich Lego hier nicht mit Ruhm bekleckert hat und die Außenwirkung katastrophal ist steht für mich außer Frage.

            In großen Unternehmen geht aber sehr häufig „episch“ etwas schief. Das ist dann oft auf mangelnde Kontrollinstanzen oder unzureichende Prozesse zurückzuführen:

            zB. die Mercedes SBC Bremse von 2001, der Electrolux Werbeslogan: „Nothing sucks like a Electrolux!“ oder der Samsung S7 Note Akku.

            Alles Beispiele für: Wie konnte so etwas passieren.

            Im Grunde sind wir uns ja einig. Für mich ist es nur, vermutlich wegen eigener Erfahrungen verständlicher, dass solche Dinge immer wieder passieren. Besser oder verzeihlicher werden sie dadurch nicht.

  81. Mal schauen ob es nicht doch irgendwo auftaucht. 2 Wochen vor Marktstart kann man die Distribution eigentlich kaum noch aufhalten. Die wenigen Exemplare dürften dann gute Kurse erzielen.

  82. Liebe Fanboys, jetzt bitte nicht vergessen, dass ihr alles toll findet was Lego tut und jeden verteufelt, der die Firma kritisiert („gewisse Youtube-Kanäle“ und so). Also, Reihen schließen, tief durchatmen und tapfer die Rücknahme des Sets auf schärfste verteidigen! Ihr werdet doch nicht vom Glauben abkommen…!

    • Oweia…such dir nen Hobby!
      Hat dein „Held“ grad keine Videos am Start bei denen du über LEGO – Bashing abfeiern kannst? 🤷🏻‍♂️

      • Das ist der Punkt, mein Lieber. Für mich ist es ein Hobby und keine Religion. Deshalb muss ich auch nicht die ganze Zeit Ketzer jagen, mich aufregen und auf alle einprügeln die nicht immer brav Hurra schreien. Ich kann manche Sachen gut finden, die Lego macht, und andere nicht. Probiers mal. Ist wirklich entspannter so.

      • Stimmt! Deswegen gehst du ja auch lieber in einen LEGO Blog um dort zu provozieren! Sauber! 👌🤷🏻‍♂️
        Und dazu übersiehst du noch vollkommen das es hier sehr viele AFOLs gibt die durchaus nicht alles toll finden was LEGO so anstellt! Aber gut…

  83. Haha, „eventuell auf Lager liegende Modelle zurückzuschicken“. So doof kann eigentlich niemand sein. Die Modelle wurden gerade in Gold aufgewogen…

      • Klar weil Lego das ja auch einwandfrei nachvollziehen kann( oder bei kleinere Menger überhaupot will….), ob welche „verschwinden“ bei der Post usw…

        Ich fürchte da hat Nerdi durchaus Recht.

        Teuerstes Set seit langem incoming…

        • LEGO weiß sehr genau, was sie an welche Händler ausliefern. Klar, da kann man vielleicht mal 1-2 abzwacken, aber kein Händler kann sich hinstellen und sagen: „150 Kartons der Osprey? Nie gesehen!“ Danach ist er mit Sicherheit kein Händler mehr bei LEGO.

          • Wenn man sieht wie viele exklusive Weihnachtssets auf dem Markt gelandet sind, wird die Zahl bei einem Set 2 Wochen vor Release sicherlich deutlich höher sein. Ich denke mal Händler bestellen nicht nur direkt bei Lego und die Sets dürften über Zwischen- und Großhändler auch schon weiterverkauft und teilweise bestimmt auch schon ausgeliefert worden sein. Und ein guter Teil, der noch nicht ausgeliefert wurde, wurde dann heute nach der News als „ausgeliefert“ markiert. 😉 Da wird es kaum möglich sein von den Händlern etwas zurückzufordern.
            So ein Beispiel wie der Held der Steine. Der kauft ja auch nicht direkt bei Lego und da bekommt Lego sicher keine Sets zurück! Die werden dann halt nicht offiziell im Laden verkauft, sondern bei Ebay.

          • Die Weihnachtssets sind ja auch was anderes. Da wollte LEGO zwar auch nicht, dass die verkauft werden, konnte es den Mitarbeitern aber nicht verbieten und durfte daraus auch keine rechtlichen Konsequenzen ableiten.

            Ich würde sagen, wir werden sehen. Alle Händler die ich kenne, werden die eventuell von LEGO gelieferten Sachen zurück schicken, um ihre Handelsbeziehung nicht für ein paar schnelle Euro zu gefährden. Was nicht heißt, dass nicht einige hundert davon sicherlich irgendwie auf dem deutschen Markt landen werden.

  84. Tja, da wird eine zivile Nutzung bisher nur zu militärischen Zwecken genutzter Transportmittel gezeigt und schon wird dagegen vorgegangen.
    Es soll also keiner auf die Idee kommen solche Mittel umzuwidmen und stattdessen soll „Kriegsgerät“ gefälligst nur zu militärischen Zwecken genutzt werden?
    Ich schätze diese „Dagegen“-Fraktion weiß auch nicht was sie will…
    und uns kostet es nun ein interessantes Modell.
    Ist die Bauanleitung eigentlich schon draußen?

      • Ähm, nein.
        Es geht nicht um einen Rückruf aufgrund minderwertiger Qualität (das wäre ein Rückruf bei Farbabweichungen), sondern eines Verstoßes gegen selbst auferlegte Regeln. Die Regeln hätte Lego jetzt auch einfach biegen können, machen sie aber nicht. Natürlich ist jetzt die Öffentlichkeit größer geworden (inkl. Bild…), trotzdem haben andere Konzerne sich aus so einer Situation auch schon raus laviert, i.S. „in einem halben Jahr weiß es keiner mehr“…

  85. Nur eine kleine Anmerkung abseits der Diskussion hier von mir.
    Lukas wir haben schon seit 3 Wochen Juli, NICHT JUNI! 😉
    Oder hast du eine Zeitmaschine von der wir nichts wissen? 🙂

  86. Hoffen wir, dass da ganz schnell Gras drüber wächst und man diese unschönen Vorkommnisse nicht noch wochenlang ausgebreitet bekommt.

  87. Was passiert jetzt eigentlich mit den produzierten Sets?

    – Werden sie in der Wüste neben dem legendären Atari-Spiel „ET“ vergraben?
    – Werden sie unter erheblichen Kosten geöffnet, die Steine sortiert und neu verwendet?
    – Werden sie zur sicheren Entsorgung einem darauf spezialisierten Unternehmen übergeben und dann geshreddert oder verbrannt?

    • Soviel Sets wie die ungarischen Mitarbeiter tragen können landen bei Ebay. Diesen Monat darf man sich sein Gehalt in Ospreys auszahlen lassen ;-D

  88. Sehr schade aber wenigstens am Ende konsequent. Leider werden wie wohl nie erfahren ob die Lizenzkosten trotzdem geflossen sind oder ob es eine entsprechende Klausel gab.

    Die Schuld sehe ich auch nicht bei der DFG-VK, die sind halt am Ende mehr der Nachrichtenüberbringer,auch wenn seit den ersten Infos über das Set der Elefant im Raum stand.

    Dieser Fauxpas wird LEGO sicherlich nicht noch einmal passieren.

    Ich versuche es positiv zu sehen! Das sind 130 € die ich wieder mehr habe (Achtung Dramatisierung! Den OVP hätte ich sicherlich nicht bezahlt).

  89. Keine Kirchen, keine Moscheen, keine Flugzeuge. Bald wird es keine Gebäude mehr geben, weil sich da drin zufälligerweise eine Kriegsszene aus dem 30-jährigen Krieg abgespielt haben sollte. Quo vadis LEGO, quo vadis Moralgesellschaft?

  90. Ich find’s so lächerlich. Da hätte man schon mal cool bleiben können, bei einer zivilen Rettungsversion dieses Teils. Nicht, dass mich das Modell interessiert hätte, aber ich finde es grad dermaßen affig. Und sich dann wieder auf dieses halbärschige Firmenmanifest berufen…

    Was haben wir denn sonst so im Lego-Universum? Sternen KRIEG, blutrünstige Piraten mit Säbeln, diverse Figürchen mit Schusswaffen, Bat-Panzer im Comic-Universum – klar, alles „Fantasie“ und so, aber Panzer ist Panzer und Waffe ist Waffe. Nur, weil sich da mal drei Leute aufregen das Set jetzt gleich komplett einstampfen? Millionenschaden für nix. Zudem schafft das einen gefährlichen Präzedenzfall – beim nächsten Batmobil mit eingebauten Maschinengewehren müssen wir dann alle zittern weil es irgendjemandem sauer aufstößt, oder wie? Lächerlich, einfach lächerlich – von allen Seiten.

    • 1. Es gibt keine zivile Rettungsversion dieses Teils- es wird ausschließlich militärisch genutzt.
      2. Der Grundsatz ist nicht halbärschig – er gehört von Beginn an unumstößlich zur Firmenphilosophie. Der Gründer war stark vom Krieg traumatisiert und hat deshalb festgelegt, dass seine Firma – sein Vermächtnis – niemals aktuelles Kriegsgerät als Spielzeug herstellen darf. Ich weiß ja nicht, wie du so mit den Wünschen deiner verstorbenen Familienmitglieder umgehst, aber ich fände es pietätlos, das mit Füßen zu treten.

  91. Tja, dadurch ist dieses Set jetzt Gold wert.
    Wer es hat, kann verlangen, was er will. Heute schon Preise von über 250 € gesehen.
    Finde ich nicht gut, weil ich diese Preistreiberei nicht mag.

  92. Ich lese mir nicht alle Kommentare durch dennoch möchte ich loswerden, dass ich es gut finde. Es hätte nicht zu Entwicklung kommen dürfen und egal ob die Lizenzgeber bereits verdient haben oder nicht. Zukünftig wird Lego genauer hinterfrage ob sie diese oder jene Kooperation eingehen oder nicht.

  93. Eine Firma wird von Pazifisten angegangen, weil sie die selbst auferlegten Regeln außer acht gelassen hat. Ich würde meine Regeln ändern. Alle, die keine haben, werden nicht angegangen. Das heißt nicht, dass ich Krieg oder Kriegsspielzeug toll finde. Mich ärgern einfach die Maßstäbe dieses Vereins. Wenn sie auf alle losgehen: bin dabei. Aber nur, weil gerade das Fass überläuft, wie dieser Vertreter bei Klemmbausteinlyrik meinte…welches Fass? Das finde ich an den Haaren herbeigezogen. Ich bedaure, dass sie damit durchkommen. Ich finde, dadurch macht sich Lego sehr angreifbar.

    • Wie jetzt auch in jeder Berichterstattung deutlich geworden ist, war der Verein vermutlich nicht ausschlaggebend – nur medienwirksam. Eine Firma wie Lego legt kein Set wegen einer 130-Stimmen-Petition und zwei kleinen Protesten auf Eis. Die machen sich also überhaupt nicht angreifbar – im Gegenteil, sie erlangen ihre Glaubwürdigkeit zurück, die sie endgültig verloren hätten, wenn sie nun aus kapitalistischer Gier einen Grundsatz geworfen hätten, den der Firmengründer aufgrund eines persönlichen Kriegstraumas als absolutes Fundament der Firma festgelegt hat.

      • Na, ja, da hätten sie doch aber zweifellos früher drauf kommen sollen, oder? Wenn hier nahezu jeder zweite erzählt, dass das ausschließlich ein Militärgerät ist, dann sollte das doch bei Lego schon laaaange bekannt gewesen sein, meinst du nicht? Ich glaube fast, sie wollten einen Fuß in diesen augenscheinlich sehr lukrativen Markt stellen. Und nein, ich finde das nicht so verwerflich. Ich muss es ja nicht kaufen. Nun haben sie Brimborium und ziehen das Set zurück. Den dadurch entstandenen Schaden bewerte ich deutlich höher. Kaum einer außerhalb dieser Blogs hätte in dem Gerät ein Kriegsgerät gesehen. Es ist einfach eine ziemlich sinnlose Material und Geldverschwendung. Da das ganze Morgen oder Übermorgen auch in den interessierten Blogs vergessen ist, spätestens jedoch, wenn ein neues Set gezeigt wird, Winkelgasse, Das Klavier…war die Nummer wirklich unnötig. Und das Ganze wurde durch diesen Miniverein, von dem kaum einer je gehört hat, aufgeganselt, wie man hier sagt. Wie gesagt, ich würde an meinen Firmengrundsätzen arbeiten, wenn mich die als Forma so angreifbar machen, während die Konkurrenz schaltet und waltet, wie sie will.

  94. Meiner Meinung hätte dieses Set gar nicht in die Entwicklung gehen dürfen, wenn man sieht was bei Ideas alles abgelehnt wird.
    Umso beeindruckter bin ich das Lego es zu diesem Zeitpunkt noch zurück zieht. Da hat wohl der CEO oder jemand aus der Gründerfamilie auf den Tisch gehauen. Hut ab!

    • Mich wundert nur, dass sie es nicht schon früher getan haben. Entweder schaut die obere Etage gar nicht mehr darauf, welche Sets geplant werden, oder irgendjemand hat hart geschlampt bzw. sich bestechen lassen. Wie du richtig sagst hätten sie das schon vorher wissen müssen, dass das gegen ihr Leitbild verstößt.

  95. Der Osprey interessiert mich jetzt nicht so und ich finde es gut, dass sie zu ihren Firmenwerten stehen. Wenn sie das auch ernst meinen.
    Aber andererseits scheint Lego mittlerweile echt große Angst vor der Öffentlichkeit und dem Netz zu haben. Erklärt wohl auch, warum sie immer politisch korrekter werden.

    Aber denkt jetzt mal über dieses konkrete Modell hinaus und die möglichen Langzeitfolgen:
    Werden durch diesen Vorfall die Chancen steigen, dass wir in Zukunft wieder Ritter, Piraten und Westernthemen sehen werden? Themen, die in der Mehrzahl eher Jungs ansprechen, gewalthaltige Aspekte beinhalten und deren historische Vorlagen alle grausam und brutal waren? Oder neue Indiana-Jones-Sets?

    Ich könnte mir vorstellen, dass Lego bei der Setplanung für die Zukunft nun noch vorsichtiger wird, um bei dem sich immer stärker um sich greifenden PC- und SJW-Meinungsklima bloß nirgendwo anzuecken und jemandem auf die Füße zu treten.

    • Ich denke sie werden versuchen, die alten Themen abzudaten, so wie sie es bei der Piratenbucht getan haben. Vielleicht eine Kanone weniger, vielleicht eine weibliche Figur mehr, vielleicht andere Hautfarben. Das macht es für mich nicht schlechter. Dass Themen (von einzelnen Sets mal abgesehen – das ist finanziell zu verschmerzen), die wirklich gut laufen, deshalb nicht gemacht werden, wage ich doch stark zu bezweifeln – das sind immer noch Kapitalisten, die deshalb handeln wie sie handeln, weil sie einen Ruf und eine bestimmte Position im Markt zu verlieren haben.

    • Ich sehe deinen Punkt nicht: LEGO hat das selbst aufgrund langjähriger Regeln entschieden. Es gab keinen Shitstorm sondern sehr begrenzte Proteste. Ferner finde ich es gut, wenn Spielzeughersteller sich darüber Gedanken machen, welche Werte sie vermitteln wollen. Das dabei nicht auch fantasievolke Kampf- und Actionszenen erlaubt sind sehe ich nicht (siehe Ninjago/Star Wars/City).

  96. Schaut man mal auf die letzten Wochen zurück, sieht man gut, wie LEGO seiner sozialen Verantwortung gerecht wird.

    – keine Werbung mehr auf Facebook, aufgrund von ungenügend Contra zu Hatespeech
    – Aufruf an Händler in USA nicht mit Police-Sets zu werben
    – Rücknahme des Osprey-Sets

    Das ist nicht nur Werbung, sondern sich seiner Reichweite und Verantwortung bewusstes Handeln.
    Dafür Daumen hoch!

  97. Ruhe in Frieden liebes 42113…

    du warst das Kind einer wilden schlaflosen Nacht, gezeugt im Rausch der Naivität und abseits aller Norm und Regeln.

    Geboren in der Hoffnung, trotz deiner Abnormität geschätzt und geliebt werden und so war es auch.

    Die Welt blickte lächelnd auf dich nieder, doch nicht alle …..

    Einige sahen, das du die Frucht einer verbotenen Liebe warst, verdorben, unrein und FALSCH.

    Heute am 21.07.2020 bist du gestorben, noch ehe du wirklich geboren wurdest, in den Armen derrer die dich zeugten. In der Hoffnung die Welt könne über die Sünde einer falschen Liebe hinwegsehen.

    Deine Eltern entschieden, das dein Leben nicht beginnen sollte – unreines Plastik, das der Welt keinen Frieden bringen würde.

    So stehen wir hier versammelt und betten dich nieder in die große Schmelze, auf dein ABS zurückgehe in die große Formlosigkeit und du nächsten Leben zu etwas besseren und makelloseren neu geboren wirst, als in diesem Leben.

    Amen …..

    Wir werden dich auf ewig vermissen – deine Fanboys.

      • Erläutere mir das bitte genauer, ich vertehe es ehrlich gesagt nicht ganz, würde es aber gerne – es ist eine Grabesrede zu einem Set das so hätte nie geben dürfen und sollte nicht losgelöst von Lego gesehen werden, wenn es konkret um Lego geht und der Kontext doch klar sein sollte.

          • Ich wollte mit diesem Text mit sicherheit keine Wunden aufreißen, das tut mir dann persönlich für dich sehr leid und kann dein Argwohn diesbezüglich verstehen aber in dieser Form war der Text nicht gemeint.

            Natürlich gibt es den Ausspruch „Das ist ein totgeborenes Kind“ für Projekte die noch vor Vollendigung zum scheitern verurteilt sind aber hier war kein konrekter Bezug zu totgeborenen Kindern beabsichtigt, es sollte nur die Trauer um ein Set Ausdruck verschafft werden, das bereits EOL ist ehe es überhaupt auf den Markt kam sicher – der Bezug zu einer Grabesrede ist da und beabsichtigt, aber nicht der konkrete Bezug zu totgeborenen Kindern oder dergleichen :/

          • Sorry, wollte Dich nicht runterziehen. Ist 30 Jahre her, aber manche Redewendungen, die man so alltäglich verwendet, sind bei genauer Betrachtung schon bizarr… und zurück zum Thema, mir wird die Osprey fehlen, war ein bisschen mein Highlight für den Herbst. Ich finde das Lego sehr konsequent handelt, wenn auch maximal spät.

          • Alles gut, du hast mich nicht runtergezogen, ich hab den Text improvisiert getippt um meine Enttäuschung zu verarbeiten, da ich mich auch sehr über die Osprey gefreut hatte obwohl ich eigentlich nicht mit Techic anfangen kann – aber das Flugzeug hatte mich gepackt und dann geht das Set verloren noch ehe man es in den Händen halten konnte.

            Zwar verstehe ich die Grundzüge des Problems und muss Lego auch irgendwie Respekt zollen das sie nun doch den kurzfristigen GEWINN mit dem Set komplett auslassen, um ihre eigenen ethischen Regeln zu retten – statt diese zu verbiegen um das Set doch pünktlich veröffentlichen zu können aber das sie über Monate geschlafen haben und die Problamtik gekonnt ignoriert haben ist leider auch nicht von der Hand zu weisen, das die komplette Sachlage doch …..hmm~ aberwitzig ausehen läßt.

            Aber das nach all den GUTEN Dingen die Lego 2020 bisher entschieden und umsetzt hat auch negative nachrücken würden, war abzusehen – es schien bisher alles ZU gut zu laufen für dieses Jahr – wenn wir mal von den Farbabweichungen absehen :/

  98. Wie gern ich das Set von Lego gekauft hätte so weich ich jetzt auf eine (mit hoher Wahrscheinlichkeit) kommende Fernost Version aus …

  99. Ich verstehe die Logik dahinter, aber es ist wirklich schade um das schöne Set. So viele Funktion! Rotordrehung, Kippen der Motoren, Fahrwerkseinzug und Senken und Heben der Heckklappe! Und das für einen anständigen Preis. Damit hat Lego das diesjährige Technic-Highlight gekillt. Die Handvoll Exemplare, die es auf eBay schaffen, werden sicher zu absurden Preisen gehandelt werden. Ich hoffe, wir bekommen dafür ein mindestens gleichwertiges neues Technic-Set. Was macht Lego eigentlich mit den Retouren? Auspacken udn Teile wiederverwerten dürfte bis auf die Motoren zu teuer sein, wird das alles etwa weggeworfen?

  100. So richtig verstehe ich ja nicht, warum so viele munter weiter am Thema vorbeidiskutieren, als gäbe es gewisse Argumente gar nicht. Ja, natürlich liegt der Reflex nahe, das Ganze mal wieder als eine typische Aktion der Gesinnungspolizei zu betrachten, aber der Fall liegt hier doch mal etwas anders.

    1. Wie Lukas oben schreibt und auch an anderen Stellen mehrfach festgehalten wurde, trifft „diesen Verein“ wohl kaum Schuld am Zurückrudern von Lego. Die Handvoll Unterschriften und die Demos mit zwei Teilnehmern werden es nicht gewesen sein. Was Lego letzten Endes wirklich zum Umdenken bewegt hat, werden wir wohl nie erfahren. Sehr bedauerlich ist es, dass es so ungeheuer spät geschah und so viele Fand des Modells nun enttäuscht zurücklässt. Das hätte man unbedingt vermeiden müssen.

    2. Bei Star Wars sterben Stormtrooper und keine afghanischen Kinder. Einfach mal drüber nachdenken. Wer dann sagt: Mir doch egal, oder den Vergleich immer weiter bringt, kann das gern machen, sollte sich aber darüber klar sein, was er da äußert.

    3. Das Argument, Daimler, Liebherr und eigentlich alle anderen seien ebenfalls Kriegstreiber, verfängt auch nicht. Der entscheidende Unterschied ist, dass es sich hier bei dem Modell selbst um Kriegsgerät handelt, und das ist nun mal ein Novum. In Verbindung mit der Tatsache, dass durch die Lizenz und damit auch den Kauf des Sets Rüstungskonzerne unterstützt werden, kann man das durchaus kritikwürdig finden.

    4. Lego muss sich, wie wir alle auch, an den eigenen Maßstäben messen lassen. Scheinheilig tun und hintenrum anders handeln läuft eben nicht, das sollte doch im Prinzip jeder unterschreiben können. Wie gesagt, der große Fehler war, das Set überhaupt bis zur Marktreife zu entwickeln und vorzustellen. Ein ziemlicher Fauxpas, unter dem nun die Fans leiden.

    Das ist eigentlich alles, und mir ist klar, dass sich dieser Beitrag versenden wird und genauso weitergeschimpft werden wird wie vorher, denn so ist das nun mal „heutzutage“, aber immerhin habe ich etwas für die innere Hygiene getan. Also, weitermachen!

  101. Ich stehe zu meiner Äußerung das ich diesen Verein und seine Handlungen kritisch sehe.
    Allerdings ist die Entscheidung von LEGO hier zu 100% richtig wenn sie sich an ihren selbst auferlegten Regeln halten wollen.
    Ich bin einigermaßen beeindruckt das so kurz vor dem Verkaufsstart doch eine solch mutige Entscheidung getroffen wurde.

    • Mutig auch in der Hinsicht das Lego lieber hohe finanzielle Einbußen hinnimmt, als nun wirklich ihren moralischen und ethischen Kompass neu zu stellen um dennoch ihre Einnahmen generieren zu können.

      Man sagt Lego oft „Gier“ nach, hier aber zeigt Lego das es ihnen nicht immer nur um das Geld geht, sondern das ihnen durchaus Ansehen wichtiger ist als Champus. ….wobei ein gutes und reines Ansehen auch wieder mehr Einnahmen sichert, als wenn nun Kundschaft Lego meidet weil Blut am Steinchen klebt.

      Da ist wohl die Furcht vor langfristigen finanziellen Schaden durch Rufabfall wichtiger als der kurzfristig generierte Gewinn durch EIN Set.

      • Über diese Brücke gehe ich nicht. Lego ist „gierig“ – wie man als gewinnorientierte Kapitalgesellschaft nun mal sein muss.

        Ansehen habe sie aus meiner Sicht nicht gewonnen – schließlich haben Sie das Set wissentlich entwickelt und mussten wissen, dass dieses Gerät nicht zum Transport von Plüschtieren verwendet wird. Wenn überhaupt, dann haben Sie nur Schaden verringert.

        Im übrigen sind jetzt an vielen Orten die ganzen Vergleichsdiskussionen zu StarWars entstanden, die (auch wenn viele das anders sehen) schon einen tiefgrauen Bereich treffen. Glaube, da hat Lego absolut keinen Bock drauf. Denn mal ehrlich: Star Wars im speziellen ist schon ein Spagat für Lego, und ich glaube dass sie dieses Thema nicht gerne hören.

        • So lange niemand anfängt nen Todesstern zu bauen und mit TFightern rumzuballern halte ich StarWars für keinen Spagat. Ist ein Weltraummärchen.

        • Genau das mein ich , sie haben Schaden verringert durch den hartcut nun.

          Das mit Star Wars, ich verstehe nicht, dsa die Leute nicht verstehen, das man unterscheiden muss zwischen Fiktiv und Real – noch nie ist ein AT-AT durch reale Krisenregionen gelaufen und hat Zivilsten beschossen, eine Osprey viiiiielleicht schon und hat somit nachhaltig einen schlechten Eindruck über Kriegstraumen hinterlassen. Star Wars nicht, weil hier jedem und auch Kindern klar sein sollte oder klar sein kann -> das ist nicht echt, das ist Phantasie und hier gewinnen ja am Ende eh auch immer gute Guten.

          Eher müsste man fragen wie es zur Camel und Fokker seiner Zeit kam oder wie ist es mit den Creator Jets die es mal gab, die zwar alle ohne Lizenz sind und auch als Luftshow Flieger „getarnt“ sind aber auch womöglich in ihrer Form als jene wieder zu erkennen sind, die woooomöglich im Tiefflug ihre syrische Städte ihre explosive Last los wurden.

          Hier kann man viel an den Lego internen Texten zu „Kriegsspielzeug“ heruminterpretieren und es mal so und mal auslegen und mal strenger und mal weniger streng sehen und Schlupflöcher und Engpässe ausmachen, die Lego in den letzren jahrzehnen ausnutzte oder nicht.

          Und am Ende bleibt die Frage : Macht eine Lizenz wirklich soviel aus, ist sie das Maß aller Dinge oder die optische Ähnlichkeit eines Modells zu seinen realen Vorbildern die in Krisenregionen wortwörtlich einschlagenden Eindruck hinterließen und wie weit muss ein Modell fiktiv und phantasievoll abgeändert werden, damit es keinerlei Verbindung zu realen Kriegsgeräten zu erkennen sind – reicht da schon bunte Farben und Sticker mit „Airrace“ und „Rescue“ ?

          Ich persönlich sehe das alles nicht so eng und es wäre mir egal, wenn Lego nicht selbst ihre selbstformulieren Hürden hätten an die sich nunmal nun messen lassen müssen und da bleiben dann halt leider viele Fragen offen und im schlimmsten Fall fließen wie nun Krokodilstränen weil uns etwas tolles gezeigt wird und dann …….verpufft :/

        • Ja Star Wars ist tatsächlich ein Graubereich. Es sollte allerdings erwähnt werden das bei Star Wars eher der Abenteueraspekt im Vordergrund steht und der bewaffnete Konflikt eher als Leinwand dient.
          Es gibt zwar im EU/Legends einige Bücher und Comics die die Auseinandersetzungen in den Mittelpunkt rücken aber sie Filme sind eher positiv.
          Ich kann nur für mich reden aber nachdem ich Star Wars zum ersten Mal mit 10Jahren gesehen habe, hat der Anblick eines Sternzerstörer nur positive Gefühle in mir erweckt. Von den Gefühlen die ich hatte als ich den goldenen Bikini von Leia möchte ich gar nicht anfangen.

          • Ich weiß nicht wann ich das erste mal Star Wars sah, aber für war das auch nie KRIEG, klar die Weltraumschlachten waren und sind bis heute das nonplusultra auf der Kinoleinwand aber Star Wars war immer eher ein düsteres Märchen und Jabbas Palast, Dagoba oder die Carbonitkammer waren eher Szenen die in Erinnerung blieben als grusselig und düster und bedrohlich, nicht schlimm grusselig eher …faszinierend bedrückend grusselig – so das es eher ein Kinderschauermärchen ist, als wirklich ein Kriegsszenario – der Konflikt trägt die Geschichte zwischen Gut und Böse, Hell und Dunkel – es war immer klar was richtig und was falsch ist.
            Das ist alles im Realen in Verbindung mit Gerätschaften mit balistischen Konfliktlöser nicht so einfach zu sagen, gerade weil im wahren Leben Menschen getötet werden, nicht irgendwelche gesichtslose Hampelmänner in weißen Rüstungen oder Alienmonster – da ist der Struvelpeter weit aus schlimmer und das Buch steht noch immer in deutschen Kindergärten.

          • Oha, jetzt wirds unübersichtlich, weil wir zu viel geschrieben haben.
            @ohmbricks : Natürlich ist StarWars fiktiv und für mich war das auch nicht Krieg – aber ich war ein Kind.
            Aus einer heutigen Erwachsenensicht und dank diverser Fanseiten bleibe ich dabei, dass aus einer Legophilosophie heraus StarWArs eine Grauzone ist. Ich finde, dass man das schon so aus Fairness Gründen bezeichnen muss.
            In den OT Filmen sind (offscreen) mehrere hundert Millionen Menschen umgekommen. (Alderaan). Mal ganz abgesehen von den Verlusten in diversen Schlachten – alleine der Todesstern 1 hatte laut „Nerdizismus“ 1,7 Millionen Menschen an Personal stationiert.
            Auch onscreen werden gerne mal Gliedmaßen abgetrennt, oder Leute anderweitig umgebracht.
            Und, auch wenn Gut und Böse sehr eindeutig verteilt sind: Darth Vader fanden alle „cool“.
            Lego hat hier natürlich den Vorteil einer Grauzone durch die Fiktionalität, aber dennoch bekommen wir als StarWars Fans von Angriffsfluggeräten über Panzer bis hin zu Planetenzerstörern alles frei haus geliefert.

            Und noch mal betont: Ich habe da persönlich kein Problem mit, finde es aber erwähnenswert.

  102. Finde die Entscheidung hart. Kann sie aber aus Legos Sicht nachvollziehen!
    Denke wir werden das Set in abgewandelter Form wieder sehen… Natürlich nicht unter diesem Namen.

    Bin auch gespannt ob Anleitung und Teileliste auftauchen. Vielleicht lässt es sich ja auch halbwegs günstig rebricken für die, die es unbedingt wollten…

    • Das glaube ich nicht – Wenn Lego jetzt 4 Wochen wartet und einen „generischen“ Senkrechtstarter rausbringt, dann können Sie auch gleich sehenden Auges in den Nagel rennen.

      Plakativ gesagt: Ein ähnliches Modell kann es aus meiner Sicht nur geben, wenn sie ein ausschließlich zivil genutztes Gerät finden, was zur Rettung von Babypandas eingesetzt wird.

      Alles was „sieht ein wenig aus wie ne Osprey“ draufstehen hat, wäre ein Reputationsschaden hoch zehn.

      • Da habe ich mich etwas ungenau ausgedrückt. Denke wir werden irgendwann in den nächsten Jahren mal einen Hubschrauber mit ähnlichen Technik-Aspekten (ja, vielleicht auch Senkrechtstarter) bei Lego Technik sehen ohne Lizenz. Warum auch nicht? Also ein Set was nicht direkt wie eine Osprey aussieht, aber ähnliche Funktionalität aufweist…
        Wüsste nicht was dagegen sprechen sollte. Wenn jetzt alle bei nicht lizensierten Technic Hubschraubern nur noch die Parallelen zur Osprey suchen frage ich mich wirklich ob wir keine anderen Probleme in der Welt haben…

        • Nun, ich bin wahrlich kein Fluggerätefan im allgemeinen, aber eine kurze Recherche (Wikipedia) sagt mir, dass das einzige im Einsatz befindliche Fluggerät dieser Art die Osprey ist. Von daher kann auch ein abgewandeltes Modell dieser Natur nicht kommen.
          Aber das ist ja nur meine Ansicht. Glaube aber, dass Lego jetzt erstmal bei Fluggeräten doppelt und dreifache Vorsicht walten lässt.

          • Gegen ein, sagen wir: „generisches Kipprotorflugzeug“ oder auch Kippflügelflugzeug wäre in meinen Augen nichts einzuwenden. Die Technologie wurde zwar in der Vergangenheit fast ausschließlich militärisch erprobt bzw. genutzt, aber eine zivile Nutzung ist nicht ausgeschlossen. Zumindest in der City-Welt gab es das ja auch schon.
            Es gab ja auch schon diverse jagdflugzeugartige und auch kampfhubschrauberartige Fluggeräte von Lego, aber samt und sonders ohne Lizenz. Das fanden manche Menschen auch nicht so toll, aber ohne konkrete reale Vorbilder kam eine Diskussion wie bei der V-22 erst gar nicht auf.

        • Genau @Pinx Punx – irgendwie pretty in pink mit Türkis und dann können Tierbabies gerettet werden 😀

          @STefan: Ich bleib dabei – das „generische“ Kipprotorflugzeug dürfte für ein Jahr+ vom Tisch sein. Auch mit intensivem googlen fand ich nichts darüber, dass diese Technologie überhaupt großartig zivil weiterverfolgt wird. Somit dürfte alles aus diesem Bereich einzig an Militärgerät erinnern. Und Lego würde gut daran tun, jetzt erstmal mögliche Ähnlichekeiten zu verhindern.

          • Na, dann google doch mal nach der AgustaWestland AW609. Dieses Kipprotorflugzeug wird ausdrücklich für den zivilen Markt entwickelt.

          • @Brickfinger:
            AugustaWestland bzw. das Nachfolgeunternehmen produziert aber auch Rüstungsgüter, bspw. den Apache.

            Und die AW609 lief zunächst unter Bell-Augusta AB609. Das ist die gleiche Sache wie mit der „Rettungseinsatz“ V-22…andere Verpackung drumherum, bleibt aber letztlich der gleiche Inhalt.

  103. Ich bin dafür das Lego auch den Volvo A60h zurück zieht! Den gibt es schließlich auch als ATMAT-ISL von Volvo Defence … jeder der den kauft hat somit gleich Blut an seinen Händen … ^^ Gut wenn man Moral frei nach belieben ansetzt.

  104. Gute und richtige Entscheidung. Wer sich Regeln aufstellt und diese öffentlich macht sollte auch dazu stehen. Natürlich darf Lego diese Regeln ändern, aber dann bitte erst die Regeln ändern und kommunizieren. Danach können sie nach den neuen Regeln handeln, aber einfach die Regeln brechen weil einmal ist ja nicht schlimm oder ähnliche dumme Ausreden sind doch ein völlig falsches Signal.

  105. Sehr schade, jedoch konsequent.
    Aber warum hatte dies niemand bei Lego früher bemerkt?
    Wird teures Lehrgeld für Lego zumal man die Konformitätsprüfung gegenüber den Werten schon am Anfang des Entwicklungs-Prozesses hätte müsste.

    Gibt es für die Osprey eigentlich eine Anleitung? So kônnte man diese wenigsten nachbauen.

  106. Die sollen das Set einfach in einen anderen Karton packen und die Lizenz weglassen und dann rausbringen.
    Denn das Flugzeug als Set gefällt mir gut!

    Hab von früher noch das 8082… Das war auch ein Senkrechtstarter 😉

  107. Absolut richtige Entscheidung von Lego!.

    Bin selber auch großer Cobi Fan und kann mich für Militärfahrzeuge durchaus begeistern.

    Ich habe aber auch Kinder und für die kaufe ich nur Lego und weiß es daher auch zu schätzen das Lego die Haltung hat, das aktuelle Militär-Vehikel nicht Bestandteil des Portfolio’s sind.
    Auch das andere Thematiken mit Waffen (ob nun Fiktiv oder historisch) mit einem gewissen Maß an Abstraktion gehandhabt werden.

  108. Ich finde es super, dass LEGO die Eier hat das Set nicht zu releasen.
    Was mich an dem ganzen Thema inzwischen massiv stört ist die Tatsache, dass der gemeine AFOL jetzt wieder was zum Beleidigt sein hat, zu jammern anfängt und LEGO verflucht. Dabei fallen noch immer Kommentare wie „…bei Ninjago gibt es auch Schwerter… in StarWars wird auch geschossen… Mercedes, Landrover und Volvo bauen auch Kriegsgerät…“. Informiert euch bitte mal, bevor ihr was raus blubbert, die aktuelle Folge „Der Stein des Anstoßes“ kann ich hierfür empfehlen.
    Ganz schlimm finde ich Kommentare wie „First World Problems“. Ein First World Problem ist die Tatsache, dass sich in diesem Maße über das Nichterscheinen eines Spielzeugs aufgeregt wird.
    Und hört bitte auf zu jammern, das ausgerechnet dieses Set „die aktuelle Technic Welle gerettet hätte und euer Set des Jahres gewesen wäre“. Am Ende hätte doch wieder der Großteil gejammert weil das Set Aufkleber, blaue Pins und vielleicht Farbabweichungen gehabt hätte.

    • Also ich fand die Diskussion hier eigentlich bislang recht gut.
      Bei so einem Thema müssen unterschiedliche Meinungen gestattet sein. Denn wir bewegen uns aus meiner Sicht wirklich teilweise in Grauzonen was diese Philosphie betrifft…

      Ich gebe dir allerdings REcht, dass sowas wie First World Problem etc übers Ziel hinausschießt.

    • Ein First World Problem ist auch über ein Set zu jammern und einen Shitstorm auszulösen um zu erreichen, dass es nicht erscheint. Deine Logik ist also keine!

    • Es gab auch schon vorweg technische Mankos am Set, wie es bei JB Spielwaren zu sehen war.

      Zum Beispiel drehten sich die Antriebsgondeln nicht richtig, weil zuviel „Schlupf“ in den Antriebsachsen war und man musste per Hand nachhelfen,obwohl ein Motor dran hängt.

      Dadurch das nur EIN Motor verbaut ist, musste man wohl auch entscheiden – lasse ich die Rotoren drehen oder die Gondeln – sprich es war wohl nicht möglich die Gondeln bei laufenden Rotoren zu wenden, da man ja zwischen den Funktionen hin und her schalten muss.

      Hier wäre nun auch denkbar, das Lego das Set nicht allein des Vereins wegen zurückzog, sondern vielleicht auch auf Grund der technischen Mängel und dem möglichen Shitstorm darüber das das Set am Ende nicht richtig funktionier hätte oder de facto nicht richtig funktioniert hat und es nun DIE Gelegenheit war dies unter dem Deckmantel des aktuellen Sachverhalts zu korrigieren – Das sind aber nun nur wilde Spekulationen, aber wahrscheinlich garnicht sooooooo undenkbare.

    • Wie bitte? die Eier es nciht zu releasen?

      Lächerlich. Eher andersrum. Das Gejammer und Geheule von Leuten die weder Realität noch Einsatzart dieses Modells hervorheben, sondern es wieder auf das alte „Krieg ist Pöse“ Label runterdumpen. Es werden keine Kampfhandlungen gezeigt. Niemand wird als Kriegsopfer gezeigt und ncihts daran wird glorifiziert.
      Und es stört mich massiv, dass man es gutheisst, dass Lego, wie auch andere Firmen vor einer sehr lauten Minderheit wieder den S… einzieht, um sich selbst bestmöglichst verkaufen zu können. Dahinter steht leider auch der Gedanke, dass es Ihnen als „kriegstreibermodell“ ausgelegt wird, das ist schäbig.

      Zudem: Ja auch viele andere Firmen bauen Teile für die Rüstungsindustrie. Das kann man gut oder schlecht finden.Fakt ist jedoch, dass das Schwein hier wieder mal so einseitig schwarz/weiss durchs Dorf getrieben wird, dass mir bald die Worte fehlen.

      Und zu deien Worten: „Informiert euch mal..“ Ja habe ich und was soll ich sehen? Unterschiede zwischen Bauteilen und ganzen Fahrzeugen?

      Hier hat Lego schlichtweg versagt und dein unsäglicher Kommentar macht es in meinen Augen nicht besser sondern vertieft die Gräben weiter. Davon ab das sehr deutliche Politik-Ansätze im Lego Hobby 0 zu suchen haben. Tob dich auf Twitter aus.

      Ich respektiere deine Meinung, finde sie aber weder begründet noch hast du gut und schlüssig argumentiert, noch ist sie einem Hobby wie Lego würdig. Punkt

      • Die Realität ist: Die V-22 Osprey ist ein rein militärisches Flugzeug. Es gibt keine zivile Nutzung. LEGO hat in den eigenen Regeln stehen, so etwas nicht zu produzieren. Niemand ist hier vor einer sehr lauten Minderheit eingeknickt. Das Statement von LEGO kam schon, bevor der Protest überhaupt losging. Hier hat man einfach eingesehen, dass man seine eigenen Regeln verletzt und eine rein wirtschaftlich getriebene Abwägung hat stattgefunden: Lieber einmalig Geld mit dem produzierten Set mitnehmen, oder langfristig das positive Image als Kinderspielzeug-Hersteller ohne Bezug zum (realen/aktuellen) Krieg behalten.

        Der eigentliche Skandal hat früher stattgefunden: LEGO wurde seit Monaten auf diesen Fehler hingewiesen und hat nicht reagiert. Erst jetzt, 2 Wochen vor Release. Das ist hier das, was einfach LEGO nicht würdig ist.

  109. Ich weiß icht ob ich über Lego lachen oder über den obskuren Verein fluchen soll

    Einerseits, wieso fällt Lego erst wenige Tage vor Release auf dass das Set nicht mit der eigenen Firmenphilosophie kompativel ist? Oder liegt das dann doch am Mini-Shitstorm dieses obskuren Vereins? Aber wie gesagt, wenn man sich entschließt ein solches Set zu bringen, Geld in die Entwicklung und Das Design steckt, die Sets produziert und an den Handle ausliefert, warum hat da vorher keiner sein Veto eingelegt? Alles sehr unprofessionell.

    • Der Verein ist nicht obskur! Er ist sehr alt und hat eine lange Geschichte.
      Es gab deswegen auch keinen richtigen Shitstorm. In der Heftigkeit der Reaktion hätte Lego damals den Held aus Frankfurt zum CEO machen müssen. 🙂
      P.S. Hoffentlich wird der Held nie CEO von irgendwas, außer von sich selbst.

  110. I can understand aůů the supportive comments that LEGO did the right thing to release it (especially on a Geman site). It is not a secret that people in Germany are still more than 70 yrs after the WW2 still ashamed of what happened (even when it was not fault of (almost) anyone living now). But that historic experience still reflects in all the aspects until now. Therefore I understand why many ppl welcome it will not be released.

    as for the the LEGO company, one of the very bad moves was no to figure out earlier that this „hybrid“ airplane is primarily and only used as a military aircraft and to add to that – make a box art with something like a silhouette of a war ship in the background.

    but do you not see the BIGGER PICTURE? this is the second time this year that LEGO tries to play a role of a „world advocate for the BETTER GOOD for all children“.. first they spam their retailers in panic to pull out all the Police, Fire City sets in conjuction with an unfortunate incident in the US and now AFTER shipping out the sealed sets to the retailers they suddenly release that its wrong to sell them? Who approved the design? the box art?

    The point is.. LEGO has been positioning itself into totally unwelcome position „we know BETTER than YOU – what is best for your children“.. and I do NOT WANT THAT. I do not want a toymaker to make a global policy what is good and what is not for my children. It is us who decide what to buy them and what not. We do not need any megalarge company to dictate us „what is good“ – and here again, you in Germany could see some resemblance to the past when someone stated „this is good – this is bad“.

    • LEGO did not tell any retailers to remove Police sets from shelves, this is just plain wrong. They just stopped their advertising for it over a few day, this is a big difference.

      LEGO like any other company is worried about their image. They want to make money in the bigger picture and therefore decided it might be best to not release the set.

      And finally: LEGO ALWAYS decided what they think is best for your children. THEY are the ones producing the toys. YOU only can choose which to buy. If you don’t like how LEGO does this, you can still choose not to buy any of it. You are not attacking Cobi for not releasing sets about a fairy world, are you?

  111. Ein Spielzeughersteller entschließt sich, ein Spielzeug mit militärischem Vorbild nicht auf den Markt zu bringen und Erwachsene regen sich darüber auf?

    Es läuft ja grad so viel schief in der Welt…

  112. Generell finde ich das Verhalten und die Reaktionen in den gängigen Internet Blogs auf User Seite zum Teil wirklich erschreckend…
    Viele entlarven sich selbst, schade drum!