Erste LEGO Minifigur mit Hörgerät erscheint bald

Erste LEGO Minifigur mit Hörgerät

Dieses kleine Details hätten wir völlig übersehen, wenn uns nicht unsere Leser darauf aufmerksam gemacht hätten: Im neuen LEGO City 60271 Stadtplatz wird wohl die erste LEGO Minifigur mit einem Hörgerät erscheinen!

Vielen Dank an dieser Stelle erstmal an unseren Leser Thollsten für den Hinweis, denn dieses Details hatten wir bei der ersten Vorstellung des Sets völlig übersehen. Da wir die Inklusion von Menschen mit Behinderung in LEGO Sets allerdings für sehr begrüßenswert halten, wollten wir in diesem Artikel nochmal auf das kleine und schnell übersehene Detail hinweisen und euch ein vergrößertes Bild der Minifigur hier im Blog einbinden.

LEGO Minifigur mit Cochlea-Implantat
Die Dame mit der blauen Kapuzenjacke links im Bild trägt ein Hörgerät

Nachdem LEGO im Jahr 2016 erstmalig einen Rollstuhlfahrer in einen LEGO Bausatz (das LEGO City 60134 Stadtbewohner Set) integrierte, gab es in den letzten Jahren immer mal wieder Menschen mit Behinderungen, die als Minifiguren in LEGO Sets integriert wurden. Auch in der Realität hat sich die LEGO Gruppe bzw. die LEGO Foundation mit ihren Anleitungen für Blinde und den kürzlich veröffentlichen LEGO Braille Steinen immer wieder für Inklusion stark gemacht und hier durchaus Interesse gezeigt. Die Minifigur mit Hörgerät ist also ein weiterer Schritt.

Da wir uns anfangs unsicher waren, ob LEGO hier nicht einfach ein etwas seltsam gestaltetes Bluetooth-Headset auf die Minifigur aufgedruckt hat, haben wir bei LEGO extra nochmal nachgefragt um sicher zu gehen. Darauf bekamen wir die offizielle Bestätigung, dass es sich bei dem Aufdruck tatsächlich um ein Hörgerät handelt.

Wir hoffen und gehen davon aus, dass sich der Minifigur-Kopf auch außerhalb des Sets über den LEGO Steine und Teile Service bestellen lassen wird, wenn das Set im September auf den Markt kommt. Wer also nicht direkt das ganze (leider sehr teure) Set kaufen will, sollte hoffentlich trotzdem eine Chance haben, den Kopf einzeln zu kaufen.

Was haltet ihr von dieser Art der Inklusion von Menschen mit Behinderungen in die sonst oft so „heile Welt“ der LEGO Minifiguren? Findet ihr solche kleinen Details auch so begrüßenswert wie wir? Gerne könnt ihr euch in den Kommentaren austauschen.

Über Lukas Kurth 1350 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 29 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de

52 Kommentare

    • Den Beitrag muss man auch 3 mal lesen um ihn zu verstehen…
      Es wäre doch schön und wünschenswert wenn man auf Satzzeichen, Grammatik und Interpunktion achtet!
      Aber Glückwunsch das deiner Bekannten dein Rollstuhl-MOD gefällt!
      Zum Thema: Es ist sehr gut das Lego in dieses Thema einsteigt und Kindern da Berührungsängste nimmt. Und das auch betroffene Kinder sich nicht ausgegrenzt fühlen!
      Sehr gut und bitte weitermachen!

      • In meiner Erfahrung sind es nicht die Kinder, die Berührungsängste im Umgang mit Menschen mit Behinderungen (gerade auch mit Rollis) haben, sondern die Eltern.

        Wenn ich irgendwo meinen Rolli aus dem Auto ausgeladen habe oder in der Stadt unterwegs war (vor COVID-19), dann habe ich immer nur gesunde Neugier bei Kindern erlebt. Oft aber Sensationslust (Gaffen) von Erwachsenen.

        Im Familien- und Freundeskreis sind besonders kleine Kinder vom Rolli geradezu fasziniert und wenn ich mich auf einen normalen Stuhl umsetzen, kommt es nicht selten vor, dass sich ein Kind den Rolli schnappt und damit herum fährt.

        • Leider gibt es auch viele Idioten als Kinder. Meine Tochter ist zwei Jahre alt und trägt eine Brille, weil sie sehr starke Beeinträchtigungen hat.
          Montag kamen zwei 2.-3. Klasse Schüler und machten dumme Kommentare über die Brille. Da frage ich mich auch was da zu Hause falsch läuft…

        • Das kann ich nur bestätigen. Den meisten Spaß mit dem Rollstuhl und dem Treppenlift meines Vaters hatten meine Kinder. Für sie war es völlig normal, daß Großvater eben diese Hilfen brauchte, weil er selbst nicht mehr gehen konnte.

  1. ich find’s super. kleiner aufwand, aber wichtiges zeichen.
    inklusion fängt mit dem abbauen von berührungsängsten an.
    und wie sollte man das besser machen als spielerisch.

  2. Danke fürs Nachfragen bei LEGO. 👍
    Ich finde es ne gute Sache sowas auch in Sets zu integrieren, die Welt ist nunmal divers und das sollte auch in der Legowelt so sein. Ich bin mir sicher für „betroffene“ Kinder (und AFOLs) ist das auch sehr schön wenn Sie genauso Bestandteil der Steinchenwelt sind wie alle anderen auch

  3. Finde ich sehr gut!
    Ob das Set bei uns einzieht weiß ich aufgrund des Preises noch nicht, aber den Kopf werde ich bestimmt ein paar mal bei Steine und Teile bestellen.

  4. Da hat ein Leser aber wirklich Adleraugen.(o; Finde dieses kleine neue Detail großartig und hoffe das LEGO noch ein paar verschiedene Figurenköpfe mit diesem aid herausbringt. Zum Rollstuhl würde ich mir wünschen, dass LEGO mal die riesige Farbpalette nutzt, denn es gibt im wirklichen Leben sehr farbenfrohe Rollstühle und nicht nur grau!😉

    • Apropos „riesige Farbpalette“ – sollen die beiden Getränkeautomaten unterschiedliche Gelbtöne haben..?
      In natura tritt das ja leider immer wieder mal auf, aber auf offiziellen Produktbildern wundert es mich schon. Die werden doch vor Veröffentlichung zig Mal von Photo nach Shop und zurück gejagt.
      Vielleicht handelt es sich auch um eine offensive Methode die Farbabweichungen für normal zu erklären… „Ja, das soll so“.

      • Ja, die Farbdiversität muss auch inkludiert werden um politisch korrekt zu bleiben. In diesem Fall sind die 2×3 Platten heller im Gelbton als die zwei 1x2x2 Steine.
        So erkennt man auch, dass das obere Bild ein reales Photo ist und kein Rendering. Das Limobild z.B. auch, da man die Noppen durch die 2×3 Fliesen durchsieht.

      • 🙈…Andrew, da hast du sicher Recht. Aber ich möchte doch nur einen farbenfrohen LEGO Rolli und nicht immer nur graue. Und wenn LEGO in dieses eine Teil sogar zwei, drei oder noch mehr Farbvarianten rein bringt, würde ich das sogar feiern.😃

        • Was Rollstühle und andere Gegenstände in mehr Farben angeht bin ich voll bei dir. Ich fand nur den Ausdruck „riesige Farbpalette“ so passend um auf die krasse Farbabweichung beim Gelb hinzuweisen.
          (Vermutlich gibt es den Rolli auch schon in mehreren Farbvarianten – von etwas zu hellem Hellgrau bis hin zu etwas zu dunklem Hellgrau. 🙂 )

          • Verstehe ich voll und ganz, die „riesige Farbpalette“ war natürlich auch eine Steilvorlage für die Farbabweichungen die innerhalb eines Sets wohl leider immer mehr vorkommen.😉 Und ich befürchte, dass du mit den Farbvarianten bei den LEGO Rollstühlen auch richtig liegst🙈😁

  5. LOL – was ist mit Einbeinigen und Einäugigen, die hat Lego seit Jahrzehnten im Programm

    Trotzdem finde ich es toll, dass LEGO das macht.

  6. Jetzt haben Minifigs Ohren? Was kommt als nächstes.. Nasen?

    (Aber selbstverständlich begrüße ich dies, schönes Detail. Brillen gibts ja auch. Gipsbein war auch Klasse. Gern mehr davon!)

    • Ein Ohr hat sie ja trotzdem nicht. Weder ausmodelliert, noch, soweit ich das sehen kann, aufgemalt. Nur das indirekte, durch das Vorhandensein eines Hörgeräts implizierte, Ohr. Inwiefern das als tatsächliches Ohr gilt, ist wahrscheinlich eine tief philosophische Fragestellung. 😉

      • Ja du hast vollkommen recht! Ein Ohr ist da nicht vorhanden, nur wie hält das gute Hörgerät dann nur am Minifigurenkopf? Das schreit doch förmlich nach einer philosophischen Sonderfolge „Der Stein des Anstoßes“ 🙂

        (Achtung Dramatisierung)
        [Würde es mir sicherlich anhören]

  7. Aaaaaalso…. Schweres Thema. Inklusion, gender usw. Im echten Leben. Keine Frage. Muss passieren! In der Welt der Mini Figuren….. Nein! Es ist und bleibt ein Spielzeug. Und Kinder haben Fantasie und sind nicht in Rollen gefangen. Dann ist die Figur halt taub oder blind. Oder ein ma oder eine Frau oder ein drittes Geschlecht, sofern ein Kind das überhaupt einordnen kann. Ein Rollstuhl? OK. Das kann ein Kind dann einbinden ins Spiel. Würde sich das Kind aber notfalls auch selber bauen. Wir müssen aufhören, Lego ebenso, Kinder in festes Denken zu zwingen. Die einfachen gelben Gesichter haben gereicht. Das Kind macht Mann Frau oder ein drittes Geschlecht da ganz alleine draus und ohne Einfluss vin uns Erwachsenen. Ebenso gehen Kinder mit benachteiligten Menschen viel natürlicher um. Alles andere Erziehen dann wir Erwachsenen rein…. Seht lego aus Kinderaugen. Dann brauchen wir keine Hörgeräte, Rollstühle usw. Die Kinder spielen das auch ohne Einfluss von uns!

    • Naja, diese Ansicht teile ich schon, vor allem wenn es darum geht, das klassich neutrale gelb durch 5 Milliarden Hauttöne zu ersetzen, was für Figuren die keine Real-Schaulspieler nachbilden ja glücklicherweise noch nicht üblich ist. Aber ich denke auch ein Rollstuhl, ein Hörgerät, ein „weiblicheres“ Gesicht, oder dergleichen tut auch keinem weh. Und es kann helfen mentale Barrieren abzubauen. Sicher ist es „nur“ Spielzeug, aber etwas erzieherischen Anspruch gestehe ich eine Spielzeugfirma schon zu.

      Man sollte es nicht übertreiben, etwa mit Dingen die ohnehin niemand wirklich sieht und man muss das jetzt auch nicht als riesen Inklusionserfolg feiern, dass man da ein Hörgerät reingemalt hat (vor allem wenn’s das Kind vielleicht eh als Kopfhörer interpretiert ;-)). Aber ich denke auch Diversität in der Minifigurengestaltung schadet nicht, ob’s jetzt Minderheiten sind oder einfach visuelle Abwechslung. Wendegesichter finde ich z.B. doof, weil das beim Spielen realisiert wird und man keine Stop-Motion spielt. Ich bevorzuge auch das klassische gelb. Aber etwas variantenreicher als der klassiche Smiley darf’s schon gestaltet sein.

    • Doch brauchen wir. Solche Einschränkungen sind normal. Und damit Sie als normal wahrgenommen werden, sollten sie auch Einzug in den Alltag eines jeden erhalten. Und weil es nicht in den Alltag eines Jeden Einzug erhalten hat, fehlen uns bspw. Rollstuhlrampen an jeder Stelle.
      Die Phantasie der Kinder reicht nicht immer aus um Szenarien zu spielen, die sie gar
      nicht kennen. Daher finde ich es gut, dies greifbarer zu machen.

    • „Das Kind macht Mann Frau oder ein drittes Geschlecht da ganz alleine draus und ohne Einfluss vin uns Erwachsenen.“ Aber die Kinder werden von uns Eltern ja beeinflusst, durch unseren Umgang mit anderen Menschen, Geschlechtern, Hautfarben, sie sind eben im Spiel kein weißes Blatt. Es geht bei vielen Minderheiten um Sichtbarbarmachung und -werdung, und natürlich bildet LEGO eine Form der Wirklichkeit ab. Ich persönlich begrüße es, dass sie eben auch die Diversität dieser Wirklichkeit abbilden. Und ein abgebildetes Hörgerät ist vielleicht auch eine Möglichkeit, mit dem Kind über Gehörlose, Cochlear-Implantate, Gebärdensprache usw. ins Gespräch zu kommen.
      Und insofern ist ein solches Spielzeug eben nicht in einer Blase von unpolitischer Nichtdiversität, und muss sich verhalten – weil auch die Nicht-Sichtbarmachung ein Statement ist.

  8. Ein schönes Zeichen ohne wenn und aber, doch heutzutage sind die meisten davon ja eher unsichtbar. Außer man geht in Altenheime oder in einem „Geers“ Museum. ^^

    • Die Noppe auf den Hunderücken ist ja nicht umsonst da. Da kann man nicht nur seine Hot-Dogs auf Dackel ablegen oder Geldsäcke transportieren. 😉
      Aktuell kann man nur eine Peitsche verwenden aber die sitzt nicht so fest in der hohlen Noppe. Ein golden Retriever wäre Hammer!

      • Ich war mit beim tippen nicht sicher ob die Schäferhundmodells auch Noppen haben, bei den Dackeln war ich mir sicher, da ich darauf die Kanalbabys aus Apokalypsestadt drauf reiten lasse aber als Blindenhund müsste es schon ein richtiges Geschirr haben, das man auch gleich erkennt was es sein soll und keine Peitsche oder Schnurr mit Noppenenden.

        Köpfe mit Brillen haben wir, wobei die mit getönten Brillen dann in der Regel bisher leider nur Polizisten oder Heli-Piloten sind und keine denen man Blindheit abkaufen würde.

        • Wobei die Blindensonnenbrille auch ein bisschen ein Klischee ist, zumindest tragen von den blinden Menschen, die ich kenne und mit denen ich arbeite, die wenigsten eine Sonnenbrille.

  9. Auch Kinder suchen sich zum Spielen Figuren aus, die ihnen oder anderen Bekannten (Familie und Freunde) ähnlich sehen. Daher wird es vielleicht auch bald Figuren mit festen Zahnspangen geben, die gefühlt jedes zweite Kind hat.

  10. Die abgebildete Minifigur ist bisschen jung um ein Hörgerät zu tragen… wahrscheinlich weil sie mittelfristig zu nah an der Konzertbühne stand. 🙂
    Es hätten auch ruhig Kopfhörer sein können wie vor 10 Jahren. Ich hatte ähnliche von Sony Ericsson weil die beim Laufen nicht heraus fallen konnten. Hörgeräte sind heutzutage viel unauffälliger (transparent) als hier übertrieben dargestellt um die Behinderung zu verbergen. Finde es daher etwas komisch, dass LEGO nun Kinder Hinweise gibt wo sie „suchen“ sollen. Als nächstes kommen dann abnehmbare Beine, Hände oder Arme? Ah ja, die gab es schon immer bei LEGO. 😛

    Warum muss LEGO in einer Phantasiespielzeugwelt unbedingt die Realität abbilden und amerikanisierte Namen vergeben? Vielleicht will das Kind seine City Figur einen einheimischen Namen geben. Bei den ganzen Eis, Pizza-, Burgerläden und Hotdog-Ständen die in City immer vorkommen, müssten die Minifiguren dann auch alle übergewichtig sein. Wo bleibt denn der Veggieburgerladen oder die vegane Milch(kuh)? Lieber mal auf Umwelt, gesunde Ernährung und Sport Awareness schaffen als auf die paar wenige die eine sichtbare Behinderung haben. Sonst fahren bald alle wie in Wall-E herum.
    Bitte nicht gleich mit Steinen bewerfen. 🙂

    • Wie groß wäre wohl der Aufschrei, wenn Lego die Figuren in Star Wars oder Harry Potter alle wieder gelb machen würde? Aber da werden Piloten von fiktiven Fluggeräten und Schüler von fiktiven Schulen doch auch originalgetreu der Vorlage dargestellt. Warum sollte man/frau denn dann die REALE Welt nicht auch etwas realer abbilden?
      Völlig wertfrei und ohne Blick auf irgendjemanden. Ich finde es interessant, dass Erwachsene diskutieren, ob diese Änderung bei einem Kinderspielzeug die Kreativität und Unvoreingenommenheit der Kinder unterminiert. Dabei wäre es denen doch auch völlig egal, ob FN-2187, Rose oder die Patil Zwillinge gelb wären. Meine Kids spielen neben Lego auch noch mit Duplo und da gibt es auch verschiedene Ethnien (schwarz, latino, Inuit). Warum traut man 4 Jährigen zu, damit umgehen zu können, und 8 Jährigen nicht. Diese Inkonsequenz bei Lego wundert mich. Dann doch bitte auch alle Duplo Figuren gelb machen.

    • Playmobil bildet sehr stark die Realität wieder, weil es pädagogisch wichtig für ein Kind ist das Erlebte des Tage im Spiel nochmal reflektieren, üben und lernen zu können – Es ist essenziell für die Entwicklung eines Kindes dies tun zu können, sich durch Rollenspiel im sicheren und geschützten Rahmen an der „Realität“ zu üben und auszuprobieren und natürlich gehört dann auch dazu Rollstuhlfahrer im Spiel zu haben Menschen mit Hörgeräten, DENN es gibt auch Kinder mit Hörgeräte, nicht nur alte Leute und zu lernen, das all diese Dinge normal für unser Welt ist und nicht was total komisches wo man nicht hingucken darf…das ist wichtig zu lernen.

      Und nur weil Lego nun das eine bringt, zu rufen „und was ist mit all den anderen wichtigen Themen ?“ soche Debatten helfen uns nicht weiter. Veränderungen passieren Schritt für Schritt und nicht mit dem Kopf durch die Wand von heute auf Morgen, wer immer nur darauf schaut was es noch nicht gibt und nicht das honoriert was es schon gibt und was kommen wird, der lebt zu negativ und wird sich nie wirklich daran erfreuen können was bereits geschafft wurde …..und Inklusion ist ein wirklich hartes Brot das unsere Gesellschaft zu kauen hat, noch immer – sogesehen ist die Baustelle dahingehend groß genug, da können sich gerne die Veganer mal hinten anstellen, denn sie sind es ja gewohnt am Ende der Nahrungskette zu stehen ^^

    • „Die paar wenigen, die eine sichtbare Behinderung haben“? „Zu jung für ein Hörgerät“? „Behinderung verbergen“? Puh, da muss ich jetzt echt durchatmen bei dieser Ansammlung von einfachen Wahrheiten. Zur Abbildung von Diversität habe ich weiter oben schon was geschrieben. Deshalb an dieser Stelle nur: Es gibt etwa 8 Millionen Schwerbehinderte (!) in Deutschland, das ist jede*r Zehnte. Ich glaube, diese und andere Minderheiten kann man schon in einem Spielzeug abbilden, ohne dass die Mehrheitsgesellschaft gleich die Angst aus der Schublade holen muss.

      • Tut mir leid, dass die vielen Emojis den Anschein gaben, dass ich alles Ernst gemeint habe. Aber hast recht, hätte mich besser informieren sollen.
        „A few moments later“…
        In Deutschland trägt 2,6% der Bevölkerung ein Hörgerät, 66,6% Brillen. 26% haben Migrationshintergrund, 5% beziehen Hartz IV, 53% der Erwachsenen und 15% der Kinder sind übergewichtig, 9% ernähren sich vegetarisch (darunter 1,6% vegan), 23% rauchen, 7,4% sind LGBT, 21% Single, uvm.
        Was machen wir nun um keine(n) versehentlich (in sozialen Medien) zu beleidigen und politisch korrekt zu bleiben? Internet trennen? Ins LEGO Zimmer verkriechen? ^^

        • Gute Frage, aber für mich persönlich ist die Antwort nicht kompliziert: Diversität akzeptieren, achten und abbilden. Und im Umgang miteinander achtsam, sprachlich sensibel und kritikfähig bleiben. 😉

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*