Das LEGO Harry Potter Designteam erklärt: Warum es keine Sets zum 7. Teil gibt, das neue Hogwarts-Design und mehr!

LEGO Harry Potter 7 Titelbild 02

Auf den diesjährigen (digitalen) LEGO Fan Media Days erhielten einige Fanmedien interessante Einblicke in die Entscheidungsprozesse des LEGO Harry Potter Designteams. In mehreren Interviews wurden viele Fragen beantwortet, die vielleicht auch ihr euch schon einmal gestellt habt, z.B. warum es aktuell keine Sets zum 7. Teil der Filmreihe gibt.

Dies und worauf sonst die Designer Yi-Chien Cheng und Marcos Bessa, der als „Design Master“ des Harry Potter Teams unter anderem die kommenden LEGO 76391 Hogwarts Icons und die LEGO 75978 Winkelgasse maßgeblich gestaltet hat, noch eingegangen sind, haben wir unten für euch in eigenen Worten zusammengefasst. Die beiden Interviews, auf die wir uns dabei beziehen, findet ihr im englischen Wortlaut bei Tips & Bricks auf Instagram bzw. als Gedächtnisprotokoll auf dem Youtubekanal von Bricks By Mind.

Neustart der Reihe statt Sets zum 7. Teil

Nachdem sich LEGO in den letzten Jahren bei jeder Welle auf ein bis zwei Bücher konzentriert und damit die Schuljahre 1 – 5 abgedeckt hatte, hofften viele Fans auf neue Sets zu den letzten Filmen, speziell den Heiligtümern des Todes. Schließlich waren diese ja auch in den LEGO Videospielen von TT Games vorgekommen. Stattdessen entschloss sich LEGO aber zu einem „Reboot“, veränderte das Designkonzept und brachte wieder Sets zu den ersten Schuljahren auf den Markt. Was war hierfür der Grund und besteht überhaupt eine Chance auf Sets zum (zugegebenermaßen eher düsteren) Finale der Reihe?

Die LEGO Designer schlossen im Interview nicht aus, dass man sich zu einem späteren Zeitpunkt auch den letzten Filmen widmen werde, auch das „Hineinschmuggeln“ bestimmter Details in das eine oder andere Set sei durchaus denkbar. Allerdings richteten sich die Filme an ein älteres Publikum, und auch hinsichtlich der Firmenwerte seien die frühen Teile passender, da es dort noch mehr um Magie und das generelle Thema einer Zauberschule gehe.

LEGO Harry Potter 7 Duell
Harry und Voldemeort im Duell: Screenshot aus einem LEGO Videospiel von TT Games.

Für die Jahre 2018 bis 2020 bestand lt. Bessa von Anfang an der Plan, sich zunächst auf die ersten drei Filme, dann auf die Filme 4 und 5 zu konzentrieren. Für dieses Jahr gab es zunächst noch keinen festen Plan und man entschied sich nach einigem Überlegen für einen „sanften Neustart“ der Reihe, wobei man sich nicht mehr auf spezielle Filme, sondern auf Schlüsselmomente der Geschichte konzentrierte. Dies tat man, um das Franchise „frisch“ zu halten“ (was wahrscheinlich bedeutet, um neue Käufer anzusprechen). LEGO blickte für die neuen Sets aber in Anbetracht des 20-jährigen Jubiläums auch zu den Anfängen der Themenwelt zurück, wählte einige „starke“ Sets aus und passte sie den heutigen Designmaßstäben an, sodass die aktuelle Welle als eine Hommage an die frühen Sets gesehen werden kann.

Dachfarbe, Puppenhaus-Optik und Szenenauswahl

An den neuen LEGO Harry Potter Sets 2021 gab es einiges, das die Fans der Reihe irritierte. So hatte sich die Dachfarbe des neuen Schloss Hogwarts von Dunkelgrau zu Sandgrün geändert, auch waren die Sets zwar wesentlich modularer, dafür aber in einem kleineren Maßstab aufgebaut, was ihnen eine gewisse Puppenhaus-Optik verleiht. Zu diesen Entscheidungen wurden die beiden LEGO Designer ebenfalls befragt und erklärten dabei auch gleich, auf welcher Grundlage sich LEGO für genau diese Sets entschieden hat.

Harry Potter war, wie bereits erwähnt, ab 2018 ursprünglich für 3 Jahre geplant gewesen, danach wurde das Konzept im doppelten Sinne neu überdacht. Die neue, sandgrüne Dachfarbe wurde gewählt, um sich von den vorherigen Wellen abzusetzen und die Sets dadurch optisch interessanter zu machen (Stichwort Neukundengewinnung). Außerdem wollte man so das 20-jährige Jubiläum feiern, da die früheren Sets ebenfalls sandgrüne Dächer hatten.

Beim Design der Sets versuchte man, die verschiedenen Zielgruppen zu berücksichtigen. Kinder legen vor allem Wert auf hohe Bespielbarkeit, aber immer mehr Kunden möchten auch schöne Displaymodelle. Man dachte deshalb, der Puppenhaus-Ansatz erfülle beide Wünsche und versuchte, die Sets einerseits mit sehr guter Zugänglichkeit zu designen, aber von außen gleichwohl gut aussehen zu lassen.

LEGO Harry Potter Hogwarts Schloss Vergleich 02
Das LEGO Schloss Hogwarts im Wandel der Zeit

Die Entscheidung, welche Szenen überhaupt als Set umgesetzt werden, wird laut den Designern gemeinsam mit Warner Bros. als den Rechteinhabern der Filme getroffen. Die kreativen Teams beider Unternehmen besprechen, was Warner gerne auf dem Markt sehen würde und was LEGO für am geeignetsten hält, wobei die Zielgruppe entscheidend ist. Auch andere Faktoren, etwa Rückmeldungen über die Nachfrage von verschiedenen Märkten und Händlern, fließen in diese Überlegungen mit ein.

Grundsätzlich kommen allerdings nur Szenen in Betracht, die auch in den Filmen vorkommen, denn diese sind durch den Vertrag mit Warner Bros. abgedeckt und das offizielle Referenzmaterial. Deshalb ist es aktuell sehr unwahrscheinlich, dass Sets erscheinen, die sich auf Aspekte nur aus den Büchern beziehen, auch wenn die Designer:innen daran Freude hätten.

Grund für Sammelfliesen und Auswahl der Jubiläumsfiguren

Neben dem veränderten Designkonzept warteten einige der diesjährigen Harry Potter Sets mit zwei weiteren Besonderheiten auf: Neben speziellen goldenen Minifiguren anlässlich des 20-jährigen Jubiläums wurde den Sets eine Reihe zufällig verteilter Sammelfliesen beigelegt, deren Design an die Schokofrosch-Sammelkarten aus den Filmen angelehnt ist. Doch was war die Idee hinter diesen Fliesen? Warum entschied sich LEGO für goldene Jubiläumsfiguren statt einer Neuauflage klassischer gelber Minifiguren und wie wählte man in Billund die neun Charaktere aus?

Die Jubiläumsfiguren sollten sich für die Fans besonders, „sammelbar“ und wertig anfühlen. Man dachte zunächst über eine Neuauflage klassischer gelber Figuren wie beim Star Wars-Jubiläum nach, entschied sich dann aber dagegen, weil sie wegen des damals sehr speziellen Grafikstils der Gesichter weniger „charmant“ gewesen wären als die Star Wars Figuren. Der Stil der alten Figuren entspricht nicht mehr den heutigen Standards – LEGO hatte gar Sorge, dass eine Neuauflage dieser Figuren effektiv als Wertminderung der Sets empfunden werden könnte. Laut Marcos Bessa wird man nach Ninjago und Harry Potter nun voraussichtlich auch für künftige Jubiläen bei goldenen Minifiguren bleiben und würde diese aus heutiger Sicht wohl auch für Star Wars verwenden.

Zur Auswahl der Charaktere erklärte Bessa, dass die Sammelfiguren auf den wichtigsten Charakteren des ersten Film basieren sollten. Das erklärt auch die Wahl von Professor Quirrell, denn dort war er die erste Manifestation von Voldemort und deshalb natürlich relevant. Man diskutierte allerdings zunächst darüber, in welcher Form Voldemort enthalten sein sollte, und entschied sich schließlich für beide Varianten. Quirrel sollte ursprünglich im Fluffy-Set enthalten sein (was viel besser gepasst hätte) und auch die dortige Dachkammer sollte sich stark an Quirrel orientieren. Die Designer bekamen aber für den goldenen Turban nur eine begrenzte Auflage genehmigt, weshalb die Figur in ein teilexklusives Set, die LEGO 76395 Erste Flugstunde, integriert werden musste. Auch die Dachkammer im Fluffy-Set wurde deshalb generischer gestaltet.

LEGO Harry Potter Sommer 2021 Sammelfiguren
Vier der insgesamt neun goldenen Jubiläumsfiguren

Mit den 16 Sammelfliesen (die man am einfachsten mit dem Polybag LEGO 30392 Hermines Schreibtisch komplettieren kann) wollte Marcos Bessa ein wenig das Staunen und die Überraschung zurück in die Sets bringen, die er als Kind erlebte, wenn er ein neues Spielzeug bekam. Heute seien aufgrund der vielen Produktbilder fast alle Details eines Sets schon vorher bekannt, weshalb das Designteam auf diese Weise versucht habe, überraschende Elemente in die Sets einzubauen.

Es ist laut Aussage des Designers übrigens durchaus möglich, dass die Fliesen noch in weiteren Sets erscheinen, wobei es, da das Interview bereits vor längerer Zeit geführt wurde, am wahrscheinlichsten ist, dass er sich hiermit auf den LEGO 76390 Harry Potter Adventskalender und das oben genannte Polybag bezog.

Diversität bei LEGO Harry Potter

Diversität ist ein Thema, das LEGO sich aktuell mit Sets wie dem enthusiastisch aufgenommenen LEGO 40516 Everyone is Awesome oder dem noch ausstehenden LEGO 10291 Queer Eye Apartment öffentlichkeitswirksam auf die Fahne schreibt. Doch spielen solche Überlegungen auch bei einer Reihe wie Harry Potter eine Rolle?

Die Designer haben diese Frage im Interview eindeutig bejaht. Man müsse sich natürlich an das vorhandene Quellmaterial halten, versuche aber, neben den Hauptcharakteren eine möglichst große Diversität in Form der Minifiguren zu erreichen. Aus diesem Grund landete z.B. die Figur von Professor Sinistra in der LEGO 76389 Hogwarts Kammer des Schreckens, obwohl die Schauspielerin in den Filmen nur kurz zu sehen ist.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 1 1
Colin, Harry und Prof. Sinistra aus der LEGO 76389 Hogwarts Kammer des Schreckens

Auch bei den baubaren „Riesen-Minifiguren“ LEGO 76393 Harry Potter & Hermine Granger gab der Diversity-Gedanke den Ausschlag, beide Figuren gemeinsam als Set herauszubringen. Erst sollte zur Hälfte des Preises nur Harry enthalten sein, doch dann nahm man Hermine dazu, damit ein männlicher und ein weiblicher Charakter enthalten waren, was gleichzeitig auch den Spielwert erhöhte.

Das Design der Konstruktion hatte LEGO übrigens schon längere Zeit „in der Schublade“ liegen bzw. im Büro stehen. Das 20-jährige LEGO Harry Potter-Jubiläum bot schließlich eine gute Gelegenheit, daraus ein offizielles Set zu machen.

Fanwünsche und warum die Reihe zurückkam

Nachdem es ganze sieben Jahre still um LEGO Harry Potter gewesen war, startete man 2018 die Themenwelt neu. Was gab hierfür den Ausschlag und was waren die größten Herausforderungen dabei? Wie stark nimmt LEGO z.B. die Wünsche der Fans wahr und versucht, diese zu berücksichtigen?

Harry Potter war unter den Designer:innen in Billund immer sehr beliebt. Als die Idee eines Neustarts im Raum stand, gab es allerdings unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten Zweifel, wie relevant das Franchise heutzutage bei Kindern noch sei. Man führte Studien durch, deren Ergebnisse sehr positiv ausfielen, was schließlich zur erneuten Aufnahme ins Portfolio führte. Die Aussagen von Marcos Bessa lassen darauf schließen, dass dies maßgeblich von LEGO und weniger von Warner Bros. ausging. Seit ihrem Neustart erfreut sich die Themenwelt eines großen Erfolges bei Jung und Alt.

Die größte Herausforderung, neben der wirtschaftlichen Einordnung, war für die Designer:innen vor allem, den hohen Erwartungen gerecht zu werden. Durch diese fühlten sie sich unter Druck, da sie wussten, dass sowohl den Fans als auch den Rechteinhabern bei Warner Bros. das Harry Potter-Universum viel bedeutet und sie deshalb nichts falsch machen wollten.

Konkrete Fanwünsche, etwa nach einer Erweiterung der Winkelgasse, nimmt man in Billund wahr. Aktuell sind zwar keine Erweiterungen geplant, aber das Design wurde bewusst so gewählt, dass man sich diese Möglichkeit offen lässt. Man sei sich bewusst, dass „ein bedeutendes Gebäude“, sprich Gringotts, aktuell in der Winkelgasse fehle und offen dafür, dies in der Zukunft anzugehen.

Wenn sich Fans ein bestimmtes Set wünschen, empfiehlt Marcos Bessa übrigens, dies LEGO über die Feedback-Seite https://lego.com/productfeedback mitzuteilen – so könne man sich am effektivsten Gehör verschaffen.

LEGO Harry Potter 76395 Hogwarts Erste Flugstunde (1)
Die LEGO 76395 Erste Flugstunde – manche Fans wünschen sich Flugbesen, deren Posierbarkeit näher an der Vorlage ist

Als weiterer konkreter Fanwunsch wurde die Einführung neuer LEGO Elemente zur Darstellung bestimmter Zaubersprüche und „richtiger“ Flugbesen angesprochen.

Was die Zaubersprüche angeht, hatte man ja bereits in einigen Sets mit den „Power Blasts“, die wir auch aus den Superhelden-Sets kennen, herumgespielt, allerdings stellte sich in Tests heraus, dass Kinder diese eher weniger mit Zaubersprüchen assoziieren, weshalb man wieder davon abrückte. Zum Thema Besen, auf denen die Figuren richtig sitzen können (statt diese wie oben bei Draco zu sehen, nur in der Hand zu halten), gab es schon Überlegungen und Skizzen. Allerdings stellte der sehr geringe Abstand der Minifiguren-Beine ein Problem dar, weshalb man bisher keine gute Lösung finden konnte.

Das war es mit unserer Zusammenfassung der Interviews mit dem LEGO Harry Potter Designteam. Fandet ihr diese kleinen Einblicke in die Entstehung der Sets genauso interessant wie wir? Hat euch etwas überrascht? Tauscht euch gerne im Kommentarbereich aus.

Über Jens Herwig 164 Artikel
Mag verzerrte Gitarren, LEGO und Enten. Wollte so sein wie MacGyver, ist aber nur Physiker geworden. Erweckung aus den Dark Ages durch den Technic Unimog. Liebt alte Sets und hat ein Aquazone-Diorama im Wohnzimmer stehen.

33 Kommentare

  1. Finde das eigentlich ganz in Ordnung, wie Draco den Besen hält. Und gleichzeitig verwendet man ein etabliertes Teil, das die Leute kennen und lieben. Ich weiß nicht, wie das bei einem dedizierten „Flugbesen“ dann mit dem festhalten wäre, hätte der dann einen Motorradlenker?

    Das Gerede zum 7. Teil ist in anbetracht diverser Star Wars Filme (gerade The Force Awakens in streckenweise deutlich düsterer als noch etwa A New Hope oder Episode I, die locker als „Kinderfilme“ durchgehen und angelegt sind) natürlich wieder sehr merkwürdig, von Marvel ganz zu schweigen. Aber sei’s drum, die übliche Grauzonen-Wischerei zum Thema Gewalt, Werte und Zielgruppen.

    Das mit der Überraschung bei den Sammelfliesen kaufe ich dem Herrn Bessa sogar einigermaßen ab. Aber LEGO ist ja trotzdem nicht blöd und weiß, dass die Erwachsenen den Quatsch dann sammeln müssen. Aber gut, die Erwachsenen die lieber Teil 7 gucken sind ja immerhin auch nicht die Zielgruppe der bei Harry Potter propagierten „Firmenwerte“. 😉

    • Zum Thema ‚reitbarer‘ Besen: Dracos Flugstil ist für 1 Figur als darzustellendes Startmoment ok. Bei mehreren Figuren wäre eine andere Lösung schon wünschenswert. Eine zwischen Rumpf und Beinen einsteckbare, zwei gelochte Flachplatte, so wie sie die Hartplastikröcke haben, Batmans gelber Gürtel oder Werwölfe & Looney-Toons als Schwanzbefestigung, könnte ich mir hier vorstellen.

      Was den 7. Teil anbelangt. Schwerpunkt Kinderthema. Auch wenn StarWars & Mavel uswusf auch von Kindern gesehen werden, liegt hier der Fokus nicht grundsätzlich auf den Kindern. LEGO hatte die 10. Ninjago-Staffel auf halbem Weg krepieren lassen, weil sich – so munkelt man/frau – zu viele Eltern wohl über den immer düsterer werdenden Stil der 8. & 9. Staffel mokiert hatten.

      Punkt drei: Die Lorbeeren erhält, wer zwei oder mehr Fliegen mit einer Klatsche schlagen kann : )

      • Ich finde es so ok, wie Draco auf seinem Besen sitzt, wahrscheinlich könnten sich die Minifiguren mit den kleinen Beinen dann eh nicht mehr festhalten, wenn man eine Lösung zum Draufsetzen fände.

        • Hast du dich schon mal wie eine Hexe auf einen Besen gesetzt? Wenn ja, wo waren deine Füße? Ich tippe, du hattest dann sogar drei Standbeine…
          Nähme LEGO darüber hinaus das gummiartig weiche Material für diese Besen (wie bei manchen Minifigur-Perücken zu finden), so ließen sich die Besenstiele sogar wahlweise ohne Kraftaufwand in die linke oder rechte Hand biegen. Ein krummer Besen ist umso stylischer für echte Hexen (und sie brechen/knicken nicht).

    • Ich finde die aktuellen Besen ganz in Ordnung. Zum einen ist ja nicht nur der Besen das Problem, sondern die grundsätzliche Haltung. Ein echter Mensch hätte den Besen zwischen den Beinen und würde sich mit beiden Händen in der Mitte vor seinem Körper daran festhalten. Die LEGO Arme lassen sich aber eh nicht in die Mitte biegen, von daher hätte man auch wenig davon einen Besen zu entwickeln, der an der Hüfte befestigt wird, dann müssten alle freihändig fliegen. Zudem wäre der Besen dann außerhalb einer Minifigur nicht mehr einsetzbar und kännte z.B. nicht dekorativ an einer Wand lehnen.
      Zum anderen gehören die Besen für mich halt einfach dazu. 😀 Sie sind seit den 80ern durch Fabuland im Einsatz und haben auch die Harry Potter Reihe seit 2001 begleitet. Ähnlich wie die Kampfdroiden bei Star Wars waren auch die Besen für mich immer ein „Anker“, der trotz immer mehr verschiedener Formen und modernerer Teile einfach über 20 Jahre gleich blieb und optisch zur Reihe dazu gehört.

      • Steht da irgend etwas in der LEGO Policy, dass alte Besen ausgemustert werden müssen, sobald es neue geben sollte??? Auch die dürften neben den neuen doch weiterhin gut kehren.
        Und darf ich, lieber Tobias, davon ausgehen, dass du meinen vorhergehenden Kommentar nicht gelesen hast, der sich darauf bezog, dass sich – je nach Material – Minifiguren sehr wohl am Stiel festhalten können?
        Was die Beinlänge anbelangt: Hat die Unterseite des Besenreisigs eine Studaufnahme, so können die Beine der kürzesten Beinlänge bereits in der Luft schweben. Sollten Winkel und Reisiglänge auf die kürzesten Beine eingestellt sein, so befindet sich bei langen Beinen eben das Reisig in der Luft.
        Dicker Bonus: die Studaufnahme in der Reisigunterseite kann die transclear 1×1-Roundtile mit dem gekrümmten Bar aufnehmen, die man (wie bei den Superheroes vorgesehen) in einen gelochten 1×1 Roundtile steckt. So entstehen dynamische Szenen! Wer wollte zu diesen wirklich Nein sagen? -> Z.B. in einem Quidditch-Set auch noch auf die langen Transclear-Elemente gesteckt (jene, die beim Daily Bugle die nette Rothaarige mit den Flammen in der Luft hält, bei Ninjago Gardens den Roller).

  2. Nach anfänglicher Skepsis bin ich mit den neuen Sets größtenteils sehr zufrieden. Das Konzept mit den Räumen gefällt mir extrem gut und die großzügigeren Raummaße sind prima zum Bespielen. Ich bin mittlerweile dabei, mir zu überlegen, wie ich die Modelle der letzten Wave umbauen und in das Puppenhaus integrieren kann. Die grünen Dächer kann man auch ganz gut für ein paar Euro gegen graue tauschen.
    Das Umbauen und Neuarrangieren des Schlosses macht mir zumindest echt Spaß. Das hätte ich nach den ersten Ankündigungen zu der Neuauflage nicht erwartet

  3. Vielen Dank für den sehr interessanten Artikel und den ‚Blick hinter die Kulissen‘.

    Es ist schon bemerkenswert, wie sich die HP-Sets im Laufe der Zeit geändert haben.
    Unglaublich, dass das erste Set bereits vor 20 Jahren erschienen ist.
    Wenn ich daran denke, dass ich damals dachte, dieser ganze Harry Potter-Hype wäre sehr schnell wieder vorbei… 😉

  4. Das Argument, dass die letzteren HP Teile zu düster sind und nicht den Firmenwerten entsprechen kann ich mal überhaupt nicht nachvollziehen. Wie argumentiert man dann bitte Thanos den Massenmörder oder Vader den Jedi-Jüngling Schlächter??! Ein totaler Widerspruch…

    • Naja. Voldemort gibt auch. Aber es gibt ja auch kein Jedi-Tempelset. Trotzdem finde ich auch das ein Campingset mit Zelt und so und nen Gringots Verlies mit Drache definitiv mit Legozielgruppen und Werten vereinbar wären.

      • Naja aber es gibt nen Todesstern der nen Laser abfeuert und ganze Planeten und die dort lebenden Menschen ausrottet oder die Darstellung des Infinity Handschuhes mit dem Fingerschnipp, der auch nicht den nächsten Kellner herbeiruft sondern mal eben die Hälfte der Bevölkerung auslöscht….

      • Woher weißt du denn, dass ich den Artikel nicht gelesen habe 😉 den gab es schon vorige Woche in ähnlicher Form auf PROMOBRICKS zu lesen. Ich habe den Artikel sehr wohl gelesen und finde es schade, dass die letzteren Teile nicht in Sets u
        umgesetzt worden sind. Stattdessen bekommen wir Neuauflagen. Man hätte das modulare Schloß weiter ausbauen können mit Ideen aus der Schlacht um Hogwarts z.B . den Innenhof. Und ich bemängle die schwache Argumentation, dass dies nicht den Firmenwerten entspricht. Das kann angesichts meiner zuvor aufgeführten Beispiele kein Argument sein.

    • Ich denke es geht nicht um einzelne Szenen und deren moralische Einordnung. Genauso finde ich das Wort „Werte“ hier etwas überstrapaziert, auch wenn es natürlich von den Designern selbst ins Spiel gebracht wurde, nur haben sie eventuell nicht perfekt getroffen was sie meinten.
      Mein Verständnis ist: Bei Star Wars, Stranger Things oder dem MCU ist die Stimmung über die Zeit hinweg ja immer relativ gleich bleibend. Klar gibt es witzigere und düstere Momente, mal ist es fröhlich und mal ernst. Bei Harry Potter ist aber ein eindeutiger Gradient in Richtung „düster“ über die Filme hinweg zu sehen. Überspitzt gesagt sieht man Hogwarts nach Teil 2 ja kaum noch im hellen. Und Harry Potter lebt im Vergleich zu den anderen Franchises eben so sehr wie kein anderes von einem einzigen, großen Schauplatz: Hogwarts. Wenn es nun LEGOs Ziel ist, den Kindern eine nette Zauberschule mit all der Magie und Faszination der „Wizarding World“ zu bieten, ist es eigentlich logisch, sich an den früheren Teilen zu orientieren statt einen zerstörtern Courtyard aus Teil 7 zu bringen. Auch werden die Schlüsselmomente in der Schule im Laufe der Bücher und Filme immer seltener und die Showdowns finden eher außerhalb statt. Während man die Prüfungen auf dem Weg zum Stein der Weisen und die Kammer des Schreckens noch in ein Spiel-Schloss integrieren kann, endet Teil 3 in der Heulenden Hütte / im Wald (Sirius Rettung aus dem Turm wäre noch eine Option, war ja auch schon mal ein LEGO Set 2004), Teil 4 endet auf einem Friedhof, Teil 5 im Ministerium, Teil 6 wahlweise in der Höhle voller Inferi oder in einem ebenfalls kampfgebeutelten Hogwarts ebenso wie Teil 7. LEGO hat ja auch den Astronomieturm als Set zum Halbblutprinzen gebracht, aber garniert mit etwas fröhlichem / lustigen, der Party des Slug-Club. Natürlich bringen sie kein Set mit dem Namen „Die Ermordung Dumbledores“. Und natürlich gab es auch schon Sets zu einigen der genannten Szenen, sowohl in der Serie seit 2018 als auch schon früher. Aber der Kern der Reihe seit 2018 war immer das Schloss.
      Als Designer hätte ich in diesem Fall vielleicht einfach nicht „Werte“ als Wort verwendet, sondern sowas wie „Grundausrichtung der LEGO Harry Potter Welt“, was dann halt sperriger ist, aber wohl eher zu dem passt was die Designer meinten.

      • Jup, die Lego Harry Potter Welt soll für Kinder sein, also macht es Sinn sich auf die Bereiche des Frenchaises zu beziehen wo Harry selbst noch ein Kind ist.

        Zwar gibt es mit dem Friedhof Set schon ein sehr düsteres Set, aber es ist nur eines und auch dies könnte bei Lego schon eine Gratwanderung gewesen sein.

        Sie möchten das kindliche und märchenhafte in Harry Potter erhalten, das ist fein aber sie dürfen auch nicht vergessen, das sicher viele die heute die Sets kaufen keine Kinder sind, sondern ERwachsene die DAMALS Kinder waren und mit Harry Potter erwachsen wurden und hier hat es sich Lego doch mit der 18+ Serie eigentlich selbst leicht gemacht :

        Reguläre HP Sets für Kinder die die fröhlichen Momente des Frenchaises abbilden, die Kinderzeit von Harry und co….

        18+ für die Sets der späteren Filme mit dem erwachsenen Harry und den schaurrigen und düsteren Momenten.

        …..es könnte so einfach sein, wenn man sich bei Lego nicht so verbissen darauf reduzieren würde, das die 18+ Serie nur von Sets dominiert werden darf du Skulpturen, Wandbilder und anderen Sammeltant bringt, statt wie bei Marvel und Star Wars Sets bringen mit denen man THEORETISCH auch spielen köööönnte aber dennoch das Label 18+ tragen – halt für die erwachsenen Dioramen, Welten und Städte bauer.

        Bei Star Wars funktioniert der Spagat ….warum nicht auch bei Harry Potter, hier könnten beide Lego Bereiche wirklich voneiander lernen – HP von SW , wie auch SW von HP.

    • Nur weil es bei Thanos falsch läuft braucht man das nicht als Argument nehmen warum es bei HP anders laufen müsste.
      Ich kann es nachvollziehen, dass man keine Spielsets zum letzten HP Film macht, der ist nämlich für Kinder ganz schön heftig.
      Eine Lösung könnte die 18+ Serie sein, die ist für Erwachsene und das muss man ja auch nicht im Lego Katalog bewerben, gibts dann einfach nur exklusiv bei Lego

  5. Zu der Moraldiskussion: auch wenn da natürlich ne Geldmaschine hintersteht, kann ich id eArgumentation durchaus nachvollziehen und sehe das ganze nicht als „Doppelmoraldilemma“. Potter,ist,in meinen Augen echt nicht so leichte Kost, wie man vielleicht denken könnte: ziemlich nah an der realen Welt und auch ziemlich nah und nicht so stark abstrahiert an einer Zielgruppe „Kind“. Dann gleich zu Beginn die ermordeten Eltern, Abgewiesen werden von der Verwandtschaft,…. Und immer wieder Folter, Mord, Verlust von Geliebten, Stimmen im Kopf, Selbstzweifel,… Da ist ein lila Knubbelriese mit blingbling Handschuh, der mit nem Schnipps die halbe Menschheit ausradiert doch irgendwie abstrakter, abgedrehter und fast schon so absurd, dass man ihn cool finden könnte.
    Von daher bin ich auch eher ein Fan, der ersten Geschichten, wo meiner Ansicht nach das Verspielte, Verquere und Kautzige der Zauberwelt im Vordergrund steht.
    Ich kann die Argumente der „erwachseneren“ Seite durchaus verstehen, aber meine Potterwelt ist gerne bunt und quietschig 🙂

    • Man könnte auch argumentieren, das Harry Potter für Kinder noch solang interessant ist, solang Harry und co von ihrem Alter her dem der Zielgruppe entspricht für Lego entspricht.

      Harry und co als ERWACHSEN im offenen Krieg gegen Voldemort ist dagegenn vom Gesamtszenario womöglich eher für die Zielgruppe interessant, die mit den Filmen mitgewachsen sind, als für jene die Spielzeug zu Filmen kaufen oder sich wünschen sollen, mit denen sie sich schwieriger identifizieren können

      Lange Rede, kurzer Sinn :

      Solang Harry noch ein Kind ist, können sich Kinder mit ihm identifizieren, wenn Harry jedoch erwachsen wird, entschlüpft er der Zielgruppe von Lego und spricht eher Teenager und Erwachsene an, was es dann für Lego schwer macht zu sagen:

      „Das sind Spielsets und DAS sind 18+ Sets“

    • „(…) Dann gleich zu Beginn die ermordeten Eltern, Abgewiesen werden von der Verwandtschaft,…. Und immer wieder Folter, Mord, Verlust von Geliebten, Stimmen im Kopf, Selbstzweifel,… (…)“

      Na ist doch prima. Das sind genau die Zutaten, die sich auch die romantisierte Weltraumoper bedient – im Bereich der Phantastik gelegen, genau wie Harry Potter.

      Für mich ist das halt nur wieder „ich biege mir meine Firmenwerte so zurecht wie ich mag“ frei nach Pippi Langstrumpf „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“…

      Wirkt halt mal wieder total unglaubwürdig auf mich, was LEGO da versucht auszusagen.

  6. Mich würde ja mal brennend interessieren, warum der goldene Turban in der Auflage begrenzt wurde und Quirrel deshalb auf ein anderes Set ausweichen musste und dadurch das ursprüngliche Set (die Dachkammer) so lieblos downgegraded wurde. Warum hat man dann nicht das Fluffy-Set im ursprünglichen Zustand (wie auch immer es ausgesehen haben mag) als teilexklusives Set gewählt und stattdessen das noch lieblosere Flugstundenwändchen genommen? Inwiefern ist die eine Szene ikonischer als die andere (Fluffy VS Quidditchlessons)?

    Der Aussage, dass Goldene Figuren wertiger und sammelbarer aussehen sollen, stimme ich ehrlich gesagt nur bedingt zu. Ok, ich verstehe, warum man nicht die alten Gesichter neu auflegen wollte (grimassenhafter?) – ganz anders beim LEGO Star Wars-Jubiläum (einfacher Gesichtsausdruck). Warum hat man sich dann nicht etwas Zauberhafte(re)s ausgedacht für das LEGO Harry Potter-Jubiläum? Etwas mit Transparentem zum Beispiel. Dass sie es können, haben sie mit den transparenten Patroni und auch mit den teils „fest“-teils transparenten Vidiyo-Figuren gezeigt. Goldene Figuren sind wohl billiger in der (Massen-)Produktion… und man braucht sich weniger Gedanken zu machen (Kosten-/Nutzen-Effizienz). Finde das Konzept goldene Figuren für Jubiläen inzwischen leicht „ausgelutscht“ und langweilig, ja eigentlich gar nichts besonderes mehr.

    Was die Integration der Random Fliesen mit den ins Detail ausgeleuchten Sets durch die Produktbilder zu tun hat, erschließt sich mir nicht so ganz. Auch die früheren Produktbilder haben alles vom Set gezeigt…
    Die Überraschung bestand darin, welche Abenteuer ich mit dem Set nach dem Aufbau erleben würde 😉

    Und ach Gottchen, die lieben Firmenwerte… würde man so besorgt um seine Zielgruppe sein, wie LEGO immer wieder gerne vorschiebt, so hätte zum Beispiel das ein oder andere Vidiyo-Set erst gar nicht die Planungsphase verlassen dürfen (zum 43112 Robo HipHop Car schiel, bei dem hinten ein Pool mit Drinks ist; oder soll das den Way of Life -Style für Jugendliche zeigen?). Und die ganzen friends-Mädels trinken auch nur frisch gepressten O-Saft und bei CITY supergesunde Zero Sugar Energy Drinks? Von den schon hier zu Genüge zitierten Marvel (ach, ist ja nur ein Fingerschnips und Sokovia nur ein verlassener öder Felsen; Und Thor sauft schonmal gar nicht) und Star Wars (hui, ich zeige eine faschistisch angehauchte Rede von Hax auf der Starkiller Base mitsamt der dazu passenden Farbstimmung) ganz zu schweigen. Da kann man doch nur aufstöhnen und mit dem Kopf schütteln…

  7. Hätte bei „Das LEGO Schloss Hogwarts im Wandel der Zeit“ nicht eher die 71043 statt Hogwarts Kammer des Schreckens (76389) stehen müssen?

  8. Mir geht dieses ganze Geheuchel von wegen „Werte“ inzwischen dermaßen auf den Keks. Es geht um Geldmacherei und sonst gar nichts. Ich bin mittlerweile auf dem Weg in neue Dark Ages, so sehr habe ich die Lust auf Lego verloren. Übersättigt trifft es vielleicht auch. Die neuen Sets hätten mir grundsätzlich sogar gefallen, aber ich hasse die grüne Dachfarbe und sehe nicht ein, nochmal extra Geld und Aufwand zu investieren, um die zu dunkelgrau umzubauen. Alles in allem hat Lego es endlich geschafft mich zu vergraulen. Aber ich bin ja eh keiner der umworbenen Neukunden, sondern einer der seit Jahrzehnten treuen Bestandskunden, auf die demonstrativ kein Wert mehr gelegt wird.

  9. Lego sollte aber auch bei Harry Potter nicht die Konkurrenz vergessen. Ein Alternativhersteller schmeißt gerade auch eine Winkelgasse in groß und vollständig auf den Markt. Heißt natürlich nur „magische“ Straße. Und ich kann auch nicht einschätzen, ob es nicht ein geklautes Moc ist…
    Aber wenn man immer nur die Neukunden will und den Bestandskunden nichts neues bringt, früher oder später sickern solche Sets auch zu denen durch. Fehlende Figuren sind dann auch kein Problem, weil im Zweifel hat man eh noch mehr aus der Legosammlung.

    Also, man muss die Kuh auch füttern, damit sie weiter Milch gibt!

  10. Sorry LEGO (Designer), was ihr da von euch gebt ist, totaler B…S…

    Allerdings will ich nicht absprechen, dass die früheren Teile (bücher/Filme) wesentlich „mehr“ hergeben.

    Malfoy Manor ist für die großen Fans sicher begehrenswert, aber fürs generelle Publikum zieht halt „die große Halle“ mehr.

    Ich glaube auch durchaus, dass die reihe von Anfang an (All Along ;)) auf drei Jahre ausgerichtet war – drei Jahre sind durchaus eine Zeit in der das Zielpublikum (die Kinder) gefesselt werden kann – der/die 8-10 Jährige wird mit 11-13 womöglich das Interesse an HP/LEGO (und oder) verlieren. Eine „neue“ Generation wächst heran.

    Immerhin bleiben die Sets (alte Halle ja auch noch im 4. Jahr erhalten ;))

    Und in 3 Produktjahren ist halt nur eine begrenzte Anzahl von Sets unterzubringen – da konzentriert man sich auf die, die man am häufigsten verkaufen würde.

    Daher ist die Neuauflage primär durch „Verkaufsargumente“ zu begründen – aber ganz ehrlich: das sagt niemand gerne in der Öffentlichkeit…

    Zu den Dächern – na ja in den Filmen und auf Bildern von Hogwarts sind sie schon eher „grau“ und nicht „grün“ (manchmal bei bestimmtem Lichteinfall 😉 …. – und Grün waren sie von Anfang an nicht unbedingt (siehe Bilder) – zumindest nicht als dominate Farbe.

    Bei der Auswahl der Sets des reboots, bin ich eigentlich ganz zufrieden – Wirklich „kopiert“ wird ja eigentlich „nur“ die Große Halle und eventuell der „Astronomieturm“ im „großen“ Set – wobei der Astronomieturm (neu) durchaus ignoriert werden kann (Prof Sinistra passt da halt gut rein rein)

    Bei den neuen Sets ist eigentlich viel neues gegenüber der alten welle drin, sodass ich wahrscheinlich bei (fast) jedem Set zuschlagen werde.

    AUCH die neue Halle bietet mir viel – Zum Einen natürlich die Kammer an sich – kann im wesentlichen mit dem „alten“ Hogwarts kombiniert werden – die neue Halle (etc) diemt mir wahrscheinlich als Teilefundus zum ergänzen des alten Hogwarts. die Figure sind klasse und wenig redundant (wenn man von unseren drei „Helden“ absieht, aber die sind ja überall drin)

    Die Schokofroscharten und die „Goldenen“ sind mir schnuppe, der Preis wäre ohne sie wahrscheinlich nicht billiger gewesen.

    Fazit: (für mich) wenig Grund zum Jammern.

  11. Also entweder ist meine Jugend zu lange vorbei (30) – oder die Jugend hat sich heute komplett geändert. Ich bin mit HP aufgewachsen – und sorry, aber natürlich werden auch die jüngeren Kinder HP Band 6 und 7 lesen? Bei mir – ich konnte halt nicht früher rankommen, weil die Bücher schlicht noch nicht da waren – aber kein Mensch hätte mich aufhalten können, die Dinger auch weitaus früher zu lesen. Zumal selbst die Filme ne FSK von 12 haben ;).

    Und viel düsterer: Ja, in der Darstellung eventuell. Aber auch in der Handlung? Am Anfang steht ein Junge, dessen Eltern ermordet wurden, der körperlich und psychisch permanent misshandelt wird (von den Dursleys). Später bringt er seinen Lehrer um. In Band 2 wird ein Mädchen fast umgebracht, mehrere Schüler fast getötet. Band 3 rennt ein mutmaßlicher Massenmörder durch die Gegend, ein unschuldiger wird zu den Dementoren nach Askaban gebracht (psychische Folter) und Harry + Sirius bekommen beinahe einen Kuss. Peter – als erwachsener Mann – schläft im Bett mit Ron und Co. Band 4 wird u.a. ein einem Babykörper nicht unähnlicher Voldemort gekocht, Wurmschwanz schneidet sich den Arm ab, Leute werden gefoltert und verstümmelt und monatelang im Gefängnis gehalten. Band 5: Da ist das brutalste eigentlich der Kampf im Ministerium, wo Sirius stirbt – nunja, und die Folter durch eine Lehrerin, medialem Mobbing vs. Harry etc..

    All das wird ja bereits im Legouniversum dargstellt. Die anderen Bände sind in der Filmsprache etwas brutaler, aber da gibt es auch viele Szenen, die derartig wichtig für das ganze Universum sind, die so sehr für alle Werte, die HP/die Wizarding World vermittelt/vermitteln will, dass man das einfach nicht weglassen kann. Alleine die ganze Handlung von Snape („Always“), das gemeinsame Aufstehen der Schüler gegen Ungerechtigkeit, der Widerstand gegen ein Unrechtsregime, dass man sich nicht mit dem Bösen einlassen sollte, da es sich immer gegen einen richten wird (Dementoren). Aufopferungsbereitschaft (Dobby), dass man Untergebene gut behandeln sollte (Kreacher). Und und und. Es wird jeder verstehen, dass es keine Hermine mit „Schlammblut“ in den Arm gebrannt gibt oder eine zerfleischte Schülerin mit Werwolf (vmtl. Lavender). Aber wie gesagt, da gibts noch 100 Szenen mehr.

    Ich lese aus den Infos oben nur raus „Wir wollen schnell mehr Geld machen“. Und: „So richtig haben wir von dem Fandom keine Ahnung“. Siehe z.B.: „frisch halten“ (lol, das kann Lego garnicht), “ um sich von den vorherigen Wellen abzusetzen und die Sets dadurch optisch interessanter zu machen“.

    Und auch was die Bespielbarkeit angeht – sorry, das „neue“ Hogwarts ist doch nicht im Ansatz bespielbar, so winzig wie das Teil ist.

    Und was die Diversität angeht – ich bin absolut dafür, das immer sichtbar zu machen. Und da gibts ja einige Punkte, gerade auch in HP. ABER: Das ist schlicht kein Grund, 2 Figuren in ein Set zu stopfen ‚damit auch Frauen sichtbar sind‘ (sinngemäß). Es hätte niemanden daran gehindert, schlicht 2 Sets rauszubringen. Ich z.B. hätte mir vllt. Hermine gekauft, Harry brauch ich nicht noch dazu. Das ist doch nur ein Blabla um größere Sets rauszubringen um damit (absolut) mehr Gewinn zu machen ….

  12. Finde ich interessant. Denke aber das man zum 7. Teil Sets mit entsprechender Kennzeichnung machen kann. Heißt: eventuell einfach 12+ und oder die Information über Teil 7 draufschreiben. Sache gegessen.

  13. Also, vielleicht hat Jonas ja Bock, das allgemeine Begehr zu MOCen. Bricklink-Teileliste veröffentlichen und dann per ‚Bauen & Quatschen‘ den geneigten AFOLs zugänglich machen, sollte letztere bei Laune halten. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht nur bei HP Episode 7 funktioniert. Ein Jonas-Kramm-MOC hat Wertigkeit.

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