Wiener Museum bietet Bestattungssets aus LEGO an

LEGO Bestattung
LEGO Bestattung

Die Themen Tod und Beerdigung mögen vielleicht etwas ungewöhnlich für einen LEGO News Blog sein, das Bestattungsmuseum am Wiener Zentralfriedhof bietet jedoch in seinem Shop neben anderen Artikeln online auch ein paar durchaus interessante Sets rund um das Thema Bestattung an. Daher wollen wir euch die Sets der LEGO Bestattung auf keinen Fall vorenthalten.

Insgesamt lockern mittlerweile acht Sets aus LEGO den Umgang mit dem Thema durchaus auf und könnten auch für die eine oder andere LEGO Stadt einen ernsten bis humorvollen Blick auf einen ganz natürlichen Aspekt des Lebens werfen.

Das günstigste Set besteht aus einem Paar von Bestattern, die scheinbar sogar das Logo der B&F Wien – Bestattung und Friedhöfe GmbH auf der schwarzen Bekleidung tragen, und kostet 7,90 Euro. Deutlich makabrer ist das neu hinzugekommene Set „Trauerfamilie Minifiguren“ für 29,90 Euro, die neben einer dreiköpfigen Trauerfamilie ebenfalls eine Verstorbene und einen Verstorbenen sowie ein Skelett enthalten.

Das Set Leichenkutsche besteht aus 107 Teilen und beinhaltet die Leichenkutsche, einen Sarg mit Deckel, eine Minifigur als Kutscherin sowie zwei schwarze Pferde aus der LEGO Friends Welt. Hierfür wird schon ein stolzer Preis von 55,90 Euro fällig. Für 61,90 Euro bekommt man einen bespielbaren Krematoriumsofen mit einem Sarg mit Deckel, einer Urne und einer Minifigur aus insgesamt 224 Steinen. Ebenfalls neu ist der Friedhof mit Sarg mit Deckel, einer Minifigur mit Bagger und einem Grab mit einigen Aufklebern der Friedhöfe Wien aus 324 Steinen für 89,90 Euro.

Schon länger im Sortiment sind ein Fourgon, ein Wiener Leichentransportfahrzeug, aus 296 Teilen für 85,- Euro, ein historischer Leichenwagen aus 282 Teilen für 82,90 Euro sowie die historische Leichentram, die auf der Linie 71 in Wien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Verstorbene zum Wiener Zentralfriedhof brachte. Mit 350 LEGO Steinen ist die Tram das größte Set und kostet 112,90 Euro.

Ich persönlich finde den durchaus humorvollen Umgang mit dem Thema Bestattung sehr gut aufgegriffen. Die Sets finde ich insgesamt wirklich beachtenswert. Ich muss ehrlich zugeben, dass mich die Sets wirklich inspiriert haben, ebenfalls einen Friedhof in Erwägung zu ziehen, falls ich mal eine eigene LEGO Stadt bauen sollte. Ob ich auf die Sets des Bestattungsmuseums am Wiener Zentralfriedhof zurückgreifen würde, kann ich in Anbetracht der verhältnismäßig sehr hohen Preise tatsächlich nicht sagen. Die Teilepreise liegen zwischen ungefähr 0,27 und sogar bei einem Set bis zu 0,52 Euro pro Stück. Das ist für meinen Geschmack wirklich enorm hoch.

Was haltet ihr von der Idee des Bestattungsmuseums überhaupt Sets aus LEGO zu diesem Thema anzubieten? Findet ihr den Umgang immer noch im pietätvoll oder stört ihr euch an Sets? Habt ihr eine eigene LEGO Stadt und kommen dort Themen wie Krankheit oder Tod vor? Oder klammert ihr solche Themen lieber aus?

 

Über Ryk Thiem 76 Artikel
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11 Kommentare

    • Die Sicht auf den Tod ist wohl jedem selbst überlassen, speziell ob man Angst vor dem Thema hat oder nicht. Nur was genau ist daran Geschmacklos?
      Nichts daran wird aktiv in das lächerliche gezogen, es wird hier nur wie jeder andere Beruf in der Legowelt dargestellt, was ich gut finde.

      Ich sehe mich selbst nicht als maß aller Dinge, da ich sogar in einem Leichenwagen Campen würde, sofern ich einen guten gebrauchten für wenige Geld bekommen würde. Nur für eine Legostadt wäre es schon eine schöne Gelegenheit auch einen Friedhof in der Stadt unter zu bringen.

    • Die Adams Family steht bei Lego Ideas kurz vor der 10.000er-Schwelle. Da TV-Serien guten Chancen haben, könnte es tatsächlich im nächsten Jahr in den Regalen stehen.

  1. Diese Idee finde ich gut, zumal ich seit einiger Zeit aus aktuellen Bausätzen ein Kloster samt kleinen Friedhof baue.
    Die Preise in Wien sind schon gesalzen, aber einiges würde schon ins Kloster passen.
    Mal drüber nachdenken
    Grüße Kanuberger

  2. Wurde schon erwähnt – mit der Hidden Side kommt ein ’schöner‘ Friedhof, der mehrfach kombiniert wunderbar neben meine MOC-Kapelle passt.

    Die Idee vom Wiener Friedhof finde ich auf eine pietätvolle Weise originell, einzig der Krematoriumsofen-Mitarbeiter sieht etwas … äh … aggressiv aus.

    Die Preise sind natürlich (zumeist) utopisch. Aber wie ich das sehe wurde ja auch eine Verpackung entworfen, sicher auch eine Anleitung und die Stückzahlen werden klein sein.

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