„Build and Talk“-Aktivitäten: LEGO startet Initiative zu digitaler Sicherheit für Kinder

LEGO Build And Talk

Laut der Kaspersky global study 2019 haben zwar 84% der Eltern Angst um die Sicherheit ihrer Kinder, aber nehmen sich nicht die Zeit mit ihren Kindern darüber zu reden. LEGO möchte mit den „Build and Talk“-Aktivitäten Eltern Werkzeuge an die Hand geben auf spielerische Weise mit ihren Kindern über digitale Sicherheit und Wohlbefinden zu sprechen.

Bei der Initiative geht es um eine deutliche Verbesserung der Kommunikation zwischen Eltern und ihren Kindern.

LEGO sieht basierend auf der Studie des internationalen Sicherheitsexperten Kaspersky eine fehlende Aufklärung zur Online-Sicherheit. Um den Gesprächsbeginn zu erleichtern und wertvolle Informationen kindgerecht zu vermitteln, hat LEGO ein mehrstufiges Werkzeug mithilfe der „Build and Talk“-Aktivitäten geschaffen. Aber auch Eltern sollen dadurch besser verstehen, was ihre Kinder tatsächlich online machen und wie man sie vor Gefahren bewahren kann. Hierfür stehen sogenannte Aktivitätspacks als umfangreiche PDF zur Verfügung.

LEGO Build And Talk Initiative

„Build and Talk“-Aktivitäten in drei Schritten

  1. Zunächst wählen die Eltern einen der drei ‚Online Explorer‘-Charaktere aus, mit dem man starten möchte. Die Charaktere basieren auf den Dingen, für die sich das jeweilige Kind am meisten online interessiert.
  2. Während Kinder und Eltern gemeinsam bauen, können die Eltern anhand von praktischen Gesprächsanfängen erfahren, wie sich das Kind online verhält und was es gern online macht.
  3. Im letzten Schritt wählt man gemeinsam einen oder mehrere verwandte ‚Watch-Outs‘ aus, die Sie aufbauen und über die Sie sprechen möchten. Die ‚Watch-Outs‘ stellen die Gefahren für die ‚Online Explorer‘-Charaktere dar und das Kind lernt den bestmöglichen Umgang damit.

Die ‚Online Explorer‘ – welche Interessen hat das Kind?

LEGO Giggler

Der Giggler liebt es, Videos online anzusehen und zu drehen. Die Bau- und Gesprächsaktivität konzentriert sich auf die Welt des Online-Videos und darauf, worauf Kinder achten müssen.

Themen:

  • Online-Mobbing und Schleppangeln
  • Verwaltung der Bildschirmzeit
  • Phishing und Online-Betrug

LEGO Multiplayer

Der Multiplayer liebt es, online Spiele zu spielen. Die Bau- und Gesprächsaktivität konzentriert sich auf die Welt der Online-Spiele und darauf, worauf Kinder dort achten müssen.

Themen:

  • Online-Mobbing
  • Verwaltung der Bildschirmzeit
  • Käufe im Spiel

LEGO Chatterbox

Die Plaudertasche chattet gerne mit Freunden online. Die Aktivität „Bauen und Sprechen“ konzentriert sich auf die Art und Weise, wie Ihr Kind gerne online über Messaging-Apps und Videoanrufe chattet, und worauf es dabei achten muss.

Themen:

  • Online-Mobbing
  • Fremde online
  • Datenschutz und sichere gemeinsame Nutzung

Die ‚Watch-Outs‘ – welche Gefahren lauern im Netz?

LEGO Oversharer

Der Oversharer

Themen: Privatsphäre und sichere gemeinsame Nutzung.

LEGO Coin Cuzzler

Der Münzfresser

Themen: Käufe im Spiel.

LEGO Meanie

Die Fieslinge

Themen: Online-Mobbing und Trolling.

LEGO Chameleon

Das Chamäleon

Themen: Fremde online.

LEGO Big Eyes

Das großäugige Monster

Themen: Verwaltung der Bildschirmzeit.

LEGO Spambot

Der Spambot

Themen: Phishing und Online-Betrug.

Offizielle Pressemeldung

Der ‚Build & Talk‘-Ansatz fördert das spielerische Lernen

BILLUND, 20. Juli 2020: Die LEGO Group startete heute die Initiative „Small Builds for Big Conversations“, eine Reihe von kreativen Herausforderungen, die Eltern und ihren Kindern eine unterhaltsame, angeleitete Methode bieten, sich an Gesprächen über das Thema „Ein guter digitaler Bürger sein“ und die Bedeutung der Online-Sicherheit zu beteiligen.

Laut Kaspersky verbringen Eltern nur 46 Minuten damit, mit ihren Kindern während ihrer gesamten Kindheit über Online-Risiken zu sprechen, da sie es schwierig finden, die Risiken in einer verwandten Weise auszudrücken. Small Builds for Big Conversations wurde geschaffen, um solche Barrieren anzugehen, indem Eltern einfache und unterhaltsame Möglichkeiten geboten werden, mit Kindern im Alter von sechs bis zehn Jahren über digitale Sicherheit und Wohlbefinden beim Spielen zu sprechen.

Die „Build & Talk“-Herausforderungen basieren auf Figuren, die aus LEGO gebaut werden, die sowohl die positiven als auch die negativen Aspekte des Online-Lebens darstellen. Eltern und Kinder werden ermutigt, ähnliche Figuren aus LEGO-Steinen zu bauen, die sie zu Hause haben, und durch Spiel und Konversation über das digitale Wohlbefinden, die Sicherheit und mögliche Gefahren zu sprechen.

Während der Pandemie wurden weltweit mehr als 290 Millionen Kinder zu Hause unterrichtet, als die Schulen geschlossen wurden. Infolgedessen schnellte die Online-Nutzung in die Höhe, und Schätzungen zeigen, dass sich die Bildschirmzeit für viele Kinder bis September vervierfacht haben wird, was es dringender und wichtiger denn je macht, dass kleine Kinder verstehen, wie sie online sicher bleiben können. Ohne Schule liegt die Last auf den beschäftigten Eltern, wichtige Gespräche über die Vorteile und Risiken der Online-Teilnahme zu führen.

Anna Rafferty, Vizepräsidentin Digital Consumer Engagement, sagte: „Als Mutter weiß ich, dass es nicht immer einfach ist, mit seinen Kindern darüber zu sprechen, ein guter digitaler Bürger zu sein, und zwar auf eine Art und Weise, die sie verstehen, da sie oft von Gruppendruck und aufregenden digitalen Erfahrungen beeinflusst werden. Wir können auf eine lange Geschichte bei der Schaffung sicherer digitaler Spielerfahrungen für Kinder zurückblicken, deshalb wollten wir Eltern das Selbstvertrauen geben, mit ihren Kindern über dieses wichtige Thema in Kontakt zu treten.“

„Wir verstehen die Kraft des spielerischen Lernens, weshalb wir die Gespräche spielerisch gestaltet haben. LEGO Steine eignen sich hervorragend, um die Fantasie anzuregen und Geschichten zu erzählen, so dass das Bauen von Figuren während des Gesprächs die Erfahrung für Eltern und Kinder noch einprägsamer und unterhaltsamer macht. Die kleinen Kinder von heute werden ihr Leben online leben, und viele machen ihre erste digitale Erfahrung noch vor ihrem ersten Geburtstag. Ein guter digitaler Bürger zu sein, ist entscheidend für ihre Entwicklung“.

Die Builds sind in drei thematischen Aktivitätspaketen erhältlich, die zwei Charakterkategorien umfassen: „Die Online-Erforscher“, wie „Der Giggler“, der gerne Online-Videos ansieht und erstellt, und „Watch-Outs“, wie „Das Chamäleon“, das Fremde repräsentiert, die vorgeben, Freunde zu sein. Jedes Aktivitätspaket enthält Inspirationen zum Aufbau der Charaktere sowie Gesprächspunkte und Fragen, die das Gespräch zwischen Eltern und ihren Kindern leiten und ihnen helfen, eine natürliche Konversation zu führen, die zum Lernen beim Spielen führt. Der Inhalt wurde in Übereinstimmung mit den UNICEF-Richtlinien zur digitalen Sicherheit entwickelt.

„Zeit mit den Eltern zu verbringen und offen über Erfahrungen im Internet zu sprechen, ist der Schlüssel, um Kinder online sicher und glücklich zu machen“, so Andrew Mawson, Chef für Kinderrechte und Wirtschaft bei UNICEF. „Wir begrüßen diese zeitgemäße Initiative der LEGO Gruppe, diese Gespräche spielerisch zu erleichtern“.

Bauinspirationen für alle Figuren sind auf www.LEGO.com verfügbar. Jede Figur braucht etwa 10 Minuten, um aus vorhandenen Steinen aufgebaut zu werden, und ihre physischen Merkmale spiegeln die verschiedenen Aspekte des Online-Bauens wider.

Die „Build & Talk“-Aktivitätspakete sind jetzt kostenlos online verfügbar unter: https://www.lego.com/aboutus/buildandtalk.

Bislang ist auch auf der deutschen Seite der Initiative sämtliches Material nur in englischer Sprache verfügbar. Wir hoffen aber, dass in Zukunft eine übersetzte Version nachgeliefert wird, konkrete Informationen haben wir bislang dazu nicht. Ich habe mir die verschiedenen „Build and Talk“-Aktivitätspacks ausführlich angesehen und bin wirklich beeindruckt. Das gesamte Konzept gefällt mir außerordentlich gut und halte es aus meiner persönlichen Sicht als Online-Redakteur und Web-Designer für wirklich lehrreich.

Was haltet ihr von „Build and Talk“-Aktivitäten von LEGO? Habt ihr euch als Eltern solche Hilfestellungen gewünscht? Oder haltet ihr die Initiative für überflüssig?

Über Ryk Thiem 185 Artikel
👨‍💻 Schreibt & lacht für StoneWars. 😻 Liebt Katzen. 🏗 Baut mit LEGO. 🍿 Mag Filme & Serien. 🥨 Kocht & isst gern. 🌍 Besucht meine Website für mehr.

8 Kommentare

  1. Auf jeden Fall ein, für mich, gut gemachtes Konzept. Kompetenzen fürs digitale Leben zu entwickeln, sollte dich mehr Gewichtubg erfahren und zusätzlich außerhalb von Schule stattfinden. Leider ist es wohl bisher eher so, dass Eltern statt Aufklärung über Gefahren etc. bei der Nutzung digitaler Angebote zu betreiben, eher Verbote der Nutzung erteilen.

    Mal so als Kinderloser ins Blaue vermutet…

  2. Finde ich gut und könnte interessant sein. Es ist manchmal nicht einfach dem Kind gewisse abstrakte Dinge wie die Onlinegefahren bei zu bringen/erklären. Und einfach verbieten ist für mich auch kein sinnvoller Weg. Sofern werde ich mir das mal ansehen.

  3. Ich glaube, dass das wichtig und richtig ist – gleichzeitig aber auch ein enormer Dschungel ist, durch den selbst (oder gerade) wir „alten“ nicht durchblicken. Irgendwo zwischen Facebook KEttenbrief und TikTok Challenge abgehängt.

    Und gerade, weil sich alles so schnell entwickelt und ständig irgendwas neues nachkommt, ist es vermutlich schwer als Elternteil mitzuhalten.

  4. Das klingt wirklich interessant.
    Vorallem der Ansatz das man auch die Eltern schulen muss. Ich bin „erst“ vierzig und damit mit dem Internet aufgewachsen, fühle mich aber bei manchen Dingen trotzdem einfach abgehängt. 😉

  5. Dann sollten Lukas‘ Eltern unbedingt mal den Münzfresser mit ihm durchgehen….
    hihi, spielst du eigentlich noch dieses LEGO-Spiel?

    • Ich kann nicht für Lukas sprechen aber ich spiele Lego Legacy noch immer.
      Jeden Tag während langweiligen Telefonkonferenzen vorallem um die täglichen Aufgaben zu absolvieren.

  6. Klar ist, dass Eltern vielleicht mehr denn je hinterher sein müssen, was gerade so „trendet“. Das Angebot ist heutzutage einfach viel breiter und schnelllebiger.

    Aber „Wie-rede-ich-mit-meinem-Kind“-Tipps vom Spielzeughersteller?
    Ich denke das lassen wir aus. Bisher sind wir jedenfalls gut ohne zurechtgekommen.

    P.S.
    Ein paar den Männlein sind witzig. Der Giggler steht bestimmt bald in anderer Farbe auf meinem Schreibtisch 🙂

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