LEGO Foundation spendet über 13 Millionen Euro für Kinder aus Afghanistan und Haiti

LEGO Foundation Spende Afghanistan Haiti Titel

Die LEGO Foundation, also die Stiftung, der 25% der LEGO Gruppe gehören und die unter anderem für ihr wohltätiges Engagement bekannt ist, hat gestern bekannt gegeben, mehr als 13 Millionen Euro für Kinder in Not aus Afghanistan und Haiti bereitzustellen.

Die Rückeroberung Afghanistans durch die Taliban beherrscht seit Wochen die Medien und damit (leider) gerade auch den Bundestagswahlkampf. Die Schicksale der Menschen und speziell der Kinder vor Ort treten dabei allerdings oft in den Hintergrund. Die LEGO Foundation schreibt hierzu in ihrer Pressemitteilung (Übersetzung durch StoneWars):

Vor der aktuellen politischen Krise war fast die Hälfte der Bevölkerung Afghanistans – 18,4 Millionen Menschen (8,2 Millionen Kinder) – auf humanitäre Hilfe und Schutz angewiesen. Seit Mai 2021 wurden mehr als 500.000 Menschen vertrieben, und die Rechte von Frauen, Familien und Kindern sind ernsthaft gefährdet. Nach Angaben der Nationalen Behörde für Statistik und Information (NSIA) hat Afghanistan eine der jüngsten und am schnellsten wachsenden Bevölkerungen der Welt, wobei 46 % der Bevölkerung (11,7 Millionen Kinder) unter 15 Jahre alt sind. Diejenigen, die vor der Krise geflohen sind, benötigen sofortige und kontinuierliche Unterstützung, insbesondere Familien und kleine Kinder.

Auch durch das schwere Erdbeben in Haiti am 14. August sind zahllose Kinder in Not geraten und es fehlt am Nötigsten, etwa an Unterkünften und sauberem Wasser. Die LEGO Foundation hat deshalb gestern angekündigt, insgesamt 100 Millionen Dänische Kronen, also umgerechnet fast 13,5 Millionen Euro, an verschiedene Hilfsorganisationen zu Spenden, darunter UNICEF, das UN-Flüchtlingskommissariat UNHCR und die Stiftung Education Cannot Wait.

LEGO Foundation Spende Afghanistan Haiti

Die Spende wird zum größten Teil auf diese drei Organisationen aufgeteilt, 15 Millionen DKK werden allerdings vorerst noch zurückgehalten, um sie später zu verteilen, anhängig davon, wie die Situation sich weiterentwickelt und wo der größte Bedarf besteht.

Neben der Spende der LEGO Foundation als Mitinhaberin der LEGO Gruppe hat auch die Stiftung der Gründerfamilie, der Ole Kirk’s Fond, eine Zuwendung von 50 Millionen DKK, also etwa 6,7 Millionen Euro, an das Dänische Rote Kreuz veranlasst, das sich aktuell ebenfalls stark in Afghanistan engagiert. In einer Mitteilung vom 19. August heißt es (Übersetzung durch StoneWars):

Die Bevölkerung Afghanistans befindet sich derzeit in einer kritischen und chaotischen humanitären Situation. Die Ole Kirk Foundation stellt dem Roten Kreuz daher 50 Millionen DKK für seine Arbeit in dem von Krieg und Dürre geplagten Land zur Verfügung.
Zehntausende von Menschen sind vertrieben worden. Es gibt Berichte über Angriffe und Tötungen von Zivilisten und viele Verletzte. Die Krankenhäuser stehen unter außerordentlichem Druck und die Infrastruktur ist zerstört, was den Zugang zu lebenswichtigen Gütern erschwert. Die Bevölkerung ist sehr besorgt über die Zukunft des Landes und die Sicherheit des Einzelnen. Darüber hinaus kämpft Afghanistan mit einer schweren Dürre, und Hunderttausende waren bereits auf dringende, lebensrettende Hilfe angewiesen.

Die Ole Kirk Foundation stellt nun einen außerordentlichen Zuschuss in Höhe von 50 Mio. DKK für das Rote Kreuz bereit, das sich derzeit intensiv um die Krankenhausbehandlung, die psychologische Erstversorgung von Kindern und Jugendlichen und die Verteilung von Soforthilfe an die Bevölkerung des Landes bemüht.

Wir freuen uns sehr darüber, dass die LEGO Gruppe bzw. deren angeschlossene Stiftungen der Gesellschaft auf diesem Wege etwas zurückgeben und in den Krisengebieten helfen.

Wie seht ihr das? Kanntet ihr die beiden Stiftungen bereits, und waren euch deren Ziele und Arbeitsbereiche bewusst? Tauscht euch gerne in den Kommentaren aus!

Über Jens Herwig 164 Artikel
Mag verzerrte Gitarren, LEGO und Enten. Wollte so sein wie MacGyver, ist aber nur Physiker geworden. Erweckung aus den Dark Ages durch den Technic Unimog. Liebt alte Sets und hat ein Aquazone-Diorama im Wohnzimmer stehen.

44 Kommentare

  1. Gute Sache. Es ist natürlich schwer das in ein Gesamtverhältnis zu setzen, wenn man die jährlichen Gewinne und Steuereinsparmaßnahmen des Familienkonzerns nur erraten kann. Aber besser als gar nichts.

    • Nur um das mal in ne Relation zu setzen.

      Haben Amazon, Facebook, Adidas, H&M oder andere auch nur einen Cent gespendet? Nein? Also.

      Abgesehen davon, jede Spende, egal wie klein und egal von wem ist Geld das freiwillig gegeben wird und damit immer zu begrüßen und nicht zu kritisieren.

        • Amazon wird verteidigt und Lego angegriffen – Euch ist doch der moralische Kompass komplett verrutscht!

          Dass beides auf Lügen basiert, passt dann natürlich auch.

          Amazon ist berühmt und berüchtigt für Steuertricks, nicht Lego. Der Gewinn von Lego muss nicht erraten werden, der wird jedes Jahr veröffentlicht und ist jedem Lego-Blog einen Artikel wert.

          Die genannten 215 Mio. $ hat Amazon nicht 2020 gespendet, sondern von 2013 – 2020 insgesamt. Und nicht einfach so, sondern über das AmazonSmile-Programm. D.h. bei jeder Spende ist gesichert, dass der Kunde auch was kauft bei Amazon und gerade mal 0,5% des Kaufpreises werden gespendet. Und wenn der Kunde vergisst auf smile.amazon.de/.com etc. zu gehen, landen die 0,5% auch noch im Säckel von Amazon.

          • Vielleicht sollte man aber bevor man wieder die große Moralkeule schwinngt auch schauen, dass man nicht versehentlich zwei verschiedene Kommentatoren als ein und die selbe Person wahrnimmt und so einen Zusammenhang zwischen deren Kommentaren herstellt der NIE dagewesen ist, um dann mit „euch“ schön alle in eine Topf zu ballern. Alle einen Gang runnter schalten, den Kompass wieder einpacken, und wir können die netten Spenden in Ruhe genießen.

  2. Das ist so eine Sache, bei der man jede Kritik, die man für die Firma haben könnte, hinten anstellen kann und definitiv sagen kann: sehr tolle Sache. Und auch eine äußerst nennenswerte Summe, spitze!

  3. Das ist der Hohn hoch 10 diese Schlagzeile.

    Das Bild sollte mal jemandem in Afghanistan/Haiti zeigen und fragen ob auch nur 1 Kind so glücklich aussieht wie auf dem Foto.
    Ausserdem, wer soll wehm das gespendete Geld übergeben, wenn alle Ausländer Afghanistan verlassen und auch von den Afghanen selber niemand die Verantwortung übernehmen kann, da dieser den Tod heraufbeschwört.

    Die Taliban bedanken sich im Endeffekt für die gespendeten Millionen.

    MfG…

    • Das Geld geht an Hilfsorganisationen die damit Projekte vor Ort finanzieren!
      Ist ja nicht so das jeder Afghane einen Check mit seinem Anteil bekommt! 🤷🏻‍♂️

        • Die sind ja nicht für immer weg! Außerdem geht es ja nicht nur im Afghanistan sondern auch um Haiti!
          Aber klar…besser wäre natürlich gar nichts spenden…😩

        • Erstens sind immernoch Hilforganisationen wie z.B. Die Ärzte ohne Grenzen und Andere unter Einsatz ihres Lebens vor Ort. Zweitens sind über 5 Millionen Menschen in die Nachbarstaaten Pakistan, Usbekistan und Co. geflüchtet wo besagte Organisationen ebenfalls helfen und jeden Cent brauchen werden. Drittens steht im Artikel das mit dem Geld vor der Krise geflohene Kinder und Familien unterstützt werden sollen. Viertens werden 15 Millionen DKK zurückgehalten um sie später zu verteilen wenn man abschätzen kann wie sich die Lage entwickelt. Fünftens geht das Geld auch zur Unterstützung nach Haiti und nicht nur nach Afghanistan. Ein Hohn ist einzig und allein dein zynischer Kommentar unter einer gänzlich positiven Schlagzeile!

    • Bilder leidender Kinder fände ich deutlich höhnischer. Aber falls der Zynismus solcher Bilder nicht offenkundig ist, empfehle ich das Bild von Gilles Caron, dass einen Photographen zeigt, der gerade ein verhungerndes Biafra-Kind ablichtet.

      Zum Rest: Man kann guten Willen anderer immer Schlecht und Kaputtreden, aber mit verlaub, damit wird nichts besser. Und da du soviel Phantasie hast, warum die Spende keine gute Idee ist, versuch es doch mal damit die Phantasie dafür auzubringen wie es doch gehen kann. Z.B. ist damit zu rechnen, das viele Afghanen – auch Kinder – das Land verlassen werden und z.B. in Flüchtlingslagern enden, wo z.B. Hilfe durchaus nötig und möglich ist. Auch sind Hilfswerke durchaus bekannt dafür mit widrigen Umständen umgehen zu können, schliesslich wollen sie in gemeinhin Helfen wo Not ist und Not ist meistens im selben Team wie widrige Umstände.

    • @Daniel: Tut mir leid, aber dein Kommentar ist wirklich unterste Schublade und der beste Beweis, dass man manchmal wirklich besser nicht seinen Senf dazu geben sollte.

  4. Diese Spende zeigt wieder wie „…“ unsere Gesellschaft mittlerweile geworden ist! Anstatt das hinzunehmen und zu befürworten, kommen wieder irgendwelche „Menschen“ aus ihren Löchern gekrochen und fangen an nach negativen Aspekten suchen!
    Die einen nörgeln darüber das LEGO ja viel viel mehr Geld spenden könnte und das man dies, gemessen am Umsatz ja eher für Peanuts hält, die Anderen kritisieren LEGO dafür das man ja an die Flutopfer in Deutschland auch nichts gespendet hat(alleine auf die Idee zu kommen Länder wie Afghanistan und Haiti mit Deutschland zu vergleichen).
    Andere nutzen es gleich wieder um gegen oder aus Richtung der Konkurrenz zu schießen usw. usw.!
    Da fragt man sich echt ob die Leute ihre Modelle kleben und deswegen zu viel am Kleister geschnüffelt haben! 🤷🏻‍♂️

    • Das mag alles so sein. Aber wenn wir schon beim aufregen sind, muss man ihnen vielleicht dafür auch nicht ihre Menschlichkeit absprechen. Im Gegensatz ist es gar diese Differenziertheit, die sie als solche auszeichnet.

  5. Kannst du gerne so handhaben aber wer anderen viel ärmeren Menschen eine Spende nicht gönnt und sich über Firmen aufregt wenn diese Spenden, bei dem kann es, meiner Meinung nach, mit der Menschlichkeit nicht soweit her sein.
    Stattdessen werden direkt Neiddebatten gestartet und das von Menschen denen es mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr sehr sehr viel besser geht als den Leuten in den oben genannten Ländern.

    • Von „nicht gönnen“ war zum einen nicht die Rede, in keinem der 15 Kommentare die ich hier gelesen habe. Und zum anderen ist es ein ziemlicher Trugschluss „menschlich“ wäre zu allem ja und amen zu sagen nur weil „Spende“ drauf steht, geschweige denn „menschlich“ wären nur gute Sachen. Irren und Wirren ist genauso menschlich wie Spenden und Blenden.

      Ich finde das auch eine schöne Sache. Aber wer Bedenken dazu äußert aus diversesten Gründen, und die ließen sich auch ohne abgrundtief bitterböse Absichten finden, ist deswegen nicht weniger Mensch. Tut mir leid, wenn ich aus ein paar harmlosen Gänsefüßchen vielleicht einen Elefanten mache, aber dieses rumgehacke auf „rumhackern“ in der Annahme sie seien einfach alle miese nicht-Menschen weil Kinder gut und Spende gut, geht halt genauso auf den Sack wie das nicht-gönnen von herzenssguten Spenden.

      • Ich muss dazu klarstellen das ich nicht nur von den Kommentaren unter diesem Beitrag rede sondern auch die Kommentare in den diversen Social Media Plattformen.
        Musst du dir mal anschauen was da teilweise für Kommentare abgelassen werden, holla die Waldfee!
        Natürlich kann man Spenden auch hinterfragen, wenn sie z.B. eigentlich nicht nötig sind, aber das ist ja in diesem Fall nicht gegeben.
        Und Mensch sein und Menschlich sein sind in meinen Augen zwei verschiedene Paar Schuhe.

  6. Man mag halten, was man will von einem gesichtslosen Konzern, aber eine Spende ist eine Spende ist eine Spende. Und das Beste, sie geht dahin, wo sie gebraucht wird – hoffe ich ganz ganz stark, bzw. nein, ich gehe stark davon aus!!! Jedenfalls coole Sache! Und wieso wir uns jetzt die Köpfe mit Nüssen behauen, verstehe ich nicht 😓

    Seht es mal doch von der Seite aus: Das Geld haben sie durch ihr Geschäftsmodell erwirtschaftet. Geld, das wir ihnen bereitwillig als Tausch für Plastikklötzchen gegeben haben. Ergo, haben wir zur Spende indirekt beigetragen 😇

  7. Tja, die Welt ist ja nun mal (leider) nicht nur „schwarz/weiß (falls so etwas noch so beschrieben werden darf?) – sondern hat auch viele (leider wohl gerade in Afghanistan) Graustufen. Wenn mit der Spende (indirekt) die Taliban,und somit deren menschenverachtendes&frauenfeindliches Verhalten „unterstützt“ werden, halte ich diese für bedenklich. Wenn das Geld den ins Ausland geflüchteten hilft, finde ich das sehr löblich. Da bleibt wohl nur abwarten…

      • @Zöbrick:
        Einige Beispiele:
        – In Afgahnistan selbst sind es Schutzgeld/Entführungen und „Steuern“ auf Lebensmittel Lieferungern bzw anderee Lieferrungen.
        – Aufbauprogramme für Schulen und Bildung. Dies sind indirekt Kosten die der Talib nicht tragen muss und für andere Dinge ausgeben kann.
        (Btw. Ein ironischer Nebeneffekt von Bildung ist das Menschen damit auch eher und besser in der lage sind modernere Waffensysteme zu bedienen)
        – Es Klingt zwar Sarkastisch aber Lebensmittel Lieferungen bzw. sonstige Lieferungen wie Medikamten aus Spenden muss der Talib nicht finanzieren. Da bleibt Geld und Landwirtschaftsfläche für anderes übrig.

        Persönliche Erfahrung:
        – In der Zeit in der „Wir“(Die Bundeswehr) vor Ort waren verschwanden schon viele Spendengelder/Hilfslieferungen durch das durch und durch Korrupte System in irgendwelchen dunklen gassen.
        Ich persönlich hege doch einen starken Zweifel das dies sich unterm Talib ändert.

        Zum Allgemeinen Konsens. Afgahnistan ist ein sehr Komplexes Thema. Da wird man immer irgendwo in die Scheiße treten.

        Zum Artike selbst:
        Ich finde die Aktion Gut.
        Traurig finde ich nur das viele hier anscheinend der Meinung sind „Einem Geschenktem Gaul schaut man nicht ins Maul“.

        • Danke für Deinen Beitrag. 👍

          Genau das habe ich gemeint mit meinem Beitrag.

          Ich finde die Spende gut, hat jedoch einen fahlen Nachgeschmack, wenn man ein Bild mit lachenden Kindern aus Afghanistan dazu legt, da mit Sicherheit kein Kind von dort etwas zu lachen hat.

          Den Betrag der Spende zu nennen ist Selbstverherrlichung & Eigenlob, da es wichtiger ist zu spenden als sich zu brüsten wieviel man gespendet hat.

          MfG Daniel

          • Ich sehe kein Problem mit dem Bild. Das Bild zeigt offensichtlich den Wunsch- und Zielzustand, dass Kinder wieder glücklich in die Schule gehen können. Für mich ist da keinerlei Hohn oder fahler Nachgeschmack dabei.

            Vielmehr hab ich ein Problem mit der Floskel „mit Sicherheit kein Kind von dort etwas zu lachen hat.“ Lachen ist auch ein psychischer Abwehr- und Bewältigungsmechanismus. Und auch in schweren Zeiten können lustige Sachen passieren. Ich würde niemanden, der jetzt in Afghanistan ist und lacht, dafür verurteilen.

            Natürlich dienen solche Stiftungen und Spenden auch immer der Eigen-PR. Andererseits sorgt das öffentlich Bekanntmachen auch für gewissen sozialen Druck auf andere reiche Leute und Stiftungen, auch zu spenden.

            Ich denke, wenn der Betrag nicht in der Pressemitteilung stünde, wäre der Gegenwind noch viel heftiger.

            Den Artikel mit dem Bild zu veröffentlichen, war aber letztendlich die Entscheidung vom StoneWars.de-Team. Also ist nicht so, als hätte nur Lego den Text und das Bild ausgewählt. Auch Stonewars sah kein Problem in dem Bild, wie ich auch.

          • So ist es. Die LEGO Foundation stellte mit ihrer Pressemeldung zwei Bilder bereit, dieses war eines davon. Ich fand es gerade aufgrund der positiven Botschaft passend, denn wie Zörbrick richtig sagt, zeigt das Bild das Ideal, nach dem die Stiftung strebt bzw. den Zustand, den auch die Hilfsorganisationen irgendwann wieder erreichen wollen. Und ich finde ehrlich gesagt auch, dass zu dem Bild jetzt aus beiden Blickwinkeln alles gesagt ist. 🙂

        • @Thomas
          Ich war selbst im Einsatz, zwar nur mehrfach in Bosnien und im Kosovo, aber dennoch.
          Ja, oft kommen Gelder nicht an oder ein Teil davon wird für die fraglichsten Sachen ausgegeben, aber wäre gar nichts zu spenden denn besser? 🤷🏻‍♂️
          Und natürlich soll man einem geschenkten Gaul durchaus ins Maul schauen! Aber man muss ihn nicht direkt einschläfern nur weil er nicht mehr als Rennpferd taugt. 😉
          Und es geht ja bei den Spenden nicht nur um Afghanistan.

        • @Thomas: Ja, das hab ich nicht bedacht.

          Allerdings befürchte ich, dass so oder so die Taliban die Lebensmittel und Medikamente nicht bereitstellen. Zumindest jetzt werden die wohl mehr damit beschäftigt sein, andere Islamisten-Gruppierungen zu bekämpfen um die Macht zu behalten. 😐

  8. Einfach grotesk.
    Wenn jemand nichts spendet ist man doof, wenn man spendet dann auch (vor allem wenn man es den „falschen“ Bedürftigen gibt). 🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️
    Waren das noch tolle Zeiten, in denen die Hobbyhater im Dorf isoliert wurden und nicht vernetzt waren.

  9. @Thomas
    Dankeschön für die geteilten, eigenen Erfahrungen. Solche Eindrücke aus erster Hand finde ich immer spannend.

    Trotzdem muss man sich bei aller Kritik und Zweifel auch fragen, was die Alternative zu solchen Spenden und den Bemühungen der besagten Hilfsorganisationen wären. Garnichts spenden aus Sorge ein Bruchteil der Gelder könnte über Umwege in falsche Hände geraten?!

    Zumal, wie ja erwähnt, scheinbar ein großer Teil der gespendeten Gelder für geflüchtete Familien oder Hilfsorganisationen außerhalb der Grenzen Afghanistans verwendet wird und damit für Taliban nicht nutzbar ist. Von dem Teil der nach Haiti geht ganz zu schweigen.

    Ich glaube man kann einfach nur nach besten Wissen und Gewissen handeln, spenden & unterstützen und hoffen das trotz allen Widrigkeiten die Mittel die Richtigen erreichen. Die Alternative nichts zu tun, gefällt mir jedenfalls deutlich weniger.

    @Daniel

    Deine Argumente werden wiederum auch durch mehrfaches Wiederholen leider nicht besser. Was möchtest du denn gerne als Illustration haben?! Traurige, leidende Kinder? Du würdest Lego so oder so PR auf Kosten afghanischer Kinder vorwerfen. Und würde Lego die gespendete Summe nicht nennen, würdest du dich wahrscheinlich darüber beschweren das Lego die Summe verheimlicht und mutmaßen es wäre ein kleiner Betrag.

    Freu dich doch das Lego mal Geld für was Besseres und Sinnvolleres als Stickerbögen und Verpackungsdesign ausgibt. Und sieh das Bild als Hoffnung darauf das mit den Mitteln solche Momente wieder möglich gemacht werden.

    • In Haiti existiert das Problem, dass Kriminelle Teile der gespendeten Gelder abgreifen wollen, leider ebenfalls:

      https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/haiti-erdbeben-hilfe-101.html

      Wir schaffen es ja nicht mal hierzulande mit der riesigen Bürokratie, dass Hartz IV u.ä. nur bei Bedürftigen ankommt, da gibt es auch immer wieder Betrüger. Daher sollte man jetzt keine unrealistischen Anforderungen an die Hilfsorganisationen stellen.

      Ich denke, da kann man darauf vertrauen, dass die Hilfsorganisationen sich auch immer wieder diese Frage stellen, wie am meisten Hilfe bei den Bedürftigen ankommt und wann man in den sauren Apfel beißen muss und das Schmiergeld zahlt um mehr Leuten helfen zu können.

  10. – Keine Ilustration wäre um ein vielfaches besser gewesen. 👍
    – Nein, würde Lego nichts dergleichen wie PR vorwerfen. 👍
    – Nein, würde mich auch nicht beschweren, dass Lego die Summe nicht nennt. 👍

    Dezent zurückhaltend wäre die richtige Devise.

    – Der letzte Abschnitt bin ich voll mit Dir. 👍

    Dies wird mein letztes Statement sein, da mir offensichtlich Dinge in den Mund gelegt werden wo so nicht stimmen wie sie mir angelastet werden.

    MfG Daniel

  11. Okay, dann lass uns das zu einem versöhnlichen Ende bringen und einfach hoffen das die Spendengelder, gelungene Illustration hin oder her, am Ende bei den Richtigen ankommen.

    MfG Jan

  12. Diese Diskussionen waren leider so sicher wie das Amen in der Kirche.

    Das Richtige aus den falschen Gründen zu tun ist meist besser als das Falsche aus den richtigen Gründen…

    Jetzt kann man natürlich direkt wieder über Richtig und Falsch streiten, aber beim Versuch Kindern bzw. Menschen denen es schlechter geht zu helfen, sollte sich zumindest eine leichte Mehrheit finden, welche diesen Versuch als prinzipiell richtig einordnet.

    Dass von 1€ Spende nur ein Bruchteil ankommt, muss jedem klar sein. Natürlich sollte sich jede Hilforganisation regelmäßig selbst hinterfragen und versuchen ihre „Quote“ bzw. Effektivität zu steigern (die zahllosen Newsletter in Papierform machen mich z.B. jedes Mal aufs Neue fassungslos…), aber das ist ein anderes Thema.

    Die Situation natürlich ein Dilemma, unser Kapital ist ein Wasserhahn, die Hilfsbedürftigen sind weit entfernte Zimmerpflanzen, die Hilfsorganisationen löchrige Eimer und auf dem Weg freut sich das Unkraut über die Dusche…

    • Spenden sind definitiv nicht perfekt, aber deshalb einfach gar nichts zu machen, hilft auch keinem.

      Um mit einer Redewendung zu schließen…

      Wer etwas versucht, kann dabei scheitern. Wer es gar nicht erst versucht, ist bereits gescheitert.

  13. Ist schon einfach traurig das man ein Klima erreicht hat, wo nicht mal mehr die Meldung einer Millionenspende für Kinder als etwas Positives anerkannt wird.
    Sofort geht stattdessen die Suche nach dem Haar in der Suppe los. Schade!

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