LEGO Foundation spendet knapp eine Million Euro für Wiederaufbau nach Flut in NRW

LEGO Foundation Spende Nrw Titel

Die LEGO Gruppe gab heute zusammen mit der LEGO Foundation, der 25% der LEGO Gruppe gehören und die sich für soziale Projekte und speziell für die Förderung von Kindern einsetzt, bekannt, umgerechnet rund 960.000 Euro an das Rote Kreuz in Aachen zu spenden. Mit diesem Geld soll u.a. der Wiederaufbau von 10 Kindergärten in Nordrhein-Westfalen unterstützt werden, die durch das Hochwasser im Sommer zerstört wurden.

Zwar ist es in den Medien inzwischen recht still um die Nachwirkungen der Flutkatastrophe geworden, aber vielerorts ist man in den betroffenen Gebieten noch immer weit von Normalität entfernt und wird noch Jahre brauchen, um die verwüstete Infrastruktur wieder vollständig aufzubauen.

Was die Flut und vor allem der Schlamm mit der Einrichtung der Häuser gemacht hat, davon gab uns Stephan im August einen eindrucksvollen persönlichen Bericht, und natürlich waren auch Kindergärten von solchen Schäden betroffen. Damit diese nun saniert werden können, beteiligt sich LEGO mit der oben genannten Spende an das Rote Kreuz über 7,1 Millionen Dänische Kronen, also rund 960.000 Euro, an den Kosten. Außerdem soll ein neues Familienhilfezentrum errichtet werden.

Die LEGO Foundation und die LEGO Gruppe schreiben hierzu in einer gemeinsamen Pressemitteilung (Auszug, Übersetzung durch StoneWars):

Die Menschen in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen kämpfen auch drei Monate nach der Überschwemmung noch mit dem Wiederaufbau ihres Lebens. „Das Wasser ist weg, aber der Bedarf an Hilfe und Unterstützung ist ungebrochen“, sagt Karen Pascha-Gladyshev, Geschäftsführerin der LEGO GmbH, und verweist auf die Flutkatastrophe im Juli, die mehrere deutsche Dörfer völlig zerstört hat.

Die LEGO Gruppe und die LEGO Stiftung haben jetzt eine Spende von 7,1 Millionen Dänischen Kronen (DKK) (960.000 Euro) an das Deutsche Rote Kreuz (DRK) für den Wiederaufbau von zehn Kindergärten und den Aufbau eines Familienhilfezentrums bekannt gegeben. „Wir setzen uns für das Wohlergehen von Kindern auf der ganzen Welt ein und hoffen, dass dieser Beitrag Kindern und Familien vor Ort in den betroffenen Gebieten Nordrhein-Westfalens helfen wird“, sagt Pascha-Gladyshev.

„Die erste Hilfe direkt nach der Flut war wichtig, im wahrsten Sinne des Wortes überlebenswichtig“, erklärt Axel Fielen, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Aachen e.V. „Jetzt gilt es, die Familien in der Region und das Wohlbefinden und die Bildung der Kinder zu stärken – jetzt und langfristig. Dies möchten wir durch ein Familienhilfezentrum sicherstellen, das durch die Unterstützung der LEGO Gruppe und der LEGO Stiftung realisiert werden kann. Dafür möchte ich mich im Namen des Vereins ganz herzlich bedanken“, so Fielen weiter.

Ein Teil der Spende wird für den Wiederaufbau von 10 durch das Hochwasser stark zerstörten Kindergärten in Euskirchen, Ahrweiler und Stolberg/Eschweiler verwendet, um Kindern ein sicheres, soziales Umfeld zu bieten, in dem sie wachsen, sich entwickeln und spielerisch lernen können. Das geplante Familienhilfezentrum für Kinder und Familien soll in Nordrhein-Westfalen in den betroffenen Gebieten der Städte Stolberg und Eschweiler errichtet werden und unter anderem ein Trauma-Therapiezentrum für Kinder und eine medizinisch-therapeutische Praxis für Kinder umfassen. Außerdem ist ein Indoor-Spielplatz mit dem Schwerpunkt spielerisches Lernen in Planung.

Im August hatten wir bereits über eine andere Großspende der LEGO Foundation für diverse Hilfsorganisationen in Afghanistan und Haiti berichtet. Die jetzige Spende fällt zwar deutlich kleiner aus, aber diese Prioritätensetzung ist in Anbetracht der völlig anderen Wirtschafts- und Vermögensverhältnisse in Deutschland nachvollziehbar. Die LEGO Gruppe unterstreicht mit dieser Spende für die Flutregion ihre besondere Verbindung zu Nordrhein-Westfalen, wo seinerzeit in Köln einer der weltweit ersten LEGO Brand Stores eröffnet wurde und LEGO zum jetzigen Zeitpunkt mit ganzen fünf Stores vertreten ist.

Auch auf ihren Social Media-Profilen, unter anderem bei Instagram, veröffentlichte die LEGO Gruppe übrigens ein kurzes Statement zur aktuellen Spende.

LEGO Foundation Spende Nrw

Wir freuen uns, dass die LEGO Gruppe bzw. die LEGO Foundation die Region Nordrhein-Westfalen, in der sie besonders stark präsent ist, auf diesem Wege unterstützen und in den Flutgebieten helfen möchte.

Wie seht ihr das? Begrüßt ihr das soziale Engagement von LEGO? Tauscht euch gerne in den Kommentaren aus!

Über Jens Herwig 192 Artikel
Mag verzerrte Gitarren, LEGO und Enten. Wollte so sein wie MacGyver, ist aber nur Physiker geworden. Erweckung aus den Dark Ages durch den Technic Unimog. Liebt alte Sets und hat ein Aquazone-Diorama im Wohnzimmer stehen.

48 Kommentare

  1. Coole Sache! Kann man eigentlich irgendwo sehen, für welche Aktionen und Programme Lego weltweit Geld spendet?

    Apropos Klemmbaustein-Hilfe für Kinder: Hat Johnny eigentlich schon seine Sets an die Kindergärten verteilt? Leider hat mir die Suchfunktion in seinem Kanal als letztes Video zum Thema nur ein Video von vor 8 Monaten angezeigt. Danke für Aufklärung!

    • In seinem Video vom 25. Oktober gibt er ein Update, ist in der Videobeschreibung auch als Timecode verlinkt. Zum Thema Übersicht frage ich gerade mal Oliver. 😉

  2. Ich denke mal hier kann man die Spendentätigkeit der Lego Foundation sehen: https://www.legofoundation.com/en/what-we-do/humanitarian/

    Zum Thema Johnnny: nein, hat er nicht. Im letzten Video-Update dazu https://youtu.be/IS0nUaejKxM?t=1919 wurde das mit den hohen Lieferkosten begründet, die man hätte, wenn man die Spenden-Sets noch dieses Jahr importieren würde. Ist alles auf nächstes Jahr verschoben. Vielleicht hätte man doch lieber einfach das Geld gespendet als damit Sets zu kaufen.

    • @alle: Das Für und Wider der Bricks 4 the Kids-Aktion diskutieren wir hier jetzt aber bitte nicht weiter, bitte bleibt beim Thema des Artikels.

      • Warum nicht. Ist doch ein interessantes Thema Jonnys World sammelt Geld ein und will ganz viel Gutes tun, dann habert es an den Versandkosten, die standen aber schon VOR der Spendenaktion fest, seit ende 2019 sind die so hoch, weil es keine Container gibt und Frachtkapazitäten usw..
        Aber wen Lego die Preise anhebt, dann aber das böse Lego – die Spenden ebend einfach so mal und haben die gleichen Probleme. Nur mal so.

        • Dennoch ist das nicht das Thema des Artikels und wir wissen aus Erfahrung, dass das ewige Durchkauen von sowas in unseren Kommentaren nur zur Eskalation führt. Und hier geht es nunmal um die Spenden von LEGO und das ist ja eigentlich ein schönes Thema 🙂

    • Schon traurig dass der chinesische Hersteller nicht gewillt ist auch nur einen Cent für die Spendenaktion auszugeben aber 100% Profit daran verdient hat. Und dem Influencer ist es dann auch zu teuer wenn selbst investiert werden muss. Vielleicht fragen Sie bald all die Spender die Lieferkosten zu übernehmen. Peinlich die ganze Aktion. Immerhin macht Lego öfter richtige Spendenaktionen statt Pseudo Kaufaufrufe.

    • In der Tat, gewisse Youtuber verdienen sich mit dem „Feindbild“ Lego wortwörtlich eine goldene Nase. Das Lego 25% seines Gewinnes spendet ist einfach Klasse und macht keiner der Alternativen aus Fernost.

        • Der Lego Foundation gehören 25% der Lego Gruppe. Damit dürfte sie auch 25% des Gewinns einstreichen. Und die werden nunmal abzüglich der Verwaltungskosten etc. (wie bei jeder anderen größeren NGO auch) eben in Wohltätige Zwecke gesteckt. Sei es Bildung, Spielzeug, Wiederaufbau oder anderes.

          Mecker, mecker mecker…

    • Unterschätz mir die Kreativität der Motz-, Mies- & Fiesmacher nicht, die finden schon einen Dreh, um das ganze in ein schlechtes Licht zu rücken und darauf aufbauend ihrem eigentlich liebsten Hobby nachzugehen. Bin eigentlich erstaunt, dass es hier noch nicht der Fall war. Sind die gerade an einem Workshop für rhetorische Kniffe?

      • Naja, die fiesesten motzenden und miesmachenden Kommentare, die ich (zumindest bisher) hier lesen durfte, waren alle ungefähr so drauf wie deiner und spekulierten darüber, wie doch alle sich hier evtl. einer Meckerorgie hingeben könnten, verbunden mit dem schlechtmachen irgendwelcher Drittparteien. Also wenn dann mal ein paar Meckerer um die Ecke kommen sollten, vielleicht lieber erstmal in den Spiegel schauen, zumindest 3 Sekunden vorm „Siehste!“ schreien. Danke.

      • Ach das ist auch einfach. Für privat ist ne Million ne tolle Sache, mit der man was bewegen kann, in Rahmen der öffentlichen Hand ist das nicht besonders viel. Bei uns im Bezirk kostet schon nen Spielplatz ne halbe Million. Für nen vielfaches wollten die nen Steg durch nen Moor neubauen. Sowas ist schnell weg.

        Persönlich halte ich von Firmenspenden nicht viel. Setzt man von der Steuer ab. Lieber mehr Steuern erheben.

  3. Wow krass! Hätte nicht gedacht, dass man in einem Land wie Deutschland spenden braucht oder erhält, aber wenn ich mir Schulen und Kindergärten anschaue kommt das Geld gut an. Bei Spenden denk ich immer an die 3. Welt aber hier kann man auch viel verbessern.
    Ich finds gut und nicht selbstverständlich. Wenn ich das nächste Mal was spende schaue ich auch mal nach Einrichtungen für Kinder oder Menschen mit Behinderung in meiner Region, die haben oft Fördervereine oder so.

    Ich hoffe niemand kommt auf die dumme Idee darüber zu meckern… auch wenn das hier Volkssport ist.

    • Das Geld für Kindergärten kommt ja erstmal aus den Kommunen und die sind bekanntlich immer klamm und die durchs Hochwasser Betroffene erst recht. Und dann reicht ein (saniertes) Gebäude mit ein paar Tischen und Schränken ja nicht aus. Das muss gefüllt werden, mit Spielsachen, Bastelmaterial und Co. Daher sind die letztendlich auf Spenden in jeglicher Form angewiesen. Wenn ich mich an die Krabbelstuben- und Kindergartenzeit meiner Kinder zurück erinnere, was wir da an Arbeitszeit, Geld und Materialen gespendet haben…
      Von daher, wenn ihr gut erhaltene Spielsachen oder Bastelmaterial (Kinder können mit allem Basteln!) habt, schaut mal in eurer Umgebung ob es da nicht einen Kindergarten, Grundschule, Betreuungsverein, Jukuz, Kinderheim oder ähnliches gibt, die das mit Freuden annehmen.

      • Das das Geld für Kindergärten aus den Kommunen kommt ist so nicht richtig. Dies ist nur bei städtischen KiTas so. Die meisten haben aber einen anderen Träger wie z.B. das DRK und hier bekommt auch das DRK das Geld.

  4. Guter Ansatz, nette Geste, aber in Hinblick auf die Situation vor Ort leider nicht ausreichend. Würden doch nur mehr große Unternehmen mehr tun…

  5. Tolle Spendenaktion von Lego 👍 Leider wird das immer unter dem Teppich gekehrt. Hauptsache das Böse Teure Lego, das ist Wichtig.
    Ich würd sagen, wer Lego kauft, macht gleichzeitig für gute Zwecke mit.
    [Anm. Der Redaktion: Kommentar gemäß Netiquette gekürzt, bitte keine Werbung für eigene Zwecke machen]

  6. Wow, das ist eine überraschend hohe Summe. Sehr Schön.
    Das kann man auch erst einmal so stehen lassen. Ich verstehe hier manch negativen Kommentar in Bezug auf andere (alternative) Parteien nicht.
    Dieses vermeindlich moralisch überhebende ergötzen und mit dem Finger zeigen, ich finde das – mit Verlaub – einfach peinlich und unangebracht.
    Aber back to topic, danke Lego!

  7. Schöne Sache. Ich komme aus einem der betroffenen Kommunen in NRW und beim Aufräumen tat es einem in der Seele weh die ganzen zerstörten Spielsachen (vorallem Stofftiere) des Kindergartens im Ort zu sehen. Bei der nächsten Sachspende werde ich dann wohl auf diverse Steine aus Billund zurückgreifen 😉

    • Mir täten die ganzen zerstörten Gebäude und der Verlust der Bleibe mehr in der Seele weh als irgendwelche zerstörten Spielsachen, Die sind leichter zu ersetzen.

      • Da ich persönlich wegen ein paar Metern Höhenlage der Straße nicht betroffen war habe ich keinen Verlust zu verkraften gehabt. Außerdem war in meinem Kommentar keine Wertung vorhanden ob das eine mehr oder weniger weh tut und da es hier um Kindergärten und deren Ausstattung ging habe ich mich darauf bezogen. Der Verlust dieser Bausubstanz(Kindergärten – Bausünden aus den späten 80er) geht mir jetzt persönlich nicht nahe.

        • Ob mehr, weniger oder gleich viel weh, ist an dieser Stelle unerheblich. Ein Dach überm Kopf (egal, ob Bausünden der 1980er oder der 2020er) finde ich immer noch wichtiger als Spielsachen (denn auf diese hast du dich im Ursprungspost bezogen), die nunmal einfacher ersetzt werden können – und auch ohne Katastrophen allenthalben entsorgt oder links liegen gelassen werden – als ein Gebäude, das bei widrigen Bedingungen Schutz bietet.

          Damit Kinder sich beschäftigen können, braucht es eigentlich auch nicht zwingend Spielsachen. Gib ihnen Modellierplaste (oder wie das heißt), ein paar weiße Blätter, Stifte (Schere) und sie beschäftigen sich. Ich erinnere mich an meine Zeit, wo wir tageweise aus Papier und Papierstreifen so „geflochtene“ Muster oder mit Pappmaché Dinge gebastelt haben. Dann wurden da auch noch Bauklötzchen aufeinander gestapelt oder haben lange draußen im Garten des Kindergartens herumgetollt (Natur bietet auch sehr viele Entdeckungsmöglichkeiten).

  8. Löblich! Auch wenn ich Firmenspenden eher wie @Dirk weiter oben sehe. Solidarischer wären Steuern, die der Gemeinschaft zugute kommen (allgegenwärtige Korruption und Spielchen/Verschwendung von Steuergeldern an dieser Stelle mal nur ganz kurz zur Seite geschoben).

    Zudem sehr sehr schade, dass immer noch gegen die Alternativen geschossen wird, wenn LEGO als Unternehmen seinen Firmenpflichten gegenüber der Gesellschaft nachkommt. So langsam zweifel ich wirklich, ob das „F“ in AFoL wirklich noch für Fan steht oder doch eher für Fundamentalist 😓 Die Community demontiert sich doch nur selber so. Da braucht es keinen Influencer…

  9. Erstmal ist das Spenden eine gute und richtige Sache. Und nun zur Sache: Ein so reiches Land wie das unsere in dem es uns allen so gut geht, sollte man von unseren gewählten Vertretern erwarten, dass nicht der Privatmann oder eine Firma Geldspenden sondern Sachspenden geben sollte. Für die nötigen Gelder zum Wiederaufbau ist Deutschland in der Pflicht. Einfach mal das Geld nicht ins Ausland blasen oder für irgendwelche kuriosen Deals sondern dort einsetzen wo es dringend gebraucht wird und das ist nach den Flutopfern in der gesamten Republik in Schulen, KITAS und Pflegeeinrichtungen zu investieren denn nichts ist wichtiger als Opfer, der Nachwuchs und den alten Leuten zu helfen die dieses Land zu dem aufgebaut haben was wir heute kennen!!!

    • Das mit Sachspenden macht aber ausschließlich Sinn, wenn ganz konkret von Betroffenen danach verlangt wird.
      Deswegen haben ja auch private Initiativen irgendwann keine Sachspenden mehr angenommen.
      Und Bund und Länder geben den Betroffenen ja auch finanzielle Hilfe.
      Geld ist da und kommt eben nicht nur über Spenden.

  10. Spenden ist toll. Aber alle, die sich mal damit beschäftigt haben, wissen, dass eine Spende ans Rote Kreuz nicht der sinnvollste Weg ist um zu helfen. Da wird ein großer Teil des Geldes aufgefressen. Eine direkte Spende an Kommune, Schule, Kinder- und Jugendhilfe o.Ä. hätte den Menschen mehr genutzt. Es gibt Spender, die das genau so gemacht haben.

    • Stimmt schon, aber ganz ohne Spenden überlebt das DRK eben auch nicht und ohne DRK würde extrem vieles nicht mehr funktionieren. Das ist leider wie in vielen anderen Bereichen auch eine Zwickmühle. Man überlege nur mal, was etwa ohne die Kirchen, WWF etc. los wäre. Und je größer sowas ist, desto schneller wird auch viel Geld für den Apparat dahinter gebraucht. Es gibt kaum Sinnvolle Organisationen, die es schaffen einen Großteil der Spenden direkt Zweckgebunden einzusetzen.

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