LEGO geht gegen Modelle auf 3D-Druck-Plattformen vor

LEGO geht gegen 3D Druck Plattformen vor
Screenshot aus Video von agep.biz

Wie mehrere Branchen-Magazine berichten, geht LEGO aktuell verstärkt gegen Modelle auf 3D-Druck-Plattformen vor, die im Zusammenhang mit LEGO Produkten stehen. Auch unter unseren Lesern gibt es Betroffene, deren Modelle von kostenlosen 3D-Druck-Plattformen entfernt wurden.

Wir möchten an dieser Stelle direkt zu Beginn klarstellen, dass LEGO hier nicht etwa Abmahnungen an Benutzer verschickt, sondern mit einer sogenannten „Takedown Notice“ gegen die Plattformbetreiber vorgeht. Darin werden die Betreiber der Plattformen dazu aufgefordert, die aus der Sicht von LEGO rechtsverletzenden Inhalte von ihren Seiten zu entfernen. Kosten entstehen dadurch keine.

Gegen welche Inhalte genau vorgegangen wird, ist nicht ganz klar. Zum einen scheint es sich um markenrechtlich geschützte Dinge wie die Minifigur und das LEGO Logo zu handeln, andererseits wird auch gegen kompatible Bauteile vorgegangen, die vorgeben kompatibel mit LEGO zu sein. So wurde zum Beispiel die digitale Datei für ein Eisenbahnrad von unserem Leser Thomas von der Plattform Thingiverse entfernt. Weitere Infos zu den Rädern findet ihr auch in Thomas‘ Blog.

LEGO 3D Druck Eisenbahnräder
Eisenbahnräder von Thomas (Bild von flickr.com)

Einem sehr ausführlichen Artikel auf 3dprintingindustry.com zufolge hat LEGO bei dem Antrag auf Löschung nicht genau erklärt, in welcher Weise die kostenlosen 3D-Modelle die Marken- und Urheberrechte von LEGO verletzen. Wir haben bei LEGO (genau wie 3dprintingindustry.com) nach weiteren Informationen gefragt und werden diese an euch weiterreichen, sollten wir eine Antwort zu dem Thema bekommen.

Wahrscheinlich ist dies ein weiterer aus Sicht der Fans unglücklich kommunizierter Versuch von LEGO die eigene Marke vor einer Verwässerung und Verwechslungen zu schützen. Das ist aus Sicht eines Unternehmens wie LEGO verständlich, auch wenn es bei den Fans (vor allem zuletzt in Deutschland) meist auf Unverständnis stößt. Es hätte mich dennoch gefreut, wenn LEGO stattdessen mit den Plattformen Kooperationen eingegangen wäre und dabei eventuell genauere Regeln festgelegt hätte, was aus der Sicht von LEGO erlaubt ist und was nicht. Vorbild könnten hier Unternehmen wie Ravensburger sein, die aktiv mit der 3D-Druck-Community zusammenarbeiten und auch Wettbewerbe veranstalten.

Schade, denn durch die Aufräumaktion von LEGO sind ein paar wunderbare 3D-Druck-Projekte (wie z.B. dieses oder dieses) von den Plattformen verschwunden. Auch ich habe mich schon bei Projekten auf Thingiverse bedient und mir etwas „lebensgroßes“ drucken lassen. In Zukunft wird die Auswahl hier wohl geringer werden. Der norwegische AFOL und 3D-Designer Stian Ervik Wahlvåg äußert sich im Artikel von 3dprintingindustry.com wie folgt:

Ich verstehe voll und ganz, dass [LEGO] das tun muss, um ihr Rechte zu schützen, und ich respektiere das. Aber als AFOL und Hersteller, der mit seinen Projekten seine Leidenschaft und Liebe für LEGO zeigen will, bin ich ein wenig enttäuscht. Ich werde mich in Zukunft wahrscheinlich weniger auf LEGO konzentrieren und mehr Zeit für meine eigenen Projekte aufwenden. Es ist eine Schande, denn ich habe es sehr genossen, diese LEGO Projekte zu machen.

Auch wenn es sich hier nicht um eine „Abmahnwelle“ handelt, wie andere Magazine berichten, ist das Vorgehen von LEGO in dieser Sache leider aus der Sicht vieler Fans und 3D-Designer eher unglücklich. Was denkt ihr über die Geschehnisse? Habt ihr selber schon mal etwas mit dem 3D-Drucker hergestellt oder herstellen lassen, dass im Zusammenhang mit LEGO stand, oder ist euch das Vorgehen von LEGO gegen die Plattformen egal? Ab mit eurer Meinung in die Kommentare!

Über Lukas Kurth 863 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 28 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de

67 Kommentare

  1. Sicher, am Ende ist es auch egal ob die „Kopien“ aus China oder dem eigenen 3D Drucker kommen und mit orginall Lego-Teilen zu verwechseln sind und Lego auf die eine oder andere Weise schaden kann.
    Der Unterschied zu Plagiatfirmen aus Fernost und den 3D Druck Leuten ist wohl aber, das die einen es kommerziell vertreiben und so direkt Lego schaden und die anderen eher nicht, aber könnten und da könnte der Hase im Pfeffer liegen.

    • Naja, es geht aber ja neben „kompatiblen Teilen“ auch um lebensgroße Modelle. Und bei den kompatiblen Teilen wäre es schon spannend zu wissen, auf welcher Grundlage LEGO da vorgeht. Ich denke im Zweifelsfall berufen sie sich wohl auf das Recht an der Wortmarke LEGO.

      • Ja gut, aber auch Lego verkauft „lebensgroße“ Teile, Batmans Boomerang, Nexo Knight Schilde oder Ninjago Kram und wenn wir uns mal das neue Brick your World Filmchen anschauen, da laufen sie auch alle mit solchen „lebensgroßen“ Gegenstände herum, vielleicht plant Lego da neue eigene Wellen solcher Produkte, so das solche 3D Drucker Fan Sachen natürlich in die Quere käme.

      • Also dass vergrößerte 3D-Elemnete oder Minifiguren gegen Legos Markenrechte und Patente verstoßen ist logisch und hätte auch jedem klar sein müssen, da hat LEGO auch jedes Recht zu verlangen dass diese von den Druck-Plattformen verschwinden, aber die Eisenbahnräder(und andere selbst designte Elemnte)verstoßen ja in keinster Weise Legos Markenrechte oder ähnliches, wenn natürlich in der Beischreibung „LEGO-kompatibel“ steht dann kann Lego definitiv fordern dass ihr Firmenname aus der Beschreibung verschwindet, aber dann hinzugehen und zu sagen wir wollen dass das komplette Produkt von der 3D-Druck Plattform verschwindet, dafür gibts einfach keinerlei Grundlage und dass ist einfach nur unverschämt und den Leuten die diese Designs erstellt haben wird praktisch ins Gesicht gespuckt. Sowas durchzuziehen und dann auch noch keinerlei Erklärung zu geben ist ein absolut unsympathischer Move von LEGO.

        • Bitte nicht mit Vokabular rumwerfen, was zu falschen Schlüssen ziehen lässt. Schutzrechte haben unterschiedliche Tatbestände und Tatsubjekte.
          Dem andauernden Markenrecht wurde schon vom BGH und EuGH LEGO den Stinkefinger gezeigt. BGH, Beschluss v. 16.07.2009, Az. I ZB 53/07 und EuGH, Urteil v. 14.09.2010, Az. C-48/09.
          Hier muss nur auf Rufausbeutung, Herkunftstäuschung beachtet werden.

          Das Patent ist seit 1978 ausgelaufen. Technisch darf also jeder mit Plastik Bausteinen gewerblich sein.

          Das einzige womit sich LEGO aktuell über Wasser hält, ist mit Hilfe von Designschutz. (max. 25 Jahre)

          Ein geschütztes „Design“ wird in§ 1 Nr.1 DesignG definiert als die zwei- oder dreidimensionale Erscheinungsform eines ganzen Erzeugnisses
          oder eines Teils davon, die sich insbesondere aus den Merkmalen der Linien, Konturen, Farben, der Gestalt, Oberflächenstruktur oder der Werkstoffe des Erzeugnisses selbst oder seiner Verzierung ergibt.

          Alle bei bestimmungsgemäßer Verwendung durch den Endnutzer nicht sichtbaren Einzelteile in komplexen Erzeugnissen
          können aber jedenfalls mittels 3D-Druck reproduziert werden, vgl. § 4 DesignG bzw. Art. 4 Abs. 2 GGV.

          Der 3D-Druck äußerlich sichtbarer Ersatzteile ist dagegen nur im privaten Bereich zu nichtgewerblichen Zwecken zulässig, §40 Nr.1 DesignG.
          Nur wenn es sich ausnahmsweise um „must-fit“-Teile handelt, ist der Nachdruck mangels Designschutz designrechtlich zulässig.(auch das DRUCKEN lassen durch Firmen für den natürlichen Privatmenschen)

          Für das europäische Gemeinschaftsgeschmacksmuster ist zu beachten, dass derjenige, der für die Reparatur benötigte „must match“- Teile bedarfsabhängig und
          ausschließlich zum Zweck der Ersetzung des beschädigten Origanalteils druckt, sich auf die Ausnahmeregelung des Art. 110 GGV berufen kann.

          Warum nun gewerbliche Webseiten die 3D CAD Dateien von Nutzern löschen: Das Anbieten von design/patentgeschützen Inhalten gilt als Werbung = gewerblich = NICHT PRIVAT.

          Worüber in der Welt noch gestritten wird ist,
          ob die CAD Datei ansich als Abbild eines geschützes Objektes zu betrachten gilt. 2 Richter 3 Meinungen.

          Patentrechtlich/Gebrauchsmuster über ein technisches Schutzrecht, das für eine Erfindung zur Sicherung bestimmter Monopolrechte an einer technischen Lehre verliehen wird. LANGE VORBEI

          Beim Designschutz s.o. versucht der Urheber eben die (neue und einzigartige) Form und Struktur (mathematische Funktion – Binärcode) zu schützen –

          und der Informatiker lacht sich ins Fäustchen, weil es lediglich eine Ansammlung von geometrischen Formen darstellt, die von sich her kein Schutzrecht genießen können.(Wie sein Programmiercode). Dann könnte man den Kreis, das Quadrat auch und 1+1=2 schützen. – NICHT IN DER EU / DE

          • Falls ich das alles richtig verstanden habe, gilt der Markenschutz aber immer noch für andere Bereiche als den Bausteinen. Das war beim HdS das Problem und das könnte auch bei den lebensgroßen Teilen der Fall sein.

          • Falls ich das alles richtig verstanden habe, gilt der Markenschutz aber immer noch für andere Bereiche als den Bausteinen

            Nein – Wortmarken gelten nur in der registrieren Branchenziffer und im gewählten Geltungsbereich DE, EU, Weltweit (je weiter, umso teurer)

            Es gibt es schon mehr Unternehmen, als Menschen auf der Welt Leben (Briefkastenfirmen usw.) Da würde der Wortschatz schnell aufgebraucht sein. Exkurs: https://www.plueschke.de/unterschied-wortmarke-vs-wort-bildmarke-im-vergleich/

            z.B. Bugatti gibt als
            Automarke,
            Kleiderlabel,
            Parfummarke
            Schmuckhersteller

            Eine Wort-Bild Marke darf aber nirgend verwendet werden (Farbe und Form sind wichtig)
            Zum Beispiel: Star Treck
            http://www.markenmagazin.de/star-trek-marken/

    • Solange es um tatsächlich geschützte Designs geht, ist das zum Teil nachvollziehbar, aber wenn ich mir den großen Blaster und den Papagei ansehe? Die haben wohl ein Rad ab, das hat doch mit Lego und einer eventuellen „Verwechslungsgefahr“ nichts zu tun, das stinkt schon massiv nach reiner Willkür und das geht gar nicht! Sorry LEGO!

  2. Ich wette, wenn man Aussagen wie „Lego-kombatibel“ in der Produktbeschreibung weglässt, dann wird man keine Probleme mit Lego bekommen. Das mit dem Eisenbahnrad kommt mir schon etwas spanisch vor. Hier ist ja nicht mal das Design mit Lego in Zusammenhang zu bringen sondern orientiert sich am realen Vorbild. Woher will Lego wissen, ob man das Rad für Lego oder Cobi Produkte kauft und nutzt?

    • Wie gesagt, bei dem Megafon zum Beispiel verstehe ich das voll und ganz. Das Design ist zu 100% Lego und das Teil aufgrund seines Alters schon an sich ein Markenzeichen. Aber die Eisenbahnräder? Wenn es kein Marketingstreich des Herstellers ist, dann doch sicher ein Versehen.

      • Neben den Minifiguren gibt nur eine Hand voll Teile, für die ein Schutz besteht. Alle anderen Teile darf jeder herstellen, sofern er nicht behauptet, dass es LEGO wäre. Egal ob chinesischer Hersteller oder Hobbyist, der selbstkonsturierte Steine über Shapeways vertreibt und dafür eine Provision erhält.

  3. Ich würde nie einen 3d gedruckten Stein sichtbar in eines meiner Legohäuser einbauen, 3d gedruckt schaut halt immer im direkten vergleich schlechter aus.Am ehesten würde ich mir Waffen oder ähnliche Kleinteile ausdrucken, die sind in schwarzem Kunstharz sicher schön, aber halt auch fast unbezahlbar… ausserdem wird das eher ein Kampf gegen Windmühlen, es kann sich ja jede/r fast alles aus LDD oder Stud.io selber expportieren wenns unbedingt sein muss und diese Programme werden sie ja hoffentlich nicht „wegmahnen“

  4. Urheber- und Markenrecht hin oder her – es ist albern. Ich warte nur noch drauf, dass LEGO in den Stores eigene 3D-Drucker aufstellt und dann sagt „Ihr dürft euch natürlich unseren Kram ausdrucken.“, aber eben zu LEGO’s Preisdiktat.

      • Nun ja, LEGO hat sich ja nicht umsonst bei Stratasys eingekauft… Wundern würd’s mich nicht, wenn irgendwann gebrandete 3D-Printer in den Stores auftauchen oder LEGO einen On-Demand-Service dafür einrichtet. Ansonsten ist die ganze Aktion natürlich wieder mal nur die „Nuclear Option“, weil LEGO mittlerweile überall eine Verschwörung der Konkurrenz zu riechen scheint, selbst wenn Hobbyisten nur harmlose, selbstentworfene kompatible Teile anbieten.

    • Lego hat bereits ein 3D-gedrucktes Teil, wenn auch in sehr exklusivem Rahmen, vertrieben. Der Zeichenkopf in dem Set der diesjährigen Inside-Tour ist gedruckt:
      http://www.newelementary.com/2019/06/lego-inside-tour-set-4000034-3d-part.html
      Ein, zwei Rollen des sandgrünen ABS-Filaments hätte ich auch gerne.

      Strom- und Materialkosten sind beim 3D-Druck übrigens kaum relevant. Für ein großes Eisenbahnrad werden etwa drei Meter Filament (1,75mm). Eine Rolle mit ca. 350 Metern ABS kostet in sehr guter Qualität um die 30€. Verbraucht werden ungefähr 100 Watt Strom. Der limitierende Faktor ist eher die Zeit, denn das eine Rad druckt in mittlerer Qualität bereits eine Stunde. Und unbeaufsichtigt Drucken ist heikel.

      Bei größeren Mengen erprobter Teile lasse ich mitunter über einen Dienstleister, z.B. treatstock, drucken.

        • Das wären dann vielleicht 2 Euro für die oben gezeigte 6-rädrige Konstruktion. Gemessen an dem was vermutlich sonst noch für die Lok, die man damit baut, benötig wird, dürfte das zu verschmerzen sein. Zumal die Kosten pro Stück niedriger sein dürften, wenn Lego sowas selbst aufziehen sollte.

  5. Ich finde dieses Vorgehen von Lego ziemlich schwach. Ich denke eher, dass die zunehmende Konkurrenz dem Konzern zu schaffen macht und man weiß sich nicht besser dagegen zu wehren, als durch solche Aktionen, anstatt auf tolle eigene Produkte zu setzen. Eine Reform des Klemmbausteinemarktes wäre langsam an der Zeit. Bei Modellbahnen zum Beispiel gibt es Normen. Da kann man recht freizügig alles miteinander kombinieren, es gibt sogar Doppelentwicklungen und es stört niemanden. Keine Ahnung, ob die Rechtslage da aufgrund des Produktes eine andere ist. Kompatibilität belebt eher das Geschäft und markentreue Kunden gibt es auch bei den Modellbahnen. Was Lego da treibt ist in meinen Augen eher kontraproduktiv. Ich möchte nicht die neuen Firmen missen, da Lego manche Sachen überhaupt nicht bringt, wie zum Beispiel Leuchtbausteine oder eben bestimmte Modelle/Serien. Was natürlich gar nicht geht, sind dreiste Plagiate, wie von Lepin, zumal da auch noch nicht mal Lizenzgebühren gezahlt werden. Aber wenn jemand zum Beispiel Westernmodelle mit Figuren dazu rausbringt, kann Lego ja anfangen diese Serie mit eigenen Produkten zu ergänzen. Was auch sehr hilfreich wäre, wenn man sich auf einen Figurenstandard einigen könnte. Da könnte Lego ja auch Lizenzen verteilen. Dann ist der Markt umso offener, nur dazu bräuchten die Manager bei Lego Unternehmergeist und kein Monopolstreben. Das nützt keinem was.

    • Was wissen wir wirklich nun – Lego hat Kontakt zu 3D-Drucker Leuten Kontakt aufgenommen, die ihre Sachen über diverse Plattformen zeigen oder auch vertreiben (?)und die Rechtsabteilung möchte da irgendwas einschränken ….

      Alles ominös, alles bisher ohne klare Fakten, Daten und Hintergründe, nur ein „Hallo, da passiert was“ und schon wird wieder Lego mit der bösen Konkurenz argumentiert die Lego fürchtet und wie schwach sie doch sein und Wunsch nach Monopolstellung und und und …..das gleiche Gerede und Argumente wie beim Helden und wie bei Bluebrixx aber alles unterschiedliche paar Schuhe und großes Erregen ohne klare Fakten und Hintergründe….

      Lass uns bitte auf den Boden bleiben, bis wir genau (!) wissen was die Hintergründe sind, was da genau wie und wieso läuft. Als Lukas die Sache mit dem Helden aufdrösselte sah die Welt auch plötzlich etwas anders aus.

      Ehe immer schnell und sofort erstmal die Schuld bei Lego gesehen wird und alles was sie tun als „kontraproduktiv“ und doof zu verteufeln, möchte ich lieber verstehen was da genau dahintersteckt – aufregen können wir uns dann noch immer, wenn alles ausgebreitet vor uns liegt.

      • Heute lief mir eine Lepin-Kopie eines Lego-Lizenzprodukt-Sets über den Weg, das ich schon lange haben wollte. Da musste ich an dich (Ohmbricks) denken. Entgegen aller meiner bisherigen Überzeugungen habe ich es gekauft und bin nun sehr glücklich damit. Ich glaube, das werde ich jetzt öfters machen 🙂

        • Wer sich das Original nicht leisten kann, sollte es einfach sein lassen anstatt illegale Kopien zu erstehen und ein derart unseriöses Unternehmen wie Lepin zu sponsern.

          • Oh, ich kann mir das Original durchaus leisten. Es war mehr die Lust am Verwerflichen, die mich spontan packte 😀

      • Sehr ich ähnlich. Aktuell liefert Thingiverse noch 10.000 Treffer. Und da ist alles enthalten. Darum, bitte, erstmal Ball flach halten und abwarten. Ändert die Modelle ab und überdenkt eure Beschreibungen. Lebensgroße Modelle z.B. könnt ihr so abändern, dass Längenverhältnisse anders sind und schon hat Lego kaum noch Handhabe.

      • Wir wissen aber auch, dass LEGO schnell mal die Anwaltskeule schwingt nur um einfach mal draufzuhauen. Wer weiß ob der HDS wirklich sein Logo hätte ändern müssen? Ein Gericht hat sich damit nicht beschäftigt.
        Bluebrixx ist bereit das auszustreitren.
        Und ich finde das wichtig. Den dann herrscht vielleicht endlich mal Klarheit drüber was erlaubt ist und was nicht.
        Denn ein markenrechtlich geschützter Stein darf trotzdem kopiert werden. Ich darf damit nur nicht werben. Das sind uA die Feinheiten die endlich mal auf den Tisch müssen. Bis dahin holt LEGO halt weiterhin die Anwaltskeule raus – wie es nun mal ein schöner großer globaler Konzern tut.
        Kann man gut finden, muss man aber nicht. 😉

    • Die wissen halt einfach nicht, WAS Lego wirklich ist!
      Die kennen Lego nur vom Hörensagen und müssen dann die Marke führen usw…
      Sind die Manager und Entscheider bei Lego eben einfach mit überfordert

  6. Wer weiß, vielleicht ist eine Kooperation zwischen LEGO und 3D-Druck-Plattformen gerade schon in Arbeit?!

    Dein Vergleich mit Ravensburger finde ich unpassend, denn ihr Material ist hauptsächlich Papier und Pappe. Spieleverlage hätten wohl eher ein Problem mit Veröffentlichungen auf BGG. Ob dort auch Dateien zurückgezogen werden, vermag ich nicht zu sagen, allerdings habe ich bis dato noch kein PnP eines kompletten Spiels ohne Zustimmung von Verlag/Autor gesichtet.

    • Wir wollten auch eigentlich nicht vergleichen, sondern einfach auf die Kooperation an der Stelle hinweisen und das wir sowas bei LEGO cool fänden. Ravensburger hat ja durchaus auch Kunststoff-Produkte (z.B. Gravitrax), da weiß ich nicht wie das da mit deren guten Willen steht. Eine Zusammenarbeit bei LEGO scheint übrigens eher nicht in Planung zu sein, denn keine der Plattformen hat sich bisher entsprechend geäußert.

      • Und weil sie sich noch nicht geäußert haben, gehst Du davon aus, dass noch nichts in Planung ist. Interessanter Ansatz.

        Nicht falsch verstehen, Eure Seite und den Podcast finde ich richtig klasse und lese/höre immer gerne von Euch!

    • „denn ihr Material ist hauptsächlich Papier und Pappe“

      Ein Schelm wer Böses denkt. Ravensburger ist gezwungen zu kooperieren. Besser mit dem Strom fließen, als untergehen. In der Papier und Pappe Branche gibt es kaum monetarisierbare Möglichkeiten durch:

      § 53 Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz)
      ermöglich in DE alles auf Papier und Pappe mittels beliebiger photomechanischer Verfahren herzustellen. Sogar entgeltlich. =)

      Des Weiteren sind auch Spieleideen nicht schutzfähig.
      § 1 Abs. 2 Nr. 3 PatG: Pläne, Regeln und Verfahren für gedankliche Tätigkeiten, für Spiele oder für geschäftliche Tätigkeiten.
      Dabei handelt es sich nur um geistige Methoden, keine Naturkräfte.

  7. Bisher habe ich nichts von einer 3D-Druck Plattform gekauft, möchte aber gerne die Möglichkeit haben, Teile, die es eben von LEGO nicht gibt, auf diese Weise zu beziehen (insbesondere Eisenbahn, z.B. Dampflokräder, Schienen mit größerem Kurvenradius etc.).
    Das befördert ja letztlich auch das Geschäft von LEGO, wenn wir AFOLs dadurch mehr zum Bauen motiviert werden … insofern sollte LEGO hier Augenmaß walten lassen!

  8. Bevor hier etwas falsch verstanden wird, ich verteidige weder die Firma LEGO oder sonst noch jemanden. Ich werde hier einfach meine Gedanken äußern.

    Ich stelle mir gerade die Frage, was soll LEGO machen?
    Einen netten Brief, eine E-Mail schreiben oder anrufen?

    Von 10 Personen würden 6 Personen es unterlassen, solche Produkte weiter zu erstellen und ggf. zu vertreiben. 4 Personen lassen es nicht und machen einfach weiter. Also kann LEGO dann gegen die 4 Personen vorgehen. Kein Problem, bei einer überschaubaren Gruppe.

    Persönlich höre ich zum ersten mal von diesem Thema, aber es betrifft ja nicht nur 10 Personen in einem Land, sonder 100 Personen Weltweit. Also muss LEGO dafür Leute abstellen und die Kontaktinformationen finden, dann einen Brief (oder sonst etwas) schreiben und sicher stellen, dass diese Person auch davon Kenntnis genommen hat. Vielleicht versteht diese Person kein Englisch, Übersetzt etwas falsch usw. Also ein ein sehr großer Aufwand der noch mehr Kosten verursacht, als die Kosten die jetzt schon durch die Schreiben an die Internetseiten enstehen.

    Sie könnten natürlich auch eine Pressemeldung herausgeben, in dem Sie schreiben, dass Sie es nicht toll finden und bis zum Tag X es dulden und dann weitere Schritte, welcher Art auch immer, einleiten würden.

    Wer liest solche Pressemeldungen? Ruft jeder immer diese Meldungen ab? Würde jeder der davon betroffen ist, solch eine Meldung lesen und überhaupt davon Notiz nehmen und wissen das es Sie gibt?

    Wie soll also eine Firma nun vorgehen. Wir bewegen uns in einer Geschäftswelt. Hier wird leider leider mit harten Mitteln gearbeitet. Das freundliche Wort hilft nur selten. So ist es nun einmal.

    Persönlich finde ich es auch mies, dass man alles schriftlich festhalten muss und bis ins unendliche Dokumentieren muss. Ein Wort zählt schon lange nicht mehr und der berühmte Handschlag auch nicht. In jedem Land gibt es eigene Gesetze und die muss nun einmal ein Unternehmen so gut es geht waren und Umsetzen muss. Alleine das ist schon schwierig genug.

    Es ist immer leicht zu sagen: „Du bist so blöd oder böse“.

    Was würde ich machen, wenn Personen meine Erschaffung irgendwie benutzen. Teilweise dürfen Sie es ja auch benutzen, da man auf Steine und sonstiges keine Rechte mehr hat. Pech gehabt LEGO. Diese Steine stehen der Welt nun zur Verfügung. Danke dafür. Wir nutzen eure Entwicklung sehr gerne und bauen die tollsten Sachen und vertreiben Sie billiger. Das ist nun einmal auch die Geschäftswelt.

    Aber wo ich doch als Firma die Möglichkeit habe mich zu schützen, da muss ich doch meine Firma mit jedem Mittel was das Gesetz hergibt schützen. Sonst kann ich ja gleich abschließen.

    Das würde jeder machen.

    Nach dem 10 freundlichen Brief an unterschiedlichen Personen und dem 6 mal nicht beachten meines Briefes an jemanden anderen, da würde ich persönlich den 11 Brief an eine weitere Person nicht mehr schreiben. Das würde zum Anwalt gehen und Ihn das klären lassen.

    Weiter wird immer geschrieben, LEGO steht durch andere Anbieter stark unter Druck. Woran wird dies fest gemacht. Ist es nur in Deutschland so? Wie sieht es in anderen EU-Staaten aus. Was macht der Markt in Nord- und Südamerika? Asien? Sind da andere Anbieter überhaupt zu gegen? Wie stark sind Sie dort vertreten? Wie viel Marktanteil haben Sie in Deutschland und Weltweit. Verliert LEGO so viele Marktanteile nur weil einige Youtuber in Deutschland jetzt auch andere Anbieter vorstellen? Es gibt natürlich auch andere Youtuber in anderen Ländern die alternativen vorstellen.

    Ich habe das Gefühl manchmal, wir halten uns für den Nabel der Welt. Nur weil hier vielleicht eine andere Marke gerade stark im Fokus steht, steht Sie auch gleich auf der ganzen Welt im Fokus. Ich kenne keine Zahlen und weiß somit nicht, ob LEGO wirklich irgendwo unter Druck steht. Vielleicht tun Sie es, oder Sie tun es nicht. Das weiß nur LEGO und andere Anbieter.

    Ich finde, man versuchen die ganze Sache sachlich anzugehen. Sich selbst Fragen, was würde ich machen? Es sind zu viele Gefühle mit dabei. Es ist schwierig diese außen vor zulassen und manche Sachen regen mich auch einfach nur auf bei LEGO. Falls wer sich fragt welche: Online Shop, Keine Einheitlichkeit bei Zugaben weltweit usw.. Ja auch die Informationspolitik ist nicht gerade die beste. Man fragt etwas an und bekommt keine Antwort, unterschiedliche Antworten. Man findet immer etwas.;)

    Trotzdem wäre hier und da etwas mehr kühler Kopf gefragt und vielleicht auch erst am nächsten Tag mal etwas schreiben.

    Gruß

    • Danke – sehe ich auch so, erstmal abwarten was wirklich hinter den Dingen steckt die da laufen und nicht vorher schon tot-diskutieren und den vermeindlichen Schuldigen wie bei einer Hexenjagd auf den Scheiterhaufen stellen.

    • Ich sehe das grundsätzlich genau so wie du. Ich hatte auch mit diesem Artikel nicht die Absicht vorschnell etwas „rauszuhauen“ und auf LEGO rumzuhacken. Falls sich der Artikel so liest, muss ich da wohl nochmal ran.

      Es ging mir in erster Linie um den Bericht über die Tatsache, dass LEGO dort aktuell gegen vorgeht. Und darüber hinaus wollte ich meine Vorliebe für manche 3D-Drucke zu Papier bringen und darauf hinweisen, dass ich es schade finde das einiges davon jetzt nicht mehr möglich ist.

      Meine Seitenhiebe in Bezug auf die Kommunikation beziehen sich weniger auf die Tatsachen, als viel mehr auf die Reaktionen die LEGO mit rechtlichen Handlungen seit Anfang des Jahres eingefahren hat. Damals hatte man angekündigt seine Kommunikation in solchen Dingen verändern zu wollen, aber das war wohl auch ein „deutsches“ Versprechen, während dieses Vorgehen hier internationaler Natur ist.

      Edit: Ich habe einige Formulierungen im Beitrag nochmal überarbeitet, damit hoffentlich klarer wird, was ich ausdrücken wollte 🙂

      • Der Artikel ist vollkommen in Ordnung. Er gibt eine aktuelle Entwicklung bekannt. Man kann derzeit nicht einfach einen aktuellen Sachstand darlegen, ohne sich gleich zu rechtfertigen. Es gibt derzeit nur Schwarz oder Weiß. Ein Fakt ist nicht erlaubt bzw. man schlägt sich angeblich automatisch auf eine Seite.

      • Ich sehe das Problem auch nicht bei dem Artikel selbst, als mehr was für einige Leser wieder daraus gemacht wird und was für Diskisionen oder „Bashing“ es wieder auslöst, weil Lego vorschnell als DER Böse aufgefasst wird, wie es in der Vergangenheit schon sehr oft der Fall war und jede weitere Bereichterstattung ist ein Fressen für jene die ohnehin Lego gegenüber unter Strom stehen.

        Das heißt nicht, das solche Artikel nicht veröffentlicht werden sollten, sondern nur, das sie ein gewisses Klientel und Grundstimmung anziehen wie das Licht die Mücken.

    • Statt das Objekt zu löschen, hätte ja auch einfach nur die Beschreibung gelöscht werden können. Zumindest sofern das eigentliche Objekt keine Rechte verletzt.
      Und einen Hinweis geben, welches Verhalten man, definiert durch klare Regeln, erwartet. Hier geht es in der Regel ja nicht um Kaufleute, sondern um Hobbyisten.

    • Was ein Unternehmen tun könnte?
      – Vorher überlegen, wie bestimmte Schritte bei den Menschen ankommen und wie sie sich auf den Ruf auswirken könnten. Von Kreativität reden und dann gegen Dinge vorgehen, bei denen Menschen kreativ waren, macht die Marketingsprüche zur Lachnummer.
      – Vorher überlegen, wie groß der Schaden ist. Von den Kosten her kann 3D-Druck mit Spritzguß nicht mithalten. Auf diesem Weg wird es schwierig, haufenweise billige Nachbauteile auf den Markt zu bringen.
      – Darüber nachdenken, ob man vielleicht Lücken im Angebot hat, die man selbst nutzen könnte, bevor es andere tun.

      • Egal was wer wie macht, es wird immer jemanden geben der damit nicht einverstanden ist.

        Vielleicht haben Sie ja einmal mit 3D-Druck etwas getestet, oder tun es immer noch?! Wer weiß das?

        Also soll ich als Unternehmer alles unterlassen um meine Marke im Rahmen des rechtlichen zu schützen, weil einigen Menschen auf der Welt mein Vorgehen nicht gefällt?

        Natürlich muss ich als Unternehmen aber auch mein Produkt weiter entwickeln in jeglicher Form. Denn sonst werden andere irgendwann besser oder gleichwertig.

        Ein schmaler Grad für einen jeden. Egal wie, es wird immer Leute geben die es besser wissen.

        Ich bleibe dabei, was würde ich machen?

        Gruß

  9. Das Thema 3d Druck kenne ich nur zu gut aus anderen Bereichen wie Modellbau etc und der Tabletopszene. Um es kurz zu fassen hat man zumindest in Deutschland das Recht zur privaten Kopie für den Eigengebrauch. Steht alles im Urheberschutzgesetz. Dh ich kann mir Lego Steine oder andere Designs für den eigen Gebrauch abformen oder eben drucken. Ich darf sie verschenken aber nicht verkaufen. Ich gehe mal davon aus, das Lego sich auch daran stört, dass in dem Zusammenhang eben Lego als Name genannt wird oder ähnlich. Zb Basic Lego Brick etc. Das geht dann eben nicht. Ein Ersteller einer 3d Datei die er frei zugänglich macht sollte dann eben auf Lego verzichten und nur allgemeine Bezeichnungen verwenden. Dann dürfte es nicht zu solchen Problemen kommen. Gleiches gilt natürlich auch für die Beschreibung einer Datei. Wie Lego compatible etc. Grundsätzlich ist es aber erlaubt den Stein als solches zu drucken und ihn für den eigenen Gebrauch zu nutzen. Gilt auch für die Minifigur. Alles im Rahmen der Privatkopie ist damit legal. Der Chinese zb. LEPIN verkauft es eben und das geht nicht.

    • Die allermeisten Steine die unter dem Lepin-Logo verkauft wurden waren legal. Illegal wurden diese primär durch die Figuren und eine Verpackung die dem original verdammt nahe kam. Bluebrixx hat die Lepin-Town Hall ohne Verpackung und Figuren als „Steinebox“ verkauft. Das ist mitten in einem schwebenden Verfahren passiert und wird daher sicher nicht ohne vorherige gründliche anwaltliche Prüfung erfolgt sein.

      Johnny’s World hat die geschützten Steine mal raussuchen lassen. Das Video dazu heißt „LEGO® – Welche Steine sind eigentlich noch geschützt?“

      Wenn jetzt alle 3D-Drucker ihre Steine als „Kompatibel zu Lepin, Xingbao, CaDA“ bezeichnen würden wäre das sicher eher nachteilig für die Marke des dänischen Konzerns.

      Von den Plattformbetreibern würde ich mir wünschen, wenn man eine Rubrik wie „Klemmbausteine“ oder „Building Blocks (8mm)“ einführt, damit die kompatiblen Elemente auch ohne Nennung der Marke weiter gefunden werden können.

    • VORSICHT. „verschenken“
      Außerhalb der Familie oder über haushaltsüblicher Menge kann das als mittelbare definiert werden.

      Im Umlauf bringen darf es nur der Rechteinhaber. Mittelbar würde sich jedoch ein Spediteur auch schon strafbar machen, bei Kenntnis der Ware.

  10. Ich finde es in Ordnung,dass auch die Elemente, die Fans entworfen haben(wie das Eisenbahnrad) entfernt werden, weil Lego in der Hinsicht geschädigt wird, weil durch diese eigen Kreation Lego Einnahmen verloren gehen würde, weil so dann Züge, wenn Lego welche auf den Markt bringen würde, nicht verkauft werden würden, da kein Interesse bestehen würde, da ja potenzielle Kunden sich Züge durch solche Drittanbieter Produkte nicht kaufen würde.

    • Das was Cobi, Q-Bricks, Xingbao oder auch Big Ben Bricks und viele andere herstellen und vertreiben ist absolut legal. Das wird um etliche Zehnerpotenzen mehr schaden als ein paar Freaks, die im stillen Kämmerlein eigene Speziallösungen austüfteln. Geschätzt etwa 1/3 der bei Thingiverse einst verfügbaren Teile dürften Elemente gewesen sein, für die Billund keine Lösung hat. Angefangen von 1×5 Platte und Stein bis hin zu hoch komplexen und-/oder universellen Teilen. Oder auch nützliche Dinge wie Verbinder zwischen Klemmbausteinen und anderen Systemen wie Fischertechnik oder K’nex. Oder zwischen Brio und Duplo.

      Was ich nicht so recht verstehen will, warum die Firma hier gegen ein Nischenthema vorgeht. 3D-Druck ist nicht Plug and Play wie ein Tintenstrahldrucker, sondern erfordert eine Lernkurve die mit viel Zeit und Mühen verbunden ist. Um eine Präzision zu erreichen, die das Selbstgedruckte mit Klemmbausteinen kompatibel gehen sind auch bei der Verwendung fertiger, gut konstruierter Bauteile dem fertigen Werkstück viele Fehlversuche voraus. Derzeit etwas für Freaks mit Geduld und Begabungen. Etwas für Notlösungen.

      Die Eisenbahnräder sind übrigens von mir. Gedrucktes entsteht nur, wenn es weder vom Original, noch von alternativen Herstellern eine passable Lösung gibt. Und um jedes gedruckte Teil werden verdammt viele dänische Steine verbaut.

    • Bitte? Ernsthaft jetzt?
      Die Leute müssten es nicht selber herstellen, wenn Lego endlich mal auf den Markt hören würde.
      Und damit meine ich nicht das 61935te Set von Star Wars, nur um die Kiddies zu bedienen.

      Schon mal daran gedacht, ndass die Leute die eigene, Lego kompatible Teile entwerfen, vom URHEBERRECHT geschützt sind?

    • Tut mir leid das jetzt so zu sagen, aber dass ist mit Abstand das dümmste Fanboy Argument das ich jemals in meinem Leben gehört habe, und ich hab schon viel Mist gehört 😉

      • Da es kein Edit gibt:

        Und falls du es noch nicht weißt jeder darf Klemmbaustein kompatible Teile entwerfen egal ob er sie nun nur zum Ausdrucken anbieten oder ob er sie selber Herstellt und verkauft, solange es keine aktuell geschützter Stein mehr von Lego ist, sondern ein Eigenentwurf geht das Lego einen feuchter Kehricht an auch wenn du das nicht wahrhaben willst 🙂

  11. In dem Artikel wird davon gesprochen, das Lego seinen Löschungsantrag nicht eigentlich nachvollziehbar begründet hat. Mir ist bei dem Beispiel der Eisenbahnräder nicht klar, welche Rechte da verletzt wurden. Eisenbahnräder bzw. das Rad wurden nicht von Lego erfunden. Sollte es sich aber nur um die Bezeichnung „Lego kompatibel“ drehen, wäre doch eine andere Lösung möglich. Bei mir heißt das „Klemmbaustein kompatibel“, bzw. es sind bei mir Klemmbausteine und nicht Lego Steine. Lego ist eine Firma die auch Klemmbausteine fertigt. Übrigens, meine ca. 600.- Euro der letzten Klemmbaustein Bestellungen (Sets) sind bei anderen deutschen Einzelhändlern gelandet. Irgendwie ist das System Lego nicht zu verstehen. Gott sei Dank, gibt es noch keine GEZ für Lego.
    Ich mische Klemmbausteine verschiedener Hersteller und haben meine Freude dran. Das ist ein Hobby und keine Weltanschauung.
    Weiterhin allen viel Spaß beim Bauen!

      • Ich denke auch dass es der Wahrheit am Nächsten kommt das die Plattformen überreagiert haben.
        Daher erstmal dem Ball flach halten und darauf hoffen das LEGO im Rahmen der Anfrage auch eine entsprechende Antwort gibt.
        Ansonsten sollten die Designer die nicht geschützten Teile mit neuer Beschreibung ohne Markennennung wieder einstellen.
        Über die schönen Eisenbahnräder bin ich beim Stöbern auch schon gestolpert bin aber einfach noch nicht soweit, so präzise Drucke zu machen.

  12. Eine Hysterischen Maßnahme eines (noch) Marktführers der der Bedeutungslosigkeit entgegen geht.
    Mittlerweile ist mir Lego vollkommen egal.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*