LEGO Group: JJ Van Oosten wird neuer Chief Digital Officer

JJ van Oosten
JJ van Oosten, CDO

Die LEGO Group hat bereits gestern JJ Van Oosten offiziell zum Chief Digital Officer ernannt. Er besetzt den Posten ab dem 06. März 2019.

Van Oosten wird dem Executive Leadership Team des Unternehmens beitreten und direkt an den CEO, Niels B. Christiansen, berichten. Er soll eine entscheidende Rolle bei allen Aspekten für digitale Strategien der LEGO Gruppe spielen, von der Technologie über den elektronischen Handel bis hin zur Einbindung von Käufern und Verbrauchern.

Der CEO der LEGO Group, Niels B. Christiansen, sagte:

„Die Digitalisierung wirkt sich auf alle Aspekte unseres Geschäfts aus, von der Produktgestaltung bis hin zur Interaktion mit den Käufern. Es verändert die Handelslandschaft und wie Kinder spielen. Aber es bietet auch aufregende Möglichkeiten und neue Wege, um LEGO für mehr Kinder auf der ganzen Welt zu bringen. Der Chief Digital Officer wird uns dabei helfen, eine digitale Vision aufzubauen, die es uns ermöglicht, die aufkommenden digitalen Trends zu nutzen, weiterhin agil und innovativ zu sein und Kinder für Generationen zu begeistern.“

„Wir freuen uns, JJ begrüßen zu dürfen. Er bringt eine großartige Kombination aus digitalem Fachwissen und kommerziellem Know-how mit. Er verfügt über nachweisliche Erfolge bei der digitalen Transformation in Marken- und Einzelhandelsunternehmen und teilt unsere Unternehmensphilosophie. “

JJ Van Oosten sagte:

„Ich freue mich sehr, der LEGO Group beizutreten. Die Mission, Kinder zu begeistern und zu fördern, ist eine wichtige Aufgabe, und ich fühle mich geehrt und ergriffen, auch nur eine kleine Rolle spielen zu dürfen. Die Zukunft unserer Kinder wird durch Automatisierung, KI, Robotik und Umweltveränderungen geprägt. Damit sie in dieser neuen Welt Erfolg haben können, müssen sie agil sein, zusammenarbeiten, Probleme lösen und kreativ denken können. Spielen, und vor allem das Spielen mit LEGO, vermittelt ihnen diese Fähigkeiten und wird ihnen helfen, ihre Zukunft zu gestalten. “

JJ Van Oosten verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in digitalen Führungsrollen. Er war Chief Digital Officer des deutschen Einzelhandelsunternehmens REWE, wo er alle Aspekte der digitalen Agenda, einschließlich E-Commerce-Operationen, Technologieinfrastruktur und digitales Marketing, beaufsichtigte. Mit seinem Team entwarf und baute er ein digitales Ökosystem, das physische und digitale Kanäle über Mobil- und KI-Technologie miteinander verband, und gründete das erste automatisierte Zentrum für die Lebensmittelabwicklung in Europa. Er hatte ähnliche Positionen bei Tesco plc und Kingfisher plc inne.

Van Oosten hat einen MBA der London Business School und einen Doktortitel in Molekularbiologie und einen Master in Ingenieurwissenschaften und Agrarwissenschaften von Grembloux Agro-Biotech in Belgien.

Ich persönlich bin sehr gespannt, ob wir als AFOLs wirklich etwas von der digitalen Vision mitbekommen. Bislang richtet sich das digitale Angebot abseits der verschiedenen Webseiten mit der LEGO Life App oder den kommenden AR-Sets Hidden Side ja maßgeblich an Kinder. Ich persönlich nutze aber bereits genug digitale Helferlein, einen besonderen Bedarf an digitalen Inhalten habe ich eher nicht bei LEGO. Dennoch finde ich gut, dass gerade LEGO sich diesem Thema gemäß der heutigen Entwicklungen auch verstärkt darum kümmern möchte, passende und vor allem lernreiche Elemente einzubinden.

Habt ihr besondere Hoffnungen oder hättet ihr Wünsche an den neuen Chief Digital Officer von LEGO? Oder seht ihr die digitale Ausrichtung an den aktuellen Zeitgeist bei einem haptischen und kreativen Spielzeug eher skeptisch?

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3 Kommentare

  1. Naja der Webshop könnte bisschen runder laufen, allein das Lego.de auf der Startseite vor 2 Wochen immer wieder auf Sets im Shop gelinkt hat welche längst aus dem Programm waren …
    Sowas braucht eh Zeit bei so einer großen Firma ich rechne nicht damit, dass wir irgendwas merken und wenn sich was ändert das auf eine Personalie zurückzuführen ist.

  2. Die größte Gefahr bei der Einbindung digitaler Elemente in die eigentlichen Konstrukionen ist (mMn), dass diese sehr schlecht altern, bzw. schlimmstenfalls zu Wegwerfartikeln ala Smartwatches werden… das passt (mMn) nicht zu dem nachhaltigen Baukasten-prinzip der Klemmbausteine.

    Ich sehe daher auch die App-Steuerung des Liebherr Baggers äußerst kritisch. Ein offener Funkstandard und eine richtige Fernbedienung wären mir hier bspw. lieber gewesen, als eine neumodische App.

    Solange sich die „Digitalisierung“ von LEGO auf das Kauferlebnis, die Werbung und das Drum Herum beschränkt, soll es mir Recht sein.

  3. Digital ist für LEGO ja immer noch wirklich grauenvolles Neuland. Beim Shop krankt es ja schon, dass die Bezahlmöglichkeiten nicht mit einer Bonitätsprüfung verbunden sind. Man kann lustig auf Rechnung bestellen und ein paar Tage später kommt eine Mail, dass diese Zahlungsmöglichkeit nicht besteht. Inzwischen sind die bestellten Sonderangebote längst ausverkauft. Verlässliche Aussagen zum Bestand, auch in den Stores oder gar eine Reservierungsmöglichkeit gibt es nicht.

    Die Software, EV3 vielleicht abgesehen, ist auf einem Level den andere nicht einmal als Beta abliefern würden. Bluetooth kommt 20 Jahre nach dessen erster Spezifikation. Und statt die Kompatibilität der Produkte herauszustellen gibt man dem Kind zich verschiedenen Namen. Der Markt für Beleuchtungs-LED wird Drittanbietern überlassen.

    Ich wünsche Herrn Van Oosten ein gutes Händchen. Und vor allem den erforderlichen Rückhalt in der Geschäftsführung.

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