LEGO Group gibt Jahresergebnis 2020 bekannt: 19% Gewinnwachstum im Vergleich zum Vorjahr!

LEGO Jahresergebnis 2020

Soeben hat LEGO die offiziellen Zahlen für das zurückliegende Jahr 2020 bekanntgegeben und blickt dabei, gestützt durch den generellen Boom in der Spielzeugbranche durch die Corona-Pandemie, auf eines der erfolgreichsten Jahre in der Firmengeschichte zurück. Wir wollen euch hier die LEGO 2020 Jahreszahlen kurz vorstellen, bevor wir zu einem späteren Zeitpunkt einen „Deep Dive“ in die Zahlen machen.

Vorgestellt wurden die Zahlen eben im Rahmen einer Pressemitteilung, während um 10:30 Uhr wie geplant eine Pressekonferenz folgen soll.

Die „Consumer Sales“, also die direkten Verkäufe an den Endverbraucher, legten hier um sehr starke 21% zu, während der Umsatz um 13% anwuchs, auf 43,7 Milliarden DKK, umgerechnet 5,9 Milliarden Euro. Der operative Gewinn der LEGO Gruppe stieg dabei sogar um 19% an und betrug im vergangenen Jahr 12,9 Milliarden DKK, also umgerechnet 1,7 Milliarden Euro. Auch der Nettogewinn stieg um 19% an und liegt in diesem Jahr bei 9,9 Millarden DKK, umgerechnet 1,3 Milliarden Euro.

  • Umsatz: 43,7 Mrd. DKK (5,9 Mrd Euro): +13%
  • Operativer Gewinn: 12,9 Mrd. DKK (1,7 Mrd Euro): +19%
  • Nettogewinn: 9,9 Mrd DKK (1,3 Mrd. Euro): +19%
  • Verbraucherverkäufe: +21%

LEGO hat wie jedes Jahr eine übersichtliche Infografik zum Jahresergebnis veröffentlicht:

LEGO Jahresergebnis 2020 2

Der LEGO CEO Niels B. Christiansen kommentiert das Ergebnis so:

Wir sind mit diesen Ergebnissen sehr zufrieden. Sie zeigen die zeitlose Relevanz des LEGO Steins und des Lernens durch Spielen. Diese Leistung ist auch ein Beweis für die Leidenschaft, Kreativität und Widerstandsfähigkeit unserer Mitarbeiter. Trotz der Herausforderungen der Pandemie haben sie unermüdlich daran gearbeitet, dass die Welt weiter spielen kann.

Die Top-Themenwelten, die wie immer in keiner besonderen Reihenfolge angegeben werden, bestehen vor allem aus alten Bekannten, die auch schon im Jahr 2019 genannt wurden:

  • LEGO City
  • LEGO Technic
  • LEGO Star Wars
  • LEGO Friends
  • LEGO Classic

LEGO bezeichnet in der Pressemitteilung den Start der LEGO Super Mario Themenwelt als „eine der erfolgreichsten Produkteinführungen der Firmengeschichte“, nennt aber keine konkreten Zahlen über den Erfolg der von vielen erwachsenen Fans kritisch betrachteten Themenwelt.

Aufgrund der geschlossenen LEGO Brand Stores und vermutlich auch aufgrund der gestiegenen Nachfrage haben sich die Besucherzahlen im LEGO Online Shop außerdem verdoppelt.

Wir werden euch das LEGO 2020 Jahresergebnis nochmal detaillierter vorstellen, eine umfangreiche Analyse der Zahlen benötigt aber Zeit. Heute um 10:30 Uhr soll im LEGO Newsroom weiterhin noch eine Pressekonferenz stattfinden, in dem die Zahlen nochmal vorgestellt werden. Wir werden den Stream natürlich ebenfalls begleiten und ggf. weitere Informationen hier ergänzen.

Genauere Details zur Entwicklung in den letzten Jahren könnt ihr der folgenden Grafik entnehmen. Wir werden diese zu einem späteren Zeitpunkt auch nochmal als maschinenlesbare Tabelle veröffentlichen:

LEGO Jahresergebnis 2020 1

Äußert euch gerne in den Kommentaren zu den veröffentlichten Jahreszahlen der LEGO Gruppe. Denkt dabei aber bitte an die Netiquette und bleibt beim Thema! Für die aktuell existierenden Nebenkriegsschauplätze haben wir schließlich eigene Beiträge… 😉

Über Lukas Kurth 1733 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 30 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de

242 Kommentare

        • Letztes Jahr wurde ein Zuwachs im AFOL Bereich verkündet (meine ich), ich weiß nur nicht zu welcher Gelegenheit. Evtl. muss man dazu das Marketing ausquetschen?

          • Am Ende wird Lego da wahrscheinlich gar keine genauen Zahlen haben. Kaufen werden es ja in der Regel fast immer die Eltern. Zumindest bei den teuren Sets. Ob die dann aber wirklich für die großen oder die kleinen Kinder sind, weiß kein Händler. Da kann man nur vermuten. Meine Vermutung ist, dass sich Lizenzthemen eher an die Erwachsenen richten. Die Kinder unter 8J können mit den meisten Lizenzen wohl wenig anfangen. Hauptsache das Set an sich ist gut. Je größer/älter man wird, desto mehr Markenbindung hat man. Sieht man ja z.B. bei Star Wars oder Harry Potter, was bei Erwachsenen fast schon beliebter als bei Kindern ist.Zumindest in meinem Bekanntenkreis.

    • Ich denke das liegt vor allem an den teuren Autos wie Sian und Bugatti, die werden sich ganz gut verkaufen. Ich kenne mittlerweile auch Erwachsene die 0 sonst mit Lego am Hut haben, die Dinger aber gekauft haben.
      Zählt auch in die Technic Sparte, für mich ist das aber kein Technic im klassischen Sinne, ich hätte lieber das gute alte Zeug mit technischen Lösungen und keiner App.
      Ich bin jetzt aber auch nicht „der“ klassiche Technic Käufer, habe nur 5 Modelle zu Hause.

      • Das kann gut sein. Bin ja auch im letzten Jahr aus meinen Dark Ages gekommen, habe viel zar auch im normalen Lego gewildert, da aber viel gebraucht. Das meiste Geld habe ich bei neuen Sets bei Technic gelassen. Es reizte mich einfach, vor den Dark Ages war Technic das letzte was ich wirklich gemacht habe (das letzte was gekauft wurde war was von den ersten Star Wars Zeug). Von daher schöner Ansatzpunkt. Und da will man ja was möglichst größeres. Weshalb ich gleich den roten Kranwagen genommen habe. War schon ne Umstellung von den alten Bricksystemen.

    • Da wohl die Supercar Serie (Bugatti & Sian) mit dazu zählt, wenig verwunderlich. Schon mit dem Porsche GT3 kamen viele Fans dazu, welche vorher nie Berührung mit Lego hatten.
      Aber gefühlt haben alle 2020 nur den Mini Claas gekauft. XD

  1. Also mich erfreuen diese Zahlen sehr – das macht doch glatt gute Laune.

    Insbesondere weil gewisse Leute immer wieder prädigen, dass in Billund nur Leute sitzen die nicht wissen was sie tun und die Firma vor den Baum lenken und wiederum andere das auch noch glauben.

    • Naja, aber die Anzahl an Produkten ist um 21% gestiegen, der Gewinn aber nur um 19%. Da man eine geringere Gewinnmage bei den Produkten ausschließen kann, bleibt also nur noch übrig, dass die Produkte weniger gekauft werden. Dazu kommt auch noch, dass viele Produkte immer teurer werden und somit viel Gewinn mit teuren Sets erwirtschaftet wird, die vorallem von Erwachsenen gekauft werden, und weniger die Themenreihen mit vielen neuen Sets, wie z.B. City. Das würde also beduten, dass Lego weniger Geld mit Kindern (also ihrer Kundschaft, die wirklich nachhaltig wäre) macht als mit AFOLs. Meiner Meinung nach ist das für LEGO kein wirklich zukunftssicheres Ausrichtungspogramm

      • Was soll denn dieser Vergleich mit der Anzahl der Produkte? Das ist doch völlig irrelevant. LEGO hat 19% mehr Gewinn in einem Jahr gemacht. Daraus den LEGO-Untergang herzuleiten ist sehr abenteuerlich.
        Letztlich hat LEGO ein Top Jahr hinter sich und die Kinder von heute werden vermutlich nicht weniger LEGO bekommen haben, selbst wenn man annimmt, dass die 19% Gewinnsteigerung zu größten Teil durch Erwachsenen-Set-Käufe bedingt ist. Wie genau sich die Käufe verteilen ist pure Spekulation, aber eine solche Gewinnsteigerung spricht nicht dafür, dass Kindern weniger LEGO gekauft würde.
        Unter den 5 TOP-Themen sind City, Friends und Classic. Klingt für mich nicht nach den typischen Erwachsenenthemen.

    • Es ist vollkommen abwegig und eigentlich auch komplett lächerlich, wenn Klemmbausteinler bestimmter Couleur Lego’s Untergang voraussagen.
      Wer allerdings, ohne über ein Aktienportfolio zu verfügen, ein Hochgefühl hat, wenn Lego die Umsatzzahlen präsentiert, ist imho auch nicht problemfrei. Was hat es bitteschön mit meiner Lebensqualität zu tun, wenn ein Konzern in Dänemark gut verdient? Der Aktions- und Reaktionsradius meines persönlichen Glückslevels ist deutlich kleiner. Familie, Freunde, Brick Sets in Reichweite, die haben was damit zu tun, der Pegelstand in meiner Geldbörse vielleicht noch, aber die Nullen auf einem Konto in Billund? Nee, wirklich nicht. „Es könnt‘ mir nichts egaler sein.“

      • Man kann sich ja trotzdem freuen, wenn der favorisierte Spielehersteller gut läuft, weil das bedeutet, dass man sich auch in Zukunft über tolle Produkte freuen kann.

        Ich sehe das weniger kritisch. Markentreue ist ähnlich wie Fan-Verein. Der eine hat so etwas, der andere nicht. Wenn man es übertreibt, sollte man es natürlich kritisch hinterfragen.

      • Playmobil war vor einigen Wochen schon in den Nachrichten. Da läuft es seit Jahren nicht mehr rund. Bei Playmobil muss man ja auch wirklich ständig neue Formen bauen. Die Autos etc. sind ja meistens aus wenigen Teilen zusammengesetzt.

        • Playmobil lebt im Gegensatz zu Lego sehr stark vom klassischen Verkauf im Spielzeuggeschäft. Das mag damit auch zu tun haben. Außerdem ist Playmobil bei weitem nicht so hochpreisig wie Lego. Da kommen mehrere Dinge zusammen. Eine Welt ohne Playmobil wäre genauso doof wie eine ohne Lego.

          • Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Playmobil so sehr bei Erwachsenen zieht wie LEGO. Sicher geht auch bei AFOLs vieles über Nostalgie, die auch für Playmobil funktionieren könnte, aber insgesamt scheint mir der Klemmbaustein als Medium doch deutlich Erwachsenentauglicher als Playmobil, das im Grunde immer nach „Spielzeug“ aussieht und mit dem man ja auch nicht wirklich was bauen kann. Damit fehlt ein für LEGO wiederum immer wichtiger werdender Markt und aus dem Grunde erklärt sich mir auch nicht, warum man bei Playmobil ähnliche Popkultur-Erwachsenenthemen findet, wie BttF, Ghostbuster oder den VW Camper.

        • Wenn man sich die Sets anschaut, dann machen sie vieles anders. Und für meinen Geschmack machen sie auch mehr in Richtung Rollenspiel. Es gibt Bauernhöfe, Häuser, eine riesige Schule und vieles andere, was für Kinder und deren Rollenspiel gut und wichtig ist. Auch Ritter und Piraten sind vorhanden. Nur leider müssen die für jedes Set eigene Spritzgussformen anfertigen. Diese liegen dann wiederum pro Form bei der Komplexität der Bauteile bei fast fünf stelligen Beträgen. Ein Set mit Fahrzeug muss sich dann schon mehrere tausende bis zehntausende Male verkaufen, bis da Gewinn kommt. Das Problem hat Lego nicht. Die nutzen die Formen für 1×2 Bricks einfach für alle Sets und das seit Jahrzehnten (okay, jede Form für einige Jahre), und dabei kostet eine Form für solch ein einfaches Spritzgussteil einen Bruchteil von den Playmobil Formen.
          Es ist also mit Playmobil und Lego so, als ob man Massenware mit Einzelanfertigung vergleicht. (ja, auch Playmobil ist Massenware… Siehe Erklärung oben).
          Interessant wäre es zu sehen, mit welchen Sets Playmobil ihr Geld verdient.

        • Sorry, aber es wird extra drauf hingewiesen am Ende des Artikels, es nervt das man unter jeden Beitrag hier immer wieder die grabenkämpfe als unbeteiligter sich geben muss. Hört doch einfach mal auf damit. Müsste ihr hier immer euren unmut kund tun? Der eine kann es nicht lassen über gewisse YT zu haten und der andere kann es nicht lassen Lego zu haten. Könnten diese Fraktion einfach mal die klappe halten und das man sich Sachlich über einen Beitrag unterhalten kann? Keine Lust hier wieder die Ellenlagen Antworten zu lesen die nichts mit dem Beitrag zu tun haben bis ich mal was finde was Sinnvoll zum Beitrag zählt.

          DANKE

  2. War abzusehen das es ein gutes Jahr für Lego war. Aufgrund der Pandemie waren viele zuhause und hatten viel Zeit. Zudem wurden wohl auch extrem viele Sets für die Kinder gekauft, um diese etwas zu beschäftigen während Kindergärten und Schulen geschlossen waren. Leider wurde offenbar aber auch an der Produktqualität gespart, was sich natürlich auch auf den Gewinn auswirkt. Farbfehler (z.Bsp. Lamborghini Sian, Fiat 500), immer mehr Sticker statt Prints (z.Bsp. Harry Potters Diagon Alley) und natürlich auch bei einigen Sets ein wirklich schlechtes Preis/Leistungs-Verhältnis (Lego Technic Ferrari GTE). Das alles trübt für mich persönlich etwas die Freude über das gute abschneiden. Ich hoffe das Lego wieder die Kurve bekommt in Zukunft. Mit dem neuen Porsche 911 zeigen Sie ja das es durchaus geht.

    • Bei den Punkt mit den Anlaufschwierigkeiten bzgl. Farbton gebe ich dir Recht, hoffe auch dass sie das in den Griff bekommen – bin optimistisch.

      Wobei sowohl mein Fiat 500 als auch Lamborghini keinerlei Probleme hatten – scheinen also tatsächlich Anlaufschwierigkeiten gewesen zu sein (darf trotzdem nicht passieren).

      Dass der Gewinn so steigt, liegt sicher auch daran, dass die Fixkosten sich auf mehr Sets verteilen.

      • Deine Pin Connectoren haben die selbe Farbe wie die Panels beim Sian? Ich meine die Dinger wo die Softaxels am Dachrand befestigt sind. Hatte einige Teile von meinem durch den Support nachbestellt, und die Dinger waren tatsächlich immer noch deutlich gelber als der Rest. Restlichen Teile von meiner Liste gabs tatsächlich jetzt in besseren Versionen.

        • Wenigstens hast du eine Antwort erhalten auf die Farbabweichungen und sogar Ersatzteile. Ich habe den Sian direkt bei erscheinen gekauft und hatte teils massive Farbabweichungen und habe diese auch direkt beim Support reklamiert. Bis auf eine Zwischenmeldung, das man dies zur Prüfung an die „Qualitätsabteilung“ weiter gibt, kam auch auf eine erneute Rückfrage meinerseits nach über 2 Monaten keine Antwort mehr. Ersatzteile habe ich natürlich ebenfalls bis heute nicht erhalten. Muss auch sagen das ich hier echt enttäuscht war von Lego, da der Service sonst eigentlich immer ganz gut funktioniert. Am besten wäre es natürlich wenn man diesen gar nicht erst kontaktieren müsste. Bei dem UVP Preis des Sian fand ich das schon echt schwach. Ich werde definitiv auch kein weiteres Supercar mehr direkt zum erscheinen zur UVP kaufen bei Lego.

          • Manchmal storniert das System das – warum auch immer. Anrufen telefonisch bestellen klappt 100pro!

    • Die Zahlen sprechen allerdings eher dafür, dass Lego bezüglich Qualität, Preis/Leistung und Kundenwünsche (Aufkleber/Prints) sich bei den meisten Kunden auf der richtigen Linie befinden, als dagegen.
      Auch waren zumindest in Deutschland viele (Spielzeug-)Geschäfte lange Zeit wegen Corona geschlossen, so dass der Zuwachs nicht unbedingt zwangsläufig war, meiner Meinung

      • Die Zahlen sind wirklich gut, was mich aber auch nicht überrascht. Ich finde, dass einigen weniger guten Sets echt viele tolle Sets gegenüberstehen. Auch den häufig kritisierte online Shop finde ich persönlich sehr OK. Im Bereich Telefon-Service und Freundlichkeit in den Stores setzt Lego meiner Meinung nach echt Maßstäbe.

  3. Interessant zu sehen, dass obwohl Lego so Massiv in der Kritik steht, sie doch noch extrem wachsen.
    Ich glaube, der kleine Teil in Deutschland, der sich jetzt kein Lego mehr kaufen will, macht im Gesamtbild nicht sehr viel aus.
    Daher tritt lego auch in ein Fettnäpfchen nach dem nächsten, weil sie es sich erlauben können ein paar Kunden zu verlieren, um die Marktstellung zu halten.
    So könnte ich es mir jedenfalls erklären.

    Aber jedenfalls schön zu sehen, dass es lego sehr gut geht und auch weiterhin viele Menschen lego kaufen.

    • Ich bin sehr gespannt auf die Zahlen zu 2021. Die Pandemie schein „rückläufig“ zu sein. Und es formieren sich immer mehr und mehr Richtung Alternativen.

      Dieses Jahr wird glaube ich noch sehr viel passieren, zumal ich persönlich die Sets der ersten Jahreshälfte 2021 bisher auch sehr schwach finde. Ausnahmen sind die Sets für Erwachsene. Der Kindermarkt hingegen ist sehr schwach.

      Es bleibt spannend und so soll es ja sein 🙂

      • Der Kindermarkt hingegen ist sehr schwach.

        Kann ich so nicht nachvollziehen. Ninjago, Harry Potter, Star Wars und Super Mario haben gute neue Sets die bei meinen Kinder und deren Freunde sehr gut ankommen. Die Wunschlisten sind prall gefüllt.

        • Einer der wichtigsten Punkte bei sachlichen Diskussionen ist, dass niemals von sich selbst oder seinem Umfeld auf die Allgemeinheit geschlossen werden sollte. Das führt häufig zu einer verzerrten Wahrnehmung und Schlussfolgerungen.
          Beispiel 1: „Ninjago (…) haben gute neue Sets (…). Das ist ein subjektives Empfinden, welches verstärkt wird durch Beobachtungen.
          Beispiel 2: „Die Wunschlisten sind prall gefüllt.“ Das sagt erstmal wenig darüber aus, ob der Kindermarkt nicht stärker sein müsste. Gegenbeispiel: Meine Wunschliste und die meiner Familie ist leer -> muss also der Lego Markt für Erwachsene schwach sein?

          Ich verstehe aber, dass eine ständige differenzierte Betrachtung schwer möglich sein kann. Ich z.B. möchte manchmal einfach nur meinen Senf loswerden und tue mich dann schwer, vollständig auf Unterstellungen, Behauptungen und Subjektivität zu verzichten bzw. zu unterdrücken. Darüber hinaus möchte ein Gegenüber sowas auch gerne als Angriffspunkt verwenden und nutzt dann meine Schwäche für den eigenen „Angriff“.

          Es ist verzwickt!

          • Hmm wo war hier ein Angriff?

            Da es von Lego keine aussagekräftigen Zahlen gibt, gibt hier durchgehend jeder seinen persönlichen „Senf“ ab.

            So ganz ist mir nicht klar was du mit deinem Kommentar sagen möchtest?

            – Eine persönliche Einschätzung von Lucas darf man nicht widersprechen
            – Ich soll meine Meinung nicht kundtun

            Ein Kommentar ist erstmal keine Diskussion, sondern „ein Kommentar im Journalismus ist ein Meinungsbeitrag zu einem Thema“. Ob die Diskussion sich daraus entwickelt, könnte man nun hier beobachten. Ob dies nun sachlich ist hängt nicht nur von Fakten ab, weil dies hier z.B. gar nicht durch Fakten belegbar oder widerlegbar ist (oder zumindest nicht von Nicht-Lego-Vorstand). Andere Faktoren wie Höflichkeit, Gelassenheit habe ich glaube ich nicht verletzt.

            Ja manchmal ist es verzwickt. 😉

      • Es ist ja aktuell nur regional auf DACH begrenzt, dass Lego grade ein schlechtes Image bei den Klemmbausteinfans hat. Dieses wird sich wohl nicht gravierend auf die Gesamtverkäufe in DACH auswirken. Dann muss man das wieder in Relation sehen, potentielle Asiatische (hauptsächlich chinesisches) Markt ist in Zukunft fast doppelt so groß wie der NAFTA- und EU- Markt zusammen. Es ist ja schon deutlich an den Sets und der Anzahl der Lego Stores zu erkennen, wo Lego Prioritäten setzt.
        Wegen einer kleinen Gruppe verärgerter Erwachsener in DACH, wird Lego seine globalen und aktuell sehr erfolgreichen Strategien wohl nicht ändern.

      • @Lucas Viele die bei Youtube pushen haben mit dem Thema eh nichts am Hut. Entscheiden tun jene, welche LEGO tatsächlich kaufen. Sehe das wie Michael K.

      • Das Friends noch erwähnt wird, hat ich überrascht. Ich hatte das ob der über mehre Jahre hinweg arg eigenwilligen Sets für weitgehend ausgelutscht erachtet. Vielleicht läuft das ja außerhalb von D besser.

        • Wer sagt denn, dass Friends in Deutschland nicht so gut laufen würde? Denn du persönlich betrachtest die Sets als eigenwillig und ausgelutscht, das können viele andere aber auch wieder anders sehen, auch in D.

        • Friends hat Lego bei Mädchen überhaupt beliebt gemacht. Bei meiner Tochter in der Grundschule hat fast jedes Mädel Lego Friends zuhause.

      • Sind City und Friends nicht Kinderthemen? Und wird nicht Classic auch meistens an Kinder verschenkt, weil die Steine den Erwachsenen zu bunt sind? Wenn drei der 5 Topthemen eindeutig Kinderthemen sind und Platz 1 und 2 Themen, die sowohl Erwachsene als auch Kinder ansprechen, dann ist das für mich logisch schon deshalb logisch, weil die ersten beiden Plätze eine größere Zielgruppe haben. Ich kann da keinen schwachen Kindermarkt entdecken.

        • Plätze gibt es nicht, die Reihenfolge ist willkürlich der Top 5 Themen. Klar wird Lego die Themen nicht umsonst als TOP 5 Themen angeben, aber ich komme selbst aus einem Großkonzern mit 8 Mrd. Umsatz pro Jahr und weiß wie bei uns Daten herausgegeben werden für die Öffentlichkeit und das ist alles geschönt von vorne bis hinten auch wenn es ein positives Jahr war, wird es in den Ergebnissen nach draußen NOCH positiver wieder gegeben oder aber auch bescheidene Jahre waren dann mit einmal „total erfolgreich“ Und entsprechend sind die Öffentlichen Berichte ausgelegt. Es hat seinen Grund warum Lego nur bei gewissen Sachen Zahlen veröffentlicht, wir halten das genau so und das aus guten Gründen. Was ich damit sagen will, solche Veröffentlichungen immer mit Distanz aufnehmen und verarbeiten. Es wäre z.b. doch wirklich interessant zu sehen wie sich die Zahlen bei den Themen in Prozent widerspiegeln. Wie viel Umsatzbeteiligung hat jedes einzelne Thema? Wie viel wurde für Lizenzkosten ausgegeben? Konnten die Lizenz Produkte die Lizenz Kosten amortisieren usw.? Gerade bei den TOP 5 Themen frage ich mich sofort, was ist mit dem Thema Bathman, Marvel, Minecraft oder Speedstar usw.. Werden die intern tatsächlich als eigenes Thema genommen oder wandern die irgendwo in die TOP 5 mit rein? (sowas wird nämlich auch gerne gemacht)

          Ich bin halt aus wissender Erfahrung bei solchen Berichten immer vorsichtig unterwegs denn intern sieht das ganz anders aus, denn so lang man nicht weiß wie sich die zahlen zusammensetzen ist das Ganze nichts anderes als Werbung für uns gedacht, mehr nicht.

    • Die „Kritik“ wird größer gemacht als sie tatsächlich ist, das spielt sich ja hauptsächlich nur im Dunstkreis einer Person ab. Nehmen wir diese Person mal weg, ist es schon viel leiser.

    • @Michael K. – Hier ging es um 2020, das andere fing extrem Ende 2020 bzw. erst dieses Jahr an.
      Und muss man mal die Zahlen von diesem Jahr abwarten. Und dann speziell die Entwicklung in Deutschland bzw. Europa.

  4. Was ich nicht verstehe, letztes Jahr wurden doch weniger Star Wars Sets als geplant rausgebracht, weil es angeblich nicht mehr so läuft beim Thema Star Wars? Warum gehört es dann trotzdem zu den Top Themes (vor Ninjago)?

    • Wir wissen doch auch gar nicht was ein Top-Thema ausmacht, oder?
      Vielleicht geht es gar nicht um Verkaufte Einheiten, sondern um die größte Marge oder die „tollsten Sets“ Wir haben wissen es einfach nicht 😅

      • das stimmt Matthias, ich hoffe nicht, dass sich das auf eine Umfrage innerhalb der Lego Group bezieht, frei nach dem Motto: „und was findet ihr so cool?“ 😀

      • Größte Marge wäre plausibel und ist auch die Metrik die Lego direkt zur Verfügung hat. Ninjago hat einen sehr geringern Preis pro Steine Preis, aber gleichzeitig teilweise recht aufwendige Drucke bei den Figuren und viele verschiedene Formen, das ist sicher nicht förderlich für die Marge.
        Technic hat viele Pins, wenige Drucke und dank der Supercars ein recht schlechtes Preis pro Steine Verhältnis.
        Star Wars Sets sind eher teuer, daher höhere Marge, man denke da an ein paar Sets die deutlich zu teuer sind z.B. 75286.
        Classic ist zwar günstig aber hat kaum prints, geringere Entwicklungskosten und eher „standard“steine, was sich auch gut auf die Marge auswirkt.
        City ist preislich wieder auf der teureren Seite.
        Mit Friends habe ich nichts am Hut aber wird vermutlich auch in einer der Richtungen gehen. Ich bin mir jedenfalls nicht sicher ob ich jemals jemand gesehen hätte der Friendssets kauft, aber das ist nur die persönliche Erfahrung.

        • Ich kaufe welche um die dann umzumoccen, weil das Potential hier tatsächlich sehr groß ist! Da kann City im Moment nur von träumen und die Hoffnung ruht auf den kommenden Sets!

        • @WhiteRabbit: die Begründungen sind schlüssig, aber nichts desto trotz stell ich mir die Frage warum dann Lego weniger Star Wars Sets als geplant macht

      • Naja. Ich könnte mir schon vorstellen, dass es um die Anzahl der verkauften Sets geht. Und damit sind Themengebiete, von denen schon mehr verschiedene Sets angeboten werden, dann ja auch schon im Vorteil. Naja, oder man macht es halt am gesamt durch den verkauf in einem Themengebiet eingenommen Geld fest. Auch da ist es mit mehr Sets dann wieder einfacher „weiter oben“ in der Liste zu landen.

    • Man sollte bedenken, dass da die Top Themen WELTWEIT angeführt werden. Könnte ja sein, dass hierzulande Ninjago einen besseren Umsatz beschert, aber global gesehen dann weniger als eben Star Wars. Genaue Zahlen werden ja leider nicht genannt.

      Bei Star Wars mag vielleicht weniger als geplant rausgebracht worden sein, aber hat auch mit heißen Sets für Fans gepunktet. Hier seien beispielsweise das Mando-Battle Pack, das 501st Pack, die Razor Crest, der AT-AT, die Cantina, The Child, die Helme, der Adventskalender in der zweiten Jahreshälfte genannt.

      Mich würde auch mal interessieren, wie die Monkie Kid Reihe im Speziellen abschneidet. Ich finde, da werden echt geniale Ideen umgesetzt und finde es schade, dass die hierzulande nur über den S@H zu bekommen sind.

      • „Man sollte bedenken, dass da die Top Themen WELTWEIT angeführt werden“

        ja, habe ich bedacht, aber was ändert das an meiner aussage? 😉

  5. Mich würde der Zuwachs im AFOL Bereich interessieren. Letztes Jahr wurde sich dazu geäußert. Muss man da einen vom Marketing fragen?

  6. Das muss dieser Abstieg sein, der von wenigen (dafür umso lauteren) in der Bubble prophezeit wurde… Es war klar das es super läuft, von der schlechten Qualität kann ich nichts sagen, hatte keinerlei Probleme bisher. Nichtsdestotrotz sollten Sie Ihr QM nochmal nachjustieren, dann wirds noch besser :).

    • Gerade in den letzten Tagen im Zusammenhang mit Thorsten wurde nochmal alles aufgeführt warum Lego bald pleite ist. 🙄 Man sollte niemals seine Info aus einer einzelnen Quelle beziehen, sonst besteht die Gefahr der Bubble

  7. Tolle Produkte, es wurde viel gemacht, das Internetangebot ist übersichtlich und gut strukturiert, Ladengeschäfte ausgebaut. So kann eine Kombination / Transformation digital und Geschäft auch aussehen. Wenn das alles stimmt wirtschaftet Lego aktuell doch nicht schlecht als Unternehmen.

    Top, da bist man als Kunde (der das möchte – die Diskussionen kenne ich natürlich auch) auf allen Kanälen abgeholt.

  8. Im letzten Jahr dürfte auch echt für die meisten ordentlich was dabeigewesen sein. Als Erwachsener gab es mehr Sets, die mich interessiert haben, als ich mir kaufen könnte. Und bei unseren Kindern und denen aus dem Bekanntenkreis ist Super Mario total eingeschlagen und Friends ist eh ein Dauerbrenner. Beides nichts, was ich besonders toll fände, aber die Kids hier lieben es und mischen auch bunt verschiedenste Themenwelten und Baustile durcheinander und sind dabei mehr als happy (und ich glaube mich daran zu erinnern, dass genau das den Spaß der eigenen Kindheit ausgemacht hat :-))
    Also let‘s play 🙂

    • Ich denke generell schließen einige gerne von sich auf all anderen. Nach dem Motto Super Mario kann ich nichts mit anfangen, also muss es Schrott sein.
      Um ehrlich zu sein als die Ankündigung kam konnte ich mir auch nur schwer vorstellen, dass das ein Erfolg wird. Aber offensichtlich scheint es sich ja doch ganz gut zu verkaufen. (Und es ist halt ein Unterschied ob man meint, Ich kann mir darunter nichts vorstellen/ nicht vorstellen dass es etwas wird, oder wie es eben hier viele gemacht haben, zu behaupten es wird nichts und gleich wieder eingestampft wie Hidden Side ;)…

      Das gleiche Prinzip mit Friends. Spricht mich persönlich auch nicht an, ich kann aber durchaus verstehen warum es gerade die Zielgruppe anspricht. Und die Sets sind ja nun auch bei weitem nicht schlecht – und unsereins kann nur neidisch auf die ganzen Tiere schauen (Ich sage nur die Ziege bei der Schmiede oder der Affe bei der Bay.

      Sowieso sollten manche sich einfach mal mit Behauptungen zurückhalten. Wenn man manche Kommentare hier liest, müssen hier ziemlich viele Experten die sämtliche Interne Infos von Lego haben unterwegs sein – das gleiche gilt im übrigen für gewisse Youtuber.

  9. Aber das kann doch nicht sein. Die machen doch alles falsch bei lego. Und dann noch so überteuert, dass es sich keiner mehr leisten kann. Wie geht das, wo doch gerade sehr viele den Gürtel eher enger schnallen müssen.

    • Ja vor allem was dieses Mario Starter Set soll, also bitte LEGO!

      Und genau das schlägt ein wie ne Bombe – herrlich ein fantastischer Tag heute.

      🙂 🙂 🙂

    • Leute lasst es doch gut sein, nur weil die eine Seite basht brauch man sowas nicht raushauen. Keiner hat davon geredet das Lego demnächst der Markt wegbricht und sie miese Machen. Wer nur ein bisschen Verstand hat und nachdenken kann, sieht doch erstens das diese Haterei nur ein kleiner Trupp ist und das Ganze sich NUR im deutschsprachigen Raum hält, also eher ein kleines Licht ist. Hat da wirklich irgendwer ernsthaft geglaubt das es für Lego irgend eine Rolle spielt? Ich hasse diese nachträgliche gehässige Art, die darauf basiert das Sachen gesagt worden sind, die aber nie so gesagt worden sind. Ich dachte das wir hier in der eingeschweißten Community da etwas besser sind und nicht auf sowas zurück greifen müssen. Warum kann man den ganzen quatsch nicht einfach ignorieren? Es Spielt doch eh keine Rolle bei der Minderheit die sich da angesprochen und bestätigt fühlt.

  10. Ich denke, eine Umsatzsteigerung ist etwas worüber wir uns als LEGO Fans freuen können. Eine Gewinnsteigerung dagegen nicht unbedingt. Diese wird ja gerade durch Kostensenkungen und / oder Preiserhöhung erzielt. Manchmal gelingt es, Kosten ohne Qualitätseinbußen zu senken, aber das scheint ja bei LEGO nicht hundertprozentig zu klappen. Man hat schon den Eindruck, dass sehr aktiv damit experimentiert wird, wie viel man weglassen kann, ohne dass die Kunden abspringen (B-Modelle, Teilezahl bei Kinder-Sets).

    Das Pandemiejahr ist für viele Firmen ein besonderes (zB auch da wo ich arbeite). Schlüsse auf grundsätzliche Stärken und Schwächen aus diesem Jahr zu ziehen ist schwierig. Liegt die Stärke jetzt an Mario und dem digitalen, welche die Pressemitteilung hervorhebt? Einen solchen Schluss lassen die veröffentlichten Zahlen nicht zu. Außenstehende können hier nur spekulieren. Dasselbe gilt für die „top themes“ – da steht nicht mal die Metrik hinter dem Ranking dabei.

    Interessant finde ich den Fokus auf China, vor allem im Zusammenhang mit der hohen Qualität der Sets, die für diesen Markt produziert werden.

    • Um so höher der Output bei Lego ist, um so geringer fallen die Fixkosten in der Produktion/ Marketing pp ins Gewicht; Die Materialkosten sollen ja bekanntlich einen sehr geringen Kostenanteil am Produkt haben, daher ist ein überproportionales Gewinnwachstum gesichert. Soweit der kleine Kreislauf, ungeachtet von weiteren Faktoren wie der Investitionsanteil in Innovation und Entwicklung. Dieses sollte sich dann natürlich bei einem Umsatzrückgang dann auch gegenläufig darstellen.

  11. Ähnlich wie bei Brettspielen und Tabletop hat die Pandemie denen geholfen zu wachsen, dazu kommt das es durchaus starke Produkte gibt die den gelangweilten Erwachsenen ansprechen. Die frage ist nun ob Lego diese Kunden auch halten kann oder ob viele am ende der Pandemie ihr Geld lieber woanders rein stecken.

    Der Mario Launch überrascht mich nicht wirklich, ich war am Launch Tag in einem Store und das zeug wurde massig gekauft und ich habe viele bekannte die Lego ausschließlich für Ihre Kinder kaufen und Mario geholt haben. Die Kombi aus Lego und Mario trifft perfekt auf die Zielgruppe 35+ die mit diesen beiden Themen groß geworden sind.
    Ich hoffe nur das Lego und Nintendo noch weitere Produkte mit Fokus auf Erwachse bringt (Brickheads, Minifigs, Büsten etc.)

    Spannend wird auch die Entwicklung im deutschen Markt in den nächsten Monaten jetzt wo Sie wieder negativ in der Presse stehen.

    • Zu Mario, meine 4 jähriger Neffe spielt seit 6 Monaten mit nichts anderem, obwohl er durchs seine älteren Geschwister zugriff auf genug anderes Lego hätte 🙂

  12. Umsatzsteigerung in dem Ausmaß war erwartbar, aber auch der Gewinnsprung? Schön für sie! (ganz wertneutral gemeint)

    Überhaupt nicht gefallen tun mir diese Balkendiagramme mit verkürzter Y-Achse am Ende. Optischer Täuschungsversuch! Als ob sich der Operating Profit im Vergleich zu 2019 mal eben verdoppelt hätte, jaja…
    Sieht man leider häufiger, auch bei anderen Firmen, Statistikern, Werbetreibenden…

      • Ich bin auch drüber gestolpert aber ich muss sagen, dass dadurch der Anstieg im Vergleich zu den davor liegenden Jahren besser raus kommt. Denn den Unterschied zwischen 2019 und 2018 würde man anders wohl garnicht darstellen können.

    • Viel schlimmer finde ich die verkürzte X-Achse. In der Tabelle sind die Werte für 2016 ja noch mit aufgeführt. 37,9 Mrd zu 43,7 Mrd DKK Umsatzsteigerung aber „nur“ 0,5 Mrd DKK mehr Gewinn daraus abgeschöpft. Wäre 2016 mit auf den Grafiken sähe der Profit also eher wie ein U aus und würde verdeutlichen, warum es in den letzten 3 Jahren Personen gibt, die davon reden, wie alles schlechter wird.

      Krass finde ich auch den Schuldenzuwachs (Liabilities), insbesondere von 2018 auf 2019. Da kann auch mal überlegt werden ob mehr Vorstandsgehalt die beste Option ist. Mal schauen, wass die Stonewars-Analyse noch an interessanten Zahlen hervorbringt.

      Ich will aber auch gar nicht zu den Unkenrufern zählen. 🙂 Ich freue mich, dass es Lego gut geht und hoffe, dass es auch nachhaltig so bleibt und es keine Stratgie der Neukundengewinnung zur kurzzeitigen Gewinnmaximierung gibt.

      • Zählen VIP-Punkte nicht auch zu Schulden? Deshalb macht LEGO doch (in Ländern, in denen es erlaubt ist) die VIP-Verlosungen, um kostengünstig die Schulden in Form von VIP-Punkten abzubauen.

      • Stimmt, jetzt wo du es sagst (mit der X-Achse und 2016), gut gesehen!

        Leider war ich 2017 / Anfang 2018 grad erst raus aus den Dark Ages und noch gar nicht im Thema drin. Sind die Gründe für die weniger guten Zahlen in dieser Zeit bekannt? Oder war 2016 ein Ausreißer?

          • Ich hab vorhin mal den 2019er Bericht überflogen. In der Tabelle gehen sie da – wie 2020 auch – 4 Jahre zurück, aber die X-Achse der Graphik vom „Performance Snapshot“ zeigt nur 2017, 2018 und 2019 an. Also nächstes Jahr sehen wir dann endlich wieder Diagramme, die 5 Jahre abbilden wie die Tabellen auch. 😉

  13. Ich bin jedenfalls zufrieden mit den Sets, die ich gekauft habe.
    Die Ergebnisse zeigen offenbar, dass einige in ihrem Wunschdenken wieder enttäuscht wurden (Lego ist am Ende und bald Pleite usw).
    Anscheinend vergessen auch viele Erwachsene, dass die Mehrheit der Sets immer noch für Klnder gemacht wurde.

    • @Chris, wenn man mehr Endverbraucher Direktgeschäfte macht, dann steigt natürlich auch der Gewinn. So spart Lego sich die 30% Händlerrabatt.
      Ich finde aber das es ein gesunder Gewinn ist. Jede gute Firma sollte 25% Gewinn machen. Ist jetzt keine Abzocke gegenüber den Endverbraucher.

          • Bei manchen der teuren Sets gebe ich Dir absolut recht. Aber das kann man nicht pauschalisieren. Kennst Du die Druck- und Konfektionierungsverfahren, die LEGO einsetzt? Falls nein, empfehle ich Dir, diese Punkte mal zu recherchieren. Dann versteht man leicht, warum es z.B. bei einem Set mit 50 verschiedenen Motiven auf 30 verschieden geformten Teilen zwar theoretisch möglich ist, alles zu bedrucken, praktisch aber völlig unrealistisch. Ist jetzt kein Gemecker, sondern wirklich ein ernst gemeinter Rat. 🙂

        • Liegt aber auch daran das die Fertigungstiefe bei den OEM extrem gering ist. Im Endeffekt machen die nur noch die Karosserie plus Lackierung und die Verbrennungsmotoren selbst. Aber selbst hier gibt es schon Bestrebungen das Fremd zu vergebe.
          Ist aber halt auch nur ein Aspekt.

  14. Nichts Überraschendes.

    Es bestätigt sich leider die Vermutung dass die Käufer von klassischen Themen (Star Wars, Technik, City und sogar Friends) finanzieren den anderen Schrott was Lego auf dem Markt gebracht hat.

    Die Situation kann man auch ganz gut auf Amazon TOP100 in Konstruktionsspielzeug beobachten.

  15. Interessant ist vor allem die Gewinnsteigerung im Vergleich zum Umsatz. Auf den kurzen Blick lässt sich nicht erkennen, dass Lego irgendwo deutlich Kosten reduziert hat. Es wurden unzählige Stores eröffnet, die zudem einen Großteil des Jahres geschlossen waren, die Mitarbeiterzahl wurde insgesamt erhöht. Auch die Nachhaltigkeitsmaßnahmen sind sicherlich keine sofortige Ersparnis, sondern Investition in die Zukunft.

    Mein Eindruck ist, dass Lego seine Investitionen in die Zukunft, also den Ausbau des eigenen Vertriebs, Produktentwicklung (vor allem digitale Produkte) sowie Nachhaltigkeitsmaßnahmen über deutliche Preissteigerungen bei den klassischen Sets finanziert. Das erklärt auch, warum wir als AFOLs so unzufrieden sind, denn wir sind in der Regel happy mit guten alten Sets und brauchen den ganzen „neuen Kram“ gar nicht, müssen ihn aber mitfinanzieren, weil Lego dort seine Zukunft sieht. Idk, mir gefällt das nicht. Als Technic-Fan finde ich die Lego-Designs im Großen und Ganzen noch besser als die Alternativen, aber der Kram ist einfach viel zu teuer. Auch der Fokus auf Neukunden mit technikarmen, aber schönen Modellen mit Lizenz (Ferrari) befriedigt mich einfach nicht. Das mag ein schöner Einstieg für Neulinge sein, aber nach zwei, drei solcher Sets werden sich die meisten Erwachsenen langweilen.

    Ich persönlich fände es schön, wenn es einen echten europäischen Konkurrenten für Technic gäbe, mit guten, anspruchsvollen und liebevollen Designs und (idealerweise) auch eigenen Entwicklungen bei den Teilen. Viele feiern CaDa, aber ich persönlich habe keine Lust auf chinesische Copy-Cats, denn mehr ist das aktuell auch nicht. Mal sehen, wo die Reise hingeht. Für die anderen Themen würde ich mir wünschen, dass Mega Construx in Europa endlich richtig auffährt. Die Sachen sind nämlich wirklich klasse.

    • Also tlw. stimme ich Dir zu. Die UVPs sind gefühlt höher als vor 15-20 Jahren, die klassischen ratios PPP mögen relativ konstant geblieben sein, aber durch die Verwendung von mehr kleineren Teilen ist das subjektive „price per volume of stuff“, wie es Jangbricks ausdrückt, schlechter geworden. Ich finde aber auch, dass im Pricing dem Umstand Rechnung getragen werden muss, dass eig. alle Sets (außer Exclusives) dauerhaft mit 25-30% verfügbar sind. Die Gründe dafür sind vielseitig, hängen aber natürlich auch mit der deutlich höheren Preistransparenz im Online-Handel zusammen. Ich würde vermuten, dass Lego das im Pricing berücksichtigt. Unter anderem auch, weil sie ja bei non-exclusives preislich keine zu große Konkurrenz zum traditionellen Einzelhandel, auf den Lego als Vertriebskanal auf jeden Fall angewiesen ist, darstellen wollen. Wenn ich das im Hinterkopf halte finde ich nicht, dass Lego in der Breite wirklich teurer geworden ist, einzelne Sets mal ausgenommen. Aber das ist natürlich nur mein Eindruck 🙂

      Wo ich Dir auf jeden Fall zustimme ist bei Mega Construx. Super Sets, originale Designs und echt Lizenzen. Komischerweise wenn man alle Faktoren zusammenzählt auch nicht (wirklich) günstiger als Lego Sets. Fast so, als würden Lizenzgebühren, eigenständige Set, Verpackungs-Entwicklung etc. tatsächlich Geld kosten 😉

    • Innerhalb des Lego-Kosmos empfinde ich neben vielen Sets mit Disney-Lizenzen vor allem die City-Sets als überraschend und im Vergleich mit Harry Potter sogar unangemessen teure Reihe.

      Bei Disney könnte deren Vorstellungen durchaus auch der Preistreiber sein. Bei City können ob des großen Volumens auch wenige Prozentpunkte großzügigerer Kalkulation zu einem entsprechenden Gewinnsprung beitragen.

      Sicher können zu der stärkere Steigerung des Gewinns gegenüber dem Umsatz auch beigetragen haben, dass es immer mehr besonders viele attraktive Sets gibt, die (fast) nur bei Lego direkt erhältlich sind. Hier bleibt sicher deutlich mehr bei Lego „hängen“.

  16. Ich habe das Gefühl, dass sich mittlerweile auch sehr viele Leute die Wohnung mit Lego-Sets vollstellen, um sie dann wieder teuerer zu verkaufen? Der Star Wars Adventskalender 2020 ist so ein Beispiel … da konnte man es aus meiner Sicht sehr gut beobachten. Ob das immer klappt und ob es den Aufwand am Ende wert war, ist aber ein anderes Thema. Durch die Pandemie hat sich der Effekt aber auch nochmal deutlich verstärkt.

  17. OMG, nur 19% Gewinnzuwachs?! Da sollten sie aber schleunigst noch ein paar Prints bei teuren Sets wegsparen und sicher lässt sich der Kunststoff noch günstiger zusammenmischen, die Farben sind ja immerhin noch in der selben Grundfarbe… *Sarkasmus off*

  18. Wenn ich mir mein Regal anschaue war es ein gutes Jahr. Durch die Pandemie konnte ich nicht verreisen und habe das Geld anders ausgegeben. Das Resultat ist eine Lego Pile of Shame von 20 Sets bestehend aus 44000 Steinen.
    Technic als Top-Thema ist schön, zum Erscheinungstermin kaufe ich die Sets aber nicht. 2020 und Anfang 2021 habe ich mir 9 Technic Sets gekauft. Viel beim Primeday und anderen Angeboten. Bei der 2021 Technic Welle bin ich gespannt. Bisher habe ich nur den kleinen Kompaktlader, auf der Wunschliste stehen noch der Jeep und der Hydraulikbagger. Den Senna kaufe ich nur für 30 Euro und weniger.

  19. Die Zahlen sind für lego natürlich top. Schade finde ich dabei nur das die Kunden dafür zahlen. Denn aus meiner Sicht werden die Sets leider immer teurer und das auch im Kinder bereich. Welches Kind kauft schon Sets im 100 Euro Bereich. Selbst für Eltern als Geburtstagsgeschenk zum Teil zu teuer. Ich würde mich freuen wenn auch der Kunde von den Zahlen profitiert sprich entweder Sets günstiger oder mehr gwp die nicht an Einkäufe von 150 Euro gekoppelt sind. Oder mehr doppelte vip Punkte. Ich bin Lego auch als Erwachsener noch treu und würde mich freuen wenn gerade Treue Lego Bauer mal geschätzt werden.

    • In der freien Marktwirtschaft ist das bei steigenden Absatzzahlen (leider) nicht zu erwarten. Wenn etwas sehr gefragt ist (wie die Zahlen zeigen), wird es nicht günstiger, eher teurer.

  20. Also alles wie zu erwarten wenn man das ohne Emotionen betrachtet …

    Dass Technic als eines der Top-Linien genannt wird, ist (für mich) schade – wenn das so läuft wie es jetzt ist, werden sie vermutlich nichts dran ändern und weiter Brands und Modellbau machen.

  21. Das es für Lego ein gutes Jahr war das war klar. Aber so gut, wow.
    Ich glaube das Problem der zur Zeit sehr lauten unzufrienden AFOLs und AFOBs liegt darin, dass Lego sich von den Produkten teilweise in eine andere Richtung entwickelt als Sie das gerne hätten.
    Mario, Technic Control+ und die die großen Technic Autos locken wahrscheinlich eher Neukunden an, die damit nun zu Lego finden.
    Ich denke bei den Mario Zahlen kommen jetzt viele Nintendo Fans die mit Lego nicht so viel am Hut haben dazu, dazu noch Eltern deren Kinder Mario von der Switch kennen.
    Beim Mario bin ich jetzt auch schwach geworden: Meine Kinder mögen Lego und mögen Mario, bei uns wird der kleine elektronische Freund auch Ostern Einzug in unser heim halten. Bin gespannt wie meine Kinder den annehmen werden. habe von anderen Eltern aber bisher nur positives gehört.

      • Stimmt, den hatte ich ganz vergessen. Der wird da auch einen guten Anteil leisten, zumal viele die den NES kaufen dann auch noch den Mario mitnehmen. Die 40 EUR mehr machen den Kohl dann nämlich auch nicht mehr fett.

        • der NES ist aber schon sehr special-interest … den muss man erst mal entdecken, dann gut finden und dann noch über 230€ hüpfen. Hat sogar bei mir gedauert …
          Die Spiel-Mario-Sets sind in jedem Supermarkt zu finden, natürlich auch auf Amazon etc., und oft Mitnehmer.

          Ich kann mir kaum vorstellen dass der NES da in Relation wahnsinnig viel ausmacht, das ist eher ein Flagship-Produkt das halt zeigt dass man coole Sachen macht.

    • Das Mario so einschlägt kann ich nur bestätigen!
      Im Freundeskreis meines Sohnes sind die Sets sehr beliebt. Selbst bei Kindern die sonst eher weniger mit Lego zu tun haben.

  22. Das deckt sich auch mit meiner Kosumentensicht. Natürlich gibt es Sets, die ich nicht kaufen würde, z.B. den Technikferrari, da hier aus meiner subjektiven Sicht das Preis/Leistungsverhältnis nicht stimmt. Aber dem gegenüber steht eine sehr große Anzahl an wirklich guten Sets (Ecto1, Mod Buildings, Monkey Boy Island, Stranger Things, Nintendo, Baumhaus, Saturn, Batmobil, Batwing usw usf. Ich hab selbst ein ziemlich gutes Einkommen aber ich finde im Legosortiment immer mehr Angebote, als ich mir leisten kann. Also selbst, wenn man die „schlechten“ (subjektiv) Sets ausblendet, bleibt immer noch ein Angebot übrig, von dem man vor 20 Jahren nur träumen konnte. Und nur weil ein paar Leute in ihrer Fanblase immer unzufrieden sind (von denen die Hälfte stets in den Kommentaren betont, dass sie sowieso nur wegen des bashings dort sind) steht noch nicht der Weltuntergang bevor. Die Zahlen beweisen das Gegenteil. Aber jetzt wird wieder heißen, die Zahlen seinen ja nur so gut weil Ereignis XY gerade eingetreten ist und Lego damit gar nichts zu tun. Wenn die Zahlen aber tatsächlich mal schlechter werden sollten, ist es natürlich einzig und allein Legos Schuld.

    • Amen!

      Viele reiten einfach nur auf den schlechten Sets rum und heulen ewig das es keine Burgen gibt, das sie völlig vergessen das es durchaus richtig tolle Sets gibt!
      Manchen Menschen kann man es halt nicht recht machen! 🤷🏻‍♂️

      • Das mit den Burgen ist so ein Problem, da sollen die Leute einfach eines der sehr guten Potter Sets kaufen und eine Sandstein Burg selbst bauen, Sandstein Burgen gibt es in Europa ja zur genüge.

        Zum Thema Zahlen, wundern tut mich das alles nicht. Mal schauen wo die Reise die nächsten Jahre hingehen wird. Ansonsten gibt es ja immer noch gebraucht.

  23. Wenn ich mir die Preise und vollen Läden hier in China so anschaue wundert mich das nicht! Ich behaupte die ziehen hier richtig Gewinn! Die Preise sind hier, umgerechnet, noch mal 20-30% höher, als in DE. Und dass, obwohl die Dinger eh hier produziert werden und man sogar noch an Logistik spart usw. Sieht man auch in anderen Bereichen, Autos, Luxustaschen usw. Die Chinesen haben einfach ne Menge Geld auszugeben, jetzt wo sie quasi nicht reisen können etc.

    • Lego wird nicht ausschließlich in China produziert. Der geringsten Anteil hat China. Lego produziert in Dänemark, Tschechien, Ungarn, Mexiko und even China . Ein Blick auf die Verpackung lohnt, bevor man sowas von sich gibt 😉

      • Das „Made in …“, ist da eigentlich eine reine Freiheit des Herstellers oder ist das irgendwo abgenommen das es stimmt? Ich meine auch in der Baumarktbranche gibt es Sortimente wo steht „MADE In Germany“ dabei wurde es hier nur zusammen gesetzt die Teile kommen aber aus China. Sprich ist das irgendwie geprüft was da drauf steht?

  24. And the winner is…Hasbro mit 15% Umsatzsteigerung.
    Scherz beiseite. Ich habe gerade mal kurz über die mir bekannten Spielwarenhersteller geschaut. Alle haben sehr gute Ergebnisse erzielt. Das der weltweit größte Hersteller Lego auch bei der Entwicklung ganz oben dabei ist, halte ich nicht für Selbstverständlich. Mattel ist trotz positiver Zahlen ein Verlierer. Denn der Umsatz konnte nur von 4,5 auf 4,6 gesteigert werden. Mein persönliches Gefühl im Freundes und Bekanntenkreis wurde bestätigt. Der Konsum von Streaming-Diensten wie Netflix, Prime und Disney hat zugenommen und gleichzeitig Gesellschaftsspiele von Ravensburger(+20%), Kosmos, etc. Lego war dann die dritte Beschäftigungstherapie. Sobald Corona Lockdowns der Vergangenheit angehören wird sich auch das Freizeitverhalten wieder ändern. Ich hoffe, die Konzerne haben das eingeplant und gehen nicht davon aus das diese Entwicklung so weiter geht.(Leider werden in Boomphasen die größten planerischen Fehler begannen)

  25. Einige Finanzzahlen:
    Bruttomarge: 69,7%
    Nettogewinnmarge: 22,7% -> das ist die Marge nach Abzug aller Kosten (also auch nach den üblichen 30+x% Rabatt)

    Wachstum nach Märkten:
    Europa/Afrika/Nahost: +11%
    Amerika: +14%
    Asien: +17%
    D.h., dass in Asien das Wachstum überproportional stärker ist als in Europa. Der europäische Markte dürfte damit in Zukunft eher an Bedeutung verlieren, während Asien zulegt. Ebenfalls sehr auffällig, wie oft im Financial Report „China“ erwähnt wird. Europa kommt genau einmal vor.

    Anzahl Mitarbeiter: +8,8%
    Kosten für die Mitarbeiter: +20,1%

    Vorstandsvergütung: +65%

    Es scheint Lego ziemlich gut zu gehen.

    • Die 30% Rabatt gibt dir nicht Lego, sondern der Verkäufer. Lego verkauft immer abhängig vom Listenpreis, bzw. dem Vertrag an die Händler. Die beiden Sachen haben nichts miteinander zu tun.

      • Das ist inhaltlich falsch, Marvin. Lego verkauft vielleicht zum Listenpreis an Händler, trotzdem gewährt man darüberhinaus Rabatte an die Händler und tlw. auch an Privatkunden im Shop.

        Das findet sich im Financial Report unter Sales and distribution expenses
        Sales and distribution expenses comprise expenses related to sales and distribution staff, advertising and marketing expenses, writedown of receivables as well as depreciation, amortisation and impairment.

        Lego weist gemäß IFRS 15 beim Umsatz den Standardpreis aus, die an die Händler/Kunden gewährten Rabatte sind Distribution Costs und werden im Income Statement unter Expenses aufgeführt.
        Sales and Distribution Expenses: 13.540 Mio DKK, davon 3.516 Mio DKK Personalkosten (Staff). D.h. für Marketing, Werbung, Rabatte, Abschreibungen etc. sind etwa 10.000 Mio DKK aufgewendet worden. Das sind knapp 23% des Umsatzes.

        • Nein, das ist inhaltlich korrekt was Marvin schreibt. Denn er bezieht sich auf die Aussage von Torsten „(also auch nach den üblichen 30+x% Rabatt)“. Torsten spielt hier auf die im Online-Handel oft stattfindenden 30% Rabatt auf den UVP an. Dies werden ausschließlich vom Handel gewährt und haben nichts mit der Firma LEGO zu tun. Der Händler kauft immer zum selben Preis bei LEGO ein, wieviel Rabatt er dann am Markt gewährt ist seine Sache.

          • Welchen Preis Händler bei Lego bekommen, ist davon abhängig in welche Kategorie sie eingestuft wurden. Da diese nach Prüfung von Lego sich aber ins bessere ändern können (und bestimmt auch irgendwie ins schlechtere) ist es auch nicht ganz korrekt das Händler immer den selben Preis von Lego bekommen. Sprich kurzfristig gebe ich dir recht, langfristig ist es eben nicht ganz korrekt.

        • Hallo Torsten,
          nach IFRS 15 wird der tatsächliche Transaktionspreis einer Kundenbeziehung zu Grunde gelegt. Dieser kann aber deutlich unter dem Listenpreis liegen. Wie du richtig beschreibst werden Sonderrabatte, Bonifikationen oder sonstige Leistungen gesondert erfasst.

          Nach deiner Darstellung dürfte der müsste der gewährte Rabatt deutlich unter 20% des Listenpreises liegen, da auch noch Marketing, Werbung und Abschreibungen in der Position erfasst werden.

          Ohne nähere Erläuterung lässt sich dieser Kostenblock meiner Meinung nach nicht weiter aufschlüsseln. Deshalb ist es ebenfalls nicht möglich einen Rückschluss auf gewährte Rabatte zu ziehen.

    • Torsten = falls da Neid aufkommt , hat Sie niemand davon abgehalten sich dort zu bewerben und Vorstände verdienen nun mal nach Erfolg , das ist auch gut so .

      Anzahl Mitarbeiter: +8,8%
      Kosten für die Mitarbeiter: +20,1%

      Das ist , was sich lesen will , mehr Mitarbeiter , die auch mehr Geld bekommen !

      • Das liest sich auf jeden Fall gut. Auch wenn ich bei solchen Statistiken immer etwas vorsichtig bin. Ich würde gerne wissen wie die Gehälter von Lego-Fabriken im Vergleich zu Gehältern anderer Hersteller sind.
        Und auch die Gehälter der Designer etc. im Vergleich würde mich interessieren. Wäre hier ein sichtbarer Unterschied, wäre es durchaus auch ein Grund den Hersteller zu bezahlen, der seine Mitarbeiter besser bezahlt.

    • Alles richtig, außer die 30%-Rabatt, die kommen vom Händler, nicht von Lego. Möglicherweise sind Rabatte / VIP-Punkte aus dem onlineshop aber drin. Nur „üblich“ sind die ja eher nicht.

    • Hm das mit Europa als Wachstums schwach kann aber durchaus an einer Sättigung des Marktes liegen, hier ist eben kaum Wachstum zu erwarten während gerade China als Markt ja noch frisch ist und zusätzlich gigantisch und Luxus versessen.

      Sprich rein aus den Zahlen wenn China beispielsweise 100% wächst aber nur mit einem Volumen von 300 Millionen aber Europa „nur“ 10% aber dafür mit 100 Millionen. Rein fiktiv natürlich.

      Und nicht falsch verstehen sicher ist auch das Volumen in China gigantisch aber die Statistik ist nicht gerade sehr Aussagekräftig.

    • Hallo Thorsten,
      Deine Interpretation zum Asien-Geschäft teile ich nicht. Insbesondere mit Blick auf die aktuelle Situation, die Ankündigungen von LEGO und den bisherigen Resultaten in der Region komme ich zu einem anderem Schluss.

      Die Vorstandsvorgütung ist nicht korrekt dargestellt. Es handelt sich um die Zahlungen an den Vorstandsvorsitzenden UND den Aufsichtsratvorsitzenden.
      Die Vergütung im Gesamtvorstand stieg von 96 und 116 mDKK.

      Nähere Ausführungen dazu unter: https://www.stonewars.de/wissenswertes/lego-ergebnis-2020-hintergruende/

  26. Sagen wir es so, ich hab damit gerechnet.
    Ich finde es halt ganz lustig die einzelnen Social Media Bubbles von außen zu betrachten..
    Wenn 600.000 Deutsche *Zwinker-Smiley* jetzt sofort aufhören Lego Sets zu kaufen und nur noch Konkurrenz Produkte erwerben, wird das Lego herzlichst wenig jucken und das was Lego da tut (sich eben nicht großartig zu Äußern) ist in meinen Augen genau richtig.
    Denn im Gegensatz zu anderen Thema sind die nicht viele sondern nur Laut.
    Ich für meinen Teil habe letztes Jahr im Grundgenommen nen halben Klein Wagen in Lego investiert, nicht nur für mich sondern auch für den Nachwuchs und ich sehe jetzt schon das dieses Jahr mindestens ein weiterer klein Wagen dazukommen.
    Mal kurz nur angerissen was auf der Liste für diese Jahr steht und teilweise bereits gekaufen wurde:
    1. Schmiede (gekauft) -> Mega gutes Set, wer das nicht hat, kaufen!
    2. Frühlingslaternen Fest
    3. Polizeistation (gekauft)
    4. Die Gärten von Ninjagoctiy
    5. Alle Harry Potter Bücher
    6. Für den Nachwuchs der ganze Schwung Ninjago Sets (Sammelt alle)
    7. Diverse kleinere City Sets ( Wohnwagen / Traktor usw)

    Man muss sich einfach mal auf der Zunge zergehen lassen, das dass alleine JETZT im Quartal 1 2021 schon Sets im Wert von weit über 1000 Euro sind, die auf der Wunschliste stehen oder auch schon gekauft sind.
    Also ich kann mich nicht darüber beschweren, das Lego mir nichts bieten würde, im Gegenteil ich habe eher Probleme damit wo ich was „kürzen“ kann, den mein Budget ist nun auch irgendwie endlich…. Aber das ist in meinen Augen was gutes!

    Anm. der Redaktion: Bitte beachte unsere Netiquette hinsichtlich der Verwendung von „Kampfbegriffen“.

    • Die 600.000 Leute sind ja größtenteils nur dabei, weil es fast nur noch Randale-Videos sind. Das schreiben Sienja auch selbst und die Videos. Von denen, kauft doch sowieso der Großteil gar kein Lego. Dementsprechend geht Lego da auch nichts verloren. Und es sind sicher noch eine ganze Reihe von Abonnenten dabei, die den Kanal früher mal mochten. Nachdem er jetzt gesagt hat, das er quasi aus „politischen“ Gründen keine Lego-Artikel mehr vorstellen wird, habe ich das Abo entfernt.

      • Das die Abonnenten nur wegen der Randale-Videos dabei sind, ist ja nichts weiter als eine Unterstellung. Und auch hier die Bitte, die Diskussion rund um den Held der Steine hier zu beenden. Es geht hier um das Jahresergebnis von LEGO.

  27. Top Ergebnis für LEGO! Freut mich und war meiner Meinung nach völlig erwartbar. Die derzeit oft zitierte Meinung „LEGO investiert mehr in Anwälte, als in gute Sets und Produktqualität …“ kann ich nicht nachvollziehen. Die aktuellen NINJAGO Sets sind super, gefallen mir und meinen Kindern. Die Sets für Erwachsene 2020 waren ebenfalls sehr gut. Ich glaube nicht, dass sich LEGO angesichts günstigerer Alternativen „warm anziehen“ muss. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass LEGO generell teurer wird. LEGO ist schon immer ein eher hochpreisiges Spielzeug und tatsächlich sind viele Käufer bereit noch mehr zu bezahlen, was man nach EOL auf dem Zweitmarkt sieht. Weiter so LEGO! Läuft bei dir 🙂

    • Ninjago kann ja nicht mal vom ambitioniertesten Lego-Kritiker in Frage gestellt werden – die machen dort praktisch alles richtig. Es gibt interessante und sinnvolle Spielsets für 20 Euro, für die Preisklasse 50-100 Euro bekommt man immer etwas geboten und die sammlerorientierten Sets jenseits der hundert Euro lassen in Hinblick auf Details, Spielwert und Bautechniken, die die meisten Creator Expert Sets alt aussehen. Hinzu kommt ja noch die Rückendeckung von Serie und Spielen.

      Eben weil Lego in manchen Bereichen sehr stark ist (die Leute sind ein exzellentes Produkt gewöhnt), ist die Kritik bei offensichtlichen (und vermeidbaren) Fehlern umso heftiger – siehe Farbabweichungen bei <300 EUR Sets, schlechte Konstruktion (Ferrari) oder bunten Innenräumen/Bodenkonstruktionen (UCS Sternenzerstörer und neuer Porsche 911).

      Zur Zeit können andere Hersteller nur die Nischen bedienen – wenn Lego in Zukunft die offensichtlichen Fehler reduziert, wird das auch noch eine Weile so bleiben.

  28. Es wäre Mal interessant eine Grafik zu sehen die den Zusammenhang zwischen Umsatzsteigerung und Preissteigerung bei LEGO darstellt. Für immer schlechter werdende Produkte versteht sich…

    Ich glaube dann wird jedes Lob an lego verstummen, zumal sie sich ein PR Desaster nach dem anderen leisten siee johnnys world……..

    • Die Zahlen die dafür notwendig sind kann man von der LEGO Homepage u.A. den Geschäftsberichten entnehmen, es steht dir also nichts im weg diese selbst herbeizuschaffen und auszuwerten.

    • Dieses – nennen wir mal einfach so – Argument, hört man auch immer von denen oder jenen, die eigentlich sowieso kein Lego kaufen oder kaufen wollen. Warum sind die heutigen (teilweise sehr detaillierten) Sets so viel schlechter als früher?? Und bitte jetzt keine Vorwürfe bzgl. Farbqualität, man kann tatsächlich bei Lego Einzelteile schnell und einfach reklamieren (meine Erfahrung).

      Und wieso geht das schon wieder in Richtung PR bzw. Youtubern (nur weil einer, zwei oder sogar drei irgendwas behaupten und der Rest fröhlich über die Klippe springt), den Zusammenhang muss man erst ziehen. Sonst hätte Lego evtl. einen Nettogewinn von 19,000000000000000000000001%? 😀 Oder worauf sollte das Zielen?

    • Preissteigerung …

      – beim Teilepreis größerer Sets ja nicht wirklich, das ist sehr stabil (inflationsbereinigt ohnehin). Mehr Teile, teils höherer Preis … für mich nachvollziehbar.

      – bei Kindersets dem UVP nach ja – das ist allerdings eine Kompensationsbewegung aufgrund der Rabattschlachten die sich die Händler liefern, irgendwie kann das ja auch nicht zum Dauer-Draufleger für die werden. Wer kauft denn die oft kritisierte aktuelle City-Polizei“station“ für 100 Euro? Die war in den Preisvergleichen kein einziges mal (nicht mal zum Start) für über 75€ gelistet, die allermeiste Zeit lag sie stabil bei 70€, und schnäppchen-technisch manchmal bei 60€. Den UVP herziehen und Preissteigerung rufen ist halt nicht realitätsnah.

      – Schlechter werdende Produkte: auf die 10 Verriss-Sets die dann durchs Youtube-Dorf getrieben werden kommen halt auch 50 gute Sets, die gar nie gezeigt werden weil es nichts zu schimpfen gibt.

  29. Noch ein Gedanke dazu. Es wird ja immer fleissig darauf hingewiesen, das Lego aus Angst vor der Konkurrenz die Knie zittern. Jetzt haben sie aber auf dem asiatischen Markt deutlich zugelegt und das obwohl dort alle Alternativhersteller ohne Einschränkungen unterwegs sind, und das obwohl die Lego-Figuren dort ja nicht geschützt sind (wenn ich das richtig verstanden habe). Demzufolge ist die Argumentation, wenn asiatische Hersteller erstmal hier Fuss fassen ist es für Lego vorbei, auch eher mit Vorsicht zu genießen. Zumindest für den Heimatmarkt der chinesischen Anbieter trifft es ja offensichtlich nicht zu.

    • Ich denke, das liegt daran, dass westliche Produkte generell in China stark angesagt sind. Hat auch etwas mit Statussymbol zu tun. China boomt momentan. Die eigenen Produkte sind wohl eher was für weniger gut betuchte Menschen.

      • Aber wenn Lego in solchen Dimensionen wächste, muss es ja einem großen Teil der Bevölkerung sehr gut gehen. Sonst könnten sie sich das ja nicht leisten. Freut mich für die Menschen dort.

    • ja natürlich ist es mit Lego nicht zu Ende, wenn andere Hersteller hier mehr Verbreitung finden.

      Zum einen ist ihre Marge so hoch, dass sie sich bewegen können wenn sie denn müssten, ohne gleich an die Substanz zu müssen.

      Zum anderen sind die Produkte halt einfach im großen Durchschnitt alles andere als schlecht, egal ob das manche so sehen wollen und laut rausposaunen. Da müssen die Alternativen schon noch deutlich was drauf legen in Sachen Entwurfsqualität, Qualitätssicherung und Inszenierung, um da – wieder im großen Durchschnitt! – da ran zu kommen.

      (Wenn sie das mal tun, sehr gerne, ich mag gute Sets – bisher kommen die halt für mich größtenteils von Lego und manchmal von Cobi, die anderen haben alle jeweils irgendwas was mich „nicht kaufen“ lässt (Gigantismus, komische Bautechniken, nur Modellbau ohne Spaß, Urheberrechtsproblematik, MOCs ohne Qualitätsprüfung, …). Ich kauf halt im Jahr gefühlt 4-7 „gute große“ Sets, mehr will ich auch gar nicht, und bisher ist da fast immer Lego vorn – entweder aktuelle Sets aus dem Programm, oder etwas 2nd-Hand aus den vergangenen Jahren.)

      Und zuletzt hat Lego in der Qualität real Luft nach oben, um zu reagieren wenn ihnen jemand nahe kommt. Vielleicht gehen sie dann bei Technic, City, … wieder mal den erhöhten Aufwand ein, was komplexes, opulent ausgestattetes anzubieten wenn ihnen wer anderes Umsätze abgräbt. Ist zwar doof das das aktuell nicht gemacht wird, aber aus Unternehmenssicht halt nachvollziehbar dass man Aufwände minimiert wo es möglich ist … drum ist hochwertige Konkurrenz aus Kundensicht immer wünschenswert.

      • Sehe ich auch so. Lego kann nicht einfach so verdrängt werden. Lego hat mMn Marktanteile in Deutschland übernommen, wie z.B. fischertechnik, Märklin, Carrera, Playmobil, etc. Aber die Marken gibt es zu meiner Überraschung alle noch. Gerade fischertechnik habe ich in den Spielzeugläden schon seit Jahren nicht mehr wahrgenommen. Das finde ich persönlich auch Schade in den Kinderzimmer. Damals hatte der eine He-Man, der nächste eine Carrera-Bahn, Legolandschacht, Playmobil, fischertechnik Baufahrzeuge, usw. Heute ist es sehr Lego lastig in gewissen „Kreisen“. 😉

  30. Schade mit der EMEA Zusammenfassung kann ich nicht berechnen, ob Lego nun den Marktanteil in der EU gehalten hat oder nicht. Das werden dann wohl die nächsten Monate zeigen, wenn noch andere Zahlen von Dritten kommen.

    Den starken Gewinnanstieg sehe ich aufgrund der starken Direktverkäufe aka Consumer Sales, ohne Zwischenhändler direkt im Store oder Online steigt da die Marge beträchtlich.

    Die steigenden Mitarbeiterkosten freuen mich. Das bedeutet, hier wird mehr gezahlt und die Leute werden am Unternehmenserfolg beteiligt. Gibt es schon was zu den effektiv gezahlten Steuern?

    • EMEA:
      war das nicht jedes Jahr so, also direkt vergleichbar? Dass EMEA eine Vertriebsregion ist, neben ASEAN und AMERICAS) ist bei großen Firmen absolut üblich, diese Dreiteilung der Welt macht halt Sinn. Da ME und A in der Gruppe kaum was ausmachen werden, und auch von keinem Lego-Boom dort zu hören ist, kann man davon ausgehen dass sich die Relationen innerhalb der Gruppe nicht verändert haben. –> Vergleichbarkeit gegeben.

      Steuern:
      müsste das nicht die differenz aus diesen beiden Dingen sein?
      – Operativer Gewinn: 12,9 Mrd. DKK (1,7 Mrd Euro): +19%
      – Nettogewinn: 9,9 Mrd DKK (1,3 Mrd. Euro): +19%
      –> 0,4 Mrd. € Steuern?

    • Aber interessant ist doch, DAS die Menschen offebar in großen Mengen direkt dort kaufen, damit überhaupt ein solcher Effekt generiert werden kann. Das lässt sich ja nicht mit Corona erklären. Die Kunden können ja frei wählen, ob sie online bei Lego direkt (ohne Rabatt) oder doch lieber bei smyth toys, mytoys, saturn, amazon etc. (mit Rabatt) bestellen. Nur weil die online-Bestellungen gestiegen sind erklärt das noch keinen Gewinnanstieg bei Lego über erhöhte Margen.

  31. Wundert mich nicht.
    Für jedes rotzige Set gab’s eine Barracuda Bay. Für jedes Knights of Ren Schiff 100 501. Battle Packs.
    Dazu extrem viele hochpreisige Erwachsenensets, die eher Modellbauer und damit potentiell einen neuen Markt ansprechen.
    Dass die Qualität leidet ist bei der schieren Masse nicht anders zu erwarten, aber mangels bekannter Konkurrenz und der dominanten Marktstellung kann Lego jede Kritik problemlos aussitzen.

  32. Mein Fazit:
    Typisches PR Sprech, wie man es von jedem großem Konzern kennt, wo man mit selektiven Erfolgsmeldungen versucht, die Defzite zu überdecken. Ja, ein gutes Jahr. Aber nicht aus eigener Stärke heraus sondern nur zufällig wegen der Pandemie. Und natürlich ist das Ergebnis pandemiebedingt: Geschlossene Läden, mehr Zeit zum bauen, sich lieber was liefern lassen als das Haus selbst zu verlassen wegen Ansteckungsgefahr usw. Und in Folge dessen eben der große Anstieg der vielen Verkäufe direkt bei Lego selbst. Da Lego im Gegensatz zu den anderen Händlern im Prinzip keinen bzw. weniger Rabatt gibt und auch der (im Vergleich zum Händler-Verkaufspreis) zusätzliche Gewinn dann komplett bei Lego bleibt, steigt damit automatisch auch Gewinn und Umsatz.

    Vor dem Hintergrund, daß auch die Zahl der hochpreisigen sets für die AFOL-Zielgruppe wieder gestiegen ist, und man dann noch die Preispolitik berücksichtigt (also Teuerungen von gefühlt im Durchschnitt von 20% mit bei jedem neuen set im Vgl zu einem set gleichen Themas von vor ein paar Jahren), dann kann man aber nur zum Schluß kommen, daß speziell das Geschäft für die reinen Spielsets wie City für die klassische U18 Zielgruppe ordentlich rückläufig war und ist.

    Die Zahlen bestätigen daher klar die Annahme von Johnny (Hr. Klahold), daß dem Konzern Lego gehörig die Düse beim Nachwuchs geht.
    Wobei die Produktpolitik dabei deutlich aufzeigt, daß man dem Absinken der Umsätze bei den klassischen U18 Linien statt über Verbesserungen dort lieber über Preisanhebungen sowie neue Produktlinien wie dots oder „Digitalisierungsteheme“ wie Vidyo, Super-Mario, Hidden side begegnen möchte.
    Was ich langfristig für einen Holzweg halte, da verantwortungsvolle Eltern doch gerade das analoge an Lego schätzen. Gut, Lego ist international unterwegs und vielleicht gibt es ja kulturkreisabhängig andere Sichtweisen bei dortigen Eltern. Aber wer sich hierzulande die Apothekerpreise von Lego leisten kann, der ist meiner Ansicht nach eher im Bereich der verantwortungsvollen Eltern analog-spiel-bevorzugenden Eltern angesiedelt…

    Also ein gutes Finanzjahr für den Lego-Konzern und ein gutes für die AFOL-Community.

    Dennoch deutliche Warnzeichen am Horizont:
    – klare Gefahr für die langfristige Kundenbindung der nachwachsenden Generation
    – Qualitätsprobleme und aufholender Wettbewerber bei gleiche Produktionskosten in China. Was bedeutet, daß der Preisunterschied von >100% zu vergleichbaren Wettbewerbsprodukten im Prinzip nur noch aus set-design, Verpackung, Anleitung, Werbung und Gewinnerwartung besteht. Das kann nicht ewig gut gehen, auch wenn es das gerade tut.
    – ein nicht nachhaltiges Geschäftsmodell bei den Händlern, wenn man immer öfter die sets zum Einkaufspreis weggeben muß. Was früher oder später bedeutet, daß ein großer Händler Qman oder ähnliches listet. Was dann einen Lawineneffekt ungeahnten Ausmaßes annehmen kann.

    • „Aber nicht aus eigener Stärke heraus sondern nur zufällig wegen der Pandemie.“ – der gesamte Markt ist gewachsen, ja. Aber LEGO deutlich stärker als der Markt. Das also nur auf die Pandemie zurückzuführen, dürfte nicht aufgehen.

      „[…] bei gleiche Produktionskosten in China“ – bei LEGO steht nur eine von vielen Fabriken in China. Die anderen stehen in Europa (2 Produktionsstandorte) und in Südamerika.

          • Ich habe mal gelesen das in Ungarn hauptsächlich Duplo produziert wird UND das die meisten Steine, ca. 23 Mrd. pro Jahr, tatsächlich wohl immer noch aus Billund kommen sollen.
            Eine genaue Aufstellung wäre wirklich mal interessant um auch mal einen gewissen ü40er aus Frankfurt den Zahn zu ziehen das „LEGO ja auch nur in China produzieren würde“.

          • „Irgendwann beleuchten wir das Thema nochmal genauer“

            das würde mich wirklich sehr interessieren, müsst ihr unbedingt machen

      • Zitat: „Vor dem Hintergrund, daß auch die Zahl der hochpreisigen sets für die AFOL-Zielgruppe wieder gestiegen ist, und man dann noch die Preispolitik berücksichtigt (also Teuerungen von gefühlt im Durchschnitt von 20% mit bei jedem neuen set im Vgl zu einem set gleichen Themas von vor ein paar Jahren), dann kann man aber nur zum Schluß kommen, daß speziell das Geschäft für die reinen Spielsets wie City für die klassische U18 Zielgruppe ordentlich rückläufig war und ist.“

        Da ist aber viel interpretiert deinerseits. Nur weil der Absatzmarkt bei 18+ wächst heißt es nicht, dass dieser, wie von dir provezeit, die City „Verluste“ ausgleicht.
        Ich denke eher, dass beide Themenwelten wachsen, denn sonst wäre City nicht unter den Top 5 Themenwelten. Einzig das Alternativen wie Super Mario der City Themenwelt „Budget“ abknappt möge ich glauben – aber dann sind wir immer noch bei den Kindern. 🙂

      • Nur eine kleine Anmerkung.
        Soweit ich das aus dem ISO Zertifikat sehe hat Lego in Billund 8 Entitäten angegeben die Produktion, in welcher From auch immer, betreiben.
        In Tschechien sind 2 Entitäten für den Bereich Produktion angegeben.
        In Ungarn, Mexiko und China jeweils eine Entität.

        Ich möchte darauf hinweisen das Mexiko nicht in Südamerika liegt. Geografisch liegt es zu ca 90% auf der Nordamerikanischen Landmasse und kulturell zählt es zu Lateinamerika. Wenn man die Mexikaner selbst fragt gibt es da auch verschiedene Meinungen, zumindest als ich mal gefragt habe.
        Als Workaround biete sich halt die Bezeichnung NAFTA an.

      • @Eric Son und @Stefan Müller: Ihr habt Recht, es ist Nordamerika. Ich hab zu wenig geschlafen in den letzten Tagen, sorry. Ich bin in den Kommentaren nicht zurechnungsfähig und versuche meinen verbliebenen Restverstand in die Artikel zu stecken 😀

          • 😂wenn sie aus Texas kamen könnte man das auch durchaus.😂 @Lukas Und der/die nächdte/n umfangreicheren Artikel stehen ja auch schon wieder an.😱 Hoffe sehr, dass du zwischendurch auch mal etwas Ruhe findest.

    • „gleiche Produktionskosten in China.“

      –> weder wird die Fabrik in China gleiche Produktionskosten haben wie die Fabrik von %Alternativhersteller% in China, wenn sie andere Qualitätsstandards fahren (ob sie die aktuell einhalten können oder nicht, ist eine andere Frage, es geht um das Streben danach). Die Fabriken in Mexiko, Tschechien, Dänemark sind möglicherweise noch teurer im Betrieb.

      „Was bedeutet, daß der Preisunterschied von >100% zu vergleichbaren Wettbewerbsprodukten im Prinzip nur noch aus set-design, Verpackung, Anleitung “

      –> genau das ist es aber, was Lego von den anderen abhebt: sie entwerfen selbst Themenwelten / lizenzieren Themenwelten, und entwerfen darin dann Sets die Spaß machen (können), oft Storytelling-Elemente haben, und bautechnisch einwandfrei und erprobt sind. Sie machen auch Produktmarketing über Fernsehserien etc.

      Das alles ist teurer als nur die Teile vom Fließband in die Beutel rascheln zu lassen, und das ist das, was die anderen Hersteller bisher auch nicht im Ansatz können oder machen wollen.
      Entweder sie beschränken sich auf Modellbau (Cobi mit entsprechend etwas staubigem Charme – kein Vorwurf, das ist die Modellbau-Welt).
      Oder sie werfen Me-Too-Produkte auf den Markt die sich ganz offensichtlich an Lego-Themenwelten, wenn nicht sogar einzelnen Sets, orientieren. Kann man als Unternehmen wohl machen wenn es nicht in den Bereich Plagiat geht, sollte aber bei Vergleichen berücksichtigt werden wer da was leistet und wer davon profiziert.
      Und wenn sie wirklich mal Eigenentwicklungen bringen, wird’s bisher meistens – konzeptionell und in der Ausführung – echt gruselig aus europäischer Sicht und Anspruch an hochwertiges Spielzeug (keine Ahnung wie sowas in China ankommt). Eben *weil* die Entwicklung von Themenwelten und Sets teuer ist.

      Insofern können die Alternativen vielleicht bald besser Steine liefern – für bessere Spielwelten und Sets dauert das noch richtig lange und braucht vermutlich einen Hersteller in einer ganz anderen Größenordnung und Marktposition um da an Lego heran zu kommen.
      Jeder Konsument kann natürlich wählen was ihm wichtig ist … für manche geht es nur um die Bausteine – dann ist Lego vielleicht nicht der richtige Lieferant. Andere suchen für sich oder die Kinder eine Spielwelt die in sich funktioniert – dann ist Lego auf längere Sicht noch dominant, vor allem wenn man beachtet dass sie es auch noch besser *könnten* wenn sie es nötig hätten.

    • Ich finde Deine Ausführungen nicht schlüssig und sehr subjektiv geprägt … aus Erfahrungen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis kann ich Deine Annahmen nicht bestätigen … Die Kinder wollen explizit LEGO oder Playmobil mit allem drum und dran

    • Ein YouTuber sagte die Tage „Die Steine kommen aus den gleichen Fabriken und sind aus dem gleiches Material“.
      Allein wenn man manche „China“-Steine (nicht alle) von der Konkurenz anschaut, sieht man, dass billige Werkzeuge und dass kein hochwertiges ABS verwendet wird. Da wird an den teuren Pigmenten im ABS gepspart, so dass die Steine milchig wirken und mit mehr Weichmacher die Steine weich gemacht, damit man die Ungenauigkeiten der schlechten Werkzeuge und die damit einhergehenden Probleme mit der Klemmkraft ausgleicht. Durch die Weichmacher werden die Steine wiederum schneller brüchig.

    • „Was bedeutet, daß der Preisunterschied von >100% zu vergleichbaren Wettbewerbsprodukten im Prinzip nur noch aus set-design, Verpackung, Anleitung, Werbung und Gewinnerwartung besteht.“

      … und evtl. Umwelt- und Arbeitsschutzmaßnahmen, Forschung- und Entwicklung, Kundenservice, Qualitätsmaßnahmen nach internationalen Standards, Stiftung, etc. viele andere Themen die auch Geld kosten und nicht direkt mit dem Produkt zusammenhängen. Von der Chine-Konkurrenz hört man dbzgl. leider gar nix. Aber für einige gehts nur darum: Hauptsache günstig.

    • Es gibt meiner Meinung nach einen Denkfehler bei deiner Betrachtung.
      Du betrachtest die Alternativhersteller immer als eine in sich geschlossene Gruppe. es ist aber tatsächlich so das diese in erster Linie in Konkurrenz zueinander stehen wenn man von einigen Nischenherstellern absieht.

      Nimm das Beispiel Automotive. Dacia steht nicht in direkter Konkurrenz zu Mercedes sondern in erster Linie zu Anbietern die im gleichen Preissegment anbieten.

      • Interessanter Einwand. Was in Wertigkeit Richtung Lego geht ist meiner Wahrnehmung nach lediglich Qman und Cada. Cobi stellt zwar auch qualitativ gute Sets her, aber füllen eher eine Nische die nicht mit Lego konkuriert

    • @ Hans Nase: Das die Leute mehr online gekauft haben bedeutet nicht, dass Lego damit höhere Margen erwirtschaftet. Die Leute sind ja nicht gezwungen bei Lego direkt zu ordern. smyth toy, taschengelddieb, ebay, mytoys, otto, saturn, amazon etz. War offline nicht dirket beim Lego-Store kaufen möchte, muss das auch online nicht tun. Von daher trifft Ihr Argument nicht zu.

    • Wobei man hier sagen muss, dass Lego Pandemie bedingt das Wer in Mexico lange geschlossen hatte und viel aus Europa nach America gegangen ist. Deshalb gab es auch letztes Jahr die Lieferschwirigkeiten bei Lego.

      In Tschechien werden meines Wissens nach keine Steine produziert sondern da werden die Sets gepackt.

    • Ich will mich in dieser Art von „Debatte“ eigentlich nicht einmischen, aber es gibt vor den Produktionskosten auch Entwicklungskosten. Fragt sich eigentlich keiner, wie teuer eine Entwicklung und die dazugehörige Marktanalyse für ein einzlnen Stein (der neu auf den Markt kommt) oder ein einzelnes Set ist/sind? Das sparen sich u.a. einige Hersteller aus Asien. Sie kopieren den Stein, das Thema, whatever. Das spart im Übrigen erheblich.

      Im Übrigen sehe ich bei solchen Anschuldigungen, egal ob in Textform oder viral/verbal nur Wirtschaftspropaganda.

      • So viele Antworten. 😉
        War ja aber klar, da ich meine subjektive Sicht, Interpretation und Kaffeesatzleserei hier zum Besten gegeben habe. Wäre ja nicht auszuhalten, wenn alle das selbe denken würden…

        Ich möchte nur noch mal auf meinen Ausblick („Warnzeichen am Horizont“) eingehen. Denn das finde ich schon wichtig. Ich sehe es perspektivisch wirklich so, daß (wie geschrieben) „nach aufholen der Wettbewerber“ der „Preisunterschied von >100% zu vergleichbaren Wettbewerbsprodukten im Prinzip nur noch aus set-design, Verpackung, Anleitung, Werbung und Gewinnerwartung besteht“. Ich spreche nicht von gestern oder heute sondern von der (nahen) Zukunft. Und ich spreche nicht von den internen Kosten, sondern rein von der Kundensicht. Und ich spreche nur von legalen Produkten, nicht von Plagiaten. Es wird schlichtweg schwieriger für Lego werden. Egal ob Technik (CaDa), City (Qman) oder AFOL sets (Wange etc.). Gerade, wenn der Handel aufgrund des Wettbewerbsdruckes kaum noch Listenpreise aufrufen kann.

        Und ich meine es ja auch nicht böse. Lego hat viele gute designer und ganz tolle sets herausgebracht. Es wäre doch in unser aller Interesse, wenn das noch lange erhalten bliebe; und das am besten auch für den kleineren Geldbeutel. Wäre doch schade, wenn der Laden wegen kurzfristigem Gewinnerwartungsdenken oder falscher Produktstrategien mittelfristig an die Wand gefahren werden würde. Lego leidet eben an dem typischen „Luxus“problem, was viele (Quasi)Monopolisten haben – nämlich daß strategische Fehlentscheidungen sich nicht so schnell und direkt in den Geschäftszahlen auswirken.

  33. Irgendwann bricht der Zweitmarkt sowieso zusammen. In den letzten Jahren wurden so viele Sets auf Halde gekauft (dank der selbsternannten Spielwaren-Investoren), dass vermutlich bald eine Klemmbaustein-Übersättigung eintritt. Als Lego-Fan hat man zu tun, eine für sich passende Auswahl aus dem Überangebot des aktuellen Kataloges zu finden (es kommen jedes Jahr mehr Sets heraus). Da wird kaum noch jemand abgelaufene Sets zum doppelten Preis oder mehr kaufen wollen. Von der Lawine an gebrauchten Steinen, die in den nächsten 5 bis 10 Jahren auf uns zurollen wird, will ich gar nicht reden. Dort dürften die Preise auch langsam aber sicher in den Keller gehen….

    • Dass ältere/ausgelaufene Sets wegen des aktuell starken Portfolios nicht mehr so stark nachgefragt werden denke ich auch, wobei dabei auch viele AFOLs nicht alle ihre Wunschsets vor EOL ergattern können, weil es so viele sind, das gleicht sich dann vielleicht etwas aus?

    • Dieses Gefühl habe ich auf jeden Fall auch. Die Gebrauchtwarenschwemme auf eBay ist mir jedenfalls schon entgegen gekommen. Die 2021 Star Wars Sets sind noch kein Quartal auf dem Markt, aber sind bereits gebraucht bei eBay. Warum neu mit 30% Rabatt kaufen, wenn ich es gebraucht – aber quasi neu, da ja nur einmal gebaut und nur ein paar Wochen alt mit 50 – 60% bekomme?! Manche (Privat?-) Verkäufer donnern die in so einer Zahl raus, dass sie Kartons und Ersatzteile von vornherein aufheben.

      Und die Investmentblase ist noch so ein Punkt … darüber könnte ich aber nur spekulieren und würde vermutlich daneben liegen. Ich kann mir nämlich auch keine Person vorstellen, welche 200% Aufschlag zur UVP zahlt, für Sets die auch designtechnisch echt nach dem letzten Jahrzehnt aussehen – aber es gibt sie!

      • Die (gefühlt) steigende Masse an gebrauchten Sets kann ein Indikator für vieles sein…mehr Geld, mehr Zeit, mehr Hype bei einigen Leuten. Auf jeden Fall ist es so wie du sagst: man kann dadurch tolle Sets zu guten Preisen bekommen. Ist übrigens auch für Kinder oder deren Eltern schön.

        Das mit dem Investment ist spannend, denn da zeichnen sich ja gerade auch auf anderen Sammel- und Hobbybereichen solche Tendenzen ab. Ohne das jetzt genauer ausführen zu wollen: Ist der von dir angesprochene Punkt nicht gerade einer der Treiber dieser Entwicklung?
        Wenn ich mir die aktuelle Diskussion um Lego anschaue, scheinen dort etliche sehr nostalgisch geprägt unterwegs zu sein. So ist der Mensch nunmal teils veranlagt… Jeder kennt doch ein wenig das Gefühl, dass man Teile seiner Erinnerung an gewissen Gegenständen festmacht. Und wenn man sich damals manche dieser Gegenstände eben nicht leisten konnte, dann holt man es eben als Erwachsener nach. Denn was sind dann schon 200% UVP – wenn es dich glücklich macht, dann ist es das eben für dich persönlich wert 🙂

      • „Und die Investmentblase ist noch so ein Punkt … darüber könnte ich aber nur spekulieren und würde vermutlich daneben liegen. Ich kann mir nämlich auch keine Person vorstellen, welche 200% Aufschlag zur UVP zahlt, für Sets die auch designtechnisch echt nach dem letzten Jahrzehnt aussehen – aber es gibt sie!“

        Das trifft exakt meine Meinung. Bleibt nur eine Frage, wieviel gibt es? Na gut zwei Fragen, wie hoch darf der Preis steigen bevor Großeltern, Eltern merken das die UVP um ein vielfaches übertroffen wurde?

        • „Ich kann mir nämlich auch keine Person vorstellen, welche 200% Aufschlag zur UVP“
          Ich z.B. ich habe vor 10 – 12 Jahren angefangen Lego zu Bauen und zu Kaufen und ich habe sehr viel Sets und um halt alle zu bekommen z.B. der Batman Serie 7888 , der mir noch fehlt würde ich auch die 400 – 600 Euro Zahlen und da bin ich nicht der Einzige. Gekauft habe ich aber viel Sets die mehr als 200% Aufschlag hatten gegenüber der UVP z.B. 7198 für 140Euro oder die 7624 für knapp 50Euro.
          Ich weis das ich den Preis jederzeit bekomme und mit den Dingen Spielt mein Sohn .

          • ob der Preis stabil bleibt, ist Spekulation – kann sein dass nach dem Hype kaum wer mehr diese afol-sets sehen will. vielleicht ernsthafte Sammler, aber die dann OVP, nicht bespielt.
            ich sehe das so: die Sets sind insofern waa wert, als dass meine Kinder und ggf. Enkel einen Zeitvertreib haben, ggf. Erinnerungen daran geknüpft sind. Aktuell will ich die eh nicht hergeben, und von einem Verkauf in fernerer Zukunft erwarte ich mir genau gar nichts.

    • … wenn gleichzeitig der Kundenstamm wächst, dann eher nicht. Umgekehrt könnte das eintreten. Wobei einzelne größere Klasse-Sets ich davon ausschließen möchte, aber für das Standardprogramm bestimmt.

  34. Also bei den Zahlen bin ich skeptisch.

    Ich würde nicht sagen, dass LEGO im letzten Jahr mehr verkauft hat, als 2019. Es dürfte ganz einfach daran liegen, dass die Leute durch die Schließungen gezwungen waren, über die LEGO-Website zu kaufen. Dort bezahlt der Kunde den Vollpreis für die Ware, den LEGO auch komplett einsackt. Wenn man bei einem Händler LEGO kauft, hat der ja nicht die komplette UVP für die Ware bei LEGO bezahlt sondern (man helfe mir) 50%? 2/3?

    Da stellt sich nun einfach die Frage, ob das Umsatzplus nur darauf zurückzuführen ist, dass die Kunden notgedrungen den Vollpreis zahlen mussten.

    • Klar, die armen Kunden. Sie hatten einfach keine andere Wahl als sich das überlebenswichtige Gut „Lego“ zum Vollpreis zu kaufen. War quasi Nötigung oder gar Erpressung von Lego. Langsam wird es immer absurder… vor allem weil es ja im Internetz keine Angebote auf einschlägigen Seiten gibt.

    • Indikativ kann man die Herstellkosten nehmen um die Mengenveränderungen zu schätzen: +10% ggü. 2019; bei +13% Umsatz-plus gesamt würden sich über den Daumen dann 3%-Punkte aus höheren (Durchschnitts)Preisen und 10% aus höheren Mengen ergeben.
      Zahlen werden nicht exakt sein, aber das Verhältnis passt Pi mal Daumen

    • Wieso waren die Leute gezwungen über die Lego Website zu kaufen ? In den zeitweise geschlossenen Lego Stores wurde und wird auch zur UVP verkauft. Über Amazon, JB, Alternate und wie sie alle heißen, wurde auch weiter Lego verkauft.
      Für mich scheint klar, dass Lego sehr gute Umsatz- und Gewinnzahlen vorgelegt hat. Natürlich hat Lego hier von der stärkeren Nachfrage wegen Corona profitiert, allerdings hat es wegen Corona auch wohl ziemliche Produktionengpässe gegeben.

    • Das die Leute gezwungen waren, über die Lego-Webseite zu bestellen, ist doch absurd. Was ist mit amazon, mytoys, ebay und alle anderen online Spielzeughändler? Der Lego-online-Store ist doch nicht die einzige Bezugsquelle für Legoartikel. Wie kommen Sie auf sowas?

    • Tut mir leid, aber das ist schlicht kompletter Quatsch. Selbst wenn die Läden den Großteil von 2020 geschlossen gewesen wären (was sie nicht waren), ist noch lange niemand gezwungen, bei LEGO direkt zu bestellen. Nicht umsonst ist Amazon der Hauptgewinner von Corona, und die ha’m auch fette Rabatte, hatten sie das ganze Jahr über, genauso wie alle anderen Online-Händler. Ich krieg doch nicht nur beim lokalen Einzelhändler rabattierte Sets, ganz im Gegenteil eher.

      Das einzige, was du über die LEGO-Webseite kaufen musst, sind super-Exlusives, zumindest wenn sie neu sein sollen. Aber die kriegst du auch im LEGO-Store nicht mit Rabatt. Wie immer gilt, wer nicht-exklusives LEGO bei LEGO kauft, den stört der Preis in keinster Weise, ob jetzt Corona ist oder nicht.

  35. Danke für die Zahlen und Aufarbeitung!

    Ich freue mich für Lego und erfreue mich an den Sets (die ich mir geholt habe).
    Überraschend für mich war die hohe Store Anzahl in China. Hatte nicht damit gerechnet, dass sich schon über 1/3 aller Läden dort befinden.

    Schade finde ich, dass es keine gesonderten Zahlen für Europa gab/gibt.
    Oder werde die in der Regel noch „nachgereicht“?

  36. „die LEGO Super Mario Themenwelt als „eine der erfolgreichsten Produkteinführungen der Firmengeschichte““

    Na wer hätte das gedacht!? 😂

    • [YT]: … was ist das für eine idiotische Idee, dass man immer das Starter-Set dazukaufen muss. Hat sich wieder ein ahnungsloser Produktmanager ausgedacht.

      [Lego]: … eines der besten Produktstarts der Firmengeschichte. Mitarbeiter des Monats!

      😉

      • „was ist das für eine idiotische Idee“ … wenn so eine Aussage wenigstens nach einem Versuch an sich selbst oder der Zielgruppe kommt: meinetwegen.

        Aber ich erinnere mich wie das kurz hingestellt wurde, für blöd erklärt wurde, die Hälfte weggeschleudert wurde und der Rest dann ausführlich beschimpft.

        Unterhaltsam … vielleicht für Neueinsteiger.
        Brauchbar … gar nicht mehr.

      • Ich frage mich sowieso immer wieder warum mir ein über 40 Jahre alter Mann erklären will was meine Kinder mögen würden!
        Er hat di selbst keine Kinder also woher bezieht der gute Mann seine „Erfahrungen“?
        Aber der regt sich ja auch immer über „zu einfache“ BA‘s auf und verbaut sich dann regelmäßig sogar bei Sets für Fünfjährige! 🤷🏻‍♂️

  37. Meiner Meinung nach haben Lego Produkte immer noch die beste Qualität von allen Klemmbaustein Herstellern. Und ich hab selbst schon einige Ausprobiert. Deswegen wundert es mich auch nicht das der Umsatz weiter gestiegen ist. Des Weiteren bieten sie einfach tolle Produkte für Afols an. Und ich freu mich schon auf daß was die Zukunft bringt 🙂 Also bitte weiter so 👍🏻 👌🏻

  38. Lego nutzt alle legalen rechtlichen Schritte der freien Marktwirtschaft um seine Rechte zu schützen. Das ist ihr gutes Recht.

    Was kein Fair-Play ist: Wissenaufbau durch staatliche Industriespionage; Abkupfern und Plagiate auf den Markt bringen; sich vor Rechtsstreitigkeiten drücken, in dem man vor einem Urteil die Firma auflöst und unter einen neuen Namen, sagen wir mal Baoxing, neugründet und vorher erworbenes Know-How und Geld nutzt nach selben Prinzip (nicht mehr ganz so offensichtlich) zu wiederholen.

  39. Wer ernsthaft meint, dass Lego aus dem Markt ausscheiden wird, hat…wie drück ich das jetzt aus…..nicht mehr alle 2×4 Steine auf der Baseplate.

    Festzuhalten bleibt jedoch:

    1. Lego war jahrzehntelang in der Position eines Quasimonopolisten.
    2. Es gab keinen nennenswerten Versuche, jedenfalls keine erfolgreichen, in die Klemmbausteinbranche einzutreten durch andere Unternehmen
    3. Dies ändert sich seit einigen Jahren und dieser Prozess nimmt in letzter Zeit immer mehr Fahrt auf. Trotzdem steht man erst am Anfang dieses Prozesses.
    4. Mittelfristig, sagen wir mal in 5 Jahren, wird man sehen, wie Lego mit den Umwälzungen in „seiner“ Branche umgehen wird. Dann kann man auch sehen, ob die zahlreichen Brancheneintritte neuer Hersteller sich auf das Ergebnis von Lego ausgewirkt haben (und hier würde ich sogar nur Europa betrachten, denn das Wachstum in Asien wird mögliche Einbußen bei uns kompensieren in der Gesamtschau)

    • ich stimme Dir in allen Punkten zu.

      Was ich mich frage ist, ob die Eintritte der viel diskutierten Wettbewerber nicht eventuell sogar förderlich sind? So etwas gab es schon in anderen Produktkategorien, weil z.B. der Funktionsumfang größer wird.
      Bei Lego denke ich da an die Modulars. Vielleicht sagen sich jetzt manche: „Na toll, 3 Häuser, sehen super aus, ergibt aber keine Straße“. Mit den Wettbewerbern sagt sich der gleiche Kunde dann vielleicht: „Boah, insgesamt kann ich 10 Häuser bauen, eine ganze Straße. Dann kaufe ich doch die 3 von Lego und die 7 von den Wettbewerbern.“

      Bei Getränkeautomaten soll der Absatz auch deutlich höher sein, wenn Coca-Cola und Pepsi nebeneinander stehen. Und der Absatz ist nicht nur insgesamt höher, sonder auch pro Automat!!

  40. Schön zu sehen, dass hier viele objekte, positive Kommentare zu finden sind und die negative Energie aus „dem Herzen Europas“ nicht schon überall durchgedrungen ist.

  41. Ich finde es amüsant, was hier einige so alles aus der Bilanz herauslesen…..wirklich faszinierend.
    Unterm Strich sind die Zahlen unbestritten gut, ich glaube was alles „Coronagewinnern“ Sorge bereitet ist, dass sie eben diesen Effekt nur schwer herausrechnen können.
    Auf jeden Fall wird es mit derartigen Höhenflügen vermutlich eher nicht weitergehen.

  42. Hallo StoneWars, mich würde interessieren wie viel Lego mit „anderen Umsätzen“, d.h. außerhalb des Verkaufs „des Steins“ verdient, also in etwa durch die Ninjago-Serie, die diversen Filme, Konsolenspiele und Co. Im Annual Report steht nur was von „Sale of goods“ und „Licence income“. Mir erscheint der Wert für „Licence income“ sehr gering. Habt ihr da Erfahrungswerte? Herzlichen Dank!

  43. Nur der Lego Support ist derzeit massiv überlastet. Vermutlich konnte Lego den Support nicht mit gleicher Geschwindigkeit nach oben skalieren wie die Zahl neuer Kunden und dem Anstieg verkaufter Sets. Ich hoffe hier tritt bald Besserung ein. Es kann nicht sein, dass man 2 Wochen auf eine E-Mail-Anfrage warten muss.

      • Liebe Admins – eure Netiquette in allen Ehren – aber wie solche Kommentare hier durchrutschen können verstehe ich nicht. Solche Kommentare wie von Rauy sind eine Schande für alle Klemmbaustein-Fans. Dieser hat nichts mit dem Thema zu tun und ist auch noch mehr als fragwürdig.

        • Wieso ist das fragwürdig? Wir haben auch die Rückmeldung bekommen, dass solche Drohungen beim Zoll eingegangen sind. Ich bin mir sicher, dass Rauy nicht fazu aufrufen will, sondern im Gegenteil darüber den Kopf schüttelt.

          • Und was hat das mit dem Jahresergebnis von Lego zu tun? Und was ist „überschüttet“ – das klingt nach subjektiver Bewertung…wissen wir ob es 2 waren oder 1000? Ist es dann nur eine Mutmaßung? Aber wie gesagt, mir geht es darum dass es nichts mit dem Thema zu tun hat.

          • Wir sind nur Menschen. Manchmal entscheiden wir uns beim Freischalten von Kommentaren anders, als manche Leser es vielleicht erwarten würden. In den letzten Tagen gingen bei uns tausende (ja, tatsächlich) Kommentare ein, da bleibt das erst recht nicht aus.

            Über die Anzahl der Morddrohungen die verschickt wurden, habe ich keine Informationen. Ich gehe davon aus, dass die betroffenen Parteien sich da selber drum kümmern werden. Bei uns gingen glücklicherweise „nur“ (vermeintlich) anonyme Beleidigungen ein.

          • @Michi Das hat eigentlich nichts mit dem Jahresergebnis zu tun, aber es war ja auch eine direkte Antwort auf einen Kommentar zur momentanen Leistungsfähigkeit des LEGO-Supportteams, welcher für sich wiederum einen Bezug zum Jahresbericht hergestellt hat. So funktionieren Kommentare nun mal.

          • @Rauy – so kann man dann natürlich von einem zum nächsten Thema hüpfen. Das hat jetzt zwaer auch nichts mit dem Jahresergebnis zu tun – ist aber ja eine inhaltlich passende Reaktion auf den Kommentar 🙂

  44. Ich finde, dass Lego fast durchgehend tolle Produkte entwickelt. Ein sehr schöner Zeitvertreib für Menschen aller Altersklassen.

    Freut mich, dass das kreative Bauen weiterhin einen so großen Erfolg hat.

  45. Also ich habe ja vor 2 Tagen schon mal hier die Kommentare gelesen. Ich war doch etwas verwundert wie eine Community auf einmal anfängt Geschäftszahlen zu interpretieren oder zu feiern – das gibt es ja nicht mal in der Tuning-Szene (oh hast du schon gehört, die neuen BMW-Zahlen sind raus 🙂 )
    Aber was ich doch recht bemerkenswert finde ist, dass selbst der Held dieses Thema nüchterner angeht als so mancher Kommentartor hier…in diesem Sinne, allen ein schönes Wochenende mit hoffentlich vielen Klemmbausteinen

  46. Kennt eigentlich jemand nach Josef Ackermann? Kennt ausserdem jemand noch die Kritik die er bekamm, als er verkündete das Renditeziel sollte 25 Prozent betragen?.
    Jemand hier bei Lego nachgerechnet wie hoch die Rendite 2019 und 2020 so liegt?

    Prinzipiell freue ich mich wenn eine Firma gut wirtschaftet und vernünftig Gewinne machen kann. Denn dies ist nachhaltig. Aber für mich (in der forschenden Pharmabranche arbeitend und da sind die prozentuale Renditen nicht so hoch) stellt sich die Frage weshalb für Lego (nahezu keine Forschungskosten) diese hohe Rendite in Ordnung ist während in der Pharmaindustrie (mit Forschungskosten die deutlich höher sind) dies als Profitgier (ab)gewertet wird.
    Um am Beispiel Pharma zu bleiben. Nach Ablauf des Patentschutzes wird es sogut wie
    niemanden geben der Generika als Plagiat bezeichnet. Auch hier werden erstaunlicherweise für Lego andere Maßstäbe gesetzt.

    Nichts desto trotz – auch wenn mich er Jubel über die hohe Umsatzrendite etwas irritiert – ist es schön das Lego hoffentlich noch lange am Markt erfolgreich teilnimmt.

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