LEGO House Billund veranstaltet virtuellen „Fan Day“ am Donnerstag

LEGO Live Event(1)

Das LEGO House in Billund hat schon vor einiger Zeit einen „Fan Day“ als Event angekündigt, der am Donnerstag, den 24. September stattfindet und LEGO Fans weltweit online zusammenbringen soll. Durch mehrere Live-Sessions sollen verschiedene Themen von MOC’s bis hin zur Qualitätssicherung von LEGO beleuchtet werden.

Das Event findet am 24. September statt und soll über ganze 3 Stunden gehen. Dafür müsst ihr euch hier für die jeweiligen Sessions auf der Homepage des LEGO House Billund anmelden – das ganze ist natürlich kostenfrei, aber eine Anmeldung vorab ist (wie auch schon bei den virtuellen Touren durchs LEGO House) erforderlich.

LEGO Live Event

Zwischen 13:30 und 17:00 Uhr soll es sechs verschiedene Sessions geben, die sich auf folgende Inhalte beziehen werden:

  • 13:30 – 14:00: Interview mit Julia Goldin, Marketingvorstand der LEGO Gruppe
  • 14:00 – 14:45: Fragen zur LEGO Produktentwicklung mit Senior Vice President Product Developement Poul Schou
  • 14:45 – 15:00: Vorstellung neuer MOC’s in der „Yellow Zone“ im LEGO House
  • 15:00 – 15:45: Einblick in das Thema LEGO Bauanleitungen und deren Wichtigkeit beim Thema Bauspaß mit Senior Director Building Instruction Experience Kim Yde Larsen
  • 15:45 – 15:55: Status vom abgesagten Skaerbaek Festival und den Hintergrund der Absage
  • 16:00 – 17:00: Überblick zur LEGO Qualität mit Quality Director Bjarke Schonwandt

Um alle Sessions sehen zu können, müsst ihr euch für alle Sessions separat anmelden. Wenn euch nicht alle Teile interessieren, könnt ihr euch auch nur zu einzelnen Events anmelden. Das weitere Vorgehen wird euch dann nach der Anmeldung über eine separate E-Mail mitgeteilt.

Vor allem soll mit diesem Live-Event den LEGO Fans eine Alternative zum abgesagten Skaerbaek Festival gegeben werden, dessen Veranstalter eine reine Online-Veranstaltung nicht als sinnvoll erachtet haben. Interessant dürfte ansonsten vor allem der letzte Programmpunkt werden, der einen Überblick zur LEGO Qualität geben soll. Es dürfte interessant sein zu sehen, ob LEGO hier eventuell auch die immer wieder kritisierten Farbabweichungen ansprechen wird, zumal Zuschauer auch Fragen stellen können sollen.

Werdet ihr an dem Event teilnehmen und haltet ihr es für eine gute Alternative zum Skaerbaek Festival? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

Über Lukas Kurth 1379 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 29 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de

14 Kommentare

  1. Ich finde die meisten Themen sehr interessant, und habe zum Glück auch frei an dem Tag. Bin sehr gespannt auf das Thema Lego Qualität, und ob und welche kritischen Fragen sie zulassen/beantworten werden. Ansonsten muss ich irgendwie ein bisschen darüber schmunzeln, dass es die Stelle eines „Senior Director Building Instruction Experience“ gibt. Wie groß ist wohl seine Abteilung und was wird da jeden Tag gemacht?!?

    • Tatsächlich hätte mich ein Einblick wie die so ihre Anleitungen gestalten und vielleicht ein paar Tips für die eigenen Anleitungen noch am meisten interessiert. Aber ich hab eh keine Zeit, am Ende ist es vielleicht auch nur Marketing-Gedöns.

  2. Habe mich für das wichtigste Thema angemeldet: Qualität. Bin gespannt was der „Director of Perceived Quality“ zum Thema Farbabweichungen, zerkratzte Scheiben und gebrochenen Teilen in teuren AFOL Sets zu sagen hat. Was ich auch noch bemerkt habe, dass die Angusspunkte und Fließlinien immer sichtbarer werden.

  3. Zum Thema Qualitätssicherung, da ich gerade die Buchhandlung 10270 baue: Bin ich der einzige der eine schlechte Steine-Qualität bei dem Set hat? Ich meine damit zum einen Farbabweichungen (z.B. Dachsteine oder Aussenwand der Buchhandlung), deutlich sichtbare Angusspunkte und die Spaltmaße zwischen den Steinen sind teilweise so, dass man durschauen kann.

    • Nein bist du nicht. Genau diese Punkte die du ansprichst haben mich auch an der Buchhandlung gestört. Die seltenen dunkelroten Dachsteine gibt es in mind. 2 Farbnuancen, die 1×1 halbrunden Steine in hellgrau musste ich alle nach innen ausrichten weil die weißen Angusspunkte mega hässlich wirken. Ich hatte sogar bei 1 von 3 light orange Blättern unterschiedliche Farben und Kunststoffarten. Das eine Blatt ist viel heller und lichtdurchlässiger (vielleicht das neue Bio-Plastik) verglichen mit den anderen 2.
      Ach ja, und Klemmkraft ist neuerdings bei Technic Teilen je nach Ausrichtung auch sehr variabel zw. Konnektoren und Achsen.
      Spaltmaße können größer wirken da die Teile nie exakt gleich groß sind. Deswegen ist auch ein Spaltmaß nötig, sonst könnte man sie nicht verbauen.

      • Ok, dachte mir schon dass es kein einzelfall ist. Auch wenn Kleine Farbabweichungen bei einer Wand oder einem Dach ja zu verschmerzen wäre, Legowände durch die man an den Übergängen der Steine durchschauen kann, hätte ich die letzten 37 Jahre Nicht. Da sich Lego ja noch immer als Marktführer in.Sachen Qualität sieht, fürs so was Nicht vorkommen

      • Ich finde auch, bei Klemmkraft und Lücken wäre die Schmerzgrenze dann erreicht. Ich hatte das persönlich noch nicht, aber das wäre ein absolutes no-go. Wenn’s schon hier und da ein paar Farbvariationen hat, ordentlich und gerade zusammenhalten sollte das Modell zumindest.

  4. Hab die Tage mein Kinderlego aus den 90ern abgeholt, da sind nichtmal ansatzweise so viele angusspunkte und nahten zu sehen wie bei den heutigen neueren Sets und auch die laserschwerter bzw strahlen hatten keine Bläschen so wie heute 😀

  5. Eine gute Seite der Pandemie ist, dass man an diesem Fan Day von zu Hause aus teilnehmen konnte. Sehr interessante Gespräche und viele wichtige Fragen wurden beantwortet. Ich habe mir die ganze Veranstaltung angeschaut.
    Zusammenfassung (in eigenen Worten) der für mich wichtigsten Antworten:
    1. Die schwarzen Anleitungen für 18+ Sets sollen verbessert werden da es viele Beschwerden wegen den schlecht erkennbaren schwarzen und dunkelbraunen Teilen gibt.
    2. Je komplexer und größer die Modelle werden umso dicker müssen Anleitungen werden um auch unerfahrenen Kunden einen positiven Bauspaß bieten zu können.
    3. Je höher das empfohlene Alter eines Sets desto mehr Sticker wagt man den Kunden zu. Deswegen sind bei 4+ Sets nur Drucke enthalten aber bei einer 16+ Winkelgasse 4 große Lappen. 🙂
    4. Die Anzahl der Teile die man pro Bauschritt verbaut ist kleiner bei Kindersets als bei erwachsenen Sets, aber man versucht trotzdem die Anzahl variabel zu halten um den Spaß während dem Bauen aufrecht zu halten (nach einem komplexeren Bauschritt kommt dann ein sehr einfacher, man verbaut farblich unterschiedliche Teile zur besseren 3D-Orientierung usw.).
    5. LEGO will zukünftig vermehrt Sets in mehrere Anleitungen aufteilen damit man sie zusammen mit anderen Bauen kann (bei City werden schon standardmäßig Unterbaugruppen mit unterschiedlichen Anleitungen versehen).
    6. Der Grund weshalb viele Anleitungen auf hoch-glänzendem Papier gedruckt werden statt auf dem besser erkennbarem matten Papier ist weil die Papierlieferanten mehr vom hoch-glänzendem produzieren und verkaufen wollen.
    7. Ob ein Nachfolger für LDD heraus kommen wird wurde leider nicht konkret bestätigt. Ich vermute man wird Studio ausbessern wegen der Bricklink-Übernahme.
    8. Der Zeitraum von Idee zur Produktumsetzung ist deutlich kürzer als viele Fans vermuten (gewöhnlich unter 12 Monate bis hin zu 15 Monate bei sehr großen Sets; 75318 – The Child z.B. hat nur 7 Monate benötigt).
    9. Das aktuellste und häufigste Qualitätsproblem ist mit den Farbabweichungen am Lamborghini Sian. Grund hierfür ist, dass für unterschiedliche Teile verschiedene Lieferanten zuständig sind. Scheinbar gab es mit dem Rohmaterial eine Änderung die LEGO nicht beeinflussen kann. Die Toleranz für die Grundfarbe und die Toleranz für die Produktionsfarbe haben sich unglücklich addiert, so dass unterschiedliche Lime-Töne entstanden. Kann aber nicht so leicht abgestellt werden.
    Wer sich mit dem Thema Farbgenauigkeit genauer auseinander setzten will kann „A Guide to Understanding Color Communication“ von X-Rite lesen.
    10. Das bekannte Qualitätsproblem mit den reddish-brown, dark brown und new dark red Teilen wurde behoben da erkannt wurde, dass ein Additiv im ABS bei diesen Farben zu sprödem Verhalten führte. (die Info wurde ja schon Ende 2018 offiziell kommuniziert). Das bedeutet aber nicht, dass die Farbabweichungen behoben wurden (siehe UCS A-Wing).
    11. Zu dem Vergilben der hellen Teile wurde empfohlen Sets nicht in der Sonne zu lassen. (Eine UV-Beschichtung oder ein Additiv gegen UV-Strahlen ist scheinbar keine Option oder kostet zu viel)
    12. Bezüglich der Sticker gibt es angeblich noch keine schlüssige Erklärung für das Abblättern und es ist Los-abhängig wie gut sie die Jahre überstehen.
    13. Die aktuell milchigen trans-clear Steine werden leider nicht zur ursprünglichen klaren Optik zurückkehren, weil das eines der Änderungen in der Produktion ist um die Nachhaltigkeit zu verbessern. Mit anderen Worten, die wahrgenommene Qualität der transparenten Teile ist weniger wichtig (auch wenn sie nun kratz-empfindlicher sind) und wird auf dem Niveau von heute bleiben. Vielleicht weil man mehr Anteile von recyceltem Kunststoff oder ein völlig anderes Material(Gemisch) verwendet?
    Anmerkung: Ich hatte auch mal gelesen, dass für transparente Teile andere Matrizen notwendig sind wegen dem Makrolon (PC) was einen anderen Schwindungswert hat als ABS. Technic Achsen werden aus PA hergestellt.

    • Vielen Dank für die Zusammenfassung! Durchaus informativ, auch wenn einiges etwas unbefriedigend oder selbstverständlich bleibt (LEGO nicht ind die Sonne packen? C’est incroyable!).

      Dass man die Veränderung des Trans-Clears auf Nachhaltigkeit schiebt ist durchaus zu verkraften und will ich mal so glauben. Aber das mit den Lieferanten, etwa beim Sian, und dass man das nicht so leicht abstellen kann, ist mir doch eine etwas zu billige Ausrede (auch wenn es schön ist, dass sie zumindest zugeben dass es Abweichungen gibt). Man kann das schon ändern, wenn man will und bereit ist dem Lieferanten entweder Druck zu machen oder ihn schlicht zu wechseln. Aber wenn’s die Chinafabrik mit 10.000 Angestellten nunmal am billigsten macht, ja, dann lässt sich das sicher nicht so leicht abstellen.

      An einen LDD-Nachfolger hätte ich überhaupt nicht gedacht. Seit ich Stud.IO kenne, möchte ich wirklich nicht darauf zurückblicken. Aber es ist gut zu hören, dass LEGO da scheinbar genauso denkt.

  6. Den Vortrag mit dem Director of Perceived Quality fand ich am interessantesten. Da waren endlich mal ein paar handfeste, nicht extrem weichgespülte Infos dabei. Die Antwort auf die Frage nach seinem Titel (warum perceived quality und nicht actual quality) war sehr aufschlussreich: Erst wenn genügend Kunden sich über etwas beschweren (und zwar am besten wohl direkt bei Lego, nicht einfach nur in irgendeinem Blog/Forum auskotzen), erst dann werden in vielen Fällen die Mühlen der Qualitätsverbesserung überhaupt erst in Gang gesetzt.

    Also: Wenn euch was missfällt, sagt es LEGO direkt: Fordert Ersatzteile bei Farbabweichungen an, meckert über zerkratzte Scheiben, verlangt wieder mehr 2-in-1 Technic Modelle, schimpft über ungenaue Prints! Und je höherpreisiger das betroffene Set, desto empfindlicher sind sie wahrscheinlich für Kritik empfänglich.

    • Ja, fand das Gespräch auch am besten vor allem als er schmunzelnd erzählte, dass merkwürdigerweise Ninjago und Star Wars Figuren am häufigsten als „fehlend“ reklamiert werden obwohl alle Sets gleich verpackt werden oder dass sehr oft Leute sich verbauen oder die Tüten nicht richtig ausschütten und dann denken Teile würden fehlen.
      Ich melde auch immer wenn ich was auffälliges finde. Ganz wichtig, gebt auch gleich die Produktionsnummern die auf den Tüten stehen an. Die Nummer auf dem Verpackung bedeutet nur Kalenderwoche + Jahr wann das Set verpackt wurde und an welchem Standort, aber auf den Einzeltüten steht zusätzlich der Wochentag drauf. Ist zwar nicht direkt das Produktionsdatum der Teile (die in riesigen Boxen vor dem Verpacken gelagert werden) aber immerhin kann die Qualitätssicherung die Charge leichter zurückverfolgen.
      Bei Anleitungen gibt es auf der letzten Seite (Cover) auch eine 7-stellige Nummer. Habe z.B. für ein Modularhaus mal Ersatz gekriegt weil Seiten verrutscht, eingeknickt und dadurch falsch geschnitten wurden.
      Sobald Teile oder Anleitungen vermehrt nachgeschickt werden müssen wird es teuer für die Firma und spätestens dann muss die Reklamation abgestellt werden.

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