Designe dein eigenes LEGO City Set: LEGO Lab testet in Dänemark

LEGO Lab City Set Selbst Designen Titel

Das LEGO Lab testet aktuell in Dänemark das Konzept, dass sich Kunden ihr eigenes City Set zusammenstellen können. Wir haben uns angeschaut aus welchen Bestandteilen man wählen kann und was genau hinter der Aktion steckt.

Im momentanen LEGO Sortiment gibt es viele Sets, die man beliebig miteinander kombinieren kann, was man aber bis jetzt nicht variieren kann ist der Inhalt eines Sets. Ob das vielleicht in Zukunft möglich sein könnte, testet das LEGO Lab aktuell in Dänemark. Dafür können Kunden die Website des LEGO Lab aufrufen und sich dort über die Aktion informieren. Die dänische Aktions-Seite ist zwar hier erreichbar, jedoch lässt sich die Unterseite zum Set-Zusammenstellen außerhalb von Dänemark nicht ohne weiteres aufrufen.

Die Aktion ist kürzlich gestartet und läuft laut Website noch bis zum 2. November 2020. LEGO hat sich entschieden für den Test vorläufig erstmal nur Personen aus dem LEGO Heimatland Dänemark zuzulassen, was natürlich nicht heißt, dass das auch für ein eventuelles Release gilt.

So funktioniert es

Der Prozess, wie man sein eigenes Set aus verschiedenen Bestandteilen zusammenstellen kann, wird auf der Website des LEGO Labs im Detail beschreiben und wir haben es mittels VPN für euch ausprobiert:

Set zusammenstellen

Als ersten Schritt kann man aus 30 verschiedenen Komponenten sein Set zusammenstellen. Welche genau das sind zeigen wir euch gleich. Wie viele Komponenten man noch hinzufügen kann, verrät der grüne Balken am oberen Bildschirmrand.

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Namen eingeben

Danach kann man seinen Namen oder den des Kindes eingeben, um damit das Set weiter zu personalisieren. Außerdem kann man die Elemente des Sets frei auf dem Hintergrund positionieren und damit beeinflussen, wie das Karton-Design aussehen soll.

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Bestellung bestätigen

Nach dem Zusammenstellen wird man auf den LEGO Online Shop weitergeleitet, wo man die Bestellung bestätigt. Dieser Schritt kann aber nur mit einer dänischen Adresse beendet werden, sodass wir nur bis hierhin testen konnten.

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Eigenes Set erhalten

Wenn man den Kauf erfolgreich abschließen konnte, soll einem das Set zugeschickt werden. Dafür wird das Set aus den gewählten Komponenten zusammengestellt und in der personalisierten Box verpackt. Wie genau das aussieht werden wir hoffentlich bald von dänischen LEGO Fans erfahren, die diese Aktion testen und bestimmt berichten werden.

Die Komponenten

Jedes selbst gestaltete LEGO City Set kostet pauschal 649 Dänische Kronen, was etwa 87,17 Euro sind. Dafür kann man aus 30 verschiedenen Bestandteilen auswählen, das heißt man kann sich nicht jeden Stein selbst aussuchen, sondern wählt aus fertigen, kleinen Modellen.

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Bei der Zusammenstellung kann man frei wählen wie viele Gebäude, Minifiguren oder Tiere man in seinem Set haben möchte, jedoch jedes Element nur einmal. Also zum Beispiel keine zwei Löwen. Mit einem grünen Balken wird während des Auswählens angezeigt, wie viel Budget für das Set noch übrig ist. Je nach Größe und Komplexität beanspruchen die Bestanteile mehr oder weniger davon. Zur Auswahl stehen dabei:

Minifiguren

Insgesamt 11 Minifiguren sind verfügbar, wie zum Beispiel ein Bänker, ein Vater mit Baby, ein Feuerwehrmann, ein Mechaniker, ein Polizist, eine Polizistin, ein Ganove, eine Ganovin und eine Surferin.

Fahrzeuge

In der Kategorie der Fahrzeuge gibt es unter anderem einen Pick-up, ein Polizeiauto, ein Feuerwehrauto, einen Geldtransporter, einen Helikopter, einen Sportwagen und ein Motorrad.

Gebäude

Die sechs Gebäude, die zur Auswahl stehen, sind eine Bank, ein Hot Dog Laden, ein Park, eine Feuerwehr, eine Polizeistation und ein Pförtnerhäuschen.

Tiere

Zur Auswahl stehen diese vier Tiere: Ein Pferd, eine Löwin, eine Katze und ein Hund.

Insgesamt sind unter den Auswahlmöglichkeiten keine neuen Modelle, sondern nur Figuren, Fahrzeuge und Gebäude, die so schon in anderen Sets enthalten waren. Der Grund dafür, dass man nur ein LEGO City Set zusammenstellen kann, liegt darin, dass es hier schon ein großes Sortiment aus solchen kleinen Modellen gibt.

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In der Vergangenheit hatten wir schon über zwei weitere Testballons des LEGO Lab berichtet. Anfang des Jahres testete man LEGO Night Mode Beleuchtungs-Kits und vor wenigen Wochen gab es Neuigkeiten zu einem LEGO Mindstorms Porsche Prototypen. LEGO schreibt über die Hintergründe des LEGO Lab Programms offiziell folgendes:

Das LEGO® Lab ist die Plattform, auf der wir unsere neuen Ideen testen und direkt von unseren Verbrauchern Feedback für zukünftige LEGO Produkte sammeln. Im LEGO Lab erschaffen wir die Zukunft des Spielens, indem wir neue, großartige und lustige LEGO Erlebnisse erfinden. Hier haben wir Raum, die von uns geschaffenen Produkte zu verändern, anzupassen und zu verbessern, bevor sie auf den Markt kommen. So können wir die bestmöglichen Spielerlebnisse für möglichst viele Kinder und Erwachsene schaffen. Wir schätzen Ihr offenes und ehrliches Feedback sehr, denn wir sind gespannt darauf zu erfahren, was nötig ist, um die Zukunft des Spielens FANTASTISCH zu gestalten.

Tatsächlich ist diese Aktion des LEGO Lab nicht das erste mal, dass man bei LEGO personalisierte Sets zusammenstellen kann. Unter dem Namen Design by ME konnte man im LEGO Digital Designer ab 2005 eigene Sets bauen, den Karton gestalten und bestellen. Einige Entwürfe der Fans, am bekanntesten ist wahrscheinlich die LEGO 10190 Market Street, wurden dann von LEGO sogar unter dem Namen LEGO Factory bis 2012 offiziell vertrieben.

Es ist sehr interessant zu sehen wie das Konzept von damals nun in abgewandelter Form vom LEGO Lab getestet wird und es bleibt spannend, wie die Tests verlaufen und ob LEGO weitere Schritte in diese Richtung geht. Da es bis jetzt aber im Rahmen des LEGO Lab nur Tests von Prototypen und noch keine tatsächlichen Produkte gibt, sollte man auch diese Aktion nicht als in Stein gemeißelt sehen.

Deswegen sind wir um so mehr an eurer Meinung zu dieser Aktion interessiert. Was haltet ihr generell von der Idee euch ein Set selbst zusammenzustellen und wie findet ihr die Umsetzung hier mit LEGO City? Diskutiert gerne in den Kommentaren!

Über Jonas Kramm 59 Artikel
24 Jahre jung mit 20 Jahren LEGO Erfahrung. Moc-Bauer, Burgen-Kurbler, Dino-Zähmer, Bautechniken-Tester, Set-Schlachter, Foto-Bearbeiter, Farben-Kenner und Teile-Experte.

12 Kommentare

  1. Klingt erstmal nach einer ganz interessanten Idee. Natürlich wäre ein wenig mehr Auswahl nicht schlecht, aber da es sich ja noch um ein Pilot Projekt handelt kommt sicher noch einiges dazu. Straßen Teile wie sie in den neuen City Sets im nächsten Jahr kommen sollen wären zum Beispiel was.

  2. Mal eine ganz revolutionäre Idee für das Lego Lab. Einfach modular mehre kleine City Sets anbieten, dann stell ich mir meine WunschCity im Laden zusammen indem ich einfach 3 Sets kaufe. Sowas soll übrigens auch mit Zügen klappen, einfach mehrere Bahnhofsgebäude und Wagons in einzelnen Packungen anbieten.
    Wie ich Lego kenne ist der Preis bei so einem individuelle Set dann sogar noch höher als wenn ich die 3 Sets die da enthalten sind einzeln kaufe (siehe Speedchampions, wo 2 Autos mehr als 2 Einzelpackungen kosten).
    Ich weiß, ist nur Forschung und man probiert halt mal was neues, aber sorry, diese Forschung hört sich für mich nach rausgeschmissenem Geld an.

  3. Klingt interessant…

    Ich gehe allerdings davon aus, dass das Programm umso mehr Erfolg haben dürfte umso mehr Komponenten zur Auswahl stehen.

    Ich frage mich aber wie es konkret funktionieren soll

    man nehme Nur die Frage der Sticker – hier stehen Komponenten verschiedener Sets zur Auswahl – aber bekommt man dann „jeden“ Stickerbogen den man braucht, auch wenn nur 1-2 Sticker daraus braucht?

    Vielleicht versucht LEGO aber auch herauszufinden welche Komponenten beliebt sind (also oft gewählt werden) Wenn also z.B. der Hubschrauber kaum gewählt wird, dann macht LEGO in Zukunft weniger Hubschrauber, wenn polizeiautos immer gewählt werden, dann kommt oft ein Neues 😉

    ist das „Tool“ jetzt der Test des Tools – oder der Test der „Kundenwünsche“ (Marketing)?

  4. Wahrscheinlich werden nach diesem Prinzip auch die neuen City Sets wie das überteuerte 60271 freigegeben. Paar Designer bauen die Untergruppen und dann würfelt einer sie zusammen und fertig ist das nächste City Set. Ich kaufe lieber alte, gebrauchte City Sets als die neuen, überteuerten und völlig unpassenden Konvolute.

  5. Je kleine die Sets um so mehr zahlt man für das ganze Drumherum statt für die Steine selbst. Von daher kann so eine Zusammenfassung von vielen kleinen Sets sinnvoll sein. Bleibt nur zu hoffen, dass der Steinepreis für den Endverbraucher stimmt und nicht durch die Personalisierung verloren geht.

  6. Ich bin bei sowas immer skeptisch – wie schon mein Vorschreiber schrieb, besteht bei solchen Dingen immer die Gefahr, dass der PErsonalisierungsfaktor so ein Set eher teurer macht.

    • Das Set an sich (Preis pro Stein) mag zwar teurer sein, aber wenn man durch Personalisierung das „weglassen“ kann was man eigentlich nicht will, zahlt es sich aus.

      Wenn jemand z.B. keine Autos mehr will, aber dafür „Gebäude“, dann müsste er „normal“ zwei Sets kaufen und bekommt damit zwei Gebäude + 2+ Autos (nur mal so als Hypothese). Bei Personalisierung zahlt er (wahrscheinlich) „weniger“ als die zwei Sets (mehr als für eines), bekommt aber dafür 2 Gebäude ohne die ungeliebten Autos (oder umgekehrt)

      Also ja teurer schon, aber dafür ohne Dinge die man vielleicht nicht will. – Was aber gleichzeitig die Sache billiger macht 😉 – Ich meine wenn du zu jeder Packung Klopapier eine Klobürste dazubekommst, bist du ja irgendwann auch nicht mehr glücklich 😉 (wenn du von dem einen genug hast, und vom anderen „zu viel“…)

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