LEGO Mindstorms 51515 Roboter-Erfinder: Verkauf gestartet!

LEGO Mindstorms 51515 Robot Inventor

Update (15. Oktober. 12:18 Uhr): Nach einer Verschiebung vom Sommer in den Herbst ist nun heute der Verkauf des neuen LEGO Mindstorms 51515 Roboter-Erfinder Sets gestartet! Das Set lässt sich ab sofort im LEGO Online Shop, aber auch überall sonst im Einzelhandel kaufen.

Den aktuell günstigsten Preis findet ihr bei JB Spielwaren, wo es das Set gerade für 305,14 Euro bei Real, wo es das Set gerade für 261,70 Euro und damit mit immerhin rund 25% Rabatt auf die UVP von 359,99 Euro gibt. Im LEGO Online Shop bekommt ihr dafür doppelte VIP-Punkte (entspricht 10% in Bonuspunkten) und das LEGO 40413 Mindstorms Mini-Roboter Set kostenlos dazu. Bis Weihnachten sollten die Preise hier sicherlich noch ein wenig weiter sinken.


Update (5. Oktober, 12:41 Uhr): Der Vollständigkeit halber wollen wir euch nochmal darauf hinweisen, dass es mittlerweile ein offizielles Release-Datum für das LEGO Mindstorms 51515 Robot Inventor Set gibt: Ab dem 15. Oktober ist das Set im LEGO Online Shop dank reduzierter Mehrwertsteuer für 350,91 Euro verfügbar.

(LEGO AT | LEGO CH | LEGO NL | LEGO USA | LEGO UK | LEGO CA)

Ursprünglich war das Set mal für August 2020 geplant, wurde dann aber aufgrund diverser Verzögerungen kurzerhand in das vierte Quartal 2020 verschoben. Und nicht nur LEGO selbst wird das Set ab dem 15. Oktober verkaufen, auch der Einzelhandel wird ab da das Set verkaufen dürfen und vermutlich auch schon erste Rabatte gewähren. Gelistet ist das Set aktuell schon bei Alternate und Thalia, weitere Händler werden sicherlich bald folgen.

Damit ist der Mindstorms Nachfolger das nächste Set auf der Liste der LEGO Neuheiten im Oktober 2020 und dürfte auf dem einen oder anderen Weihnachts-Wunschzettel landen. Im deutschen LEGO Online Shop hat LEGO den Namen des Sets übrigens relativ holprig einfach mit „Roboter-Erfinder“ übersetzt und damit zumindest im Titel die Erfinderinnen ungeschickt übergangen.


Originalbeitrag (12. Juni): Wie kürzlich von uns angekündigt startet bald das programmierbare LEGO Mindstorms Set unter der Nummer 51515 und dem Namen Robot Inventor in den Verkauf. Neben LEGO WeDo und LEGO Spike Prime überholt LEGO nun auch sein Portfolio für die ältesten unter den LEGO Programmierern.

Der Verkauf des LEGO 51515 Mindstorms Set startet wohl doch im erst im 4. Quartal 2020 und das Set sollte in Kürze auch hier im LEGO Online Shop gelistet sein.

In diesem Artikel geben wir euch einen detaillierten Einblick in die neue Generation der LEGO Mindstorms Reihe und zeigen euch, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede sich zwischen den verschiedenen Produktreihen finden lassen. Wie auch die vorherigen Generationen soll auch das LEGO Mindstorms 51515 Robot Inventor Set besonders Kinder ab der 5. Klasse an das objektorientierte Programmieren heranführen.

Allgemeine Infos

Das neue LEGO 51515 Mindstorms Robot Inventor Set löst das seit nunmehr 7 Jahren erhältliche LEGO 31313 Mindstorms EV3 Set ab. Das neue Design dieser Generation ist hauptsächlich weiß und wird mit türkisen und schwarzen Akzenten ergänzt. Wie auch beim LEGO 45678 Spike Prime Set bildet der intelligente Smart Hub das Herzstück des Sets – dazu aber später mehr.

Gesteuert wird das ganze mit einer Drag ’n‘ Drop App zur Programmierung auf dem Smartphone oder Tablet. Auch über einen Laptop lässt sich mithilfe einer Bluetooth Verbindung Kontakt mit dem „Gehirn“ der Modelle aufnehmen.

Das Set wird als 5 in 1 Set erscheinen. Es werden also 5 Basismodelle zu bauen sein, die durch spezielle Gadgets erweiterbar sind. Auch auf diese werden wir im Laufe des Artikels weiter eingehen. Neben dem Smart Hub werden noch 4 Elektromotoren, ein Bewegungssensor (Infrarotsensor) und ein Farbsensor dem Set beiliegen. Doch zum Start erst einmal die „harten“ Fakten des Sets:

  • Setnummer: 51515
  • Name des Sets: Mindstorms Robot Inventor
  • Themenwelt: LEGO Mindstorms
  • Anzahl Modelle: 5
  • Anzahl Steine: 949
  • Sensoren: Infrarotsensor, Farbsensor
  • Anzahl Motoren: 4
  • Preis (UVP): 359,99 Euro
  • Preis/Stein: 37,9 Cent/Stein
  • Release: Herbst 2020

Alle offiziellen Bilder

Es lohnt sich ein erster Blick auf das Cover der Box. Hier ist schon einiges zu erkennen.

LEGO Mindstorms 51515 Robot Inventor (Box Vorderseite)

Wie ihr sehen könnt, ist das LEGO Mindstorms 51515 Robot Inventor Set in 5 verschiedene Modelle aufgeteilt, von denen sich jeweils immer nur eins gleichzeitig aufbauen lässt. Zu sehen sind von links:

  • Gelo“ ein vierbeingier Roboter, dessen Beine jeweils von einem Motor angetrieben werden
  • M.V.P“ ein Fahrzeug mit 4 Rädern an dem sich ein kranartiges Gebilde befestigen lässt
  • Blast“ wohl das Herzstück der neuen Reihe. Ein fahrbarer, zweibeiniger Roboter mit beweglichen Armen, die sich beliebig bestücken lassen
  • Charlie“ das kleine Pendant zu „Blast“, aber mit deutlich weniger Funktionen
  • Tricky“ ein Fahrzeug mit 2 Rädern, dass beispielsweise mit 2 Gabelstaplerarmen bestückt werden kann

Auch von der Rückseite der Box lassen sich einige Informationen zu den Funktionen der neuen Modelle ableiten.

LEGO Mindstorms 51515 Robot Inventor (Box Rückseite)

Man sieht, dass „Charlie“ und „Gelo“ nur als Basismodelle aufbaubar sind. „Blast“, „Tricky“ und „M.V.P.“ lassen sich durch vielfältige Applikationen erweitern, an deren Ende häufig Sensoren befestigt sind. In der Mitte des Bildes sind diese, neben dem Smart Hub und den Motoren, noch einmal einzeln abgebildet. Der aufgeklappte Laptop zeigt die Programmieroberfläche der zugehörigen Drag ’n‘ Drop Software. Das alles ist nicht ganz neu: LEGO Spike Prime (erschienen Januar 2020) besteht aus denselben Komponenten und wird mit derselben Software programmiert.

Zum Abschluss des Kapitels noch einmal alle Modelle nebeneinander aufgereiht.

LEGO Mindstorms 51515 Robot Inventor (alle Modelle)
(v.l.) Gelo, M.V.P., Blast, Charlie, Tricky

Hier könnt ihr euch noch durch die Galerie mit weiteren Bildern und Lifestyle-Fotos klicken, in der alle offiziellen Bilder aufgeführt sind:

Die Technik

Im folgenden gebe ich euch einen kleinen Überblick über die Elektrobausteine des Sets. Diese beinhalten, wie ihr oben schon lesen konntet

  • den Smart Hub
  • die Sensoren
  • die Motoren

und natürlich die Software auf die ich später eingehen werde.

Smart Hub

Der Smart Hub bildet das Herzstück eines jeden LEGO Mindstorms Modells. Er steuert die Motoren und verarbeitet die Informationen der Sensoren. Besonders ist bei der neuen Generation Smart Hub, dass dieser über ein eigenes 6-Achsen-Gyroskop (Bewegungssensor) verfügt. Auf beiden Längsseiten des Smart Hub befinden sich jeweils 3 IO-Ports, in die die Anschlüsse der Sensoren und Motoren gesteckt werden können. Dadurch lassen sich alle mitgelieferten Sensoren und Motoren gleichzeitig verwenden und lassen somit verschiedenste Bewegungsabläufe zu.

Die Übertragung des über die mitgelieferte Software erstellten Programms erfolgt über eine Bluetooth-Verbindung. Mit Strom versorgt wird der Smart Hub über einen Li-Ionen Akku, der per USB-Kabel aufgeladen werden kann. Weitere Besonderheiten sind einerseits der integrierte Lautsprecher, sowie die LED Matrix auf der Oberfläche, mit der sich einige Programmieraufgaben befassen. Über eine eingebaute RGB-LED unter der Mitteltaste lassen sich Lichter in verschiedenen Farben darstellen.

LEGO Mindstorms 51515 Smart Hub E1591955246160

Motoren

Die Motoren sind im Gegensatz zum LEGO 45678 Spike Prime Set hier im LEGO 51515 Mindstorms Set nur in einer Größe vorhanden. Mit einem Drehmoment von 3,5 Ncm und Drehgeschwindigkeiten bis 135 U/min reicht die kleine Ausführung des Motors wohl für die vorgesehenen Modelle aus. Besonders bei der neuen Motorengeneration: Die absolute Motorenposition wird vom Motor an den Smart Hub übertragen und lässt sich durch die Software verarbeiten.

LEGO Mindstorms 51515 Motor

Sensoren

Zum LEGO 51515 Mindstorms Robot Inventor gehören 2 Sensorentypen. Einmal der Ultraschall-Abstandssensor, der dem Smart-Hub einen absoluten Zahlenwert über die Entfernung eines Objektes zurückgibt. Mit seiner Reichweite von 2 Metern lassen sich dadurch beispielsweise Labyrinthe durchfahren oder Objekte aufsammeln. Dem Farb- und Lichtsensor ist es möglich 8 verschiedene Farben zu erkennen und nach Bedarf die Lichtintensität des Umgebungslichtes an den Smarthub zu übertragen. Durch diese Fähigkeiten lassen sich beispielsweise Sortieraufgaben lösen.

Was gänzlich fehlt ist ein Kraftsensor, der dem LEGO 45678 Spike Prime Set noch beilag. Höchstwahrscheinlich lässt sich dieser Sensor jedoch trotzdem verwenden, muss aber zusätzlich erworben werden.

Software

Das Interface des Programms wird sich laut den Bildern von dem der LEGO Spike Reihe nicht unterscheiden. Durch ein Drag ’n‘ Drop System wird es möglich sein Befehle zu Motoren, den Sensoren und der LED Matrix zusammenzubauen. Durch Schleifen (Wiederholungen) und Bedingungen ist es möglich Programme zu „schreiben“, die komplexe Bewegungsabläufe gewährleisten.

Anders zum Vorgänger LEGO 31313 Mindstorms EV3 befindet sich auf dem Smart-Hub selbst kein Display, wodurch das Programmieren am Gerät selber wohl nicht, oder nur sehr umständlich, möglich sein wird. Anders ist auch, dass nun das Programmieren auch vom Smartphone oder Tablet möglich ist, was bei einem Drag ’n‘ Drop System sehr von Vorteil sein kann.

Modelle

Im Folgenden stellen wir euch die aufbaubaren Modelle genauer vor und verschaffen euch einen kurzen Einblick in die Funktionen der einzelnen Applikationen.

Gelo

Das Modell Gelo ist den Bildern nach zu urteilen ein wenig dem Boston Dynamics Robot Dog nachempfunden. Der Roboter kann mit allen vier Beinen laufen und ist mit dem Ultraschall- und dem Farbsensor ausgestattet. Das dürfte es dem Modell ermöglichen, Hindernissen auszuweichen oder eventuell auch ein Labyrinth zu durchschreiten.LEGO Mindstorms 51515 Robot Inventor

Charlie

Charlie scheint das Einsteigermodell zu sein. Auf den Bildern kann Charlie fahren und seine Arme bewegen, damit allerdings auf den ersten Blick keine wirklichen Handlungen vornehmen. Ansonsten dient er wahrscheinlich für die ersten Gehversuche in der Programmierung und kann über die LED-Matrix auf dem Hub eventuell noch ein paar Emotionen darstellen.

LEGO Mindstorms 51515 Robot Inventor

M.V.P

Der M.V.P (steht für „Most Valuable Player“) ist ein Fahrzeug und lässt sich laut Anleitung mit drei verschiedenen Aufsätzen ausstatten. Es gibt einen Kran-Arm, einen Geschützturm und einen Steinefresser, der wohl LEGO Steine aufsammeln kann.

LEGO Mindstorms 51515 Robot Inventor M.V.P

Tricky

Tricky ist ein kleiner, wendiger Roboter, der seinem Namen gerecht wird. Er kann mit vier verschiedenen Aufsätzen ausgestattet werden: Einem Basketball-Wurfarm, einem Kicker zu Schießen eines Balls, einem Stiftehalter, mit dessen Hilfe er schreiben kann und einem Greifarm mit Farbsensor, womit sich ein Ball von A nach B transportieren lässt.

LEGO Mindstorms 51515 Robot Inventor (Tricky)

Blast

Blast scheint als menschenähnlicher Roboter das Herzstück der 5 Modelle zu sein. In seine Hände lassen sich in verschiedene Werkzeuge, wie ein Hammer oder eine Klaue, verwandeln. Bewegt wird Blast durch 2, an den Beinen befestigte Räder, durch die er vor und zurück, sowie durch separate Ansteuerung der Motoren auch Kurven fahren kann.

LEGO Mindstorms 51515 Robot Inventor (Blast)

Umfragen: Eure Meinung zum LEGO Mindstorms Set

Wie bei jeder Neuankündigung wollen wir natürlich eure Meinung wissen! Lasst uns wissen, wie euch die Neuauflage von LEGO Mindstorms gefällt!

Was denkt ihr über das LEGO Mindstorms 51515 Robot Inventor Set?

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Fazit zum LEGO Mindstorms 51515 Robot Inventor Set

Mit seinen 5 verschiedenen Modellen hat sich im Gegensatz zu der Vorgängerversion nichts verändert. Optisch wirken die neuen Modelle deutlich filigraner als die EV3 Modelle, was wohl an dem kleineren Smart Hub liegt. Rein äußerlich wirken die älteren Modelle deutlich „monströser“. Mit Hilfe der Rückgabe der absoluten Motorposition an den Logik-Baustein, was für mich eines der Highlights der neuen Motorenserie ist, lassen sich die Modelle deutlich genauer steuern und lassen filigranere Bewegungen zu.

Leider ist zu dem im Januar erschienenen LEGO Spike Prime Set technisch gesehen auf den ersten Blick kein großer Unterschied zu erkennen. Wir sind aber gespannt, was sich insbesondere mit dem neuen Smart Hub umsetzen lässt. Ob das neue Mindstorms Set für erwachsene Fans auch den EV3 ablösen können wird, muss sich noch zeigen. Hier werden sicherlich einige Funktionen vermisst, die in der Neuauflage nicht mehr vorhanden sind.

Was ist eure Meinung zu dem neuen LEGO Mindstorms 51515 Robot Inventor Set? Sind euch die Veränderungen zum Vorgänger zu einschlägig oder findet ihr das genau richtig? Lasst gerne einen Kommentar mit eurer Meinung für uns da!

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65 Kommentare

  1. Wie bereits erwartet nun das neue Mindstorms auf Basis des Spike Hubs
    Leider in einer ganzen Reihe von Punkten ein Rückschritt 🙁

  2. Meinung meines 13 jährigen Sohnes und großen Mindstorms-Fans: „Der Alte war viel cooler. Der neue sieht aus wie ein besserer Lego-Boost.“

  3. Eine Frage zum Fazit. Da heißt es:
    „Durch die neue Motorentechnik werden die neuen Modelle jedoch hoffentlich größere Kräfte aufbringen und größere Lasten transportieren können.“

    Woher kommt die Einschätzung? Die bisherigen Mindstorms-Motoren haben eigentlich mehr Bumms.
    Einen ausführlichen Vergleich gibt es z.B. hier
    https://www.philohome.com/motors/motorcomp.htm

  4. Lego bietet in der App nicht nur das „Baukastensystem“ zur Programmierung an (die Sprache nennt sich übrigens Scratch) sondern es können auch mit einem eingebauten Texteditor direkt Python-Programm geschrieben werden…

  5. Hmmm, farblich sieht das irgendwie gewöhnungsbedürftig aus…mit ein bisschen pink wäre es stimmiger gewesen 😉 (bitte nicht hauen, ich hätte wirklich gerne mal pinke Technikteile)
    Der Spike Hub wird ja hier und da als Rückschritt bezeichnet und teilweise sogar richtiggehend zerrissen… für Poweruser mag das eventuell zutreffen aber ich denke zum ein bisschen Spaß haben sollte es doch allemal reichen, wenns über Spielzeug hinausgeht greift man dann eh zu anderen Komponenten….
    Ich mag das aktuelle Mindstorms eigentlich ganz gerne, so um mal schnell ne Idee auszuprobieren oder einfach mal ein bisschen rumzubasteln…. und ich denke das ist auch der Sinn dieser Sets, wenns nicht mehr ausreicht ist man soweit sich nach anderem umzusehen…..

    • Vor allem braucht der alte EV3 40 Sekunden um zu Booten. Der Spike Prime ist in 3 Sekunden startbereit und 2 Tastendrücke später hat man sein Programm gestartet…

    • Für pinkfarbene Teile kann man sich ja den Spike Prime zulegen. Der ist letztendlich nur eine andere (für meinen Geschmack sinnvollere) Zusammenstellung des gleichen Systems, allerdings nochmal teuerer.
      Und die Kritik bzgl. des Spike Hubs finde ich durchaus berechtigt. Wenn nach sieben Jahren technischen Fortschritts ein Nachfolger präsentiert wird, der in nennenswerten Bereichen schwächer ist bzw. Sachen nicht mehr kann, ist das schon sehr bedauerlich. Zumal es ja nicht so ist, dass sich das in einem niedrigeren Preis niederschlagen würde.

        • Mir wird da 349 € angezeigt.

          Aber wozu soll der Hinweis auf einen Angebotspreis gut sein? Einen EV3 hätte man bei diversen Gelegenheiten für um die 200 € bekommen können. Als Vergleichsgröße würde ich erstmal die UVP hernehmen und da kostet der neue mit 359 € sogar einen Zehner mehr.

          • Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

            Wer hat dir denn auf den Schlips getreten? Was kann ich denn dafür, dass deinen Erwartungen enttäuscht wurden?

          • Bitte entschuldige, dass ich den Gutscheincode übersehen habe. Ok, dann ist das eben ein günstiges Angebot fur einen Spike. Ändert nichts daran, dass Angebote für den EV3 noch deutlich günstiger waren. Insofern bleibt es dabei, die reduzierten Leistungen schlagen sich nicht in einem günstigeren Preis nieder.

    • Die Bootzeit ist mir eigentlich relativ egal und ist für mich auch kein Maßstab für gut oder schlecht…
      Ob die Kritik berechtigt ist oder nicht kann und will ich nicht beurteilen, ich weis es schlicht nicht, ich habe nämlich noch keinen Spike….
      Für mich ist das aktuelle Mindstorms ein lustiger Zeitvertreib und ab und an mal gut um was auszuprobieren und was anderes wird das neue auch nicht werden. Für ernsthafte Projekte nimmt man wie gesagt eh was anderes….

      • Ich verstehe nicht so ganz, was du mit „ernsthaften Projekten“ meinst. Nur die allerwenigsten werden die Teile irgendwo produktiv einsetzen. Letztendlich waren auch die kompliziertesten Projekt nur Spielereien von Hobbyisten.
        Hier mal ein paar Beispiele, was jetzt nicht mehr geht oder nur noch seht eingeschränkt

        Kein vernünftiges Display
        – keine nett animierten Gesichter
        – keine Anzeige der Messwerte der Sensoren am Hub
        – keine Angabe von Programmparametern oder Einstellungen am Hub
        – keine Spiele mehr

        Der Hub ist kein USB-Host mehr
        – kein Anschluss von Webcam und sonstiger USB-Peripherie
        – ohne Webcam ist so ein putziger Robbie, der seine Umgebung oder Personen erkennt nicht drin

        Aber ich will nicht nur meckern. Das 6-achsige Gyroskop ist echt cool und das die Motoren ihre absolute Position kennen ist echt hilfreich.
        Aber abgesehen davon hat der Spike-Mindstorm nicht kaum mehr drauf als ein alter NXT.

        Für mich erstmal kein Kauf, da lege ich mir eher noch ein paar gebrauchte EV3-Steine zu.

        • Du scheinst das bisherige EV3 weitaus mehr und ernsthafter verwendet zu haben als ich. Was du da aufzählst habe ich beim EV3 quasi nie verwendet, denn da fangen bei mir diese ernsthaften Projekte an. Dann greife ich zu nem Arduino oder auch nem ARM oder sonstigen SBCs und habe dann die freie Auswahl was Displays, Sensoren, Motoren und sonstige Peripherie angeht. Die nötigen Teile kommen dann maßgeschneidert aus dem Drucker(oder dem Metallbaukasten, hätte nie gedacht was da alles geht)…
          Ich sage ja jetzt nicht daß das was du vermisst nicht notwendig oder für ein derartiges Produkt zuviel oder unüblich wäre, ich verwende das EV3 eben vollkommen anders als du. Für mich ist das ein Spaßprodukt und man kann damit auch mal schnell die eine oder andere Idee ausprobieren bevor man den Drucker anwirft…
          Für dich und deine Ansprüche hast du also vermutlich Recht, für meine Ansprüche ist es mehr als ausreichend und ich werde mir das neue Mindstorms definitiv irgend wann mal besorgen….

          • Ich will hier auf gar keinen Fall irgendjemandem irgendwas ausreden. Wenn absehbar das es reicht … Go for it! 🙂
            Wenn’s sein müsste, wurde ich persönlich allerdings zum Spike Prime tendieren, solange man Sensoren und Motoren nicht einzeln nachkaufen kann. Das ist zwar ein Motor weniger drin, dafür ist aber ein Großer und der Taster/Drucksensor ist auch dabei. Auch die Beispielprojekt finde ich irgendwie interessant er. Die fehlenden Technic-Teile kann man prima aus dem eigenen Fundus ergänzen.

            Zum „nur mal ausprobieren“ kann ich übrigen auch die PowerUp-App empfehlen, vor allem, wenn sich schon ein paar entsprechende Komponenten angesammelt haben. Die Maschinchen sind dann zwar nicht autonom, weil die Logik auf dem Smartphone oder Tablett läuft, aber ein paar witzige Sachen kann man damit auf jeden Fall anstellen.

            P.S.
            Den nächsten der mir erzählt, dass man doch bei etwas höheren Ansprüchen was anderes nimmt, muss ich leider virtuell würgen 😉
            Ich weiß, dass es das alles gibt. Nur wollte ich mich nicht auch noch unter die „Maker“ begeben, sondern gern weiter in unser aller Lieblingssystem stecken und wieder zerlegen. Mein Fehler war, dass ich gedanklich auf die Fähigkeiten eines EV3 sieben Jahre „draufaddiert“ und extrapoliert habe, was gehen könnte. Mit einem Teil das nur nur noch 320 kB statt 64 MB RAM hat, hatte ich einfach nicht gerechnet.
            Ich selber habe nur ein Pärchen NXT + einen ollen RCX und den EV3 bisher ausgelassen. Jetzt bekomme ich mal wieder Lust und stelle mir schon vor wie mein Robbie mit der Dachbodenfund-Lego-Webcam durch die Gegend düst … und dann das 😭

  6. Wie verbindet man so ein Gamepad, wie auf dem einen Bild gezeigt, in der LEGO-Welt? Kann man das auch mit Spike Prime machen? Oder ist das ein Update der kommenden Mindstorms-Software?

    • Ich bin vergleichsweise sicher das sich Spike Prime und der neue Mindstorms gleich verhalten werden. Zumindest bisher waren die „normalen“ Teile und ihre Education-Pendants immer 100 % gleich.

  7. Ich bin mir sicher, dass Lego weg will von dem „Spielzeug für Nerds“, hin zu einem einfachen und intuitiven System – mit all den genannten Nachteilen. Ich denke Lego will damit auch die ansprechen, die sich vielleicht von einem Linuxbasierten Kleincomputer mit pixeligem schwarzweiß-Display abschrecken lassen. Die echten Profis und Bastler brauchen Lego ja nicht. Heutzutage kann man fertig konfigurierte Mikrokontroler für wenige Euro kaufen, die weit mehr können, mehr Leistung haben, spielend einfach zu programmieren sind und viel mehr Möglichkeiten bieten als Mindstorms gestern und heute…

    • Was wäre denn displaytechnisch die Steigerung zum EV3 gewesen? Einen farbigen Touch-LCD zu verbauen? Vielleicht bringt Lego das ja mal als Zusatzkompnente, zum Beispiel in einen Technic-Frame eingebettet…

      • Klar, warum nicht. Muss ja nicht größeres oder in kein FullHD sein. An einen Touchscreen hatte ich jetzt nicht gedacht, aber ja, eigentlich ist es das, was man in 2020 erwarten würde.
        Evtl. wäre auch ein ePaper-Display denkbar gewesen.
        Das Lego selber noch mal nachliefert, glaube ich eher nicht. Das wird der Drittanbietermarkt regeln müssen.

    • Den Gedankengan verstehe ich nicht. Wer sich bisher für die erweiterten Möglichkeit nicht interessiert hat, ist damit nie in Berührung gekommen und hat grafisch programmiert. Tatsächlich ist es ja so, dass man den Spike lobenswerterweise von Anfang.an in Python programmieren kann, wohingegen die offiziele für den EV3 erst vor kurzem nach fast sieben Jahren kam.

      Andere Mikrocontroller sind natürlich billiger, waren sie schon immer, allerdings fehlt das ganze System drumherum. Einfach mal, ein schnell was zusammenstecken und anschließend wieder auseinandernehmen ist da nicht drin.

  8. Das neue Mindstorms hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Wo ist der Unterschied zu Spike? Mir fehlt da ein Alleinstellungsmerkmal. In manchen Bereichen ist das neue Mindstorms eher ein Rückschritt.

    • Korrekt. Das verstehe ich auch nicht. Warum bringt man 2 Kästen mit den gleichen Komponenten aber unterschiedlichen Namen heraus? Das hätte man doch auch mit einem Baukasten machen können…

      • Gleich sind sie ja nicht. Die Ausstattung mit Motoren, Sensoren und Technic-Teilen ist unterschiedlich, war sie aber bisher bei den Endkunden- und Education-Varianten von Mindstorms auch schon.
        Das da jetzt allerdings zwei Namen für das gleiche System im Umlauf sind trägt sicher nicht zur Übersicht bei. Wobei das fast Tradition hat. Powered Up, Boost, Control+ ist auch ein System mit Bezeichnungsdurcheinander.

  9. Hm… wo sollen diese separaten GPIO Pins sein? Auf Golem war das heute erwähnt, aber ich halte das für ein Missverständnis. Die haben über den Spike Prime recht ausführlich berichtet und dort fand das keine Erwähnung (https://www.golem.de/news/lego-education-spike-prime-block-fuer-block-programmieren-lernen-2005-148151.html). Vermutlich sind die 6 LPF2- Anschlüsse gemeint, die aber allerdings tatsächlich Input/Output gleichzeitig beherrschen.

  10. Nach meinen recht guten Auskünften von LEGO Education ist das definitiv nicht der EV3 Nachfolger. Auch wenn er Mindstorm heisst ist es „nur“ das Spielwarenset mit tollem (falschem?) Namen, vom Spike. Auch LEGO nennt ihn selber intern den Spikestorm.

    Der EV3 soll in zwei bis drei Jahren erst seinen Nachfolger bekommen. Was sehr traurig ist!

  11. Frage an die Experten / Kaufentscheidung:
    Der 11. Geburtstag steht an. Das Kind ist begeisterter Lego-Bastler. Ich bin Informatiker.

    Es soll ein programmierbares Lego werden. Bisher ist davon nichts im Repertoire. Ich schwanke noch zwischen dem alten Mindstorms EV3, dem hier vorgestellten neuen Mindstorms, und Spike Prime. Geld spielt keine Rolle.

    Mir ist wichtig dass das System zukunftssicher ist. Dass es also Dinge geben wird die man später ergänzen kann (weitere Sensoren oder Motoren z.B.) und dass mit einer halbwegs aktuellen Programmiersprache gearbeitet wird. Auch die Programmierung per Tablet ist Voraussetzung.

    Wozu könnt ihr mir raten? Vielen Dank im Voraus!

    PS: Was mich z.B. an Spike Prime stört ist die feste Länge der Kabel an den Motoren, finde ich unpraktisch.

      • Spike prime geordert, Sohn ist 7 Jahre.
        Ich habe mir die iOS App schon angesehen, das ist mMn ideal für technisch interessierte Kinder zwischen 7 und 12. Vor allem die Stellmotoren sind ein Highlight und Alleinstellungsmerkmal, ich spare damit teilweise Endlagensensoren oder ähnliches.

        51515 begeistert mich nur teilweise. Aktuell befürchte ich, dass die 5 Modelle gebaut werden, dann bleibt eines als Lieblingsmodell, einmal programmiert und wird bespielt bis das Interesse abflaut. Langzeitspielspaß erhoffe ich mir vom 45678 um einiges mehr, hoffe, dass für das 45680 noch ein paar Aufgaben hinzukommen, aktuell ja nur das eine Modell

        Zumindest können wir können die 2-3 Jahre zum EV3 Nachfolger damit gut überbrücken!
        EV3 würde ich jetzt nur mehr für Kinder 12+ kaufen.

    • Spike Prime und das neue Mindstorms sind das gleiche (in unterschiedlichen Farben). Letztendlich sind das unterschiedliche Zusammenstellungen von Motoren/Sensoren und sonstigen Teilen. Die Standardmodell bei Spike finde ich interesanter als die hippen Mindstormsroboter. Der Preisvorteil dürfte bei Mindstorms liegen würde ich sagen. Motoren/Sensoren kann einzeln nachkaufen.

      Das alte Mindstorms für Endverbraucher ist EOL. Es gibt das aber (wieder in anderer Setzusammenstellung) im Lego Education Bereich noch zu kaufen, leider auch mit deutlichem Preisaufschlag. Das Education Mindstorms ist nicht abgekündigt. Das und Motoren/Sensoren wird er vermutlich noch eine ganze Weile geben. Für das alte Mindstorm gibt es auch jede Menge Sensoren von Drittanbietern. Beim Neuen bzw. bei Spike noch nichts.

        • Die NXT-Sensoren konnten am EV3 verwendet werden. Insofern stand bereits zum Start des EV3 eine Vielzahl zur Verfügung. Ob sich das wieder so entwickelt, wird man sehen müssen (ich korrigiere übrigens das nichts auf eins 😉
          Ich habe mir jedenfalls für den Übergang doch erstmal noch einen gebrauchten EV3-Baustein als Upgrade gekauft.

          Das neue Mindstorms/Spike fühlt sich wegen der weiter oben erwähnten Nachteile für mich nicht wie ein richtiger Nachfolger an (und wird wohl im Education Bereich auch nicht so vermarktet), obwohl es in einer Reihe von Punkten das modernere System ist.

          • In Deutschland anscheinend nicht. Aber schau mal bei Youtube. Youtube wird regelrecht überschwemmt mit Spike Prime Videos und Tutorials vor allem in Spanisch und aus Lateinamerika. Anscheinend sind die Länder, die gerade industriell aufholen, die Zielgruppe dieser Plattform.

          • Ich vermute sogar stark, dass es mit Absicht kein noch ausgefeilterer und komplexerer Nachfolger für den EV3 sein soll, sondern gerade wegen der Einfachheit einen ganz anderen Ansatz und damit anderen Zugang zu dem Thema bietet. Wie ich oben schon schrieb, sind vermutlich nicht die „westlichen“ Länder das primäre Ziel dieser neuen Plattform. Zumindest im Education-Bereich.

  12. Was nicht erwähnt wurde: Spike lässt 2 Arten der Programmierung zu: 1. Das schon erwähnte Drag’n’Drop System-System (hierbei handelt es sich um die Programmierumgebung „Scratch“) und 2. kann man mit einem eingebauten Texteditor die Roboter direkt mit Python programmieren. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden beide Modi auch für Mindstorms verfügbar sein.

    • Ja, mehr als den EV3. Software und Hardware lassen sich viel intuitiver bedienen als noch beim Vorgänger – obwohl technisch gesehen der Vorgänger vermutlich flexibler war.

  13. Das ist für mich noch mehr ein Buch mit sieben Siegeln als moderne Technic. Ich weiß nichtmal, was jetzt der Unterschied zwischen Mindstorms, Boost und diesem Spike Prime ist, geschweige denn EV3 und NXT, oder wie das ganze eigentlich mit den 5000 verschiedenen Technic M-L-Smart-Motoren und -Aktuatoren zusammenarbeitet. Ich dachte auch Boost wäre ein Mindstorms-Ersatz.

    • Im Grunde gibt es nur 2 Systeme, die man an den Steckern erkennt:
      * das alte Steckersystem nutzen Mindstorms NXT und Mindstorms EV3
      * das neue Steckersystem nutzen WeDo, Boost, Powered Up, Control+, Spike Prime und das aktuelle Mindstorms
      Die meisten Komponenten des neuen Systems (Sensoren und Motoren) sind untereinander kombatibel, was ein großer Vorteil ist.
      Leider hat LEGO zu jedem der genannten Produkte des neuen Systems (mindestens) eine eigene App veröffentlicht, die es in Zukunft zu pflegen gilt:
      * WeDo 2.0 LEGO® Education
      * LEGO® BOOST
      * LEGO® BOOST Star Wars™
      * LEGO® POWERED UP
      * LEGO® TECHNIC™ CONTROL+
      * SPIKE™ LEGO® Education
      * LEGO® MINDSTORMS® Roboter-Erfinder
      mal sehen, wie sich das entwickelt.

  14. https://www.youtube.com/watch?v=kNT3R9_kMKA
    Die beste und ausführlichste Review, die ich bisher gesehen habe. Warum gibt es solche ausführlichen Reviews (inklusive Vergleich mit den alten Mindstorms) nicht von deutschen YouTubern? Schade, dass sich die deutschen LEGO-Influencer und Blogger so wenig für dieses Thema interessieren. Der einzige ist noch Henry, der bisher jedoch nur einen groben Überblick gegeben hat… aber warten wir mal noch ab. Wird sicher noch was folgen.

    • Wenn man die ganzen Roboter in Aktion sieht, vor allem Charlie beim Schlagzeug spielen (siehe Video oben ab 13:07) bekommt das Set einen ganz anderen Charakter, finde ich.

      • Ich finde es auch schade, dass sich hierzulande damit niemand so sehr auseinandersetzt. Ich kann nur für mich sprechen, dass mir aktuell dazu die Zeit fehlt und wir im Team jetzt niemanden haben, des in Sachen Mindstorms wirklich tief drin steckt. Das kann sich irgendwann noch ändern, aber wir nehmen uns momentan halt lieber die Zeit, die anderen Dinge, die wir machen, möglichst gut zu machen 🙂

        • Vermutlich ist es auch der Zeitaufwand. Hier muss man, denke ich, enorm viel Zeit versenken, um erstens sich einzuarbeiten und zweitens alles mal auszuprobieren. Steht glaube ich in keinem Verhältnis zu einem normalen Set, was mana aufbaut und maximal ein paar Fotos macht.

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