LEGO Overwatch Set wird vorerst nicht erscheinen, Partnerschaft mit Blizzard auf dem Prüfstand

LEGO Overwatch 2022 Abgesagt
Im LEGO Katalog in Italien wird das Set noch für Februar angekündigt: Der LEGO Overwatch 76980 Titan

Nachdem wir kürzlich über die ersten Bilder zu einem kommenden LEGO Overwatch Set berichten konnten, das eigentlich (nach bereits mehrfacher Verschiebung) im Februar 2022 hätte erscheinen sollen, gibt es jetzt einen weiteren Rücksetzer für die Overwatch Themenwelt: Laut einem Statement von LEGO ist die Partnerschaft mit Activision Blizzard, dem Publisher und Entwicklerstudio hinter Overwatch, gerade auf dem Prüfstand und das Set wird vorerst nicht erscheinen.

Bezüglich der Gründe für diese Entscheidung müssen wir nicht spekulieren, denn LEGO spricht hier ganz eindeutig die Arbeitsplatzkultur bei Activision Blizzard an. Die Firma steht seit dem Bekanntwerden einer Klage aufgrund von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz und wegen ihres toxischen Arbeitsumfeldes in der Kritik. Wir haben das offizielle Statement von LEGO für euch übersetzt:

Wir überprüfen derzeit unsere Partnerschaft mit Activision Blizzard, da wir Bedenken hinsichtlich der Fortschritte haben, die gemacht werden, um die anhaltenden Vorwürfe in Bezug auf die Arbeitsplatzkultur, insbesondere die Behandlung von weiblichen Kollegen und die Schaffung eines vielfältigen und integrativen Umfelds, anzugehen. Während wir die Überprüfung abschließen, werden wir die Veröffentlichung eines LEGO Overwatch 2 Produkts, das am 1. Februar 2022 in den Handel kommen sollte, aussetzen.

Statement im Original (Englisch)

We are currently reviewing our partnership with Activision Blizzard, given concerns about the progress being made to address continuing allegations regarding workplace culture, especially the treatment of female colleagues and creating a diverse and inclusive environment. While we complete the review, we will pause the release of a LEGO Overwatch 2 product which was due to go on sale on February 1, 2022.

Die Skandale rund um Activision Blizzard, über die im Juli 2021 erstmalig bei Bloomberg berichtet wurde, haben seitdem immer weitere Kreise gezogen, die unter anderem auch für die akute Verspätung von Overwatch 2 verantwortlich sind, da auch einige für das Sequel des Shooters zuständige Mitarbeiter entlassen wurden. Die Entscheidung von LEGO, die Zusammenarbeit mit Activision Blizzard zu überprüfen, ist hinsichtlich der Schwere der Vorwürfe nachvollziehbar, da diese sich in keiner Weise mit den Unternehmenswerten der LEGO Gruppe vereinbaren lassen.

Warum LEGO die Bilder zum Set, die vor einigen Wochen erstmalig auftauchten, vorab überhaupt an Händler herausgeschickt hatte, ist nicht wirklich verständlich. In Anbetracht der Tatsache, dass die Vorwürfe gegenüber Blizzard seit einem halben Jahr bekannt sind, hätte man dies rechtzeitig verhindern können. Wäre das Bild zu dem Set nicht vor vier Wochen aufgetaucht, hätten sich Fans der Themenwelt erst gar nicht auf das Set freuen können. Und auch die Produktion des Sets ist mutmaßlich zum Großteil schon nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe erfolgt. Hier werden Erinnerungen an die LEGO Technic Osprey wach, der LEGO ebenfalls im letzten Moment vor der Veröffentlichung eine Absage aufgrund der Unvereinbarkeit mit den Unternehmenswerten erteilte. Es bleibt spannend abzuwarten, ob wie damals bei dem Flugzeug auch einige Exemplare dieses LEGO Overwatch Set das Licht der Welt erblicken werden.

Ob der LEGO Overwatch 76980 Titan jemals erscheinen wird, ist dem Statement von LEGO nach zu urteilen zum aktuellen Zeitpunkt noch völlig unklar.

Was denkt ihr über diese News? Hättet ihr euch auf das Overwatch Set gefreut, oder war euch der Bausatz ohnehin egal? Tauscht euch gerne in den Kommentaren über die Neuigkeit rund um LEGO, Activision Blizzard und das verschobene Overwatch Set aus. Aber haltet euch an unsere Netiquette.

Über Lukas Kurth 1843 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 30 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de

42 Kommentare

  1. Finde ich aber richtig und gut. Echt schlimm was da passiert. Blizzard hat so viele Computerspiele meiner Jugend geschaffen. Die Menschen die dort leiden mussten uns müssen haben meine volle Solidarität.

    • Aber gerade jene Menschen arbeiten dort noch und wenn sich nun allewelt komplett von Blizzard abwendet, hilft es leider den GUTEN Mitarbeiter dort leider auch nicht und läßt sie doppelt leiden, da sie nun nach all dem Leid noch um ihren Job bangen müssen, wenn die Welt einen radikalen Kahlschlag vollzieht , wie es so einige andere bereits taten.

      Eine „Überprüfung“ wie man als Kooperationspartner damit umgeht ist somit klar, aber eine komplette Auflösung von Partnerschaften schadet nicht den Sündern, sondern nur jenen die nun den Karren aus dem Schlamm zu ziehen versuchen.

      • Nun darf man aber nicht vergessen, dass ja nicht nur einzelne Mitarbeiter Täter sind, es scheint bei Blizzard ein strukturelles Problem zu sein, das Unternehmen förderte dieses Verhalten oder duldete es zumindest. Geschäfts-(oder Kunden-)Beziehungen mit einem solchen Unternehmen nicht zu hinterfragen, signalisiert, dass solche Vorgänge kein Problem darstellen, wenn sie nur im Nachhinein gestoppt werden.

        Schiebt man die „guten“ Mitarbeiter als Argument vor, ignoriert man das systematische Problem, das nicht allein durch die Kündigung von einzelnen Tätern gelöst werden kann.

        • Das ist sicher richtig. Diese Probleme konnten jahrelang, ohne Wissen der Öffentlichkeit, vertuscht werden, waren der Führung egal oder schlimmer, die Führung forcierte es und war ein Teil des Problems.

          Es ist die Frage – wie soll es weitergehen, wie können sich Firmen rehabilitieren, bekommen sie überhaupt eine CHANCE dazu …

          Ich bin Fan der Blizzards Frenchaises, World of Warcraft und Overwatch – mir sind die Arbeitsverhältnisse der Leute dort nicht egal, aber mir liegt dsa Frenchaise selbst auch am Herzen und kann und möchte dem allem nicht einfach den Rückem kehren und für jemand der sich seit der Ankündung für Overwatch 2 freute ist es bitter, nochmal um ein Jahr auf die Warteschleife abgeschoben zu werden, weil die Riege der Entwickler nach der internen „Purge“ so ausgedünnt ist, das vieles nicht mehr wirklich vorran gehen kann.

          Was tun – wie es andere taten alles hinwerfen mit den worten „Ihr habt es verkackt – Tschüss“ oder abwarten wie es weitergeht, auf Besserungen hoffen und weiter FAN bleiben ?

          Aber wie Fan bleiben, wenn an jedweden Merch „Blut“ klebt oder es einem sugeriert wird – ich tu es mir in dieser Hinsicht nicht so einfach.

          Es ist ein hin und hergerissen sein …..

          • Da es bei Activision/Blizzard sehr klar vom Kopf her stinkt ist es durchaus vertretbar die Zusammenarbeit zu kündigen.
            Die Mitarbeiter:innen werden auch anderswo einen Job finden. Vielleicht gründen sie auch neue Studios und können es selbst besser machen als ihre Vorgesetzten.

            Klar hängen da Jobs dran, aber angesichts der Schwere der Vorwürfe und dem Umgang damit von Seiten des Vorstands und führenden Mitarbeitern hätte der Publisher es in meinen Augen verdient nun sämtliche Partner zu verlieren. Klar gehören denen wirklich klasse IPs, aber wenn wir ehrlich sind werden viele völlig vernachlässigt oder nur noch halbgar bedient. Wirklich traurig wär ich ehrlich gesagt nicht.

          • Wenn deiner Argumentation folgt, dürfte man ja gegen kaum eine kritikwürdige Organisation vorgehen. Bei den meisten hast sich der größte Teil der Belegschaft nichts zu Schulden kommen lassen.
            Auch bei den von die so gehassten Herstellern von „China-Klon-Ware“ steht an der Maschine nur eine arme Sau, die auf das Einkommen angewiesen ist.

  2. Overwatch ist jetzt kein Franchise, was bei mir Begehrlichkeiten weckt – zum Glück.
    Ansonsten bin ich bei solchen Sachen eher gespaltener Meinung. Für mich steht das Franchise für sich. Beispielsweise kann sich J.K.Rowling alles möglich an Skandalen leisten ohne das es meine Begeisterung an dem Harry Potter Franchise mindern würde.
    Das so ein Konzern wie Lego Stellung bezieht ist natürlich gut und richtig, nur wäre es mir als Fan von Overwatch – wenn ich denn einer wäre – egal.

    • Der Unterschied für Lego is wahrscheinlich, dass sie hier direkt mit Blizzard agieren, bei Harry Potter aber nicht direkt mit JKR. Von den vertraglichen Aspekten mal abgesehen, ist es für Lego hier vermutlich das KO Kriterium, dass Sie das Blizzard-Logo auf den Verpackungen drucken würden/müssten (so wie oben im Werbebild zu sehen ist) und alleine schon dieses belastet ist.

  3. Seht guter Schritt.
    Was da bei Acti/Blizz ab geht ist einfach nur zum kotzen.
    Leider trifft es am Ende aber wenn die Aktien abrutschen die Mitarbeiter unten auf der Leiter und nicht Kotic und Co.

  4. Keine Frage, dass das der richtige Schritt ist. Allerdings in der falschen Reihenfolge. Es gab schon so lange Gerüchte um dieses Set, dass der kürzliche Reveal doch etwas überraschend war. Gerade da alle Geschehnisse rund um Blizzard zu dem Zeitpunkt schon ewig öffentlich bekannt waren. Warum das Set zu einer fragwürdigen Zeit ankündigen, nur um es dann noch zu canceln? (Als ob es erscheinen wird. Blizzard hat einen Ruf weg. Das wird denen ewig nachhängen und allen, die mit denen kolaborieren.)

    • LEGO hatte das Set ja nicht offiziell angekündigt, sondern ein französischer Händler hat versehentlich Bilder online gestellt. Gegenüber Endkunden hat LEGO doch nie etwas verlautbaren lassen, dass auf dieses Set hindeutet, oder?

      • Das ist richtig ABER Lego hat für dieses Jahr, ja anscheinend angedacht dieses Set auf den Markt zu bringen und das obgleich der Rechtsstreit mit Blizzard schon LETZTES Jahr bekannt war und dsa sicher bereits VOR dem Druck dieses Werbezettels – ich denke darauf will Julian hinaus.

        Lego hatte viel Zeit sich das anzusehen und ihre Schlüsse zu ziehen, aber bei Lego mahlen die Mühlen sehr …sehr ….sehr langsam, bzw. die der Erkenntnis „Moment, wenn wir etwas von Blizzard rausbringen, dann KÖNNTE es uns auf die Füße fallen“ – wie damals bei der Entscheidung zur Osprey – erst als sie auf dem Markt gehen sollte, fiel ihnen ein „Das ist ja ein reines MILITÄRflugzeug – ach Gottchen !“

      • Als Firma (Lego) verschicke keine Bilder an Händler, wenn es nicht „offiziell“ ist. Anderseits, was ist offiziell überhaupt? Es erscheinen viele Sets auch ohne Pressemitteilung, wann gilt etwas als offiziell? Es bleibt doch dabei, das Lego aktiv die Bilder herausgegeben hat – so scheint mir jedenfalls, sonst gibt es einen Maulwurf.

  5. Verständlich, dass Lego hier die weitere Entwicklung abwarten will und die Lage beobachtet, um nicht selbst einen weiteren Imageschaden zu riskieren. Das Set selbst hätte mir persönlich zwar eh nicht gefallen bzw kann ich mit der Themenwelt nichts viel anfangen. Bei solchen Themen drängt sich bei mir jedoch immer wieder die Frage auf, warum solche Themen (Shooterspiel) mehr mit den Legowerten vereinbar sind als ein Kampfflugzeug (Osprey aber ja eigentlich auch die ganzen Kampfjets die unter Creator vertrieben werden)

    • Weil das weniger hinterfragt wird. Die Kanpfjets bei Creator haben bunte Farben, Star Wars ist nur fiktiv, bei Ninjago geht es nur um böse Geister etc. Eigentlich wäre nach der Logik Happy Tree Friends die ideale Lizenz für Lego, weil 1) auch fiktiv 2) ganz viele bunte freundliche Farben. 🤗

  6. Was passiert eigentlich mit bereits fertigen Sets?
    Werden die mühevoll ausgepartet und die Einzelteile wieder in die Lagerboxen einsortiert? 🤔

    • Noch heißt es ja erstmal aufgeschoben statt aufgehoben. Die Frage ist ja auch, ob bereits Sets produziert wurden. In dem Falle fürchte ich aber dann, dass sich da kein 1€-Jobber hinsetzt um die auseinander zu friemeln. Die werden dann wohl eher in den Schredder gehen.

  7. Finde ich recht skurril diese späte Entscheidung, vor allem wurde Blizzard noch nicht rechtskräftig verurteilt. Es sind zwar haufenweise Anschuldigungen auf Twitter erschienen, die Beteiligten müssen das aber zuerst juristisch bearbeiten. Schlussendlich geht es mir darum das diese „cancel culture“ nicht abartet, siehe auch den Fall Kachelmann.

  8. StarCraft oder WarCraft Sets wären mir eh lieber gewesen. Mit Overwatch konnte ich nichts anfangen.

    Den Schritt finde ich aber konsequent und richtig.

  9. Bei diesem Tempo wird LEGO seinen Vertrag mit Harry Potter unter der Lizenz J. K. Rowling’s Wizarding World / Warner Bros. beenden …… 😅
    Und sofort seinen saftigen Disney-Vertrag (Disney Channel, Disneyland, Pixar, Marvel … und Star Wars) nach den Skandalen von Demi Lovato (missbraucht als Minderjährige bei Disney Chanel) oder John Lasseter … oder der Mulan-Schauspielerin beenden wer befürwortet polizeigewalt …. 🙄

  10. World of Warcraft geht den Bach runter, hab es mittlerweile auch Deinstalliert obwohl ich noch ein Token für einen Gratismonat hab…
    Administratoren sind kaum erreichbar, Support dauert Tage bzw Wochenlang…

    War denk ich das beste was Lego hätte tun können, schade für die Overwatch Klemmbausteinler… :/

  11. Auf Arbeitsbedingungen zu achten ist ein Schritt in die richtige Richtung – in dieser Hinsicht darf gerne mehr folgen 😎

    Das Set an sich finde ich persönlich uninteressant 😉

    • Also wenn es um Arbeitsbedingungen geht, dann müsste LEGO auch in Richtung VW und China sowie Disney, Mulan und China schauen 😉 Ich weiß, andere Nummer als mit Activision Blizzard. Und ich will die Vorgänge, die bei Activision Blizzard zutage getreten sind, keinesfalls kleinreden. Ebenso richtig, dass LEGO erstmal eine mögliche weitere Zusammenarbeit prüfen will.

      Zum (verschobenen oder aufgehobenen) Set: Der Mech gefällt mir solala (zu dürr) und einen Kauf hätte ich sowieso nur wegen den Minifiguren getätigt, weil sie mir gefallen (obwohl ich selbst kein Overwatch gespielt habe, aber die vielen Cinematics zum Spiel kenne). Sollte das Set gecancelt werden, dann ist es auch ok. Wandert das Geld eben in ein anderes Set.

      • Ganz unabhängig davon, ob LEGO aus moralischen Gründen die Zusammenarbeit mit Disney beenden wollen würde, wäre das wirtschaftlich vermutlich ihr Untergang. Disney besitzt praktisch jede relevante Lizenz in LEGOs Kernzielgruppe, in der Zukunft wird sich das noch verschärfen. Dazu kommt, dass LEGO es seit Ninjago nicht mehr schafft, eigene profitable Fantasy-Reihen zu entwickeln (wie sollen sie auch mit Disneys Franchises konkurrieren). Wenn dann ein anderer Klemmbausteinhersteller an die Disney-Lizenzen gelangt…
        So schade es auch ist, die Option hat LEGO leider nicht und wird sie vermutlich auch nie haben.

        • Ja, die liebe Krux mit den Lizenzen und dem Disneyischen Imperium. Was ich mit meiner Antwort auf den Kommentar drüber sagen wollte, ist, dass LEGO eben nicht mit einem erhobenen moralischen Finger auf die Arbeitsbedingungen bei Activision-Blizzard zeigt, denn dann müssten sie noch weitere (Lizenz-)Partnerschaften (die Beispiele mit den beiden Unternehmen) auf dem Prüfstand stellen. Und wie du auch schön beschrieben hast – und da stimme ich deinem Kommentar zur Gänze zu -, wäre ein Streit mit dem größten Lizenzpartner (Disney) alles andere als zuträglich für die eigene Zukunft.

          Es geht hier eher darum, die eigene Marke ‚LEGO‘ zu schützen bzw. mögliche Konsequenzen irgendwelcher Art (z.B. irgendwelche Fladenstürme) vorzubeugen. Schließlich kommt Activision-Blizzard aus den negativen Schlagzeilen nicht so wirklich raus. Auch werden die Anklagen und Vorwürfe schlecht bis gar nicht aufgearbeitet. Dazu findet anscheinend auch keine Kursänderung innerhalb des Unternehmens statt, obwohl diese schon seit vielen Monaten verlautbart wurde.
          Ich kann LEGOs Schritt sehr gut nachvollziehen. Mit so einem Partner wäre eine weitere Zusammenarbeit… sagen wir mal, schwierig. Und letzten Endes ist da ja auch ’noch‘ nichts gecancelt, sondern erstmal aufgeschoben.

  12. Hätte früher passieren dürfen, aber besser spät als nie. Nun dürfte Lego aber auch gucken ob sie noch andere Partner haben bei denen ähnliche Probleme bestehen.

    • Das gleiche dürfte bei so gut wie jeder großen Firma irgendwo ein Problem sein. Nur ist es da egal, solange es nicht öffentlich wird. VW wurde schließlich von den Nazis gegründet und Disney hat ebenso einige Leichen im Keller. Aber solange nix davon in gewissen leicht empörbaren Kreisen gerade aktuell die Runde macht, ist es ja OK für’s Image.

  13. Hmmm, in Bezug auf die Osprey würde ich eher sagen, dass Lego ANGEGEBEN hat, dass sich das Set nicht mit den Unternehmenswerten vertragen hat. Das das tatsächlich der primäre Grund war kann ja aufgrund der Tatsachen, dass es 1. schon fertig produziert wurde und 2. die massiven Qualitätsmängel auffielen zumindest angezweifelt werden. Ich denke diese edlen ethischen Motive klingen halt besser als das offizielle Eingeständnis, dass man letztlich gefuscht hat. Hattet ihr ja alles schon Mal toll geschrieben.
    Ich meine nur nicht das es falsch in die Geschichtsbücher eingeht 😉

  14. Neben den Arbeitsbedingungen stellt sich generell die Frage, ob sich das Set überhaupt lohnt. Der Hype um OW ist seit Jahren völlig abgeflaut. Der aktuelle erste Teil wurde in den letzten Jahren nahezu völlig vernachlässigt. Während andere Games wie Fortnite Season nach Season raushauen und weitere Games wie COD mal eben neue Spielerfahrungen kreieren (siehe Warzone), ist OW ein altes Eisen. Ist das schlecht? Nein! Nur eben langweilig, was sich deutlich an den Spielerzahlen bemerkbar macht. OW ist prinzipiell ein gutes Spiel, nur interessiert sich keine Sau mehr dafür. Ich befürchte, dass das der zweite Teil nicht mehr ändern wird. Somit sehe ich keine Basis mehr für dieses Set, außer den Fans natürlich, den ich dieses Set gerne gönnen würde.

    • Ich hatte auch schon den Gedanken, das Lego hier vielleicht die Chance sieht sich aus der verunglückten Partnerschaft zu verabschieden, da die alten Sets zu Overwatch floppten, bzw. auch von Blizzards Seite über das Battle.net System nicht gut beworben wurden.

      Was das Spiel selbst angeht, muss ich als Spieler zugeben ….JA das Spiel ist langweilig geworden, aber nicht auf Grund des Spieles selbst, zumindest was mich betrifft, sondern auf Grund des Spielgefühls im PVP.
      Wirklich spannende Matches sind rar geworden und entweder wird man ge“ownt“ oder man „ownt“ den anderen Weg und nach einer „Glückssträhne“ folgt eine „Pechsträhne“.

      Daher freute ich mich auf OW2 und dem kommenden PVE Content, aber um so mehr das Spiel aufgeschoben wird, um so …..uninteressanter wird es. Wir leben in einer Schnelllebenigen Zeit, Hypes kommen und gehen und wer den Hypetrain nicht erwischt, der hat das Nachsehen und bei Overwatch 2 hab ich das Bedenken …bis Blizzard aus dem Quark kommt, ist das Frenchaise bereits verhungert und von der Zeit hinweggeweht worden – was Schade wäre aber …aber …naja.

      Was das Set angeht ….wenn wäre es für dieses Jahr ohnehin dahin, Overwatch 2 wurde auf 2023 verschoben. Wenn, dann müsste auch Lego das Set auf nächtes Jahr und pünktlich zum Release verschieben, aber bei den Umständen bei Blizzard muss man ja fast schon damit rechnen das es noch komplett gecancelt wird, aus irgendwelchen Gründen und spätestens DANN stünde Lego ziemlich dumm da, dabei ist das Set nicht ein wirklich Gutes ….

      Eine Art „Battle Pack“ mit ALLEN Helden des Cinematics UND dem großen Omnic wäre sicher etwas das Fans begeistert hätte, aber so …..wäre es ein viel zu teures Set, nur um eine MEI zu erhalten (eine Tracer gibt es ja schon)

    • Sehe ich auch so. Was ich nicht verstehe ist, wenn schon eine Partnerschaft mit Blizzard eingegangen wurde, warum dann nich Sets zu WoW oder StarCraft herausgebracht oder geplant wurden. Würde doch viel mehr Menschen ansprechen und hätte viel mehr Möglichkeiten bei der Umsetzung als ein Shooter!?

  15. Ist doch wurscht was da bei Blizzard passiert, ich will die Lego Overwatch Sets haben!!!!
    Ich fand die erste Welle an Overwatch Sets schon mega und ich hatte mich jetzt schon extrem auf die neuen Sets gefreut gehabt!!

  16. Solche Entscheidungen zeigen mal wieder eindeutig, wie hysterisch Marketingabteilungen auf (Online-)Skandale reagieren. Erstmal alles rausschmeißen, abschalten, absagen etc. pp. Könnte sich ja irgendwer im Internet empören, obwohl nix mit nix zu tun hat. Cancel Culture at its best.

    Ganz unabhängig, ob die Sets gut geworden wären, oder die Blütezeit von Overwatch schon lange vorbei ist. Darüber lässt sich zur Genüge streiten. Wie andere schon erwähnt haben, gäbe es ganz andere Blizzard IPs, die weit weit mehr Sets verkaufen würden. Und das auch, wenn bestimmte Gruppen mit Geifer im Mund das Internet vollposten würden, was für ein schlechter Mensch man doch sei, so etwas zu kaufen.

    Aufgrund von Anschuldigungen (die zugegeben ausnahmsweiße mal glaubhaft und fundiert wirken), die einzelne Personen in der Firma betreffen, gleich mal die komplette Zusammenarbeit einzustellen, ist halt mit Kanonen auf Spatzen schießen. Genau solche Schnellschüsse können ganz schnell mal mehr kosten an Umsatz/Glaubwürdigkeit als ein erwarteter befürchteter Shitstorm im Internet.

    • Ähm, nein, denn wenn das Management (und die Marketingabteilung) „hysterisch“ reagiert hätten, dann wären Entscheidungen bereits Sommer 2021 getroffen worden, haste was kannste das Design und die Produktion einstellen, öffentliche Erklärung raushauen etc. Nichts davon ist geschehen, mehr als 6 Monate später, nachdem schon wochenlang bekannt ist, dass das Set existiert und kommen wird, heißt es „Okay, wir denken nochmal drüber nach.“ – Das ist kein Schnellschuss, das ist Abwägen und Abwarten (ich denke mal, weil einiges an Geld investiert worden ist), Lego sagt es ja selbst „da wir Bedenken hinsichtlich der Fortschritte haben“ – Übersetzung: Da hat man wohl erst einmal gehofft, die Wogen könnten sich noch glätten und das bereits entwickelte Set könne man doch noch verkaufen, sobald Overwatch 2 auf den Markt kommt.
      Wobei diese Taktik auch oder viel eher an der eigenen Reputation kratzt.

      Ehrlich gesagt würde ich deinen Kommentar eher als unbeherrscht bezeichnen, denn das Geschrei von „Cancel Culture“, „gleich mal die komplette Zusammenarbeit einstellen“ etc. passt nicht in das schon träge anmutende Verhalten Legos, die haben und wägen noch immer ihre Optionen ab. Mehr steht da nicht.

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