LEGO Vorstand wieder voll besetzt – Atul Bhardwaj wird neuer IT-Vorstand

LEGO Digitalvorstand Atul Bhardway

Der LEGO Vorstand ist wieder komplett. Nachdem der letzte Digital- und Technologievorstand das Unternehmen zum Jahreswechsel 2019/20 verließ, konnte in dieser Woche die Position endlich wieder neu besetzt werden.

Wie LEGO bereits zur Wochenmitte per Pressemitteilung wissen ließ, wurde ein neuer IT-Vorstand gefunden. Die Position war einige Monate unbesetzt nachdem der ehemalige Vorstand, JJ Van Oosten, nach nur neun Monaten in Billund (April 2019 bis Dezember 2019) Dänemark wieder verließ, um beim britischen Baumarktspezialisten Kingfisher plc anzuheuern.

Die Aufgabe wird ab dem 1. November 2020 von Atul Bhardwaj wahrgenommen, der den technologischen Wandel der LEGO Gruppe vorantreiben soll. Der 52-jährige Atul Bhardwaj verfügt über eine langjährige Einzelhandelsexpertise und verantwortet seit April 2018 als Technik-Vorstand für die deutsche Elektronikkette MediaMarktSaturn den Neuaufbau der IT-Landschaft, mit der das Unternehmen unter anderem die technische Basis für das Omnichannelgeschäft legte.

Zuvor arbeitete er mehr als 10 Jahre beim englischen Einzelhandelsriesen Tesco plc. in der Position des IT-Vorstands und war zwischen 1990 und 2007 als Partner für die Unternehmensberatung Accenture tätig. Das notwendige Wissen dafür erwarb er an der Universität Nottingham, wo er das Studium zum „Bachelor of Electrical Engineering“ erfolgreich absolvierte.

LEGO Vorstand
Aktueller Vorstand der LEGO Gruppe

Die Stellungnahmen aus der Pressemitteilung haben wir für euch übersetzt:

Niels B. Christiansen, CEO der LEGO Gruppe: „Wir freuen uns, Atul in der LEGO Gruppe willkommen zu heißen. Bei der Beschleunigung unserer digitalen Transformation werden Atuls globale Erfahrung, seine nachgewiesene Erfolgsbilanz und sein Fachwissen, das den Wandel vorantreibt, von unschätzbarem Wert sein. Er bringt jahrzehntelange Erfahrung aus seiner Arbeit an vorderster Front der digitalen Transformation mit einigen der bekanntesten Marken der Welt mit.

Atul Bhardwaj: „Als Vater von drei Kindern, die gerne bauen, sehe ich aus erster Hand die Kraft des spielerischen Lernens. Der Ehrgeiz, dies mehr Kindern auf der ganzen Welt nahe zu bringen, ist inspirierend, und ich fühle mich geehrt, ein Teil dieser Reise zu sein. Ich freue mich darauf, mit dem Team zusammenzuarbeiten, um das Potenzial von Technologie und Daten freizusetzen und der LEGO Gruppe zu helfen, noch mehr Bauherren von morgen zu inspirieren, heute und für kommende Generationen.

Fazit

Nachdem LEGO schon zum 1. September 2020 einen neuen Finanzvorstand erhielt, hoffe ich, dass das Führungsteam nach der Neubesetzung jetzt die Zeit nutzt, um sich auf die operativen Aufgaben zu konzentrieren. Gerade im Bereich der IT-Infrastuktur sollte noch einiges Verbesserungspotential gefunden werden. Ich bin gespannt, welche technologischen Änderungen wir in Zukunft von LEGO erwarten dürfen…

Was habt ihr für Erwartungen an den neuen Technogie- und Ditigalvorstand? An welchen Punkten seht ihr den größten Verbesserungsbedarf? Sollte LEGO mehr in technologischen Fortschritt investieren oder reicht euch das Angebot? Diskutiert mit uns in den Kommentaren.

Über Oliver 83 Artikel
Fan des Classic Space, Technik-Begeisterter und Freund von Creator 3-in-1. Ständig auf der Suche nach den kleinen Besonderheiten im LEGO Sortiment und interessiert an den Hintergründen im Spielwarenmarkt.

15 Kommentare

  1. > verfügt über eine langjährige Einhandelsexpertise und verantwortet seit
    Ich nehme an es war Einzelhandelsexpertise, gemeint. Eine Suche nach „Einhandelsexpertise“ lieferte diesen Artikel als einziges Resultat 🙂

  2. Herzlichen Glückwunsch!
    Hoffen wir , dass der gute Mann endlich den Lego Online Shop gezähmt bekommt. 😉
    Möge die Macht mit ihm sein!

    Vielen Dank für die News @ Lukas 🙂

  3. Bei der Betrachtung des Onlineshops und der Verweildauer seines Vorgängers, wird Herr Bhardwaj vermutlich sehr viel Freude haben 😂
    Ich wünsche ihm viel Erfolg!

  4. Irgendwie kann ich mich nicht freuen. Wer von MediamarktSaturn kommt, ein Elektronik Riese der seit Jahren nur schlecht läuft, kann Lego vermutlich nicht helfen.

    • Das Online Geschäft bei der Media/Saturn Gruppe,ist der einzige Bereich der wächst und wirklich gut ausgebaut ist.
      Mal schauen was die Zukunft bringt.

  5. Ich habe letzte Woche festgestellt das der Online-Shop wirklich null, wirklich NULL, Benutzerkonto Einstellungen hat.
    Das einzige was man in den „Einstellungen“ machen kann ist sein Avatarbild ändern, und dort auch nur zwischen 4 oder 6 von LEGO vorher bestimmten Bildnisse wählen kann. Das ist alles!

    Da mal ein richtiges Verwaltungsmenü des Benutzerkontos wehre schön, oder zumindest eine Adressverwaltung.

  6. Ein Aspekt des Onlineshops, der auch gern mal überarbeitet werden könnte, ist die Suchfunktion. Die Vorschläge, die man bekommt bevor man die Suche abschickt, sind manchmal ganz schön merkwürdig:
    – „Angriff“ führt zum Yoda, aber nicht zum (Angriff auf den) Fuchsbau
    – „Diner“ führt zum Child, aber nicht zum Amerikanischen Diner
    – „Tempel“ führt zu Jays und LLoyds Powerflitzern aber nicht zum Tempeldrachen
    Was wunderbar klappt ist, wenn man „Razor“ oder „Crest“ eingibt -> Transporter des Kopfgeldjägers. 😀

  7. Der Onlineshop kann in der Tat nur besser werden… ich gebe auch nach Jahren die Hoffnung auf Besserung nicht auf. Auch wenn mein Verständnis dafür schon im Minusbereich ist. Ist ja nicht so, als wäre LEGO da ein Pionier…

  8. Wahrscheinlich migriert Lego gerade einiges im Kernbereich auf eine SAP Cloudbasierte Lösung, die sie bei/über AWS betrein. Zumindest lässt sich das aus den Stellenanzeigen rauslesen. Ich glaube da wird der Hauptfokus des neuen CIO liegen. Interessant ist, dass sie Coupa im Einkauf auch als Plattform nutzen.

    Ich bin gespannt, ob sie es schaffen die Barriere zwischen den Lego Stores und dem Onlineshop zu durchbrechen. Online Order mit Local Pickup geht noch nicht. Die Shops haben dazu massive Probleme mit den Bestandsdaten. Kennt jeder, der im Shop stand und sich über leere Regale gewundert hat, obwohl noch x Sets verfügbar sind laut Onlineauskunft. Wenn Set 4711 reserviert, aber nicht verkauft ist, bleibt es noch „verfügbar“.
    Die regelmäßig schlechte Verfügbarkeit von neuen Sets deutet entweder auf eine lausige Martkforschung oder auf grundlegende Fehler in der Produktionsplanung hin, was auch auf schlechten Einsatz der PP-Software hindeuten kann.

    Vergleicht man die Funktionalitäten des Onlineshops mit den Profis von Amazon oder nur mit der alten Hobbytruppe von Bricklink, merkt man dass Lego noch mindestens ein halbes Jahrzehnt aufholen muss. Bestellergänzungen? Rücklieferungen? Ticketsystem für Serviceanfragen? Bequem online? 😉

    Der Onlineshop sieht aber halbwegs gut aus. Sonst mangelt es wirklich nicht an Baustellen. Bei Mediamarkt hatte der neue CIO übrigens in vielen Bereichen eine gewachsene Dienstleister-Struktur hinter sich. Nur um Dienstleister zu holen benötigt man Inhouse-Expertise und wenn man da auf die seit Jahren bestehenden Probleme guckt. Also die Schlüsse kann da jeder selbst ziehen. Das wird eine Herausforderung um die ich den Mann nicht beneide.

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