Totgesagte leben länger: LEPIN macht unter neuem Namen KING weiter

LEPIN wird zu KING Bricks

Update (30. August, 07:12 Uhr): Wir möchten nochmal einige Sachen klarstellen und ergänzen, da die Diskussion in den Kommentaren etwas ausufert:

Das LEPIN unter dem Namen KING weiter machen würde, ist schon etwas länger bekannt. Neu ist nur die einfache Bestellbarkeit hier in Deutschland und das Design der Verpackungen. Neben dem Namen KING gibt es auch Produkte von QUEEN vom selben Hersteller, die dann z.B. „QUEEN Cities“ anbieten. Und: Es geht hier nicht um das generelle Verteufeln von anderen Klemmbaustein-Herstellern.


Wir haben vor einigen Monaten über die Razzia in einer LEPIN Fabrik in China berichtet, deren Details zufälligerweise schön öffentlichkeitswirksam am World Intellectual Property Day von der chinesischen Regierung veröffentlicht wurde. Mittlerweile ist aber klar: LEPIN ist nicht tot, sondern macht einfach mit leichten Änderungen unter dem neuen Namen KING weiter.

Schon damals haben wir befürchtet, dass hier von der chinesischen Regierung eher ein Showkampf als ein ernst gemeinter Schlag gegen die Fälschungen veranstaltet wurde. Nach ein paar Monaten der Abkühlphase ist jetzt klar, dass die übrig gebliebenen (und wahrscheinlich auch die alten) Produktionsstandorte jetzt die neue Marke KING Bricks produzieren werden.

Zwar wurde damals der angebliche Chef von LEPIN festgenommen, aber die übrigen Verantwortlichen werden daraufhin wohl nicht stillgestanden haben. Da LEPIN in China vor allem immer wieder Probleme wegen dem kopierten Artwork der offiziellen LEGO Kartons bekommen hat, ist man nun dazu übergegangen, die Boxen mit einen Bleistiftzeichnungs-Filter aus einem Bildbearbeitungsprogramm zu versehen. Ausgangspunkt ist also immer noch das Originalbild, es ist eben nur schwarz-weiß. Wie kreativ. Dafür ist auch das Logo neu und sieht dem offiziellen LEGO Logo nicht mehr ähnlich. Die Setnummern von KING sind übrigens immer noch die gleichen wie damals schon bei LEPIN.

Die unten gezeigten Bilder wurden customizeminifiguresintelligence zugespielt und wir wollen sie hier gerne an euch weiterreichen:

KING Bricks Set Cafe Corner
Das gefälschte Cafe Corner Modular

Hier mal der direkte Vergleich zwischen dem LEGO Set und der neuen Verpackung von KING Bricks:

LEGO Karton vs. King Bricks Fälschung

Weitere Bilder der KING Kartons könnt ihr euch im Folgenden ansehen. Alle Bilder stammen von customizeminifiguresintelligence.

Aber scheinbar nicht bei allen Sets hat man die Kartons entsättigt: Das Simpsons Haus ist nach wie vor ziemlich bunt und mit rotem KING Logo versehen:

KING Bricks Set Simpsons Haus
In Farbig: Das gefälschte Simpsons Haus

Die ersten Sets von KING lassen sich übrigens jetzt schon wieder bei den üblichen verdächtigen Händlern bestellen, auf die wir hier bewusst nicht hinweisen wollen. Das neue Logo und das geänderte Karton-Design ändern nichts an dem dreisten Diebstahl von geistigem Eigentum, der hier stattfindet. Lustig ist an dieser Stelle, das oft unter dem Suchbegriff „LEPIN“ keinerlei Ergebnisse ausgegeben werden, da hier scheinbar Suchfilter installiert wurden, um gewisse Maßnahmen vorzutäuschen.

Ich bin versucht zu sagen: „Aus LEPIN wird jetzt KING, sonst ändert sich nix.“ Was meint ihr? Sollen wir Wetten annehmen wie lange es dauert bis LEGO auch hier rechtliche Schritte einleitet und nach langen Rechtsstreitigkeiten gewinnt? Ich bin auf eure Kommentare zum Thema gespannt!

Über Lukas Kurth 746 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 28 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de

168 Kommentare

      • Es war ja nie wirklich Pause. Und auch die Tatsache das es jetzt „KING“ heißt ist keine Neuigkeit, das war neben „Nuogao“ einer der angekündigten neuen Namen. Aber das die Sets sich jetzt auch hierzulande ganz easy bestellen lassen, dass war meines Wissens nach bisher nicht so. Und auch wie die Verpackungen aussehen, ist wohl neu.

  1. Und nachdem Lego den, von dir vorher gesagten, Rechtsstreit gewonnen hat, wird wieder eine völlig neue „Firma“ auf der chinesischen Erde entstehen. ÄTZEND!

    Leider ist es nicht änderbar und es bleibt wünschenswert das jeder Legofan nur zum Original greift und nun kommt mir nicht „die alten Modelle sind unbezahlbar!“ Ja, kenne ich – dann kauft man es sich halt nicht … man muss doch wohl noch Träume haben und mal lernen man kann nicht alles haben.

    Mir, meiner Frau und unserem Kind kommt nur Lego ins Haus. Etwas anderes sind natürlich die Hersteller, die sich selber Gedanken machen und Ideen umsetzen!

    • Ist es unter moralischen Blickwinkeln (Recht und Gesetzt mal ausgeblendet) denn wirklich verwerflich, wenn man ausgelaufene LEGO-Sets (wie alte Modulhäuser) beim „Chinesen“ bestellt anstatt Sammlerpreise von mehreren hundert Euro auf dem Zweitmarkt zu bezahlen (was man ggf. gar nicht könnte)? Entsteht irgendwem ein Schaden dadurch?

      • Wenn du es ok findest, dass ich z. B. Sachen aus deinem Keller klaue, die du länger nicht benutzt hast, dann ist das nicht verwerflich 😉 Wenn ich eine Idee oder ein Design schütze ist das einfach unabhängig davon, ob ich es noch nutze oder nicht.

        • Fände ich sogar sensationell, wann geht es los?….Halt….sage es nicht, ich will mir nicht die Überraschung verderben eines Tages in den Keller zu kommen und wieder Platz zu haben. Ach, ich kann es kaum erwarten, hoffentlich legst du bald los. Es wird ein Fest 😀

        • Dein Beispiel mit dem „Klauen“ passt nicht. Für einen Diebstahl müsste man eine Sache wegnehmen, was bei Plagiaten aber nicht der Fall ist. Nähe dran wäre eine „Raubkopie“, was wiederum auch so falscher Begriff für den Tatbestand ist.
          Generell ist das alles nicht so einfach. Was wäre z.B., wenn jemand nicht mehr erhältliche Sets aus original Lego-Steinen konfektioniert und vertreibt?

        • Der Vergleich ist dämlich. Das sind ja keine Sets aus Legos Keller sondern selbst produzierte Sets die Lego als Idee entwickelt und produziert hat früher. Kleiner aber feiner Unterschied.

      • Ja es ist verwerflich.

        Kein Mensch würde einen alten gefälschten Ferrari fahren , nur weil er sich die Sammlerpreise nicht leisten kann.
        Menschen sollten lernen , dass man eben nicht alles haben kann.

      • Rechtlicher Graubereich. Ich könnte ja die Teile für ein Set auch bei Bricklink bestellen. Ist das dann auch „Diebstahl“, weil ich die Bauidee klaue? Generell scheint aber eine Nachfrage nach alten Sets zu bestehen. Da man, wie ich denke, mit Klagen da nicht sehr weit kommt, sollte sich Lego eine andere Lösung überlegen, um Raubkopierern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wiederauflagen alter Sets? Lizenzen von alten Sets verkaufen?

        • Das ist kein Graubereich. Lego hat wie anderen Marken sei es Apple oder Samsung einen erheblichen Teil nicht an Produktionskosten sondern eben auch an Marketing- und F&E-Kosten. Das Ganze dann günstiger zu verkaufen hat dann entsprechende Konsequenzen wie auch uU Markenprobleme in der Wahrnehmung, wenn jemand ein billiges King Produkt mit Lego gleichsetzt und darum denkt, dass Lego schlechte Qualität liefert. Jeder der hier gefälschte Produkte kauft, sei es King/Lepin, Klamotten, Technik oder was auch immer, unterstützt diese Industrie und damit einen riesigen Niedriglohn- und Kinderarbeitssektor. Und ja auch andere produzieren in China, aber dort sind Firmen wie Apple, Samsung usw. eher darauf bedacht zumindest grundsätzliche Mindeststandards in der Beschäftigung zu etablieren bzw. einzuhalten.

          • Kinderarbeit. Also das Argument ist neu. Wo glaubst du denn, dass dein „legales“ T-Shirt herkommt? Grundsätzlich geb ich dir aber recht, dass meine Aussage zum Graubereich etwas mangelhaft war. So wie es Lepin/King macht, ist es tatsächlich illegal, da eine Raubkopie. Was aber sehr wohl ein Graubereich ist: Ich ordere Steine und baue damit ein altes Lego-Set nach. Siehe mein Bricklink-Beispiel.

        • Sorry, aber Dein Bricklink-Beispiel ist kein Graubereich. Es gibt nichts dagegen einzuwenden, dass Du ein altes oder aktuelles Set replizierst – solange es nicht kommerziell genutzt (wie z. B. verkauft) wird.
          LEGO hat nen Steine-Shop, LEGO stellt die Bauanleitungen online zur Verfügung – Billund macht ja wirklich oft Quatsch, aber ihr Handeln hinterlässt nicht den Eindruck, dass sie was gegen Nachbauten für den Privatgebrauch hätten.
          Interessant wird es allerdings, wenn ein Bricklink für Nicht-LEGO-Produkte erscheinen sollte…

          • Sicher ist es kommerziell. Für den Bricklink-Händler. Der verkauft ja genau die Steine, die ich zum Bau z.B. des Rathauses brauche. Aber eben ohne Anleitung, in einer neutralen Verpackung.

            Anders gedacht: Was wäre, wenn Lepin/King einen Shop betreiben würde, in dem ich unter anderem genau jene Steine bestellen könnte, die ich für den Bau des Rathauses brauche? Legal oder nicht? Und wer soll`s überprüfen?

            Versteht mich nicht falsch, ich bin auch gegen dreiste Raubkopien, aber ich denke, dass es rein rechtlich nicht ganz klar ist, wo die Kopie „anfängt“ und „aufhört“.

      • Wie früher???? Die Aufkleber Flut gab es schon immer! Ich habe eine Minifigur von 1978. Damals war der Torso noch beklebt! Gucke mal nach der gelbe Burg von 1978. Alle Figuren sind beklebt und der Rest an der Burg auch. Das Probleme gab es schon immer, leider. Die Sets haben nur heutzutage mehr Teile und damit auch mehr Aufkleber. Meine Feuerwehr, die erste rote, ist ebenso mit Stickern versehen wiw vieles andere. Was nicht heißt das elich es gut finde!

  2. Dass das alles nicht so ganz vorbei ist, konnte man schon erahnen, als die Bluebrixx-Jungs neulich ihre „Kilowahre“ an den Mann bringen wollten, die letztlich nichts anderes war, als Lepin-Plagiate ohne Anleitung und Minifiguren. Da wurden also entweder die Plagiate nicht ordnungsgemäß entsorgt und sind dann zufällig von einem Laster vor ihre Füße gefallen oder eben wieder neu produziert und mit diesem Trick (keine Anleitung, Karton und Figuren) am Zoll vorbei in den Verkauf in Deutschland gebracht worden.

    • Laut Johnnys World (glaube ich) war von anfang an klar, ds die ihre Vorräte und bereits produzierten Sets noch verkaufen wollen und das tun sie ja nun….

      Kurz um -> Verbrechen mit ANSAGE.

      Und solang es Leute gibt, die den Mist kaufen, weil ihnen jedwede Rechtsgrundlagen egal sind und die You Tube Kanäle für diesen Kram nur so aus der Erde spriesen und Abo Zahlen bekommen ung genau wissen,das sie Plagiate vorstellen – sie sich aber denken „Mir doch egal, sollen sich ANDERE um Recht und Unrecht sorgen und solang ich das Zeug kaufen kann …mach ich es auch !“ – solang wird es auch Lepin geben und ich hatte schon die eine oder andere Diskusion dies bezüglich gehabt und es kam genau DAS Gesagte als Antwort.

      So ist das, solang man selbst nicht betrogen, bestohlen und hintergangen wird, solang juckt man sich nicht an Verbrechen anderer und zieht seine persönlichen Vorteile aus der Hehlerei – aber dann heulen, wenn die Schiffcontainer im Zoll hängen bleiben und Berge von Plastik abbrennen „Wäääh, scheiss Lego – die kämpfen ja voll auf unfaire Mittel und überhaupt – Ist eh alles Legos Schuld“ – so ist nunmal das Rechtsverständnis in Deutschland unter den „Darkside of the Brick“- Leuten, es ist Hipp Lego zu hassen und sich verbotenes reinzuziehen und das wird sich erst dann ändern, wenn auch der private BESITZ von Plagiaten unter Strafe gestellt wird, also ich würde es ihnen ja gönnen mehrere Tausend Euro an Strafe zahlen zu müssen, das könnte alles an Lego fließen und die verteilen es dann als VIP Punkte gerecht auf all ihr treuren Stammkunden.

      Ich mein, ich zumindest hab bereits ein Geschäft hier bei Lego direkt angeschwärzt als sie Ninjagoplagiate verkauften und meinten, das das alles rechtskonform wäre, stünde ja nicht Ninjago drauf, sondern nur „Ninja“ und sowas nannte ich SpielwarenFACHgeschäft.

        • Es wurde keine Kiloware verkauft, sondern ein komplettes Set ohne Minifiguren, nur ohne Hersteller und Setname zu veröffentlichen. Das mag nicht illegal sein (das muss ich nicht bewerten), aber Bluebrixx profitiert trotzdem von einer plumpen chinesischen Komplettübernahme eines Lego-Sets und macht sich für mich damit moralisch mitverantwortlich, dass hier die komplette kreative Infrastruktur von Lego nicht mitbezahlt wird und die kreative Leistung der Designer*innen geklaut wird. Ich frage mich, ob alle, die das hier ohne Gewissensbisse verteidigen oder kaufen (und damit meine ich jetzt nicht dich, LegoSteve), es okay finden, wenn ihre Arbeitsleistung übernommen und verbilligt verkauft würde und sie keinen Cent davon sehen würden.

          • Es wurde eben NICHT ein komplettes Set verkauft. Denn ansonsten wäre eine Standardbox eines alternativen Herstellers ja schon allein deshalb illegal, weil man damit ein Lego-Auto von 1990 nachbauen kann. Ich habe es übrigens nicht gekauft, hätte aber gerne. Nicht um das Rathaus zu bauen, sondern das große Beispielmodell. Ist es dann noch immer kreativer Diebstahl? Und jene, die hier mit Moral argumentieren: Möchte nicht wissen, ob man nicht die eine oder andere unsaubere Datei auf dem PC findet. Oder vielleicht mal zu schnell gefahren ist. Oder mal ne Steuer vergessen hat zu zahlen. (Und damit meine ich jetzt nicht dich, David.)

            Ich bin auch gegen dreiste 1:1-Kopien, aber Restbestände aufzukaufen und diese als Kiloware anzubieten, sehe ich nicht als verwerflich an. Das einzige, was man BlueBrixx vorwerfen kann, ist, dass sie Sonderteile wie die Uhr nicht aussortiert haben, wobei ich nicht weiß, ob die geschützt ist. Übrigens fehlen ein paar Teile für das Rathaus laut einem Kommentar unter dem Video.

      • „Ich mein, ich zumindest hab bereits ein Geschäft hier bei Lego direkt angeschwärzt als sie Ninjagoplagiate verkauften… ….“

        Dazu fällt mir der alte August Heinrich Hoffmann von Fallersleben ein:
        „Der größte Lump im ganzen Land,
        das ist und bleibt der Denunziant.“

        • Kommt drauf an, wenn man vorher mti dem Inhaber spricht und ihm seinen Standpunkt erklärt und bei Nicht-Einsicht entsprechend klar macht, dass man das nich gutheißt und dass das Konsequenzen haben kann, finde ich das nicht verwerflich. Klar wird der ein oder andere das mti den aus den Fenster schauenden Rentnern vergleichen, aber ich finde bei Produktpiraterie hört der Spaß auf. Lego könnte vermutlich das Sortiment auf einen Schlag 10% billiger machen, wenn es das nicht gäbe 😀

      • Die Frage ist, sieht man Lego als Spielzeug oder als Sammlung. Wenn’s nur Spielzeug ist, verstehe ich völlig das es gerade im Ausland den Leuten egal ist wer es nun herstellt, da muss Preis und Leistung passen. Wer sammelt der wird natürlich auf Original bestehen.

        Aber insgesamt finde ich das diese ganze Lizenzen und Jahrzehnte langes Urheberrecht, vorallem den Kunden schadet. Das treibt Preise hoch und verhindert einen Wettkampf bei Qualität und Ausstattung.

        Den sind wir mal ganz ehrlich gäbe es das alles nicht hätten wir viel mehr tolle Sets und könnten die sogar bezahlen.

        Aber natürlich müssen sich alle an die Regeln halten auch wenn man sie doof findet. Dann muss man sich für andere regeln einsetzen und nicht diese ignorieren.

        • Es hat ja auch niemand etwas gegen andere Hersteller, nur reine Plagiate sind eben nicht nur moralisch sondern auch rechtlich tabu, was auch völlig in Ordnung ist (siehe Marketing, F&E Kosten usw.), oder kaufst du dir ein Mapple Smartphone mit potentiell explodierender Batterie oder Klemmbausteinimmitate niederer Qualität mit hohen Giftanteilen von Plagiatherstellern? Und es verhindert überhaupt keiner Wettbewerb. Wenn anderen Klemmbausteinhersteller, auch King … halt eine eigene Modular-Reihe aufbauen würden, wäre das doch ok, aber vielleicht kann man sich auch was eigenes einfallen lassen, ne das ist bei chinesischen Firmen oft nicht so einfach … geht ja anders viel leichter und die dummen Europäer und Amerikaner kaufen es ja eh.

    • Aber nur die Sets sind Plagiate. Die Einzelteile können, sofern es sich um keine geschützten Sonderteile handelt, legal verkauft werden. Außerdem: Wie entsorgt man Plagiate ordnungsgemäß?

    • Der Zoll ist doch nicht blöde. Wenn es nicht rechtens wäre Einzelsteine zu importieren die irgend ein Recht verletzen, hätten die das Zeugs sicherlich vernichtet.

      • Blöde nicht, aber oft überfordert. Man stelle sich vor, die müssten jeden Stein umdrehn, um zu prüfen, ob ein geschütztes Sonderteil dabei ist. In der Praxis werden die wohl nur auf Minifiguren prüfen. Und auch da ist die Rechtslage ja nicht eindeutig. Die ganze Rechtslage ist nichts für die Praxis.

  3. Etwas positives möchte ich einmal äußern. Optisch haben diese „Bleistiftzeichnungen“ etwas. Mir persönlich gefallen Sie.

    Trotzdem ist es Nachahmung am Original. Es auch egal ob ein Strich mehr oder weniger in der Zeichnung ist und ob dort jetzt King, LEPIN oder Osterhase steht. Wann und wo jetzt Diebstahl anfängt oder nicht, mag ich nicht beurteilen. Dafür gibt es Menschen die das studiert haben. So etwas beurteilen zum Schluss Gerichte.

    Es stellt sich nun die Frage, was macht man als Firma. Geht man einen teuren weiteren Kampf ein, in einem Land was seine Wirtschaft schützt. Hofft man nochmals auf eine Razzia? Ist Sie von den dortigen Behörden ernst gemeint? Tritt diese Firma wieder unter einen anderen Namen auf? Schwierig. Gefühlt ein Kampf gegen Windmühlen.

    Vielleicht sollte man als Firma eine Kampagne fahren und darauf Aufmerksam machen, dass es solche Firmen gibt. Der Kunde kann hier am besten helfen, wenn man als Kunde möchte und solche Produkte nicht kaufen.

    Da Geiz aber geil ist, können sich natürlich solche Firmen auch halten.

  4. Meine (ernstgemeinte) Frage dazu ist: Wie sind denn die Lego-Sets geschützt? Ich kann mir ja bei Bricklink auch die entsprechenden Steine zusammensuchen und bestellen. Ist das ‚Konglomerat‘ geschützt? Oder die in der Anleitung aufgeführte Bauweise? (dann wäre die Bauanleitung geschützt, nicht aber das Set als solches)
    Das Konzept Lego ist ja: Ich nehme Steine und bau etwas draus. Was es schlussendlich wird, liegt ja am jeweiligen Zusammenbauer?

    Und ja: Natürlich zieht sich hier eine Firma an der getätigten geistigen Arbeit einer anderen Firma hoch. Aber ist dies wirklich justiziabel? Und wenn ja aufgrund welchen Umstandes

    • Also geschützt ist in jedem Fall das Artwork, ganz einfach durch das Urheberrecht. Das gilt auch für die Anleitung. Das Urheberrecht wird hier auch nach wie vor noch verletzt. Es reicht nicht ein Bild einfach zu abstahieren Schwarz/Weiß zu machen, um das Urheberrecht zu umgehen. Es wäre so einfach, wenigsten eigene Bilder anzufertigen.

      Ansonsten sind nach wie vor die Minifiguren und auch ausgewählte einzelne Steine durch verschiedene Rechte geschützt. Das ignoriert LEPIN/KING aber schon immer und das ist meistens der Grund dafür, das Sets vom Zoll abgefangen werden.

      • Dazu kommen ja noch die Lizenzbrüche die Lepin begeht in dem sie Star Wars und co kopieren, wobei da dann wiederum nicht Lego klagen kann, sondern nur die Lizenzinhaber als in dem Fall von Star Wars DISNEY.

      • Ja, das ist auch meine Einschätzung (als absoluter Laie). Wenn King/Lepin also auf den Verkauf der Minifiguren verzichten würde, die Sets in einer neutralen (oder selbst gestalteten!) Verpackung anbieten würde und auf die Lego-Bauanleitung verweisen würden, wäre die Sache auf einmal nicht mehr so klar. Obwohl es an der Sache (Ich verkaufe dreist Legokopien) eigentlich nicht wirklich etwas ändert?

        • Und wenn sie alle geschützten Steine im Auge behalten (wozu es tatsächlich geschultes Personal bräuchte) und diese in den Sets entsprechend ersetzen würde. Und wenn dann alle Händler noch entsprechend darauf verzichten würden, die Marke „LEGO“ in irgendeinem Zusammenhang zu nennen.

          Dann wäre es eventuell rechtlich okay und nur noch moralisch ein großes Problem 😉

          • Na ja, das moralische Problem sehe ich in dem Fall nicht. Wenn Lepin z.B. einen mit Bricklink vergleichbaren Shop hätte in dem man alle urheberrechtlich nicht geschützten Teile bestellen kann und ich stelle mir dann daraus ein seltenes Legoset zusammen, dann ist daran auch moralisch nichts verwerfliches. Gleiches gilt wenn Lepin vorab bestimmte Teile zusammenstellt und als Kiloware oder ähnliches verkauft. Sowas wäre nur in irgendeiner Art und Weise verwerflich, wenn der Gesetzgeber die Steine nicht freigegeben hätte.
            Oder fühlst du dich moralisch schlecht, wenn du Kaffeepads von anderen Herstellern für deine Nespresso Maschine kaufst?!

          • @Nerdi Ich fühle mich bei Kaffeepads immer schlecht, aber das ist eine andere Sache.

            Und ja, ich sehe da bei LEPIN für mich ganz persönlich ein moralisches Problem. Wenn du das nicht siehst, ist das wiederum deine ganz persönliche Sache.

          • Das Xingbao bereits die designgeschützen Steine im Auge behält und bei den betroffenen Steinen kleine Anpassungen vornimmt, wäre es für King ein leichtes, die Kreative Vorarbeit mitzunutzen.

          • Sorry, aber wenn du ein moralisch großes Problem darin siehst Steine von LEGO kompatiblen Herstellern zu beziehen – woher auch immer – dann ist eigentlich für dich JEDER Hersteller neben LEGO automatisch moralisch verwerflich. Das betrifft dann Cobi genauso wie Light Stax oder Mega Construx.
            Bluebrixx startet demnächst mit ihren China Brick Packs durch.
            Sprich reine Teilepacks. So wie man sie in jeden China Set findet. Egal ob von Xingbao, Sluban oder Wange.
            Und dann kann ich mir über diese Brick Packs jedes LEGO Modell nachbauen. Billiger als wenn ich mir die Originalteile über Bricklink bestelle.
            Worauf ich hinaus will ist, dass du – Lukas Kurth – mit deiner Aussage jeden Fremdhersteller automatisch ein moralisch verwefliches Verhalten unterstellst, weil er Steine produziert, welche mit LEGO kompatibel sind.
            Allerdings gibt es das in so vielen Bereichen! Deswegen laufen Patente aus.

          • @Brodownik: Aber das legst du doch gerade in den Mund, oder? Hier geht es doch ganz klar, und Lukas schreibt es doch im Update des Artikels auch, um 1:1-Plagiate von Lepin/King. Von alternativen Herstellern, die eigene oder nicht geschützte Steine oder komplett eigene Sets herstellen, war in diesem Thread doch gar nicht die Rede. Ob man diese legalen Hersteller dann in seine Sammlung einfügt, weil sie vielleicht Dinge bedienen, die Lego nicht anbietet, ist dann doch einfach Einzelentscheidung und Geschmackssache.

          • @Brodownik: Das legst du mir hier tatsächlich einfach in den Mund. Ich habe nichts gegen alternative Klemmbausteinhersteller. Ich kaufe sie selber zwar nicht wirklich, aber finde es völlig okay wenn andere das tun.

            Aber ja: Ein Set, dass jemand anders erdacht hat, einfach eins zu eins nachzubauen entspricht nicht meiner persönlichen (!) moralischen Vorstellung, selbst wenn es nur in einer neutralen Plastiktüte ohne irgendein Logo wäre. Das muss aber ja jeder selber für sich selber entscheiden. Aber hier wird ja auch noch das originale Artwork genutzt, was ja schon damals bei LEPIN für Niederlagen vor Gericht gesorgt hat. Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht wirklich, hier hätte man doch aus Selbstschutz einfach anders handeln können, so spielt man dem Kläger (LEGO) doch schon wieder in die Hände…

            Also: Bitte unterstell mir nicht, dass ich was gegen alternative Klemmbausteine hätte. Das stimmt schlicht und einfach nicht. Wenn ich ein größerer Star Trak- oder MOTU-Fan wäre, hätte ich schon lange auch mal in anderen Gefilden gewildert 🙂

          • @Kurth: dann verstehe ich aber deine Antwort auf Nerdis Beitrag nicht.
            Denn das ist das, was er gemeint hat: Wenn ein China Hersteller – egal ob jetzt Lepin oder wer auch immer – einen Shop aufmachen würde, bei dem man – wie bei Bricklink oder Legos Pick a Brick – ganz einfach und günstig Steine kaufen kann und mann damit dann tatsächlich sich ein altes Lego Modell nachbaut, dann ist daran nichts verwerfliches.
            Ansonsten wäre ja auch jeder Rebricker deinen moralischen Denken nach ein Dieb, denn er klaut einfach eine Designidee und baut diese nach:
            „… Ein Set, dass jemand anders erdacht hat, einfach eins zu eins nachzubauen entspricht nicht meiner persönlichen (!) moralischen Vorstellung, …“
            Und das ist das woran ich mich einfach störe. Denn das ist ja der Grundgedanke von Klemmbausteinen. Ansonsten können wir gleich alle zu Playmobil wechseln 😉
            Nichts für ungut.

            PS: Natürlich besteht ein Unterschied zwischen kommerzieller Nutzung bzw. Vertrieb und Privatgebrauch. Es ist nur eben schwierig bzw. ist die Grenze bei Klemmbausteinen fließend zwischen Einzelteilen und Set.
            Ab wann ist ein Set also ein Set. Ein Beutel voller Steine ist für mich persönlich noch kein Set.

          • Wobei man dann auch nicht mit ruhigem Gewissen Generika Medikamente benutzen dürfte. Das ist letztendlich auch eine ganz eindeutige Kopie des Originalrezepts, weil das Patent ausgelaufen ist. Nur weil man sich mal was ausgedacht oder erfunden hat, bedeutet das nicht, dass das auf ewig niemand anderes mehr nachmachen darf. Deswegen laufen Patente eben aus. Was die Lizenzen angeht ist das logischerweise wieder was anderes. Aber weil Lego sich irgendwann mal das Green Grocer ausgedacht hat, schützt sie das nicht für die nächsten 100 Jahre vor Nachahmern!

          • @Brodownik: Ich habe kein Problem mit Einzelteilehandel und meinetwegen sollen sie auch so eine Plattform wie Bricklink aufziehen und den Usern die Chancen geben, Wanted Listen zu importieren und damit Rebricks zu machen. Dann ist doch alles gut. Würde ich persönlich nicht machen, aber sehe ich keine rechtlichen Probleme, wenn die geschützten Teile (Minifiguren, diverse Steine) nicht nachgebaut werden.

            Aber die Steine schon alle zusammenpacken und gezielt als einen Nachbau von etwas verkaufen, finde ich (!) persönlich (! – ich weiß nicht wie häufig ich betonen muss, dass das meine subjektive Einschätzung ist) das nicht cool. Und es wird dann ja noch gezielt per Facebook Ads unter der originalen Setnummer vermarktet und heißt dann plötzlich auch „Star Wars Super Star Destroyer“ oder so. Und da ist nicht nur meine persönliche Einschätzung, sondern auch die Rechtssprechung eindeutig, dass das nicht cool ist.

            Und auch wieder meine persönliche (!) Meinung: Geschäftsmodelle, die nur auf dem Nachbau von schon vorhandenen Dingen bestehen, finde ich langweilig. Da lobe ich mir die anderen Marken, die eigene coole Dinge bauen. Und am meisten sogar die, die gar nicht erst mit LEGO kompatibel sind und ganz eigene Steine rausbringen.

            @Nerdi: Wie häufig soll ich noch sagen, dass ich kein Problem damit habe, wenn jemand Steine nachbaut, deren Patent- und Markenschutz ausgelaufen ist? Ich will die einfach nur nicht kaufen. Und da das mein Blog ist, darf ich das hier auch schreiben. Es gibt ja tolle andere Anlaufstellen, die sich auch mit LEPIN und Co. beschäftigen. Und ein Medikament mit dem Green Grocer von LEGO gleichzustellen finde ich falsch, das sind einfach unterschiedliche Baustellen. Und selbst bei Medikamenten ist die Zusammensetzung nie die exakt gleiche und auch die Verpackung sieht dann anders aus. Wenn LEPIN so toll ist wie es manchmal geredet wird, dann wäre es doch ein leichtes, ein richtig heftiges Modular Building zu entwerfen und das dann zu verkaufen. Oder wenigstens die vorhandenen etwas abzuwandeln.

            Willst du wirklich sagen, dass das für dich keinen Unterschied macht, dass LEPIN nur nachbaut und keine Lizenzgebühren zahlt? Du findest das WIRKLICH moralisch völlig unbedenklich, selbst wenn sie rechtlich in China damit manchmal durchkommen? Ich verstehe ja, wenn Leuten irgendwann der Kragen platzt und man dann zum Nachbau greift, weil das Original wirklich unerschwinglich wird. Aber die meisten Leute haben denke ich zumindest kurzfristig ein schlechtes Gewissen dabei.

          • @Lukas Kurth
            Wie gesagt muss man beim moralischen Thema nach meiner Meinung differenzieren.
            1. Sets mit durchgehend ungeschützten Steinen, ohne Minifiguren oder Anleitungen von Lego und ohne 1:1 Kopie der Box. Moralisch null verwerflich, da aus meiner Sicht legal. Wenn jemand wie Bluebrixx Kiloware Steine anbietet, die Steine alle ungeschützt sind und man daraus „zufällig“ ein Rathaus bauen kann, dann ist das für mich vollkommen ok und ich weiß auch nicht was daran verwerflich sein sollte.
            2. Alte Sets, die von Lego nicht mehr produziert werden. In meine Augen eine Grauzone, da man es natürlich als moralisch verwerflich ansehen kann. Wenn man aber wie ich zu dem Schluss kommt, dass dabei niemand geschädigt wird, finde ich es akzeptabel. Wenn Lego widererwartend das Set neu auflegen würde, würde ich es mir sehr wahrscheinlich dann trotzdem nochmal kaufen, glaubts oder nicht. Also weiterhin kein Schaden erkennbar, zumindest für mich.
            3. Aktuelle Sets die noch normal zu bekommen sind. Da finde ich es nicht nur moralisch, sondern auch rechtlich verwerflich, weil der Hersteller aktiv geschädigt wird. Solche Sets würde ich nicht als Plagiat kaufen. Ich würde auch nicht so eine Milchmädchenrechnung aufmachen nach dem Motto „sobald das Modell vom Markt ist, habe ich endlich die moralische Genehmigung das Set als Plagiat zu kaufen“. Bei mir geht es einzig und alleine um Sets, die rausgekommen sind, bevor ich überhaupt mein Interesse für Lego entdeckt habe. Alles was jetzt rauskommt und mir gefällt, kaufe ich auch jetzt. Der Fall, dass etwas irgendwann vom Markt geht und ich es dann doch noch als Plagiat haben möchte, ist nur ein theoretischer und wird so nicht auftreten!

        • Genauso hat es ja Bluebrixx vor kurzem getan.
          Die sind (auf welchen Wegen auch immer) an ein paar Sätze des Plagiats des modularen Rathauses gekommen, und verkauften die Steine ohne Figuren, Anleitung oder dem Original ähnelnder Verpackung als Kiloware „Architektur“.
          Der sich halbwegs auskennende AFOL hat natürlich anhand der Farben der Steine oder auch an manchen speziellen Teilen sofort das Rathaus erkannt und ordentlich bestellt.
          Ich glaube die Bestände haben keine 10 Minuten gehalten.

          • Ja, und ich finde das persönlich von Bluebrixx im höchsten Maße unanständig. Hat für mich bedeutet, dass ich dort (nach einem Weichen-Testkauf) nichts mehr bestelle. Gegen original erdachte Klemmbausteinsets habe ich grundsätzlich nichts, aber mit so einer Aktion beweist man dann als Händler halt auch, wes Geistes Kind man ist.

          • @ David

            Das ist ja das gleiche mit der Sache mit den Sportwagen von Sembo die Bluebrixx verkauft offen damit kokettierten, einfach Karton und Sticker wegzuwerfen und die Fake Porsche und Ferrari einfach in ihrem neutralen Bluebrixx-Karton zu verkaufen und dann auf rechtlich sichere Seite zu sein ….das war schon sehr sehr dreist so offen in dem Video damit um zu gehen.

            Und solang es Firmen gibt die so damit umgehen und dabei auf hohe Akzeptanz stoßen und der chinessische Markt so mit Europa Geschäfte machen kann …naja.

          • Irgendwie klar, das man sich den nächsten Prügelknaben sucht und drüber herzieht. Wem es nicht passt, soll mit seinem Lego klarkommen und die anderen in Ruhe lassen. Niemand verlangt das ihr günstige Steine kaufen sollte. Wer unpassende Preis- und Kundenpolitik liebt, den kann man nicht vom Gegenteil überzeugen.

        • „wäre die Sache auf einmal nicht mehr so klar.“
          …kommt drauf an. Lego hat neben den Schutz- bzw. Markenrechten auf Verpackung und Minifiguren je nach Region umfangreichen Patentschutz auf diverse Steine. Dazu läuft aktuell ein großes Verfahren.

    • Ja, das die wiederkommen würden, war klar. Auch der Name ist keine wirklich News. Nur das es nun eben auch von hier aus wieder sehr einfach bestellbar ist, ist neu. Und wie die Kartons aussehen, war bisher auch nicht bekannt.

      • Fast jedes Set aus China ist doch einfach bestellbar. Wenn es bei Aliexpress geführt wird, dann ist es auch bestellbar. Die ersten King Sets waren schon vor 1,5 Monaten einfach bestellbar. Anders bestellbar, als direkt aus China sind sie jetzt auch nicht. Einfach bestellbar wäre für mich, wenn sie bei Amazon bestellbar wären.

  5. Die Chinesen können halt nur kopieren… Das ist nicht nur bei Lego so, sondern gefühlt kopieren dir alles, was es so auf der Welt und tollen Sachen gibt.

      • In den Anfängen der Industrialisierung hat DEUTSCHLAND alles aus Großbritanien dreist kopiert, Dampfmaschinen, Geschirr ….etc, etc. Da wurden Agenten aus Preußen nach England geschickt- auch zu Begin der Dampfmaschinen gab es schon Industriespionage Made in Germany und da wären wir ja auch schon beim allseitsbeliebten Qualitätssiegel „Made in Germany“ – das war früher ein Schmäsiegel mad in England, die dies erfanden um deutsche Produkte (Kopien englischer Orginalle) als Minderwärtig zu erfassen und Kunden zu „warnen“

        Man kann sagen, vor 200 Jahren waren WIR das China von heute, sogesehen sollten wir Deutschen doch eigentlich ganz still sein und Chinessen nicht rassistisch zu verunglimpfen 😉

        • Rassismus und Generalisierung gehen gar nicht. Aber Unrecht kann und sollte doch von jedem benannt werden dürfen, gleich welcher Nationalität. „Das haben Menschen in Deinem Land vor 200 Jahren auch mal gemacht, deshalb darfst Du China dafür jetzt nicht kritisieren“ ist ein Scheinargument.

          • Versteh mich nicht falsch, ich finde nicht das das was Lepin tut richtig und gut ist , ich wollte damit nur aussagen, das diese Methoden nicht neu sind und nciht von China erfunden wurde, auch wenn es natürlich übelster Mist ist was da abläuft.

        • In ein paar Jahren sind wir in Europa durch eine abgehobene Politik technisch ohnehin so weit abgehängt, dass wohl WIR wieder zu Kopierern werden.

    • Über diese Phase des plumpen Kopierens sind viele chinesischen Hersteller schon lange hinweg. Inzwischen wird auch vielen nicht nur anders, sondern manchmal auch besser gemacht.

      Ich beschäftige mich relativ ausführlich mit Steinen aus China. Von dort gibt es viele Steine, die es aus Dänemark leider so nicht gibt. Z.B. 2×2-Mauer-Ecksteine oder 1×3 Mauersteine. Auch den 1×1-Stein mit Noppen an zwei nebeneinanderliegenden Seiten oder den 1×3-Jumper mit zwei Noppen gab es lange vor dem „Original“ in China zu kaufen.

    • Du warst schon mal da? Glaube mir, wenn du dir die Entwicklung der chinesischen Industrie und Städte mal anschaust, wird dir angst und bange. Die vernichten uns gerade als Wirtschafts- und Innovationsland und Europa schnallt das nicht mal weil wir hier gerne das Märchen von der technischen Überlegenheit träumen wollen. Die Zeiten das die drüben nur Kopieren können sind längst vorbei. Nur weil sie weiterhin auch illegale Plagiate dort drüben herstellen (nix anders ist LEPIN/King), bedeutet es nicht das China keine Innovationskraft besitzt. Denke in 10 Jahren an meine Worte.

      • Das sehe ich leider genauso. Europa wird gerade sowas von abgehängt. Die USA werden aber früher oder später auf diesen Konkurrenten reagieren. Der Handelskrieg ist erst der Anfang. So oder so, Europa wird in Zukunft nicht mitmischen.

        • Wenn Du dir anguckst, warum die USA erst jetzt reagiert, ist das sie Jahrzehnte offfiziel auf Strafzölle verzichtet haben. Dadurch wurden in den USA fast alle Industriezweige inzwischen von China vernichtet. Die jetzigen Strafzölle kommen da eigentlich schon zu spät…kaum noch etwas zu schützen.
          Die EU Industrie hat bisher nur überlebt, weil es diverse Strafzölle auf Chinaprodukte gibt, um die eigene Wirtschaft zu schützen.
          Da wo es keine Strafzölle gibt, wurden bereits fast alle Europäischen Firmen vernichtet, sehr gut bei Solarkollektoren zu sehen. Die Windkrafthersteller leiden inzwischen auch sehr stark und die ersten mussten aufgeben.

  6. Heil Hydra! Irgendwann heißt es dann „KING is dead, long live the King“ und weiter geht’s mit dem nächsten Kopf.

    Lepin & Co waren für mich nie ein Thema weil ich deren Verfremdung der Namen bei den nachgemachten Lizenzsets (z.B. „STAR WNRS“) absolut bescheuert fand. Für Marvel gab es ja auch eine dämliche Verballhornung und bei den Simpsons (man beachte das Plural-S) ist es genauso. Als Fan eines Franchise werde ich mir doch nicht so einen Mist ins Haus holen. Bei LEGO-Originalen wie dem Cafe Corner wird es schon schwieriger. Wer seine Modular-Reihe vervollständigen will ist natürlich versucht das Ganze finanziell im Rahmen zu halten. Aber trotzdem nein.

    Als es um das Entfernen der geleakten Star Wars Bilder ging wurde ja von manchen Disney als treibende Kraft vermutet. Ist irgendwas bekannt ob Disney als Lizenzgeber auch gegen diese Plagiatoren vorgeht, oder ist LEGO alleine unterwegs? Ich gehe davon aus die Bildnisse von Homer, Bart oder Darth Vader sind doch genauso geschützt wie die Namen der entsprechenden Franchises, sie werden bei den Kopien aber nicht abgewandelt. Da müsste doch auch Mickey den Verantwortlichen mit dem Hintern ins Gesicht springen. Oder ist das Kino-Geschäft in Asien so wichtig dass man keinen Ärger machen will?

    • Hallo zusammen,

      auch bin auch kein Fan von Lepin oder King und würde auch nie etwas dort kaufen und finde es verwerflich.

      Aber mal hier ein ganz andere Sicht:
      jemand der nicht viel Ahnung von LEGO hat und sich LEGO kaufen möchte, stöbert in verschiedenen Fan Foren und liest von vielen AFOL (auch hier im Forum) wie teuer wieder das Set A oder B von Lego ist und das es dies nicht wert ist. Wir kennen alle das Gejammer in den Foren (nicht nur hier).
      Und wenn dann dieser ahnungslose Neuling das ganze Gemotze über überteuerte Preise liest und sich daraufhin entscheidet ein gleiches Produkt für 1/3 des Preises zu kaufen.

      Das könnte auch logisch sein und vielleicht tragen viele Lego Nörgler auch dazu bei dass sich Leute bei Plagaiatsfirmen bedienen.

      Auch wir (oder einige der AFOL) sind Teil des Problems. Würde alle von Lego und den Preisen schwärmen gäbe es keinen Grund irgendwo anders zu kaufen.

      Wenn ich überall lese, dass der lego Bugatti mit 370,-€ viel zu teuer und schieße ist…dann kaufe ich ihn doch nur für 100 (geschätzt) bei lepin.

      Wie gesagt, nicht ich mache es so, kann mir aber vorstellen dass unerfahrene so denken.
      Lg

      • Wieso sollte jemand, der liest, dass der Bugatti scheiße ist, ihn überhaupt kaufen wollen? Wenn ich über Steuern schimpfe, bin dann ich Schuld, dass es Steuerhinterzieher gibt? Deine Argumentation finde ich schon etwas abenteuerlich.

      • Also soll ich nicht mehr über die überteuerten Preise von Lego nörgeln, damit einer der keine Ahnung hat das Plagiat nicht kauft sondern lieber die das überteuerte Set von Lego?

        Also soll ich z.B. von dem lächerliche UVP von 230€ für den 4×4 Technik Geländewagen schwärmen, obwohl ich den Preis dafür mehr als lächerlich finde?

        Entschuldigung aber das ist ja wohl mehr als lachhaft mit so eine Begründung den „Nörgler“ hier den Mund verbieten zu wollen, weil sie damit Verkäufe von Palgiante unterstützen. Viel besser wäre es wenn Lego nicht solch lächerliche Preise aufrufen würde, und damit die „unwissenden“ in die Arme der Plagiathersteller treiben täte 🙂

  7. Das Plagiate sind aus meiner Sicht nicht akzeptabel. Allerdings sehe ich in dem Markt für diese Set noch etwas anderes. Es scheint viele Leute zu geben, die gerne alte Sets hätten, aber nicht bereit sind, den „Sammlerpreis“ zu bezahlen. Dafür aber bereit sind Kompromisse einzugehen. Heute greifen diese mitunter zum Plagiat.

    Vielleicht schafft es Lego ja irgendwann, viele Sets „ewig“ anzubieten. Aus Ersatzteilen, in neutralem Karton, ggf. mit neutralen Figuren und Aufklebern aus dem Farbdrucker. Anleitung sowieso nur als PDF, wie bereits verfügbar. Vielleicht sogar einzelne „Sonderteile“ aus dem 3D-Drucker. Wenn so etwas nicht mehr als das 1,5 Fache der UVP kosten würde, wären sicher viele bereit diesen Preis zu bezahlen.

    • Keine Ahnung was LEPIN hauptsächlich umsetzt, also welche Sets. Ich finde LEPIN erst an Stellen verlockend, wo ich viel Geld sparen könnte. Ein 30 Euro Set für 15 kaufen? Dafür lohnt der Ärger nicht. Z.B. war mir das Ghost Busters Hauptquartier bei Lego zu teuer. Bei Lepin gab das für 80 Euro, statt 300? Ich habe es nicht gekauft, weil es halt ein illegales Plagiat ist. Mein Punkt ist aber, dass ich dieses Set, oder den Helicarrier nicht zum original Preis kaufen will, schon gar nicht in 5 Jahren für das doppelte. Das Preis/Leistungsverhältnis stimmt einfach nicht. Was natürlich keine Rechtfertigung ist, ein Plagiat zu kaufen. Mir ist ehrlich gesagt durch die hohen Preise ein bisschen die Lust vergangen, weil ich bei jedem Set überlege ob es das Wert ist. Leider war oft die Antwort „Nein“.

    • Lego müsste nur mal den Schritt wagen die erfolgreichsten Plagiate wieder selbst zu einem realistischen Preis anzubieten. Mal schauen, was dann passiert, ob diese weg gehen wie warme Semmeln oder nicht. Ich würde immer das Original bevorzugen. Aber wenn sie es bei bestimmten Sets nicht auf die Reihe kriegen, ich denke an das Republic Dropship mit dem AT-OT, dann kann ich mir vorstellen, dass mancher notgedrungen zum Plagiat greift. Für die horrenden Sammlerpreise habe ich auch überhaupt kein Verständnis. Das ist Wucher bei Kinderspielzeug. Lego stellt für mich keine Wertanlage dar. Lego hat es also selbst in der Hand und soll nicht rumjammern.

      • Ich halte deinen Vorschlage zwar für komplett unrealistisch, möchte mich gerne auf das Gedankenspiel einlassen.

        Ich stelle mir die Frage, was sind denn die erfolgreichsten Plagiate?
        Was ist denn ein realistischer Preis?
        Wie oft willst du denn Sets wiederholen? Die StarWars-Fans meckern ja jetzt schon.
        Wie willst du das organisatorisch Handhaben?
        Wie willst du vermeiden dass der Markenname „LEGO“ davon Schaden nimmt?

        Ich bin gespannt.

        • 1. die mit den höchsten Preissteigerungen
          2. der UVP
          3. jedes Set alle 5-10 Jahre für 1-2 Wochen online anbieten, sollte ausreichen, um den Zweitmarkt plattzumachen
          4. Aufftragsfertigung. Das dauert dann 1-2 Monate bis das Set kommt, aber was Bricklink kann, sollte Lego auch möglich sein
          5. Der Markenname nimmt dadurch keinen Schaden, nur das Markenimage, dass besagt, dass alles von Lego irgendwann zu einer teuren Rarität wird. Davon müsste man sich dann verabschieden. Aber leidet das Markenimage durch extrem billige Chinakopien noch viel mehr?!

          • Was die Leute alles von LEGO verlangen, was bei KEINEM anderen Hersteller üblich ist, ist einfach Wahnsinn. Wer fragt denn bei Mercedes nach, einen Oldtimer einfach nochmal neu aufzulegen? Oder bei anderen Spielzeugherstellern die alten 80er Jahre Toys wieder neu zu machen? Oder bei Nintendo, einfach nochmal die alten Zelda Teile für den SNES rauszubringen?

            Niemand. Weil es einfach unrealistisch ist und kein vernünftiger Hersteller Kapazitäten bindet, um unrentable Kleinstmengen für Sammler neu aufzulegen und sich seine Produktion komplett zu fragmentieren. Alles was es gibt, sind Re-Releases in seltenen Abständen, wie LEGO es ja auch schon macht. Und, macht das den Zweitmarkt kaputt? Keinesfalls. Das alte Taj Mahal geht immer noch für teilweise weit über 500,- Euro über die Theke, weil es scheinbar genug Leute gibt, denen die unterschiedliche Setnummer oder der fehlende Steinetrenner wichtig ist…

          • Grundsätzlich sehe ich es so wie Lukas, dennoch bleibt die Tatsache, dass da eine gewisse Nachfrage nach alten Sets besteht. Nintendo ist ein schlechtes Beispiel, haben die doch den Retro-Nintendo auf den Markt gebracht. Für Lego scheint es nicht rentabel, diese Nische mit alten Sets zu bedienen. Das ist das Grundproblem, für das es keine „erbauliche“ Lösung gibt.

          • @Lukas Kurth
            Sagt dir die Firma Games Workshop etwas? Das ist jetzt auch nicht gerade eine kleine Klitsche und die machen genau das. Da werden alte, seltene und längst vergriffene Modelle in regelmäßigen Abständen als Auftragsfertigung angeboten. Vielleicht nicht aus den 80ern aber aus Anfang 2000. Und wenn Bricklink Auftragsfertigung anbieten kann (ich geh jetzt mal nicht davon aus, dass bei denen am Ende nichts übrigbleibt), dann kann Lego selbst das sicher auch.
            Fakt ist einfach mal, dass Lego das gar nicht will, weil sie Markenimage und Gewinnmaximierung wesentlich höher bewerten als Kundenfreundlichkeit!

          • Ja, ich bin selber ehemaliger Games Workshop Hobbyist, daher sagt mir das was. Nur in deren Community kam mir das nie so vor, dass die als Beispiel für Kundenfreundlichkeit galten, da haben irgendwie genau so alle nur geschimpft und haben ihre Farben und Figuren gerne woanders gekauft 😉

            Ich glaube ehrlich gesagt unterschätzt du den logistischen Aufwand, der hinter einer solchen Auftragsfertigung steht. Das hat auch Bricklink getan und bekommt dafür gerade die Quittungen. Und nein, ich glaube bei denen bleibt nicht viel übrig, außer massenweise unzufriedene Kunden. Wenn LEGO das machen würde wären die Preise extrem hoch, da man natürlich auf die übliche Gewinnmarge nicht verzichten will, so dass sich auch wieder alle beschweren würden. Und ja, natürlich ist LEGO Gewinn wichtiger als der Kunde. Das ist leider bei vielen (oder fast allen) großen Unternehmen so. Das kann man natürlich ruhig kacke finden. Aber glaub bitte nicht, das LEPIN oder anderen Klemmbaustein-Herstellern die Kunden achso wichtig wären und das man dort aus altruistischen Motiven die LEGO Sets reproduziert.

            Und wenn LEGO das Image des „bei uns wird alles ein wertvolles Sammlerstück“ wirklich wichtig wäre, würden sie ja nicht das Taj Mahal und andere Sets nochmal neu rausbringen. Denen ist der Zweitmarkt völlig egal. Und außerdem hat der Zweitmarkt keinerlei Einfluss darauf, wie gut sich ein Set verkauft: Das Taj Mahal war lange ein unfassbar überteuertes Sammlerstück. Und verkauft es sich deshalb jetzt gut? Mitnichten, das Set liegt in den Stores wie Blei in den Regalen.

          • Vor einigen Jahren gab es ja schon ähnliches bei Lego. Teilelisten von Modellen, die mit dem Lego Digital Designer kreiert wurden, konnte man hochladen und bekam ein fertig konfektioniertes Tütchen.
            Auch jetzt kann man Einzelsteine kaufen. Letztendlich ist jedes Modell ja auch nur eine Zusammenstellung aus diesen.
            Und man sowas vorfinanzieren könnte, hat ja Lego selber schon mit Forma und Bricklink mit dem Designer Program gezeigt.

            Möglichkeiten so was zu machen gibt es also schon.

          • @Lukas Kurth

            Dass sich solche Sets wie das Taj Mahal schlecht verkaufen liegt ja daran, dass man es als normales Set mit dem normalen Zyklus wiederauflegt. Das sieht man beim Y-Wing ja gerade auch. Heiß erwartet, aber der Markt ist schnell gesättigt. Deswegen macht sowas nur Sinn, wenn man es zeitlich stark begrenzt. Und man sollte auch nicht unterschätzen, dass man durch das zeitlich sehr stark begrenzte Angebot den Druck auf den Kunden extrem erhöht nach dem Motto „Kauf es diese Woche oder dann ist es erstmal wieder weg, vielleicht für immer“. Und Lego könnte es exklusiv bei sich im Onlineshop vertreiben (ok, dafür müsste Lego erstmal 1-2 Leute einstellen, die wissen wie man einen Onlineshop einrichtet…) und alle müssen zum UVP kaufen oder es ist wieder weg.
            Logistisch ist das alles überschaubar, ist ja nicht so, dass Lego eine neue Fertigungslinie für ein Auto mit 10.000 verschiedenen Teilen, die alle nicht mehr hergestellt werden neu aufbauen müsste, um mal in deinem Oldtimer Beispiel zu bleiben.
            Wenn die chinesischen Anbieter sowas kurzfristig aufbauen können, kann Lego das dann nicht?! Und auch das Margenthema sehe ich nicht. Durch den Direktvertrieb an den Kunden dürften die Margen sehr gut sein.
            Aber darum geht es nicht, sondern zu 90 % geht es Lego um sein Markenimage. Man mag den Held der Steine mögen oder nicht, aber dass bei Lego das Marketing die Kontrolle hat, ist ziemlich eindeutig!

          • @nerdi
            „Deswegen macht sowas nur Sinn, wenn man es zeitlich stark begrenzt.“
            30.August 09:26
            „Aber solange Lego eine künstliche Verknappung betreibt, dürfen sie sich auch nicht wundern“ 29.August 22:20

            du weißt auch nicht was du willst. du verurteilst eine künstliche Verknappung und schlägst sie selber vor.

          • und auch hier vermischt du Sachen die nichts miteinander zu tun haben. Das eine ist die grundsätzliche Verknappung durch Lego, weil alles irgendwann vom Markt verschwindet und zu 95-98% nicht wiederkommen wird und das andere ist eine Beschreibung wie man es aufziehen müsste, damit eine Auftragsfertigung, die ja die künstliche Verknappung zumindest teilweise auflösen würde, für Lego wirtschaftlich Sinn macht!

          • Ich denke ich habs eingehend erklärt, wenn du es nicht verstehst oder verstehen willst, dann ist das für mich auch ok.

    • Das fordern immer mal wieder Leute, wenn die Lepin-Diskussion aufkommt. Dieselben Leute ergehen sich aber auch in Weltschmerz, wenn Lego zum dritten Mal in fünf Jahren einen Millenium Falcon herausbringt. Ich raff’s nicht – Lego bringt das gleiche Set quasi dauerhaft, verbessert es nur von Auflage zu Auflage geringfügig – was ja Sinn macht – und wird dafür massiv angefeindet, weil sie nicht stattdessen mal „was neues“ rausbringen (vorzugsweise etwas obskures aus irgendeiner nebensächlichen Zeichentrickserie, die nie im Mainstream angekommen ist). Wenn ich Lego wäre, würde ich auch die Hände in die Luft werfen, erklären, dass der Fanwille unergründbar ist, und meinen eigenen Stiefel durchziehen.

      • Der eigentliche Gag ist ja, dass es das „obskure aus irgendeiner nebensächlichen Zeichentrickserie“ vermutlich schon von einem Anbieter kompatibler Steine gibt. Dafür müsste man nicht auf Lego warten.

  8. Ich persönlich sehe keinen Unterschied zwischen Lepin/King und den Fälschern anderer Konsumgüter wie z.B. Handtaschen oder Sonnenbrillen. Beim Plagiieren geht es fast immer um Statussymbole. Ich habe nie verstanden, warum sich jemand lieber eine gefälschte Gucci-Tasche umhängt als eine ähnlich günstige, ebenso schöne Tasche eines No-Name Herstellers. Dasselbe gilt für Klemmbaustein-Plagiate: Warum lieber ein gefälschtes Set kaufen, das ich mir Original nicht leisten kann, als ein anderes Set, das mir auch gut gefällt und im Budget liegt? Oder ich mache mir die Mühe und re-bricke das Ganze zu einem bezahlbaren Preis (z.B. indem ich mit kleinen Modifikationen die teuersten Teile eliminiere), auch wenn es vielleicht dauert, bis man alles zusammen hat – der Stolz und die Zufriedenheit sind dann doch viel größer und nachhaltiger!
    Aber solange es einen Markt gibt, wird es immer auch ein Angebot geben, ganz gleich, was LEGO unternimmt. Davon können andere Branchen ein Lied singen.
    Das Argument „Ich bin Sammler und will Reihe XY vollständig haben“ zieht übrigens m.E. auch nicht, ein Briefmarkensammler steckt sich doch auch keine Farbkopie der blauen Mauritius ins Album, oder?

  9. Es ist doch im Endeffekt so: Lepin/King wird es wohl immer geben. Anderer Name, selbes Geschäft. Von daher ist die Diskussion hier eigentlich „unnötig“ (ich finde sie dennoch gut, bitte nicht falsch verstehen), es wird immer Wege für Lepin/King/Nächester neue Name geben und immer einen Markt dafür.

  10. Die sollten einfach auf das Bild und die Anleitung verzichten.
    Nur die Setnummer drauf und fertig!
    Anleitung kann man ja bei Lego Downloaden.
    Dann könnte Lego nichts dagegen machen.
    Bei Lizenzsets ist das natürlich nicht so einfach.

  11. Wenn man seine Steinchen später für andere Sachen verwenden will, sind solche Anbieter eh keine Option. Da bin ich dann schon so ziemlich Purist. Bei geplagten Zugfans würd ich allerdings das eine oder andere Äuglein zudrücken.

    Das hier ist immerhin so deutlich anders, dass Käufer sich nicht hinter dem Argument verstecken können, sie hätten da versehentlich zugegriffen, weil alles ähnlich aussieht.

    • Ich war früher auch Purist, aber dann hab ich mal bei Q-Bricks ein paar Beutel Fliesen und graue Steine für eine Burg (!) bestellt. Seither lebe ich entspannter.

  12. Hmm…. wieso soll ich mir, als Verbraucher, Gedanken machen. Ich suche meine Baukästen nach verschieden Kriterien aus. Wenn ich etwas in Europa bestelle, muss es doch OK sein sonst hätten es die Rechteinhaber doch unterbunden. Und wenn es da Webseiten gibt, welche meinen damit Klicks zu generieren sage ich mir: Nicht widersprechen es gehört zur Therapie!

  13. Mir hat mal jemand geraten Lepin zu kaufen, als ich gesagt habe, dass ich ein bestimmtes Set unbedingt mal bauen will, es mir aber zum Kaufen zu teuer ist. Eine halbe Sekunde habe ich gestockt, um mich dann zu ärgern, dass es die Option (und den geistigen Diebstahl, der damit verbunden ist) überhaupt gibt.
    Ich werde jetzt wohl mal ein Abo bei so einer Lego-Mietfirma abschließen – dann muss ich die Sets nicht kaufen (und lagern) und kann auch vergriffene Sets mal aufbauen. Leider haben die nicht alle Modulhäuser, und einen Verleih mit Ninjago City hab ich auch noch nicht gefunden …

    Falls einer Tipps hat, welche Firma gut ist – oder Erfahrungsberichte – würd‘ ich mich freuen.

  14. ob es in europa käufer gibt für die plagiate dürfte weder für lepin/king noch für lego wirklich relevant sein. da müssen sich afols/afobs hierzulande einfach auch nicht zu wichtig nehmen und glauben, dass ihr kaufverhalten auch nur im geringsten einfluss darauf hat was in china abgeht. lepin/king ist ja nicht doof, möchten sie den europäisichen markt mit diesen plagiaten fluten, würden sie sich die neuen verpackungen etc. eh gleich schenken. was dann gewiefte händler daraus machen welche sich auf den export spezialisiert haben steht auf ’nem anderen blatt.
    denke letztendlich geht um den asiatischen markt, wo eben original lego neben verwechselbaren plagiaten in reih und glied in den geschäften stehen/standen. da hat jetzt king eben „nachgebessert“, alles andere bleibt wie gehabt bis lego wieder abklopft.
    die grosse masse von menschen im asiatischen raum bestimmen letztendlich ob und für was ein markt vorhanden ist und da diese ja in sachen „kopieren“ bekanntlich etwas anders gepolt sind, ist das wohl für lego ein kampf gegen windmühlen. just my 2 cents.

  15. Surprise Surprise ;-P

    Ganz ehrlich, wen das auch nur ansatzweise überrascht, der läuft ziemlich naiv durchs Leben. Das ist China…Schlägt man einen Kopf ab, wächst irgendwo anders der gleiche nach.
    Lego ist aber zu guten Teilen auch selbst Schuld. Wenn man davon abgehen würde alte Modelle dauerhaft und für immer aus dem Sortiment zu nehmen, könnte man den Chinesen zumindest bei den extrem überteuerten älteren Sammlerstücken das Wasser abgraben. Einfach alle 3 Monate ein extrem überteuertes altes Sammlermodell zum normalen UVP in Polybags als Auftragsfertigung anbieten und ich bin mir sicher, dass viele, die sich für die Kopien interessieren, sich eher für das Original entscheiden.
    Ich habe z.B. den uralten Star Wars UCS Interceptor als Kopie. Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, dass man für so ein Modell 300-400 Euro hinlegen soll, nur weil es zu wenig Angebot auf dem Markt gibt und damit sich ein paar Scalper sich die Taschen vollmachen können.
    Aber solange Lego eine künstliche Verknappung betreibt, dürfen sie sich auch nicht wundern, wenn andere versuchen diese Nachfrage (wenn auch mit illegalen Mittel) zu befriedigen. Und es gibt nunmal nicht in jedem Land der Erde Gesetze, die Markenrechte entsprechend schützen.

    • Warum sollte Lego alte Sets ewig am Markt halten? Die würden ja dann mit den neuen Sets konkurrieren. Es gibt jetzt schon super viele Sets gleichzeitig Markt. Sich damit rausreden, dass die alten zu teuer sind, ist meiner Meinung nach falsch. Einfach Pech gehabt, wenn man’s damals verpasst hat…

    • Natürlich ist Lego Schuld. Wer sonst kauft das Zeug?

      Blödsinn. Die Entscheidung zum Plagiatskauf triff jeder für sich. Oft ist Motivation der Preis. Warum kommt eigentlich keiner auf die Idee die Sets nachzubauen?

      Wie ich lese geht es dir nur um die „überteuerten“ Sammlermodelle. Ist da etwa Eigennutz dahinter? Weiter vorne in den Kommentaren schreibst du, es „sollte ausreichen, um den Zweitmarkt plattzumachen“. (Feine Wortwahl!)

      Wie gut die Idee funktioniert, ist am Drachenboot zu sehen. Alle Welt wollte das Asien-Exclusive haben und jetzt..?
      Das Set ist im Lego-Store ein Ladenhüter. Warum sollte Lego mit diesen Erfahrungen alte, verstaubte Sammlermodelle neu auflegen?

      „Aber solange Lego eine künstliche Verknappung betreibt..“
      Das machen viele Unternehmen. Deswegen ist Volljährigkeit für die uneingeschränkte Teilnahme am Geschäftsverkehr notwendig.

      • Schon mal versucht ein extrem seltenes Set nachzubauen?! Das nimmt sich vom Preis nur sehr wenig im vergleich zum direkten Kauf des Sammlermodells.
        Eigennutz?! Weil Lego bald genau das macht, was ich in die Kommentarspalte eines Blogs schreibe oder was?
        Das Drachenboot hat das gleiche Problem wie die Wiederauflagen, nämlich eine deutlich kleinere Zielgruppe, die aber gewillt ist einen guten Preis zu bezahlen. Wenn du dann das Set in dem normalen Zyklus rausbringst, ist der Markt schnell gesättigt und der Rest verschimmelt in den Regalen. Mit Auftragsfertigungen umgeht man sowas, weil man nur das produziert, was auch wirklich bestellt wurde.
        Was dein letzter Absatz bezwecken soll, außer dass es vielleicht ein lächerlicher Versuch der Provokation ist, erschließt sich mir nicht…

        • Du wunderst dich, dass ein extrem seltenes Set bzw. dessen Nachbau teuer ist? Nicht dein ernst.

          Nach der Logik müsste jede Firma Raritäten als Auftragsarbeit nachproduzieren.
          Warum fällt es dir schwer zu akzeptierern, dass Lego das nicht macht?

          „Weil Lego bald genau das macht, was ich in die Kommentarspalte eines Blogs schreibe oder was?“
          Wenn das so ist, warum deine Aufregung?

          • Keine Aufregung…nennt sich Forum…musst ja nichts schreiben. Ansonsten weiterhin viel Spaß bei was auch immer…

  16. Was steht denn eigentlich bei den jetzt auf den Noppen, King oder wie bei Mega Construx gar nichts?
    Ich hatte von Lepin/King noch nie ein Set oder will es jemals haben, ist nur interessant mal zu wissen.

    • @Holger, aber die Steine von MegaConstrux haben ein Product Branding, bei den alten steht MegaBloks und bei den neuen nur noch Mega…zwar nicht auf den Noppen, sondern dazwischen.

  17. So lange sich an der Plagiats-Mentalität in China nichts ändern wird bzw. die Regierung nicht ernsthaft dagegen vorgeht (was sie nicht tun wird, weil sie das vermutlich gar nicht kontrollieren kann und aus wirtschaftlichen Gründen nicht will) wird es immer „Lepin“ geben.

      • Angebot und Nachfrage….gäbe es keine Nachfrage, gäbe es kein Angebot. Die Frage ist warum es die Nachfrage gibt und daran trägt Lego selbst ne Menge Mitschuld…

          • @Kallego:
            Eben. Lego kann halt nicht alle coolen Sets bis Sankt-Nimmerlein anbieten. Das ging vielleicht früher in den 80ern, als die Produktpalette erheblich kleiner war.

            Somit müsste man auch andere Unternehmen, wie es Lukas oben schon so schön beschrieben hat, mit einer Art Mitschuld an den Pranger stellen, weil sie bestimmte Produkte nicht mehr anbieten und diese dann als Fälschungen auf diversen dunklen Märkten zu finden sind.

            Mein Vater hatte früher einen schönen VW Karmann-Ghia Typ 14, den selbst ich heute gerne noch fahren würde. Geiles Auto! Allerdings baut den VW heute „leider“ nicht mehr. Trotzdem kann man VW deswegen keinerlei Mitschuld bezichtigen, wenn ein anderes Unternehmen das Auto dreist kopieren würde – ohne Lizenz von VW. Daher haben originalgetreue Oldtimer (bzw. Produkte) eben ihren (Sammler)-Wert.

          • Warum vergleichen hier eigentlich alle die Herstellung von Autos mit im Spritzgussverfahren hergestellten Plastikklötzchen?! Oder findet ihr ernsthaft, dass das auch nur halbwegs vergleichbar ist? Ein Hersteller von Handyhüllen macht auch nicht das gleiche wie Airbus…

          • @Nerdi: Weil das Beispiel Auto halt oben gefallen ist. Dieselbe Denke kann man auch mit anderen (simpleren) Produkten durchspielen. Vom Dänischen Bettenlager gibt es auch nicht mehr die coolen Cube-Boxen in schwarz. Davon hätte ich gern auch noch welche.
            Auch für ein, in deinen Augen simples Verfahren wie Spritzguss, müssen Fertigungslinien eingestellt und die Logistik bereitgestellt werden.

          • „in deinen Augen simples Verfahren wie Spritzguss“?! Ok, wenn du Spritzgussverfahren als herausfordernd ansiehst, brauchen wir eigentlich nicht weiter reden. Ich weiß ja nicht, ob du Spritzgussverfahren schon mal live beobachten durftest, aber dazu gibt es bestimmt irgendwelche YouTube Videos. Schau dir einfach mal an wie „herausfordernd“ das ist. Die Logistik-Herausforderung ist auch überschaubar…ist ja nicht so, dass Lego das erste Mal mit der Herstellung von Klemmbausteinen beginnt… aber jeder wie er meint.
            Letztendlich geht es nur um Produkte, die sich einfach reproduzieren lassen und für die eine relativ hohe Nachfrage weiterhin besteht. Irgendwelche Sachen vom Dänischen Bettenlager gehören sicherlich nicht dazu…

          • Die Formen sollten doch aber bei früher produzierten Modellen bereits vorhanden sein oder meinst du nicht? Und einfache Klötzchen sehe ich jetzt auch grundsätzlich nicht als so herausfordernd. Wie gesagt, die ollen Chinaklitschen bekommen das doch auch problemlos hin.

          • Ich hab doch schon geschrieben, dass ich den Star Wars UCS Interceptor hab. 30$ inkl. Porto gegenüber 300-400 Euro sind halt ne Ansage. Für mich wird Lego dadurch nicht geschädigt, da Lego selbst das Set nicht mehr anbietet und ich deswegen auch nicht weniger Lego kaufe, Sammler werden auch nicht geschädigt, weil ich das set nicht weiterverkaufen kann / werde, und wenn irgendein Skalper dadurch geschädigt werden würde (was er nicht wird, da ich das set für diesen Irrsinnspreis nicht gekauft hätte), dann wäre es mit ehrlich gesagt auch komplett egal. Die ethische/ moralische Diskussion überlasse ich anderen. Bei vergriffenen Sets sehe ich nicht wirklich das Problem, bei aktuellen Sets ist die Situation eine ganz andere.

          • @nerdi
            und wie würdest du die situation beurteilen, wenn Lego das von dir gekaufte Set nochmal auf den Markt bringen will?

            Nach deinen Verständnis ist es okay, die saturn v ab januar in china zu ordern?

            Sieht du das in deinen onlinehandel auch so?

        • Und worin liegt die Mitschuld? Dass sie ihre Produkte teuerer verkaufen als ein Plagiateur?

          Ich finde übrigens die Plagiate unfassbar teuer. Man bezahlt bei Lego ja nicht den Herstellungspreis der Steine sondern man bezahlt auch die ganze Entwicklung mit, dazu die Lizenzen, Marketing, Zwischenhandel, Steuern, Zoll und viele weitere Kosten, die beim Plagiat einfach nicht vorhanden sind, wenn man dieses direkt aus China bestellt und es „geschickt“ anstellt. Dafür ist ca. 1/3 des Originalpreises verdammt viel.

        • Mitschuld, weil Lego die Möglichkeit hätte die Nachfrage größtenteils selbst zu befriedigen, darauf aber bewusst verzichtet, um sein Markenimage nicht zu beschädigen. Daher befriedigen andere diese Nachfrage, sei es auf legalem Weg über Bricklink Händler oder auf illegalem Weg über chinesische Hersteller von Plagiaten.

          • Wie sollen sie die Nachfrage nach alten Sets selbst befriedigen?

            Mal eben online bei Kaufhof geschaut, weil die da einen netten Zähler haben, in den Klammern die Zahlen der Sets. Dazu kommt noch, was Lego-Exklusiv ist…:

            Ninjago (58)
            City (57)
            Duplo (44)
            Friends (44)
            Star Wars (39)
            Creator (30)
            Technic (27)
            The LEGO Movie™ 2 (18)
            Marvel Super Heroes (15)
            Harry Potter™ (14)
            Minecraft (14)
            Classic (12)
            ARCHITECTURE (11)
            Disney (11)
            Juniors (10)
            Speed Champions (10)
            DC Super Heroes (8)
            Hidden Side (8)
            Jurassic World (8)
            Overwatch (6)
            Ideas (2)
            Batman Movie (1)
            Mindstorms (1)
            Minifiguren (1)
            Paw Patrol (1)

            Wieviele alte Sets soll Lego da noch anbieten?

            Die Plagiateure sind schlichtweg Rosinenpicker.

          • Du bist doch ein erwachsener Mensch mit eigenen Willen. Wie kann Lego eine Mitschuld haben? Hat Lego die Bestellung für dich aufgegeben?
            Das ist ganz allein deine bewußte Entscheidung, die du aus finanzieller Überlegung getroffen hast.

          • Ich finde du mischt hier einiges durcheinander. Lego hat eine Mitschuld an der Situation, weil Lego sie mitverursacht. Es geht hier nicht um einer rechtliche Schuld, sondern wer die Situation verursacht. Für die bestehende Situation, dass es eine Nachfrage nach alten Sets gibt, für die es kein echtes Angebot mehr gibt, dafür ist Lego durch sein Verhalten mitverantwortlich.

          • @nerdi
            Ich habe nicht von rechtlicher Schuld gesprochen.

            „Lego hat eine Mitschuld an der Situation, weil Lego sie mitverursacht.“
            Lego ist nicht verantwortlich für die Nachfrage am Zweitmarkt und Lego ist erst recht nicht verantwortlich für die gezahlten Preise.

            Die hohen Preise mögen abschrecken, aber die Entscheidung ein billiges Plagiat zu kaufen, triffst DU ganz alleine. Du könntest dich auch dafür entscheiden einfach gar nichts zu kaufen. Das machst du aber nicht. Du willst UNBEDINGT das Set haben.
            Also schieb bitte nicht die Verantwrotung auf Lego. Es ist DEINE Entscheidug.

          • Ich finde es irgendwie amüsant, dass sich so viele über Lepin/ King aufregen. Für mich als Endkunden kann das doch komplett egal sein. Das Lego dagegen vorgeht und auch Recht bekommt ist völlig logisch. Für mich wäre es nur ein Problem, wenn ich Lego kaufe (und die horrenden Preise bezahle) und dann ein Fremdprodukt bekomme.
            Moralisch finde ich die Nachbauten in Ordnung. Wir reden hier ja nur über eine bestimmte Art Steine zu stapeln.
            Ich kann mir ja auch nicht meine Sandburg schützen lassen. Oder meinen Schrank. Oder mein Stickbild. Eine Bauanleitung ist für mich moralisch grundsätzlich public domain.
            Und wenn man das mal grob überschlägt liegen die Designkosten bei Lego wahrscheinlich im Bereich 20cent pro Set.
            Ich persönlich baue meine Sets auch nur kurz auf, lass die ein paar Tagen stehen und schlachte die dann aus (Verpackung und Minifiguren gehen zum Wertstoffhof). Ich hab noch nie verstanden, warum manche die aufgebaut in eine Vitrine stellen. Da würde ich definitiv zum Modellbau greifen.
            Von daher interessiert mich vor allem wie viele interessante Steine ich für mein Geld bekomme. Daher wäre King theoretisch interessant. Praktisch greife ich aber nur bei Sets zu, die ich normal in Deutschland kaufen kann (meistens Xingbao, Wange, Q-Bricks und ab 6cent pro Teil zu Lego, wenn ich genug brauchbare Farben bekomme)

          • @Fenrir, du gibst Minifiguren in die Wertstofftonne?! Du, ich nehme dir die gern gegen Erstattung von Versand und Verpackung ab!

  18. Ich bin von LEGO überzeugt und auch bereit etwas mehr für die Qualität und Passgenauigkeit zu zahlen. Wenn mir ein Set zu teuer ist verzichte ich drauf, man kann eben nicht alles haben (hab ich mal so gehört 🙂).
    Allerdings habe ich vor kurzem auch mal runde Grundplatten eines anderen Herstellers gekauft, da es die bei LEGO einfach nicht gibt. Die sehen ebenfalls gut aus und passen problemlos mit den angebauten LEGO-Elementen zusammen.

    Dass Lepin / King allerdings derart dreiste, nahezu 1:1 Kopien verkauft geht überhaupt nicht. Das Problem ist aber nicht nur das kopieren, sondern auch die Qualität. Auf allen Bildern von Lepin Produkten die ich schon gesehen habe, stehen Teile in die verschiedensten Richtungen ab, was wohl nicht für die Materialqualität spricht. Wenn man das akzeptieren würde, könnte man die Modelle ja noch als „Ausstellungsstück“ betrachten. Was aber wenn jemand die Steine wirklich als Spielzeug für seine Kinder kauft? Wenn hier einfach LEGO Sets kopiert werden, wird wahrscheinlich das CE-Zeichen gleich mitkopiert. Ob das verwendete Material gesundheitlich unbedenklich ist weiß dann natürlich niemand.
    Mit einem kompletten Verbot seitens der chinesischen Regierung ist, wie schon öfter gesagt, aber nicht zu rechnen. Da kann man nur hoffen, dass der deutsche Zoll hier wirklich gründlich arbeitet.

    • PS
      Dass LEGO selbst alte Sets nicht als Teile-Set verkauft kann ich übrigens gut verstehen. Da wahrscheinlich jeder ein anderes Set haben wollte, wäre das ein logistischer Albtraum und würde zu Preisen führen, über die auch wieder jeder meckern würde. Was ich mit vorstellen könnte wäre, dass man z.B. einmal im Jahr ein Set wiederveröffentlicht, über das die Kunden selbst abstimmen können.

  19. Naja Lego könnte ja eine Art Legacy Collection einführen. Man kann alte Sets bestellen, z.B. ohne Karton und Anleitung (die dann nur Online) und muss ggf. etwas länger warten, bis dieses Set bzw die Teile wieder im Produktionslauf ist. So wären beide Seiten glücklich.

    Mal am Rande: Die Steine von Lepin/King sind mittlerweile echt von sehr guter Qualität. Ich würde sogar behaupten, dass der Laie bei normalen Steinen, so gut wie keinen Unterschied feststelllen wird.

    • Genau das was ich sage: kurze Zeit anbieten, zum UVP, nur Direktvertrieb, im Polybag ohne Box und als reine Auftragsfertigung, also vorab bezahlen und dann nach Produktion 1-2 Monate später geliefert bekommen.
      Das ist alles problemlos machbar, man muss es nur wollen. Aber Lego möchte das aus Prinzip nicht!

  20. Ich bin schon komplett pingelig, was das Vermischen von verschiedenen Lego-Themen anbelangt. Was nicht zu 200% zusammenpasst, wird bei mir auch nicht vermengt. Hinzu kommt bei Fake-Bricks: Kein Lego-Schriftzug auf den Noppen? Hässliche Gussnarben an den Elementen? Fehlfarben? In sofern ist es völlig ausgeschlossen, dass mir alternative Hersteller ins Haus kommen. Aber: In einer globalisierten Welt gruselt es mich vor Gen-Food weit mehr, als vor King Lepin & Co. Hätte ich dort den Hut auf, würde ich frech auf die Verpackung schreiben: >> Unverbindliche Empfehlung mit dem gegebenen Inhalt das Lego-Set XY nachzubauen.<< Das Serviervorschlag-Prinzip also. Lego sollte die horrenden Anwalts- & Gerichtskosten lieber für hochprofessionalisiertes Bedrucken seiner Steine verwenden. Das könnte weit mehr potentielle Kundschaft vom Kauf des Originals überzeugen. Meine hoffnungsvolle Meinung.

    • …mit dem bedrucken der Bricks usw. ist so eine Sache, Lego ist da nicht weit vorne, MegaConstrux ist da viel weiter, die haben keine Aufkleber, egal welches Set. Cobi bedruckt auch mehr als Lego und das auch in Top Qualität und sogar mehrere Seiten eines Bricks. McFarlane bedruckt auch alles…Somit hat Lego viel aufzuholen….

  21. Ich glaube ihr habt falsche Vorstellungen, wie sowas produziert wird.

    Alle Produktionisschritte bei Lego sind auf große Massen ausgelegt. Es wird niemand eine Spritzgussform für ein paar hundert Teile in die großen Maschinen einsetzen, genausowenig wird jemand durch ein großes Lager marschieren, um die 2.800 Teile für den Arocs zusammenzusuchen.

    Theoretisch wäre das alles zwar möglich – aber nicht zu einem Preis, den Ihr bezahlen würdet…

    • Genau so sieht es nämlich aus. Auch wenn die Formen vorhanden sind, ist es extrem teuer eine Linie wegen, im Vergleich zur laufenden Produktion, erheblich weniger Teile anzuhalten, umzurüsten und neu einzustellen. Da geht es um Taktzeit, die nun mal sehr sehr teuer ist. Daher versuchen die Unternehmen auch immer die Linien zu optimieren, um die Taktzeiten zu erhöhen.
      Aber anscheinend sehe ich das ja auch falsch, obwohl ich aus einer vergleichbaren Branche komme, und sollte mir, wie oben durch Nerdi angeraten, ein paar 1A-recherchierte YouTube-Videos anschauen. Dann werd‘ ich bestimmt schlauer.

    • Ich glaube eher du hast falsche Vorstellungen wieviel Zeit und Geld es kostet bei einer Maschine so eine Gussform zu wechseln. Das ist eine Frage der Logistik und sonst gar nichts. Wer z.B. glaubt, dass bei der Produktion und Zusammenstellung der Teile echte Menschen ihre Finger im Spiel haben, der ist eher in den 90ern unterwegs. Das ist vollautomatisiert und das einzige was Zeit / Geld kostet ist der Formwechsel bei Teilen, die nicht so häufig benötigt werden.
      Was meint ihr eigentlich mit Fertigungslinien?! Sowas gibt es bei Lego in dem Sinn doch gar nicht. Es gibt diverse Maschinen, die die einzelnen Teile produzieren und aus den Teilen wird dann per Computer nach Vorgabe ein Set zusammengestellt. Das ist alles andere als Hexenwerk! Wir sind hier immer noch nicht im Autobau wo ein Fahrzeug über eine Fertigungslinie läuft und nach und nach Teile angefügt werden.
      Ich frag mich wie dann sonst solche zeitlich extrem begrenzten und in kleinen Stückzahlen produzierten Give-aways wie gerade die Hidden Side Saftbar entstehen oder Lego Forma als Kleinserie mit Direktvertrieb und Crowdfunding. Crowdfunding ist nämlich nichts anders als Auftragsfertigung. Aber das könnt ihr uns sicherlich auch schlüssig erklären…

      • Mit einem Werkzeug-Wechsel, der mehr oder weniger zügig geht, ist es noch nicht getan. Da hängt noch viel mehr hinten dran.
        Anbei mal ein interessanter Link (Quelle: Arburg), um das Ganze noch ein wenig zu unterlegen:
        https://www.arburg.com/fileadmin/redaktion/Mediathek/today/ARBURG_today43_2010_680396_de/?page=22#
        Und ich möchte jetzt lieber nicht vorrechnen, was eine stillstehende Maschine, die umgerüstet wird, kostet. Außerdem bleibt es ja nicht bei nur einer Maschine.

        Wie gesagt, ich finde es auch schade, dass einige schöne Sets von Lego regulär nicht mehr zu haben sind, aber so ist es halt. Dafür wird es in Zukunft auch wieder die ein oder andere Neuauflage oder eben andere schöne Sets geben. Warten wir es ab.

        So, nun wünsche ich einen schönen Start ins Wochenende mit evtl. trotzdem viel Bauspaß!

  22. Hallo zusammen!
    Ich bin jetzt nicht der absolute
    Lego bzw. Klemmbausteinfan da ich
    mich nehr mit RC-Modellen beschäftige
    aber das ein oder andere set von Lego
    Und cobi hab ich mir auch schon heholt
    da es mir in ersterlinie um den Bauspaß geht.
    Aber was ich so am Rande mitbekomme
    hat Lego sehr viel hausgemachte Probleme wie zb. Verfügbarkeit, Marketingstrategie, handling mit vip
    um einige zu nennen. Speziell in
    der technic serie fehlt es seit langem
    an Ideen. Wo sind denn all die coolen
    Sets die nicht auf einer Lizenz
    basieren..
    Und sets aus dem Programm zu nehmen
    obwohl man sie benötigt um ein
    (Spiel)szenario zu komplettieren ist
    halt auch nicht clever. Man hat dann
    zwei Möglichkeiten:
    A: Das set von einem der sogenannten
    Sammler (wenn ich etwas sammle
    will ich es doch eigentlich
    behalten ?!) zu meist horrenden
    Preisen und dann teils auch noch
    gebraucht zu erwerben.

    B: Warten bis von Lego eine Neuauflage
    erscheint…
    oder C: wir wissen was gemeint ist..

    Ich meine da kommt der UCS-Falke von
    Star Wars raus, das Ding geht auf
    ebay mit €4000.- an die Decke den
    Sammler freuts und dann..kommt eine
    Neuauflage die noch um einiges cooler
    ist und keiner will mehr den „Alten“ haben..soviel zum Thema „Ich kaufe
    Lego als Altersvorsorge“
    Leute..habt einfach Spass an Klemmbausteinen egal was draufsteht.

  23. Wenn jemand etwas kostenlos anbietet, wie zum Beispiel Lego die Bauanleitungen, dann bedeutet das nicht gleichzeitig, dass dort kein Urheberrecht besteht. Das begreifen viele nicht.

  24. Hallo zusammen, bei dieser ganzen Diskussion liegt m.E. viel zu sehr die Sicht der Sammler vor, obwohl es sich eigentlich um ein Kinderspielzeug handelt. Insofern kann ich auch verstehen, dass viele (nicht-Sammler) nicht mehr gewillt sind Sammlerpreise für diese Sets zu zahlen.
    Während in den alten Sets die Sonderbausteine/geschützten Bausteine eher die Ausnahme waren und zumeist substitutierbar, schaut das heute schon deutlich anderes aus. Zwar veröffentlicht Lego die Bauanleitungen, die wir uns für den Nachbau früher bei Lego bestellen, von Freunden ausleihen oder gar kopieren (Urheberrecht) mussten, aber nunmehr würde ich aus dem Nachbestellen der Sonderbausteine nicht mehr rauskommen, würde ich ein anderes Set mit den legal von Lego zur Verfügung gestellten Bauanleitungen nachbauen wollen. Mit dieser Politik hat Lego extrem an Flexibilität und bespielbaren Mehrwert verloren – zusammen mit der Preispolitik gibt es dann halt eben Sammler die Lego kaufen oder Spielkinder die sich dreimal überlegen ob sie sich das Original kaufen. Unter o.g. Aspekt des Nachbaus bleibt es sich dann natürlich gleich, ob ich dabei originale oder Chinasteine verwende – das Urheberrecht findet sich m.E. in der Bauanleitung wieder, was bei Plagiatsets per se definitiv nicht mehr der Fall ist, da dort mindestens die Anleitung aber auch die Verpackung sicher von Lego nicht legitimiert sind.
    Sonderbausteine/geschützte Bausteine spielen für mich dabei eine eher untergeordnete Rolle – je weniger desto besser – was das vorgenannte Argument des Formenwchsels eher entkräftet und was Lego sicher anders sehen wird.

  25. Interessant ist hierzu sicher auch die heute bei Bluebrixx eingegangene Einstweilige Verfügung, die vom „Held der Steine“ schon (aus meiner weiter oben dargestellten Sicht recht eindimensional, sicher auch aus seiner persönlichen Erfahrung heraus) weiterverteilt wurde. Link zum Bluebrixx-Video zur Einstweiligen Verfügung: https://youtu.be/phhygp0XKFc

    • Also ich bin bekennender LEPIN Fan!!
      Baue gerade das Stadtleben, meine Frau die Steinebank! Haben noch mehr Modular Häuser schon gebaut! Ebenso das Disney Schloss, Hogwarts, Ewoks, HDR Tower,Bugatti, Porsche ….
      Alles Top Qualität! Und kostet nur ein ein Viertel, Max ein Drittel vom Original!

      Bis 100€ kaufen wir auch originale, alles drüber nur LEPIN/King/Sembo…..

      Apokalypse Burg, Ninjago City und Docks sowie Eisenbarts Seekuh, warten noch auf Aufbau…

      Heute gerade das Baumhaus (70€) und denn Falken (190€) bestellt! Beides von King, kommt in Original (LEPIN) Verpackung in 2 Wochen hier an!

      Also ich kann es nur empfehlen!!

      So nun dürft ihr mich nieder machen!!!!

      Und wer auch mal King testen will der kontaktiert mich gerne!

  26. Ich finde es gut das lego mal eine auf den Sack bekommt .
    Wer seine sohn mal mit wässrigen Augen vor dem lego falcon gesehen hat und ihm erklären mus das 700 Euro nicht drin sind der ist dankbar für solche Firmen.
    Sind wir doch mal ehrlich, lego ist definitiv zu teuer geworden . Sicherlich sind die Preise bei lepin und king kampfpreise , ganz zu schweigen von dem geistigen Diebstahl.zudem muss man wissen das es in Asien nicht als schlimm angesehen wird wen man kopiert wird. Im Gegenteil, man fühlt sich geehrt dadurch.
    Is aber für Deutschland irrelevant, ich weiß.
    Ich meine nur das 400 Euro oder 500 seitens lego für ein Set wie oben genannt auch reichen würde.
    Wer soll sich den sowas noch leisten können und wie erklärt man das seinem kurzen ?
    Ich gebe zu das ich auch schon mit mir gekämpft habe ob ich ein set von lepin King bestelle .
    Ich fühl mich nur nicht ( noch nicht?) Gut dabei!
    Wenn lego einnbischen an seiner Preisgestaltung arbeiten würde wären solche Firmen kein Thema für mich .

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