Razzia in einer LEPIN Fabrik in China: Chef der Produktionsfirma festgenommen (Update)

Razzia bei LEPIN

Update (26. April, 14:45 Uhr): Wie LEPIN nun in einer offiziellen Pressemitteilung bestätigt, wird die gesamte LEPIN Produktion ab dem 01. Mai 2019 temporär (!) gestoppt. Schon produzierte Sets (die nicht beschlagnahmt wurden) sollen aber wohl noch abverkauft werden. Der Verkauf der beiden Schwesterfirmen Xingbao und Bricks Delight soll aber noch weitergeführt werden. Außerdem verspricht LEPIN in dem kurzen Schriftstük alle Kunden zu informieren, sobald LEPIN wieder in den Vekauf geht… Danke an Oliver für den Hinweis!

Hier die Pressemitteilung im Original:

Dear all customers,

We (LEPIN Factory) regret to announce that all LEPIN Blocks Set will temporary stop production from 01st May 2019. This notice is effective immediately upon request from the Chinese Government and Shanghai Police. All remaining LEPIN sets will sold as usual sell but will not be re-stock in future. We thank you for your love of LEPIN during the past time. We will notice you ASAP when LEPIN is back to selling. 

These Brands will continue selling as usual:

  • Xingbao Blocks
  • Bricks Delight (LED Light Bricks)

Wie die Polizei in Shanghai vor wenigen Stunden über WeChat gemeldet hat, gab es in einer LEPIN Fabrik im Bezirk Chenghai in der Stadt Shantou heute eine Razzia. Dabei wurden mehrere Mitarbeiter inklusive dem Chef der Produktionsfirma festgenommen, die den Markennamen LEPIN hält. Außerdem wurden Produkte im Wert von 200 Millionen Yuan (ca. 26,7 Millionen Euro) beschlagnahmt. 

Laut der Polizei wurde die Razzia am 23. April durchgeführt, während der Grundstein für die Ermittlungen schon im Oktober 2018 gelegt wurde, nachdem LEGO in China einen Prozess gegen LEPIN erfolgreich für sich entscheiden konnte. Insgesamt wurden bei den Durchsuchungen in 3 Lagerhallen und 10 Montagelinien wohl die folgenden Produkte beschlagnahmt:

  • 200.000 Verpackungskartons
  • 200.000 Anleitungen
  • 630.000 fertige Produkte
  • 90 Gussformen

Die Razzia wurde von der Polizei in Shanghai in Zusammenarbeit mit der Polizei in Shenzen und Shantou durchgeführt. Bei den festgenommenen Personen handelt es sich unter anderem um den Chef Li der Produktionsfirma Longjun Toy Factory aus Shantou. Aus Datenschutzgründen gibt die Polizei nur den Nachnamen aller festgenommenen Verdächtigen an. Die Firma Longjun Toy Factory ist der Inhaber der Marke LEPIN und 30 weiterer „Marken“ wie z.B: „Technician“, „Star Plan“ oder „Magic World“.

Eine weitere festgenommene Person ist Medienberichten zufolge Yu, der Chef der Designfirma, die die Zeichnungen und Pläne für die Formen an die Fabriken geliefert haben soll. Die Designfirma in Shenzen war dafür zuständig, die originalen LEGO Sets in Konstruktionszeichnungen für die Longjun Toy Factory zu überführen.Weitere Details zu den anderen beiden festgenommenen Personen mit den Namen Du und Yan sind nicht bekannt.

Die Polizei veröffentlichte außerdem einige Bilder der Razzia, die wir hier gerne an euch weiterreichen wollen. Die Bilder liefern einige wirklich spannende Eindrücke der Razzia und Einblicke in (wahrscheinlich eine von vielen) Produktionen von LEPIN. Wir haben die Bilder von Personen aus Datenschutzgründen unkenntlich gemacht. Weitere Bilder findet ihr in der Meldung der Polizei in Shanghai.

Mitarbeiter und Polizisten bei Razzia bei LEPIN in Shanghai LEPIN Gussformen LEPIN Captain Marvel Minifiguren LEPIN Hulk Bigfigures Beschlagnahmte LEPIN "Star PLan" Sets

Dass die Razzia vor wenigen Tagen durchgeführt und heute bekannt gegeben wurde, ist wohl kein Zufall. Am heutigen 26. April wird weltweit der World Intellectual Property Day „gefeiert“. Die Durchsuchungen der LEPIN Fabrik können also durchaus als politischer Schachzug verstanden werden und die Details der Meldungen sollten dementsprechend auch (zumindest zum Teil) als das wahrgenommen werden, als das was sie sind: Eine möglichst öffentlichkeitswirksame Razzia, um den Ruf von China und den Produktionsstandorten Shenzen und Shantou in Sachen Urheberrechtsverletzungen zu verbessern.

Auch wenn es in der Pressemeldung zumindest teilweise so dargestellt wird, glaube ich noch nicht daran, dass durch diese Razzia wirklich die komplette Organisation hinter LEPIN lahmgelegt wurde, sondern das es eben lediglich eine Durchsuchung und Stilllegung einer Produktionsstätte gab. Wir halten euch auf dem Laufenden, was die weiteren Entwicklungen des Falles angeht.

Hinweis: Bitte beachtet, dass dieser Artikel durch die Übersetzung der chinesischen Pressemitteilungen kleinere Fehler enthalten kann. Außerdem sind die Firmenkonstrukte hinter LEPIN teilweise sehr schwierig zu durchschauen, daher können wir nicht mit abschließender Sicherheit sagen, wer jetzt genau festgenommen wurde und wie groß dieser Schlag gegen LEPIN wirklich ist. Vielen Dank an dieser Stelle an das China Competence Center für die Hilfe bei der Übersetzung der originalen Pressemeldungen der Polizei!

Was haltet ihr von dieser Meldung? Ich freue mich auf eure Meinungen und eine schöne Diskussion in den Kommentaren!

Über Lukas Kurth 851 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 28 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de

51 Kommentare

  1. Das sind gute Nachrichten. Ich hoffe die weitere Fabriken werden auch noch gefunden und dicht gemacht. Es gibt an sich nichts gegen andere Hersteller von Klemmbausteinen zu sagen, wer wie Lepin jedoch so unverholen kopiert, gehört gestoppt.

      • Was hat das denn mit Fan Boy-tum zu tun, wenn man Raubkopien nicht gut heißt? Stell dir mal vor einer klaut deine Arbeit und bietet die dann für den Bruchteil des Preises an. Das ist weder korrekt noch legal.

        • Wenn wir grad bei Raubkopien sind … fällt mir noch ein, das grad jemand die Bauanleitung von raskolnikovs/doomhandles Sternenzerstörer (den hattest du ja gebaut) bei Ebay anbietet … für 19€.

          • Das ist rein theoretisch erst mal nicht strafbar. Ich könnte meine Anleitung ja jetzt auch weiterverkaufen. Aber sofern man beim Kauf der PDF vom Ersteller selber keinen Vertrag unterzeichnet, dass man es nicht vervielfältigen darf, wäre das wohl auch ok? Kenne mich da rechtlich nicht gut aus, sorry.
            Moralisch finde ich das aber ebenfalls daneben. Zumal ich bei 19 € vs. 25 $ keinen großen Grund sehe den originalen Ersteller nicht zu unterstützen.

          • Der kleine Unterschied könnte sein, das der Ebay Anbieter auch als Händler auftritt und die Anleitungen in seinem Shop verkauft, und nicht als Privater Verkäufer ein Produkt weiterverkauft. Ansonsten bin ich bei dir und auch kein Rechtsanwalt 🙂

            Hab doomhandle mal kontaktiert. Der Händler arbeitet jedenfalls nicht für ihn.

    • Ja mag sein. Aber sind wir doch mal ehrlich, Lego hat es selbst gefördert das diese Firmen entstanden sind. Die Preispolitik von Lego ist ein Frechheit und es kann mir keiner sagen, dass das mit der Entwicklung und Lizenzen alleine begründet ist.
      Zudem betreibt ja Lego mit der ständigen herausnahme von guten Sets eine Preistreibung. Man muss nur mal als Bsp. sich den Technik Arocs anschauen für den man Preise zahlen soll die nicht mehr feierlich sind.

      • also ist jede firma selber schuld, wenn sie ihre produkte zu teuer verkaufen und alte produkte nicht neu auflegen, dass andere firmen dann daher kommen und Plagiate verkaufen?!
        „interessante“ logik…

        • Definitiv nicht. Ich glaube was Frank primär meint ist, dass die Hemmschwelle das als illegal oder unrechtmäßig zu verurteilen sinkt, wenn sich trotz und gerade durch hohe Nachfrage ein Sekundärmarkt entwickelt hat der mehr einem Spekulationsgeschäft und Aktienhandel ähnelt als einem Hobby und es langsam schon unsittliche Züge annimmt. Das senkt die Hemmschwelle deutlich auf ebenfalls unsittliche Plagiate zurück zu greifen und macht es mehr und mehr zum Kavaliersdelikt. Das ist schlichtweg ein Phänomen dem man auf verschiedene Weise entgegentreten kann und wo die „es ist verboten weil es verboten ist“-Logik auf ebenso wenig Verständnis stößt.

          Man kann sich natürlich fragen was Lego anders machen könnte. Wird der Vollzug gegen Lepin das Problem erstmals für lange Zeit lösen und Lego Fans müssen eben sich damit abfinden dass sie sich tolle ältere Sets nicht leisten können oder bekämpft man nicht eher nur Symptome?

          Ich glaube Lego könnte dem mehr entgegen wirken wenn Lego sich Konzepte überlegen würde, die ein Nachbauen leichter, unkomplizierter und preiswerter machen. Nun ist Bricklink schon eine tolle Alternative aber mindestens genauso teuer. Ich glaube ein erster Schritt wäre es ähnlich wie Bricklink Steine auf Bestellung zu einem vernünftigen Preis zu produzieren. Minifiguren, Aufkleber und bedruckte Teile würden exklusiv bleiben, ansonsten gibt es keine künstliche Verknappung mehr von Einzelteilen. Und die Hauptzielgruppe von Lego – Kinder – würde bestimmt unbeeinflusst davon ihre Steine über Sets beziehen weil Eltern den einfachen Weg gehen wollen.

      • Ja, was da so für die alten Züge wie Emerald und Maersk verlangt wird ist eine Frechheit, da bekommt man zum Teil 10 Lepin Kopien im Gegenwert.
        Bei alten Modellen bin ich auch ziemlich liberal geworden was Kopien angeht.
        Gerade durch diese schonungslos Gier der Sofa Händler.
        Aber jedem das Seine, für die Preise bleiben sie ja auch bis zum Sankt Nimmerleinstag auf ihren „Wertanlagen“ sitzen 🤣

  2. Definitiv eine sehr gute Nachricht für LEGO! – Herzlichen Glückwunsch!

    Erschreckend ist die Menge der beschlagnahmten Gegenstände: Weit über EUR 26.000.000. Ich will gar nicht nachrechnen, wie hoch der Wert auf Basis von LEGO-UVP wäre…

    Bleibt zu hoffen, dass das ein signifikanter Wirkungstreffer war. Vor einigen Jahren hat der japanische Spielzeughersteller „Bandai“ auf diesem Weg die Copycats besiegt.

  3. Als ob in der gezeigten Produktionsstätte mit den gammeligen Gussformen auf den Fotos wirklich aktuelle hochwertige Klemmbausteine hergestellt würden. Die haben da m.M.n. ein wenig Schrott medienwirksam entsorgt.

    Die moderne Klemmbausteinfabrik läuft wahrscheinlich unter anderem Namen weiter auf Hochtouren und wird wahrscheinlich durchaus legal betrieben. LEPIN ist inzwischen doch wahrscheinlich nur noch ein Markenname für LEGO-Kopien. Und besagte „Fabrik“ beliefert höchstwahrscheinlich die meisten asiatischen „Klemmbaustein-Marken“.

    • Kann ich mir auch vorstellen.
      Lepin ist als Name verbrannt und negativ vorbelastet.
      Jetzt wird die Firma Öffentlichkeits Wirksam endsorgt und der Nachfolger betritt mit weißer Weste und völlig legal den Markt.
      Warten wir es ab, in Nürnberg war ja einiges zu hören was den Europäischen Markt angeht.
      Die Alternativen Hersteller wollen hier Fuß fassen und ein Stück vom Kuchen.
      Wenn sie die Lücken füllen die Lego hinterlassen hat und qualitativ gleichwertig sind könnte das Stück größer sein als es Lego lieb ist.

  4. Schaut mal in euren Schränken nach. Da liegt bestimmt das eine oder andere Shirt, Hose oder Tasche mit Fake-Label (wissentlich) vom letzten Urlaub. Da habt ihr nichts dagegen.

    • Was aus dem Urlaub kommt, ist auch nicht strafbar! Bis 450€ sind da Plagiate erlaubt! Nicht aber aus dem Netz! Und nein, ich fahre nicht ins Ausland, um mir da günstige markenklamotten zu kaufen, die nicht echt sind. Warum auch? Ich kaufe mir ein Haus, das nur eine Fassade ist, um das jeder denkt, ich habe wirklich ein haus gekauft… da musste schon kerngesund sein 😉

    • Quatsch. Das ist ein Äpfel-Birnen Vergleich. Mal ganz davon abgesehen das ich solche billig Klamotten nicht kaufe ist das eine immernoch eine Sammelleidenschaft und das kann man nicht vergleichen. Wer auch nur einen Stein Lepin zuhause hat ist für mich kein Lego Fan. Wenn deine Arbeit Billig illegal kopiert wird und du dadurch deinen Job verlierst will ich dich nochmal hören.

  5. Wenn man sich die sog. Gussformen ansieht, wird schnell klar, dass das alles nur ein riesige Show ist. Die Dinger sind bestenfalls aus der Schrotttonne und haben nichts mit richtigen Spritzgießwerkzeugen zu tun.
    Auch wenn Plagiate zurecht illegal sind und weg gehören, sind normale Alternativhersteller der Steine eine legale und willkommene Bereicherung der Steinewelt. Und sie werden zunehmen und wachsen. Dafür sind aber weniger die Alternativhersteller verantwortlich, sondern in erster Linie die unglaubliche Arroganz der Dänen gegenüber Kunden, Lieferanten und vor allem Fans.

    • „… die unglaubliche Arroganz der Dänen gegenüber Kunden, Lieferanten und vor allem Fans.“
      Ich bin neugierig: Was meinst du konkret mit dieser Aussage und was sollte Lego besser machen?

      • Nun er meint damit, das sie unverschämte Preise nehmen – der Bugatti zum Beispiel ist im Leben net keine 370€ wert – Lizenzen hin oder her.
        Und sieht man sich die Asiaten an, so bieten sie auch alternative Farben an, ich spreche nur mal von dem orangenen Porsche, wer will denn nur so eine Farbe – igit

        • Könnte es sein, dass Bugatti bei der Preisgestaltung ein Wörtchen mitgeredt hat? Ein Supersportwagen als Billigmodell ist bestimmt gut fürs Bugatti-Image. Wie hätte die UVP deiner Meinung nach sein sollen?

          Gegenbeispiel zu den Preisen: 21309, 42082, 42055 – auch zu teuer?

          • Der Bugatti wäre sein Geld sicher wert wenn die Steine alle bedruckt wären aber mit Aufklebern ist er nicht es eben nicht.
            Da kann man schon von Arroganz oder Gier sprechen.

      • Ich meine damit, dass einem eines Tages eine email zugesendet wird, in der man mitteilt, dass der Lego-Shop zukünftig nicht mehr an diesenjenen versenden wird. Natürlich ruft man dann beim Service an und fragt, wie es dazu kommt. Die Antwort kam prompt: „Das sagen wir Ihnen leider nicht, aber natürlich können Sie mit Ihrer VIP-Karte weiterhin im (200km entfernten) Store einkaufen.“ Aha, langsam kommen einem einige Fragen auf. Hatte ich mir für dieses Entgegenkommen gerade vorher durch den Kauf des MF die schwarze VIP-Karte erworben? Warum eigentlich kaufte ich früher fast jedes Set der City-, SW-, Ninjago-, Technic- und Jurassic World-Reihe dreifach für meine Jungs und mich? Warum war ich überhaupt Lego-Fan seit über 40 Jahren, soll heißen als ich zu sammeln anfing waren die Setnummern dreistellig, mittlerweile unzählige Technic-Sets und die Minifiguren hatten keine bewelichen Arme (Kaulquappe). Und dann sowas? In meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ich, das geht nicht zu toppen, aber es geht.
        Ein paar Monate später schenkte ich meinem jüngsten das Zug-Set 60098 und es fehlten tatsächlich zwei Teile. Um es kurz zu machen, nach etlichen Anrufen und über zwei Wochen Rumverhandelei hat sich Lego geweigert mir die Teile für meinen Sohn zuzusenden. Ich solle das (damals bereits ausgelaufene) Set zum Händler zurückbringen (und meinem Sohn das Geld in die Spardose packen). Das wird jedes Kind sicher verständnisvoll mitmachen.
        Dazu kommen die Aktionen, die viele Fans nerven. Bei Aktionen nur ein Gratis-Set pro Haushalt, auch wenn man mehrer qualifizierte Bestellungen tätigen würde (hat sich für mich ja eh erledigt). Wenn man mehrere Kinder hat ist das ne ganz schlaue Aktion. Denn zwei Kinder teilen sich ja so gerne ein Set. Man könnte es auch Diskriminierung von Familien mit Kindern bezeichnen (als Spielwarenhersteller zwei Daumen hoch).
        Die ständige Hin- und Herspringerei der Argumentation ist auch sehr eigenwillig. Der CEO gibt ein Interview mit der Kernaussage: Unsere erwachsenen Fans sind für uns superwichtig. Leider geben diese erwachsenen Fans nicht nur viel für Lego aus, sondern stellen auch etwas kritische Fragen und sind fordernder als Kinder-Fans. Schwupps, wird auf allen Kanälen getönt, man sei ja ein Spielwarenhersteller (und deshalb sind diese ganzen Erwachsenen-Fan-Forderungen ja nicht realistisch). Auf dem nächsten Afol-Event wird da sicher wieder die Wichtigkeit der Afols in den Himmel gelobt.
        Dann kommen hier und da Interviews mit der Aussage „Aufkleber sind gar nicht unbedingt billiger herzustellen als bedruckte Teile“. Ok, wenn auf die Aufkleber Blattgold kommt, könnte das hinkommen. Andernfalls leider nicht.
        und und und. Und in der Summe all dieser Aktionen fühlt man sich von Lego als Afol nicht für voll genommen. Wenn dann noch so eine unlaubliche Rauswurf-Aktion dazu kommt, wie oben erwähnt, ja, dann glaube ich mit Fug und Recht von einer gewissen Arroganz schreiben zu dürfen.

        • Hallo Jens,

          um es kurz zu sagen: Ich kann Deinen Ärger absolut nachvollziehen. Punkt.

          Ich fragte etwas provokativ nach, weil ich mit pauschalen Aussagen nichts anfangen kann und auf Hinterfragen nicht mehr kommt. Das lässt oft den Schluss zu, das einfach nur gemeckert wird. Ich mag das nicht. Falls ich dir zu sehr „auf die Füße“ getreten bin, entschuldige ich mich dafür.

          Unabhängig davon, kann ich nach vielen Jahren Pause ebenfalls viele Unsinnigkeiten bei Lego entdecken. Dazu gehören diverse Punkte, die den Onlineshop betreffen – zum Glück nicht so gravierend wie von dir berichtet.

          Zum Thema:
          Ich habe nichts gegen legale Konkurrenz zu Lego. Wie du ausgeführt hast, werden die Möglichkeiten von Klemmbausteinfans erweitert. Meine Erfahrung mit einme unbewusst gekauften XingBao-Set (damals im Kaufland erhältlich) waren sehr durchwachsen: Der kleine Dino fiel sehr zum Missfallen meines Sohnes immer wieder auseinander. Das war´s für mich.

          Aus verschiedenen Gründen habe ich eine sehr ausgeprägte Meinung zum Thema Plagiaten. Zum einen gibt es eine klare gesetzliche Regelung. Zu zweiten gebe ich zu bedenken: Wer schon jemals selbst um das geistige Eigentum kämpfen musste, wird verstehen wie belastend der Sachverhalt für Rechteinhaber sein kann. Nicht umsonst ist der Zoll mit einen Großaufgebot an Beamten während der HannoverMesse (weltgrößte Industriemesse) anwesend.

          Zum Schluss gebe ich zu bedenken, dass im konkreten Fall nicht nur Lego geschädigt wird, sondern das gesamte Vertriebsnetz. Dazu gehören auch kleine Händler, denen evtl. überlebenswichtige Einnahmen fehlen. Zum Nachdenken habe ich einen etwas älteren Artikel aus der Wirtschaftswoche gefunden, der an Aktualität nichts verloren hat.
          Link: https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/plagiate-fakes-und-co-faelscher-verdienen-so-viel-wie-drogenbosse/7505292.html

          • Hallo Heinzelmännchen,
            alles gut, habe mich nicht auf die Füsse getreten gefühlt.
            Auch wenn legale Alternativhersteller hier und da noch Qualitätsprobleme haben. Die werden besser und z. B. von Cobi habe ich bisher keine gravierenden Qualitätsprobleme gehört (wurden vor Weihnachten ja auch bei Lidl angeboten). Außerdem ist bei Lego auch mal was schlechteres dabei. Das 60098 hatte z. B. leicht überspritzte Wedges, die dadurch extrem scharfkantig waren und das weiß war hellbeige.
            Natürlich sind Plagiate illegaler Mist. Zumal Lego soviele interessante Themen links liegen lässt, dass sich jeder Alternativhersteller blind austoben könnte.
            Dennoch setzt Lego meines Erachten unternehmerisch die falschen Schwerpunkte. In der angesprochenen „Arroganz“ steckt erhebliche Sprengkraft für alle entwickelten Märkte (Europa, Nordamerika). Alternativhersteller standen früher nicht auf meiner Liste, weil Lego die Steine meiner Kindheit waren. Und ich denke, dass geht sehr vielen Fans so. Ein Alleinstellungsmerkmal, das man bitter nötig hat mit einem Produkt, das mittlerweile andere legal auch in ähnlicher Form anbieten dürfen und dessen Herstellung (also die Kunststofftechnik) kein Hexenwerk mehr ist. Mit dieser Arroganz schreddert sich Lego sein Alleinstellungsmerkmal selber weg, ganz ohne Plagiate oder sonst was. Fans einfach so behandeln, dass sie sich bereitwillig auch den Alternativherstellern zuwenden. Die Lizenzen sind ja kein wirklich langfristiges Alleinstellungsmerkmal. Klar, SW kriegt man z. Z. legal nur bei Lego, aber was ist in 10 Jahren und vor allem wollen die etablierten Märkte wirklich das 500ste Raumschiff. Jedenfalls würde ich meinen gesamten Unternehmenserfolg nicht an dieser Frage aufhängen, wenn ich mir die letzten 40 Jahre eine so hammerharte Fangemeinschaft aufgebaut hätte, die vieles andere links liegen lassen würden, wenn ich sie nur mit etwas Respekt und auf Augenhöhe behandeln würde.
            Leider hat der Erfolg zu einem gewissen Schwebezustand bei den Dänen geführt, aber vor dem Fall kommt halt immer erst der Hochmut.

        • Ich hab da mal zwei Fragen:
          1. Was muss man tun, damit einen der Lego-Shop als Kunden nicht mehr beliefert? Das passiert ja nicht ohne Grund.
          2. Seit wann gibt es Fragen von Lego wenn in einem neuen Set Teile fehlen? Man bestellt, und ne Woche später liegen die kostenfrei im Briefkasten.

          • Zwei Fragen, zwei Antworten:
            1. Lego sagt es einem ja nicht. Daher weiß ich es nicht. Wenn es nicht ohne Grund passiert, dann sollte es für ein seriöses Unternemen auch kein Problem sein, den Grund zu nennen.
            2. Spätestens seit irgendwann im September 2018. Man bestellt. Dann Stornierung mit Fehlercode durch Lego. Telefonischer Service bestellt. Dann Stornierung mit Fehlercode durch Lego.

            Und ja, schön, dass das in deiner heilen Lego-Welt nicht vorkommt.

  6. Auf dem Bild sind Erodierelektroden zu sehen, mit denen man in einen Stahlblock die eigentliche Form erodiert. Die sind irgendwann verschlissen und so sehen sie auch aus. Man sieht keine Spritzgussform oder -maschinen. Auch keine Tampondruckmaschinen. Riecht irgendwie nach fake. Und eine geschlossene Fabrik in China wird nichts verändern. Schaut nach Showveranstaltung aus.

    • Ich hatte diesen Gedanken auch. Auf keinem der Bilder ist irgendwas zu erkennen, was wirklich nach einer echten „Produktion“ aussieht. Warum das so ist, darüber kann man nur spekulieren… Ich würde jetzt erstmal abwarten, wie die Situation sich entwickelt.

    • „Schaut nach Showveranstaltung aus.“
      Evtl. hast Du damit recht. Schauen wir auf die Weltpolitik lassen sich Indizien finden, die für die Theorie sprechen. Aktuell laufen die Verhandlungen im Handelsstreit zwischen den USA und China. Die USA werfen den Chinesen ungleiche Bedingungen zum Marktzugang vor. (Die EU hat ähnliche Forderungen formuliert) Daürber hinaus fordern die USA einen besseren Schutz von geistigen Eigentum. Vor einigen Tagen war in der Presse zu lesen, das die chinesische Regierung zu Zugeständnissn bereit ist. Was gibt es besseres als „zufällig“ während der laufenden Verhandlungen einige krasse Fälle von Mißbrauch aufzudecken. Frei nach dem Motto: „Seht, wir tun was“. Für den Chinesen steht viel auf den Spiel. Das erste Mal seit vielen Jahren ist das jährliche Wachstum unter 7% gefallen. China hat einen Rekordschuldenberg angehäuft. Die Spannungen in Land nehmen zu. Nicht ohne Grund ist in China das größte Überwachungsprogramm aller Zeiten gestartet worden. Erste ernsthafte Zweifel an den Glaubwürdigkeit China stehen bereits im Raum. Es muss einen Grund geben, warum Huawei im Gerede ist.

      Dieser Fall erinnert mich sehr stark an das russische Musikportal Allofmp3 in den Jahren 2000-2006. Dort ging es auch um massive Verletzung von Eigentumsrechten. Erst als der politische Handlungsdruck im Rahmen des WTO-Beitritts Russland zu groß wurde, ging alles ganz schnell. Die Geschichte ist auf Wiki in englisch am besten nachzulesen.

      Zu dieser Zeit gab es diverse File-Sharing-Platformen. Hier wurden nicht nur Musik, sondern auch Filminhalte zu download bereit gestellt. Nachdem festgestellt wurden, dass ein illegales Angebot war, folgte die Stilllegung des Angebots. Darüber hinaus wurden diverse Nutzer, die illegal eine Datei heruntergeladen hatten, abgemahnt und teilweise gerichtlich belangt.

      Kurzum:
      Lepin könnte in der Tat ein Bauernopfer sein, um die Verhandlungen mit den USA und der EU in die richtige Richtung zu lenken.
      Jedem Käufer von Lepin muss klar sein, dass der Onlinekauf eines Plagiats – auch für den Privatgebrauch – nicht zulässig ist. Entsprechende Videos von Medienrechtlern sind auf YouTube zu finden. Es gibt nur ein Umsetzungproblem. Das könnte sich ändern, wenn die Polizei die Buchhaltung von Lepin Lego zur Verfügung stellt. Spätestens seit dem Gerichtsurteil aus dem letzten Jahr ist festgestellt, dass ein umfangreicher Fall von Missbrauch vorliegt. Sollte Lego alle Lepin-Orders danach verfolgen und abmahnen, wird es sehr unangenehm.

      Noch eine Anmerkung:
      Es war in Blogs zu lesen, dass die Plagiate teilweise offen in China zum Verkauf gestellt wurden. Komisch nur, dass die Verkäufer sehr aggressiv auf mögliche Fotos reagiert haben. Ein klarer Hinweis auf organisierte Kriminalität.

  7. Also ich muss gestehen, dass ich von Lepin auch 1 Set besitze.. den R2D2.
    Lego stellt ihn leider nicht mehr her und ich bin nicht bereit, bei EBay Unsummen an Leute zu zahlen, die sich mit X von den eingedeckt haben, nur um damit Gewinn zu machen.
    Gleichzeitig kaufe ich aber auch keine offenen Sets, die schon mal gebaut wurden.

    Mir ist klar.. richtig ist es nicht, aber mal ehrlich

    Lego lässt wie alle im China arbeiten und das unter teils menschenunwürdigen Bedingungen, dass hindert mich oder andere auch nicht, etwas Neues von lego zu kaufen.
    Ich kaufe auch weiter Kleidung und unterstütze damit wahrscheinlich Ausbeutung, Kinderarbeit und co.
    Ich kaufe auch Elektrogegenstände, die seltene Erden benötigen..
    Damit unterstütze ich ebenso Sklaverei, Ausbeutung und Mord.

    Kurz gesagt.. ich kann es mit meinem Gewissen vereinbaren, auch wenn mir klar ist, dass Lego vom Gesetz her, absolut im Recht ist und es verständlich ist, dass eine Firma ihr Eigentum verteidigt.

    Daher.. wenn es das war mit Lepin, gut für Lego
    Wenn es unter anderem Namen weitergeht, dann stört es mich auch nicht.
    Ich hab meinen Spaß beim Bauen, werde weiterhin mehrheitlich zu Lego oder anderen legalen Herstellern greifen.
    Wenn aber doch mal was vergriffenes dabei ist, was ich trotzdem gerne hätte, würde ich es auch wieder über Lepin bestellen.

    In dem Sinne
    Euch viel Spaß beim Bauen und ein schönes Wochenende 🙂

    • Ich verstehe deine Logik nicht. Du sagst wenn die Sets nicht mehr bei Lego verfügbar sind dann kaufst du bei Lepin. Das ist doch Doppelmoral. Dann kannst du gleich alles illegal kaufen. Jeder der für mich auch nur einen Lepin Stein hat, ist für mich kein Lego Fan. Und ich verstehe es nicht wie man dieses Verhalten auch noch verteidigen kann. Beim Sammeln ist es neunmal so das die Preise steigen, das liegt in der Natur der Sache Angebot und Nachfrage.

      • Die Logik erschliesst sich mir insofern dass man Lego nicht direkt schadet, als wenn man aktuelle Sets von Lepin (z.B. den Mustang) kauft. Ich bin zum Beispiel erst dieses Jahr zum Lego Hobby dazugestoßen und habe bereits jetzt schon Tausende an Euro ausgegeben. Ich würde mich also durchaus klar als Lego Fan bezeichnen. Dennoch gibt es ein paar Sets von weit vor meiner Zeit (Monster Hunters Villa, Emerald Night Express) die ich wirklich gerne hätte aber für die ich nie 500 Euro das Stück zahlen würde. Lego ist von Haus aus schon extrem in ihren Preisen aber das sind Summen die mMn jegliche Verhältnismäßigkeit sprengen und da hat auch Lego nichts davon sondern nur die Reseller. Was interessiert es mich als Sammler ob mein Millenium Falken im Regal jetzt 4000€ wert ist oder nur die 800 Einkaufspreis wenn ich ihn eh behalten will, weil er mir so gut gefällt? Insofern wäre ein Kauf bei Lepin von alten Sets für mich ein Kauf ohne Verlust für Lego gewesen. Man muss es mit sich selbst ausmachen ob es einen stört zu wissen, dass schöne Stücke aus deiner Sammlung eigentlich nicht das Original sind.. und bei manchen älteren Sets habe ich mich dennoch bewusst für das Original entschieden, aber dass man kein echter Lego Fan wäre wenn man nur einen Lepin Stein bei sich habe halte ich für etwas zelotisch.

        • So sehe ich das auch. Ich habe ebenfalls erst vor Kurzem angefangen wieder mit Lego „zu spielen“. Und alle meine Sets sind von Lego. Entweder direkt über deren Shop oder eben über Galeria, Amazon oder was auch immer.
          Ich würde mir selbst kein Lepin anschaffen, da ich meine Modelle (noch ist genug Platz) alle ausgestellt habe und da einfach keine Kopien zwischen haben will.

          Ich kann aber jeden verstehen, der eben nicht diesen Schmarotzern etliche hundert Euro mehr als UVP in den Rachen schmeißen will, weil die Sets nicht mehr offiziell zu bekommen sind. Und ich mache da auch niemandem einen Vorwurf. Solange die Sets von Lego existieren, sind Fakes absolut nicht in hinzunehmen, aber wenn Lego ein Set nicht mehr verkauft, dann kann man auch nicht von Schaden sprechen. Ich kenne auch AFOL, die Lepin kaufen, wenn es das Original nicht mehr gibt und ich finde das absolut ok.

          Ein wenig finde ich das sogar gut. Vielleicht erhöht das irgendwann den Druck auf Lego genug, damit alte Sets nochmal offiziell zu erhalten sind. Ich würde gerne die ganze Stadtleben Reihe haben, werde aber einen Teufel tun und jemandem auf eBay dafür X hundert Euro hinterher schmeißen.

  8. Wie zu lesen ist, haben viele LEPIN-Verkäufer das Angebot auf der größten chinesischen E-Commerce-Platform zurückgezogen.

    Warum die Bude überhaupt abverkaufen darf, verstehe ich nicht. Der Schaden erhöht sich dadurch um mehrere Millionen Euro. Ich ahne, dass in den nächsten Wochen deutsche Zoll und ggf. die dänische Rechtsabteilung viel zu tun kriegen werden.

    • Das finde ich in der Tat auch komisch. Wenn hier ein Dealer mit Gras erwischt wird darf der ja seinen Bestand auch nicht abverkaufen.
      Wie war das denn bei Apple mit der Patentverletzung? Da durften die Zwischenhändler die Produkte doch auch noch verkaufen, aber von Apple kam nichts mehr neues oder?

  9. Hehe, die Lepin-Seite ist nicht mehr erreichbar.

    Zusätzlich gibt es Berichte, dass der deutsche Zoll aktuell sehr genau bei Klemmbausteinen aus China hinguckt. Selbst bei XingBao-Sets sollen Käufer vor die Wahl gestellt worden sein, ob das Set vernichtet werden soll oder Lego das Produkt auf Rechteverstoß prüfen soll. Anscheinend gibt es bestimmte Steine, die rechtlich geschützt sind. Sobald sich nur einer der Bricks im fraglichen Set befindet, könnte Lego dann rechtlich gegen den Käufer vorgehen.

      • Diese Möglichkeit hat Lego. Die Bagatellgrenze für den Onlinekauf von Plagiaten liegt bei EUR 0,00. Dem Käufer droht ein Steuerstrafverfahren und dass Lego – als Rechteinhaber – Ansprüche anmeldet (Abmahnung & evtl. Schadensersatz).

        Übrigens:
        IHR, die KÄUFER VON ILLEGALEN Produkten, seid allein für die rechtlichen Konsequenzen verantwortlich.

        Weder Lego, noch der Zoll oder sonst wer hat Euch dahin getrieben. IHR habt Euch für den illegalen Kauf entschieden.

        Also nicht rumweinen, wenns richtig teuer wird.

  10. NUOGAO heisst bald das neue Stichwort. Lepin geht auf die Forderungen ein die vor Gericht getroffen wurden.
    Das Design der Kartons ab und schon gehts weiter.

    Allein der Fakt das man „alte Sets“ nicht mehr bekommt ohne Unsummen an Leute zu zahlen die gehamstert haben. Man bedenke das man für Sets in OVP an die 1000 Euro verlangt werden. Da bestell ich bei Lepin für 80 Euro und das erfüllt den selben Zweck. Plagiat oder nicht, juckt mich nicht. Der Preis muss Fair bleiben. Aktuelle Sets kauf ich mir Original aber auch nur bei Sonderaktionen.
    Zum Thema bestellen:
    Wer sich trotz offener Grenzen vom Zoll erwischen lässt der gehört bestraft, geb ich euch recht. Der Zoll hat weitaus wichtigeres zu tun als jetzt nach „Illegalen Steinchen“ zu fahnden. Alles Panikmache von Gutmenschen…

    • Nur der Fakt alleine, dass Sets für Mondpreise verkauft werden, rechtfertigt immer noch nicht den Diebstahl geistigen Eigentums. LEGO hat mal jede Menge Manpower investiert um ein Set auf den Markt zu bringen, mit allem was dazu gehört. Wenn man daher geht und diese Arbeit klaut ist das schlicht und ergreifend Diebstahl und es gibt kein einziges Argument, dass das auch nur im Ansatz gutheißen könnte. Auch die Mondpreise für alte Sets nicht, denn das geistige Eigentum Legos für dieses Produkt verfällt nicht mit dem Produktionsende. Gottseidank.

      Das der Zoll seine Arbeit macht, gerade bei Einfuhren aus China (was hat das eigentlich jetzt wieder mit offenen Grenzen zu tun, die es bei der Einfuhr außerhalb der EU gar nicht gibt?) ist dann auch mehr als richtig und der Zoll hat jedes Recht sowas dann kommentarlos zu vernichten. Wer sone Scheiße unterstützt darf sich nicht wundern, wenn er Geld ausgegeben hat ohne Gegenwert…

  11. Lepin hätte sich auf alte Modelle beschränken sollen anstatt dreist die Neuheiten zu kopieren.
    Tja, wer den Hals nicht voll bekommt muss eben mit den Konsequenzen leben.

  12. wenn ich mir nur die kommentare von so manchen durch lese. immer das selbe, immer die selben merkwürdigen argumente, aber was solls.
    wer lepin und ähnliche plagiate kauft, egal aus welchen gründen auch immer, ist in meinen augen kein lego fan! punkt! und ich meine damit nur kopien von lego-sets oder mocs! (nicht cobi oder mega blocks, die eigene sets machen)

    ich bin zb ein großer fan von sideshow und kotobukya figuren. sind sie überteuert? ja natürlich!
    suche ich mir jetzt deshalb einen hersteller der billigere kopien herstellt? natürlich nicht!

  13. Jaja, der Verkauf von Lepin wurde tatsächlich nur temporär gestoppt.
    Die Seite ist wieder erreichbar und eine Bestellung wäre (leider) auch kein Problem.

    Das nährt den Verdacht einer inszenierten Aktion. Zumal auf einer asiatischen Seite zu lesen war, dass die Chinesen erst im März 2019 eine neue Fabrik im Wert von USD 5 Mio. in Betrieb genommen haben sollen.

  14. Gegenüber aller Arten von Teilen gleich welcher Herkunft bin ich ziemlich offen. In China decke ich mich regelmäßig mit Teilen ein, die es hier nur als abstrus teure Q-Parts oder überhaupt nicht gibt. Dabei habe ich auch eine Teile entdeckt, die es bei Lego überhaupt nicht gibt. Diese Teile sind unstrittig legal.

    Lepin-Sets habe ich nicht. Weil ich mir lieber einen Original-Porsche für 160€ gekauft habe statt einer Fälschung für 80€.

    Was ich aber durchaus für eine mögliche Konsequenz aus dem Erfolg von Lepin für Lego sehe. Es scheint eine gewisse Nachfrage nach ausgelaufenen Sets zu bestehen. Von Leuten die weder bereit sind, die „Sammlerpreise“ zu bezahlen, noch zwingenden Wert auf vollständige Originalität legen.
    Als Lego würde ich schauen, ob es möglich wäre, für vielleicht 150% der UVP die Teile der Sets längerfristig anzubieten. Ggf. mit nachgedruckten Stickern statt Aufdrucken, Abweichungen bei den Figuren sowie ggf. einzelnen Elementen aus dem 3D-Drucker.

  15. Nachdem Lepin seit einer Woche lustig weiter fälschen darf, hat der deutsche Zoll einen Minierfolg zu vermelden.

    In den vergangenen vier Monaten haben die Zöllner 380 Fälschungen von Lego-Sets sichergestellt. Der Wert wurde mit 50.000 Euro beziffert.

    Ob oder in welcher Form die Besteller der Waren belangt wurden, ist nicht bekannt.

    Quelle:
    https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-hessen-flughafen-frankfurt-zoll-zieht-gefaelschte-lego-spielzeugbausaetze-verkehr-zr-12269946.html

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