Warteschlange im LEGO Online Shop: LEGO bereitet sich auf Black Friday vor

LEGO Online Shop Warteschlange Titel

LEGO bereitet sich anscheinend auf die kommenden Aktions-Tage zum Black Friday und zum VIP-Wochenende vor. Um mit den erhöhten Besucherzahlen während dieses Zeitraums klar zu kommen testet der LEGO Online Shop aktuell eine digitale Warteschlange.

Der LEGO Online Shop und dessen Erreichbarkeit war in Vergangenheit immer mal wieder der Grund für Aufreger. Wir berichteten schon über die Probleme beim Black Friday 2019 und anscheinend hat LEGO sich der Kritik der Nutzer angenommen und hat für dieses Jahr eine neue Funktion eingeführt.

Die Aktionstage im LEGO Online Shop, speziell der Black Friday und das VIP-Wochenende, locken die Kunden mit speziellen Angeboten und exklusiven Gratisbeigaben auf die Website. Durch das hohe Besucheraufkommen kam es in den letzten Jahren häufig zu Situationen, die zu frustrierten Kunden führten. 2019 hatte der LEGO Online Shop neben der teilweise schlechten Erreichbarkeit zum Beispiel teilweise Probleme beim Bestandsmanagement, sodass „Gift with Purchase“-Sets oder ganze Bestellungen storniert wurden, obwohl die Artikel direkt nach Mitternacht in den Warenkorb gelegt und direkt bezahlt wurden.

Deswegen ist die neue Veränderung am LEGO Online Shop vermutlich auf das diese Woche anstehende VIP-Wochenende und den darauf folgenden Black Friday 2020 zurückzuführen. Bei den meisten Aufrufen des LEGO Online Shops fällt aktuell nichts auf, da der LEGO Online Shop mit den momentanen Besuchern auf der Website vermutlich klar kommt. Jedoch haben wir von Lesern schon Bilder geschickt bekommen (vielen Dank dafür!) in denen der LEGO Online Shop nicht direkt aufgerufen werden kann, sondern man sich erst an einer digitalen Warteschlange anstellen muss.

LEGO Online Shop Warteschlange 02

Das Fenster der Warteschlange weist einen darauf hin, dass es im LEGO Online Shop aktuell zu einer außergewöhnlichen Nachfrage kommt und man deswegen warten muss, bis man in den Shop darf. Auch visuell wird die LEGO Warteschlange durch zwei Minifiguren dargestellt, die sich auf einem Balken nach rechts bewegen. Am Desktop wird (im Gegensatz zum Mobile-Browser) sogar angezeigt wie viele Menschen gerade in der Schlange stehen und auf welchem Platz man sich befindet.

Wichtig zu beachten ist, dass der Platz wie bei einer echten Warteschlange vermutlich nur so lange behalten wird, wie man auf der Seite bleibt und sonst verloren geht. Wie sich diese Funktion genau verhält, wenn man beispielsweise das Gerät in den Energiesparmodus geht, muss noch getestet werden. Diese Warteschlange dürfte also das ständige F5-Drücken der Fans verhindern.

LEGO Online Shop Warteschlange 01
LEGO Online Shop Warteschlange auf Mobilgeräten

Wir sind gespannt, ob LEGO mit der neuen Warteschlange den LEGO Online Shop so weit entlasten kann, dass weniger oder hoffentlich gar keine Fehler mehr beim Bestellvorgang auftreten und somit auch weniger Frust aufkommt. Wir hoffen vor allem, dass damit einige der Probleme bei großen Verkaufs-Events wie Black Friday in den Griff bekommen werden.

Falls euch die Warteschlange angezeigt wird, schickt uns gerne Screenshots davon!

Wie findet ihr das Konzept einer Warteschlange? Seid ihr optimistisch, dass dadurch der LEGO Online Shop entlastet werden kann? Schreibt und gerne eure Gedanken zu diesem Thema in die Kommentare!

Über Jonas Kramm 59 Artikel
24 Jahre jung mit 20 Jahren LEGO Erfahrung. Moc-Bauer, Burgen-Kurbler, Dino-Zähmer, Bautechniken-Tester, Set-Schlachter, Foto-Bearbeiter, Farben-Kenner und Teile-Experte.

51 Kommentare

  1. Bei mir war das heute auch. Noch 456 Besucher vor mir. Wartedauer weniger als eine Minute.
    Ging dann auch wirklich fix und die Seite war dann wie gewöhnlich da.

  2. Hoffentlich klappt das und wenn man dran ist ist der Shop auch ohne Bugs benutzbar. Das ist wirklich immer sehr ärgerlich. Hat mich schon ein paarmal verarscht, z.b beim Batmobil. 23.55 uhr in den warenkorb gelegt, gekauft, aber es ging nicht.
    Dann lieber direkt den Zugang limitieren wie sie es jetzt machen. Hoffen wir auf das Beste

      • Warteschlagen einzuführen anstatt für Specialevents genug Server temporär vorzuhalten. Sorry, aber das geht nun wirklich instant, wenn man als Technikabteilung will (und Ahnung hat). Hat Amazon etc jemals sowas gehabt?

        • Hmm, okay. LEGO ist halt nicht Amazon und besitzt nicht eine der größten Server-Farmen weltweit. Der Unterschied ist halt: LEGO ist kein IT-Unternehmen. Amazon kann sowas Inhouse super abbilden und hat da die schlauesten Köpfe der Welt sitzen. Amazon ist deren wichtigstes Produkt und darf nicht ausfallen. Bei LEGO ist der Online Shop nur ein Kanal. Dafür kann man da nicht die schlauesten Entwickler und Servertechniker rund ums Jahr eingestellt haben, um das Inhouse zu machen.

          Ich glaube, dass es mit dem aktuellen Shopsystem von LEGO einfach nicht geht. Ich kenne das ja auch bei StoneWars: Unser Blog ist im Hintergrund an einigen Stellen so überfrachtet, dass ein besserer Server nichts nützt. Die Seite bricht trotzdem zusammen, wenn bestimmte Benutzer-Muster auftreten.

          • Ne, die Ausrede lass ich leider nicht mehr gelten. Das Desaster erleben wir hier fast monatlich und nichts ändert sich da zum besseren. Und zusätzliche Serverkapazität gibs virtuell an jeder Ecke per Knopfdruck, das hat nichts mit Amazon zu tun. Natürlich muss ein Shopsystem skalieren. Aber wie gesagt: Es geht seit Jahren nichts voran in Sachen S@H. Von daher ein Armutszeugnis für eine Firma dieser Größe

          • Man muss ja nur die Infrastruktur auf AWS schieben und halt auf Serverless oder Kubernetes setzen. So schwer ist das nicht. Genug Zeit wäre ja gewesen. Klar sind da oft viele Systeme dran beteiligt die alle skaliert werden müssen, es ist ja nicht nur die Website sondern Anbindungen an Faktura, Lager, etc und wenn da einer davon ein alter Mobolit ist der nur auf einem Node läuft wo nur Scale Up aber kein Scale Out möglich isst hat man gar keine andere Wahl als eine Warteschlange..

          • Amazon ist eigentlich ein Cloudprovider (AWS) mit Nebengeschäft Onlineshop 🙂 Der Großteil des Unternehmengewinns kommt über AWS, nicht über Amazon.com und Marketplace.

        • Hat Amazon nicht, aber die kamen z.B. in der kurzen Vorbestellphase für die Playstation 5 durchaus ins Stottern.

          Und je nach Systemarchitektur schaltet man eben nicht einfach mal ein paar Server dazu. Da finde ich es zumindest übergangsweise durchaus ein adäquates Mittel, den Zugang etwas zu beschränken, damit sich die Kundschaft im virtuellen Laden nicht auf die Füße tritt. Sonst kommt bloß wieder der Backend nicht hinterher und es hagelt Stornierungen.

        • @Marco. Man sieht, dass du nicht vom Fach bist und so gar keine Ahnung von der Materie hast.

          Temporär eine sehr gute Lösung. Und was noch viel besser ist, Lego nimmt die Probleme tatsächlich wahr und versucht diese in den Griff zu bekommen. Top!

          • Dass ich von der Materie keine Ahnung hab ist in den letzten knapp 25 Jahren in der Firma noch garkeinem aufgefallen…schon komisch.

    • Was ist denn daran ein Armutszeugnis? Also ich finde das ist wirklich cool und Hightech vom Feinsten. Außerdem zeigt es, dass sie das Problem erkannt haben und etwas tun.
      Man darf nicht vergessen, Lego ist ja auch kein reiner Online-Händler sondern sieht sein Hauptgeschäftsfeld schon noch Offline im Store oder beim Spielwarenhändler.

    • War ja klar, dass so ein Kommentar kommt. Hauptsache, mal meckern. 😑

      Das haben mittlerweile übrigens viele Online-Shops, wenn aufgrund eines Verkaufsstarts zu einem bestimmten Zeitpunkt ein immens höherer Traffic zu eben diesem bestimmten Zeitpunkt zu erwarten ist, zum Beispiel popcultcha, wenn ein Funko Pops Exclusives-Verkauf startet.

      Wer in der IT arbeitet, weiß, dass sich gewachsene Systeme nicht einfach austauschen lassen, manchmal auch nicht innerhalb eines Jahres.

      Eime Warteschlange ist eine transparente und zielführende Lösung für das Problem von überlasteten Servern. In den meisten Fällen wird man eh schon nach wenigen Minuten, wenn nicht Sekunden auf der Website sein.

    • Es kommen teilweise die größten Seiten ins Stottern, auch wenn sie sich speziell darauf vorbereiten. Bei speziellen Blitzangeboten sogar bei Amazon oder PS5, schonmal Rammstein Tickets gekauft 😉 da weiß der Shop was auf ihn zu kommt und trotzdem klappt es nicht, denn es ist nicht so einfach und schon gar kein Knopfdruck 😀
      Ansonsten freue ich mich natürlich, wenn es eine Warteschlange gibt und diese funktioniert – ich bin gespannt.

  3. Geht das VIP-Wochenende eigentlich direkt um 0:00 Uhr am 21.11. lost? Hat da schon jemand Erfahrung mit vergangenen Aktionen? Ich möchte sicher gehen, das GWP zu bekommen.

    • Also bei Veröffentlichungen war meist Punkt 0:00 das Tor auf.
      Mein Krokodil hab ich da auch direkt bestellt und dann schnell bekommen und kann da nur schwer mitfühlen wie das ist, auf das Teil so lange zu warten.

      Ich denke es ist nicht verkehrt, zeitig online zu sein.

  4. Das scheint eine Verbesserung zu sein. adidas arbeitet damit bei seinen VIP-Verkäufen auch. Trotzdem erschließt sich mir als technischer Laie nicht, warum man zu solchen planbaren Events nicht temporär die Server-Kapazitäten hochschalten kann. Vielleicht ist hier ein IT-Experte in der Community, der/die das erklären kann?

    • Das Problem wird sein dass so eine Shoparchitektur aus 10 oder 100 Subsystemen besteht und sich nicht alle perfekt entkoppeln lassen über Warteschlangen. Erstellung einer PDF Abrechnung und Email verschicken lässt sich super entkoppeln.Abfrage vom Lagerbestand und Reduktion um 1 eines GWP lässt sich nicht entkoppelt das muss halt bei drücken des Bestellknopfes mitlaufen und Gleichheit optimalerweise dann auch niemandem mehr im Warenkorb landen wenn Bestand weg und dann hat man noch die Fälle die es im Warenkorb haben aber noch nicht bezahlt. Und die Fälle die es im Warenkorb haben, bezahlt haben aber es trotzdem 1 sekunde zu lang gedauert hat und das letzte GWP dnan doch schon weg war.

      Es ist nur ein kleines Beispiel wie komplex so ein System sein kann. Man kann dann natürlich in einem Jahr ein System an den kritischen Punkten verbessern oder man baut halt aufgrund von Fachkräftemangel und zu wenig Zeit doch nur eine Warteschlange ein und baut Puffer ein für Lagerbestand, sprich bei 5 Prozent lager sagt man es ist schluss um die oben genannten Sonderfälle dann manuell noch nachzuerfüllen.

      Ich habe selbst vor 2 Jahren eine neue Zentrale Komponente im Transportwesen entwickelt und bin froh dass die läuft, denn durch Corona laufen bereits 40 Prozent mehr Paketeund Ereignisse durch alle Systeme und mit Black friday in Kombination mit zweiter Welle wird es dieses Jahr nochmal einen schönen Sprung geben, wir prognostizieren 80% mehr als letztes Jahr. Um mal Zahlen zu nennen wir sprechen hier von 500 bis 1000 Paketrn pro Sekunde.

  5. Ich bin darauf gespannt wie sich eine überlastete Warteschlange verhält… (denn warum sollte das neue Feature besser funktionieren als der Rest des Shops).

  6. Also ich will kein Pessimist sein, aber ich kann mir vorstellen, dass zum Aktionsstartraum diese Warteschlange dazu führen wird, dass die Ersten die sich anmelden das Einkaufen für andere „blockieren“ können und dass Aktionen dadurch verpasst werden. Wenn jemand ständig auf F5 drückt dann besetzt er „die Leitung“. Und wie soll das System erkennen wer Prio in der Warteliste hat?

      • Die kann sich übrigens aus verschiedenen Faktoren ableiten, randomisiert, IP basiert, Geräte Id, hash aus installierten Browser Plugins,… Je nachdem wie viele Möglichkeiten man hat und welche man nutzen will um z. B. Missbrauch zu verhindern. Oft ist es einfach die IP Adresse oder ein lokaler cookie.

          • Das bin ich auch. Denn natürlich kann es ja immer irgendwo dennoch klemmen, und man darf auch nie vergessen dass sich im Netz, unter anderem auch hier, meist nur die melden die Probleme hatten. Und wir nicht wissen ob es bei 90, 95 oder 99,99 Prozent aller Besteller einwandfrei geklappt hat und ob es 10, 10.000 oder 10 Millionen Zugriffe Punkt 0 Uhr gab. Die IT bei Lego kann das natürlich mit geeigneten Metriken.

            Von Amazon gibt es übrigens einige Zahlen zum Prime day. Übrigens sehr lustig hier wird der Stormtrooper Helm direkt in der Einleitung als bestseller beschrieben. Google mal nach „aws prime day 2020 powered by“
            Es wurden u. A. 241 Petabytes Speicher zusätzlich für den Prime day bereitgestellt, 563 Petabytes Datentransfer pro Tag (!) und 280 Millionen Seitenaufrufe pro Minute (!!) und das ist nur der Durchschnitt…

  7. So etwas ist im „Sneaker Business“ bei einem release Alltag und hat sich sehr bewährt! Ich finde gut das Lego die Kritik aus 2019 beherzigt und Abhilfe geschaffen hat.

  8. Nur so mal aus Interesse ich kenne jemand der behauptet dass man StoneWars also die Webseite einfach auf einen Rasberry Pi laufen lassen könnte (Also Leistungstechnisch gesehen). Meint ihr das wäre möglich? Ich glaube zwar nicht aber mich würden die fremde Meinung interessieren.

  9. Das gibts bei Ticketverkäufen auch, führt zwar dazu, dass der Shop in der Regel nicht zusammenbricht, aber wer sich mit seinem alten 14,4er Modem einloggt, wird trotzdem ganz hinten in der Schlange stehen und nichts abbekommen 😉

  10. Wäre es nicht am Besten die Warenbestände etwas hochzufahren und so keinen Ansturm zu erzeugen? Sozusagen eine Bekommgarantie für Bestellungen 24h oder 48h nach Angebotsbeginn. Gerne auch mit Nachlieferung ein paar Wochen später. Ist immer noch besser wie nicht bekommen.

  11. Ich sehe es gelassen und sportlich! Habe für das VIP Wochenende diverse Sets auf meiner Liste und kaufe eben das was ich bekommen kann.
    Bekomme ich nicht alles, ok! Bekomme ich gar nichts(woran ich nicht glaube) dann ist es halt so!
    Ähnlich zum BF. Schauen mer mal was kommt! ✌🏻

  12. Ich muss vielen Kommentatoren zustimmen.
    DAS ist ein Armutszeugnis für LEGO. Einfach mehr Clouds installieren so das auf dem dualen Mainframe der Backbone endlich skaliert.
    Und bevor jemand kommt das ich keine Ahnung habe! Ich habe gestern mein IPhone gehackt und Android Marshmallow darauf installiert damit ich über einen russischen Server „My little Pony“ auf klingonisch ansehen konnte.

  13. Immer wieder schön, dass Leute meinen, sie könnten alle Probleme eines Konzerns lösen, dabei aber frappierende Lücken in ihrem Wissen bzgl. IT Infrastruktur, Entscheidungsfindung in einem Weltkonzern, Lagerhaltung, Lagerkosten, Kosten Nutzen Verhältnis etc offenbaren. Nicht das ich von solchen Dingen Ahnung habe (bzw nicht von allen genannten), aber meine Erfahrung aus der Arbeit mit Leitungsaufgaben in einem anderen Konzern (ganz andere Branche) lehrt mich, dass man besser seinen Fachkräften in den Abteilungen vertraut, wenn man kein Chaos verursachen will…
    diese Lösung bei Lego beweist doch, dass das Problem erkannt wurde und an einer Lösung gearbeitet wurde. Da werden sicherlich verschiedene Optionen auf den Tisch gekommen sein, aus denen diese gewählt wurde. Auf welcher Ebene diskutiert wurde (IT oder auf höhererEbene) ist dann wieder eine andere Frage. Sprich, ob die Lego IT Truppe den einfachsten Weg gegangen ist und den anderen Abteilungen einfach gesagt hat „wir machen das so, weil anders geht es nicht“ oder ob die auch größere Lösungen vorgeschlagen haben und am Ende die ökonomisch (BWL mäßig) günstigste Lösung gewählt wurde oder, oder, oder.
    Naja, nur so am Rande…

  14. Schade das so viele meckern. Das gleiche System nutzte der Bund vor einiger Zeit für die Fördergelder / Corona.

    Die Warteschlange verhindert einfach ein ständiges abstürtzen des Servers. So bekommt jeder was und muss nicht hektisch F5 drücken. Es hat sich bewährt und ist auch eine sinnvolle Ergänzung.

    Für alle die motzen, schaut es euch am Black Friday an, es wird vielen einige Nerven ersparen.

    Die Leute die geiern und direkt mehrere Pakete mit diversen Namen ordern, tut mir NICHT leid.)

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