Classic Review: LEGO 75017 Duel on Geonosis von 2013

Im heutigen Classic Review schauen wir uns das Duell auf Geonosis aus dem Jahre 2013 an. In diesem Set gibt es die aktuellste Version des Sith Lords Count Dooku, was das Set für mich sehr interessant macht. Aber auch weitere Highlights warten auf euch.

Einleitung

In dieser kleinen Beitragsserie werden Sets reviewed, die es schon länger nicht mehr am Markt gibt. Dabei liegt der Fokus auf Sets, die vielleicht (zumindest für mich) das gewisse etwas haben. Anders als bei Standard-Reviews möchte ich nicht zu sehr auf den Preis (sowohl die UVP als den aktuellen am Markt) und solche Details wie den Preis pro Stein eingehen. Im Vordergrund stehen die Minifiguren, die Umsetzung im Vergleich zum Film sowie die Spielbarkeit des Sets. Auch der Aufbau des Sets nach Anleitung wird nur in Ausnahmen beschrieben.

Duell auf Geonosis

Die Szene, auf dem das Set basiert, spielt in Star Wars II – Angriff der Klonkrieger. Nachdem Anakin, Obi-Wan und Padme in der Arena von den anderen Jedi und den Klonen gerettet wurden, flüchtet Count Dooku. Anakin und Obi-Wan heften sich an seine Fersen und stellen ihn schließlich in einer Höhle. Es kommt zu einem epischen Lichtschwertkampf, in dem Obi-Wan verletzt wird und Anakin eine Hand verliert. Im Moment als das Schicksaal der beiden Jedi besiegelt scheint, kommt Meister Yoda in die Höhle und kämpft gegen Count Dooku. Der folgende Kampf war damals ein riesen Thema auf dem Schulhof und endet mit der Flucht von Count Dooku.

Die Szene hat also ein riesiges Potential für ein schönes Play Set. Christopher Lee ist darüber hinaus ein hervorragender Schauspieler, der der Figur Count Dooku sehr überzeugend spielt. Schauen wir mal, wie das alles bei Lego umgesetzt wurde.

Minifiguren

Count Dooku

Die Minifigur von Count Dooku gibt es bis jetzt nur in drei Varianten. Zuerst erschien 2002 ein Set mit Namen Jedi Duel (7103) zum Film, welches Count Dooku noch mit gelben Händen und Gesicht enthält. Dann erschien 2009 eine Figur vom Count im Clone Wars Design. Persönlich ist dieser Stil gar nicht mein Fall. Die aktuellste Figur befindet sich in diesem Set und ist sehr schön designed. Neben dem gebogenen Lichtschwert in Chrom gibt es ein Wendegesicht, was den Count entweder mit Böser Miene oder mit einem etwas angestrengten Gesichtsausdruck zeigt. Meine Meinung nach ist die Figur wesentlich besser und detailreicher als die aus 2002. Da ich die Clone Wars Figur aufgrund des Stils nicht mag, ist das die beste Version vom Count. Mal schauen, ob die Figur irgendwann noch mal in einem Set auftaucht.

Count Dooku Minifigur

Yoda

Der Kontrahent von Count Dooku darf natürlich auch nicht fehlen. Die Figur ist identisch zur der aus dem Set 75168 Yoda’s Star Fighter. Aktuell gibt es die Figur noch in 75208 Yoda’s Hut mit einem anderen Torso Print. Im Vergleich zu den ganz alten Yoda-Köpfen sieht der aktuelle super aus. Eine gelungene Figur.

Yoda Minifigur

Poggle the Lesser

Diese Figur ist exklusiv nur in diesem Set enthalten. Auch in anderen Varianten gibt es Poggle leider nicht. Da die Figur im eigentlich Duell nicht mehr auftritt, hätte sie auch nicht unbedingt mit in das Set gemusst. In einer Szene vor dem Duell gibt Poggle aber Count Dooku die Pläne für den Todesstern, damit diese den Klonkriegern nicht in die Hände fallen. Die Pläne in Form eines Hologramms sind auch in diesem Set als ein transparenter oranger Rundstein mit Print enthalten. Extrem cool! Die Figur von Poggle ist ebenfalls sehr schön. Der Print auf den Beinen und beiden Seiten des Torsos ist sehr detailreich. Zusätzlich gibt es noch die vier Flügel und einen Kopf aus Gummi. Bei meinem gebrauchten Set ist der Kopf leider etwas ausgeleiert und fällt leicht von der Figur ab. Wenn ihr es auch gebraucht kaufen solltet, fragt vorher am besten nach.

Poggle the Lesser Minifigur mit Gehstock und den Plänen des Todessterns

FA-4 Pilot Droid

Der Droide ist eher unspektakulär, aber ebenfalls recht exklusiv. Er erschien nur im Weihnachtskalender von 2013 noch einmal. Der Droide verschwindet kurz vor dem Kampf zwischen den Jedi und Count Dooku in dessen Raumschiff.

FA-4 Pilot Droid

Das Set

Die Höhle mit Startrampe

Die Höhle umfasst einen schön gestalteten Torbogen, eine Startrampe, eine faltbare Höhlenwand und ein Felsfragment mit Geheimtür. Die Seitenwand sowie das Felsfragment sind über Pins mit dem Torbogen verbunden und können auch abgezogen werden. Dadurch kann der Spielbereich bei Bedarf vergrößert werden. Im Vergleich zur Filmszene finden sich sehr gut umgesetzte Elemente. Zwar gibt es im Film viele Deckenlampen, aber die prinzipielle Ausführung mit den drei Strahlern ist identisch zu der im Set. Auch den am Boden liegenden Schlauch findet sich im LEGO Modell wieder. Mein persönliches Highlight ist die Säule, die der Filmvorlage sehr nahe kommt.

Ein Blick in die Höhle auf Geonosis

Die Startrampe bleibt in diesem Modell leider leer. In dieser Preisklasse wäre das mit dem Raumschiff aber auch nicht möglich gewesen. Auf der großen Fliese (es ist die gleiche, die z.B. bei UCS Modellen für den Sticker genutzt wird, nur in dark bluish grey) findet allerdings auch nichts wirklich großes Platz.

Startrampe und Torbogen

Speeder

Mit dem Speeder flieht Count Dooku in die Höhle. Die Details aus dem Film sind entsprechend der Größe des LEGO-Modells gut wiedergegeben. Count Dooku’s Raumschiff, mit dem er schließlich entkommt, hätte mir in diesem Set besser gefallen. Insgesamt finde ich es aber in diesem Preissegment in Ordnung, dass nur der kleine Speeder dabei ist. Zum Spielen taugt der nämlich in jedem Fall (und wurde damals vielleicht in der Phantasie des ein oder anderen Kindes zu Count Dooku’s Raumschiff).

Count Dooku’s Speeder

Features

Das Set hat einige Spielfeatures, welche ich euch im Folgenden kurz vorstellen möchte. Um den Kampf zwischen Count Dooku und Yoda nach zu spielen, gibt es die Möglichkeit Yoda über einen Pin an einer Technic-Achse zu befestigen. Über ein Drehgelenk und die Verschiebung der Stange in diesem Gelenk kann Yoda dann durch die Höhle fliegen! Auch hier bin ich wieder begeistert von der Detailtreue zum Film. Sicher erinnert sich der ein oder andere noch gut daran, wie überrascht man damals im Kino war, als Yoda auf einmal im Kampf richtig aufgedreht hat.

Yoda fliegt während des Lichtschwertkampfs durch die Höhle

Am Ende des Kampfes, versurch Count Dooku Anakin und Obi-Wan unter einer Säule zu begraben. Glücklicherweise kann Yoda mit seinen Jedi-Kräften dagegen wirken. Obwohl leider Anakin und Obi-Wan in diesem Set fehlen, kann man die Säule über einen Hebel kippen lassen.

Count Dooku bringt mit seinen Sith-Kräften die Säule zum Umfallen

Während des Kampfes versucht Count Dooku die Höhle zum Einsturz zu bringen. Auch im Modell kann man einen kleinen Teil des Felsens absprengen, in dem man eine Technic-Achse hineindrückt. Dadurch löst sich das Felsfragment von einer Jumper Plate, auf der es recht lose sitzt, und fliegt in den Raum.

Count Dooku versucht die Höhle zum Einsturz zu bringen

Links neben dem Torbogen gibt es ein kleines Versteck. Im aufklappbaren Felsen befindet sich eine Truhe, in der Poggle die Pläne für den Todesstern verstecken kann. Im Film übergibt Poggle die Pläne an Count Dooku zwar früher und tritt auch in dieser Szene im Film gar nicht mehr auf, aber die Idee ist trotzdem gut. Sonst hätte es wohl keine Poggle Minifigur gegeben.

Poggle versteckt die Pläne des Todessterns im Felsen

Zusammenfassung und Fazit

Für einen Preis von 49,99 Euro gab es damals ein Paket aus sehr guten Minifiguren und einem Set mit einigen coolen Features. Mich persönlich überzeugt vor allem die Count Dooku und Poggle Minifigur, weshalb ich mir das Set letztendlich auch gebraucht bei eBay gekauft habe. Yoda und der Droide komplettieren das Set, wobei ich mir vielleicht noch Obi-Wan und Anakin gewünscht hätte. Aber da diese Figuren zu der Zeit recht häufig in Sets vorgekommen sind, hatte man sie sowieso zuhause. Klasse sind auch die Pläne des Todessterns, die dann mit Count Dooku von Geonosis entkommen.

Die Höhle und der Speeder sind sehr gut gemacht und halten einem Vergleich mit dem Film problemlos stand. Die umgesetzten Spielelemente erlauben es das Duell sehr gut nachzustellen. Daher sehe ich auch den Spielwert dieses Sets als sehr hoch an. Durch den modularen Aufbau und die offene Kulisse kann nach belieben weitergebaut und ergänzt werden. Würde es das Set heute noch am Markt geben, gäbe es an dieser Stelle eine Kaufempfehlung. Gebraucht liegt der Preis bei ca. 40,- Euro, neue Sets gibt es etwa ab 60,- Euro (Quelle: BrickLink).

Ich hoffe euch hat das erste LEGO Star Wars Classic Review gefallen. Wollt ihr mehr Reviews von älteren Sets oder interessieren euch primär die aktuell verfügbaren Sets? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.

Über Max 9 Artikel
Seit dem Kauf des UCS Executor in 2013 begeisterter LEGO Star Wars Fan und Sammler. Man munkelt, dass er mittlerweile ein ganzes Zimmer voller LEGO hat. Im normalen Leben als studierte Maschinenbauingenieur in der Forschung tätig. Auf StoneWars verfasst er gelegentlich Gastbeiträge rund um die Themen BrickLink und MOCs.

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