LEGO 10283 NASA Space Shuttle Discovery im Review!

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Titel

LEGO hat erneut ein Space Shuttle im Programm: das LEGO 10283 NASA Space Shuttle Discovery. Zum ersten Mal richtet es sich explizit an Erwachsene – Grund genug, das neue Set einer gründlichen Review zu unterziehen.

Das NASA Space Shuttle ist aktuell exklusiv bei LEGO im Onlineshop und in den LEGO Brand Stores verfügbar. Später im Jahr kommt es vermutlich noch bei ausgewählten Händlern ins Sortiment.

Von früher bis heute

Am 22. März wurde das Set offiziell von LEGO vorgestellt, nachdem kurze Zeit zuvor erste Gerüchte aufkamen. Bevor wir tiefer in das aktuelle Set einsteigen, werfen wir erst mal einen Blick in die Vergangenheit. Space Shuttles gab es bei LEGO nämlich schon so einige:

Diese Liste zeigt nur die größeren Sets – es gab in der Vergangenheit auch noch kleinere Sets / Polybags, bei denen das Shuttle aus nur sehr wenigen Teilen gebaut wurde.

Bei allen oben gezeigten Sets handelt es sich mit einer Ausnahme stets um generische „Space Shuttles“ – teilweise tragen die Sets sogar nur „Shuttle“ im Namen. Die Ausnahme bildet das Set 7470 aus dem Jahr 2003: Dabei handelt es sich explizit um das Space Shuttle „Discovery“ auf der Mission STS-31, bei der das ebenfalls im Set enthaltene Hubble Weltraumteleskop (Hubble Space Telescope, HST) ausgesetzt wurde.

Bei dem aktuellen Set, dem LEGO 10283 NASA Space Shuttle Discovery, steckt der Name des Shuttles schon im Namen. Auch diesmal handelt es sich um die „Discovery“, und auch diesmal ist das Hubble Weltraumteleskop enthalten. Wir sehen also wieder die Mission STS-31 (wobei man sich natürlich auch alternativ eine der Service-Missionen vorstellen kann). Hier nun erst mal die harten Fakten für das Set:

  • Setnummer: 10283
  • Name des Sets: NASA-Spaceshuttle „Discovery“
  • Englischer Name: NASA Space Shuttle Discovery
  • Anzahl Steine: 2354
  • Anzahl Minifiguren: 0
  • Anzahl Sticker: 30
  • Anzahl bedruckte Teile: 30
  • Preis (UVP): 179,99 Euro
  • Preis pro Teil: 7,6 Cent
  • Gewicht (nur Teile): 2,0 kg
  • Preis pro kg: 89,99 Euro
  • Maße des Sets: 55 cm Länge x 35 cm Breite x 25 cm Höhe
  • Release: 1. April 2021
  • LEGO Designer: Milan Madge
  • Altersempfehlung: 18+

Insgesamt hat LEGO damit im Moment vier Sets für Erwachsene im Programm, die mit NASA-Branding versehen sind: LEGO 92176 NASA Apollo Saturn V, LEGO 10266 Apollo 11 Mondlandefähre, LEGO 21321 Internationale Raumstation und eben das LEGO 10283 Space Shuttle Discovery.

Eine technische Meisterleistung: die echten Space Shuttles

Die Discovery ist eines von insgesamt fünf Space Shuttles, die jemals im Weltall im Einsatz waren. Ein weiteres Shuttle (die „Enterprise“) wurde zunächst für Flugtests in der Atmosphäre gebaut und war nicht in der Lage, in den Weltraum vorzudringen. Die anderen Shuttles (Atlantis, Endeavour, Challenger, Columbia und Discovery) wurden weltraumtauglich gebaut und waren bei 135 Missionen im Einsatz. Die Discovery absolvierte davon alleine 39 Missionen – mehr als jedes andere Shuttle.

Die Besonderheit des Shuttles besteht in seiner Wiederverwendbarkeit. Im Gegensatz zu anderen Systemen – wie zum Beispiel der Saturn V – konnten einige Komponenten wiederverwendet werden: Neben dem eigentlichen Orbiter konnten auch die für den Start benötigten Feststoffbooster mehrfach verwendet werden. Lediglich der große Außentank, der den Treibstoff für die drei Haupttriebwerke enthielt, verglühte beim Eintritt in die Erdatmosphäre. Alle drei Bestandteile (Orbiter, Tank und Booster) zusammen wurden als Space Transport System (STS) bezeichnet.

Space Shuttle 2
Space Transport System beim Transport zur Startrampe, Quelle NASA

Nach dem Start, der senkrecht erfolgte, wurden zunächst die dann ausgebrannten Booster abgeworfen, im Orbit dann schließlich der Außentank. Zum Ende der Mission starteten spezielle Bremstriebwerke und das Shuttle trat in die Erdatmosphäre ein, von der es weiter gebremst wurde. Von da an segelte der Orbiter ohne Antrieb zu einem der dafür vorgesehenen Flughäfen mit besonders langer Landebahn und landete wie ein Flugzeug auf Rädern. Für die Landung gab es also nur einen einzigen Versuch.

Space Shuttle 3
Space Shuttle Discovery im Landeanflug, Quelle: NASA

Entwickelt wurde das System des wiederverwendbaren Raumfahrzeugs in den 70er Jahren von der NASA, um die Kosten zu senken. Dieses Ziel konnte allerdings nie erreicht werden. Die erste Mission STS-1 startete am 12.04.1981 mit dem damals einzigen Orbiter: der Columbia. Die Discovery war nach der Challenger der dritte Orbiter und startete zum ersten Mal am 30.08.1984 (Mission STS-41-D). Ihren letzten Flug begann sie am 24.02.2011 (Mission STS-133).

Der Orbiter

Der Orbiter erinnert teilweise an ein Flugzeug: Vorne eine (mehr oder weniger) spitze Nase, dahinter ein Cockpit, daran anschließend ein röhrenförmiger Rumpf und am Ende ein Seitenruder. Im Gegensatz zu normalen Verkehrsflugzeugen sind die Flügel als Dreiecke ausgeführt, während man Turbinen vergebens sucht. Stattdessen befinden sich am Heck drei große Triebwerke, die beim Start den nötigen Schub entwickeln konnten. Nach dem Abwurf des externen Tanks waren diese Triebwerke übrigens nutzlos, da an Bord kein Treibstoff mehr vorhanden war.

Space Shuttle 4
Space Shuttle Atlantis bei der Landung, Quelle: NASA

Als Farben dominierten Schwarz und Weiß. Weiß ist im Weltraum immer eine gute Idee, da die Sonnenenergie so großteils reflektiert wird und sich das Shuttle nicht so stark aufheizt. Die schwarzen Teile waren extrem hitzebeständige Kacheln und in der Lage, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre entstehenden Temperaturen vom Shuttle abzuhalten. Der gesamte Schild bestand aus etwa 24.300 unterschiedlich geformten Kacheln.

Den größten Teil des Rumpfes nahm die Nutzlastbucht ein. In ihr wurden neben Satelliten auch Teile der Internationalen Raumstation ISS in den Orbit befördert. Auch wurden Satelliten im All eingefangen und in der Bucht wieder auf die Erde transportiert. Verschlossen wurde die Bucht durch zwei riesige Klappen, die sich entlang des Rumpfes befanden. Sobald der Orbiter im Weltall angekommen war, mussten diese geöffnet werden, da sich an deren Innenseite Radiatoren befanden, die überschüssige Wärme aus dem Shuttle transportierten. Ohne diese Maßnahme wäre das Shuttle schnell viel zu heiß geworden.

Space Shuttle 1
Space Shuttle Discovery mit geöffneter Nutzlastbucht. Gut zu sehen sind die Radiatoren sowie der Roboterarm, Quelle: NASA

Um die geladene Fracht auszuladen, war ein langer Roboterarm mit an Bord: das Remote Manipulator System (RMS). Mit ihm war es nicht nur möglich, die Fracht zu entladen, sondern auch Satelliten oder Forschungsplattformen wieder einzusammeln. Auch beim Bau der ISS wurde der Arm verwendet.

Zu guter Letzt ein paar Fakten zum Orbiter:

  • Gewicht: 109t (bei maximaler Zuladung)
  • Länge: 37,24m
  • Spannweite: 23,79m
  • Höhe: 17,37m
  • Nutzlastbucht Länge: 18,29m
  • Nutzlastbucht Durchmesser: 4,57m

Das Hubble Weltraumteleskop

Das Hubble Weltraumteleskop (englisch Hubble Space Telescope, HST) ist ein von den Raumfahrtagenturen NASA und ESA gemeinschaftlich entwickeltes und betriebenes Teleskop im Weltraum. Die Platzierung im All hat den Vorteil, dass sich keine störende Atmosphäre zwischen Fotoobjekt und Teleskop befindet.

Das HST wurde bei der Mission STS-31 von der Discovery am 25.04.1990 im All ausgesetzt. Um den gewünschten Platz im Orbit zu erlangen, war der höchste Flug eines Space Shuttles nötig: 611km über der Erdoberfläche. Allerdings wurde sehr schnell klar, dass die Bilder des Teleskops quasi unbrauchbar waren. Dieser Fehler wurde 1993 durch eine weitere Shuttlemission STS-61 (mit der Endeavour) vor Ort, also im Orbit, behoben.

Hubble Deployment
HST kurz nach dem Aussetzen im Orbit, Quelle: NASA

Es folgten insgesamt noch vier weitere Servicemissionen zum Teleskop, davon zwei mit der Discovery und je eine mit Columbia und Atlantis.

Hubble 3
Das HST nach dem Einfangen durch die Endeavour zur Korrektur der Optik bei Mission STS-61, Quelle: NASA

Das Teleskop liefert seit der ersten Korrektur im Jahr 1993 atemberaubende Bilder aus dem All und ist bis heute aktiv. Dabei deckt es ein Spektrum von Infrarot über sichtbares Licht bis hin zu Ultraviolett ab.

Die Bauweise wurde an die Form der Nutzlastbucht der Space Shuttle angepasst: Es handelt sich daher grob um eine lange Röhre, die gerade so in die Nutzlastbucht passt. Da das Teleskop schon einen Großteil des verfügbaren Platzes einnahm, mussten die Solarzellen besonders platzsparend gebaut werden. Die sonst üblichen, klappbaren Paneele kamen dafür nicht in Frage. Dafür entwickelte man Solarzellen, die auf einer Art Folie aufgebracht und somit aufgerollt werden konnten.

Hubble 2
Das HST bei der Montage in der Nutzlastbucht, Quelle: NASA

Hier nun mal ein paar Fakten zum Teleskop:

  • Gewicht: 11,6t
  • Länge: 13,1m
  • Durchmesser: 4,3m

Äußere Werte: Die Box des Sets

Da das LEGO 10283 NASA Space Shuttle Discovery im Rahmen der 18+ Reihe erscheint, kommt es in dem für diese Reihe typischen dunklen Design. Auf der Vorderseite ist das Shuttle nebst Teleskop vor dunklem Sternenhintergrund zu sehen. Das Teleskop schwebt frei, während das Shuttle auf seinem Ständer ruht. Daneben finden wir den Namen des Sets ansprechend gestaltet, außerdem das Logo des Space Shuttle Program der NASA.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Box Vorne

Am unteren Rand finden sich wie üblich die Alterskennzeichnung (18+), die Setnummer 10283 sowie die Anzahl der Teile (2354). Die Box misst 58 x 47 x 9 cm.

Die Rückseite zeigt das Set in Gänze: Der Orbiter ruht mit geöffneter Nutzlastbucht auf seinem Ständer und ist gerade dabei, das HST auszusetzen. Davor sind die beiden Plaketten zu sehen. Neben der Strichzeichnung des Orbiters mit seinen Maßen zeigt eine Reihe kleiner Bilder die Funktionen des Sets sowie zwei Fotos der Vorbilder.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Box Hinten

Auf den Seiten der Box finden sich neben den obligatorischen Sicherheitshinweisen noch einige weitere Ansichten von Shuttle und Teleskop.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Box Seite 2 LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Box Seite 1

Innere Werte: Inhalt der Box

Wenig überraschend finden sich in der Box einige Tüten mit den Teilen, insgesamt 19 an der Zahl, davon eine ohne Nummer. Daneben extra eingeschweißt die Anleitung mit den Stickern und den beiden Folien für die Solarpaneele.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Box Inhalt

In der folgenden Galerie findet ihr den Inhalt noch mal zum Durchklicken:

Bau einer Raumfähre

Der Bau gliedert sich in 17 Bauabschnitte. Bei den ersten drei Abschnitten wird das Teleskop gebaut, die restlichen 13 sind dann für das Shuttle.

Anleitung

Die Anleitung hat 320 Seiten und zeigt den Bau in 597 Schritten. Auf der ersten Doppelseite finden sich ein paar kurze Worte zum Space Shuttle sowie dem HST und natürlich auch zwei Bilder. Die zweite Seite ist dem LEGO Designer und der Zukunft vorbehalten: Auf der linken Seite schreibt Designer Milan Madge ein paar Sätze, auf der rechten Seite werden die privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX und Boeing sowie zukünftige Ziele der NASA genannt: Mond- und Marsmissionen. Ob das ein Teaser auf kommende LEGO Sets ist?

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Anleitung Vorne

Nach der Bedienungsanleitung für den Teiletrenner und der Übersicht über die einzelnen Bauschritte ist zunächst noch eine Doppelseite dem HST vorbehalten. Anschließend beginnt die Aufbauanleitung des HSTs. Eine weitere Doppelseite mit Informationen zur Discovery findet sich vor dem ersten Bauabschnitt zum Shuttle. In der ganzen Anleitung finden sich immer passend zum aktuellen Baufortschritt kurze Sätze unter der Überschrift „Schon gewusst?“, die zusätzliche Fakten darlegen.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Anleitung Hinten

Die Anleitung verwendet einen schwarzen Hintergrund und hebt neue Teile durch eine rote Umrandung hervor. Die Texte in der gedruckten Anleitung sind in englischer Sprache, eine deutsche Version steht aber bereits auf den LEGO Servern bereit.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Anleitung Innen

Sticker & Co

Insgesamt liegen der Anleitung zwei Stickerbögen bei sowie ein Bogen, in dem die Solarpaneele des Hubble-Weltraumteleskops enthalten sind.

Bauabschnitte 1-3

In den ersten drei Bauabschnitten entsteht das Hubble-Weltraumteleskop samt Ständer. Letzterer wird aus Tüte 1 gebaut, auch der erste Aufkleber kommt hier für das Typenschild zum Einsatz.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 01 1

Vom Teleskop entsteht zuerst eine tragende Struktur. Der vordere Teil wird dann unter anderem mit vielen der silbernen Teile verkleidet. Dies ist übrigens der einzige Bauabschnitt, bei dem zwei Tüten benötigt werden.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 02

Mit den Teilen der dritten Tüte entstehen dann die Verkleidung des hinteren Teils sowie die Solarzellen und die Antennen.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 03 1

Ein besonders schönes Detail findet sich in Schritt 49: Hier wird aus ein paar (teils sogar bedruckten) Teilen ein Element gebaut und dann seitlich in das Teleskop gesteckt. Dabei handelt es sich zweifelsfrei um eines der wissenschaftlichen Instrumente, die bei Servicemissionen getauscht werden konnten. Aufgrund der Form könnte es sich dabei um die Wide Field/Planetary Camera (WFPC) handeln.

Bei den Tüten, in denen Teile der Farbe Metallic Silver enthalten waren, schlug mir beim Öffnen ein wenig Lösungsmittelgeruch entgegen. Das ist mir bisher noch nie aufgefallen, was nicht heißt, dass das früher nicht auch schon so war. Das Lösungsmittel stammt aus der Farbe, mit denen die Teile nach ihrer Herstellung lackiert werden. Immerhin verfliegt der Geruch extrem schnell.

Die 2×2 Curved Slopes in Metallic Silver haben neben dem unangenehmen Geruch noch ein weiteres Problem: Auf der Oberseite sind bei allen Teilen zwei Kratzer vorhanden. Da sie überall gleich aussehen, handelt es sich vermutlich nicht um Kratzer, die beim Transport entstanden sind, sondern vielmehr um eine Folge des Lackierens. Eventuell könnte auch schon der Kunststoffrohling diese Macke haben.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Kratzer

Nach 53 Minuten hatte ich das HST fertiggestellt. Dafür waren 67 Schritte auf 53 Seiten nötig.

Bauabschnitt 4

Nach einer Doppelseite mit einigen Fakten zur Discovery sowie einem Bild des LEGO Sets und dem landenden Original startet der Bau des Ständers für das Shuttle mit Tüte vier. Auch hier kommt auf dem Typenschild natürlich wieder ein Aufkleber zum Einsatz.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 04

Bauabschnitte 5-17

Mit Tüte fünf beginnt der Bau des Orbiters. Zunächst wird der hintere Teil des Hitzeschildes inklusive des Fahrwerks gebaut. Dabei gibt es auf Seite 85 übrigens einen kleinen Fehler, oder zumindest doch eine Unstimmigkeit in der Anleitung: In dem Hinweiskasten, der beschreibt, wie die Achsen bei der Montage ausgerichtet sein müssen, wird das Modell in einem Zustand gezeigt, der auf dieser Seite noch gar nicht gebaut ist: Die Spitzen der Flügel sind in Schritt 27 nämlich noch gar nicht angebracht.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 05

Tüte sechs fügt den vorderen Teil des Hitzeschildes hinzu.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 06

Mit der siebten Tüte werden die Vorderkanten der Flügel zunächst separat gebaut und dann das Shuttle damit verkleidet.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 07

Dabei kommen einige trickreiche Bautechniken zum Einsatz: So wird hier zunächst ein Scharnier so verbaut, dass es sich nicht bewegen lässt. Nachdem die Vorderkante fertig ist, schauen diverse Teile in seltsamen Winkeln heraus, die dann verwendet werden, um den Hitzeschutz in dem für LEGO ungewöhnlichen Winkel am Shuttle zu befestigen. Stabilisiert wird das Ganze durch weitere Teile, die nun die eben noch herausragenden Teile einklemmen – darunter auch einen Teil des eben erwähnten Scharniers.

Auch wird eine dreieckige 2 x 2 Fliese äußerst trickreich verkehrt herum eingebaut, um eine kleine Lücke im Hitzeschild zu schließen.

In den Schritten 62 und 75 wird irritierenderweise jeweils eine dunkelgraue 1×2 Platte neben eine 2×3 Platte gesteckt, obwohl hier auch eine 2×4 Platte möglich gewesen wäre. Die gibt es durchaus noch im Sortiment.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 06 Detail 2

Beim Bau des achten Abschnitts wird das vordere Fahrwerk und ein Teil der Mechanik für dessen Ausfahren gebaut.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 08

Bauabschnitt neun verkleidet die Oberseiten der Flügel und fügt einen Teil der Nutzlastbucht hinzu.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 09

Mit dem zehnten Bauabschnitt werden die Haupttriebwerke hinzugefügt. In den Schritten 147 bis 152 sowie 154 bis 159 werden kleinere Teile separat gebaut, die dann in das eigentliche Modell eingesetzt werden. Normalerweise beginnen solche Abschnitte mit einem Bild des fertigen Teils – hier fehlt es aber. Das könnte damit zusammenhängen, dass die Schritte auf jeweils eine Seite passen und man das Endergebnis so oder so schon auf der Seite hat.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 10

Im elften Bauabschnitt wird die Rückwand der Nutzlastbucht gebaut sowie einige Verkleidungen hinter den Triebwerken. Auch die Aufnahme für das Seitenruder entsteht.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 11

Mit dem zwölften Bauabschnitt wachsen die Seitenwände der Nutzlastbucht nach oben und es entsteht das Mitteldeck mit einem Sitz.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 12

Bauabschnitt dreizehn schließt die Nutzlastbucht, nachdem der Roboterarm seinen Platz gefunden hat. Bei diesem Bauabschnitt werden die mit Abstand meisten Aufkleber angebracht: Die Teile, die später die Tore der Nutzlastbucht bilden, werden von innen mit je drei der silbernen Sticker beklebt. So sind insgesamt 24 Aufkleber anzubringen. Das dauert zwar einige Zeit, geht aber erstaunlich gut.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 13 1

Zusätzlich werden jetzt auch noch zwei der Sticker zur Beschriftung angebracht. Leider passt hier der weiße Hintergrund der Aufkleber nicht wirklich zur Farbe des Teils.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Stickerfarbe 2

Tüte vierzehn enthält die Teile für die Nase des Orbiters. Auch hier werden wieder zwei farblich nicht wirklich passende Sticker angebracht.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 14

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Stickerfarbe 1

Im fünfzehnten Bauabschnitt geht es am hinteren Ende weiter: Höhen und Seitenruder entstehen.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 15

Im vorletzten Bauabschnitt sechzehn werden weitere Triebwerke gebaut, die für die Steuerung des Orbiters im All verwendet wurden.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 16

Der siebzehnte und damit letzte Bauabschnitt widmet sich dem Cockpit mit seinen vier Sitzen sowie des dritten Ständers, der verwendet wird, um das HST beim Ausladen darzustellen. Außerdem werden hier noch zwei goldene „Stangen“ gebaut. Wozu diese dienen, erfahrt ihr weiter unten.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Bauabschnitt 17

Nach 503 Schritten auf 254 Seiten ist die Discovery fertig. Dafür habe ich insgesamt vier Stunden und zweiundzwanzig Minuten benötigt.

Wie ein Ei dem anderen? Vergleich von Modell und Vorbild

Nach dem Bau stehen nun ein Teleskop und ein Space Shuttle vor mir. Doch wie gut hat LEGO das Vorbild jeweils getroffen?

Hubble Weltraumteleskop

Beginnen wir mal mit dem Teleskop. Optisch sind zunächst mal alle wichtigen Merkmale gut wiederzuerkennen: Angefangen bei der Form eine Röhre mit unterschiedlichen Dicken über die charakteristische Lichtschutzklappe, den Solarzellen bis zu den beiden abstehenden Antennen. Auch die Farbgebung ist gut, wenn auch die beiden Konstruktionen, die das Teleskop in der Raumfähre stabilisiert haben (die sogenannten Melkschemel) im Vorbild nicht ganz so gelb, sondern eher weiß waren. Wer ein Bild vom Original im Kopf hat, wird das Modell sofort erkennen können.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery 37

Das Modell misst samt flach gestellter Solarpaneele 19 x 17 x 7 cm. Steht es auf seinem Sockel, hat es eine Höhe von 17 cm. Natürlich ändern sich die Maße, wenn man die Paneele oder auch die Antennen bewegt. Als Maßstab ergibt sich so etwa 1:68.

Space Shuttle Discovery

Kommen wir zum Shuttle. Auch hier erkennt man auf den ersten Blick, worum es sich handelt. Das Modell ist zwar nicht ganz so rundlich wie das Original, aber viel besser hätte man es sicher nicht umsetzen können. Auch die gewählten Farben passen sehr gut und tragen somit zur Wiedererkennung bei. Auch kleine Details wie die Schubdüsen, die Einstiegsluke auf der linken Seite sowie die Beschriftung vermitteln Realismus.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery 03

Sogar im Inneren wurde an Details gedacht: Luftschleuse, Kameras und RMS sind vorhanden und auch im abnehmbaren Cockpit findet man neben den fünf Sitzen einige Anzeigetafeln.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery 05

Die Unterseite ist – wie beim Vorbild – schwarz. Einzig das Fahrwerk liegt im Modell nicht hinter einer Klappe mit Hitzeschutzkacheln verborgen, sondern offen. Das hätte beim Original fatale Folgen gehabt…

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery 20

An Funktionen gibt es auch einiges zu entdecken: Natürlich lässt sich die Nutzlastbucht öffnen und auch der RMS kann ausgefahren und bewegt werden. Er ist im Modell allerdings etwas einfacher aufgebaut als in echt, da ihm mindestens ein Gelenk fehlt.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery 14

Daneben lässt sich das Cockpit öffnen und abnehmen, um einen Blick hinein und auf das Mitteldeck zu bekommen.

Deutlich spannender werden allerdings die Funktionen, wenn sich der Orbiter wieder in der Atmosphäre befindet: Das Seitenruder lässt sich schwenken (um zu lenken) und aufklappen (um zu bremsen).

Die Höhenruder können mit Hilfe des oberen Triebwerks gegensätzlich gekippt werden, um den Orbiter zu rollen.

Schließlich kann man den Teil des Hitzeschildes, der die Triebwerke schützt, nach vorne drücken und somit das Fahrwerk ausfahren. Die Räder springen dann durch Federkraft nach unten. Wie auch beim echten Shuttle lassen sie sich nicht einfach wieder einfahren – dies kann erst nach der Landung geschehen.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery 22

Mit 55 x 35 x 25 cm hat das Modell eine stattliche Größe. Steht es nicht auf dem eigenen Fahrwerk, sondern auf dem Ständer, ist es nur einen Zentimeter höher. Verglichen mit dem Vorbild kommt man hier also auf einen Maßstab von 1:68. Damit passen Shuttle und Teleskop sehr gut zusammen.

Mission STS-31

Das Set stellt laut Typenschild die Mission STS-31 dar, bei der das Hubble Weltraumteleskop vom Space Shuttle Discovery im Orbit ausgesetzt wurde. Man kann sich also die Frage stellen, wie genau man diese Mission nachspielen kann.

Dazu muss man als erstes das Teleskop im Shuttle verstauen. Das funktioniert natürlich nicht mit den ausgebreiteten Solarzellen. Beim Vorbild waren die Solarzellen aufgerollt, um möglichst wenig Platz zu beanspruchen. Genau das geht auch mit dem LEGO Set: Die beiden goldenen Stäbe, die im letzten Bauabschnitt gebaut wurden, stellen diese aufgerollten Solarzellen dar. Man tauscht also die ausgerollten Zellen gegen diese Stäbe aus, klappt diese und die Antennen ein und stellt fest… dass das Teleskop so nicht in die Nutzlastbucht des Shuttles passt. Ohne die „aufgerollten Solarzellen“ passt es aber sehr gut.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery 27

Da weder Booster noch Außentank vorhanden sind, beginnt die Mission für unser Modell erst im Orbit. Hier kann man die Nutzlastbucht öffnen und mit Hilfe des RMS das Teleskop aus der Bucht heben. Dazu verwendet man noch zwei Teile, die im dritten Ständer geparkt sind, um die Verbindung zwischen RMS und Teleskop herzustellen. Mit Hilfe dieses dritten Ständers ist es nun auch möglich, den Moment des Aussetzens auszustellen (dann vorzugsweise natürlich wieder mit montierten aufgerollten Solarzellen). Der Ständer wird dazu in die Nutzlastbucht gestellt und in das Teleskop gesteckt. Damit dort auch ein entsprechendes Loch ist, muss man vorher das wissenschaftliche Instrument wieder entfernen.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery 32

Schließlich kann man die Solarzellen abrollen, die Antennen aufstellen und die Verbindung zum RMS trennen.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery 29

Nach dem Schließen der Nutzlastbucht setzt das Shuttle zur Landung an. Gesteuert wird in der Atmosphäre mit Höhen- und Seitenruder. Nun gilt es nur noch, das Fahrwerk auszufahren und die Geschwindigkeit mittels Luftbremse zu verringern.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery 23

Es ist also möglich, die Mission einigermaßen genau nachzustellen, auch wenn man hier und da kleine Abstriche machen muss.

Fazit

Nach dieser mehr oder weniger objektiven Betrachtung folgt nun meine ganz persönliche Meinung: Das Set ist toll. Es steht den anderen aktuell verfügbaren NASA-Sets in nichts nach. Optik und Bespielbarkeit sind hervorragend, der Bau ist extrem abwechslungsreich und hat großen Spaß gemacht.

LEGO 10283 Nasa Spaceshuttle Discovery Nasa Sets 1

Was mich hingegen wirklich stört, sind die farblich nicht passenden Aufkleber. Das Problem ist zwar nicht wirklich neu (siehe LEGO 42043 Mercedes Benz Arocs), scheint aber lösbar zu sein, wie der LEGO 42100 Liebherr R 9800 beweist. Auch die Spuren auf den lackierten Teilen irritieren mich etwas. Vielleicht geht das nicht anders, auch wenn mir das bei anderen lackierten Teilen noch nie aufgefallen ist. Und schließlich rümpfe ich ob des Lösungsmittelgeruchs aus den Tüten doch etwas die Nase.

Unter dem Strich überwiegen aber ganz klar die schönen Eigenschaften. Gerne mehr davon!

(AT | BE | CA | CH | DK | ES | FI | FR | IT | NL | NO | SE | UK | USA)

Jetzt seid ihr gefragt: Gefällt euch das Set? Habt ihr euch auch so über die Ankündigung gefreut? Besitzt ihr vielleicht selbst die anderen NASA-Sets und was würdet ihr euch in Zukunft für Sets aus dieser Richtung wünschen? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.

Über Malte 34 Artikel
Als Kind und früher Jugendlicher grundsätzlich von jeder Menge LEGO umgeben. Nach 20 Jahren Pause nun dank UCS Millenium Falken und Sohn wieder voll im LEGO-Fieber.

58 Kommentare

  1. Diese zwei „Kratzer“ auf der Oberseite der 2×2 curved slopes sind auch auf nichtlackierten Teilen erkennbar, wenn man mit der Lichtreflektion spielt. Daher ist das eher vom Gießen verursacht. Durch die Lackierung kommt es halt ein wenig mehr zur Geltung (lustig: ein wenig mehr, haha :-)).
    Mich stört dies nicht.
    Tolles Review! Danke dafür!

      • Das ist mir in der Tat noch nie aufgefallen, aber eine Stichprobe (Losgröße 1) hat das bestätigt… Es sieht da so aus, also ob das durch das Fließen oder Erkalten des Kunststoffs entsteht.

        Bei dem Teleskop trägt das (zumindest im dünneren Teil) sogar zum Realismus bei: Dort war das HTS nämlich mit zerknitterter Folie umhüllt – die Kratzer sind eben Falten 🙂 .

      • Warum sollte es nicht besser hinzubekommen sein? Würde viel mehr davon ausgehen, dass die betreffenden Formen ne Macke haben o.ä..

        • Snail beschreibt es weiter oben sehr gut, weil sie/er vom Fach ist, dass dort die Kunststoffe beim Spritzguss zusammenfließen und das an dieser dünnen Stelle und ggf. verstärkt durch die Lackierung besonders sichtbar ist, insofern ist es kein Fehler an der Gussform.

          • Ich verstehe die ironische Überhöhung nicht und finde es jetzt nicht völlig abwegig, dass ein anders geformtes und deutlich größeres Teil andere Einspritzparameter und -„Ghosting“-Effekte haben kann. Aber wenn du mehr weißt, lass uns gern daran teilhaben.

          • Naja, wenn man ein größeres Teil ohne diesen Fehler produzieren kann – dann kann man halt schlicht auch ein kleineres Teil ohne Fehler herstellen. Dass die Parameter anders sind – ja logisch. Aber am Ende ist es das gleiche Material. Entweder ist es Lego schlicht egal oder es war ihnen zu teuer. Tatsächlich hab ich sogar (ältere) BB-Steine, wo ich das Problem nicht habe. Die haben andere Macken/sind zerkratzt, haben aber nicht derart gleichmäßige Fehler. Technisch machbar ist es aber mit Sicherheit. Und das war das, was ich eigentlich damit sagen wollte.
            Es fällt mir halt in letzter Zeit sehr häufig auf, dass Sachen angeblich technisch nicht umsetzbar wären, wie z.B. Bedrucken von schwarzen Platten oder ne vernünftige Chromebeschichtung, was sich technisch machen lässt – was aber im Prinzip einfach nur teurer ist als dort z.B. die Stickerlösung.

          • Natürlich ist ein Fehler in der Gußform, wenn der Kunststoff an dieser Stelle nicht richtig fließt und daher solche Spuren bildet – und zwar bereits ein Fehler im Design, daß hier die Materialeigenschaften und -strömungen, Ein- und Ausläufe nicht richtig berechnet worden.
            Snail bestätigt in der von dir zitierten Stelle übrigens nur, daß der Fehler bei anderen Farben auch passiert, also definitiv ein Form-Design-Fehler ist.

        • Das ist nicht falsch, die US-Flagge muss immer im Wind wehen, damit bei beiden Richtungen die Sterne im Wind vorne sind. Steht auch so in der Anleitung 🙂

  2. Tolle Review! 🙂 Besonders die einleitenden Abschnitte zum Space Shuttle selbst und die Nacherzählung der Mission STS-31 am Ende haben mir sehr gut gefallen. Bei mir wird das Shuttle aber vermutlich erst unter dem Weihnachtsbaum landen. Obwohl wir erst April haben ist es für mich bereits das Set des Jahres (das eventuell nur noch von einem Zurück-in-die-Zukunft-DeLorean im Creator Expert Maßstab verdrängt werden könnte) 😀
    Der Artikel hat meine Vorfreude auf das Shuttle aber auf jeden Fall nochmal gesteigert. 🙂

  3. Schade, dass es die schwarzen Anleitungen doch noch gibt, dabei dachte man ja, das wäre vorbei. Ansonsten tolle Reviwe👍

    • Nun, der Hinweis auf die Abschaffung der schwarzen Anleitungen ist ja noch nicht besonders alt. Und die Entwicklungszyklen bei LEGO sind sehr lang. Wir werden also noch einige Zeit mit dieser Form der Anleitungen leben müssen. Immerhin gab es diesmal (zumindest für mich) keine Probleme, Teile zu erkennen – ganz im Gegensatz zum Krokodil…

  4. Das Set habe ich zum Geburtstag bekommen und ist momentan mein absoluter Favorit. Vor allem weil es viel größer und schöner als meine alte Discovery 7470 ist. Aber natürlich liebe ich auch die Saturn V und das Lunar Module (auch viel schöner als das alte aus der Discovery Channel Serie). Das Review ist wirklich klasse, Malte! Ich hätte nie die Geduld erst alle Beutel einzeln zu fotografieren und auch die Bauabschnitte zu dokumentieren, obwohl ich versucht habe, mir beim Zusammenbau Zeit zu lassen. Der Drang zum Bauen ist bei mir viel zu groß. Aber jetzt ist die Discovery fertig und och bin einfach fasziniert von der Schönheit und dem Detailreichtum und den vielen Teilen in metallic silver. Jetzt warte ich nur noch auf die Lieferung von Steine und Teile, damit ich auch noch die Ulysses dazustellen kann.😊

  5. Ich habe das Model gestern das erste mal in Oberhausen in natura gesehen und muss sagen, dass ich von der Größe überrascht war, ich hatte es mir kleiner vorgestellt. Der Standfuß ist eine coole Sache, allerdings waren selbst beim LEGO store die silbernen Sticker alle krumm und schief… was sich recht negativ auf die Optik auswirkt.

    Ich selbst habe vor ein paar Monaten die Version von KingsKnight gebaut, sie ist kleiner und ohne Hubble, kommt dafür allerdings mit dem external fuel tank und den solid boostern daher.

    https://youtu.be/dVaZFj4C2Xc

  6. Hab mein Spaceshuttle gerade fertig bekommen. Habt ein gutes Review geschrieben nur mit einem bin ich nicht einverstanden. Das die 24 Aufkleber erstaunlich gut aufzubringen waren kann ich nicht teilen. Ich habe genügend geflucht. Sind zwar jetzt drauf aber nicht 100% grade. Hat richtig nerven gekostet.
    Beim Hubble hatte ich zb auf jedem der silbernen Slopes einen Kratzer. Und zwar bei allen Slopes an der selben Stelle. Das hatte ich von anderen auch gehört.
    Ansonsten finde ich das Shuttle sehr gelungen und hatte sehr viel Spaß beim Bau.

    • Ich hatte mir die Aufkleber tatsächlich schlimmer vorgestellt und war positiv überrascht. Das ist natürlich eine rein subjektive Einschätzung. Es hat natürlich auch ewig gedauert: Mit Bauabschnitt dreizehn war ich am längsten beschäftigt – der zweitlängste hat etwas mehr als die Hälfte der Zeit in Anspruch genommen.

  7. Ja, leider ist das mit den Slopes echt ärgerlich, das passt einfach nicht zu dem was Lego immer als Anspruch an sich selbst formuliert.
    Da ja offensichtlich bei allen Sets diese Kratzer vorhanden sind, hätte das doch auffallen müssen vorab.

    • Schau dir mal die Steiner der gleichen Form aber in anderen Farben an. Das sind keine Kratzer sondern Stellen, an denen der flüssige Kunststoff aufeinandertrifft. So entstehen dann diese Kanten, die durch das Aufbringen der silbernen Farbe eben noch stärker zum Tragen kommen.

  8. Ich habe mir die Steine für einen ReBrick der Ulysses bestellt und soeben mal nachgesehen.
    Auch bei den weißen und gelben Steinen sind die Kratzer vorhanden, ist mir nur vorher nicht aufgefallen 😅

  9. Danke fürs Review – auch als „Rückblick“ auf den eigenen Bau.
    Insgesamt bin ich mit dem Modell mehr als glücklich, es war schön zu bauen, und es sieht toll aus, und Hubble ist ein sehr sehr netter Bonus.

    Kritikpunkte (die im Gesamtergebnis nicht viel wiegen):
    – Die Anleitung auf Schwarz ist Unfug, die Packung sieht auch langweilig aus (eine Hubble-Aufnahme, oder die Erde im Hintergrund wären einfach toller gewesen).
    – die lackierten Teile hatten bei mir 4x Trocknungsprobleme, d.h. die Oberfläche war rau / fleckig –> wurden anstandslos ersetzt. Die „Kratzer“ sind gussbedingte Witness-Marks, die auch bei anderen Farben des Teils sichtbar sind – die Stelle ist sehr dünn, und da kommen zwei „Plastikströme“ zusammen –> es ergibt sich eine „Welle“ an der Stelle.
    – Die 24 Spiegelfolien-Sticker: verständlich dass da Sticker sind – Spiegelfolie in so großer Fläche auf konkaver Oberfläche lässt sich nicht drucken, und maschinell laminieren hat Lego glaube ich noch nie gemacht. Was sehr hilft: Seifenwasser auf den Stickern, anbringen, positionieren, ausmassieren. Das mach ich ab sofort immer so 🙂
    – Die 4 Sticker … die sind echt unnötig …

        • Ich habe das Set seid dem 5.Aoril, hab tierisch darauf gefreut und auch direkt mit dem Aufbau begonnen, leider fehlen bei mir in den Beuteln 2 und 3 ca 40 Steine die ich erstmal nach ordern mußte. Beim Shuttle selber ist alles vorhanden und es ist wirklich riesig. Bin gespannt wann der Außentank und die Booster für das Shuttle raus kommen

      • bis jetzt (2 Wochen) bombenfest ich kann keinen Unterschied zu den 2 die ich ohne angebracht habe erkennen (nur dass eins davon schräg ist und eins eine Luftblase hat).

        hab ein kleines Schälchen mit Wasser gefüllt, ein kleinen Tropfen Spülmittel rein (gar nicht viel), Sticker durchziehen, abtropfen lassen, aufs Teil legen, schieben bis es passt. und dann Oberfläche trocken tupfen (Baumwolltuch, oder pulli-ärmel), dann mit Druck in der mitte des stickers das Wasser nach außen drücken (nicht schieben, erst mal nur senkrecht Druck drauf damit es sich nach außen bewegen muss, sonst verschiebt es sich wieder), dann weiter außen drücken, dann kommt das Wasser an der Kante schon raus. an den anderen Seiten auch machen, dann hält das, und dann kann man noch mit Streifbewegungen nacharbeiten.
        das dauert seine Zeit, und ist auf der konkaven Form auch nicht ganz so einfach wie auf geraden Flächen, aber man kann erst mal mit einem Rest üben. Hab das davor auch nie gemacht und bin sehr zufrieden …

  10. Hab mein Shuttle am Samstag vom Lego Onlineshop bekommen. In einem riesen großen Karton, weil wohl kein passend kleinerer vorhanden war. Könnte Lego die eigentlichen Packungen nicht ein bisschen kleiner machen? Damit wären sie einfacher zu verschicken und zu lagern.

    • War bei mir auch so – aber: Die Bestellung kam so spät, weil Lego zwischenzeitlich gar keine großen Kartons mehr im Lager hatte 🙈 Ich denke mal, dass die Logistiker auch lieber kleinere Kartons mit weniger Totvolumen gehabt hätten (damit mehr Pakete in die Laster passen); nur hätte es dann wohl noch länger gedauert, bis die Bestellungen das Lager verlassen hätten. Grundsätzlich habe ich schon mehrmals größere Sets in kleineren Umverpackungen als diesem XXXL-Karton bekommen…

  11. Ich habe es gestern Abend erst gebaut und hatte, wie wohl auch die anderen hier, echt Spaß. Die Aufkleber waren nervig, ich hab“s aber ganz gut hinbekommen. Das Ergebnis ist echt toll. Schön anzusehen und mit der Saturn und der Landefähre ein schöner Eye-Catcher im Lego Zimmer.

  12. Warum ist das Gedruckte der Aufkleber nicht eigentlich auf transparenter Folie?

    Dann wäre ja die Problematik mit der nicht passenden Hintergrundfarbe behoben.

    • möglicherweise ist die Haltbarkeit der durchsichtigen Folie geringer(?).
      Und: man sieht da jeden Fingerabdruck … so toll wird das leider auch nicht.

  13. Cooler Review! Habe das Set noch nicht, da der Preis aktuell etwas happig für meinen Geldbeutel ist. Das Set wird ja wohl noch eine Weile lang laufen 🙂
    Schade finde ich, dass mal wieder beim Endprodukt der letzte Feinschliff fehlt:

    – Bauanleitungen mit kleineren Fehlern kommen sehr häufig vor, hatte das bei vielen The Movie 2-Sets und dem ein oder anderen CITY-Set,

    – den schwarzen Hintergrund der Anleitung hätte man sich hier schon sparen können,

    – die erwähnten Sticker, die sich farblich vom Hintergrund abheben, finde ich auch nicht schön und empfinde ich eher als störend. Schade auch, dass die Plaketen nicht bedruckt sind – bei der Ulysses haben sie es schließlich allen Unkenrufen zum Trotz auch hinbekommen…,

    – ein zweiter Bogen für die Glanzfoliensticker hätte unbedingt dabei sein sollen – nicht jeder kann zufriedenstellend kleben, insbesondere in konkaven Flächen, und die Gefahr von eingeschlossenen Bläschen und/oder unschönen Knicken ist doch etwas hoch aus meiner Sicht.

    – dass das HST mit aufgerollten Solarfolien – aka die anzubringenden Stangen – nicht in die Ladebucht passt, finde ich als Lösung unzufrieden. Die beiden Stangen hätte man sich sparen können (es sei denn, man möchte das HST in dem Zustand darstellen, wo es gerade aus der Ladebucht gehoben wird…)

    Ansonsten fände ich es cool, wenn das HST als eigenständiges Set herausgebracht wird. Auch ein Badge vom „Space Shuttle Program“ wäre ein cooles Gadget (nicht nur) für die Spacefans 😉

  14. Endlich ist die Lieferung gekommen. Ok, ich glaub jetzt, dass Lego einen Mangel an Verpackungsmaterial hat. Der Versandkarton ist so groß, da wäre Platz genug für min. 6 Discoverys gewesen oder meinen 3 jährigen Neffen gewesen.

    Der Artikel hat so Lust aufs bauen gemacht, dass das Shuttle Platz 1 der Bauliste gewandert ist.

    • Echt? 😂
      Wusste gar nicht, dass die so große Kartons haben. Mein Shuttle kam in einem Karton, der nur unwesentlich größer als die Verpackung selbst war.

        • 😂😂😂 Hahaha
          Das wäre was gewesen, wenn der voll mit Lego gewesen wäre 😁😉
          Stell dir mal vor, wenn dich jemand von Weitem mit dem großen Karton sieht und deine Leidenschaft Lego kennt.
          „Jetzt dreht er völlig durch“ 😂

  15. Dieses Set hat mich dermaßen beeindruckt, wie schon lange nicht mehr irgendwas. Der perfekte Corona-Ausgleich! Sowohl beim Bauen als auch jetzt, wo es auf dem Regal steht. Massiv, ästhetisch, realitätsgetreu – dieses Set hat alles, was ich mir nach dem ersten Leak erhofft hatte. Sogar den Stress mit den Spiegelfolien hat das Endergebnis wieder wett gemacht. Ein kleines Detail fand ich schade, aber es ließ sich wahrscheinlich nicht anders umsetzen: Die Original-Space-Shutlle hat auf der Nase unter dem Cockpit drei „Auslässe“ (oder was auch immer das ist) Das Lego-Modell hat nur zwei. Trotz allem ein absoluter Überhammer für mich und jeden Cent wert!

  16. Mal schauen, ich komme jetzt zu den Aufklebern an den Nutzlasttüren. Ich glaube die lasse ich vorerst weg und warte, was der Steindrucker liefert. Wenn ich da den NASA-Schriftzug bekomme, beklebe ich das Teil vermutlich mit den Spiegelklebern.

Kommentar hinterlassen


E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*


Mit dem Absenden des Kommentars akzeptierst du unsere Netiquette.