Klon-Helm 2 von 2: Der LEGO 75350 Clone Commander Cody Helm im Review!

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„Hier ist das Inspektions-Team“ hat Klon-Commander Cody einst beim Entern eines von Droiden besetzten Stützpunktes behauptet. Und so ist es: Ich werde heute den neuen Zuwachs zur LEGO Star Wars Helmet Collection, den 75350 Commander Cody Helm, im Detail inspizieren und für euch reviewen.

Zusammen mit dem gleichzeitig erschienenen Captain Rex Helm ist dieses Set der erste Helm aus der Prequel-Ära, sowie der erste aus einer Animationsserie. Freut euch auf einen spannenden Aufbau, interessante Hintergrundinformationen und einen peinlichen Fehler in einem Vorwort der Anleitung.

Die Helmet Collection

Seit April 2020 veröffentlicht LEGO jährlich zwei oder drei Sets aus der Reihe der LEGO Star Wars Helmet Collection. Diese umfasst ikonische Helme aus dem Star Wars Universum. Masken, Köpfe und Büsten aus anderen Franchises werden dagegen nicht mit dem Label versehen.

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Ikonische Kopfbedeckungen aus der weit, weit entfernten Galaxie werden traditionell auf einem gebauten Standfuß mit bedruckter Plakette gebaut. Der aktuelle Preis liegt bei 69,99 Euro pro Helm, man erhält im Mittel etwa 700 Teile. Eine Übersicht über alle bisher erschienenen Modelle der Reihe findet ihr hier.

Commander Cody

Hinweis: Das folgende Kapitel der Review enthält Spoiler zu allen Staffeln von The Clone Wars, The Bad Batch und Rebels. Wer diese Serien noch nicht gesehen hat, sollte am Besten direkt zu den Allgemeinen Informationen springen.

Klon-Commander Cody mit der Nummer CC-2224 war Offizier des 212. Angriffsbataillon der großen Armee der Republik. Seinen ersten Auftritt hatte er in Episode 3: Revenge of the Sith, als er auf dem Planeten Utapau zunächst an Obi-Wan Kenobis Seite General Grievous jagte, dann aber nach der Order 66 den Jedi vermeintlich töten ließ. Wirklich kennengelernt hat man den Klon viel später. Erst über die Zeit wurde seine Ursprungsgeschichte in Begleitmedien, wie Büchern und Comics, erzählt. Einen besonders tiefen Einblick in seinen Charakter ermöglichten die animierten Serien. Besonders mit The Clone Wars gewann Cody wirklich charakterliche Tiefe. Eine gute Freundschaft verbindet ihn hier mit seinem Vorgesetzten, Obi-Wan, sowie mit seinem Kollegen, Captain Rex. Es kommt nicht von ungefähr, dass LEGO gerade diese beiden Klone umgesetzt und auch noch gleichzeitig veröffentlicht hat. CC-2224 beweist sich als loyaler, kluger und starker Anführer und hat sich zusammen mit Rex über sieben Staffeln zum Gesicht der Klonarmee entwickelt. Seine Kameradschaft mit Kenobi verschaffte dagegen der Order 66 Szene erst im Nachhinein wirkliche Tragik.

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Cody mit Obi-Wan in Star Wars: Revenge of the Sith. Quelle: Disney/Lucasfilm

Seinen aktuellsten Auftritt hatte Cody nun in der zweiten Staffel von The Bad Batch. Hier wird, ausgehend von den Ereignissen von Episode 3, erzählt, wie der Klon-Kommandant erst, während das junge Imperium sich bereits im Aufbau befindet, erkennt, was wirklich in der Galaxie vor sich geht und desertiert.

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Cody zur Zeit des Imperiums in The Bad Batch. Quelle: Disney/Lucasfilm

Im Laufe der Zeit verändert sich aber nicht nur Codys Charakter, sondern auch seine Rüstung. Wie alle Klone trägt er zunächst eine Phase I Rüstung mit dem ikonischen kantigen Helm. Im Verlauf von The Clone Wars wechselt er dann zu einer Phase II Rüstung, in der er schließlich auch in Revenge of the Sith auftritt. Zur Zeit des Imperiums ändert sich seine Rüstung noch einmal. Sein markantes Orange muss einem dunklen Grau weichen. Insgesamt ist die Entwicklung des Farbschemas auf der Rüstung sehr spannend: Ursprünglich hatte Cody eine standardisierte Kommandantenrüstung mit gelben Markierungen. Wie viele Klone der 212ten hat Cody seine Rüstung jedoch umlackiert und mit orangen Farbakzenten versehen. Zudem hat er ein Sonnenvisier, eine Antenne und ein kleines Licht an seinem Helm angebracht. Diese Version in der Phase I Ausführung, die bisher nur in The Clone Wars zu sehen war, hat LEGO umgesetzt.

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Cody in The Clone Wars, S3F20. Quelle: Disney/Lucasfilm

Einen weiteren Auftritt Codys möchte ich noch einmal besonders hervorheben: CC-2224 trat nicht nur ab 2008 in The Clone Wars, sondern bereits 2003 in Clone Wars auf. Die Zeichentrickserie ist heute kaum noch bekannt und zählt nicht zum Kanon. Dennoch wird sie im Laufe dieser Review noch eine Rolle spielen – denn Cody trug hier eine Phase II Rüstung. Mehr dazu aber später.

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Cody in Clone Wars, S3. Quelle: Lucasfilm/Cartoon Network

Allgemeine Informationen

Der 75350 Clone Commander Cody Helm erschien am 1. März 2023 zu einer UVP von 69,99 Euro. Mit 766 enthaltenen Teilen ergibt sich ein Teilepreis von 9,14 Cent. Das Set ist jedoch im freien Handel verfügbar und hat bereits gute Rabatte erzielt.

  • Setnummer: 75350
  • Setname (englisch): Clone Commander Cody Helmet
  • Setname (deutsch): Clone Commander Cody Helm
  • UVP: 69,99 Euro
  • Anzahl Teile: 766
  • Preis pro Teil: 9,14 Cent
  • Anzahl Sticker: 9
  • Anzahl bedruckter Teile: 1

Verpackung und Inhalt

Wie für die Helmet Collection üblich, kommt auch Commander Cody in einer schwarzen, hochkant ausgerichteten Box. Das klassische 18+ Design bringt eine Banderole mit Altersempfehlung, Setnummer und Teileanzahl mit sich, über dem Portrait des Helms findet sich ein aufwendiger Schriftzug und das Logo der Republik. Mit den Maßen von 11,5 mal 19 mal 35 Zentimetern ist die Verpackung insgesamt sehr beeindruckend.

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Leider musste ich bei meiner Box jedoch feststellen, dass die Kanten ungenau geklebt wurden.

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Die Rückseite zeigt den Helm aus einer etwas anderen Perspektive. Außerdem verweisen kleinere Abbildungen auf das Vorbild sowie die Maße des Sets.

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Spannend ist die Seite des Kartons: Hier wird, wie auch beim Captain Rex Helm, auf das 20-jährige Clone Wars Jubiläum hingewiesen. Wie angesprochen taucht Cody in der Zeichentrickserie jedoch niemals in Phase 1 Rüstung auf, so dass das Logo, ebenfalls wie beim Rex Helm, nur wenig Bezug zum Set hat. Eine Ungereimtheit, die nicht weltbewegend ist – Hauptsache, irgendetwas mit Klonen. Die Ungenauigkeit wollen wir LEGO aber noch einmal durchgehen lassen.

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Öffnet man die eher mäßig dicht gepackte Box, kommen einem fünf Tüten mit Teilen, sowie eine Anleitung und ein Stickerbogen entgegen.

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Anleitung und Aufkleber sind lose im Karton. Glücklicherweise hat bei mir keines von beiden Schaden genommen.

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Das Cover der Anleitung ist, wie inzwischen üblich, im hellen Design gestaltet. Die Seiten sind auf dunkelgraues Papier gedruckt. Wirklich bemerkenswert ist jedoch die Verwirrung rund um Clone Wars und The Clone Wars, die im Vorwort von Jens Kronvold Frederiksen ihren Höhepunkt findet. Kronvold spricht hier nämlich das „20-jährige Jubiläum von The Clone Wars“ an. Dieses wird jedoch erst in fünf Jahren stattfinden, während Clone Wars, wie auf der Box korrekt vermerkt, dieses Jahr das 20-jährige hat. Der Fehler findet sich sowohl in der Englischen, als auch in der Deutschen Version.

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Bau

Der Aufbau gliedert sich in fünf Abschnitte. Begonnen wird mit dem Kern des Helms, hauptsächlich werden SNOT-Steine verbaut. Der Schritt schließt mit dem Bau der oberen Gesichtshälfte ab.

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Im zweiten Abschnitt wird die Kuppel des Helms fertiggestellt. Das ist noch vergleichsweise repetitiv und uninteressant, ermöglicht aber einen ersten Eindruck von der Größe des Sets. Auch der kleine Scheinwerfer wird bereits angebaut.

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Ab Bauschritt 3 wird es interessant. Zuerst wird der schwarze Präsentationsständer gebaut, dann werden die Seiten des Helms angedeutet. Für die Stege an den Ohren werden noch Lücken gelassen.

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Diese Lücken werden im vierten Schritt geschlossen. Über eine Gelenk-Verbindung werden die Stege an den Ohren leicht angewinkelt eingesetzt. Befestigt werden sie dabei nicht: Selbst das fertige Modell kann leider noch ein bisschen mit den Ohren flattern.

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Außerdem wird die Rückseite des Helms mit etwas Grau und etwas Weiß geschlossen.

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Als Highlight des Baus wird erst zum Schluss die Gesichtspartie des Helms fertiggestellt. Zuerst wird ein skurriles Etwas als Kinn-Partie eingesetzt:

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Um diesen Steg herum werden dann die Gesichtshälften mithilfe von Hinges angebracht. Auch hier gibt es keine weitere Befestigung, allerdings werden die Elemente so passgenau eingekeilt, dass sie sich dennoch nicht mehr bewegen.

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Zuletzt werden noch die Antenne, sowie, traditionell zum Schluss, die Plakette angebracht. Dann ist der Bau abgeschlossen und der Helm fertig.

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Insgesamt habe ich den Aufbau als eine der großen Stärken dieses Sets empfunden. Zwar kommt das Modell, im Gegensatz zum Captain Rex Helm, mit wenigen bemerkenswerten Bautechniken aus. Dafür ist der Bau geradezu perfekt strukturiert: Begonnen wird mit den langweiligen Dingen, wie dem Inneren und dem Standfuß. Das Gesicht, als Höhepunkt des Bauerlebnisses, entsteht dagegen als letztes, wodurch über den gesamten Aufbau eine gewisse Spannung erhalten bleibt, die beispielsweise bei Captain Rex’ Helm schon viel zu früh fehlt.

Bei einem gemütlichen Tempo habe ich zum Zusammensetzen zwei Stunden gebraucht. Probleme habe ich nirgendwo feststellen können. Übrig bleiben, wie üblich, einige Ersatzteile und ein farblich perfekt zum Helm passender, orangener Teiletrenner.

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Sticker und bedruckte Teile

Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass ich während des Aufbaus noch keine Sticker angebracht habe. Das wird jetzt nachgeholt, selbstverständlich nicht ohne den obligatorischen Slider:

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Die insgesamt neun Aufkleber im Set werden vorrangig an den Seiten des Helms angebracht. Lediglich die orange Markierung am „Kinn“ hat einen offensichtlichen Einfluss auf das Erscheinungsbild von Cody. Alles in allem sieht das Modell aber auch ganz ohne Sticker sehr gut aus. Glücklicherweise hat man in Billund alle wichtigen Details bautechnisch lösen können, so dass auch guten Gewissens auf die Kleber verzichtet werden kann.

Bedruckt war auch in diesem Set wieder die Plakette, wie es bisher bei allen Modellen der Helmet Collection der Fall war.

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Review

Aufgebaut misst Codys Helm etwa 15 mal 13 mal 21 Zentimeter (L x B x H). Wie viele Produkte der Helmet Collection hat auch dieses Modell keine Funktionen, sondern ist ein reines Displayset.

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Die Grundform des Phase I Klon-Helms wurde umgesetzt, ebenso wie Codys orangefarbene Individualisierungen. Antenne, Sonnenschutz und Lämpchen – alles da. Was im LEGO-Modell nicht festgehalten werden konnte, ist der Animationsstil von The Clone Wars. Die spitzen Kanten und die insgesamt recht harte Geometrie wirken im LEGO Modell etwas weichgespült. Auch die sehr dünne Antenne ist in der Adaption etwas dicker und klobiger geworden. Sehr interessant finde ich, dass offenbar bewusst auf eine Nachbildung der Vocoder-Einbuchtung am Kinn verzichtet wurde. Diese wäre vermutlich sehr einfach umzusetzen gewesen, muss also aus anderen, vermutlich visuellen Gründen, weggelassen worden sein. In jedem Fall bietet das Set aber ein stimmiges Gesamtbild und greift den Stil der vorangegangenen Helmet Collection Modelle geschickt auf.

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Quelle Screenshot: TCW S1F20, Disney/Lucasfilm

Die angesprochene Antenne ist auf der rechten Helmseite montiert. An einem einfachen Kugelgelenk kann sie leicht gekippt und verstellt werden. Ob das nun bereits als Spielfunktion gezählt werden muss, sei einmal dahingestellt.

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Auf der anderen Seite findet sich noch die kleine Lampe am Helm. Einfach, aber effektiv, wurde sie mit nur vier Teilen verwirklicht.

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Modifikationen

Modifikationen bieten sich bei diesem Helm geradezu an: Wer statt einem Cody lieber einen generischen Phase I Klon im Regal stehen haben möchte, braucht nur den Sonnenschutz, die Lampe und die Antenne abzumontieren und alles Orange durch Weiß zu ersetzen. Oder etwa nicht? Hier beginnen die Probleme dort, wo die Sorgfalt der Star Wars Produzenten aufhört: Während die Klone in den Filmen einen schwarzen Streifen über den Augen hatten, fehlt dieser in den Animationsserien beispielsweise einfach. Andere, ähnliche Anpassungen wurden vorgenommen. Mein erster Modifikationsversuch hat sich jetzt an den Helmen aus The Clone Wars orientiert: Viele Teile von Cody konnten hierfür übernommen werden und nur im Bereich des Sehschlitzes mussten größere Anpassungen gemacht werden. Wie schon zuvor bei Captain Rex ist auch hier die De-Individualisierung schnell und einfach erledigt:

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Fazit

Insgesamt hat mich Commander Codys Helm als Zuwachs zur Helmet Collection überzeugt. Ein Highlight war der Aufbau, obwohl eher wenige erstaunliche Bautechniken zum Einsatz kamen. Doch auch das fertige Modell weiß zu gefallen.

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Das Vorbild aus der Animationsserie wurde treffend umgesetzt. Zwar stimmen die Gesamtproportionen nicht ganz, und auch die harten Kanten des stilisierten 3D-Modells aus The Clone Wars haben in der Umsetzung etwas gelitten, aber der ikonische Helm ist dennoch auf den ersten Blick wiedererkennbar. Sticker kommen dabei erfreulicherweise nur vereinzelt zum Einsatz und können auch ganz weggelassen werden, falls man sich sehr daran stören sollte. Display-tauglich ist der Helm in jedem Fall.

Weniger gut als bei Captain Rex ist dagegen der Preis von 69,99 Euro zu ertragen. Mit nur 766 Teilen und einem schmaleren und gedrungenerem Helm ist das Verhältnis zwischen Preis und „Volume of Stuff“ etwas schlechter. Spätestens die Rabatte aus dem freien Handel können aber auch diesen Makel verschwinden lassen und daher ziehe ich für mich persönlich folgendes Fazit: Obwohl mir der Commander Cody von beiden Klon-Helmen in der Vorlage weniger gut gefällt, steht das LEGO-Modell dem Captain Rex dennoch in Nichts nach!

Aber wie gefällt euch Codys Helm? Habt ihr das Set schon gekauft und gebaut, oder stört euch der angehobene Preis? Welcher der Klon-Helme gefällt euch eigentlich besser? Schreibt eure Gedanken und Meinungen doch gerne in die Kommentare!

Über Justus 77 Artikel
LEGO Fan und Star Wars Nerd. Sammelt und baut MOCs, wenn er nicht gerade News oder Reviews schreibt.
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