LEGO Ideas 21331 Sonic the Hedgehog – Green Hill Zone: Der blaue Blitz rast durchs Review

Review LEGO Ideas 21331 Sonic Green Hill Zone Titel

Es gibt nicht viele Figuren der Videospielgeschichte, die so ikonisch sind wie der blauer Igel Sonic, den SEGA 1991 zum ersten Mal über die heimischen Bildschirme flitzen ließ. (Fast) pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum hat LEGO nun einen Fan-Entwurf von der Ideas Plattform als offizielles Set umgesetzt und sich dabei eng am Originalspiel orientiert. Wie gut die Vorlage getroffen wurde, welche Anspielungen uns in Set und Anleitung erwarten sowie einige Hintergrundinfos zu früheren Kooperationen mit SEGA erfahrt ihr im heutigen Review.

In den späten 80er-Jahren war SEGA auf der Suche nach einem neuen Maskottchen, das Nintendos überaus beliebter Mario-Figur die Stirn bieten sollte. Bis dahin hatte Alex Kidd diese Rolle (mehr oder weniger erfolgreich) eingenommen. Doch seine Abenteuer, die in späteren Versionen des SEGA Master Systems sogar fest mit eingebaut gewesen waren, konnten zu Zeiten des SEGA Mega Drive nicht mehr wirklich mit Nintendos Spieleportfolio konkurrieren, und mit dem SNES (und dem Megahit Super Mario World, von dessen Entwicklung SEGA mutmaßlich wusste) hatten jene schon das nächste Eisen im Feuer. Deshalb wurde bei SEGA ein interner Designwettbewerb ausgeschrieben, aus dem schließlich der blaue Igel mit den markanten roten Schuhen als Sieger hervorging. Die neue Figur sollte schnell wie der Schall rennen (daher auch der Name Sonic) und Gegner nicht nur durch Draufspringen, sondern auch mit einer Roll-Attacke besiegen können, was den Spielfluss weiter beschleunigen und damit die große Stärke des Mega Drive, die Geschwindigkeit seiner Hardware, voll ausspielen würde. 1991 erschien dann schließlich Sonic the Hedgehog, das den Grundstein für eines der beliebtesten Spiele-Franchises dieser Ära mit zahlreichen Ablegern und Nachfolgern legte und zu dem in diesem Jahr bereits der zweite Kinofilm erscheinen wird.

An Sonic the Hedgehog, oder genauer gesagt an der ersten der sechs Zonen, die aus jeweils drei Levels, den sogenannten Akten bestehen, orientiert sich das Design des Sets LEGO Ideas 21331 Sonic the Hedgehog – Green Hill Zone, das wir uns nach diesem kleinen historischen Rückblick nun im Detail ansehen und natürlich auch mit der Vorlage vergleichen werden. Es umfasst 1125 Teile und ist vorerst exklusiv bei LEGO für eine UVP von 69,99 Euro erhältlich, was einem Preis pro Stein von 6,2 Cent entspricht. Dieser Wert ist allerdings ein wenig mit Vorsicht zu genießen, wie wir gleich im Review sehen werden.

Die Box und ihr Inhalt

Wie bei vielen kleineren Sets der LEGO Ideas Reihe hat LEGO sich auch beim Sonic Set für einen Karton entschieden, dessen Deckel man aufklappen und wieder verschließen kann. Das ist besonders für solche Modelle praktisch, die sich aufgebaut wieder komplett in der Box verstauen lassen, was hier, so viel darf ich vorwegnehmen, der Fall sein wird. Daraus ergibt sich allerdings auch, dass die Box mit ca. 38 cm x 26 cm x 7 cm für den gebotenen Inhalt recht groß geraten ist. Die Farbgebung orientiert sich am typischen 18+ Design, wartet also mit einer schwarzen Grundfarbe und einem bunten Streifen an der unteren Kante auf, diesmal in Blau. Diese Farbkombination passt insofern hervorragend, als auch die Mega Drive Konsole, die Spielemodule und deren Boxen seinerzeit schwarz waren. Daneben hatte Sonic the Hedgehog einen blauen Schriftzug (und natürlich einen blauen, ebenfalls auf dem Spielmodul abgebildeten Protagonisten).

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In der linken oberen Ecke der Vorderseite sehen wir die Ideas-Nummer des Sets  – es handelt sich bereits um den 39. Entwurf, der in dieser Reihe erscheint. Darunter befindet sich das klassische Logo der Sonic-Reihe. Dieses wurde zum Start 1991 schon teilweise für Werbezwecke verwendet und ab dem zweiten Teil dann auch für die Spiele selbst.

Die Hauptfläche nimmt eine Abbildung des aufgebauten Sets ein, wobei LEGO sich mit dem fliegenden „Egg Mobile“ von Dr. Robotnik (später auch hierzulande Dr. Eggman) und einem im Sprung befindlichen Sonic, der offenbar bereits im Unbesiegbarkeitsmodus ist, obwohl er den entsprechenden Monitor noch gar nicht eingesammelt hat, einige Freiheiten erlaubt hat. Am unteren Rand befinden sich wie üblich die Altersempfehlung 18+ (bei der es sich um reines Marketing handelt), die Setnummer sowie eine Angabe zur Teilezahl.

Auf der Rückseite der Verpackung werden die offiziellen Maße des aufgebauten Sets mit 36 cm Breite und 17 cm Höhe angegeben, die Produktseite im LEGO Onlineshop gibt außerdem 6 cm für die Tiefe des Modells an. Des Weiteren finden wir einige Detailbilder mit Hinweisen darauf, was uns das fertige Set bieten wird. Einer der Gegner (Motobug) besitzt offenbar ein austauschbares Gesicht, auch sind zwei andere Monitore zu erkennen als auf der Vorderseite.

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Hinter der Sprungfeder unter den drei rechten Ringen verbirgt sich ein Spielfeature, mittels dessen man die Sonic-Minifigur tatsächlich ein wenig in die Luft katapultieren kann. Für diese liegt außerdem ein Präsentationsständer bei, auf dem sich neben der Figur auch die sieben Chaos Edelsteine (im Original Chaos Emeralds) unterbringen lassen, wobei LEGO hier etwas vom Kanon abweicht: Der siebte Edelstein wurde erst später eingeführt, während im Originalspiel nur sechs Steine vorkamen.

Auf den Schmalseiten der Box finden wir einige weitere Großaufnahmen, unter anderem eine Übersicht der (baubaren) Charaktere, aber auch Grafiken aus dem Originalspiel. Hier ist neben Sonic Dr. Robotnik in seinem Egg Mobile zu sehen, außerdem eine Hängebrücke aus der Green Hill Zone sowie ein großer, goldener Ring. Letzterer erscheint im Spiel immer am Ende eines Levels, wenn man zu diesem Zeitpunkt mindestens 50 reguläre Ringe sein Eigen nennt. Trifft man den großen Ring, gelangt man in ein Bonuslevel, in dem man einen der Chaos Edelsteine einsammeln kann. Allerdings passiert dies alles nur in den jeweils ersten beiden Akten einer Zone, während Robotnik im dritten Akt auftaucht. Folgerichtig kommen im Set auch nur die kleinen Ringe in LEGO Form vor.

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Auffällig ist übrigens, dass Dr. Robotnik auf allen Bildern mit einem der Edelsteine in der Hand zu sehen ist. Das stellt eine Anspielung auf die Hintergrundgeschichte des Spiels dar, in welcher der böse Doktor genau wie Sonic hinter den Chaos Emeralds her ist, da diese, wenn man alle beisammen hat, eine große Macht bergen, die Robotnik für sich nutzen will. Schafft man es hingegen als Sonic, im Laufe des Spiels alle Edelsteine einzusammeln, wird man am Ende mit einem anderen Abspann belohnt.

Nach der ausgiebigen Betrachtung und Einordnung seines Äußeren wollen wir nun aber endlich auch mal einen Blick ins Innere des Kartons werfen. Durchtrennt man die beiden Klebesiegel und klappt daraufhin den Deckel hoch, so kommen insgesamt sieben nummerierte Tüten, die in sechs Bauabschnitte gegliedert sind, sowie eine klebegebundene Anleitung zu Vorschein, deren Cover dem damaligen Starbildschirm des Spiels nachempfunden ist.

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Außerdem liegen (leider) zwei kleine Stickerbögen bei, denn die meisten grafischen Details dieses Sets, mit der Ausnahme von Robotniks Kopf, den Augen der Krabbe und den 1 x 4 Fliesen mit Grasmuster, wurden mit Hilfe von Aufklebern realisiert. Unten könnt ihr euch in der Galerie alle Tüten, die Anleitung und die Stickerbögen im Detail ansehen.

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Sieben Tüten – ob das wohl etwas mit den sieben enthaltetenen Chaos Edelsteinen zu tun hat? Auf die Antwort müssen wir leider noch einen kleinen Moment warten, denn bevor der Aufbau startet, werfen wir einen kurzen Blick auf den Fanentwurf, der diesem Set zugrunde liegt, sowie auf das Referenzmaterial, damit wir später die Details des Sets besser einordnen können.

Der Fanentwurf

Wie alle regulären LEGO Ideas Sets musste auch der Entwurf zu LEGO 21331 Sonic the Hedgehog – Green Hill Zone gemäß dem Regelwerk zunächst 10.000 Unterstützer auf der LEGO Ideas Plattform finden, bevor LEGO ihn ins Ideas Review aufnahm und schließlich befand, dass er als offizielles Set umgesetzt werden könne. Am 10. März 2020 war es schließlich soweit, und der Entwurf der britischen Spieleentwicklerin Viv Grannell a.k.a. toastergrl nahm die magische Hürde.

Wie man leicht sieht, weicht das finale Set in den Details stark vom Entwurf ab, vor allem, was das Figurendesign anbelangt. Das hat allerdings einen einfachen Grund: Der Entwurf lehnte sich, wie der Titel schon verrät, an das 2017 erschienene Spiel Sonic Mania an, für das SEGA nur als Publisher fungierte und das damals völlig überraschend ein riesiger Erfolg wurde. Das Spiel setzt zwar konsequent auf Retro-Grafik und zitiert klassische Level aus verschiedenen Sonic-Spielen der 90er-Jahre, umfasst aber (auch) neue Gegner und Bosskämpfe, unter anderem gegen den Death Egg Robot, der im Entwurf dargestellt ist.

Da 2021 allerdings gerade das 30-jährige Jubiläum des Ursprungsspiels anstand, entschied LEGO, vermutlich in Absprache mit SEGA, stattdessen ein Set auf den Markt zu bringen, das sich mehr am Design des ursprünglichen Spiels orientiert, somit für die angepeilte, erwachsene Käuferschicht einen höheren Nostalgiefaktor hat und damit mutmaßlich ein breiteres Publikum anspricht. Viele Ideen des Entwurfs wie etwa das modulare Design, das Setting in der Green Hill Zone, die Palme, der Monitor und die Blume wurden allerdings beibehalten.

Das Referenzmaterial: SEGA Videospiel von 1991

Nachdem die Vorlage des Sets, das Spiel Sonic the Hedgehog von 1991, nun schon mehrfach genannt wurde, möchte ich speziell denjenigen unter euch, die als Kinder weniger SEGA-affin waren, als letzten „Einschub“ vor dem Aufbau gerne einige Aspekte des Spiels zeigen – denn so kann man das Design des LEGO Sets besser einordnen. In den frühen 90er-Jahren erschienen auf dem Mega Drive, aber auch auf dem SEGA Master System diverse Titel mit Sonic-Bezug.

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Von oben links nach unten recht: Sonic 3, Sonic 2, Dr. Robotnik’s Mean Bean Machine sowie Sonic 1 für den Mega Drive und das Master System

Nach Aussage der LEGO Designers Sam Liltorp Johnson im offiziellen Designer Video basiert das LEGO Modell auf dem „allerersten Level“ des ersten Sonic Spiels. Vermutlich ist damit allerdings die erste Zone gemeint, denn nur im dritten Akt der Zone kommen alle im Set enthaltenen Elemente vor, inklusive Dr. Robotnik. Außerdem würde für eine Darstellung des ersten Levels ganz entscheidend das Drehschild am Ende fehlen. Ich finde daher den Vergleich mit dem dritten Akt wesentlich passender und habe euch einen kleinen Mitschnitt angefertigt, in dem ihr euch diesen einmal ansehen könnt. Mit Übung geht das zwar alles ein wenig schneller, aber bei mir habt ihr wenigstens die Chance, die Details etwas entspannter zu betrachten. 😉

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Den Spielen lagen damals natürlich auch Anleitungen bei, weshalb wir uns einen kurzen Überblick verschaffen können, was seinerzeit die offiziellen deutschen Namen der im Set enthaltenen Elemente des Spiels waren und wie diese beschrieben wurden. Die folgenden Scans und Texte stammen alle aus der Anleitung der Mega Drive Version, unten rechts im Bild.

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Beginnen wir mit den Gegnern. Auf alle Levels verteilt gab es damals nur zehn verschiedene Gegnertypen, die sogenannten Badniks, auf Deutsch schlicht „Robotniks Komplizen“ genannt.

Die Namen der einzelnen Charaktere wurden fast alle identisch aus dem Englischen übernommen, wir sehen unten in der ersten Zeile Chopper, Moto Bug, Crabmeat, Roller und Buzz Bomber, in der zweiten Zeile Jaws, Caterkiller, Ball Hog, Newtron und Burroboter. Hiervon kommen zwar nur Moto Bug und Crabmeat im Set vor, aber bereits jetzt arbeiten garantiert die Fans des Spiels daran, auch die anderen Charaktere aus LEGO Elementen nachzubilden.

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Zu den Gegnern gibt es eine (rudimentäre) Hintergrundgeschichte, die auch erklärt, warum im Spiel immer, wenn man einen „Komplizen“ besiegt, an dessen Stelle ein kleines Tier auftaucht und wegläuft:

Dr. Ivo Robotnik, der geisteskranke Wissenschaftler, fängt unschuldige Tiere und verwandelt sie in bösartige Roboter! Nur ein ganz ausgebuffter und furchtloser Typ kann dem Unwesen des irren Forschers ein Ende bereiten. Und das ist Sonic, der wirklich coole Igel mit seinem Bürstenschnitt und Power-Laufschuhen, mit denen er eine Supergeschwindigkeit erreicht.

Ach ja, die Neunziger – sie waren schon besonders. Aber zurück zur Anleitung: Dort wurden auch die insgesamt fünf verschiedenen Video-Monitore beschrieben, durch deren Zerstörung man im Spiel verschiedene Power-Ups einsammeln kann. Von links nach rechts handelt es sich um den Superring, der zehn normalen Ringen entspricht, den Schild, der einen gegnerischen Treffer absorbiert, die Power-Laufschuhe, die Sonic temporär noch schneller machen, das One-Up, also ein Extra-Leben, und die Unbesiegbarkeit, die einen für kurze Zeit immun gegen Gegner und Fallen macht.

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So viel zum Vorwissen – diese und weitere Details werden wir während des Aufbaus vergleichen.

Anleitung und Aufbau

Der Aufbau ist, wie die Tüten bereits vermuten ließen, in sechs Bauabschnitte unterteilt. Diese sind in der Anleitung in 95 Bauschritten auf 188 Seiten untergebracht, womit im Schnitt fast 12 Teile pro Schritt verbaut werden. Warum (unter anderem) diese Zahl für LEGO Verhältnisse recht hoch ist, wird sich gleich zeigen.

LEGO hat für das Cover der Anleitung den Startbildschirm des Spiels übernommen, was eine sehr schöne Idee ist und dem geneigten Fan gleich zu Beginn eine kleine Freude bereitet. Nicht nur farblich wurde das Bild allerdings angepasst, sondern es fehlen auch die beiden Hinweise auf SEGA:

Review LEGO Ideas 21331 Sonic The Hedgehog Slider SpielSlider Review LEGO Ideas 21331 Sonic The Hedgehog Slider Anleitung

Schlägt man die Anleitung auf, so wird dort, wie es für Ideas Sets üblich ist, zunächst kurz der Fanentwurf vorgestellt. Außerdem fasst LEGO auf einer Doppelseite die Historie des Sonic-Franchises zusammen, wobei der Zeitstrahl nur eine sehr kleine Auswahl zeigt, da die Reihe neben zahllosen Spielen inzwischen mehrere TV-Serien und die bereits erwähnten Kinofilme umfasst. Zuletzt stellen sich noch die Fandesignerin Viv Grannell sowie die beiden Mitglieder des LEGO Teams vor, die auch im Designer Video zu sehen sind: Sam Liltorp Johnson als Design Manager und Lauren Cullen King als Grafikdesignerin.

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Nach der immer wieder wichtigen Erläuterung, wie der beiliegende Teiletrenner funktioniert, startet der Aufbau. Hier finden wir auch, obwohl es sich um ein 18+ Set handelt, den von LEGO in diesem Jahr auf breiter Front eingeführten Fortschrittsbalken, der sich über jede Doppelseite erstreckt und die Sonic Minifigur zeigt, die sich langsam von links nach rechts bewegt.

Empfand ich dies für ein Erwachsenenset zunächst als unnötig, so freue ich mich inzwischen über einige Anspielungen, die LEGO dort versteckt hat:

Review LEGO Ideas 21331 Sonic The Hedgehog Fortschrittsbalken 2

Denn immer, wenn man den Bau eines Widersachers abschließt, ist statt der regulären Grafik ein vom Gegner getroffener Sonic zu sehen, wie er gerade seine Ringe verliert. Außerdem sieht man ganz am Ende den Igel mit allen Chaos Edelsteinen – das Ziel, das man damals im Spiel erreichen sollte.

Bauabschnitte 1 & 2

Der erste Bauabschnitt beginnt mit der Sonic Minifigur, für die auf die gleiche Kopfform wie bei der LEGO Dimensions Figur von 2016 zurückgegriffen wurde, deren Drucke aber anders gestaltet sind – ein Vergleich folgt später.

 

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Sonic wird direkt auf seinem Präsentationsständer platziert, wo ein Actionelement (65578) eine dynamische Pose ermöglicht. Als weitere Verschönerung kann man der Figur einen Ring in Form eines gelben Rettungsreifens (30340) in die Hand drücken, der ebenfalls bereits beim LEGO Dimensions Level Pack für diesen Zweck zum Einsatz kam. Der rote Chaos Edelstein soll eigentlich erst zum Ende des Bauabschnitts auf dem Ständer platziert werden: Die Anleitung „belohnt“ einen damit immer, wenn der Inhalt einer Tüte, also sozusagen ein Level des Aufbaus, abgeschlossen wurde – eine nette Anspielung!

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Nach dem Präsentationsständer ist mit Crabmeat der erste „Badnik“ an der Reihe. Der Aufbau ist, wie bei diesem Maßstab nicht anders zu erwarten, sehr kleinteilig, besteht aber immerhin aus 32 LEGO Elementen und fängt im Ergebnis die Vorlage sehr schön ein. Nur eines ist schade: Im Spiel kann Crabmeat aus seinen Scheren kleine Feuerbälle verschießen, und es wäre großartig gewesen, hätte LEGO diese Referenz in Form von Studshootern umsetzen können – das hätte aber wohl der Maßstab nicht zugelassen.

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Als nächstes baut man eine der für die Green Hill Zone charakteristischen Palmen. Diese sitzt auf einem Sockel, der das ikonische Schachbrettmuster der Felsen aus 1 x 1 Elementen nachbildet, die mal in Form seitlich montierter Fliesen, meist aber als 1 x 1 Platten in Zweierstapeln zum Einsatz kommen. Der Aufbau ist auf beiden Seiten, also vorne und hinten, identisch, weshalb man gleich den doppelten „Spaß“ beim sauberen Ausrichten der 1 x 1 Platten hat. Mich beschleicht an dieser Stelle zum ersten Mal das ungute Gefühl, dass die im Vergleich zum Fanentwurf stark gestiegene Teilezahl einer großen Menge dieser Kleinst-Elemente geschuldet sein könnte und dass im Laufe des weiteren Aufbaus noch viele Wiederholungen dieses Musters folgen werden.

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Review LEGO Ideas 21331 Sonic The Hedgehog Screenshot Spiel (1)

Die Palme an sich fängt das Design der Vorlage sehr gut ein, speziell die lime-grünen Nexo Knights Schilde (22385) als Blätter sind eine ebenso naheliegende wie großartige Wahl. Dennoch vermisse ich auch hier ein Detail: Im Spiel verstecken sich in den Palmwipfeln des Öfteren Monitore mit Power-Ups. Dies ist hier aber aufgrund des kleinen Maßstabs erneut nicht oder nur sehr rudimentär möglich, da die Palme nicht ausreichend viel Platz bietet.

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Wie beim Fanentwurf wird die Landschaft auch im finalen Set modular aufgebaut, weshalb der Teil mit der Palme auf beiden Seiten Verbindungselemente erhält – einmal Technic Bricks, einmal herausragende Kreuzachsen.

Als nächstes folgt im zweiten Bauabschnitt die Hängebrücke. Ein erster Blick auf eine der Innentüten lässt nichts Gutes erahnen, denn diese enthält hauptsächlich 1 x 1 Platten für das Karomuster. Und in der Tat: Ganze 68 Stück müssen in diesem Abschnitt verbaut und – zumindest, wenn man am Ende ein optisch schönes Modell haben will – in ihrem jeweiligen Stapel sauber ausgerichtet werden. Das macht keinen Spaß, denn zumindest mich stören solche repetitiven Abschnitte in einem Aufbau immer massiv.

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Dabei wäre es so einfach gewesen, die Stapelei auf die Hälfte zu reduzieren! Gerade im Dezember hat LEGO eine neue Form eingeführt, die genau derjenigen zweier gestapelter 1 x 1 Platten entspricht: Den 86996 Brick, Modified 1 x 1 x 2/3 with Open Stud. Dieses Set schreit geradezu danach, das neue Teil hier einzusetzen, und warum LEGO darauf verzichtet hat, ist mir ein Rätsel. Vermutlich passten die internen Zeitpläne nicht zueinander oder man wollte bei einem ganz neuen Teil nicht gleich mit einer so hohen Stückzahl in einem Set einsteigen, aber aus Kundensicht muss ich klar sagen, dass seine Verwendung für mich den Aufbau wesentlich angenehmer gestaltet hätte.

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Positiv fallen, wo wir gerade beim Thema Teile sind, hingengegen die kleinen 1 x 1 Brackets (36841) auf, die für die auf Vorder- und Rückseite überhängende Grasnarbe verwendet werden und hier zum ersten und bisher einzigen Mal in Bright Green und Lime vorkommen. Wer Freude an diesen Teilen hat, bekommt in der LEGO Green Hill Zone jeweils gleich 30 bzw. sogar 31 Stück davon.

Der Aufbau des Untergrunds ist übrigens sehr ähnlich zum vorherigen Abschnitt: Zunächst werden die Verbindungselemente des Moduls, also einige Technic-Bricks und Kreuzachsen, platziert, die dann mit dem Karomuster umbaut und oben mit Gras in abwechselnden Grüntönen abgeschlossen werden. Interessanter ist da schon der Aufbau der Hängebrücke:

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Hier haben die LEGO Designer sich für eine starre Konstruktion entschieden, obwohl, wenn man die die beiden 1 x 8 Platten ebenfalls durch versetzt angebrachte, abgerundete 1 x 2 Platten ersetzt hätte, auch eine flexible Brücke möglich gewesen wäre. Damit diese allerdings „ein wenig“ hätte durchhängen können, hätte man den Abstand der beiden Enden um eine halbe Noppe verringern müssen, denn schon bei einer Noppe weniger hätte die Brücke eine viel zu starke Biegung gehabt.

Auch hier wirkt sich also der kleine Maßstab limitierend aus, denn dies hätte den ganzen restlichen Aufbau komplizierter gemacht. Außerdem hätte sich dann nicht mehr so gut eine Figur auf der gebogenen Brücke platzieren lassen, daher kann ich die Entscheidung von LEGO nachvollziehen und finde, die Optik wurde trotz der Starrheit gut getroffen.

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Über die Technic-Elemente lässt sich die Brücke rechts am vorherigen Modul befestigen, jedoch nicht links, da dort die Löcher der Technic-Bricks neben- und nicht übereinander angebracht sind. Die Anordnung der Module lässt sich also ohne Umbauten nicht beliebig verändern.

Bauabschnitte 3 & 4

Im dritten Bauabschnitt konstruieren wir den Looping – eines der wesentlichsten Merkmale der Sonic-Reihe. Die Innentüten enthalten wieder jede Menge 1 x 1 Platten, doch ist es weniger schlimm als erwartet, da bei diesem Abschnitt auch viele Bricks zum Einsatz kommen. Außerdem muss man den Anleitungsdesignern zugute halten, dass sie, wann immer möglich, den Bau des Karomusters mit anderen Bauschritten aufgelockert und so für mehr Abwechslung gesorgt haben.

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Der Aufbau des Sockels ist trotzdem auch in diesem Abschnitt wieder sehr ähnlich zu den beiden vorherigen. Auf die Bauweise des Loopings war ich hingegen gespannt und habe sie euch deshalb unten auch als Animation eingebunden.

Er besteht aus zwei Halbkreisen, die einfach voreinander auf den Sockel gesetzt und mit einer Deckplatte in voller Tiefe abgedeckt werden. Für die Seitenteile und die schrägen Ansätze unten kommen die ersten Aufkleber zum Einsatz. Hier heißt es sich Zeit nehmen, denn die 1 x 2 x 5 Steine (2454) müssen von jeweils drei Seiten beklebt werden, und natürlich sollten die Sticker möglichst in gleicher Höhe ausgerichtet sein, um das Muster nicht allzu sehr zu stören.

Review LEGO Ideas 21331 Sonic The Hedgehog Looping

Wenn man genau hinsieht, entsprechen die Maße der Karos auf den Stickern ohnehin nicht ganz denen der gebauten Anteile, und auch die Farben sind nicht perfekt getroffen. Das stört mich allerdings im realen Modell zu meiner eigenen Überraschung überhaupt nicht: Wenn man die Sticker sauber ausrichtet, stimmt für meinen Geschmack die Gesamtoptik des Musters. Zwar bin ich kein Freund von Aufklebern, aber ich kann dennoch akzeptieren, dass LEGO hier keine Steine von drei Seiten bedrucken wollte – denn das wäre sehr unüblich und damit aufwendig gewesen.

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Eine Frage, die sich mir und vielen anderen Sonic-Fans sofort nach Erscheinen der ersten Bilder des Sets stellte, war, ob es auch möglich sein würde, Sonic kopfüber im Looping zu befestigten. Das musste ich natürlich sofort nach Vollendung des Bauabschnitts klären und freue mich, verkünden zu können: Ja, es ist machbar! Hierfür muss man nur das Action-Element des Präsentationsständers zweckentfremden, das als Ersatzteil noch ein zweites Mal beiliegt, und dort verkehrt herum einen 1 x 1 Stud mit hohler Noppe aufstecken, der sich ebenfalls unter den „Resteteilen“ befindet. Schon kann man Sonic an der Deckplatte des Loopings befestigen.

 

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Ob diese Konstruktion dauerhaft hält, ist freilich unklar, und auch die Anleitung schweigt sich zu dieser Thematik aus. Zumindest für einige Stunden während meines Tests blieb Sonic allerdings stabil in dieser Position hängen.

Im vierten Bauabschnitt ist schließlich mit Moto Bug der zweite „Badnik“ an der Reihe. Außerdem baut man das letzte Modul des Levels, das die einzige Spielfunktion des Sets enthält: eine Feder, mit der man Sonic in die Luft katapultieren kann.

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Moto Bug, aufgrund seines Designs mein persönlicher Lieblingsgegner im Spiel, wurde erfreulicherweise auch im LEGO Modell sehr gut getroffen. Wie wir bereits auf der Rückseite der Verpackung sehen konnten, hat er zwei verschiedene Gesichtsausdrücke, die beide mittels Aufklebern auf je einer 2 x 2 Rundfliese (14769) in Dark Azure umgesetzt wurden. Diese Farbe ist für das Teil neu – wer also nicht beide Gesichter benötigt, sollte darüber nachdenken, die Fliese unbeklebt zu lassen. Ansonsten empfiehlt es sich, die Rundfliesen vor dem Anbringen der Sticker auf einem eckigen Stein, etwa dem in dieser Tüte enthaltenen 2 x 6 Stein, zu platzieren. Das erleichtert die gerade Ausrichtung der Aufkleber enorm, die sonst bei runden Teilen gerne einmal schräg gerät.

Moto Bug macht mir bisher, neben der tollen Sonic-Minifigur, am meisten Freude am Set – dass das Rad, auf dem er sich im Spiel bewegt, hier nur mittels zweier abgerundeter 1 x 2 Platten angedeutet wurde, war wohl nicht zu vermeiden.

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Vermeidbar wären allerdings die Sticker gewesen, und ich muss zugeben, dass mich diese hier sehr stören. Wenigstens für die gebauten Charaktere, die mir als Fan besonders wichtig sind, hätte ich mir ausschließlich Drucke gewünscht, weil das deren Wertigkeit für mich gesteigert hätte – bei den Super Mario Charakteren klappt es doch schließlich auch!

Der folgende Aufbau des letzten Level-Moduls hält aber wieder ein Highlight für mich bereit, denn ich finde es großartig, wie gut LEGO mit nur ein paar Teilen die für die Green Hill Zone typische Blume nachempfunden hat. Auch die Konstruktion des Federmechanismus, der in Wirklichkeit einfach aus einem herunterhängenden Stößel besteht, den man über eine Wippe nach oben katapultieren kann, ist eine nette Abwechselung beim Bauen.

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Zwar wurden auch in den bisherigen Abschnitten immer wieder einzelne bunte Elemente im Inneren der Module verbaut, aber nirgends geschah das so ausgiebig wie hier. Da man später nichts mehr von diesen Teilen sieht, stören sie mich nicht, aber ein paar Farben weniger hätten es wohl auch getan, zumal die Anleitung an dieser Stelle keine besonderen Schwierigkeiten aufweist.

Ansonsten werden im Modul zu meiner mäßigen Freude wieder jede Menge 1 x 1 Platten für das Karomuster verbaut – insgesamt 217 Stück sind übrigens in diesen beiden Farben im Set enthalten.

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Die fertige Sprungfeder wird mit einer roten 3 x 3 Rundfliese abgedeckt. Rote Elemente werden praktischerweise bei LEGO oft zur optischen Hervorhebung eines Action-Features verwendet, was hier natürlich sehr gut passt. Auch sonst sind die Parallelen zwischen SEGA und LEGO an dieser Stelle amüsant: Im Sonic-Spiel kommen die Sprungfedern in Gelb und Rot vor (wobei die roten Federn die stärkeren sind), und Rot und Gelb sind auch bei LEGO Technic – neben Grau – die beiden häufigsten Farben für Federungen.

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Damit wäre der eigentliche Levelabschnitt, den das Set darstellt, so gut wie abgeschlossen. Es fehlt nur noch die kleine schwebende Plattform über dem Looping sowie einige Ringe und Monitore zum Einsammeln, die wir im nächsten Abschnitt ergänzen werden.

Bauabschnitte 5 & 6

Da LEGO so nachlässig war, noch keine Teile zu entwickeln, die von alleine der Schwerkraft trotzen, enthält der fünfte Bauabschnitt diverse transparente Elemente, mit deren Hilfe Ringe und Plattform im „schwebenden“ Zustand verbaut werden können. Besonders die transparenten Stangen (42445) mit einer 1 x 2 Platte am einen und einem Stud am anderen Ende sind hierfür prädestiniert und werden seit Jahren in zahllosen MOCs, aber auch einigen offiziellen LEGO Sets für genau diesen Zweck eingesetzt.

 

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Zunächst wird aber auf Vorder- und Rückseite des Modells die bisher freigebliebene Noppenreihe ganz unten in Bodennähe mit einigen schwarzen Platten und Fliesen überbaut, was die Optik aufwertet und die Stabilität erhöht, da die Module nun fest miteinander verbunden sind. Hierbei kommt auf einer 2 x 4 Fliese der Sticker zum Einsatz, der die Anzahl verbleibender Leben von Sonic zeigt. Auch dies ist eine Referenz an die Green Hill Zone und damit den Start des Spiels, das man immer mit drei Leben beginnt.

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Für die drei übereinander schwebenden Ringe wird auf einer der transparenten Stangen eine Unterkonstruktion aus ebenfalls transparenten 1 x 1 Steinen und Lampensteinen (4070) angebracht, auf der dann die Ringe platziert werden.

Die einzelnen Ringe, die über der Brücke nebeneinander angebracht werden, sind dagegen denkbar einfach befestigt, denn sie werden einfach direkt auf die Platten der transparenten Stangen aufgesteckt. Am anderen Ende dient jeweils ein Rastergelenk der Befestigung am Rest des Modells, das leider in Schwarz gehalten ist. Hier hätte ich für die einzelnen Ringe eine passendere Farbe, etwa einen Blauton oder, wenn möglich, sogar ein transparentes Element bevorzugt, denn durch den Hohlraum unter der Brücke betrachtet fallen diese Gelenke doch sehr ins Auge.

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Neben den Stangen baut man in diesem Abschnitt auch einen der Laternenpfähle, die im Spiel als Speicherpunkte dienen: Läuft man an diesen Laternen vorbei, so wechselt ihre Farbe von Blau zu Rot und man kann, sollte man danach ein Leben verlieren, beim nächsten Versuch das Level von dieser Stelle aus fortsetzen.

Danach ist die schwebende Plattform über dem Looping an der Reihe. Diese ist sehr simpel aufgebaut, nur warum die 2 x 2 Fliese im Inneren rosa sein musste, will sich mir nicht recht erschließen – immerhin enthält das Set die gleiche Fliese auch mehrfach in hellgrauer Farbe, um sie für die Monitore zu verwenden.

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Wie dem auch sei: Die Plattform wird schließlich mittels zweier transparenter Paneele (87544) auf dem Looping befestigt, wo sie z.B. Moto Bug oder einem der Monitore als Heimat dienen kann.

An dieser Stelle können wir auch endlich einmal in Ruhe einen Blick auf die 1 x 4 Fliese mit Grasmuster werfen, die wir schon mehrfach im Set verbaut haben. Neben Dr. Robotniks Kopf  und Crabmeats Augen handelt es sich hierbei um das einzige bedruckte Element, das aber immerhin gleich zehnmal enthalten und wieder sehr nah an die grafische Gestaltung des Spiels angelehnt ist.

Nah an der Vorlage ist aus das Design der Monitore, für die aber leider wieder Aufkleber zum Einsatz kommen. Der Aufbau ist nicht weiter der Rede wert, aber die Anzahl ist interessant: Man baut nämlich nur zwei Korpusse, die anschließend mit einer Auswahl aus fünf verschiedenen Bildschirmen bestückt werden können.

 

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Hier tauchen demnach erfreulicherweise sämtliche Variationen auf, die auch im Spiel vorkommen, also Power-Laufschuhe, Superring, Schild, Unbesiegbarkeit und das Extraleben One-Up, sodass man sich für diejenigen entscheiden kann, zu denen man den stärksten Bezug hat.

Der Aufbau des Hauptmodells ist damit abgeschlossen, und auch einen Chaos Edelstein, diesmal den grünen, gibt es natürlich wieder als Belohnung. Zwei Stück fehlen zu diesem Zeitpunkt noch, obwohl nur ein Bauabschnitt verbleibt. Dieser ist allerdings thematisch zweigeteilt, da man zuerst das Egg Mobile und zuletzt den guten – bzw. bösen – Dr. Robotnik selbst baut, woraufhin man jeweils einen weiteren Edelstein auf den Präsentationsständer stecken darf.

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Und wir stürzen uns nun auch direkt in den sechsten und letzten Bauabschnitt. Als einziger umfasst dieser zwei Tüten, die allerdings nicht nach Egg Mobile/ Dr. Robotnik getrennt sind, da man jeweils Teile aus beiden Tüten benötigt. Auch hier sind wieder einige transparente Teile zu finden, denn das Set beinhaltet auch einen „Schwebeständer“ für das Egg Mobile, obwohl dieser auf dem Karton nirgends auftaucht. Das finde ich ein bisschen merkwürdig, denn ich bin der Meinung, irgendwo auf der Verpackung (und sei es nur auf einem Detailbild) sollten wirklich alle Bestandteile des Sets zu sehen sein.

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Das Egg Mobile stellt für mich eine echte Ikone des Sonic Franchises dar, dementsprechend gespannt war ich auf seine Umsetzung. Der Aufbau des fliegenden Transportmittels, das der Doktor gerne und oft mit verschiedenen Angriffswaffen versieht, beginnt mit acht inversen 4 x 1 Curved Slopes (13547), die einen leicht abgerundeten und deshalb sehr geeigneten Boden ergeben. Daran werden in SNOT-Technik die beiden Seitenwände befestigt, die ebenfalls mit verschieden Curved Slopes versehen werden. Unter anderem kommt dabei auch eine schwarze 1 x 5 Platte zum Einsatz, die 2021 eine kleine Sensation darstellte und in dieser Farbe erst in drei anderen Sets verwendet wurde.

Mit der flachen Windschutzscheibe (62360), der Instrumententafel und zwei roten Knöpfen – vermutlich zum Auslösen der Waffen – hat LEGO dem Egg Mobile einige schöne Details spendiert, wobei die Verzierungen auf der Seite leider erneut über Aufkleber gelöst wurden.

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Sehr gut gefällt mir die Frontpartie, die die Vorlage mit den in diesem Maßstab gegebenen Möglichkeiten optimal einfängt, wie überhaupt das Gesamtbild und die Ei-Form erfreulich gut getroffen wurden. Dank des bereits angekündigten Ständers, der im Wesentlichen aus einigen transparenten 2 x 2 Rundsteinen auf einer Kreuzachse mit Standfuß besteht, kann das Egg Mobile sogar fliegend ausgestellt werden.

Allerdings gibt es auch hier einige Kritikpunkte: Die gelb-schwarzen Pfeile auf den Seiten sind viel zu kurz geraten, wahrscheinlich, weil man nicht mehrere Teile damit überkleben wollte. Der blaue, dick gepolsterte Sitz der Vorlage wurde ebenfalls höchstens rudimentär angedeutet, und auf eine Darstellung der Angriffswaffe am Ende der Green Hill Zone, einer Abrisskugel mit Kette, die unten am Egg Mobile hin und her pendelt, hat LEGO gleich ganz verzichtet.

Review LEGO Ideas 21331 Sonic The Hedgehog Robo Car

Das verwundert besonders deshalb, weil das Egg Mobile inklusive Kugel sogar vorne in der Anleitung in Form einer Grafik aus dem Spiel abgebildet ist. Ich finde, für 69,99 Euro UVP hätte dieses Detail – meinetwegen einfarbig und ohne Drucke – ruhig noch drin sein dürfen, wenn man schon fast ausschließlich auf Sticker setzt und zudem außergewöhnlich viele Kleinteile im Set enthalten sind.

Kommen wir nun aber zum letzten Teil des Aufbaus: Der Dr. Robotnik Figur. Diese erinnert fast ein wenig an Gru aus den Minions-Filmen (oder umgekehrt), denn sie hat sehr dünne Beine und darauf einen eher rundlichen Körper. So wurde und wird Robotnik auch im Sonic-Franchise dargestellt, wenn er nicht gerade von Jim Carrey gespielt wird, und LEGO hat die Körperform verhältnismäßig gut getroffen, wobei für die Knöpfe der Hose wieder Sticker zum Einsatz kommen. Als Handschuhe wurden hier zum ersten und bisher einzigen Mal zwei Bigfig-Hände ganz in Weiß verwendet.Review LEGO Ideas 21331 Sonic The Hedgehog (60)

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Bis hierhin bin ich mit der Figur zufrieden, was ich aber offen gesagt ziemlich furchtbar finde, ist das Gesicht. Zwar hat LEGO extra den Aufwand spendiert, die Brillengläser auf das Kuppelelement zu drucken (was aufgrund der in zwei Richtungen gewölbten Form auch notwendig war), aber der Bart und die Nase ruinieren die Figur für mich – das hat beides wenig mit Dr. Robotnik zu tun, wie ich ihn mir vorstelle. Auch die Platzierung der Figur im Egg Mobile ist meines Erachtens misslungen. Sie sitzt nicht darin, sondern steht, wodurch sie viel zu hoch herausragt. Und selbst, wenn man die Beine abnimmt und einen Teil des Innenlebens des Egg Mobiles entfernt, kann man den Dr. nur eine Platte niedriger platzieren, weil er für den gegebenen Freiraum zu dick ist. Ohne größere Umbauten ist es also nicht möglich, Robotnik so zu platzieren, wie es eigentlich sein müsste: Hinter der Windschutzscheibe kauernd, sodass sein Kopf kaum über diese hinausragt.

Immerhin gibt es für den Schnabel – pardon, die Nase – und den Bart eine einfache Modifikation, die für ein wesentlich besseres Aussehen sorgt und zudem sogar von der Fandesignerin selbst vorgeschlagen wurde. Tauscht man nur die beiden braunen Käseecken gegen zwei spitz zulaufende 2 x 1 Wedges (29119 & 29120), so wird ein Gutteil der Nase verdeckt. Darüber hinaus ist sogar der Bart dann meines Erachtens ein ganzes Stück weit näher an der Vorlage.

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Wer möchte, ersetzt zusätzlich die Viertel-Rundfliese, die die Nase bildet, durch eine 1 x 1 Platte in der gleichen Farbe und hat so auch das unschöne Loch darüber ausgefüllt – ich persönlich bevorzuge aber die hier gezeigte Variante.

Zum Schluss des Aufbaus möchte ich euch noch die Rückseite der Anleitung zeigen. Hier hat LEGO eine letzte, sehr gelungene Anspielung untergebracht. Schafft man es nämlich im Spiel, alle Chaos Edelsteine zu sammeln, so erscheint im Abspann Dr. Robotnik, der wütend auf dem Wort „End“ herumspringt. Diese Szene hat LEGO in drei Bildern aufgegriffen.

Review LEGO Ideas 21331 Sonic The Hedgehog Anleitung Rückseite

Das fertige Modell

Nun steht sie fertig vor uns, die LEGO Ideas 21331 Sonic the Hedgehog – Green Hill Zone. Mir fällt auf, dass ich in diesem Review ungewöhnlich viele Kritikpunkte hatte, was mich insofern selbst ein wenig überrascht, dass ich mit dem Gesamtresultat eigentlich zufrieden bin. Vermutlich war ich aufgrund meiner jahrzehntelangen Verbundenheit mit Sonic diesmal besonders anspruchsvoll und hätte mir deshalb hier und da noch ein klein wenig mehr Sorgfalt gewünscht.

Objektiv muss man allerdings feststellen, dass das Team in Billund das besondere Design der Vorlage – mit einigen Abstrichen aufgrund des Maßstabs – sehr gut eingefangen und so viele Anspielungen in diesem kleinen Set untergebracht hat, wie es nur irgendwie sinnvoll möglich war. Als Sonic-Fan hat man jedenfalls immer ein Lächeln im Gesicht, wenn man an der LEGO Green Hill Zone vorbeiläuft – da fallen dann auch die Schwächen nicht mehr so stark ins Gewicht.

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Die offiziellen Maße des aufgebauten Sets, also 36 cm Breite, 17 cm Höhe und 6 cm Tiefe, kann ich in meiner eigenen Messung nur bedingt bestätigen, denn aufgrund der drei übereinander verbauten Ringe komme ich eher auf eine Höhe von 18 cm. Auch in der Breite würde ich aufgrund des überstehenden Palmwipfels einen Zentimeter hinzugeben, und wer Dr. Robotnik mit seinem Egg Mobile neben dem Rest des Sets ausstellen will, sollte insgesamt eine Breite von mindestens 46 cm bei einer Tiefe von 8,5 cm einplanen.

Außerdem möchte ich noch einmal den Preis pro Teil ansprechen, der mit 6,2 Cent zunächst für ein Lizenzmodell sehr günstig wirkte. Nach dem Aufbau weiß ich nun allerdings, dass überwiegend sehr kleine Teile in diesem Set stecken, darunter alleine über 200 1 x 1 Platten, was wieder einmal zeigt, dass dieser Wert keinen zuverlässigen Indikator für das Preis-Leistungsverhältnis eines Sets darstellt. Hätte LEGO den neuen 2/3-Stein für das Karomuster eingesetzt, lägen wir bei etwa 6,8 Cent pro Stein, aber interessanter für die Einordnung ist in diesem Fall vielleicht der Gewichtsvergleich, also wie viel „Masse“ man für sein Geld bekommt. Der Preis pro Gramm dieses Sets, das aufgebaut insgesamt 538 g wiegt, liegt nämlich bei exakt 13 Cent, wohingegen er z.B. bei der LEGO 21325 Mittelalterlichen Schmiede, die ebenfalls aus der Ideas Reihe stammt, bei 9,5 Cent lag.

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Auf der Rückseite des Modells hätte man ganz links unten, am Rand der schwarzen Leiste, einen weiteren Sticker mit der Nummer 18 anbringen sollen, auf dem sich die Designer mit ihren Namenskürzeln und einigen kryptischen Zahlen verewigt haben, deren Bedeutung jedoch im Designer Video aufgeklärt wird: 1991 erschien das erste Sonic Spiel (das war noch leicht zu erraten), 76642 waren die benötigten Zahlentasten, um auf einem alten Handy „Sonic“ einzutippen und bei 281020 handelt es sich um das Geburtsdatum eines Familienmitglieds. Ich habe den Sticker zwar nicht angebracht, da er m.E. nichts zur Optik des Sets beiträgt, aber spannend finde ich vor allem die Zahl 76642 trotzdem: Würde das nicht auch eine astreine LEGO Setnummer abgeben, die zudem bisher noch nicht belegt wurde? Eine Steilvorlage, die man nutzen sollte!

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Aber mal im Ernst: Vielleicht kommt ja irgendwann noch ein zweites Sonic-Set, wenn sich dieses hier gut verkauft – Beispiele für Ideas Umsetzungen, die weitere Sets nach sich zogen, gab es in der Vergangenheit mit Minecraft, Ghostbusters und zuletzt FRIENDS ja bereits mehrfach. Ich glaube zwar persönlich nicht daran, würde mich allerdings sehr darüber freuen. Denn auch, wenn der blaue Igel inzwischen in meinem Arbeitszimmer etwas überrepräsentiert ist: Dafür würde ich noch einen Platz finden! 😉

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Schauen wir zuletzt noch auf die übrig gebliebenen Teilen. Hierunter finden sich keine Überraschungen, wobei es allerdings schön ist, für alle sieben Chaos Edelsteine noch einen Ersatz zu bekommen. Neben diversen Kleinteilen bleiben drei der Bildschirme sowie das Alternativgesicht für Moto Bug am Ende übrig und wollen zur späteren Verwendung sicher verstaut werden.

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Bevor wir zum Fazit kommen, werfen wir noch einen kurzen Blick auf die Historie der Kooperationen zwischen LEGO und SEGA, bei welcher Gelegenheit wir auch das neue Design der Sonic Minifigur noch einmal genauer unter die Lupe nehmen.

LEGO und SEGA: Nicht die erste Kooperation

Sonic Fans, die sich schon eine Weile mit LEGO beschäftigen, werden nicht überrascht sein zu lesen, dass es sich bei der Minifigur in diesem Set mitnichten um die erste LEGO Verkörperung des rasenden Igels handelt.

LEGO Dimensions

Nachdem Skylanders Anfang der 2010er-Jahre den Trend des „Toys-to-life“ Konzepts initiiert hatte, also des Einbindens realer Spielzeuge und Figuren in ein Computerspiel, indem diese von einer speziellen Hardware erkannt wurden, zog LEGO einige Jahre später nach. In der LEGO Dimensions Reihe erschienen über 60 Packs mit Figuren und Fahrzeugen, die teilweise auch neue Levels im Spiel freischalteten. Ein solches „Level Pack“ war das Set LEGO 74244 Sonic the Hedgehog, in dem 2016 auch die erste Sonic Minifigur vorkam, die ihr unten rechts im Bild seht.

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Diese Kooperation hat eine interessante Hintergrundgeschichte, denn das Entwicklerstudio von LEGO Dimensions, TT Games, das heute für praktisch alle LEGO Spiele verantwortlich ist, ging aus dem ehemaligen britischen Studio Traveller’s Tales hervor. Und was glaubt ihr, welche Spiele Traveller’s Tales in den 90er-Jahren unter anderem für SEGA entwickelte? Sonic 3D und Sonic R!

Aber zurück zum Level Pack. Die damals enthaltene Sonic Figur orientierte sich am neueren Design des Igels, welches Ende der Neunzigerjahre eingeführt wurde und unter anderem mit grünen Augen, einem schlaksigeren Körper und stärker herunterhängenden Stacheln aufwartete. Die neue Minifigur hingegen bezieht sich, obwohl sie die gleiche Kopfform verwendet, auf das ursprüngliche Sonic-Design, was man unter anderem an den schwarzen Augen und dem runden Aufdruck für den Bauch erkennt. Auch wurde für Gesicht und Arme diesmal hautfarbenes Material anstelle von Tan verwendet, die Schuhe sind hier erstmals bedruckt und die Beine sind in Blau/Rot statt Blau/Weiß gefertigt.

 

Review LEGO Ideas 21331 Sonic The Hedgehog Vergleich Figuren
Die Minifiguren im Vergleich: Sonic aus der Green Hill Zone (links) vs. Sonic aus dem LEGO Dimensions Level Pack von 2016 (rechts)

LEGO Fun To Build

Der Auftritt von Sonic in LEGO Dimensions war zwar die erste Zusammenarbeit von LEGO und SEGA, die auch physische LEGO Elemente enthielt, doch die früheste Kooperation auf Software-Ebene reicht viel weiter, genau genommen bis ins Jahr 1995 zurück. Dort erschien nämlich auf der in Deutschland nahezu unbekannten Konsole SEGA Pico das Spiel „LEGO Fun To Build“ – leider aber nur exklusiv in Japan.

Das Spiel, das voller Referenzen an die Themenwelten der frühen Neunzigerjahre steckt, habe ich kürzlich zusammen mit der Konsole einem ausführlichen Review unterzogen. Falls ihr also noch etwas Ausdauer habt, findet ihr dort weiteren Lesestoff und natürlich auch ein Video des Spiels. 😉

Fazit

Dieses Review ist, in Anbetracht der geringen Größe des betrachteten Sets, viel länger geworden, als ich es erwartet und mir vorgenommen hatte. Daran merkt ihr vielleicht schon, dass mir die alten SEGA Konsolen und insbesondere Sonic als Maskottchen und einer meiner ersten Spielehelden besonders am Herzen liegen.

Entsprechend schwer fällt es mir deshalb, ein abschließendes Fazit zu ziehen. Ich bin auf der einen Seite begeistert, dass es dieses Set gibt. Es wird einen Ehrenplatz in meinem Arbeitszimmer bekommen und mich vermutlich über Jahre hinweg immer wieder an glückliche Kindheitsmomente erinnern. LEGO hat den Geist der Green Hill Zone hervorragend eingefangen, der Fandesignerin Viv Grannell gebührt mein Dank dafür, dass sie dieses Projekt auf den Weg gebracht hat, und eigentlich könnte alles perfekt sein – wenn da auf der anderen Seite nicht die unübersehbaren Schwächen des Sets wären.

Ich glaube, LEGO hat sich mit dem sehr kleinen Maßstab keinen Gefallen getan. So war es nicht möglich, Details wie den Videomonitor in der Palme oder eine Schussfunktion in den Scheren von Crabmeat unterzubringen. Auch taten sich die Designer mit einem glaubwürdigen Gesicht für Dr. Robotnik schwer, der zudem im Egg Mobile nicht richtig Platz nehmen kann. Die Hängebrücke ist nur angedeutet, und auch der Looping hätte eigentlich größer ausfallen müssen, was in diesem Maßstab und mit den verfügbaren Teilen aber wohl beides nicht besser lösbar war.

Ich verstehe natürlich, dass die Sonic Minifigur, die unbedingt enthalten sein musste, hier der limitierende Faktor war und der Rest des Sets ihretwegen nicht zu groß werden durfte. Über alle genannten Schwächen könnte ich auch lächelnd hinwegsehen, ja sogar über die vielen unnötigen 1 x 1 Platten, die mich beim Aufbauen einige Nerven gekostet haben – wenn da nicht der Preis wäre. Ich finde 69,99 Euro für das, was dieses Set bietet, einfach etwas zu viel – das zeigt sich auch messbar im Gewichtsvergleich z.B. mit der Mittelalterlichen Schmiede. Zwar wartet die Green Hill Zone mit einer Lizenz auf, aber rechtfertigt dies einen Preis, der pro Gramm fast eineinhalb mal so hoch ist?

Ich bin der Meinung, für die aufgerufene UVP hätte an irgendeiner Stelle buchstäblich „mehr drin sein müssen“, und am liebsten wären mir mehr Drucke gewesen. Ich hätte gerne auf drei der Monitor-Varianten verzichtet, wenn ich dafür die beiden verbleibenden Designs, auf jeden Fall aber die Gesichter von Moto Bug sowie die Knöpfe von Robotnik als Prints bekommen hätte. Mit dem Stickerbogen für das Karomuster kann ich leben, die fehlende Abrisskugel für das Egg Mobile vermisse ich hingegen im Set. Alternativ hätte man auch einfach den Levelabschnitt noch etwas größer machen können.

So fällt mein Fazit gemischt aus: Falls das Set mit entsprechendem Rabatt auch bei anderen Händlern auftaucht, möchte ich es jedem Sonic Fan bedingungslos ans Herz legen! Gleichzeitig trauere ich aber ein wenig den vergebenen Chancen nach, die das Set noch besser hätten machen können.

Wie findet ihr die LEGO 21331 Sonic the Hedgehog – Green Hill Zone? Seid ihr Sonic Fans der ersten Stunde? Was gefällt euch an diesem Set besonders gut? Wie steht ihr zu meinen Kritikpunkten – teilt ihr diese oder sehe ich einiges zu eng? Ich freue mich auf den Austausch in den Kommentaren.


Die erste Kooperation zwischen LEGO und SEGA im Review

Über Jens Herwig 318 Artikel
Mag verzerrte Gitarren, LEGO und Enten. Wollte so sein wie MacGyver, ist aber nur Physiker geworden. Erweckung aus den Dark Ages durch den Technic Unimog. Liebt alte Sets und hat ein Aquazone-Diorama im Wohnzimmer stehen.
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