LEGO Star Wars 75315 Imperial Light Cruiser im Review

LEGO Star Wars 75315 Imperial Light Cruiser Titelbild

Das Jahr 2021 neigt sich langsam aber sicher seinem Ende entgegen und damit wird es auch Zeit, unsere Review-Serie zur diesjährigen Star Wars-Sommerwelle abzuschließen. Pünktlich zur heute anlaufenden Nachfolgeserie „The Book of Boba Fett“ schauen wir uns den Imperial Light Cruiser (75315) einmal genauer an, der im zweiten Staffelfinale von „The Mandalorian“ eine große Rolle spielt.

Neben der Review zum Set an sich werfen wir am Ende dieses Artikels zudem noch einen kurzen Blick auf die im Jahr 2021 erschienenen LEGO Star Wars Sets, bei denen sich im Nachhinein mehr Verbindungen erkennen lassen, als zu Jahresbeginn angenommen. Viel Spaß beim Lesen!

Allgemeine Informationen

Der LEGO Star Wars 75315 Imperial Light Cruiser erschien als größtes Set der LEGO Star Wars-Welle im August 2021 und ist vor allem aus dem Finale der zweiten Staffel von „The Mandalorian“ bekannt. Genau genommen handelt es sich bei diesem Schiff um Moff Gideons Class 546 Cruiser, der den klassischen Arquitens-Class Cruisern ähnelt.

Passend zum Staffelfinale enthält das Set die Minifiguren von Grogu, dem Mandalorianer, Cara Dune, Fennec Shand, Moff Gideon und einem Dark Trooper. Das Set umfasst 1336 Steine und ist seit dem 1. August zu einer UVP von 159,99 Euro im LEGO Onlineshop und den Brand Stores erhältlich. Inzwischen haben auch andere Händler wie Zavvi.de oder myToys das Set im Sortiment, wodurch bereits bis zu 20% Rabatt möglich waren. Bezogen auf den Preis pro Gewicht ist der Imperial Light Cruiser das günstigste Set der Sommerwelle, während es im Hinblick auf den Teilepreis den vorletzten Platz belegt.

Alle Details im Überblick:

  • Setnummer: 75315
  • Name: Imperial Light Cruiser
  • Preis: 159,99 Euro
  • Anzahl Teile: 1336
  • Teilegewicht: 1.423 Gramm
  • Preis/Stein: 12,0 Cent
  • Preis/Gramm: 11,24 Cent
  • Anzahl Minifiguren: 6
  • Altersempfehlung: 10+

Kapitel 16 – Die Befreiung

Obwohl der Imperiale Kreuzer bereits in einigen vorangegangenen Folgen aufgetaucht ist (erstmals am Ende von Kapitel 12 – Die Vertreibung), hat er seinen größten Auftritt in der finalen Folge der zweiten Staffel von „The Mandalorian“ (Kapitel 16 – Die Befreiung). Nachdem Din Djarin, Boba Fett und Fennec Shand in Kapitel 15 den Standort von Moff Gideons Kreuzer ausfindig machen konnten, treffen sie sich (verstärkt durch Cara Dune) mit Bo-Katan Kryze und Koska Reeves, um die beiden Mandalorianerinnen für Grogus Rettungsmission zu gewinnen.

Durch ein Täuschungsmanöver mit Boba Fett und einem gekaperten Lambda-Shuttle gelangt die Rettungstruppe auf das Schiff, wo sie die Brücke einnimmt, während Din Djarin Moff Gideon im Zweikampf besiegt. Ein anrückendes Bataillon Dark Trooper zwingt die Protagonisten allerdings, sich auf der Brücke zu verschanzen, und lässt ihnen keinen Weg zur Flucht.

Der Folgentitel nahm natürlich bereits einiges an Spannung vorweg, mit fortschreitender Aussichtslosigkeit während des Showdowns durfte man also nur noch darauf gespannt sein, welcher „Deus ex machina“ zur Rettung eilen würde. In Anbetracht des Machtrufs von Grogu auf Tython zwei Folgen zuvor konnten die Fans jedoch auch diese Frage schon etwas einkreisen, da zur Zeit der Ereignisse nur noch wenige (bekannte) Jedi durch die Galaxis streiften. Ein in der Hangarbucht landender X-Wing, eine Hand mit schwarzem Handschuh und ein grünes Lichtschwert ließen schließlich keine Zweifel mehr: Luke Skywalker hatte den Ruf vernommen und kam zur Rettung.

Verpackung und Inhalt

Der Karton ist im üblichen Stil der Sets zur Mando-Serie gestaltet und zeigt den Kreuzer im Gefecht. Am unteren Rand der Box sind die enthaltenen Minifiguren aufgeführt und benannt. Die Rückseite des Kartons gibt einen Einblick in das Innenleben und die Funktionen des Sets, neben der TIE Jäger-Startrampe und den Turbolasern mit spring-loaded Shootern wird auch die Funktion der Brücke als Tragegriff gezeigt. Als Vergleichsminifigur auf der Oberseite der Box wurde dieses Mal der Dark Trooper gewählt.

Öffnet man den Karton, kommen die enthaltenen Steine, ein Stickerbogen und die Anleitung zum Vorschein. Diese ist bei einem Set dieser Größe fast schon ein Buch, das den Aufbau Schritt für Schritt detailliert erläutert.

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Neben der Bauanleitung enthält die Box zwölf Tüten, die die Steine den neun Bauabschnitten zuordnen. Wie derzeit üblich sind auch die sechs Minifiguren etwa gleichmäßig über den gesamten Bauprozess verteilt.

Aufbau

Der Bau des Modells beginnt mit der inneren Struktur aus langen Technic-Bricks, an denen im weiteren Verlauf mithilfe von Pins viele Anbauten  angebracht werden können. Nach der Grundstruktur des hinteren Bereiches folgt der Boden der vorderen Schiffshälfte, die später bespielbar sein wird. Als Nächstes wird die seitliche Fassade vorbereitet und durch Scharniere (Hinge-Plates) im passenden Winkel eingebaut.

Nachdem beide Seiten gebaut und angebracht sind, lässt sich die Form des Schiffes im vorderen Bereich bereits erkennen. Die kurzen Pins an den seitlichen Technic-Bricks bilden die Grundlage für die Verkleidung, die später hinzugefügt wird.

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Anschließend ist ein essentieller Teil der innenliegenden Struktur an der Reihe: Im Bereich der Brücke des Kreuzers entsteht mithilfe von Liftarmen eine stabile Konstruktion, die beim fertigen Modell als Tragegriff fungieren kann. Der sich wieder verbreiternde Beginn der Triebwerke wird zunächst separat gebaut und anschließend an der Hauptkonstruktion befestigt.

Auch hier sorgen Technic-Bricks und -Pins für eine stabile Verbindung. Die finale Form des Schiffes ist immer klarer zu erkennen und auch einige Details, wie der Boden der hinteren Hangarbuchten, sind schon in Teilen ausgestaltet.

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Als Nächstes folgt die Verkleidung des Heckbereiches und die Fertigstellung der Hangars. Hinzu kommen zwei Mini-Versionen der TIE Fighter, die eine neue bedruckte 1×1 Fliese als Cockpitscheibe besitzen und durch eine Noppe in der Landebucht befestigt werden können.

Im nächsten Bauabschnitt wird das Gerüst aus Liftarmen verkleidet, um den für diese Schiffsklasse typischen Brückenaufbau nachzubilden. Hierbei wird sowohl mit einigen grauen Dachsteinen als auch mit seitlich angebrachten Platten gearbeitet.

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Zur Fertigstellung des Hecks fehlen nun nur noch die Triebwerke, die anschließend gebaut werden. Der mittlere Teil der drei Antriebe wird am Ende des innenliegenden Technic-Gerüsts befestigt, wohingegen die beiden äußeren Antriebe durch zwei Achsen am Schiff gehalten werden.

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Nach Beendigung des hinteren Abschnitts geht es weiter mit dem Bugbereich des Schiffsrumpfs. Hier entsteht zum einen die Inneneinrichtung, die dem Design der Brücke nachempfunden ist: Der große Hologrammtisch in der Mitte hat eine Kaffeetasse spendiert bekommen, was ein wenig an den Humor aus den LEGO Star Wars Videospielen erinnert. Zum anderen wird die schräge Verkleidung an der Unterseite des Rumpfs angebracht, die mit Pins an der Außenwand befestigt wird.

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Als Nächstes folgt die Verkleidung der seitlichen Bereiche, die neben kleinen Turbolasern vor allem sogenannte „Greebles“, also kleine Elemente zur Schaffung einer detaillierten Oberfläche, enthalten.

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Die Frontpartie seitlich der vorderen Abschussrampe für TIE-Jäger benötigt ebenfalls noch eine Verkleidung auf der Oberseite, bevor im letzten großen Schritt die obere Abdeckung des gesamten Bugs gebaut wird. Diese wird mit Pins befestigt und ist beweglich gelagert, um sie aufklappen zu können und Zugang zum Inneren zu ermöglichen. Auf der Oberseite befinden sich außerdem noch zwei Turbolaserbatterien.

Nach dem Zusammenbau der etwa 1.300 Teile steht der fertige Imperial Light Cruiser von Moff Gideon vor uns.

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Nach dem Aufbau bleiben wie üblich einige Ersatzteile übrig, darunter Lichtschwertgriffe in verschiedenen Farben, ein Ersatzprojektil für die Turbolaser und auch zwei bedruckte 1×1 Rundfliesen: ein Thermaldetonator und eine Cockpitscheibe der Mini-TIE Fighter. Letztere ist erstmals in diesem Set enthalten – und da die kleinen Raumschiffe ansonsten aus nur wenigen Standardteilen bestehen, lässt sich mithilfe der eigenen Steinesammlung leicht ein dritter TIE Fighter ergänzen.

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Sticker-Slider

Wer noch unschlüssig ist, ob es sich lohnt, die Sticker bei diesem Modell anzubringen, oder sich einfach nur einen Eindruck davon verschaffen möchte, wie viel die Sticker beim Imperial Light Cruiser zum Gesamteindruck beitragen, bekommt hier einen direkten Vergleich beider Varianten.

Brücke

Die Fenster der Brücke sind von außen die einzigen sichtbaren Sticker, die das Modell besitzt. Da ohne die typischen imperialen Dreiecksfenster jedoch nur dunkelgraue Steine zu sehen sind, haben sie einen nicht ganz unerheblichen Einfluss auf den Gesamteindruck.

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Innenraum

Im Innenraum, der die Einrichtung der Brücke des Kreuzers beinhaltet, sind einige Computerterminals und das Design des Hologrammtisches mithilfe von Stickern gelöst.

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Der 546-Klasse Arquitans-Kreuzer

Nachdem der Aufbau abgeschlossen ist und alle Sticker angebracht worden sind, ist es Zeit, sich den Kreuzer einmal im Detail anzuschauen.

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Äußere Details

Im Heckbereich des Kreuzers liegen zwei Hangarbuchten, in denen die TIE Fighter befestigt werden können, damit sie beim Herumtragen oder Spielen nicht herausfallen. Zudem lockern die Hangars zusammen mit den umliegenden Details diesen Bereich optisch deutlich auf.

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Auf der Oberseite des Rumpfs sind getreu dem Vorbild aus der Serie große Turbolaserbatterien angebracht, die durch einen darunterliegenden Drehteller auch um 360 Grad gedreht werden können. Beide Geschütze können mit zwei „spring-loaded Shootern“ ausgestattet werden, um beim Spielen etwas mehr Action zu ermöglichen.

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Die Brücke dient, wie beim Aufbau bereits erwähnt, als Tragegriff und erfüllt diese Funktion auch sehr gut. Beim Herumtragen oder Umstellen im Rahmen der Review ist mir kein einziges Mal ein Teil abgefallen. Das Schiff ist allerdings insgesamt wirklich sehr stabil gebaut und lässt sich auch problemlos an anderen Stellen greifen und tragen, etwa am Unterboden oder im Bereich zwischen Triebwerken und Brücke.

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Vordere Hangarbucht

Die vordere Startrampe für die TIE Jäger spielt in „The Mandalorian“ eine große Rolle beim Eindringen in das Schiff und darf deshalb auch im Modell nicht fehlen.

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Die beiden enthaltenen Mini-TIEs können mithilfe eines Knopfes „gestartet“, also aus dem Hangar herauskatapultiert werden. Dies ist allerdings nur bei geöffneter Klappe möglich, da der Mechanismus im Schiffsinneren betätigt werden muss.

Der Innenraum

Der gesamte vordere Bereich des Schiffsrumpfs lässt sich nach oben aufklappen, um an die nachgestellte Brückeneinrichtung im Inneren zu gelangen. Hier bietet sich einiges an Platz, um beispielsweise die Übernahme der Brücke nachzustellen oder um die Brücke mit imperialer Besatzung (die leider nicht im Set enthalten ist) auszustatten. So richtig zum Staffelfinale passen mag der Innenraum dennoch nicht, es fehlt an einer Tür, hinter der sich die Figuren verstecken können, während von der anderen Seite Dunkeltruppen einzudringen versuchen. Ein weiterer Wermutstropfen ist zudem, dass die Figuren nicht überall stehen können, sofern man den Rumpf auch wieder komplett schließen möchte. Um euch einen besseren Einblick in die Problematik zu geben, habe ich im folgenden Bild alle Stellen markiert, an denen eine Minifigur bei geschlossener Abdeckung platziert werden kann. Rot markiert die möglichen Standpunkte mit Blickrichtung zum Bug / Heck, während die Figuren in den blauen Positionen zu den Seitenwänden schauen. Da der Aufbau symmetrisch ist, gelten die roten und blauen Markierungen natürlich auch für die jeweils andere Schiffshälfte.

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Das Abfeuern der TIE Jäger aus der vorderen Landebucht geschieht ebenfalls bei aufgeklapptem Rumpf. Im Innenraum befinden sich außerdem noch zwei Kisten, in denen ein Thermaldetonator und ein Fernglas gelagert werden.

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Die Minifiguren

Der Mandalorianer – Din Djarin

Als Hauptcharakter und Namensgeber der Serie darf der Mandalorianer natürlich auch in diesem Set nicht fehlen. Trotz dieser logischen Entscheidung aus Sicht von LEGO könnte man mit allen Figuren von Din Djarin aus den Sets des Jahres 2021 fast schon eine Armee zur Rückeroberung von Mandalore zusammenstellen. Dementsprechend ist die Figur für Sammler kein wirkliches Highlight mehr, auch wenn die Gestaltung des Torsos sowie der Arme und Beine für sich genommen sehr schön und detailliert umgesetzt ist.

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Leider wurde auch in diesem Set wieder die Chance verpasst, Din Djarin mit einem Gesicht unter seinem Helm auszustatten, was besonders in Anbetracht der Abschiedsszene mit Grogu und der Wandlung seines Charakters im Laufe der zweiten Staffel sehr bedauerlich ist.

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The Child – Grogu

Als einziges Set der Sommerwelle enthält Moff Gideons Kreuzer den kleinen Hauptcharakter der Serie: Grogu, landläufig auch bekannt als „Baby Yoda“. Zu Beginn der Serie offiziell als „Das Kind“ bezeichnet, tauchte die Figur zuerst im Set „75292 The Razor Crest“ auf und dürfte spätestens durch das deutlich günstigere Set „75299 Ärger auf Tatooine“, das bereits für 14,99 € erhältlich war, in die Sammlungen vieler Fans gewandert sein.

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Nichtsdestotrotz sieht die kleine Figur mit ihren überdimensionalen Augen und Ohren sehr knuffig aus, auch die typischen Stirn- und Schädelfalten der (nach wie vor unbekannten) „Yoda-Spezies“ sind gut getroffen.

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Cara Dune

Carasynthia Dune, mittlerweile Marshal auf Nevarro, begleitet Din Djarin auf seiner Mission zur Rettung von Grogu aus den Fängen von Moff Gideon. Die Minifigur war bereits im Set „75254 AT-ST Raider“ enthalten, ein Auftritt in einem weiteren Set war nach der Entlassung der Schauspielerin jedoch nicht von allen erwartet worden.

Cara Dunes Minifigur kommt mit detailliert ausgestalteter Torso- und Beinbedruckung daher. Ein weiteres kleines, aber wichtiges Detail ist die tätowierte Träne unter ihrem linken Auge, die auf ihre Herkunft vom zerstörten Planeten Alderaan hindeutet.

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Die Figur besitzt außerdem ein Wendegesicht, das einen grimmigen und kampflustigen Ausdruck zeigt.

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Fennec Shand

Die Kopfgeldjägerin Fennec Shand ist die erste exklusive Figur dieses Sets, die wir uns genauer anschauen. Nach einem kurzen Auftritt in Staffel 1 (Kapitel 5 – Der Revolverheld) spielte sie in Staffel 2 in den letzten drei Folgen eine größere Rolle und half wie Cara Dune bei der Rettung von Grogu mit. Mittlerweile hatte die Figur außerdem mehrere Auftritte in der Animationsserie „The Bad Batch“ und wird auch in der kommenden Live-Action Serie „The Book of Boba Fett“ wieder mit von der Partie sein. Weitere Auftritte in LEGO Sets, besonders im Rahmen der Gerüchte zur Boba Fett Serie auf Tatooine, dürften also nicht unwahrscheinlich sein.

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Fennec Shand besitzt den am meisten ausgestalteten Körper aller enthaltenen Minifiguren und hat neben dem beidseitig bedruckten Torso und den Beinen auch Armbedruckungen auf beiden Seiten erhalten. Ihr Helm ist ebenfalls ein neues Element, das speziell für die Kopfgeldjägerin entworfen wurde.

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Leider erhielt die Minifigur kein alternatives Haarteil, sodass sie mit abgenommenem Helm etwas unvollständig bleibt.

Dark Trooper

Dark Trooper, im Deutschen auch Dunkeltruppen genannt, existierten bereits im früheren „Expanded Universe“ von Star Wars und kehren durch „The Mandalorian“ nun in leicht abgewandelter Form wieder in den offiziellen Kanon zurück. In diesem Set sind sie erstmals als LEGO Minifigur enthalten, allerdings nicht als ganzes Bataillon, sondern nur mit einer einzelnen Figur. Der Dark Trooper ist detailliert gestaltet und besitzt neben bedruckten Beinen und einem bedruckten Torso auch einen ebenfalls bedruckten Brustpanzer. Der Kopf unter dem neuen Helmelement ist ebenfalls ausführlicher bedruckt als notwendig, denn bis auf die rote Augenpartie werden alle Details vom Helm verdeckt.

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Auch die Rückseite des Torsos ist entsprechend gestaltet, der Hinterkopf hat ebenfalls zusätzliche Verzierungen spendiert bekommen.

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Moff Gideon

Moff Gideon tritt zum Ende der ersten Staffel als Gegenspieler in den Vordergrund und ist sehr am kleinen Grogu interessiert. Durch seine Beteiligung bei der Säuberung von Mandalore als Imperialer Agent gelangte er in den Besitz des Dunkelschwerts, das neben 9525 Pre Vizsla’s Mandalorian Fighter nun zum zweiten Mal in einem LEGO Set enthalten ist.

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Sein Umhang ist auf beiden Seiten verschiedenfarbig bedruckt und rundet die Optik der Figur passend zur Serienvorlage gut ab. Moff Gideon besitzt zudem ein Wendegesicht, das ihn mit einem grimmigen Gesichtsausdruck zeigt.

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Fazit zum Set

Der Aufbau, den ich auf zwei entspannte Abende verteilt habe, war deutlich spaßiger, als ich zuvor erwartet hatte. Das tragende Gerüst nach und nach mit der Außenhülle und einigen Details zu verkleiden, birgt einiges an Abwechslung und es ist schön, den Baufortschritt anhand der immer besser zu erkennenden Schiffsform sehen zu können.

Das fertige Modell ist stabil und lässt sich gut herumtragen, ohne dass man Angst haben muss, dass sich Teile lösen und abfallen könnten. Leider ist die sonstige Bespielbarkeit nicht sehr stark ausgestaltet, was aus meiner Sicht vor allem an einem Aspekt liegt: Die Figuren agieren kaum bis gar nicht mit dem Modell. Zwar lässt sich der vordere Bereich aufklappen und bespielen, eine „natürliche“ Ausgangslage zur Bestückung des Kreuzers mit den enthaltenen Figuren ergibt sich jedoch nicht. Während man bei früheren play-scale Sternenzerstören beispielsweise Imperiale Offiziere in die Brücke stellen oder Darth Vader in seine Meditationskammer setzen konnte, sind in diesem Set hauptsächlich Charaktere der Gegenseite enthalten, die keine Aufgabe auf dem Schiff haben. Einzig die finalen Szenen auf der Brücke können im Innenraum nachgestellt werden, doch selbst hierfür fehlt zum Beispiel eine Tür mit (angedeutetem) Gang davor, um durch die verbarrikadierten Helden und die anrückende(n) Dunkeltruppe(n) etwas Dramaturgie zu erzeugen. Ein weiterer Raum, Rettungskapseln oder Kanonen, die sich mit Minfiguren bestücken lassen, sucht man vergebens, wodurch sich die Spielfunktionen einzig und allein auf den Innenraum, die TIE Jäger-Abschussrampe und die beiden Turbolaser beschränken.

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Im Zuge der Skalierung auf ein Spielset mussten zudem einige Proportionen der Vorlage angepasst werden, wodurch sich das Set auch nicht wirklich als akkurates Sammlermodel für die Vitrine eignet. Die Minifiguren hingegen sind großartig gestaltet und bringen uns mit Moff Gideon, Fennec Shand und einem Dark Trooper erstmals die drei noch fehlenden Hauptcharaktere der zweiten Staffel „The Mandalorian“.

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Bei der Veröffentlichung der ersten Setbilder gab es einige Beschwerden über die Form des Darksabers, den Moff Gideon mit sich trägt. Statt eines Katana, dessen Form vielleicht besser zur Serienvorlage passt, wurde hier ein regulärer Lichtschwertgriff mit schwarzer Klinge verwendet. Auch wenn ich die Kritik nachvollziehen kann, stört mich die gewählte Form nicht besonders, da sie zum letzten LEGO Darksaber im Set 9525 Pre Vizsla’s Mandalorian Fighter passt und bei der von LEGO gewählten Abstraktion eines Lichtschwerts bleibt.

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Wer im aktuellen LEGO Star Wars-Sortiment einen Imperialen Kreuzer sucht, verschiedene Schiffsarten sammelt oder wen die kleinen Abweichungen in den Proportionen des Spielmodells nicht stören, erhält mit dem Set einen interessanten Aufbau und einiges an großen Teilen, allen voran hellgraue Platten und lange Technic-Bricks, und natürlich sechs schön ausgestaltete Minifiguren. Mit Rabatten oder Gratisbeigaben rutscht das Set auch in der Kategorie „Preis/Stein“ in vertretbare Bereiche. Wer das Set alleine der exklusiven Figuren wegen kaufen würde, sollte eventuell die Veröffentlichung der nächsten Star Wars-Welle abwarten. Bewahrheiten sich die Gerüchte um ein Dark-Trooper-Set und Fennec Shands Auftreten in den Sets zu „The Book of Boba“, bliebe alleine die Figur von Moff Gideon exklusiv in diesem Set, die bei Bricklink aktuell jedoch auch dementsprechend teuer ist. Doch auch bei diesem Charakter ist ein Auftritt in der dritten Staffel „The Mandalorian“ und damit eventuell in weiteren LEGO Sets nicht völlig ausgeschlossen. Wer aktuell noch unentschlossen ist, konnte sich anhand dieser Review aber hoffentlich ein besseres Bild machen, ob sich das Set aus der eigenen Sicht lohnt oder nicht.

Beurteilung im Kontext der LEGO Star Wars (Sommer-)Welle 2021

Mit dieser Review haben wir euch nun alle LEGO Star Wars Spielsets der August-Welle und die kurze Zeit später erschienene Mandalorianische Schmiede aus den September-Neuheiten vorgestellt. Während die Sommerwelle die kürzlich erschienenen Serien wie „The Mandalorian“, „The Bad Batch“ und die letzte Staffel der Animationsserie „The Clone Wars“ abdeckte, brachten die zuvor erschienenen Star Wars Neuheiten im Frühjahr 2021 altbekannte Schiffe aus der klassischen Trilogie zurück. Da Schiffe wie der X-wing, ein TIE Fighter oder das Imperial Shuttle regelmäßig im Sortiment zu finden sind, war zunächst niemand darüber verwundert, auch wenn sich die Begeisterung natürlich in Grenzen hielt. Im Kontext des Imperial Light Cruiser und dem zweiten Staffelfinale von „The Mandalorian“ lässt sich jedoch feststellen, dass die drei „klassischen“ Schiffe in Kombination mit der Sommerwelle alle Raumschiffe abdecken, die dort einen Auftritt haben. Das gekaperte Lambda-Class Shuttle, die Slave I, der mandalorianische Starfighter, TIE Fighter und im großartigen Showdown auch Luke Skywalkers X-Flügler erschienen allesamt in diesem Jahr. Mit den Minifiguren von Luke und Bo-Katan Kryze, die den Bogen zu den beiden Sets zu „The Clone Wars“ schlagen, lässt sich auch die Schlussszene auf der Brücke des Kreuzers komplettieren (einzig Koska Reeves erschien bisher nicht als Minifigur).

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Bo-Katan Kryze (aus Set 75316), Luke Skywalker (aus Set 75302, Cape und Kapuze ergänzt) und R2-D2 (aus Set 75301)

Das Hologramm des Mandalorianers aus der Mandalorianischen Schmiede kann verwendet werden, um die Schlussszene von Staffel 2, Folge 15 nachzustellen, in der Din Djarin den Imperialen mitteilt, dass er sich den entführten Grogu zurückholen wird.

LEGO Star Wars 75315 Imperial Light Cruiser 29The Mandalorian S2F7 Hologram

Fennec Shand hingegen schlägt die Brücke zur bislang neuesten Animationsserie im Star Wars-Universum: Nach ihrem Debüt in „The Mandalorin“ hat die Kopfgeldjägerin auch zwei Auftritte bei „The Bad Batch“.

Im größten (Spiel-)Set des diesjährigen Star Wars-Sortiments laufen somit einige Fäden zusammen, was die Auswahl an Raumschiffen und Charakteren durch das Designteam angeht. Insbesondere die im August und September erschienenen Sets haben mir seit langem mal wieder als komplette Kollektion gefallen, weshalb ich sie euch auch unbedingt alle vorstellen wollte. Im Hinblick auf die neuen Star Wars-Serien ergeben sich hier viele Kombinationsmöglichkeiten und die gesamte Welle fühlt sich einfach stimmig an. Etliche neue und detailliert gestaltete Minifiguren bilden zudem das i-Tüpfelchen. Sofern das Designteam diese Art beibehält, freue ich mich bereits jetzt auf die Sets zu „The Book of Boba Fett“ im nächsten Jahr. Die bereits enthüllten Sets zur Schlacht von Hoth, die als perfekte Ergänzung zum neuen UCS AT-AT dienen, sowie das bereits kolportierte Set zu den Dark Troopern und Luke Skywalker lassen darauf schließen, dass im Bezug auf Star Wars seit einiger Zeit wieder mehr Wert auf sich gegenseitig ergänzende Sets gelegt wird, weshalb ich freudig gespannt auf das kommende Jahr blicke.

Nun seid ihr wieder gefragt! Wie findet ihr den Imperial Light Cruiser? Gefällt euch das Modell oder interessieren euch eher die Minifiguren? Und wie bewertet ihr rückblickend das LEGO Star Wars Jahr 2021? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Über Tobias 38 Artikel
Als Star Wars Fan kaufte er sich als Kind von seinem ersten Taschengeld Luke's Landspeeder (7110) und kam während des Studiums durch das Modell der Saturn V zurück zu LEGO.
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