Ein treuer Begleiter: Der LEGO Star Wars 75335 BD-1 im Review!

Review LEGO 75335 Bd 1

Heute richten wir den Blick auf einen treuen Begleiter: den LEGO Star Wars 75335 BD-1 Droiden aus „Star Wars Jedi: Fallen Order“. Dabei klären wir nicht nur, was es damit auf sich hat, sondern auch, warum LEGO hiermit Neuland betritt.

Der Droide BD-1 weicht etwas vom gewöhnlichen Lineup des restlichen LEGO Star Wars Segments ab – schließlich handelt es sich nicht um einen Droiden der ursprünglichen Trilogie, ja nicht mal eines Films oder einer Serie. Woher er dann stammt, was das Modell taugt und wie er sich baut, lest ihr in dieser Review.

Eine ungewöhnliche Vorlage

Erwähnte ich schon, dass dieser Droide etwas völlig Neues darstellt? Tatsächlich gab es ihn bisher noch gar nicht als Modell von LEGO. Das kommt zwar hin und wieder vor, insbesondere, wenn sich die Modelle auf neuere Filme oder Serien beziehen. Dieser Droide taucht jedoch bereits 2019 im Videospiel „Star Wars Jedi: Fallen Order“ auf – und tatsächlich handelt es sich um das erste Modell überhaupt aus diesem Spiel. Da dem Set eine kleine UCS-artige Plakette beiliegt, reiht es sich in die Serie der UCS-like Droiden ein, in der schon BB-8 oder der Porg, aber auch Yoda oder D-O erschienen sind.

Der BD-1 Droide wurde als idealer Begleiter für Forscher entwickelt. Wann immer er kann, hilft er seinem Besitzer, indem er zum Beispiel Systeme hackt oder die Umgebung oder Gegenstände scannt. Auch kann er Stims transportieren, die andere Lebewesen heilen können. Er läuft auf zwei Beinen und kommt daher auch in schwierigem Terrain gut zurecht.

Seinen Ursprung hat BD-1 im Videospiel „Star Wars Jedi: Fallen Order“, welches am 15.11.2019 veröffentlicht wurde. Es erzählt die Geschichte des jungen Padawan Cal Kestis, der zu Beginn seines Abenteuers den Droiden findet und sich mit ihm anfreundet. Fortan ist der kleine Begleiter immer in seiner Nähe und hilft ihm, wo er kann – auch, indem er Cal gut zuredet.

Fakten zum Set

Vom Vorbild zurück zum Modell. Der LEGO Star Wars 75335 BD-1 erschien am 1. August 2022 direkt im freien Einzelhandel, sodass es schnell zu Rabatten auf die UVP von 99,99 Euro kam. Dafür bekommt man immerhin 1062 Teile, was einen Teilepreis von 9,42 ct/Teil ergibt.

Hier noch einmal die Fakten zum Set:

  • Setnummer: 75335
  • Name (englisch): BD-1
  • Name (deutsch): BD-1
  • Preis (UVP): 99,99 Euro
  • Verkaufsstart: 1. August 2022
  • Anzahl Teile: 1062
  • Preis pro Teil: 9,42 Cent
  • Gewicht (nur Teile): 709 g
  • Preis pro g: 14,1 Cent/g
  • Anzahl Sticker: 1
  • Anzahl bedruckter Teile: 0
  • Minifiguren: 1 (BD-1)

Box und Inhalt

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Box und anschließend auf deren Inhalt.

Außenansichten

Die Vorderseite wirkt durch die nahezu lebensgroße Darstellung des Droidenmodells. Er steht hier vor einer Metall- oder Steinwand auf einem ebensolchen Boden und hat den Kopf leicht schräg gelegt. Links oben ist neben dem Logo von LEGO auch jenes von Star Wars zu sehen, außerdem findet sich die Altersempfehlung (14+), die Setnummer und der Name des Sets dort. Links unten dagegen wesentlich kleiner das Logo des Videospiels „Star Wars Jedi: Fallen Order“. In der rechten unteren Ecke ist die enthaltene „Minifigur“ BD-1 abgebildet und auch beschriftet.

Review LEGO 75335 Bd 1 Box Vorne

Die Rückseite zeigt BD-1 von der anderen Seite nebst Plakette. Zwei Detailbilder zeigen die Funktionen und ein kleines Bild ist mit der Höhe des Modells beschriftet. Auch das Logo von Disney findet sich hier.

Review LEGO 75335 Bd 1 Box Hinten

Die Seiten offenbaren keine Überraschungen: Auf einer ist ein Teil des Modells zu sehen, eine andere zeigt lediglich die „Minifigur“ in Originalgröße, die restlichen beiden Seiten tragen die üblichen rechtlichen Texte.

Inhalt

Nach dem Öffnen von zwei Klebestreifen purzeln einem acht nummerierte Tüten mit Teilen sowie die eingeschweißte Anleitung samt Stickerbogen mit dem einzigen Sticker (für die Plakette) entgegen.

Review LEGO 75335 Bd 1 Box Inhalt

Anleitung

Die Anleitung misst 19,5 cm x 25,9 cm x 0,4 cm (Breite x Höhe x Dicke) und ist – wie heute üblich – in hellen Tönen gehalten. Sie zeigt den Bau in 286 Schritten auf 135 Seiten. Die erste Seite weist wieder auf den Umstand hin, dass es sein könnte, dass unter Umständen vielleicht manche Tüten aus Papier sind statt aus Kunststoff. Bei mir war das aber nicht der Fall. Es folgt auf der nächsten Seit der Hinweis auf die Anleitungs-App, dann die obligatorische Anleitung für den Teiletrenner und schließlich die Übersicht über die Bauabschnitte, wobei jedoch immer drei zusammengefasst werden. Auf Seite sechs beginnt dann die eigentliche Anleitung, wiederum auf hellgrauem Hintergrund.

Aufbau

Der Bau gliedert sich in sechs Bauabschnitte, wobei die ersten drei Beine und Körper beinhalten und die letzten drei den Kopf.

Bauabschnitte 1-3: Beine und Körper

Bauabschnitt 1 widmet sich dem Körper. Im Inneren steckt eine Konstruktion aus Technic-Teilen, da hier später die Beine und auch der Kopf angebracht werden. Der gesamte Körper wird verkleidet und am Ende entsteht ein erstaunlich kompaktes Gebilde.

Im zweiten Bauabschnitt werden zunächst die Hüftgelenke montiert, anschließend entstehen die beiden (in sich unbeweglichen) Beine, abermals aus Technic-Elementen. Nach zwei Füßen ist auch dieser Bauabschnitt beendet.

Nachdem die Grundkonstruktion steht, geht es im dritten Bauabschnitt mit der Verzierung weiter. Zunächst werden vier Peitschen als Kabel an den Beinen montiert, anschließend werden die noch recht filigran wirkenden Beine verkleidet. Dazu werden je zwei Verkleidungen für die Unter- und Oberschenkel zunächst separat gebaut, um dann an die Beine gesteckt zu werden.

Bauabschnitt 4-6: Kopf

Im vierten Bauabschnitt entsteht die Grundkonstruktion des Kopfes. Auch hier versteckt sich im Inneren eine (einfache) Konstruktion aus Technic-Elementen, die ringsum verkleidet wird. Auch eine Schublade wird bereits eingebaut. Ein wenig trickreich ist das Anbringen der oberen Verkleidung: Sie wird separat gebaut und dann als Ganzes auf die untere Konstruktion gesetzt. Dabei muss alles gut ausgerichtet sein, damit die Verbindung mit den vielen Noppen richtig passt. Auch muss man teilweise großflächig Teile im Inneren miteinander verbinden, sodass man hier gut aufpassen muss.

Nachdem der Rahmen des Kopfes fertig ist, werden im Bauabschnitt 5 seine Seiten verkleidet. Am Ende wird – ebenfalls aus Technic-Elementen – der „Hals“ gebaut und eingesetzt. Auch hier gilt es, im Inneren des Kopfes zu bauen: Eine vorbereitete Achse muss eingeschoben werden. Diese Achse macht bei der Demontage etwas Ärger, da man sie nicht leicht wieder entfernen kann – ein Durchstoßen von der anderen Seite ist nämlich nicht möglich.

Im sechsten und letzten Bauabschnitt wird schließlich der Kopf vollendet: Augen und Ohren finden ihren Platz, auch die Rückseite wird mit der Anzeige verkleidet. Nachdem der Kopf mit dem Körper verbunden wurde, wird noch ein Stim-Pack gebaut und in der vorgesehenen Schublade im Kopf verstaut. Schließlich finden noch die beiden Antennen ihren Platz, bevor die Plakette zusammengesetzt wird und die „Minifigur“ von BD-1 ihren Platz neben der Plakette findet.

Der gesamte Bau

Nach exakt zwei Stunden hatte ich den kleinen Droiden fertig. Der Bau an sich war kleinteilig, interessant und teilweise überraschend „schwierig“, da es immer wieder Situationen gab, bei denen man vor dem Anbringen neuer Teile überlegen musste, ob und wo man gegedrücken muss. Macht man das nicht, kann es schon passieren, dass bereits befestigte Teile wieder abgehen. Wirkliche Probleme gab es aber keine. Übrig bleiben wie immer die üblichen Kleinteile.

Review LEGO 75335 Bd 1 Ersatzteile

Review

BD-1 misst im Modell 16 cm x 28 cm x 15 cm (von vorne gesehen Breite x Höhe x Tiefe), wenn er eine neutrale Position eingenommen hat und man die Antennen außer Acht lässt. Verändert man die Position von Kopf oder Beinen, so kommt man auf leicht andere Maße. Laut Plakette ist das Vorbild 43 cm hoch. Da jedoch unklar ist, ob dort die Antennen mitgemessen wurden, lässt sich ein Maßstab nicht seriös bestimmen. Klar ist nur, dass das Modell kleiner ist.

Der Droide kann in diverse Posen gebracht werden: Die Beine, der Körper und der Kopf können bewegt werden. So kann der Kopf stufenlos geneigt werden, wodurch BD-1 niedlich gucken kann.

Review LEGO 75335 Bd 1 Kopf Drehen

Außerdem kann er in Stufen nach oben und unten schauen. Schaut er aber zu sehr nach den Sternen, muss unbedingt gewährleistet sein, dass er still steht. Weht auch nur ein Lüftchen oder wackelt der Boden (Tisch) auch nur sachte, kippt der kleine Kerl nach hinten um.

Review LEGO 75335 Bd 1 Kopf

Auch der Körper kann nach vorne und hinten geneigt werden, wiederum in Stufen. Die Beine können nach außen und innen gedreht werden.

Review LEGO 75335 Bd 1 Beine

Dadurch lässt sich eine Art „Laufen“ darstellen, wobei sich allerdings Kopf und Körper bei jedem Schritt abwechselnd nach rechts und links drehen.

Review LEGO 75335 Bd 1 Laufen

Eine Besonderheit stellen die Füße dar: Sie sind nicht starr, sondern Fersen und Vorderfuß sind leicht beweglich, sodass auch unebenes Terrain kein Problem darstellt. Bei den Füßen mussten die Designer allerdings ein wenig vom Vorbild abweichen: Diese sind im Modell deutlich größer angelegt als in der Vorlage.

Insgesamt sind also recht viele einzelne Bewegungen möglich, sodass man den kleinen Roboter auch zu einem Tänzchen animieren kann.

Review LEGO 75335 Bd 1 Tanz

Eine weitere Spielfunktion befindet sich im Kopf: Dort ist eine kleine Schublade untergebracht, in der ein Stim-Pack untergebracht ist. Diese Schublade ist trickreich mit Noppen nach unten gebaut und nimmt das Pack gerade so auf. Da sie sehr leichtgängig ist, kann es schon mal vorkommen, dass sie sich öffnet, wenn BD-1 den Kopf zur linken Seite neigt. Bei allzu wilden Bewegungen kann es außerdem dazu kommen, dass sich der Inhalt der Schublade im Kopf verteilt, da das Fach, in der die Lade gleitet, oben offen ist.

Review LEGO 75335 Bd 1 Schublade

Kommen wir nach den Funktionen zum Aussehen. Optisch macht der Droide einiges her. Abgesehen von den zu großen Füßen sind die Proportionen und auch die Farbgebung (viel Weiß mit Akzenten in Rot und Grau ) gut getroffen. Lediglich der Spalt zwischen Körper und Beinen ist im Modell etwas größer. Ohne diesen Abstand wäre die Beweglichkeit der Beine jedoch (zu) stark eingeschränkt.

Wo sinnvoll möglich, sind Details angebracht. Besonders hervorheben möchte ich die vier Peitschen (je zwei in Schwarz  und Pearl Gold), die an den Beinen als Kabel angebracht sind.

Review LEGO 75335 Bd 1 Detail Beine

Die Anzeige auf dem Hinterkopf besteht im Modell aus weniger Leuchten als im Vorbild – hier war schlicht nicht mehr Platz.

Review LEGO 75335 Bd 1 Detail Anzeige

Neben dem Übergewicht gibt es noch einen weiteren Grund, warum BD-1 nicht nach oben sehen sollte: Die Unterseite des Kopfes ist nicht verkleidet und so klaffen hier große Löcher. Das ist zwar praktisch, wenn sich mal wieder das Stim-Pack alleine auf den Weg in den Kopf gemacht hat, sieht aber nicht schön aus.

Neben dem eigentlichen Modell ist noch eine kleine Plakette enthalten, die frei positioniert werden kann. In bekanntem Design sind einige Fakten des Droiden auf dem hier angebrachten, einzigen Sticker aufgelistet.

Apropos Sticker: Damit ihr euch einen Eindruck davon machen könnt, wie sehr der Sticker zum Erscheinungsbild beiträgt, haben wir hier den bekannten Sticker-Slider für euch:

Review LEGO 75335 Bd 1 Sticker 2 Review LEGO 75335 Bd 1 Sticker 1

Minifigur

Dem Modell liegt eine „Minifigur“ des Droiden bei. Die kleine Figur steht auf einer Noppe und hat eine weitere Noppe am Rücken. Ansonsten ist die weiße Figur dreifarbig (rot, schwarz und silbern) bedruckt und wie schon beim eigentlichen Modell erkennt man das Vorbild auf den ersten Blick.

Besondere Teile

Neben der Minifigur des Droiden (die in diesem Set bisher exklusiv vorkommt) bringt das Modell einige Teile in neuen Farben mit:

  • Peitsche in Pearl Gold
  • Technic Rotation Joint Disk with Pin and Double Rotation Joint Ball Half in Light Bluish Gray
  • Brick Round 4 x 4 with Recessed Center in Weiß
  • Plate Round 4 x 4 with 2 x 2 Hole in Weiß

Daneben gibt es ein Teil, das seit langer Zeit zum ersten Mal wieder in Weiß einem Set beiliegt: Technic Rotation Joint Disk with Pin and 3L Beam Thick. In dieser Farbe kam das Teil bisher nur im Space Shuttle Discovery (7470) von 2003 zum Einsatz.

Review LEGO 75335 Bd 1 Neue Teile 1

Fazit

Jetzt, wo ihr bis hierher gelesen habt, kann ich euch noch ein Geheimnis anvertrauen: Ich habe „Jedi: Fallen Order“ nie gespielt. Der Name kam mir zwar vage bekannt vor, aber ich hätte vor dieser Review damit nichts anfangen können. Daher war mir natürlich auch BD-1 unbekannt. Als ich aber die ersten Bilder des LEGO Sets gesehen habe, war ich direkt schockverliebt – ist der niedlich!

Alles in allem gefällt mir das Modell sehr gut, wenn es auch seine Schwächen hat. Es sieht in normaler Pose gut aus und man kann den kleinen Kerl auch so positionieren, dass er einen schräg von unten anschaut, was auch in Echt sehr niedlich aussieht. Verzierungen sind zwar nicht im Überfluss vorhanden, aber es sind genügend, um ein stimmiges Bild abzugeben.

Review LEGO 75335 Bd 1 1

Zu den Schwächen zählen die Instabilität in bestimmten Posen und definitiv die unverkleidete Unterseite des Kopfes. Hier hätte LEGO ruhig noch ein paar Teile investieren können. Auch die sich selbst öffnende und undichte Schublade sind ein Ärgernis.

Und jetzt entschuldigt mich bitte – ich muss „Jedi: Fallen Order“ spielen. 😉

Vorher interessiert mich aber noch eure Meinung zu dem Set. Findet ihr es gelungen? Was hätte man besser machen können? Welche anderen Sets mit Bezug zu dem Spiel könntet ihr euch vorstellen? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.

Malte
Über Malte 55 Artikel
Als Kind und früher Jugendlicher grundsätzlich von jeder Menge LEGO umgeben. Nach 20 Jahren Pause nun dank UCS Millenium Falken und Sohn wieder voll im LEGO-Fieber.
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