LEGO City 60326 Picknick im Park: Zwei Eichhörnchen und ein halber Baum im Review

LEGO 60326 Picknick Im Park Review Titel

Von allen Januar-Neuheiten der LEGO City Reihe rief die Ankündigung des Sets LEGO 60326 Picknick im Park wohl die enthusiastischsten Reaktionen hervor, und kurz nach dem Release im LEGO Onlineshop war es gar vorübergehend ausverkauft. Viel Hype also um ein Set, das mit gerade einmal 147 Teilen aufwartet und sich an keiner Lizenz orientiert. Inwieweit die vorauseilende Begeisterung gerechtfertigt war, möchte ich im heutigen Review herausfinden.

Zugegeben: Auch ich gehöre zu denjenigen, die sich extrem auf dieses Set gefreut haben. Als die ersten Bilder der neuen LEGO City Sets durchsickerten, wunderten sich daher vielleicht meine Nachbarn, als aus der Nebenwohnung plötzlich zusammenhanglos, dafür aber umso lauter der Ausruf „Eichhörnchen!“ zu vernehmen war.

Womit wir auch schon beim ersten Faktor wären, der das Set außergewöhnlich und somit begehrenswert macht: Zum ersten Mal gibt es bei LEGO Eichhörnchen im Minifigurenmaßstab, und dieses Set, das (teil-)exklusiv bei LEGO für moderate 14,99 Euro UVP erhältlich ist, bringt gleich zwei davon mit. Doch kann auch der Rest des Picknicks im Park überzeugen? Das sehen wir uns nun gemeinsam an.

Die Box und ihr Inhalt

Der Karton des Sets ist im typischen LEGO City Design, also mit blauer Grundfarbe, gestaltet. Mit ihren Maßen von ca. 26 cm x 14 cm x 5 cm wirkt die Box nicht übertrieben groß, etwas kleinere Abmessungen hätten aber ebenfalls ausgereicht, wie wir gleich sehen werden.

Auf der Vorderseite ist das aufgebaute Set vor einem stimmungsvollen Hintergrund, einem Park mit Stadtsilhouette, arrangiert.

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Die Rückseite zeigt einige Detailaufnahmen mit Spielvorschlägen, wobei natürlich die Eichhörnchen auf keinem Bild fehlen dürfen – LEGO weiß schließlich auch, wo der besondere Reiz dieses Sets liegt. Folglich finden wir die beiden kleinen Gesellen auch auf der Kopfseite der Box wieder, wo sie gemeinsam mit den Minifiguren noch einmal losgelöst von Rest des Sets präsentiert werden.

Zum Öffnen besitzt die Verpackung hinten rechts eine Eindrücklasche. Wer allerdings den Karton nicht beschädigen will, kann ihn mit etwas Geduld und einem geeigneten, flachen Gestand auch ohne deren Nutzung öffnen. Es kommen zwei nummerierte Tüten, zwei zu diesen Bauabschnitten passende Anleitungsheftchen sowie ein Stickerbogen zum Vorschein, der aber nur einen einzigen Aufkleber enthält.

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Das Aufteilen der Bauanleitung mag in Anbetracht der geringen Teilezahl übertrieben erscheinen – das erste Heft umfasst 39, das zweite 33 Schritte – doch darf man dabei das empfohlene Alter für dieses Set von 5 Jahren aufwärts nicht außer Acht lassen. So kann man den Aufbau bequem auf zwei Sitzungen aufteilen oder das Set gemeinsam aufbauen. Für die ganz jungen (und deshalb vielleicht noch etwas ungeduldigen) Baumeister hat LEGO sich auch in der Anleitung etwas Neues einfallen lassen – doch dazu später mehr.

Aufbau

Im ersten Bauabschnitt machen sich die Eichhörnchen noch rar, ganz wie im echten Leben: Wenn auch die Eichhörnchen in Parks an Menschen gewöhnt sind, so sind sie zunächst doch meist auf Abstand bedacht und brauchen einige Zeit, bis sie zutraulicher werden. Stattdessen beginnt der Aufbau mit den beiden erwachsenen Minifiguren, einem Gärtner und einer Parkbesucherin im Jeans-Outfit, wofür ein neuer Oberkörper in der Farbe Bright Light Blue zum Einsatz kommt.

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Damit die Dame ihr Picknick-Zubehör nicht per pedes in den Park schleppen muss, hat LEGO ihr freundlicherweise ein Fahrrad mit Anhänger spendiert, das wir als nächstes aufbauen. Sicherheit wird in LEGO City zurecht großgeschrieben, weshalb die Minifigur neben ihrer Frisur noch einen Fahrradhelm für sich und den im nächsten Abschnitt folgenden Jungen dabei hat (leider jedoch in der alten Form und nicht in der neuen Variante aus der Sammelserie 22).

Die vier Räder, je zwei für Fahrrad und Anhänger, liegen dem Set „in einem Stück“ bei. Musste man die Reifen früher noch von Hand aufziehen, werden sie nun von LEGO schon seit einigen Jahren fest mit den Felgen vergossen, was die Stabilität und damit den Langzeit-Spielspaß erhöht. Eine echte Teile-Besonderheit ist hingegen das gelbe Fahrrad, denn der Rahmen kam in dieser Farbe seit 1998 nicht mehr zum Einsatz.

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Weil auch ein Gärtner mobil sein muss, gerade, wenn er eine ganze Parkanlage zu betreuen hat, folgt auf das Fahrrad ein kleiner, dreirädriger Transporter. Dieser besitzt links und rechts je einen Clip, an dem sich Mistgabel und Schaufel befestigen lassen, außerdem kann auf der Ladefläche eine vorbereitete Bepflanzung transportiert werden, um sie später gegen ihr Pendant an der Picknickbank auszutauschen.

Auf dem Dach dieses Fahrzeugs kommt auch der einzige Sticker des Sets zum Einsatz, der sich zwar recht gut anbringen lässt, bei dessen Ausrichtung Mama oder Papa aber wohl trotzdem ein wenig mithelfen sollten, falls das Set tatsächlich von einem Kind im Zielgruppenalter aufgebaut wird.

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Damit wäre der erste Bauabschnitt abgeschlossen, im zweiten Teil des Aufbaus folgt der Baum mit Bank. Neben der dritten Minifigur, einem Jungen mit kurzen Beinen in Sand Blue, einem Torso mit roter Jacke und einer neuen Frisur, die bisher ausschließlich in diesem Set in Dark Brown vorkommt, warten hier nun auch endlich die Eichhörnchen auf uns!

Gleich zwei Exemplare sind enthalten, davon je eines in Dark Orange und eines in Schwarz (in der LEGO City 60329 Schule mit Schulbus gibt es als dritte Variante noch ein Grauhörnchen). Zu meiner besonderen Freude entsannen sich die Designer außerdem eines Teils, das 2017 und bisher nur in einem einzigen Elves-Set vorgekommen war: der 1×1 Rundfliese mit Eichel-Aufdruck. Auch hiervon gibt es regulär zwei Stück, wobei eine weitere Fliese unter den Ersatzteilen zu finden ist.

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Die Picknickbank – ein Tisch mit fest verbundenen Sitzbänken, wie man ihn z.B. auch auf Autobahn-Raststätten häufig findet – wird im Wesentlichen aus sechs 1×3 Bogensteinen zusammengesetzt und dann nur noch mit einigen Fliesen und Platten abgedeckt. Ebenso einfach und damit altersgruppengerecht ist die Konstruktion des Baumes, bei der höchstens das „Auffädeln“ der Blätter auf die Clipstangen, mittels derer sie am Baum befestigt werden, ein fünfjähriges Kind vor eine Herausforderung stellen könnte. Wenn nicht alles bombensicher sitzen muss, lässt sich aber auch das bewältigen, und schon ist der Aufbau abgeschlossen.

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Von hinten wirkt der Baum zwar etwas unfertig und mindestens ein, zwei weitere Teile des Blattwerks hätten seiner Optik gut getan, von vorne ergibt sich aber trotz der geringen Teilezahl und der einfachen Bauweise ein schönes, stimmiges Gesamtbild. Unter dem Laub bietet der Baum außerdem genügend Raum um die Eichhörnchen, die wegen ihrer geringen Größe auf nur einer Noppe platziert werden, darin unterzubringen.

Als Picknick-Zubehör haben die beiden Minifiguren eine Pizza und zwei Becher mitgebracht – etwas spartanisch und nicht ganz das, was man sich unter einem klassischen Picknick vorstellt, aber bestimmt sehr lecker. Eine passende Kanne, Flasche oder ein sonstiges Gefäß für das mitgebrachte Getränk fehlt allerdings.

Werfen wir zuletzt noch einen Blick in die Anleitung, mittels derer wir die 147 Teile in insgesamt 72 Schritten verbaut haben. Ich hatte ja bereits erwähnt, dass LEGO sich hier etwas Neues habe einfallen lassen, und dabei handelt es sich um einen Fortschrittsbalken, der sich an der unteren Kante über jede Doppelseite erstreckt und eine der enthaltenen Minifiguren zeigt, die sich langsam von links nach rechts bewegt.

LEGO City 60326 Pciknick Im Prk Review Anleitung Ausschnitt

Außerdem werden fertige Abschnitte des Baus, etwa Teilmodelle wie die auf dem Transporter befestigte Bepflanzung, mit einer Art gezeichnetem Feuerwerk hervorgehoben. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Neuerungen der Zielgruppe gefallen werden, wenn ich es gleichzeitig auch ein wenig schade fände, falls LEGO glaubt, solche „Schaueffekte“ nötig zu haben. Ich bin der Meinung, man darf auch Kindern etwas mehr Eigenmotivation zutrauen.

Das fertige Modell

Nun steht es also vor uns, das fertige LEGO 60326 Picknick im Park. Vergleicht man das Set mit anderen LEGO Produkten zum gleichen Preis, etwa den diversen Figurenpacks zu verschiedenen Themenwelten, so muss man sagen, dass man hier für 14,99 Euro mit drei Minifiguren, den beiden neuen Eichhörnchen, den Fahrzeugen und dem Picknickplatz eine Menge geboten bekommt. Dadurch hebt sich das Set positiv von manch anderem Set der City Reihe ab.

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Durch die Fahrzeuge, die zusätzlich beiliegenden Helme, die Gartengeräte und das Picknick-Zubehör ist, gemessen an der Teilezahl, eine Menge Spielwert gegeben. Besonders gefällt mir hierbei die austauschbare Bepflanzung in verschiedenen Farben, da auch in echten Parks die Blumen oft in Kisten vorbereitet werden, die dann im Park nur noch eingesetzt werden, damit sich vor Ort ein einheitliches Bild ergibt und um die Arbeit für die Gärtner zu erleichtern. Allerdings hätte ich es noch schöner gefunden, hätte LEGO hier auf unterschiedliche Pflanzenformen zurückgegriffen.

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Etwas merkwürdig mutet, durch die Augen eines Erwachsenen betrachtet, die von LEGO mittels zweier Technic-Bricks angedeutete Baumhöhle an, wie sie von Eichhörnchen mitunter gerne als Vorratskammer genutzt wird. Statt die Technic-Bricks auf zwei verschiedenen Höhen zu platzieren, befinden sich diese laut Anleitung direkt hintereinander, sodass man durch den Baum hindurchsehen kann. Ob das ein guter Einfall war, dazu müsste man einmal die Zielgruppe befragen.

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Die Ersatzteile, zu denen ich auch die Fahrradhelme gezählt habe, da die Figuren ja alle noch eine andere Kopfbedeckung bzw. eine Frisur besitzen, sind diesmal durchaus brauchbar und können den Spielwert des Sets sogar noch erhöhen. So ist etwa ein komplettes Ersatzrad für den Transporter enthalten, womit man, zusammen mit dem Droidenarm als Werkzeug, etwa eine Reifenpanne nachspielen kann. Diverse übriggebliebene Blumenelemente können zur weiteren Verschönerung genutzt werden, und die zusätzliche Eichel ist ohnehin großartig.

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Links: Ersatzteile Bauabschnitt 1. Rechts: Ersatzteile Bauabschnitt 2

Schauen wir nun, bevor wir zum Fazit kommen, noch einmal in Ruhe auf die Minifiguren und die Eichhörnchen.

Minifiguren

Bei den Minifiguren handelt es sich weitgehend um „Standardfiguren“, wobei mit dem bereits erwähnten neuen Torso der Frau und der neuen Frisur sowie den eher seltenen kurzen Beinen in Sand Blue des Jungen einige nette Teile enthalten sind. Die Figuren sind passend zur Szenerie gewählt, die Arbeitskleidung des Gärtners weiß dabei ebenso zu überzeugen wie die Freizeit-Outfits der anderen beiden Charaktere. Schade nur, dass LEGO die Chance hat verstreichen lassen, hier gleich die neue Fahrradhelm-Form aus der aktuellen Minifiguren-Sammelserie in einem regulären Set (und damit auch beim Steine und Teile Service) einzuführen. Die hier verwendeten Helme sind wohl doch besser für Skater geeignet als für Fahrradfahrer.

LEGO City 60326 Pciknick Im Park Review (14)

Die Rückseiten der Torsos sind übrigens ebenfalls bedruckt, allerdings hat leider keine der Figuren einen alternativen Gesichtsausdruck.

Eichhörnchen

Seien wir ehrlich: Die Eichhörnchen sind die eigentlichen Stars dieses Sets. Deshalb wollen wir sie uns auch noch einmal von allen Seiten ansehen. Durch einen Kratzer auf der linken Gesichtshälfte und den hellen Ring um das Auge wirkte mein schwarzes Exemplar auf den ersten Blick so, als trage es eine Brille. Das erheiterte mich sehr, wenn auch natürlich ein Kratzer auf einer solchen Figur eigentlich schade ist. In Wirklichkeit ist der Ring übrigens notwendig, um das aufgedruckte Auge überhaupt als solches erkennen zu können.

LEGO City 60326 Picknick Im Park Review Animation Eichhoernchen

An dieser Stelle möchte ich gerne mit dem weit verbreiteten Vorurteil aufräumen, bei allen Eichhörnchen, die keine rot-braune Fellfärbung haben, handele es sich um eingeschleppte Arten, die unseren heimischen Bestand bedrohten. Ja, es gibt eingeschleppte Grauhörnchen – diese sind aber zum Glück in Deutschland noch nicht so weit verbreitet wie etwa in Großbritannien. Sie sind, wie der Name schon sagt, grau, außerdem größer und schwerer. Auch haben sie eine etwas andere Körperform und sind daher in Summe gut von unserem einheimischen, dem Eurasischen Eichhörnchen, zu unterscheiden. Letzteres kommt ganz natürlich in verschiedensten Fellschattierungen von Rot-Braun bis hin zu Dunkelbraun und beinahe Schwarz vor. Charakteristisch sind im Winterfell die Ohrpinsel, da Grauhörnchen diese nicht besitzen.

LEGO hat sich bei der Umsetzung der neuen Eichhörnchen-Gussform für ein Design entschieden, das beide Arten gleichermaßen gut verkörpern kann, je nach Farbe des Materials. Leider hat man auf eine helle Bedruckung des Bauchfells verzichtet, was bei einer so kleinen Form und aufgrund der vorstehenden Arme und Beine, die den Druck womöglich behindert hätten, aber zu verschmerzen ist. Die Haltung hingegen ist typisch, vor allem beim Fressen, und wurde von LEGO sehr gut getroffen. Ich habe zum Vergleich mal eine passende Aufnahme herausgesucht, die ich vor einiger Zeit hier in der Nähe geschossen habe:

LEGO City 60326 Pciknick Im Prk Review Vergleich Eichhörnchen
Kaum zu unterscheiden: Original (links) und LEGO Imitation (rechts)

Wenn ich mir noch eine Farbe wünschen dürfte, so wäre es Dunkelbraun, denn das ist meine Lieblings-Fellfärbung. Ich bin sehr gespannt, ob diese Farbe zukünftig noch in einem Set auftauchen wird.

Fazit

Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich schon in Parks und Waldstücken zugebracht habe, um Eichhörnchen zu beobachten oder zu fotografieren. Entsprechend groß war meine Freude, als ich die ersten Bilder der neuen LEGO Tiere sah. Dass in einem der kleinsten LEGO City Sets gleich zwei verschiedenfarbige Exemplare vorkommen sollten, steigerte die Vorfreude auf das LEGO 60326 Picknick im Park umso mehr.

Und auch jetzt, wo ich das Set gebaut habe, ist mein Fazit durchweg positiv: Für knapp 15,- Euro bekommt man hier eine Menge Spielwert geboten, auch für Teileliebhaber ist das eine oder andere Schmankerl dabei und die Eichhörnchen sind wie erwartet großartig.

Für ein paar Euro mehr hätte man vielleicht den Baum noch schöner gestalten können, der von hinten arg abgehackt wirkt, und auch ein wenig mehr Picknick-Zubehör oder ein eigenes Fahrrad für den Jungen, der jetzt notgedrungen zusammen mit Pizza und Bechern im Anhänger Platz nehmen muss, hätten dem Set gut getan. Doch für den veranschlagten Preis kann ich mit diesen Sparmaßnahmen sehr gut leben und habe Spaß an einem kleinen Spielset, das Alt wie Jung viel Freude bereiten kann.

Wie findet ihr das LEGO City 60326 Picknick im Park? Haben es euch auch vor allem die Eichhörnchen angetan und was verbindet ihr mit diesen Tieren? Gibt es etwas anderes an diesem Set, das euch besondere Freude bereitet? Tauscht euch gerne in den Kommentaren aus.

Über Jens Herwig 224 Artikel
Mag verzerrte Gitarren, LEGO und Enten. Wollte so sein wie MacGyver, ist aber nur Physiker geworden. Erweckung aus den Dark Ages durch den Technic Unimog. Liebt alte Sets und hat ein Aquazone-Diorama im Wohnzimmer stehen.

76 Kommentare

  1. Das bisher beste City-Set in 2022 und für 15 Euro ein echter Schnapper. Hoffe es kommt auch noch in den regulären Handel und bleibt nicht Lego-exklusiv.

    • Wenn man schaut, was man aktuell bei Lidl für den Preis bekommt schreit es eher nach Abzocke, aber für die Lego-Welt ein schönes und günstiges Set. Werds mir ja auch holen, die Eichhörnchen sind einfach zu süß und Pflanzenteile kann man immer brauchen *seufz*

      • Ja, dieses Set zeigt sehr gut, was den Lidl-Sets fehlt: Viel von dem wad Lego ausmacht, liegt in den tollen Figuren, den liebevoll gestalteten Tieren und den kleinen Details im Set. Klasse statt Masse.

          • Aber die Fraktion, die den Begriff „selbsternannter Premiumhersteller“ so überstrapaziös benutzt findet in den Sets doch meistens zu wenig Masse. Und die Wortführer dieser Fraktion haben sich ihre Titel auch selbst verliehen 😉

          • Und hiermit beenden wir diese Nebendiskussion bitte, bevor es wieder in die immer gleiche Diskussion ausartet. Siehe Netiquette, Stichwort Grundsatzdiskussionen. Danke 🙂

  2. Danke fürs Vorstellen, das kommt mal mit auf die Lückenfüllerliste. Mal schauen ob LEGO in Zukunft noch weitere Sets der Modular-Baum-Reihe herausbringt und wie diese dann in Kombination wirken. Einzig bei dem Golfauto hätte ich gern anstelle der 1×3 Slopes die neuen 1×3 Bogenelemente gesehen, ich denke das würde die Optik ungemein aufwerten / modernisieren.

  3. Ich liebe dieses Set und habe es direkt 3x bestellt, weil ich zum einen unbedingt die kleinen Nager haben wollte und zum anderen wohl schon wusste, dass zwei halbe Bäume eventuell einen ganzen Baum ergeben. Die Rechnung ging nur von einer Seite betrachtet auf ;-). Aber nichts desto trotz finde ich das Set einfach schön. Auch wenn ich mir für den Kauf von jetzt drei Lastenfahrrädern gerne etwas Förderung gewünscht hätte! 🙂

      • Und auch schon bei Ninjago im sicher mind. einem Prime Empire-Set (71709). Mir gefällt dies, da die Bauanleitung so ein kleines Erlebnis draus macht (mal davon ab, dass so ein Balken auch seinen Nutzen hat) 😉

    • Danke für die Rückmeldungen, das ist mir komplett entgangen. Allerdings handelt es sich auch um Themenwelten, die außerhalb meiner persönlichen LEGO Bubble liegen. 😉 Das mit dem Balken scheint in diesem Jahr der neue Standard zu werden, wie Stichproben in diversen anderen Themenwelten ergaben – sogar beim neuen Ideas Set (Sonic), also einem 18+ Set, taucht der Balken auf. Ich werde das im nächsten Review entsprechend berücksichtigen. 🙂

    • Ich sehe ehrlich gesagt den Sinn des Balkens nicht. Man sieht doch sowohl bei den gedruckten als auch den PDF-Anleitungen, wieviele Seiten man bereits abgearbeitet hat und wieviele noch folgen werden. Innovation wäre es hingegen gewesen, weniger sinnlosen Platz um die einzelnen Bauschritte zu lassen und die Anleitungen kompakter zu erstellen (weniger Papierverbrauch = weniger Ressourcenverbauch = besser für die Umwelt und kein Greenwasching wie die „Papiertüten“). Ein beidseitig bedrucktes und gefaltetes DIN-A3-Blatt hätte hier locker ausgereicht. Für das eingesparte Geld hätte man dann auch das Dreiraddach bedrucken können.

      Ansonsten tatsächlich einmal wieder ein sehr schönes kleines Set, das sogar (fast) ohne Steine in sinnlos bunten Farben auskommt. Nun müsste es halt nur noch im freien Handel…

  4. Ich mag dieses Set und es ist zu mir unterwegs 🙂

    72 Bauschritte für 147 Teile. Ich frage mich, wie ich damals als Kind in den 90ern Modelle bauen konnte. Da wäre sowas wahrscheinlich auf 10 Schritte komprimiert gewesen. Krass 😀

      • Ihr macht den Fehler anzunehmen, dass die Sets selbst damals vergleichbar waren.

        150 Teile waren in den 1980ern oft schon ganze Häuser (und nicht die allerkleinsten!), während die kleinen Sets (und nur die waren „ab 5“) 20 bis maximal 30 Teile hatten. Zum Vergleich: Der Spielplatz-Polybag, den es derzeit als GWP gibt, hat 51.

        Faltzettel hatte Lego gerade in den 1980ern noch für fast alle Sets, wobei man einige davon getrost als Tapete nutzen konnte. Nur die ganz großen Sets hatten richtige Hefte, aber das war dann auch >>200 Teile.

        Ich hab mal exemplarisch zu einem Set mit 145 Teilen die Daten zusammengetragen: Dem Pferdetransporter 6359 von 1986. Das Set war damals erst ab 7 Jahren und die Faltanleitung würde ich aufgeklappt auf 30×60 cm schätzen (bin jetzt zu faul, sie zu suchen). Auf dieser Verteilen sich insgesamt 31 Bauschritte. Letzteres ist durchaus viel für die Zeit, verteilt sich aber wie hier auf mehrere Einzelmodelle.

    • Auch ich würde mir wieder ‚mehr als ein Teil pro Bauschritt pro Seite‘-Bauanleitungen wünschen. Vermutlich haben Menschen in der heutigen (und immer schnelllebigeren) Zeit andere Ansprüche (oder auch Standarts) als noch vor 20 oder 30 Jahren.

      Früher hatte man eine gewisse Herausforderung beim Zusammenbauen und ich denke, dass man sich intensiver mit dem Modell auseinander gesetzt hatte. Da hat man mehr Zeit in den Bau/in die Konstruktion investiert durch die Wimmelbildanleitungen. Heute hetzt man von Seite zu Seite und man ist fast schon mehr mit Durchblättern beschäftigt als mit dem Bau selbst. Dazu kommt ja noch die fertige Servierplatte in Form von nummerierten Tütchen, die noch einmal einen beträchtlichen Teil zur schnelleren Baugeschwindigkeit und immensen Vereinfachung des Zusammenbaus beitragen. Ich finde LEGO kann da ein bisschen mehr Mut zeigen und Bauanleitungen komprimieren – es müssen ja nicht wieder die Wimmelbildanleitungen sein. Denn es gibt unter anderem noch die andere Fraktion, die ungeduldig so schnell wie möglich zum fertigen Modell kommen will (mögliche Gründe an dieser Stelle mal beiseite). Ein gesundes Mittelmaß wäre hier schön – „So einfach, dass der Unbedarfteste in der Zielgruppe nicht überfordert wird und frustriert ist, aber zugleich der Geschicktere nicht unterfordert wird“ (pardon, falls das politisch nicht ganz korrekt klingen mag).

      Ich verstehe natürlich auch, dass dem Kind so schnell wie möglich das fertige Modell präsentiert werden soll, damit es schneller zum Spielen kommt (Prinzip Spielerlebnis über Konstruktionserlebnis??). Andererseits ist LEGO ja ebenso ein Konstruktionsspielzeug und der Weg zum fertigen Modell ein sehr – wenn nicht sogar der – wichtiger Teil des Erlebnisses bei Klemmbausteinsets.

      Ich habe versucht, mich an meine damalige Zeit als Kind zu erinnern, um ein wenig die obigen Gedanken ein wenig bei mir einzuordnen. In gewisser Weise trifft es schon zu, dass die Konstruktion an sich mir mehr Spaß gemacht hat als das Spielen danach. Wenn ich heutige Sets vor mir habe, empfinde ich den Zusammenbau als eher langweilig und monoton (fast hätte ich zusätzlich meditativ gesagt, aber auch damals glich der Bau einer Meditation^^). Manchmal erwische ich mich dabei, dass ich genervt bin und sich dann innere Unruhe breit macht. Dann hab ich schon gar keine Lust mehr auf den Zusammenbau. Anleitung aufschlagen – Teil aufheben – Teil setzen – Weiterblättern – Teil aufheben – Teil setzen – Weiterblättern – Teil aufheben – Teil setzen – Weiterblättern – … .

      • Vielleicht einfach mal drei Tüten gleichzeitig auskippen, schon verdreifacht sich der Suchspaß. Dann noch ein bisschen Knolling, und der Preis pro Minute unterschreitet jeden Yogakurs. 😉

        • P.S.: Im Übrigen steht diese konstruktive Kritik von dir unter einem Kinderset ab 5! Und es mag sein, dass wir früher auch mit Wimmelbildern in dem Alter zurecht gekommen sind, aber meine Kinder haben sich noch nie über zu viele Bauschritte beschwert. Das ist jetzt schon eine krasse Erwachsenensicht, und wenn ich an 18+ Sets denke, trifft der hier formulierte Kritikpunkt auch deutlich weniger, ich denke beispielsweise an die Schmiede.

          • Natürlich ist es eine Sicht aus dem Alter eines Erwachsenen – ob ‚krasse‘ oder nicht sei mal dahin gestellt 😉 Und natürlich habe ich nur meine eigenen persönlichen Kindheitserlebnisse mit den damaligen Legosets, auf die ich zurückblicken kann.

            Dennoch sollte man sich die Fragen erlauben dürfen, ob dem fünfjährigen Kind heutiger Zeiten nicht doch ein wenig mehr als ‚ein Teil pro Seite verbauen‘ zugemutet werden darf. Zumal dieses Vorgehen auch bei Sets für ältere Kinder zu finden ist und sich nicht ausschließlich bei Sets „ab 5“ beschränkt.

            Eine andere Frage: Hast du vielleicht mal den Versuch unternommen, mit deinen Kindern die alten Sets aufzubauen? Wie waren da deine Eindrücke mit der Handhabung der alten Anleitung(en)?

            Deinen Tipp mit dem Klemmbausteinyoga „praktiziere“ ich in der Tat hin und wieder 😉 Aber „ab Werk“, wie beim 31083 Creator 3in1 ‚Abenteuer auf der Yacht‘, bei dem die Tüten nicht nummeriert waren (zugegeben das Set ist ab 9), ist es auch eine schöne Abwechslung.

          • Ich will damit ja nur sagen, dass ich das hier im Blog oder anderen Foren stellenweise als eine etwas akademische oder nostalgische Diskussion von Erwachsenen empfinde, die dann erzählen, dass sie von einem City-Set unterfordert sind, und dann fällt es mir schwer, daraus wirklich einen Nutzen zu ziehen. Und ich lese nur selten die Beobachtung, wie die eigenen Kinder, Patenkinder, Nichten, Kinder von Freunden o.ä. mit dem tatsächlichen Produkt umgehen.

            Zu deiner Frage: Wir haben mehrere große Ordner mit allen Anleitungen der hier vorhandenen Sets, also auch meiner Kindheitssets. Wir haben die aber in der Vergangenheit nur extrem selten aufgebaut, weil die Kinder natürlich schnell gecheckt haben, dass ich dann erst mühsam die Teile aus dem Kleinteilemagazin zusammenstückele – und sie sind in der glücklichen Situation, dass es hier eine Auswahl fertig zusammengebauter Spielsets und zu den Festen auch neue Sets gibt. Bei uns ist es so (die Große wird sieben und ist grundsätzlich eine geübte Bauerin), dass das Bauen nach der Anleitung überhaupt nicht im Vordergrund steht, sondern entweder das Bespielen der fertigen Sets oder das Freie Bauen. Bei den wenigen alten Sets, die wir gebaut haben, war beim Bauen schnell die Luft raus – und aus dem Bespielen übrigens auch, ich denke zum Beispiel ans geliebte 6259 Piratengefängnis, das war schnell langweilig.

            Ich würde einfach gern wissen: Was genau ist denn dir Kritik an den vielen Einzelschritten? Der Papierverbrauch? Die pädagogische Sorge um die geistige Unterforderung der Kinder? Oder dass es früher ja auch ging?

          • Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort und die Einblicke bezüglich der alten Sets/Anleitungen! Mich freut es, dass das freie Bauen einen großen Stellenwert bei euch (bzw. deiner älteren Tochter) einnimmt 🙂 Auf das Spielen (weniger der Alten, mehr der Neuen bzw. stehend Aufgebauten), das im Vordergrund steht, will ich hier gar nicht eingehen. Da gäbe es viel zu viele Faktoren und eine Menge Berührungspunkte zwischen damals und heute und würde an der Thematik der Bauanleitungen und deren Rolle/Aufmachung wohl vorbeigehen oder zumindest ausufern.

            In der Tat gehen Erwachsene anders an bestimmte Themen – hier sind es eben die Bauanleitungen – heran. Das will ich gar nicht abstreiten. Erwähnen muss ich an dieser Stelle noch, dass ich durch das Studium ein bisschen mehr als andere für das Thema Anleitungen (in erster Linie (technische) Gebrauchsanleitungen) sensibilisiert wurde/bin. Das ging jedoch nicht tief genug damals und Schwerpunkte lagen mehr in Richtung Wording, (inhaltliche) Struktur und dergleichen, stets den Nutzer im Mittelpunkt, und weniger, wenn auch wichtigem Teil, im graphischen Bereich. Aus pädagogischer Sicht fände ich aber das Thema genauso interessant. Nur hab ich da keinen Einblick. Eventuell bemühe ich bei Gelegenheit Google Scholar. Das ist recht hilfreich für erste (wissenschaftliche) Recherchen^^“

            Man mag an dieser Stelle gerne sagen ‚Was laberst Du so viel! Es ist ja nur ein Stück Papier, eine Bauanleitung, die manch einer behält, ein anderer wiederum wegwirft‘. Für mich gehört das Dokument allerdings zum Produkt (Gesamtpaket), das einen wichtigen Teil zum Erlebnis beim Käufer (Zielgruppe an dieser Stelle ausgeklammert) beiträgt. Dann stellen sich mir Fragen: Wie schwer darf ich die Anleitung gestalten? Wo überfordere ich die/den (evtl. junge/n) BaumeisterIn? Was biete ich ihr/ihm, damit sie/er zum Ziel kommt? Wie viel Unterstützung braucht es, um zum aufgebauten Modell zu kommen? Und da sind wir beim: reicht dafür ein Teil pro Seite oder dürfen es auch gerne vier, fünf oder sechs Teile sein? (Und da wären wir bei der von dir genannten akademischen Sichtweise respektive Diskussion^^“) Ich kenne LEGOs Vorgehensweise und Gedanken nicht, aber ersichtlich ist, dass dieses ‚ein Teil pro Seite‘ nicht nur bei Sets für die jüngsten Zielgruppen vorkommt, sondern sich offensichtlich bis in Sets für die älteren durchzieht. Wenn ich dann noch zusätzlich den Beipackzettel von den (mit 5+ versehenen) Polybags heranziehe (Schritte werden ausgelassen und man darf mit dem vorigen Schritt vergleichen), dann kann ich LEGOs Linie in der Erstellung von Anleitungen noch weniger erkennen bzw. nicht nachvollziehen.

            Mit der nostalgischen Sicht ‚früher war alles besser und das ging damals doch auch‘ tue ich persönlich mich schwer. Denn zum einen hat man als Erwachsener einen (teilweise stark) verklärten Blick auf die Kindheit/die damalige Zeit, der durch die schönen Momente (nachhaltig) beeinflusst wird. Ob das dann wirklich der Bauanleitung geschuldet ist oder den Momenten beim Spiel mit dem aufgebauten Set (oder doch beides?) ist schwer zu beurteilen – zumal auch jeder Mensch anders heran geht.

            Zum Stichwort ‚Papierverbrauch‘: ein wenig ’stört‘ mich (ich weiß nicht, ob das an dieser Stelle das richtige Wort ist) auch, dass LEGO gerne den Schritt zu mehr Nachhaltigkeit propagiert und die Umwandlung der Plastiktütchen in Papiertütchen bewirbt. Zugleich ist aber auf Seiten des Herstellers ein sehr großes Einsparpotential bei den Anleitungen (und Kartongrößen) zu sehen. Verschlankung der Schritte (siehe die weiter obige Fragestellung mit den „mehr als ein Teil pro Seite-Schritt“) wären da durchaus sinnvoll. Das würde zu weniger Papierverbrauch (und Druckerfarbe) führen und wäre ein weiterer nachhaltiger Schritt.

            Falls ich zu wirres Zeugs geschrieben habe, entschuldige ich mich, und auf einen Hinweis darauf, nehme ich gerne entgegen 🙏

          • Nee, alles gut. Danke auch für die Rückmeldung. Kann ich auch erst mal nachvollziehen. Ich behalte das Thema auch gern im Blick – denn aktuell ist meine Auffassung: „Wenn TLC nicht der Überzeugung wäre, durch die sehr einfachen Anleitungen so niedrigschwellig zu sein, dass es für Kinder jeder kognitiven Stufe und jedes kulturellen Hintergrunds und mit jeder, auch nicht existenten, Bauerfahrung schaffbar ist und sich das insofern positiv im Verkauf niederschlägt (Neukunden, frustfreies Geschenk) – wenn sie das nicht denken würden, hätten sie die Anleitungen ganz bestimmt schon kleingespart.“ 🙂

          • Ich finde eure Diskussion hier durchaus erhellend. Auch ich finde manchmal es gibt bei den Anleitungen durchaus Potential für ein etwas stringenteres bauen, ohne dabei gleich die Kinderchen zu überfordern. Allerdings würde auch ich mir keine Anleitungen von damals wünschen, denn ich muss auch TheK zustimmen, dass die Modelle erheblich komplexer geworden sind und dabei ist die Teilezahl noch das geringste. Aber bei den ganzen Brick Modifieds und geSNOTeten Bauweisen heutzutage (okay, bei dem Baum hier vielleicht gerade nicht so sehr, aber generell schon) will ich keine 15 verschiedenen Teile über Suchbilder zusammenbauen.

            Aber gerade auch was das Nachhaltigkeitsargument angeht, muss ich dem Storytelling Brick recht geben, dass man da doch etwas kompakter arbeiten kann. Und dabei denke ich gar nicht an die Anleitung. Es muss ja auch für jeden Bauschritt eine Tüte geben und die beinhalten dann wieder kleine Tüten. Ich denke ein bisschen kann man da schon aufräumen. Papiertüten sind vielleicht besser als Plastik, aber 1 Papiertüte statt 2 wären noch besser.

            Das ging mir zuletzt bei Singapur so. Da waren 5 (fünf!) große nummerierte Tüten drin (und dann auch noch gefühlt sehr wenige Teile pro Tüte gemessen an ihrer Größe). Und das ist ein 18+-Set, mit so vielen Bauschritten wie noch nie für so ’ne kleine Skyline. Okay, es hat bisher die meisten Teile einer Skyline, aber das hätte man beim besten Willen auch in 3 Schritten statt 5 gebaut gekriegt ohne sich zu tode zu suchen. Und ja, die Box ist auch die dickste bisher. Damit rettet man die Welt sicher auch nicht, aber es ist ein sehr einfacher Ansatzpunkt bevor man überhaupt über Papiertüten nachdenken muss.

            Ich stimme auch zu, dass die Anleitung ein sehr wichtiger Teil des Erlebnisses ist. Das mag sicher jedes Kind anders sehen, aber ich hab schon früher am liebsten gebaut. Auch da war schon der Weg das Ziel. Es ist wichtig, da ein gutes Erlebnis zu bieten. Ich muss aber auch sagen, dass ich generell noch durchaus zufrieden bin mit LEGO in dieser Hinsicht. Sie machen sich da schon gut gedanken, wie sie ein angenehmes Bauerlebnis hinkriegen. Allerdings baue ich auch eher selten 5+-City.

          • Um mal bei diesem Set zu bleiben: Das man für den Baum jedes Teil einzeln macht, kann ich wegen der Bögen und so verstehen. Aber warum kann nicht der Boden und die Sitzgruppe eine Schicht pro Schritt gebaut werden? Und ist es wirklich verwirrend, wenn man gleichzeitig ein Teil beim Baum und ein paar Teile am Boden macht?

            Es gibt ja nun den Kasten zum Raussuchen; da sollten es die Kinder doch eigentlich schaffen, zu verstehen „alles, was du jetzt rausgesucht hast, muss nach diesem Schritt verbaut sein, sonst hast du was übersehen“…?

            Was ich übrigens früher oft als schwierig empfunden hab, war wenn man einen Teil extra gebaut hat und dann zusätzlich noch ein einzelnes Teil direkt an das Modell kam. Dieses weitere Teil hab ich oft erstmal übersehen.

          • Da ich nicht Anleitungsdesigner bei LEGO bin, kann ich das schwerlich beantworten. Aus meiner eigenen Erfahrung aus Stud.io heraus kann ich einerseits anmerken, dass es beim Anlegen einer ganzen Fläche in einem Bauschritt natürlich zu optischen Überschneidungen und Verdeckungen von Noppen kommt, die eigentlich zur Orientierung und relativen Anordnung von Teilen dienen können. Und aus dem intensiven Bauen mit einer Fünfjährigen kann ich andererseits auch nur sagen: Die räumliche Vorstellung ist da, je nach Kind, teilweise noch sehr unterentwickelt, das geht schon mit dem Abgleich des gebauten Modells mit der Abbildung los. Wir als Erwachsene wundern uns da sicher, aber auch die Strategie, mit welchem Teil man jetzt anfängt (lege ich erst die Platte daneben und verbinde sie dann mit einer Fliese, und wo lege ich die dann an, ohne dass es sich ineinander verschiebt?) und mit welchem Teil fange ich überhaupt an, kann schon eine Frage im Bauprozess sein.
            Wie gesagt, ich spreche hier nicht für alle Kinder eines Alters, sondern berichte nur, wie sehr ich mich selber darauf einstellen musste, wie unterschiedlich Kinder im Vergleich zu mir auf eine Anleitung schauen.

          • Dem stimme ich nicht zu. Meine Tochter ist 5, und sie nervt es schon wenn sie nach dem Blättern nur 2 Teile verbaut und dann schon wieder blättern muss. Kein Witz, ist so. Und zwar nicht nur bei ihr. Kinder wollen bauen und nicht nur blättern, daher stimme ich Storytelling 100% zu, dass das Verhältnis nicht passt! Ändert natürlich nichts am schönen Ergebnis aber dennoch, das Bauen gehört eben auch dazu und sollte dementsprechend einbezogen werden. Und LEGO selbst schreibt dazu “ Kreativer Bau- und Spielspaß für Kinder ab 5 Jahren“. Aber vielleicht bin ich auch zu kritisch, immerhin finde ich es schon fast unanständig, bei Sets ab 5 Jahren Werbung für eine Handyanleitung zu machen…

  5. In der Citywelt ist das sicher ein großartiges Set wenn man P/L zugrundelegt.

    Mein Highlight wären klar die Eischhörnschen – bei uns in der Gegend rennen die schwarschen herum… 😉 – richtigerweise heissen die auch eichkatzerl und nicht -hörnsche

    Ansonsten reizt mich das Set nicht so sehr, dass ich es kaufen würde, trotz nettem Torso der Frau oder der Fahrradfarbe – warum die MA 42 mit Stromfressern rumfahren muss – ist nicht ökologisch. würde gerne auf das Golfkart verzichten 😉

    Apropos Füttern von Wildtieren ist verboten…

    Aber zurück zum Set: Hier zeigt sich wieder der Nachteil der Kurzen Beine – der arme Junge kann nicht sitzen…

    Alles in Allem – Angemessen für junge Baumeister

  6. Über Jens Herwig:
    Mag verzerrte Gitarren, LEGO, Enten und Eichhörnchen. 😉

    Großartiges Set, kommt mit Sicherheit früher oder später zum Erreichen kleiner GWP-Hürden mit in den Einkaufskorb.
    Bin geneigt gleich 4 Sets zu kaufen, um einen runden Baum zu erhalten und einen großen Picknick-Platz mit mehreren Tischen.
    Eichhörnchen-Battle-Pack quasi…

  7. Für mich eines der besten City Sets 2022. Jetzt nur noch auf den Monkey Kid und Lego City (spielende Kinder) Polybag warten und ich glaube ich muss doch mal direkt bei LEGO bestellen.

  8. Danke für das Review, bei dem man in jedem Satz die Begeisterung für das Set spüren kann!
    Allerdings werde ich mir das Set sehr wahrscheinlich nicht kaufen, da mich hier wirklich nur die Eichhörnchen interessieren und ich mir die lieber extra bestelle, wenn sie wieder verfügbar sind. Auch das Schulset mit der weiteren Farbe kommt für mich nicht wirklich in Frage, auch da wird es nur eine kleine Eichhörnchenfamilie von S&T (oder PAP oder wie auch immer der Service dann heißt) werden.

  9. Schönes Set und wenn man die Afol-Sicht mal weg lässt, auch für Kinder sehr gelungen. Fahrrad, Miniwagen, 3 Figuren und Eichhörnchen obendrauf, das lohnt sich. Nur den Baum finde ich ein bisschen traurig…

  10. Vielen Dank für die Review, @Jens! Der Baum ist wirklich traurig und hätte mMn auch besser gestaltet werden können. Auch schade, und wie von dir ebenfalls erwähnt, dass die Chance vertan wurde, den neuen Fahrradhelm aus der CMF-22 in die reguläre Reihe einzubinden. Ich finde ihn genial – und vielleicht kommt er ja zu einem späteren Zeitpunkt doch noch. Ansonsten ein rundum tolles Set für wenig Geld. Gerne mehr solcher kleinen Sets @LEGO! Die vermisse ich in der Tat!

    Ach ja, endlich gibt’s einen farblich passenden Drahtesel für Postboten 😉

  11. Das Set ist hübsch, wenn man sich den Baum wegdenkt. Ich werde mir aber wohl nur die Eichhörnchen holen, weil ich die total putzig finde. Die runden tiles mit aufgedruckter Eichel … ich bin sehr für Drucke, aber das sieht mir persönlich zu sehr nach Duplo aus. Bei Keksen und Donuts macht es Sinn, da die Form da passt. Hier hätte mir etwas Gebautes mit Stiel besser gefallen.

    • Das wäre dann allerdings wahrscheinlich viel zu groß gewesen. Wobei: So, wie ich Eichhörnchen bisher erlebt habe, können Nüsse für sie eigentlich gar nicht groß genug sein. 😄

  12. Danke für dein Review. Ich bin dann wohl der einzige, dem 15 EUR für das Gebotene zu teuer ist. Wenn’s irgendwo schlau rabattiert ist, nehm ich’s gerne mit. Ansonsten geht auch dieses CITY-Set dann halt wohl an mir vorbei. 🙂

    • Absolut betrachtet wären mir ein paar Euro weniger natürlich auch lieber gewesen. Aber gemessen am allgemeinen LEGO Preisgefüge gehört das Set sicher zu den günstigeren Produkten. Was es einem persönlich wert ist, variiert natürlich von Person zu Person. 🙂

  13. Die Eichhörnchen finde ich echt super. Auch sonst hat das Set einige nette Details, so dass es durchaus mal gekauft wird. Kostet so viel wie ne Pizza und ein Getränk. Oder wie ein Strafzettel für Falschparken – also einfach immer korrekt geparkt und das Geld ist schon wieder drin.
    Leider gibt es die netten Tierchen noch nicht verfügbar bei Steine und Teile. Hoffe mal, die sind bald auf Lager. Ich möchte mindestens wenn nicht noch mehr…

    • Zwischendurch waren sie schon kurz verfügbar und dann schnell vergriffen. Laut Kundenservice dürfen wir aber noch in diesem Monat wieder mit den Eichhörnchen rechnen (ich meine, das genaue Datum sei der 24. Januar gewesen, aber vielleicht ändert sich das noch).

  14. Quizfrage – Themengebiet ‚Ryktrittbremse‘ für 100:
    in welche Set sitzt ein Junge mitsamt Pizza&Becher im Fahrradhänger…

    Schon jetzt mein Kult-Set ’22, bleibt die Hoffnung auf eine akkurate Verfügbarkeit der Nussmäuschen bei SuT, PaB oder wie auch immer das in Zukunft heissen wird.
    Und Jens aka Herr der Nussmäuschen … 1A Review, hat das Set aber auch mehr als verdient 👍

  15. Ich finde es auch toll!
    Ist das eigentlich Lego exklusiv oder kommt es auch in den freien Handel? Hab es nicht im „normalen“ Lego Katalog entdecken können.

  16. Vielen Dank für den Artikel, Jens 😀

    Natürlich waren es die putzigen Eichhörnchen, die mich zum Kauf bewogen haben – turnen doch einige dieser pelzigen Gesellen in den Bäumen meiner Nachbarschaft herum 😉

    Noch harren meine tierischen Kollegen auf ihren Aufbau – die Vorfreude meinerseits ist nach dem Lesen nochmal gestiegen 😎

  17. Tolle Review für ein schönes Set. Ich hab‘ die Nussmäuschen beim zweiten Anlauf im hiesigen Store erwischt. Anfang Januar waren die nach einem halben Tag schon ausverkauft und so musste ich auf die nächste Lieferung warten. Ich hoffe, dass die Eichhörnchen und Eicheln bald auch bei Steine und Teile erhältlich sind, denn ich möchte auf jeden Fall noch ein paar dazukaufen. Passt auch gut zu dem Waldmännchen mit Eichelhut aus der neuen Minifig-Serie. Mir schwebt da ein kleines Wald-Diorama vor..

  18. Eichhörnchen sind einfach niedlich…
    ich finde hier bekommt man viel Spielspaß für wenige Geld…
    ich hatte das Glück mir auch bei S&T ein paar extra Eichhörnchen bestellen zu können
    von jeder Farbe 3 Stück… hoffentlich wird bald geliefert 🙂

    Das Set habe ich mir aber auch gekauft, das ist echt niedlich ….

  19. Ein Set, auf das ich mich grundsätzlich freue, aber wenn man bedenkt, was man aktuell bei Lidl um den Preis bekommt und das noch dazu in einer besseren Qualität, dann frage ich mich schon, wie lange das bei Lego noch gut laufen kann.

    • Das mit der besseren Qualität kann ich mir zwar kaum vorstellen, denn ich konnte bei diesem Set keinerlei Mängel feststellen, aber dass LEGO ein teures Spielzeug ist, ist unbestreitbar. 🙂 Weil das aber schon immer so war (früher sogar teilweise noch mehr als heute), mache ich mit keine allzu großen Sorgen um das Unternehmen. 😉

      Gleich vorab der Hinweis: Eine generelle Nebendiskussion über Für und Wider von Alternativherstellern ist off-topic und somit laut Netiquette an dieser Stelle nicht erwünscht. Eine Bezugnahme/ Vergleich mit einem sehr ähnlichen Produkt ist in Ordnung, aber davon wäre mir nichts bekannt.

    • Schon witzig, was für einen Einfluss so manche Youtuber haben. Die „aktuellen“ LIDL Sets gibts schon locker seit 3 Jahren und da hat bisher nie ein Hahn nach gekräht 😉

      Zum Set: Ich finds richtig schön und ist auch gut als „Füllartikel“ zu gebrauchen, wenn man mal die Grenze zum GWP nicht ganz erreicht oder Versandkosten sparen will. Sobald es ein für mich interessantes GWP gibt, wird das Set daher bestimmt bei mir im Einkaufswagen landen.

        • Darf man hier überhaupt etwas? 😅
          Nicht böse gemeint, aber mit diesen ganzen Regeln kastriert man ja regelrecht manche Diskussionen.
          Aber gut, ihr habt das Recht dazu und dann ist es eben so. Nur meine Meinung 😉

          • Und genau darum geht es auch: Zu verhindern, dass manche themenfremden Diskussionen, die regelmäßig eskalieren, sich unter jedem zweiten Beitrag wiederholen. Das sorgt nämlich dann dafür, dass viele den Kommentarbereich meiden, und das wollen wir nicht.

  20. Lassen wir mal die Eichhörnchen aus der Betrachtung, diese sind nett.

    Aber ich kann mir aber nicht im geringsten Vorstellen wie man ein Set das aussieht als ob jemand was in der Toilette vergessen hat und dann ein paar Lego Teile drüber gestreut hat, schòn findet?

    Ich bin in eindeutig irgendwann in den letzten 2-3 Jahren in ein Wurmloch gefallen und hier in dieser Parallelwelt aufgewacht.

    • Wenn ich in ein Wurmloch gefallen und in einer Parallelwelt aufgewacht wäre, hätte ich auch schlechte Laune. 😉 Kannst Du denn auch etwas sachlicher sagen, was Dich konkret an diesem Set stört? 🙂

  21. Unsere Erfahrung zur neuen Anleitung: Der „Fortschrittsbalken“ hilft den Kindern überhaupt nicht, da er nicht aussagt, wie lange es wirklich noch bis zum Ende dauert. Kindern fehlt dafür einfach das Zeitgefühl, um die bisherige Zeit in Relation zum Ende zu setzen. Und das Feuerwerk hat ganz genau gar nicht interessiert, denn nachdem fertig gebaut war wurde gespielt. Ich stimme zu: Das sind Effekte, die nichts bringen und die man auch nicht nötig hat, wenn der Inhalt stimmt. Kurzum: Verschwendung von Tinte und Papier, ökologisch geht anders.

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