Das neue Hogwarts im Review: LEGO Harry Potter 76389 Kammer des Schreckens mit allen Erweiterungen

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Titel 2

Selten habe ich mich vorab so sehr auf ein Set gefreut wie auf die LEGO 76389 Hogwarts Kammer des Schreckens. Der zweite Band, um den sich in diesem Set alles dreht, gehört zu meinen Lieblingsteilen der Harry Potter-Geschichten, auch war ich sehr auf das neue modulare System für das Hogwarts-Schloss gespannt. Doch können das Set und seine Erweiterungen meine hohen Erwartungen erfüllen? 

Gerade feiert die Harry Potter-Reihe bei LEGO ihr 20-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass ließ sich LEGO einige Besonderheiten für die Sets der Sommerwelle einfallen, und auch am Designkonzept von Schloss Hogwarts wurden einige Änderungen vorgenommen. So haben die neuen Sets nun keine dunkelgrauen Dächer mehr, sondern sandgrüne – eine Reminiszenz an die ersten Harry Potter-Sets aus dem Jahr 2001, wo dies ebenso war. Auch ist der Maßstab etwas kleiner, dafür aber wesentlich modularer geworden, es lassen sich nun sogar einzelne Räume innerhalb des Schlosses vertauschen.

Um diese neue Flexibilität zu nutzen, kamen neben der 76389 Kammer des Schreckens Anfang Juni gleich drei passende Erweiterungssets auf den Markt, auf die ich in diesem Review ebenfalls eingehen und die ich natürlich auch mit dem „Hauptmodell“ kombinieren werde. Achtung: Der folgende Text kann Anspielungen und Spuren von Humor enthalten.

Und nun: Accio Review!

Zunächst werfen wir einen ausführlichen Blick auf das „Prunkstück“ der LEGO Harry Potter Sommerneuheiten: Die 76389 Hogwarts Kammer des Schreckens, die die Grundlage für das neue modulare Schloss Hogwarts bildet. Wie der Name schon andeutet, dreht sich bei diesem Set alles um die Geschehnisse des zweiten Films bzw. Buches, in dem Gilderoy Lockhart, Träger des Merlin-Ordens dritter Klasse, Ehrenmitglied der Liga zur Verteidigung gegen die dunklen Kräfte und fünfmaliger Gewinner der Auszeichnung der Hexenwoche für das charmanteste Lächeln, den Unterricht in Hogwarts revolutionierte und in heldenhafter Manier den Basilisken besiegt… hätte, wenn ihm nicht ein dummes kleines Missgeschick dazwischen gekommen wäre. Harry Potter kam in dieser Geschichte wohl auch vor.

Das Hauptmodell: LEGO 76389 Hogwarts Kammer des Schreckens

Mit ca. 58 cm x 37,5 cm x 8,5 cm hält man bei diesem Set einen großen, wenn auch recht flachen Karton in den Händen, der das Modell, bei dem die namensgebende Kammer des Schreckens eigentlich nur knapp die Hälfte des Umfangs ausmacht, schön in Szene setzt. Einige der Besonderheiten sind hier auf den ersten Blick zu erkennen, etwa die phosphoreszierende (also „nachtleuchtende“) Minifigur des Fast Kopflosen Nicks, der Basilisk, für dessen Kopf extra ein neues Formteil angefertigt wurde, und die beiden Wichtel, die Lockhart in seiner ersten Unterrichtsstunde auf die Schüler loslässt, damit diese gleich ein wenig praktische Erfahrung sammeln können.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Box 1

Unten links auf der Vorderseite prangt ein „LEGO Harry Potter 20 Years“-Logo – kaum zu glauben, dass die ersten Sets zu diesem Franchise, damals noch mit gelben Figuren, tatsächlich bereits im Jahr 2001 erschienen. Man wird alt. Doch zurück zur Box: Anlässlich des Jubiläums hat LEGO diversen Sets der Harry Potter Sommerwelle je eine goldene Minifigur zum Sammeln beigelegt, in diesem Fall einen goldenen Voldemort, der neben dem Jubiläums-Logo zusammen mit den 10 anderen Minifiguren abgebildet ist, die hier enthalten sind. Neben vielen Charakteren, die für die Geschichte relevant sind (Nick, Lockhart, Tom Riddle, Ginny Weasley, Colin Creevey, …) haben sich mit Aurora Sinistra und Luna Lovegood auch zwei Figuren eingeschlichen, deren Sinnhaftigkeit sich nicht sofort erschließt – doch dazu später mehr.

Auf der Rückseite der Box sehen wir auch die Rückseite des Schlosses – einzig die Schlangentür, die im Film den Eingang zur eigentlichen Kammer des Schreckens bildet, ist erneut von vorne abgebildet, da ihre Rückseite, wie wir sehen werden, recht unspektakulär ist. Für die anderen Teile des Schlosses gilt dies nun aber gerade nicht, denn die offene und somit bespielbare Rückseite ist es, wo sich die Details des Sets zeigen. Im Einzelnen werden wir uns diese noch während des Aufbaus ansehen, aber man bekommt hier schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf Lockharts Büro, die (kleine) große Halle, das Klassenzimmer für Verteidigung gegen die dunklen Künste usw.

In der linken unteren Ecke weist der Karton auf ein weiteres „Special“ der Harry Potter-Sommerneuheiten hin: In diesem und einigen anderen Sets liegen zufällig ausgewählte Schokofrosch-Sammelkarten in Form bedruckter 2 x 2 Fliesen bei, wobei man hier mit gleich sechs Exemplaren die größte Anzahl bekommt.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Box 2

Auf der Boxrückseite sehen wir auch zum ersten Mal deutlich, wie das Schloss aufgebaut ist: Auf einem Gewölbe, das den steinernen Slytherin-Kopf sowie einige weitere Details der Kammer enthält, sitzt das eigentliche Schloss mit den bereits genannten Räumen sowie einem kleinen Turm, in dem die Utensilien für den Astronomieunterricht angedeutet sind. Das Schloss ist modular aufgebaut, weshalb die Anordnung von Räumen, Türmen und Dächern verändert werden kann, was aber erst zusammen mit den Erweiterungssets richtig zum Tragen kommt, denen wir uns später ebenfalls noch widmen werden.

Werfen wir nun allerdings zunächst einen Blick auf den Inhalt der Verpackung und beginnen mit dem Aufbau der LEGO 76389 Hogwarts Kammer des Schreckens.

Unboxing

Öffnet man die Box, so kommen darin insgesamt 10 Tüten zum Vorschein, die auf 9 Bauabschnitte verteilt sind – der vierte Abschnitt umfasst als einziger zwei Tüten. Außerdem liegen lose zwei 16 x 8 Noppen große Platten in Dark Tan bei, was genau einer der typischen Raumgrößen des neuen modularen Systems entspricht, die immer 8 Noppen tief und ein Vielfaches von 8 Noppen breit sind.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Box 3

Bereits beim Betrachten der Tüten fällt auf, dass Minifiguren und Sammelfliesen über alle Bauabschnitte verteilt sind, vermutlich, um die Spannung und damit die Langzeitmotivation beim Bauen zu steigern. Die Anleitung des Sets ist gemeinsam mit dem erfreulich kleinen Stickerbogen – es kommen insgesamt nur 16 Aufkleber zum Einsatz, davon alleine 5 für Lockharts Büro – in Folie eingeschweißt und damit gut vor Beschädigungen geschützt. Sie kommt in einem Stück, ist also nicht auf mehrere Hefte verteilt und hat eine stabile Klebebindung. Auf 171 Seiten und in 298 Bauschritten wird der Aufbau gut nachvollziehbar beschrieben, wenn sich auch einige kleine Fehler eingeschlichen haben.

In obiger Galerie könnt ihr euch durch den kompletten Inhalt der Box klicken und euch alle Tüten, die Bauplatten und die verschweißte Anleitung einmal in Ruhe ansehen.

Bauabschnitt 1 & 2

Ein gutes Set sollte, sofern es irgend möglich ist, schon mit einem Highlight beginnen. LEGO spendiert dem ersten Bauabschnitt deshalb gleich drei der 11 Minifiguren, darunter mit Colin Creevey und Aurora Sinistra zwei Charaktere, die bislang noch nie als Minifiguren erschienen waren. Bei Colin handelt es sich um einen Gryffindor-Schüler, der ein Jahr jünger als Harry ist und aus einer Muggel-Familie stammt. Er ist völlig fasziniert von Hogwarts und speziell von Harry und liebt es, seine Erinnerungen fotografisch festzuhalten – wir werden in diesem Abschnitt deshalb unter anderem seine Kamera bauen. Prof. Sinistra ist die Lehrerin für Astronomie, die im Buch zwar gelegentlich erwähnt wird, aber dort sowie in den Filmen nie einen direkten Auftritt hat. Die Schauspielerin, der die Minifigur nachempfunden ist, ist im ersten Film kurz in der großen Halle neben Dumbledore am Lehrertisch zu sehen. Als dritte Figur im Bunde bauen wir in diesem Abschnitt Harry Potter zusammen, der seine Eule Hedwig mitgebracht hat.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 1 1

Mein persönliches Highlight kommt allerdings in der Anleitung gleich nach den Figuren: der Basilisk. Meine hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht, denn im Gegensatz zum letzten Versuch im Set LEGO 75954 Die große Halle von Hogwarts aus dem Jahr 2018, wo man der Riesenschlange das begrenzte Teilebudget mehr ansah, als gut für sie gewesen wäre, haben die Designer diesmal aus dem Vollen geschöpft. Für den Kopf wurde ein neues Formteil entwickelt, das die Filmvorlage nicht zuletzt aufgrund der gelungenen Drucke sehr gut einfängt, der Körper setzt sich aus bekannten Teilen zusammen, die allerdings hier zum Teil erstmals in Olivgrün vorkommen.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 1 2

Am Ende bietet der Basilisk ein erfreuliches Bauerlebnis, sieht aber trotzdem aus wie „aus einem Guss“ – so funktioniert für mich gutes Figurendesign! Doch natürlich ist damit noch nicht Schluss im ersten Bauabschnitt, es folgt ein kleiner Teil des Daches mit einer transparenten Konstruktion, auf der z.B. eine der beiliegenden Figuren im Besenflug oder der Fast Kopflose Nick schwebend montiert werden können. Dort befindet sich neben einem Besen auch ein Schokofrosch, passend zur ersten Sammelkarte, die diesem Abschnitt beiliegt und in meinem Fall lustigerweise ausgerechnet die Besenflugpionierin Jocunda Sykes zeigte.

Hier zeichnet sich übrigens, soviel darf ich vorab verraten, schon der erste Running Gag des Sets ab: Jedem Bauabschnitt liegt ein Frosch bei! Immer, wenn der Abschnitt auch eine Schokofrosch-Karte enthält, ist dieser braun, sonst hat er eine andere Farbe. Dieser kleine Spaß hat mir während des Aufbaus sehr viel Freude bereitet, ihr könnt ja mal die Augen danach offen halten. 😉LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 1 3

Auch der Astronomieturm – bzw. dessen Spitze, denn mehr baut man hier effektiv nicht – enthält zwei Besonderheiten, von denen eine ein Easteregg für Bionicle-Fans ist. Bei dem auf der Sternenkarte eingezeichneten Sternbild handelt es sich nämlich um die Kanohi Hau (Maske von Tahu), wie ich dank Tobias‘ Bionicle-Rückblick nun weiß. Die kleine Kugel auf der linken Seite des „Raumes“ hingegen besteht wie Nick aus einem phosphoreszierenden Material, sodass sie im Dunkeln nachleuchtet. Colin erhält als Zubehör, wie bereits erwähnt, seine Kamera und Harry das Schwert von Godric Gryffindor, das bisher nur beim Kobold Griphook aus der zweiten Harry Potter Minifiguren-Sammelserie zu bekommen war.

Im zweiten Abschnitt dreht sich alles um Gilderoy Lockhart, genauer gesagt um sein Klassenzimmer. „Endlich!“ möchte man ausrufen, denn diese ständige Fixierung auf Harry Potter lenkt doch schließlich vom eigentlichen Star der Geschichte ab. Und seien wir ehrlich: Wenn wohl auch schon ein paar Leute von Harry gehört haben, ist es für so viel Aufmerksamkeit doch noch ein bisschen zu früh in seiner Karriere. Leider bekommen wir unseren Helden aber persönlich erst im nächsten Abschnitt zu sehen, hier liegt zunächst Luna Lovegood als Minifigur bei. Diese Figur wurde laut Aussage der Designer gewählt, da man einen bekannten Ravenclaw-Charakter im Set haben wollte, in der Geschichte des zweiten Buches bzw. Films kommt Luna allerdings noch gar nicht vor. Penelope Clearwater, Vertrauensschülerin von Ravenclaw und eine der Schülerinnen, die durch den Basilisken versteinert werden, wäre hier meines Erachtens die bessere und logischere Wahl gewesen.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 2 1

Kaum besser treffen können hätte LEGO allerdings die zwei Wichtel, für die, wie schon für den Kopf des Basilisken, extra eine neue Form angefertigt wurde und die aus einem blauen, perlmutt-artig schimmernden Material gefertigt sind. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es gerne noch einige mehr hätten sein dürfen, doch primär freue ich mich, dass durch sie eine meiner Lieblingsszenen aus Buch und Film in diesem Set verewigt wurde. Wie ihr an der Farbe des Frosches erkennen könnt, liegt dem zweiten Bauabschnitt keine Sammelfliese bei.

Lockharts Klassenraum umfasst zwei Sitzreihen, eine Andeutung des Käfigs für die Wichtel (den man vielleicht auch etwas besser hätte lösen können) sowie in Form eines Stickers eine sehr amüsante Anlehnung an das Porträt, das auch in der Filmvorlage einen prominenten Platz im Raum einnimmt und das Lockhart als Künstler zeigt, der sich gerade selbst porträtiert hat. Ein zweiter Sticker zeigt ein weiteres Bild – für mehr bietet der Raum leider keinen Platz, auch wenn Lockhart bestimmt gerne noch mehr aufgestellt hätte.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 2 2

Immerhin war noch genug Platz für einen Kerzenständer, bei dem es sich um ein neues Teil handelt, sowie ein Parfümfläschchen – natürlich in Lila, was, wie wir alle wissen (oder zumindest Hermine weiß), die Lieblingsfarbe von Gilderoy Lockhart ist.

Der vordere „Querbalken“ des Zimmers lässt sich leicht herausnehmen, da er nur an zwei Noppen befestigt ist – das ist für die Bespielbarkeit ein großes Plus und deshalb sehr zu begrüßen. Hier sehen wir nun auch zum ersten Mal die seitlich angebrachten Technic-Bricks, über die sich mittels passender Technic-Pins mehrere Räume bzw. ganze Gebäudeteile des Schlosses verbinden lassen. Dieses Konzept existierte schon bei den bisherigen Harry Potter Sets, die seit 2018 auf den Markt kamen, und erfreulicherweise sind die Abstände kompatibel – die Sets lassen sich also kombinieren!

Doch zurück zum Klassenzimmer: Weil es natürlich keine besseren Lehrbücher für Verteidigung gegen die dunklen Künste geben kann als die Tatsachenberichte über die persönlichen Heldentaten des Lehrers, hat Luna als Schulbuch eine Ausgabe von „Ein Jahr mit einem Yeti“ dabei, im Original „Year with the Yeti“. Die bedruckte Fliese darin ist noch recht neu, sie kam bisher nur im LEGO 76383 Zaubertrankunterricht vor.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 2 7

Bauabschnitt 3 & 4

Und hier ist er auch schon höchstselbst: Gilderoy Lockhart. Die Figur ist sehr schön gestaltet, wenn auch vielleicht nicht ganz so glamourös wie das Original. Sehr gelungen ist Lockharts alternativer Gesichtsausdruck, der z.B. wunderbar zur chaotischen Szene mit den Wichteln passt. In der dritten Tüte ist auch wieder eine Sammelfliese enthalten (Motiv: Nicholas Flamel) und folglich ebenfalls ein Schokofrosch.

 

 

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 3 1

Nach Lockharts Klassenzimmer bauen wir nun sein Büro, das mit der halben Grundfläche auskommen muss. Für die Fenster des Erkers kommen die neuen runden Rahmen 73878 in Reddish Brown zum Einsatz, die es bisher nur in der Friends-Reihe und nur in Weiß gab. Diese Teile sind überaus praktisch, da sie zwar den Bau rund verlaufender Fensterflächen ermöglichen, sich aber mit ganz normalen Scheiben bzw. in diesem Fall Gittern bestücken lassen.

Die Inneneinrichtung des Büros ist, bedingt durch die Baugröße von lediglich 8 x 8 Noppen abzüglich Wände, nicht sehr umfangreich, bringt aber den „besonderen Charme“ des Arbeitszimmers dennoch gut herüber. Hierfür sorgen vier weitere Selbstporträts, darunter das Foto, das Colin von Lockhart gemeinsam mit Harry geschossen hat (herrlich: Harrys Gesichtsausdruck), seine Ersatz-Perücke und natürlich ein Stapel Autogrammkarten, bei deren Versand Harry ihm im Rahmen des Nachsitzens helfen… durfte.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 3 3

Als nächstes folgt mit dem vierten Bauabschnitt, der, wie oben bereits erwähnt, als einziger aus gleich zwei der nummerierten Tüten besteht, die große Halle, erneut mit Sammelfliese (Mr. Ollivander) und Schokofrosch. Als Minifiguren liegen Albus Dumbledore mit einem großartig bedruckten Gewand sowie der Hufflepuff-Schüler Justin Finch-Fletchley bei, außerdem eine Schlange, deren Bedeutung gleich klarer wird.

 

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 4 1

Die große Halle ist in diesem Set eher eine kleine Halle. Lediglich einer der langen Tische findet darin Platz, der querstehende Lehrertisch musste ebenfalls weichen. Stattdessen umfasst sie Dumbledores Rednerpult, das ganz einfach aus einem goldenen Pokal und einer Eule mit ausgebreiteten Flügeln zusammengebaut wird, wie wir sie z.B. aus der 75978 Winkelgasse kennen – nur dass sie hier erstmals ohne Druck und ebenfalls in Gold daherkommt.

Auffällig und zunächst etwas irritierend beim Bau war der Klappmechanismus der linken Tischhälfte. Schließlich dämmerte mir, dass sich hier womöglich ein Spielfeature verbergen könnte, um den Duellierclub nachzuspielen, den Lockhart mit Snape als „Assistent“ veranstaltet. Und tatsächlich: Laut Rückseite der Box dient der Tisch zum Nachstellen der Szene, in der Harry Draco Malfoy mit dem Zauberspruch Rictusempra (der eigentlich ein Kitzelzauber ist) nach hinten schleudert. Weil Draco in diesem Set nicht enthalten ist, muss Justin Finch-Fletchley für ihn einspringen.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 4 2

Justin spielt allerdings auch so, und nicht nur in dieser Szene, eine wichtige Rolle in Buch und Film. Er ist derjenige, der glaubt, Harry habe die von Draco beschworene Schlange auf ihn hetzen wollen, während sich Harry in Wirklichkeit um genau das Gegenteil bemühte – was auch die dem Bauabschnitt beiliegende Schlange erklärt. Später ist Justin einer der Schüler, die durch den Blick des Basilisken versteinert werden.

Bauabschnitt 5 & 6

Abschnitt Nummer fünf umfasst lediglich das Dach der großen Halle, das in drei gleich große Stücke á 8 Noppen Breite unterteilt ist, die sich somit auch mit beliebigen anderen Räumen kombinieren lassen. Das ist bautechnisch zwar nicht sehr spannend, doch auch hier hat LEGO es geschafft, die Motivation hoch zu halten. Zum einen liegt in dieser Tüte erneut eine Sammelkarte bei (silberner Dumbledore), zum anderen umfasst der Abschnitt mit dem Fast Kopflosen Nick die wohl interessanteste Minifigur des Sets, da diese aus phosphoreszierendem Material gefertigt ist und somit im Dunkeln nachleuchtet.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 5 1LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 5 2

Ein weiteres Highlight – zumindest für mich – ist der sprechende Hut, über den ich mich immer sehr freue, wenn er mal in einem Set vorkommt. Dieser ist in der fertigen Dachkonstruktion im Hohlraum des mittleren Turms „versteckt“, der von einem beklebten Banner mit dem Hogwarts-Wappen abgedeckt wird. Als Halterung für den Hut dient ein Teil, das von LEGO wahlweise als Kackhäufchen oder Cupcake verwendet wird. Was es hier darstellen soll – speziell der erste Fall würde einige Fragen über die Lebensgewohnheiten des Hutes aufwerfen – ist unklar, weshalb ich das Teil im Folgenden als „Turdchen“ bezeichnen werde.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 5 3

Neben dem mittleren Turm befindet sich eine Kugel, in der ein ebenfalls nachtleuchtender Minifigurenkopf verbaut ist. Auch in den beiden Ecken des Daches hat LEGO einige nette kleine Details platziert, zum Beispiel ein angedeutetes Schachspiel. Harry und Ron spielen gerne Zauberschach, doch bei Schachbrett und Wappen könnte es sich auch um Anspielungen auf die beiden entsprechenden Sets handeln, die aktuell ebenfalls erhältlich sind. In der rechten Ecke finden wir zwei Flacons, von denen einer aus einem bedruckten Minifigurenkopf besteht, auf dem so etwas wie „Amor“ zu lesen ist. Vielleicht handelt es sich also um den Zaubertrank Amortentia, den mächtigsten aller Liebestränke.

Damit haben wir den Gebäudeteil mit der großen Halle abgeschlossen, der später auf die Kammer des Schreckens gesetzt wird.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 5 5 LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 5 6

Im sechsten Bauabschnitt beginnen wir nun mit den „Katakomben“ von Hogwarts, konkret mit dem Raum, in dem Harry, Ron und Lockhart landen, nachdem sie den Eingang zur Kammer des Schreckens im Mädchenklo der Maulenden Myrte gefunden haben. Passenderweise liegt in dieser Tüte Ginny Weasley als Minifigur bei, die von Tom Riddles Tagebuch dazu gezwungen wurde, die Kammer des Schreckens zu öffnen und den Basilisken freizulassen.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 6 1

Das neu gebaute Kellergewölbe wird anschließend unter Lockharts Büro und Klassenzimmer platziert, womit einer der beiden Gebäudeteile des Sets komplett fertiggestellt wäre. Die „Vorkammer des Schreckens“ besteht im Wesentlichen aus einer großen Rutsche (27976), einem Formteil, das hier erstmals in Schwarz vorkommt. Unten angekommen, zeugen einige Knochen davon, dass es hier nicht ganz ungefährlich sein könnte. Auch ein weißer Frosch, womöglich ein Skelett, ist hier zu finden. LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 6 5

Die Rutsche wird ab dem Moment besonders spannend, wo wir die Kammer des Schreckens mit der Erweiterung LEGO 76386 Hogwarts: Misslungener Vielsafttrank kombinieren werden, doch auch ohne dieses zusätzliche Set ist sie natürlich als Spielfeature nutzbar: LEGO hat hierzu auf der anderen Seite des Moduls extra einen leicht abnehmbaren Felsen eingeplant, der Zugang zur Rutsche auch dann ermöglicht, wenn sich andere Räume darüber befinden.

Bauabschnitt 7 & 8

Als nächstes geht es im siebten Bauabschnitt mit dem Eingang zur eigentlichen Kammer des Schreckens weiter, der Schlangentür. Als kleine Motivatoren sind diesmal wieder eine Sammelkarte (mit Gilderoy Lockhart darauf ❤️), eine bedruckte Eule und einige phosphoreszierende Kleinteile enthalten. Zwar bin ich ein großer Fan der LEGO Eulen und man kann davon eigentlich nie genug haben, dennoch beschleicht mich das Gefühl, dass Fawkes, Dumbledores Phönix, hier wesentlich besser gepasst hätte und bewusst eingespart wurde, um einen Kaufanreiz für das Harry Potter-Set 76394 zu schaffen. Glücklicherweise war Fawkes allerdings auch in der zweiten Minifiguren-Sammelserie enthalten, was den magischen Vogel etwas leichter erhältlich macht.

Die beiden noch fehlenden Minifiguren, sozusagen den doppelten Voldemort, spart LEGO sich und uns für die letzten beiden Bauabschnitte auf.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 7 1

Das Modul mit der Schlangentür ist sehr schön gestaltet, die Schlangenköpfe (28588), die 2017 ursprünglich für die Ninjago-Reihe eingeführt wurden, drängen sich für das Design geradezu auf. Das Tor fällt allerdings in doppelter Hinsicht ein wenig aus dem Rahmen, denn es hat eine Breite von 10 Noppen bei einer Tiefe von nur 4 Noppen und passt damit nicht recht ins neue modulare System. Doch keine Sorge, auch das lässt sich lösen, wie wir später bei den Erweiterungen sehen werden.LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 7 2

Jetzt nähern wir uns mit großen Schritten der Fertigstellung des Modells, indem wir im achten und somit vorletzten Abschnitt mit dem Bau der namensgebenden Kammer des Schreckens beginnen.

Bei dieser Gelegenheit wird mir bewusst, dass LEGO uns, wenn man den ersten Abschnitt einmal außer Acht lässt, chronologisch durch einige Schlüsselszenen des Buches bzw. Films geführt hat. Dort erleben wir ebenfalls zunächst die katastrophale, ähem, ich meine triumphale erste Unterrichtsstunde mit den Wichteln bei Prof. Lockhart, dann Harrys Nachsitzen in dessen Büro, wo die Autogramme eine wichtige Rolle spielen, später den Duellierclub in der großen Halle. Kurz zuvor fällt Colin dem Basilisken zum Opfer, kurz danach Justin und Nick – die passenderweise genau den Bauschritten für die große Halle beiliegen. In der anschließenden Szene in Dumbledores Büro trifft Harry zum ersten Mal seit seiner Einteilung nach Gryffindor auf den sprechenden Hut. Und am Ende führt der Weg zu Ginny und Tom Riddle zunächst über die lange Rutsche und dann durch die Schlangentür in die Kammer des Schreckens. Ich finde es schön, wenn man merkt, dass die Designer sich bei der Gestaltung von Set und Anleitung solche Gedanken gemacht haben.

Doch genug des Exkurses, kommen wir zurück zum Aufbau! Passend zum gerade aufgezeigten roten Faden liegt zum Baubeginn der Kammer Tom Riddle als Minifigur bei (und erst danach Lord Voldemort – denn zu diesem Zeitpunkt der Geschichte, also beim Betreten der Kammer, kennt Harry noch nicht die wahre Identität des früheren Hogwarts-Schülers).

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 8 1

Der Aufbau der Kammer ist bis auf – wie könnte es anders sein – einen Frosch komplett symmetrisch. Auf zwei 8 x 8 Noppen großen Gittern zieht man zunächst je einen Teil der felsigen Rückwand hoch, außerdem die angedeuteten „wallenden“ Haare der Slytherin-Statue. Die beiden Hälften werden schließlich mit einer Lücke von 4 Noppen Breite dazwischen verbunden, indem man den Rest von Slytherins Kopf baut. Die Öffnung soll den Mund darstellen, aus dem sich der Basilisk hervorschlängelt, wenn Slytherins Erbe ihn ruft. Ich bin ehrlich: Die Umsetzung des Gesichts ist wohl der Aspekt, der mir an diesem Set am wenigsten gefällt, auch wenn ich keine Idee hätte, wie man sie in diesem Maßstab besser hätte realisieren können. Vielleicht hätte mir eine andere Gestaltung der Aufkleber da schon weitergeholfen, bei deren Anbringung die Anleitung übrigens einen (verzeihbaren) Fehler enthält: Statt der korrekten Nummerierung 11 & 12 der beiden Sticker wird hier zweimal auf die Nummer 11 verwiesen.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 8 2

Zu beiden Seiten der Mundöffnung sind Führungsschienen verbaut, was schon darauf hindeutet, dass hier ein Mittelteil eingeschoben werden kann, der den Mund schließt. Zur Fixierung dienen die beiden Halteklammern auf der Rückseite. Auch zwei Turdchen finden wir in diesem Bauschritt wieder – da es an den (symmetrischen) Stellen auch jedes andere 1 x 1 Element getan hätte, handelt es sich hier wohl um einen kleinen Spaß der Designer. Auch ein Basilisk hat schließlich biologische Bedürfnisse.

Bauabschnitt 9

Im neunten Bauabschnitt vollenden wir die Kammer des Schreckens und damit auch das komplette Set. Die Enthüllung, dass es sich bei Tom Riddle um den Erben von Slytherin und, noch schockierender, um den jungen Voldemort handelt, ist der große Plot Twist gegen Ende des zweiten Buches. Deshalb liegt der goldene Voldemort hier als letzte Minifigur bei. Auch die sechste und letzte Sammelkarte umfasst diese Tüte, es handelte sich in meinem Fall um den Hogwarts-Mitgründer Godric Gryffindor.

 

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 9 1

Im Wesentlichen wird die Kammer, d.h. streng genommen ja eigentlich nur deren rückwärtiges Ende, um einige Säulen erweitert, die Wand noch etwas höher gezogen und das Ganze oben mit einigen Fliesen und vereinzelten Noppen abgeschlossen, sodass man die große Halle daraufsetzen kann. Interessant ist hierbei die „Schürze“ im Vordergrund, die völlig unerwartet noch einmal einen kleinen Teil eben jener großen Halle darstellt und damit deren Spieltiefe von 8 auf 11 Noppen erhöht. Wir erhalten hier noch einen weiteren Tisch mit Tassen, Croissant, Schokofrosch (ganz wichtig) und zwei sehr schön gestalten, wenn auch leider als Sticker umgesetzten Packungen für magische Frühstückscerealien: Cheeri Owls und Pixie Puffs – Pixie ist der Originalbegriff für Wichtel.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 9 2

Die Idee, die große Halle auf diese Weise zu vergrößern, finde ich sehr clever, denn so wird sie zwar optisch aufgewertet und ein bisschen bunter und „lebendiger“, wenn man sie aber abnimmt, hat man trotzdem leichten Zugriff auf das Duellierclub-Spielfeature, zu welcher Szene der vordere Tisch nicht so recht gepasst hätte.

Doch auch die Kammer des Schreckens wird, neben der Vervollständigung der tragenden Konstruktion, optisch aufgewertet. Hierzu kommen zwei der Minifiguren-Schlangenköpfe (41201) zum Einsatz, die in dieser neuen, zweifarbigen Form im Jahr 2019 bei Ninjago eingeführt worden waren, allerdings bisher noch nie in der Kombination Hellgrau/ transparent Grün vorkamen. Diese Schlangenstatuen, die im Film zu mehreren die langgezogene Kammer des Schreckens wie Alleebäume säumen, lassen sich sehr leicht entnehmen, da sie jeweils nur auf zwei Noppen befestigt sind. So entsteht, wenn man den Slytherin-Kopf als Ende der Kammer betrachtet und die beiden Statuen davorstellt, die eigentliche Kammer in der Vorstellung. Trotzdem: Einige Schlangenstatuen mehr wären hierfür besser gewesen.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 9 5

In diesem Abschnitt bauen wir auch den Schlitten, der von hinten in die Lücke der Rückwand geschoben wird und so den Mund verschließt. Zieht man diesen heraus, ist das Loch tatsächlich groß genug, um den Basilisken von der Rückseite komplett durch die Mundöffnung zu schieben, wenn man anfangs ein bisschen schräg ansetzt!

Auf dem Schlitten ist ein Zahn fixiert, den Harry in die Hand nehmen kann. So ließen sich also zusammen mit Tom, Ginny, dem Basilisken, dem sprechenden Hut, Gryffindors Schwert und nicht zu vergessen Toms Tagebuch die dramatischen Geschehnisse in der Kammer wirklich perfekt nachspielen – wenn nicht Fawkes fehlen würde. Aber das habe ich ja bereits thematisiert.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 9 7

Das fertige Modell

Nun steht sie also vor uns, die LEGO 76389 Kammer des Schreckens! Die Teile des Schlosses habe ich auf den nachfolgenden Bildern einmal in der „Standardkonfiguration“ angeordnet, die in der Anleitung vorgeschlagen wird. Weiter unten, nachdem wir einen Blick auf die erhältlichen Erweiterungen geworfen haben, folgen weitere Bilder, wo ich ein wenig mit dem modularen System herumexperimentiere.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 9 13

Das fertige Schloss misst, wenn man alle drei Gebäudeteile mit den beiliegenden Technic-Pins verbindet, ca. 41 cm in der Breite, 40 cm in der Höhe und 11 cm in der Tiefe. Ich finde, das Set macht von vorne wie von hinten eine gute Figur, wahrscheinlich werde ich es mir sogar so ins Regal stellen, dass man die offene Seite sieht – bei mir ein absolutes Novum und deshalb ein Zeichen dafür, dass die Designer meinen Geschmack mit der Gestaltung der Räume und Figuren sehr gut getroffen haben!

Das Set wirkt sehr kompakt, was ich als positiv empfinde – Platz ist kostbar, und die Hogwarts-Variante der letzten Jahre war mir persönlich zu ausladend und verwinkelt. Andererseits kann man natürlich auch gerade dies als Vorteil empfinden, zumal nicht zu leugnen ist, dass die einzelnen Sektionen und Räume des Schlosses im alten System noch detaillierter waren, weil der größere Maßstab mehr Möglichkeiten bot. Am deutlichsten wird das wahrscheinlich im direkten Vergleich mit dem Set LEGO 75954 Große Halle von 2018.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 9 14

Letztlich gilt hier wie so oft im Leben: Es gibt Licht und Schatten, und letztlich ist alles eine Frage des Geschmacks. Für mich hat LEGO hier den idealen Kompromiss zwischen einem Set mit hohem Spielwert und einem ansprechenden Display-Modell mit möglichst geringem Platzbedarf gefunden – und das ist genau das, was ich mir schon lange gewünscht hatte.

Die sechs Schokofrosch-Sammelfliesen, die dem Set beilagen, und bei deren (zufälliger) Auswahl ich das große Glück hatte, keine Dopplungen zu haben, sind für mich als „Potterhead“ eine nette kleine Beigabe, die ich zwar nicht unbedingt gebraucht hätte, über die ich mich aber dennoch freue. Hierfür lässt sich bestimmt einmal eine schöne Verwendung finden.

LEGO Harry Potter Sommer 2021 Sammelfliesen Nur Kammer Des Schreckens

Zu guter Letzt möchte ich euch natürlich auch die übriggebliebenen Teile nicht vorenthalten:

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Übrige Teile

Hierunter sind einige recht nützliche Teile, etwa eine zusätzliche Teetasse und ein weiteres Turdchen, auch ein paar Ersatz-Zauberstäbe sind stets zu begrüßen, da sie sich aufgrund des weichen Materials bei regelmäßigem Gebrauch doch recht schnell abnutzen. Ansonsten bleiben die erwartbaren Standard-Kleinteile übrig, allerdings wie ich finde nicht sehr viele für ein Set dieser Größe.

Die Minifiguren im Detail

Nachdem wir nun den Bau der LEGO 76389 Hogwarts Kammer des Schreckens fertig gestellt haben, werfen wir vor dem ersten Zwischenfazit noch einmal in Ruhe einen Blick auf alle enthaltenen Figuren.  Hier hat LEGO sich nicht lumpen lassen, 10 reguläre Minifiguren, den goldenen Voldemort einmal außen vor gelassen, ergeben eine Menge Spielspaß bei einem Set dieser Größe.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Minifiguren Übersicht

Highlights sind für mich als Sammler der Harry Potter-Figuren ganz klar Aurora Sinistra, Colin Creevey und Justin Finch-Fletchley, da es sich bei allen um Charaktere handelt, die es bisher noch nicht als offizielle Minifiguren gab. Der Fast Kopflose Nick ist aufgrund seines Materials ebenfalls ein Highlight, genau wie Dumbledore aufgrund seiner sehr gelungenen grafischen Gestaltung. Gilderoy Lockhart hätte ich mir hingegen noch ein wenig pompöser gewünscht, Harry ist (bis auf das tolle Gryffindor-Schwert) „Standardware“ und bei Luna Lovegood, Ginny Weasley und leider auch Justin stört mich, dass sie alle drei praktisch das gleiche Gesicht haben – hier hätte LEGO sich mehr Mühe geben dürfen.

Nachfolgend findet ihr alle enthaltenen Minifiguren noch einmal einzeln fotografiert und sowohl in der Vorder- als auch in der Rückansicht. Klickt euch dazu bitte durch die Galerie.

Zum Abschluss des Themas Minifiguren möchte ich euer Augenmerk noch einmal besonders auf die beiden Inkarnationen von Tom Riddle bzw. Lord Voldemort lenken. Ersterer kam beinahe 20 Jahre nicht mehr bei LEGO vor, bis er im vergangenen Jahr als exklusive Minifigur im Buch LEGO Harry Potter: Das magische Lexikon erschien. Im folgenden Bild habe ich euch einmal die Tom Riddle-Figur aus dem Set (links) mit derjenigen aus dem Buch (rechts) gegenübergestellt – mir persönlich gefällt die Buch-Variante besser, aber ich freue mich bei diesem seltenen Charakter natürlich über beide.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 8 6
Tom Riddle vs. Tom Riddle. Die rechte Figur lag exklusiv einem Buch bei.

Ähnlich geht es mir bei Lord Voldemort, den ich euch aus einem anderen Grund noch einmal gesondert zeigen möchte. Hier interessierte mich nämlich, warum mir das Figurendesign, abgesehen von der goldenen Farbe, so bekannt vorkam. Und tatsächlich: Gesicht und Körper der Voldemort-Sammelfigur entsprechen bis auf einige Sterne exakt der Ausgabe in der ersten Harry Potter Minifiguren-Sammelserie! Ich möchte übrigens anregen, die Sammelfigur ab sofort offiziell als „Goldemort“ zu bezeichnen.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Schritt 9 10
Goldemort vs. Voldemort. Die rechte Figur stammt aus der ersten Minifiguren-Sammelserie.

Zwischenfazit

Bis hierhin hat mir der Aufbau schon einmal riesigen Spaß gemacht! Mir gefällt das neue, kompaktere Design von Hogwarts, da es im Regal nicht mehr so viel Platz wegnimmt und sich durch die modular gestalteten Räume auf einfache Weise vielfältig umgestalten lässt, wobei ich bei dieser Beurteilung schon auf die Erweiterungen schiele, die wir uns gleich ansehen werden. Dass die namensgebende Kammer des Schreckens nur knapp die Hälfte des Sets ausmacht, sehe ich als Vorteil: So konnten auch einige andere Aspekte rund um den zweiten Band, speziell Gilderoy Lockhart betreffend, eingefangen werden, die in den Sets der jüngeren Vergangenheit zu kurz kamen. Allein die Gestaltung der Slytherin-Statue stört mich, hier hätte eine etwas größere Darstellung der eigentlichen Kammer des Schreckens womöglich ein besseres Design ermöglicht.

Insgesamt gibt es aber für Potterheads trotz des im Vergleich zum System der letzten Jahre kleineren Maßstabs eine Menge schöner Details zu entdecken, für die LEGO glücklicherweise nicht allzu viele Sticker benötigt hat. Am meisten lebt das Set für mich von seinen Minifiguren, dem großartigen Basilisken und netten anderen Teilen wie den Wichteln, dem sprechenden Hut oder dem bedruckten Amortentia-Fläschchen. Doch auch in Sachen Gesamteindruck und Bespielbarkeit kann das Set punkten – ich bin deshalb sehr gespannt, wie sich die Erweiterungen speziell auf diese beiden Faktoren auswirken werden.

Den Listenpreis von 139,99 Euro finde ich in Anbetracht der vielen Figuren und einiger neuer Teile gerade noch vertretbar, mit den üblichen Handelsrabatten in Ordnung. Für das letzte Quäntchen Zufriedenheit hätte ich mir allerdings eine weniger generische und vor allem weniger ähnliche Gestaltung der Gesichter von Luna, Ginny und Justin gewünscht. Auch hätte ich mich anstelle von Luna mehr über Penelope Clearwater gefreut, die besser zur Geschichte gepasst hätte und zudem ein weiterer neuer Charakter gewesen wäre.

Hier findet noch einmal alle wesentlichen „Daten und Fakten“ zum Set zusammengefasst:

  • Setnummer: 76389
  • Deutscher Name: Hogwarts Kammer des Schreckens
  • Englischer Name: Hogwarts Chamber of Secrets
  • Anzahl Teile: 1176
  • Anzahl Minifiguren: 11
  • Anzahl Sticker: 16
  • Anzahl Schokofrosch-Sammelkarten: 6
  • Goldene Minifigur: Lord Voldemort
  • Maße des Sets (BxHxT): ca. 41 cm x 40 cm x 11 cm
  • Maße des Kartons: ca. 58 cm x 37,5 cm x 8,5 cm
  • Preis: 139,99 Euro

Die Erweiterungen: Unser Schloss soll schöner werden

Werfen wir nun einen Blcik auf die drei Erweiterungssets, von denen eines ebenfalls im zweiten Hogwarts-Jahr von Harry, Ron und Hermine angesiedelt ist, die anderen beiden sich aber auf Ereignisse aus dem Einschulungsjahr beziehen.

LEGO 76386 Hogwarts: Misslungener Vielsafttrank

Um Draco Malfoy auszuhorchen, da sie vermuten, er könnte mehr über die Kammer des Schreckens wissen oder gar selbst Slytherins Erbe sein, brauen unsere drei Freunde im zweiten Schuljahr heimlich einen Vielsafttrank, mit dessen Hilfe sie sich in drei Slytherin-Schüler zu verwandeln gedenken. Da die Prozedur aufwendig und zudem verboten ist, verstecken sie den Trank in der Mädchentoilette, die von der maulenden Myrte bewohnt und deshalb von den Schülerinnen gemieden wird. Genau diese Szene, bzw. dieses Setting, stellt die Erweiterung LEGO 76386 Hogwarts: Misslungener Vielsafttrank dar.

LEGO Harry Potter 76386 Hogwarts Misslungener Vielsafttrank Box 1

In nur zwei Bauabschnitten entsteht aus 217 Teilen das kleine Set, das mit seinen Maßen von 16 x 8 Noppen Fläche und 8 Steinen plus 2 Platten Höhe sozusagen einen „Idealraum“ des neuen modularen Systems darstellt. Für 19,99 Euro erhält man hier eine Ergänzung, die perfekt zur Kammer des Schreckens passt und eines der dort enthaltenen Spielfeatures erst richtig zur Geltung kommen lässt: Die Rutsche zum Vorraum der Kammer. Um dorthin zu gelangen, müssen unsere Helden nämlich erst einmal den geheimen Eingang finden, der sich in just dieser Toilette befindet. Folgerichtig lässt sich das mittlere Waschbecken öffnen, dahinter befindet sich ein Hohlraum mit Loch im Boden, sodass man, wenn man den Raum mit dem Schloss kombiniert und über der Rutsche platziert, jene perfekt durch diesen Eingang erreichen kann.

LEGO Harry Potter 76386 Hogwarts Misslungener Vielsafttrank (1)LEGO Harry Potter 76386 Hogwarts Misslungener Vielsafttrank (2)

Das besondere Highlight des Sets sind allerdings die drei regulären Minifiguren. Harry und Ron können sich mittels Wendegesicht und zusätzlicher Frisuren in Vincent Crabbe und Gregory Goyle verwandeln, die passenden Slytherin-Torsos bringen sie bereits mit. Am meisten sticht jedoch Hermine hervor, bei der die Verwandlung schiefgeht, da sie statt eines Haares von Millicent Bulstrode versehentlich eines von deren Katze in den Vielsafttrank getan hat. Die Minifigur wartet deshalb mit einem neuen Katzenkopf auf, durch den Hermines ebenfalls enthaltener, regulärer Kopf ersetzt werden kann. Die Maulende Myrte ist leider nich Teil des Sets, kam aber ja gerade kürzlich in der zweiten Harry Potter Minifiguren-Sammelserie vor.

Auch die Erweiterung enthält eine goldene Jubiläumsfigur, in diesem Fall von Harry Potter, die ihr euch in obiger Galerie zusammen mit den anderen drei Figuren im Detail ansehen könnt. Zwei Schokofrosch-Sammelfliesen liegen dem Set ebenfalls bei, in meinem Fall leider gleich zweimal Bertie Bott, der Erfinder der gleichnamigen Bohnen in sämtlichen Geschmacksrichtungen. Eine Übersicht aller Fliesen zeige ich euch am Ende des Artikels.

LEGO 76387 Hogwarts: Begegnung mit Fluffy

Beim zweiten Erweiterungsset handelt es sich um die LEGO 76387 Hogwarts: Begegnung mit Fluffy, also ein Set, das die Geschichte des ersten Schuljahres rund um den Stein der Weisen thematisiert. Fluffy ist auch der Star des Sets, für den extra eine neue Kopfform entwickelt und diese sogar mit drei verschiedenen Gesichtsausdrücken bedruckt wurde.

Des Weiteren enthält das Set den Raum mit der Falltür, die Fluffy bewacht, sowie einen Turm aus zwei „halben“ Räumen. In einem wird die zweite Schutzvorrichtung des Steins, die Teufelsschlinge, angedeutet, im anderen findet z.B. die Harfe Platz, mit der Prof. Quirrell im Film den dreiköpfigen Hund zum Schlafen bringt und die ebenfalls Teil dieses Sets ist.

LEGO Harry Potter 76387 Hogwarts Begegnung Mit Fluffy Box 1

 

Ein Turmzimmer rundet die Erweiterung ab. Es enthält einige Utensilien, die ich thematisch diesem Set nicht so recht zuordnen kann, sowie einen der am schwersten kontrolliert anzubringenden Sticker, mit denen ich es bei LEGO bisher zu tun hatte.

Der Aufbau der 397 Teile geht in drei Bauabschnitten vonstatten, mit Fluffy ist man dabei am längsten beschäftigt. Im fertigen Set vermag ich, das muss ich ehrlich sagen, keinen ausreichenden Gegenwert zu den von LEGO angesetzten 39,99 Euro erkennen. Fluffy ist zwar „ganz nett“, aber das Design des Körpers kann mich nicht vollends überzeugen, vor allem die hellgrauen Halterungen der Kugelgelenke (14418) für die Köpfe stechen optisch negativ heraus und ich verstehe einfach nicht, warum LEGO diese Teile nicht auch in anderen Farben produziert.

 

LEGO Harry Potter 76387 Hogwarts Begegnung Mit Fluffy (1)

Die Räume enthalten nur wenige Details (gerade die Teufelsschlinge hätte gerne noch weit umfangreicher ausfallen dürfen), was das Set als eigenständiges Spielset eher uninteressant macht, und auch als Erweiterung will sich die Begegnung mit Fluffy nicht so recht ins restliche Schloss einfügen, wie wir gleich noch sehen werden.

Speziell im Vergleich zum „Misslungenen Vielsafttrank“ bin ich ein wenig enttäuscht. Da helfen leider auch die enthaltenen Minifiguren nicht weiter, denn hier liegen erneut Harry, Ron und Hermine bei, was in Anbetracht der Geschichte zwar Sinn ergibt, allerdings leider in einer weit weniger besonderen und interessanten Gestaltung.

Eine Detailansicht jeder Figur findet ihr auch diesmal in der obigen Galerie. Harry und Ron haben hier immerhin andere Gesichter erhalten als beim „Misslungenen Vielsafttrank“, für Hermine wurde jedoch leider der gleiche Kopf verwendet. Als goldene Minifigur liegt diesem Set ebenfalls Hermine bei, allerdings ohne Wendegesicht. Mit den Schokofrosch-Sammelfliesen hatte ich diesmal wieder mehr Glück und keine weitere Dopplung, es waren Minerva McGonagall und Madame Maxime enthalten.

LEGO 76395 Hogwarts: Erste Flugstunde

Mit der dritten und (vorerst) letzten Erweiterung, dem Set LEGO 76395 Hogwarts: Erste Flugstunde, erhalten wir eine weitere Szene, die im ersten Schuljahr spielt. Hier hat LEGO sich glücklicherweise dagegen entschieden, Harry Potter erneut als Minifigur beizulegen. Stattdessen erhalten wir mit Draco Malfoy zwar ebenfalls einen der häufigsten Charaktere, mit Neville Longbottom aber schon einen etwas selteneren und mit Rolanda Hooch gar eine Lehrerin, die seit 2010 in keinem regulären Set mehr zu bekommen war (sondern nur als Teil der Bricktober-Figuren von Toys’R’Us im Jahr 2018).

LEGO Harry Potter 76395 Hogwarts Erste Flugstunde Box 1

Dieses Set, das aus 264 Teilen besteht, umfasst wieder nur 2 Bauabschnitte. Es ist sehr einfach aufgebaut, besondere Bautechniken wie z.B. bei Fluffy oder der Waschbecken-Konstruktion der ersten Erweiterung sucht man hier vergeblich, wenn man von der kleinen Vitrine vielleicht einmal absieht. Dafür bekommt man zwei recht generische Räume, die von einem Gebäudeteil mit nur 4 Noppen Tiefe, dafür aber einer schönen Eingangstür, verbunden werden. Da dieses verbindende Modul 10 Noppen breit ist, hat es die gleiche Grundfläche wie die Schlangentür aus der Kammer des Schreckens und lässt sich deshalb, obwol beide nicht ins modulare System passen, wenigstens mit dieser kombinieren – wenn das auch offenbar nicht unbedingt vorgesehen ist, da beide keine Fliesen-/Noppenfläche wie die anderen Räume aufweisen.

Das besondere Augenmerk dieses Sets liegt – wenig überraschend – auf dem Thema Quidditch. Alle Figuren bringen deshalb einen Besen mit, und mittels dreier Konstruktionen aus transparenten Stangen (42445), an deren Ende die neuen „Action-Elemente“ (65578) montiert sind, können Schüler und Lehrerin sogar schwebend montiert werden. Die mittlere Stange ist dabei so befestigt, dass sie von der Rückseite der Wand aus durch Bewegen eines Hebels gehoben und gesenkt werden kann. Letzteres passiert leider auch automatisch, sobald man loslässt, da die Friktion des verwendeten Technic-Pins nicht ausreicht, um die Hebelwirkung der montierten Minifigur nebst Besen zu kompensieren.

 

LEGO Harry Potter 76395 Hogwarts Erste Flugstunde (1)

 

Besonders gefreut haben mich an diesem Set, das mit 29,99 Euro für mein Empfinden auch ein wesentlich besseres Preis-Leistungsverhältnis als die Begegnung mit Fluffy hat, die kleinen Details. So enthält einer der Räume eine Kiste mit Quidditch-Utensilien (Quaffel, zwei Klatscher, Schnatz und einen Schläger), im anderen Raum steht eine kleine Vitrine mit Trophäen, unter anderem dem Holzschild mit der Erwähnung von Harrys Vater James, der ebenfalls Sucher war.

An der Vorderseite des Mauerwerks sind die vier Hausbanner angebracht, diese grafischen Details sind, genau wie beim Holzschild, allerdings als Aufkleber umgesetzt. Ein besonderes bedrucktes Teil gib es im Set aber auch, nämlich einen transparenten Minifigurenkopf , dessen Gestaltung Nevilles Erinnermich nachempfunden ist, das in der ersten Flugstunde eine zentrale Rolle spielt und letztlich dafür sorgt, dass Draco Harry unfreiwillig zur Aufnahme in das Gryffindor-Team verhilft.

Die Minifiguren findet ihr im Detail wieder in der obigen Galerie, als goldene Sammelfigur ist in diesem Set Professor Quirrell enthalten, der meines Erachtens wesentlich besser zur Begegnung mit Fluffy gepasst hätte. Wenn man so möchte, enthält das Set mit der monochromen grauen Statue auf dem Dach sogar noch eine fünfte Minifigur. Als Schokofrosch-Sammelfliesen lagen meinem Exemplar Helga Hufflepuff und Seraphina Picquery bei.

Ist mehr gleich besser? Das Schloss Hogwarts mit allen Erweiterungen

Jetzt, wo alle Erweiterungen aufgebaut sind, stellt sich natürlich die Frage: Wie sehr werten diese das große Schloss Hogwarts, also die 76389 Kammer des Schreckens, auf, wenn man sie miteinander kombiniert? Lohnt es sich, alle Erweiterungen zu kaufen, weil dies einen viel höheren Spielwert ergibt? Die Antwort ist ein klares: Jein.

Fangen wir mit den positiven Aspekten an. Das neue modulare System ermöglicht es tatsächlich, die Räume der unterschiedlichen Sets auf vielfältige Weise zu kombinieren und sich so ein großes Hogwarts-Spielmodell auf relativ geringem Raum zusammenzustellen, das eine Menge Spaß und Spielmöglichkeiten bietet. Ich habe das nachfolgend einmal beispielhaft getan, wobei natürlich, wenn man nicht alles einfach nebeneinander baut, immer einige Dachelemente übrig bleiben.

LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Mit Erweiterungen (1)

Die Freiheitsgrade sind dabei nicht ganz so groß, wie man zunächst vermuten könnte: Für den maximalen Spielspaß sollte sich z.B. das Mädchenklo der Maulenden Myrte direkt über der Rutsche zur Kammer des Schreckens befinden, und diese sollte auf einer Höhe mit der eigentlichen Kammer sein. Der Raum mit der Teufelsschlinge aus der zweiten Erweiterung enthält auf der Rückseite Felsenelemente, weshalb es merkwürdig aussehen würde, ihn z.B. im dritten Stock zu platzieren.LEGO Harry Potter 76389 Hogwarts Kammer Des Schreckens Mit Erweiterungen (2)

Auch die Erweiterung der großen Halle, also der kleine Bereich mit drei Noppen Tiefe und einem weiteren Tisch darauf, gibt deren Position im Grunde schon vor, denn andere Räume sähen dort doch recht merkwürdig aus.

Das ist natürlich alles kein Hinderungsgrund und lässt sich mit geringfügigen Modifikationen lösen, außerdem ist es fraglich, ob Kinder, die ja schließlich die Hauptzielgruppe dieser Sets sind, das Ganze ebenso eng sehen würden – vermutlich nicht. Ich hatte mir jedoch von der modularen Erweiterbarkeit noch ein wenig mehr erhofft.

Wenn ich eine Empfehlung aussprechen sollte, so würde ich jedem Käufer der 76389 Kammer des Schreckens raten, sich unbedingt noch den 76386 Misslungenen Vielsafttrank dazu zu holen. Diese Erweiterung fügt sich perfekt ins Schloss ein, verbessert dessen Bespielbarkeit und bietet mit den tollen Figuren am meisten fürs Geld. Die 76395 Erste Flugstunde ist als Erweiterung ebenfalls brauchbar, da die zwei kleinen Räume gut als Lückenfüller verwendet werden können, trägt aber, bis auf die Figuren und die „Schwebestangen“, wenig zum Gesamt-Spielwert bei.

Die LEGO 76387 Hogwarts: Begegnung mit Fluffy wirkt im Zusammenspiel mit den anderen Sets eher deplatziert: Fluffy ist so groß, dass er gerade so in den Raum passt und dass man deshalb diesen Teil des Schlosses sowieso nur bespielen kann, wenn man ihn separat herausnimmt. Auch fehlen weitere Räume, etwa zu den anderen Prüfungen auf dem Weg zum Stein der Weisen, um diesen Teil der Geschichte vernünftig nachspielen zu können. Aber wie heißt es so schön: Was nicht ist, kann ja noch werden, und vielleicht sind solche Erweiterungen bei LEGO schon in Planung.

Generell empfinde ich übrigens nicht nur die einfache Kombinierbarkeit, sondern auch umgekehrt die einfach Zerlegbarkeit des neuen Systems als Pluspunkt: So lässt sich das zwar Set kompakt ins Regal stellen, zum Spielen aber auch ganz leicht die einzelnen Räume entnehmen (und ggf. wieder neu kombinieren), die gerade die Phantasie der Kinder anregen.

Schokofrosch-Karten und Jubiläumsfiguren: Lohnt sich das Sammeln?

Werfen wir zum Schluss noch einmal einen kurzen Blick auf die gesammelten Schokofrosch-Fliesen und goldenen Minifiguren, die meinen vier Sets beilagen. Bei den Fliesen hatte ich insgesamt mit Bertie Bott nur eine Dopplung, was dem Vernehmen nach großes Glück war und eher selten der Fall ist. Zu den 16 insgesamt erhältlichen Fliesen fehlen mir also nur noch fünf Stück, sodass eine Komplettierung machbar sein sollte.

LEGO Harry Potter Sommer 2021 Sammelfliesen Alle Hogwarts Teile

Fun Fact hierzu: In den Anleitungen ist ganz hinten immer eine Übersicht der Fliesen enthalten, jedoch hat sich in den gedruckten Exemplaren ein Fehler eingeschlichen und das Bild von Mr. Ollivander wurde auch für Rowena Ravenclaw verwendet. In den digitalen Versionen der Anleitung wurde dieser Fehler behoben.

Hätte es nun also diese Sammelfliesen gebraucht? Vermutlich nicht. Sie sind aber ein nettes Gimmick für Potter-Fans und tun, wenn man ehrlich ist, auch niemandem weh, zumal sie die Preise der Sets nicht allzu stark beeinflusst haben dürften. Ich freue mich, sie zu haben und lege sie zu meinen gesammelten Minifiguren.

Apropos Minifiguren: Die eigentliche, offizielle „Sammelbeigabe“ anlässlich des Jubiläums waren ja nicht die Fliesen, sondern die goldenen Minifiguren. Während ich bei jeder einzelnen Figur noch „nett, aber unnötig“ dachte, muss ich zugeben, dass sie mir, wenn sie alle nebeneinander stehen, doch recht gut gefallen. Aktuell sind in anderen Sets noch ein goldener Ron sowie ein goldener Snape enthalten, Dumbledore wäre eigentlich ebenfalls Pflicht und wird bestimmt noch in irgendeiner Form erscheinen.

LEGO Harry Potter Sommer 2021 Sammelfiguren

War ich zunächst der Ansicht, dass ich lieber neue Auflagen klassischer, gelber Figuren der Reihe gesehen hätte, so habe ich meine Meinung inzwischen geändert. Die Gestaltung damals konnte, nüchtern betrachtet, der heutigen einfach nicht das Wasser reichen und wurde den Charakteren nicht gerecht. Deshalb nehme ich dann doch lieber die goldenen Figuren, die allerdings meinetwegen gerne noch etwas aufwendiger hätten gestaltet sein dürfen – etwa mit einem schöneren Logo auf dem Rücken oder einer bedruckten Standplatte.

Fazit

Meine Erwartungen wurden an einigen Stellen nicht erfüllt, an anderen dafür übertroffen. Das neue modulare System ist in der Praxis etwas weniger flexibel, als ich gedacht hatte, zumindest, wenn man mit den Augen eines Erwachsenen darauf schaut und alles „stimmig“ sein soll. Es bietet allerdings einen sehr hohen Spielwert, gerade die Möglichkeit, einzelne Räume zu entnehmen und ganz nach Bedarf wieder neu zu kombinieren ist etwas, das speziell Kindern große Freude machen wird. Fans der bisherigen Sets aus den vergangenen drei Jahren können auch die neuen Sets mit ihren vorhandenen Teilen von Hogwarts kombinieren, da LEGO die Abstände der Technic-Verbindungselemente beibehalten hat. Aufgrund des anderen Maßstabs und der neuen (alten) Dachfarbe in Sandgrün passen die bisherigen und die neuen Sets allerdings nicht ideal zueinander.

Die LEGO 76389 Hogwarts Kammer des Schreckens hat mir als eigenständiges Set mit Abstand am besten gefallen, sie ist meines Erachtens eines der besten Harry Potter-Sets seit dem Neustart der Reihe in 2018. Das Set wartet mit vielen liebevollen Details auf, einem roten Faden, der schon beim Bau durch viele wichtige Momente der Geschichte führt, mit tollen Minifiguren und nicht zuletzt einem großartigen Basilisken. In Kombination mit der Erweiterung LEGO 76386 Hogwarts: Misslungener Vielsafttrank ergibt sich ein beinahe perfektes Spielset, an dem alle Freunde des zweiten Bandes ihre helle Freude haben dürften.

Die anderen beiden Erweiterungen empfinde ich als nicht unbedingt erforderlich, vor allem nicht die LEGO 76387 Hogwarts: Begegnung mit Fluffy, die für ihren recht hohen Preis zu wenig bietet und sich zudem nicht optimal ins Schloss integrieren lässt. Hier hoffe ich auf weitere Sets, die auch die Geschichte des ersten Teils noch etwas ausbauen.

Die Sammelfliesen und Jubiläumsfiguren sind nette Beigaben, die den Figurensammler in mir ansprechen, aber für die „normale“ Kundschaft keinen besonderen Kaufanreiz darstellen dürften. Als Gesamtpaket haben mir die Sets – mit leichten Abstrichen bei Fluffy – sehr viel Freude bereitet und ich bin gespannt, was LEGO im nächsten Jahr aus dem neuen Hogwarts-Konzept machen wird bzw. ob vielleicht sogar in diesem Jahr noch eine zusätzliche Erweiterung kommt. Für LEGO und Potter-Fans, die wie ich nur eine begrenzte Ausstellfläche zur Verfügung haben, bieten die Sets den idealen Kompromiss aus räumlicher Kompaktheit bei einem dennoch detailreichen Design und hohem Spielwert.

Was haltet ihr von der LEGO 76389 Hogwarts Kammer des Schreckens und ihren Erweiterungen? Gefällt euch das neue Konzept, und seht ihr die Vor- und Nachteile ähnlich wie ich, oder gibt es Aspekte, die ihr noch ergänzen möchtet? Wie würdet ihr die Sets kombinieren und welche davon habt ihr bereits? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

Über Jens Herwig 164 Artikel
Mag verzerrte Gitarren, LEGO und Enten. Wollte so sein wie MacGyver, ist aber nur Physiker geworden. Erweckung aus den Dark Ages durch den Technic Unimog. Liebt alte Sets und hat ein Aquazone-Diorama im Wohnzimmer stehen.

67 Kommentare

  1. Ich mag das Set tatsächlich nicht. Es ist mir zu klein – die „Große Halle“ ist einfach unfassbar winzig. Es sind 4 Häuser, nicht 2 -> schon alleine zu wenige Tische. Es gibt soweit ich das sehe keinen Lehrer*innentisch. Nichtmal angedeutete Sitzplätze? Das Dach ist löchrig. Das Klassenzimmer ist auch zu klein. Sorry, aber da macht doch auch das spielen keinen Spaß, wenn man da 2? Schülis unterbringen kann.
    Die Sticker sind auch *würg*. Die alten Sets konnte man ja ohne Sticker noch „verstehen“, hier sind so viele Details nur via Sticker gelöst – da kapiert man garnicht, was passiert. Und ganz ehrlich: Selbst wenn man Sticker ok findet – mindestens die Augen von Slytherin hätten gedruckt sein MÜSSEN. Das sieht ja gruselig mies aus. Oder zumindest gute Sticker (Transfer). So gefällt es mir zumindest garnicht.
    Das Tor zur Kammer ist auch seltsam – das ist ja kein Außentor, sondern in den Katakomben hinter den Mädchenklo. Insgesamt finde ich die Kammer auch zu klein, da kommt ihr epischer Charakter nicht rüber.
    Das Teleskop sieht mir auch hart zu modern aus – gabs da keine Teile aus dem Bereich Piraten o.ä.?
    Von dem Schlag ins Kontor im Sinne von Neustart einer nicht abgeschlossenen Serie will ich mal nicht anfangen ;).
    Ach und zur Kombination: Hübsch ist was anderes (also alle Sets zusammen) – bzw. es hat halt nichts mehr mit Hogwarts zu tun. Und da sind auch so viele komische Sachen dabei, die halt NICHT zusammenpassen ….

    Sachen, die ich ganz nett finde: Figuren (gerade Nick und Sinistra) & die Wichtel. Die Schlangenköpfe finde ich auch gut, sind aber zu wenige. Da hätte es mindestens 6 Stück gebraucht.

    Was ich mir gewünscht hätte: Ne richtig geile Kammer des Schreckens für unter die Große Halle. Auch wenn sie da eigentlich eh per se komplett falsch positioniert ist & da eigentlich die Küche hin muss, aber da kann ich zur Not drüber hinwegschauen).

      • Wäre auch nice gewesen, aber das hätten vmtl. wirklich nur Leute gekauft, die die große Halle schon haben^^. Aber dann auch mit Winky (hart besoffen, Butterbier), Dobby mit vielen Socken, Teewärmer etc.. Vllt. dann noch angeschlossen der Hufflepuffgemeinschaftsraum? Der war da ja auch um die Ecke, bei den Fässern. Aber das wäre halt ein späteres Buch – und Lego scheint die nicht zu mögen :/.

  2. Ich habe ein Angebot bei thalia Österreich. Ich würde die Kammer des Schreckens für 104,35€ bekommen. Ist das ein guter Deal sollte ich das machen, wenn ich das Set gerne hätte?

  3. Die „alten“ und die „neuen“ hogwarts haben jeweils ihre Vorteile.
    Das Hauptproblem ist halt aber, dass man das alte System nach ziemlich kurzer Zeit und nur halbfertig einstampft und neu anfängt.Leider r sehr fragwürdig…

    • Ist das denn sicher, oder wird da einfach eine Pause wegen dem 20jährigen Setjubiläum gemacht, und dann im nächsten Jahr geht es mit dem „alten“ Konzept weiter? (Würde ich Vermutungen anstellen, dann kommen im ersten Halbjahr noch Erweiterungen zu dem „neuen“ Konzept und dann im zweiten Halbjahr wird das „alte“ Konzept wieder aufgegriffen)

    • Ich finde die Zeit für eine erweiterbare LEGO Serie nicht sehr kurz (2018 – 2021, und da die alten Sets ja noch am Markt sind kommt man auf fast vier Jahre). Die meisten Kinder werden nach dieser Zeit dann auch das Interesse verlieren / rauswachsen und werden sich ja nicht 10 Jahre lang immer ein großes Harry Potter Set zu Weihnachten wünschen um die Mauer zu ergänzen. Kinder, die jetzt erst in das Alter oder zu Harry Potter kommen haben eine immer kleiner werdende Chancen alles aufzuholen. Hinzu kommt noch, was hat am alten System denn noch gefehlt? Man kann eigentlich keine ikonischen Teile von Hogwarts mehr nennen, die sich gut in das Mauersystem einpflegen ließen. Ein generischer Turm mit Ravenclaw-Gemeinschaftsraum zieht vermutlich nicht so vom Setnamen her wie „Große Halle“, „Astronomieturm“ oder „Glockenturm“. Etwas darunter zu bauen würde auch dann erst Sinn ergeben, wenn man unter jedes alte Gebäude etwas baut, sonst ist das System auch wieder hin. Ein zerstörter Hof passt in dem Sinne ja auch nicht ins System, sondern müsste vor die Große Halle gebaut werden – passt also im alten System auch nicht so richtig da hin. Zudem wurde das alte System auch immer unförmiger und kaum noch irgendwo in einem normalen Regal unterbringbar. LEGO denkt hier doch im Prinzip an die Kernkundschaft, nämlich die Kinder. Und da ändern sich die Kunden eben alle 4-5 Jahre. Wenn man dann eh was Neues macht, kann man ja auch einen anderen Ansatz wählen. Eine relativ ähnliche Neuauflage der alten Großen Halle hätte ja auch keinen von uns aus den Latschen gehauen.

      • Hm, ich weiß nicht, du gehst halt per se davon aus, dass Fans nach ein paar Jahren das Interesse verlieren. Erfahrungsgemäß ist das bei HP-Fans aber eher nicht der Fall – schließlich ist auch die ganze Buchreihe von einem „Kinderbuch“ bis zu nem ziemlich brutalen Thriller in den letzten Bänden durchaus ziemlich entwickelnd. Das kannst ja nicht alles dem 6 Jährigen auf einmal in die Hand drücken ;). Es gibt auch ziemlich viele, die von Kindheitstagen bis zum Erwachsenenalter Fans geblieben sind.

        Und zu möglichen Sets hab ich unten noch was geschrieben – gerade Gemeinschaftsräume sind definitiv was ziemlich begehrtes, denke ich. Das ganze könnte man ja auch recht gut mit einem modularen System zusammensetzen (sprich nicht zwangsläufig einen kompletten Turm, sondern halt verschiedene Räume usw., die man dann stapeln kann). Dazu wird das Set heute deutlich unzugänglicher (40€ höherer UVP im Vgl. zur großen Halle – und ja, auch der absolute Preis ist gerade im Kinderbereich sehr relevant). Ja, wenn man alles sammeln will, ist es schwieriger, wenn es ne lange Serie ist. Aber ich halte das für ein geringeres Problem, solange die zugehörigen Sets weiterhin zu ordentlichen Preisen verfügbar sind. Ob der ikonischen Namen, ich weiß nicht – ich würde behaupten, die meisten gucken sich die Bilder usw. schonmal an.

        Was z.B. den zerstörten Hof o.ä. angeht: Es muss ja nicht alles gleichzeitig zueinander passen. Bzw. es ist ja durchaus möglich, z.B. die große Halle umzubauen, um sie kompatibel zu machen (wie es ja z.B. bei der Festung Blaustein passiert). – wäre aber eh nur die Entfernung des unpassenden Bootsanlegers & fertig. Dann könnte man direkt auch das – durchaus ikonische – Bootshaus mit nem sterbenden Snape usw. als Set veröffentlichen.

        Ob Lego hier wirklich an die Kinder denkt? Mich würde ja mal interessieren, an welche Gruppen sich diese Sets vor allem verkaufen (Kinder oder Erwachsene). Der Platzbedarf im Regal dürfte bei Kindern aber nahezu irrelevant sein – eher Platz aufm Fußboden^^. Und ich halte die Spielmöglichkeiten für deutlich eingeschränkter, da einfach unfassbar wenig Spielfläche vorhanden ist.

        Was eine Neuauflage der Großen Halle angeht: Solange man da keine richtig gute Idee hat, ist das natürlich nicht notwendig. Da kann man ja schlicht die alte weiterverkaufen & sich anderen Themengebieten im HP-Universum widmen.

        Und drunter bauen: Warum denn nicht unter alle was drunter bauen? Da gibts doch locker genug Themen – Küche inkl. Hauselfen, Kammer des Schreckens, Verliese inkl. Klassenzimmer, Slytherin- Gemeinschaftsraum, Hufflepuff Gemeinschaftsraum (bei der Küche). Und so riesige Sets müssten das nun auch nicht sein, schließlich haben die bisherigen Sets jetzt auch keine riesigen Bodenflächen – außer vllt. die große Halle, aber ein großes Set gibts ja quasi immer.

        Insgesamt: Ich kann deiner Kernthese schlicht nicht folgen, dass sich die Kundschaft gerade im HP-Franchises alle 4-5 Jahre komplett ändert, nicht nachvollziehen.

        • Die Dauer der Kundschaft bezog sich ja nicht auf alle Harry Potter Fans, sonder darauf, wie lange Kinder intensiv bei LEGO sind. Klar gibt’s da Kinder (wie mich damals auch), die sich von 6 bis 14 Jahren nur LEGO zu allen Geburtstagen und Weihnachten wünschen. Aber deshalb bin ich ja auch jetzt wieder hier. 😀 Die meisten Kinder in meinem Umfeld hatten damals zwar auch LEGO, aber eben nur „auch“, neben vielen anderen Spielzeugen. Ich glaube, dass 4-5 Jahre intensive LEGO Zeit im weltweiten Schnitt bei Kindern eher noch zu hoch gegriffen ist.

          Und unter alle Module was drunter bauen: Klar wäre das für uns cool. Ich sammle ja seit 2018 auch alle Hogwarts-Sets. Aber wer fängt denn damit jetzt noch an wenn er/sie neu dazu kommt? Was andere Hersteller bei der Burg Blaustein machen würde ich auch nicht als weltweit in den Stückzahlen die LEGO absetzt als funktionierend ansehen. Das ist eben etwas, das in kleiner Stückzahl für eine Gruppe von Nischenfans funktioniert. Und da ist es doch dann auch gut für die Leute, die das mögen. Bei LEGO geht es aber eher darum, wenn die Großeltern vorm Regal im Spielzeuggeschäft stehen und ein Geschenk suchen. „Große Halle“ und vor allem „Kammer des Schreckens“ haben dann die ein oder anderen mal gehört, vor allem, wenn die Enkel immer von Harry Potter erzählen (meine Großeltern kannten auch nicht ganz freiwillig den kompletten Star Wars und Bionicle Kanon als ich noch klein war :D). Es suggeriert aber auf jeden Fall auch ein vollständiges, eigenes Set. Da kauft niemand ein Set auf dem steht „wenn ihre Enkel diese fünf Sets besitzen können sie mit diesem Ergänzungspack das Schloss in den Zustand der Schlacht von Hogwarts umbauen“. Und LEGO muss eben viel mehr auf die Gelegenheitskäufer weltweit achten, weil sie ihre über Jahre aufgebauten Stückzahlen eben nicht nur mit den Ultrafans absetzen können.

          • Also das große Hogwarts geht ja auch schon in Richtung Nischenfans. Und der große Falke und Sternzerstörer bei Star Wars Sets sind definitiv vom Preis und damit von Auflage auch keine Massenmodelle…
            Das eine schließt das andere ja nicht aus.

          • Die drei großen Sets die du nennst sind ja aber zielgruppentechnisch ganz anders angelegt. Das ist die Gruppe „Ich stelle mir mal ein imposantes Modell ins Wohnzimmer weil das cool ist / mal was anderes“. Das ist eine andere Nischengruppe als „Ich hätte gerne eine riesige modulare und stetig erweiterbare Spielwelt, die ich mir auf 2m² (oder mehr) aufbaue. Letzteres ist aber eben stark in der aktiven AFOL Community zu finden, weshalb dieser Wunsch hier in den Kommentaren auch eher überrepräsentiert sein dürfte. Ähnliche Beispiele sind dann Eisenbahnen, Burgenlandschaften und so weiter. Aus wirtschaftlicher Sicht (Produktion, Logistik, Vertrieb,…) dürfte es auch allemal rentabler sein, für eine Nischengruppe ein einzelnes, dafür aber riesiges 500€ Set auf den Markt zu bringen, als viele kleine erweiterbare Sets zwischen 20€ und 150€.

          • Also ich glaube, der Zielgruppe ists relativ egal, ob es jetzt ein Riesenset für 400 -800 Euro ist oder nach und nach 3,4 Module zu je 200€.

            Imposant ist am Ende beides.

            Dass BB gerade die Burg Blaustein modular verkauft dürfte in erster Linie auch aktuell v.a. Produktionstechnische und dann nur sekundär Marketinggründe haben.
            Manhatten haben sie jetzt auch mal als Gesamttrümmer angeboten.

          • Und da große Sets mehr denn je in Bauabschnittstüten kommen, gibt es sich auch nicht viel. Die beiden Teile des großen Hogwarts hätte man genauso gut in 2 Kartons als einzelne Sets bringen können – wäre in Summe aufs Gleiche rausgekommen….

          • Ich weiß grundsätzlich was du meinst, sehe es aber anders: Auch eine Kammer des Schreckens z.B. als eigenständiges Set wäre ja eben eins: eigenständig. Gleichzeitig richtig gut gemacht, entsprechend episch und mit tollem Aufbau – und halt dann so kombinierbar, dass man da die große Halle oder ein anderes Gebäude drauf packen kann. Kann – nicht muss. Es hindert Lego doch niemand, dass Set auch nach oben abgeschlossen zu bauen und wenn man es kombinieren will, nimmt man halt 5 Teile weg & hat sie extra? Das gleiche mit der Küche oder den Gemeinschaftsräumen. Es müssen ja nicht alles 100€+ Sets sein. Ich bin mir aber wirklich sicher, dass nen toller Gryffindor-Gemeinschaftsraum für sagen wir mal 40-50€ definitiv seine Fans finden würde. Oder auch kleiner, dann aber stackable mit netten Klassenzimmern – was man am Ende als Kombi dann als Turm zusammenbauen kann. Durchaus auch gerne mit dem „neuen“ System. Das sind dann auch eigenständig bespielbare Sets und im Prinzip hätte man dann sogar mehr Variabilität/besseres „Mitbringselpotential“ als mit einem sehr großen Set.

            Bei dem „Erweiterungspack zum Umbau“ magst du Recht haben, so meinte ich es aber nicht^^. Mir ging es mehr um eine z.B. kompatible große Halle. Die auch für sich selbst stehen kann – als zerstörte Halle oder zerstörbare Halle, mit Sollbruchstellen, den Figuren usw.. Oder der Treppenturm oder oder oder.

    • Naja, Teile des alten Systems sind abgekündigt, es ist sehr, sehr unwahrscheinlich, dass Lego ein neues System etabliert um nen Jahr später wieder zu einem älteren springt. Sonst hätten sie – denke ich – etwas entsprechend dazu geschrieben und/oder auch Teile für das alte System gebracht.

    • Ich vermute auch, dass das neue System das alte ersetzen könnte. LEGO muss bei einem Thema, das sich primär an die jüngere Zielgruppe richtet und für das immer neue Fans „nachwachsen“, eben alle paar Jahre einen wie auch immer gearteten Neustart wagen, weil diese dann auch gerne eine große Halle usw. haben wollen.

      Gleichzeitig muss man die Bestandskunden irgendwie bei Laune halten. Das ist nicht unbedingt einfach, und LEGO hat hier die Priorität wohl auf die Neukunden gelegt. Allerdings gibt es ja auch Leute wie mich, die bei dem alten System immer gedacht haben: „Wo soll ich das bloß hinstellen?“
      Warten wir einfach mal ab, was kommt. 🙂

      • Hm, also ich wüsste da ne relativ einfache Methode: Die alten Sets der Modulreihe entweder beibehalten – oder halt ab und an neu auflegen. Eine Serie neu auflegen ist nicht wirklich notwendig, um auch einen Einstieg für „neue“ zu ermöglichen. Zumal man sagen muss: Die Große Halle ist erst dieses Jahr „raus“ & noch problemlos sogar mit Rabatt erhältlich.
        Eine künstliche Inkompatibilität (aka andere Maßstäbe, andere Farben usw.) ist schlicht und ergreifend der Wunsch, dass auch die Leute (bzw. ein gewisser Prozentsatz) die neuen Sets auch kaufen. Ich sehe es eher als ein „Scheiß auf die Altkunden, von denen haben wir Geld, vmtl. kaufen sie auch nochmal, und wenn nicht – pgh).

        Besonders schade finde ich übrigens, dass man die späteren Filme/Bücher ziemlich ignoriert (bei den größeren Sets – ich weiß, dass es mal den Drachen gab & Voldemort & Grawp & Aragog, aber die Sets haben nie wirklich irgendwo hingepasst in meinen Augen). Warum nicht eine verwüstete Große Halle aus der Schlacht um Hogwarts? Das Grab Dumbledores? Das Haus der Malfoys? Askaban? Die Heulende Hütte? Das Labyrinth? Verschiedene Minifigtaugliche Klassenzimmer (integrierbar in das alte System^^)? Die ganzen Gemeinschaftsräume? Der Raum der Wünsche in verschiedenen Ausprägungen (z.B. der Versteckraum) oder das Bad der VertrauensschülerInnen? Der große See mit den Meeresmenschen & den „Entführten“? Usw. usf.. Es gibt soo viel, worauf man sich konzentrieren könnte, anstelle immer wieder die Aufgüsse des immer gleichen Zeugs. Ach ja: Der Weg zu dem Stein der Weisen in geil wäre auch noch was.

        • Dass gerade die HP-Serie alle paar Jahre mal grundlegende Veränderungen braucht, kann ich da durchaus verstehen.
          Man sieht ja, dass man mit jeweils unterschiedlichen Grunddesign und Maßstab eben auch ganz andere Akzente setzen kann,
          Aber aber man sollte so einen Reboot deutlich besser gestalten: Entweder man bemüht sich einen gewissen kontinuierliche Übergang zu machen, dass zumindest eine gewisse Kompatibilität gewährleistet ist. Oder wenn das nicht möglich ist, dass man zumindest erst wirklich das alte System möglichst vollständig ausreizt.

          • @Tobias: Bisher sind ja nur ein paar Basic-Sachen da gewesen, was Gebäude usw. angeht. Man kann ja auch richtige Erweiterungssets bringen, z.B. ein Unterteil für die Große Halle (ähnlich wie jetzt die KdS, aber als eigenständiges Set) – entweder als KdS (wenn auch „falsch“/unkanonisch) oder als Küche. Den Kerker inkl. Slytherin-Gemeinschaftsraum. Allgemein: Die Gemeinschaftsräume. Da gibt es sehr viele Fans von (logischerweise), die „ihren“ Gemeinschaftsraum haben wollen. Ravenclaw + Gryffindorturm. Die Gewächshäuser (da könnte man sogar Leute dazu gewinnen, die mit HP nicht viel am Hut haben). Die Hauptgebäude – Hogwarts besteht ja nicht nur aus Türmen, sondern auch aus anderen (Haupt-Gebäuden. Einpassbare Klassenzimmer wären auch nicht schlecht – vllt. sogar in dem neuen Konzept, d.h. als Blöcke kombinierbar, mit denen man dann zusammen ein relativ massives Gebäude zusammenwursteln kann? Warum nicht Lockhards Klassenzimmer? Oder das von Lupin? Das Zaubertrankzimmer? Die Bibliothek? Die Eulerei? Ein paar Außenflächen inkl. Brunnen?
            Abgesehen davon gibts ja auch noch viele Sachen außerhalb von Hogwarts, die auch sehr ikonisch sind & die noch absolut fehlen. Z.B. Gringotts, das Ministerium, Malfoys Landsitz, Askaban (ok, ich wiederhole mich im Vgl. zu oben).

            So scheint mir halt Lego exakt die Strategie wie bei Star Wars durchzugehen: Gefühlt fast immer die gleichen Modelle (X-Wing, Y-Wing, Ties).

        • „Warum nicht eine verwüstete Große Halle aus der Schlacht um Hogwarts?“

          Ich schätze, die bekommt jede/r Dreijährige auch ohne Anleitung hin… Aber mal im Ernst: Viele Eltern haben den berechtigten Anspruch, dass das Spiel mit LEGO die lieben Kleinen ausgleicht, entspannt. Ob das beim Nachspielen düsterer Szenen noch gegeben ist? Ich glaube schon, dass LEGO diesbezüglich im ständigen Austausch mit ausgewiesenen Elternvertreter*innen steht.
          Und die Grown-Up-HP-Fans? Vielleicht ist das für LEGO nach wie vor ein zu großer Widerspruch…
          Nicht zuletzt: So eine drunter & drüber Hogwarts-Küche mit besoffenen Elfen und Dobby mit Teewärmer auf dem Kopf mittendrin – her damit! Gerne dick als 18+ gekennzeichnet, aufdass keine Themen unkundigen Verwandten auf die Idee kommen, den unschuldigen Nachwuchs mit dem gayen Zeugs zu erschrecken (The scandal, the outrage! 😉 )

          • Naja, ich meine halt schon in geil, dazu die passenden Figuren usw.. Ja, gerne als 18+ Set, da macht Lego ja auch ohne Ende im Moment. HP ist ja nicht für umsonst viele Jahre alt inzwischen, da gibts durchaus „einige“ Erwachsene Fans, erst Recht, weil auch die meisten jungen Fans die Bücher gelesen haben werden (oder die Filme). Sie müssen ja nicht unbedingt zerfleischte Figuren dazu packen oder so, aber warum nicht auch mal was düsteres? Sie hatten schließlich schon Folterdroiden, Nazis und Co in anderen Bereichen :D.

          • @ Fantasy
            Nun bin ich weder Kinderpsychologe noch Erziehungswissenschaftler, und auch wenn deren Empfehlungen von Land zu Land oft divergieren, kommt LEGO nicht umhin, allgemeingültige Grundsätze zu formulieren. Es ist ja LEGOs erklärtes Ziel, die ganze Familie zusammenbringen zu wollen. Und so wie ich LEGO verstehe, bedeutet das spätestens seit Mitte/Ende der 2010erjahre, dass für die älteren Generationen nichts auf den Markt kommt, wofür sich auch die jüngeren interessieren könnten, das für diese von Erziehungswissenschaftler*innen aber als ’nicht unproblematisch‘ eingestuft wird.
            Produktionen wie ‚Stranger Things‘ hatten nie ein Kinderpublikum. Daher ist gegen einen Kinderfresser als Minifigur auch nichts einzuwenden. Letztendlich beschränkt sich LEGO hier aber aufgrund seines Selbstbilds auf Ausnahmen. Eine Entscheidung, hinter der auch ich mit Blick auf die TECHNIC Osprey stehe. Es wären also, sofern Bedarf besteht, Alternativhersteller gefragt. U.a. da machen sie meinetwegen auch Sinn.

          • @Hagen: Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe. Du meinst, dass Lego, sofern die Sets für Kinder attraktiv sein könnten, nur vollkommen „unproblematische“ Sets auf den Markt bringt/bringen will? Hmmm, also ich weiß ja nicht. Wenn ich mir z.B. die aktuellen 4+ Sets ansehe:
            76189 – ich stecke nur wenig in Marvel drin. Aber Hydra ist ja u.a. eine im NS verankerte Organisation, die dafür Waffen usw. entwickelt hat. Ich weiß ja nicht, was daran jetzt vollkommen unproblematisch ist.
            Diverses Kriegsgedöns (Star Wars), natürlich auch vorhanden.
            76158 – eine der beiden Figuren betreibt Gladiatorenspieler und ist Waffendealer.
            Nur mal ein paar Beispiele -> ich bin mir echt unschlüssig, wo da das Problem bei den HP-Sets sein sollten. Wie gesagt, die brutalen Szenen kann man gut und gerne ein wenig verharmlosen (wir brauchen keine zerfleischte Lavander, aber nen betrunkener Hauself ist doch nun echt kein Problem …). Die Filme – selbst die spätesten – sind FSK 12.

            P.S.: Ich hab kein Problem mit den vorhandenen Sets. Wer noch nie mit Lego sich ne „Waffe“/nen Kriegsschiff o.ä. gebaut hat, werfe den ersten Stein^^.

          • Weil es hier oft um die Küche geht: Die kommt im vierten Film ja gar nicht vor, im Gegensatz zum Buch. Ebenso kommen Winky und S.P.E.W nicht vor. LEGO besitzt aber nur die Lizenz an den Filmen, nicht an den Büchern und könnte somit wahrscheinlich z.B. gar keine Winky Minifigur auf den Markt bringen.

          • @ Fantasy:
            Bei City gibt es hauptsächlich Energydrinks, bei Friends massenhaft Chunkfood. Im englischen Original von Ninjago darf in den Pool gestrullt werden, in der deutschen Fassung darf an gleicher Stelle der Teddybär mit ins Bett genommen werden… Die Einschätzungen von diplomierten Beratern zum Thema ‚kindgerecht‘ variieren von Land zu Land, von Zielgruppe zu Zielgruppe. Nimms mit einem Augenzwinkern und bau‘ dir deine HP-Welt einfach so, wie du sie möchtest 😉

          • @Tobias: Gibts dazu ne zuverlässige Quelle? Ich habs schon öfter in Kommentaren gelesen – aber Kommentare sind Kommentare ;). Sinistra kam z.B. auch nicht wirklich vor (wird dort nicht erwähnt). Ich meine auch, dass diverse kleinere Szenen so auch nicht im Film, sondern nur im Buch vorkamen. Aber da muss ich auch mal die Filme nochmal konsumieren^^.

            @Hagen: Ja, natürlich macht man das. Aber ich halte die Argumentation halt für völligen Quark, da läuft irgendwas in der Argumentation schief. Und ich kann mir auch echt nicht vorstellen, dass das von „Experten“ kommt, zumindest nicht von unabhängigen. Sorry.

          • LEGO schrieb in einem Statement von 2020: „Our partnership to create Wizarding World sets is with Warner Bros, not JK Rowling. Warner Brothers receives the royalty fees from the sales of LEGO Harry Potter sets.“ [1] Warner Bros. hatte sich bereits 1998 die Filmrechte gesichert. Für alles weitere müssten wir jetzt die Lizenzverträge einsehen können.
            Sinistra ist in den Filmen mal im Hintergrund zu sehen (Bild), auch Florean Fortescue (Bild) ist einmal ganz kurz zu sehen. Sein Outfit aus der Winkelgasse ist auf jeden Fall aus genau dieser einen kleinen Filmszene entnommen. Man könnte sogar noch eine Minifigur von Prof. Vector herausbringen, da sie ebenfalls mal kurz Lehrertisch in der Großen Halle sitzt. Aber grundsätzlich reden die Lizenzgeber ja immer auch noch mit. Das ist bei Star Wars oder Marvel (Q&A von Mark Stafford) ja nicht anders.

          • @ Fantasy:
            Was du und ich für ‚Quatsch‘ halten und ausgewiesene Experten als ‚jugendgefährdend‘ deklarieren… 😄

          • Sinistra ist NICHT zu sehen. Bzw. präziser: Es wird von Fans vermutet, dass das Sinistra wäre – ihr Name fällt aber kein einziges Mal in den Filmen. Das bedeutet, dass es Sinistra sein könnte – oder jemand anderes. Siehe z.B. hier: https://harry-potter.fandom.com/de/wiki/Aurora_Sinistra Werde beim nächsten Schauen von HP aber nochmal dezidiert darauf achten ;).

            Die Aussage bzgl. Bezahlung an Warner sagt doch garnix aus? Warner hat die Rechte an der kompletten Wizarding World – und zahlt anschließend an JKR. Die Wizarding World umfasst AUCH die Bücher. Sieht man auch ganz gut auf der Website ;). Ich sehe da jetzt absolut keine Bestätigung, dass man da nur Rechte hat, basierend auf den Filmen etwas zu produzieren.

      • Ich finde, die Gebäude des „alten“ Konzepts können prima für sich alleine stehen und bilden in sich etwas Rundes. Beim „neuen“ Konzept sind die Erweiterungen kleine Schachteln, die das Hauptset („Kammer des Schreckens“) ausbauen sollen. Klar, man kann sie auch vignettenartig aufstellen, aber ich finde, sie kommen erst in Kombination relativ gut rüber.

        Bin jedenfalls gespannt, inwieweit dieses Puppenhaus-Erweiterungskonzept ergänzt wird, und ob das „alte“ Konzept doch noch wieder aufgegriffen wird. Aktuell sehe ich jedenfalls keinen Anlass mir die Jubiläumssets zu holen.

        • Genau so sehe ich es auch.
          Die alten Sets sehen super in der Vitrine aus.
          Ich werde definitiv bis nächstes Jahr warten bevor ich ein neues Schlossset kaufe.
          Hogsmeade werde ich aber schon mit Rabatt holen.

          Ich finde es schade dass Lego nicht erst andere Sets rausbringt bevor wieder das gleiche nochmal kommt.

  4. Erstmal: tolles Review ❣

    Sind wir AFOLs (oder auf gut deutsch ELFen) mal ehrlich: Wir basteln uns die HP-Welt so, wie sie UNS gefällt.

    Das ‚gemeine‘ Kind an sich nimmt die Sets so, wie sie sind und spielt dazu die Geschichte, wie es sie aus Buch und/oder Filmkennen gelernt hat.

    Wir ‚alten Hasen‘ haben an Allem was zu kritisieren (ich auch).

    ABER: wir haben (meistens) die Steine, um uns das alles so zurecht zu basteln, wie wir es gut finden.

    Also: kaufen und zurecht zimmern oder nicht kaufen.

    Ich kaufe (alleine der Vollständigkeit halber) und werde in ca. 2 Jahren eine wundervolle HP-Welt zusammen gebastelt haben (der Raum ist noch in Planung).

    Ich freue mich drauf 🥰

  5. Ich hoffe ja ein bisschen darauf, dass die alte Serie ergänzt wird. Aber falls nicht, würde ich mir für die neue zumindest die vier Common Rooms wünschen, damit man hier ein paar Schüler der Häuser sammeln kann.

    Die Halle bzw. die Kammer werde ich mir zwar nicht holen, aber den Vielsafttrank hab ich mir gekauft, allein schon wegen Katzen-Hermine und Crabbe und Goyle. Und das zu nem sehr fairen Preis.

  6. Für mich sind die kombinierten Sets weder ein tolles Spielset und schon gar nicht ein schönes Display. Nur, weil es platzsparend ist und aufgrund der geringen Tiefe in ein Regal passt, ist es für mich noch lange kein Set das sich lohnt.

    Für ein Spielset sind die „alten“ doch wesentlich besser geeignet. Die Spielfläche lässt es zu, dass man vor und hinter dem Set die Abenteuer nachspielen kann. Und nicht in einer Puppenhausfassade. Auf und abgebaut ist es dank der Modularität in kurzer Zeit. D.h. es nimmt nicht dauerhaft viel Platz weg.

    Als Display ergibt es für Fans einfach mal so überhaupt gar keinen Sinn. Die Front ist alles mögliche, aber kein Hogwarts. Im reduzierten Zustand von oben genannten 200 EUR fehlen gerade mal noch 100 – 130 EUR um ein richtig geiles Hogwarts zu kaufen.

    Bis auf den „glow in the dark“ Nick kann ich HP Fan den Sets nichts positives abgewinnen.

    Das mag jeder anders sehen und sicherlich werden viele Kids ihren Spass daran haben – letztlich war die alte Modulserie in meinen Augen aber deutlich stärker.
    Mal sehen was die Zahlen sagen: wir die erste Welle schlecht angenommen, haben die folgenden natürlich einen extrem schweren Stand. Wer sollte sich Erweiterungen kaufen, für etwas wo einem die Basis schon nicht zusagt.

  7. Ich finde es zum Spielen Perfekt! Wahrscheinlich werde ich mir die Sets günstig kaufen und dann ein/zwei Klassenzimmer Kulissen (oder was anders von Harry Potter) bauen um dann einen Brickfilm zu drehen.
    Danke für das Tolle Review

  8. Ein wirklich sehr unterhaltsames Review! Dankeschön 🙂 Ich bin mir trotzdem noch nicht ganz sicher was ich von den Sets halten soll. Die Figuren aus der Kammer des Schreckens, dem Vielsafttrank und der Flugstunde hätte ich sehr gerne, aber ob es mir das wert ist alle Sets zu kaufen weiß ich noch nicht so recht.

  9. Typisches Puppenhaus, das im Boxdesign erweiterbar ist. Als Spielset für die eigentliche Zielgruppe durchaus brauchbar, aber als Displaymodell finde ich (trotz des Mehrbedarfs an Platz) das „alte“ Konzept besser. Highlight ist natürlich die Glow-In-The-Dark Minifigur. Die goldenen Jubiläumfiguren locken mir nur ein müdes Gähnen hervor, da das Konzept schon bei Ninjago verwendet wurde. Hier hätte man sich die Froschkarten sparen können und den Figuren z.B. ein transblingblingblau Aussehen verpassen können. Wer weiß, vielleicht kommt das dann beim 25jährigen…

  10. Herrje, wann hatte ich den Artikel gelesen? Gegen 23.30 Uhr? Und jetzt schnackelt es erst mit den Törtchen… Das hat mich offensichtlich nicht schlafen lassen 😉

  11. Hat Professor Quirrell denn kein Wendegesicht? Das wäre schade. Und wie sieht eigentlich die Kompatibilität mit der letzten Serie aus? Ich hab die Techniksteine an der Seite zwar gesehen, aber es noch nicht ausprobieren können.

    • Quirrell hat ein Wendegesicht (siehe zweites Galeriebild beim Set 76395), die Kompatibilität ist gegeben (siehe Text Abschnitt 2). 😉

  12. Sehr schönes, ausführliches Review. Hat Spaß gemacht zu lesen. Und Glückwunsch zu den vielen verschiedenen Sammelkarten 😉

    • Danke Daniel, ich muss Deines jetzt auch unbedingt mal lesen – wollte mich nur vorab nicht zu sehr beeinflussen oder gar entmutigen lassen. 😄

  13. Leider finde ich 76389 Kammer des Schreckens auch nur mittelmäßig.

    Es wäre okay, wenn nicht auf Anhieb das originale Layout der Kammer (wie im Set 4730 gut abstrahiert) aufgebaut ist. Aber wenigsten durch verschieben und umstecken. Das Lego so etwas mal konnte, haben uns Sets wie der grandiose 10244 Fairground Mixer oder Chima Phönixtempel gezeigt.

    Bisher glaubte ich immer, unter der Großen Halle befindet sich die Küche von Hogwarts ..

    Schwach ist die Statue von Salazar. Sehr klobig, keine Drucke; auch kann Harry den Endkampf nicht darauf führen ..

    Bleiben nur die Sachen rund um Lockhart, die sind ganz witzig. Verstehe aber auch hier nicht, warum nicht die Kobra vom Guru (aus der Minifigserie) genommen wurde ??? Was aus Spielsicht für Kinder auch fehlt, ist ein Käfig für die Pixis.

    Mit 9 Jahren hätte es mir wohl gefallen, da nimmt man es nicht so genau. Doch dann hätten es noch weniger Zierde (kleinste Türmchen usw.) sein dürfen, unnötige Sinistra. Dann lieber deutlich günstiger als für diesen viel zu hohen Preis! Denn mindestens „Misslungener Vielsafttrank“ muss noch dazu (und die MM) .

    • Ja, eigentlich ist unter der Großen Halle die Küche. Aber LEGO kann ja nicht erst einen ganzen See rausbringen, bevor man dann die Kammer des Schreckens darunter setzen kann. 😀 Ich denke mal innerhalb der Zielgruppe ist das kaum relevant, mir hat es als Kind in den 2001-2002er LEGO Harry Potter Wellen zu Teil 1 und 2 auf jeden Fall nichts ausgemacht und damals war die Kammer des Schreckens auch schon darauf auslegt unter der Großen Halle aus dem Vorjahr platziert zu werden.

  14. Sehr schönes Review. Ich habe zwar selbst nicht großes Interesse an der HP Serie, aber gut gemachte Lego Sets anschauen ist immer schön und ich muss mich ja auch mal informieren was es so für meine Tochter neues am Markt gibt.
    Im Allgemeinen muss ich sagen, ich denke die Sets sind wieder mehr für Kinder gemacht und kann da nen bisschen verstehen wenn erwachsene HP Sammler ein wenig enttäuscht sind.
    Als Kind hätte ich mich über so tolle Sets wahrscheinlich sehr gefreut.
    Was ich bei den Sets vermisse ist eine Art Klappmechanismus den man vielleicht noch einbauen könnte, damit man das Schloß geschlossen bekommt. Ist aber villeicht auch nur meine Meinung als AFOL, Kinder mögen das ganz anders sehen. Zum Bespielen mag der Puppenhausstil besser sein.
    Das mit den Karten finde ich auch eine schöne Idee wenn man sich dadurch nicht gezwungen sieht alles zu sammeln. Wenn ich da ohne den Vervollständigungs Gedanken ran gehe, dann ist es doch eine nette Dreingabe.

    • PS. beim Vielsafttrank hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen: „Die Minifigur wartet deshalb mit einem neuen Katzenkopf auf, durch den Hermines ebenfalls enthaltener, regulärer Kop ersetzt werden kann.“ => müsste wohl Kopf heißen

  15. Chamber of scare?

    Es gelingt mir nicht, das Set „schön zu reden“, nachdem ich den Film am WE nochmals gesehen habe. Und jetzt ist mir klar, woran das wohl besonders liegt:
    Es hat kein Geheimnis – die Kammer ist immer sichtbar. Das fällt vielleicht wegen der Misslungenen Übersetzung (noch ein fälliges Ergänzungs-Set) ins Deutsche nicht sofort auf. Als Kind hätte mich total fasziniert, wenn man Hogwarts auf-/umklappen müsste, um die gesuchte, aber gut versteckte Kammer zu finden. Und auch das Vieh (der Basilisk), hätte darin verschinden müssen (selbst wenn der Basilisk noch kürzer und schmaler wäre).

    Soetwas hat Ninjago 70643 Temple of Resurrection z.B. gut hinbekommen.

    • Fazinierend ist auch, das für das Buch eine Altersempfehlung ab 10 gilt, und der Film eine FSK 12 hat. Schlecht, das Lego so etwas untergräbt. Wobei auch einige 4+ Sets schon früh beinharte Themen reindrückt.

    • Störst du dich gerade an der „Kammer des Schreckens“? So lautet nunmal die offizielle Bezeichnung in der deutschen Version. Auch wenn ich sehr gerne Lego kritisiere – da musst du dich wohl an Klaus Fritz wenden – da hat Lego nix mit zu tun.

      Zu dem „Rest“: Prinzipiell ja, aber das ist dann denke wirklich schwierig umsetzbar, gerade als Spielset. Und nur, weil man es als spielende Person sieht, heißt das ja gerade nicht, dass die Figuren das sehen (müssen) :). Wenn man danach gehen würde, müsste man auch überall Mauern haben und so. Fände ich geil – für mich – aber als Spielzeug eher kontraproduktiv^^.

  16. Ich finde die „neuen“ Sets kommen an die alten (2018er) nicht heran –

    Wobei das in meinen Augen „nur“ an dem „blockigen“ Design der neuen Welle liegt.

    Ansonsten finde ich die neuen Sets (im Rahmen der Teilzahl) durchaus ansprechend. Super Figuren (immer wieder neue Charaktere, für die in alten sets oft kein Platz war… – Wichtel find ich großartig)

    Natürlich ist die Halle zu klein – war aber die 2018-er im Prinzip auch (ich werde beide kombinieren und eine wirklich große daraus machen – so wie ich mir sowieso ein „custom“ Hogwarts bauen möchte – da kombiniere ich alte und neue Welle…

    Ach ja – die Hoffnung, dass die alte Welle fortgesetzt wird möchte ich zerstören.

    In Henrys (klemmbausteinlyrik) Interview (fan media days) haben die Designer bestätigt, dass die alte Welle auf drei Jahre angelegt war – und jetzt ein „Neustart“ fällig war.

    • Sehr ärgerlich das beliebte und erfolgreiche Konzept durch das hier zu ersetzen. Das sieht tatsächlich nicht wie Hogwarts aus und die Große Halle ist ein absoluter Scherz. Die Kammer des Schreckens ist so lala. Der Basilisk und die Wichtel gefallen mir sehr gut. Die Schlangenköpfe, das Tor zur Kammer und Nick sind auch ganz nett. Das war es dann aber auch schon. Fluffy, Vielsafttrank und Flugstunde werde ich nichtsdestotrotz aufgrund der Figuren kaufen. Hogsmeade gefällt mir im Übrigen sehr, sehr gut und werde ich jedenfalls kaufen.

  17. Großes Lob für dieses Riesen-Review! Meine Meinung zu den Sets: Die Sets selbst haben ihre Highlights. Insgesamt ist das aber für mich (als Afol) aber zu wenig, um schon nach 3 Jahren wieder neu anzufangen. Eventuell hole ich mir die Highlights oder manche Figuren einzeln. Ich hätte mir weitere Erweiterungen zum 2018er Hogwarts Konzept gewünscht. Die neue (alte) Dachfarbe Sandgrün empfinde ich am störendsten für Sammler der 2018er Sets, da man dadurch nur aufwendig mit Teilezukauf eigene Kreationen bauen kann, die zu 2018 passen. Ich kaufe mir nur Hogsmeade, das ist Klasse. Insgesamt ärgere ich mich über den Relaunch. Wie die Sets bei Kindern ankommen (die eventuell 2018 schon haben oder neu mit HP anfangen), kann ich leider nicht sagen. Meine sind für HP noch zu klein. Das wäre aber auch wichtig zu wissen, um eine umfassendere Beurteilung abzugeben.

  18. Herzlichen Dank für das aufwändige und lebendige Review 👍 …herrlich, für mich als Potterhead eine große Freude, Dich beim Schwelgen begleiten zu können 🎉

      • Gerne 😊

        …war mir gestern entfallen, möchte ich unbefugt noch anmerken – die Darstellung vor und nach der Einnahme des Vielsafttrank ist natürlich genial 👌🎊dafür sind die Slider perfekt, vielen Dank !!

  19. Ich bin eigenlich ganz zufrieden mit der Kammer des Schreckens.
    Seltsam finde ich nur das die grosse Halle zusammengebaut anders aussieht als auf dem Karton. Der Fussboden steht nicht halbrund hervor und der eine Fuss der ist schwarz,während er auf dem Karton in der gleichen Farbe wie der Rest des Bodens ist.

Kommentar hinterlassen


E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*


Mit dem Absenden des Kommentars akzeptierst du unsere Netiquette.