Es ist Ende August und 31°C im Schatten. Was gibt es naheliegenderes als sich einen Ventilator zu schnappen und sich von abgestandener Büroluft umwehen zu lassen und dabei eine Review zum LEGO Star Wars 75245 Adventskalender 2019 zu schreiben.

Es wird auch Zeit, denn schließlich stehen seit einigen Tagen schon die ersten Herbstgebäcke in den Regalen und der erste Schokonikolaus wird bald folgen. Also wollen wir mal einen Blick auf den diesjährigen LEGO Star Wars Adventskalender werfen und die Frage beantworten, ob sich die Anschaffung lohnt.

Auspacken und Aufbau des 2019er Adventskalenders

Die Optik und die Verpackung der LEGO Star Wars Adventskalenders 2019 hat sich im Vergleich zu der Verpackung in den Vorjahren quasi nicht geändert: Löst man die Siegel der Box, kann man den Adventskalender aufklappen und dann hinstellen. Dann nimmt das gute Stück zwar ein bisschen Platz weg, aber das soll für diese Review nicht weiter wichtig sein.

LEGO Star Wars 75245 Adventskalender Box

Die perforierten Fächer lassen sich einfach mit dem Finger eindrücken und öffnen. Im inneren befinden sich die auf ein Bild zusammengedampften Anleitungen, die je nach Modell durchaus komplizierter sein können als bei manchem großen Set aus der Ultimate Collector Series. Es gab auch im Jahr 2019 wieder 1-2 Modelle, wo man eher „erraten“ muss, wo bestimmte Steine verbaut werden.

LEGO Star Wars 75245 Adventskalender geöffnet

Ich habe es mir für die Review etwas einfacher gemacht und den Kalender direkt seitlich geöffnet und den Einsatz aus Pappe herausgeholt, der alle 24 Fächer umfasst:

LEGO Star Wars 75245 Adventskalender geöffnet

Wenn man die Box komplett zerstört bekommt man auch eine Übersicht über die gesamten Anleitungen und die enthaltenen Modelle. Das macht es beim Aufbau etwas einfacher, versaut aber natürlich die Adventskalender-Erfahrung völlig.

LEGO Star Wars 75245 Adventskalender Anleitungen

Die Aufbauten an sich gehen (abgesehen von sporadischen Schwierigkeiten) immer fix von der Hand. Wer die täglichen Bau-Erlebnisse künstlich verlängern will, dem lege ich ans Herz die Modelle einfach in der noch verschlossenen Tüte aufzubauen. Ihr braucht dann wahrscheinlich etwa 5 bis 10 mal so lang. Ich habe das mal exemplarisch am Mini-Modell von Ahch-To Island vorgemacht:

LEGO Star Wars Adventskalender in der Tüte bauen

Die restlichen Modelle habe ich aber für diese Review „normal“ aufgebaut und werde mich im Folgenden erstmal den Modellen und dann den Minifiguren widmen:

Die baubaren Mini-Modelle

Insgesamt befinden sich 16 Teile im LEGO Star Wars Adventskalender 2019, die ich als „Mini-Modell“ einstufen würde, die also aus Steinen aufgebaut werden. Mit dabei sind gelungene (und weniger gelungene) Versionen von Fahrzeugen und Raumschiffen, aber auch die üblichen Blaster, Kanonen und sogar eine Mini-Landschaft sind dabei. Die größte Enttäuschung ist sicherlich Tag 13, der lediglich einen aus 6 Teilen bestehenden Maus-Droiden beinhaltet.

Gelungen finde ich die Modelle vom First Order Sternzerstörer, Kylo Rens Shuttle, Poes X-Wing, dem Mynock (bekannt aus dem UCS Millennium Falcon) und dem Cloud City Car. Auch der Gonk-Droide sieht toll aus. Enttäuschend sind neben dem Maus-Droiden auf jeden Fall das Blaster-Gewehr und wohl auch Ahch-To Island. Aber auch vom Quadjumper, der in Episode VII nur 2 Sekunden Screen-Time hatte, habe ich mir ehrlich gesagt kein Micro-Modell gewünscht.

Im Folgenden eine Übersicht über alle Mini-Modelle im Adventskalender:

Wer die Mini-Modelle mag, wird auch dieses Jahr nicht enttäuscht werden. Wer den Kalender (so wie die meisten Fans) eher wegen der Minifiguren kauft, kommt aber auch auf seine Kosten.

Die Minifiguren

Insgesamt liegen dem LEGO Star Wars Adventskalender 2019 sechs „richtige“ Minifiguren bei. Dazu kommt ein Kampfdroide und ein Santa-Porg.

Der wichtigste Grund für den Kauf des Adventskalenders wartet schon an Tag 9 auf uns: der alte Luke Skywalker im Ahch-To Island Outfit. Diese Figur ist bisher vollständig exklusiv in diesem Adventskalender und wird es wohl auch bleiben. Alle anderen Minifiguren sind (abgesehen vom Santa-Porg) so schon in einzelnen oder mehreren anderen Sets vorgekommen. Der Porg besteht abgesehen vom Kopf natürlich nur aus normalen Steinen und ist daher auch nicht exklusiv oder selten.

Als bisher eher seltene Minifigur liegt noch der Cloud Car Pilot bei, der in dieser Form nur im teuren LEGO 75222 Cloud City Set enthalten war. Der Preis der Minifigur wird durch diesen Adventskalender wohl deutlich fallen, aber bis vor kurzem wurde die Figur auf Bricklink für immerhin rund 7,50 Euro gehandelt.

Im Folgenden noch eine Übersicht mit Detailbildern zu allen Minifiguren:

Fazit zum LEGO Star Wars Adventskalender 2019

Würde ich den LEGO Star Wars Adventskalender dieses Jahr empfehlen? Das ist eine schwierige Frage, denn es kommt (wie immer) darauf an. Gehen wir erstmal rein auf den Inhalt ein:

Für Minifiguren-Sammler ist der Kalender natürlich Pflicht, da mit Luke Skywalker immerhin eine komplett exklusive Minifigur enthalten ist, die sich einige auch schon seit dem Release von Episode VIII gewünscht haben. Abgesehen von Luke Skywalker ist natürlich der Cloud Car Pilot noch interessant. First Order Stormtrooper und Kampfdroiden kann man eh nie genug haben und auch zum Rebel Fleet Trooper sagt man nicht nein. Der Mynock lässt sich wunderbar noch am Millennium Falcon unterbringen und einige der Mini-Builds machen sich gut neben den großen Vorbildern im Regal.

Abgesehen davon ist der LEGO Star Wars Adventskalender ehrlich gesagt nur „Okay“, aber immer noch besser als der Adventskalender von 2018, oder auch das Modell von 2017, die im Hinblick auf die Minifiguren kaum etwas zu bieten hatten. Von 2011 bis 2016 gefallen mir allerdings die alten Kalender mit den exklusiven Weihnachtsfiguren besser.

Was sagt ihr zum LEGO Star Wars Adventskalender 2019? Ein Schritt in die richtige Richtung, oder ein totaler Reinfall? Habt ihr Fragen zum Kalender? Wir freuen uns auf eure Kommentare!