Regeländerungen für AFOL-Youtuber – JANGBRiCKS reagiert

Update (14. September, 08:14 Uhr): Als wohl international wichtigster LEGO Youtuber hat JANGBRiCKS in einem eigenen Blogbeitrag den „Elefanten im Raum“ adressiert und über die Regeländerungen bei Youtube geschrieben. JANG sieht hier die Versäumnisse und die Schuld eindeutig bei Youtube und befürchtet das auch seine Kanäle von den Änderungen massiv betroffen werden. Dennoch will JANG laut eigenen Aussagen erstmal so weiter machen und seine Zuschauer auf dem Laufenden halten.

Wir drücken JANG (und allen anderen Youtubern in dem Bereich) die Daumen, dass die Änderungen nicht zu gravierende Einschnitte nach sich ziehen und halten euch hier auf dem Laufenden.


Originalartikel (09. September): Nach der bislang höchsten Strafe wegen der Verletzung gegen COPPA durch die FTC ändert YouTube die Regeln für Videos mit bestimmten Merkmalen. Das könnte zu starken Einschränkungen auch für YouTuber mit Inhalten wie LEGO oder anderen Spielwaren führen.

Die US-Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC) verhängte die Rekordstrafe in Höhe von 170 Millionen Dollar gegen Google und YouTube aufgrund der Verletzung des Children’s Online Privacy Protection Act (COPPA), dem amerikanischen Datenschutz für Kinder.

Quelle: https://www.ftc.gov/news-events/press-releases/2019/09/google-youtube-will-pay-record-170-million-alleged-violations

Nach einem Vergleich mit der FTC und der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft wurde die bislang höchste Strafe gegen Google und YouTube rechtskräftig. Die Zahlung ist jedoch nur ein Teil des Vergleichs, auch umfangreiche Regeländerungen der Dienste werden umgesetzt. Und YouTube hat im eigenen Blog die Regeländerung, die innerhalb der nächsten vier Monate umgesetzt werden, bekannt gegeben.

YouTube Official Blog

Wie Susan Wojcicki, CEO von YouTube, im Blogpost verlauten lässt, ist Verantwortung die oberste Priorität bei YouTube und nichts sei wichtiger als der Schutz von Kindern und ihrer Privatsphäre. Dennoch wird auch darauf hingewiesen, dass die Dienste von YouTube erst für Nutzer ab 13 Jahren freigegeben seien, aber es dennoch möglich sei, dass unter Umständen auch jüngere Kinder ohne Aufsicht die Plattform zu nutzen. Daher würden in Zukunft Inhalte für Kinder auf YouTube anders behandelt.

  • Was ändert sich für YouTuber?
    Innerhalb der nächsten vier Monate werden Daten von Personen, die Kinderinhalte auf YouTube konsumieren, so behandelt, als würde es sich tatsächlich um Kinder handeln, unerheblich ist dabei wie alt der Nutzer wirklich ist. Und an dieser Stelle wird es für Content-Ersteller wirklich interessant, denn die Datenerfassung und -nutzung für die für Kinder erstellten Videos wird deutlich eingeschränkt. Nicht nur wird personalisierte Werbung gänzlich für solche Videos eingestellt, auch die Kommentare und Benachrichtigungen über neue Videos sowie einige andere bisher nicht näher beschriebene Funktionen werden deaktiviert.
  • Wie erfolgt die Einstufung als Kinderinhalt?
    Zum einen ist man als Ersteller von Videos, die sich direkt an Kinder richten, verpflichtet, dies entsprechend zu kennzeichnen. Andererseits werden maschinelle Lern-Systeme eingesetzt, um solche Inhalte automatisch identifizieren. Videos die z. B. bestimmte Kinder-Themen oder -Charaktere, Spiele oder Spielzeug thematisieren, werden automatisch als Inhalte klassifiziert, die sie sich an eine junge Zielgruppe richten.

Es wurde extra eine viermonatige Übergangszeit eingeplant, damit in den kommenden Monaten Probleme bei Produzenten von Familien- und Kinderinhalten behoben oder verändert werden können. YouTube rät aber Eltern ihren Kindern ausdrücklich mit der Nutzung der Plattform YouTube Kids für ein sicheres Umfeld zu bieten. Denn wie man verhindern möchte, dass Kinder beispielweise ohne Aufsicht auf andere Inhalte von YouTube zugreifen können, ist in dem Blogpost derzeit kein Thema.

YouTube Kids

Was bedeutet das für uns?

Diese Regeländerungen könnten zur Folge haben, dass in Zukunft die AFOL-Community auf YouTube mit einigen Beschneidungen leben muss. LEGO ist ganz eindeutig in erster Linie Spielzeug und für Kinder gedacht, auch wenn einige Sets sich auch an eine ältere Käuferschicht richten und durch höhere Altersangaben so gekennzeichnet sind. Noch weiß man nicht, wie sich die Änderungen tatsächlich innerhalb der nächsten Monate auswirken. Aber da Spielzeug als Thema automatisch als Kinderinhalt ausgewiesen werden soll, wird dies definitiv auch LEGO betreffen.

YouTube ohne Kommentare

Sollten aber die Kommentare bei YouTubern wie beispielsweise auf Kanälen wie Held der Steine oder Klemmbausteinlyrik deaktiviert werden, würde eine gewaltige Diskussionsplattform wegfallen. Ob die Einbindung auf Blogs oder Facebook hier eine Alternative sein könnte, bleibt erstmal abzuwarten. Da wir unseren StoneWarsDE Kanal bei YouTube in der Regel nur als Ergänzung zum Blog oder Präsentation bestimmter Funktionen nutzen, ist bei uns die Sorge noch nicht so groß, solange die Funktion des Einbettens auf unserer Webseite nach wie vor verfügbar sein wird.

Dennoch fürchte ich, dass sich letztlich einige YouTuber aus dem Spielzeugbereich wie LEGO zurückziehen könnten, wenn die Interaktionen zwangsweise, und eventuell damit auch das Interesse an den Inhalten, nachlassen würden. Ob sich andere Plattformen oder ein Wechsel des Mediums hierbei anbieten könnten, wäre aktuell absolute Spekulation. Sieht man sich beispielsweise bisherige Einschränkungen selbst für große News-YouTuber an, die nicht mehr als „werbefreundliche Kanäle“ eingestuft werden und so Probleme mit der Monetarisierung haben, wirkt es aktuell eher aussichtslos, dass YouTube sich bei einem Nischenthema wie Spielzeug für Erwachsene wirklich große Mühe zur Differenzierung macht. Sollten Videos wie YouTube Kids nur noch mit dem Titel und gänzlich ohne Beschreibung und externe Links auskommen müssen, wird es vermutlich sehr schwer mit dem Content Besucher langfristig zu binden.

YouTube Kids LEGO

Ich persönlich bin sehr froh, dass ich vor einiger Zeit wegen Zeitmangels und anderen Gründen aufgehört habe, Inhalte für meinen persönlichen YouTube-Kanal zu produzieren. Ich habe mich zwar auf Instagram fokussiert, dort werden aber in Kürze auch Veränderungen zum Tragen kommen, wenn die Like-Funktion komplett deaktiviert werden soll. Für mich als AFOL ist es einerseits schade, wenn man zu den Videos kein lobendes Wort mehr abgeben kann, andererseits ist die Diskussionskultur auf YouTube hin und wieder teilweise verbesserungswürdig.

Seht ihr eine Gefahr für YouTuber, die ihr gerne seht? Oder glaubt ihr, dass sich eine Möglichkeit bieten wird, wie man diese Inhalte bei YouTube für Kinder und Erwachsene trennen kann? Würde euch etwas fehlen, wenn ihr keine Möglichkeit zum Kommentieren mehr bei YouTube hättet?

Über Ryk Thiem 133 Artikel
Aloha. Mein Name ist Ryk Thiem. Geek. Methusalem. Spielkind. Catlover. AFOL. Instagramposter. Gelegenheitsblogger. Unzuverlässiger Podcaster. Teilzeit-YouTuber.

50 Kommentare

  1. Ich könnte mir Vorstellen das sich dann die jeweiligen Analytics nicht mehr so detailiert auswerten lassen, da die Zuschauerdaten der „Kinder“ nicht mehr so angezeigt werden. Jedoch denke ich das kaum einer der hiesigen LEGO Youtube seine Videos anhand der Analytics kreiert und plant. Klar, die Quote wie lange die Zuschauer ein Video geschaut und wo die Abbruchquote am höchsten ist mag noch interessant sein, aber die meisten machen ein Video um zu informieren oder aus Spaß an der Materie (LEGO und andere Klemmbausteine) und weniger um gezielt die Bandbreite der Zuschauer zu analysieren. Kann man sich je nach Thema und Set ja auch zusammen reimen.
    Sollte es keine Kommentarfunktion mehr geben wäre das schade, da es doch ein gutes und einfaches Feedback darstellt. Da jedoch in den Kommentaren teilweise auch viel Mist war und gerade bei Videos von Kindern oft auch sehr fehlgeleitete und gestörte Personen ihr Unwesen getrieben und Markierungen gesetzt haben, kann ich mir Vorstellen das youtube hier auf Nummer sicher geht und die Kommentare deaktiviert.
    Was die Monetarisierung betrifft, evtl. wird die Bandbreite der Werbethemen und die Häufigkeit von Werbeunterbrechungen reduziert, wobei youtube hier ein eigenes Interesse hat Werbung einblenden zu können um Werbeplätze bei der Zielgruppe Kinder gut zu verkaufen. Ich könnte mir aber vorstellen das die „gutgemeinten“ Afiliate-Links in und unter den Videos (nerven teilweise auch extrem) blockiert oder untersagt werden. Damit die „Kinder“ nicht leichtfertig drauf klicken und Dinge bestellen die Sie nicht bestellen sollen/dürfen bzw. oftmals wissen Kinder wie auch erwachsene Zuschauer ja nicht was Afiliate Links sind und wie lange so ein Affi-Kickback-Cockie aktiv bleibt / im Hintergrund aktiv ist und dem Afiliate-Link-Setzer Prozente einbringt. HIer fände ich eine Reduzierung auch sehr sinnvoll da einige youtuber (auch im Lego Bereich) ja nahezu täglich Videos hochladen um etwas von sich zu geben und Afiliate Links zu setzen. Ich meine hierbei nicht Henry von der Klemmbausteinlyrik! Aber gibt da ein paar andere (pupertäre?) Nervensägen…
    Evtl. lassen sich auch Videos mit Contend für Kids nach/vor gewissen Uhrzeiten (z.B. vor 6 Uhr / nach 22 Uhr) in einem gewissen Land nicht mehr anschauen, ähnlich wie in einigen Mediatheken wo man z.B. vor 22 Uhr gewisse Inhalte nicht starten kann damit Kinder da nicht so einfach etwas anschauen. Damit die Kinder in den Sperrzeiten schlafen. Das wäre für AFOL youtube und die AFOL Zuschauer sehr schade, da man als berufstätiger viele Videos eher abends / spät abends schaut wenn man sich den eigenen Bausteinen widmet.

  2. Ein weiterer Schritt im betreuten Sehen und Denken, es wird bald bestimmt was man sehen darf. Natürlich in Zukunft nur mit Account YouTube schauen, anschließend im Wohnzimmer stramm stehen, klatschen und nicht vergessen Siri oder Alexa anschalten sonst gibt es Minuspunkte wie in China. Gott sei Dank bin ich schon alt und muss diese App Welt nicht mehr lange ertragen. Na da geh ich doch gleich mal ein paar Steine stapeln, ist eine gute Entspannung. Verschwörungstheorie aus. 🙂 🙂

  3. HdS oder KBSL richten sich jedenfalls klar an Erwachsene, allerhöchstens Jugendliche – auch wenn es sicher Kinder gibt, die das (mit ihren Eltern) schauen. Wenn man de Kommentare liest, dann ist auch klar, dass hier keine Kinder diskutieren (auch wenn sich manchmal einige kindisch aufführen).
    Die Werbung, die YouTube (gefühlt von Woche zu Woche häufiger) zeigt ist aber oft nichts für Kinder (brutale Videospiele, Trailer für ES – und das zur Mittagszeit!).

    • Ich denke, dass das das ist, was sich ändern wird: Lego ist Spielzeug und fällt für Youtube (die sich, wie oben gesagt, nicht die Mühe machen werden, hier zu differenzieren) damit automatisch unter Kinderinhalte. Damit würde auch alles zutreffen, was Youtube für Kinderinhalte beschließt – unabhängig davon, für welche Zielgruppe die Videos prodzuiert werden.

    • Ja, die Trailer, welche YouTube bei den Videos auswählt sind teilweise sehr fragwürdig. Vielleicht wäre es erstmal sinnvoller, diese bei Videos mit Kinderinhalten zu kontrollieren anstatt die Kommentare zu verhindern. Aber das ist dann natürlich nur der Allgoritmus, der natürlich nur mit den Surfverhalten des Nutzers zusammen hängt.

  4. Wo liegt das Problem den Inhalt, so wie bisher bei anderen Content auch, diesen einem Altersbereich zuzuordnen?
    Und wie verhält es sich z.B. mit Bluebrixx, hierbei handelt es sich zwar um Klemmbausteine, richtet sich aber klar an Erwachsene (ist ja auch deren Firmenphilosophie). Wieso betrifft diese Änderung Personen außerhalb der USA? Die GEMA hat ja auch nur in Deutschland gegriffen und nicht in den USA?!

    Fragen über Fragen, man darf gespannt sein wie es weiter gehen wird.

    • Das wir eigentlich ganz gut in dem Post von YouTube erklärt. Aufgrund von mehreren Benutzern innerhalb von Familien eines Gerätes, beispielsweise einem Tablet, kann es dazu kommen, dass Kinder auf YouTube gelangen und dort vermutlich nach Inhalten wie Spongebob, LEGO oder Playmobil suchen. Wenigstens dort soll dann Datenschutz ganz groß geschrieben werden. So schreibt es die FTC vor. Google ist ein amerikanisches Unternehmen und richtet sich dementsprechend vorrangig nach den Gerichtsbarkeiten, die dort für sie gelten. Und es ist meist einfacher die Umsetzungen überall gleich zu gestalten. Wie es wirklich kommt, ist ja aktuell eh noch Spekulation.

      Alternative Klemmbausteine sind halt auch ein Spielzeug. Interessanter und wahrscheinlich noch schwerer wird es unter Umständen bei Action-Figuren oder ähnlichem, das zwar eine ältere Kundschaft bedient, aber trotzdem Toys sind.

      Erstmal heißt es sowieso Abwarten. Wir werden einfach mal schauen müssen, was wirklich passiert.

  5. Ich kann konsumieren ohne zu kommentieren. Bei Netflix bspw. geht das ja auch. Und für den Austausch ist mir ein Blog wie dieser ohnehin lieber. Ich könnte also gut auf die Kommentarfunktion verzichten.

    • Aber gerade für kleine YouTuber sind Kommentare die einzige Währung, die sie bekommen. Wenn man als YouTuber kein Feedback bekommt, warum sollte man die Videos dann noch veröffentlichen? Dann kann man das ja gleich nur noch auf sich und die Familie beschränken. Zumindest mir würde wirklich etwas fehlen, wenn ich dir Interaktion bei meinen „Werken“ nicht mehr hätte.

      • Das sagen eigentlich die meisten, die Content prodzuieren. Es gibt auch auf Fotoblogs und Fanfiction-Seiten immer mal wieder Aufrufe, mehr zu kommentieren, da den Leuten sonst die Motivation fehlt, weiter zu machen.

      • Dann sind wir wieder in der „guten alten Zeit“. Ich war in den 90er-Jahren parallel zum Studium Fachjournalist. Außer Verkaufszahlen der Zeitschrift und einigen Leserbriefen gab es damals kein Feedback. Das hat meiner Motivation etwas zu veröffentlichen aber keinen Abbruch getan…

        • Du hast also kein Gehalt dafür bekommen, was deine Motivation und dein Engagement honoriert hat? Und hast die gesamte Produktion allein gemacht? Und hattest deswegen auch keine Kollegen, die dir Feedback gegeben haben? Ich halte den Vergleich für ein wenig wackelig. Vor allem, wenn ein Kanal von Grund auf hochgezogen wird.

          • Kein Gehalt und jeder hat einfach seinen Part gemacht – auch von Grund auf hochgezogen in einem kleinen Eigenverlag. Ein Anstieg der Abos blieb dann als Motivation bzw. die Türen, die einem als Journalisten offen standen…

        • Schön, nur dass noch lange nicht jeder Youtuber das als Ehrenamt nebenbei getreibt. Je aufwendiger, desto mehr Zeit und Geld für Equipment wird investiert, bis hin zu Vollzeit.
          Es ist eben doch ein großer Unterschied ob man eine Tätigkeit für einen begrenzten Zeitraum (hier: Studienzeit) als reines Hobby ausübt, oder eben damit einen nicht unerheblichen Anteil zu seinen Lebensunterhalt verdient und auch einen nicht unerheblichen Teil seiner Lebenszeit damit verbringt.
          Ruhig mal über den eigenen Tellerand hinausschauen, denn manchmal kommt es anders wenn man denkt.

      • Die Frage war, ob mir als Nutzer etwas fehlen würde, wenn es keine Kommentarfunktion mehr gäbe. Darauf habe ich geantwortet.

        Zu Ryks Einwand: Ich verstehe den Punkt, bin davon aber nicht überzeugt. Ich denke, die eigentliche „Währung“ für YouTuber sind nach wie vor die Abonnentenzahlen und die Anzahl der Aufrufe. Dann hat man ja auch noch die Möglichkeit, die Videos zu „liken“ – wie es heute neudeutsch heißt. Hinzu kommt, dass Kommentare häufig unsachlich sind, und dass nicht jeder YouTuber sich zu Herzen nimmt, was andere schreiben. Viele YouTuber lesen mit Sicherheit auch nicht alle Kommentare. Auch finde ich es nicht immer gut, wenn man der eigenen Linie untreu wird nur um den Followern zu gefallen. Ihr macht in eurem Podcast doch auch, was ihr wollt und betont dies immer wieder.

        Mal ein anderer Gedanke: Man stelle sich vor, es gäbe keine Hater und keine Trolle mehr auf YouTube…

        • Die Kommentare dienen zum andren auch dem verschrienen Youtube Algorithmus um Videos mit mehr Aktivität (Playtime, Likes, Views, Kommentar) priorisiert anzuzeigen und ggf vorzuschlagen.

          Das der Inhalt der Kommentare von sinnlos bis beleidigend reicht, sehe ich leider auch.

    • Für mich ist die Kommentarfunktion auf Youtube essentiell, weil die Kommentare oft ebenso interessant sind, wie das video. Oder sogar interessanter. Außerdem taugen sie als direktes Feedback, was man im nächsten Video gern anders/ausführlicher/knackiger/differenzierter etc. hätte.
      Der Vergleich mit Netflix hinkt insofern, als dass dort eher weniger Kommentar-würdige Inhalte geboten werden.
      Ein Blog wie dieser (nicht dieser Blog speziell, sondern alle) hat den nachteil, dass man ihn EXTRA besuchen muss. ZUSÄTZLICH. Das ist ein Aufwand, den viele nicht gern treiben, oder zeitmäßig nicht treiben können. Bei den Youtube-Kommentaren ist alles vor Ort. Muss man erst einen zweiten Ort aufsuchen, werden sehr viele das einfach unterlassen. Und irgendwann auch die Videos selber nicht mehr anschauen.

  6. Ich vermute YouTube wird sich nicht dafür interessieren, wer die Video ansieht, sondern für wen der Inhalt gemacht ist. Bei Kinderspielzeug sollte die Antwort relativ einfach zu beantworten sein.

    Ich werde aufmerksam verfolgen, wie die großen YouTube-Kanäle darauf reagieren werden.

  7. Erinnert einen an das Thema “ Katze in der Microwelle getrocknet, Gerätehersteller verklagt“. Ist halt ein typisch Urteil der Amerikanischen Rechtssprechung und mehr als „scheinheilig“.
    Das Kinder aber z.B. problemlos mit Waffen üben bzw. schießen können, ist dort egal. Und was Kinder sehen wollen, egal wie spät, schauen sie sich an! Da sind Youtube Beträge für AFOLs noch das mit Abstand harmloseste.
    Mal warten was da wirklich kommt.

    • Das ist noch die Frage. Mit Waffen in Kombination mit Kindern haben die Amis ja nicht so das Problem. Aber es könnte ja eine Frau im Bikini in der Werbung auftauchen, und das geht ja bekanntlich gar nicht.

    • Als wenn Militärspielzeug Werbung bräuchte.
      Kinder haben schon Cowboy und Indianer mit Pistolen gespielt, als es nur das öffentlich-rechtliche Fernsehen gänzlich ohne Werbung (bzw. nur die wenigen Minuten vor den 18-Uhr-Nachrichten) gab.
      Ganz abgesehen davon ist Lego Star Wars auch Militär-Spielzeug. Was soll der Blödsinn?

  8. Erst einmal finde ich es gut, dass YouTube etwas in die Richtung unternimmt. Das Internet ist ein unheimlich gefährlicher Ort für Kinder, und wenn dann bei Lego Videos Werbung für brutale Computerspiele oder Kinofilme gezeigt wird, finde ich das nicht okay. Auch sind viele AFOL Videos nah an kriegerischen Themen (Also Panzer aus Lego, etc…), was nicht unbedingt für Kinder geeignet ist. Klar, ein Kind, dass sowas sucht, wird es immer im Internet finden, da müssen wir uns nichts vormachen. Aber ein Kind, dass nur bisschen auf YT unterwegs ist, sollte mMn nicht ungewollt mit solchen Inhalten konfrontiert werden. Auch sind Kaufaufrufe und Links unterm Video sehr verführerisch für diese Altersgruppe, und bei vielen AFOL Videos gang und gäbe. Auch wenn es nur ein kleiner Schritt ist, finde ich es gut, dass hier etwas zum Schutz der Kinder im Internet getan wird.
    Was die AFOL Szene angeht, wäre das natürlich sehr schade und ein starker Rückschlag. Diese ist auf YT sehr lebendig, und ohne Kommentare und Links würde sie viel verlieren. Habe ich es richtig verstanden, dass ohne die Werbung vor den Videos, die dann wegfallen würde, YouTuber keine direkte Möglichkeit mehr haben, mit ihren Videos Geld zu verdienen? Kann mir nämlich auch vorstellen, dass so der Reiz für viele Kanäle verloren geht, die sich zumindest teils darüber finanzieren. In meinen Augen könnte diese Änderung, wenn sie denn am Ende echt so drastisch zuschlägt, das Ende der YT-AFOL-Szene bedeuten. Schade.

  9. Ich finde das sehr gut. Wenn mein Kind Feuermann Sam anschaut wird über Werbung und Kommentare kontent vermittelt was hier nichts zu suchen. Und das nur weil mein Handy für das Kind genutzt wird. Ich begrüße die Änderung.

    • Andy, (unter anderem) aus genau dem Grund ist es keine gute Idee, Kinder Videos auf dem elterlichen Handy ansehen zu lassen. Mal ganz abgesehen davon, dass das elterliche Handy aus pädagogischer und elterlicher Privatsphäre-Sicht komplett tabu für die kinder sein sollte, hat diese eben auch den Nachteil, dass, basierend auf den bisher vom erwachsenen Nutzer angeschauten Content, Werbung in alle Videos, also auch die für die Kinder, eingestreut wird.
      Ich will Dich nicht beleidigen, aber das ist ein typischer Fall von zuwenig Medien-Kompetenz. Es gibt extra YouTube-Kids und es gibt extra Abspielgeräte für Kinder.

      … ganz zu schweigen davon, dass Feuerwehrmann Sam den Kindern ein katastrophales Meldeverhalten von Notfällen beibringt. 🙂

  10. Als Vater von kleinen Kindern finde ich es nicht schlecht, das etwas mehr Kontrolle eingeführt wird. Meine Kinder sitzen zwar NIE alleine vor einem TV/IPad, aber das sieht bei gleichaltrigen Freunden anders aus. Die Kinder werden bei YT Sendung geparkt, und keiner sitzt daneben und kann eingreifen wenn Werbung für den nächsten Horrorfilm kommt. Oder für den nächsten Egoshooter. Das diese Werbungen die Kids Schäden, sollte allen klar sein.Es ist an dieser Stelle leider wieder so, dass einige unverantwortlich mit einem Medium umgehen, und alle anderen müssen die Konsequenzen mittragen.

  11. Ich glaube Youtube wird da nicht viel differenzieren. Lego ist Spielzeug und bumms. Dann fällt das in die entsprechende Kategorie.
    Ich habe vor Jahren American Wrestling (WWE) geschaut. Da gabs dann auch diverse WWE News Kanäle auf Youtube. Einer davon hat auch tatsächlich davon gelebt. Von heute auf morgen gabs eine neue Regelung, dass alles was mit Gewaltdarstellungen zu tun hat nicht mehr werbefreundlich ist (oder so ähnlich). Da hatte YT damals auch nicht großartig differenziert. Es war ja nur ein News Kanal. Er hatte gar keine Gewaltszenen gezeigt. Aber YT hatte allgemein das Thema Wrestling auf die „Schwarze Liste“ gesetzt und da war er dann mit dabei. Da guckst du dann ganz schön in die Röhre als Kanalbetreiber.
    Ja sicher, es fallen für YT Werbeeinnahmen weg, aber ich denke YT wird sich denken, lieber ein paar weniger Einnahmen als regelmäßig Millionen an Strafzahlungen zu leisten.
    Vielleicht täusche ich mich auch. Man wird sehen. Bin gespannt.

  12. Ich denke mal das ist wieder so etwas das vorallem die kleinen Kanäle treffen wird.
    Der Held der Steine dürfte schon groß genug sein das er bei YouTube einen Kontakt bekommt die ihn dann manuell einstufen.
    Das ist ja meistens so die ki ist nicht perfekt und die kleinen werden dann halt beschnitten ohne wirklich etwas dagegen machen zu können.

    YouTube hat ja am Ende das größte Interesse daran das die Leute auf ihrer Seite sind.

  13. Wenn ich mir so die Kommentare von HdS anschaue wäre ich froh wenn die Kommentarfunktion wegfallen würde und man all den Käse nicht lesen müsste, den die Leute dort abseilen wie andere ihre Notdurft auf der Keramik und wenn ich mich bei Henry zurückerinnere, wie er nieder gemacht wurde nach dem Talk mit Thomas über den Technic Bugatti und ER den ganz gut fand, im Gegensatz zum Helden ..ui ui ui …da war Henry auch an seinen moralischen Grenzen und wäre psychisch nicht so in Mitleidenschaft gezogen worden, wenn es keine Kommentarfunktion gegegen hätte – sogesehen kann ich nur sagen, so vergiftet wie die YT Szene hier in Bereich von Lego im Moment ist, ist jedwede Zensur zum Wohle ALLER ….außer den schwachköpfigen Hassrednern die einer Spielzeugfirma die Pest an den Hals wünschen und SOWAS muss kein Kind lesen müssen.

    Sicher, bei Henry ist die Stimmung mittlerweile wieder eher positiv und auch auf anderen Kanälen trete ich gerne in Kontakt mit den Erstellern, wie im Moment gern bei „Yarghs Sammelsurium“ , das würde mir schon fehlen aber im Grunde glaube ich nicht, das dadurch weniger die Videos geschaut würden, die Klicks bekämen die Ersteller dennoch weiter, nur ist da die Frage wie die Werbeeinnahmen noch generiert werden und ob die You Tuber noch von ihrem Content leben können – DA mach ich mir eher Sorgen als ob Zuschauer abspringen, nur weil sie ihren Senf nicht mehr dazugeben können der oft ohnehin nur „Erster !“ ist.

    • Etwas freimütig zum Verbot freizugeben, nur weil man selber keine Lust hat es zu lesen, halte ich für ein fragwürdiges Demokratie- und Freiheits-Verständnis.

      Außerdem siehst Du das, glaube ich, zu eng.
      Klar gibt es jede Menge entbehrlicher Kommentare, aber gerade bei den von mir in letzter zeit geschauten Videos des HdS habe ich aus den Kommentaren SEHR VIEL mitgenommen in Sachen Quellen für MoCs, Steine, Tipps etc. Quasi unter jedem Video findet sich Hilfreiches dieser Art. Deswegen gehe ich doch auf Youtube, um unter dem Video auch gleich meine Fragen los zu werden und Antworten in den Kommentaren zu finden. Kompakt am richtigen Ort.
      Und die anderen Kommentare, die Meinungsinhalt haben, sind auch nicht unwichtig, schaffen sie doch ein gemeinsames Wohnzimmer-Fernseh-Gefühl.

      • Natürlich war dieser Kommentar etwas überzogen, keine Frage und geht an der Problematik des Themas vorbei und doch ist die Art der Kommentare und die allgemeine Tendenz wie im Netz „gesprochen“ wird durch aus ein Problem, nicht zwingend allein die Art der Videos und da nehm ich mich nicht aus, der sich im moment sehr leicht triggern läßt bei all dem Hate, der so im Netz herumfliegt, bei sehr vielen Themen und ich denke schon, das Kinder auch durch die Kommentarleiste geprägt werden könnnen, bzw. als Ergänzung des Videos gesehen werden kann, so das sich ein Kind nochmal absichern kann, ob das Gesehene und Gesprochene als wahr und richtig aufgenommen wird, oder nicht.

        Hier liegt dann nicht nur die Verantwortung bei dem Sendenden, der die Videos macht, oder YouTube die die Plattform bietet, sondern auch an uns, wie wir miteinander im Netz umgehen und was wir dort hineintippen, und da bin ich gerade auch kein Saubermann, keine Frage aber doch ein Produkt dessen was dort vor sich geht und kann nicht nur Sarkasmus, Ironie und co in einem Video schwierig sein, das ein Kind nicht versteht, sondern auch die Kommentare wie „Ja genau, XY ist kacke !“

        Wäre für mich die Kommentarspalte nicht wichtig, würde ich sie kaum lesen und mich dann über all das Getippte dort ärgern. Natürlich gibt es auch wunderbare Kommentare und freudige und fruchtbare Austausche, aber bei kritischen Themen, oder Themen die künstlich kritisch gemacht werden und ein Kind nicht unterscheiden kann was nun purer Populismus ist und was inhaltlich korrekte und wichtige Kritik und unter solchen Beiträgen tummeln sich nunmal auch dann vermehrt entsprechende Kommentare, die dieses „Feuer“ weiter anschürren , ob berechtigt oder nicht und sowas beeinflusst sicher Kinder einfacher als Erwachsene ( wobei, wenn das so wäre müsste der Internet zu 90% aus Kindern bestehen^^ )

    • Du lässt echt keine Gelegenheit aus, um gegen den Held der Steine zu hetzen, oder?
      Im übrigen unterscheidet sich deine Rhetorik nicht von der „schwachköpfige Hassredner“.

  14. Aus professioneller Datenschützersicht ein überfälliger kleiner Schritt in die richtige Richtung. Inbesondere ist Tracking, Scoring und damit personalisierte Werbung insbesondere bei Kindern ein Unding.

    • Es wird aber auch mit Sicherheit jegliche Form der Monetarisierungs-Möglichkeit durch Affiliate Links in den Beschreibungen wegfallen (siehe YouTube Kids). Für Lego YouTuber deren Kanal deren Haupt-Einannahme-Quelle ist, wird das fatal. Bei dir vielleicht nicht ganz so schlimm, da es ja scheinbar eher Hobby + Neben-Einnahme ist.

    • Da gebe ich Dir Recht, aber Deine Antwort fällt zu kurz aus: es wäre doch für YouTube ohne Weiteres möglich gewesen, den User – Content anders zu handhaben. Der Wegfall der Kommentarfunktion ist eine Geschichte. Viel schwerwiegender ist allerdings der Wegfall der Monetarisierung sobald die Schlüsselwörter Lego, Klemmbausteine, Spielzeug usw. fallen. Schließlich finanzieren viele YouTuber damit die Sets, also ihren Content! Da werden nicht mehr alle regelmäßig Videos hochladen. Und andere hören vielleicht ganz auf. Nebenbei gefragt: sind dann auch noch die Affilliate – Links einsetzbar? Wäre schön, wenn Du als Lego – YouTuber und Jurist dazu eine Einschätzung abgeben könntest 🙂

  15. Im Endeffekt wird man abwarten müssen, was dann tatsächlich passiert.
    Ohne Kommentarfunktion macht es sicherlich für alle weniger Spaß – gleichzeitig sind manchen Kanäle aber auch so groß, dass der Ersteller es gar nicht schaffen kann, selbst die Kommentare zu lesen. Somit spielen sich dort dann nur noch verbale Schlachten innerhalb der Zuschauer ab.

    Was wirklich ein Problem darstellt bei YT ist die Werbung – denn da habe ich mich auch gewundert, als ich neulich mitten im Legovideo mit ES2 beglückt wurde.
    Von daher dürfte da im schlimmsten Fall einiges auf die Youtuber zukommen.

    Für Interaktionen wird man die Videos vermutlich in einen Blog etc einbetten müssen.

  16. Zeig mir einen relevanten Kommentar unter nem Youtube Video. 🤓
    Mal ernsthaft: min. 90% ist absoluter Schrott oder irrelevant und der Rest muss drunter leiden. Ich freue mich schon drauf.

    • Relevant sind Interaktionen aber für das Wachstum eines Kanals innerhalb des YouTube Algorithmus. Wenn so etwas wie bei YouTube Kids gehandhabt wird, fallen Beschreibungen, Links, Bewertungen, Kommentare und weitere Features weg. Das zieht nach sich, dass man keine Chance gegen andere Themengebiete hat, dass der Kanal mal gefeatured wird oder in die Trends kommt.

    • Naja, wenn du selbst sagst, dass 90% Schrott sind, gibst du damit zu, dass 10% kein Schrott oder irrelevant – also damit relevant sind. Den „einen relevanten Kommentar“ wirst du dann ja sicher selber finden.
      Ich lese jedenfalls sehr oft Kommentare, zum einen, weil ich gern wüsste, wie andere zu den Videoinhalten stehen. Zum anderen interessiert mich aber auch die Interaktion der Zuschauer mit den Youtubern. Oft bitten die ja gerade um Feedback oder Infos, die sie für das Video noch nicht hatten, und die Community gibt das gern. Wenn Youtube jetzt zu sowas wie Netflix für Amateure verkommt, wo nur noch sozial desinteressierte Leute posten, die den Kontakt zum Publikum nicht brauchen, ist es nicht mehr Youtube.

  17. Schade, dass man hier die Erziehungsberechtigten so aus der Pflicht nimmt ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen. Vielleicht sollte YouTube eine größere Werbekampagne für YouTube Kids starten.
    Hmm, wenn ich das richtig verstehe, soll es dann ja nur keine personalisierte Werbung mehr geben. Unpersonalisierte sollte ja dann trotzdem noch gezeigt werden können, sprich statt einer Werbung von irgendeinem Klemmbausteinhändler dann eben eine von Coca Cola. Bezahlt würde ja aber beides. Oder ist da der Unterschied so groß? Hab zwar schon an mehreren YouTube Kanälen gearbeitet, die waren aber nie so groß, als dass man da hätte Werbung schalten können.
    Zur Not bleibt zur Refinanzierung des doch sehr teuren Hobbys eben nur eine Partnerschaft mit Lego (RLFM) oder eben Patreon oder ähnliches.
    Viel schlimmer finde ich da das mit den Kommentaren. Mich als kleinen YouTuber beflügelt es schon, wenn ich sehe, dass ich mit meinem Content doch irgendwen erreiche und wenn es den Leuten dann noch gefällt – super! Und das kann man nicht wirklich durch einen Like oder ein Abo oder einen Click auf das Video ausdrücken. Motivationstechnisch sind die Kommentare Gold wert. Man kommt als Creator in den direkten Kontakt mit seinen Zuschauern, man bekommt direktes, detailliertes Feedback. Die Zuschauer bekommen ein „Gesicht“, es ist kein anonymer Click mehr. Es wäre sehr schlimm, wenn das wegfallen würde.

    LG Max

    • Die Werbung wäre dann nicht personalisiert und zusätzlich für jedes Alter geeignet. Damit fallen viele Filme und Computerspiele weg, aber es bleibt sicherlich noch genug übrig. Klemmbausteine und andere Spielsachen für Kinder.

      Kommentare können den Inhalt ergänzen. „Modell X hatte dieses Teil auch“ oder „Man kann Teil Y von Fischertechnik nehmen“.

  18. wieso evtl. die KommentarFunktion wegfallen sollte erschließt sich mir nicht. inwiefern sollte das Kindern helfen? Und wie wird YouTube verhindern dass Kinder keinen ErwachsenenContent ansehen?! Es erscheint mir alles etwas wirr…

  19. Es ist immer heikel, wenn man seine Existenz auf Basis von einem fremden Dienst von dessen Gnade man abhängig ist aufbaut. Egal ob es ein Internet“autktions“haus ist, ob man ausschließlich über einen Buchversender verkauft oder ob man von Youtube-Werbeprovisionen und Affiliate-Links lebt. Je schmaler man aufgestellt ist und umso mehr man von fremden AGB abhängig ist, umso gefährdeter ist die Existenz.

    Wir hatten das ja erst kürzlich mit den Abmahnungen auf Grund des nicht mit deutschem Recht vereinbaren Kaufprozess bei Bricklink. Händlern die für 100T€ oder mehr Steine gehörtet haben wird da gewaltig der Allerwerteste auf Grundeis gegangen sein.

  20. Meine Frage wäre: wenn es keine Möglichkeiten mehr gibt, mit Lego-Videos Geld zu machen (Monetarisierung, Affiliate-Links) – und sei es nur für mehr Sets – oder wenigstens mit den Fans in Interaktion zu treten (Kommentarfunktion), wer würde dann eigentlich noch Youtube-Videos über Lego machen außer Lego selbst (und vielleicht der ein oder andere gelangweilte Teenager)?
    Heißt das dann, dass es zu Spielzeug eigentlich nur noch Werbevideos geben wird, oder Tie-Ins, die dann ja auch als Werbung für Sets fungieren?

    (Ich denke da an den HdS, der einen beachtlichen Teil seines Einkommens sicherlich aus Youtube bezieht, oder Jang oder so. Wer verbringt denn wirklich als arbeitender Mensch täglich mehrere Stunden damit, Youtube-Videos zu drehen, wenn das einzige, was er/sie dafür bekommt, ein paar Likes sind?)

    • Man müsste die Videos in einen Blog zb einbetten – dort wären dann auch wieder Kommentare und Affiliate Links möglich.

      Aber es ist natürlich so, wie Thomas 5zu6 geschrieben hat: Wenn die Existenz so extrem von einer (US)Drittfirma abhängt, geht man natürlich ein hohes Risiko ein. Von daher ist ein YT KArriere höchst gefährlich, vor allem wenn man Sie zur Existenz benötigt.

    • Ja, da hast du Recht, das Konsumverhalten würde um Jahrzehnte zurückgeworfen… Man müsste wieder in einen Laden gehen (physisch oder online), etwas tolles sehen (oder auch nicht) und es dann kaufen, oder auch nicht. Natürlich könnte man noch Werbung der Firmen für ihre Produkte sehen und sich da inspirieren lassen. Das würde doch alles sehr vereinfachen und die Firmen würden sich über weniger Shitstorm sicher freuen. Wir hätten viel mehr Zeit, weil wir nicht kommentieren müssen und irgendwelche Videos von komischen Leuten sehen, die alles doof finden. Und der Hds kann sich wieder voll und ganz seinem Laden widmen. Eine Win Win Situation👍😂

  21. Soviel zum Thema „ich bin selbstständig“ – das trifft wohl auf Nutzer, die ihre ganze Existenz von der Infrastruktur und den Regeln eines smerikanischen Unternehmens abhängig machen, nur bedingt zu…

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