Pazifisches Flair im Kinderzimmer: Die LEGO Insulaner von 1994 im Überblick

Jetzt, wo die Tage kalt und kurz sind, sehnt sich mancher nach ein bisschen Sonne und träumt von fernen Ländern. Andere werden in der Weihnachtszeit nostalgisch und schwelgen selig in Kindheitserinnerungen. Passend zu beiden Stimmungen möchten wir heute auf einen Klassiker der 90er Jahre zurückblicken: Die LEGO Insulaner

Zugegeben, Piraten spielen in solchen Träumen meist eine eher untergeordnete Rolle. Jedoch erschienen die Insulaner als Unterthema genau jener Themenreihe: LEGO Pirates. Im Jahre 1994 als weitere Fraktion neben Rotröcken und Blauröcken eingeführt, beeindruckten die Sets, die vermutlich (klischeehaft) durch indigene Inselvölker der Südsee inspiriert waren, vor allem durch das ikonische Design der Masken und Schilde, das sie vom restlichen Sortiment abhob und vielen AFOLs bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Die Sets in der Übersicht

Die Insulaner-Reihe war nicht sehr umfangreich: Alle regulären Sets kamen zeitgleich 1994 auf den Markt, ein Sonderset schloss sich im Jahre 1995 an und 2001 wurde ein einzelnes Set neu aufgelegt. Darüber hinaus wurde die Reihe leider nicht mehr fortgesetzt, doch auch in den folgenden zwei Jahrzehnten geriet sie nie ganz in Vergessenheit – dazu später mehr.

Nachfolgend möchte ich euch zunächst alle Sets kurz vorgestellen. Die genauen Preise in Deutschland lassen sich heute nur noch schwer nachvollziehen, eine Einordnung in die zu dieser Zeit üblichen Preissegmente ist anhand der Dollarpreise (Quelle: Brickset) allerdings dennoch möglich.

6236 – Häuptlingsthron (DE) / King Kahuka (US) / Indigo Chief’s Throne (UK)

Der Häuptlingsthron war mit 45 Teilen ein Einstiegsset im Preissegment zwischen 5 und 10 DM. Neben dem Häuptling, dem Hauptcharakter der Reihe (der je nach Land verschiedene Namen hatte), enthielt das Set einen kleinen Thron, der mit zwei Speeren und zwei der begehrten Schilde geschmückt war, sowie eine Schatztruhe mit gold-verchromten Münzen. Jene Truhe konnte man im Thron, der sich aufklappen ließ, verstecken, um sie vor dem Zugriff böser Langfinger zu schützen. Der sonstige Spielwert des Sets hielt sich aber eher in Grenzen, da ein Pirat als Gegenspieler (und potentieller Räuber des Schatzes) fehlte. Die enthaltenen Teile waren hingegen perfekt geeignet, um andere Sets der Reihe damit zu ergänzen.

6246 – Tropenkerker (DE) / Crocodile Cage (US) / Crocodile Prison (UK)

Der Tropenkerker stellte mit 59 Teilen, aber immerhin zwei Minifiguren, ein weiteres Einstiegsset im Preissegment zwischen 10 und 15 DM dar. Da in diesem Set weder Häuptling noch Schatz, dafür aber ein einfacher Insulaner enthalten war, der eine Zelle mit einem Piraten-Häftling bewachte, ließ es sich hervorragend mit dem Häuptlingsthron kombinieren und so zu einer kompletten Spielszene erweitern. Diverse Waffen für Pirat und Wache waren ebenso enthalten wie ein Papagei mit dem klassischem Druck, der schon 1989 mit den ersten Piratensets eingeführt worden war. Das Krokodil hingegen war eine Neuheit und tauchte in den Insulaner-Sets erstmalig auf. Hierzu ein kleiner Fun-Fact, der zumindest mir erst vor Kurzem aufgefallen ist: Drachen und Krokodile sind bei LEGO offenbar eng verwandt, denn sowohl für die Oberseite des Krokodilskopfes als auch für dessen Schwanz wurden die entsprechenden Teile des LEGO Drachens aus dem Vorjahr wiederverwendet (siehe z.B. Set 6056).

6256 – Zwillingskanu (DE) / Islander Catamaran (US) / Indigo Chief’s Canoe (UK)

Auch das Zwillingskanu enthielt ein Krokodil (wie überhaupt alle Insulaner-Sets bis auf den Häuptlingsthron) und sogar zwei Papageien. Im englischsprachigen Raum etwas eleganter als Katamaran bezeichnet, beschrieb der deutsche Name des Sets jedoch sehr gut dessen Aufbau, nämlich zwei miteinander verbundene Kanus, die ebenfalls eine Neuheit darstellten und hier erstmalig vorkamen. Das ikonische Maskensymbol war in diesem Set, obwohl nur aus 63 Teilen bestehend, gleich zehn mal zu finden – ja sogar elf mal, wenn die tatsächliche Maske des Häuptlings mitzählt. Übrigens enthielt die komplette Insulaner-Reihe ausschließlich bedruckte Teile mit Ausnahme der Kanus, die mit Aufklebern versehen werden mussten. Neben dem Häuptling war noch eine Insulanerin als zweite Minifigur enthalten. Durch die großen Formteile und das bedruckte Segel lag das Set preislich mit 20 bis 25 DM trotz nahezu identischer Teilezahl deutlich höher als der Tropenkerker.

6262 – Voodoohütte (DE) / King Kahuka’s Throne (US) / Indigo Throne Cave (UK)

Die Voodoohütte bot ein weiteres ikonisches Feature der Insulaner-Reihe: Einen (weitgehend aus Standardteilen gebauten) Götzen, der meine Phantasie schon als Kind beflügelte. Aus nur 146 Teilen schuf LEGO in diesem Set ein großartiges Design mit maximalem Wiedererkennungswert. Der Götze bewachte einen kleinen Thron, der eigentlich eher ein Gestell für die Sänfte des Häuptlings darstellte, sowie eine Schatztruhe, die man ins Innere des BURPs* stellen konnte, das die felsige Rückwand bildete. Neben dem Häuptling und zwei Wachen durfte natürlich auch das obligatorische Krokodil nicht fehlen, außerdem war ein richtiges kleines Piratenboot mit Segel enthalten. Zwei Freibeuter erhofften sich, der Schatzkarte nach zu urteilen, hier einen guten Fang zu machen. Zumindest in meiner Vorstellung hatten sie allerdings nie eine Chance!

Die Voodoohütte enthielt als eines von zwei Sets der Reihe ein DIN A2-Poster des Katalog-Artworks in abgewandelter Form, das ich weiter unten im Artikel auch als Scan eingebunden habe. Ursprünglich lag das Set im Preisrahmen zwischen 30 und 40 DM, heute ist es auf dem Gebrauchtmarkt sehr begehrt und in gutem Zustand mit OVP nur recht teuer zu bekommen.

*BURP: Big Ugly Rock Piece

 

6264 – Tropenhöhle (DE) / Forbidden Cove (US) / Indigo Treasure Cave (UK)

Auch das mit 214 Teilen nächstgrößere Set, die Tropenhöhle, erhielt durch seinen Götzenkopf ein unverwechselbares Aussehen. Der Götze „bewachte“ einen verborgenen Eingang und ließ sich seitlich wegschwenken, sodass jener freigegeben wurde und ein Boot hindurchfahren konnte. Neben zwei Insulaner-Wachen und (Überraschung!) einem Krokodil beinhaltete das Set ein Kanu sowie ein kleines Piraten-Ruderboot nebst zweier Piraten. Erneut waren auch ein Papagei und eine Schatztruhe enthalten – die Insulaner hatten offenbar viele Schätze, daher kann ich das Interesse der Piraten gut nachvollziehen. Eine große Palme, wie sie in früheren Piratensets schon vorgekommen war, rundete das Ensemble ab. In meiner Vorstellung fungierte die Tropenhöhle als Eingangstor zur Tropenlagune, die ich nachfolgend vorstellen werde. Preislich bewegte sich das Set im Rahmen zwischen 40 und 50 DM. Auch hier lag ein DIN A2-Poster des Katalog-Artworks bei.

6278 – Tropenlagune (DE) / Enchanted Island (US) / Indigo Island (UK)

Kommen wir jetzt zum Höhepunkt der Reihe, der Tropenlagune! Dieses Set ist meines Erachtens ein echtes Juwel und noch heute eines der schönsten Sets, die LEGO jemals produziert hat. Da man das in Billund seinerzeit offenbar ähnlich sah, wurde das Set 2001 unter der Nummer 6292 ein zweites Mal aufgelegt. Während das Originalset aus dem Jahre 1994 noch mit einem aufwendig gestalteten Klappkarton aufwarten konnte, wurde das Verpackungsdesign für die Neuauflage modernisiert und vereinfacht – dennoch gefallen mir beide Konzepte gut.

Nun aber zum Set selbst, das mit seinen 428 Teilen und einem Preis zweischen 100 und 120 DM nicht nur das mit Abstand größte und teuerste, sondern auch eine Art „Best of“ der kleineren Sets war: Es enthielt vier Insulaner, eine Insulanerin und zwei Piraten. Krokodil, Papagei und Affe konnten als weitere Charaktere ins Spielgeschehen eingebunden werden. Ein Kanu mit dem gleichen bedruckten Segel wie im Set 6256 sowie ein Piratenschiff – diesmal sogar mit Fock – waren ebenso enthalten wie eine Sänfte für den Häuptling, die ähnlich auch im Set 6262 vorkam. Ebenfalls an dieses Set erinnerte der große Götze, dessen Körper gleichzeitig als Gefängnis diente, da man seine Rückseite aufklappen und z.B. einen Piraten dort einsperren konnte. Die Tropenlagune enthielt gleich zwei Palmen, eine mit großen und eine mit kleinen Blättern. Auch eine Schatztruhe durfte natürlich nicht fehlen. Da man die vielen Figuren auf diversen Ebenen positionieren, hinter Palmenblättern verstecken oder sogar von der Hängebrücke hinunterfallen lassen konnte (da diese sich durch Herausziehen eines Stiftes lösen ließ), waren dem Spielspaß quasi keine Grenzen gesetzt. Die beiden großartig gestalteten Grundplatten waren perfekt auf das Set abgestimmt und verliehen diesem den letzten Schliff. Noch heute macht mir dieses Set jedes Mal Freude, wenn ich es sehe.

1788 – Treasure Chest

Offiziell umfasste die Insulaner-Reihe nur die oben gezeigten Sets. Es gab im Folgejahr 1995 allerdings noch ein weiteres Set, in dem die Insulaner auftauchten, die Piraten-Schatztruhe 1788. Hierbei handelte es sich um ein nur eingeschränkt erhältliches Set in einer speziellen Verpackung, die (wie der Name bereits vermuten lässt) an eine Schatztruhe erinnerte. Die größte Besonderheit bestand darin, dass in allen anderen Sets immer die Piraten die Insulaner überfielen bzw. in ihre Welt eindrangen – hier jedoch war es genau umgekehrt! Das Set liegt mir leider nicht im Original vor, daher habe ich den folgenden Scan von Brickset übernommen.

Die Bauanleitung des Sets 1788, ©1995 LEGO
Die Bauanleitung des Sets 1788, ©1995 LEGO

Brickset gibt an, das Set sei nur in Nordamerika verfügbar gewesen. Tatsächlich war es aber auch in Europa erhältlich, wie die folgende Werbeanzeige beweist z.B. in den Niederlanden exklusiv bei Spelboom und Wigwam. Ob das Set auch in Deutschland erhältlich war, ist mir nicht bekannt – wer hierzu Näheres weiß, äußere dies gern in den Kommentaren!

Holländische Werbeanzeige mit Rabattaktion für das Set 1788

Service Pack

Damals existierte noch keine Möglichkeit, einzelne Ersatzteile gezielt bei LEGO nachzubestellen. Stattdessen bot LEGO sogenannte Service Packs an, die je nach Thema verschiedene Teilekonvolute enthielten. Für Piraten, Soldaten und Insulaner gab es das Service Pack 5122, das eine sehr schöne Auswahl an Zubehör bot. Den genauen Inhalt konnte man dem Serviceheft entnehmen, das allen größeren Sets beilag und auch die Preise enthielt. Mit Preisgruppe B kostete dieses Service Pack z.B. in Deutschland 6,25 DM.

Die Hintergrundgeschichte

In den Neunzigerjahren hatten die Regionalgesellschaften von LEGO offenbar größere Gestaltungsfreiheiten als heute, was darin resultierte, dass die Sets in praktisch allen Ländern verschieden hießen. Ihr könnt ja spaßeshalber mal einige Kataloge vergleichen. Interessanterweise waren wohl auch die Namen der in den Sets auftauchenden Charaktere der Phantasie des jeweiligen Übersetzers überlassen: So hieß z.B. der Häuptling in der US Version „King Kahuka“, während die Briten ihn als „Chief Quextil“ bezeichneten. Im Bricks’n’Pieces Magazin – der offiziellen Zeitschrift des britischen LEGO Clubs – wurden die Sets damals in der Frühjahrsausgabe 1994 mit folgender Geschichte beworben:

Die Hintergrundgeschichte der Insulaner im Bricks'n'Pieces-Magazin 1/1994
Die Hintergrundgeschichte der Insulaner im Bricks’n’Pieces-Magazin 1/1994

In Deutschland indes wurden 1995 im Auftrag von LEGO zwei Hörspiele durch den Karussell-Verlag produziert, die die Piraten zum Thema hatten, und in beiden tauchten auch die Insulaner auf. Auf der Hörspielkassette „Die Insel der schaurigen Masken“ werden die Insulaner – anders als der Titel vermuten ließe – als überaus freundlich und hilfsbereit geschildert. Sie sind weder mit den Piraten noch mit den Soldaten (bzw. Kolonialbeamten, wie es in einem alten Katalog so schön hieß) verfeindet, sondern verteidigen sich lediglich, wenn dies nötig ist, und wollen ansonsten ihr friedliches Inselleben genießen. Sie scheinen in der Lage zu sein, mit ihren Trommeln die Kräfte der Natur zu beeinflussen, z.B. Nebel zu erzeugen oder den Wind herbei zu rufen. Mehr soll hier aber nicht gespoilert werden…

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Auch in „Piratensegel am Horizont“, haben die Insulaner einen Auftritt. Dieses Hörspiel findet ihr ebenfalls bei Youtube, falls ihr nicht zufällig noch die Originalkassette und ein funktionstüchtiges Abspielgerät besitzt. Für die Hörspiele orientierte man sich übrigens am britischen Namen des Häuptlings, „Quextil“, änderte ihn jedoch nochmals ab, sodass er schließlich „Quexil“ hieß. Ob diese erneute Namensänderung bewusst geschah oder nur ein Versehen war, ist nicht bekannt. Mir persönlich gefällt die amerikanische Namensvariante, „King Kahuka“, am besten.

Werbung und Merchandise

Wie zu dieser Zeit üblich, wurden die Insulaner im Katalog mit einem Artwork beworben, das die Sets in eine stimmungsvolle, aber nicht aus LEGO gebaute Umgebung einbettete und in dem es für Kinder unheimlich viel zu entdecken galt. Der Katalog 1994 enthielt außerdem eine lustige kleine Fortsetzungsgeschichte über den ausgebrochenen Verbrecher „Max Timebuster“, die im CITY-Teil (der damals noch schlicht „STADT“ hieß) begann und sich dann durch die verschiedenen Welten und Epochen des restlichen Katalogs zog. Das erklärt den zunächst etwas deplatziert wirkenden Polizisten, den ihr im folgenden Scan der deutschen Katalog-Doppelseite sehen könnt.

Das gelungene Artwork wurde – jeweils in leicht veränderter Form – auch in verschiedenen anderen Katalogen sowie für Zeitschriftenwerbung verwendet.  Außerdem wurde es, wie bereits erwähnt, als DIN A2- Poster den  Sets 6262 Voodoohütte und 6264 Tropenhöhle beigelegt.

Dieses Poster lag den Sets 6264 und 6262 bei
Dieses Poster lag den Sets 6264 und 6262 bei

Es gab für Piraten und Insulaner einen gemeinsamen TV-Werbeclip, der auf Youtube auch in einer deutschen Sprachversion zu finden ist (nur leider mit sehr viel schlechterer Bildqualität). Er wurde wie damals die meisten (bzw. alle?) Clips von der dänischen Werbeagentur Advance produziert und fängt das Ambiente der Sets sehr schön und phantasievoll ein. Es taucht übrigens für wenige Sekunden ein Götze auf, der auf der Rückseite des Sets 6278 exakt identisch als Teil eines alternativen Bauvorschlags abgebildet ist. Vermutlich kamen also beim Dreh des Videoclips zumindest teilweise dieselben Modelle zum Einsatz wie beim Fotoshooting für das Verpackungs-Artwork, oder womöglich war Advance ebenfalls für die Gestaltung der Verpackungen zuständig.

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Ein alternativer Bauvorschlag des Sets 6278 (links) im Werbespot (rechts)
Ein alternativer Bauvorschlag des Sets 6278 (links) im Werbespot (rechts)

Über die verschiedenen Werbeformate hinaus gab es außerdem einige Merchandise-Artikel, allerdings wesentlich weniger als z.B. zur ein Jahr später erschienenen Aquazone-Reihe. Es handelte sich zum großen Teil um Bekleidungsartikel (mein persönliches Highlight: Eine Insulaner-Krawatte), aber auch ein Patch und ein Schlüsselanhänger durften natürlich nicht fehlen! Viele Artikel konnte man über den LEGO Club erwerben, es gab aber auch lizenzierte Artikel wie die unten abgebildete Handschlaufe für Mobiltelefone, die 2001 erschien.

Was wurde aus den Insulanern?

Leider wurde die Reihe bekanntlich nicht fortgesetzt, aber heißt das, dass die Insulaner völlig aus dem LEGO Kosmos verschwanden? Begeben wir uns auf eine Spurensuche!

Im Jahre 2013 erschien im Rahmen der Minifiguren-Sammelserie 11 die Figur „Island Warrior“, die als Fanservice verstanden werden darf und eindeutig an die Insulaner angelehnt war, wenngleich offenbar stark durch die Māori inspiriert und daher weniger generisch gehalten als die Figuren aus 1994.

Auch das ikonische Schilddesign der Insulaner verschwand nicht völlig: Einige Schilde lassen sich noch heute entdecken, und zwar im LEGOLAND in Günzburg. Das ist insofern interessant, dass das LEGOLAND erst 17 Jahre alt ist, also erst acht Jahre nach Erscheinen der Insulaner-Sets eröffnet wurde. Es ist wahrscheinlich, dass die damalige Gestaltung des Parks durch die Neuauflage des Sets 6292 (Tropenlagune) von 2001 inspiriert wurde. Jedenfalls haben die Schilde allen Veränderungen zum Trotz gleich an vier Stellen die Zeit überdauert. Leider kommen sie im heutigen Park nicht mehr richtig zur Geltung und man läuft leicht an ihnen vorbei, aber dennoch freut es mich, dass die Parkleitung sie nicht hat entfernen lassen.

Falls jemand Lust verpüren sollte, einen solchen Schild nachzubauen, findet ihr nachfolgend übrigens auch eine Nahaufnahme.

Kommen wir zuletzt zum LEGO House in Billund. Wo, wenn nicht dort, zerlebriert LEGO die eigene Geschichte, und folgerichtig haben auch die Insulaner einen Ehrenplatz in der „Green Zone“ erhalten. In einem der großen Dioramen, am Fuße eines Vulkans gelegen, findet man ein kleines Dorf und sogar das originale 6256 Zwillingskanu.

All das unterstreicht, dass die LEGO Insulaner ein tolles, liebevoll gestaltetes Thema waren, an das sich viele AFOLs und offensichtlich auch LEGO selbst gerne zurückerinnern. Ich finde, die Reihe hätte ein Comeback verdient! Bis es soweit ist, erfreue ich mich an den alten Sets, von denen die meisten – sofern man keinen Wert auf die Originalverpackungen legt – übrigens bei Ebay oder Ebay Kleinanzeigen zu recht erschwinglichen Preisen im Konvolut zu bekommen sind.

Welche Erinnerungen verbindet ihr mit den LEGO Insulanern und welche Sets besitzt ihr noch heute? Welche Geschichten habt ihr euch damals ausgedacht und wer waren bei euch die Guten? Würdet ihr euch freuen, wenn eine ähnliche Reihe von LEGO neu aufgelegt würde? Ich bin gespannt auf den Austausch in den Kommentaren!


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Über Jens Herwig 314 Artikel
Mag verzerrte Gitarren, LEGO und Enten. Wollte so sein wie MacGyver, ist aber nur Physiker geworden. Erweckung aus den Dark Ages durch den Technic Unimog. Liebt alte Sets und hat ein Aquazone-Diorama im Wohnzimmer stehen.
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