Firmenretter und AFOL-Schreck: 20 Jahre LEGO Bionicle – Ein Rückblick

Bionicle Beitragsbild

„Die Insel Mata Nui war einst ein Paradies, bevor ein Wesen namens Makuta ankam und das Land in Finsternis und Unglück stürzte. Die Eingeborenen, Matoraner genannt, und ihre Häuptlinge, die Turaga, hatten seither gewartet und gehofft, dass Helden kommen und Makuta bezwingen, um ihre Heimat zu retten. Nun hat das Warten ein Ende. Sechs mächtige Helden, bekannt als Toa, sind auf Mata Nui angekommen…“

Diese Sätze begleiteten vor 20 Jahren den Produktstart eines der außergewöhnlichsten und gleichzeitig erfolgreichsten Kapitel in der Geschichte von LEGO. Obwohl das Thema heute wie damals von einem Großteil der (erwachsenen) Fans als Außenseiter im LEGO System gesehen wird, war es gleichzeitig in der Lage, eine unglaubliche Zahl an Fans um sich zu scharen. Bionicle führt uns wie keine andere Themenwelt auf eine Reise vom schleichenden Niedergang der Firma LEGO in den 90er-Jahren über den Tiefpunkt am Rande der Zahlungsunfähigkeit Anfang der 2000er bis zum Weg an die Weltspitze der Spielzeughersteller.

Bei meinen Recherchen für diesen Artikel erhielt ich in einem Gespräch mit Christian Faber, einem der kreativen Köpfe hinter Bionicle, einen Einblick in die Entwicklung der Themenwelt und erfuhr, welchen Einfluss Bionicle auf die Firma LEGO hatte und warum es seine Fans bis heute begeistert.

Die Legende von Mata Nui

LEGO Bionicle - Mata Nui
Die Insel Mata Nui (©2012 FaberFiles)

„Ich denke, der Grundgedanke ist, dass jeder von uns nur ein kleines Rädchen in einem großen System ist. Aber wenn wir die richtigen Dinge tun, können wir einen großen Einfluss auf das System haben. Das ist auch der Hauptaspekt, den ich vermitteln wollte. Die eigene Rolle im Universum kennenzulernen. Dass jeder von uns klein und unbedeutend ist, bis man das Richtige tut und plötzlich sehr wichtig werden kann!“

– Christian Faber

Die Geschichte beginnt auf einer Insel, die von Eingeborenen, den Matoranern, bewohnt wurde. Die Matoraner lebten friedlich in ihren sechs Stämmen, wobei jeder Stamm von einem Turaga, dem Dorfältesten und Priester, angeführt wurde. Benannt war die Insel nach dem „Großen Geist“, der alles erschaffen hatte: Mata Nui.

Eines Tages jedoch brachte der böse Makuta Finsternis über das Land, da er neidisch auf die Verehrung war, die die Matoraner seinem Bruder Mata Nui entgegenbrachten. Er versetzte Mata Nui in einen tiefen Schlaf und verwandelte die auf der Insel lebenden Tiere (genannt Rahi) in böse Monster, die fortan die Matoraner terrorisierten.

Alte Legenden sprachen von Helden, die kommen würden, um Makuta zu bezwingen und die Insel zu retten. Und tatsächlich wurden eines Tages sechs große Kanister an den Stränden angespült, in denen sich die Toa befanden. Jeder von ihnen beherrschte ein anderes Element: Feuer, Wasser, Luft, Erde, Stein und Eis. Doch ihre Stärke allein würde noch nicht ausreichen, um Makuta zu besiegen. Dazu mussten sie sich auf die Suche nach den Kanohi, den Masken der Macht, machen, die auf der Insel versteckt lagen. Diese würden ihnen größere Fähigkeiten, Stärke und Weisheit verleihen und so helfen, das Böse zu besiegen und Mata Nui wiederzuerwecken. Doch Makuta und seine Rahi würden alles tun, um die Toa davon abzuhalten, die Masken zu finden…

LEGO Bionicle Matoraner Turaga Toa
Bewohner des Dorfes Po-Koro auf Mata Nui: Matoraner Hewkii, Turaga Onewa und Toa Pohatu (v.l.n.r.)

Dies umreißt in groben Zügen die Story, die zum Verkaufsstart der ersten Sets im Jahr 2001 veröffentlicht wurde. Die nachfolgenden Handlungsstränge betteten den oben beschriebenen Anfang in einen deutlich komplexeren Kontext ein, der den Fans erst durch einen überraschenden Plottwist im Jahr 2008 offenbart wurde. Im „Solis-Magna-Sonnensystem“ hatten die „Großen Wesen“ einen gigantischen Mechanoid mit dem Namen „Great Spirit Robot“ erschaffen und sein Bewusstsein „Mata Nui“ getauft. Dieser sollte ihren in drei Teile zerrissenen Planeten „Spherus Magna“ wiederherstellen. Der riesige Roboter-Körper diente als Lebensort für die biomechanische Spezies der Matoraner, die durch ihre Arbeit im Inneren die Lebensprozesse von Mata Nui am Laufen hielten. Nachdem Mata Nui durch Makuta mit einem Virus infiziert wurde, stürzte er in das Meer des Planeten „Aqua Magna“. In einer Art Koma auf dem Planeten gefangen, sorgte sein Tarnsystem dafür, dass die aus dem Wasser ragenden Körperteile zu Inseln wurden. Die Insel Mata Nui entstand direkt auf dem Gesicht des Roboters. Die sechs Toa, die 2001 in der ersten Welle erschienen, waren eine Art integrierter Lebensretter des Roboters und wurden nach seiner Infektion aktiviert, um Mata Nui wiederzuerwecken.

Die komplette Handlung ist noch um ein Vielfaches komplexer, wurde allerdings von fleißigen Fans in diversen Wikis chronologisch aufgelistet. Ein guter (und ausführlicher) Überblick findet sich zum Beispiel hier: Bionicle Timeline.

Eine Delle im (LEGO) Universum

Das von Steve Jobs bekannte Ziel „eine Delle ins Universum zu schlagen“ gelang LEGO in der Welt der Konstruktionsspielzeuge mit Bionicle. Man könnte allerdings auch sagen, dass das Universum der Firma LEGO zum Veröffentlichungszeitpunkt von Bionicle ohnehin schon eine Delle hatte. Nachdem 1988 die letzten Patente auf den klassischen LEGO Stein ausgelaufen waren und auch andere Hersteller dieses Prinzip vertreiben durften, endete 1993 für LEGO eine Zeit des zweistelligen Wachstums, die zuvor 15 Jahre lang angedauert hatte.

Während die Produkte bisher schrittweise weiterentwickelt worden waren, versuchte man es in Billund daraufhin mit deutlich stärkerer Veränderung der Themenwelten und Sets, um das Umsatzwachstum wieder anzukurbeln. Dieser Plan ging nur teilweise auf: Durch die schiere Masse an unterschiedlichen Themen landete man immerhin einige Erfolge. Auf der Kehrseite der Medaille standen jedoch eine Verdreifachung der Produktpalette in den Jahren von 1994 bis 1998. Die Verkaufszahlen hielten sich in dieser Zeit zwar stabil, viele der Neuentwicklungen von Primo über ZNAP bis hin zu Scala waren allerdings kein großer Erfolg. Eine erschreckende Unkenntnis der eigenen Kosten sorgte zudem dafür, dass LEGO bei einigen aufwendig gestalteten Sets und Verpackungen in dieser Zeit mit jedem verkauften Exemplar Verluste einfuhr. Die immer stärker werdende Konkurrenz durch digitale Freizeitbeschäftigungen tat ihr Übriges und so sank der Gewinn immer weiter. 1998 stand zum ersten Mal in der Firmengeschichte ein Verlust zu Buche, der im Folgejahr zur Entlassung von 1.000 Angestellten führte.

Um zu überleben, musste die Firma sich von ihrem damals noch vorherrschenden Selbstbild verabschieden, dass die Designer in Billund am besten wüssten, was Kinder wollten, und dass ein frei kombinierbares Bausteinsystem im Zusammenspiel mit der Fantasie ausreichte, um auf dem Spielzeugmarkt bestehen zu können.

LEGO Bilanz 1994 1998
Verkauf, Nettogewinn und Anzahl neuer Spielzeuge bei LEGO (1994 bis 1998) (Quellen: LEGO Annual Report 1999 und „Das Imperium der Steine“, Campus Verlag 2014)

Mit Aufnahme von Lizenzthemen in das Produktportfolio ging es für LEGO ab 1999 zunächst wieder etwas bergauf. Die neu eingeführte Star Wars Themenreihe und die zwei Jahre später erschienenen Harry Potter Sets erzielten sehr gute Umsätze, der Erfolg hielt jedoch nur bis 2003 an. In diesem Jahr erschien zu beiden Lizenzen kein neuer Kinofilm, was einen merklichen Umsatzrückgang nach sich zog. Das dritte große Thema dieser Zeit war Bionicle, das bereits in seinem Erscheinungsjahr 2001 einen Umsatz von 160 Millionen US-Dollar erwirtschaftet hatte.

Als 2003 die Verkäufe bei LEGO stark einbrachen, stand das Unternehmen mit 800 Millionen US-Dollar Schulden kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. Zu dieser Zeit machte Bionicle etwa 25 % des Umsatzes von LEGO aus und sorgte für mehr als 100% des Nettogewinns (da alle anderen Themen Verluste machten). Obwohl Star Wars und Harry Potter in den vorausgegangenen Jahren beim Umsatz die Erwartungen erfüllen konnten, sorgten der scharfe Rückgang und die zu zahlenden Lizenzkosten für eine bedrohliche Lage. LEGO musste zwar auch bei Bionicle Einbußen von 20% hinnehmen, wurden aber nicht noch durch die zusätzlichen Abgaben belastet. Mit der Serie schuf LEGO vielmehr ein eigenes Franchise, das durch die Lizensierung an andere Firmen sogar Einnahmen generierte. Von Happy Meal-Beigaben über Schuhe bis hin zu Cornflakes war Bionicle bald überall präsent.

LEGO Shop At Home Katalog Frühling 2003 678
Auszug aus dem LEGO Shop At Home Katalog (Frühling 2003)

Um LEGO aus der Beinahe-Insolvenz an die Weltspitze der Spielzeughersteller zu führen, benötigte es natürlich mehr als Bionicle. Die Geschehnisse ab der Jahrtausendwende reichen sogar aus, um ein ganzes Buch zu füllen („Brick by Brick“ von David Robertson; dt. Titel: „Das Imperium der Steine“). Bionicle verschaffte dem Unternehmen jedoch ausreichend Luft, um die notwendigen Maßnahmen und Änderungen zur Rettung einzuleiten. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass die Firma LEGO ohne diese Themenwelt heute nicht mehr existieren würde, oder zumindest nicht mehr in der gewohnten Form.

Der lange Weg zum Erfolg

Der Schlüssel zum überragenden Erfolg von Bionicle lag in der mitgelieferten Hintergrundgeschichte. Eine solch komplexe Handlung hatte es bis dato noch nie bei einer selbst entwickelten LEGO Themenwelt gegeben. Sieht man einmal von den damals gerade erst aufkommenden Lizenzthemen ab, gab die mitgelieferte Geschichte einer Themenreihe meist nur einen Anstoß, eine Inspiration, die den weiteren Verlauf vollkommen offen ließ, wodurch dieser von den Kindern selbst ausgestaltet werden konnte. Bionicle war in vielerlei Hinsicht völlig anders als die klassischen LEGO Themen. Doch der Erfolg kam keineswegs aus dem Nichts. Vielmehr gingen ihm einige teils krachend gescheiterte Projekte voraus, die allerdings bestimmte Grundlagen geschaffen hatten und aus deren Misserfolg die Entwickler in Billund lernen konnten.

Gemeinsam vorwärts – LEGO und Advance

Die Entstehung von Bionicle ist für Fans heute besonders mit einem Namen verbunden: Christian Guldberg Faber. Faber war 28 Jahre lang Mitarbeiter der Kopenhagener Werbeagentur Advance, die seit 1976 mit LEGO zusammenarbeitet. Neben der Planung und Durchführung von Produkteinführungen war Advance auch an der Gestaltung von eigenen Themenreihen wie Exo-Force, Agents oder LEGO Friends beteiligt. Einen Eindruck von erstellten Werbematerialien inklusive kleinem Nostalgietrip findet ihr im Advance Showreel von 2019:

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Cybots – die Geburtsstunde der Kugelgelenke

Im Sommer 1995 testete Faber eine neue Idee: Aus Knetmasse formte er große Arme, Beine und Köpfe und brachte diese an einen Körper aus LEGO Steinen an. Die Testversionen von LEGO Actionfiguren entwickelten sich anschließend zu einem Konzept namens „Cybots“: Roboter suchten tief unter der Erde nach Energiekristallen, wobei sich einige von ihnen aufgrund von Fehlfunktionen gegen ihre menschlichen Erbauer wendeten und ein eigenes unterirdisches Reich errichten wollten. LEGO gefiel die Idee und Faber begann, mit einem LEGO Designer an der technischen Umsetzung der Figuren zu arbeiten. Die größte Herausforderung war dabei die Beweglichkeit der Gliedmaßen. Die Lösung fand sich schließlich in der Natur: Kugelgelenke.

Cybots The Underground Mine
Fabers Konzepte für Cybots (©2012 FaberFiles)

Auch wenn es die Cybots nie zur Marktreife schafften, so hatten sie doch in zweierlei Hinsicht Einfluss auf spätere Themenwelten. Die Idee von Minenarbeitern, die tief unter der Erde nach Energiekristallen schürften, wurde bei den Rock Raiders (1999-2000) und den Power Miners (2009-2010) erneut aufgegriffen. Die Konzepte für Kugelgelenke verschwanden einige Zeit in einer Schublade, wurden jedoch für die Entwicklung der Slizer wieder hervorgekramt und zum ersten Mal in einer Themenreihe eingesetzt. Die Erfindung der neuartigen Gelenke sieht Christian Faber als einen „Gamechanger“ in der Geschichte von LEGO:

„Man stelle sich nur mal vor, ein Konkurrent hätte diese Kugelgelenke für Spielzeugfiguren erfunden. Hätte Mattel das getan, wäre Bionicle die größte Bedrohung jemals für LEGO gewesen. Andere Firmen hätten solche Spielzeugserien auch früher schon in Bereiche getrieben, die LEGO damals nicht für möglich gehalten hätte.“

Slizer – der Großvater von Bionicle

LEGO Slizer 8505
LEGO Slizer 8505 „Amazon“ (1999)

Im Jahr 1999 erschien die Produktreihe „Slizer“ (in manchen Ländern auch Throwbots genannt), auf die die Designer bereits einige Jahre hingearbeitet hatten. Bei dieser Themenreihe wurde zum ersten Mal das Konzept von baubaren Actionfiguren angewendet. Außerdem vollendete eine Technic-Designgruppe die Entwicklung der Cybot-Kugelgelenke, zu denen auch der heute noch eingesetzte Technic Ball Joint (32474) gehört. Bei Slizer wurde bereits ein ähnliches Konzept wie bei Bionicle eingeführt. Der deutsche LEGO Katalog von 1999 beschreibt die Figuren als Bewohner eines extrasolaren Planeten, der in sieben Regionen eingeteilt ist. Der Name Slizer entstammte der Einteilung des Planeten, der von den Polen aus gesehen an eine geschnittene Pizza erinnerte.

Die Slizer kamen bereits nicht mehr in den klassischen LEGO Verpackungen daher, sondern wurden in Kunststoffboxen (im Katalog als „Raumschiffverpackungen“ bezeichnet) verkauft, die man sich an den Gürtel schnallen konnte. Außerdem war diese sammelbare Produktreihe bereits darauf ausgelegt, nach und nach von Kindern mit ihrem Taschengeld selbst gekauft zu werden. Die Kombination aus verschiedenen individuellen und zudem günstigen Figuren sollte die Sammelleidenschaft der Kinder wecken. Entsprechend dieser Pläne verkaufte sich das Thema das ganze Jahr über gleichmäßig und konzentrierte sich nicht so stark auf das Weihnachtsgeschäft wie andere Themenreihen oder große Sets. Mit einem Umsatz von umgerechnet etwa 80 Millionen Euro war das Thema erfolgreicher als intern erwartet.

Robo Riders – viel Luft nach oben

LEGO Roborider 8510
LEGO Robo Riders 8510 „Lava“ (2000)

LEGO hatte von vornherein geplant, verschiedene kurzlebige und sammelbare Serien nacheinander auf den Markt zu bringen, und so standen im Juni 2000 bereits die „Robo Riders“ in den Startlöchern, um die erfolgreichen Slizer abzulösen. Basierend auf einem ähnlichen Konzept und den gleichen Technic-nahen Elementen mit Kugelgelenken erschienen sechs motorradartige Roboter, die ihr Vorderrad abfeuern konnten. Auch hier hatte analog zu den Slizern jeder Roboter sein eigenes „Element“ (Swamp, Lava, Frost, Onyx, Dust und Power). Mit dem Gedanken, den Verkauf auch außerhalb traditioneller Spielzeugläden zu ermöglichen, erhielten die RoboRiders eine neuartige Verpackung in Form einer Dose, um diese auch an Getränkeautomaten verkaufen zu können. Dass die Charaktere storytechnisch nie richtig ausgeschmückt wurden, scheint einer der Gründe für den schlechten Absatz der Produkte gewesen zu sein. Neben der Verpackung brachte diese Reihe noch eine weitere Neuerung mit sich: Jedes Set enthielt einen Code, der sichtbar wurde, sobald man die Dose für ein paar Minuten in den Kühlschrank stellte. Dieser Code konnte anschließend auf der LEGO Website eingegeben werden, um in einem Onlinespiel die Monster aus der Welt der RoboRiders zu bekämpfen. Zusätzlich hielt der Onlineauftritt eine Bauanleitung für den „MEGA Robo Rider“ (eine Kombination aller sechs Modelle) sowie Bildschirmhintergründe bereit. Im Jahr 2000 waren diese Dinge natürlich noch etwas besonderer als heutzutage.

Die Analysen, Rückmeldungen und Erfahrungen, die das Team in Billund mit diesen beiden Themenreihen sammeln konnte, flossen später in das nachfolgende Thema ein: Bionicle.

Bone Heads of Voodoo Island – der Kinderschreck

1999 war die Entwicklung des Robo Riders-Nachfolgers bereits in vollem Gange. Die neuen Figuren trugen den Namen „Bone Heads“ oder „Voodoo Heads“. Das Thema spielte bereits auf einer tropischen Insel mit Eingeborenen, zudem gab es einige Kreaturen, die den späteren Rahi sehr ähnlich waren. Christian Faber veröffentlichte vor einigen Jahren ein Video mit alten Aufnahmen dieser Konzepte auf YouTube:

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Die Tests mit Kindern der entsprechenden Altersklassen waren allerdings niederschmetternd. Die „Bone Heads“ verfügten über eine Spielfunktion, durch welche der Kopf der Figur bei einem Schlag auf die Körpermitte abgeworfen wurde. „Rollende Köpfe“ schienen jedoch nichts zu sein, was Kinder zum Spielen haben wollten. Ein Desaster bahnte sich an. Da der Release der neuen Themenreihe immer näher rückte, musste schnell ein Plan B her. In einem Krisenmeeting entstand die Idee, die abnehmbaren Köpfe durch abnehmbare Masken zu ersetzen. Christian Faber erinnert sich:

„Mein Neffe spielte damals gerne mit Masken von Superhelden wie Batman und wechselte dabei ständig seine Identitäten und Superkräfte. Also dachten wir, dass man statt des Kopfes seines Gegners auch dessen Maske wegschlagen könnte. Dies war auch eine bessere Analogie: Man kann seinen Schutz verlieren, man kann sein Gesicht verlieren, aber man verliert nicht einfach seinen Kopf.“

LEGO gefiel die Idee der Masken in zweierlei Hinsicht: Sie nahm dem Spiel mit den Figuren die Brutalität und sie brachte ein Element in die Themenreihe, das von den Kindern gesammelt und getauscht werden konnte.

Bionicle – eine Saga entsteht

Christian Faber Files Beach Concept
Ankunft von Toa Tahu auf Mata Nui; Konzeptzeichnung (©2012 FaberFiles)

Faber konnte im Zusammenhang der Umgestaltung von „Bone Heads“ zu Bionicle noch eine sehr persönliche Geschichte einbringen. Kurz nachdem er 1986 seine Stelle bei Advance angetreten hatte, wurde ein Hypophysentumor in seinem Gehirn entdeckt. Um ein Wachstum des Tumors zu verhindern, musste Faber über Jahre hinweg jeden Abend ein Medikament einnehmen. Als schließlich eine Story für die neue Themenwelt benötigt wurde, brachte seine Krankheit ihn auf eine Idee:

„Ich habe mich an meine eigene Situation erinnert: Ich nahm Medikamente in Form von Kapseln, die dann versuchten, die richtige Stelle in meinem Körper zu finden und die Krankheit zu heilen. Das führte zur ursprünglichen Idee des Roboters unter der großen Insel, dessen Medizin, die Toa, in Kapseln an den Strand angespült wird. Aber die Toa wussten nicht, was sie zu tun hatten, und mussten erst herausfinden, dass sie eigentlich Helden in einer großen Geschichte waren. Und dieser einfache Aufhänger bot uns Jahr für Jahr Möglichkeiten, die Themenreihe zu gestalten.“

So entstand die Geschichte rund um die Insel Mata Nui und den gleichnamigen, im Sterben liegenden, großen Mechanoiden. Christian Faber bezeichnet die Insel als eine „Mischung aus Dänemark und Hawaii“, wie sich auch gut an seiner Konzeptzeichnung für die Größe des Roboters erkennen lässt.

Faberfiles Turaga Files Exhibit022
Konzeptskizzen für Mata Nui (©2015 FaberFiles)

In einer der letzten Brainstorming-Runden wurde noch an einem Namen für die neue Themenwelt getüftelt. Bionicle setzte sich schlussendlich gegen Vorschlägen wie „Bioknights“ oder „Afterman“ durch. Entgegen des naheliegenden Erklärungsansatzes war der Name „Bionicle“ nicht an das Wort „Bionik“ (engl. Bionics) angelehnt, welches die Übernahme von Mechanismen aus der Natur in die Technik beschreibt (wie bei einem Klettverschluss), sondern setzt sich aus den beiden Wörtern „biological“ und „chronical“ zusammen. Vor allem der zweite Wortteil deutet bereits auf den großen Anteil der Story bei diesem Thema hin.

Die Produkte zum Verkaufsstart 2001

Mit Erscheinen der ersten Bionicle-Sets im Jahr 2001 begann auch die Erzählung der Hintergrundgeschichte rund um die Insel und die Charaktere. Das Thema erhielt zwei Doppelseiten im LEGO Katalog und war damals noch offiziell unter „Technic“ eingegliedert. Die Ausgabe Januar/Februar 2001 des „LEGO World Club“-Magazins (Vorvorgänger des LEGO Life Magazins) beleuchtete die Welt von Mata Nui ebenfalls ausführlich und stellte die sechs Helden vor.

LEGO World Club Magazin Jan Feb 2001
Vorstellung von Bionicle im LEGO World Club Magazin (Ausgabe Januar/Februar 2001)

Wie Fabers Medikamente kamen auch die Toa in runden Kapseln daher. Die Verpackung stellte also gleichzeitig die Kanister dar, in denen die Helden am Strand von Mata Nui angespült wurden. Beim Nachspielen der Geschichte konnte diese dadurch mit einbezogen werden.

Am Boden der runden Dosen lag eine Mini-CD, die einiges an Promo-Material enthielt. So konnte man mehr über die Toa, ihre Waffen und ihre Masken erfahren oder die Legende rund um Mata Nui und Makuta hören. Durch Eingabe eines individuellen Codes, der auf der Innenseite der Maske jedes Toa zu finden war, ließ sich ein kleiner Film über diesen freischalten. Einen allgemeinen Einblick in die CD und die Freischaltung der Codes in den Masken findet man heute auf YouTube.

Bionicle Toa Tahu + Box
8534 Toa Tahu (2001, UVP: 17,19 DM) neben seiner dosenförmigen Verpackung

Das Einzige, was zum Start der Themenreihe fehlte, war Makuta, der von Beginn an als Oberbösewicht beschrieben worden war. Wie Christian Faber erzählt, machte das den Kindern allerdings weniger aus, als man vermuten würde:

„Ein Abenteuerthema zu starten und im ersten Jahr keinen Bösewicht zu haben, das ist schon sehr außergewöhnlich. Aber die Kinder machten aus dem Thema, was immer ihnen beim Spielen einfiel. Oft haben sie einfach die am gefährlichsten aussehenden Charaktere genommen und sie als ihre Bösewichte eingesetzt.“

Eine Besonderheit stellten neben den Figuren auch die sammelbaren Masken dar. Zum ersten Mal in der Geschichte von LEGO gab es Polybags, über deren Inhalt man nicht genau Bescheid wusste. Bekannt war nur, dass zwei Kanohi-Masken sowie ein Bionicle-Kopfelement enthalten sind. Bei sechs Toa und sechs Turaga in jeweils sechs Farben ergaben sich insgesamt 72 mögliche Kombinationen aus Form und Farbe, was eine vollständige Sammlung bei einem Preis von 2,69 Euro für zwei zufällige Masken auch im besten Fall zu einem kostspieligen Vergnügen machte.

LEGO 8530
LEGO 8530 Bionicle Kanohi Masken

Zur Krönung des überaus erfolgreichen Release-Jahres wurde LEGO Bionicle später noch zum „Innovative Toy of the Year 2001“ gewählt.

Comics, Bücher, Filme – die Bionicle „Lore“

Als Ergänzung zu den Sets wurde gleich zu Beginn auch eine Comic-Reihe in Zusammenarbeit mit dem Verlag DC Comics gestartet, um die Geschichte rund um die Toa zu erzählen. Die erste Ausgabe mit dem Titel „Sechs Helden – Eine Bestimmung“ lag dem LEGO World Club Magazine März/April 2001 bei. Später folgten noch weitere Gratisausgaben für Club-Mitglieder. Außerdem waren auch in den Magazinen selbst immer wieder Auszüge aus den Comics abgedruckt. Regulär wurden die Bildergeschichten in Deutschland im Bionicle-Magazin veröffentlicht, das zu Beginn monatlich erschien und 2,70 Euro kostete. Im Jahr 2003 zählten die Bionicle-Comics mit einer monatlichen Auflage von eineinhalb bis zwei Millionen Drucken zeitweise zu den meistgelesenen Comics weltweit. Im Laufe der Zeit entstand neben den Comics noch eine 46 Bände umfassende Buchreihe, außerdem Enzyklopädien und Sachbücher mit Erklärungen und Fakten rund um das Universum der Toa. Des Weiteren wurden insgesamt vier Animationsfilme produziert, die 2003, 2004, 2005 und 2009 jeweils einen Teil der Handlung in Spielfilmlänge erzählten. „Bionicle: Die Maske des Lichts“ war der erste animierte Spielfilm von LEGO und damit Wegbereiter für moderne Produktionen wie „The LEGO Movie“.

Bionicle gestaltete seine Story in einer unglaublichen Verwobenheit und befeuerte sie über solch eine Vielzahl von Kanälen, dass selbst das heutige Marvel Cinematic Universe neidisch werden könnte. Gleichzeitig versuchte das Entwicklerteam, die Produktlinien so zu gestalten, dass Kinder auch ohne die Details und Zusammenhänge aus den Comics, Büchern und Filmen mit den Figuren spielen konnten.  Wer nicht jeden Comic las oder alle Filme schaute, nahm die Handlung eher als eine Art „island hopping“ (Christan Faber) wahr, bei dem immer neue Schauplätze mit neuen Helden und Schurken eingeführt wurden.

Die 2000er – das Jahrzehnt von Bionicle

Schauplätze von 2001 bis 2008
Bionicle Schauplätze von 2001 bis 2008 (©2012 FaberFiles)

Hatten die Designer und kreativen Köpfe hinter Bionicle zunächst mit einer optimistischen Laufzeit von drei Jahren gerechnet, wurde diese Erwartung deutlich übertroffen. Zahlreiche neue Inseln, Orte und Schauplätze wurden im Laufe der Jahre eingeführt, unter anderem ein Handlungsabschnitt unter Wasser. Faber, der bereits Creative Art Director der Themenwelt Aquazone gewesen war, bezeichnet diesen Abschnitt bis heute als seinen Lieblingsteil der Reihe.

Im Jahr 2004 wurde weltweit im Schnitt alle 1,4 Sekunden ein Bionicle-Set verkauft und fast jeder zweite amerikanische Junge zwischen sechs und zwölf Jahren besaß mindestens eine Bionicle-Figur. Die Story entwickelte sich ohne einen wirklichen Fehlschlag mit halbjährlich neu erscheinenden Bausätzen stetig weiter. Die Sets und Werbematerialien wurden immer professioneller und verknüpften sich ganz im Stil großer Franchises auch mit der damaligen Popkultur, wie diese Werbespots aus dem Jahr 2006 und 2007 zeigen (Toa Inika Commercial ft. The All-American Rejects, Toa Mahri Commerical). Mit den All-American Rejects gab es 2006 auch ein gemeinsames Gewinnspiel mit dem Namen Free The Band, bei dem die Bandmitglieder mit den Charakteren aus der Bionicle-Story interagierten.

Die jahrelang entstandene Geschichte zu einem Ende zu führen, war laut Faber jedoch schwieriger, als man es sich zu Beginn vorgestellt hatte:

„Es ist eine Sache, eine solche Geschichte zu beginnen, aber wir haben uns gefragt: Wie schließen wir das alles nur ab?“

2008 wurden schließlich einige langfristig geplante Handlungsbögen zum größten Plottwist eines LEGO Themas überhaupt zusammengeführt: Der schlafende und bis dato gottähnliche Mata Nui war in Wirklichkeit ein riesiger im Meer versunkener Roboter und alle bisherigen Schauplätze befanden sich in oder auf seinem Körper. Es gelang den Toa, Mata Nui zu erwecken, der sich daraufhin wieder aus dem Ozean erhob:

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Damit hätte die Story auf eine natürliche Weise enden können, das Thema wurde aufgrund des großen Erfolges jedoch noch mithilfe einer erneuten Wendung der Ereignisse zwei Jahre weitergeführt. Makuta hatte im Moment des „Reboots“ die Kontrolle über den großen Roboter übernommen und Mata Nuis Geist wurde in der Kanohi Ignika, der Maske des Lebens, gefangen auf den Planeten „Bara Magna“ verbannt. Die angehängte Story konnte nicht mehr so stark überzeugen, woraufhin das Thema nach der (vorerst) letzten Welle an Sets im Jahr 2010 eingestellt wurde. Zum Abschluss gelang es Mata Nui, Makuta zu besiegen und den zerstörten Planeten Spherus Magna wiederherzustellen.

2015 und 2016 kam es nochmal zu einem kompletten Reboot, doch diese Serie brachte nicht mehr den Charme der ursprünglichen Reihen mit sich und blieb deshalb nicht lange am Markt. 190 Millionen verkaufte Figuren in den Jahren 2001 bis 2010 verdeutlichen jedoch den riesigen Erfolg von Bionicle.

Verrat an den eigenen Werten?

Bionicle war nicht nur weitaus tiefgründiger und teils auch gruseliger als alle Themenwelten zuvor, es brach in gewisser Weise auch mit dem alten Selbstbild der Firma. Diese Sichtweise lernte ich bereits in meiner Kindheit kennen. Ich erinnere mich zwar nicht mehr an den genauen Wortlaut, aber der Kommentar meines Vaters zu meinem ersten Toa war in etwa: „Also für mich hat das nichts mehr mit LEGO zu tun“. Während sich in Ole Kirk Christiansens Vision noch alles Erdenkliche aus quaderförmigen Steinen erschaffen ließ, sprengte Bionicle nun endgültig die Grenzen des „Systems“. Aus Sicht vieler Leute nicht nur im positiven Sinn. Die Story überwog im Gegensatz zu den Modellen und die neuen Elemente wurden kaum für etwas anderes als die ursprünglichen Figuren verwendet. Laut Faber stieß Bionicle trotz des wichtigen Erfolgs dadurch auch intern nicht nur auf Begeisterung:

„Es gab auch einigen Widerstand gegen Bionicle innerhalb von LEGO, weil wir ständig neue Sachen machten. Stell dir vor, du entwirfst klassische LEGO Themen, die aber einfach nicht mehr genug gekauft werden, und nebenan macht ein Team von Leuten etwas wie Bionicle, das dann ein riesiger Erfolg wird. Das war für viele Leute nicht leicht zu verstehen.“

„Products discontinue – Legends survive“

Faberfiles Turaga Beach Sunset
Blogpost von Christian Faber am 29. Juli 2016 (©2016 FaberFiles)

Auch heute, fünf Jahre nach dem (bislang) endgültigen Ende, ist Bionicle in der LEGO Welt sichtbar. Die großen Foren der damaligen Zeit, BZPower und BIONICLESector01, sind nach wie vor aktiv und besitzen sogar den Status als Recognized LEGO Online Community (RLOC). Unter den RLOCs findet sich außerdem eine weitere Seite (The TTV Channel), die ursprünglich als Projekt einer Gruppe von Bionicle-Fans gestartet wurde. Wer lieber im deutschsprachigen Raum bleibt, findet im Chronist-Wiki alle Infos rund um die Geschichte, Charaktere und Macher von Bionicle. Der Subreddit r/bioniclelego hat knapp 34.000 Mitglieder, die sich dort auf vielfältige Weise über das Thema austauschen. Ein Entwurf zur Feier des diesjährigen Jubiläums erreichte vergangenes Jahr auf der LEGO Ideas Plattform in nur 25 Tagen die benötigten 10.000 Stimmen und steht demnächst beim Bricklink Designer Program im Crowdfunding zur Auswahl.

Ihre Fähigkeit, sich über das Internet zu vernetzen, bewiesen die meist noch recht jungen Fans auch beim Ideas Voting für das Sonderset, das 2022 zum 90-jährigen Firmenjubiläum von LEGO erscheinen wird. Hierbei belegte Bionicle mit einem Anteil von 12,3 % der Stimmen den ersten Platz unter 30 zur Auswahl stehenden Themen.

Auch bei LEGO findet das Thema immer mal wieder Beachtung. In der kürzlich vorgestellten Sommerwelle der Harry Potter Sets 2021 taucht ein kleines Bionicle Easter Egg auf. Ob damit ein Jubiläumsset angeteasert werden soll, können aber nur sehr begabte Sterndeuter sagen.

LEGO Bionicle Harry Potter 76389 Easter Egg
Die Kanohi Hau (Maske von Tahu) als Sternbild im Set 76389 Hogwarts Kammer des Schreckens
Klick zum Öffnen: Weitere Bionicle Easter Eggs der vergangenen Jahre

70657 Ninjago City Docks (2018):

Ein Autogramm von Johnny Thunder, der Junkbot und eine Referenz zu den Power Miners: Bei so vielen Anspielungen darf Bionicle natürlich nicht fehlen. Der Entdecker namens Runde hat in seinem Zimmer eine Karte von Mata Nui hängen, auf der der Name der Insel in matoranischen Schriftzeichen vermerkt ist:

LEGO Bionicle Easter Eggs Ninjago City Docks

70432 Hidden Side Spezialbus Geisterschreck 3000 (2019):

In der Kommandostation im Schulbus scheint einer der Geisterjäger sich die Zeit mit dem Videospiel „Legend of Mata Nui“ zu vertreiben. Allerdings wurde dessen Entwicklung im Laufe des Jahres 2001 eingestellt und das Spiel nie veröffentlicht. Einzig ein paar Screenshots aus dem Gameplay haben es bei der Vorankündigung des Spiels in die Comicmagazine geschafft. Einer dieser Screenshots zeigt Onua am Strand von Mata Nui:

LEGO Bionicle Easter Eggs Schoolbus

70346 Hidden Side Phantom Feuerwehrauto 3000 (2020):

Die Kanohi Hau (Maske des Schutzes) wird von Tahu, dem Toa des Feuers, getragen. Kein Wunder also, dass sie dieses Feuerwehrauto ziert, das in Newbury auf  Geisterjagd geht:

LEGO Bionicle Easter Eggs Phantom Firetruck

60262 Passagierflugzeug (2020):

Vom Flughafen in LEGO City hebt das Flugzeug ab in Richtung Voya Nui. Denkt man an die dort lebenden Piraka aus der Bionicle-Welle von 2006, kommt einem die Insel jedoch nicht gerade wie ein Urlaubsparadies vor…

LEGO Bionicle Easter Eggs Passenger Airplane

LEGO Designer Nicolaas Johan Bernardo Vás (entwarf u.a. 70620 Ninjago City) präsentierte anlässlich des „810NICLEDay“ (10. August) im vergangenen Jahr auf seinem privaten Twitter-Profil zudem einige Möglichkeiten, das Set LEGO Art Andy Warhol’s Marilyn Monroe (31197) in eine der ersten sechs Kanohi Masken umzuwandeln.

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Meine abschließende Frage an Christian Faber war, ob er sich vorstellen könne, dass LEGO aufgrund der vielen Fans noch einmal ein offizielles Ideas Set oder ein Jubiläumsset veröffentlichen würde. Seine Antwort lautete:

„In gewisser Weise versuchen die Fans einen Kampf zu gewinnen, der bereits geendet hat. Ich denke, sie versuchen genau die alten Modelle wiederzubekommen. Aber das sollte nicht das Ziel sein. Es gibt etwas völlig Neues, das wir als Bionicle-Fans tun können, und von dem ihr in Zukunft vielleicht hören werdet!“

Ob ins System passend oder nicht: Bionicle wird in der Geschichte von LEGO immer einen besonderen Platz haben. Als finanzieller Anker in den schwierigsten Zeiten, als Spielzeug einer Generation und als Beispiel dafür, wohin der Weg von simplen ABS-Steinchen durch die Kreativität der Entwickler führen kann.

Jetzt seid ihr an der Reihe! Seid ihr mit Bionicle aufgewachsen, oder habt ihr die Themenwelt erst später kennengelernt? Waren euch die Hintergründe rund um das Thema Bionicle und die Firma LEGO bekannt oder haben sie euch überrascht? Schreibt eure Eindrücke gerne in die Kommentare!

Über Tobias 4 Artikel
Kaufte sich von seinem ersten Taschengeld Luke's Landspeeder (7110) und kam während des Studiums durch die Saturn V zurück zu LEGO. Aufgewachsen mit Rittern, Piraten und den ersten Sets von Star Wars und Harry Potter.

54 Kommentare

  1. Für mich war Bionicle ein Grund dafür, dass ich wieder für lange Zeit in den Dark Ages versank. Nachdem ich in einer kurzen Aufwachphase alle Lego Discovery Channel Sets gekauft hatte, gab es gefühlt überall fast nur noch Bionicle. Und da hatte ich auch den Eindruck: „Das hat nichts mehr mit Lego zu tun.“ Die Figuren fand ich hässlich, und die Einzelteile waren so gut wie unbrauchbar für MOCs. Die gelbköpfigen Star Wars Figuren fand ich auch nicht so toll und interessante Lego Technic Modelle konnte ich mir nicht leisten. Also bin ich wieder in den Tiefschlaf verfallen und erst vor wenigen Jahren wieder erwacht.

  2. Ich bin tatsächlich damit aufgewachsen und hab das Thema geliebt. Von den toa bis zu den phantoka hab ich alles mitgemacht. Die glatorianer hab ich ausgelassen aber dann wieder beim reboot einige Sets gefunden. Bionicle hat bei lego auch meine Sammel Leidenschaft gestartet. Masken, krana, kraata, davon habe ich fast vollständige Sammlungen. Die Geschichte habe ich aber erst später entdeckt und finde sie ausgesprochen tiefgründig und umfangreich für lego. Respekt an das Team dahinter eine so umfangreiche Welt mit so vielen Charakteren und Geschichten zu füllen.

    • Würdest du dir dann ein Reboot oder Neuauflage dann wünschen oder tendierst du eher dazu dass man das nicht mehr anrühren sollte?

    • So ging es mir auch. Als Kind habe ich viele Teile der Geschichte weder gekannt noch verstanden und war spätestens mit den Phantoka dann komplett verwirrt. 😀 Erst als Erwachsener habe ich dann die ganzen Hintergründe kennen gelernt, was in mir eine Art zweiten Bionicle-Frühling geweckt hat und auch einer der Auslöser für diesen Artikel war.:)

  3. Danke für die vielen Infos. Bionicle kenne ich nur am Rande da ich zu der Zeit in meinen Dark Ages war. Da ist so ein Artikel natürlich genau richtig um sich mit der Reihe intensiver zu beschäftigen. Gerade die Hintergründe und die eigentliche Story der Serie fand ich sehr interessant.

  4. Ein sehr interessanter Artikel. Meine Affinität zu Lego in meiner Kindheit/Jugend hat sich anscheinend entgegengesetzt zu Legos Gewinn entwickelt. (Das kann natürlich auch einfach mit meinem Alter zu tun haben). Die 90er Jahre fand ich zum Großteil sehr interessant und habe die Spielwelten geliebt, wohingegen ich die Jahrtausendwende als Niedergang empfand. Ich habe wahrgenommen, dass man mir mit Sammelserien das Geld aus der Tasche ziehen will. Nachdem ich bemerkt habe, dass ich (selbst wenn ich wollte) gar nicht mit dem Sammeln hinter kam, weil jedes halbe Jahr eine neue Serie von Bionicles erschien, habe ich das Interesse verloren und bin nach der ersten Welle in den Dark Ages versunken. Hinzukam natürlich noch, dass die Figuren nicht mehr nach meinem geliebten Lego-System aussahen und wenig Umbaumöglichkeiten boten.
    Diese Masche mit den Sammelserien ist übrigens nicht nur Lego anzulasten, sondern wurde um das Jahr 2000 herum auf dem Spielemarkt gang und gäbe: Die ersten beiden Pokémon-Generationen auf dem Gameboy waren (für mich) noch innovativ und interessant, doch dann kam ständig eine neue raus. Bei Yu-Gi-Oh!-Karten war es ähnlich: Anfangs fand ich das Spiel noch toll, doch nach der dritten oder vierten Erweiterung wurde mir klar, dass ich meine Sammlung nie vervollständigen könnte. Zusammenfassend kann man sagen: Eine Marke hat mich immer dann verloren, wenn sie mich zum Sammeln animieren wollte, ohne dass ein Ende in Sicht gewesen wäre.

  5. Ich besitze immernoch alle Bionicle Figuren aus meiner Kindheit. Die Geschichte war mir damals völlig unbekannt, aber die Actionfiguren habe ich geliebt: Ihre Beweglichkeit durch die Kugelgelenke und die teils monströsen Waffen in Kombination mit LEGOs Kernkompetenzen, Qualität und Umbaubarkeit waren einfach der Hammer! Das Reboot habe ich aufgrund meiner Dark Ages leider so ziemlich verschlafen. Bestochen haben die Figuren auch immer durch den Preis: (Fast) jedes Kind kann sich mal eine kaufen, anders als ein Republic Gunship.

    Würde LEGO Bionicle noch ein weiteres Mal zum Leben erwecken, wäre ich auf jeden Fall dabei. Ob sich das finanziell lohnt, ob die Reihe neue Fans gewinnen und alte Nostalgiker wirklich überzeugen könnte, wage ich aber zu bezweifeln.

    Ich möchte an der Stelle auch das 80-minütige englischsprachige Youtube-Video „Lego Rewind Finale-Bionicle“ von Nick on Planet Ripple empfehlen. Es erklärt mehr oder weniger dasselbe wie dieser wunderbare Artikel, garniert mit Ausschnitten der Serie, noch mehr Details und der Odyssee, die nötig war, um an alle Handlungsschnipsel zu gelangen.

    Danke Tobias für den tollen und ausführlichen Artikel, der die Nostalgie derjenigen triggert, die bei gelben Burgen und Classic Space nur mit den Schultern zucken können 🙂

    • Gerne! Und bei dieser Gelegenheit auch mal stellvertretend ein Dankeschön für die lobende Worte. 🙂
      Bei einem weiteren Reboot wäre ich auch skeptisch ob man damit den Großteil der Bionicle Fans überzeugen könnte. Man sieht ja an anderen Themen, dass die Vorstellungen und Erwartungen der Leute oft sehr unterschiedlich sind und es immer Leute gibt, die nicht damit zufrieden sind.
      Im Prinzip ist der Ninjago-Ansatz ja auch nicht so weit von Bionicle weg, da die Themenwelt ebenfalls stark von der Story und den Charakteren lebt.

      • „Im Prinzip ist der Ninjago-Ansatz ja auch nicht so weit von Bionicle weg, da die Themenwelt ebenfalls stark von der Story und den Charakteren lebt.“

        Deshalb schaue ich auch regelmäßig bei dem von dir erwähnten TTV Youtube-Kanal vorbei, die Ninjago auf Augenhöhe, mit dem Wissen rund um Bionicle, ihrer jahrelangen Leidenschaft dafür begegnen.

  6. Verstehe diesen Clickbait „AFOL-Schreck“ nicht.

    Ich bin mittlerweile Ü30 und mit Bionicle aufgewachsen. Das ist auch der Grund, wieso dieser Hype noch immer überlebt; viele 90s Kids sind jetzt erwachsen und ebenfalls AFOL. Ich kann ja auch nichts für die AFOL Boomer Generation, die den Astronauten und Fabuland hinterhertrauert, überspitzt gesagt. Was ich damit sagen möchte ist, es gibt mittlerweile verschiedene Arten von AFOLs und jede hat eine Berechtigung. Ich finde es nur äußerst schade, dass Bionicle manchmal so schlecht kommentiert wird. Für mich ist Bionicle früher fast alles, für mache eben nichts gewesen. Es kommt auf die Generation, was das Alter an.

    Ich wünsche mir weniger Clickbait und mehr tolerantere, neutralere Überschriften, um alle abzuholen. Nicht umsonst ist Gendern mittlerweile auch ein Thema. Es ist 2021 und wir sollten mal umdenken und jede Gruppierung tolerieren und akzeptieren und das gilt auch für jedes Lego Thema, sowie für jede AFOL-Gruppierung und Generation.

    Das Wort zum Sonntag.

    • Es mag verwundern, aber ich bin tatsächlich auch AFOL und Bionicle Fan und wenn du den Artikel gelesen hast dann kannst du dir sicher vorstellen, dass man sich nicht ohne eine gewisse Begeisterung für die Sache so tief in das Thema hineingraben würde.

      Nichtsdestotrotz kann ich jeden verstehen, der die Bionicle Figuren beim ersten Anblick als nicht zu LEGO passend oder hässlich einstuft. Da in der Zeit von 2000 bis 2016 zudem ein Großteil der heutigen AFOLs in den Dark Ages war, haben viele das Thema erst anschließend kennen und vermutlich nie lieben gelernt. Bei genauem Lesen des Artikels sollte zudem auffallen, dass er gerade auch diesen Leuten das Thema näherbringen soll.

    • Nicht jede Überschrift, die man nicht mag, ist Clickbait: „Ein Clickbait besteht in der Regel aus einer reißerischen Überschrift, die eine sogenannte Neugierlücke (englisch curiosity gap) entstehen lässt. Sie teilt dem Leser gerade genügend Informationen mit, um ihn neugierig zu machen, aber nicht ausreichend, um diese Neugier auch zu befriedigen, ähnlich einem Cliffhanger.“ (Wikipedia)

      Wenn man die Kommentare zur Jubiläums-Ideas-Abstimmung gelesen hat, kann man durchaus zu dem Eindruck gelangen, dass für einen Teil der AFOL Bionicle durchaus eine Antithese zur Grundidee von LEGO ist (eine Argumentation, die ich mir nicht zu eigen mache und die Tobias im Artikel auch überzeugend abbildet). Dass mit „AFOL-Schreck“ die Gesamtheit aller AFOL gemeint sei, halte ich für eine gewagte sprachliche Interpretation deinerseits. Für mich bildet die Überschrift von Tobias sehr überzeugend und als inhaltliches Kondensat den Bogen ab, den der Artikel beschreibt.

    • Das ist natürlich echt ein interessanter Gedanke dass es jetzt mehrere Generationen AFOLs gibt, schade dass man dazu nirgends eine Statistik findet, wäre sicher interessant wie so die Demografie bei AFOLs aussieht. Die Überschrift ist halt echt ein bisschen Clickbait, sollte aber auch nicht zu ernst genommen werden. Bionicles wird halt glaub ich von vielen AFOLs belächelt und ich muss zugeben dass ich das Thema rückwirkend betrachtet auch nicht so toll finde, obwohl ich damit aufgewachsen bin. Ich will aber niemanden sein oder ihr Interesse schlecht reden denn es gibt so viele Themen im Lego Universum, da findet jeder was anderes gut. Ein bisschen mehr Toleranz für alle Gruppen wäre bestimmt nicht verkehrt, man sollte sich aber auch nicht ärgern wenn das eigene Interesse mal ein bisschen auf die Schippe genommen wird. Ich glaube selbst ein hardcore Bionicle-Fan muss über Produkte wie den Bionicle-Schuh doch ein wenig schmunzeln.

  7. Sehr interessanter Artikel. Scheinbar habe ich die ähnlich funktionierenden Slizer immer mit Bionicle verwechselt und wusste über letzteres eigentlich gar nichts.

    Schon verrückt, dass LEGO ausgerechnet von einem komplett unLEGOischen Thema gerettet wurde. Aber so ist die Welt wohl. Vielleicht werden dann auch die Mosaik-Sets der absolute Erfolg auf den die Unwissenden in 20 Jahren verdutzt zurückblicken. 😉

  8. Bionicle war (und ist) nichts für mich, aber ich gönne es jedem, der daran Spaß fidnet/gefunden hat. Und umso schöner, wenn Lego durch diese Serie nicht pleite gegangen ist – sonst hätte man sich ja womöglich ein anderes Hobby suchen müssen oder wäre nicht mehr aus den Dark Ages zurückgekommen 😉

  9. Ich glaube in Europa kam Bionicle ja schon 2000 raus. Jedenfalls war ich Fan der ersten Stunde, seit ich meine Gali Mata im Osterkörbchen gefunden hab. Bis etwa 2007 hatte fast alle Figuren gesammelt, die es gab. Bis auf die ersten drei Filme und die Geschichten auf den Mini CDs wusste ich allerdings nicht viel von der erweiterten Story, weil natürlich alles andere auf Englisch war. Leider wurden die Figuren nach meinem Auszug von meiner Mutter in die ewigen Jagdgründe verbannt. Tragisch. Vielleicht kauf ich mir wieder ein paar gebraucht, der Nostalgie wegen.

    • Meinen Informationen nach kam Bionicle zwar in Europa früher auf dne Markt als in den USA, allerdings beides im Jahr 2001.
      Von meinen Bionicle Figuren wurden zwar auch einige verkauft als ich mich zwischenzeitlich nicht mehr so stark für LEGO interessierte, allerdings habe ich die ersten sechs Toa und Turaga zum Glück bis heute behalten. Einige der Figuren oder Masken erzielen auf dem Gebrauchtmarkt inzwischen auch krasse Preise.

  10. Konnte damals mit Bionicle gar nichts anfangen, obwohl ich die Slizer ziemlich cool fand (was will ein kleiner Junge mehr als Lego durch die Gegend schießen). In letzter Zeit finde ich allerdings immer öfter Teile aus der Bionicle (& Heroes) Serie ganz praktisch um organische Formen hinzubekommen (z.B. für meine Ultimate Flower Collection). Die Bionicle-Story war mir relativ unbekannt, weiß auch nicht, ob sie mich als 10-Jähriger groß interessiert hätte.

  11. Bionicle hat meine Kindheit geprägt. Ich danke meinen Eltern dafür, dass ich fast jedes Set der ersten Generation habe. Gut, dass heute Muttertag ist und ich im Elternhaus bin. Da werde ich nacher im Keller mal nach meiner Bionicle-Kiste suchen und in Erinnerungen schwelgen ….

  12. Ich hatte keine Ahnung wie wenig ich über Bionicle nicht wusste.
    Echt toller Artikel so richtig gut zum Lesen am Sonntag 🙂

    Bionicle und viele andere Themen sind so richtig an mir vorbei gezogen da ich dort mein Studium aufgenommen hatte und ich war vor dem Sterndreadnought Exekutor-Klasse so gar kein LEGO Fan. Deshalb lese ich solche Artikel mit den alten Themen wirklich gern.

  13. Auch ich konnte Bionicle nie etwas abgewinnen und es war für mich auch kein Lego mehr. Aber ich hab noch einen slizer in meiner Kindheitskiste.

    Dennoch großartiger Artikel der mir geholfen hat das Ganze Mal einzuordnen. Super aufbereitet. Dankeschön

  14. Die Slicer waren tatsächlich meine Liebsten Action-Figuren. Ich hatte sie alle. Dann kann Bionicle und die Slicer waren nicht mehr im Programm. Das habe ich den Bionicle immer nachgetragen, habe ich sie doch als unwürdigen Nachfolger gesehen. Was letztendlich dazu führte endgültig mein Taschengeld bei Games Workshop zu lassen. Bis heute werde ich mit Bionicle nicht warm.

  15. Jesus, als bei der Entwicklung der Reihe gefragt wurde wieviel Backgroundstory man haben wolle hat wohl auch nur jemand „JA“ geschrien.

    • Weil Kommentare (vor allem bei Leuten, die erstmalig kommentieren) händisch moderiert werden müssen. Und da heute schönes Wetter ist, hab ich den Nachmittag mal ohne PC genossen 🙂

  16. Wow, ich habe von Bionicle nur hier in den Blogs gehört, als ich dann mal geguckt habe, was das ist, dachte ich erst: auf jeden Fall kein Lego.
    Ich bedanke mich für den sehr ausführlichen Artikel.
    Für mich persönlich wäre das jetzt nichts, aber ich könnte mir vorstellen, dass ich es für meine Enkel, wenn sie so was wollen, kaufen würde. Denn mir ist alles was Lego so herstellt lieber, als irgendwelcher schnelllebiger Plastemüll, mit dem die Spielzeugläden ja voll sind.
    Also danke für die interessanten Infos.

  17. Ich konnte mit Slicer, Bionicle, Galidor und Herofactory damals nichts anfangen und kann es auch heute nicht. Ich habe mich jedes Mal darüber geärgert wenn ein Bionicle Teil in einem System Set verwendet wurde. Da hätte ich mir eine strengere Trennung gewünscht. Nicht nur die Figuren fand ich hässlich, auch das sammeln von Masken usw fand ich als reine Beutelschneiderei.

  18. Schön mal was zu lesen, wodurch das Thema positiv genannt wird. Bionicle war ebenso meine Kindheit und durch das Internet bin ich damals auch an die englischen Bücher gekommen, wodurch ich ein Händchen für die Sprache in der Schule entwickelte. Der Plottwist Ende 2008 wird mir für immer im Gedächtnis bleiben.

  19. war nie meins, ist es auch heute nicht, aber danke dass die Serie Dinge wie creator etc. indirekt ermöglicht hat.

    reboot: ich wäre dabei, wenn das massiv mit heutigen Systembausteinen geschehen würde … mich stören da nur die nicht-legoishen Teile, alles andere kann ich mir vorstellen.
    sowas in der Bauweise der Mixels (warum wurden die eingestellt, warum?!), aber größere Figuren und etwas erwachseneres setting.

  20. Ich fand die Vorgänger, die Slizers, wesentlich cooler, wobei das auch daran liegen kann das ich aus dem Bionicle Alter gewachsen bin. Meine letzten Lego Sets hatte ich mit 11-12 Jahre, also zu dem Zeitpunkt als die Bionicle rauskamen.

  21. Das nennt man also ‚dark age‘ – von dieser Produktlinie habe ich absolut nichts mitbekommen… 😉

    Vielen Dank für diesen Einblick in die Lego-Historie.

  22. Ich bin 1999 aus den Dark Ages und das nicht, weil ich etwa die damalige Produktpalette so großartig gefunden hätte. Die Umstände sind irrelevant, die Entwicklung neuer LEGO Produkte und Linien hatte ich in den Jahren darauf aber intensiv verfolgt.
    Der ganze Beutelschneider-Kram rund um Yu-Gi-Oh & Co ließen mich dabei sprachlos und mich plötzlich alt fühlend zurück (mit damals gerade mal Anfang 30!). Die Entwicklung rund um Bionicle aber fand ich interessant und meine 7 Neffen haben mich (u.a.) dafür geliebt, wenn ich mit Bionicle-Dosen im Gepäck zu Besuch kam. So konnte ich mich entspannt wieder ins Jungsein integriert fühlen, weshalb Bionicle-Elemente heute noch, egal in welchem Themenbereich, mir automatisch ein positives Ich-Gefühl geben. Danke LEGO : D

  23. Kann es sein, dass die Käufer und Fans der Bionicles eine ganz andere Zielgruppe/Käuferschicht waren als die Fans und Freunde der Klemmbausteine? Viele Bionicle-Käufer haben sich sicher weder vorher noch nachher für die Klemmbausteine der Firma interessiert, sondern fanden diese „Actionfiguren“ eben toll. Ich selber habe das auch eher als Spielzeug-Serie wahrgenommen, die nichts mit Lego-Steinen zu tun hat, aber eben von Lego produziert wurde.

    • Das ist durchaus denkbar. Das Thema war auch von vornherein auf eine andere Art Spielverhalten ausgelegt. LEGO führte in der damaligen Zeit erstmals Persona ein, die bestimmte Spieltypen repräsentierten und anhand derer die Entwickler schauen konnten, welche Kinder sich von einer Themenwelt angesprochen fühlen würden. Darunter gab es z.B. „Systematic Siegfried“ oder „Agent Anthony“, aber auch den „Bully Bob“, der ein leicht ablenkbares Kind darstellte, das lieber in einer Gruppe auffallen wollte als sich ein paar Stunden hinzusetzen und still mit LEGO Steinen zu tüfteln. Die Slizer wurden so ausgelegt, dass sich alle Typen angesprochen fühlten, bei vorherigen Themenwelten kam „Bully Bob“ meist zu kurz. Bei Bionicle wurde dieses Vorgehen fortgeführt und aufgrund der Wichtigkeit von Bobs Persona bei der Erschaffung der Themenwelt wurde „Bully Bob“ später sogar als „Bionicle Boy“ bezeichnet.

  24. Das Thema ist damals völlig an mir vorbeigegangen da es in meinen Dark Ages liegt. Interessant finde ich nur das grad ein eher Lego unübliches Produkt die Firma mit gerettet hat.
    Ich persönlich kann immer noch nichts damit anfangen aber gönne es jedem von Herzen der damit schöne Erinnerungen verbindet und Spaß damit hat. 🙂

  25. Bionocle hat meinen pubertätsbedingten Eintritt in die Dark Ages tatsächlich um ein, zwei Jahre verzögert. Ich hatte großen Spaß daran in meinem Kinderzimmer Geschichten zu spielen in denen die Bionicles als Beschützer meine Legostadt auftraten 😀 Dementsprechend habe ich auch eine emotionale Bindung zu dem Thema und könnte Neuauflagen o.ä. kaum widerstehen (außer Lego würde die Mario-„Figur“ als Grundlage nehmen).

  26. Vielen Dank für den sehr informativen Artikel. Fast alles darin war mir nicht bekannt. Da ich zu der Zeit, als Bionicle herauskam, bereits Anfang 30 war, hat mich diese Serie nicht interessiert, so dass ich mich weder mit den Figuren, noch mit der Hintergrundgeschichte etc. beschäftigt habe. Ich weiß nur noch, dass mir die Figuren (damals wie heute) nicht wirklich gefallen (haben). Aber das ist meine persönliche Meinung :).

  27. Ich glaube nen Bionicle war das letzte Produkt das ich vor vielen Jahren als letztes gekauft hatte, um mich dann in die Dark Ages zu verabschieben. Den grünen aus der ersten Welle. War neugierig. Zu dem Zeitpunkt war ich aber bereits nur noch sehr sporadisch unterwegs, vielleicht 2 Star Wars Sets. Das letzte war wohl der 8880 Technic Wagen und von der Technic habe ich bei den Bionacle kaum noch was wiedererkannt. Story sagte mir nichts, an die CD konnte ich mich auch nicht mehr erinnern. Hab letztlich das Vieh für nen Euro vertrödelt. Weil ich mit den Teilen nichts anfangen konnte, aber wie es so wollte, habe ich inzwischen aus nen Konvolut Füße und Waffen von nen anderen Viech in den Kisten. Hab sogar mal ein Bein gekauft, weils bei Jangos Fett Slave 1 als Flügelstütze verwendet wurde und mir fehlte. Also am Ende sind doch nen paar Teile ins Sortiment gekommen. Die Augen und wahlschalter werden ja häufiger mal benutzt,.

  28. Habe ich als Kind geliebt, aber das ist das einzige Lego was noch in nem Sack ungewaschen auf dem Dachboden bleibt. Irgendwie berührt mich das garnicht mehr.

  29. Vielen Dank für den sehr interessanten Einblick in die Bioniclewelt und ihre Bedeutung für die Firma Lego.

    Ich persönlich habe wenig emotionalen Bezug zu dem Thema, obwohl ich als 94er-Jahrgang auch damit in gewisser Weise aufgewachsen bin. Aus welchen Gründen auch immer habe ich zwar fast alle Slizer geschenkt bekommen, aber mit dem Thema Bionicle konnte ich auch als Kind nie etwas anfangen, denn als nicht gerade kreativster Mensch, fand ich die Figuren einfach langweilig. Ich war es von Playmobil und Lego gewohnt, dass ich Figuren und eine mehr oder weniger große Spielwelt dazuzubekam. An viel Spielerlebnis mit den Slizern kann ich mich z.B. gar nicht erinnern, weil dieses wohl sehr kurzlebig war.

    Mein Freund und gleichzeitig Nachbar hatte zu der Zeit Anfang der 2000er aber (fast) alle Bionicle und so haben wir dort viele Geschichten nachgespielt, ohne die eigentliche Story zu kennen. Die verschiedenen Bioniclegenerationen kämpften oft in sehr gewalttätigen Auseinandersetzungen gegeneinander und nach einer Zeit gab es eine Gruppe Sieger und der Spaß konnte von vorne beginnen.

    Heute verbinde ich daher die Nachmittage beim Freund mit Bionicle. Einen wirklichen Bezug habe und werde ich dazu wohl nicht mehr bekommen. Für mich besteht Lego eben daraus, dass mit wenigen Steinen eine Spielwelt aufgebaut werden kann, die mir bei Bionicle größtenteils einfach fehlt. (Ja, mir ist bewusst, dass es dort auch „richtige“ Legosets gegeben hat.) Irgendwie ist mir das Thema auch schon immer zu „unreal“ gewesen. Für alle Fans der Reihe würde ich mir aber ein Jubiläumsset wünschen. Easter Eggs gab es ja auch schon, was mir bis dato völlig unbekannt war.

  30. Bionicle rangiert bei mir HINTER FAKE LEGO – ums mal Krass auszudrücken (ich weiss, auch andere Hersteller haben liebe Kinder , ich meine gute Sets…)

  31. Auch als Nicht-Bionicle-Fan finde ich den Artikel sehr lesenswert.
    Besonders die Hinweise von Easter-Eggs in anderen Sets sind interessant!

  32. Danke für den interessanten Artikel. Ich habe von Bionicle so gut wie nix mitbekommen und wußte auch nicht um den komplexen Hintergrund. Mein einziger Kontakt mit Bionicle war, daß ein guter Freund mich mal gebeten hat, für seinen (damals kleinen) Sohn – der mein Patenkind ist – ein Bionicle-Set als Geschenk zu kaufen. Weil der total darauf abfuhr. Ich habe mich nur gewundert (DAS soll LEGO sein? DAS interessiert Kinder?), aber das Geschenk kam tatsächlich supergut an. Meine eigenen Dark Ages endeten dann so gut 5, 6 Jahre später und da war Bionicle schon längst wieder Geschichte. Mich sprechen die Sets aber nach wie vor nicht an.

  33. Das war sehr interessant zu lesen. Meine Freunde hatten damals Bionicle und ich kann mich an die Boxen und die Masken erinnern, aber anfangen konnte ich persönlich damit nichts, war als Mädchen aber auch gar nicht die Zielgruppe. Mir war auch überhaupt nicht klar, das eine Geschichte dahinter stand. Ehrlich gesagt bin ich mir auch nicht sicher ob sie es wussten, oder einfach nur die Teile an sich cool fanden. Danke für den Artikel.

  34. 2000, da war ich schon fast 30 und, aufgrund meiner neu erwachten mittelalter Affinität, gerade wieder an lego (classic) Burg interessiert, konnte ich mit bionicle noch weniger anfangen als mit slicers. Bei denen konnte man wenigsten mit den damals noch klassischen Waffen (2x hellebarde beim City (?) oder Katana beim Dschungel (?) slicer) anfangen und man konnte fahren. Aber klar jedem das seine und wer bin ich mir ein Urteil über andere zu bilden? Es wird immer ein für und wider geben. Aber interessant das ein, so ganz und garnicht lego-typisches, Thema lego offensichtlich gerettet hat!

  35. Keine Bilder zu den Bionicle Minifiguren Sets?
    Ich hab die großen ganz cool gefunden, und zum Teil gehabt, weil ich die bei meinen Action Figures als Roboter einsetzen konnte, und bei den Minifiguren Welten bei Lego konnte ich gerade die Bösewichte gut als Dämonen einsetzen ^^. Ich mochte damals schon Fight Science und Fantasy zu verbinden als Kind. Da wurden die Ritterburgen aufgebaut, und dann ganz schnell wieder eingerissen und Ritter in einem Raumschiff drauß, die gegen Dämonen antraten.

    Und es gibt halt derbe geile Leute auf instagram, die Bionicle Style auf so ein krasses Leve fahren, dass ich mir mit deren Mocks echt Filme und Fantasy Games zum zocken wünschen würde.

    Da ich nicht so der Technikfreund bin, würde ich Bionicle im Minifiguren Maßstab als Reboot feiern, aber in ihrer „Actionfiguren Size“ glaub ich dennoch nicht mehr kaufen, obwohl ich sie damals gefeiert habe. Außer es sind Sets die die Klasse der Instagrambauer haben ^^

    • Die Bionicle System Sets sind leider der begrenzten Länge des Artikels zum Opfer gefallen, ebenso wie einige andere interessante Aspekte der Reihe. Auch wenn die Sets glaube ich keinen riesigen Erfolg im Vergleich zu den „normalen“ Bionicle Figuren hatten, fand ich gerade die beiden Wellen zu den Toa Inika und den Toa Mahri aus System-Steinen auch sehr cool. 🙂 Und mit den 1x8er Bögen in Dark Blue waren damals z.B. auch einige Teile enthalten, die mittlerweile sehr teuer geworden sind.
      Und bei den MOCs aus Bionicle Elementen stimme ich dir 100% zu, was manche Fans da bauen ist echt der Wahnsinn! 😀

  36. Schöner Artikel, hat Spaß gemacht ihn zu lesen und war sehr informativ – vielen Dank, und gerne mehr in dieser Richtung! Als Kind der 70er/80er Jahre ist Bionicle an mir vorbeigegangen, wobei ich es schon wahrgenommen habe – aber ich hatte auch den Gedanken „das ist doch kein Lego“ als ich es sah. In den frühen 2000ern hatte ich mit Lego Star Wars eine erste Rückkehr zu Lego, war aber komplett auf Star Wars (und später dazu noch HDR)fixiert, daher habe ich mich nie wirklich mit Bionicle beschäftigt – es war mir schlicht egal. Aber die Hintergründe sind trotzdem sehr spannend!

  37. Wenn ich meine Kindheit auf ein Spielzeugthema begrenzen würde, wäre es Lego Bionicle. Es begann mit Toa Tahu auf einem Trödelmarkt. Dann Gali und Onyx, meine ich zumindest, selber zu öffnen und zu bauen war direkt noch schöner. Durch ein kleines Konvolut kamen dann noch 2 Erd Toa, Slizer und Roborider dazu. Ich wusste jedoch wenig mit den beiden letzteren Reihen anzufangen. Dann zu Weihnachten gab es das Muaka und Kane-Ra Set und ich habe Stunden damit verbracht, die beiden Rahi zusammen zu setzen. Und dann kamen immer mehr tolle Reihen, wo ich allerdings nur die Bohrok vervollständigen konnte. Die kleinen Sets für 10 Euro ovp und knapp die Hälfte im Angebot haben, Sets zu optimalen kleinen Geschenken für Geburtstage oder sonstige Ereignisse. Ab den Toa Hordika wurde es dann ruhiger und ich hatte wenn überhaupt nur einen pro Reihe und so verlor ich Bionicle aus den Augen und entdeckte immer mehr Lego Star Wars für mich.

    Aus heutiger Sicht war Bionicle wirklich genial. Technic an sich war für mich nicht interessant, aber daraus Spielfiguren zu bauen, war ein großer Spaß und vorallem das Umbauen war großartig. Leider sind viele Teile gebrochen und ich wünschte es wäre so einfach gewesen, so wie heute, um neue Ersatzteile zu erhalten.

    Aber es gab auch Bionicle Microfigur Reihen, die finde ich bis heute etwas befremdlich.

    Würden die Bionicle heutzutage noch mal auf den Markt kommen, würde ich mir wohl eher Modelle für die Vitrine wünschen. Jedoch sollten es entweder neue Figuren aus alten Reihen, die bisher nicht erschienen sind oder wirklich was neues und keine halbgaren Remakes, die es im letzten Jahrzehnt gab. Meine aktuelle Rückkehr ist allerdings Lego Star Wars gelungen und nicht Bionicle, trotzdem ist das Thema für mich Grund genug Artikel, wie diesen zu lesen.

  38. Jetzt habe ich es endlich auch mal geschafft diesen Artikel zu lesen. Vielen Dank für die tolle Zusammenfassung und die weiterführenden Links. Total beeindruckend, dass Du auch ein Interview hierzu führen konntest. Die Rewind-episoden habe ich mir auch schon mal angeschaut gehabt.

    Ich hatte mehr Verbindungspunkte zu den Slizern, als Bionicle. Zum einen zeitlich: Slizer hatte fast jeder einen, bei Bionicle haben sich dann schon viele (Klassenkameraden / Freunde) in die DarkAges verabschiedet, als auch storytechnisch. Ich wusste ein wenig davon, aber alles was außerhalb der Kataloge / des LEGO World Club Magazins statt fand ist an mir vorbeigegangen (so ein jump’n run Spiel hatte ich noch). Während ich die Slizer 1-2 Jahre später also günstig komplettieren konnte, blieb es bei einem Bionicle der 1. Generation. Kopaka, der gesellte sich mit meinem Ice-Roborider zu meinem Ice Slizer. 😀 Die Slizer hatten für mich zudem noch den Reiz der farbigen Technic-elemente, wie Zahnräder & Achsen.

    Allen Serien war der geringe Einstiegspreis gemein, sodass nicht nur das einzelne Set erschwinglich war aber durchaus auch die Komplettierung der Helden im Rahmen der Möglichkeiten lag und damit einen gewissen Sammelreiz auslöste (ohne von vorneherein kapitulieren zu müssen). Das von Dir angesprochene andere Spielprinzip (Bully Bob) ist auch eine sehr interessante Komponente dieser Figuren und könnte erklären, warum neuere buildable Figures nicht so gut mithalten können (teurer, keine Individualisierbarkeit, keine Erweiterungen / Austausch v. Anbauteilen).

    Den Systembruch empfand ich damals auch als recht hart. Wobei es nach Znap schon fast ein back to the roots war. Seit dem Wandel von Technic-bricks zu Liftarmen empfinde ich viele der Bionicle Teile jedoch gar nicht mehr so als Fremdkörper. Ebenso die später entstandenen kleineren Kugelgelenke (Mixelsstyle) fügen sich heutzutage hervorrand in das Bausteinsystem ein. Zum ersten Mal in der Geschichte von LEGO gab es Polybags, über deren Inhalt man nicht genau Bescheid wusste. Auch das wurde mit den Slizer Disks zum Sammeln ja schon 1999 angetestet, wobei diese zu je 5 Stück in einem LEGO-Karton kamen.

    So jetzt muss ich mir mal noch diesen Die Maske des Lichts reinziehen. (omg und danach will ich bestimmt doch wieder alle Bionicle Figuren sammeln) 😀

    • Danke für deinen ausführlichen Kommentar. 🙂 Die größte Bionicle-Begeisterung sehe ich erfahrungsgemäß auch eher bei denen, die ganz knapp zu jung für Slizer oder RoboRider waren und nur mit Bionicle angefangen hatten. Wahrscheinlich war es dann etwas besonderer wenn man diese Reihe als erstes hatte und es nicht die dritte Art (von außen betrachtet) recht ähnlich angelegter Reihen war.
      Die farbigen Technik-Elemente der Slizer fand ich auch cool, dort gefiel mir auch die Verwendung normaler Waffen, z.B. den Hellebarden aus der Castle-Serie. Für Slizer war ich zwar zu jung, habe aber einige gerade wegen dieser Elemente (das große grüne Zahnrad beim Jungle-Slizer😍) auf Flohmärkten später günstig nachgekauft.

      „Zum ersten Mal in der Geschichte von LEGO gab es Polybags, über deren Inhalt man nicht genau Bescheid wusste.“ Bei diesem Satz habe ich eine Zeit lang überlegt ihn zu streichen, das es ja (wie du auch erwähnst) bereits bei den Slizern die Disks gab und bei den RoboRiders auch die sammelbaren Räder zum Abschießen. Allerdings war beides in kleinen Kartons, weshalb ich ihn dann doch drinließ, das er auf die Polybags bezogen ja erstmal nicht falsch ist und ich damit auch eher den Bezug zu den heute deutlich mehr verbreiteten Blindbags in Plastiktütchen herstellen wollte. Auch wenn LEGO da bei Vidiyo wieder zurück zu den Kartons ging 😀

  39. Witzigerweise habe ich vor ein Paar 2 Wochen wieder an Bionicles gedacht und meine Sammlung ausgepackt. Meinerseits kann ich nicht bestätigen das es bei mir ein zwei Klassen denken gab, zwischen mit Modularen Legos spielen und dem spielen mit Actionbasierten Legofiguren. Mochte beides sehr gerne. Ich habe mit den Slicer angefangen und mit Bionicles dann meine richtige Sammlerbegeisterung entdeckt. Die DarkAges halten bei mir bis heute, außer für die Bionicles. Im Gegensatz zu Freunden wurde ich nicht mehr mit Lego warm. Star Wars reizt mich nicht, die neusten Bionicle Reihen waren mir zu abgespaced und mit anderen Reihen wurde ich nie warm. Aber Bionicle hat mich irgendwie nie losgelassen. Für mich war einfach das Gesamtkonzept damals faszinierend weshalb ich auf jeden Bionicle hingefiebert habe. Elementarstärken, verschiedene Biome, unterschiedliche Waffen/Werkzeuge, die Transformationsmöglichkeiten zu den großen bestehend aus 3 Bionicles oder auch nur Waffe zu Gadget. Bei den Bohrak wars dann die schöne Kugelform welche man dann Ausklappen konnte. Später auch die verschiedenen Masken und Farben sowie Gacha-Möglichkeit für Goldmasken. Es war irgendwie Sehr viel dabei im Konzept. Für mich steckt da sehr viel Nostalgie dahinter. Eventuell bastel ich mir eine Vitrine mit Biomen. Leider kann man im Kommentar selbst kein Bild einfügen.

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