AFOL Designer Program: Update zur Einfuhr von „Science Tower“

Bricklink Science Tower Unboxing

Update (30. August): Bereits wenige Tage, nachdem der ursprüngliche Artikel veröffentlicht wurde, habe ich die Rechnung von FedEx über die entrichtete Einfuhrumsatzsteuer für den Science Tower erhalten. Nach gründlicher Prüfung des Zollbescheids musste ich jedoch feststellen, dass dieser fehlerhaft ist: FedEx hat neben dem Warenwert (129,99 USD) auch noch Versandkosten in Höhe von 35,53 USD bei der Anmeldung zum Zoll angegeben. Auf der ebenfalls beigelegten Inhaltserklärung von BrickLink sind hingegen die Frachtkosten mit 0,00 USD angegeben. Zusätzlich kommt noch die Vorlagenprovision in Höhe von 12,50 Euro plus Steuer dazu:

Warenwert (129,99 USD zum Kurs von 1,1207) 115,99 Euro
Frachtkosten (35,53 USD zum Kurs von 1,1207) 31,70 Euro
EUSt-Wert 147,69 Euro
davon 19% Einfuhrumsatzsteuer 28,06 Euro
Vorlagenprovision (12,50 Euro plus 19%) 14,88 Euro
Summe 42,94 Euro

Damit war ich nicht wirklich einversanden, zumal es keine rechtliche Grundlage für die so erhobenen Steuern gibt. Ich habe also den Kundenservice von FedEx angerufen. Dort hat ein sehr freundlicher Mitarbeiter mir den Sachverhalt erklärt: Dadurch, dass BrickLink keine Versandkosten auf der Inhaltserklärung angegeben hat, hat das FedEx-System automatisch die tatsächlich angefallenen Kosten beim Zoll mit angegeben. Wenn man das verhindern will, muss der Händler den Warenwert aufteilen. Im konkreten Fall hätte er zum Beispiel 100,00 USD Warenwert und 29,99 USD Versandkosten auf der Inhaltserklärung vermerken können. Der Kundendienstmitarbeiter (der mich sogar zurückgerufen hat, nachdem die Verbindung zwischendurch abgebrochen war!) hat mir noch Ansprechpartner in der Fachabteilung genannt, an die ich mich mit dem Anliegen wenden soll.

Das habe ich per E-Mail erledigt. Nach wenigen Tagen habe ich auch eine Antwort bekommen, in der mir mitgeteilt wurde, dass ich mich dazu an das entsprechende Zollamt wenden muss. Da FedEx die Sendung beim Zoll angemeldet hat, darf eigentlich auch nur FedEx eine Erstattung beantragen. Damit ich das trotzdem durchführen kann, hing gleich noch eine entsprechende Vollmacht an der E-Mail. Außerdem wurde mir das passende Zollamt genannt. Zu guter letzt wurde mir aus Kulanz auch noch Vorlagenprovision erlassen.

Als nächstes habe ich versucht, die Erstattung zu beantragen. Dazu findet man im Internet schnell das Formular 0223, welches mich aber vor ein größeres Rätsel gestellt hat. Ich habe daher kurzerhand auch noch bei dem angegebenen Zollamt am Flughafen Köln/Bonn angerufen. Auch hier habe ich mit einem sehr netten und hilfsbereiten Mitarbeiter gesprochen, der den Fall sehr schnell verstanden hat, mir aber nicht helfen konnte. Dazu müsse ich mich an das Hauptzollamt in Köln wenden. Auch dort habe ich schließlich eine ebenfalls sehr freundliche Dame ans Telefon bekommen, dir mir geraten hat, den Sachverhalt formlos in einem Brief zu beschreiben (Bankverbindung und ATC-Nummer nicht vergessen). Dazu sollte ich eine Rechnung und einen Zahlungsnachweis sowie die Vollmacht packen. Das Formular 0223 solle ich nicht verwenden, das sei viel zu kompliziert 🙂

Nun hatte das Zollamt 30 Tage Zeit, um sich bei mir zu melden. Tatsächlich habe ich schon nach 20 Tagen ein Schreiben erhalten, dass mir die Rückzahlung der zu viel gezahlten Steuern ankündigt. Ein korrigierter Einfuhrabgabenbescheid lag ebenfalls bei.

Unterm Strich kann ich nur sagen: Toller Service überall! Ich hatte nie das Gefühl, dass dort jemand nur Dienst nach Vorschrift macht. Und das, obwohl es sich am Ende ja nur um gut 6 Euro handelte. Somit sind nun auch alle Daten für die Kosten vorhanden und ich habe die Tabelle unten mit diesen neuen Daten ergänzt.


Inzwischen ist meine zweite Bestellung aus dem AFOL Designer Program von BrickLink bei mir eingegangen. Hier will ich von meinen Erfahrungen und Eindrücken berichten.

Dieses mal hat der Science Tower seinen Weg zu mir gefunden. Dieses Set hatte ich anfangs gar nicht so wirklich auf dem Schirm – zu ausgefallen war mir die Architektur. Dann habe ich mir aber die Beschreibung zu dem Set durchgelesen: Es ist gespickt mit wichtigen Experimenten und Erfindungen der Menschheit. Damit war meine Neugierde geweckt und ich habe mich doch zum Kauf entschieden.

Kurz zu den harten Fakten: Das Set trägt die Nummer BL19007 und besteht aus 231 unterschiedlichen Teilen, insgesamt 1204. Entworfen wurde es von TBrick aus Deutschland, der im richtigen Leben Thilo Schön heißt.

Import

Nach meinen Erfahrungen mit meiner ersten Lieferung und den von anderen berichteten Problemen, habe ich der zweiten Lieferung mit gemischten Gefühlen entgegengesehen. Meine Kontaktversuche zu BrickLink in diesem Zuge waren auch recht ernüchternd: Keine Antwort. Auch der LEGO Kundenservice hat sich hier nicht mit Ruhm bekleckert. Ihn hatte ich gebeten, mir irgendwie zu bestätigen, dass die Sets legal importiert werden können. Diese Bestätigung wollte ich zum Zoll mitnehmen, sofern das nötig wird. Der LEGO Kundenservice hat jedoch alle Verantwortung auf BrickLink geschoben. BrickLink sei für den Versand verantwortlich und folglich könne nur BrickLink eine solche Bescheinigung ausstellen – vielleicht sollte das auch mal Lepin probieren…

Am 03.07. habe ich von BrickLink eine E-Mail bekommen, in der sie die Lieferung ankündigen. Auf der (im Gegensatz zur letzten Lieferung total anders aussehenden) Seite zur Sendungsverfolgung wurde mir sogar schon das geplante Lieferdatum angegeben: 8 Tage später, also am 11.07. Und das obwohl FedEx das Paket noch gar nicht bekommen hatte, sondern nur das Versandetikett erstellt wurde. Am 05.07. (+2 Tage) ist das Paket an Fedex übergeben worden. Am 08.07. (+5 Tage) ist es am Pariser Flughafen angekommen, wo es einige Tage zirkuliert ist, bevor es tatsächlich am 11.07. (+8 Tage) ausgeliefert wurde. Ich bekam es von einem freundlichen TNT-Boten an die Haustür gebracht (FedEx und TNT arbeiten zusammen). Bezahlen musst ich dabei nichts. Ich erspare mir und euch diesmal, eine Tabelle mit allen Schritten der Lieferung zu erstellen – alleine am Pariser Flughafen sind 15 Einträge zusammengekommen… Stattdessen habe ich mal einen Screenshot von der Webseite für euch:

FedEx Trackingseite

Diese Erfahrung mit dem Import war insgesamt deutlich angenehmer – ich habe bisher vom eigentlichen Import nichts bemerkt. Das wird sich natürlich noch Ändern: Ich werde in Zukunft noch eine Rechnung von FedEx über die abzuführende Einfuhrumsatzsteuer und deren Bearbeitungsgebühr bekommen. Interessant ist noch, dass ich diesmal auf dem Karton keine Deklaration für den Zoll erkennen kann. Es sei denn, das ist in irgendwelchen Bar-/QR-Codes oder Zahlen kodiert.

Kosten

Zu den Kosten kann ich im Moment noch nicht besonders viel sagen, da mir ja noch die Rechnung der Einfuhrumsatzsteuer und der Bearbeitungsgebühr von FedEx fehlt. Folgendes weiß ich bisher:

Kaufpreis (129,99 USD, Kurs 1,12681 USD = 1,00 EUR) 115,36 Euro
Auslandseinsatzentgeld der Kreditkarte 1,75% 2,02 Euro
Einfuhrumsatzsteuer 19% 22, 04 Euro
Summe 139,42 Euro
Preis pro Stein bei 1204 Steinen 11,6 ct/Stein

Verpackung

Schon bei der Entgegennahme des Pakets vom Paketboten ist mir eine Ecke im Versandkarton aufgefallen, die eingedrückt war – vermutlich ist das Paket mal auf den Boden gestürzt. Ich hoffte, dass sich das nicht auf die eigentliche Box übertragen hat. Leider wurde ich da enttäuscht: Auch der Schuber hat einige Knicke abbekommen. Immerhin ist die schwarze Box fast verschont geblieben. Prinzipiell gibt BrickLink an, dass sie bei defekten Boxen das Set tauschen – nur gibt es die in der Support-FAQ verlinkte Seite schlicht nicht. Selbst wenn: Die Knicke sind zwar ärgerlich, aber ich werde das Set nicht zurücksenden.

Der Karton ist etwas dicker (26,7×39,1×9,8cm), als der des Sets „The LEGO Story“ (26,7×39,1×6,4cm) – und das, obwohl weniger Teile enthalten sind. Warum hier eine größere Box verwendet wurde, ist mir allerdings nicht ganz klar: Legt man allen Inhalt in die kleinere Box, ist diese zwar sehr voll, sie lässt sich aber ohne Probleme schließen.

Das Prinzip der Verpackung ist ähnlich zum letzten Mal: Außen herum ein auffaltbarer Schuber mit Sternenhimmelfotorückwand, darin eine sehr schöne schwarze Box mit den Teilen. Da gehe ich diesmal nicht mehr im Detail drauf ein, hier daher nur ein paar Bilder:

Inhalt

Auch der Bau dieses Sets gliedert sich in vier Bauabschnitte. Folglich sind entsprechend nummerierte Tüten enthalten:

Die Anleitung misst 21,6×28,0cm, was einen Millimeter höher ist, als das im amerikanischen übliche Format „Letter“. Sie ist 168 Seiten stark und enthält 223 Schritte. Auf Seite 1 sind ein paar Worte des Designers zu lesen, auf Seite 2 eine kurze Einführung von BrickLink zu dem Set. Am Ende findet sich die obligatorische Übersicht über die verwendeten Teile sowie eine List mit den Farben der Teile – sowohl mit BrickLink-Nummer als auch -Bezeichnung.

Nun freue ich mich erst mal auf den Aufbau und dann gibt es wieder eine ausführliche Review von mir.

Habt ihr auch kürzlich ein Set erhalten und wie ist der Import bei euch verlaufen? Habt ihr schon mal versucht, bei BrickLink zu reklamieren? Sei es wegen fehlender Teile oder eine beschädigten Box?

Über Malte 12 Artikel
Als Kind und früher Jugendlicher grundsätzlich von jeder Menge LEGO umgeben. Nach 20 Jahren Pause nun dank UCS Millenium Falken und Sohn wieder voll im LEGO-Fieber.

44 Kommentare

  1. Habe das Set bereits gebaut und bin schwer begeistert. Die vielen kleinen Details und Anspielungen zu den unterschiedlichen wissenschaftlichen Errungenschaften regen die Fantasie an und erwecken das Gebäude zum Leben. Mein persönliches Highlight ist das drehbare Teleskop. Was einem beim Bauen aber auch auffällt, ist dass so manche Bautechnik etwas anspruchsvoller und die Stabilität an manchen Stellen weniger gegeben ist. Ich denke, LEGO hätte das Modell so nicht durchgewunken (aber das gilt ja für die MOCs). Die beiden Minifiguren sind absolut langweilig (keine Bedruckungen mit Ausnahme des Gesichts) und überflüssig, da sie sich ohnehin nicht gescheit in dem Gebäude platzieren lassen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sie auf den offiziellen Bilder teilweise neben dem Gebäude stehen. Egal. Ich fand es herrlich erfrischend, den Science Tower zu bauen und als reines Displaymodell ist er auch ganz wunderbar. Den auffaltbaren Sternenhimmel habe ich übrigens nicht dahinter gestellt, auch wenn ich die Idee witzig finde.

    • Tatsächlich gibt es einige Stellen, die etwas anspruchsvoll sind. Aber wenn man aufpasst, lässt es sich doch prima bauen. Aber du hast schon Recht: LEGO hätte das so nicht veröffentlicht.

    • „Die beiden Minifiguren sind absolut langweilig“ könnte auch eine Anspielung auf die Wissenschaftler sein. Nach außen hin neutral, bescheiden und nicht auf das Aussehen oder die Klamotten fixiert….

    • Das kann ich gut nachvollziehen. Nachdem ich wochenlang gewartet habe und mir nie sicher war, ob es bei mir zuhause ankommt, würde ich es zukünftig auch zweimal überlegen, ob ich etwas von außerhalb der EU bestellen würde.

  2. Bei den Kosten kannst du dich vermutlich auf um die 35€ einstellen, knapp 23€ für 19% Steuer + 12,50€ FedEx Gebühren (wenn sie nicht inzw. schon wieder teurer geworden sind…)

    • Leider ist das zu optimistisch 😉 Ich habe inzwischen eine Rechnung über gut 42€ erhalten. Die ist aber falsch und da bin ich noch dabei das zu klären. Sobald es etwas genaueres gibt, werde ich berichten.

      • Hallo Malte, danke für dein update. Ich habe nur ein Set gefundet und seit letzten Mittwoch auch endlich eine Versandbestätigung und auch schon ein evtl. Liefertermin (laut Tracking No. z.Zt.auch Memphis TN). Lass mich mal überraschen.
        Wie kommen die denn bei FedEx auf 42,-Euro?!? 12,50 € Auslagegebühren finde ich schon heftig, da ist DHL mit ca. 6 Euro ja richtig günstig.

        • 6€? Bei meinem letzten Paket das DHL beim Zoll gelassen hat, haben sie mir geschrieben und mir angeboten es für 25€ zu verzollen für mich. Das war bei mir Ende letzte Jahr, sind die wieder billiger geworden oder gibt es da regional Angebote? 🙂

          • https://www.paketda.de/news-6-euro-verzollung.html das sind wohl die 6€ die erhebt die Post sofern der Wert über 22€ liegt und der Zoll den Wert nicht bestreitet der auf der Sendung steht.

            https://www.paketda.de/news-postverzollung-gebuehr.html macht die Post die Verzollung wenn der zoll das Paket einbehalten hat werden nochmal 28,50 fällig, war wohl doch mehr als ich in Erinnerung hatte, hab’s eh selber gemacht..

            Also hattest du Glück das du nur die 6€ bezahlen musstest weil es der Zoll erst gar nicht einbehalten hat,oder? für die 28,50 kommt erstmal ein Brief von denen, da brauchen die einen Auftrag von dir sonst machen die das nicht.

          • Ich gehe davon aus, dass in den 25€ auch die Einfuhrumsatzsteuer (19%) und gegebenenfalls auch noch Zoll (bei Warenwert+ Versandkosten über 150€)dabei sind. Die müssen immer gezahlt werden egal bei welchem Paketdienst (falls das Paket nicht durch rutscht;o). Deutsche Post / DHL erhebt seit dem 1. März 2018 bei der Zustellung beziehungsweise Ausgabe von Import-Sendungen mit Zollentgelten eine sogenannte Auslagepauschale in Höhe von SECHS Euro inklusive Mehrwertsteuer. Und diese sind im ganzen Bundesgebiet gleich.

          • Die 2. Antwort wurde (wohl wegen der Links) erst recht spät freigeschaltet(o;
            Das mit den 28,50€ kannte ich noch gar nicht. Dafür würde ich auch auf keinen Fall einen Auftrag erteilen. Mir ist es immer lieber die Zollabfertigung selbst zu erledigen, da das nächste Zollamt nur 3 km entfernt ist.

          • Die 25€ sind vermutlich die Gebühr, die DHL verlangt, wenn sie dich gegenüber dem Zoll vertreten. Du musst dafür einen Antrag stellen und die nötigen Papiere an die Post schicken. Den Antrag bekommst du mit dem Schreiben, das dir mitteilt, dass dein Paket beim Zoll liegt. 6€ werden fällig, wenn das Paket automatisch verzollt wird und DHL die EUSt (und Zoll) vorstreckt.

          • Finde die 12,50 € Auslagenpauschale/ Vorlageprovision zwar auch heftig, aber mittlerweile würde ich diese 6,50 € mehr (gegenüber DHL) wohl auch noch in Kauf nehmen, solange das Ding endlich unbeschadet ankommt. Selbstverzollung ist mir aber immer am liebsten.

        • In der Tat: 12,50€ sind viel, wären mir die Sache vielleicht aber noch Wert. Dass es 42€ sind, ist ein Fehler in der Abrechnung. In der Rechnung von BrickLink ist der Warenwert richtig mit 129 USD, die Versandkosten mit 0 USD angegeben. FedEx hat kurzerhand die echten Versandkosten (gut 35 USD) bei der Zollanmeldung mit angegeben und folglich muss ich auch darauf EUSt zahlen. Das passiert laut FedEx Kundendienst automatisch, wenn der Händler keine Versandkosten angibt (er hätte stattdessen den Warenwert aufteilen sollen: 100 USD Warenwert und 29 USD Versandkosten – dann hätte die FedEx-Automatik nicht die Versandkosten aufgeschlagen). Das versuche ich gerade noch berichtigen zu lassen. Wenn ich da etwas genaueres weiß, bekommt der Artikel noch ein Update.

          • Aha, das ist ja dreist von Fedex sich einfach zusätzlich 35 $ Versand aus den Rippen ziehen obwohl es keine Versandkosten gab! Bin sehr gespannt was du da erreichen kannst.

          • Hallo Malte,
            bei mir ist genau dasselbe passiert. Lieferung auch mit FedEx, Wochen später kam die Rechnung über 42,94€. Bin aus allen Wolken gefallen. Habe mir dann die Rechnung genau angeschaut und auch 12,50€ Vorlageprovision (und darauf noch 19% Umsatzsteuer dazu, also dann zusätzlich 2,38€ on top der 12,50€) und dann wurden eben auch zusätzlich Versandkosten berechnet, bzw. davon die EUSt.
            Habe schon an FedEx geschrieben und um Korrektur gebeten, aber bis jetzt noch keine Antwort.
            Werde auch ein Update geben, wenn ich was höre und hoffe hier auf Tipps.

          • Da bin ich inzwischen Weiter:

            FedEx habe laut eigenen Aussagen alles richtig gemacht und mich an den Zoll verwiesen. Dort solle ich mir die Steuern erstatten lassen, aber die Rechnung von FedEx bitte zahlen, da Sie in Vorleistung gegangen seien.

            Laut dem Zoll (eine sehr höfliche Frau) ist nur der Zollzahler für den Antrag zur Erstattung zuständig (Das ist aber FedEx, da Sie das ja „eigenmächtig“ gemacht haben).
            Nun braucht man also eine vollmacht von FedEx damit beim Zoll etwas erstattet werden kann….

            Das geht mir leider inzwischen etwas auf den Keks… Der Science Tower ist aber klasse…

          • Kurzes Update von mir: Ich hatte mich ja an den sehr netten Kundenservice von FedEx gewand. Der hat mich an die Fachabteilung verwiesen. Von dort habe ich inzwischen eine Vollmacht für den Zoll erhalten. Die Vorlagenprovision hat man mir aus Kulanz erlassen. Ich muss mich jetzt bezüglich der zu viel gezahlten EUSt an das Zollamt wenden und dort einen Antrag auf Erstattung stellen. Dieser Antrag ist mir allerdings noch ein Buch mit sieben Siegeln… Ich muss da wohl mal anrufen – ich berichte weiter!

          • Hi Malte, anbei ein Auszug aus meiner Mail, da ich vor dem gleichen Problem stehe.
            Ein zulässiger Erstattungsantrag kann wie folgt gestellt werden:
            1.) auf Vordruck 0223.
            Siehe http://www.zoll.de > Service > Formulare und Merkblätter > Suchbegriff: 0223 > Vordruck 0223
            2.)Auf einem anderen Papier – formlos -, sofern dieses die Angaben aus dem Vordruck 0223 enthält. Den unterschriebenen Antrag scannen Sie dann bitte ein und senden es als Anhang zur Mail.

          • Hallo Bernd,
            spannend: Ich vermute, deine Mail stammt auch von FedEx. Da steht bei dir tatsächlich ein anderer Text drin als bei mir. Ich hab nämlich keinen Hinweis auf das Formular 0223 erhalten. Und da sage noch mal einer, dass beim Kundenservice nur Textbauteine verschickt werden 🙂

            Den Vordruck 0223 habe ich aber auch gefunden und teilweise ist mir auch klar, was ich dort angeben muss. Als Grund würde ich wohl 236 angeben (Keine Zollschuld/höher als der gesetzlich geschuldete Betrag). Was mir aber fehlt, ist eine Stelle, an der ich angeben kann, was ursprünglich schief gelaufen ist. Bist du da schon weiter gekommen?

          • Habe nun auch mein Glück versucht und einerseits FedEx gebeten die Vorlageprovision zu streichen und andererseits ans Zollamt das Erstattungsformular geschickt.
            Ich berichte weiter, sobald ich eine Rückmeldung habe.

  3. Ganz wichtig: Vorlageprovision nicht überweisen und per Mail an FedEx schreiben, dass du sie nicht beauftragt hast, das für dich zu verzollen. Hat bei mir bisher immer geklappt.

  4. Ich habe das Set auch letzte Woche ausgeliefert bekommen.In Österreich musste ich 48€ an den FedEx-Mann direkt an der Haustüre abdrücken.Ziemlich teurer Spaß, aber jetzt freue ich mich auf den Aufbau!

    • Sind die Abgaben in Österreich höher als in Deutschland? Oder musst du auch noch mal genau die Rechnung studieren (siehe meine Kommentare weiter oben)?

      Der Aufbau macht jedenfalls echt viel Spaß. Viel Freude damit!

  5. Nach welchen Kriterien der Carrier gewählt wurde, bleibt wohl ein Geheimnis. Mein Feuerwehrauto kam mit DHL (6€ Gebühr für die Verauslagung der Einfuhrumsatzsteuer). Trotz 35$ Dollar Versand on top (ja ich hatte zu lange überlegt ☺) keine weiteren Kosten und Direktlieferung vom Postboten (zum Glück).

  6. Also ich bin echt platt! Am 24.07. habe ich von Bricklink die Tracking# bekommen, am 26.07. wurde die Sendung von FedEx abgeholt und heute am 30.07. habe ich sie schon erhalten!!! Das nenne ich mal Blitzschnell! Das Paket hat eine kleine gestauchte Ecke die bis auf den weißen Einschuber durch geht, ansonsten ist es unbeschädigt angekommen. Ich bin echt froh das Set endlich in den Händen zu halten und freue mich schon auf den Aufbau. Nun bin ich nur noch auf die große Rechnung von FedEX gespannt :o(

  7. Ich habe das Problem, das ein Paket komplett weg ist.
    Ich habe den Roadster 2 Mal bestellt. Den ersten habe ich vor 14 tagen beim Zoll abholen können.
    (am 16.07.2019 die Received by destination post Nachricht war vom 11.07.2019)
    An dem Tag hatte das zweite Paket den Status „Received by destination post“ bekommen.
    Seither nichts neues. Keine Update… NICHTS … WAS MACHE ICH JETZT

    • Hallo Bernd, evtl. kannst Du ja mal bei der selben Zollstelle höflich anfragen, ob Sie noch ein Paket für dich dort vorliegen haben. Evtl. verzögert sich die Bearbeitung einfach ein wenig durch die Urlaubszeit!?

  8. Sind keine Versandkosten angegeben, so werden die entsprechend einer Tabelle aufgrund des Warenwerts, Gewichts und der Größe berechnet (wobei hier immer Mondpreise rauskommen). Die Angabe 0€ wird immer wie eine fehlende Versandkosten Angabe gewertet, da nicht klar ist ob die Versandkosten im Kaufpreis drin sind oder sie nicht aufgeführt sind. Der Zollbescheid war also nicht fehlerhaft. Wie dargestellt kann man das aber mit Glück nachträglich korrigieren lassen. Bei richtiger Deklarierung (die Regeln gelten für die gesamte EU) wäre der Ärger nicht notwendig gewesen. Bricklink hat sich hier leider wieder mal ziemlich laienhaft angestellt.

  9. Bei aller Liebe zum Hobby, aber solche Meldungen bestärken mich in meiner Entscheidung, keine Sets über das Designer-Programm zu kaufen. Der Aufwand ist mir einfach zu umständlich.

    • An sich war Programm wirklich lobenswert, aber der internationale Versand ist definitiv stark verbesserungswürdig.
      Meine Burg war als „Gift / Commercial sample“ deklariert. Weder am, noch im Karton war irgendwo der Warenwert ausgewiesen. Keine Ahnung was das sollte. Hatten die die Hoffnung, dass das Paket beim Zoll durchrutscht und mir damit einen Gefallen zu tun? Das hat natürlich nicht funktioniert. Wie zu erwarten hat der in Sachen Klemmbausteine sensibilisierte Zoll das Paket geöffnet und auf Basis korrekten Wertes (vermutlich war ich nicht der erste) Zoll und Einfuhrumsatzsteuer berechnet und DHL hat es gegen eine moderate Gebühr abgewickelt. Aber kein Vorwurf deswegen, so ist das nunmal, wenn man aus dem nicht EU-Ausland importiert.
      Jedenfalls wirkt die falsche Deklaration zusammen mit dem undurchsichtigen Tracking (meins ist immer noch in „In transit to destination country“), der langen Versanddauer und der Sache mit dem fehlenden CE-Zeichen ziemlich unprofessionell von Bricklink und ich werde eine mögliche zweite Runde ziemlich sicher auch eher auslassen.

  10. Danke für die gute Aufstellung über den Import von Lego aus den USA.

    Was mich dabei ärgert ist die Tatsache das ich dem ganzen Müll hinterher laufen muss.
    Um richtig Stellungen und Co zu haben.
    Ist wie beim Unfall den ich hatte der Unfallgegner war Schuld. Ich hatte den Ärger mit meinem Kaputten Auto mehrere Werkstatttermine. Wenigstens hat der Anwalt die Sache betreut so musste ich da nicht noch hinterher sein.

    Ich gehe da von den Beteiligten von Absicht aus. Da Vielen der Aufwand wegen den paar Euros zu viel Ärger ist und einen Haufen Zeit kostet.

  11. Danke für die Mühe der Recherche, mir haben damals auch zwei drei Sets gefallen – aber ich bin ein bissel froh, dass ich es dann doch gelassen habe, als feststand, dass aus Amerika verschickt wird…das hätte mich deutlich zu viel Nerven gekostet, neben dem Geld. Allen, die das durchgezogen haben viel Spass mit den Sets.

  12. Danke für das Update!
    Im BL-Forum hatten sich mehrere europäische Käufer gemeldet, die ebenfalls zu hohe FedEx-Rechnungen bekommen hatten. Ich hatte dort auch geschrieben, dass eine Aufteilung des Gesamtbetrags das verhindert hätte. Russell (BL-Admin) meinte aber, dass es ja Zollbetrug wäre, den Wert des Paketinhalts „künstlich“ zu senken, deswegen sei das keine Option. Was durchaus nachvollziehbar ist.
    Letztlich ist schlicht die Konstellation „versandkostenfreier Versand von außerhalb der EU“ hier die Ursache des Problems. Siehe auch https://www.paketda.de/ausland/versandkosten-zoll.php
    (Demnach wären die zu hohen Eust. sogar korrekt gewesen – also das verstehe wer will…)

    Ich musste mich wegen der Eust. übrigens nicht an den Zoll wenden, FedEx hat mir nach Reklamation sowohl die Vorlagenprovision als auch die zu hohe Eust. direkt erlassen. Für mich natürlich super, aber auch wieder seltsam, dass das so unterschiedlich gehandhabt wird.

    • Zumindest in Deutschland macht es keinen Unterschied, ob die Kosten für die Ware oder den Versand angefallen sind – es geht ja beides in die EUSt-/Zollberechnung ein. In anderen Ländern mag das natürlich anders sein. Und: Ja, ganz richtig ist das natürlich nicht. Viel besser wäre es, würde FedEx die Anmeldung richtig erledigen. Das geht natürlich nur, wenn FedEx die nötigen Infos auch hat, was vermutlich nicht der Fall ist.

      Wie FedEx dir die zu viel gezahlten Gebühren auszahlen konnte, ist mir allerdings schleierhaft – schließlich hat FedEx die Gebühren ja bereits an den Zoll abgeführt. Entweder haben die das aus eigener Tasche bezahlt oder sie haben die Gebühren selbst beim Zoll wieder zurückgefordert. Beides schwer vorstellbar. Natürlich super für dich 🙂

  13. Also ehrlich, wegen diesem kleinen Knick am Schuber Austausch zu verlangen, wäre einfach nur völlig lächerlich.

    Außerdem finde ich die negative Kritik am Lego Kundensupport total unangebracht. Es wurde doch schon vorab ganz klar kommuniziert, dass BL verantwortlich ist. Richtig ist, dass das Service bzw. Vorgehen von BL bei dem kompletten Programm unter aller Sau ist. Der Seitenhieb bezüglich Lepin ist überhaupt infantil und hat rein gar nichts mit der Thematik zu tun.

    Ich würde mir künftig mehr Sachlichkeit und Objektivität bei solchen Artikeln wünschen. Es wäre zudem besser diesen knapper zu halten und sich auf das Wesentliche zu beschränken. An sich handelt es sich jedenfalls um ein interessantes Thema. Der Artikel könnte also durchaus einen Mehrwert bieten.

    • Grundsätzlich hast du natürlich recht, dass die operative Verantwortung bei Bricklink liegt. Zum Glück musste ich kaum darauf zurückgreifen. Meine Erfahrung waren – höflich formuliert – nicht hilfreich.

      Die Kritik am Legosupport kann ich nachvollziehen. Um Probleme mit den Zoll vorzubeugen, hatte ich den Legokundendienst gebeten die Kooperetion und die Echtheit der Lego-Steine zu bestätigen. Bei mir war das kein Problem. (Inhalt im CE-Post zu finden).

      Erschwerend kommt in Deutschland hinzu, dass Lego den Zoll um Amtshilfe im Kampt gegen Patent- bzw. Markenrechtsverstöße jeglicher Art gebeten hat. Bei meinen Besuch im Zollamt „durfte“ ich sogar eine Sendung komplett öffnen. Der Zöllner wollte den Legoprint auf den Minifigurteilen prüfen. Eine entsprechende Vorlage dazu hatte er im System.

      Gerade wenn ich daran denke, wieviele Probleme beim Import aufgetreten sind, bin ich dankbar für jede Hilfe. Insofern freue ich mich, dass der Sachverhalt ausführlich dargestellt ist.

  14. Diese Gebühren von FedEx, UPS, etc. für’s Verzollen bekommt man immer (!) erstattet, wenn man es nicht explizit in Auftrag gegeben hat, da der Versanddienstleister gar keine Vollmacht/gar keinen Auftrag zur Verzollung der Ware hatte… sie zwingen dem Kunden einen kostenpflichtigen Service auf, was nicht rechtens ist, daher muss man die Gebühr auch nicht bezahlen… hatte das schon 4x mit UPS und immer das Geld zurück bekommen.

    Im Zollamt selbst hatte sich bei meinen Sendungen niemand über die 0€ Versandkosten beschwert… da wurde ganz normal der gezahlte Betrag versteuert.

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