Märchenhafte LEGO Brickfilm Kulissen: Meine Modelle für Rotkäppchen und Goldlöckchen!

LEGO Brickfilm Titelbild
Ursprüngliches Foto: AplusC.tv

Ich durfte die Kulissen für drei offizielle LEGO Rebuild the World Brickfilme von berühmten Märchen bauen. Heute nehme ich euch mit hinter die Kulissen von Rotkäppchen und Goldlöckchen!

In meinem ersten Artikel der Reihe hatte ich euch bereits meine Modelle zum LEGO Hänsel & Gretel Brickfilm gezeigt. Denn Ende letzten Jahres wurde ich vom britischen Animationsstudio A+C gefragt, ob ich eine Reihe von LEGO Kulissen für drei Brickfilme bauen möchte, die für die LEGO Rebuild the World Kampagne gebraucht wurden. Ich habe die Herausforderung angenommen und kann euch jetzt alle meine Modelle im Detail mitsamt den Hintergrundgeschichten präsentieren.

Rotkäppchen als Brickfilm

Nach Hänsel & Gretel war Rotkäppchen das zweite Märchen, das in einen LEGO Brickfilm verwandelt werden sollte. Wieder wurde die ursprüngliche Geschichte mit neuen Ideen von den kreativen Köpfen bei A+C umgeschrieben, sodass folgendes kurze Filmchen entstanden ist. Am besten, ihr schaut euch das an, bevor ich im Anschluss genauer darauf eingehe, was ich für dieses Projekt bauen durfte.

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Meine Aufgabe war auch bei diesem Brickfilm vor allem das Bauen von LEGO Modellen, die als Schauplätze für die Animationen benutzt werden konnten. Dafür wurde mir ein Storyboard der Geschichte bereitgestellt, in dem die einzelnen Kameraperspektiven bereits grob angedeutet wurden und ich somit die Kulissen passend planen konnte. (Hier beispielhaft das Storyboard zu Hänsel und Gretel.) Bei der jeweiligen Umsetzung durfte ich dann wieder eigene Ideen vorschlagen, die auch maßgeblich zum finalen Aussehen des Brickfilms beigetragen haben!

Pizzeria

Die erste Kulisse ist die Pizzeria. – Moment – wo genau kommt bei Rotkäppchen noch mal eine Pizzeria vor? In der abgewandelten Geschichte für LEGO Rebuild the World ganz zu Anfang des Märchens, denn von dort wird Rotkäppchen losgeschickt, um der Großmutter eine Pizza zu bringen.

LEGO Rotkaeppchen Pizzeria03
Screenshot aus dem Video ©LEGO

Die Woodland Pizzeria sollte ein modernes Gebäude sein und sich maßgeblich vom rustikalen Gebäude der Großmutter – dazu kommen wir später – unterscheiden. Als Inspiration diente mir ein typisches amerikanisches Diner mit abgerundeten Ecken und flachem Dach, das ich in bunten und hellen Farben nachbaute. Um unmissverständlich darzustellen, dass hier Pizza verkauft wird, ist auf dem Dach ein großes Pizzastück als Dekoration angebracht.

Für die brick-built Typografie des „Woodland Pizza“-Schriftzugs kamen ein paar komplexere Bautechniken zum Einsatz, die am Ende etwas untergehen. Generell sieht man die gesamte Pizzeria im fertigen Brickfilm nur ein paar Sekunden und in der quadratischen Instagram-Video-Version ist sie sogar komplett abgeschnitten. Auf diesem Bild sieht man, dass links am Gebäude auch noch ein Stellplatz für die Mülltonnen angebaut ist.

LEGO Rotkaeppchen A Plus C 01
Foto: AplusC.tv

Was aber im Film gut zur Geltung kommt, ist das Innere der Pizzeria. Den Innenraum kann man von hinten in das Gebäude schieben und wurde im A+C Studio mit echten Lampen stimmungsvoll ausgeleuchtet.

LEGO Rotkaeppchen Pizzeria02
Screenshot aus Video ©LEGO

Um die Modelle beim Schlagabtausch zwischen Rotkäppchen und dem bösen Wolf habe ich mich nicht gekümmert. Mein Einsatz war dann wieder, als die Großmutter ins Spiel kommt.

Haus der Großmutter

Das Konzept, dass der Brickfilm in einem realen Zimmer spielt, wurde auch für das Märchen von Rotkäppchen angewandt und so steht das Haus der Großmutter in einem Wald aus Tisch- und Stuhlbeinen.

LEGO Rotkaeppchen A Plus C 08
Screenshot aus Video ©LEGO

Das Haus gehört zu meinen Lieblingsmodellen, die ich für diese Kooperation bauen durfte, was zum einen an den vielen Details liegt, die ich hier unterbringen konnte, aber auch an den verwendeten Farben. Um der Großmutter ein märchenhaftes Haus zu spendieren, habe ich mit verschiedenen Dachformen herumprobiert und bin an einem sehr spitzen Dach hängengeblieben. Da ein Großteil des Modells aus dem Dach besteht, wollte ich mit roten Technic Platten für eine interessante Struktur sorgen. Insgesamt kaufte ich also mehrere hundert 2×2 Technic Platten in Rot, wobei ich mich etwas verschätzte und somit noch Dutzende übrig habe, die dann vielleicht irgendwann in anderen MOCs zum Einsatz kommen werden. Im kleinen Maßstab wurde diese Bautechnik zum Beispiel schon bei LEGO 70620 Ninjago City verwendet.

Mein erster Entwurf des Hauses war zunächst komplett in Hell- und Dunkelgrau, aber es wurde schnell klar, dass das zu trist aussah. Also schwenkte ich auf Dark Tan um und wählte für das Obergeschoss ein Fachwerkmuster.

LEGO Rotkaeppchen A Plus C 07
Foto: AplusC.tv

Eine der speziellen Anforderungen an dieses Kulisse war, dass man ein Stück der Wand herausnehmen konnte, damit dort der Wolf-förmige Durchgang Platz fand. Im Hintergrund sieht man in dieser Szene sogar ein Bücherregal, das ich ursprünglich für die Inneneinrichtung im Film von Hänsel & Gretel baute. Da das Haus der Großmutter aber keinen Innenausbau hat, wurden hier unauffällig Elemente für den Hintergrund recycelt.

LEGO Rotkaeppchen Oma Haus 03
Screenshot aus dem Video ©LEGO

Schuppen

Als weiterer Schauplatz für die Großmutter wurde ein kleiner Schuppen benötigt, in dem die alte Dame sich handwerklich betätigt. Mit den blauen Fensterläden hatte ich versucht, das braune Farbschema ein bisschen aufzulockern.

LEGO Rotkaeppchen A Plus C 05
Foto: AplusC.tv

Wie bei der Pizzeria gibt es auch für den Schuppen ein Innenleben, in dem die Großmutter hantiert. Da man davon aber wenig sieht, beschränkt sich das auf die Rückwand mit Werkzeugen, die dort hängen.

LEGO Rotkaeppchen Oma Haus 02
Screenshot aus dem Video ©LEGO

Wer in dieser Szene genau auf den Text achtet, kann im Radio auch schon einen Teaser für den dritten LEGO Rebuild the World Brickfilm hören. Alle anderen Kleinigkeiten für diesen Film wurden von den kreativen Mitarbeitern des A+C Studios gebaut und liebevoll animiert.

Goldlöckchen und die drei Bären

Der dritte und letzte Brickfilm, für den ich die LEGO Kulissen bauen durfte, behandelt das Märchen von Goldlöckchen und den drei Bären. Erneut wurde die ursprüngliche Handlung nur grob aufgegriffen und mit vielen eigenen Ideen versetzt, um einen lustigen und unterhaltsamen Brickfilm zu schaffen, der auch mit verschiedenen Maßstäben spielt. Wie ich das in meinen Modelle gelöst habe, erkläre ich euch, nachdem ihr den kurzen Film gesehen habt:

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Denn erstmals kommen für diesen Brickfilm nicht nur Minifiguren zum Einsatz, sondern auch die Bären, die von A+C auf Grundlage des LEGO 40462 Valentinstag-Bärs gestaltet wurden. Das hat zu einigen Herausforderungen geführt, die im Laufe dieses Projekts gelöst werden mussten.

LEGO 40462

Bärenhaus von Außen

Werfen wir zunächst einen Blick auf das Haus der Bären von außen. Da ich für die anderen beiden Märchen schon genügend normale Häuser gebaut hatte, wollten wir für das Bärenhaus etwas komplett Neues ausprobieren. Mein Vorschlag war ein Haus in einem Baumstumpf, mit Türen und Fenstern in der Rinde. Trotzdem sollte der Baum aber nicht abgestorben sein, sondern neue Blätter aus den Ästen sprießen. Neben der organischen Form hatte ich vor allem Spaß an den Details, wie den kleinen Blumenkästen, Pilzen und dem Bienenstock.

LEGO Rotkaeppchen A Plus C 02
Foto: AplusC.tv

Auch diese Kulisse wurde für den Brickfilm in ein reales Umfeld gebettet. Für Goldlöckchen und die drei Bären fiel die Wahl auf einen Schreibtisch als Schauplatz.

Auf dem Bild fällt auch auf, dass die Außenansicht nicht im Maßstab zu den Bären gebaut ist. Das Modell wäre dann zu teuer geworden und hätte sich noch schlechter verschicken lassen. Da die Bären aber von außen nie direkt mit dem Haus interagieren, wird der Größenunterschied im Film gut verschleiert.

LEGO Rotkaeppchen A Plus C 09
Screenshot aus Video ©LEGO

Eine besondere Spielfunktion hat der Baumstamm noch: Man kann vor den Fenstern „Rollläden“ herablassen, wenn das Haus in den Sicherheitsmodus wechselt. Die sind aus 1×2 Steinen mit Riffeln gebaut und können von der Rückseite hineingeschoben werden.

LEGO Rotkaeppchen A Plus C 10
Screenshot aus dem Video ©LEGO

Der Baum von innen

Im Gegensatz zum Äußeren ist das Bärenhaus von innen im passenden Maßstab zu den großen Bäreneltern gebaut. Das war eine Herausforderung, da ich deutlich größer bauen musste, als ich es für gewöhnlich tue. Trotzdem sollten alle Innenräume natürlich voller Kleinigkeiten zum Entdecken stecken, sodass ein Kompromiss zwischen Größe und Detailgrad gefunden werden musste.

Küche

Der größte Raum im Inneren ist die Küche mit Esszimmer. Ich wollte mit den bunten Möbeln für eine freundliche Atmosphäre sorgen und ein bisschen die Monotonie der braunen Rückwand aufbrechen. In diesem Maßstab werden 2×2 Kuppeln zu Müslischüsseln und 3×3 Dishes zu Tellern. Für die Garderobe kamen Haken zum Einsatz, die sonst zum Beispiel bei Kränen verbaut werden.

LEGO Goldilocks Bären Haus 02
Screenshot aus dem Video ©LEGO

Obwohl Außenansicht und Innenraum nicht im gleichen Maßstab sind, wollte ich sie so gut wie möglich zusammen passen lassen und habe deswegen die abgerundeten Fenster, die man auch von draußen sieht, bewusst in groß nachgebaut. Ein unauffälliger Steineschlucker war der Boden für die Innenräume, der aus Baseplates besteht die mit duzenden Platten in Tan und Dark Tan bedeckt sind.

LEGO Rotkaeppchen A Plus C 03
Foto: AplusC.tv

Um Baumaterial bei den Wänden zu sparen und mehr Budget für die Möbel zu verwenden, ist die Rückwand modular gebaut und die Wandsegmente können gleichzeitig auch für das Wohnzimmer verwendet werden. Dafür werden sie einfach in veränderter Reihenfolge zusammengesetzt und die Garderobe durch ein Regal ersetzt.

Wohnzimmer

Nach dem Umstellen der Wände sieht das Wohnzimmer so aus. Die Möbel sind alle recht einfach gehalten, aber bei manchen Details konnte ich mich trotzdem austoben. So zum Beispiel beim Bücherregal mit verschiedenfarbigen Büchern und bei der Waschmaschine rechts unter der Treppe. Passend zu den Bären habe ich die gelbe Stehlampe einem Bienenstock nachempfunden.

LEGO Rotkaeppchen A Plus C 06
Foto: AplusC.tv

Der große Kamin wurde für den Brickfilm im Animationsstudio extra noch beleuchtet und das lodernde Feuer animiert. Auch die leeren Bilderrahmen wurden vor Ort mit den Fotos der Bären gefüllt.

LEGO Goldilocks Bären Haus 09

Manche der Möbel mussten für die Märchengeschichte doppelt gebaut werden: Einmal in einer normalen Version und zusätzlich in einer bunten Variante speziell für Goldlöckchen. Hier könnt ihr das grüne Sofa und den pinken Sessel vergleichen:

LEGO Goldilocks Sessel 02LEGO Goldilocks Sessel 01

Schlafzimmer

Das dritte Zimmer aus dem Bärenhaus ist das Schlafzimmer mit den verschieden großen Bettchen. Theoretisch hätte man auch für dieses Filmset die Wände aus Wohnzimmer und Küche nehmen können. Da die Szenen aber zeitgleich in verschiedenen Studioräumen gedreht werden sollten, war eine komplette neue Kulisse für das Schlafzimmer erforderlich.

Besonders ins Detail gehen konnte ich hier bei den Betten, die sich nicht nur farblich unterscheiden. Das blaue Doppelstockbett musste zusätzlich noch teilbar sein, sodass man den oberen Teil abnehmen und später in der Handlung anbauen konnte. Zum Glück ist das bei LEGO Modellen kein großes Problem.

LEGO Rotkaeppchen A Plus C 04
Foto: AplusC.tv

Mein Fazit zu den Brickfilmen

Nach dem Brickfilm zu Hänsel und Gretel waren auch diese beiden Märchengeschichten sehr vielfältige Projekte, an denen ich mitarbeiten und das Aussehen des Films mitgestalten durfte. Bei Rotkäppchen war vor allem das Haus der Großmutter genau mein Ding. Ich hatte viel Spaß, mich an den kleinen Details auszutoben und die Dachtechnik mit den roten Technic-Teilen auszuprobieren.

Bei „Goldlöckchen und die drei Bären“ war der Maßstab die Herausforderung, die mich aus meiner Komfortzone gelockt hat. Etwas größer und gröber zu arbeiten, fiel mir am Anfang nicht so leicht, aber jetzt, wo ich den finalen Brickfilm sehen konnte, bin ich zufrieden mit dem Kompromiss zwischen Größe und Detailgrad, den ich gewählt habe.

Das LEGO Rebuild the World Projekt in Zusammenarbeit mit A+C ist für mich an dieser Stelle erst einmal abgeschlossen. LEGO hat zwar erst kürzlich einen weiteren Rebuild the World Film hochgeladen, der ist aber kein Brickfilm. Falls ich nochmals bei einem Brickfilm mitarbeiten sollte, werde ich auch gerne wieder hier darüber berichten. Ich hoffe, ich konnte euch hier einen interessanten Einblick in die Entstehung geben!

Wie findet ihr die beiden Märchenfilme und meinen Blick hinter die Kulissen? Braucht es für euch Minifiguren in einem Brickfilm oder gefallen euch auch die animierten Bären? Schreibt mir gerne in die Kommentare, welche eure Lieblingskulisse ist!

Über Jonas Kramm 242 Artikel
25 Jahre jung mit 21 Jahren LEGO Erfahrung. Moc-Bauer, Burgen-Kurbler, Dino-Zähmer, Bautechniken-Tester, Set-Schlachter, Foto-Bearbeiter, Farben-Kenner und Teile-Experte.

31 Kommentare

  1. Wieder einmal großartige Arbeiten! Das Haus der Großmutter ist natürlich ein Highlight, weil es zum einen etwas „bodenständiger“ daherkommt aber dabei trotzdem wunderschön detailliert und idyllisch aussieht. Aber auch die anderen Sachen sind echt gelungen. Vielen Dank für den Einblick in das Projekt. Ich finde die Brickfilme auch alle ganz nett mit ein paar witzigen Ideen.

  2. Ich liebe die Details und freue mich, sie hier noch einmal zu sehen. In den Filmen gehen sie ja manchmal in den Perspektiven und schnellen Schnitten unter.

    • Auf jeden Fall. Manchmal macht das auch etwas traurig, wenn man merkt, dass einige Details nicht im Film zu sehen sind. Aber das konnte ich hier im Beitrag ein bisschen wieder gut machen.

  3. Das Haus der Großmutter ist mal sowas von total urig 🙂 Gefällt mir richtig richtig gut. Das erste Wort zu den ganzen Builds, das meinen Gedanken entsprungen ist, war schlicht: Hammer!!! Vielen Dank für die kleinen Einblicke hinter die Kulissen! Mir persönlich gefällt der Einsatz von Minifiguren, da sie sehr stark die Geschichte transportieren, wobei ich die Mischung aus den Brickbuild-Bären und die Minifiguren ziemlich gut finde. Dadurch, dass die Bären brickbuild waren, konnte einerseits dieses gewisse „Menschliche“ (z.B. aufrechter Gang, Kleidung durch die Sidebuilds) und auch die Mimik in die Geschichte transportiert werden.

    Ein paar Fragen hätte ich dann noch. Ich bin mal so frei, und stelle sie mal:

    – Wie viel Zeit hattest Du insgesamt zur Verfügung, um die Builds für die Projekte zu bauen (Wochen, Monate)?

    – bei welchem der drei Filmprojekte hattest Du am meisten Schwierigkeiten mit den Builds? Musstest Du vieles verändern bis zum finalen Build oder haben die Menschen vom A+C Studio oft „nur abgenickt“? Oder waren am Ende die Zeichnungen aus den Storyboards ein sehr starker Rahmen für Deine Designs?

    – wurde Dir ein monetärer Rahmen gestellt oder anders gefragt, hast Du dafür ein bestimmtes Budget gestellt bekommen?

    – wurden Dir die Kulissen wieder zurückgeschickt?

    Und am Ende ein kleiner Reminder: wenn ich das recht im Kopf habe, wurde uns zugesagt, dass Du uns zeigst, wie die Sets ready2go verpackt wurden 😉

    Würde mich freuen, wenn Du die ein oder andere Frage beantworten möchtest/willst/kannst/darfst ^^

    • Danke für den ausführlichen Kommentar. Freut mich, dass dir die Modelle so gut gefallen! Zu deinen Fragen:

      – Insgesamt habe ich vom ersten bis zum letzten Stein circa 2 Monate an dem Projekt gearbeitet. Da ich aber gleichzeitig auch hier auf StoneWars Artikel geschrieben habe, natürlich immer mal nebenbei.

      – Am meisten Schwierigkeiten haben die Szenen der Innenräume gemacht, da ich erst lernen musste wie viel Wand ich einplanen muss, damit die Kulissen am Ende auch Format-füllend sind. Die Leute von A+C sind alles kreative Köpfe, sodass wir oft verschiedene Ideen aus dem Studio und von mir für das finale Design kombinieren konnten. Das Storyboard war dabei ein guter Aufhänger aber nie in Stein gemeißelt, sodass die Umsetzung der Häuser eigentlich immer anders war, als sie zu erst gezeichnet wurden.

      – Abhängig davon was für den jeweiligen Brickfilm benötigt wurde, habe wir ein Budget festgelegt, das meinen Aufwand und die Materialkosten abdeckt.

      – Nein, die Kulissen gehören jetzt A+C und ich weiß auch nicht, ob sie noch stehen.

      Was den Blick auf die Verpackung angeht hab ich leider zu viel versprochen. Da hab ich leider kein passendes Bildmaterial zur Verfügung und mache dann beim nächsten mal Bilder, falls nochmal so etwas ansteht.
      Im Grunde war mein Vorgehen möglichst stabile Segmente zu bauen, die einfach zusammengesetzt werden. Jedes Segment ist in Luftpolsterfolie, die wiederum in kleine Kartons, die dann in größeren Kartons stecken. Den soliden Baumstamm konnte ich sogar, mit Folie umwickelt, am Stück verschicken.

      • Ach, super! Vielen Dank! 👍 Du hattest schon einigen Freiraum in Bezug auf die – ich nenne sie mal pauschal – Bauwerke. Immer schön, wenn mehr oder weniger frei gearbeitet werden darf. Den Antworten entnehme ich, dass da schon ein angenehmes Klima während der Zusammenarbeit geherrscht hat. Die Matrjoschka-Verpackungsmethode muss ich mir mal merken – ein großer Verpackungskünstler bin ich dann eher weniger 🙈

        Hast Du dir eigentlich mal überlegt, das Häuschen von Rotkäppchens Oma auf die IDEAS-Plattform zu stellen (oder gäbe es da rechtliche Probleme mit A+C/LEGO)? Das begeistert mich einfach mit seinem urigen Stil!

  4. Ein großartiger Blick hinter die Kulissen der Produktion. Vielen Dank dafür!
    Mir gefallen vor allem das Dach von Großmutters Haus und der Baumstamm der Bären sehr gut.

  5. Geniales Filmset, tolles Review! Vielen Dank, Jonas 😀

    War die Frage, wie viel Zeit man in so einen Aufbau ‚investieren‘ muss, schon beantwortet worden?
    Würde mich ebenfalls interessieren.

    Woher ist denn die schicke Wolf-Figur?
    Gab es diese mal in einem offiziellen Set?

  6. Jonas, das ist einfach großartig. Ein offenbar tolles Projekt mit zweifellos noch tolleren Modellen. Die MOCs sind erneut bautechnisch zum Zungeschnalzen. Danke fürs Teilen und Zeigen. Mir persönlich hat’s mir vor allem das „Woodland Pizza“-Ensemble angetan.

    Eine Frage hätte ich auch noch. Nicht sicher seiend, ob sie gestellt oder beantwortet wurde, stelle ich sie trotzdem: Hast Du für die Bauten aus Deinem eigenen Vorrat geschöpt? Wenn wir uns wiedersehen, musst Du unbedingt davon erzählen.

    Viele Grüße + Chapeau!
    Maik

    • Vielen Dank, Maik!
      Das Baumaterial habe ich erst aus meinem Bestand entnommen und dann vieles nachgekauft, damit mein Vorrat nicht darunter leidet. Das hatte den Vorteil, dass ich nicht erst auf die Lieferung der Teile warten musste und stattdessen sofort losbauen konnte.

  7. Danke für die Bilder! : )

    Jonas baut auf so einem Level, bei dem mir fast immer das Ergebnis gefällt, selbst wenn einzelne Techniken oder die Steinewahl mal gegen meinen Geschmack geht (oder sogar das Bauwerk an sich). Dieses Niveau erreichen wirklich nur wenige und man merkt die viele Übung und das Wissen um die Möglichkeiten (Arten von Steinen/Techniken).
    Einfach immer schön, sich die Sachen anzuschauen. Respekt! ^^

    Z.B. die Sonderplattenverwendung für das grüne Sofa in dem Maßstab. Ich kann diese Plattenform nicht leiden; aber hier: perfekt. : )

  8. Vielen Dank für diesen tollen Blick hinter die Kulissen 🙂 sowas liebe ich.

    Jedoch ich finde nirgendwo so direkt wer alles an diesen Projekten mitgearbeitet hat.
    Auf der Seite von A+C steht „The sets, props and characters were all professionally designed and built by our model making team.“, was ja dann so nicht stimmt.
    Hab ich da etwas übersehen?

  9. Wow Jonas. Du bist unheimlich talentiert. Ich mag neben deinen Bauten aber auch die Filme selbst total. Die sind so schön gemacht. Danke für den Einblick. Weiter so

  10. Hallo Jonas!

    Toll, was du so alles im Bereich LEGO® machst. Und toll, das du auch darüber berichtest. Werde jetzt mal in Ruhe den bericht lesen. LG Matthias (Matze2903)

  11. Jetzt habe ich beide Artikel gelesen, die Filme gesehen und muß wieder mal den Hut ziehen. Das Haus ist klasse mit dem Wetterhahn als schönes Dachspitzendetail, es gibt soviel zu sehen. Wie immer, wenn ich deine Mocs/Bauten anschaue, bin ich sprachlos, zum Glück kann ich hier schreiben. Bin gespannt, was es als nächstes von dir zu sehen gibt.

    LG Matthias / Matze2903

  12. Hallo Jonas,

    möchte mich der schon formulierten Begeisterung über Deine Fähigkeiten einschließlich Kreativität und vor allem Detailfreude sehr gerne wieder einmal anschließen🎉👍

    Ganz besonders bedanke ich mich für Deine für mich wunderbar umsichtige und ausführliche Berichterstattung, die mir/uns ja überhaupt die Möglichkeit eröffnet, so teilhaben zu können.

    Ich freu mich auch wieder sehr an Deiner persönlichen Offenheit und geteilten Selbstreflexion, siehe die Beschreibung in Sachen Verlassen der Komfortzone und Lernen sowie auch mal gemischte Gefühle im Einordnen des Anteils am Projekt.

    Ich finde sowohl den Schwerpunkt „Innenaustattung“ gerade unter den Vorgaben toll gelungen, da konntest Du ja auch an Deiner Gestaltungsfreude der früheren Raum -Vignetten inhaltlich anknüpfen 🎊

    Und die Gebäude mag ich genau so gern: ich hab den Eindruck, dass das Entwickeln und individualisieren von Dachkonstruktionen Dir sehr liegt und Dich begeistert💡

    Alles Gute 🍀 und gern mehr von Dir👍😀

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