LEGO 10277 Krokodil Lokomotive mit Motorisierung: Der Zug lernt fahren!

LEGO 10277 Krokodil Lokomotive - Titel

Nachdem wir uns vor kurzem bereits im ersten Review zum Set mit der LEGO 10277 Krokodil Lokomotive eingehend befasst haben, sind noch einige Fragen offen geblieben. Insbesondere die Motorisierung haben wir noch überhaupt nicht betrachtet. Das wollen wir nun hier nachholen.

Neben der Motorisierung wollen wir auch noch den Blick auf einige andere Fragen werfen, die teilweise schon direkt nach der Ankündigung aufkamen: Schweben die Räder der dritten Achse über den Schienen? Springt die Lok aus den Gleisen? Wie funktioniert die Steuerung? All diese Fragen und noch viel mehr will ich im folgenden versuchen zu beantworten.

Ankunft am Bahnhof: Die Gleise

Natürlich braucht man spätestens jetzt auch ein paar Gleise – die vier Geraden, die bei dem Set dabei sind, erlauben nicht einmal 10 Zentimeter Fahrt. Da ich nicht im Besitz von aktuellen Schienen bin, habe ich ein wenig in alten Kisten gekramt und die teils noch viel älteren Schienen meiner Kindheit herausgesucht. Im Gegensatz zu den heutigen Schienen müssen diese zusammengebaut werden, sodass ich ein Bündel Schienen und einen Haufen Schwellen (in Form von 2 x 8 Plates) brauche.

LEGO 10277 Krokodil Lokomotive - Verwendete Schienen

In den Bildern und Videos unten verwende ich hauptsächlich die grauen Schienen, die zwischen 1980 und 1985 (die geraden Schienen gab es noch bis 1995) hergestellt wurden. An wenigen Stellen zwecks besserem Kontrast allerdings auch die noch ältere blaue Version, die zwischen 1966 und 1980 auf dem Markt war. Die mechanischen Eigenschaften (also insbesondere Länge, Höhe, Oberfläche und Radius) haben sich seit den ersten Schienen allerdings nicht geändert, sodass meine Beobachtungen mit aktuellen Schienen vergleichbar sein sollten.

Einsteigen bitte! Die Lok wird motorisiert

LEGO sieht vor, dass man die Lokomotive mit zwei PoweredUp Komponenten ausstatten kann und so ein funktionstüchtiges Modell bekommt. Benötigt werden dazu der LEGO Technic 88009 Hub und der LEGO Technic 88013 Motor. Diese werden beide in den mittleren Teil eingebaut und treiben dann beide Achsen an.

LEGO 10277 Krokodil Lokomotive - Motor und Hub

Der Umbau ist in nur 11 Schritten erledigt: Nachdem man das Dach abgenommen hat, entnimmt man auch noch den Transformator mit den beiden Führerständen. Nun müssen vier Teile vom eben ausgebauten Transformator abgebaut werden: zwei Pins sowie die 2 x 2 Jumper Plates. Diese bringt man anschließend an Motor und Batteriebox wieder an. Nach dem Einbau der beiden elektrischen Komponenten werden noch die beiden Teile wieder angebaut, die man vorher entfernt hat und das Dach aufgesetzt. Fertig.

Die beiden schwarzen Pins haben im nicht motorisierten Modell übrigens keine Funktion. Sie sind dort also lediglich sehr geschickt „geparkt“. Auch das Zahnrad mit der gelben 3er Achse braucht man ohne Motor (wie natürlich den gesamten Antriebsstrang) nicht. Es ist nur lose in einen Technic Brick gesteckt und wird vom Transformator gehalten.

Beim Ausbau des Transformators hängt bei mir immer mindestens ein Führerstand so stark, dass er sich vom Transformator löst. Auch der Ausbau der Batteriebox hakt an der gleichen Stelle. Ansonsten ist der Einbau des Motor nicht wirklich schwer. Etwas komplizierter ist da schon der Ausbau: Der Motor zieht immer auch die gelbe dreier Achse aus dem Zahnrad, sodass man beides anschließend wieder einbauen muss. Auch bleibt gerne mal ein Pin im Innern stecken. Da man dort nicht besonders gut hereinkommt, ist die Demontage hier etwas fummelig.

Türen schließen! Die Steuerung

Die Steuerung erfolgt mit der LEGO PoweredUp App, die dazu ein Update erhalten hat. Die Oberfläche ist für den beschränkten Funktionsumfang (es gibt ja nur einen Motor, der in unterschiedlichen Geschwindigkeiten vor und zurück fahren kann) erstaunlich vollgestopft. Die Geschwindigkeit regelt man über das große Rad in der Mitte. Mit einem zusätzlichen kleinen Rad kann man bremsen – das ist natürlich auch über das große möglich. Auf diese Weise kann man jedoch eine Geschwindigkeit einstellen und dann mit dem Bremsrad langsamer werden, um dann wieder auf die alte Geschwindigkeit zu beschleunigen.

Des weiteren gibt es noch diverse Tasten, die einige passende Geräusche abspielen können. All das könnt ihr in folgendem kurzen Video sehe und hören:

Bevor es losgeht muss zunächst eine Verbindung zwischen eurem Smartphone und dem Hub hergestellt werden. Das funktioniert nur, wenn ihr der App erlaubt, euren Standort zu erfassen (zumindest ist das Verhalten unter Android so). Das klingt erst mal irritierend, ist aber richtig: Die Verbindung wird über Bluetooth LE (Low Energy) hergestellt. Damit ist es der App prinzipiell auch möglich, sogenannte Beacons zu finden, über die die App dann den Standort bestimmen könnte. Da das Betriebssystem aber nicht erkennen kann, wofür die App Bluetooth LE verwendet, geht sie vom schlimmsten aus und fordert so das Recht für die Standortbestimmung an. Immerhin beschreibt die App diesen Umstand auch in einem kleinen Satz und sichert zu, keinen Standort zu erfassen.

Jetzt können wir in der App das Krokodil auswählen und müssen dann zum Verbindungsaufbau kurz auf die Taste am Hub drücken. Verbindet man sich zum ersten Mal mit dem Hub, wird auf diesem erst mal die Firmware aktualisiert. Steht die Verbindung, so leuchtet die LED im Hub blau und es kann losgehen. Leider stört das Leuchten der LED ein wenig die Optik.

Abfahrt! In Kurven immer schön langsam

Bei Einfahren in Kurven fällt auf, dass die Lok merklich langsamer wird. Woran liegt das?

Die Beobachtung bezüglich der Geschwindigkeit ist leicht zu verstehen, wenn man sich den Aufbau der Achsen genauer anschaut. Die jeweils gegenüberliegenden Räder sind mit einer Achse verbunden, sie drehen sich also immer gleich schnell. Nun müssen die Räder auf der Außenseite der Kurve aber logischerweise einen weiteren Weg zurücklegen, als die auf der Innenseite. Die äußeren Räder müssten sich also schneller drehen als ihre Pendants auf der Innenseite. Durch die feste Achse wird das aber verhindert. Das Problem verschlimmert sich durch die aufgezogenen Gummiringe, die für eine bessere Traktion sorgen sollen. Das ist auf geraden Strecken und insbesondere bei langen Zügen auch sicher sinnvoll, in Kurven aber ein zusätzliches Hindernis.

Um das zu lösen gibt es mehrere Möglichkeiten: Zunächst könnte man versuchen, die Räder nicht mit einer Achse zu verbinden, sodass sie sich individuell schnell drehen können. Das bringt aber neue Probleme: Zunächst würde der Antrieb so nur auf ein Rad je Achse wirken können (es sei denn, man baut ein Differential ein; diejenigen von LEGO sind dafür aber viel zu groß). Vor allem können sich die Kuppelstangen dann aber beliebig ausrichten und so zu einer Blockade der Räder führen.

LEGO 10277 Krokodil Lokomotive - Kuppelstangen

Die einfachste Möglichkeit ist schlicht die Demontage der Gummiringe. Damit verliert man die gute Traktion, aber das ist ja genau das, was wir erreichen wollten. Die Lok fährt nun mit einer nahezu identischen Geschwindigkeit auf geraden Strecken wie auch durch Kurven. Im Video kann man Unterschied sehen und noch besser hören:

Stopp! Ein Besuch im Gleisbett

Ein weiteres Problem, über das schon kurz nach dem Verkaufsstart häufiger berichtet wurde, ist wesentlich unangenehmer: Die Lok springt angeblich gerne mal aus den Gleisen. Tatsächlich kann ich dieses Verhalten bestätigen. Es entgleist dann einer der (oder beide) Vorbauten. Allerdings passiert das nicht einfach so auf gerader Strecke – es müssen schon einige Dinge zusammenkommen um die Lok aus den Gleisen zu werfen: Zunächst muss die Lok sehr schnell unterwegs sein. Außerdem ist sie bei mir nur herausgesprungen, wenn sie eine Schlangenlinie fahren musste. Ein weitere Punkt, der die Wahrscheinlichkeit des Entgleisens deutlich erhöht ist ein (leicht) unebener Untergrund. Will man die Lok also ins Gleisbett schicken, legt man einfach unter eine Schwelle noch eine Plate. Allerdings bedeutet das nicht, dass die Lok gleich beim ersten Mal entgleist – für die folgende Aufnahme habe ich also eine Weile benötigt…

Den genauen Grund kann ich hier nur raten: Vermutlich fahren die Spurkränze der Räder schlicht die Schiene hoch – in etwa so, wie man mit dem Auto in flachem Winkel auf einen Bordstein fährt.

Um das zu verhindern kann man versuchen, die Vorbauten mit zusätzlichem Gewicht etwas schwerer zu machen, sodass die Spurkränze es nicht mehr so leicht haben nach oben zu wandern. Ich habe versuchshalber einiges Gewicht in Form von Münzen zugeladen – allein gebracht hat es nichts.

LEGO 10277 Krokodil Lokomotive - Ohne Gummiringe

Ein weiterer Trick ist wieder das Entfernen der Gummiringe von den Rädern. Ohne diese Gummiringe konnte ich die Lok trotz vieler Versucht nicht mehr dazu bringen, zu entgleisen. Vermutlich fördern die Gummiringe das Entgleisen, da sie die Räder bereits ein kleinen Stück anheben und diese dann nicht mehr so weit nach oben fahren müssen. Ohne die Ringe muss das Rad also über einen viel längeren Zeitraum die Lok nach oben drücken – da ist sie vorher sicher wieder nach unten gerutscht.

Harry Potter und das Krokodil: Levitationsmagie an der dritten Achse

Schon direkt nach der Vorstellung der Lok kam die Frage auf, ob denn die Räder der dritten Achse über den Schienen schweben. Inzwischen sind wir uns sicher: Ja, sie schweben!

LEGO 10277 Krokodil Lokomotive - Detail schwebendes Rad

Es stellt sich nun natürlich die Frage, warum das so ist. Ist das ein Fehler? Hat der Designer und anschließend die Qualitätssicherung hier nicht aufgepasst? Vorstellbar ist das eigentlich kaum.

Bautechnisch liegt die zweite und dritte Achse auf der selben Höhe. Es ist also nicht so, dass die dritte Achse etwa durch unterlegen einer Plate etwas höher liegt. Vergleicht man die Räder der zweiten und dritten Achse, so sieht man schnell, dass diese sich unterscheiden – allerdings nicht im Durchmesser. Der einzige Unterschied ist, dass die Räder der dritten Achse keinen Spurkranz besitzen. Stellt man den Vorbau einzeln auf ein Gleis, so sitzen alle Räder auf und es ist nichts schief. Somit bleibt nur noch ein Grund, warum die Räder der dritten Achse schweben: Die Kupplung mit dem Mittelteil hebt den Vorbau minimal an, was sich bei genauem hinsehen auch durch eine leicht schiefe Unterseite des Vorbaus bemerkbar macht.

Das beantwortet natürlich noch nicht die Frage, warum dies hier so umgesetzt wurde – ein Rad mit Spurkranz und waagerechter Ausrichtung würden doch sicher deutlich besser aussehen. Schauen wir uns also einmal an, was passiert, wenn die Lok um die Kurve fährt.

Soweit sieht das erst mal gut aus, das Rad schwebt augenscheinlich genau über dem Gleis. Baut man aber versuchshalber Räder mit Spurkranz ein, so spürt man beim Einfahren in die Kurve sofort einen deutlichen Widerstand und mit etwas Pech entgleist die Lok.

Der Effekt verstärkt sich noch, wenn wir die so modifizierte Lok eine Schlangenlinie fahren lassen: Sie springt sofort aus dem Gleis. Was ist passiert? Bauen wir also die kleinen Räder wieder zurück und schauen uns mal genau an, was bei der Schlangenfahrt passiert.

Hier sieht man deutlich, dass die Räder der dritten Achse neben dem Gleis schweben. Das hat damit zu tun, dass die Achsen starr verbaut sind und auch die Kurzkupplung zwischen Mittelteil und Vorbau keinerlei seitliches Spiel hat. Wer jetzt fragt, warum das Problem denn nicht auftritt, wenn man zwei Wagen aneinander kuppelt: im Gegensatz ist hier eine normale Kupplung eingebaut, die zwei Drehgelenke hat und somit seitliche Bewegungen auffangen kann.

Das erklärt schon mal, warum kein Spurkranz vorhanden ist. Aber könnte der Vorbau nicht wenigstens waagerecht montiert sein, sodass die Räder nicht schweben? Bei absolut ebenen Gleisen ist das vermutlich möglich. Das Problem ist hierbei allerdings, dass die Räder nach der Kurve auch wieder auf das Gleis kommen müssen. Bei unebenen Gleisen, wie man sie vermutlich auf Teppichen vorfinden wird, ist das aber mindestens hakelig, wenn nicht gar unmöglich.

Nun ist klar, warum die Räder der dritten Achse im Modell schweben, ja, sogar schweben müssen.

Schweben auch die Räder beim Original?

Das Vorbild ist bezüglich des Fahrwerks ja gänzlich anders aufgebaut: Hier sind die drei Antriebsachsen (also die zweite bis vierte Achse) in einem Rahmen eingebaut. Dieser ist per Kurzkupplung mit dem Pendant auf der anderen Seite verbunden. Das Gelenk im Modell zwischen dritter und vierter Achse gibt es also nicht. Die genaue Konstellation wie im Modell kann es folglich nicht geben. Und natürlich schweben hier die Räder der dritten Achse nicht, da sie ja das Gewicht der Lok tragen müssen.

Trotzdem gibt es bei dem Original ein Problem bei Fahrten durch Kurven: die Achsen der drei Räder befinden sich dann ja zwangsläufig nicht mehr auf einer geraden Linie. Aus diesem Grund hat die mittlere Achse ein seitliches Spiel von 2,5cm. Auf diese Weise können sich die Achsen der Kurve anpassen.

Ankunft: Das Ergebnis der Mühen

Mit den oben genannten Anpassungen hat man schließlich eine gut funktionierende Lok.

Auch kann man jetzt verstehen, warum die Ce 6/8 II den Spitznamen „Krokodil“ bekommen hat: Lässt man sie eine Schlangenlinie fahren, windet sie sich tatsächlich ein wenig wie das Reptil:

Fazit

Die Motorisierung der Lok ist einfach und das Ergebnis funktioniert. Die oben angesprochenen Probleme sind jedoch ärgerlich. Mit unserem Tipp bezüglich der Gummiringe sollten diese aber verschwinden. Auch die ursprünglichen Beschwerden über die schwebenden Räder lassen sich nun gut einordnen und zeigen wieder einmal, mit welcher Akribie bei LEGO Modelle erschaffen werden.

Einen Punkt will ich aber auch noch anbringen. Beim Fotoshooting und Videodreh habe ich sehr viel mit der Lok hantiert. Dabei kam es leider immer wieder zu kleineren Schäden, weil es doch einige Teile gibt, die nicht besonders fest angebracht sind. Da es sich explizit nicht um ein Spielmodell handelt (Altersempfehlung 18+), geht das in Ordnung. Es zeigt aber, dass man das Modell am besten in die Vitrine oder aber einmalig auf die Gleise stellen und dann nicht zu oft anfassen sollte.

Wie habt ihr das Modell bisher erlebt? Teilt ihr meine Erfahrungen oder funktioniert bei euch alles tadellos? Oder habt ihr die LEGO 10277 Krokodil Lomotive so oder so nur in der Vitrine stehen? Versteht ihr nun einige Entscheidungen aus Billund etwas besser? Äußert euch gerne in den Kommentaren.

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Über Malte 22 Artikel
Als Kind und früher Jugendlicher grundsätzlich von jeder Menge LEGO umgeben. Nach 20 Jahren Pause nun dank UCS Millenium Falken und Sohn wieder voll im LEGO-Fieber.

33 Kommentare

  1. Sehr schöner Artikel. Ich habe genau die gleichen Erfahrungen mit der Fahrbarkeit der Lok gemacht. Das Entgleisen ist meiner Erfahrung nach stark abhängig von der Geschwindigkeit. Das Vorbild ist ja nun auch kein Geschwindigkeitsmonster, also schön langsam und dann rollt die auch sehr gut. Gegen den Kurvenwiderstand hilft tatsächlich am besten, die Gummiringe an mindestens einer angetriebenen Achse zu entfernen. Ganz ohne Ringe und mit Waggons kann es schon mal zum durchdrehen kommen, also muss man da einen Konpromiss finden. 🙂

  2. Nach „Super Artikel“ und „sehr schöner Artikel“ packe ich noch ein „großartiger Artikel“ dazu. Bitte mehr dazu und zum Einsatz von Power Functions im Allgemeinen. Da bin ich manchmal unsicher, wie und wo man die einzelnen Elemente so einsetzen könnte. Haben jetzt das LEGO Boost Set zuhause und erkunden das gerade. Ganz langsam.

  3. Sehr guter und ausführlicher Artikel. Ich habe vor mein Krokodil ebenfalls zu motorisieren. Daher kommt dieser Artikel wie gerufen 🙂

    Hat jemand eine Empfehlung für das Recht teure Zubehör? Also die Einzelteile (Motor & Batteriefach) sind ja schon ein bisschen überteuert. Gibt’s ein Lego Set, in dem das benötigten Zubehör bereits dabei ist?

    Vielen Dank.

  4. Super ausführlicher Artikel. Da hat sich jemand aber bis ins Detail mit dem Modell auseinander gesetzt. Top.

    Eine Idee möchte ich jedoch kurz einwerfen. Hätte man die ganzen Probleme nicht dadurch umgehen können, indem man die Lok oben (Fahrerkabinen und das Vorder- und Hinterteil) starr aus Lego gebaut hätte und darunter nur dich Achsen beweglich gebaut hätte, wie es bei Lego Zügen eigentlich üblich ist. (Ich selber kenne mich mit dem Thema Lego Züge nicht ganz so gut aus, dass ist aber immer ein Gedanke der mir kommt, wenn ich das Modell sehe)

    Ich hätte auch noch zwei Fragen.
    Es ist zwar von Lego nicht vorgesehen, könnte man den Zug den auch noch beleuchten? Oder geht das nicht weil der Zug aus drei Teilen besteht?

    Lasst sich der Zug auch mit der normalen Zugvernsteuerung steuern?

    • Wenn die Lok starr wäre, dann gäbe es vorne und hinten in den Kurven weite Überhänger (zumindest wenn ich dich richtig verstanden habe). Das kann man bei einigen BlueBrixx Lokomotiven sehen – nur dass das Krokodil deutlich länger ist.
      Die Powered Up Kabel sind elastisch. Dementsprechend lassen sie sich durch den Zug führen. Es gibt allerdings zwei Probleme:
      1. der Powered Up Hub hat nur 2 Anschlüsse und einer wird für den Motor genutzt. Es wäre also nur 1 LED Set als Erweiterung möglich (das enthält 2 LEDs). Oder man lötet sich selbst etwas.
      2. Das ist nicht vorgesehen. Man muss sich also selbst überlegen wie man die Kabel durch den Zug führen kann usw.

      Man kann mit der Powered Up App als „Mittelstück“ und einem eigenen „Programm“ die Zugfernbedienung nutzen. Dazu gibt es Videos auf Youtube. Die meisten Motoren haben mit der Powered Up Fernbedienung leider eine „Vollgas – Aus“ Steuerung, so auch der im Krokodil genutzte Motor.

      • Danke für deine Antwort.

        Mit dem Überhängen hast du natürlich recht. Aber ich denke doch das es ein besserer Kompromiss gewesen wäre, als die jetzige Lösung mit den im Artikel angesprochenen Problemen.

        Was du genau mit „Programm“ und „Mittelstück“ meinst verstehe ich noch nicht so ganz, da sich auch auch zb. Der Personenzug mit der app oder der Fernbedienung steuern lässt. Aber ich schaue dann mal auf YouTube.

        • Der Zugmotor hat mit der Fernbedienung eine Geschwindigkeitsregelung, doe anderen Motoren nicht. Das kann umgangen werden indem man fernbedienung und hub mit einem Smartphone verbindet und im Erschaffen-Bereich der Powered Up App ein entsprechendes „Programm“ schreibt

        • Der Personenzug hat den Zugmotor, nur den will die Fernbedienung steuern (zumindest mit der Software die LEGO aktuell aufspielt). Die verschiedenen PoweredUp-Motoren melden über zwei der sechs Leitungen im Kabel ihren Typ an den Hub. Wenn da nicht kommt „Ich bin ein Zugmotor“ dann landen die Signale von der Fernbedienung in der Tonne.

          Die bereits genannte Softwarelösung besteht in einem eigenen Programm welches auf die Fernbedienung hört und entsprechende Signale an den L-Motor sendet. Das ersetzt dann das von LEGO bereitgestellte Verhalten.

          Wer lieber bastelt kann auch die Hardware ändern. Entweder den L-Motor öffnen und die Drähte neu verlöten oder das Kabel aufschnippeln und anders zusammensetzen damit der Hub glaubt einen Zugmotor vor sich zu haben. Auch dazu gibt es zahlreiche Anleitungen im Netz.

        • Würde man nur die Achsen flexibel gestalten und die Kabiene fest mit den Vorbauten fixieren würde das als Displaymodell sicher gut aussehen (dann könnte man natürlich auch die Achsen fest einbauen). Will man die Lok fahren lassen, büßt der Gesamteindruck allerdings sehr stark ein, schließlich verliert man das ikonische Schlängeln der gesamten Lok.

  5. Toller Artikel. Wenn ich das Krokodil irgendwann mal in die Hände bekomme und motorisieren möchte, dann werde ich auf ihn zurückgreifen.

    Mit den alten Schienen hat es schon etwas von dem Krokodil Prototyp aus den 80ern.

    Erst wunderte ich mich, warum dort steht, dass die 12 Volt Gleise bis 1996 hergestellt wurden, da diese ja 1991 durch das 9 Volt System abgelöst wurden.

    Es handelt sich dabei nur um die geraden Gleisstücke, von denen die Reste noch in der 9 Volt Verladestation und der Western Goldmine verwertet wurden. Spätere Versionen dieser Sets haben dann die Version der Gleise, wie sie heute beim Krokodil benutzt werden.

    • Das ist ja total spannend: Tatsächlich wurden die geraden grauen Gleise bis 1996 vertrieben, die grauen Kurven jedoch nur bis 1985, ebenso die Schwellen. Natürlich hatte ich nur bei den Geraden geschaut, bis wann sie produziert wurden 🙂

  6. Danke für den Artikel.

    Ich habe gestern meine Lok fahren lassen, oder anders formuliert: Ich habe versucht meine Lok fahren zulassen. Zu erst komplett habe ich auf die Gummiringe komplett verzichtet. Klappte mittelmäßig. Manche Räder rollten gar nicht und schleiften nur über die Gleise. Dann sprang die Lok in jeder Weiche und den Flexschienen aus dem Gleis. Mit Gummiringen sprang Sie nicht mehr aus den Gleisen, dafür fuhr Sie gar nicht mehr. Ich muss dazu sagen, die Lok hatte keinen eigenen Antrieb, sondern wurde geschoben oder gezogen vom Tender des Hogwards-Express. Am Tender drehten die Reifen durch und die Lok stand wie eine eins.

    Ich werde nun heute Abend weiter Versuchen in verschiedenen Kombinationen die Lok zum laufen zu bringen. Werde wohl auch noch einen Motor besorgen und einen Antrieb von der Lok aus versuchen. Was ich eigentlich nicht möchte.

    Trotzdem ist Sie wunderschön.

    Gruß

    • Wenn du die Lok selber nicht motorisieren möchtest, würde ich dir als erstes empfehlen, im Mittelteil die eigentlich „angetriebenen“ Achsen (schwarze 6er Kreuzachsen) durch Achspins (aktuell sind die Tan) ohne Friktion zu ersetzen.

    • Ich habe drei Tage lang experimentiert und keine gute Lösung gefunden. Auch scheinen die 3 großen übereinander angeordneten Doppelkegel-Zahnräder, welche die Kraft des Motors nach unten leiten, nicht für diese Einbauweise vorgesehen zu sein! Die Zähne dieser Zahnräder rollen nicht aufeinander ab, sondern „schnippen“ unter dem Druck gegeneinander. Das bringt zusätzliche Reibung und einen unruhigen Lauf.

      Schließlich habe ich mich hierfür entschieden: Alle Zahnräder ausbauen und alle Gummis von den Räder entfernen. Damit verliert die Lok massiv (!!) an Reibung, besonders in Kurven. Dann einen normalen Eisenbahmotor nehmen und mit einer Masse (am besten eine Batteriebox oder den neuen Hub) in einen nachfolgenden Güterwagen einbauen. Hier mal meine Variante:
      http://lebostein.de/images/Rungenwagen_motorisiert.png

      • Bin derzeit auch dazu übergegangen und habe jeweils ein Zahnrad an jeder Antriebsachse ausgebaut. Derzeit sind alle Gummis runter und vor die Einfahrt einer Weiche (Fahrtrichtung Spurwechsel) muss bei mir eine Gerade liegen. Dann schafft es die Lok auch ohne Entgleisung über die Weiche gerade auszufahren. So geht auch eine höhere Geschwindigkeit. Jetzt brauche ich noch Technic, Axle Pin um vorne die Radreifen einzeln zu befestigen. Dann sollte es geschmeidiger laufen.

  7. Vollkommen unverstaendlich warum hier ein L-Motor genutzt wird, der 2.5 x so viel kostet wie der Zugmotor. Dann wuerde auch nicht das Problem mit den durchgehenden Achsen in Kurven auftreten, oder?
    Auszerdem sollte Lego endlich mal die Skalierung der Nutzeroeberflaechen in der Powered Up app unter iOS beheben! Sowohl auf meinem iPad als auch iPhone werden fast alle Oberflaechen viel zu klein dargestellt (bis auf die Klavieroberflaeche, die ist korrekt), auf meinem Android hingegen sieht’s gut aus. Sieht aus als ob die App nicht korrekt mit dem hohen PPI-Wert klarkommt unter iOS.

  8. Wer mehrere Züge mit unterschiedlichen Motoren unter Powered Up simpel steuern möchte kann sich die App ATS AfoL Train System mal ansehen. Gibt es für Android. Ob es die auch für Apple gibt weiß ich leider nicht.
    Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit in Verbindung mit der originalen Lego App und der Eisenbahn Fernbedienung etwas zu programmieren. Dazu gibt es ein Tutorial auf YouTube. Macht nur leider nicht jedes Handy mit wie ich selber feststellen musste.

  9. @Stonewars: Sponsort eurem Reviewer doch mal ein paar Schienen. Der Schienepack 60205 ist in der Regel für weniger als 13 Euro zu haben (dort sind 4 Kurven drin). Damit es ein Kreis wird, braucht man noch 12 weitere Kurven, die es als Neuware bei Bricklink schon ab 30 Cent das Stück gibt…

    Merke: Für Kurven ist Bricklink die beste Wahl, für Geraden kauft man am besten die 60205 im Angebot (< 13 €), da man stückweise dann auf die Bricklink-Preise kommt, zusätzlich aber noch Kurven und Flexigelise erhält.

  10. Hallo zusammen,

    das Orginal-Krokodil ist bei uns auf der Bahn im „Fast“-Dauereinsatz und zieht dort fünf Containerwagen. Es wurde weder am Fahrwerk noch am Design irgendetwas verändert. Die Lok läuft bei uns absolut problemlos.
    Wir finden den Bausatz rundum gelungen

  11. @Stonewars-Team

    Ich weiß, dass BlueBrixx ein sehr umstrittener Konzern ist. Ich weiß auch, dass Stonewars ein Lego News Blog ist. Ich denke trotzdem, dass es gut passt.

    Bluebrixx hat schon langer selbst das Krokodil als Set angekündigt (https://www.bluebrixx.com/de/bluebrixxspecials/102880/Legendaere-Lokomotive-Krokodil-in-braun-BlueBrixx-Special). Ich finde, dass sich hier gut ein Vergleich zwischen dem Lego Set und dem Blusbrixx Set anbietet. Weil beide Sets grade das Gleis real existierende Vorbild haben, bietet sich ein Vergleich zwischen Lego und dem Klemmbaustein Zughersteller sehr gut an. Darüber hinaus hat das Lego Set ja viele angesprochenen Probleme. Es wäre bestimmt spannen zu schauen, wie Bluebrixx diese Probleme gelöst hat.

    Darüber hinaus ließe sich die Qualität, die Bautechnik, die Stabilität und Realitätstreue vergleichen.

  12. Ich habe mir mal erlaubt, das Krokodil mit einem M-Motor, einem IR-Empfänger, einem Batteriepack sowie einer IR-Fernbedienung zu bestücken. Der IR-Empfänger lässt sich verkehrt herum hinter dem Motor verstecken. Das Dach muss allerdings etwas modifiziert werden, da der Stecker des IR-Empfängers auf dem Batteriepack etwas zu hoch steht.
    Damit läuft das Krokodil, zumindest auf der Geraden prima, zur Kurventauglichkeit kann ich in Ermangelung von Kurven noch nicht berichten.

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