The LEGO Movie 2 ab 13. Oktober bei Netflix im Stream

The LEGO Movie 2 Review

Update (30. September, 10:38 Uhr): Nur eine kleine Randnotiz für alle, die bisher The LEGO Movie 2 noch nicht gesehen haben, oder den Film gerne noch ein weiteres mal sehen wollen. Ab dem 13. Oktober 2020 soll The LEGO Movie 2 beim Streaminganbieter Netflix verfügbar sein.

Damit ist der Film nach seinem wenig erfolgreichen Kinostart im Februar 2019 erstmalig bei einem der auch hierzulande weit verbreiteten Streaminganbieter zu sehen. Ob der Film sich meiner Meinung nach lohnt, lest ihr in meiner nun über 1,5 Jahre alten Review unten. Aber um es kurz zu fassen: Für einen kurzweiligen Abend oder zum nebenher schauen beim LEGO bauen ist The LEGO Movie 2 allemal geeignet und zu empfehlen.


Originalbeitrag (10. Februar 2019): The LEGO Movie 2 wurde lange beworben und die zugehörigen Sets sind schon lange in vielen Kinder- und Erwachsenenhänden gelandet. Aber kann der Film mit dem Hype (den es ja unter LEGO Fans durchaus gibt) mithalten und wie schneidet er im Vergleich zum ersten Teil ab?

Ich habe mir The LEGO Movie 2 gestern in einer Nachmittagsvorstellung im englischen Originalton angesehen und möchte in dieser Review meine Gedanken mit euch teilen.

Bevor wir einsteigen: Ich halte die Review (so weit es möglich ist) spoilerfrei. Aber: Alles was in den Trailern sichtbar war, stufe ich nicht als Spoiler ein. Wenn ihr da also sehr empfindlich seid, dann spart euch die Review sicherheitshalber besser 😉

Die Handlung von The LEGO Movie 2

Die Trailer zum Film zeigen uns den Ausgangspunkt der Handlung eigentlich ziemlich gut: Nach den Ereignissen vom „Taco-Dienstag“ ist die Welt in Bricksburg nicht mehr so, wie sie mal war. Die Duplo-Aliens haben die Stadt zerstört und die ehemaligen Einwohner der geordneten Stadt leben nun in einer apokalyptischen Wüste mit dem Namen Apocalypseburg.

Plötzlich taucht ein neues Alien namens Sweet Mayhem in Form einer LEGO Minidoll auf, die aus dem Systar-Universum stammt. Sweet Mayhem entführt einige der Anführer aus Apocalypseburg und Emmet, der Held aus dem ersten Teil, muss sich auf den Weg machen, um seine Freunde zu retten. Dabei trifft er den Raumreisenden Rex Dangervest, der Emmet bei der Rettung seiner Freunde helfen will, die sich in der Gewalt der gestaltwechselnden Königin Whatevra Wa’Nabi im Systar-Universum befinden. All das verraten uns die beiden großen Trailer zum Film:

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Dazu gab es natürlich noch einige kürzere TV-Spots, die jeweils ein paar weitere kleine Handlungspunkte verraten, Gags abfeuern und bisher unbekannte Charaktere zeigen. Im (schon länger erhältlichen) offiziellen Buch zum Film wurden dann noch vor dem Film die letzten unbekannte Charaktere vorgestellt.

Die Größte Schwäche von The LEGO Movie 2

Warum ich die Trailer und die darin enthaltenen Infos hier so ausführlich aufliste? Es ist eine der meiner Meinung nach größten Schwächen von The LEGO Movie 2: Wer sich im Vorfeld ein kleines bisschen mit den Trailern, den zugehörigen LEGO Sets und eventuell dem Buch beschäftigt hat, der kennt schon eine ordentliche Portion der Handlung.

Denn an dem Punkt wo die Trailer in ihrer Story enden, ist auch beinahe schon der halbe Film vorbei. Leider ist nicht nur die Handlung schon zum großen Teil in den Trailern abgefrühstückt worden, sondern auch viele der Lacher werden schon in den Trailern (in abgespeckter Form) ausgeschlachtet.

Erst nach der ersten Hälfte entstehen die ersten Handlungsbögen, die nicht in großen Teilen aus dem Trailer bekannt gewesen sind. Und auch hier bleibt der Film in großen Teilen vorhersehbar, da eines der großen Überraschungselemente aus dem ersten Teil schon bekannt ist: Der Wechsel zwischen der Welt der LEGO Figuren und der echten Welt.

The LEGO Movie 2: Queen Whatevra Wa'Nabi
So gar nicht böse: Queen Whatevra Wa’Nabi

The LEGO Movie 2 macht vieles richtig

Dennoch wäre es unfair in dieser Review von einem schlechten Film zu sprechen, denn das ist The LEGO Movie 2 nicht. Der Film bietet trotz der oben aufgezeigten Schwäche noch reichlich Potential für Lacher und schafft (wie schon der erste Teil) sehr gut den Spagat zwischen dem infantilen Humor für die jüngeren Zuschauer und gut platzierten Gags mit popkulturellen Anspielungen für die erwachsenen LEGO Fans. Dabei werden haufenweise Filme referenziert, angefangen bei den offentsichtlichen (Batman, Justice League, …) über Mad Max, The Matrix und sogar 2001: Odyssee im Weltraum.

Die Kontinuität zwischen dem ersten und dem zweiten Teil ist ebenfalls gegeben und gut umgesetzt, denn sowohl in der LEGO Welt, als auch in der echten Welt sind 5 Jahre zwischen den beiden Filmen vergangen. Für die Rolle von Finn, dem menschlichen Protagonisten aus dem ersten Teil, hat man wieder Jadon Sand, den Schauspieler aus dem ersten Teil rekrutiert. Dazu kommt noch als Verstärkung Brooklynn Prince, die mit Bianca die Schwester des menschlichen Protagonisten spielt. Das letztere sich innerhalb der vergangenen 5 Jahre vom Bauen mit DUPLO Steinen zum Spielen mit LEGO Minidolls umorientiert hat, ist eine der vielen storytechnisch gut eingebundenen Kleinigkeiten, die den Film sehenswert machen.

Auch wenn nur wenige (nicht „gar keine“) spannende Twists auf euch warten, bietet der Film irgendwie von allem etwas: Viele Anspielungen auf typische LEGO Witze, viele an aktuelle Popkultur angelehnte Gags und auch einige pädagogisch wertvolle Aussagen, die den Film als perfekten Familienfilm qualifizieren. Abgerundet wird das ganze durch einen sehr empfehlenswerten Soundtrack mit einigen Musical-Einlagen, die sich bis zu den Credits durch den Film ziehen. Vieles davon ist natürlich angelehnt an den großen „Everything is Awesome“ Hit aus dem ersten Teil.

The LEGO Movie 2: Emmet mit Bart
Emmet wird zum harten Kerl mit Bart

Ich habe mich im Kino insgesamt sehr amüsiert und auch meine Begleitung (die im Alltag eher wenig mit LEGO zu tun hat) hatte viel Spaß in dem Film. Auch die Kinder um uns herum schienen den Film ausgiebig zu feiern, auch wenn das Kino nicht so prall gefüllt war – das dürfte aber wohl vor allem mit dem englischen Originalton zu tun haben, der wohl für viele Kinder keine Option sein dürfte.

Fazit: Ist TLM2 ein würdiger Nachfolger für Teil 1?

Zunächst mal: Kann The LEGO Movie 2 nun mit seinem Vorgänger mithalten? Ich denke, dass kann ich voller Überzeugung mit einem „Jein“ beantworten. In Sachen Humor steht der Film dem ersten Teil ins Nichts nach. Aber das Überraschungsmoment, dass der erste Film noch innehatte, fehlt dem zweiten Teil ein wenig. Dennoch ist der Film ein würdiger Nachfolger für den ersten Teil und ich hoffe, dass uns hier irgendwann noch ein weiterer Teil erwartet.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass Groß und Klein in dem Film eine Menge Spaß haben dürften. Deshalb möchte ich dem Film insgesamt eine klare Empfehlung aussprechen. Ob es nun ein Kinobesuch sein muss, oder ob man wartet bis der Film auf Blu-Ray erscheint (aktueller Termin: 27. Juni 2019) oder bei Netflix veröffentlicht wird, das müsst ihr selber entscheiden.

Habt ihr den Film schon gesehen? Falls ja, wie fandet ihr den Film? Lasst uns gerne (spoilerfrei!) in den Kommentaren diskutieren…

Lukas Kurth
Über Lukas Kurth 1760 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 31 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de
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