LEGO City 60278 Suche nach dem Ganovenversteck wird nicht erscheinen

LEGO City 60278 Suche Nach Dem Ganovenversteck Titel

Update (24. März 2021, 11:25 Uhr): Im Januar hatten wir euch von einem ersten Bild des Sets LEGO City 60278 Suche nach dem Ganovenversteck berichtet, welches sich am Ende einer LEGO Friends Baunleitung befand und das Set als Teil eines größeren City-Layouts zeigte.

Schon damals fragten wir uns, warum das Set zwar an dieser Stelle, nicht jedoch im Hauptkatalog beworben wurde und was dies für das Release bedeuten könnte. Hierüber herrscht nun Klarheit: Wie Brick Fanatics direkt beim LEGO City Team in Erfahrung brachte, wurde das Set eingestampft und wird nicht auf den Markt kommen.

Nachfolgend die bei Brick Fanatics zitierte Antwort im Wortlaut:

With LEGO CITY, we always aim to represent the reality of the world in a way that is fun, positive and appropriate for kids. With this in mind, we have decided not to launch this product as we no longer feel it is in keeping with the values of the LEGO CITY brand.

LEGO gibt also als Begründung an, man sei zu der Überzeugung gelangt, dass das Set gegen die Werte der Marke LEGO City verstoße, deren Ziel es sei, die reale Welt in einer fröhlichen, positiven und für Kinder geeigneten Weise darzustellen.

Auch wenn bei LEGO City tatsächlich immer „die Guten“ im Vordergrund stehen, so gab es dennoch bereits in der Vergangenheit Sets, die sich auf die „Ganoven“ fokussierten, z.B. die LEGO 60131 Gaunerinsel von 2016. Deshalb stellt sich die Frage, was genau am aktuellen Set nun den Werteverstoß darstellte. Zugegebenermaßen spielten Explosionen wohl eine zentrale Rolle in dessen Design, was alleine schon durch die gigantische Dynamitsstange auf dem Dach des Gebäudes zum Ausdruck kam. Doch andererseits sind auch (kleine) Dynamitstangen etwas, das seit langem regelmäßig in Spielsets für die Zielgruppe 6+ vorkommt, auch das Aufsprengen von Wänden ist ein beliebtes Spielfeature bei LEGO, z.B. um aus einem Gefängnis auszubrechen.

Interessant ist auch die Tatsache, dass erneut ein Set – wie schon die LEGO 42113 Bell Boeing Osprey – offenbar sehr weit im Entwicklungsprozess fortgeschritten war, bevor LEGO sich entschloss, dieses nicht auf den Markt zu bringen.

Sollten noch weitere Details bekannt werden, halten wir euch hier auf dem Laufenden. Zunächst interessiert uns allerdings eure Meinung: Könnt ihr die Entscheidung nachvollziehen? Seid ihr wie LEGO der Meinung, dass das Set nicht so recht in die „heile“ LEGO City-Welt gepasst hätte, oder hättet ihr dies unproblematisch gefunden?


Originalbeitrag (7. Januar 2021): Eigentlich sind bereits alle LEGO City Sets der ersten Welle 2021 bei LEGO erhältlich, doch eines fehlte bisher: Die LEGO City 60278 Suche nach dem Ganovenversteck. Zu diesem Set ist nun ein erstes Bild aufgetaucht.

Wir hatten die LEGO City 60278 Suche nach dem Ganovenversteck bereits seit Längerem in unserer Liste der LEGO Neuheiten 2021 geführt, bisher gab es allerdings kein Bildmaterial, das wir euch hätten zeigen können. Das ist nun endlich anders, denn dank einer Werbeseite am Ende der Bauanleitung zum LEGO Friends 41444 Heartlake City Bio-Café können wir nun gemeinsam mit euch einen ersten Blick auf das Set werfen!

Es umfasst neben dem eigentlichen „Ganovenversteck“, also dem Gebäude, das äußerst unauffällig eine große Dynamitstange auf dem Dach trägt, noch mindestens eine der neuen Straßenplatten, zwei Fahrzeuge sowie einen Polizeihubschrauber mit Doppelrotor. Das Set soll nach unseren Informationen für eine unverbindliche Preisempfehlung von 99,99 Euro auf den Markt kommen.

LEGO City 60278 Suche Nach Dem Ganovenversteck Erstes Bild Detail 2

Soweit man es auf dem leider recht niedrig aufgelösten Bild erkennen kann, enthält es mindestens 7 Minifiguren, eventuell sogar 8, falls im Hubschrauber noch ein Pilot sitzt. Auch ein Polizeihund ist mit von der Partie – bei ihm kommt das neue Geschirr für Assistenzhunde, wie wir es z.B. schon im LEGO City 60292 Stadtzentrum gesehen haben, zum Einsatz.

Beim Hubschrauber gibt es ebenfalls ein interessantes Detail: Dieser ist seitlich mit einem Suchscheinwerfer ausgestattet, was auch auf der Verpackung explizit beworben wird („Search Light“). Vermutlich handelt es sich hierbei um einen gewöhnlichen Light Brick, aber dafür müssen wir auf bessere Bilder warten.

LEGO City 60278 Suche Nach Dem Ganovenversteck Erstes Bild Ovp

Für die veranschlagte UVP wird in diesem Set also eine Menge Spielwert geboten, wenn der Preis auch sicherlich recht hoch angesetzt ist – summiert man die einzelnen Bestandteile des Sets, würde ich 80,- Euro für besser vertretbar halten. Gewöhnlich ist bei LEGO City mit hohen Rabatten im Einzelhandel zu rechnen, doch genau hier könnte bei diesem Set der Haken liegen:

Die Tatsache, dass es nicht zusammen mit den anderen Sets veröffentlicht und bisher auch nicht im Katalog beworben wurde, kann bedeuten, dass das Set (zunächst) LEGO exklusiv bleiben wird, sobald es erscheint.

LEGO Katalog De 1hj 2021 Doppelseite City
Im Katalog fehlt dieses Set.

Auch, dass das Set überhaupt nicht mehr erscheint, sondern eingestellt wurde, ist noch immer möglich – schließlich handelt es sich bisher nur um ein Bild aus einer Bauanleitung, das zu aktualisieren möglicherweise einfach vergessen wurde. Wir gehen aber im Moment davon aus, dass der Release für dieses Set sich nur verzögert hat und es zumindest bei LEGO direkt noch erscheinen wird. Wir werden euch wie immer auf dem Laufenden halten! 🙂

Was haltet ihr von der LEGO City 60278 Suche nach dem Ganovenversteck? Wäre dies ein Set, um das ihr eure LEGO Stadt gerne erweitern würdet, falls es doch noch auf den Markt kommt? Tauscht euch gerne in den Kommentaren aus!

Über Jens Herwig 148 Artikel
Mag verzerrte Gitarren, LEGO und Enten. Wollte so sein wie MacGyver, ist aber nur Physiker geworden. Erweckung aus den Dark Ages durch den Technic Unimog. Liebt alte Sets und hat ein Aquazone-Diorama im Wohnzimmer stehen.

136 Kommentare

  1. Sieht klasse aus! Nur die neuen Straßen find ich grässlich und der Preis ist viel zu hoch! Ohne die Straßen könnte das Set günstiger sein.

  2. ick wage zu behaupten die neue Platte hat den Preis hoch getrieben aber mal gucken wenns zu haben ist aber stimmt nmit dem Dynamit aufm dach is schon sehr unauffällig

  3. Der Hubschrauber hat ein bisserl was von einem übergewichtigen Delphin, die „Schnauze“ hätte man besser machen können.
    Aber die subtile Dynamitstange finde ich sehr spassig, daran hätte ich als Kind sicher meine Freude gehabt.
    Das eigentliche Versteck ist dann doch wohl die Wassertonne am Gebäude, das kommt der Spürhund nicht dran 🙂

    • Das ist gut möglich, so weit habe ich gar nicht gedacht! 😄 Die Wand links oben sieht auch so aus, als habe es damit eine besondere (Achtung, Wortspiel) Bewand(t)nis, aber das ist leider beim besten Willen nicht genau zu erkennen.

  4. Danke für die Info!

    Zwar ist der Preis echt heftig, ich mag diese Mini-Autos nicht, die Türen beim Polizeiauto fehlen und ich hätte locker ohne die Sprengstoffstange auf dem Dach und den Heli leben können.
    Jedoch ist der Rammbock vorne am Polizeiauto etwas komplett Neues, schön ist, dass der Polizeihund die neue Leine in schwarz hat, die Einsturzfunktionen sind lustig und besonders freue ich mich darüber, dass wir ein zweistöckiges Gebäude mit toller Architektur und vermutlich auch etwas Innenleben bekommen!

    LEGO City geht definitiv in die richtige Richtung!

  5. Also wie LEGO auf diese Idee der neuen Straßenplatten gekommen ist, ist für mich ein Rätsel. Die Platten haben keinen Vorteil außer dass sie noch teurer als die vorherigen Platten sind. Sie sind völlig inkompatibel zu den anderen Platten da zu hoch, sie lassen sich nicht mit Modular Buildings kombinieren (das wäre ja zumindest der einzige Vorteil, da die bereits den Gehsteig haben) und eine richtige Stadt bauen geht ohne Kurven nun mal auch nicht. Jetzt könnte man fast auf die Idee kommen durch alle Kaufhäuser zu rennen und Straßenplatten kaufen, denn die werden bald wohl ähnlich teuer werden wie die 9 V Eisenbahn Schienen. Dann wären nach Klopapier, Nudeln und Mehl also LEGO Straßenplatten die nächste Wertanlage 😀

    • Also ganz unnütz sind die neuen Straßenplatten auch nicht. Die Breite ist mit zusätzlichen Steinen variabel, die Länge ist nicht so starr vorgegeben, wie beim alten System und sie kommen ohne je 6 Noppen links und rechts daher.
      Alles Vorteile gegenüber den Vorgängern.
      Ich liebe sie auch nicht, sie kommen mir aber immer etwas schlecht weg im Vergleich…

      • Kostet halt mal wieder einen ganzen Batzen Geld, um sie zu erweitern – zusätzlich zu den hoch angesetzten 20 Euro fürs Basis-Straßenset…

        … mal davon ab, dass in keinem Set genug der 2×4 Flat Tiles in dk. st. grey dabei sind und diese bei Steine und Teile (aktuell?) nicht auf Lager sind…

        … Kundenfreundlichkeit sieht anders aus – erst recht in Bezug auf die eigentliche Zielgruppe.

      • Die 6 Noppen links und rechts empfand ich eher als Bonus. Schließlich konnte man mit diesen Platten reihum schnell eine Stadt groß ziehen und die Ränder dienten dann als Baufläche. Jetzt hab ich keine Ränder und die passen dann nichtmal an irgendwas dran…selbst die Rampen sind mit nichts kompatibel und somit völlig sinnlos.
        Dazu ist das Straßenset unvollständig (2 Ampeln für eine Kreuzugn -also mind. 3 kreuzende Wege; Zebrastreifen mit nur einem Schild). Desweiteren dann das Set mit dem angrenzenden Fahrradweg, der im nichts endet, aufwendig fortgeführt werden müsste, auf dem aber kein Fahrrad vernünftig passt. Und die Gebäude aus den Sets, die direkt an den Straßen grenzen da passen die Fahrzeuge nicht auf die vorgesehenen Plätze, ohne halb auf der so schon viel zu engen Straßen zu stehen bzw. bei der Waschstraße stehen die wartenden Autos direkt auf der Straße…Das System ist vorne und hinten nix.

    • Ich sehe die neuen Straßenplatten für mich eher als Ergänzung und nicht als Ersatz. Wenn ich sie verwenden möchte kommen die einfach auch auf Baseplates und gut

    • Ich als Mocer ohne LEGO Stadt finde das neue Straßensystem super. Ich besitze keine einzige Straßenplatte, da ich diese echt hässlich finde aber habe mir gleich ein Straßenset gekauft.
      Die vielen Möglichkeiten (Grünsstreifen in der Mitte, zweispurige Straßen, Brückenbau, Verbreiterung der Fahrspuren, anderweitige Nutzung als Wand etc.) und die Modularität empfinde ich als großen Vorteil. Einzig die (noch?) nicht vorhandenen Kurven sehe ich als Nachteil an. Der Preis ist auch garnicht so hoch, wenn man bedenkt, dass es von den Platten immer nur 2er-Packen gab. Wollte man nur 10 Geraden, mussten die Kreuzungen mitgekauft werden.
      Schade finde ich auch, dass dadurch die ohnehin teuren City-Sets noch teurer wurden und dieses System durch die Sets einem gefühlt aufgedrängt werden.
      Aber abseits dieser Kritikpunkte bin ich zielmich begeistert von dem neuen System 🙂

  6. Ich habe mich drüben bei Promobricks darüber ausgelassen (Sorry die hatten das wesentlich früher 😉 :D)

    Fazit – Lego (City) ist zu teuer, aber die Sets sind immer noch gut (pseudohubschrauber von letztem Jahr mal aussen vor)

  7. Ich bezweifle, dass der Polizeitruck auf die mitgelieferten Straßen passt. Der dürfte doch mit seinen breiten Reifen 8 Noppen breit sein. Was für eine Ironie.

  8. Also ich finde das set LEGO City 60278 Suche nach dem Ganovenversteck und LEGO CITY 60292 Stadtzentrum viel zu teuer.

    ich werde warten bis es auf ebay verfügbar ist.

  9. Mit ein paar Bygglek-Kisten hätte man die Gebäude nicht viel hässlicher bauen können. Selbst die Straßen sind nur noch eckig, ohne Kurven und dazu inkompatibel zu allen bisherigen Gebäuden, Bau- und Straßenplatten. Und auch die neuen Fahrzeuge sind zu breit dafür. Das ist einfach nur teurer Mist, mit dem die vielen Lizenzmodelle quersubventioniert werden müssen. Das ist nicht mehr Lego = „Spiel Gut“. Da sind inzwischen viele andere Hersteller mehr „Lego“ als Lego selbst.

  10. Meine Zusammenfassung nach dem Betrachten der Bilder:

    Top:
    + Das Gebäude hat endlich mal eine ordentliche Tiefe
    + Typisches Räuber und Gendarm Flair
    + Polizeiwuffi mit der neuen „Leine“
    + Ordentlicher Hubschrauber mit drehbarem Doppelrotor durch Steuerknubbel am Heck
    + Dynamitstange auf dem Dach ist witzig
    + New Dark Red als Farbe geht immer

    Flop:
    – Neue Straßenplatten zu eng/schmal für den Polizeitruck
    – rotes Auto könnte schöner sein
    – mögliche Lego-Exklusivität und …
    – … der Preis … AAARRRGHHHH!

    P.S: Der Suchscheinwerfer ist ein Light Brick, ähnlich gebaut wie der Suchscheinwerfer bei der Polizeistation (60246) – da bin ich mir ganz ganz sicher 😉

  11. Wenn ich mir die Kommentare so ansehe muss ich manchmal Schmunzeln…

    Keine Frage, die „neuen“ Strassen sind nicht besser als die alten und machen das ganze noch um ein Stück teurer als Lego sowieso schon ist.

    Aber das ganze mit fehlenden Kurven zu „untermauern“ ist schon witzig.

    Kurven sind doch die Strassenplatte die keiner wollte…

    Machen wir doch mal eine kleine Betrachtung. Für den AOFL mit Modulars…

    Auf zwei „Gerade“ folgt ein Eckgebäude.

    Damit besteht ein „Standard“ Building Block aus 8 Grundplatten – 3 Häusern + 5 Strassenplatten. – ich gehe mal davon aus, dass man für ein Gebäude eine „Gerade“ davor braucht (will) beim Eckgebäude sogar zwei. Verbleibt eine Platte die an zwei Strassen grenzt… Da kann man aber ganz gut eine normale Kreuzung oder eine T-Kreuzung hinbauen – ohne auf die Kurve angewiesen zu sein.

    Natürlich, wenn ich will, kann eine Kurve ganz nützlich sein – Wenn ich ein L mit Innenkurve bauen will, wenn ich eine Sackgasse mit kleiner Schleife bauen will (3 Kurven+T-Kreuzung), oder gar einen großen Kreisverkeht (4 T-Kreuzungen + 4 Kurven + Platte in der Mitte).

    Aber ganz so „notwendig“ im Sinne von Geraden und Kreuzungen (beide Varianten) ist die Kurve dann doch nicht…

    Nicht dass ich die neuen Strassenplatten sonderlich mag, aber wenigstens kann man daraus beliebig Geraden und Kreuzungen bauen – Wäre natürlich schön gewesen, wenn man im Kreuzungspack gleich eine 5. Große Platte inkludiert hätte (für eine richtige Kreuzung ;)) – aber wenigstens hat man nicht mehr zu viele Kreuzungen übrig (Wobei die Kombi Gerade+T Kreuzung noch die „sinnvollste“ Kombo nach „sortenrein“ war.)

    Nein die neuen Strassenplatten sind nicht besser als die „alten“ – aber fehlende Kurven sind das was am wenigsten fehlen sollte 😉

    LG Bausteinchen

    • Der Hubschrauber sieht wirklich so aus, als sei der Designer zumindest durch dieses Modell inspiriert worden – sehr spannend! Warten wir mal die weitere Entwicklung ab, was den Release des Sets angeht. Ich rechne aktuell nach wie vor lediglich mit einer Verzögerung.

  12. Die „schönen“ Platten… 😉 Wenn man an die alten Sets aus den 80er/90er-Jahren denkt hat man immer im Kopf. dass die Häuser auf Baseplates standen und große Sets wie Flughafen mit mehreren Platten geliefert wurden. Bei den Sets der letzten Jahre fand ich das gelinde gesagt beschi…, dass da keinerlei Platten/Straßen mehr direkt mit dabei waren. Auch die alten 3D-Platten (z.b. Burgen, Space) fand ich immer super. Wenn sich Lego nun entscheidet, da wieder ein System zu einer richtigen Stadt mit Straßen direkt bei den Sets zu etablieren ist das m.E. erstmal positiv. Die Kids können dann wieder Gebäude direkt miteinander verbinden und Straßenzüge bauen. Die Länge/Größe macht das auch recht flexibel. Klar wird es immer Probleme bei einem neuen System geben. Und bei jedem Systemwechsel ist der Aufschrei groß (Eisenbahn, Power Functions,
    …). In diesem Set gibt es dazu viele Spielmöglichkeiten! Und wer aus der eigentlichen Zielgruppe schaut schon auf 8 oder 10 Noppen Breite einer Fahrspur ;-P
    Marktübliche rabattierte Preise vorausgesetzt, wird das auch wieder annehmbarer als im Katalog. Lego war ja auch schon zu DM-Zeiten teuer…

  13. Ich halte von den neuen Straßen gar nichts. Die wohl wichtigsten Kritikpunkte für Kinder hat soweit ich das sehe noch niemand angesprochen.

    Erstaunlicherweise auch der Held der Steine nicht, der diese neue Idee seitens LEGO selbstverständlich genüsslich zerrissen hat. Auf JANGs Review warte ich noch gespannt.

    Ich verstehe, dass man mit den neuen Platten jetzt wesentlich flexibler ist. Wäre ich noch ein Kind, würde ich die alten trotzdem stark bevorzugen:

    1. Die neuen Straßen eignen sich nicht für jeden Untergrund. Auf dem Teppich werden sie voraussichtlich ständig an den Fliesenverbindungen brechen und müssen wieder neu verbunden werden (= Aufwand). Das hat mich schon beim Spielen mit den Mario-Sets extrem genervt. Bei den alten Platten hat man da eine größere zusammenhängende Spielfläche von 32×32 statt vier 16×16.

    2. Das Bauen von Straßen dauert zu lange. Wenn ich spielen will, dann möchte ich mich nicht mit sowas vergleichsweise unwichtigem wie Straßenbau aufhalten. Die alten großen Platten konnte ich einfach innerhalb von Sekunden aneinander legen, kurz mit Steinen verbinden und los gings. Dasselbe gilt beim Abbau und Verstauen. Bei den Kurven hatte man übrigens schön viel Platz für Gebäude, ohne extra Grundplatten anbauen zu müssen. Insofern verstehe ich die Argumentation anderer hier nicht, die Kurven seien sowieso unwichtig.

    Die übrigen mir missfallenden Punkte wurden von anderen Kommentatoren bereits genannt: Die neuen Straßen haben einen Spiegelglanz, sind schmaler und sehen durch die Fliesenstruktur für mich irgendwie „kaputt“ aus.

    • Nachtrag: Ich werde mir das Straßen-Set mit Rabatt irgendwann trotzdem kaufen, um es selbst anzuschauen. Da die neuen Platten unten Noppenaufnahmen haben, kann man sie ja immerhin auch als Hausdach verwenden oder irgendwo sonst einbauen.

  14. Das sieht alles aus wie Lego Juniors.
    Selbst die viel zu engen und zu hohen Straßenplatten sind aus der Juniors Serie.

    Mit Lego City und den, tollen City Sets der letzten 10 Jahre, hat das nichts mehr zu tun. Es erinnert mich stark an die Jack Stone Serie mit der Lego total gefloppt ist.

    Hoffentlich kauft ausser ein paar ahnungslosen Großeltern niemand diesen inkompatiblen Schrott!

    • Dass Dir das neue System nicht gefällt und Du das hier kund tust, ist völlig in Ordnung 🙂

      Achte aber bitte auf Deine Wortwahl, der letzte Absatz ist grenzwertig. Außerdem sind die neuen Platten zum Rest des LEGO Systems besser kompatibel als die alten Baseplates, das ist ein Fakt. (Auch wenn mir persönlich die alten ebenfalls besser gefallen)

      • Inwiefern sind sie kompatibler mit dem Rest des Lego Systems? Das verstehe ich nicht. Und analog dessen sind die normalen 32×32 Baseplates nicht dann auch weniger kompatibel zum Rest des Lego Systems? Sollten dann Modular Buildings zukünftig auch nur noch auf 16x16er plates herausgebracht werden (ähnlich wie beim Haunted House)?

        Ich sehe ehrlich gesagt keinen deutlichen Mehrwert bei den neuen Straßenplatten für die eigentliche Zielgruppe. Der Flexibilität (Anordnung/Zusammenbau) der neuen Platten steht die Flexibilität der alten Platten gegenüber (leichter transportierbar/stapelbar, schnell verleg- und aufräumbar). Bei den neuen Platten werden zusätzliche Teile gebraucht, um seitlich anzubauen (nicht zu vergessen, dass nicht genügend 2×4 flat tiles beigelegt sind) und man stattdessen eine (unnütze?) Rampensammlung am Ende hat. Auf den alten Platten können immerhin direkt kleine Dinge gebaut werden. Bei den neuen Platten hat man bedingt durch die Höhe einen umgekehrten Bordstein, bei den alten kann man mit wenigen Tiles einen Bordstein/Gehweg kreieren. Außerdem vermute ich mal sind die neuen Platten durch die glossy Oberfläche anfälliger für Kratzer. Und nicht zu vergessen die Stabilität… die neuen Platten brechen durch die „paar Noppen“-Verbindung leichter auseinander, wohingegen bei den alten Platten ein Anheben unproblematischer ist.

        • Alles valide Kritikpunkte. Aber zum Thema Kompatibilität bleibe ich bei meiner Aussage: Das LEGO „System“ definiert sich nun mal über bestimmte Maße und Abstände, denen beinahe alle Bauteile genügen – deshalb sind sie ja fast alle miteinander kombinierbar.

          Die Baseplates – egal ob Straßen oder nicht – waren insofern schon immer ein Fremdkörper im System. Man kann sie nur auf exakt eine Weise nutzen: Nämlich ganz zuunterst, indem man andere Steine auf sie drauf baut. Sie lassen sich z.B. nicht auf gleicher Höhe mit Platten oder Steinen verbinden, aber auch nicht aufeinander stapeln, sodass mehrere Exemplare die Höhe eines dieser Bauteile ergeben. Sie lassen sich im Rahmen des Systems für keinen anderen Zweck einsetzen.

          Ich hoffe, ich konnte deutlich machen, was ich unter „Kompatibiltät“ verstehe (LEGO versteht m.E. übrigens dasselbe darunter). Und hier liegt genau der Knackpunkt: Die neuen Straßenplatten sind genau in EINER Hinsicht inkompatibel: Nämlich zu den alten Baseplates, die aber schon immer „inkompatibel“ im obigen Sinne waren. Die neuen Straßenplatten sind aufgrund ihrer Höhe von exakt zwei Plates und ihrer Stapelbarkeit aber hervorragend mit dem Rest des Systems kompatibel, lassen sich z.B. auch als Decken verwenden usw.

          Ich halte deshalb die Aussage, die neuen Straßenplatten seien „inkompatibel“ für falsch. Es ist nur ärgerlich für diejenigen, die bisher auf Baseplates gesetzt haben (wie ich im Übrigen auch), aber ins System passen die neuen Platten besser. Und genau das war höchstwahrscheinlich das Ziel von LEGO.

          • Deiner Argumentation kann ich folgen, muss aber hier und da widersprechen.
            Am meisten tu ich mich nämlich schwer von Kompatibilität und Inkompatibilität bezüglich Baseplates zu sprechen, da sowohl neue als auch alte (Straßen-)Baseplates Noppen besitzen, um etwas darauf oder daran zu befestigen.

            Fakt ist, wie du gesagt hast, dass die alten Baseplates nur zum Daraufbauen gut sind. Ist ja nichts Schlechtes, da man so ganz schnell eine feste Oberfläche zur Verfügung hat. Als schon immer da gewesener Fremdkörper sehe ich diese nicht an, immerhin sind sie ja schon mehrere Jahrzehnte auf dem Markt existent. Wenn es alleine um die Höhe/Dicke der Baseplates geht, dann frage ich mich, warum Lego im Laufe der Jahre diese denn nicht angepasst hat?

            Konform mit dir gehe ich bezüglich der Verwendungsmöglichkeiten der neuen Straßenplatten, zum Beispiel als Dach – eben aufgrund von der Noppenaufnahme auf der Unterseite. Die von dir angesprochene Inkompatibilität zu den alten Baseplates stimme ich insofern zu, dass man sie nicht nebeneinander ohne Höhenunterschied zusammenfügen kann. Ein Aufeinanderstapeln der neuen Straßenplatten auf die alten Baseplates ist weiterhin problemlos möglich.

            Deshalb würde aus meiner Sicht zu der gesamten Thematik der Begriff Flexibilität (oder auch vielseitigere Kombiniermöglichkeiten) viel eher passen.

  15. Was mich auch noch interessiert ist die Stabilität der neuen Straßenplatten. Über die alten Platten konnte man auf dem Boden einfach drüberlaufen. Die waren praktisch unverwüstlich, selbst stärkeres Durchbiegen war möglich.

    Keine Ahnung, ob das bei den neuen auch geht oder ob die bei etwas mehr Gewicht in der Mitte nicht doch anknacksen oder gar brechen. Ich glaube es ist ein etwas anderer Kunststoff, so wie die normalen Plates auch. Bin gespannt.

    • Wenn ich das aus manchen Review-Videos richtig sehen konnte, sind sie auf der Unterseite „X-förmig“ versteift. Zusammen mit der 2 Plates-Höhe/Dicke und den eingefügten Noppenaufnahmen um den Rand und zur Mitte hin sollte die Stabilität (und Unverwüstlichkeit) gewährleistet sein. Über ein Durchbrechen würde ich mir ehrlich gesagt keine allzu großen Sorgen machen. Sie werden höchstens den Zusammenhalt zu den umliegenden Platten verlieren (seitliche Tiles springen raus) – zumindest sind das meine Gedanken dazu.

  16. Lego hat wohl aufgrund der Kritik ein offizielles Statement zum neuen Straßensystem veröffentlicht, nachzulesen auf all den anderen Lego-Blogs…

  17. Und warum nimmt Lego dann nicht alle Baseplates aus dem Programm? Das ganze macht meiner Meinung nur Sinn, wenn man die Baseplates völlig verbannt. Das neue Modular hätte demzufolge nie auf einer Baseplate erscheinen dürfen, sondern hätte kombatibel auf eine Schicht Plates gehört.

    • Es ist meiner Meinung nach völlig unlogisch ein Stadthaus auf einer Baseplate anzubieten und gleichzeitig keine kombatiblen Straßen dafür im Programm zu haben. Das ist mein größter Kritikpunkt.

      • Ich verstehe Dein Argument völlig. Doch Du betrachtest das eben durch die AFOL-Brille. Ich hingegen vermute stark, dass die überwältigende Mehrheit der Straßenplatten an Kinder verkauft (bzw. für diese gekauft) wird. Und deren Häuser, nämlich City und Creator, stehen schon lange nicht mehr auf Baseplates und sind deshalb jetzt zum neuen System wesentlich besser kompatibel.

        Die vergleichsweise kleine Zahl an erwachsenen Städtebauern fällt für LEGO da, fürchte ich, nicht in gleichem Maße ins Gewicht.

        Das neue Modular-Gebäude konnten sie deshalb nicht auf normale Plates setzen, weil es dadurch nicht mehr mit den anderen hätte verbunden werden können – man stelle sich den Aufschrei vor. Und ja, ich weiß, dass genau dieses Argument sich auch auf die neuen Straßen anwenden lässt, aber nochmal: Aus meiner Sicht sind erwachsene Sammler der Modulars nicht die Zielgruppe für die Straßen, sondern eine kleine Minderheit, die aus Sicht von LEGO wohl einfach „damit leben muss“. Aber wer weiß, vielleicht fahren sie ja irgendwann doch zweigleisig, wenn das neue System sich einmal etabliert hat. Ich persönlich glaube nicht daran, lasse mich aber gerne überraschen. 🙂

      • Sollte es wegen dem Sprengstoff sein… Also das finde ich langsam etwas affig. Wenn ich alle Lego Dynamitstangen aus den City Construction Sets auf einen Haufen werfe kann ich so einige Lego City’s sprengen.

        Ganz abgesehen von den Dingen die zb bei pirates, Indiana Jones usw auch schon dabei waren

        • Das Set hat mich, wie alle City Sets null interessiert, ich fand es aber eine pfiffige Idee, kann mich dem Brickchef nur anschließen: affig
          Vielleicht sollte man die Gangster /Bankräuber bei Lego gleich streichen, dann bräuchte es auch keine Polizei mehr;)
          Um dann weiter politisch korrekt zu sein, könnte man statt der Gangsterzentrale eine LBGT Beratungsstelle rausbringen, das interessiert die Kids zwar nicht, aber was solls…

  18. Lego befindet sich nur noch in einer explosiven Situation. Von einem Shitstorm in den nächsten, heute die Gerichtsverhandlung wegen dem technischen Design.

    Finde es mehr als übertrieben. Wir haben damals auch Cowboy und Indianer gespielt, mit Pistolen geschossen und sind keine Massenmörder geworden.

    Kinder basteln sich im Notfall selbst was.

    Wie sagten schlaue Gallier einst? Die spinnen die Dänen. 😉

  19. Mir persönlich ist das Set relativ egal, aber so ganz verstehe die Argumentation nicht. City hat doch sehr viel „Polizei jagt Verbrecher und steckt sie ins Gefängnis“ Sets. Klar sind da immer die „guten“ Polizisten und ihre Bauten im Vordergrund, aber das ist ja nun auch keine reine heile Spaßwelt wenn ständig jemand verfolgt und gefangen wird 😉
    Logisch gehört für mich in eine solche Räuber und Gendarm Welt auch mal ein Räuberhauptquartier rein.

  20. Like, dafuq why? Wegen ’ner Dynamitstange? Das jetzt aber schon ein ein Witz oder? 1. April ist erst nächste Woche. Am Ende ist es irgend so ein Alibi-Ding wie bei der Osprey und der Suchscheinwerfer ist durch die verspätete Qualitätsprüfung gefallen, oder die Dynamitstangenteile sind alle nicht farbecht. Ansonsten übertreibt man’s dann doch etwas mit dieser Pseudoausrede, wenn jetzt die Comic-Panzerknacker-Bösewichte aus City oder die Dynamitstangen aus jedem Western-Set schon unethisch sind.

    • Komischerweise hab ich nach dem Lesen der Überschrift auch gleich gedacht: Was wohl diesmal der eigentliche Grund ist? Ein zerbröselndes Zahnrad ist in dem Set ja wahrscheinlich nicht verbaut.

      Kann doch kaum sein, dass man JETZT erst merkt (nachdem Verpackungsdesign, Anleitung usw. komplett entworfen sind), dass das Set doch nicht so ganz den eigenen Werten entspricht.

      • Naja, das alles dürfte vermutlich erdacht worden sein, bevor die großen Proteste gegen Polizeigewalt letztes Jahr losgingen und viele Menschen für das Thema sensibilisiert wurden. Wir wissen ja nicht, welche Spielfunktionen das Set noch hatte, die man vielleicht auf den ersten Blick nicht sieht.

    • Wenn Dynamit angeblich laut Lego der Grund ist, was ist dann z. B. mit Minecraft?

      Laut bricklink ist bisher seit 2013-2021 in genau 20 Minecraft-Sets TNT enthalten…

  21. Für mich stellt es eine Bombenwerkstatt dar, von daher finde ich den Schritt in Zeiten immer mal wieder auftretender Terroranschläge absolut nachvollziehbar. Ein reines Ganovenversteck wie z.B. die Insel wäre wahrscheinlich eher unproblematisch gewesen.

  22. Zugegeben, das Set sah vielversprechend aus, aber ich kann schon verstehen, dass man mit so einer riesen Stange Dynamit weniger ein Bankräuber als ein Terrorist ist. Wer weiß, vielleicht hängt im uns unbekannten Innenraum eine Karte mit Anschlagszielen oder sonst irgendetwas, dass wir einfach nicht sehen können. Ich finde die Entscheidung zeigt vor allem eines: LEGO streicht aus eigener Überzeugung Sets, die sie für bedenklich halten, egal wie viel Geld sie damit verlieren.
    Bevor jemand mit Star Wars um die Ecke kommt, das ist immer noch Fiktion und niemand wurde durch einen echten Todesstern getötet.
    Indiana Jones ist mehr als fragwürdig, aber ich denke nicht, das LEGO heute noch solche Sets veröffentlichen würde. Die eigenen Werte legen sie heute einfach strenger aus, was ich ehrlicherweise auch begrüße.

      • Weil sich Sets im Laufe der Entwicklung auch mitentwickeln? Vielleicht begann es mit der Vorgabe: „Entwerft mal ein Ganovenversteck für ca. X €“. Dann hat der Designer etwas rumgebastelt und fand die Idee ganz witzig eine Dynamitstange draufzupacken. Sein Teamleiter fand es auch witzig, es ging an die Nachbarabteilung, die haben dann eindigitales Modell und die Anleitung erstellt und es kam in die Vorschau der Friends Anleitung ohne dass im letzten Schritt nochmal jemand drüber geschaut hat und eventuelle Symbolik / Aussagen des Sets unpassend zu finden. Diese Überprüfung fand dann aber vor dem finalen Produktionsstart des Sets statt und dabei flog es dann raus.

        Sowas passiert in der Industrie immer wieder, je größer das Unternehmen wird desto öfter. Wenn die Leute bei Autoherstellern oder Computer-Firmen ebenso haargenau auf jede Entwicklung oder interne Änderung achten würden, dann würden sie da deutlich mehr Aufreger finden als bei LEGO 😀

      • Das stimmt sicherlich, aber ich weiß nicht, wer für die Planung überhaupt verantwortlich war und wann und wie das Ganze erst von höherer Stelle abgenommen wird. Es reicht eigentlich, wenn der LEGO City Design Lead dieses Set (vorläufig) als unproblematisch eingestuft hat. Vielleicht hat auch erst ein bestimmtes Ereignis dafür gesorgt, dass man sich der Problematik bewusst geworden ist. Möglicherweise liegt das auch schon länger zurück und die Anleitungen mit dem Werbebild sind einfach durchgerutscht.

      • LEGO stellt alte Themen mit historischem Gewaltpotential ja immer romatisiert dar. Sonst dürfte es auch keine Ritter geben. Aber ein erwachsener Mensch sollte da die Unterschiede zwischen Rittern / Piraten und modernen Terroristen ebenso verstehen und unterscheiden können wie den Unterschied zwischen Star Wars Raumschiffen und WW2-Panzern oder im Nahostkonflikt eingesetzten Flugzeugen.

        • Also gerade das romantisierende bei Star Wars, Rittern, Piraten etc. ist ja wohl eigentlich eher noch schlimmer für die Kinder. Könnte man argumentieren…

          • Warum? Dadurch werden ja nach wie vor gewisse Werte und Grundsätze vermittelt, aber eben auf eine Weise, die nicht mit traumatischen Erinnerungen korrelieren kann. Ein geflüchtetes Kind aus Syrien, das in Deutschland vor einem LEGO Regal steht wird noch von keinem AT-AT angegriffen worden sein, könnte aber miterlebt haben, wie ein moderner Panzer oder ein Militärflugzeug sein früheres Dorf verwüstet hat.

          • Wenn einmal im Monat ein Segelschiff an der Küste landen würde und die Piraten rauben, morden und brandschatzen würden, dann würde es wahrscheinlich auch keine Barracuda-Bay Set geben…zum Glück passiert es eher selten, dass Piraten durchs Land ziehen…

        • Dann google mal Mission Atalanta.
          Die sehen zwar mittlerweile etwas anders aus, aber Piraten sind heute immer noch eine reale Bedrohung – sei es wie hier in Nord-Ost-Afrika oder aber auch in Asien, etwa bei Singapur und Malakka…

          Wenn man auf jeden hört der sich vielleicht irgendwie durch irgendwas gestört fühlen könnte weil er vielleicht durch…, dann hört man am besten irgendwann auf oder macht es trotzdem 😉

          Persönlich finde ich es nicht schlimm, dass Lego das Set zurückzieht, weil ich kein City-Sammler bin. Wenn man den wahren Grund erfahren würde, ließe sich auch besser drüber reden als nur zu spekulieren.
          Wenn es wirklich wegen einer (übertriebenen) Political Correctness ist fände ich das Verhalten aber dennoch „affig“ wie hier schon manch anderer geschrieben hat.

          • Aber kein Kind wird doch moderne somalische Piraten mit denen bei der Barracuda Bay verwechseln. Auch wenn der Begriff der gleiche ist, sind karibische „Abenteuerpiraten“ aus Literatur und Film ja etwas anderes als schwer bewaffnete, brutale und vor allem reale Milizen am Horn von Afrika.

            Und wie du sagst, weder kennen wir das komplette Set mit allen Details, noch den genauen Grund für den Rückzug. Also alles halb so wild. 🙂

    • Zitat „…..aber ich kann schon verstehen, dass man mit so einer riesen Stange Dynamit weniger ein Bankräuber als ein Terrorist ist.“

      Ich denke, dies ist die Denkweise eines Erwachsenen.
      Kinder (für die dieses Set gedacht ist) sehen das (denke ich) entspannter.

      • Kinder werden nunmal durch solche Dinge geprägt. Ähnlich wie bei alten Filmen, in denen veraltete Rollenbilder und Rassismus allgegenwärtig sind. Erwachsene können da recht leicht differenzieren, Kinder aber nicht. Sie lernen die Welt durch Spielzeug und ihre Medien zu sehen, wenn sie dahingehend nicht aufgeklärt werden.
        Zudem sind auch sicherlich genug Kinder durch Terrorismus geschädigt worden, ähnlich wie bei der Diskussion um Panzer.

        • In den 90ern hab ich als Kind DuckTales, Darkwing Duck usw. geschaut.
          Was die Panzerknacker etc. alles da getrieben haben… Und hab jetzt nicht den Eindruck, dass davon ich und die anderen davon einen Schaden davon getragen haben

          • Das Argument „Und, hat es mir geschadet?“ wurde in der Vergangenheit aber auch bei Dingen gezogen, von denen ich persönlich froh bin, dass es sie nicht mehr gibt bzw. sie jetzt auch verboten sind.
            Ich finde auch, dass sich LEGO hier wieder viel zu spät bewegt hat und jetzt eine Wertediskussion daraus macht. Andererseits werden aus genau diesen Gründen sicherlich Set-Entwürfe der Designer*innen nach einer Diskussion intern abgelehnt, und da kräht kein Hahn danach und redet auch nicht den Untergang des Abendlandes herbei. Wie gesagt, LEGO hat das Thema selber aufgemacht mit der Begründung, aber man muss jetzt auch nicht so aufheulen, wie es manche hier tun, finde ich.

          • Vielleicht hast du ja auch gar nicht mitbekommen, ob es dir geschadet hat. Schau dir mal den ganzen derben Rassismus in den alten Disneyfilmen an. Ich finde es schon bedenklich, wenn Kinder sowas undifferenziert aufnehmen. Sowas kann z.B. mit ein Grund für unterbewussten Alltagsrassismus sein. Kann man schon diskutieren, ob das zwingend so sein muss!

          • @David und Nerdi: Aber wenn ein Händler, wie amazon, schon seit zig Jahren Rassismus und Hetze verbreitet, dann ist das okay oder was? Hauptsache Schnäppchen machen. Unglaublich diese Doppelmoral…..

          • Marco, ich weiß nicht, ob du im Kommentar verrutscht bist, aber wir haben hier nichts über Amazon gesagt, insofern verbitte ich mir hier Unterstellungen von Doppelmoral oder persönliche Angriffe. Deine Haltung zu Amazon ist Lesenden dieses Blogs hinlänglich bekannt und die spricht dir auch niemand ab, aber du musst sie uns hier nicht vor die Füße kippen.

        • Ich verstehe ja deine Argumente und die von Lego ja auch aber ich möchte ihnen doch eben massive Inkonsequetz vorwerfen bis hin zu Inkompetenz.

          Auch wenn ich Afol bin liebe ich Ninjago, sowohl Ninjago als auch die super Heros haben einige 4+sets und wenn eben gerade Kinder früh geprägt werden und wenig differenzieren können ja dann müssen auch die Phantasie Linien überarbeitet werden.

          Bei einem Kind hat heute noch ein Ninja das Schwert in der Hand morgen dann der Ganove in der City, ich habe damit keinerlei Probleme aber wenn Lego selbst welche hat na dann sollten sie ihre eigenen Mitarbeiter in dem Thema besser sensibilisieren.

      • Ich hatte als Kind einen Wecker in Form eines Dynamitstangenbündels. Zum Aufwachen konnte ich mir Bombengeräusche, Maschinengewehr und Alarmsirene aussuchen. Meine Freunde fanden den „voll cool“. Als Erwachsener bin ich dann jetzt auch nicht so der Waffennarr geworden…

        Ich denke auch, dass sich Kinder selbst ihren Teil dabei denken und mit ihrer Phantasie so oder so etwas bauen was nicht mit den Lego-Grundsätzen konform ist. Aber dann ist TLG halt erstmal fein raus 😉

  23. Ist Diskriminierung denn etwas, was man schon im Kindergarten praktizieren sollte? Solche Dinge prägen uns genau wie die Filme, in denen veraltete Rollenbilder und Rassismus vorgelebt werden. Vor allem für Kinder ist es schwer, solche Szenen differenziert zu betrachten.
    Vielleicht glaubst du, dass man Menschen ihre Sexualität ansehen kann und denkst deshalb, es gäbe keine schwule oder lesbische Minifiguren, aber da irrst du.

  24. Danke für die Info!

    Da dies das City Set war, auf das ich mich am meisten gefreut hatte, ist dies sehr, sehr enttäuschend:
    1. Das wäre das erste Ganovenversteck gewesen, das nicht nur eine Hunde-hütte sondern endlich einmal eine stattliche Größe gehabt hätte.
    2. Zudem sind zivile Gebäude im City Thema ohnehin äußerst rar – und schon erst recht zweistöckige mit etwas Tiefgang.
    3. Dies wäre außerdem das erste Gebäude gewesen, das endlich einmal das Unterthema Industrie beleuchtet hätte.
    4. Zudem hätte es zwei neuartige Polizeifahrzeuge beinhaltet – und mehr Ab-wechslung ist immer schön.

    LEGOs Entscheidung ist für mich auch inkonsequent und nicht nachvollziehbar:
    1. In fast jedem anderen Polizeiset sprengen die Ganoven etwas mit Spreng-stoff in die Luft – und diese Sets wurden auch herausgebracht.
    2. Wenn man schon so große Bedenken hatte, hätte man einfach den Aufkle-ber mit der Bombe und den Dynamitstängel auf dem Dach streichen können.

    Und noch um klarzustellen: Bei dem Gebäude hätte es sich (wie an dem Dyna-mitstängel am Dach deutlich erkennbar ist) um eine Dynamitfabrik und nicht um eine Bombenfabrik gehandelt. Der Aufkleber mit der Bombe ist das Symbol der Mini-figur Daisy Kaboom aus der Serie Lego City Adventures.

  25. Ach, ich verstehe Lego einfach nicht mehr. Mal abgesehen von der zunehmend absurden Preisgestaltung durch sämtliche Themen und wiederkehrende zweifelhafte Design-Entscheidungen… 😉 Dieses unsägliche, absolut inkonsistente Werte-Thema immer, es nervt.

    Unzählige Beispiele gibt es, wo in Lego-Sets „Sprengstoff“ enthalten ist oder eine zentrale Rolle spielt… Die Cowboys sprengen ihre Gangsterkumpels aus dem Sheriff-Büro und das seit den 90ern (6755) ohne Rücksicht auf Verluste… Beim „Lone Ranger“ wird in nahezu jedem Set alles umgesprengt, was nicht nagelfest ist – und auch bei City ging der eine oder andere Gefängnisausbruch schon mit Sprengungen einher (meines Wissens gerade zuletzt und ganz aktuell in der 60246, wo man die Explosion im Design deutlich zeigt und [Achtung, allein der Name…] „Daisy Kaboom“ sogar mit ihrem Dynamitpäckchen vorne dick auf der Packung posiert).

    Ninjago, sämtliche Super-Hero-Themen, Turtles, Star Wars, immer und ständig… überall wird gesprengt, geballert und gekämpft… teilweise mit Pistolen, Gewehren und Gattling-Guns aus allen Rohren geschossen, sowie auch mal mit Sprengstoffwerfern/Dynamitstangen hantiert. Und jetzt kommen sie mit so etwas um die Ecke? Weil auf dem Versteck/Werkstatt der Bösewichte der Aufkleber einer Comic-Bombe ist und oben ein dicker, überzeichneter China-Kracher auf dem Dach (der BTW echt schön gebaut aussieht…)?

    Was los Lego, waren in dem Set wieder mal Zahnräder eingebaut, die nach dreimal Drehen die Grätsche machen und man braucht fix eine Ausrede? 😉 Wenn sie halt als Firma mit ihren ach so wichtigen Werten endlich mal transparent und konsequent wären… aber das? Klar… wenn es um „Fantasy“ geht, darf nach Lust und Laune gekämpft, geballert und geschnetzelt werden… vom Stud-Shooter auf dem Star-Wars-Schlachtfeld, wo es überall kracht und scheppert, bis hin zum Batmobile von 1989 mit vollautomatischen Bord-Geschützen. Aber in der City, die mit ihren viel zu schmalen Straßen, den Autos ohne Türen und der Bevölkerung mit Simpsons-Hautfarbe ja an Realismus fast nicht zu schlagen ist – ja, da ist das natürlich böööööse: ein Haus, in dem (möglicherweise) das vorbereitet wird, was in einem anderen Set dann ganz selbstverständlich wiederum genutzt wird, um ein Gebäude zu sprengen. Das ist dann wieder voll okay so! What!?

    Lego, es vergeht mittlerweile kein Tag mehr, an dem ich mich nicht wundere. Und selbst, wenn einem jetzt zu jedem meiner Gedanken eine Erklärung/Gegenargument einfällt. Zumindest mangelnde Sorgfalt kann man den Mädels und Jungs attestieren – und das zum wiederholten Male. Denn wenn die Regeln klar sind (zumindest für Lego intern) dann DARF so etwas NICHT passieren. Dann MUSS man sowohl die Produktentwickler als auch das Marketing so weit im Griff haben, dass nicht unnötig Ressourcen in Sets investiert werden, die nach dem eigenen Werte-Kodex ohnehin keine Chance auf Veröffentlichung haben – und nach außen darf auch nichts dringen. Punkt.

    • Hier muss Lego halt abwägen. Und da ist Lego ein Shitstorm einiger weniger fanatischer AFOLs (wie du) nicht so viel wert wie ein drohender Shitstorm einiger großer Organisationen und ganzer Bevölkerungsgruppen. Es geht hier nicht um fiktive Gewalt wie in Star Wars oder Indiana Jones. Das Set enthält Polizisten, also real existierende Akteure in einer (laut Lego) relativ realistischen Welt, welche City darstellen soll.

      • Lieber Thomas… ich bin zuerst mal kein „fanatischer“ AFOL, das verbitte ich mir hier – das sehe ich durchaus als Beleidigung an, denn einem Fanatiker spricht man jedwede Fähigkeit rationalen Denkens und Bewertens ab. Und rücksichtslos verbohrt bin ich ebenfalls nicht. 😉 Finde ich ehrlich gesagt uncool von dir, diese Ansage. Und „AFOL“ bin ich nebenbei bemerkt genauso wenig. Ich bin erwachsener Fan von Steckbausteinen, unabhängig von Marken.

        Zweitens zeigt dein Kommentar eindeutig, wie weit wir schon gekommen sind. Lego muss also „abwägen“? Sorry, was gibt es denn bei einem festgesetzten Werte-Kodex, einer internen wie externen Guideline abzuwägen? Das ist ein Manifest und danach sollte sich doch bitte auch jeder Mitarbeiter richten… von der ersten Idee, über Probe-Entwürfe bis hin zu Produkt- und Verpackungsdesign und Marketing. DAS werfe ich Lego vor, nicht mehr und nicht weniger… dass sie sich nicht an ihre eigenen, so oft zitierten Regeln halten und Konsequenz ein Fremdwort ist. Lieber biegt man es sich zurecht, wie es gerade passt.

        Spinnen wir diese Geschichte doch mal weiter: Es geht also um die Bombe, die Bomben bzw. den Fakt, dass das Ganovenversteck in einer Feuerwerks-/Sprengstofffabrik untergebracht ist und wir hier mit „real existierenden“ Akteuren in einer realistischen Welt spielen. So weit, so gut… kann man jetzt geschmacklos finden in der heutigen Zeit – oder halt comichaft überzeichnet. Und da sind wir doch beim Thema… das wäre auch bei CITY kein Einzelfall. Lassen wir mal alle „Fantasie“ und „Fantasie-Gewalt“ anderer Serien einfach außen vor und schauen uns den „Realismus“ der Dinge an. Nehmen wir nochmal 60246 (oder zuvor 60141) als Beispiel. Auf beiden Sets wurden im Packungsdesign Explosionen prominent integriert.

        Was ist für Kinder jeden Alters wohl auffälliger, aufwühlender und/oder näher an der Realität dessen, was sie in den Nachrichten oder über andere Kanäle so sehen? Ein quietschrotes Haus mit Graffiti-Bömbli an der Wand und einem überzeichneten Comic-Böller auf dem Dach – oder böse Menschen, die eine Polizeiwache angreifen und auf der Packung prangt eine Explosion, Rauch und herumfliegende Trümmer?

        Sorry, aber für mich ist das hier klar – und der aktuelle Fall zeigt einfach, dass Lego seine eigenen Regeln weder kennt noch lebt. Es ist einfach alles nur Show und die „Good-Guy-Karten“ werden immer nur dann gezogen und gespielt, wenn es gerade irgendwie in den Kram passt. Das ist für mich einfach alles andere als authentisch – und das Zurückrudern/Zurückrufen solcher Sets aus vorgeschobenen Werte-Gründen einfach nur noch peinlich.

  26. Sehr schade. Dass das Set so spät gestoppt wird, könnte auf Einflussnahme von außen hindeuten, aber das ist natürlich reine Mutmaßung. Generell aber scheinen die allgemeine Toleranz und die Aufmerksamkeit für Kontexte abzunehmen. Die comichafte, cartooneske und ironisierende Überzeichnung der Dynamitstange, die ich gerade so lustig fand, wird nicht mehr gesehen, sondern nur noch die böse Bombe an sich. In welcher Weise sich diese buchstäbliche Denkweise auf die allgemeine künstlerische Freiheit und Kreativität auswirkt, wird man in den kommenden Jahren sehen. Ich betrachte die Entwicklung hin zu einer moralinsauren, spaßbefreiten Gesellschaft mit Sorge.

    • Ich hatte es schon so amtlich geschrieben:
      Das ist ja alles schön und gut mit dem Kodex, aber wenn der so „streng“ ist, sollte man ihn bei allen Sets anwenden. Für Kinder ist das sowieso alles gleich. Die haben Star Wars oder Avengers (zum Glück) in dem Alter noch nicht gesehen. Mein 6-jähriger Sohn und meine 10-jährige Tochter jedenfalls nicht! Da geht es manchmal sehr blutig und brutal zu und das wird immer schlimmer. Deswegen mag ich diese Filme immer weniger.

      Lego misst in meinen Augen wirklich mit zweierlei Maß. Es bekommt US-amerikanische Züge… Ich finde man kann in der Hinsicht fast von Doppelmoral sprechen.

  27. Auch wenn das Set sicherlich irgendwo durchgerutscht ist und deshalb in der Anleitung auftauchte sieht man hier mal wieder schön, warum LEGO sich nicht über Leaks freut. Solange etwas noch nicht offiziell ist kann es eben noch Änderungen geben. Haben die Leute aber schon eine bestimmte Vorstellung und Erwartung und diese werden enttäuscht, dann geht es immer so aus wie hier.

    Allen, die solche Ereignisse als weiteren Puzzlestein im Untergang von LEGO werten kann ich nur empfehlen, mal genauer bei ihrem Lieblingsauto- oder Technikhersteller zu schauen. Von maximal ungünstig positionierten Ladeanschlüssen bei Elektroautos bis zu fehlerhaften Floating-Point Recheneinheiten in Prozessoren rutschen da quer durch alle Unternehmen regelmäßig Dinge durch, bei denen man es hinterher natürlich hätte besser wissen müssen. Wer sich aber nicht vorstellen kann wie so etwas ab und an mal passiert, der hat entweder selbst noch nie Verantwortung in einem komplexen Umfeld gehabt oder erfreut sich einfach nur daran mal wieder auf LEGO einzudreschen.

    Um es mit den Worten von Mark van Bommel zu sagen: „Es kann passieren, es darf nicht passieren aber es muss ab und zu mal passieren“

    • Wir hatten ja schon bei den StoneWaranen darüber geschrieben und du meinst es mit den Leaks sicher nur als Beispiel, aber ich will auch hier noch einmal darauf hinweisen, dass das Ganovenversteck nicht geleakt, sondern offiziell beworben wurde, und das ist schon in meinen Augen ein später Rückzieher und ungünstig. Aber wir sehen ja auch, wenn wir die Zeitungen aufmachen, wie schnell sich manche Dinge wieder ändern…
      Ansonsten gehe ich mit deiner Argumentation vollkommen mit.

      • Genau, hatte ich im ersten Absatz ja gesagt. 🙂 Hier ist es LEGO selbst intern scheinbar zu früh durchgerutscht und in der Anleitung gelandet also kein Leak. Es greifen aber eben die gleichen Mechanismen, wie wenn geleakte (unfertige) Sets dann am End enicht so aussehen wie man es sich erhofft hat.

  28. Ohweia, Lego sollte sich mit seinen „Werten“ vielleicht lieber zurückhalten, das geht ohnhin wieder nach hinten los.

    Eine Feuerwerks/Dynamitfabrik ist ihnen zu „heikel“ :-))

  29. Im Legofilm kam das Ganovenversteck so auch in einer Folge als Thema vor. Überhaupt waren die Filme immer im Format Gängster wird von der Polzei gefaßt.

    Jetzt zu sagen das Set paßt nicht, lego will friedliche Welt … schwachsinn, dann hätten die Filmemacher aber ihre Filme auch nicht machen, veröffentlichen dürfen.

    • Es ist ja klar, dass man die Zeit nicht zurückdrehen kann. Natürlich kann LEGO irgendwann auch irgendetwas gemacht haben, was sie heute nicht mehr machen würden. Warum sollte man LEGO nicht zugestehen sich zu bessern?
      Nur weil LEGO mal irgendwann augenscheinliche Nazis als Figuren herausgebracht haben, heißt das ja nicht, dass LEGO nie wieder diese Ansicht ändern darf. Ich finde es sehr gut, wenn LEGO seinen Moralkodex einzuhalten versucht, auch wenn es immer eine gewisse Unschärfe geben wird, da es nicht möglich sein wird dies „einwandfrei“ und für jeden perfekt umzusetzen.

      • Wobei die „Nazi-Figuren“ bei den Indiana Jones Sets ja erst durch den filmischen Hintergrund der Sets zu solchen wurden. Da gabs ja keine Abzeichen auf den Torsos oder ähnliches. Die würde auf der Straße niemand als Wehrmachtssoldaten identifizieren.

      • Danke für diese Argumentation – finde ich sehr zutreffend. Wir müssen nicht immer die alten Kamellen aus dem Schrank holen, um zu beweisen, was für böse Menschen und Dinge LEGO abgebildet hat. Wenn sie es jetzt besser machen wollen, gut für sie. Wenn sie gegen ihren hehren Kodex versprechen, dann kann man auch ordentlich kritisieren, wie bei der Osprey geschehen. Ansonsten finde ich auch noch einmal den hier in den Kommentaren mehrfach gebrachten Hinweis wichtig, dass wir nicht wissen, welches Storyelement oder Design am Ende zu der (zu späten) Absage geführt hat – insofern hilft auch hier wie so oft Einatmen, Ausatmen.

        • Das ist ja alles schön und gut mit dem Kodex, aber wenn der so „streng“ ist, sollte man ihn bei allen Sets anwenden. Für Kinder ist das sowieso alles gleich. Die haben Star Wars oder Avengers (zum Glück) in dem Alter noch nicht gesehen. Da geht es manchmal sehr blutig und brutal zu und das wird immer schlimmer. Deswegen mag ich diese Filme immer weniger. Lego misst in meinen Augen wirklich mit zweierlei Maß.

  30. Ich würde ja eher sagen, dass Lego aufgefallen ist, dass das Gebäude ganze 8 Noppen tief ist und die Kids bei so viel Spielfläche überfordert sind und das so auch nicht zu den anderen Gebäuden passt 😉

  31. Es könnte aber auch an dem Koaxialhubschrauber mit Heckrotor liegen, da diese Hubschrauber gerade in einer großen Ausschreibung des US-Militärs als neuer Hubschrauber, ich glaube für die US-Airforce/Mariens ausgeschrieben wurde.
    (S-97 Raider)

    • Ja möglich wäre es durchaus, dass gar nicht die Ganoven der Rückzugsgrund sind, sondern etwas aus dem Polizeisegment. Auch der Truck sieht sehr aggressiv aus – Stichpunkt Polizeigewalt. Da könnte ich mir persönlich z. Zt. viel eher Gegenwind vorstellen als wegen einer Dynamitstange. Andererseits war auch letztes Jahr erst die große Explosion in Beirut … 🙁

      • Meinen Sie das ernst? So weit denkt doch kaum einer, vor allem die Kinder nicht. Wenn es danach geht, was in irgendeinem Staat im Verteidigungsministerium entschieden wird, oder letztes Jahr irgendwo auf der Welt passiert ist, kann man ja kaum noch was heraus bringen, ohne einen Bezug auf irgendein Geschehnis zu haben.
        Wenn es keine Verbrecher gibt, braucht man auch keine Polizei. Alle Kinder haben mit der Polizei „Diebe“ und „Bösewichte“. 😉

        • Bisher musste ich meine Beiträge immer mit Achtung Ironie kennzeichnen, jetzt muss ich scheinbar Achtung keine Ironie dran schreiben. Also ja ich meine das durchaus Ernst so.

          Um so viele Ecken denkt kein Kind, dem stimme ich zu. Soweit denkt auch kein Designer, wage ich mal zu behaupten. Aber dass es Gruppierungen gibt die entsprechende Zusammenhänge ziehen, sieht man in letzter Zeit doch an recht vielen Beispielen*.

          „Wenn es danach geht […] kann man ja kaum noch […]“ Ich wollte nicht den ganzen Satz kopieren, aber dem stimme ich voll zu. Ist das nicht der aktuelle Trend? Immer ist irgendwas? Weil im Elgo Idee Set 12345 Tiere in Ihrer Umgebung**, die braune Unke vom Aussterben bedroht ist?

          Auch Ihrem letzten Satz stimme ich zu, es ist aber schon seit Jahr(zehnt)en sehr auffällig, wie die Guten überrepresentiert im Vergleich zur Gegenseite sind, egal ob wir hier City, Ninjago, Star Wars oder andere betrachten.

          *Ich habe mich entschieden keine Beispiele in Klammern dahinter zu setzen um keine Nebendiskussionen zu eröffnen.
          **Jegliche Namen, Referenzen und Zusammenhänge sind frei erfunden!

    • LEGO muß man nicht verstehen. Am besten erst gar nicht versuchen. Ich erinnere mich an einen Blister für City der eingestampft wurde weil eine Waffe enthalten war. Weil es auch sonst von LEGO kein Thema mit Waffen gibt.

      • Da hast du Recht, LEGO muss man wohl nicht verstehen. Wenn ich da an die Faustfeuerwaffe (Teilenummer auf Bricklink: 62885), die noch heute in etlichen Sets vorkommt und einem ziemlich realen Vorbild nachempfunden ist, schaue, denke ich mir halt auch meinen Teil dazu…

  32. Was mir grade noch so aufgefallen ist:
    In den anderen Sets mit Dynamit oder Ganoven wird aus dem Gefängnis ausgebrochen, der Geldtransporter gesprengt, ein Verbrecher befreit oder sonstwas.

    In diesem Set werden die Ganoven im ihrem Versteck von der Polizei erwischt und das Gebäude umstellt um alle Mann zu verhaften.

    Ein Schelm wer jetzt was Böses denkt… 😉

  33. Man stelle sich vor, dieses Jahr wäre The Joker Manor rausgekommen mit den zwei prominenten Bomben an der Eingangstreppe. Aber passt irgendwie zur Zeit, wenn schon grüne Politiker (Frauen inkl., ich verzichte auf Gender) nicht sagen dürfen, das sie als Kind gerne Indianerhäuptling gewesen wären.

    • Bei der Joker Manor wird aber der Kontext gleich mitgeliefert, Batman und Joker.
      Hier ist er nicht ganz so offensichtlich. So ein Gebäude kommt anscheinend in einer Folge der Lego-Polizeiserie vor, aber das habe zumindest ich nicht gewußt.
      Es ist ganz alleine Legos Entscheidung, was sie herausbringen und was nicht, aber manchmal sind die Ergebnisse lustig. Dann wirkt es so, als wäre denen im letzten Moment aufgefallen, daß eines ihrer Technic-Lizenzmodelle ein aktueller Militärtransporter ist.

      • Kontext hin oder her, vor dem Hintergrund Kinderspielzeug ist das glaube ich egal. Die Gelehrten (Mediziner, Psychologen, Soziologen was weiß ich) streiten sich eh, ab wann ein Kind Fiktion und Realität auseinander halten kann und unter dem Gesichtspunkt dürfte es auch kein Star Wars geben für Kinder oder Batman sogar Duplo etc.pp.
        Es ist letztlich (eigentlich) die Entscheidung der Eltern ob sie etwas für die Kinder kaufen oder nicht. Natürlich kann auch Lego sich gegen Waffen, Gewalt usw. aussprechen, aber dann eben Konsequent und nicht dieser Eiertanz. Gerade bei den Lizenz-Modellen wird es ja meist dann doch relativiert.

  34. Da ist LEGO nochmal knapp an einem erneuten PR Desaster a la Osprey vorbei gekommen. Zum Glück hat jemand rechtzeitig die Notbremse gezogen. 😉
    Wegen der Carnage Maske sollte LEGO safe sein da es ein fiktiver Charakter ist.

  35. Als erstes vorab: Ich finde es lächerlich, jetzt „Gangster“ „Terrorismus“…. zu schreien, oder das Nichterscheinen so zu entschuldigen. Seit dem 11.September weiss jeder Bescheid. Da kann mir keiner erzählen, das sich das wegen der „aktuellen“ Lage geändert hat. Auch Polizeigewalt ist schon sehr ehr lange ein Thema und wird es auch bleiben. Die Kinder, die ich kenne/habe denken gar nicht in Kategorien wie wir!! Wenn wir es nicht vorleben! „Rassen“???. Da gehts um doof, gemein…… In meinen Augen sensibilisieren wir Erwachsenen die Kinder in diese Richtung, so nach dem Motto „Sag nix zu dem Blinden / Farbigen ….(Für Sie geeignetes Beispiel einsetzen)“ In der Stadt, in der ich aufgewachsen bin (Unter 10000 Einwohnern) hatte ich in meiner Grundschulklasse Anfang er 80er ca. 10 verschiedene „Migrationshintergründe“. Alleine das Wort sollte in meinen Augen verboten sein! Das hat uns gar nicht interessiert. Ich mach da keine Unterschiede, ich bin ganz allgemein Rassist, der die Rasse der „A…löch…“ nicht mag. Würden wir alle unseren Kindern dies vorleben, wäre das gar kein Thema. Das interessiert die schlicht und ergreifend nicht.

  36. Schon interessant, dass Lego hier irgendwie Schwierigkeiten hat, sowas rechtzeitig zu bemerken.
    Da würde man schon gerne mal wissen, wie der ganze Prozess hinter so einem Design und Umsetzungsprozess ist.
    Wobei ich gestehen muss, das ich zu denen gehöre, die diese Trennung zwischen fiktionaler und „realer“ Gewalt ein wenig wachsweich empfinde.

    • Ja weiß auch nicht, bei den Piraten sind Pistolen ok, bei City Polizei nicht, hmmm weiß ein Kind mit 6 das beides in unterschiedlichen Zeiten spielt. Ich meine Piraten gibt’s heutzutage immer noch, haben nur einen anderen Modegeschmack. Deshalb muss ein Pirat immer mit einem Segelschiff daherkommen um das zu verdeutlichen?! Ich weiß nicht, sehen wir deshalb keine Piraten Serie mehr???

  37. Welche Entscheidung nun dafür gesorgt hat, dass das Dynamitstangerlkabinett nicht mehr erscheint, bleibt wohl im Dunklen. Unsereins kann nur mutmaßen und spekulieren. ABER: ich nehme LEGO gerne die produzierten (sofern überhaupt schon welche produziert wurden) Sets gerne für umsonst ab – New dark red Steine kann ich noch etliche gebrauchen 😏

  38. Hatte mich schon auf das Set gefreut, vor allem die große Dynamitstange fand ich cool!! Echt schade das die das Set eingestellt haben…

  39. Als Kind hätt ich das geliebt! Das einzig interessante City Set aus der Welle. Das Panzerknackerdesign ist doch so comichaft, dass es wieder süß ist. Aber gut das Venom und Carnage in den Kindersets drin sind …. die sind ja SO …. Pedagogisch!

    • Sehe ich auch so, diese absurde Unterteilung in „fiktive“ und „reale“ Gewalt ist absolut konstruiert.

      Ich glaube nicht das ein „echter“ Panzer von Cobi oder der Marvel Hydra-Panzer von Lego aus der Perspektive eines Kindes einen Unterschied macht.

      Eine Osprey oder eine cartoonartige Dynamitfabrik sind ganz böse, aber psychotische Massenmörder wie Carnage oder Joker sind kein Problem, sogar in Duplo-Sets.

      Man könnte den Eltern beim Kauf eines Batman/Joker-Duplo-Sets ja mal beispielsweise den Comicband „Tod in der Familie“ mit dazupacken. Da kann man sehr deatailiert und anschaulich sehen wie der Joker Robin mit einer Brechstange zu Tode prügelt, perfekt als Gute-Nacht-Geschichte. Mal schauen ob danach noch immer so ein Cityset das Problem ist.

  40. Ich befinde mich gerade in einem Paralleluniverum; hier hat LEGO das Set rausgebracht… Und die Diskussionen sind argumentativ plötzlich anders als hier… Komisch…

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