Imperial Star Destroyer MOC mit 15.000 Steinen: Das Interieur

Bau des Innenraums für den LEGO Imperial Star Destroyer MOC

Im vorherigen Artikel haben wir den Grundrahmen des Modells gebaut. Heute wird dieser mit einem Interieur, das Unterkünfte, eine Kantine, einen Hangar, einen Reaktorraum und die Brücke umfasst, ausgestattet.

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Einleitung

Die meisten LEGO Star Wars UCS Modelle verfügen nicht über ein Interieur und ich bin persönlich auch gar kein großer Freund eines Innenraums. Das liegt sicher zum einen daran, dass ich meine Modelle primär nur in ein Regal stelle und zum anderen an der oft recht simplen Umsetzung des Interieurs bei offiziellen Sets. So verfügt z.B. der UCS Super Star Destroyer über eine Brücke. Die habe ich aber damals leider eher dazu genutzt, die übrigen LEGO Steine aus dem Set aufzubewahren. Beim neuen UCS Millenium Falcon gibt es wirklich schön gestaltete Innenraumelemente. Aber wenn ich ehrlich bin, müsste ich jetzt auch erstmal überlegen welche Paneele ich wie an dem Set abnehmen muss.

Warum also jetzt einen Innenraum bauen? Ich denke, dass der MOC ohne den Innenraum gar nicht fertig gestellt werden kann, da er auch zum Teile eine tragende Funktion hat. Klar könnte ich jetzt die tragenden Elemente nachbauen und entsprechend weniger Steine bestelle. Ich glaube aber, dass der Aufwand dadurch erheblich größer wird, als das Interieur einfach mitzubauen und sich einfach mal überraschen zu lassen, was sich der Designer des MOCs überlegt hat. Denn eine halbherzige Umsetzung erwarte ich hier nicht.

Aufkleber: Och nö!

Kommt eine LEGO Set mit großem Stickerbogen ist das Geschrei oft groß. Ich selber habe auch immer meine Mühe die Sticker schön und gerade auf die Steine zu kleben. Ich denke aber, dass die Details zum Teil den Aufwand lohnen. Klar, bedruckte Steine wären am schönsten. Auch bei diesem MOC werden drei Stickerbögen benötigt. Dabei handelt es sich um die Bögen aus den folgenden drei Sets:

SetBrickLinkPreis
75141 Kanans SpeederbikeSticker Sheet0,84 €
7667 Imperial Drop ShipSticker Sheet0,48 €
10188 UCS Death StarSticker Sheet10,93 €

Für den Bau habe ich mal die verwendeten Sticker markiert.

Stickersheets für den MOC des Imperial Star Destroyers
Stickersheets für den MOC im Überblick (rot markiert sind die verwendeten Sticker)

Da die ersten beiden Stickersheets weniger als 1,- Euro bei BrickLink kosten, kann man diese natürlich gut verwenden. Der Sticker des UCS Death Star kostet ungefähr 11,- bis 15,- Euro, aber ich denke das er den Innenraum ebenfalls bereichern wird. Wer will kann das Modell natürlich auch ohne Sticker bauen. Im geschlossenen Zustand sieht man von den Sticker später nämlich nichts mehr.

Innenraumelemente bauen

Der Innenraum setzt sich zu einem großen Teil aus einfachen Elementen zusammen, die zunächst separat gebaut werden können. Danach werden die Elemente in das Modell eingebaut und durch weitere Steine fixiert.

Übersicht der Elemente des Interieur für den LEGO MOC des Imperial Star Destroyers
Die Innenraumelemente im Überblick

Die Unterkünfte

Zunächst werden die Unterkünfte gebaut. Für die Besatzung gibt es vier Betten, die auf zwei Hochbetten aufgeteilt sind. Praktisch ist, dass alle Betten auch über eine Möglichkeit verfügen eine Minifigur zu fixieren. Im zusammengebauten Zustand habe zumindest ich große Schwierigkeiten eine Minifigur in eines der unteren Betten zu legen. Daher werde ich diese Betten wohl leer lassen. Jedes Bett verfügt übe eine Halterung für einen Blaster und den Helm einer Minifigur. Zum weiteren Verstauen von Equipment gibt es drei Truhen, auf denen das Imperiale Logo aus dem Set 7667 angebracht wird. Trotz des Platzmangels finde ich die Unterkünfte aber sehr gelungen.

Unterkünfte im LEGO MOC des Imperial Star Destroyers
Kraft tanken in der komfortablen Unterkunft

Auf der gegenüberliegenden Wand der Unterkünfte wird ein Paneel angebracht. Dieses ist durch drei Sticker aus dem UCS Death Star veredelt, was dem Paneel einen besonderen Look verleiht. In meinem Fall war der Stickerbogen wohl nicht mehr so frisch und ich habe einige Blasen unter den Aufklebern. Mit etwas Abstand sieht aber alles gut aus.

Wandpaneel der Unterkünfte mit Sticker des LEGO UCS Death Star
Wandpaneel für die Unterkünfte und Kantine mit Stickern aus dem UCS Death Star

Die Kantine

Mein persönliches Highlight des Interieus ist definitiv die Kantine. Hinter einem sehr schön gestalteten Buffet gibt es auch die Möglichkeit eine Minifigur als Koch zu installieren. In der „Küche“ befindet sich (zumindest nach meiner Vorstellung) eine Art imperial Kaffeemaschine. Gegessen wird auch nicht im stehen sondern an zwei bequemen runden Tischen. Die Sitzflächen sind wie auch die Betten in Dark Tan gehalten und die Sitzgelegenheiten sehen echt gemütlich aus. Hier kann sich die Crew gut für kommende Aufgaben getreu dem Motto „ohne Mampf kein Kampf“ stärken. An der gegenüberliegenden Wand wird das gleiche Paneel, wie auch für die Unterkünfte, verwendet.

Kantine im LEGO MOC des Imperial Star Destroyers
Kylo Ren und Rey sitzen schon mal Probe in der Kantine

Der Hangar

Für die beiden TIE-Fighter, welche erst in Abschnitt 8 gebaut werden, gibt es einen kleinen Hangar. Dieser wird mit zwei Aufklebern aus dem UCS Death Star mit Pfeilen versehen, welche eine Art Landezone andeuten. Die beiden TIE-Jäger werden auf einem Gleiter abgelegt. Der Gleiter kann so verschoben werden, dass entweder ein oder zwei TIE-Jäger aufgenommen werden können.

Hangar des LEGO MOC Imperial Star Destroyers
Ein Blick in den Hangar in dem später die beiden TIE-Jäger untergebracht werden

Der Hangar ist über zwei Gänge mit dem Reaktorraum verbunden. Da die Gänge von oben zum Teil abgedeckt sind, können hier nur bedingt Minifiguren platziert werden.

Gang zum Reaktorraum des LEGO MOC Imperial Star Destroyers
Gang vom Hangar in den Reaktorraum

Der Reaktorraum

Reaktorraum des LEGO MOC Imperial Star Destroyers
Snoke inspiziert den Reaktorraum

Ohne Energie würde unser Sternzerstörer nur als Weltraumschrott taugen. Daher gibt es hier einen großzügigen Reaktorraum. Kernstück ist der runde Reaktor, welcher durch transparente blaue Steine eine Art Energiefreisetzung andeutet. Sonst gibt es nur noch an der hinteren Seite des Raums eine Bedieneinheit, die die wichtigen Reaktorfunktionen überwacht. Da der Raum fast vollständig gefliest ist, können hier trotz des großen Platzangebotes eher weniger Minifiguren untergebracht werden. Wer mag, sollte hier ein paar Tile modified verbauen, um Figuren befestigen zu können.

Rückwand des Reaktorraum des LEGO MOC Imperial Star Destroyers
Rückwand des Reaktorraums

Bedienräume

Jeweils neben der Kantine und den Unterkünften befindet sich ein Bedienraum. Dort befindet sich Schalttafeln, welche mit Stickern aus dem UCS Death Star versehen sind. Die Räume sind beide sehr klein, verfügen aber über eine Aufnahme für jeweils eine Minifigur. Hier macht sich ein imperialer Techniker oder Offizier sicher gut. Als kleines schönes Detail sind in jedem der Bedienräume Fenster zum Hangar angebracht, die dem Techniker einen guten Blick in diesen ermöglichen.

Bedienkonsole im LEGO MOC des Imperial Star Destroyers
Bedienkonsole mit Fenster zum Hangar

Der Brückenraum

Kernstück muss natürlich die Brücke des ISD sein. Von dort gibt der Captain die Befehle und setzt den Kurs. Die Brücke wird als herausnehmbares Modul gebaut und über dem Reaktorraum platziert. Besonders gelungen finde ich, dass die Brücke getreu der Filmvorlage über zwei Ebenen verfügt.

Treppenaufgang zur Brücke des LEGO MOC Imperial Star Destroyers
Treppenaufgang zum zweiten Level der Brücke

Auf der unteren Ebene sind Bedienpulte und Sitzmöglichkeiten für die Offiziere und Schützen untergebracht. Die obere Ebene ist offen gehalten und verfügt ebenfalls über weitere Bedienelemente. In der Filmvorlage würde man an dieser Stelle auch aus dem Schiff in den Weltraum schauen. Bautechnisch ist die Brücke auch sehr schön umgesetzt, da der obere Teil über Brick modified durch um 90° verdrehte LEGO-Steine dargestellt ist.

Brückenraum des Imperial Star Destroyers
Ein Blick in das untere Level der Brücke

Aufnahme für die Brücke

Die eigentliche Brücke des Sternzerstörers befindet sich natürlich im obersten Teil des Schiffs. Um diese später befestigen zu können, wird noch eine Aufnahme gebaut. Die Brücke kann dann entlang von zwei Doorrails von hinten in das Modell geschoben werden. Für Detailfreaks gibt es hier ein weiteres kleines Highlight: Die Brücke ist wie in der Filmvorlage leicht nach vorne geneigt. Dazu werden die Technic-Bricks über Liftarme leicht geneigt und auf Curved Slopes abgelegt. Beim offiziellen Set 10030 ist das so leider nicht umgesetzt worden.

Technic-Halterung für die Brücke des Imperial Star Destroyers
Leichte Neigung der Aufnahme für die Brücke

Seitenpaneele

Abschließend werden noch die Seitenpaneele gebaut. Für mich sind diese Paneele für den Wiedererkennungswert extrem wichtig. Gerade bei den kleineren Modellen des Sternzerstörers (75055) wird dieser Bereich wegen Platzmangel nicht ausgestaltet. Beim UCS Set gibt es immerhin einen zwei Noppen breiten Bereich. Hier wird sich aber auf einer Breite von drei Noppen ausgetobt. Entsprechend schön sind die Seitenpaneele designed. Der Aufbau ist etwas langweilig, da die Hauptpaneelelemente insgesamt sechs Mal gebaut werden müssen und deshalb natürlich auch immer gleich aussehen. Der Blick in die Anleitung des Sets 10030 verrät aber, dass sich da LEGO auch nicht mehr Mühe gegeben hat. Hier muss ein Element ganze 32 Mal gebaut werden.

Seitenpaneele des LEGO MOC Imperial Star Destroyers
Seitenpaneele des ISD

Schwierigkeit des Aufbaus und Qualität der Anleitung

Der Aufbau der ganzen Paneele und Innenraumelemente ist einfach und sehr gut beschrieben. Ich hatte keine Probleme diese zusammenzubauen. Richtig kniffelig wurde es beim Einbau der Elemente in den Rahmen. Zwar ließen sich Kantine und Unterkünfte noch sehr gut in den Rahmen bauen, aber die beiden Bedienräume haben mich doch einiges an Zeit gekostet. Zuerst konnte ich nicht mal den Boden in diese beiden Räume einbauen, obwohl ich es sowohl von oben als auch unten probiert habe das Paneel in die vorgesehen Position zu drehen. Am Ende habe ich beide Paneele wieder zum Teil zerlegt und dann so in den Rahmen einbauen können.

Bei den beiden Bedieneinheiten mit dem Fenster zum Hangar war die Montage noch schwerer. Das Element passt gerade so in die dafür vorgesehen Stelle. Da es aber über zwei Pins noch mit dem Rahmen verbunden werden muss, passte es eben nicht mehr. Auch hier habe ich das Element dann teilweise zerlegt und auch dann nur mit viel Mühe eingebaut bekommen. Da man es ja an beiden Seite machen muss, wird man zumindest bei der zweiten Seite dann etwas schneller.

Hat man die schwierigen Stellen überwunden, gestaltet sich der restliche Aufbau reibungslos. Besonders schön ist es am Ende die Brücke in den dafür vorgesehen Platz gleiten zu lassen. Hier passt echt alles super zusammen. Die Anleitung ist, wie auch beim ersten Bauabschnitt, wieder sehr gut. Fehler konnte ich keine entdecken. Nur bei der Montage der Bedienräume hätte mir etwas mehr Anleitung sicher geholfen. Aber ein bisschen probieren und knobeln, um zum Ziel zu kommen, macht ja auch Spaß!

Fazit Abschnitt 2

Der Innenraum begeistert mich persönlich sehr. Auf dem vorhandenen Platz werden nicht nur die wichtigsten Bereiche wie die Brücke umgesetzt, sondern ein wirklich komplettes Innenleben mit allem was man so braucht. Dazu gehört für mich nicht nur der Hangar und der Reaktorraum, sondern vor allem auch die Kantine und die Unterkünfte. Alle Bereiche sind auf dem knappen Platz sehr liebevoll gestaltet und warten nur darauf mit den entsprechenden Minifiguren bevölkert zu werden.

Normalerweise wäre das ja für den Innenraum alles schon mehr als ausreichend, aber in der oberen Struktur und der eigentlich Brücke werden auch noch zwei Räume untergebracht. Zum einen wird ein Konferenzraum mit dem wunderbaren runden Tisch umgesetzt und in der eigentlichen Brücke noch eine Art Leitstelle. Diese werde ich aber in den gegebenen Abschnitten noch gesondert vorstellen.

Ich hoffe ich konnte euch die einzelnen Elemente gut vorstellen. Falls ihr noch Fragen dazu habt, könnt ihr dies gerne in die Kommentar schreiben.

Der LEGOMOC Imperial Star Destroyer am Ende des zweiten Bauabschnitts
Baufortschritt am Ende des zweiten Abschnitts

Im nächsten Abschnitt wird die untere Verkleidung des Sternzerstörers gebaut. Die Montage ist laut Beschreibung der schwierigste Teil des Zusammenbaus. Dabei werde ich wohl auch das erste mal mit einem Schraubenzieher LEGO bauen!

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Über Max 23 Artikel
Seit dem Kauf des UCS Executor in 2013 begeisterter LEGO Star Wars Fan und Sammler. Man munkelt, dass er mittlerweile ein ganzes Zimmer voller LEGO hat. Im normalen Leben als studierte Maschinenbauingenieur in der Forschung tätig. Auf StoneWars verfasst er gelegentlich Gastbeiträge rund um die Themen BrickLink und MOCs.

3 Kommentare

  1. Hi, bin nun auch mit Teil 2 durch, hat lang genug gedauert. Ich kann die Probleme beim Einbau bestätigen, hier half mir auch nur das Auseinandernehmen und einzeln vor Ort zusammenbauen.

    Leider hängt mein Set inzwischen mittig sichtbar durch, warum auch immer das jetzt schon passiert. Die angesprochene Stabilisierung durch Verstärkung der Technikverbinder per Stange ist es wohl nicht, die Teile hängen in Summe ein wenig. Habe daher das Modell bis auf weiteres auf Kissen umgekehrt gelagert.

    Anscheinend gereicht es zum Nachteil, dass ich nicht so fix wie Max bauen konnte.

    • Das ist ja ärgerlich. Eigentlich ist der erste Bauabschnitt ja noch gar nicht so schwer, dass es da groß durchhängen könnte. Habe ich zumindest gedacht. Kannst du mir mal ein Foto davon schicken? max@stonewars.de
      Wenn die Verkleidung dran ist, wirst du aber wohl davon nicht mehr viel sehen können. Hast du gebrauchte oder neue Steine verwendet?

      Weiterhin viel Erfolg beim bauen und schöne Grüße,
      Max

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