Gekaufte Bewertungen im LEGO Onlineshop? Analyse der Causa Ferrari

LEGO Onlineshop Incentive Bewertungen Titel

Vor einiger Zeit war zu beobachten, wie der Bewertungsdurchschnitt des LEGO Technic 42125 Ferrari 488 GTE im LEGO Onlineshop innerhalb weniger Tage plötzlich sprunghaft anstieg. Einigen unserer Leser fiel dabei auf, dass beinahe alle neu hinzugekommenen positiven Bewertungen von neuen Profilen stammten und die Bewertungen bei der genauen Begutachtung des Profils als „Bewertung mit Inzentive“ gekennzeichnet waren.

Kauft LEGO sich also positive Bewertungen für dieses Set ein und war dies ein Einzelfall? Dem möchten wir heute auf den Grund gehen.

Zunächst sollten wir dazu klären, was unter einer „incentivierten Bewertung“ zu verstehen ist. Der Begriff leitet sich vom englischen Incentive ab, was einfach Anreiz bedeutet: Ein Review, für das die bewertende Person ein Incentive erhält, ist also in irgendeiner Art vergütet, meist durch kostenloses Überlassen des Produktes – so kennt man das z.B. vom Amazon Vine Produkttester-Programm, aber auch viele andere Shops nutzen diese Methode, um die Anzahl der Bewertungen ihrer Produkte zu erhöhen. Es handelt sich also um einen mittlerweile ziemlich üblichen Vorgang, der auch rechtlich nicht zu beanstanden ist, sofern die Bewertungen entsprechend gekennzeichnet werden. Und genau da liegt im Falle von LEGO das  Problem – dazu später mehr.

Wir werfen zunächst einen Blick darauf, inwiefern der Kunde zwischen normalen und incentivierten Bewertungen unterscheiden kann. Später gehen wir noch genauer auf die internationalen Daten ein und schauen, wie stark sich die Incentive-Bewertungen auf den Bewertungsschnitt auswirken. Wir wollen bei dieser Gelegenheit außerdem versuchen zu ergründen, wie das Bewertungssystem des LEGO Onlineshops generell funktioniert und ob eine ausreichende Transparenz gegeben ist.

Vorab noch ein Hinweis: Die Daten für die Analyse haben wir bereits vor ca. zwei Wochen abgerufen, es können sich an den Zahlen also geringfügige Änderungen ergeben haben.

Kann man normale von incentivierten Bewertungen unterscheiden?

Die vermutlich wichtigste Frage ist, inwiefern der Kunde die aus Eigeninitiative und die „im Auftrag“ verfassten Bewertungen im LEGO Onlineshop unterscheiden kann. Dies ist zwar möglich, erfordert vom Kunden aber einige Klicks und einen gewissen „Spürsinn“.

Im ganz normalen Bewertungsbereich auf der Produktseite lassen sich die Bewertungen zunächst kaum unterscheiden. Die incentivierten Bewertungen fallen allenfalls dadurch auf, dass oft kein Alter des Users angegeben ist und auch Detailbewertungen für Spielspaß, Schwierigkeit und Preis-Leistungsverhältnis meist fehlen – da es aber auch Gegenbeispiele gibt und dies auch bei regulären Bewertungen gelegentlich vorkommt, sind diese Indikatoren kein hinreichendes Kriterium.

Erst nach einem Klick auf den Usernamen kann man sich sicher sein. Denn nur im Userprofil, wo man ebenfalls die abgegebene Bewertung sieht, ist explizit (und sehr klein) gekennzeichnet, ob diese incentiviert war. Wie genau die „Inzentive“ aussieht, wird aktuell nicht erklärt.

Im deutschen LEGO Onlineshop gibt es, Stand unserer Auswertung, insgesamt 200 Bewertungen für den Ferrari, davon 110 reguläre und 90 „vergütete“. Schaut man genauer hin, so stellt man neben fehlendem Alter und Detailbewertungen noch einen weiteren Unterschied fest: Die Nutzer, die am Incentive-Programm teilnehmen, haben offenbar kein gewöhnliches Konto im LEGO Onlineshop. Die User-IDs haben ein ganz anderes Format als die der regulären Nutzer.

LEGO Onlineshop Incentive Bewertungen 4

Was außerdem auffällt: Alle Incentive-User haben einen Nutzernamen, der eine Zahl am Ende hat. Bei regulären Konten kommt dies nur bei einem Teil der Nutzer vor, wie ihr auch im obigen Screenshot sehen könnt. Das bedeutet vermutlich, dass die Incentive-User ihre Konten im LEGO Onlineshop nicht selbst angelegt haben, sondern diese automatisch bzw. über eine andere Seite erzeugt wurden. Doch woher stammen dann diese Nutzer und ihre Bewertungen?

Herkunft der Incentive-Bewertungen

LEGO arbeitet für das Nutzer-Management inklusive des Bewertungssystems mit dem Unternehmen Bazaarvoice zusammen. Das könnt ihr leicht selbst nachvollziehen, indem ihr ein beliebiges Nutzerprofil aufruft:

LEGO Onlineshop Incentive Bewertungen Bazaarvoicejpg

Dieser Anbieter wirbt auf seiner Homepage an mehreren Stellen für die Vorteile von Incentive-Bewertungen und bietet außerdem als Serviceleistung für Unternehmen ein Programm an, in dem sich Privatpersonen als Produkttester registrieren können. Dafür bewirbt man sich zunächst bei der sogenannten TryIt Produkttester Community, woraufhin man auf einer Warteliste landet. Wird ein neuer Tester benötigt und passt man ins gesuchte Profil, erhält man eine Einladung zur Aufnahme in das Programm. Bei der Bewerbung kann man allerdings keine konkrete Marke angeben, für die man sich interessiert, sondern nur ein generelles Interessengebiet – man hat also offenbar keinen Einfluss darauf, welche Produkte man tatsächlich zum Testen zugeschickt bekommt. Das scheint zwar im Sinne einer halbwegs objektiven Bewertung durchaus sinnvoll, führt aber eben gegebenenfalls auch zu Bewertungen von Kunden, die sich mit dem Produkt aus Desinteresse wenig auseinandersetzen.

Ist man einmal angemeldet, stellen Unternehmen (in diesem Fall wäre das LEGO) Produkte zum Testen bereit. Bazaarvoice übernimmt die weitere Koordination und Kommunikation mit den Testern, holt deren Feedback ein und hinterlegt es im Bewertungssystem. Wir gehen davon aus, dass die incentivierten Bewertungen auch bei LEGO auf diese Weise eingeholt werden.

Sind auch andere Länder und Produkte betroffen?

Wenn LEGO aber an einem solchen Programm teilnimmt, wäre es dann nicht ungewöhnlich, wenn es nur in Deutschland und nur für den LEGO Technic Ferrari (42125) Incentive-Bewertungen gäbe?

Wir werfen deshalb kurz einen Blick in die anderen europäischen Ableger des LEGO Onlineshops. Es gibt den Shop für 27 Länder, wobei von vielen Shops mehrere Sprachversionen existieren, sodass wir insgesamt auf 51 Versionen des Onlineshops kommen, in denen der Ferrari mit Bewertungen gelistet sein könnte. Wir betrachten davon im Folgenden alle außer Russland, das wir aufgrund technischer Probleme bei der Auswertung der kyrillischen Schrift leider ausklammern mussten. Kommen in den anderen Shops ebenfalls incentivierte Bewertungen vor und betrifft dies auch andere Produkte?

Die kurze Antwort lautet: Ja, es gibt Incentive-Bewertungen in fast allen LEGO Onlineshops. Und ja, dies betrifft auch andere Produkte, wobei es wirkt, als weite LEGO diese Aktivitäten gerade aus. Aber der Reihe nach, betrachten wir zunächst den Ferrari.

Allgemeine Transparenz & internationale Verwertung der Bewertungen

In den meisten Ländern verfügt der Ferrari über Bewertungen, insgesamt summieren diese sich auf über 2000. Allerdings wiederholen sich die Bewertungen in vielen Ländern. So tauchen die deutschen Kommentare z.B. auch in Österreich, der Schweiz und in Luxemburg auf. Gleiches gilt für die englischsprachigen Kommentare, die auf bis zu 38 Seiten verwendet werden.

Insgesamt stellt man in der Analyse fest, dass der Ferrari europaweit in Wirklichkeit nur 247 unterschiedliche Bewertungen hat, von denen gut 43% als „incentiviert“ gekennzeichnet sind. Unsere Analyse hat ergeben, dass sowohl reguläre als auch incentivierte Bewertungen gleichermaßen international gespiegelt werden.

Wir halten also fest: Bei den Bewertungen im LEGO Onlineshop handelt es sich nicht unbedingt um Bewertungen aus dem Land, dessen Shopseite ihr gerade aufruft. Vielmehr werden sprachlich passende Bewertungen zusammengefasst und europa- bzw. wahrscheinlich sogar weltweit gespiegelt. Hingewiesen wird darauf im Onlineshop nicht – man wundert sich nur, warum viele europäische Versionen keine Bewertungen in der Landessprache, sondern nur in Englisch haben.

Allerdings wird in manchen Versionen (im Gegensatz zum deutschen Shop) explizit direkt in der Bewertung darauf hingewiesen, wenn es sich um eine Incentive-Bewertung handelt. Dies ist aktuell in Belgien, Dänemark, den Niederlanden, Polen und Tschechien der Fall. Überall sonst fehlt dieser Hinweis.

LEGO Onlineshop Incentive Bewertungen 5
Dieselbe Bewertung, verschiedene Darstellungen. Oben: Belgien (nl-be); Unten: Großbritannien (en-gb)

Es ist zu hoffen, dass LEGO diese Transparenz auch in den anderen Ländern noch entsprechend umsetzt, um es für den Benutzer übersichtlich zu gestalten, welche Bewertungen auf welche Art und Weise entstanden sind.

Auswirkung und weitere Stichproben

Wie wir oben gezeigt haben, machen die Incentive-Bewertungen für den Ferrari in den europäischen Versionen des LEGO Onlinehops etwas weniger als die Hälfte der Gesamt-Bewertungszahl aus. (Wir werden gleich sehen, dass es Beispiele gibt, wo Produkte sogar ausschließlich incentivierte Bewertungen haben.)

Deshalb stellt sich natürlich die Frage: Wie stark beeinflussen die Bewertungen mit Incentive die durchschnittlichen Bewertungen beim LEGO Technic Ferrari und bei anderen Produkten? Wir haben neben dem Ferrari noch für einige weitere, willkürlich ausgewählte Stichproben aus verschiedenen Produktbereichen die Bewertungen aller europäischen Shops abgefragt und in der nachfolgenden Tabelle für euch zusammengefasst. Ihr seht dort für jedes Set die Anzahl der „regulären“ Bewertungen (ohne Incentive), die Incentive-Bewertungen (mit Incentive) sowie deren jeweiligen Bewertungsdurchschnitt, außerdem in der letzten Spalte den Gesamtbewertungsdurchschnitt. Ihr könnt also z.B. den Gesamtbewertungsdurchschnitt (Ø alle) mit dem Durchschnitt der regulären Bewertungen (Ø ohne) vergleichen, um zu sehen, wie sich die Incentive-Bewertungen ausgewirkt haben. Diese beiden Spalten haben wir daher fett gedruckt. Ferner haben wir diejenigen Zeilen grau hinterlegt, wo der Unterschied (in der gerundeten Darstellung im Shop) mindestens einen Stern beträgt oder wo ausschließlich Incentive-Bewertungen vorhanden waren.

BildSetnummerohne
Incentive
mit
Incentive
Ø ohneØ mitØ alle
LEGO 4116741167294,54,894,82
LEGO Friends 41430 Wasserpark Heartlake City 141430984,785,04,88
LEGO 41926 Cupcake Partysets 1 14192611224,824,914,88
LEGO Technic 42125 Ferrari 488 Gte 4421251401072,084,423,09
LEGO Vidiyo 43106 Unicorn Dj Beatbox 2 1431065551,84,314,1
LEGO City 60280 Feuerwehrauto Mit Leiter 260280054-4,854,85
LEGO City 60292 Stadtzentrum 26029231231,944,913,2
LEGO Super Mario 71383 Wigglers Giftsumpf 1713837233,864,964,7
LEGO Star Wars 75299 Trouble On Tatooine 37529978244,284,964,44
LEGO Marvel Heroes 76152 Wrath Of Loki 1761525103,84,84,47
LEGO Harry Potter 76385 Zauberkunstunterricht 2763852264,04,884,82

Bei der Auswertung der Stichproben fällt auf, dass der Durschnitt der Incentive-Bewertungen grundsätzlich höher als derjenige der sonstigen Bewertungen war, auch das absolute Bewertungsniveau war dort stets sehr hoch. Besonders stechen der LEGO Technic Ferrari 42125, die VIDIYO Beatbox 43106 und das City Stadtzentrum 60292 heraus, also drei Produkte, die bei vielen Fans und Kritikern als zu teuer gelten. Hier zeigt sich also mutmaßlich ein grundsätzliches Problem mit Bewertungen für kostenlose Produkte: Der Preis fließt offenbar weniger in die Bewertung mit ein und es wird eher die Qualität des Produkts an sich bewertet.

Andererseits handelt es sich bei den drei genannten Sets auch gerade um solche Produkte, die in extrem reichweitenstarken Reviews in Deutschland sehr schlecht beurteilt wurden. Der LEGO Technic Ferrari erlebte daraufhin gar einen regelrechten Shitstorm, gefolgt von vielen negativen 1-Stern-Bewertungen im LEGO Onlineshop. Aufgrund der zeitlichen Übereinstimmungen der negativen Reviews auf Youtube und der schlechten Bewertungen im Onlineshop, dürften viele Bewertungen auch von Usern geschrieben worden sein, die das Produkt gar nicht besitzen. Hier gab es also mutmaßlich eine negative Beeinflussung der Bewertungen, bevor die positiven Bewertungen mit Incentive dazu kamen.

Vor diesem Hintergrund, weil das Phänomen speziell im deutschsprachigen Raum auftrat, haben wir in den nächsten beiden Tabellen die Auswertung noch einmal wiederholt, diesmal aber die Rezensionen aufgeteilt. Ihr findet in der folgenden Tabelle zunächst alle europäischen Bewertungen außer den deutschsprachigen:

SetnummerAnz.
ohne
Anz.
mit
Schnitt
ohne
Schnitt
mit
Schnitt
alle
41167294,54,894,82
41430984,785,04,88
4192611224,824,914,88
4212530174,574,944,7
431062551,04,314,19
60280024-4,754,75
6029211232,734,914,21
713836233,834,964,72
7529961244,524,964,65
761524104,04,84,57
763852264,04,884,82

Die Gegenprobe haben wir natürlich auch durchgeführt: Die folgende Tabelle zeigt die Auswertung nur anhand der deutschsprachigen Bewertungen – für die fehlenden Sets lagen keine deutschen Rezensionen vor:

SetnummerAnz.
ohne
Anz.
mit
Schnitt
ohne
Schnitt
mit
Schnitt
alle
42125110901,44,322,72
43106302,33-2,33
60280030-4,934,93
602922001,5-1,5
71383104,0-4,0
752991703,41-3,41
76152103,0-3,0

Der Ferrari kam international deutlich besser weg als hierzulande, die Incentive-Bewertungen bewirkten dort kaum eine Veränderung des Durchschnitts. Auch das Stadtzentrum wurde im Rest von Europa wesentlich gnädiger bewertet als bei uns, allerdings ist die Auswirkung durch die Incentive-Bewertungen dort dennoch groß. Die VIDIYO Beatbox wurde erstaunlicherweise von den deutschsprachigen Kunden sogar besser bewertet, wobei hier die Grundgesamtheit der regulären Bewertungen eigentlich zu gering ist, um überhaupt einen seriösen Vergleich anstellen zu können.

Der Effekt, der beim Ferrari auftrat und auch bei anderen Produkten immer mal wieder sichtbar ist, stellt ein Problem in den Fokus, das LEGO neben der korrekten Kennzeichnung von Bewertungen mit Incentive dringend angehen sollte: Die Kennzeichnung von Bewertungen nach verifizierten Käufen. Auch hier macht Amazon vor, wie es gehen kann, denn dort werden Bewertungen, die nach dem durchgeführten Kauf eines Produktes abgegeben werden, als „Verifizierter Kauf“ gekennzeichnet. Damit hat der Kunde beim Lesen der Bewertungen eine Möglichkeit, für sich persönlich den „Wert“ einer Rezension besser einschätzen zu können.

Nachfolgend haben wir für euch einmal grafisch zusammengefasst, wie sich die Gesamtverteilung der Bewertungen mit und ohne Incentive, summiert für alle unsere Stichproben, darstellt. Dabei haben wir den Ferrari aus den oben genannten Gründen (extrem schlechte Bewertungen durch „Shitstorm“) zunächst ausgeklammert. In der zweiten Grafik ist er jedoch inkludiert.

Auch den Durchschnitt aller europäischen Bewertungen in unserer Stichprobe haben wir für diese beiden Betrachtungsweisen berechnet. Es ergeben sich folgende Werte:

  • mit Incentive: 4,67 bei 361 Bewertungen
  • regulär: 2,94 bei 290 Bewertungen
  • mit Incentive (ohne Ferrari): 4,77 bei 254 Bewertungen
  • regulär (ohne Ferrari): 3,75 bei 150 Bewertungen

Einordnung der Ergebnisse

Um die eingangs aufgeworfene Frage noch einmal ganz explizit zu beantworten: Nein, es handelt sich bei den Incentive-Bewertungen im LEGO Onlineshop nicht einfach um „gekaufte“ im Sinne von „unechten“ Bewertungen. Gleichwohl stammen diese Bewertungen aus einem Produkttester-Programm, in dem die angemeldeten Tester die Sets kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen haben und sind bei LEGO nicht transparent gekennzeichnet.

Laut der TryIt Registrierungsseite gibt es das Incentive-Programm übrigens im Vereinigten Königreich, den USA, Frankreich und Deutschland – das deckt sich mit den Sprachen, in denen wir incentivierte Bewertungen bei LEGO gefunden haben. Allerdings gab es auch einige italienische Incentive-Bewertungen, konkret bei der VIDIYO Beatbox. Womöglich stammen diese aus einem anderen Programm oder die TryIt-Community wurde kürzlich auf Italien ausgeweitet.

Die mit Abstand meisten Bewertungen wurden in englischer Sprache verfasst, was Sinn ergibt, da diese Rezensionen im Großteil der europäischen (und vermutlich auch der weltweiten) LEGO Onlineshops angezeigt werden. Was könnte aber die Motivation seitens LEGO sein, an einem solchen Produkttester-Programm teilzunehmen? Diese Frage ist leicht zu beantworten: (Gute) Bewertungen und Rezensionen tragen dazu bei, das Vertrauen der Kunden in ein Produkt zu stärken und fördern damit den Verkauf.

Leider – aus der Sicht von LEGO – werden im LEGO Onlineshop aber allgemein nur sehr wenige Rezensionen verfasst (das sehen wir auch an einigen der obigen Stichproben), viele Produkte haben mitunter gar keine Bewertungen. Es dürfte LEGO also primär darum gehen, diesen Zustand zu ändern.

Freilich hätten dazu auch andere Wege offen gestanden. Wir haben beispielsweise erste Infos dazu bekommen, dass LEGO wohl daran arbeitet, Bewertungen von externen Seiten im eigenen Shop mit anzuzeigen und die eigenen Bewertungen wiederum in andere Shops auszuspielen. Damit ließe sich die Zahl der Bewertungen insgesamt steigern. Ähnliche Vorgehensweisen nutzen auch andere Anbieter, und im Falle einer transparenten Kennzeichnung (gerne auch von verifizierten Käufen) spräche wohl wenig dagegen.

Ob die aktuell von LEGO genutzte Form der Kennzeichnung der Incentive (nur auf dem Profil der User) rechtlich vertretbar ist oder nicht, können wir nicht beurteilen, da die bisherige Rechtsprechung aus unserer Laien-Sicht hier noch nicht ganz eindeutig ist. In einem Beschluss vom OLG Frankfurt gab das Gericht zu verstehen, dass der „durchschnittlich informierte, situationsadäquat aufmerksame und verständige Durchschnittsverbraucher“ davon ausgehe, „dass [Bewertungen] grundsätzlich ohne Gegenleistung erstellt werden“ und daher eine korrekte Kennzeichnung notwendig sei. Der Fall hatte allerdings eine gänzlich andere Ausgangsposition und es erfolgte keinerlei Kennzeichnung, was bei LEGO ja nicht der Fall ist. Dennoch ist es aus Verbrauchersicht unbedingt angebracht, eine für jeden sofort ersichtliche Kennzeichnung anzubringen – hier muss LEGO dringend handeln.

Aus unserer Sicht müssten incentivierte Bewertungen zwingend und auf den ersten Blick als solche erkennbar sein, idealerweise mit genauer Angabe des Ursprungs, sodass man sich als Verbraucher ein Bild davon machen kann, für wie glaubwürdig man diese hält. Auch das Zusammenfassen von Bewertungen aus mehreren Ländern und das Spiegeln auf anderen regionalen Varianten der LEGO Shopseite sollte klar als solches gekennzeichnet sein, z.B. indem bei jeder Bewertung das Land angegeben wird, in dem diese verfasst wurde.

Außerdem wäre es im Sinne maximaler Transparenz für den Kunden wünschenswert, solche Bewertungen eventuell sogar mit Hilfe von Filtern ausblenden zu können. Hier kennen wir leider aktuell keine guten Beispiele von anderen Shops. Bei Amazon lassen sich derzeit ausschließlich Bewertungen nach verifizierten Käufen filtern.

Ein flüchtiger Blick nur auf den Bewertungsdurschnitt reicht – das zeigt unsere obige Auswertung – mitunter nicht mehr aus und vermittelt ein verfälschtes Bild. Die Bewertungen aus dem Incentive-Programm sind offenbar gerade bei sonst als hochpreisig empfundenen Produkten im Durchschnitt deutlich positiver, was nicht verwundert, weil der Preis bei der Bewertung eine untergeordnete Rolle spielt. Dies kann man als Kunde durchaus auch als manipulativ empfinden, weil dadurch der Gesamtschnitt gehoben wird.

Erweitert LEGO jedoch den Shop tatsächlich noch um Bewertungen aus anderen Quellen, zum Beispiel durch verifizierte Käufe aus anderen Shops oder sogar Reviews von Blogs, könnte sich ein breiteres und differenzierteres Gesamtbild ergeben, was wiederum für den Kunden positiv wäre.

Ob die Kunden allerdings so viel Zeit und Gedanken aufwenden, sich intensiv mit den Bewertungen und deren Herkunft auseinanderzusetzen, steht auf einem anderen Blatt. Viele werden vermutlich eben doch nur auf den Bewertungsdurchschnitt schauen, und der wurde – das ist unbestreitbar – bei all unseren Stichproben durch Incentive-Bewertungen höchstens angehoben, aber nie gesenkt. Umso wichtiger ist es, dass LEGO zeitnah der aktuell noch mangelhaften Transparenz des Bewertungssystems entgegenwirkt. Da die Bewertungen jedoch in einigen Ländern bereits besser gekennzeichnet werden als in Deutschland, ist davon auszugehen, dass LEGO im Hintergrund bereits an einer Lösung dieses Problems arbeitet und sich gerade noch in der „Experimentierphase“ befindet. Wie schon so oft wäre auch hier eine offene Kommunikation wünschenswert gewesen, dass man gerade am Bewertungssystem arbeitet.

Auf unsere Anfragen zu der Problematik haben wir von LEGO leider bisher keine Stellungnahme erhalten.

Fazit

Dass LEGO nun auch mit solchen „Produkt gegen Rezension“-Anreizen arbeitet, um die Bewertungen im eigenen Onlineshop auszubauen, ist zwar mittlerweile üblich in der Branche, stößt aber durch die mangelhafte Transparenz und die signifikante Verbesserung der Durchschnittsbewertung, beispielsweise beim LEGO Technic Ferrari, übel auf. Zwar war die Bewertung des Ferrari in Deutschland vorher deutlich schlechter als international, mutmaßlich zum Großteil aufgrund von Nutzern, die das Produkt nicht besitzen. Dennoch ist das Vorgehen von LEGO hier zu kritisieren, zumal auffällt, dass für den Ferrari in Deutschland besonders viele Incentive-Bewertungen eingeholt wurden.

Wir werden uns an Incentive-Bewertungen wahrscheinlich generell gewöhnen und lernen müssen, Bewertungen zukünftig noch kritischer zu hinterfragen. Dazu ist aber dringend eine unmittelbar sichtbare Kennzeichnung nötig. Ein Ausbau des Bewertungssystems um weitere Quellen wäre zu begrüßen, damit es nicht vorkommt, dass ein Produkt ausschließlich incentivierte Bewertungen vorweist und so ein Interesse am Produkt suggeriert wird, das eventuell gar nicht vorhanden ist.

Ein weiterer möglicher und transparenter Weg, um für mehr Bewertungen im LEGO Onlineshop zu sorgen, wäre wohl der, für die realen Käufer eines Produkts einen Anreiz zu schaffen. Hierzu könnte LEGO z.B. VIP-Punkte für das Verfassen von Bewertungen zu den tatsächlich gekauften Produkten gutschreiben – unabhängig von der Bewertung natürlich. Außerdem sollten reale Käufe auch, ähnlich wie Amazon es vormacht, als „verifizierter Kauf“ gekennzeichnet werden. Ein solches System würde zwar einen größeren Entwicklungsaufwand bedeuten als die jetzige Lösung, die Bazaarvoice „out of the box“ anbietet, dennoch dürfte sich das für LEGO lohnen.

Geben wir LEGO also noch etwas Zeit für Verbesserungen, denn wir wissen ja, dass in Billund die Mühlen langsam mahlen. Bis dahin heißt es: Augen auf und die Bewertungen (gute wie schlechte) stets hinterfragen – denn das sollte man bei allen Bewertungen, egal woher sie stammen, ohnehin tun.

Wie steht ihr zum Thema Incentive-Bewertungen? Welche Art der Kennzeichnung müsste im LEGO Onlineshop erfüllt sein, damit ihr das Gefühl habt, dem Bewertungssystem „mit gutem Gefühl“ vertrauen zu können? Habt ihr andere Ideen, wie LEGO Anreize für mehr Bewertungen bzw. Rezensionen schaffen könnte? Und nicht zuletzt: Beeinflussen Bewertungen überhaupt eure Kaufentscheidung?

Lasst uns im Kommentarbereich gerne an euren Gedanken teilhaben, haltet euch dabei aber bitte an unsere Netiquette – Seitendiskussionen über einzelne Youtuber, Produkte usw. werden gelöscht, damit es thematisch fokussiert bleibt.

Über Jens Herwig 148 Artikel
Mag verzerrte Gitarren, LEGO und Enten. Wollte so sein wie MacGyver, ist aber nur Physiker geworden. Erweckung aus den Dark Ages durch den Technic Unimog. Liebt alte Sets und hat ein Aquazone-Diorama im Wohnzimmer stehen.

234 Kommentare

  1. Es gibt auch viele schlechte Bewertungen einfach um Lego eins auszuwischen. Hab ich auch schon oft gelesen. Für mich verständlich, dass Lego da nun gegen steuert. Ich denke aber, der Durchschnitt ist schon noch aussagekräftig.

    • Sehe ich auch so. Wenn Produkte ungerechtfertigt schlecht bewertet werden, weil an gewissen Stellen schlechte Stimmung gemacht wird, halte ich es von Lego legitim dagegen zu steuern. Ungerechtfertigte Rezensionen entfernen geht schwer (nächster Shitstorm wegen Zensur ist garantiert), also bleibt nur dieser Weg, auch wenn ich das nicht gut finde.
      Aber Schade, dass es eben auch Menschen gibt, die nicht verstehen, was eine Produktrezension ist und dass es dabei nicht darum geht einem Unternehmen eins auszuwischen oder ein Negativ-Review irgendeines Influenzers dort eins zu eins wiederzugeben ohne eigene Erfahrung / Meinung zu dem Produkt.
      Was auch ein Punkt dabei ist, ich glaube, manche Menschen wissen nicht mal annähernd, wie man sachlich Kritik äußert. Niemand hat was dagegen, wenn man Dinge erwähnt, die man nicht gut findet oder wenn man einen Preis als unangemessen empfindet. Aber das kann man sachlich äußern und vielleicht auch die Punkte erwähnen, die man eigentlich gut findet, wenn es die denn gibt. Es gibt halt auch zwischen 1 und 5 Sternen Möglichkeiten. 🙂

      Was Lego angeht, interessieren mich die Bewertungen aber eh kaum, ich weiß, welche Sets ich mag und welche nicht. 🙂 … Und bei Amazon geb ich schon lange nichts mehr auf Bewertungen.

      • Und Lego entscheidet wann ein Produkt „ungerechtfertigt“ schlecht bewertet wird?! Ich habe eine grobe Schätzung, dass Lego das in 100% der Fälle so sieht…
        Wenn so Sets wie der Ferrari oder z.B. das General Grievous Raumschiff in den Bewertungen total zerissen werden, dann liegt das in erster Linie daran, dass es richtig miese Produkte sind und nicht daran, dass Leute Lego eins auswischen wollen!

        • Und wenn beim Safari-Baumhaus steht „Ihr seid unfair“, darunter die Aussage, dass man LEGO generell nicht mehr kaufen sollte, und nichts, aber auch wirklich nichts zum Baumhaus – was dann? (Mal ganz abgesehen davon, dass ich ob der Kindlichkeit dieser Kritik herzlich gelacht habe.)

          • In diesem Fall hast Du den Text und kannst entscheiden, ob Du Dich an dieser Bewertung orientierst oder vielleicht doch lieber noch ein paar andere zum Vergleich ansiehst.

          • Die Menschen müssen einfach lernen, wo der richtige Ort für das Abladen von generellem Frust ist. Die Bewertungen in einem Shop im Internet ist es aus meiner Sicht jedenfalls nicht.

      • Gekaufte Bewertungen sind aber keinen Deut besser, als bewertungen Löschen.

        Der verifizierte Kauf ist sicher eine möglichkeit, gerne auch nur als Kennzeichnung dann kannst du das Set auch in Laden X kaufen und dein Feedback hinterlassen.

        Dem Shitstorm dem der Ferrari bekommen hat, ist aber sicherlich auch nicht ganz ungerechtfertig mit seinen Geländereifen, der steifigkeit eines Schlangenmenschen, miesen Türen und großen Lücken. (und vermutlich habe ich noch einiges vergessen)

        Es gibt auch Firmen, die dann nachbessern bei neuen Versionen noch ne Tüte beilegen und ne extra Seite in der Anleitung (gerade die Steifigkeit sollte leicht in griff zu kriegen sein), und dies auch alten Kunden auf anfrage nachsenden.
        So kann man auch schlechtes Feedback angehen, ist zwar teurer als teilweise schlecht gekennzeichnete Positivbewertungen.

      • Das ist wirklich eine abenteuerliche Aussage. Wie kann man allen Ernstes behaupten es sei legitim, dass ein Unternehmen, um es vorsichtig auszudrücken durch „positive Beeinflussung“, versucht die Bewertungen seiner Produkte im eigenen Onlineshop zu verfälschen? Wenn das so uneindeutig und intransparent geschieht wie hier, dann ist das Täuschung.

        Das kann man wohl kaum mit dem Verhalten von Kunden vergleichen. Es gibt nunmal unterschiedliche Menschen und somit unterschiedliche Meinungen. Dies widerzuspiegeln, ist das Sinn eines Bewertungssystems. Wenn man als Unternehmen missbrauch vermutet kann man auch ganz einfach die Regeln für die Bewertung verändern, anstatt sich auf eher fragwürdige Art positive Bewertungen zu beschaffen.

        Mal ganz davon abgesehen, funktioniert das System Kundenbewertung auch in die andere Richtung. Sprich, es gibt ebenso 5-Sterne Bewertungen, die man als „ungerechtfertigt“ oder „unbegründet“ oder „unsachlich“ ansehen könnte, weil man seine eigene Meinung als die objektive und richtige ansieht.

        Achja, Respekt an StoneWars für diesen Artikel. Wie immer bei Themen, die in der Community überkochen, widmet ihr euch der Causa mit Abstand, ruhig und sehr ausführlich. Eine derartige Herangehensweise sucht man bei der Konkurrenz von Promobricks leider vergeblich.

        • Danke für das Lob, aber es ist nunmal auch so, dass so ein Beitrag sehr viel Zeit gekostet hat, die vielleicht auch bei den Kollegen gerade nicht jeder aufbringen kann, da dort die Verantwortlichen ja auch noch andere Jobs haben.

          Dass dieses Thema in der Community übrigens überkocht, finde ich nicht. Das war zumindest aus meiner Sicht mal eine Randnotiz in den Kommentarspalten, so dass ich hier mal ganz selbstüberzeugt behaupten möchte, dass wir das Thema hier aus eigenem Antrieb und ohne Not ins Licht der Welt gerückt haben. 😉

          Was die „Beeinflussung“ der Kommentar angeht: Rechtlich ist es halt okay und (leider) auch ziemlich üblich in beinahe der ganzen Onlineshopping-Welt. Davon auszugehen, dass LEGO hier eine grüne Insel ist, ist einfach utopisch. Dass die Kennzeichnung absolut unzureichend ist, ist allerdings ein Fakt. Es ist allerdings auch ein Fakt, dass in manchen Shops die Kennzeichnung vorhanden ist, so dass man davon ausgehen kann, dass LEGO das vermutlich noch nachreichen will. Nur hätte man es vielleicht vorher gar nicht ausspielen sollen.

          • Es ist ehrenhaft die Kollegen zu verteidigen, aber meiner Meinung nach liegt das nicht nur am Faktor Zeit.

            Stimmt, „Überkochen“ war das falsche Verb. Sagen wir mal das Thema „Inzentive Bewertung“ erzeugt im aktuellen Klima mehr Aufmerksamkeit als die meisten anderen Posts von euch. Im Zusammenhang mit dem berüchtigten Ferrari sowieso. Ich wusste übrigens nichts davon bevor ich es hier gelesen habe.

            Ja logisch, von Lego sollte man nicht mehr erwarten als von anderen Konzernen, schon gar nicht in Bezug auf Verbraucherschutz. Daher überrascht es mich, dass dieses Thema jetzt durch die Hintertür aufkommt. Ist Lego etwa erst kürzlich auf den Trichter gekommen Incentive-Bewertungen zu nutzen?

            Mag sein, dass das rechtens ist, aber für mich kommt das aktuell fast einer nicht-Kennzeichnung gleich. Letztendlich schauen die Käufer hauptsächlich auf die gelben Polygone in der Shopübersicht und recherchierend nicht in irgend welchen User-Profilen rum und googlen dann was „inzentiv“ eigentlich heißt.

            Wie auch immer, macht weiter so mit der guten Arbeit. Das nächste „Reizthema“ ist nur einen Steinwurf entfernt 😉

        • Insgesamt fand ich den Artikel auch interessant. Bei der einen oder anderen Aussage wäre ich dann aber doch vorsichtiger gewesen. Beispiel: Der Ferrari sei so schlecht in Deutschland bewertet, weil er gerade durch reichweitenstarke deutsche YouTuber vorher zerrrissen wurde. Hier kommt die deutsche Brille durch und es wäre zur Untermauerung der These wohl nötig gewesen, mindestens kurz mal bei youtube zu checken, ob es nicht auch andere Blogger im
          europäischen Ausland gab, die eine ähnlich (negative) Meinung über den Ferrari hatten. Mindestens in englischprachigen Blogs hätte man da ja – wg der Sprach barrieren sonst – fündig werden können.

          Beispiel 2: Incentive-Bewerter würden nicht so auf den Preis achten… Bei den angesprochenen Sets (Stadtzentrum, Ferrari) denke ich, gibt es eine grosse Masse an Leuten, die LEGO durchaus eine gewisse Unverfrorenheit bezüglich des Preises (oder sogar mehr) vorwerfen. Was ja m.E. auch vertetbar ist. Daher ist es m.E. hier mindestens unvorsichtig, bei den Incentive-Bewertern das Kriterium Preis von vornherein auszuschliessen. Der Preis ist doch eruierbar (auch wenn er (wohl) nicht bezahlt wurde) und hätte daher von einem objektiven Bewerter mit in die Analyse einbezogen werden können. Daher würde ich die guten Bewertungen gerade beim Ferrari und beim Stadtzentrum genau anders interpretieren: Die incentive Bewertungen sollten genau dem
          Zweck dienen, hier den schlechten Schnitt anzuheben un d so die Verkäufe fördern.

          Sind wir mal ehrlich. Würde LEGO sich der „hohen Qualität“ ihrer Produkte so widmen, wie sie das in einem
          der RAs-Schreiben/PMs in dem Fall mit dem Kollegen, der jetzt die Spendenaufrufe macht, vorgeben, dann bräuchte es hier solche Incentive-Bewerter gar nicht. Für mich ist daher dieses „Tool“ insgesamt daher eher negativ zu bewerten.
          Schönen Abend

          • Hallo Christian, zwei kurze Anmerkungen:

            „Der Ferrari sei so schlecht in Deutschland bewertet, weil er gerade durch reichweitenstarke deutsche YouTuber vorher zerrrissen wurde. Hier kommt die deutsche Brille durch und es wäre zur Untermauerung der These wohl nötig gewesen, mindestens kurz mal bei youtube zu checken, ob es nicht auch andere Blogger im europäischen Ausland gab, die eine ähnlich (negative) Meinung über den Ferrari hatten.“
            An anderer Stelle hier in den Kommentaren habe ich eine grafische Auswertung der deutschen 1 Sterne-Bewertungen eingebunden (kann man nicht übersehen 😉 ), die sehr schön zeigt, wie die Anzahl der negativen Bewertungen direkt nach den beiden „Verrissen“ durch Thomas Panke sprunghaft angestiegen ist. Die obige These ist also m.E. hinreichend belegbar.

            „Daher würde ich die guten Bewertungen gerade beim Ferrari und beim Stadtzentrum genau anders interpretieren: Die incentive Bewertungen sollten genau dem Zweck dienen, hier den schlechten Schnitt anzuheben und so die Verkäufe fördern“
            Das interpretierst Du gar nicht anders als wir. 🙂 Gerade weil die Incentive-Bewertungen den Preis weniger berücksichtigen, fallen diese speziell bei den genannten Produkten wesentlich positiver aus und heben damit den Gesamtschnitt. LEGO dürfte dies durchaus bewusst gewesen sein, aber wir behaupten im Artikel ja auch nichts anderes.

  2. „Nein, es handelt sich bei den Incentive-Bewertungen im LEGO Onlineshop nicht einfach um „gekaufte“, also manipulierte Bewertungen.“

    Servus,
    coole Sache, wie ihr das hier aufarbeitet. Aber an dem oben erwähnten Satz störe ich mich. Denn ist eure Aussage belegt? Nach meinem Verständnis, fliegen User sicherlich aus dem Programm, sollten sie zu oft schlecht bewerten. Und sie erhalten für ihre Bewertungen einen Gegenwert. Von daher halte ich die blanke Aussage, dass es sich NICHT um manipulierte Bewertungen handelt zumindest für fragwürdig.

    Dass diese Bewertungen zudem nicht ernst gemeint sind, zeigen ja auch solche Bewerter, die den Preis als super bezeichnen. Wenn man dafür aber gar nichts bezahlt hat… den Rest kann sich jeder selbst denken.

    Auf jeden Fall vielen Dank für eure – mal wieder – tolle Recherche-Arbeit !!!

    • Selbst wenn kein Geld geflossen ist, wird ein geschenkter Artikel automatisch und meistens sogar unbewusst als besser bewertet. Das machen sich solche Programme ja zu Nutze.

      • So ist es. Für diese Programme wird ja auch Geld bezahlt um genau eins zu erreichen: Die Manipulation der Bewertungen. Von daher ist das aus meiner Sicht ein ganz schwacher Move von LEGO. Aber das konnte man ja schon vorher beispielsweise auf amazon beobachten.
        Keines dieser Programme wird zu im Schnitt schlechteren Bewertungen führen. Und sicherlich zahlt man hierbei nicht dafür, nur um die Anzahl der Bewertungen zu erhöhen, wenn man davon ausgehen würde, dass die Bewertungen im Schnitt dieselben wären.

    • Danke für Dein Feedback! 🙂 Gemeint war an dieser Stelle, dass es sich nicht um „Fake-Bewertungen“ handelt, sondern schon um „echte“, nur eben mit Überlassung des Produkts. Ich schaue mal, ob mir da eine präzisere Formulierung einfällt. 😉

      • Wobei das auch noch zu zeigen wäre, wenn ich für eine Produktbewertung mehrere Stunden aufwende (der aufbau) dann aber einen Satz schreibe und 5 Sterne zu hinterlassen kann man das „echte bewertung“ auch anzweifeln.

        Vielleicht packen sie es gleich auf Ebay, evtl bekommen sie auch nur einen Auftrag und eine kleine Aufwandsentschädigung oder die Bewertung wird auch automatisiert.

        Bei dem gekennzeichneten amazon Vine bewertungen, gibt es auch gute dank des Detailgrades der Bewertung. Und bei Amazon gibt es keine 10 Produkttester pro Produkt, sondern bezahltes Feedback (häufig mit detailierter Begründung) in einen Umfang das es die Bewertungen nicht verzerrt (100 bei einen Produkt kein bei anderen).

    • @Bavarian Bricks: Danke auch von mir für das berechtigte Feedback!

      Zu deinem Punkt: „Nach meinem Verständnis, fliegen User sicherlich aus dem Programm, sollten sie zu oft schlecht bewerten.“ – dafür konnten wir zumindest keine Belege finden, sonst hätten wir das angeführt. Ist das einfach eine Vermutung, oder wie kommst du so explizit darauf?

      Dass die Bewerter den Preis als super bezeichnen, wundert mich nicht – sie haben ihn ja nicht bezahlt 😉

      • Moin ihr beiden. Es liegt ja in der Natur der Sache wenn man versteht wie diese Firmen (also die Anbieter solcher Bewertungen) Geld verdienen. Niemand würde diese für viel Geld buchen, wenn dahinter nicht ein Versprechen stecken würde: Bessere Bewertungen. Das ist so ähnlich wie Follower für seine Social Media Kanäle kaufen. Diese Anbieter wollen mit ihrem Produkt Geld verdienen. Das geht nur, wenn man definitiv einen positiven Gegenwert anbieten kann.
        LEGO geht ja nicht hin, kauft etwas und läuft Gefahr, dass die „gekauften Rezensionen“ ebenso negativ ausfallen werden. Dann könnte dieser gebuchte Anbieter seinen Laden direkt zusperren.
        Was diese Leute hinter den Kulissen ihren Mitarbeitern vorschreiben, darüber kann ich auch nur spekulieren. Aber auch sie werden, wenn sie gewinnorientiert denken, niemanden beschäftigen, der ihre Kunden (LEGO) mit negativen Kritiken überschüttet. Es ist schlichtweg ein Geschäftsmodell.
        Dass LEGO darauf angewiesen ist… Ne, falsch. LEGO ist eben NICHT darauf angewiesen und macht es dennoch, finde ich sehr bedauerlich.
        Ihr habt nicht zufällig einen V-Mann zum Einschleusen oder könnt im Namen einer großen Firma eben solch einen Antrag stellen? 🙂 Dann hätten wir es schwarz auf weiß.
        Aber ich denke, wer hier 1 und 1 zusammen zählen kann, weiß was hier passiert und mit welcher Intention es passiert.

      • Hey Lukas,
        vielen Dank für die Aufarbeitung der Lego-Bewertungen in deren Online-Shop. Das Thema ist ein ziemlich heißes Eisen…
        Das Prozedere ist oft das gleiche – und wie Bavarian Bricks vermutet, so wird es in mehreren Berichten auch dargestellt. Es gibt Agenturen, die lassen ihre „Mitarbeiter“ die Produkte kaufen und wenn eine 4/5-Sterne-Bewertung veröffentlicht wird, gibt es das Geld zurückerstattet. So werden selbst bei Amazon „verifizierte Käufe“ gefaked.
        Teils werden Bewertungen auch an verschiedene Shops verkauft, sodass man den gleichen Wortlaut auf mehreren Seiten hat. Es gibt dazu mehrere seriöse Berichte (u.a. Stiftung Warentest) und auch offizielle Statements von bspw. Amazon wie versucht wird so etwas zu unterbinden.

        Persönlich versuche ich mir immer selbst ein Bild zu machen. Bei „China-Ware“ bin ich extrem kritisch, und beim Online-Shopping kann man ja zum Glück meist kostenfrei retournieren – was aber natürlich mit unnötigem Versand, Kosten, Imbissionen und Aufwand auf allen Seiten verbunden ist…

  3. Super Artikel, danke.
    Etwa ab der Hälfte habe ich die ganze Zeit gedacht: Warum gibt Lego nicht einfach Punkte für Rezensionen an VIPs? Und dann steht das da im Fazit… 😉

    • Genau das habe ich auch gedacht und am Ende des Artikels dann gegrinst. Wäre doch so einfach und wesentlich reeller und glaubhafter solche Art Kundenbewertungen und das nach verifizierten Käufen.

    • Dann hast du am Ende entweder viele sehr kurze Bewertungen oder die Schreiber beschweren sich, weil ihre Bewertung nicht für Punkte ausreicht.

  4. Ich kaufe grundsätzlich Sachen, die ich selbst für sehr gut halte. Ich messe Bewertungen auf keiner Website irgendwelche Bedeutung zu. Wenn ich eine Waschmaschine kaufe, weiß ich was ich brauche, dann gucke ich was es gibt, dann vergleiche ich Preise. Dann lasse ich mir das Teil liefern. Ich lese nicht die Meinung von irgendwelchen Leuten, die ich nicht kenne, vielleicht sind das Leute, die zu Hause ein Wacshbrett haben? Oder gar nicht waschen und die Klamotten in die Reinigung schaffen.
    Ich mache mir selbst ein Bild, dazu benutze ich mein eigenes Hirn.
    Wenn ich also demnächst den Lego Ferrari kaufe, der seit Wochen auf meiner Wunschliste ist, weil er cool aussieht, schön rot ist und mir und meinem Bruder super gefällt, dann mache ich das aus freiem Willen und niemand wird mich mit seiner Bewertung davon abhalten. Bis dato bin ich damit sehr, sehr gut gefahren.

    • Ich denke nicht jeder ist in der Lage vorher zu wissen, ob ein Produkt wirklich genau das hält was es verspricht und hat vielleicht keine Lust alles erstmal selbst auszuprobieren und dann zurückzuschicken, wenn es doch nicht passt. Wenn du dazu in allen Bereichen des täglichen Lebens fähig bist, dann kann man nur gratulieren. Aber da bist du wohl die absolute Ausnahme!

    • @Annalies: Also gerade beim Beispiel Waschmaschine (oder TV, Elektronik, …) bin ich persönlich jemand, der sehr viele Bewertungen liest. Vornehmlich allerdings von Fachmagazinen in dem Bereich. Bei LEGO verstehe ich den Ansatz aber durchaus.

      • @Lucas…ich habe auch NICHT gesagt, dass ich mich NICHT informiere. Aber eben bei FACHLEUTEN. Das meinte ich mit: ich ignoriere die Bewertungen mir unbekannter Leute. Ich bin sehr penibel und perfektionistisch – entsprechend bin sehr gut vorinformiert und kaufe dann. Meine Fehlkäufe halten sich tatsächlich in Grenzen.
        Was Lego betrifft, so geht es bei den Produkten, die ich für mich oder meine Familie möchte, um Bauspass und um Gefallen. Das kann ich alleine entscheiden, da brauche ich keine Bewertungen. Von daher bin ich auch nicht der Typ, der nachher enttäuscht ist. @Nerdi – da habe ich vermutlich Glück. Ich gucke auch vorher keine Reviews, weil ich die Überraschung des Bauens liebe. Ich habe z.b. Die Ninjago Gardens gesehen, geliebt und daran hat sich nichts geändert.
        Ich darf noch ergänzen, dass Bewertungen fremder Leute für ein Produkt eine heutige Sache sind…ich habe schon vor 40 Jahren eingekauft, da gabs noch kein Internet…da musste man noch die Freundin fragen😂

        • @ Annalies: Es lässt mich schmunzeln mal einen einfach so frisch weg von der Leber geschriebenen Kommentar zu lesen 😉

          Ich glaube ja, das bei vielen Leuten einfach bestimmte Kompetenzen durch die dauernde Berieselung mit Werbung, Social Media etc., und da sehe ich Bewertungen zugehörig, abgeschaltet werden. Wenn da steht oder es einer sagt, dass das Produkt gut ist, muss ich nicht mehr selber nachdenken… Ich denke das braucht noch ein paar Jahre bis der Effekt gelernt ist, dass auch bei positiven Bewertungen ein schlechtes Produkt ankommen kann und man nichts mehr darauf gibt wie viele Sterne da stehen.

        • Nun ja – jemand, der von sich und seinen Fähigkeiten und Meinungen derart überzeugt ist, ist natürlich auch von seinen Entscheidungen überzeugt und mit ihnen somit immer zufrieden. 😉

          Produktbewertungen im Internet sind aus meiner Sicht ein sehr hilfreiches Mittel, um Dinge über das Produkt in seiner alltäglichen Verwendung zu erfahren – natürlich nur, wenn die Bewertungen das hergeben. Ich schaue mir z.B. bei amazon als Erstes immer die schlechtesten Bewertungen an – ist aus diesen ein Muster zu einer bestimmten Schwachstelle erkennbar und ist diese Schwachstelle für mich nicht akzeptabel, ist das Produkt bei mir aus dem Rennen. So einen Test in der Breite kann kein Fachmagazin mit Fachleuten (die leider mitunter Fach-Scheuklappen tragen) leisten, auch Stiftung Warentest nicht. Tests in Fachmagazinen sind Momentaufnahmen – inhärente Schwachstellen des Produkts, die zum Testzeitpunkt (aus welchen Gründen auch immer) nicht auftraten oder vom Fachleut nicht erkannt wurden, können nicht kommuniziert werden.

          Natürlich muss man in der Lage sein, sich ein komplettes Bild über die Bewertungen zu machen und diese interpretieren und für sich bewerten zu können. Das hängt ganz von der Art des Produkts, den eigenen Ansprüchen und auch Fähigkeiten ab. Die Analyse solcher Bewertungen ist Arbeit, aber sie kann sich lohnen, denn es gibt mitunter hervorragende Bewertungen, die z.B. Schwachstellen konkret ansprechen und auch Lösungen bieten. Deshalb fehlt meiner Meinung ein wichtiger Baustein in der Beurteilung der Qualität eines Produkts, wenn man sich nur auf technische Daten und Fachmeinungen verlässt.

          Über Belohnungen erkaufte (nicht GEkaufte) Bewertungen halte ich dagegen für den falschen Weg. Die Psychologie ist da ein nicht unerheblicher Faktor, wie hier schon gesagt wurde. Bei einem Produkt, das mich nichts kostet, kann ich wohl weniger objektiv das Preis-Leistungsverhältnis bewerten, denn es hat mir finanziell keinen „Schaden“ verursacht. Weiterhin vermute ich, dass viele solcher Lohn-Bewerter ihren erlangten Status als ebensolcher nicht durch übermäßiges Schlechtbewerten riskieren wollen werden – und das dürfte im Umkehrschluss ebenfalls für im Schnitt bessere Bewertungen sorgen, als es ohne Belohnung der Fall wäre.

        • Deine Meinung in allen ehren, aber ich finde das zum einen sehr pauschalisiert und zum anderen dann von „Fachleuten“ reden mit denen sich dann eine Meinung gebildet wird. Also nehme ich an du hast für jeden Produkttyp einen Fachmann an der Hand oder wie darf man das verstehen? Gerade bei technischen Artikeln ist das einzige was ich mache, ich suche die negativen Produktbewertungen. Prüfe dort auf Häufigkeit einer negativen Sache und prüfe dies im Netz dann ebenfalls nach, sprich ich lese mich entsprechend schlau. Damit bin ich bisher immer super gefahren. Alles muss man mit bedacht konsumieren, vor allem Bewertungen aber man kann sie nutzen, wenn man weiß wie. Und deine Aussage „ich ignoriere die Bewertungen mir unbekannter Leute“ und darüber sprichst du von Fachleuten, dann musst du einen SEHR großen Bekanntenkreis haben oder aber du glaubst das die Meinung eines Fachangestellten in einem Laden im Durchschnitt besser ist, das würde aber nur für Produkte passen die du im Laden kaufst und nicht für Interneteinkäufe. Kann deine Einstellung daher nicht so ganz verstehen, nachvollziehen. Vor allem diese so voreingenommene Einstellung gegenüber von Bewertungen. Das würde auch meiner Meinung nach deinem Prinzip von „penibel“ und „perfektionistisch“ widersprechen.

      • 😂😂😂 wo Du Recht hast…aber es stimmt schon mir und meinem Bruder…der Ferrari muss zuerst mir gefallen…denn ich werde zwei kaufen und ihm einen schenken, damit er dann ihm gefällt… als Deutschlehrerin a.D. hätte ich’s aber auch besser schreiben können… so das IPad es will.

  5. Schöner Artikel! Der Vorschlag ausschließlich nach Bewertungen von verifizierten Käufen filtern zu können, wäre wohl die beste Art von Kompromiss eine Steigerung der Transparenz zu erwirken.

    • Das mag bei Amazon funktionieren aber LEGO kann man auch im Laden kaufen, nicht nur übers Internet. Wie verifizieren ich meinen Kauf bei Smyths oder Müller?

      • eben durch einen einmalig zu vergebenen (QR)-Code auf der Bauanleitung o.ä., der den Käufer zur entsprechenden Eingabemaske für Produktbewertungen leitet.

  6. Ein sehr mutiger Artikel, vielen Dank!
    Es zeigt einmal mehr, dass StoneWars eine unabhängige Plattform ist und hier schon fast so etwas wie „guter Journalismus“ geboten wird, ohne dass auch nur ein einziger von Euch tatsächlich Journalist ist.
    Dass verdient Respekt.

    Ich wünsche mir von TLG, dass dieses Thema schnell adressiert und ausgebessert wird. Ideal wäre ein – wie von Euch vorgeschlagen – verifizierter Kauf Hinweis bei den Produktbewertungen, um für mehr Transparenz zu sorgen.

    • „ hier schon fast so etwas wie „guter Journalismus“ geboten wird, ohne dass auch nur ein einziger von Euch tatsächlich Journalist ist.“

      Warum nur „fast so etwas“?
      Und warum ist man kein „tatsächlicher Journalist“, wenn man in einem Lego-Blog Berichte und Analysen schreibt?

    • Verstehe ich auch nicht da journalist keine eingetrage Bezeichnung ist kann sich jeder aus der Redaktion theoretisch Journalist nenne, wir auch 😉

      Jaja schon klar ist halb ironisch

      • Die meisten Journalisten haben das nicht studiert. Viele sind Germanisten oder Fachleute in dem Gebiet, auf dem sie berichten – also z.B. Juristen oder Natur- oder Politikwissenschaftler. Ich finde ebenso, dass ihr euch mit Fug und Recht Journalisten nennen dürft, und erst recht im Vergleich mit „Journalisten“, die bewusst manipulativ oder sogar falsch informieren (und dabei sogar Leben zerstören), um Quote zu generieren.

    • Wenn ich mir in der letzten Woche die Berichte der „echten Journalisten“ zum Thema Lego vor Gericht angeguckt habe, rollten sich bei mir die Zehennägel hoch – so viele Falschinformationen und verwirrende Äußerungen. Hier gibt es wirklich fachlich fundierte und gut recherchierte Infos 🙂

  7. Ich sehe es auch so, dass viele den Technic Ferrari schlecht bewertet haben die ihn nicht besitzen, die Gründe lasse ich mal dahingestellt (um niemanden was zu unterstellen, wobei es ja offentsichtlich ist…).
    Ich persönlich finde ihn zwar auch zu teuer – aber grundlegend als Displaymodell schön, sofern er mit Stickern (wie vorgesehen) gebaut ist. Habe ihn im Lego Store das erste Mal live gesehen und da hat er mir echt richtig gut gefallen.
    Mir ist auch aufgefallen, dass er bei anderen Händlern und auf ausländischen Lego-Homepages viel besser (und aus meiner Sicht auch zutreffender) bewertet ist, was die (eigentlich offensichtlichen) Bewertungen von Leuten, die das Set nicht besitzen, bestätigt. Daher ist das Gegensteuern seitens Lego für mich nachvollziehbar.

    Ein Bewertungsanreiz und das Einbinden von Bewertungen aus anderen Shops im LEGO Shop wäre tatsächlich sehr zu befürwoerten.

    PS: Man könnte bei den negativen Bewertungen Parallelen zu Kommentaren anderer Themen ziehen, was ich hier aber garnicht erst groß thematisieren möchte 😉

    • Und ohne Sticker hat er schöne rote Teile die man super für eigene Modelle verwenden kann (darum hatte ich oben die Sticker überhaupt erst erwähnt – hatte ich oben aber vergessen zu tippen#).

      PS: Nach dem ich den Ferrari im Store in Nürnberg gesehen hatte, habe ich ihn übrigens direkt gekauft (aber nicht zur UVP), was aber auch so früher oder später passiert wäre.

    • Ich hatte mir vor über 30 Jahren aufgrund der Empfehlung einer großen PC Zeitschrift für meinen PC eine getestete Grafikkarte bestellt. Getestete Eigenschaften fehlten dann und die Antwort war das die Firma versprochen hatte das die Funktion enthalten wäre.
      Seit dem vertraue ich keinen Tests mehr.
      . . vor kurzem ein Test in Wiso…
      Wer nicht mit 5 Sternen testet fliegt raus
      Mehr muss man doch nicht wissen oder

  8. Gekaufte Bewertungen sind mMn nicht der richtige Weg, um da gegen zu steuern.

    Das Modell wird in gewissen Punkten, gerade bei der UVP, wiederum zurecht kritisiert. Leider liest man natürlich oft den Vergleich mit dem CaDa Pendant. Drei Mal dürft ihr Raten woher diese User stammen 😉
    Das Internet darf man nicht überschätzen. Auf der einen Seite ist das positiv, auf der anderen aber wirklich traurig…

    • Es ist nunmal ein legitimer Vergleich. Und der Casa Sportwagen stellt objektiv nunmal das bessere Produkt dar. Und es ist auch unerheblich woher diese stimmen kommen.

  9. Danke für den interessanten Beitrag. Für meine Lego-Käufe brauche ich zwar absolut keine Bewertungen – da sind mir Rezensionen von euch und anderen und natürlich meine eigenen Vorlieben wichtiger.
    Ich habe aber viel aus dem Artikel für meine sonstigen Online-Aktivitäten mitgenommen.
    Viele Grüße und gerne weiter so
    Klaus D

    • Seit dem Ende meiner Dark Ages habe ich i.A. das Gefühl, dass die Bewertungen im Lego Onlineshop vor allem dazu genutzt werden, seinem Unmut Luft zu machen.
      Neben schlechte Bewertungen aufgrund der schnell ausverkauftes Sets im letzten Jahr („Lego, bekommt mal eure Produktion auf die Reihe“) und Bewertungen, die höchst wahrscheinlich erst nach den jeweiligen Videos eines Klemmbausteininfluencers entstanden sind (und bei denen ein realer Kauf sehr unwahrscheinlich ist), finden sich im Vergleich nur wenige Bewertungen von Menschen, bei denen man das Gefühl hat, dass diese das Set wirklich gebaut haben.

      Wie schon im Artikel vorgeschlagen, wäre die Markierung (und mögliche Filterung) von verifizierten Käufen wohl schon ein Schritt in die richtige Richtung um ein realistischeres Bild der Setqualität zu bekommen. Auch wenn hier natürlich wie immer die alte Regel gilt: „Unglückliche Kunden hinterlassen öfter Bewertungen als glückliche Kunden“. Folglich sollten Reviews sowieso meist mit ein bisschen Abstand betrachtet werden.

      • Wenn es außer den Sternen etwas Text gibt, kann man sich den Inhalt genauer ansehen und versuchen, „Dauernd ausverkauft, ich bin sauer“, „Überteuerter Schrott“, „Total super, wie alles von Lego“, „Mir gefällt daran x, y, z nicht“ einzuordnen.
        Was dabei helfen kann, vor allem, um bestimmte Nutzer einzuschätzen: Bewertungen von Produkten lesen, die man kennt. Und natürlich Bilder und Videos ansehen, auch wenn man die Meinung nicht teilt.

    • Geht mir genauso. Ich schaue mir zur Entscheidungsfindung auch nur Reviews an – in geschriebener Form oder, häufiger noch, auf Youtube. Noch gelingt es so, die wüsteste Stimmungsmache zu umgehen, so dass ich mit der Methode ganz zufrieden bin.

  10. Ich denke LEGO sollte endlich einstellen, dass nur verifizierte Käufe bewerten können. Man kenn es von Youutbern, hat ein YouTube viele hater und veröffentlicht musik, buch oder ähnliches hat er sehr viele negative Bewertungen von nicht verifizierten Käufern (plattform Amazon) man kann auch die Bewertungen auf anderen Plattformen des LEGO Sets vergleichen, und man darf nicht vergessen das momentan Erwachsene Leute mit Reichweite versuchen Kinder momentan gegen LEGO aufzubringen. Beitrag war interessant, ist ja deren Seite, denke hätte lego gewollt, dass da 5Sterne sind, wären da 5Sterne

    • Grundsätzlich stimme ich dir zu, aber bei den verifizierten käufen habe ich ein Problem: Bei allen Sets, die nicht Lego-exklusiv verkauft werden, kaufe ich doch häufig mit Rabatt bei anderen Händlern, bei denen es dann zum Teil gar keine Bewertungsfunktion gibt. Wenn man dann auch bei Lego nicht mehr seine Bewertung hinterlassen kann, finde ich das schade. Ich selber schreibe recht gerne Bewertungen, um anderen vor dem Kauf aufzuzeigen, was man erwarten kann und was nicht. Bewertungen gegen VIP-Punkte finde ich fast die beste Lösung, so könnte man sicherlich halbwegs fachlich fundierte „Reviews“ generieren.

      • Vielleicht wäre es eine Option, wenn jedem Set ein Code beiläge, mit dem man Punkte gegen Bewertung bekommt. Dann kann man verifizierte Käufe sicherstellen, auch wenn sie nicht direkt bei Lego getätigt wurden.

    • Das mit den Erwachsenen, die Kinder beeinflussen, finde ich besonders verwerflich. Mich haben auch schon Kinder, mit denen ich arbeite, drauf angesprochen und irgendwelche Platituden von sich gegeben. Da musste ich erstmal ein paar Sachen klarstellen. Himmel, das ist definitiv NICHT mein Job, aber ich kann es ja auch nicht einfach so stehen lassen. Ich begreife einfach nicht, dass man so tief sinken kann, dass man aus Hass gutgläubige Kinder manipuliert.

      • Es kommt halt immer auf die Wortwahl bei einer Bewertung an…
        Ich kann mich kritisch über ein Produkt äußern und sowohl positive wie negative Aspekte darstellen. Das wäre erstmal eine rein sachliche Darstellung. Dann kommen da natürlich bei den meisten Leuten auch ein paar Emotionen hinzu. Aber ich denke es gibt genug Beispiele wie gerade beim vielfach zitierten Ferrari wo Hate Speech zentraler Bestandteil einer Bewertung war.

  11. Naja die Lösung wäre doch recht simpel.
    -Abschalten der „offenen“ Bewertung durch Leute die das Produkt nicht haben
    -Jedes Produzierte Set bekommt einen „Hey bitte bewerte uns“ Zettel mit QR Code der direkt zum Produkt und Bewertungssystem führt (Das es möglich ist haben wir gesehen an den Werbeflyern für Eintritt in die Lego Länder)
    -Ist man mit seinem Lego Konto angemeldet und bewertet ein Produkt über den Code, bekommt man VIP Punkte.

    Somit wären einige Probleme abgestellt
    -Nur Kunden die das Produkt besitzen können es bewerten, unabhängig davon in welchem Shop sie es gekauft haben.
    -Durch VIP Belohnung Schaft man Anreize überhaupt eine Bewertung abzugeben.

    Wäre so meine idee bei minimalen Produktionsaufwand.

    LG

    • Zusätzlich würde es auch einen Anreiz schaffen das Leute die nur offline und nicht bei Lego direkt einkaufen, sich beim VIP Programm anmelden und ihre Daten hinterlegen.

      • Das wäre toll – wobei ich denke, dass die Community durchaus beobachtet wird 😀

        Und Ihr seit ja nicht gerade das kleinste Fan-Medium 😉

    • Ich weiß nicht wie gut die Idee wäre, die Bewertungen für alle anderen abzuschalten. Vielleicht sollte das (deutsche) Internet auch einfach lernen, wann und aus welchen Gründen man Bewertungen abgibt. Das funktioniert außerhalb von DE irgendwie überall besser habe ich das Gefühl, aber vielleicht schaue ich da auch zu sehr auf die Bewertungen bei Produkten von LEGO.

      • Das gibt es schon länger und ist sicherlich kein Deutsches Phänomen:
        https://en.wikipedia.org/wiki/Review_bomb

        Hier ein Vortrag der re:publica 2013, in dem auch die inhaltliche Bewertung von Kommentaren angeschnitten wird:
        https://www.youtube.com/watch?v=ZG4FawUtYPA

        Personengruppen von einer Bewertung auszuschließen halte ich für nicht zielführend. Das führt nur zu neuen Problemen. Denkbar wäre z.b.:
        * die Bewertungen dann einfach nur noch positiv sind, weil alle die Vorbehalte haben, die Sets nicht mehr kaufen
        * Vermehrt sinnlose Bewertungen auftreten wie bei bei Amazon, wenn die Leute zum Bewerten oder zum Helfen via Mail animiert werden. Da kann man sich leider auch oft nur an den Kopf fassen…

        Insgesamt ein schwieriges Thema bei dem es „die“ Lösung leider nicht geben wird.

      • Naja, ich bin zwar auch kein Freund davon etwas zu „verbieten“ aber kann sich schon fragen, worin eigentlich der Sinn besteht, eine Produktbewertung zu schreiben, für etwas, was man nie in den eigenen Händen gehalten hat. Welchen Mehrwert hat das für andere Kunden? Inwiefern ist das objektiv? Zwangsläufig kann man dann ja nur die „vorgefertigte“ Meinung eines anderen wiedergeben. Evtl positive Argumente werden in den youtube-videos gar nicht genannt, weil sie die eigene Argumentation unterlaufen. Ich finde es sowieso höchst fragwürdig, dass jemand „Kritik-Videos“ ins Netzt stellt, der ein eigenes Interesse daran hat, die Kritik möglicht scharf ausfallen zu lassen, da die eigenen Einnahmen an der Video-Reichweite hängen. Inwiefern ist das neutral? Wenn ich mal einen Vorschlag einreichen darf: Ich wurde mir einen Artikel wünschen, wieviel Einahmen man mit einer gewissen youtube-Reichweite erziehlen kann. Dann hat man nämlich auch eine Grundlage, auf der man beurteilen kann, wie plausibel eine angeblich neutrale Bewertung ist. Ich glaube, das würde vielen mal die Augen öffnen. Ich finde „geschönte“ Bewertungengebaus fragwürdig wie grundloses schlecht machen und Frust ablassen. Unterm Strich bleibt für mich, das Lego hier nicht agiert sondern reagiert hat. Ich würde mir wünschen, dass beides aufhört. Aber das ist wohl Wunschdenken.

        • Das konkret aufzuschlüsseln ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Außer man fragt den entsprechende Creator nach Auskunft die (sofern er sich an die YouTube Richtlinien hält) aber garnicht geben darf.

          Aus eigener Erfahrung kann ich dir folgendes berichten.
          -Je nach Menge und Häufigkeit der Werbung steigen die Einnahmen (soweit logisch)
          -YouTube unterscheidet zwischen normalen Usern und Nutzern von „YouTube Premium“ und gibt unterschiedliche Werte an Werbeeinnahmen an

          -Die Einnahmen der einzelnen Spots werden wieder errechnet! Die Faktoren dafür sind 1) Anzahl der Aufrufe des Videos 2) Anzahl der Videowiedergabezeit (Watchtime) und 3) Anzahl der CPM (Clicks per Minute) Also wie schnell das Video „wächst“

          Eine Voraussage oder Faustformel lässt sich also unmöglich festlegen.

          LG

      • So generell ist Review Bombing definitiv kein deutsches Problem. Davon können Bewertungsportale wie Metacritic, Rotten Tomatoes, aber auch Datenbanken wie IMDB, Shops wie Steam u.ä ein Lied singen. Was da manchmal abgeht, bloß weil manchen eine Entwicklung ihn ihr Lieblingsfilm- oder -spielereihe nicht passt, ist geradezu absurd.

  12. Schöner ausführlicher Artikel. Ich lese ja generell seltenst Bewertungen, da ich ohnehin Zeug meist gezielt und bewusst kaufe, evtl. nach Einholen entsprechender Informationen aus anderer Quelle. Das ist doch auch im LEGO-Shop nicht so viel anders, oder? Liest sich da wirklich jemand die Rezensionen durch? Wer LEGO bei LEGO kauft (statt etwa im physischen oder digitalen Kaufhaus des Vertauens), der macht das doch bewusst und weiß genau, was er will. Surfen die Leute, die nicht im Thema stehen, wirklich durch den LEGO Online-Shop und knallen sich mit beliebigem unbekanntem Zeug den Warenkorb voll?

    Nichsdestotrotz sollte es natürlich trotzdem vernünftig zugehen bei den Bewertungen, wie im Artikel erläutert. Was mir aus dem Artikel allerdings nicht ganz klar wird, inwiefern ist die Kennzeichnung des Herkunftslandes der Bewertung so wichtig? Ich meine, klar, wenn es 1 Stern ist, hilft es zu wissen, dass sie aus Deutschland ist um sie guten Gewissens zu ignorieren. 😉 Aber was unterschiede generell eine britische von einer US-amerikanischen Bewertung oder eine schweizerische von einer deutschen, dass man das so klar kenntlich machen sollte? Bezieht sich das auf die unterschiedlichen Set-Preise in diesen Ländern oder ist das einfach ein genereller Wille nach vollkommener Klarheit? Da ist mir die Begründung im Artikel entgangen.

    • Hier geht es mir vor allem um den Punkt „vorgetäuschtes Interesse“. Wenn ein Produkt 50 englischsprachige Bewertungen hat, suggeriert das ein großes Interesse. Wenn diese Bewertungen aber aus UK, Australien, USA, Kanada etc. zusammengewürfelt wurden, ist das tatsächliche Interesse am Produkt im jeweiligen Land womöglich deutlich kleiner, als es zunächst den Anschein hat. Meines Erachtens ist nicht nur die durchschnittliche Bewertung, sondern auch die Anzahl der Bewertungen ein Indikator dafür, ob ein Produkt „gut ankommt“, daher möchte ich auch an dieser Stelle mehr Transparenz haben.

  13. Ich weiss nicht ob ich die Bewertung für „gekauft“ halten soll. Eine positive Beeinflussung steht sicherlich im Raum. Die zeitliche Abfolge, bzw das Timing wäre mMn entscheidend.
    Transparenz das Zauberwort. Wenn man natürlich als Nichtkäufer ein Teil bewerten kann, ist das für eine Entscheidungsfindung natürlich auch nicht förderlich und führt ein Bewertungssystem ad absurdum.
    Generell gesprochen, egal ob Lego oder Fernseher, oder was auch immer.
    Beim jetzigen Tamtam im Klemmbausteinmarkt natürlich….

  14. Was außer dem Preis in den „gekauften“ Bewertungen fehlt, ist der Vergleich zu nem alternativen Produkt. Es wird ja immer nur das zur Verfügung gestellte LEGO Set bewertet, ob es Produkte anderer Hersteller gibt, die ggf besser oder schlechter sind, fällt da gar nicht ins Gewicht. Deswegen gebe ich auf solche Bewertungen idr nix. Ich will ne informierte Kaufentscheidung treffen und dazu gehört für mich immer auch ein Blick auf Alternativen, sowohl was die Qualität angeht aber natürlich auch den Preis.

    • Das würde ich aber generell von Kundenrezensionen eigentlich nicht erwarten, egal ob „gekauft“ oder genuin. Dafür ist es ja eine Kundenrezension und ich will wissen, ob der Käufer damit zufrieden ist. Und von solch einem Käufer zu erwarten, er kaufe auch die Alternativen (und hat dann quasi 5 verschiedene Ferraris zum Vergleich), ist doch sehr unrealistisch.

      Darum geht es nicht und ging es nie bei Käuferrezensionen und für solch einen Service, sollte man vielleicht doch auf ausführlichere Medien zurückgreifen, die sich „hauptberuflich“ mit dem Thema Produktbewertung auseinandersetzen. Das hat aber mit der Fragestellung nach Inzenstive rein garnichts zu tun, da ein „ehrlicher“ Käufer dies genauso wenig leisten kann.

    • @Steffen Dafür sind Produktbewertungen in Online-Shops aber einfach nicht da, dafür gibt es dann Blogs und Foren, die sich mit sowas auseinandersetzen. Das ist ja auch nichts, was jetzt spezifisch bei LEGO so wäre, sondern das ist in jedem erdenklichen Shop so.

    • Zum Vergleich mit Alternativen muss ich meinen Vorrednern zu stimmen. Ein Vergleichswert mit ähnlichen Produkten fehlt hingegen mMn bei den Incentive Bewertungen.

      Ein Durchschnittskunde der Lego bewertet, ha ja mehrere Sets und kann das bewertete (Set) dementsprechend einordnen: üblicher Preis, gewohnte Qualität, Anzahl Spielfunktionen. So wie ich diese Incentive Bewertungen verstehe können da auch Leute ausgewählt werden, die zum ersten Mal im Leben ein Lego-Produkt erhalten, weil sie in die Kategorie Plastik / Europäisches Design passen.

      Ist eine Incentive-Bewertung eigentlich auch ein verifizierter Kauf? Immerhin liegt den Bewertern das Prdoukt ja nachweislich vor.

      • So ein Vergleich fehlt bei den allermeisten Bewertungen, denn eine Bewertung ist kein Produktvergleich. Wenn du bei Amazon einen Thriller kaufst, dann erwartest du auch nicht, dass die Reviewer es noch mit dem Thriller eines anderen Autors vergleicht. Das Produkt steht für sich.

        • Okay das habe ich vielleicht schlecht geschrieben. Ich meine nicht, dass die Bewertung mehrere Produkte vergleichen soll, sondern der* Bewertende.

          Wenn ich bereits X Produkte einer Marke habe, ergibt das einfach einen anderen Blick, auf das jetzige Produkt. Und das spiegelt sich mMn auch in der Bewertung wider, ohne dass es explizit geschrieben steht.

    • Bewertungen sind aber keine Produktvergleiche. Schau mal auf Amazon, wie viele Bewertungen das jeweilige Produkt mit einem anderen vergleichen. Kaufst du ein Shampoo von Nivea, dann steht da, ob die Käufer es gut fanden und was es kann, aber in aller Regel nicht, ob es besser oder schlechter ist als ein Shampoo von Fructis oder so.

    • Wenn die Alternative sich aber nicht um teure Lizenzen kümmert und dann der Preisvorteil bewertet wird, ist die Bewertung des Preises problematisch. Wenn dann der steuerhinterziehende Importpreis bewertet wird, wird es noch schwieriger. Wenn der unvollständige Preis (ohne Verpackung) mit dem vollständigen Erlebnis verglichen wird, ist es auch schwierig.

      Wenn also ein legales Produkt mit einem in rechtlicher Grauzone verglichen wird, dann kann wird eine sachliche Bewertung schwierig.

  15. Ah, hatte das Thema schon verdrängt.
    Danke für die Recherche!

    Um ehrlich zu sein, gehe ich eh davon aus, dass circa 80% der Bewertungen im Netz gefaked oder unnütz (Z. B. Bewertung des amazon Lieferdienstes, statt des Artikels) sind. Sowohl positive, als auch negative Bewertungen.
    Ich lese Lego Bewertungen häufig erst, nachdem ich schon selbst Hand angelegt habe, um meine Erfahrungen da vergleichen zu können. Video Reviews gerne vorher, aber da achte ich mehr auf die Präsenz des Sets (und auf Schnitttechniken etc. vom Video).

    Den Vorschlag, VIP Punkte für (verifizierte) Bewertungen zu vergeben, würde ich Begrüßen!

    Eine kleine Anekdote zum Ferrari: Da hatte ich mir mal die Review auf rebrickable durchgelesen, um mal zu schauen, wie der „da drüben“ ankommt.
    Der kam da recht positiv weg, mit ein paar MOC Vorschlägen.
    Einer der ersten Kommentare kam dann wohl aus Deutschland, wie man das Set denn positiv bewerten könne, mit YouTube Verlinkung nach Frankfurt und allem zipp und zapp. Ich musste doch die Augen verdrehen…

    • Ehrlich gesagt, habe ich bei der Rebrickable-Review auch schon auf genau so einen Video-Link gewartet und wurde (leider) nicht enttäuscht. Es war allerdings glücklicherweise einer der letzten Kommentare (die sind da umgekehrt sortiert). 😉

    • Das ist leider auf vielen Portalen so. Das sind dann Frankfurter YT Freunde die selbst (wahrsfcheinlich) nicht viel mit LEGO zu tun haben – scheint aber „cool“ zu sein. Das könnten dann auch jene sein. welche denken das LEGO morgen Insolvenz anmeldet.

      • Zu deren Verteidigung, würde ich aber schon davon ausgehen, dass sich Leute, die mit Klemmbausteinen nix am Hut haben, wohl eher selten auf Spezialseiten wie Rebrickable verirren. Bei YouTube ist das was anderes, da klickt man dann schnell mal ähnliche Videos am Seitenrand. Aber wenn ich LEGO-Videos nur zum abranten gucke ohne jemals ein Set gebaut zu haben, dann gehe ich auch wenn mir noch so langweilig ist nicht auf Rebrickable, geschweige denn kenne die Seite überhaupt. (Oder ich überschätze massiv die Menschheit) 😉

  16. ein sehr interessanter Artikel, Danke für das Ausarbeiten.
    Mit dem Thema Bewertungen bei LEGO habe ich mich bis dato nur beiläufig beschäftigt, da ich idR Artikel ( nicht nur im S@H) kaufe, die ich wirklich haben will oder vorher selbst und ohne Einfluss von Rezensionen oder Bewertungen eingeschätzt habe.
    Klar ist LEGO daran gelegen, für ein Produkt positive Bewertungen zu erhalten, nur sollte dieses doch nicht eingekauft geschehen. Ein gutes Produkt herzustellen wäre sicher die einfachste Lösung, aber gerade in der heutigen Zeit mit bekanntem anonymen Kommentarbashing kann man ein noch so gutes Produkt herstellen. Wenn sich ‚werauchimmer‘ darauf eingeschossen hat, ist es bekanntlich drum geschehen!
    Die Idee mit dem VIP Punkten wäre natürlich ein Anreiz (auch für mich als Teilnehmer), ist das dann aber nicht auch eine auf gewisse Art gekaufte Bewertung?

    • Im Grunde natürlich schon. Wenn die Punkte aber an keinerlei Bedingung geknüpft sind, außer, dass man eben eine (beliebig gute oder schlechte) Bewertung schreibt, fände ich das unproblematisch – natürlich sollte dies nur Kunden angeboten werden, die das Produkt auch wirklich gekauft haben.

  17. Vielen Dank für den neutralen und informativen Beitrag.
    Das man allen Bewertungen nicht trauen darf, weiß man ja bereits, aber wie sollte man es am besten handhaben? Mit dem verifizierten Käufer, wie bei Amazon, sehe ich das Problem, dass man halt auch von woanders den Artikel beziehen kann.
    Das mit den VIP Punkten finde ich ne gute Idee, wobei ich sehr selten direkt bei Lego bestelle, eigtl nur bei exklusiven Sets, die wohl auch nicht woanders angeboten werden. Eventuell könnte man ja in die Anleitung einen QR- oder Zahlencode hinterlassen, damit man weiß, dass derjenige das Set auch wirklich hat.
    Schade, dass Lego zu solchen Mitteln greift, anstatt an den Fehlern der Produkte zu arbeiten, die sich nicht von der Hand weisen(Sticker-„Problem“ mal ausgeschlossen).
    Früher habe ich ohne Bedenken Legosets gekauft und kam noch nie auf die Idee von Alternativen, aber das hat sich leider die letzten Jahre immer stärker geändert. Die City Sets würde ich meinem Kind z.B. nicht mehr kaufen, dafür gibt’s bessere Alternativen und das höre ich auch bereits aus einigen Ecken aus dem Kollegen- und Freundeskreis. Entweder wollen die Kinder bauen und/oder spielen und da hat man bei den Alternativen einfach mehr von. Am Ende muss aber jeder selbst entscheiden und sich seine eigene Meinung bilden, nachdem man nicht blind alles aufsaugt (sowohl von Lego, als auch von z.B. HdS).

    Ansonsten habt alle n schönen Abend und gönnt euch n edlen Hubertus Tropfen 😉

    • Welche Fehler an den Produkten lassen sich denn nicht von der Hand weisen? Sind die ‚Fehler‘ am Ende vielleicht nur dem je persönlichen Geschmack geschuldet? Und selbst wenn ein Produkt eines Mitbewerbers besser sein sollte: hat LEGO dann zwangsläufig nen Fehler gemacht? Ich sehe das nicht so, und würde mich freuen, wenn dieses ‚LEGO‘ wird imemr schlechter, macht nur noch Fehler‘ entweder mit Fakten unterfüttert werden würde, oder einfach aus der Phrasendreschmaschine verschwände.

      • Am Beispiel des Ferrari: Die Löcher im Boden und den „weird flex“ könnte Lego mit einigen zusätzlichen Teilen entschärfen, die Straßen- statt der Rennversion käme mit weniger Aufklebern aus und beim Land Rover (auch ein Auto mit Lizenz von Lego) gab es für gleich viel Geld viel mehr Teile.

      • Der Ferrari hat viele Punkte, die mir präsentesten sind folgende:

        – Geländefahrwerk beim Sportwagen (reifen von Defender und auch die Bodenfreiheit von Geländewagen)
        – Instabilität in der Mitte
        – Eine bunte Mischung an Rottönen in der Karosse
        – Die Türen

        Dazu kommen noch sachen über die Mann diskutieren könnte, die man aber auch als systematisches Problem bei Lego sehen will oder nicht (hier allerdings auch etwas schlimmer als in anderen Sets):
        – sehr viele Aufkleber in diesen Set
        – durch die hier besonders löchrige Aussenhülle das Bunte innenleben
        – die blauen Technik Pins
        – in internen Lego Preisvergleich eher oben angesiedelt.
        – Beworbene funktionen existieren nicht (Heckklappe lässt sich nicht öffnen)

        Zum früher war alles besser, früher hätte man dem Ferrari per Hand lenken können und es gäbe mehr Technikfunktionen. Farbkonstanz war auch schonmal besser

        Klar kann man sagen, das Lego das genau so will und das alles keine Fehler sind. Man kann das aber trotzdem in Rezensionen erwähnen, da es doch relativ viele Leute stört.

        • Finde ich relativ schwer bei diesem Thema, da Lego ja gezielt ihre schlechte Produkte puscht. Der Ferrari entspricht ja nicht der Standard Lego qualität. Es wäre was anderes, wenn Lego dies bei allen Produkten in identischen Ausmass praktiziert.

          Stonewars deutet es leicht an, das es reaktionen auf Rezensionen in dem Medien war. Stefan sagt ja klar, das man nicht kritisieren kann da alles so wie geplant ist. (wobei die Produktbeschreibung von Lego doch anderes vermuten läßt)

          • Das Vorgehen von LEGO könnt ihr ja auch gerne diskutieren. Dein letzter Kommentar z.B. befasste sich aber zu 95% damit, warum der Ferrari Deiner Meinung nach ein schlechtes Produkt ist. Diese Diskussion gehört nicht unter diesen Artikel, bleibt bitte beim Thema.

            Edit: Das richtet sich natürlich genauso an alle anderen Kommentator*innen in diesem Thread. 🙂

          • @jens Herweg:

            „Welche Fehler an den Produkten lassen sich denn nicht von der Hand weisen? Sind die ‚Fehler‘ am Ende vielleicht nur dem je persönlichen Geschmack geschuldet?“

            Ich bezog mich darauf, der Ferrari wurde ja stark gepusht und ist meiner Meinung nach auch ein Produkt welches mit einigen Fehlern rausgebracht wurde.
            Es gibt ja einige lego kritische Reaktion, das gerade aber hier und nicht bei den anderen Sets die schlechten Bewertungen kamen ist für mich nicht grundlos. Das ist ein Set vor dem ich warnen würde, auch wenn ich das set selbst nicht besitze aber ich hab mich damit auseinandergesetzt.

            Da ich auch gekaufte sets nicht bewerte, würde ich das da erst recht nicht tun – kann aber miese Bewertungen auch als Warnung verstehen. Wenn ich bsp unhygenisches Verhalten in einen Restaurant von aussen bemerke, sage ich meinen Freunden geht da nicht hin (Bewertung in Kleinformat).

  18. Ok zusammenfassend: Lego kauft sich Bewertungen, um dem Kunden zu suggerieren, dass das Produkt besser ist als es der durchschnittliche „echte“ Kunde empfindet. Über kurz oder lang führt es nur dazu, dass Bewertungen grundsätzlich an Aussagekraft einbüssen. Das ist nicht nur bei Lego so, sondern auch bei Amazon oder anderen Anbietern. Dann werden wohl einfach mehr Leute HdS-Videos schauen, um sich über Produkte ehrlich zu informieren. Ob Lego das wirklich will 😉

    • Weder sind die (wie du sie nennst) gekauften Bewertungen toll, noch die nur durch gewisse Influencer entstandenen Review bombs.

      Und ehrliche Informationen bekommst du nur dann, wenn du das selbst in den Händen hältst. Alles was andere vorreden – im Guten wie im Schlechten – ist ja selbst niemals objektiv.

    • Nein, LEGO kauft sich die Bewertungen nicht, um irgendwas zu suggerieren, sondern um von einer randomisierten Gruppe ehrliche Erfahrungen zum Produkt zu bekommen.
      Du hast den Artikel entweder nicht richtig gelesen, oder nicht richtig verstanden.

      • Oder du glaubst an den Weihnachtsmann und den Osterhasen. Das Verhalten von Lego zum Kauf von Bewertungen ist ein ganz normales größerer Konzerne. Es gibt halt nur manche, die glauben, dass Lego das nette Familienunternehmen von nebenan ist, dass nur euer Bestes im Sinn hat (wobei das Letzte natürlich stimmt!). Ihr könnt euch ja mal bei den Bewertungen der ganzen zurecht hart kritisierten Reisevermittler anschauen. die kaufen gerade Unmengen Bewertungen, weil sie seit Monaten einem Dauershitstorm ausgesetzt sind. Lego macht das auch bei Produkten, die ganz offensichtlich (zumindest für den absoluten Großteil der Kunden) mies sind und dementsprechend kritisiert werden.

    • Zum einen scheinst du den Artikel nicht richtig verstanden zu haben, wie schon angedeutet. Zum Anderen sind viele der Influencer kommentare sehr subjektiv. Beispiel Farbseuche: Ja ich habe mich manchmal auch amüsiert über die Farben, wobei ich sie nie als Problem gesehen habe. Jetzt bau ich Ninjago Gardens und ehrlich, die Farben treiben mich zur Verzweiflung. Teilweise ist es wirklich schwer etwas auf der Anleitung zu erkennen, da es einheitliche Farben sind und meine Wohnung am Abend halt auch kein natürliches Licht bietet. Wenn es nun ein Einsteigerset oder gar eins an andere Zielgruppen wie Nintendofans ist, dann versteh ich warum es einfacher gemacht wird.

      Auch ist der HDS nicht neutral, wenn er die Sticker nicht anbringt. Kannst du als Zusachauer nicht selber entscheiden, ob das Set vielleicht besser mit Stickern aussieht? Bsp Ferrari, ein Rennauto hat nunmal leider Werbung. Da finde ich die HDS Videos nicht ehrlich und schlimmer noch, ihm geht es doch schon gar nicht mehr darum. Er sagt selber, er ist Entertainer und würde auch liebend gerne eher Leute in seinem 2. Kanal und Twitch haben, wo er nicht „testet“.
      Aber am ENde musst du eh selber entscheiden was du ehrlich findest und was nicht.

  19. Das gefällt mir wirklich nicht, und ich finde, dass das auch ein eher schlechtes Licht auf Lego wirft. Beispiel Vidiyo Beatbox: Das Podukt ist aus meiner Sicht einfach massiv zu teuer (bei anderen Produkten bin ich nicht so kritisch, bei den Modulars z.B. ist der Preis pro Stein ja sogar gefallen), außerdem funktioniert noch nicht einmal die App richtig (wie die Bewertungen im Playstore zeigen). Hier werden dann durch nicht gekennzeichnete Bewertungen ahnungslose Kunden dazu zu verleitet, das Produkt zu kaufen.
    Und Zitat tryit: „Um die Authentizität zu bewahren, werden alle Bewertungen, die durch dieses Programm gesammelt werden, gekennzeichnet, um den Erhalt eines kostenlosen Produkts zu signalisieren. Sie brauchen in Ihrer Bewertung nicht zu erwähnen, dass das Produkt kostenlos war.“
    Ich bin wirklich viel im Lego Onlineshop unterwegs, bin aber trotzdem noch nie darauf gekommen, dass man andere user anklicken und so ihr profil sehen kann. Wenn dieser Hinweis dann nur dort auftaucht, ist das für mich sicherlich nicht „offensichtlih gekennzeichnet“.

      • Ja absolut! Ich wollte euch auch überhaupt nicht kritisieren. Ich habe mich nur im Verlauf des Artikels (der übrigens mal wieder super geworden ist!) immer stärker über diese Art der Geschäftspraktik geärgert. Denn das alle, die diesen Blog lesen, keine Bewertungen brauchen, um das Set einschätzen zu können, ist klar – aber gerade bei Lego direkt kaufen doch auch all jene ein, die nicht besonders tief im Thema drinstecken – und sich dann von diesen Bewertungen täuschen lassen könnten. Vielen Dank also nochmals für eure umfangreiche Recherche, man sieht, wie viel Arbeit und Zeit da drinsteckt. Eurem Fazit stimme ich voll und ganz zu!

  20. Also ganz ehrlich, ich schau schon lange nicht mehr auf die Bewertungen im Onlineshop von Lego. Schlicht und ergreifend weil jeder eine Bewertung abgeben kann, egal ob er das Produkt besitzt oder nicht. Dafür lassen sich viel zu viele von Social Media Plattformen beeinflussen ohne sich eine eigene Meinung zu bilden.

    Daran dass ich die Bewertungen nicht beachte wird sich bei mir so oder so nix ändern solang eben nicht verifizierte Bewertungen eingeführt werden.

    • Und es gibt auch einige die dann, diese nicht eigene Meinung für „die Wahrheit“ halten und diese streuen, womit wir dann bei ToToMagnuś Kommentar wären und sich der Kreis schließt. Ich hoffe diese Leute haben nach dem Lockdown oder im Sommer wieder anderes zu tun…

  21. bei einem gewissen Youtuber knallen bereits die Korken, mit dieser Meldung lässt sich bestimmt ein Video machen das ganze viele Klicks generiert.

  22. Erstmal ein riesiges Dankeschön für den tollen Artikel. Wow da merkt man beim Lesen das dort richtig Arbeit drin steckt.
    Zu den Bewertungen. Also für mich sind Bewertungen bei Lego nicht sonderlich wichtig. Ich stecke in der Materie drin und mache mir selber ein eigenes Bild, was man durch Reviews im Netz auch noch erweitern kann.
    Ich sehe eher die mangelnde Transparenz von welchem „Typ“ ist die Bewertung abgegeben. Kommen die wenigen Sterne zusammen weil da jetzt ein Lego-Fan der sich auskennt und gezielt Dinge am Set kritisiert oder ist das jetzt „die Oma“ die für ihren Enkel das „schöne, tolle“ Set gekauft hat weil es so schön bunt ist und treibt so die Anzahl der Sterne nach oben?
    Außerdem lese ich wenn überhaupt nur kurz stichprobenartig die Bewertungen. Da nutze ich doch lieber die Zeit und lese einen Artikel z.B. bei stonewars.de. Die sind informativer.

  23. Bevor man Kommentare und Bewertungen positiv „verwässert“ sollte man einfach dazu stehen dass die Produkte nicht perfekt sind und die Kommentar/Bewertungsfunktion einfach komplett ausschalten. Aber dazu fehlt wohl leider die Einsicht.

    • Das sieht man doch schon, wenn man hier die Kommentare liest. Es ist wie in der Schule. Man gesteht Lego die Sicht eines Schülers zu, der gerade Probleme in der Schule hat. Entweder ist der böse böse YTer aus Frankfurt Schuld, oder die gemeinen Alternativhersteller oder die blöden Kunden, die sich nun abwenden, weil sie angeblich irgendeinem Messias nachlaufen. Alle anderen sind Schuld und machen Fehler. Auf sich selbst wird aber nicht geschaut und es werden keine Lehren gezogen. Das ist das Traurige an der aktuellen Entwicklung bei Lego.

    • Dir ist aber schon auch klar, dass es einen Unterschied gibt zwischen ehrlicher Kritik an einem nicht perfekten Produkt (was man absolut akzeptieren kann) und Review Bombing, bei dem Menschen (die es oft selbst gar nicht beurteilen können) bewusst und aus niederen Motiven versuchen, Review-Leser zu täuschen, indem sie ihnen vorgaukeln, dass ein Produkt schlechter ist als es ist, ja?

      • Die umgekehrte Seite sollte dabei nicht vergessen werden. Ein Ansetzen/Anheuern/nennt_es_wie_ihr_wollt einer Agentur/Firma, die sich auf Produkttesting spezialisiert hat, um positivere Wertungen für die eigenen Produkte zu generieren oder zu stark negative Bewertungen aufzupolieren, ist auch nichts weiter als ein Täuschen von Review-Lesern.

        Für einen Weltkonzern wie LEGO ist das aus meiner Sicht schäbig. Nötig hätten sie es jedenfalls nicht…

  24. Machen wir uns nichts vor – Alle Kundenbewertungssysteme haben Lücken und sind mit Vorsicht zu genießen.
    Wie schon Mr Meroh geschrieben hat, müsste Lego das Schreiben einer Bewertung an den wirklich kauf knüpfen.
    Fairerweise muss man sagen, dass das ganze System ohnehin nicht gerade großen Anklang findet – selbst sowas wie die Barracuda Bay kommt auf gerade 61 Bewertungen insgesamt, das Disneyschloß nur auf 21.
    Vielleicht sollte man sich fragen, ob die Bewertungen überhaupt zu irgendwas nutze sind.
    Teilweise steht da auch einfach Mist drin, wie bei der Bucht der Einwurf über die angebliche Geschichtsfälschung, weil es weibliche Piraten nicht gab (was nicht stimmt, aber hey man kann ja alles mal abladen wenn man mag)

  25. Danke für den klasse Artikel mit Hintergrundinformationen. War super interessant zu lesen.
    Auf die Bewertungen im Lego-Shop achte ich gar nicht, da weiß ich ja was ich will und bekomme (auch Dank Seiten wie diese).
    Bei den Amazon-Bewertungen lese ich nur Bewertungen mit 2-4 Sternen. Damit sortiert man die Wutbürger und Jubelperser aus und dann schaue ich auf die wirklich, für mich relevanten Kritikpunkte. Tauchen die Mehrfach auf -> Finger weg…

  26. Nur weil ein Vorgehen marktüblich ist, heißt es nicht, dass es es sich um sinnvolles oder wirklich durchdachtes Vorgehen handelt. Ich halt den Einkauf von Rezensionen für eine wirklich dumme Entscheidung. Gerade da es auch immer mehr kritische Nachfragen zu Amazonrezensionen etc. gibt. Hatte erst letztens bei einem Produkt einen Zettel beiliegen, dass ich den Kaufpreis bei einer fünf Sterne Bewertung erstattet bekommen. Selbst wenn es sich um ein halbwegs „seriöses“ Programm handelt, ist es letztlich doch eine gekaufte Bewertung der immer ein Makel anhaftet.

    Allein schon aus dem von euch genannten Grund, das man bei einer sonstigen Bewertung in der Regel auch immer den Kaufpreis im Hinterkopf hat. „Hier zeigt sich also mutmaßlich ein grundsätzliches Problem mit Bewertungen für kostenlose Produkte: Der Preis fließt offenbar weniger in die Bewertung mit ein und es wird eher die Qualität des Produkts an sich bewertet.“ Den Satz unterstütze ich voll und sehe daher auch immer Bewertungen anhand von Rezensionsexemplaren etwas kritischer.

    • Weshalb man es ja auch kennzeichnen sollte. Wenn ich das weiß, kann ich das absolut in meine Entscheidungsfindung einfließen lassen – aber eine Rezension mit Rezensionsexemplar ist deshalb ja nicht wertlos. Sie ist trotzdem informativ und zeigt mir oft genau die Aspekte auf, die mich interessieren. Ich muss nur das Fazit einzuordnen wissen, aber das ist ja kein Problem, denn ich kann ja selber denken.

      • Das ich Rezensionen aufgrund von Rezensionsexemplaren grundsätzlich wertlos halte, habe ich ja auch nicht geschrieben 😉
        Im Gegensatz zu Bewertungen die wie bei Lego zustandegekommen sind…

  27. Also wenn ich mir zu einem Produkt Bewertungen angucken will, dann mach ich das generell nicht auf der Seite des Herstellers. Egal ob das jetzt Lego oder was anderes ist. 🙂

  28. Ich achte selten auf die Kommentare bzw. Bewertungen bei einem Produkt.
    Getreu dem Motto:“Traue keiner Bewertung/KOmmentar, das du nicht selber gefälscht hast.“
    Das Bewertungen/Kommentare „gekauft“ werden ist nichts neues. Denn jedes große Unternehmen welches Produkte auf den Markt herausbringt (egal ob Spielsachen, Elektronik, etc.) besorgt sich sog. „incentivierte Bewerter“.
    Schließlich braucht ein Produkt, welches Neu auf de Markt eingeführt wird, positives Feedback, damit es von anderen gekauft wird.
    Ihr müsst mal im Nezt nach Produkten suchen, die erst noch veröffentlicht werden sollen. Einige von denen werden wahrscheinlich bereits positve Bewertungen haben.
    Ob Lego oder andere Großkonzerne, ist doch egal. Wenn Sie es unbedingt brauchen….

  29. Ich lese ja normalerweise auch Bewertungen wenn ich was kaufe, aber bei Lego mach ich das irgendwie nie (egal in welchem Shop ich kaufe), da schaue ich eher nach Reviews auf YouTube oder hier im Blog, daher ist mir das irgendwie auch egal bzw. Wundert mich nicht – ist doch heutzutage Standard das es „gekaufte“ Bewertungen gibt.

    • Aber auch ein Youtubereview kann durch ein zur Verfügung stellen beeinflusst werden. Oder gar Teilnehmer eines Ambassadorprogrammes sein.
      Wenn man das weiß, ist mMn alles in Butter… Transparent sollte es einfach sein.

  30. Erstmal Wow bravo 👍 Top Beitrag Hut ab.

    So halt ich es auch je mehr mich etwas interessiert oder je mehr es kostet umso größer ist mein Informations Bedarf im Vorfeld der Anschaffung.

    Wichtig dabei ist mir dabei eine breite Palette an Informationsquellen zu nutzen, haben diese in der Vergangenheit als gut erwiesen wird ihnen eine größere Bedeutung beigemessen.

    Bleiben wir als Beispiel bei der Waschmaschine. Da wird als erstes mein Bedarf ermittelt dann werden sowohl verschiedene Tests als auch verschiedene Rezensionen von verschiedenen Seiten verglichen.
    Sprich Stiftung Warentest, Internet Seiten, Amazon, Google und bestenfalls bekannte.

    Wobei auch Institutionen wie zb die Stiftung Warentest mit Vorsicht zu genießen ist. Z.b. Matratzen die schlechter bewertet werden weil keine Henkel an den seiten sind, für meinen bedarf unrelevantes Kriterium. Oder der Test der Akku Schrauber der auch fragwürdig war.

    Im Lego Kosmos nutze ich neben der Seite hier auch diverse Angebote, wobei ich eben Stonewars mehr Gewicht gebe als zb Amazon und Google Bewertungen. Doch selbst dort sollte man sich einige durchlesen dann bekommt man schon die richtigen Aussagen.

  31. Vielen Dank für den ausführlichen Artikel! Hatte das im Fall von Lego gar nicht auf dem Schirm (hab die meisten Sets im freien Handel gekauft).

    Ich persönlich sehe es durchaus so, dass die Bewertungen schon tendenziell positiver ausfallen werden, als Bewertungen von Käufern. Kostenlos was zugeschickt bekommen führt meist dazu, außerdem haben die Testfirmen definitiv ein Interesse daran, dass ihre Bewertungen meist positiv sind – sonst würden Lego oder andere Firmen da nicht reininvestieren (zumindest langfristig). Gerade dadurch ist eine eindeutige Kennzeichnung absolut essentiell – und nicht nur mit Wörtern wie „incentivierten Bewertung“ – ich zumindest kannte das Wort im Vorfall nicht. Es sollte klar & idealerweise farblich markiert sein, wenn es solche Bewertungen gibt. Toll wäre dabei, wenn man diese einfach ausfiltern und damit ignorieren kann.

    Das Verteidigen von Lego, weil einige dort ihren Quark hinterlassen haben (aka nie in den Fingern gehabt + trotzdem ne Produktbewertung da lassen) und Lego „gegensteuern“ müsste – wie von einigen hier in den Kommentaren vertreten sehe ich sehr kritisch. Lego stehen einige völlig legitime Maßnahmen zur Verfügung, wie z.B. Review nur nach Kauf zur Verfügung. Ginge ja auch easy: Einfach nen Link ne Woche nach der Bestellung/Bezahlung zuschicken, dort kann man es dann bewerten. Oder nur wenn man eingeloggt ist & dann halt die eigenen Käufe bewerten. Aber selbst organisierte Bewertungen als Ausgleich für negative Bewertungen? Nope, nicht gut.

  32. Verstehe das Konzept von Bewertungen auf der Seite des Herstellers nicht wirklich und ich sehe das bei jedem Hersteller der das macht als eine Art schlechten Witz.
    Wer glaubt denn ernsthaft das ein Unternehmen seine eigenen Produkte im eigenen Shop mit schlechten Bewertungen zeigt. Wenn man die eigene Hoheit über alle Inhalte hat warum sollte man das machen?
    Man muss Lego ja geradezu positiv hervorheben, dass sie wenigstens so ehrlich sind und die negativen stehen lassen statt sie direkt zu löschen.
    Interessanter fände ich da schon eher wo die ganzen gefälschten Amazon Bewertungen genau herkommen. Ist mir gestern erst wieder aufgefallen, dass der Transporter der Ritter von Ren da 4,5 Sterne hat. Das Ding kann man nicht mal gratis mit 5 Sternen bewerteten wenn man das Wort bewerten auch nur nen tick ernst nimmt.

    • Wenn du in deinen eigenen Shop ein bewertungssystem hast, und dies manipulierst machst du dich Strafbar.
      Also wenn du schlechte Bewertungen löscht (ohne gute Gründe), oder nicht in dem Schnitt einrechnest hast du ein Problem.

      Eine ehrliche Bewertung zeigt auch selbstvertrauen in die eigene Qualität, und in idealfall ist es teil einer Feedbackschleife die die Qualität steigert.

  33. Entschuldigt meine Entgleisung oben am Thema vorbei.

    Ein Bewertungstool ist und bleibt ein spitzen Instrument um besser zu werden.
    Natürlich ein Henne-Ei-Problem ob eine zur Verfügungstellung positiv eingeht.
    Für mich bleibt: Eine Rezension ist und bleibt eine Möglichkeit besser zu werden.
    Wenn ich lese das Teil biegt sich durch, oder es bleibt selbstständig stehen, dann sind das Informationen, die ich im vorhinein einfach nicht wissen kann und mich vor Überraschungen schützen.
    Ich lese solche Bewertungen mit einer gewissen Distanz und achte auf den Wortlaut. Dann sieht man schnell wer wie was damit gemacht hat.

  34. Eure Forderungen kann ich gut nachvollziehen. Vip Punkte gegen sinnvolle und echte Bewertungen ist eine gute Idee.

    Andererseits gebe ich inzwischen allgemein nicht mehr so viel auf Bewertungen. Viele sind zu gut und andere wiederum tendenziös schlecht. Und bei Amazon gibt es immernoch Leute die Artikel schlecht bewerten, weil die Lieferung einen Tag zu spät kommt.

  35. Ich nutze die Bewertungssysteme der meisten Online-Shops überhaupt nicht. Seiten wie Thalia, MediaMarkt oder eben der Lego-Shop haben chronisch zu wenige Bewertungen, um aussagekräftig zu sein. Ausnahmsweise lese ich deshalb höchstens mal bei Amazon Bewertungen durch, wobei mir der Text und die Produktbilder der Kunden wichtiger sind als die Sterne. Und selbstverständlich suche ich dabei eher nach Kritikpunkten als nach Lobhudeleien: Die Pros eines Produkts macht mir schon die Produktbeschreibung klar. Für die Cons muss ich in die Bewertungen gucken. (Natürlich hat Amazons Bewertungssystem auch viele Nachteile – etwa wenn DVD-Versionen o.ä. zusammengeworfen werden, ich mich aber nur für einen speziellen Cut interessiere).

    Bei Lego sind mir die Fachreviews wichtiger. Wenn ich mich für ein Produkt interessiere, dann lese oder schaue ich die entsprechenden Kanäle und bilde mir kritisch selbst eine Meinung. Mit der Zeit weiß man schon, wie die entsprechenden Rezensenten ticken (der Held auf der sehr kritischen Seite; Brickstory eher aus der Fanperspektive; Klemmbausteinlyrik und StoneWars sehr ausgewogen und fair).

    Zum Abschluss noch einen kleinen Gedanken: Wenn Lego für verifizierte Käufe VIP-Punkte verteilen würde, dann wären diese Rezensionen doch auf inzentiviert, oder nicht? Schließlich sind VIP-Punkte geldwerte Vorteile. Ggf. könnte man also gar nicht mehr unterscheiden zwischen Auftragsbewertungen und unabhängigen Bewertungen.

    • Wenn die Anzahl der VIP-Punkte nicht von der Bewertung abhängt, dann „kauft“ sich Lego nur, daß es mehr Bewertungen gibt. Die müssen nicht automatisch gut ausfallen. Allerdings bedeutet ein verifizierter Kauf, daß ich es gekauft habe 😉
      Wenn mich zu viele Dinge stören, dann mache ich das aber nicht. Man kann zwar nachträglich vieles verbessern, aber erst das teure Set kaufen und danach noch mehr Geld ausgeben? Das mache ich lieber bei Sets, die ich von Anfang an nicht schlecht finde.

  36. Super Artikel.
    Ich für mich empfinde alle „gekauften“ bzw. durch angeworbene „Tester“ erstellte Rezessionen als Betrug. Ich lege Wert auf meine Formulierung: „Ich empfinde…“
    Und ganz ehrlich: Ich lese aus diesem Grund nur die Ein-und Zweistern- Bewertungen. Wenn Sich da eine Meinung manifestiert, und der angesprochene Punkt für mich Relevanz hat, dann kaufe ich das Produkt nicht. Egal ob Waschmaschine oder Lego-Ferrari und egal ob Amazon oder sonst ein Shop.

    • Und ich lese bei Amazon bevorzugt Bewertungen zwischen 2 und 4 Sternen. 1 Stern ist idr „Benutzer zu dumm für Produkt“ und 5 Sterne sind die Jubelperser.

  37. Man sollte statt eines Bewertungssystems mit Zahlen/Sternen nur eine Art Möglichkeit zur Eingabe eines Textes bzw. einer Meinung bereitstellen, die wiederum von anderen Besuchern als hilfreich oder nicht gekennzeichnet werden kann. So kann man sich schnell durch Überfliegen der hilfreichesten Beiträge einen Überblick über die Meinung der anderen zum Produkt verschaffen.

  38. Nun ja… Wo soll man anfangen? Zum einen erinnert mich das an die in Verbrauchermagazinen immer wieder durchgekauten „gekauften Bewertungen“ und der Wind darum. Alles ganz schlimm, weil es ja aus der Mode gekommen ist, das eigene Gehirn einzusetzen und sowas kritisch zu hinterfragen. 😛 Andereseits frage ich mich, ob’s LEGO wirklich nötig hat. Irgendwie passt das gerade neben den diversen Rechtsstreitigkeiten in das Bild von einem Konzern, der trotz Marktführerschaft überall nur Verschwörung sieht und dabei irgendwie maximal ungeschickt seine selbstverschuldeten Baustellen beackert. Man kann deswegen auch diese Sache eigentlich nicht richtig ernst nehmen und der Manipulationsversuch ist ja dank der plumpen Machart auch aufgeflogen. Bedauerlich an der Sache ist allerdings, dass eben dann doch genug Mütter, Väter, Omas, Opas usw., die ihrem Stöpsel mal ein Geburtstagsgeschenk kaufen wollen, drauf reinfallen werden und sich dann vielleicht ärgern, für teures Geld ein mittelmäßiges Produkt gekauft zu haben…

    • Mylenium = im eigenen Onlineshop sind Bewertungen fast egal – zumal nur der Versuch (ob Legos eigene Idee sei dahingestellt) diese Positiv zu beeinflussen. Es sollte lieber Lego zugerechnet werden, das die KEINE Bewertung entfernt haben von den 1 Sterne Lego ist doof Bewertungen .
      „dass eben dann doch genug Mütter, Väter, Omas, Opas usw., die ihrem Stöpsel mal ein Geburtstagsgeschenk kaufen wollen“ Die Kaufen bei Otto , Mytoy´s Amazon – aber nicht bei Lego direkt .

      • Das entfernen wäre rechtlich problematisch, der eher versteckte hinweis allerdings auch.
        Du landest durchaus auch bei Lego, wenn dir dein Sohn einen geburtstag wunsch äussert tippen das nicht wenige direkt in Google ein und dort ist der Lego shop recht weit oben.

        • Chris = Leider bei beiden NEIN – Im Onlineshop können die tun und lassen, was die wollen auch Bewertungen entfernen, das gilt für jede Internetseite, auch Stonewars oder Youtube .
          Amazon ist das Google für Käufe, auch wen Sie bei Google Lego eingeben, kommen Sie zu 99 % auf Amazon oder Otto ( Mytoys ) oder, oder – aber nicht auf Lego .

          • Nein eine Manipulation des Bewertungssystems ist nicht erlaubt, was sie machen dürften wären „Meinungen“ von zufriedenen Kunden als empfehlungen oder ähnliches anzuzeigen.
            Also negative löschen, positive Erfinden oder dem Algorithmus so verändern das gute Bewertungen höher in dem Schnitt einfliessen ist nicht erlaubt.
            Du darfst halt keine sachen erfinden zum Bewerben, eigentlich recht verständlich und die bewertungen sind erfunden sobald du sie manipulierst aber behauptest sie sind representativ von unseren Kunden eingestellt.
            Ich bin darübervorgestern bei Strg+F gestolpert:
            https://www.youtube.com/watch?v=6E0jwYRwrD4#t15m48s

  39. Ich gebe mal einen Tipp für Amazon Top Bewertung heißt Ranking nach oben, oben stehen heißt verkaufen, KEIN Produkt was Top bewertet ist, hat wirklich echte Bewertungen erhalten.
    Kennt doch der eine oder andere bei Amazon: Wen Sie dieses Produkt positiv Bewerten erhalten Sie 50 % des Kaufpreises zurück oder gar 100 % – das ganze machen die mit den ersten 50 oder 50 Verkäufen und schon läuft das von selbst bei Amazon oder eBay.
    Nun glaube ich aber nicht das Lego, die schon schwerfällig sind, das bei Ihrem Shop das selber machen, Bazaarvoice wird den schon schön verkauft haben und managt das selber – ohne das Lego wirklich bewusst ist, was da läuft. Bei Amazon macht das Amazon selber, da hat Lego gar nix mit zu tun.

    • Warum glauben eigentlich so viele das bei Lego nur ahnungslose und naive Mitarbeiter rumlaufen? Das sind Profis genauso wie in allen anderen Konzernen auch.

      Zu Amazon. Da hätte ich gerne mal Beweise. Das Amazon Bashing nervt mich genauso wie bei Lego. Amazon ist ein Konzern und macht was ein Konzern so macht. Ist dabei aber im Regelfall extrem Kundenorientiert und Kundenfreundlich. Glaubt wirklich einer das die Arbeitsbedingungen bei Metro, Aldi und Lidl besser sind?

  40. Hmm, ich finde es generell schwierig Produkte zu bewerten, ich selbst lese auch sehr selten Produktbewertungen. In der Regel kennt man das Produkt oder den Hersteller von dem man kaufen möchte. Bei Ebay z.B. steht ganz klar in den Richtlinien das man mit seiner Bewertung NICHT das Produkt bewertet sondern die Kommunikation mit dem Verkäufer, dazu zählt auch der Versand aber niemals das Produkt an sich. Das Problem bei Produktbewertungen ist doch das jeder nach seinen Bedürfnissen bewertet und was jemand anderes schrecklich findet kann ja für mich super toll sein.

  41. Noch was Vergessen, ich habe mir die 5 Sterne Bewertungen mal einen Teil durchgelesen, die sind aufwendig geschrieben und man findet kein Muster anhand er von Textbausteinen – ein Großteil würde ich somit als echt ansehen, wen Leute kostenfreie Exemplare bekommen und die Positiv Bewerten kann Lego aber nix dafür – die Leute sind das Problem, weil Sie Angst haben, keine weiteren Produkte zu bekommen und somit ist es sehr schwer, wirkliche echte Rezessionen zu bekommen – auch Lego möchte echte Bewertungen, wäre schön, wen Stonwars das erst einmal auch Annehmen würde .

    • Lego setzt die aber sehr gezielt ein, und in Vergleich zu amazon auch zur Bewertungsmanipulation. Vine tester werden nicht zu hunderten auf ein mieses Produkt losgelassen, die haben max bei wenig Bewertungen einen Einfluss. Das einige China händler ähnlich wie Lego arbeiten, ist nicht so gerne gesehen und wird teilweise auch korrigiert.

  42. Danke mal wieder für einen sehr gut recherchierten und interessanten Artikel.

    Mir ist schon lange vor dem Ferrari aufgefallen, dass viele Bewertungen in LEGO’s Onlineshop, gelinde gesagt, merkwürdig sind.
    Es wundert daher nicht dass, wie u.a. durch euren Artikel bewiesen, viele Bewertungen einfach „gekauft“ sind. Das grenzt für mich persönlich an Betrug, ist aber mit Sicherheit wirklich peinlich für LEGO, auch wenn es rechtlich wohl legal sein mag.

    Das Einzige was ich LEGO hier zu Gute halten würde ist, dass sie die „gekauften“ Bewertungen scheinbar meistens „nur“ als Reaktion auf sehr, sehr schlecht bewertete Produkte (Z.B Straßenplatten, Vidyo, Ferrari) einsetzen.

    Dann gibt es aber auch Beispiele, wo diese „Bewertung mit Inzentive“ quasi proaktiv eingesetzt werden, siehe das Feuerwehrauto 60280.
    Das durchschnittliche City Set hat ca. 3-4 Bewertungen, das einfache Feuerwehrauto hat hingegen erstaunliche 42 Bewertungen mit einem Schnitt von 4,9.

    Das sind jedenfalls sehr fragwürdige Methoden für mich.

  43. Also mal ehrlich: Natürlich sind das gekaufte Bewertungen! Der Ferrari kostet 180,- Euro. Wenn ich den geschenkt bekommen schreibe ich denen auch 10min einen Top-Bewertung. Super Stundenlohn. Mir können die alle Produkte gratis zusenden – bekommen dann zu allen eine Top Bewertung. Letztendlich ist der Preis schon sehr entscheidend. Ob der Ferrari 10,- Euro oder 180,- Euro macht schon einen großen Unterschied aus.
    Übrigens nervt der Mist bei Amazon mich auch auf. Dort wird dann jeder Schrott positiv Bewertet. Meiner Meinung sollte dies gänzlich untersagt werden.

  44. Die internationalen Unterschiede sagen wohl eher „meckern ist deutsch“ 🙂
    Gerade der Ferrari kommt sogar in deutschsprachigen Incentive-Bewertungen schlechter weg als bei den „normalen“ in anderen Sprachen. Und diese 4,32 sind übrigens auch der Durchschnitt aller normalen nicht-deutschen Bewertungen (während kein einziger der geprüften Artikel auf deutsch über 4 kommt…).

  45. Mein Senf ist ja bekanntlich der schmackhafteste, deshalb:
    Ja, die Incentive-Bewertungen müssen einfach besser gekennzeichnet werden.
    Grundsätzlich spiegeln sie aber besser die Ansichten eines Käufers wieder, der nicht Hardcore-AFOL ist und deshalb möglicherweise auch geringere oder einfach andere Anforderungen an das Produkt stellt. Bezüglich kostenloser Exemplare: Wenn ich Geld für etwas ausgebe liegt mir doch viel mehr daran, dass Set zu mögen, sonst müsste ich mir nämlich einen Fehlkauf eingestehen.

    Das Review-Bombing macht die Rezensionen ebenso wertlos, kombiniert mit der häufig sehr geringen Anzahl an Bewertungen wird sich die Oma bei der Geschenksuche wohl fragen, was denn eine Farbseuche ist und wieso dadurch das ganze Set doof ist 😀

    Ich persönlich würde tatsächlich eigentlich nie 1 Stern für ein Set geben, denn LEGO Sets haben einfach eine gewisse Grundqualität. Den Ferrari finde ich zwar sehr schwach, aber noch lange nicht scheiße. Vor allem kaufe ich ja auch nur Sets, die mich ansprechen, überrascht werde ich beim Öffnen der Box daher nur sehr selten und dann meistens eher positiv.

    • Der war tatsächlich recht schmackhaft (auch wenn er nicht an den „Scharfen“ von Esina heranreicht). Besonders der erste Absatz ist ein etwas neuer aber nicht uninteressanter Geschmack, der auch gut mit dem dritten Absatz harmoniert.

      • Esina und die gute Weikau aus Verl… 😉
        Nur Düsseldorfer Senf ist echter Senf! Da kommt auch der Bautzner nicht ran, auch wenn die beiden zu den Münchnern gehören… So, jetzt mal im Ernst 😉

        Die Betrachtungsweise von Gerrit hat echt einen guten Aspekt. Nur glaube ich bei Incentive-Bewertungen nicht an eine Unabhängigkeit der Aussagen, leider… zu viele Negativbeispiele.
        Da würde ich eher zu Leuten gehen, die das professionell und gut strukturiert aufgebaut (als Beruf) machen, mit entsprechender Glaubwürdigkeit – aber das ist schon eher Richtung echte Review und nicht mit einer kurzen Bewertung zu vergleichen.

        • Was bei Lego noch dazu kommt, wenn ich kein Geld für die Bewertung und wie hier kein Ausführlichkeit verlangt wird. Habe ich bock 4 Stunden + ein Legoset zu basteln was mir keinen Spaß macht?
          Ist ja durchaus was anderes als wenn ich eine Geldbörse für so eine Bewertung bekomme, da kann ich einen Urteil nach ein-zwei Minute abgeben. Wenn ich ernsthaft bewerte, vielleicht 10-15 Minuten dann kann ich was zu dem Nähten etc schreiben.

  46. Leicht off-topic,
    aber die geilsten Posts sind bei Amazon, die Beantwortung der Fragen anderer Kunden.
    F:“Kann das Ding schwimmen?“ (Ich habe keine Lust das selbst herauszufinden.)
    A:“Das kann ich leider nicht sagen, da ich der Produckt verschenkt haeb.“

    Da sollte man ein Buch zu schreiben. Der schlimmste Content ever, dafür Bytes im Netz zu versenden sollte als Umweltverschwendung geahndet werden.

      • Moin!

        Zunächst vielen Dank für die Mühe, so einen ausführlichen und gut lesbaren Artikel zu schreiben. Ich habe ihn wirklich komplett durchgelesen und bin überrascht, dass ihr objektiv geblieben seid. Müsst ihr ja nicht, ist ja eher ein Lego-Fang-Blog.

        Dann zu euren Fragen:

        Nein, ich lese mir keine Rezensionen vor dem Kauf von Lego-Produkten durch. Da ich meist zielgerichtet kaufe und sehr preissensibel bin, ist das für mich nicht nötig.
        Lego bewerte ich einzig anhand des Themas/Designs und der Teileanzahl im Verhältnis zum Kaufpreis. Gut, Funktionen sind auch immer sehr gerne gesehen und werden von mir dann auch ausgiebig gelobt 😉

        Was Bewertungen und Rezensionen angeht, lese ich nur die zwischen 3-4 Sternen, 1-,2- und 5-Sterne-Bewertungen werden ignoriert.

        Generell finde ich Bewertungsmöglichkeiten und das Verfassen von ehrlichen Rezensionen aber sehr gut. Gerade bei Elektrogeräten oder Musikinstrumenten.

        Die Bewertungen bei Lego wären auch sinnvoll, wenn sie wirklich an den vorherigen Kauf des Produktes gekoppelt wären. Eben per QR-Code auf der Verpackung, wie einige Leser schon erwähnten. Klar, die Packungen kann man auch im Laden scannen, ohne sie zu kaufen, wenn man etwas bestimmtes im Sinn hat. Aber es wäre schon ein verbessertes System.

        Prinzipiell finde ich es einfach nicht gut, dass sich das Unternehmen Lego da so mitziehen lässt, was die Shitstorms gegen einige ihrer Produkte angeht. Das Unternehmen sollte darüber stehen und nicht einfach gekaufte Bewertungen nutzen. Das ist schon etwas peinlich^^
        Wenn die 1-Stern-Bewertungen ungerechtfertigt sind, dann sollten sie die nicht auf den Shop-Seiten stehen lassen, sondern löschen. Und ein personalisiertes Bewertungssystem einführen. Dann wird jede Rezension – egal ob 1-5 Sterne – davon veröffentlicht und der Käufer erhäl ein paar VIP-Punkte für seine eingesetzte Zeit.

    • Liegt aber an Amazon. Der Käufer bekommt eine Nachricht mit einer Frage, die er in der Mail beantworten kann. Unbedarfte Nutzer denken es kommt von Amayon direkt und antworten und erscheinen dann in dem Bereich. Da muss Amazon einfach bessere Mails schicken.

    • Oh Gott ja hab neulich was gesucht und auf die Frage bei ob mit einer Küchenmaschine Knödelbrot geschnitten werden kann. Waren 3 von 4 Antworten „ich weiß nicht was Knödelbrot ist, aber… „😳

      ja dann schreib doch einfach nichts

      • Das gleiche Phänomen kennt man auch von Formular-Auswertungen: Da wird auch in jedes Feld krampfhaft irgendetwas reingeschrieben, auch wenn man schon vorher den ganzen Block gestrichen hat…

  47. Danke an euch für diese journalistisch schön ausgearbeiteten Hintergrund-Artikel!

    Ich finde es schade, dass Lego direkt Incentive verwendet anstatt erstmal die anderssprachigen Bewertungen einfach zu übersetzen und zu kennzeichnen.

    Ich bin gespannt wie es weiter geht. Es würde mich nicht überraschen, wenn Lego den eigenen Online Shop weiter in den Vordergrund rücken will. Da wären eigene unbeeinflusste Bewertungen hilfreich. In den Kommentaren hier finden sich auch sehr viele gute Vorschläge. Da der Lego Online Shop aber den Eindruck macht, mit der heißen Nadel gestrickt zu sein, wird es aber wohl eher ein harter Weg werden

  48. Also wenn mir Lego einen Ferrari schenkt, bekommen die auch von mir 5 Sterne.

    Aber mal im Ernst, es ist richtig traurig, dass Lego sowas nötig hat. Anstatt mit Top Produkten glänzt der selbst ernannte Premiumhersteller in letzter Zeit mit negativen Schlagzeilen.

    Konkurrenz belebt nun mal bekanntlich das Geschäft, also müsste ich als Hersteller (egal für was) doch mal überlegen, wie ich meine Produktpalette wieder aufbessere, um für meine Kunden wieder attraktiver zu werden. Vorschläge aus der Community gibt’s ja genug. Stattdessen werden Container beschlagnahmt bzw. am Zoll zurück gehalten und jetzt auch noch positive Bewertung erkauft. Was kommt als nächstes? Ach ich will’s eigentlich gar nicht wissen.

  49. Auf der letzten Seite bei (fast?) jeder Bauanleitung wird ja die Möglichkeit angeboten, Feedback zum gekauften Produkt abzugeben ( unter: LEGO.com/productfeedback ). Keine Ahnung, ob das von Euch jemand schonmal gemacht hat und/oder ob LEGO das mit der Produktbewertung im Online-Shop verknüpfen kann.

  50. Ich finde Lego Produkte toll, aber das was da marketingmäßig und auf rechtlicher Ebene abgeht find ich nicht gut. Erst vor Kurzem hat Lego in einer Pressemitteilung betont: „Am wichtigsten ist für uns, dass Konsumenten nicht fehlgeleitet werden.“ Das bezieht sich zwar auf ihre Qualitätstandards aber man merkt schon dass solche Floskeln immer so zurechtgebogen werden wie es gerade passt(auch beim Thema Fairplay). Dass man incentivierte Bewertunge nicht sofort erkennen kann, ist für mich Verbrauchertäuschung und das Argument dass das alle anderen auch machen, zählt für mich nicht. Ich habe das Gefühl dass Lego einfach nicht mit Kritik umgehen kann und anstatt ein fehlgeschlagenes Produkt still und mit Würde aus dem Sortiment zu ziehen wird knallhart draufgehalten weil schon so viel Geld für Entwicklung/Marketing und Lizenzen dranhängt. Ich will gar nicht wissen wie hart Vidiyo floppen wird, wenn selbst Youtuber, die Rezensionsexemplare zugeschickt bekommen haben, bis auf die Minifiguren und den bedruckten Fließen nix positives dazu sagen können. Trotzdem wird ohne Ende Geld in die Promotion dafür rausgeballert(Musikvideo mit Ne-Yo, Collab mit HRVY and Sophie Ellis-Bextor, Lebengroße VIDIYO BeatBoxen). Wenn man solche Rekordgewinne wie Lego fährt kann man sich solche Promotions und „gekaufte“ Bewertungen natürlich mal leisten, es macht aber weder das Produkt besser, noch das Unternehmen sympathischer. Um wieder auf den Punkt zu kommen: Incentivierten Bewertungen finde ich keine gute Lösung umd schlechte Bewertungen abzufedern, die Idee mit den verifizierten Käufen find ich aber gut, das würde zumindest die ganzen Troll-Kommentare vorbeugen, die das Produkt gar nicht besitzen.

  51. Für die guten Bewertungen darf Bazaarvoice wahrscheinlich das Bild, das doch sehr stark an den Kopf einer Lego-Minifigur erinnert auf ihren Seiten belassen, ohne gleich von Lego verklagt zu werden. 🙂

    Spaß beiseite, Lego schiesst sich mit der Aktion doch selber ins Bein. Die gekauften Bewertungen haben reichlich Qualitätsmängel.

    Da gibt es offensichtliche Diskrepanzen zwischen Bewertungen und Kommentaren, oder würde jemand allen Ernstes, der eine 2-Sterne-Bewertung abgibt, das Produkt seinen Freunden empfehlen und einen Kommentar wie (Zitat): „This fire lego truck set is so cool. Your child will definitely enjoy it. I will say it’s for an experienced child who is good with building Legos or they will need help with an adult . Once it’s built, enjoy !“ verfassen?

    Viele der eingekauften, in deutscher Sprache abgefassten Kommentare sind ganz offensichtlich nicht von einem Muttersprachler erstellt worden. Es ist wirklich nichts dagegen einzuwenden, wenn jemand nicht in seiner Muttersprache kommentiert und daher Fehler macht, aber es sind hier einfach auffällig viele. Da sind zu offensichtlich irgendwo im nicht Deutsch sprechenden Ausland viele Bewertungen eingekauft worden. Den Lego-Online-Shop gibt es in so vielen Ländern, so dass der überwiegende Teil der Menschheit in einem Shop der eigenen Muttersprache kommentieren kann. Die Menge passt einfach nicht zum deutschsprachigen Lego-Shop. Zitate: „Das Set ist ausgerufen mit einer Altersangabe von 18+“, „Schritt für Schritt und man hat am Ende einen großes Ferrari!“, „Ich stelle ihn als Ausstellung Sportwagen in meinem Schrank.“

    Beim Ferrari wird oft in den gekauften Kommentaren explizit die Anleitung und die Verpackung gelobt, was ja nicht einmal falsch ist, eben nur auffällig. Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird auch häufig als fair bezeichnet. Selbst die Sticker werden häufig erwähnt. Sie kommen nicht immer aber auffällig oft gut weg, wo diese doch selbst von Hardcore-Fans bei den hochpreisigen Modellen immer wieder als Ärgernis bezeichnet werden.

    An dem Satz wie (Zitat): „Kurios: In der sehr hochwertig gestalteten Verpackung finden sich zwei DIN A4 – Seiten mit Aufklebern, welche man nach und nach auf das Auto anbringen muss.“ erkennt man, das der Verfasser zuvor niemals etwas mit Lego-Produkten zu tun hatte, sonst wäre er bestimmt über Aufkleber nicht so überrascht gewesen. Das passt irgendwie nicht zu seinem Lob (Zitat): „Die Qualität der Verarbeitung der Bauteile war wie von Lego gewohnt sehr gut. Es gab keine Farbunterschiede oder sonstige Probleme.“ Das sieht irgendwie so aus, als ob er eine Liste mit Stichworten bekommen hat, die er alle in seinen Kommentar unterbringen sollte, ohne dass er wusste, über was er schreibt.

    Die folgenden Sätze (Zitat): „Auch über die Qualität der Sticker kann man sich nicht beklagen. Immerhin lassen Sie sich auch nach mehrmaligem Abziehen und Neusetzen problemlos wieder aufkleben und halten bombenfest“ klingen auch vorgegeben, ohne, dass der Autor weiß, was er schreibt. Erfahrungsgemäß lassen sich Lego-Aufkleber nicht mehrfach zerstörungsfrei abziehen, eben weil sie „bombenfest“ halten.

    Meiner Meinung nach sollte Lego es sein lassen, Bewertungen aufzuhübschen. Das passt einfach nicht zu dem Qualitätsversprechen von Lego und sieht eher danach aus, als ob man selbst davon nicht überzeugt ist. Das was Lego an Bewertungen „eingekauft“ hat sieht doch sehr stark gekünstelt aus. Für meinen Teil schaue ich eher auf die niedrigen Bewertungen und Kritiken und versuche nachzuvollziehen, ob diese berechtigt und für mich relevant sind.

    • Zu Diskrepanz zwischen Text und Sternen (allerdings in die entgegengesetzte Richtung) habe ich in einem Artikel zu diesem Thema die Anekdote gelesen, daß eine Bewertungsagentur nur volle Punktzahl sehen wollte und der Bewerter keine Lust auf langwierige Diskussionen hatte. Also hat er fünf Sterne gegeben und darunter seine Kritik gepostet.

  52. Für den Artikel kann man schon mal 5 Sterne vergeben.

    Eine Mischung aus Schmunzeln und Schreien ergab sich bei mir als Reaktion auf eine Bewertung des LEGO City Autotransporters, in welcher dieser zunichtegeschrieben wurde, da er zum neuen Straßensystem nicht kompatibel sei. Die Wertung – zum Vergessen. Satzzeichen hält die werte bewertende Person für Rudeltiere und nutzt das beliebte „Sorry“ aus dem eBay-Kleinanzeigen-Wörterbuch für RTL2-Zuschauer exakt so peinlich-selbstgefällig, wie man es erwartet. Darüber hinaus scheint mir dieses Bewertungssystem mit dem Like-Dislike-System von YouTube verwechselt zu werden, Bewertungen mit 2, 3 oder 4 Sternen haben erschreckend abgenommen. (Hierbei bietet es sich im Übrigen an, „Das Internet muss weg“ von Schlecky Silberstein zu lesen.)

    Alles, was LEGO seit einiger Zeit schlechte PR bringt, mag man unsympathisch finden. Vielleicht sogar in Ansätzen kritikwürdig. Aber wirkliches Fehlverhalten ist für mich bei dieser Firma nicht zu erkennen. Sie können sich gerne in den Schutz ihrer Marken knien, und das, was sie hier betreiben, ist so unglücklich wie verständlich, meiner Meinung nach.

  53. Ihr könnt ja auch mal alle bei Inst kucken da geht das Spiel von Lego auch. Habe mal eine schlechte Bewertung unter das Bild vom Ferrari geschrieben. Es hat keine Stunde gedauert da wahr meine Bewertung weck und 20 sehr positive neu. Und das geht seit Monaten so. Lego kann es nicht zugeben wenn sie schlechte Produkte haben.

  54. Würde die Kommentarfunktion umbauen, jeder der bei Lego bestellt und seine Lieferung eine Woche hat, bekommt automatisch eine E-Mail. Dann kann derjenige seine Erfahrung in einer Rezession verfassen oder nicht. Das wäre dann auch Objektiv, das jemand ein Kommentar verfassen kann, ohne überhaupt das Produkt zu besitzen, finde ich schon Seltsam. Gerade Heutzutage wo man allzu leicht Anonym hetzen kann. Über die Qualität und Preispolitik bei manchen Modellen kann man diskutieren, denke auch muss man. Aber auf einen Niveau das man sich anschließend noch ins Gesicht schauen könnte.

  55. Lego sollte hier ganz klar Bewertungen von Leuten die etwas nur schlecht reden möchten ohne Argumente zu liefern entfernen. Für ordentliche Transparenz wäre es demnach am besten das diese ausgegraut werden um dann mit einem Vermerkt „nicht objektiv“ oder ähnliches markiert zu sein.
    Sprich Lego sollte hier einfach moderieren. Oder eine melden Möglichkeit anderer User anbieten, ab 10 negativen Meldungen kommt ein Mod sieht sich es an und löscht diese evtl. das wäre demnach einfach mal fair allen Seiten gegenüber, aber ja sowas kostet ja mal wieder Geld und Anstatt man das Geld in sowas investiert bezahlt man direkt oder indirekt eben Leute die mit Lego gar nichts am Hut haben und erkauft sich eine positive Bewertung. Sowas geht gar nicht.
    Youtube beeinflusste Bewertungen hin oder her. Damit lässt man sich auf das gleiche Niveau herunter und dann hat man doch schon direkt verloren. Dazu das man dies nicht direkt sondern nur über Umwege als solche erkennen kann, nicht gerade vertrauenserweckend.

  56. Ich finde es schwierig auf Lego eine Rezension zu verfassen im Vergleich zu Amazon. Ich hab mir mal die Mühe gemacht, sogar mit 5 Sternen für ein Set das ich echt mochte und nen guten Text ohne Rechtschreibfehler geschrieben und die wurd dann nicht veröffentlicht.

  57. Tut mir leid aber diese gekauften Bewertungen sind eines seriösen Unternehmen nicht würdig. Dass Lego dann auch noch so plump dabei vorgeht überrascht mich immer wieder…
    Eine Bekannte hat mal nebenbei für so ein Bewertungsunternehmen gearbeitet: Man fängt erst klein an und bekommt Produkte kostenlos und darf diese gegen eine (gute) Bewertung behalten, als nächste Steigerung bekommt man Geld überwiesen um z.B. auf Amazon das Produkt zu kaufen und dann verifizierte Bewertungen abgeben zu können ( ja auch die sind nicht sicher!), wenn man sich weiter „bewährt“ steigt man auf und kann das sogar gegen ein Festgehalt machen, die meisten sind Mütter in Elternzeit die sich so 450 Euro dazu verdienen, teils kann man die erstatteten Produkte umtauschen und so noch zusätzlich Geld „verdienen“. Da wird ziemlich im Verborgenen gearbeitet und nahezu alles anonym gemacht, wirkt sehr konservativ. Man bekommt per WhatsApp von Anonymen die Produktlinks zugeschickt, es ist vollkommen klar dass positive Bewertungen erwartet werden, wenn man in der höchsten Stufe „bewertet“ bekommt man teils „Feedback“ über einen anonymen Anruf – wenn ein Produkt absoluter Schrott ist und man sich weigert das zu bewerten wird das manchmal hingenommen, manchmal aber auch streng diskutiert. Man wird generell auch „belohnt“ oder „bestraft“ durch die Art der Produkte. Das ist alles Hörensagen aus 1. Hand, ob Lego sich so einer Agentur bedient kann ich nicht sagen, aber alleine der Eindruck ist m.E. fatal.

  58. Kindern versucht man beizubringen „Nur weil jemand anderes das so macht, musst du es nicht automatisch auch so machen.“ aber im „Geschäft“ scheint das nicht zu gelten…

    Einer hat eine schlechte (weil Kundenunfreundliche) Idee und alle machen mit…

    Der Sterne-Durchschnitt ist im Internet zwar schon lange nirgendwo mehr relevant, aber mit dem Lesen der Bewertungen kann man sich in der Regel schnell ein gutes Bild machen.

    Es gab immer schon gute Produktbewertungen z.B. „weil der Versand schnell war“ oder schlechte z.B. „weil der Artikel größer/kleiner als gedacht (!) war“ obwohl die Produktabmessungen angegeben waren. Solche Bewertungen sind natürlich gehaltlos.

    Gekaufte Bewertungen zu den ganzen bereits vorhandenen gehaltlosen Bewertungen braucht jedoch niemand, da es das ganze Bewertungssystem noch weiter entwertet. Der uninformierte Kunde wird getäuscht (was ja eigentlich etwas ist, was LEGO mit allen Mitteln bekämpfen möchte) und für den informierten Kunden bedeutet es einfach nur noch mehr Ausschuss bei den Bewertungen.

    Wenn man unbedingt die Anzahl der Bewertungen boosten möchte, könnte man den Sets QR Codes beilegen, über die man direkt einmalig eine Bewertung abgeben kann und dafür ein paar VIP Punkte bekäme. So wäre die Bewertung verifiziert und LEGO würde sogar gleichzeitig auch für Kunden des lokalen Eizlnzelhandels Anreize schaffen zumindest ab und an den Online Shop zu nutzen…

  59. Definitiv interessanter Artikel. Das mit den „Bewertungen“ ist seit es diese gibt so eine Sache – egal wo (Youtube, Steam, Amazon, Geizhals, LEGO…). Stellenweise wurde bei neuen „Shops“ sogar schon die Bewertungsmöglichkeit aus diesem Grund „vergessen“. Brachte im Endeffekt nicht nur Vorteile durch die Verkäufer…

    …es wird immer wieder für die eine oder andere Gruppierung Ungerechtigkeit geben und der Versuch dies irgendwo präsent abzuladen. Da sind Foren und Blogs definitiv die „falsche“ Möglichkeit – sofern diese dann überhaupt bekannt sind. Das „falsch“ aus der Überlegung, da dies im Vergleich zum eigentlichen Shop dann doch wieder Nischenbereich ist und mehrheitlich von Dritten betrieben wird. Also nicht davon auszugehen ist, dass es definitiv an richtiger Stelle Beachtung findet.

    Ich hatte mir mal überlegt ob das zu Anfangszeiten des Internets auf beinahe allen Webseiten vorhandene Gästebuch helfen könnte? Also als eine Art Möglichkeit generelle Kommentare unabhängig zum Produkt dazulassen. Verwaltungsaufwand ist aber sicher weit höher als jetzt bei Artikelbewertungen. Und der Vorteil vom Shop weit eingeschränkter als bei der Bewertung zum Produkt. Mmmh…

    Ist bei weiterer Überlegung wohl wenig zielführend. Die eine Seite wo man generell sowas für alle Unternehmen/Shops präsent machen kann, ist ja auch nicht da. Ok, es gibt sowas wie Geizhals. Aber auch da wäre dies unpassend im Sinne der „Produktbewertung“.

  60. Für mich zählt schon lange „Verifizierter Kauf“ bei Amazon.
    Andere Bewertungen sind für mich wertlos.
    Egal ob Lego, Computerspiele, Küchengeräte, ……
    Ich informiere mich seit Jahren Online auf diversen Portalen,
    und sehe diese auch durchaus kritisch, wenn Tendenzen zu erkennen sind.
    Konkret: Im Moment gibt es einen BlueBrixx Hype, dem ich aus eigener Erfahrung
    mit diesen Produkten nicht nachvollziehen kann.
    Trotz aller Informationen kommt trotzdem manchmal noch vor, das ich mit einem gekauften Produkt nicht zufrieden bin.
    Das wäre beim Lego Ferrari passiert, selbt wenn ich nie etwas vorher darüber erfahren hätte.

  61. Ich würde Aussagen wie „weil der Artikel größer/kleiner als gedacht (!) war“ nicht generell wegwischen. Natürlich hat das Produkt deswegen keine schlechte Bewertung verdient und mit genug Erfahrung ist das auch vorher klar, aber manchmal unterschätzt man solche Dinge. Dann stellt man z.B. fest, daß man auf Wanderungen doch wieder die kleine Kompaktkamera mitnimmt, weil die zusätzlich gekaufte große Kamera mit dem tollen Objektiv auf Dauer an der Schulter zerrt und im Rucksack nicht sofort zur Hand ist.

    • Stimmt. Und die Größenangabe ist auch häufig Mist. Da wird dann für das Set die Größe der Box und das Gewicht inkl. Anleitung und Verpackungen angegeben. Da kann schnell Enttäuschung aufkommen.

    • Wenn es dazu in der Bewertung einen Kontext gibt, wie für Zweck XY zu groß bzw. unhandlich, ist das etwas anderes. Gerade auf Amazon gibt es aber jede Menge 1-2 Stern Bewertungen mit Inhalten wie „Hat nicht in meine Tasche gepasst (trotz angegebenen Produktabmessungen), geht zurück“ oder „Topf viel zu groß (bei angegebenem Durchmesser und Volumen), ich koche ja nicht für eine Fußballmannschaft“… das hat vermutlich aber einfach mit einem weiteren Problem unserer Zeit zu tun. Alles wird nur schnell, schnell nebenher gemacht, Artikelbeschreibungen gar nicht erst gelesen… bestellt wird vermutlich vom Handy auf der Toilette… für diese Kunden spielt es dann auch keine Rolle, was in den Bewertungen steht und ob diese echt oder gekauft sind.

      Bewertungen ohne Text haben immer nur eine sehr geringe Aussagekraft, aber nahezu aus jeder Bewertung mit Text kann man ein Fünkchen Information ziehen und sich so gut sein eigenes Bild machen. Man muss die Sachen nur richtig einordnen.

      Eigentlich wollte ich ihn ja hier nicht zur Rate ziehen, aber am Held der Steine kann man das gut einortnen. Nimmt man bspw. nur eins seiner Videos könnte man denken, er lästert nur stumpf ab und lässt jede Objektivität vermissen. Wenn man aber mehrere Videos schaut, versteht man relativ schnell, wie man die Aussagen einordnen und wo man weniger negativ einfach mit positiv „übersetzen“ muss. Dann kann man auch aus seinen Videos belastbare Informationen über die Sets ziehen.

      Oder als anderes Beispiel Arbeitszeugnisse im Beruf. Hier schaffen es die Personaler auch mit blumigen Worten zu sagen, dass man eine Niete ist.

      Am Ende muss man halt immer auch sein eigenes Köpfchen einschalten, wenn man das Maximum aus der Informationsflut ziehen möchte.

      @Yoda: Die Größenangaben waren jetzt nicht direkt auf LEGO bezogen, aber ja, hier sollte man die Maße der Verpackung und (!) die Maße des aufgebauten Sets angeben, am besten noch mit einem Bild und 2-3 Maßlinien (so wie es teilweise auf den Verpackungen aufgedruckt ist).

      • Achso, ja ich hatte mich ausschließlich auf Lego bezogen. Zu Deinem HdS Absatz stimme ich Dir voll zu – man kennt ja seine Pappenheimer. Es finden sich bei allen Reviewern, die regelmäßig Sets bewerten halt so Phrasen, bei denen man nach ein paar mal weiß, wie sie es meinen. Jangbricks sagt dann zum Beispiel: „It’s good, it’s not great, but it’s good“, da weiß man dann schon, dass an anderer Stelle ein deutlicheres Vokabular zum Einsatz kommt, aber der Kritikpunkt bleibt derselbe.

        Da hilft einfach nur Köpfchen einschalten, wie Du sagst, und was die meisten StoneWars-Leser ja auch tun. Viele schreiben hier ja, zu relativieren, ob angesprochener Kritikpunkt für sie relevant ist. Genauso geht es mir auch mit Lob (positiverKritik), der Sian hat so eine tolle Box und diese Anleitungen und so schön verpackt etc. – Ist mir persönlich halt nicht wichtig und relativiert dann eben die Sterneanzahl. 🙂

  62. Mal im Ernst, wie wichtig sind diese Bewertungen im Online Shop wirklich, wenn der Otto-Normalverbraucher, der Hauptumsatz eigentlich direkt in den Geschäften gemacht wird, im Fachhandel – dort gehen doch Eltern, Großeltern und co hin um Lego für ihre Kinder und Enkelkinder und co zu kaufen.
    Wer weiß schon wirklich vom Lego Onlineshop und wenn sie es wissen, wer kauft dort und nicht bei Amazone – ist Amazone in Sachen Onlinehandel nicht ohnehin Anlaufstelle Nummer 1 ?

    Kaufen im Online Shop nicht ohnehin hauptsächlich die informierten Kunden, jene die sich mit dem Thema beschäftigen, wissen wann es Angebote gibt und es sich lohnt dort zu kaufen und wann nicht …und wenn, sind für diese die Bewertungen wirklich noch relevant ? …Ich glaube nicht.

    All dieses Bewertungssystem ist in meinen Augen überflüssig, jene die im Netz wirklich nach Bewertungen gehen, sich tiefer damit beschäftigen haben mittlerweile ihre Ytuber und Blogs und denen die es nicht tun, die kaufen Lego doch ohnehin auf blindes vertrauen hin, weil Lego einfach Lego und die Wahrscheinlichkeit dort Mist zu bekommen im Allgemeinen eher gering ist.

    • Anscheinend ist das Thema für Lego(!) wichtig genug, um Incentives einsetzen.
      Ich kann mir gut vorstellen, daß für viele ein Blick auf Amazon (Bewertungen) und Idealo und Co (Preise) dazugehört. Wer früher einen C64 hatte und später mit Mailboxen, Modems, Netscape usw zu tun hatte, der kann inzwischen durchaus 50, 60 oder älter sein und Enkel haben. Mit Smartphones und Apps ist das einfacher als früher.

      • Klar ist es für Lego wichtig, weil es halt der Trend ist aber manchmal gehen Trends auch an der Sinnhaftigkeit einer Sache vorbei und dennoch macht jeder mit, weil es halt jeder andere auch macht, weil einer mal damit angefangen hat – das ganze Marketing und Mediengehabe ist doch alles reinstes Lemming-tum, aber das ist ja nicht nur bei Firmen so,weil sie die gleichen studierten Mediengenies von den Unis haben wie alle anderen….sondern man sieht es ja auch bei jeden einzelnen You Tuber so, auch hier im Bereich Lego -> Person X hat Erfolg mit Konzept A und Person Y und Z sehen das und übernehmen Konzept A weil es Klicks und Aufrufe verspricht und schon hat man einen Trend der im Kern garnicht gut sein muss aber einfach da ist…

    • In den Fachhandel geht seit einem Jahr keiner mehr und die Bedeutung wird auch nach Corona tendenziell weiter sinken. Ich weiß auch gar welches Bild (vermutlich) kinderlose von Eltern und Großeltern haben. Die sind durchaus in der Lage das Internet zu benutzen 😉

      Gib übrigens einfach mal „duplo feuerwehr“ oder „lego polizeistation“ bei Google ein. Die ersten Treffer führen direkt in den Lego-Shop und die Sternchen stehen schon direkt am Suchergebnis dran. Insofern muss niemand irgendwo tief einsteigen, um die Bewertungen zu sehen.

      • Mir geht es nicht darum ob Eltern und Großeltern zu blöd dafür sind oder desgleichen, sondern darum wie relevant für sie Online Bewertungen überhaupt sind, oder man aus dem natürlich gewachsenen Vertrauen zur Marke die Sachen gekauft werden, ohne das man sich durch irgendwelchen Online Bewertungen durchwühlt, ehe man entscheidet „Ja das Kind bekommt die Duplo Feuerwehr !“

        • Natürlich ist das relevant. Klar hat Lego als Platzhirsch einen Bonus und objektiv betrachtet ist das meiste ja auch gut. Aber die kompatiblen Alternativen gewinnen eben auch an Bekanntheit und wenn’s ans Vergleichen geht nehmen viele halt die Sternchen als Orientierungshilfe. Und spätestens dann ist es Mist, wenn die Bewertung in die eine oder andere Richtung verfälscht ist.

  63. Wenn man für eine Bewertung etwas erhält, egal ob Geld oder Produkt, handelt es sich automatisch um eine gekaufte Rezension! Beim Ferrari der übrigens zurecht zerrissen wurde, zeigt sich das dich klar. Übrigens, man kann Lego auch über andere Läden als den Legoshop kaufen, also kann man nicht sagen das alle schlechten Bewertungen das Produkt nicht besitzen. Was man aber sagen kann, das ein Großteil der 5 Sterne Bewertungen ein gratis Produkt bekommen haben.

  64. Wenn ich mich einem fremden Urteil stelle, dann muss ich auch damit leben, wenn dieses mir nicht gefällt. Zu jedem Artikel wird es auch einzelne negative Bewertungen geben und der Kunde kann schon sehr genau selbst einordnen, wie er die Bewertung zu sehen hat. Wenn ich in der Masse halt viele schlechte Bewertungen zu einem Artikel habe, dann wird das Produkt einfach in der Masse nicht gut ankommen. Gerade beim Ferrari wurden ja auch konkrete Gründe sehr konkret aufgezählt von den Kritikern. Nur noch Käufer abstimmen zu lassen verfälscht auch das Bild, weil so ja nur die bewerten dürfen, die es eh gut finden, sonst hätten sie es halt nicht gekauft.
    Statt mit solchen Mitteln zu arbeiten sollte Lego die Kritik lieber ernst nehmen und bei der Entwicklung berücksichtigen. Bei der Fülle an Sets muss man auch damit leben, dass es auch welche gibt, die wirklich nicht sonderlich gut sind. Am Ende sieht Lego ja selbst, was sich wie gut verkauft.

  65. @StoneWars Team

    Auch auf die Gefahr hin das ich es im Artikel oder in den Kommentaren einfach überlesen habe, aber habt ihr in der Auswertung auch ein den zeitlichen Verlauf der abgegebenen Bewertung vor allem beim Ferrari betrachtet? Subjektiv betrachtet kommt es mir so vor als ob alle Bewertung dazu, erst nach der massiven YouTube Kritik online gegangen sind.

    • Ich frage Jens bei Gelegenheit nochmal, ob er dahingehend die Rohdaten auswerten kann. Erhoben haben wir sie auf jeden Fall und ich glaube, was du sagst stimmt auch. Aber generell ist dieser Test mit den incentivierten Bewertungen erst danach so richtig angelaufen, daher muss es da nicht zwingend einen kausalen Zusammenhang geben – es kann aber natürlich sein.

      Wie gesagt: Ich frage Jens mal danach!

    • Hi Lukas,

      vielen Dank! Das würde mich brennend interessieren und würde natürlich das Vorgehen in ein ganz anderes Licht rücken. Denn sollte es sich bewahrheiten, dass sich (nicht nur beim Ferrari) die Bewertungen nach offizieller Kritik mehreren, Lego hier aktiv gegengesteuert. Spätestens hier würde ich sagen, dass die positive Stimmen „gekauft“ werden.

      VG
      Christian

      • Für das kaufen spricht für mich allein die Anzahl, wenn dir ein neutraler Blick eventuell von Gelegenheitskunden wichtig wäre sorgst du dafür das 50 Produkte 1-2* bewertet werden und nicht 1* hundertmal.
        Durch 100 bewertungen, eines einzelnen Produkt verlieren die normalen die Bedeutung und man nimmt einfluss auf Rating.

    • Hallo Christian,
      Du liegst richtig: Sowohl die 1 Sterne- als auch die Incentive-Bewertungen des Technic Ferrari gingen alle erst nach dem Youtube-„Verriss“ online. Im Falle der 1 Sterne-Bewertungen gibt es klar erkennbare Peaks, die mit den Veröffentlichungsdaten der beiden Videos zum Ferrari von Thomas Panke korellieren (24.12.2020 und 28.01.2021, siehe rote Striche in der eingebundenen Grafik), die Incentive-Bewertungen erschienen einige Wochen später alle innerhalb sehr kurzer Zeit und wirken wie eine Reaktion. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass das Verschicken von Test-Sets über das TryIt-Programm (wenn wir davon jetzt einfach mal ausgehen), das Einholen und Einspeisen der Rezensionen 1. einige Zeit gedauert haben dürfte und 2. die Vorgehensweise auch erklären würde, warum die Bewertungen „en bloc“ im Shop erschienen.
      Hier ist die grafische Auswertung:

      1-Sterne und Incentive-Bewertungen 42125

  66. tl;dr

    😉

    Also erst mal Hut ab, wie ihr euch da reingefuchst habt!

    Im Grunde ist halt der Artikel und ganze Diskussion drunter (mit üblicher Lagerbildung) für mich ein bißchen ein gutes Beispiel, wie man viel an Symptomen rumdoktort während sich an der Ursache nicht viel ändert:
    Sympton und Behandlung sind eben, wie kommen gute und schlechte Bewertungen zu Stande und ist das jetzt richtig oder falsch, was da läuft.

    Die eigentlich Ursache ist halt leider doch die Produktpolitik von Lego: Also will jetzt niemanden angreifen, der dieses Ferrari toll findet – ist nunmal auch Geschmacksache, und jeder hat da seine berechtigten Gründe warum er was gut findet.
    Und man wird auch nie zu einem Zeitpunkt dahin kommen, dass man mal alle gleichzeitig zufrieden stellt. Weil man wird mit einem Portfolio nie alle Spezialinteressen ausreichend befriedigen können…
    Aber der Ferrari ist nunmal irgendwie das beste Symbol dafür, dass viele zum Eindruck kommen müssen, dass das Angebot von Lego immer weniger zur eigenen Nachfrage passt.
    Im Sinne von früher (TM) hat man mehr Lametta für sein Geld bekommen – oder halt heute bei der Konkurrenz.
    Und das sollte Lego zu denken geben, und man sollte gegensteuern.

    Aber Just my 2 cents.

    • Achja, Nachtrag zum Thema bewerten, auch wenns OT ist, aber ich mir auch nur als ichs gehört hab an den Kopf fassen konnte:
      Auf der Youtube-University hab ich gestern noch gelernt, dass Alternativhersteller wiederum fälschen, indem sie da eine Frau mit aktuell wohl 3000 Followern platzieren…

  67. While I do not agree with LEGO incentivising users to leave positive reviews, I also have to say that I am 100% certain that at least half of the negative reviews for the Ferraris and the VIDEYO sets on the German LEGO Shop@Home website were left by people who were just influenced by a certain Youtuber but who never even bought the product. And anyway, who lets themselves be influenced by reviews? Most reviews on websites are not to be trusted in general.

  68. Danke für diesen ausführlich und gut recherchierten Artikel! Ihr seid die beste Klemmbausteinseite, auch wenn ihr nur Lego machen wollt, sorry! 😀

    Spannend das alles zu lesen, aber ich finde nur weil alle das machen ist das OK, eben nicht OK, aber das hat man hier schon oft genug gelesen.

    Und ihr zeigt auch und das finde ich spannendd: Sets die ich umsonst erhalte bewerte ich besser, warum auch immer. Das sollten alle die kostenlose Sets erhalten und behaupten das beeinflusst mich nicht, bedenken. Für den einzelnen mag das (mal) stimmen, aber generell kann man sagen die positive Beeinflussung ist da, dafür machen das die Firmen auch.
    Brickstory versucht da einen interessanten Weg zu gehen, er sagt er nimmt die Rezensionssets damit er früh über den Artikel berichten kann, aber will das Geld spenden. Ob das das gleiche ist, als ob er es kauft, darüber kann man streiten, aber ich finde es ist ein guter Versuch sich die Objektivität zu bewahren.

  69. Ich finde die Idee charmant, Bewertungen auf Basis realer Käufe durch „verifizierter Kauf“ o.ä. zu markieren. Es wäre gut, wenn man dann nur nach solchen Bewertungen filtern könnte. Hätte den Vorteil, dass es echte Käufe waren und die Kunden auch tatsächlich dafür bezahlt haben, also der Preiseffekt berücksichtigt wird

    • Problem ist nur, wenn ich den Artikel woanders gekauft habe (und meist günstiger), denn freiwillig kaufe ich im Lego Store die überteuerte Ware nicht… Somit bekommst du idR nur Feedback von Kunden, die meist eher Lego positiv sind. Nein, ich sage nicht, dass alle anderen Kunden Lego grds. etwas Schlechtes wollen. Dann müsste es eine Forum geben, wo Kunden, die extern gekauft haben, trotzdem Ihr Feedback lassen können.

  70. Man hätte hier ja fast von gutem Journalismus reden können, gut technisch recherchiert und visuell aufbereitet da hätte man anknüpfen müssen.
    Allerdings geht dann jeglicher seriöser Anspruch in Einordnung und Fazit vollkommen unter und all der Text ist wenn überhaupt noch als „Meinung“ im journalistischen zu betrachten. Das ganze rutscht schon sehr deutlich in Richtung „rosa Fanboybrille“ und wirkt durch daher gelogenen Relativierungen für gefakte Rezessionen schon fast peinlich.

    • Tut mir leid, wenn ich Dich peinlich berührt habe. Kommt bestimmt nicht wieder vor, zumal Du von so einem unseriösen Blog ja bestimmt Abstand nehmen möchtest. 🙂

    • Ja, ich hätte mir auch gewünscht, hier wäre mal wieder so richtig auf LEGO eingekloppt worden. Das hätte deutlich weniger meinungsmacherischen Beigeschmack und wäre dem Qualitätsjournalismus würdig gewesen! Oder…auch nicht. 😉

  71. Wenn lego einfach mehr gute Produkte zu Konkurrenzfähigen Preisen auf dem Markt brächte, wäre die Methode und Diskussion hier überflüssig. Selbstverschuldetes Elend sag ich nur.

    • Nein, weil „mehr gute Produkte“ nicht dazu geführt hätten, das bei einem mutmaßlichen (ich besitze das Set nicht) Aussetzer wie dem Ferrari keine schlechten Bewertungen gekommen wären. Schlechte Produkte hat jede Firma mal.

      • Ich würde sogar noch einen drauf setzen, ein Produkt muss ja das schlechteste sein, egal wie gut die Produkte im Schnitt sind.
        Wenn jeden Tag Sommer ist, wird es immer noch kalte Tage oder schlechtes Wetter geben…

        • Es gibt aber auch abstufungen von schlecht und gut, die Kunden durchaus in Vergleich stellen können.
          Beim schlechten Restaurant sagt man vielleicht da würde ich nur schnitzel essen, bekommst halt solides Conveniance. Dann ist das Schnitzel zwar das beste gericht man würde dafür aber keine 5* geben. Gilt ebenso für das gute Restaurant bei dem ein Gericht handwerklich etwas abfällt. Dann empfiehlst du etwas anderes, aber es ist noch lange kein veriss.

  72. Ich finde ein solches Gegensteuern, wie LEGO es mit solchen Bewertungen versucht, nicht sinnvoll. Es zeigt, dass LEGOs mangelnde Transparenz und Kommunikation zum Kunden hin sich immer noch nicht wirklich ändert und ist nur Wasser auf die Mühlen für die, die eine auseinanderbrechende Community sehen wollen: entweder wird das „Fanboy“-Argument nun nachweislich weiter legitimiert oder man wird LEGOs Verhalten, obwohl intransparent und kommunikativ undurchsichtig, moralisch verteidigen, um sich gegen „anderen Fanboys“ verteidigen zu können.

    Daher finde ich das Fazit eures Artikels gut: eine Lösung wie bei Amazon wäre wünschenswert und vielleicht ist mit euren Erkenntnissen ein Gang zur Verbraucherzentrale sinnvoll, dort sitzen die Menschen, die sich mit der Causa am besten auskennen und die Wünsche eures Fazit am besten/ehesten erreichen können.

  73. Selbst bei Amazon kann man das Bewertungssystem in die Tonne kloppen. Sich auf Bewertungen zu verlassen ist sich wie auf bezahlte Studien zu verlassen die von jemand in Auftrag gegeben wurde. So lange dem System so anfällig für Manipulation ist kann man sich nur auf den gesunden Menschenverstand verlassen und versuchen die Bewertungen zu interpretieren. Zur Not werden halt unliebsame Bewertungen halt zensiert oder gar nicht veröffentlich.
    Bei dem Ferrari kann man doch gar nicht mehr nach gehen. Ob die einzelnen Bewertungen jetzt eine objektive Meinung ist, eine von Lego gekaufte oder von einem Influencer beeinflussten Legohater kommt. So gesehen könnte man ja auch argumentieren das sich die Konkurrenz von Lego über Influencer auch Bewertungen bei Lego kauft…. nur halt negative.
    An Legos stelle würde ich die schlechten erst gar nicht veröffentlichen.

    • Damit unterstellst Du aber, dass eine monetäre Einflussnahme stattgefunden habe, um irgendetwas zu rechtfertigen. LEGO kann einfach nicht mit Shitstorms umgehen und generell keine über Pressemitteilungen hinausgehende Kommunikation.
      LEGO hätte jedes Recht, die Shitstormbewertungen zu löschen, da sie kein selbst gekauftes Produkt bewerten. Stattdessen kommt halt das, was das Verhalten des Shitstorms nur weiter legitimiert: Man „kauft“ sich Meinungen bzw. Fachdeutsch: Es findet eine monetäre Incentivierung statt, die zur positiven Bewertungsangabe motivieren soll.
      Dagegen erscheint dann das „Fanboy“-Argument noch vertretbar, denn wenn ein Fanboy eine Bewertung abgibt, steht da noch irgendeine Form von Überzeugung oder Identifikation mit der Marke/dem Produkt hinter, aber so hat LEGO nicht einmal mehr Fans, sondern nur bezahlte Bewertungen.
      Das ist -erneut- Wasser auf die Mühlen derer, die eine Abstrafung LEGOs sehen wollen.

      Bei der Kommunikationsstrategie aber auch kein Wunder. LEGO kann halt kein „Neuland“, aber immerhin lernen sie schrittweise, wie bei der letzten PM über steingemachtes.de zu sehen war.

      Wenn jetzt aber ein Journalist einer renommierten Tageszeitung o.ä. diesen Artikel liest und sich entschließt, das Thema aufzugreifen (die Recherche wurde ja bereits erledigt), sehe ich schon den Clickbait-Titel: „Bewertungen gekauft und gefaked – können Eltern LEGO noch vertrauen?“

  74. Ein weiterer Grund, warum ich zB auf Amazon, grds. NUR die 1-2 Sterne lese und in den Kauf einfliessen lasse.

    In diesem Sinne, happy bricking und frohe Ostern

  75. …und: „Fälscht, lügt, täuscht“- das ist mein persönliches, ebenso erzürntes wie sachliches Fazit aus der Spurensuche des spürbar zu wohlwollenden, dennoch hervorragenden Artikels hier. Danke für diesen Nachweis!

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  76. Man sollte auch nicht vergessen, dass die negativen Bewertungen genauso gekauft worden sein können. Ich beziehe mich jetzt einfach auf die durch Influencer beeinflussen Kommentare, wenn diese Influencer durch finanzielle Partnerschaften zur Konkurrenz ein Interesse haben eine bestimmte Meinung zu verbreiten, dann sind es genauso gekaufte Bewertungen. Leider sind solche Verflechtungen schwerer zu entwirren, aber z.B. mit Rabattcodes oder einer häufig von bestimmten Marken kann man dann in seine Bewertung einfließen lassen.
    Wirklich neutrale Meinungen wird man kaum finden.

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