Jahresergebnis: LEGO Gruppe erzielte 2019 Umsatz- & Gewinnwachstum

Heute um 10:00 startet LEGO seinen Livestream zur Bekanntgabe des Jahresergebnisses für 2019. Zuvor wurden die Inhalte aber bereits in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.

Wir haben euch mal die gesamte Pressemitteilung nachfolgend aus dem Englischen übersetzt:

Umsatz, Umsatz und Gewinn der Verbraucher stiegen und übertrafen die Branche. Die LEGO Gruppe hat mutige und bedeutende Investitionen in Initiativen getätigt, um das zukünftige Wachstum voranzutreiben.

  • Der weltweite Verbraucherumsatz stieg 2019 gegenüber 2018 um 5,6 Prozent.
  • Der Umsatz für das Gesamtjahr stieg um 6 Prozent auf 38,5 Mrd. DKK.
  • Das Betriebsergebnis stieg um 1 Prozent auf 10,8 Mrd. DKK. Der Nettogewinn betrug 8,3 Mrd. DKK, eine Steigerung von 3 Prozent trotz erheblicher Investitionen in langfristige Wachstumsinitiativen.
  • Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 9,6 Mrd. DKK.
  • Der Marktanteil wuchs in allen wichtigen Märkten.

Die LEGO Gruppe hat heute das Ergebnis für das Gesamtjahr bis Dezember 2019 ausgewiesen. Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum gegenüber 2018 um 6 Prozent auf 38,5 Milliarden DKK. Der Verbraucherumsatz stieg gegenüber 2018 um 5,6 Prozent und auch der globale Marktanteil stieg insgesamt betrachtet.

Das Betriebsergebnis betrug 10,8 Mrd. DKK, eine Steigerung von 1 Prozent gegenüber 2018, während der Nettogewinn um 3 Prozent auf 8,3 Mrd. DKK stieg. Dieses Wachstum wurde zusammen mit den mutigen Investitionen des Konzerns in eine Reihe von Initiativen erzielt, die auf langfristiges Wachstum abzielen.

Der CEO der LEGO Group, Niels B Christiansen, sagte:

„Wir sind sehr zufrieden mit diesem Ergebnis und ich möchte unseren engagierten Kollegen für ihren großartigen Beitrag danken. Es war ein starkes Jahr, in dem wir die Spielwarenindustrie übertrafen und den Umsatz und den Marktanteil der Verbraucher in all unseren größten Märkten steigerten. Wir haben auch unsere Präsenz in neueren Märkten ausgebaut, was uns geholfen hat, unser Ziel zu erreichen, vielen Kindern zum ersten Mal das Lernen durch LEGO-Spielen näher zu bringen.“

„Unsere Branche wird wie viele andere durch Digitalisierung und globale sozioökonomische Veränderungen neu gezeichnet. Wir nutzen unsere starke finanzielle Grundlage, um in Initiativen zu investieren, die es uns ermöglichen, diesen Trends einen Schritt voraus zu sein und langfristig Wachstum zu ermöglichen. Dazu gehört die Innovation des Spiels, die Innovation unseres Ökosystems im Einzelhandel und die Investition in neue Markteintritte, damit wir gut positioniert sind, um junge Meisterbauer für kommende Generationen zu inspirieren. “

Die Gruppe steigerte den Verbraucherumsatz in allen Marktgruppen. Amerika und Westeuropa wuchsen einstellig, während China stark zweistellig wuchs.

Innovationen im Portfolio

Die meistverkauften Themen in keiner bestimmten Reihenfolge waren

  • LEGO City,
  • LEGO Creator,
  • LEGO Friends,
  • LEGO Technic,
  • LEGO Classic und LEGO Star Wars.

Die Themen LEGO Harry Potter, LEGO Super Heroes (Marvel Avengers) und LEGO Disney Princess zeigten ebenfalls eine starke Leistung.

Christiansen sagte:

„Wir sind sehr zufrieden mit der Beliebtheit unserer Kernprodukte wie LEGO City und LEGO Creator, die wie alle unsere Produkte Kindern endlose Möglichkeiten zum Bauen und Wiederaufbauen bieten. Wir sind auch zufrieden mit der Leistung unserer IP-Sets und unserem neuen Thema LEGO Hidden Side, das Bauen und Augmented Reality nahtlos miteinander verbindet. “

Neue Verbraucher und erwachsene Fans gewinnen

Im Jahr 2019 startete die Gruppe außerdem ihre erste integrierte globale Markenwerbekampagne seit mehr als 30 Jahren, Rebuild the World, die neue Verbraucher für die Marke anzog.

Außerdem wurde BrickLink erworben, die weltweit größte digitale Plattform für erwachsene Fans von LEGO. Die Plattform hat mehr als eine Million Mitglieder und verfügt über einen Marktplatz, Design-Software und eine Community, in der Fans ihre neuesten Builds teilen können.

Innovativer Einzelhandel

Die Gruppe erweiterte ihr globales Einzelhandels-Ökosystem und eröffnete 150 LEGO-Markengeschäfte, aktualisierte ihr E-Commerce-Website und stärkte die Zusammenarbeit mit Handelspartnern. Mittlerweile gibt es weltweit 570 Geschäfte. Bis 2020 sollen weitere 150 Geschäfte eröffnet werden, die meisten davon auf dem chinesischen Festland. Die Besucher der überarbeiteten LEGO.com-E-Commerce-Website des Unternehmens nahmen 2019 um 27% zu und positive Fortschritte bei Einzelhandelspartnern trugen zum Umsatzwachstum der Verbraucher bei.

Christiansen sagte: „Das Einzelhandelsumfeld ändert sich ständig. Verbraucher suchen nach umfassenden Markenerlebnissen im Internet sowie nach Mehrwert und Komfort online. Wir investieren verstärkt in alle unsere Einzelhandelskanäle und arbeiten eng mit unseren Partnern zusammen, um mit Menschen in Kontakt zu treten, wo und wie auch immer sie einkaufen möchten. “

Geografische Expansion

China bleibt ein strategischer Wachstumsmarkt für die LEGO Gruppe. Im Jahr 2019 baute das Unternehmen seine Präsenz in Tier 3 und 4 Städten aus und verfügt nun über 140 Einzelhandelsgeschäfte in 35 Städten, darunter Flagship-Stores in Peking und Shanghai. Bis 2020 plant der Konzern die Eröffnung weiterer 80 Filialen in rund 20 neuen Städten. Darüber hinaus hat das Unternehmen seine E-Commerce-Präsenz auf Partnerplattformen ausgebaut und kürzlich seine Partnerschaft mit Tencent erneuert, um Verbraucher und Käufer durch einzigartige digitale Erlebnisse zu erreichen.

Investitionen in Nachhaltigkeit verstärken

2019 setzte die LEGO Gruppe ihre Bemühungen fort, positive Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Planeten zu erzielen. Durch seine lokalen Community-Engagement-Programme, Partnerschaften und Outreach-Programme lieferte es Lernergebnisse durch spielerische Erfahrungen mit mehr als 1,8 Millionen Kindern in 26 Ländern. Es investierte weiterhin 100% seines Energieverbrauchs durch erneuerbare Quellen durch Investitionen in Solar- und Windkraft und startete Replay, ein Testprogramm, um die zirkuläre Nutzung von LEGO-Steinen zu fördern.

Im Jahr 2020 und darüber hinaus wird die Gruppe ihre Investitionen in Nachhaltigkeitsinitiativen mit Schwerpunkt auf Kinder und Umwelt erheblich verstärken. Es wird Programme in seinen lokalen Gemeinschaften implementieren, um Millionen weiterer Kinder spielerisches Lernen zu ermöglichen. Viele dieser Initiativen werden das Spielen nutzen, um Kinder für Nachhaltigkeit zu begeistern. Es wird auch Produkte und Verpackungen nachhaltiger machen und bis 2025 nur nachhaltige Verpackungen verwenden, einschließlich des Auslaufens von Einweg-Kunststoffverpackungen.

Christiansen sagte: „Es ist dringender und wichtiger denn je, dass wir alle Kindern helfen, eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Seit mehr als 80 Jahren haben wir gesehen, wie das Spielen Kindern helfen kann, die Fähigkeiten zu entwickeln, um die komplexesten Probleme zu lösen und eine glänzende Zukunft aufzubauen. Wir wissen, dass das Spielen eine starke Kraft ist, daher werden wir die Investitionen in das Lernen durch Spielprojekte verstärken, um Kindern zu helfen, Wege zu verstehen und zu erkunden, wie Nachhaltigkeitsprobleme jetzt und in Zukunft angegangen werden können. “

Änderungen im Vorsitz von LEGO A/S

Nach den starken Ergebnissen gab die Eigentümerfamilie von LEGO A/S heute Änderungen im Verwaltungsrat bekannt. Thomas Kirk Kristiansen wird die Rolle des Präsidenten des Verwaltungsrates übernehmen, Søren Thorup Sørensen, CEO von KIRKBI A/S, wird stellvertretender Vorsitzender. Jørgen Vig Knudstorp bleibt Mitglied des Verwaltungsrates. Thomas Kirk Kristiansen und Jørgen Vig Knudstorp werden ihre gemeinsame langfristige strategische Entwicklung der Marke in der LEGO Brand Group fortsetzen – einem Büro des Vorsitzenden innerhalb von KIRKBI.

Außerdem haben wir noch den Annual Report 2019 als PDF The LEGO Group Annual Results 2019 Financial Fact Sheet für euch zum Download.

Im Großen und Ganzen klingt das Ganze für eine gute Zeit für die LEGO Gruppe. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Gesamtmarkt zum Teil eher rückläufig war. Auch dass die erwachsenen Fans im Zusammenhang mit den Zukunftsplänen von LEGO nochmal explizit Erwähnung finden, sollte bei uns AFOL doch für eine positive Stimmung sorgen.

Was haltet ihr von der Pressemitteilung? Freut ihr euch für LEGO? Erwartet ihr eine positive Entwicklung für unser aller Hobby?

Über Ryk Thiem 186 Artikel
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64 Kommentare

  1. Und alles ohne Ritter und Eisenbahnen ; )
    Scheinbar macht Lego doch vieles richtig und das freut mich, somit erwarten uns auch in Zukunft viele tolle Lego Sets.

    • aber als kleiner Fanservice werden zumindest ein paar Piraten eingestreut, das wird Lego dann in diesem Geschäftsjahr garantiert auf ein völlig neues Level heben ( ;

    • Also vorbehaltlich, dass ich hier Statistiken falsch lese, hat Lego rund 5 Mrd. € Umsatz und davon sind rund 1,4 Mrd € Bruttogewinn.

      Ich verfolge wahrlich nicht jede Quartalssitzung der Big Player aber man nenne mir gerne mal eine Firma der oberen 100 die Bruttogewinne in wiederholender Regelmäßigkeit von knapp 40% macht!

      Herzlichen Glückwunsch Lego! Im wirtschaftlichen Sinne fast alles richtig gemacht.

      P.S. Der letzte Satz ist eine persönliche Schlussfolgerung und ist natürlich stark undifferenziert:)

      • Ich bitte um eine kleine Korrektur:
        Es sind „nur“ rund 28% Bruttogewinn. Dieser muss noch versteuert werden. Bleiben aber immerhin noch ca. 21,5% übrig.

        Um deine Frage zu beantworten: Es gibt einige Firmen, die sogar noch viel profitabeler sind. Beispiel: Facebook, Alphabet (Mutter von Google), Apple…

          • Ich glaube du verwechselt da was.
            Lego hat wie von dir geschrieben einen Umsatz von 38 Mrd DKK gemacht. Das was du als „Invest“ bezeichnest sind die entstandenen Kosten bzw. Ausgaben (Expenses). Darin eingeschlossen sind Kosten für das Material, Maschinen, Gehälter, IT usw.
            LEGO nennt für 2019 Investitionen von 1,8 Mrd. DKK:
            „During 2019, the LEGO Group invested DKK 1.8 billion in property, plant and equipment…“

            Also:
            Umsatz 38,5
            ./. Kosten 27,7
            = Vorsteuergewinn 10,8

  2. Als Rückkehrer aus den „dark ages“ bin ich wohl an ein paar der Mehreinnahmen von Lego beteiligt. 😁 Glückwünsche zum guten Geschäftsjahr nach Dänemark.

  3. Ich bin sehr überrascht, daß Ninjago nicht zu den meinstverkauftesten Themenreihen gehört. Da wäre ich jede Wette eingegangen.

    • Nope, zum 1. Halbjahr 2019 gabs nur ein Minifiguren-Set und Aufgewärmtes, zum 2. lediglich halbgare Sets. Sich auf Erfolg auszuruhen rächt sich halt grundsätzlich.

  4. Hm, die Top-selling Themes in der Grafik stimmen nicht mit denen des Pressemitteilungstextes überein. Bei letzterem ist Creator dabei (3in1? Expert? Beide zusammen?), in der Grafik stattdessen Marvel Super Heroes. Auch hätte ich eigentlich eher Harry Potter und/oder Ninjago bei den Top-Sellern erwartet statt Classic oder Super Heroes.

    • ja bei Creator hätte mich auch eine Differenzierung interessiert, gerade weil die Expert-Schiene ja vor allem die älteren Legofans bedient.

  5. Warum nur lassen mich die Zahlen zufrieden schmunzeln?
    Anscheinend trifft Lego doch ne Menge richtiger Entscheidungen und ich kann mich auf weitere tolle Sets freuen. 😀

  6. Bei den meistverkauften Themes sieht man mal wieder recht deutlich, dass Lego eben auch vieles richtig macht und die lauten „Ey Lego – Züge, Ritter und Piraten ran“ AFOL’s eben nicht das Kerngeschäft sind (auch wenn ich die Themen auch gern sehen würde).
    Generell sind die Zahlen für den Spielzeugmarkt doch ganz gut, nicht nur beim Umsatz, auch beim Ergebnis.

    Was mich ein wenig wundert ist, dass Ninjago nicht erwähnt wird. Aber wer weiß, vielleicht ich dessen Zeit ja langsam doch gekommen und die Kids stehen auf andere Sachen…mal sehen.

    • Wundert mich auch – Ninjago ist zumindest bei uns im Laden ein absolutes Zugpferd. Hingegen z.B. Creator 3-in-1 eher nicht so. Von einem kleinen Laden lässt sich vermutlich immer nur bedingt auf die große weite Welt schließen 😀

    • Züge gibt es und gehören zu Lego City und Creator…

      Piraten gab es mit der Achterbahn und kommen mit der Piraten Bay, gehören zu Creator…

      Und Ritter tauchen nicht in der Liste auf, weil es schlicht keine Sets gibt. Ich sage nicht, dass sie es würden, wenn es sie gäbe…

  7. Ich frage mich, inwiefern die starke Umsatzsteigerung im asiatischen Raum Lego verändern wird. Die wunderschönen Chinese-New-Year-Reihe sind da vielleicht nur Vorboten? Auf der anderen Seite zeigt sich ja oft die Tendenz, dass gerade der amerikanisch-europäische Style nachgefragt wird und – egal in welchem kulturellen Räumen – zentraler Bezugspunkt bleibt.

    City als Säule zeigt: Legos Basis bleiben Spielsets für Kinder. Aber das ist auch okay so und der wirtschaftliche Erfolg hier, bietet ja vielleicht zugleich die Grundlage um die Nischenprodukte für ein vorwiegend erwachsenes Publikum zu produzieren.

    Bei Hidden Side frage ich mich: Was heißt im Marketing sprech zufrieden? Doch eher durchgefallen, oder?

    • Naja „zufrieden“ wird zumindest soweit bedeuten, das mehr eingenommen wurde, als die Entwicklung gekostet hat – also das es zumindest kein Flopp ist, aber sicher auch davon entfernt ist ein neues Themenzugpferd zu werden.

      Ob es reicht, das das Thema nächstes Jahr forgesetzt wird oder nicht, werden wir 2021 sehen.

  8. Schön zu sehen, dass es LEGO so gut geht. Manch anderes Unternehmen / Konzern wäre froh über die 21,5% Umsatzrentabilität (Verhältnis Gewinn zu Umsatz).

    Gleichzeitig macht es (zumindest mir) aber auch mal wieder bewusst, wie „teuer“ LEGO eigentlich ist und wie viel preislichen Spielraum es (noch)gibt. Denn selbst wenn ich ein Set mit einem durchschnittlichen Rabatt kaufe, dann hat LEGO davon immer noch rein rechnerisch 21,5% als Gewinn zu verbuchen.

    Das erklärt dann auch, weshalb LEGO mit schwachen und stark rabattierten Serien (Hidden Side, usw.) gut leben kann. Die werden locker durch die starken Serien mit keinen oder niedrigen Rabatten getragen.

      • Ja, wollte ich auch gerade sagen. Und bei den Rabatten um die 40 %, die Mittlerweile üblich sind, frage ich mich schon wie die Händler das machen und ob das noch ein „funktionierender“ Handel ist. Ob Lego ihre Produkte deutlich unter den üblichen 30% an die Händler rausgibt?

      • Das ist schon klar. In den Umsatzwerten sind sowohl die um 52% rabattierten Sets drin, als auch die Verkäufe zum UVP. Durchschnitt eben.

        Ob die Händler mit 52% Rabatt noch was verdienen, weiß ich nicht. Darum gings mir aber auch nicht, sondern um die Gesamtzahlen.

        • @Carsten: Wieso sollte Lego die Rabatte der Händler einpreisen? Das sind doch zwei unterschiedliche Paar Schuhe, oder wie meinst du das?

          • Wir wissen halt nicht wie die Einkaufspreise der Händler sind und wie weit sie von den UVP abweichen, aber zumindest müssen sie selbst unter den üblichen 20-30% Rabatt liegen. Denn selbst hier unser „kleiner“ Fachhändler kann damit leben, das er regulär 20% gibt und Lego dennoch ihr Zugpferd bleibt, bzw. noch genug Gewinn übrig bleibt das sie davon leben können.

            Interessanterweise sind imo aber die allgemeinen Rabatte abseits des Internets garnicht so krass in den Geschäften hier in der Gegend, sprich können die Händler die UVP Preise halten oder geben maximal 10% und nennen das dann „Sonderangebot“ und das wiederum zeigt, das Lego so oder so gekauft wird, ob rabattiert oder nicht.

  9. Interessant finde ich die Ausgabenstruktur auf Seite 22 im pdf:

    Raw materials and consumables used 5,603
    Employee costs 7,047
    Depreciation and amortisation 1,963
    Licence and royalty expenses 2,777
    Other external expenses 10,317
    Total expenses 27,707

    Ziemlich genau 10% der Gesamtausgaben sind Lizenzgebühren. Finde ich ganz schön viel, Disney lässt grüßen. Wobei in dem Posten vermutlich auch Patentgebühren für irgendwelche Produktionsprozesse o.ä. mit drin sind.

  10. Nachdem bekannt gegeben wurde, dass einige Star Wars Sets für 2020 gestrichen wurden, hätte ich damit gerechnet, dass Star Wars nicht mehr zu den Topsellern gehören würde. Aber ich freue mich natürlich sehr, dass Star Wars doch immer noch zu diesem Kreis gehört! Allerdings hätte ich die Harry Potter Reihe auch fest zu den Topsellern gerechnet und nicht nur als Randnotiz für eine „starke Leistung“ vermutet.
    Das es LEGO 2019, trotz massiver Investitionen, geschafft hat Gewinn einzufahren ist echt stark, Glückwunsch! Ich bin schon gespannt auf die Sachen die uns dieses Jahr erwarten und vor allem auf die Umsetzung der neuen IDEAS Sets.

    • Es wäre halt spannend zu Wissen in welchem Verhältnis der hohe Umsatz bei Star Wars zu den Lizenzgebühren steht. Aber da werden wir wohl nichts erfahren. In jedem Fall spricht der hohen Umsatz hier nicht für ein Ende von Star Wars bei Lego, wie von manchen befürchtet.

      • Ich finde es schon Aussage genug, dass ca. 10% für Lizenzen drauf gehen. Man kann sich ja vorstellen, dass Disney teurer ist und andere günstiger.

        • Lizenzkosten werden normalerweise vom Umsatz berechnet. Daraus errechnet sich aktuell eine Quote von ca. 7,3% (2,8/38,5). Die Quote pendelt seit etwa 15 Jahren zwischen 7,0% und 7,5% und das obwohl die Anzahl der Lizenzsets zugenommen hat.

      • Das Verhältnis wäre wirklich interessant, aber das Geheimnis wird wohl weder von LEGO noch von Disney gelüftet werden(o; Hauptsache es geht weiter mit LEGO Star Wars.

    • Das Harry Potter nicht den gleichen Umsatz von Star Wars erreicht hat, ist klar. Es gab halt wesentlich weniger Sets, auch nicht im gleichen Preissegment wie Star Wars. Ich glaube in den USA ist LEGO Star Wars sehr stark.

  11. Ich bin auch mit einem fünfstelligen Investment in 2019 dabei. 😉

    Alles nur aufgrund des „Held der Steine“ Videos bezüglich der „Abmahnung“ – ohne das Video wäre ich nie auf Lego aufmerksam geworden, hat mich die letzten drei Jahrzehnte davor überhaupt nicht mehr interessiert.

    • Mein Einstieg war die Creator Piraten Achterbahn vor 2,.. Jahren für meine Kinder. Davor war auch fast 3 Jahrzente nichts mit Lego …
      Fünfstellig … könnte auch bei mir so gewesen sei … bin aber jetzt auf einem aktuellen Stand und hoffe es wird weniger …

  12. Ich denke mal der Bericht zeigt eindeutig, dass „wir“ bei der ganzen Aufregung um Farbseuche, Stickerflut und blaue pins mal wieder aufgezeigt bekommen, dass sich die überwältigende Mehrheit nicht damit beschäftigt.
    Scheinbar ist die Führungsriege im Norden doch nicht so dämlich wie sie manchmal hingestellt wird.

    • Ich hoffe diese Erkenntnisse werden viele unserer werten AFOL Kollegen haben und dieses ewige gemeckere und gehate (zumindest für einen kurzen Zeitraum) etwas zurückgehen.

    • Ja, ist schon spannend mit der Wahrnehmung. Auch wenn es von bunten Klemmbausteinen ein weiter Sprung ist: Das ganze erinnert mich manchmal an die Kriminalitätsdiskussion, statistisch sinkt die Kriminalität, während das Gefühl der Unsicherheit bei manchen ansteigt. Bei Lego gibt es eine positive Geschäftsentwicklung und eine steigende Anzahl an spannenden Produkten für Erwachsene, während manche den Untergang des Unternehmens herbeireden und Unternehmen und Gründe finden jedes Produkt zu verreißen. Oft hilft es nicht diesen Leuten mit Zahlen und Fakten zu begegnen. Naja und meckern und sich ungerecht behandelt fühlen hilft manchen auch sich Geltung zu verschaffen, wenn es über Positives nicht gelingt.

    • Naja dem Einzelhandel ist es ziemlich egal ob die Pins blau oder schwarz sind. Aber er muss seine Regale leer bekommen und dann gibts massig Rabatte, was dann dazu führt das auch Sets die eigentlich ein gutes Preis/Leistung-Verhältnis haben (z.B 21319) mit 20% verkauft werden, weil beim Kunden bereits die Erwartungshaltung besteht das irgendwann ein Rabatt kommt. Lego hat da schon seinen Gewinn gemacht.

    • Das heißt nicht automatisch, daß es anders nicht besser wäre (ein paar Teile in einer anderen Farbe sind kein Milliardenaufwand), daß mir die Richtung gefällt, in die einige Produkte gehen (z.B. die Holzfigur) oder daß die Preise gerechtfertigt sind.

    • Es geht natürlich oftmals um Leiden auf hohem Niveau. Die letzten 10% zur Perfektion sind die schwierigsten. Mal davon abgesehen, dass diese eh unerreichbar ist.

      Es gibt aber auch, wie in fast jeder Firma, grobe Fehlentscheidung, die aber durch Reserven in allen Ressourcenbereichen kompensiert werden können. Sprich, Lego kann es sich erlauben am Markt viel herum zu experimentieren. Das ist ein Privileg das man sich erarbeitet hat.

    • Der Markt wächst aber scheinbar auch. Vielen anderen Anbietern geht es ja offensichtlich ebenfalls gut (Cobi, Mega Construx/Mattel, diverse Customizer, Chinesische Hersteller, viele BrickLink Shops etc.)

      Als Spielzeughersteller hat Lego natürlich weiterhin die Nase vorn (wobei es schon bedenklich ist das so viele Sets so stark rabattiert sind), aber bei den AFOL’s lässt Lego vieles liegen.

      Ich sehe nur wenige Kritiker die sagen das Lego nicht geschäftstüchtig ist! Auch dieses Fanboys vs. Hater ist lächerlich. Lego hat nen großes Portfolio Ninjago, Speed Champions und viele City Sets finde ich nach wie vor super, aber die meisten Technic Sets sind halt Mist und ein Creator Stadion oder Creator Fahrzeug mit Stickern geht halt gar —> IMO.

      • Sehe ich ähnlich, Lego lässt im Bereich der AFOL Sets noch einiges an Potenzial liegen und wenn man das anspricht ist das nicht haten sondern eher eine kritische Auseinandersetzung. Lego hat es halt gerne zum einen als Premium Spielzeug angesehen zu werrden und bei Sets ab 200€ ist jede Kritik an Unstimmigkeiten sofort entkräftet durch „ist doch für Kinder“.

        Kritik ist nicht gleich haten, genauso wenig wie etwas toll und schön finden nicht gleich Fanboy bedeutet. Ich freue mich aber über den doch recht sachlichen Ton hier im Blog, dann kann man auch gut unterschiedlicher Meinung sein.

        Und gerade wenn ein Unternehmen soviele Milliarden an Gewinn erzielt, dann sollte es für Lego auch möglich sein auf Kundenwünsche einzugehen.

        Aber Glückwunsch an Lego zum tollen Ergebnis, ich hoffe es geht mit vielen schönen Sets in 2020 weiter.

  13. An den Zahlen merkt man mal wie sehr dieser Blog im letzten Jahr gewachsen ist 😃. Und trotz zweistelligen Milliardenumsatz wirkt ihr im Podcast immer noch so bodenständig 👍.
    Respekt!!!

    • Das sind zwei Links hintereinander und rot unterlegt (Paper und Sheet), daher nicht zu unterscheiden. Du musst den vorderen Bereich klicken. War mir auch passiert.

  14. Das Lego gute Produkte herstellt ist klar, sonst wären wir alle nicht hier. Jedoch bin ich der Meinung sie könnten noch viel besser sein. Und wenn man die Mitbewerber von Copi oder Mega Construx sieht, dann weiß man auch die machen super Produkte. Und auch hier gibt es ein starkes Wachstum im Markt für Erwachsene.

    • Die Frage ist jetzt ob man sich gegenseitig nun versucht das Wasser abzugraben oder ob auf diesem Planeten genug Platz für alle zum Leben ist. Hach, immer diese tiefgründig-philosophischen Fragen:D

  15. Ich denke mir, dass das Wachstum vor allem aus China kommt, die Lego für sich noch weiter entdecken. Die AFOL Szene in Deutschland bzw Europa hat mit Sicherheit einen anderen Anspruch an Lego aus der Historie heraus, da diese als Kinder vor Jahrzehnten schon damit Berührung hatten. Somit ist die Kritik aus europäischer Sicht nach Piraten, Ritter etc. schon verständlich. Das Potential für noch mehr Wachstum ist ja trotzdem gegeben, denn Lego lässt viel Potential ungenutzt.

    • Vielleicht ist Lego aber auch einfach glücklich mit dem was sie erreicht haben und immer wieder erreichen. Vielleicht wollen sie ja überhaupt nicht auf Teufel komm raus Wachstum nur des Wachstums wegen.
      Die jährlichen Gewinne sprechen für sich; die Mitarbeiter sind sicherlich größtenteils gut bezahlt und stolz Teil dieser Firma zu sein. Es ist viel wichtiger diese guten inneren Strukturen zu erhalten und zu pflegen als noch eine Milliarde mehr auf dem Konto.
      Es gibt schon einen Grund warum Lego keine AG ist. Lego gehört zu den 10 integersten Firmen der Welt, was ihr Ansehen nach draußen angeht. Das hat man sich erarbeitet und dafür steht man seit Jahrzehnten.

      • Wenn Lego so glücklich mit den aktuellen Milliarden ist, dann könnten Sie ja von nun an mehr bedruckte Steine einfließen lassen, den Gewinn werden die paar Prints schon nicht auffressen 😉

        • Ich hab das schonmal erwähnt. Das mit den Prints kann kein Kostengrund sein da sogar total ordinäre 4+ Sets Prints haben und das große UCS Raumschiff xyz hat Aufkleber. Die denken sich irgendwas anderes dabei.

      • @neo:
        „Es gibt schon einen Grund warum Lego keine AG ist.“
        Da muss ich dich enttäuschen. Die offizielle Firmenbezeichnung lautet LEGO A/S. Das „A/S“ steht für Aktieselskab und ist das dänische Wort für Aktiengesellschaft.

    • Moment, „die Afolszene“ existiert nicht. Auch die Afols sind keine einheitliche Masse.
      Ein creator Expert Dampflok würde ich mir ins Regal stellen – meine Möbel würde ich aber nicht verkaufen um Platz für ne Eisenbahnserie zu schaffen.
      Ritter hatte ich als Kind auch – brauch ich aber aktuell nicht wirklich. Piraten sind wir schnurz – ein großes Segelschiff hingegen wäre toll.
      Von daher: Wir Afols sind ein sehr spezieller HAufen mit vielfältigen Vorlieben, uns kann man nicht in eine Kiste packen.

  16. Die Wahrheit liegt doch irgendwo dazwischen. Es sind gute Zahlen und damit steht das Unternehmen gut da. Es zeigt sich aber auch, dass man ein wenig aus der Substanz lebt, von der sehr starken Marke. Und zumindest in Deutschland ist es nunmal so, dass viele der Haupthändler die Lego verkaufen, alle so ihre Probleme haben/hatten. Kaufhof gibts in der Form nicht mehr, Toys R us nicht,selbst Real nicht. Wie die Nachfolger auf Dauer mit Lego umgehen muss sich noch zeigen. Mit Ausnahme der exclusive Sets drücken alle Händler Lego nur noch mit massiv Rabatt in den Markt… Das kann so auf dauer nicht gut gehen und muss dazu führen, dass viele in Zukunft einfach weniger bei Lego ordern. Für den Kunden ist die Situation natürlich angenehm, aber wirklich gesund sind viele der Händler nicht, was mittelfristig schon problematisch sein kann. Wobei wir natürlicha auch immer nur die Situation in Deutschland sehen.

  17. Ist doch klar wenn man die Produkte einfach in den Markt presst ohne sich Gedanken machen zu müssen wie die Händler das Zeug lowerden sollen.Schon krass wie neue Lego Sets rabattiert werden um verkauft werden zu können aber mir soll es recht sein.Ich kriege dadurch Lego zum vernünftigen Preis aber man sollte schon etwas hinter die Kulissen gucken,nicht ohne Grund geht es vielen großen Ketten gerade schlecht und müssen das Zeug rausprügeln.Natürlich ist Lego nicht alleine dafür verantwortlich das ist klar.

    Außerdem sollte man solchen Statistiken nicht so schnell glauben siehe Arbeitslosenquote wie die verschönert wird.

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