LEGO Anleitungen: Bald wieder ohne schwarze Hintergründe!

LEGO Anleitungen Schwarzer Hintergrund

In den letzten Monaten hat ein Phänomen im Rahmen der 18+ Serie für erwachsene LEGO Fans zugenommen: Schwarze Hintergründe in Bauanleitungen, die beim Bauen manchmal für unnötige Schwierigkeiten sorgen und vor allem Menschen mit eingeschränkter Sehkraft vor extreme Herausforderungen stellen. Nun hat LEGO endlich angedeutet, sich dieses Problems anzunehmen.

Wie zuerst die Kollegen bei Brickset berichteten, wurde in einer englischsprachigen LEGO Facebook Gruppe ein Screenshot einer Unterhaltung mit dem LEGO Kundenservice veröffentlicht, der wohl nach mehreren Monaten Schriftwechsel mit dem Support entstanden ist. Darin teilt LEGO unter anderem mit:

Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass wir uns das Feedback bezüglich der Hintergrundfarbe in unseren Bauanleitungen angehört haben. Wir haben bereits viele Tests durchgeführt und haben Pläne, von den schwarzen Hintergründen ganz wegzukommen.

Der Autor des Beitrags, Sam Walker, der der Unterhaltung nach selbst über eine Sehschwäche verfügt, äußert sich dazu wie folgt:

Endlich, nach monatelanger Kommunikation hin und her, gab Lego heute bekannt, dass sie vom schwarzen Anleitungsheft weggegangen sind, was allen erwachsenen Fans, insbesondere denen mit Sehschwäche, helfen wird.

Dies dürfte eine sehr gute Nachricht für viele Fans sein, unabhängig von deren Sehvermögen. Selbst mit voller Sehstärke ist es je nach Lichtsituation bei manchen Anleitungen eine Herausforderung, beispielsweise dunkelbraune Teile vor einem schwarzen Hintergrund zu erkennen, da jeglicher Kontrast fehlt. Ein gutes Beispiel dafür ist die LEGO 10277 Krokodil Lokomotive. Hier hat sich Malte in unserer Review zum Krokodil auch schon vor Monaten über die schlechten Sichtverhältnisse in der Anleitung geäußert.

LEGO 10277 Krokodil Lokomotive - Anleitung mit dunkelbraunen Teilen
Ein Bild aus der Anleitung der LEGO 10277 Krokodil Lokomotive: Dunkelbraune Teile auf schwarzem Grund

Einen Zeitpunkt für die Umstellung oder weitere Details über die Pläne für die Zukunft der Bauanleitungen will LEGO noch nicht nennen, aber das Feedback wurde zumindest an die zuständigen Teams weitergeleitet und befindet sich demnach in der Umsetzung.

Es bleibt spannend, ob LEGO einfach auf den in den meisten anderen Sets genutzten hellen Hintergrund wechseln wird. Die dunklen Hintergründe in den Anleitungen wurden vermutlich aus Gründen des Marketings verwendet, damit sich die 18+ Sets (genau wie bei der Farbe der Boxen) visuell unterscheiden. Ob LEGO diese Unterscheidung nun gänzlich aufgibt oder andere Wege dafür findet, wird die Zeit zeigen.

Zumindest in der Anleitung der neuen LEGO 21325 Mittelalterlichen Schmiede ist LEGO schon auf einen hellgrauen Hintergrund gewechselt, obwohl es sich um ein 18+ Set handelt.  Werft dazu gerne einen Blick in Jens‘ Review zur Schmiede. Ob das schon die ersten Ausläufer der angekündigten Änderung sind oder ob hier der Hintergrund aus anderen Gründen aufgehellt wurde, ist unbekannt.

Was sagt ihr zur Änderung in den Anleitungen? Freut ihr euch darüber, dass es zukünftig vermutlich weniger anstrengend für die Augen wird, die Sets zu bauen – sei es nun für euch selbst oder eben Menschen mit Sehschwäche? Diskutiert das Thema gerne in den Kommentaren!

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Über Lukas Kurth 1571 Artikel
LEGO Liebhaber und Star Wars Fan seit der frühen Kindheit. Begeisterungsfähig und immer Kind geblieben. 29 Jahre alt, studierter Maschinenbauingenieur und der Mensch und Gründer hinter StoneWars.de

101 Kommentare

  1. Vernünftig, und absolut richtiger Schritt. Ob die Anleitung durch ein schwarzen Hintergrund edler wirkt. Nein. Das Papier versaut es. Wäre es ein hochwertigeres Papier, dann sicherlich aber so. Nein. Zumal es ja auch unsäglich glänzt.
    Ich habe mit dem sehen keine Probleme aber begrüße den Schritt zu gunsten der Lesbarkeit!

  2. Vielen Dank für die Info! Weil ich selber auf einem Auge blind bin und auf dem anderen nur über eingeschränktes Sehvermögen (~50%) verfüge, bin ich über diese „endgültige“ Entscheidung sehr froh. Auch unabhängig von der Lesbarkeit war/bin ich kein Fan von zu dunklen Anleitungs-Hintergründen, einfach weil es immer recht „kühl“ auf mich gewirkt hat. Aber das ist natürlich Geschmackssache :-).

    • Naja, bei der Osprey ist das Problem mit den Zahnrädern auch nicht aufgefallen. Ich würde ja gerne wissen, was mit den ganzen gepackten Teilen passiert.

      • Zur Strafe mussten bestimmt alle mal aufgebaut werden, um sie letztendlich auf dem Boneyard abzustellen 😜

        Spaß beiseite, mich würde das auch interessieren, was TLC mit denen gemacht hat.

        • Ich glaube ernsthaft, dass solche Sachen geschreddert werden. Das würde Lego aus Imagegründen niemals zugeben, aber man kann sie weder verkaufen, noch spenden und die Teile wieder sortenrein zu sortieren ist logischerweise keine Option. Die kostengünstigste und sauberste Lösung ist wahrscheinlich die Dinger palettenweise in den Schredder zu fahren, es sei den Lego hat einen Bricklink-Händler des Vertrauens, der sich verpflichtet die Sets zu zerlegen und die Teile einzeln zu verkaufen. Aber da sehe ich große Gefahr, dass trotzdem Sets auf dem Markt landen, weil die Preise so extrem hoch sind.
          Man könnte sich vielleicht den Aufwand machen die Verpackung und Bauanleitungen zu entfernen und nur die Teiletüten an Verwerter weitergeben, aber ich glaube das ist im Endeffekt teurer als schreddern.

          • Ich weiß das zum Beispiel Fairybricks Kisten von LEGO gespendet bekommt in denen die Tüten aus verschiedenen Sets enthalten sind, um damit mit Kinder zu bauen.
            Bei der Ausstellung in Skaerbaek kann jeder Aussteller bei LEGO auch so eine Kiste erwerben und in meiner waren in einem Jahr sehr viele Beutel aus Wall-e Sets dabei. Wahrscheinlich wegen dem Konstruktionsfehler, der dort gemacht wurde.

            Beutel aus nicht veröffentlichen Sets hatte ich aber noch nicht dabei.

          • Ein Fall für STNWRS-Investigativ 😉

            Befürchte auch, dass eher geschreddert wird – kommt ja im Endeffekt billiger, wie zuletzt auf tagesschau.de in einem Artikel über Mode/Kleidung berichtet wurde.

            @Jonas: das mit den Konvolut-Kisten ist ja mal cool. Kannte ich noch nicht 🙂

  3. Danke! Ich bin Farbenblind und habe eh schon so meine Probleme bei den etlichen verschiedenen Farben der Steine. Die schwarzen Anleitungen haben mir da noch den Rest gegeben! 🙂

    • Für Leute mit Sehschwäche wären Farbenlindoptionen in der Lego App sinnvoll. Digital sind die ja bereits vorhanden und so könnte man das einstellen was für einen selbst am sinnvollsten/brauchbarsten wäre. Dann hätte die App auch noch einen zusätzlichen Sinn.

      • Gute Idee! Vielleicht mal als Idee an den Kundenservice herantragen? LEGO arbeitet ja schon an der Audiodeskription einiger Anleitungen für blinde Menschen, und da wäre das ja eine sinnvolle Erweiterung für Personen mit Sehschwäche.

  4. Die Logik der schwarzen Hintergründe habe ich ohnehin nie verstanden. Schon drucktechnisch würde ich mir den Ärger sparen. Hinzu kommt das alte LEGO-Problem, dass die gleichen Farben in jeder Anleitung sowieso anders aussehen und selbst auf hellen Untergründen manchmal ähnliche Farben kaum zu unterscheiden sind. Insofern ist die Abschaffung des „Nachtmodus“ zumindest schon mal ein Anfang…

  5. Ich habe damit eigentlich keine Probleme mit dem schwarzen Hintergrund und das obwohl ich schlecht sehe. Ich finde das sogar entspannter, ich arbeite auch am PC mit Dark Themen. Das größte Problem das ich ich mit Legobauanleitungen habe ist eher das dunkle Braun und dies seit je her, sowohl gedruckt als auch als PDF.

  6. Wenn das Marketing über die Produktentwicklung siegt und es dafür erst wieder das Feedback des Kunden braucht, um sowas rückgängig zu machen. Ich weiß, es ist eine Plattitüde, aber letztendlich entspricht es wahrscheinlich schon der Wahrheit, dass bei Lego bei einem Großteil der Entscheidungen das Marketing und Vertrieb die entscheidende Stimme haben!

    • Mir stellt sich da die Frage, ob die „Entscheider“ sich selbst eingehend mit dem gesamten Produkt – dazu gehört auch eine Aufbauanleitung – befassen, oder ob am Ende nur die Zahlen auf den Statistiken wichtig sind…

  7. Verstehe ich nicht…wo Lego doch so erpicht auf Einsparungen ist…was da an Druckerschwärze gespart wird, hätten die da doch schon viel früher drauf kommen müssen.

  8. Gute Entscheidung. Nicht nur wegen dem Kontrast, sondern auch wegen der etremen anfälligkeit des Papiers. Das sah nach einmal Aufbauen schon total verfingert aus. Genau wie die Verpackung des Porsche VIP GWP, die sollte man ohne Handschuhe nicht anfassen…

  9. Das ist doch mal eine gute Nachricht. Ich hatte auch aber meine Probleme damit, bei den dunklen Anleitungen etwas zu erkennen. Meine Augen sind nicht super und ich bin auch nicht mehr der jüngste. Gerade bei 18+ Sets fand ich es immer total unpassend.
    Noch was anderes in dieser Richtung: geht es nur mir so, oder entsprechen die Farben in den Anleitungen nicht exakt den Farben der realen Steine? Da sind die Abweichungen für mich teilweise sehr groß. Gerade in Bezug auf die Unterschiedlichkeit von Grautönen beziehungsweise Dunkelgrau und Dunkelbeige, sowie der Unterschied zwischen rötliches Braun und Dunkelrot. Bei den Steinen sehe ich sofort, welche Farbe das ist. Bei der Anleitung habe ich da manchmal Probleme.

    • Die Farben sind generell „falsch“. Digitales Farbmanagement gibt’s schon seit 30 Jahren, aber offensichtlich ist das sowas Neumodisches, dass nicht mit dänischen Vikingercomputern kompatibel ist. *lol* Ja, versteht wirklich keiner, warum LEGO es bis heute nicht hinbekommt, die eigenen Farben konsistent in Bildern und Anleitungen darzustellen. Bei den von dir genannten Farben kommen zudem noch perzeptive Phänomene hinzu, weil die Wahrnehmung der Farbe vom Kontext abhängt – Grau neben Schwarz wirkt anders als Grau auf Grau, aber auch das könnte man natürlich kompensieren…

      • … und da wirds kompliziert 🙂
        Die Steine haben Farbpartikel die keiner üblichen Druck-Farbpalette entsprechen (kein Pantone, kein RAL, kein …).
        Die Plan-Zeichnungs-Werkzeuge sind vermutlich IT-typisch RGB-basiert (hoffentlich alle gleich konfiguriert und mit Daten bestückt?), und die RGB-Entsprechungen der Kunststoff-Farben müssen erst mal erfasst sein (und nicht irgendwie).
        Gedruckt wird CMYK, d.h. es braucht dann eine RGB-CMYK-Übersetzung, wobei CMYK durchaus nicht dafür geeigent ist, alle Lego-Kunststoffarben 1:1 abzubilden. Gedruckt wird auf verschiedenen Rollendruck-Papieren in verschiedenen Druckereien, ggf. mit Recycling-Komponente, Verfügbarkeitsproblematiken, verschiedenen Tinten, …
        Dann der angesprochene Kontext von dunklem oder hellem Hintergrund … kompensiert man dann die anderen Farben entsprechend (ja man sollte, aber macht man’s)?

        Das kann man mit Farbmanagement natürlich alles handhaben, aber ich kenn das Procedere im größeren Corporate-Kontext nur zu gut – es ist NICHT einfach, auch 2021 nicht, man muss das durchplanen, implementieren, Lücken schließen, und immer wieder nachprüfen. Und für diesen hohen Aufwand muss das Thema wichtig genug sein um ihn zu rechtfertigen. Nicht nur wichtig genug um 3 Schalter zu drücken …

        (dass Satt-Schwarz auf Speckglanz-Papier einfach keine gute Idee ist, ist aber klar)

        • So wichtig, dass man sich als Premiumhersteller profilieren kann?! Ist ja nicht so, dass Lego alle 4 Wochen neue Farben auf den Markt bringt. Gründe gibt es immer warum etwas nicht funktioniert. Es hat aber auch was damit zu tun, ob man es nötig hat sich zu bemühen ein perfektes Produkt zu verkaufen oder ob man denkt, dass „ganz ok, aber zum Höchstpreis“ für den Kunden auch völlig ausreicht.

          • Das muss Lego entscheiden ob es ihnen wichtig ist und wieviel das ganze kosten darf.

            Ich sag nur: es ist technisch und organisatorisch in der Praxis eines Großbetriebes alles andere als einfach, und der Nutzen von Farbechtheit im Druck ist zumindest zu hinterfragen (soweit das überhaupt möglich ist, wie gesagt gibt es Farben die kann man in 4c so nicht drucken, ob mit Profilierung oder nicht).

            Was für den Kunden sinnvoller, weil nützlicher, wäre als eine exakte Farbwiedergabe (aber auch immer schon mal wieder gemacht wurde) ist eine Tiefenkompensierung bei dunklen Farbtönen, die heller abgebildet werden als sie eigentlich abgebildet sein sollten, um die Grenzen zwischen den Steinen gleicher Farbe deutlicher zu machen.
            Z.B. wurde Schwarz ja eine Zeit lang dunkelgrau gedruckt, damit man die Steinegrenzen (die tatsächlich schwarz waren) besser sieht. Das kollidiert dann halt mit der Wiedergabe von Dunkelgrau, das mit Hellgrau, und das mit Weiß … das muss man sich halt einteilen dass die Unterscheidbarkeit gegeben bleibt.
            Bei Dunkelbraun, Dunkelgrün etc. wäre das auch sinnvoll, aber nicht so trivial wie bei Grautönen.

            Effektiv haben wir es halt real mit beleuchteten 3D-Objekten zu tun, und gedruckt mit flachen einfarbigen Projektionen davon. Das lässt sich nicht komplett in Einklang bringen. Die Frage ist, was nützlich ist, nicht was technisch schön oder mit hohem Aufwand möglichst akkurat ist.

          • Stimme ich dir zu. Aber ich würde behaupten, dass Lego selbst „nützlich“ egal ist, sobald es die Gewinnmargen belastet.

        • Alle die farbige Dinge verkaufen und die Farbe dabei relevant ist … Mode, Farbstoffe, Designer-Möbel, Hochglanzmagazine, …
          Da ist der Aufwand aber auch ungleich höher, nicht nur bei der Farbabstimmung, sondern auch beim Rest der Druckproduktion (Papier, Druckmethode, Veredelung, Verpackung, …)

          • Selbst im Falle gleicher Farben unter Standardlicht hast Du wieder Abweichungen bei anderen Lichtquellen.

  10. Eine gute Entscheidung! Ich hoffe auch das die Sets mit den entsprechenden Anleitungen dann auch neue bekommen (in der nächsten Auflage) und das die Onlineversionen angepasst werden.

    Ich sehe sehr gut aber diese Anleitungen sind echt fordernd. Ökologisch sind diese schwarzen Hintergründe auch nicht gerade so toll.

  11. Oh das find ich super.
    Wobei ich ja eh lieber mit der App oder der PDF Version baue – da kann ich dann auch rein zoomen.
    Ob diese „schwarze Anleitung“ jetzt „wertvoller“ aussieht oder nicht – ist mir eigentlich relativ egal 😉
    Die gedruckten Anleitungen verwende ich ja eh sehr selten – irgendwie reflektieren die bei mir immer.
    Und der Laptop braucht jetzt auch nicht unbedingt mehr Platz auf dem Bautisch als so große Anleitungen wie beim Krokodil.

    • Haha. So wird es wahrscheinlich tatsächlich kommen.

      Egal was Lego macht, es wird zum Thema. Erst kommt 18+, alle begeistert über den schwarzen Karton, das tolle Design, stylisch, dann kann man auf einmal nicht mehr schwarz von braun unterscheiden. Farbseuche, blaue Pins will auch keiner. An allem sind sowieso der Vertrieb, Marketing, Geschäftsführung und Qualitätssicherung Schuld. Wenn die Designer dürften wie sie wollten, würde Lego sein volles Potential ausschöpfen. Oder vielleicht schöpft Lego schon lange 110% sein Potentials aus. Lego Games, Lego Wear, Lego in der Schule, Lego in der Uni, im Supermarkt, Drogerie, Baumarkt, Elektronikmarkt, Kiosk, Bekleidungsgeschäfte(zum kaufen und spielen). Ich kenne kein Produkt was so omnipräsent ist wie die Marke Lego.

  12. Beim Porsche war ja die Anleitung wieder schwarz. Habe mich beim Kundenservice auch diesbezüglich beschwert weil nicht nur manche Farben schwer sichtbar sind sondern auch Licht reflektiert wird und jeder Fingerabdruck sichtbar ist.
    Würde am liebsten auch die schwarzen Kartons verbannen.

      • Unwahrscheinlich. Eigentlich ist das Boxdesign nach meiner Einschätzung eine ziemlich gute Idee, um Neukunden auf sich aufmerksam zu machen, und das scheint für Lego von entscheidender Bedeutung zu sein.

        • Das stimmt wohl, man gut, dass die Neukunden (und natürlich wir „alten Hasen“🙈 denn so langsam stellt sich eine Altersweitsichtigkeit ein🤓) zumindest bald nicht mehr an den schwarzen Bauanleitungen verzweifeln müssen.😉

      • Wahrscheinlich nicht, denn es eignet sich gut, um aus der Masse der quietschbunten „Kinderkartons“ herauszustechen und Erwachsene zu animieren, ein Auge drauf zu werfen. Insbesondere die, die LEGO für Kindersachen halten. Insofern finde ich die schwarzen Boxen einen klugen Schachzug und auch ganz edel.

        • Sehr gut mnöglich, dass LEGO die schwarzen Boxen, als optisches Erkennungszeichen für Erwachsene, beibehält. Bei den meisten 18+ Sets gefällt mir die schwarze Box ja auch recht gut (aber die Sesamstraße und die Winter Village Reihe hätte mir bunt bestimmt auch gefallen ;o).

  13. Über diese Nachricht freue ich mich sehr! Gut, LEGO hat etwas neues ausprobiert, aber hat nun auch ein offenes Ohr für begründete Kritik. Denn eine brauchbare BA ist doch wesentlich wichtiger als eine „hippe“ Version, bei der man teilweise nur mit Scheinwerfer und Lupe herausfinden kann welche Bricks nun verbaut werden sollen. Wieder ein Schritt in die richtige Richtung mit hoffentlich schneller Umsetzung. Danke Sam!

  14. Die schwarzen Anleitungen gab es doch schon gefühlt ewig bei Sets für Erwachsene, bei meinem Ecto 1 (21108) von 2014 war das jedenfalls schon so.
    Damals wurde das ganze als edel angesehen und die AFOLS haben sich darüber teilweise gefreut. Das gehört eben auch zur Wahrheit.
    Lego dachte wohl dann darauf zu hören und hat das im großen Stil gemacht.
    Auch bei dem Ecto 1 war es schon so, dass man dunkle Farben teilweise nicht voneinander unterscheiden konnte und ich empfand das als störend und auch unnötig. Warum die ganze schwarze Farbe dafür verschwenden.
    Gut wenn Lego hier nun zurückrudert auf weiße Anleitungen. Wenn man hier etwas verbessern will, dann sollte man bei den 18+ Sets für Erwachsene interessante Inhalte hinzufügen. Bei de ISS hätte mich soetwas sehr gefeut, da wäre mehr gegangen. Mit so einem Mehrwert kann man dann auch den teureren Lego Preis rechtfertigen. Wenn mein Bauerlebnis für 10 EUR extra mit tollen Fakten die ich mir nicht selbst beiu Wikipedia raussuchen muss aufgewertet wird, dann bin ich dabei.

  15. Absolut nachvollziehbar und für die meisten LEGO Bauer eine gute Entscheidung. Ich persönlich hatte jedoch keine Probleme mit dem schwarzen Hintergrund und fand das sehr schön.
    Vielleicht wäre eine gute Lösung, dass man die LEGO Steine und das „Gebaute“ in der Anleitung mit weißem Schimmer/Umrandung darstellt und es dann natürlich auch auf weißem Grund druckt. Dann könnte der schwarze Hintergrund größtenteils beibehalten werden. Das fände ich optisch ansprechend.
    Sinnvoller ist es dennoch, die Hintergründe einfach pauschal mit hellerem Hintergrund zu drucken und ich denke, dahingehend werden sich die Anleitungen auch wieder verändern.

    • Diese Schein-Schimmer-Effekte sind in der Praxis sehr schwer feinzujustieren,
      das braucht abhängig vom jeweiligen Objekt (Größe, Detailgrad, …) unterschiedliche Einstellungen damit es nicht zu viel oder zu wenig ist, und da geht dann natürlich die Einheitlichkeit innerhalb des Dokuments oder über Produkte hinweg den Bach runter …
      Weiters ist ein Farbverlauf von weiß auf Satt-Schwarz (das ist nicht nur Schwarz, sondern hat alle 4 Druckfarben mit drin damit das auf weißem Papier überhaupt erst schwarz wirkt – und alles andere als auf weißem Papier zu drucken ist bei diesen Produkten gänzlich unmöglich) mit dieser Drucktechnik schwer zu drucken. Zum einen ist das Rollendruckpapier mit hoher Druchlaufgeschwindigkeit –> die Farbkomponenten verschieben sich und der Verlauf bekommt einen ungewollten Farbstich. Zum anderen haben wir einen groben Druckraster –> die letzten paar % des Verlaufs kurz vor Schwarz und kurz vor Weiß sind nicht sanft abgestuft sondern ein sichtbarer harter Schnitt.

      –> das weiße Papier schwarz zuzuschmieren ist generell keine gute Idee gewesen, besser weg damit und vergessen.

  16. Bei der mittelalterlichen Schmiede hat das doch gut funktioniert, die Einleitungsseiten waren auf schwarzem Hintergrund, die Bauanleitung auf hellem Grau. Bei dem Polizei-Modular bin ich aber auch ein paar Mal verzweifelt, durchgängig schwarzer Hintergrund.
    Ich baue meistens nicht an einem von allen Seiten gut ausgeleuchtetem Tisch, sondern eher im Wohnzimmer, Couch oder Boden (dann merkt man auch körperlich, dass man ein grosses Modell gebaut hat 🙂 ). Aber selbst mit guter Ausleuchtung blendet der schwarze Hintergrund zu stark.
    Von daher wäre das die einzig richtige Entscheidung von Lego, auf die durchgängig schwarzen Hintergründe zu verzichten.

    • Solange die schwarzen Seiten nicht da sind wo gebaut wird ist doch alles in Ordnung…
      Ich mache meine privaten Fotobücher auch immer mit einem dunklen Hintergrund, weil es m.E. besser aussieht. Aber bei einer Bauanleitung brauche ich das nicht. Wenn sie die Hintergrundinfos durch einen schwarzen Hintergrund aufwerten möchten – bitte gerne.

  17. Das Schwarz in den Anleitungen ist so eine typische Großunternehmens-Entscheidung … da hat man sich mal in einer Marketing-Sitzung neue Verpackungsdesign-Varianten angesehen, und irgendwann fiel dafür die Entscheidung „Alles Schwarz!“
    Gemeint war eigentlich nur: „alle 18+-Produkte auf schwarzen Boxen“, aber das wurde nicht so gesagt.
    In der Ausführung tauchen dann natürlich Fragen auf, was denn „alles Schwarz“ bedeutet … auch Innenverpackung? Anleitung? … aber die Management-Anweisung lautet Zitat „Alles Schwarz!“, und jeder der jetzt nochmal nachfragen geht, ist ein Problem-Verursacher statt ein Problemlöser. Also wird alles schwarz, ganz egal ob’s Sinn macht oder nicht. Denn immerhin hat jemand ganz weit oben dafür die Verantwortung zitierfähig schon übernommen.
    Und dann schiebt sich der Dampfer durch den Unternehmensalltag, und allen ist klar dass das nicht gut ist was da grade passiert, aber je länger er fährt desto schwieriger wird es ihn zu stoppen, bis dann halt die Prüfung in der Realität kommt, und die Entscheidung reale Auswirkungen hat … wo man sieht dass das in bestimmten Fällen einfach nicht passend ist, oder es Probleme beim Kunden verursacht, … Erst dann kann man daran wieder etwas ändern.

    (Wir durften z.B. für einen Kunden eine Weile lang keinesfalls mehr „dunkle Hintergrundfarben“ verwenden … das klappt durchaus für 90% der Produkte, aber bei Digitalprodukten die in ihrer Produktabbildung hellblau leuchten, ist Hellblau auf Hellgrau halt richtig bescheiden uncool … irgendwann durften wir da dann wieder auf Dunkel umstellen, nachdem 2-3 Messewände doof aussahen.)

    • Danke für die perfekte Beschreibung, wie solche Sachen passieren (können) – nicht aus völliger Ignoranz, aber aus der Mischung von Obrigkeitshörigkeit, guten Absichten und Fragen von Ästhetik, wo 1+1 nicht einfach 2 ist.
      Kann ich so aus anderen Bereichen nur bestätigen. Es bleibt nur zu hoffen, dass man intern ein bisschen was mitnimmt und versucht nachzuverfolgen, wie man das besser machen kann, dass einzelne Rädchen nicht nur erfüllen, sondern sich auch trauen, kompetent zu hinterfragen.

    • „Gemeint war eigentlich nur: „alle 18+-Produkte auf schwarzen Boxen“, aber das wurde nicht so gesagt.“ => dem muss ich widersprechen.
      Wie schon gesagt, dass Phänomen schwarze Anleitung gab es schon 2014, aber da war es halt nur son Nischenthema weil es bei dem ein oder anderen kleineren Ideas Set war. Ja, die Box war auch schwarz, aber wie auch schon gesagt, damals kam das beim Kunden auch als was neues und irgendwie schickeres an.
      Ich denke schon, dass man das auch bei den Anleitungen bewusst gemacht hat, allerdings hat die Praxistauglichkeit keiner verifiziert.

      • Waren die Seiten damals dann nicht auf dickerem Papier, und vor allem matt laminiert (ich denk grade an den Wall-E, hab das aber nicht vor mir liegen, oder Architecture-Sets)?
        Die aktuellen sind ja wieder auf dünnem halbglänzenden Rollendruck-Papier das sich wellt und spiegelt … nur schwarz draufschmieren macht ja noch nicht hochwertiger, sondern in so einem Fall halt schlechter als zuvor. Dass der Wunsch oder Plan vorhanden war hochwertiger zu wirken, kann natürlich trotzdem vorhanden gewesen sein … die Wege in einem Konzern sind undurchschaubar …

        • Die Wall-E Anleitung ist auf mattem weißen Papier. Allerdings bin ich überrascht wie durchscheinend es ist – ich kann die Rückseite jedes Blattes fast so klar sehen als hätte ich umgeblättert.

          Architecture hat schon von Anfang an – seit 2008 – „hochwertige“ Anleitungen auf dickerem schwarzen Papier. Bei neueren Sets wie z.B. dem Trafalgar Square sind schwarze Teile mit einer dünnen weißen Umrandung versehen und lassen sich ganz gut erkennen. Das Dunkelbraun beim Krokodil war hingegen eine Katastrophe. Im ersten Moment dachte ich die vermeintlich leeren Kästchen wären ein Fehldruck den ich reklamieren müsste.

          P.S. Ich habe letztens das Creator 3-in-1 31096 aufgebaut. Die drei Anleitungen sind auf unterschiedlichen Papierqualitäten gedruckt. Die vom Luftkissenboot hat deutlich dünneres Papier und wirkt auch sonst „billiger“.

          • okay, muss ich nochmal ansehen „am Objekt“.

            Nur eins: Schwarzes Papier ist das in keinem aller Fälle, es ist immer weißes Papier, das dann bedruckt wird, auch wenn die Seite am Ende kohlschwarz ist (Druckfarbenverbrauch kann man sich denken :-).

            Richtiges schwarz durchgefärbtes Papier würde bedeuten, dass dann darauf eine deckende weiße Fläche gedruckt werden muss (Siebdruck), immer da wo dann das Modell abgebildet werden soll. Und auf diese weiße Deckfläche würden dann die bunten Farben drauf gedruckt. Die Druckfarben selbst sind transparent, d.h. wenn es keine weiße Grundierung gäbe, sähe man sozusagen „bunt-dunkelschwarz“ an der jeweils bedruckten Stelle, mehr nicht.
            Siebdruck ist aber kostentechnisch so extrem weit weg von Lego-Anleitungs-Massendruck, dass das nie eine Option war oder sein könnte. Nicht mal wenn sie das Budget dafür verfünffachen wäre da ansatzweise was zu machen.

  18. Hm, also würde die Technik es net heutzutage mgl machen würde ich ne (wirklich) fette Hornbrille tragen. Dennoch sah ich nun hier keine Probleme für mich dir zu erkennen. Je doch habe ich Schwierigkeiten bei Xingbao Sets die Farbe (bei rot / braun) bzw den genauen Ton zusehen.🙈

  19. Schwarze Hintergründe waren natürlich totale Katastrophe, aber das ist leider nicht alles.

    Mich stört überhaupt irgendwelcher Hintergrund in der Anleitungen – egal ob blau, rot oder schwarz. Alles ist nur Umweltverschmutzung und braucht man nicht unbedingt. Manche Leute drucken zudem die Anleitungen aus und dann wird es richtig schlimm – man sieht auch „Streifen“ im Hintergrund da viele PDFs von Lego nicht optimal für Drucker sind.

    Ja, es gibt viele Leute welche die Anleitungen ausdrucken, nicht nur B-Modelle für Technik.

  20. Puh, diese schwarze Anleitung fand ich schon damals beim kleinen 21108 Ecto-1 eher grenzwertig. Besonder die PDF war echt unleserlich.

  21. „…ganz wegzukommen…“ – Hmpf, bei Architecture hab ich mir das eigentlich immer gefallen lassen. Gab ein stimmiges Gesamtbild und sooo schlecht sehe ich nun auch nicht. Naja, vielleicht ist es dann wenigstens nachhaltiger. Solange’s kein weiteres Anzeichen dafür ist, dass Architecture sich irgendwie in die anderen 18+-Serien auflöst.

  22. Beim UCS A-Wing bin ich das erste Mal auf so eine Anleitung gestoßen.
    Da dachte ich noch, dass das wirklich hübsch aussieht.

    Inzwischen hat sich meine Meinung da aber geändert und ich begrüße nun die Entscheidung, da es doch „anstrengender“ war, mit solchen Anleitungen zu bauen.

  23. Also ich versteh den aufstand nicht. Habe letztes Wochenende das Krokodil gebaut und muss sagen das es nicht wirklich schön ist von der Anleitung her aber so wie auf dem Bild in eurem Beitrag ist das auf garkeinen Fall. Und im Moment habe ich als Beleuchtung nur eine normale Glühbirne in der Mitte des Raumes und trotzdem die dunkelbraunen Teile erkannt. Demnächst beschweren sich noch Blinde das man die Anleitungen nicht lesen kann. 😂 Man kann es auch übertreiben

    • Ist es denkbar, dass deine Anleitung später und evtl. besser gedruckt wurde? Möglicherweise ist weder deine Erfahrung noch die derer, die Probleme mit den Farben und dem Druck hatten, allgemeingültig…

      • Nein, das Foto oben ist schlecht gemacht. Meine Anleitung ist ebenfalls gut dahingehend und ich habe das Set am ersten Tag direkt beim Lego-Shop herausgetragen. Was wirklich schlecht ist, ist das dunkle braun und das hat nicht mit dem schwarzen Hintergrund zu tun, denn man sieht weder Noppen noch Kanten beim dunkelbraunen Teilen. Das war auch beim LEGO House Tree of Creativity 4000026 so und dessen Anleitung ist nicht schwarz.

        • bzw. wäre die Anleitung vom Krokodil weiß gewesen, wäre das Problem mit den dunkelbraunen Teilen nicht verschwunden, sondern sogar noch verstärkt, weil Dich eine weiße Fläche stärker blendet und es Dir noch schwerer wird den schon schwachen Kontrast der dunklen Steine aufzulösen. Die Lösung ist ganz einfach, hellere Farben zu verwenden und eine Farbliste, damit man weiß wie dunkelgrau und schwarz aussieht, ist ja auch immer ein Problem bei den Bauanleitungen, das man ein vermeidlich schwarzes Teil sucht, es nicht findet und dann merkt das dunkelgrau sein soll.

          • Tatsächlich eine sehr interessante Feststellung. Wenn da nicht viele dieser Probleme mit dunklen Farben einfach auf den bösen neuen Hintergrund, im wahrsten Sinne des Wortes, projeziert wurden. Man wird sehen, ob die Beschwerden dann bei den guten alten weißen Anleitungen bestehen bleiben oder LEGO vielleicht auch parallel an einer besseren Darstellung des dunkelbrauns arbeitet. Schwarz hat eben eine Sonderstellung und wird mit weißen Randlinien gerendert. Das sollte man wohl einfach auf dunkelbraun und -blau ausdehnen oder irgendwie dynamisieren.

    • Stell dir doch mal vor du hast eine Sehschwäche/ Sehbehinderung (wie ich).. dann sieht es für dich genau so aus wie oben auf dem Foto… hättest du den noch Spaß am bauen?
      aber schön das du dich über „Blinde“ lustig machst …
      Dann hoffe ich mal das deine Augen immer gesund und gut bleiben …
      Empathie kann man im übrigen lernen… wenn man sie von zuhause nicht anerzogen bekommen hat!

      • Finde das jetzt etwas schräg von Dir, Du schreibst Du hättest eine Sehschwäche und sprichst Sie mir ab und unterstellst mir zudem, ich würde mich lustig machen. Glaub mir, ich weiß wovon ich spreche. Das beste Beispiel für normalsehende ist immer noch die dreckige Autoscheibe die von Sonnenlicht beschienen wird, genau das ist es, was die Kontrastminderung bewirkt, wenn Du geblendet wirst. Gesunde Menschen weniger, Menschen mit Grauen Star (getrübte Linse) etwas eklatant.
        Davon ab, das Blinde die Anleitung nicht sehen können, aber das ist wahrscheinlich nur Deinem Reflex geschuldet, mir unbedingt unüberlegt etwas entgegenhalten zu wollen.

        • Ich glaube, hier gibt es ein Missverständnis, weil sich Steindepression offensichtlich und gemäß der (manchmal schwer zu erkennenden) Einrückung auf Kevs Ursprungskommentar bezieht, die/der auch den Spruch mit den „Blinde[n]“ gemacht hat. Also alle mal kurz durchatmen. <3

          • Ich warte auf den Zeitpunkt, dass eine Empörungswelle über das Land schwappt, weil es jemand in einem nicht reflexierten Moment gewagt hat „Das sieht doch ein Blinder!“ auszurufen. Irgendwann wird es schwierig noch irgendeinen Vergleich zu ziehen, weil sich inzwischen anscheinend jeder von irgendwas direkt diskriminiert fühlt und das sogar in der Anonymität des Internets. Aber über Dicke darf man bestimmt weiter herziehen, denn die sind ja bekanntlich selbst schuld an ihrer Situation… also zumindest so lange man selbst nicht dick ist….

          • Und ich warte auf den Zeitpunkt, an dem du nicht mehr jede mögliche Gelegenheit wahrnimmst, in den Kommentaren zu zündeln.

            Haben wir ja beide was, worauf wir warten können 🙂

  24. Wie im Studium, als der Prof. PowerPoints an die Wand geschmissen hat, mit dunkelblauem Hintergrund und schwarzer Schrift?!?! 🙈

  25. Absolut gute Idee, es gibt andere Bereiche, wo man den Fokus auf Design / Optik legen kann, und der Bedarf weitaus höher ist, als bei einer Bauanleitung. Ich brauche auch keine schwarzen, oder sonderlich hochwertige Verpackungen, ich „sammle“ Lego Sets, keine Verpackungen oder Bauanleitungen. Alles Tinnef, die man mitbezahlen muss.

    • Muss natürlich jeder selber wissen, aber Recht haste. Ich versteh dieses Sammeln vo Karton such nicht!.
      Und warum dann weiter Papieranleitungen? Sie haben die Anleitungs-App und könnten alles komplett ohne Papier zum Kunden bekommen… Nachhaltiger gehts ja nicht!

  26. Wie konnte es denn überhaupt zu so einer Entscheidung kommen, Anleitungen schwarz zu drucken? Lego ist doch in Sachen Qualitätssicherung sehr weit vorne. Und Barierefreiheit spielt doch auch immer ein große Rolle („Die LEGO Gruppe setzt alles daran, die effektive Kommunikation und Barrierefreiheit für alle Kunden/Nutzer sicherzustellen“). Dass sowas nicht gutgeht, äh (wollte grade was mit Blinder und Krückstock schreiben, lass es an der Stelle lieber) hat man doch als Laie schon erkennen können. Hier muss doch eine Entscheidung Einzelner (oder soll ich lieber „fixe Idee“ schreiben) das Mitspracherecht ganzer Abteilungen und Institutionen bei Lego ausgehebelt haben… alles sehr merkwürdig.

    • Naja, ich weiß nicht. LEGO hat ja bereits über ein Jahrzehnt lang schwarze Anleitungen gedruckt und niemand hatte je ein Problem damit. Natürlich hat sich das jetzt dem breiten Kundenkreis, der nie zuvor ein Architecture-Set gebaut hat, geöffnet und damit eine deutlich höhere Kundschaft erreicht, demzufolge auch mehr Beschwerden (oder halt einfach „was das komisches neues Zeug?“-Reaktionen kombiniert mit Problemen, die mit dem Hintergrund eigentlich nichts zu tun haben, wie die Qualität dunkler Farben). Aber es ist ja nicht so, als wäre das eine komplett neue und unerprobte Idee gewesen. Sie war eben nur nicht an der breiteren AFOL-Großkundschaft erprobt und man hat das bei LEGO unterschätzt.

    • wie ich oben schon schrob: oft passiert das in großen Organisationen, wenn ein Meeting eine Entscheidung fällt (18+ –> schwarzes Design, edel!), alle froh sind dass das endlich erledigt ist, und dann in der Umsetzung diese Entscheidung auf keinen Fall mehr hinterfragt wird, um bloß nicht dieses Fass schon wieder aufzumachen. dann wird diese Entscheidung für einen Aspekt (der vielleicht sogar im ist) auf alles mögliche unpassende ebenfalls angewendet, also praktisch Übererfüllung statt Nachfrage ob das überhaupt überall Sinn ergibt.
      hier war man wohl so froh dass endlich schwarz die 18+-farbe sei, dass das dann auch auf Anleitungen im „normalen“ Druck angewendet wurde, ohne zu beachten dass das auf diesem Speck-Papier (im Gegensatz zum dicken, matt laminierten Architecture-Papier) unbrauchbar ist.

      (neben dem Schwarz kommt halt noch dazu dass dunkel Stein-Farben auf diesem Papier noch dunkler kommen und Kontraste und Details absaufen. das müsste korrigiert werden, unabhängig davon ob der Hintergrund schwarz oder graublau ist)

      • Grundsätzlich hast du recht, aber ich möchte dir dennoch zumindest was die technische Umsetzung angeht widersprechen. Das ist alles kein Hexenwerk, Profile, CMYK Gamut und so weiter hin oder her. Bei LEGO fängt das Problem aus meiner Sicht schon viel eher an und man kann es z.B. auch anhand der PDFs sehen, dass da die Farben verbogen werden, dass sich die Balken biegen. Die Druckereien haben also gar keine Chance, eine exakte Wiedergabe zu erzielen, selbst innerhalb irgendwelcher FOGRA Toleranzen. Und naja, mal davon abgesehen sollte doch LEGO auch wissen, welche Pigmente sie in die Steine kippen und da muss dann eben auch im Pre-press-Bereich überall mit den entsprechenden Pantone-Fächern oder was auch immer gearbeitet werden. Bitte nicht falsch verstehen: Der Punkt ist jetzt nicht, dass da irgendwelche Deltas maximal ausgenutzt oder überschritten werden, für mich fühlt es sich vielmehr so an, als ob’s wirklich keinen so richtig interessiert und deswegen praktisch jede Bauanleitung und jeder Fotosatz zu einem Produkt anders rauskommen, was die Farbigkeit angeht.

        • Das ist gewiss so, ja. Viel Mühe steckt da nicht drin aktuell.

          Ich kann mir halt vorstellen dass die Planerstellungs-Software in RGB arbeitet (natives CMYK-Rendering wäre mal cool, könnten wir tatsächlich brauchen, gibt’s aber nicht), und die RGB-Werte der Steine darin nur so-la-la eingeschätzt werden, und ist’s dann mal drin, bleibt es so, mit einem Druckergebnis stimmt das niemand mehr ab.
          Dann muss das in CMYK gewandelt werden (von RGB-Renderings kommt man nicht mehr zu Pantone, und mehr als 4-farb wird auch nicht gedruckt werden).
          Und wenn man gar nicht so recht weiß, auf welchen Druckprozess man den genau konvertiert, kann man nur irgendwas pauschales anehmen … da ist halt keine Kompensation für Papier-Grauwerte, Saugkraft etc. drin. Lego wird dann vermutlich Rollendruck da einkaufen wo es günstig ist, regional etwa da wo auch verpackt wird d.h. an mehreren Standorten, und mit dem Papier das gerade in der Menge dort lieferbar und günstig ist. Die Druckereien sind sicher angehalten, gewisse Werte einzuhalten, aber wenn die Daten schon medium sind und es keine Referenz oder Präferenz seitens Lego gibt, kann die Druckerei an Reglern drehen bis es dem Drucker vor Ort gut vorkommt …
          Es geht ja effektiv da auch nicht um Schöndruck, Vergleichbarkeit oder Reproduzierbarkeit der Ergebnisse … hauptsache gut genug / nicht ärgerlich.

          Also wie du sagst: es gibt seitens Lego keinen „Bedarf“ für eine Verbesserung, außer jemand beschwert sich …
          Und wenn man sich dann doch mal zusammenrafft um es gut zu machen, stellt sich heraus dass das eine richtig lange Kette ist die aufeinander abgestimmt sein muss, wenn das Ergebnis steuerbar werden soll. Und da wird dann der sich Zusammenraffende auf Widerstände stoßen …

      • Mir zeigt das nur, dass in diesen Etagen noch keiner von denen ein Lego Modell zusammengebaut hat, geschweige denn eines, wo die BA in schwarz war. Dann würde das auffallen.

  27. Bei Architecture fand ich die schwarzen Anleitungen immer ziemlich schön, beim TIE Fighter Piloten eher dämlich. Auch wenn die schwarzen Boxen nicht immer gern gesehen sind, kann ich mir da schon vorstellen, dass sie sich positiv auf die Verkaufszahlen auswirken. Bei den Anleitungen ist das Ganze meiner Meinung nach aber wirklich bestenfalls unnötig, von daher eine zu begrüßende Entscheidung.

  28. Meine Meinung dazu ist 50/50. Bisher hatte ich mit den schwarzen Anleitungen nur Probleme, wenn es um transclear-orange und ähnliche Farben geht. Das fällt besonders bei Architecture Tokyo auf, in einem Bauschritt. Da hab ich geflucht, weil man die Farben nicht/kaum erkennen konnte^^
    Sonst finde ich die Aufmachung recht edel und passend zu manchen Sets/Kategorien. Hätte man auch beibehalten können und die genaue Farbbezeichnung bei Schwierigkeiten separat nochmal angeben können.

  29. Also ich finde das die Anleitungen ohnehin stark reflektieren. Insbesondere wenn man unter einer Lampe sitzt. Nutze immer mehr die digitale Variante.

  30. Ihr könnt dem Helden kritisch gegenüber eingestellt sein, aber er hat schon recht mit der Aussage, das Lego viele Füchse beschäftigt! 😂

      • Damit ist gemeint, worüber auch hier diskutiert wird, dass Lego oft Entscheidungen trifft, die nicht wirklich nachvollziehbar sind. Ihr habt es ja oben im Artikel auch im Fall der Lokomotive gezeigt, wie gut schwarz und dunkel braune Steine miteinander harmonieren. Das kann doch nur ein Fuchs durchdacht haben 😉

    • Ich fand ehrlich gesagt die Zweckentgremdung dieses Wortes schon immer ziemlich blöd, selbst als ich Herrn Panke noch lustig und sympathisch fand.

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