LEGO dominiert die Top 10 der umsatzstärksten Spielwaren im Jahr 2018 [Update]

Update (05. Februar, 11:50 Uhr): Nachdem es einige Kritik am Titel dieses Artikels und auch am Inhalt gab, habe ich mich eben ein bisschen hinters Telefon geklemmt um weitere Informationen über die Zahlen zu bekommen, die hier im Artikel genannt werden.

Zunächst mal zum Titel: Die Überschrift stammt aus meiner (Lukas) Feder und war vielleicht etwas zu reißerisch gewählt, was aber so gar nicht beabsichtigt war. Den Rest des Artikels hatte ich ein wenig angepasst – Ryk ist ja relativ neu im Team, deshalb schaue ich hier hin und wieder noch über die Artikel drüber und nehme einige Anpassungen vor. Grundsätzlich kann ich aber sagen: Die Überschrift war (unseren Quellen nach) korrekt gewählt und inhaltlich zutreffend. Im Nachhinein war sie dann aber nicht mehr ganz richtig – mehr dazu in den folgenden Abschnitten.

Ich habe nun von der NPD Group Deutschland GmbH die kompletten Zahlen bekommen und habe mir einige Fragen beantworten lassen. Zunächst mal: Die unten von uns gelistete Reihenfolge ist tatsächlich insofern falsch, da sich sie auf einen anderen Zeitraum bezieht und nicht das gesamte Jahr 2018 darstellt. Und: Die Sortierung ergibt sich aus den mit den Spielwaren generierten tatsächlichen Umsatz, nicht aus den Stückzahlen. Warum man bei der NPD Group die Formulierung „meistverkauft“ gewählt hat, ist mir nicht ganz klar. Ich habe unsere Überschrift aber jetzt von „meistverkauften“ zu „umsatzstärksten“ abgeändert.

Außerdem als wichtige Info: Die Zahlen wurden in einer Präsentation der NPD Group auf der Spielwarenmesse vorgestellt. Es handelt sich hier also nicht um eine von LEGO beschönigte Version der Zahlen, sondern um die offiziell von der NPD Group erhobenen Zahlen.

Ich habe jetzt also nicht nur die korrekte Liste für das gesamte Jahr 2018, sondern auch die tatsächlich abgesetzten Stückzahlen vorliegen. Den tatsächlichen Umsatz konnte mir das Unternehmen nicht zur Verfügung stellen, allerdings lässt der sich ja anhand der Stückzahl kombiniert mir durchschnittlichen Marktpreisen ganz gut berechnen. Wichtig ist hier: Die folgenden durchschnittlichen Marktpreise habe ich anhand des Preisverlaufes von Idealo geschätzt:

ProduktRang (nach generiertem Umsatz)AnzahlFirmaØ Preis
(geschätzt)
LEGO Technic Geländegängiger Kranwagen (42082) 149.000LEGO Group180€
LEGO Star Wars UCS Millennium Falcon (75192)29.764LEGO Group700€
Baby Born Soft Touch3170.000Zapf40€
Playmobil Adventskalender4498.000Playmobil13€
Bigwheel 2015 Roller595.000Hudora65€
LEGO Technic Mach Anthem (42078)657.000LEGO Group105€
Gravitrax Starter Set7143.000Ravensburger40€
Kidizoom Duo 5.0880.000Vtech70€
LEGO Technic Tracked Racer (42065)988.000LEGO Group63€
Paw Patrol Figure Vehicle10334.000Spin Master15€

Rechnet man die Umsätze zusammen, hat LEGO mit geschätzten 27.110.000 Euro Umsatz aus dem Top 10 der umsatzstärksten Spielwaren einen ordentlichen Vorsprung auf die zweitplatzierte Firma Zapf mit geschätzten 6.800.000 Euro Umsatz. Hier sind aber natürlich nur die Top 10 eingerechnet.

Eine kleine Anmerkung meinerseits: Ich denke, dass bei Playmobil alle Adventskalender von 2018 eingerechnet wurden. Genau so wie bei den Paw Patrol Figures ebenfalls alle Exemplare der gleichen Preiskategorie addiert worden sein dürften.

Es zeigt sich also relativ klar: LEGO dominiert die Top 10 der umsatzstärksten Spielwaren ziemlich deutlich. Wenn es um die reinen Verkaufszahlen geht, haben andere Hersteller allerdings in den Top 10 die Nase vorn.


Originalbeitrag(03. Februar): LEGO hat sich im Rahmen der Spielwarenmessen 2019 in Nürnberg positiv über das Wachstum der Consumer-Sales im deutschen Spielwarenmarkt geäußert. Außerdem wurden im Rahmen der Pressekonferenz auch die erfolgreichsten LEGO Produkte vorgestellt.

In einem Pressetext verrät LEGO, dass sie im Geschäftsjahr 2018 laut der NPD Group Deutschland ihre Verbraucherumsätze um 4,8 Prozent in Deutschland steigern konnten. Auch der Marktanteil stieg im vergangenen Jahr auf 17,2 Prozent. LEGO Technic, LEGO DUPLO, LEGO Ninjago, LEGO City, LEGO Star Wars und LEGO Friends sind dabei die wichtigen Themengebiete, aber auch mit Lizenzthemen wie Harry Potter und Jurassic World zeigte sich der Chef von LEGO Deutschland zufrieden.

Auf der Pressekonferenz wurden dann die vier erfolgreichsten Produkte des Unternehmens besonders hervorgehoben:

  • LEGO Technic 42065 Ferngesteuerter Tracked Racer
    • 370 Teile
    • 79,99 Euro (UVP)
  • LEGO Technic 42078 Mack Anthem
    • 2595 Teile
    • 149,99 Euro (UVP)
  • LEGO Technic 42082 Geländegängiger Kranwagen
    • 4057 Teile
    • 229,99 Euro (UVP)
  • LEGO Star Wars 75192 UCS Millennium Falcon
    • 7541 Teile
    • 799,99 Euro (UVP)

Man sieht hier durchaus eine gewisse Tendenz zu LEGO Technic. Dass ausgerechnet das größte und teuerste LEGO Set in dieser Liste zu finden ist, finde ich persönlich tatsächlich beeindruckend.

Allerdings ist diese Liste keine Rangliste. Wenn man sich aber die Liste der meistverkauften (bzw. umsatzstärksten) Spielwaren in Deutschland ansieht, dann wird einem der große Erfolg von LEGO erst richtig bewusst. Denn der UCS Millennium Falcon ist dort auf Platz 1 zu finden, direkt gefolgt vom Mac Anthem. Und auch der ferngesteuerte Tracked Racer ist noch auf Platz 7 zu finden.

  1. LEGO Star Wars UCS Millennium Falcon (LEGO Group)
  2. LEGO Technic Mack Anthem (LEGO Group)
  3. L.O.L. Surprise! Confetti Pop Sort. (MGA Entertainment)
  4. Beyblade Starter Pack Assortment (Hasbro)
  5. Tiptoi Stift mit Player (Ravensburger)
  6. Paw Patrol Figur Vehicle (Spin Master)
  7. LEGO Technic Ferngesteuerter Tracked Tacer (LEGO Group)
  8. Gravitrax Starterset (Ravensburger)
  9. Baby Born Interactive (Zapf Creation)
  10. Beanie Boos Regular Asst (Carletto)

(Quelle: npdgroup deutschland GmbH / Germany Market Overview, Q2 YTD data)

LEGO ist damit das einzige Unternehmen in den Top 10 der meistverkauften Spielwaren in Deutschland, das dreimal zu finden ist. Und das einzige Unternehmen mit Produkten oberhalb der 100-Euro-Schwelle. LEGO hat außerdem die drei teuersten Produkte der gesamten Top 10.

Auch wenn Deutschland mittlerweile laut einer Presseerklärung von LEGO auf der Toy Fair nicht mehr zu den Top 4 Märkten weltweit gehört, finde ich den Stellenwert des Unternehmens im deutschen Spielwarenmarkt wirklich bemerkenswert. Auch wenn man unter AFOLs häufig mal unzufriedene Stimmen oder Kritik hört, scheint das alles dem Erfolg von LEGO keinen Abbruch zu tun.

Hättet ihr mit solchen Ergebnissen für LEGO gerechnet? Freut ihr euch für das Unternehmen, wenn es ihm wirtschaftlich gut geht, oder macht ihr euch eher Sorgen deswegen?

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Aloha. Mein Name ist Ryk Thiem. Geek. Methusalem. Spielkind. Catlover. AFOL. Instagramposter. Gelegenheitsblogger. Unzuverlässiger Podcaster. Teilzeit-YouTuber.

39 Kommentare

  1. Das ist beindruckend, das bedutet das der trackracer weniger als 10x so oft und der Mack weniger als 5x so soft verkauft wurde als der Millenium Falcon. Wenn man bedenkt das beide Technic Produkte noch in der „ich spar drauf“ und „ich kann es mir zu Weihnachten und Geburtstag Wünschen“ von älteren Kinder und Jugendlichen ist und der UCS Falcon weit ausserhalb des Hobbybudget für die meisten Erwachsenen ist, ist das wirklich sehr bemerkenswert wie gut der Falcon läuft.

  2. Guten Morgen,

    Danke für den sehr interessanten Artikel. Sehr interessant, dass es diese Sets sind, die ja sehr wahrscheinlich mindestens zwei einigermaßen unterschiedliche Zielgruppen widerspiegeln. Der Falke ist ja (fast) ausschließlich für AFOLs, der Mack und der Tracked Racer ist für die eher breite und jüngere Masse. Und für einen Falken, müssen ja mal do 15 Tracked Racer oder 6-7 Macks verkauft werden, man kann hier eventuell auch den „AFOL zu Kids“-Quotienten ableiten.

    Ihr macht super Arbeit, sehr fokussiert und informativ – eine tolle Quelle, um Lego Infos zu erfahren ohne viel Brimborium drumherum, und das mit dem HDS war euer Meisterstück, da ihr auch hier ruhig und sachlich berichtet habt.

    Viele Grüße und macht weiter so.

    • Hallo und – sorry:

      Ich fühle mich leider genötigt, der Lobhudelei hier zu widersprechen – gerade angesichts der maßlosen Übertreibungen (in beide Richtungen) in der Causa „Held der Steine vs LEGO“.

      Zunächst möchte auch ich Lukas für seine intensive Recherche-Arbeiten hier danken, die uns mit vielen hilfreichen Informationen „füttern“. Gleichzeitig bin ich aber auch der Meinung, dass die Artikel von „Meisterstücken“ noch sehr weit entfernt sind – sowohl obiger als auch der zitierte bzgl. HdS: https://www.stonewars.de/news/lego-vs-held-der-steine/ .
      Meine Hauptkritiken:
      1. In beiden Artikeln wurde voreilig (und damit teilweise falsch) berichtet und erst dann konkreter recherchiert, um notwendige Fakten zu ermitteln.
      2. Aus beiden Artikeln „schimmert“ ein Wohlwollen der LEGO Company gegenüber heraus, das die Sachlichkeit untergräbt.

      Zu meinen (noch offenen) Kritikpunkten des obigen Artikels:
      – Die Formulierung „Liste der meistverkauften (bzw. umsatzstärksten) Spielwaren“ ist falsch, weil sie zwei unterschiedliche Sachverhalte vermischt, die nicht zu vermischen sind – Tatsache ist allerdings, dass die NPD Group das Ranking unter „Die 10 meistverkauften Spielwaren in Deutschland YTD Q2 2018“ führt. (Der Handelsblatt-Artikel spricht in seiner Bezugnahme auf eine andere Rangliste der NPD Group von „Umsatzstärke“, was jedenfalls eher einleuchtet, wobei auch hier der Zeitraum nicht klar angegeben wird, vermutlich aber das Gesamtjahr 2018 gemeint ist.)
      – Unklar ist überhaupt, was mit der Formulierung „YTD Q2 2018“ gemeint ist, da weder der Beginn noch das Ende des Zeitraums klar angegeben werden (sollte einfach Q2 2018 – vermutlich! – gemeint sein, wäre das Kürzel „YTD“ = Year-to-Date falsch. Das bedeutet soviel wie (Geschäfts-)Jahresbeginn bis zu einem Stichdatum (das ebenfalls fehlt!)).
      – Aufgrund der Absatzschwankungen innerhalb eines Geschäftsjahres, die bei verschiedenen Herstellern unterschiedlich ausfallen können, ist die Aussagekraft dieses Rankings generell gering – aussagekräftiger wären Vergleiche desselben Zeitraum mit den Vorjahren, oder eben ein Ranking, das vier aufeinander folgende Quartale zusammenfasst.
      – Die Frage ist überhaupt, wie und wo die NPD Group die Zahlen erfasst – handelt es sich um tatsächlich im Handel an die Endverbraucher verkaufte Produkte ohne Rückläufer? Und falls es sich nicht um die Anzahl der jeweiligen Spielwaren, sondern um den Umsatz handelt, wurden tatsächlich von Endverbrauchern bezahlte Preise berücksichtigt oder nur UVPs (bzw. Händlerpreise, rabattiert oder nicht)? (Der Handelsblattartikel legt für das dort erwähnte Ranking – wie auch immer ermittelte – Durchschnitts-Endverbraucherpreise nahe.)

      Zur HdS-Story:
      Ganz grundsätzlich begeht hier Lukas denselben Fehler wie viele andere Kommentatoren auch, die sich dem Thema im Wesentlichen aus (pseudo-)juristischer Perspektive nähern. Thomas Panke (alias „Held der Steine“) geht es tatsächlich aber um einen Blickwinkel, der im Bereich Wirtschafts- und Unternehmensethik anzusiedeln ist. Das geht aus seinem eigenen YouTube-Video zur Sache deutlich hervor und folgt klar einer Linie von Kritiken an Entscheidungen und Strategien der Lego Company in einigen seiner früheren Videos.

      Im dortigen Artikel vermischt Lukas leider Meinung und sachliche Information, auch in Bereichen, die nicht als „Einschätzung“ gekennzeichnet sind und gesteht der LEGO Company eine Art „juristische Zwangslage“ zu, die objektiv nicht bestand:
      1. LEGO „muss“ grundsätzlich gar nicht gegen eine solche Markenanmeldung vorgehen! (Darf es aber natürlich.)
      2. Die Theorie, dass sie damit „Tür und Tor“ für Markenrechtsverletzungen durch Dritte öffnen würden und dem juristisch nicht mehr Einhalt gebieten könnten, ist Unfug.
      3. Abgesehen von juristischen Einschätzungen, ob LEGO im Falle eines Rechtsstreits Erfolg gehabt hätte oder nicht, mögen sich alle selbst beim Betrachten obiger Screenshots überlegen, wie hoch die Verwechslungsgefahr mit den von LEGO eingetragenen 2×2 Steinen wirklich war und ob das alte Heldenlogo wirklich in irgendeiner Form mit der LEGO-Company und der von ihnen zur Vermarktung ihrer Produkte verwendeten Darstellungen in Verbindung gebracht hätte werden können. (Meine Meinung: Beim besten Willen, nein!)
      4. LEGO hat Panke nicht „hingewiesen“ oder „gebeten“, sondern – mit zeitlichem Ultimatum – aufgefordert, die Eintragung seines Logos als Marke zurückzunehmen, das ist umgangssprachlich eine Drohung.
      5. LEGO muss Panke nicht zwangsläufig sofort schriftlich (via Anwalt oder nicht) zu Dokumentationszwecken kontaktieren. Ein Anruf hätte zunächst genügt. Schriftlich hätte es erst werden müssen, wenn er sich dem Ansinnen LEGOs verweigert hätte.

      Zur Kritik an der Markenrechtsanmeldung von Panke:
      Wenn er es nicht tut, können andere nicht nur unter Verwendung seines Logos Merchandise vertreiben, sondern sogar selbst versuchen, es als eigene Marke anzumelden und ihn dann an der entsprechenden Verwendung seines eigenen Logos hindern. Wo da die „schlechte Idee“ gewesen sein soll, erschließt sich mir nicht. (Und nein, es geht hier nicht um die Frage, ob er alles richtig gemacht hat – eine dumme Formulierung ohnehin – sondern, ob er aus seiner Perspektive mit seinen Möglichkeiten angemessen gehandelt hat.)

      Zum Schluss meine Bitten:
      Entweder erst besser recherchieren und Informationen validieren & falsifizieren, bevor ein Artikel erscheint, oder aber, wenn’s schnell sein soll, viel stärker mit dem Konjunktiv arbeiten und Unklares und Ungeprüftes als solches darstellen.
      Und dann bitte versuchen, Meinung und Information stärker zu trennen (gut, das schaffen die sich selbst so bezeichnenden „Qualitätsmedien“ auch nicht – andere versuchen’s gar nicht erst…).
      Und schließlich, bitte, wenn’s geht: Nicht die „Liebe“ zum Produkt automatisch auf die Company übertragen!

      • Ich stimme nicht mit allem überein was du hier geschrieben hast, nehme das aber einfach mal zur Kenntnis. Da sind sicher ein paar wahre Punkte dabei.

        Ich wollte nie behaupten, dass meine/unsere Artikel hier der Weisheit letzter Schluss sind – das steht ja auch nirgendwo. Bezüglich dieses Artikels hier: Es gibt leider keine besseren Informationen. Bisher konnte uns weder LEGO noch die NPD Group genauere Angaben liefern. Wenn die da sind, ergänze ich die gerne.

        Und wozu ich auch noch kurz was sagen will: Ich übertrage hier definitiv nicht die Liebe zum Produkt auf die Firma. Ich bin kein offizielles LEGO Fanmedium und will auch keines werden. Aber ich springe eben auch nicht auf jeden „LEGO bringt nur noch Scheiße raus“-, „LEGO ist so teuer geworden“- und „LEGO mahnt jeden ab“-Zug auf. Das ist faktisch nämlich eben auch nicht richtig.

      • So, als Ergänzung habe ich jetzt nochmal ausführlich mit der NPD Group telefoniert. Man hat mir die tatsächlich verkauften Stückzahlen mitgeteilt. Die basieren auf Händlerinfos und die Umsätze (die das Ranking bestimmen) basieren auf tatsächlich gezahlten Preisen.

      • Hallo Briggs,

        ich erlaube mir einige Gedanken zu Deinen Kommentar anzustellen:

        1. Die Tablelle der npd group ist in der Tat widersprüchlich. Es wird nicht klar, ob es sichume Stückzahlen oder um den Umsatz handelt. Völlig unabhängig davon ist Lego der einzige Hersteller, der dreimal vertreten ist und die Plätze eins und zwei belegt. Den Autor zu unterstellen, ein zu positives Bild zu zeichnen, kann ich nicht nachvollziehen.

        2. Der Zeitraum der ndp Untersuchung ist klar benannt. „YTD Q2 2018“ bedeutet „Year-to-date“ beginnend von Anfang 2018 zum genannten Datum „Q2 2018“, also bis Ende des zweiten Quartals. Besser wäre die Bezeichnung 1.HJ gewesen. Dies bestätigt die ndp group auf Anfrage.

        3. Alle Spielzeughersteller unterliegen innerhalb des Zeitraums Absatzschwankungen. Insofern ist mir nicht verständlich, warum Lego daraus einen besonderen Vorteil zu könnte.

        4. Im Rahmen des Pressegesprächs der Nürnberger Spielwarenmesse 2019 hat Lego sogar bekannt gegeben, dass vier (!) Produkte des Lego-Sortiments in der Top 10 der ndp group platziert sind. Sofern die Aussage des CEO Lego Deutschland korrekt war, hat sich die Tendenz sogar verstärkt.

        5. Ich bin kein Jurist und habe auch keine Ahnung vom Markenrecht. Deshalb möchte ich Deine HdS-Kritikpunkte nicht inhaltlich diskutieren. Ich stelle jedoch fest, dass der HdS-Artikel von Lukas mit weiten Abstand die beste Berichterstattung sämtlicher – auch professioneller – Medien war. Mal abgesehen davon, dass sehr viele Fans nicht verstanden hatten warum es ging (siehe Kommentare auf der Lego-Facebookseite), wurde die Sachlage von allen Onlinezeitungen, bzw. Fernsehsendern und YT-Kommentatoren falsch dargestellt. Im Übrigen hat bis auf zwei Onlineredaktionen niemend für nötig gehalten die Artikel zu überarbeiten. Ein Trauerspiel!

        6. Während sich ein bekannter Lego-Blog mit einen sehr ausgiebigen, tendentizösen Kommentar ohne jegliche Recherche begnügte, zeichnete der HdS-Artikel zum gleichen Zeitpunkt hier disfferenziertes Bild. Die Konkurrenz hat erst einen Tag nach Veröffentlichung des „Kommentars“ anfangen Fakten einfliessen zu lassen. Wie würdest Du solch ein Verhalten nennen?

        7. Falls Dir dort etwas zu kurz gekommen war, möchte ich höflich darauf hinweisen, dass dieser Blog als Hobby betrieben wird. Vor diesem Hintergrund bleibe ich bei meiner Meinung: Der beste Artikel zur Causa HdS!

        8. Abschließend habe ich nicht das Gefühl, dass eine Leibe zur Firma Lego besteht. Bestes Beispiel ist der Artikel zur irreführenden UCS-Werbung.

  3. Sehr guter Artikel!
    Was ich noch faszinierend finde ist, dass die Kaufkraft der AFOLs wohl sehr hoch ist. Bei den Umsätzen des UCS MF fehlen ja auch noch die Verkäufe aus dem Jahr 2017 und da sind sicher auch einige über den Ladentisch gegangen. Der Preis des Sets liegt sicher zum Teil in etwa auf dem Mietpreisniveau und war damit eigentlich nicht gerade erschwinglich. Da hätte LEGO letztes Jahr mit einem vernünftigen Set anstatt der Cloud City auch einiges an Umsatz abgreifen können. Mal schauen wie es in einem Jahr an dieser Stelle aussehen wird!

  4. Ein bischen verwundert oder auch enttäuscht bin ich, das gerade in Deutschland PM nicht unter den Top 10 steht aber um PM soll es hier ja nicht gehen.

    Das gerade der Falken auf Platz 1 steht verwundert mich, aber dann doch auch wieder nicht.
    Erst gab es das riesige Chaos über die Verfügbarkeit des Sets. wo man schwitzend und bangend auf das Emaiöl Fach starte und hoffe Toys R us reklamiert die Bestellung nicht und nun steht der Falken gefühlt seit Ewigkeiten stark rabattiert da und sugierte, zumindest mir, das er wie Blei in den Regalen liegen muss, wenn der solange so „günstig“ zu haben ist, aber vielleicht macht auf gerade DAS den Umstatz nun aus, das er jetzt 1. immer verfügbar ist und 2. „bezahlbarer“ geworden ist als zu Beginn.

    Überrascht bin ich, das Harry Potter nicht in der Liste auftaucht, da die Sets doch scheinbar gut liefen und das große Schloss doch auch eine Weile nicht lieferbar war (?)
    Finde ich doch etwas sonderbar oO

    Aber die Lego Kritiker würden nun sicher wieder sagen „Glaube nur der Statisik die du selbst gefälscht hast “ ^^

    • Ich bin auch etwas überrascht, dass der Falcon den TOP-Rang inne hat. Insbesondere da er ja nicht überall verfügbar und auch mit Rabatten nicht wirklich ein Schnäppchen ist.
      Dass das große Hogwarts es nicht in die Top10 geschafft hat klingt für mich plausibel. Es ist ja erst tief in der zweiten Jahreshälfte erschienen und ist ja auch erst spät im Herbst bei den Exclusiv-Partnern in die Regale gekommen. Ein echter Wettbewerbsnachteil gegenüber Spielwaren, die man sonst in jedem zweiten Laden mit Spielwaren bekommen kann.

    • Es ist scheinbar nur eine Liste für Q2, das habe ich gerade korrigiert. Da war Harry Potter ja noch gar nicht auf dem Markt, sonst würde bestimmt auch die Große Halle oder der Hogwarts Express auftauchen.

  5. „Ihr macht super Arbeit, sehr fokussiert und informativ – eine tolle Quelle, um Lego Infos zu erfahren ohne viel Brimborium drumherum, und das mit dem HDS war euer Meisterstück, da ihr auch hier ruhig und sachlich berichtet habt.“
    Kann ich vorbehaltlos unterschreiben.
    Es ist erschreckend, wie professionelle Medien darüber berichtet haben. Ein Armuszeugnis der Medienlandschaft.

    Daher erstmal vielen Dank für die entspannte Atmosphäre hier. Tut gut.

    Zur Sache:
    Die Tabelle bezieht sich auf das erste Halbjahr. Deshalb ist der von Lego im Pressegespräch erwähnte Kran (42082) nicht enthalten.
    Ich freue mich, dass der Mack (42078) es die Top 10 geschafft hat. Obwohl das Sets einige Kritik erfahren hat, ist es erfolgreich am Markt. Ich finde das Modell großartig.

    Ich wundere mich, das Lego selbst keine Umsatzzahlen nennt, sondern sich auf eine Berechnung der npd group bezieht. Die Umsatzsteigerung von 4,8% mit gleichzeitigen Zuwachs des Marktanteils auf 17,2% hört sich gut an. Meiner Meinung nach sind die Kennziffern ohne die Angabe einer Marge oder des Gewinns nicht aussagekräftig. Lego hat im letzten Jahr einen großen Marktingaufwand betrieben (z.B. Bugatti). Ich bin gespannt, ob der Umsatzanstieg mit einem entsprechenden Gewinnanstieg begleitet wird oder „erkauft“ wurde. Das wird uns erst der Geschäftsbericht beantworten können. Leider zeigt der Bericht keine regionale Aufschlüsselung.

    Etwas erstaunt bin ich über das Fehlen von LEGO Creator in der Aufzählung. Ich vermute, man wollte nicht alle Serien nennen. In der Halbjahrspräsentation der LEGO Group wurde die Serie ausdrücklich erwähnt.
    Quelle: https://www.lego.com/en-gb/aboutus/news-room/2018/september/interim-results-2018/

    Bei aller Diskussion um Design, Produkten und Preisen sollte der Bauspaß bzw. das Spielerlebnis im Vordergrund stehen.

    Für alle die über die LEGO-Preise meckern, hier eine ‚lustige‘ Zahl:
    Laut Statista liegen die jährlichen prognostizierten Pro-Kopf-Ausgaben für Spielwaren bei EUR 72,97.

    In diesem Sinne viel Freunde mit derr kommenden Saison und viel Spaß beim (Um)Bauen.

  6. 4.8 Prozent Umsatzsteigerung heißt nach 8% Umsatzverlust aber immer noch ca. 3,5% weniger Umsatz als 2016. Und das dann auch nur weil man mit dem Falken das mit Abstand teuerste und größte Set am Markt hat und die Sets allgemein teurer sind als früher. Die Verkaufszahlen dürften da nur moderat gewachsen sein. Lego setzt im Moment zur Umsatzsteigerung offensichtlich auf Quantität wie die Ankündigung des Liebherr R9800 zeigt. 450€ UVP für ein Technic-Set. Respekt. Ob das für die Zukunft reicht?

    • Ja, natürlich verkaufen Unternehmen ihre Zahlen immer so gut wie möglich. Aber es zeigt, dass es langsam wieder in eine bessere Richtung geht. Und man darf nicht vergessen, dass LEGO in den Jahren vor 2017 extrem und schnell gewachsen ist. Ich würde jetzt also nicht behaupten, dass es schlecht um die Firma steht.

      Und: Meines Wissens nach waren es 5% Umsatzrückgang in der ersten Jahreshälfte von 2017, nicht 8%. Aber ich kann mich da auch täuschen.

    • „4.8 Prozent Umsatzsteigerung heißt nach 8% Umsatzverlust aber immer noch ca. 3,5% weniger Umsatz als 2016“
      Das stimmt und zeigt was mit etwas Statistik und Marketing möglich ist.

      Bei aller Kritik an Lego ist 2017 der erste Umsatzrückgang nach über 10 Jahren mit beeindruckenden Wachtumsraten gewesen.

      Die angekündigten Neuheiten lassen vermuten, dass Lego sich stabilisieren wird. Wenn das Control+ vernünftig ist, wird der Liebherr ankommen. Ich habe im allgemeinen das Gefühl, dass das Sortiment besser und vielfältiger wird.
      Um es mit Deinen Worten zu sagen: „Ob das für die Zukunft reicht?“

  7. Naja,ich denke geblendet von den Preisen die für den alten MF abgerufen wurden,hatten viele an den schnellen Euro bzw. an eine Wertanlage gedacht!? Ich bin Familienvater und hoffentlich bald „Häuslebesitzer“. Ich hatte mir lange,lange überlegt ob ich mir den Falcon gönne? Letztlich dachte auch ich,das das Set zumindest mal wieder seinen EK bringt wenn man es mal verkaufen möchte.
    Durch die Überflutung des Marktes,denke ich wird sich der Gebrauchtpreis in 10 Jahren sicher nicht viel über 500€ bewegen?
    Ich glaube nicht,das ein anderes 800€ Set so oft verkauft worden wäre? Auch denke ich nicht,das es nur die „Legende“ um den (Lego-)Millenium Falken bzw. die Star Wars Dynamik ist.

    • Ich glaube es ist eine Mischung aus ganz vielen Faktoren. Aber ja einer davon war definitiv die Hoffnung auf ein wertvolles Anlagegut. Ich habe hier ja von Anfang an versucht zu erklären, dass der Millennium Falcon nicht limitiert ist, aber man erreicht damit natürlich nicht alle Menschen.

  8. Ich finde es interessant, dass Legos größte Umsätze nicht von der zentralen Zielgruppe generiert werden, den Kindern. Jedenfalls scheint das in Deutschland so zu sein.
    Aber klar, Lego ist kein Hype-Spielzeug wie Bayblades oder so. Für Kinder wird Lego gekauft, weil die Eltern damit selbst etwas Positives verbinden. Das könnte natürlich langfristig in die Hose gehen, wenn man jungen Eltern nicht von Anfang an Interessantes bietet oder die Kids heute vergrätzt, denn die kaufen ihren Kids dann kein Lego mehr. Ob Lego da auf dem richtigen Weg ist mit Luxusspielzeug und überteuerten, immer kleiner werdenden Sets ist die Frage. Das war jedenfalls einer der Gründe, warum ich meiner Nichte wenig Lego gekauft habe. (Fairerweise muss man sagen dass ich es auch nicht gekauft habe, weil sie’s allein nicht gebaut hätte und ich zu wenig da bin, um mit ihr gemeinsam zu bauen.)
    Aber die Lego-Entscheidungsträger von heute muss es nicht kümmern. Bis zum Einbruch sind sie längst weg.

    • Das ist wohl eher fraglich, finde ich.
      Es ist ein Familienunternehmen, und bei allen gravierenden Entscheidungen ist der Eigentümer mit Sicherheit involviert.
      Und auch die These, dass die Käufer von morgen heute nicht mehr genug „gefüttert“ werden stimmt so nicht, denke ich.
      Selten hat es so viel LEGO auf den Schulhöfen gegeben, so dass sie teilweise schon verboten werden (Spinner, Ninjago, City etc.).
      Also in Summe steht LEGO in DE zumindest für die Zukunft gut da, würde ich sagen.

      Gruß

  9. Ich finde es ehrlich gesagt am interessantesten, dass die npdgroup-Rangliste nur das Q2 2018 wiedergibt. Wie aussagekräftig soll das denn sein? Nicht das Gesamtjahr, nicht Q1, Q3 oder Q4, nein hier die Zahlen von Q2. Klingt für mich eher, als ob Lego in diesem Quartal am besten wegkommt und in den anderen Quartalen nicht, oder fällt sonst irgendwem eine gute Begründung dafür ein?
    Dass der MF gerade im Q2/18 so gut wegkommt, wundert mich nach dem Desaster-Start in 2017 allerdings nicht. Ob das in Q3 und Q4 auch so war?

    • Es gibt einfach noch keine anderen Zahlen. Die von Q1 habe ich in den Kommentaren auch verlinkt. Ich frage morgen mal da an, ob es noch weitere Infos gibt, die sie rausgeben können, aber ich denke bis zu den Zahlen von Q3 und Q4 dauert es noch ein bisschen.

  10. Sehr reißerischer Titel. Wenn man nicht genau nachvollziehen kann, wie / woher die Zahlen kommen, wieso dann so ein Titel? Wenn Lego das nicht rausrückt, dann hat es wohl schon einen Grund. Da wurde offensichtlich etwas in der Statistik geschönt. Es gibt so viele Lego-Seiten und Lego-Youtuber, aber so gut wie alle scheinen Lego Zucker in den Ar*** zu blaßen. Was sehr schade ist, weil (in meinem Fall jedenfalls) dann diese Seiten / Youtuber an Glaubwürdigkeit verlieren.
    Warum besuche ich Lego-Seiten und Youtuber? 1. Um nicht über neue Lego-Sets zu informieren, um Rabattaktionen mitzubekommen und um mir bei der Entscheidungsfindung helfen zu lassen. Ich habe keinen Geldsch*** zuhause. D.h. ich kann nicht jedes Set kaufen und ausprobieren. Daher ist eine Review sehr hilfreich, mit der Zeit stellt man leider fest, dass die meisten Reviews extrem Pro-Lego sind und alles in den Himmel loben. D.h. es hilft mir kein bisschen um eine Auswahl zu treffen, so gut wie alles ist toll.
    Das gleiche bei den jubiläums Sets von Star Wars, so gut wie alle loben die Sets in den Himmel und wie toll die Sonderfiguren sind. 1. sind das meiner Meinung nach 08/15 normale Lego Star Wars Sets, für ein 20 Jahre Jubiläum wirklich schwach und 2. diese 20 Jahre Aufdruck auf dem Rücken der Figuren sieht furchtbar aus. Das macht doch den ganzen Flair, Optik und Zauber von Lego kaputt. Selbst Lego weiss das und zeigt doch mit Absicht nicht die Rückseite der Figuren.
    Schade dass die wenigsten ehrlich, aufrichtig, nachvollziehbar und ohne Rosabrille über Lego berichtet, damit jeder sich seine eigene Meinung bilden kann.

    • Der Titel entspricht den im Artikel genannten Meldungen. Und nachfolgend habe ich im Artikel die Quellen für diese Aussage genannt und kommentiert. Sowohl LEGO als auch die NPD Group haben zumindest bei den Spielwaren selbst unabhängig voneinander gleiche Angaben gemacht, was die bestverkauften Spielwaren von LEGO selbst waren. Ich persönlich bin eher über die Tatsache überrascht und davon beeindruckt, dass hier nicht die kleinen Sets die größten Verkaufsschlager waren. Hier ging es um eine Information und einen Austausch unter Interessierten. Weder LEGO noch wir haben Interesse daran kostenlose Werbung für das Unternehmen zu machen. Wir sind aktuell kein „Anerkanntes LEGO Fan Medium“ und wie Lukas schon weiter oben sagte, haben wir auch kein Interesse daran eines zu werden.

      Natürlich hat das auch den Nachteil, dass wir alle unsere LEGO Sets selbst kaufen müssen und nicht ein einziges kostenlos für Reviews zur Verfügung gestellt bekommen. Daher schreiben wir unsere Reviews ausschließlich über Sets, die wir uns selbst gekauft haben und dementsprechend hart erarbeitet haben. Denn uns geht es wie dir, wir können uns einfach nicht jedes Set kaufen um darüber eine Review zu verfassen. Nichtmal alle, die wir gerne hätten, können wir uns leisten. Daher machen wir Reviews gerne über Sets, die wir gekauft haben, weil sie uns gefallen. Zu Sets, die wir nicht besitzen, können wir lediglich eine Meinung abgeben, was wir auch gerne in den Kommentaren machen, wenn ein anderer aus unserem Team darüber geschrieben hat.

      Die Jubiläumssets sind nun mal Remakes älterer Sets mit zusätzlichen Figuren aus anderen klassischen Sets. Es ist ein Fanservice, der sich durchaus an neuere Fans der LEGO Star Wars Serie richtet, die ein älteres Set verpasst haben und jetzt etwas detailreicher nochmal bekommen können und zusätzlich eine Hommage der ersten Figuren bekommen. Vermutlich weil diese Figuren einen hohen Wert unter Sammlern haben, wurde auf den Torsos eben die Aufdrucke angebracht. Ich zähle mich zu den LEGO Star Wars Fans und bin selbst auch nicht wirklich begeistert von dem bisherigen Lineup dieses Jahres. Und tatsächlich sind der Micorfighter Dewback und Zuckuss ausgerechnet im teuersten Set der Jubiläumssets meine aktuellen Highlights.

      Das ist natürlich blöd für mich, aber ich kenne auch Fans die sich über die Sets freuen. Und daher freue ich mich auch für sie, selbst wenn für mich in dem Segment gerade nichts bei ist. Aber es gibt eben noch anderen Themengebiete, wie in meinem Fall The LEGO Movie 2, die mich wider Erwarten zur Zeit restlos begeistern. Auch LEGO City ist eigentlich nicht mein Kerngebiet, aber gerade in der letzten Zeit finde ich dort immer wieder kleine Sets oder Polybags, die mir Freude bereiten. Dazu gibt es auch noch den Gebrauchtmarkt mit älteren Sets, die nicht mehr erhältlich sind. Und auch da ist es ab und zu möglich ein Schnäppchen zu machen. Bin ich deswegen ein LEGO Fanboy? Ja natürlich. Blase ich dem Unternehmen dadurch Zucker irgendwohin? Nein, ich bin durchaus kritisch. Aber muss ich deswegen meine Freizeit damit verbringen mich über gewisse Entscheidungen zu ärgern? Nein, ich möchte Spaß haben und Spielzeug mit einem gewissen Kultfaktor bietet sich dafür für mich an.

      Wenn wir etwas konkret kritisieren, dann wird das hier auch seinen Weg auf die Seite finden. Wenn wir etwas vorstellen, was uns gefällt, zeigen wir auch immer die Punkte auf, die uns persönlich als Schwachpunkte erscheinen. Aber wenn ein Teil einer Fangemeinde mit Fackeln und Mistgabeln durch das virtuelle Dorf zieht, sehen wir uns durchaus in der Pflicht uns unser eigenes Bild zu machen und nicht ungefiltert nachzuplappern, was die große Masse gerade verurteilt.

  11. Danke für die zusätzliche Recherche-Arbeit. Mich hat von Anfang an diese Formulierung „meistverkaufteste Sets“ in der PK stutzig gemacht. Das die sowas sagen können ohne drüber nachzudenken bzw. ohne es später richtigzustellen halte ich für fieses Kalkül.
    Mich würden da generell mehr Zahlen bei Lego interessieren. Insbesondere bei kleinen Sets oder Sparten, die mich persönlich so gar nicht interessieren und bei denen man schnell von sich auf andere schließt und sich nicht vorstellen kann, dass sich das irgendwer kauft. Und dannn steht an der Kasse vor einem doch ein Kind mit strahlenden Augen und Spinjitsu oder Emmets Dreirad in der Hand. 🙂

    Danke auch nochmal für deine Ausführungen im Kommentar, Ryk. Dem kann ich komplett beipflichten!

    • Ich würde euch hier gerne regelmäßig Zahlen präsentieren und versuche da auch bei NPD dran zu bleiben. Allerdings machen die sowas wohl nur in Ausnahmefällen für Pressetermine wie z.B. auf der Spielwarenmesse. Ansonsten muss man die Daten einkaufen. Und ich glaube, das wäre doch ein klitzekleines bisschen zu teuer für diesen Blog 😉

        • „Mich würden da generell mehr Zahlen bei Lego interessieren.“

          Absolute Zustimmung!
          Mir würde es reichen, wenn Lego im Geschäftsbericht nach Regionen (Europa, Amerika, Asien…) und Serien (Starwars, Technic usw..) unterteilen würde.

      • Danke für das Zahlen-Update.
        Wenn npd solche Zahlen nur käuflich anbietet, könnte Lego ja seine Umsatz-/ und/oder Stückzahlen an den Einzelhandel veröffentlichen. Die Zahlen wird man dort aber wohl leider nicht rausrücken.
        Die Sache mit den geschätzten Preisen scheint mir etwas unsicher. So weit ich weiß, hatte PM 2018 Adventskalender für UVP 20,- UND 25,-EUR im Programm. Ein geschätzter Durchschnittspreis von 13,-EUR könnte dann vielleicht etwas tief sein.

        • Ich habe halt als Grundlage den Idealo Preisverlauf von ein paar Produkten genommen. Aber ich habe natürlich auch schauen müssen, dass der Preis insofern „realistisch“ ist, dass die Reihenfolge beim Umsatz passt.

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